- Se. K i etliche und Köni liche Hoheit der Kronprinz3 ers “en getern ur Besg tigung des Lehr- fanterie- ertaillons in der niform 2. SFlesischen renadier-Regtments Nr. 11, begrüßte das Batai on und empfin dann Se. Majeßät den Kaiser und König.
Jßre Kaiserliche und. Köni liche Hoheit die Kronprinzes tn wohnte mit den Ykrin essinnen Töchtern, KöniZlichen Ho eiten, von der Rampe es der esichtigunk bei
_ Abends fo te _Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz einer Einladung des egiments der Gardes du Corps zum Diner.
euen Palais aus
- Im weiteren Verlauf der gestrigen (87.) Sißung des Hauses d'er Abgeordneten stand der Geseß- entwurf für die Provin Hessen-Nassau mit Aus- schluß der _ehemals ayerischen Gebietstheile, betr_effend die Verleßun der Dienstpflichten des Gesinbes, durch wxlchen im Falle lbartnäckigen Ungehorsams oder Wider pensttgkeit bes [. im a e willkürlicher Versagung oder V'erla ung des Dientes Ge strafe bis zu 15 9/6. oder Haft bis zu 3 Tagen angedroht mird, zur Berathung.
"Der, Abg. Cahensly bestritt das Vorhandensein des Bedurfxnffes einer Aenderurig der für Heffen-Naffau bestehenden Vorschriften Ut_1d empßahl die Able nung der Vorlage.
Der Regierurigs ommr ar, exeime Ober-Negierungs- Rath von den Brizickxn fan es an fällig, daß gegsn einen Entwurf, der lxdrglich, wie schon kfrüher ein gleicher fiir Schleswig- olsiein, „den' immer stär er auftretenden Klagen iiber bre n uläxiglichkeit der hierher ehörigen, in Geltung befindli en estimmun en seine Entßehun verdanke, so schroJe uYtellun en erßoben würden; das edürfniß stärke- ren schiss ußes er Herrschaften durcb Androhung strafrecht- licher A ndung der bere ten Delikte sei in jeder Be iehung klargeste"t; dre überemßimmenden Aeu erungen der ommu: nalen Korperscbaften wie der Provinzial ehörden legten dafür das bündigste Zeugnis; ab.
Der Gesehentwurf wurde nach dem Antrags der Kommission unverändert angenommen.
Es folgte die Berathung des Berichts der verstärkten Geschäftsordnungskommifsion, betreffend eine anderweite assung des §. 27 d er Geschäftsord- nung. Dersel e. lautet:
„,'Anträge von Mitgliedern des Hauses, welche eine Geld- bewtlligung in sich schließen oder in Zukunft herbeizuführen bestimmt find, können, sofern sie nicht durch TageSordnung beseitigt Werden, nur dann ur Abstimmung gelangen, nachdem eine Kommission mit
ihrer Vor eratbung betraut Worden ist und einen Bericht über dieselben abgestattet hat.“
Der Antra der Kommission, den §. 27 unverändert zu lassen„wurde ane Diskussion Zum BFchluß erhoben.
Die Wahlen d'er A gg. intelen und van Vleuien im Wahlkreise Neuwied-Altenkirchen wurden nach dem Anfrage der Wahlprüfungskommis ion beanstandet.
Damit „war die Tagesordnung erle igt.
Auf die Tagesvrdmmg der heutigen Sißun sollten nach denz Vorschlage dxs Präsidenten zunächst drei ommissions- berichtx über Petitioiien und darnach der Antrag von Ham- merstem, betreffend die Steliung der evangelischen Kirche, ge- nommen werden.
Der Wunsch des Abg. von Hammerstein, seinen Antrag morgen gn erster Stelle 13 berathen, fand Widerspruch, der von der gescba tsqrbmxngMäZig genügenden An ahl von 30 Mit- ?liedern( reismni 9, Nationalliberale, rei onservativ? unter- tußt mm: 6; es b ieb somit beim V0 chlage des Prä identen.
Schluß 21/2 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr.
- In der heutigen (88) Sißun des Hauses der Abgeordneten, wel er mehrere egierungskommiffarien bemxo nten, stand, ?„unä | auf der Ta eSordnung der achte BLU t der, Komm1s ion ür Petitionen ü er die Petitionen des Vorsißenden berKölnerVrauerei:Korporation u. A. und des, Vorsitzenden des Rheinischen Bauernvereins, betreffend die Verwendung von Surrogaten bei der Bierbereitung.
. Nqnzens der Kommission beantragte der Abg. Rumpf, die Petitiqnen der Königlichen Staatsregierung zur Erwägung zu uberweisen.
_Der Abg. Scheben trat für die Ueberweisung zur Berück- ÜÖUJUJ em. . „
. ' er Abg. Dr. Goldschmidt bat, den Beschluß der Kom- mrfsion einzunehmen. Wenn die Verwendung von Surrogaten ohne .Weiteres zizgelaxsen würde, so laufe namentlich die nord- beutsche Brauerei Ge („ck- daß der Export norddeutscher Biere m das Ausland, derm der le ten Zeit in erfreulicher Weise zugenommen habe, rmeder einge chränki werde.
Der Abg. Schm1d(Ho xnzbllern) meinte, daß die Petitionen der Regierung zur Berü sichtigun kzu überweisen seien; das bayerische Bier habe gerabe desßa b einen Vorzug vor den norddeuischen „erlangt, weil in Süddeutschland seit jeher strenge Vorschriften in Bezug auf die Zubereitung des Bieres be- standen hätten.
' Der Abg. Diricblet erklärte, iiber den Antrag der Kom- mission nicht mauSgehen zu können. Wenn man die Ver- wxndung von urrogaten für die Bierbrauerei gänzlich ver- bieten wolle, ,so werde man nur dazu kommen, den armen Leuten das Bier zu vertheuern.
, „Der, Nbg. Konrad ersuchte, den Antrag der Kommission einstimminanzunehmen. trag Yer bg. von Nauchhaupt trat gleichfalls für diesen An-
n. Ber Schluß des Blattes sprach der Abg. Pleß.
- Der Kommandant des hiesigen Jnvalidenhauses, General-Lieutenant von Blumröder, hat einen 6wöchent- lichen Urlaub nach dem bayerischen Hochlande angetreten.
' - Die Zeiteintheilun für die dies'ä rigen erb : Ubungen bes Garde- orps ist Aller öthsten OHrts nxtie folgtLZene M?stt WMYZ d . u - : er 3. und 4. Escadron des Re i- W17W21ZWAU dä (*:?)in nackt) oßsdam m;,d GdenZ F .-. : emens-eunen es . : WWW “28" . Q|Berlin.„ g ar e ."“- . : S: ' - ,der Gardes du o S an unent Uebungen des Regiments Kavallevie-Vrigade b “1:9-23. August“
FMM
Potsdam. Mgim-mts-Uebungen des 1. Gardß
sdam und des 4. Garbee s renadier-Regiments Königin GYM!)
'- S. M. S. „Ariadne“ 4/4. Kiel.
der Regimenter der 2. Gardß .
19.-24. August: Regiments - Uebungen des Gard- Kürasüer-Regiments und "der Re 'menter der 3. Garde- KavalLerix ' ade bei Berlin, mit uhetag am 25. August-
,20.- 4. ugust: Regiments = Uebungen des 2. Garde- Regiments (J F., des Garde-FÜfilier-Regtments, des Kaiser Alexander arde-Grenadier-Regiments Nr. 1 und des Kaiser Franz GarderenadierMegiments Nr. 2 bei Berlin, Mit
uhetag am 25. August. * _ P t 23. August: Marsch des 3. Gardeegtments z. F. nach
9 s _am.
24. Au ust: Marsch des 4. Gardeegiments 3. F. und des „3. Gar e:Grenadier-Negiments Königin Elisabet na Berlin, sowie des Regiments der Gardes du Corps na Berlin, Charlottenburg und Umgegend, mit Ruhetag am 25. August.
24.-28. August. Brigade-Uebungen der 1. Garde-Jn- anterie-Brigade und 2. Garde-KavallerieBrigade bei Pots- am, bei leßterer einschließli§ eines Besichtigungstages.
. 26.-30. Au ust: Brig e-Uebungen der 2., 3. und kom- bmirten Garde = nfanterie- Brigade, der 1. und 3. Garde: KavaÜerie-Brigade bei Berlin, bei leßteren beiden einschließlich eines Besichtigungstages.
30. August: Mars der ]. Garde-JnfanterieBrigade, des Stabes und zweier mpa nien der Unteroffizier-Schule Potsdam und der 2. Garde; avallerie-Brigade nach Berlin und Gegend.
31. August: Rubeta .
1. September: Gro e Parade bei Berlin.
2; unb3. September: Bei den kombinirten Garde-Jn: fanterux-Divisionen Märsche ins Manöver-Terrain, bei er kombtxnrten 1. Garde:Jnfanterie-Division unter Mitbenußung der Eisenbahn.
2.-4. September: E erzieren der kombinirten Garde- KavaUerre-Dimsion im DiviJÜ-ions-Verbande.
, 4-9. Se tember: DetachemenM-Uebungcn der kombi- mrten Garde: nfanterie-Vrigaden mit einem Ruhetage am 10. September.
, 6 September: Marsch der kombinirten Garde-Kavallerie: Division ms Manöver=Terrain mit Ruhetag am 7. September.
8.-13. September: Uebungen der kombinirten Garde- Kavallerie-Division.
_ 11.-14. September: Feld-Manöver der beiden kombi- mrten Garde:Jnfanterie-Dimsionen.
, “14. September: Marsch der kombinirten Garde-Kavallerie: Division 111 das Terrain des Corps:Manövers (Kreis Lebus).
15. September: Ruhetag.
16.-18. September: Corch-Manöver mit 2 dazwischen liegenden Bwaks. M W
18. September:.Rückiransport der höheren Stäbe, des Stabes der, Artrilerre-SMeßsckyul-z und der Fußtruppen per Eisenbahn in die Garnison.
19. September: Ruhe fiir die berittenen Waffen.
20.-22. September: Rückmärscbe der berittenen Waffen der Berliner und Charlottenburger Garnisonen.
20.-23. September: Mckmävsthe der berittenen Waffen der Potsdamer Garnison. *
' - Das „Marine-Ver.-Bl.“ veröffentlicht folgende Nacb- richten iiber SckZiffsbeweleungen (das Datum vor dem Orte bedeutet An unst dasel st, nach dem Orte Abgang von dort). S. M. Kreuzer „Adler“ Kiel 27/5. Z oststation: bis 5/6. Plymouth. Leßte Post aus Berlin am /6. Vormittags 11 U r 37 Mm. Vom 5/6. bis 11/6. Gibraltar, vom 12./(;;, bis 2 /6. Malta.) - S. M. Kreuzer „Albatroß“ 17./2. Matupi 27/3. - 11./4. Sydney 3/5. (Poststation: Sydney.) ' (Poststation: Kisl.) -
6/9. 85 Kiel. (Poststation: Kiel.) - .. „Brummer“ 14/5. Kiel. (Poststation: Kiel.) _. . Knbt. „Cyclop“ leßte Nachricht aus Kamerun vqm 13/4. (Poststation: Kamerun.) - S. M. S. „Karola“ Kiel 17./5. - 23/5. Plymouth 27/5. (Poststation: Gibraltar.) - S. M. Vermessgsfhrzg. „Drache“ 3/5. Ber en 6/5. (Poststation: Aberdeen [Schottland].) - S., . Aviso „?alke“ 21/5. Wilhelmshaven. (Poststation: Wilhelmshaven. - S. M. S. „, riedrich Carl“ 27/4. Prraeus 7/5. - 8/5. Smyrna 8/ . - 9/5. Suda:Bay 11/5. - 23/5. Zea 27/5. (Poststation: Malta.) - S. M. Kreuzer „Habicht“ 23/3. Kapstadt 6./4. (Poststation: Kamerun.) - S. M. S. „Hansa“ 27/1. Kiel 22/5. --* 30/5. Kiel. (Poststation: Kiel.) - S. M. Knbt. „Hyäne“ 29./1._ Port Louis [Mauritius 12/5. an- Wbar.„(Poststat1on:Ade„n.) - S. M. nbt. „Iltis“ ./5.
atavia 13/5. (Poststation: bis 4/6. Aden, vom 5/6. ab ort Sq'r'd.) -S. M. Aviso „Loreley“ 17./5. Konstantinopel
Poststation: Konstantinopel.) - S. M. S. „Luise“ 15/3. Norfolk 28/4. - 5/5. Bermuda 10/5. (Poststation: Queens: tbwn leand].) - S. M. Kreuzer „Möwe“ 5/3. Zan: zibar ./3. - 8/4. Zanzibar. (Poststation: Aden.) - S_. M. S._ „Moltke“ 30/4. Swmemünde. (Poststation: bis ,3/6. Swmemünde, vom 4/6. bis 7/6. Kiel, vom 8/6. ab Swmemiinde.) - S. M. Bri g „Musquito“ 19/4. Norfolk 4/5. (Yststatwn: Queenstown [ rland].) - S. M. Panzerfhrzg. , ucke“ 15/6. 85 Wilhelmshavén. (Poststation: Wilhelms- kéav'en.) - S. M. Kreuzer „Nautilus“ 5/5. Nagasaki. (Post- tation: Hongkong.) - S. M. S. „Nixe“ 12/4. Kiel 17/5. -17./5. Eckernxorde 20/5. - 21/5. Neustadt in Holstein
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- 27/5. Erkern örde. (Poststation: Kiel.) - S. . Av. „Pommeramg“ 1./4. Kiel 16/5. - 17./5. Burg a. F. 20/5. - 20/5; Kiel 24/5. - 25/5. Eckernförde - 29/5. Kiel. ZPoftstatron:,.Eckernförde.) - S. M. S. „Prin Adalbert“ ;/5. Eckernjorde - 21/5. Sonderburg 24/5. ?Poststation: bis 6/6. Kiel,. vom 7/6. bis 14/6. Neustadt in Holstein, vom 15,/6. ab Wis-mar.) - S. M. S. „So hie“ 2/4. Kiel - _25/5. FlenSburg 27/5. (Poststation: Kiek) -S. M. S. ,Stem“, 3/5, Kiel. (Poststation: bis 14/6. Kiel, vom 15/ . ab Heiligendamm.) - S. M. Torpedoboot „Vorwärts“ Kiel 25/5. - 27/5. Dan ig. (Poststation: Danzig.) - SM. Knbt. „Wolf“ 15./5._ Messina 19./5.-24/5.PortSaid 30/5. Yosistatxon: Aden bis 4/6; Sin apore v. 5. bis 18/6.
„M. Torpedbboote 87 8 9, 1,12 und 1310/5, Kiel. Foststation: Ktei.) - S. M. Torpedoboote 8 1 bis 614/5. iel. (Yoftstatton: Kiel-s) Kren erßes wader: S. M. Schiffe „ ismarck“, „Guei enau“, „ Ya“ 9/3. Auckland 10./4.,( oftstatwn: Hongkong; für „M. S. „Gneisenau“ Batavia Java].)
Wiesbaden, 31. Mai. 5. lenarsißun des Kom- mrxnal-Lanbtages. Nach Verle ung der rotokolle der drei lehren Sikungen des Kommunal-Landtages, welche jest erft festgestellt md, und nach Vertheilung der neuen Eingänge wurde in die Tagesordnung eingetreten Und zunächst der Be-
' t der Me ebamxommisfion das Wegebauwesen im SW“
Land ,e Frankfurt a. M. betreffend, vorgetra en. ' Diskussion Fand nicht statt und wurde der Antrag k5er Em? mi sion ein timmig angenommen. - Sodann wurde der Bw ' t der R nungS-Prüfungskommission verlesen und Dechmge für sämmtli e Rechnun en beantragt und vom Landtag & ne i t. _ Auf den ericht der Geschäftskommi fion, Z,; tre en Bezirksstatuten, wurden dieselben in der Fa ung, mie fie aus der Kommission hervor e angen find, angenommen, Die nächste Sißung wird e onders anberaumt werden
, Kassel, 1. uni. Der Kommunal-Landtag hat in
seiner heuti en ißung den Ober:Vorsteher von SchUYbar enannt ilchling zum Vorsißenden und den Ober; iirgermeister Weise zu Kassel lzum stellvertretenden Vor: fißenden durch Akklamation gewäh t.
Oesterreich-Ungaru. * Wien, 31. Mai. Wn. Abdp.) Heute waren abermals beide Häuser des Rei sraths ver: sammelt. Das Herrenhaus erledigte die auf der Tages: orbnun?) gewesenen Verhandlungsgegenstände ohne Debatte im Sinne er Kommissionsanträge. Das Abgeordnetenhaus seßte die Spezialdebatte über die Unfallversicberungs- Vorlage fort.
Die liberale Partei des ungarischen Reichs; tages ver andelte estern über die vom Magnaten: hause bes [offenen odifikationen an den Juris: diftionswrlagen und pflichtete denselben bei. Der Mmister-Präsident von Tisza skizzirte sodann die Am- wort, welche „er dem Abg. Csanady auf dessen angekündigte Interpellation betreffs der Entfernung des Henßj:
enkmals zu geben beabsi tigt. Die Antwort wurde unter Yustimmung zur Kerintni genommen. Zugleich gab die
arter dem unerschütterluben. Vertrauen und der Anhäng- lichkeit fiir den Minister:Präsidenien Ausdruck.
- 1. Juni. (W. T. B.) In der hsutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses theilte der Präsident mit, daß die auf „heute anberaumte Sitzung des Zollauss chus s es nicht stattfinden werde.
Schiveiz: V «? rn, 1. Juni. (W. T. B.) Der Bundes: rath hat bei der Bundesversammlung eine Revision der Bundesverfassung in der Richtung beantragt, daß die Geseßgebuug über den Schuß der Erfindungen auf industriellem und landwirthschaftlichem Gebiet sowie der Muster und MydeÜe dem Bunde iib ertragen werde.
„ - 2“. IMU, (W. T. B.) Der Bundesrath beantragt ber den eidÉenössischen Rüthen, die nachgesucbte Konzession für den an einer Eisenbahn durch den Großen St. Bernhgrd (Col de Ferret) nicht zu bewilligen, um den anderweitigen Alpenbahnprojekten im Kanton Wallis nicht zu präjudiziren.
Großbritannien und Irland. London, 1. Juni. (W. T. B.) In einem heute ftattgehabten Meeting von Abhängern Hartingtons beschlossen 58 von den an- weyenden 60 Jarlametttsmitgliedern, gegen die zweite Lesuyg der omerule-Bill zu stimmen. Etwa 20 dieser Deputrrten hatten dem gestrigen Meeting von Anhängern Chamberlains beigewohnt.
Das Unterbaus seßte heute dieBerathung der irischen Verwaltungsbill fort. Chamberlain erklärte: er würde fiir eine abstrakte Resolution zu Gunsten dss .Home-Rule ge- strmmt haben, müsse? aber gegen die zweite Lesung der Vill stimmen, weil „nach der Erklärung des Premiers Giadstone. das Haris sich sonst verpflichten wiirde, fiir eine spatere ähnliche Vii] zu stimmen. Vor Ailem müßten die Suprematuz und die Autorität des Reichsparlaments, sowie dre Rerchsemheit gewaYt bleiben. Diese würden durch die Bill zerstört. _ Die uflösung des Parlaments sci kein Schrecken fiir LZU, denn er glaube, die unionistische Majorität werde aus den euwahlen gestärkt hervorgehen. Der Schuß- k anz [ er qucouri äußerte: die irische Verwaltungsbill könns zwar durch bis Kombination der Parteien zerstört werden, dies werde aber 'nicht geschehen können mit dem rinzip der Vill, das die Mehrheit 'der Liberalen billige und wel es die Mehrheit des Landes sanktioniren werde. „Was uns betrifft, sagte der Redner, so werden wir stets, mögen wir uns im Amte oder in der Opposition befinden, die traditionelle Politik der Tori)- pgrtei gxgen Jrland bekämpfen.“ Mr. Gladstone erklärte: bie Regierurig würde es vorziehen, wenn die Abstimmung uber die Bill am nächsten Freitag erfolge; sie woÜe aber ksme Vressron ausiiben, faÜs die Liberalen wünschen soiltexd die Debatte zu verlängern. Die Verathung wurde hieraufbrs zum Donnerstag vertagt. „
,Das Oberhaus nahm die irische Waffenbiilm Yvette): und dritter Lesung und schließlich in definitivex
bstimmung aii und genehmigte die Vill, betrsfsend dx? schottischen Kleinbauern, in dritter Lesung.
' Frankreickz. Paris, 1. Juni. (W. T. V-) Der Ministerra-th hqi in einer heute Vormittag abgrbältenen Sißung sich iiberdie Erklärungen geeinigt, welche bLUtS Namens des Kabinets vor der Kommission für die Vorbe- ratbung der Vorlage iiber die Ausweisung “ Prinzen abgßgeben werden sollen. Dem Vernehme." na rvurde em Einvernehmen dahin erzielt, daß ÖW Ausweisung der Prätendenten der direkten Linie auf 19815- [atwem Wege erfolgen und daß der Regierung das Necht ZU- steben solle, den übrigen Prinzen den Aufent alt in Frank- reich zu esiattext ober zu versagen. Die egierung„10,lle mdeffen hinsichtlich dieses Geseßentwurfs nicht die JUÜLUW xrgreifen, sondern denselben annehmen, fans die Komnnssll)" ibn vorschlage. ,
_ Dre Deputirtenkammer berietl) in ihrer heutigen Sißung „darüber, ob der Antra Michelin-Llßlqnteau (Jntransrgenten),' welcher die Angschaffung des die Be- ziehungen zivischen Staat und Kirche regeknde" Ges e Hes vom Jahre 1802 fordert, in Erwä ung zy zie e'? sei. Der Kubtus-Mrni er Goblet wün chte eme rathung, um die Ansichten es Landes kennen 1: lernen. , wurde_ auch mit 296 gegen 250 Stimmen beschkoffen, den A," trag in Erwägung zu ziehen. Die Kammer vertagte slch
darauf bis Montag. .
„ _ 1.4th Abends. (W. T. B.) n der heutts“? Sißung de Kommission zur Vorberat un der Vorl; lage betreffend die Ausweisung der Nr nzes- 9“ ' der ConsetxX-Präsident de Fre cinet e ne den 111 denz ??Yttgen Mnlsterrath gefaßten lüffen angloge ,
l'cirung ab. Hr. De eycinet betonte: es er keine "FJ mrttelbare Gefahr vor anden und auch ein Sew“ “
1
rin n u fürchten, aber die Haltung P 'ze z solche, daß fie die Feinden der Re- Er (der Minister)
“ ritt der xz, eTrin??? im Alxßememet) sei eine Meinung ]eunruhige und den
ik einen VeremigungSpunkt biete.
' t die all emsine Ausweisung der Prinzen„ aber er „ LWF? sofort dJ: wirklichen Prätendenten und die Deszen:
texi der direkten Linien, d. l). den Grafen von Paris und n Söhne, sowie den Prinzen Napoleori und dessen Soyn or auszuweisen. _ In parlamentarischen Kreisen, mird enémmen, daß die Kommission wabrs einlich den imMmister- L) ge aßten Beschluß annehmen wer e, d. h. obligatorische Ysmeikung der direkten. Prätendenten und fakultative Aus- )eisung der übrigen Prmzen. erbien. (W. T. B.) Der „Polit. Corresp_„ zufolge ritt Schs serbische Taback:Monopo[ qm 1. Juli a-„St, (13. Juli n. St.). in Wirksqueit; am gleichenßTage begmnt auch die shatigkeit der serbischen Monopolgeseazchgstßk
Bulgarien. Sqfia, 1. Juni. (W. T. B.) Nach den nunmehr vollständig vorliegenden Resultaten der W ahlen in Ost-Numelien smd von 89 Depunrten 10 Gegnerder Regierung, 20 von unbestimmter Parteisteüung und die übrigen Anhänger der Regierung. Die Kammer wrrd demnächst zu:
sammentreten.
* Amerika. New-York, 29. Mai. (A. C.) Die
Verurtheilung Mosts und der anderen beiden Sozialisten
]megt allgemeine Befriedi unF Alle Zeitungen enthalten en
“Arten von
immende Artikel und rü die Hoffnung aus, daß der zust des Prozesses die Wirkung haben werde , alle Agitatoren von mordbrßnnerischen Red'en zurück- zu alten. Der Urtheilsspruch wrrd in der nächsten Woche geällt werden, und es wird wahrscheinlich das äußerste Straf- maß ein Jahr Gefängnis; und eine Geldstrafe von 100 Doll., ur Änmendung kommen. In Chicago sind 22 Aufriihrer m Anklagezustand verse t worden, und es Wird die Ver- urtheilung fast aÜer mit Si erheit erwartet.
Ausgang
Zeitungsstimmen.
In der „Deutscben volkSwirthschaftlichen Cor- respondenz“ lesen wrr über Hamburg und den Zollauschluß: . . Heute hat man fick) tbatsächlicb in Hamburg in den Gedanken an den bevorstehenden Zollanscbluß bereitsbolkständig bincingelebt, und es liegen offizieÜe Publikationen in reichlicher Anzahl vor, Welche; bc-
:kunden, da man keineswegs mehr mit Furcht, sondern 1:1it_ich Freu- ,digsien Ho nungen der kommenden Zeit entgegensteht. Nocbjungstbob
derBericbt über ., amburgs Hande im Jahrs 1885“ hervor, dgß'die durch den Zollanscb uß Hamburgs bedingten Bguteu ihren p[qnmaßtgen Fortgang nähmen, und die Hoffnung berechtigt Lksch€ln211,11ef;kn, daß die großartigen Anlagen dem Hambur er Handrlßviaße die Auirecht- erbaitung seiner bervvrragenden Ste ung aus die Dauer 1icbern würden. Man erkenne dort den;! auch „gern und unumwunden an, daß die Macbtcntsaltung des Dcut1chen RS_lÖs nack) Außen und Jn11_en einen großen nationalen Auf1chwung bewirkt babe, der von den MIt." tragendsten segenSreichen Folgen auch für Handei und Verkcbr ier. Dies [affe sich nicht ua den Erfolgen oder Mißerfolgen einzelner Jahre ermessen; Jahrzehnte müßten zur Vérgleichunß berangczogen Werden, und dann Werde man an der fortschreitenden Wohlfahrt dcr deutsYen Nation nicht zweifeln können. Schließlich, beißt cs: „Bri dersel en zu seinem Theil kräftig mitzuarbeiten, Wird der Hambur- gische Handelsstand stets für seine Pflicht erachten.“-i
Es ist von nicht geringem Jntereste, die (Hestakrung des «Ham- buréischen Geschäftslebens während der jetzigen Uebergangszerx zu beo,achten. Man findet hierbei näml_ich alles das, Was bmi nn1crer Seite schon so 0 t iiber die wirtb1chaftliche Lage und die tralen Interessen Ham urgs gelxagt worden ist, voÜauf be'statigt. Ixtnäcbst ist bervorzube en , das;, und zwar gcrada ' im Hinblick auf die in Aussicht stebendr Zollvercimgung und die zur Ermöglichung derselben aizsznfiibrcnden großartigen Nsu- anlagen, der Unternehmungsgeijt cntjchiedcn wächst. Neue Verbin- dungen, neue Schiffahrtslinien, neue Kapitalanlagen entstehen und bereiie'n sich vor; ja man ist sogar geneigt, die Wirkungen der Zoll- brreimgxmg in dem Maße im Voraus zu berechnen, daß sick) starke Lgst, zkigte, die erforderlichen Ausführungen bedeutend über den notblgen,' bezw. vorgeschriebenen Umfang Hinaus vorzunebmcn. anerersetts aber tritt die oftmaks behauptete TbatsaY, daß bas Léßtgx Hamburgische Gefchäft_viel zu sebr eigentlich ein elcgenbeits- Jx1chaft sei und des inneren Pakts zu sehr entbehre, immer noch deut- lich zu Tage. Befand sich der Gesammtumsay aucb zwar in dxn [eßten Jahren noch in erfreulicbcm Aufschwunge, so entfiel dock) ein unberbaltnißmäßiger Tbci1 biervon auf einen Verkehr von immerhin etwas zweifelhaftem Charakter, nämlich auf den Verkehr mxt En land. Das vielbeklagte Verhältniß, daß Hamburg unseren'Be- da qn Kolonialwaaren nicht direkt befriedigt, sondern dem englischen Yerm1ttelungsgeschäft eine große Quote des Gewinnes läßt, isi auch bis bent? noch fast unverändert geblieben; während dock) deutlich er- fichkllch ist, daf; auch der gesammte _unmittclbare Verkehr unt dsn Ursprungsxändern sebr wvbl zu beiverkiteÜigcn wäre. Man muß m diescr BezieYung noch das Beste von der Zukunft hoffen. Sebi: be- nxerkenswert ist dem «61111er der erfreuliche Aufschwung, den neuer- NXS der Wafferverkehr mit Hamburg auf der mittleren und unteren E e genommen bat. ,
Mat) muß es anerkennen, daß Hamburgs Kaufmanxiscbgft sicb vbne Klemlicbkeit in die neue Lage und in die Gestalt, die sie nim- mehr ckan Zukunftsboffnungen geben muß, hineingefunden bat. 81th Hamburg, die kosmopolitisckw Stadt, sondern Hamburg, der deuts e Gkoßbafen, ist das Losungswort der Zukunft; die Hamburger h„abcn 1 affelbe schnell genug angeeignet, dafür mag denn manches Fruhere der Vergessenheit überantwortet werden! '
«„ Der „Hamburgische Korrespondent“ bemerkt:
Die „Nationalliberale Correspondenz“ hat nicht «recht, wenn
fie namentlich Hrn. Richter Schuld "giebt. daß er mit seiner maßlosen UNd gegen seine eigene, lange Zeit mit Nachdruck vertbeidi te ? nficbt verstoßenden unbedingten Opppfition gegen eine höhere esteuerung ks Branytweins eine fich in mäßigen Grenzen baltxnde Reform der Branntweinsteuer unmöglich gemacht hat. Sie schreibt: . _ , „Es konnte seit craumer Zeit keinem Menschen mehr zryctfxlbait seM- da sich eine iärkere Besteuerung des Branniivetns m irgend “Mlcher orm auf die Dauer nicht mehr werde abweisetr lassen, baß W von den meisten urtbeilsfäbigen Männern und deri weitesten Kreisen es Volkes als durchaus zweckmäßig und nothwendig anerkazmt wird. nter diesen Umständen konnte es die, Aufggbe einsichtiger Yad nzohlmeinender Volkswirtbe und Politiker nicht mehr sem, U?“ bobere Besteuerun dieses Gegenstandes abzuwehren, derm das Wird heute nicht mögli sein, auch wenn für den Augeribltck das „sse „noch einmal scheitern sollte; sondern es konnte nur dre Aufgabe sem, ie Reform auf Wege zu leiten, auf denen sie möglichst s(„bonxnd, erecbt und rationell insberk geseßt werden könnte. Das ware ms- „erstandene Aufgabe der Intereßepten e-
n Erörterung der Angeleaen eit ,a er , '“-““ des ?)ublikums sich von Herrn Richter in eine tolle itation bine nbe en lassen, bie in ihrer Maßlo en Uebertre bung und voll tändigen Negation" ganz un- berech kit und unverständig war, praktisch gar nichts genutzt, sondern nur ab cbreckendLFewii-kt und einem befriedi enden Verlauf der Sache ck“*)“ bat. enn sicb jest das agrariscße Interesse" mehr als ge-
Ü kÜch und wünschenswert!) in den Vordergrund drangt, fo tragt
esondeke auch die Weéen. Statt einerF „ va en sie und großle Ma
dafür einen ro en Theil der Verantwortlichkeit die unver'ktändige und leidenscha tli e Behandluzig, die dem Gegenstand von Seiten her Richterscben Agitation zu Theil geworden ist. Auf solche Weise wird die Branntrveinsteuerrefonn nicht dauernd abgewehrt, sondern es wird nur eine schonende, vorsichtige und gerechte Lösung der Frage erschwert oder verhindert.“
- Dfe „Elberfeldyr Zeitung“ ärißfert zur „Be- triebseröffnung der subventtomrtxn Dampferlimen“:
Nur noch eine kurze Spanne Zert, ungefähr vier Wochen, trennen uns von dem Zeitpunkte, an dem die subventionirten Dampferlinien eröffnet Werden und der erste Dampfer Bremen verlassen wird. Der 30. Juni ist bekanntlich der Termin, an dem die Fahrterx beginnen Werden. Ein Jeder wird sich noch der schweren Kampfe _er- innern, die geführt Werden mußten, u'm dem Plane, der xe t der Realifirung nahe ist, zum Stege “
zu verhelfen. „ * v waren Zeiten hochgradiger Erregung, in d_en„en unge9chtet der heftigsten Opposition der Freisin i en und der Frerhanbler die Subventtomrung der Dampferlinien bewi gt wurde, um bannt drr deutscher) Iridusirie die AbsaßYbiete Ost-Asiens und Australiens leichter „zugangltcß 'zu machen. ie Industrie sal) Hamals 1chon ein, welch ern Vortheil tbr damit gewährt wurde; und Mit immer wachsendenx Interesse und auch in egneriscben Kreisen um sich greifendem Veritandntß der großen Au gabe, die die deutsche Industrie im fernen Orieni durcb dn; Hulfe dieser Verbindungswege erfüllen solT, hat ryan die Wertere Enthckekun des Unternehmens verfolgt. Es wurden vielfach eretfel laut, ob an
die Ausführung des Planes den Intentionen Yes (Hessßgebers eZnt- sprechen wiirde, ob sich in der praktis eri Ausfuhrurig nicbt Vielleicht Schwierigkeiten zeigten, die den beabsi tigten ZWeck iUu'ort[ch machen könnten. Jctzt, nachdem nun der Fabrpian u. s.'_w. vorliegt„ muß man zu dem Urtbeil kommen, daß auch dieser Tbkil' der Ausfuhrung vorireffcklyitck) gslungen zu sein scheint, imd daß er die bestrn Erfolge verWrt . . .
Es ist nun nicht ausgeschlossen, daß sick) später noch einige Mängel in der Organisation des Verkebxs Herausstellqn Werden, der Plan ist aber jedenfails mit großer Umsicht und Vorsicht festgetteüt; und so kann denn dic deutsche Industrie bolker Hoffnung auf den 30. Juni blicken, der vieileicht eine neue Aeram der drixxscheii Geerbe- thäiigkeit erschliaßt, von der wir Hoffen wwÜcn, daß 11a eme erfolg- und segensreiche sein möge.
Marineverordnungsblait. Nr. 11 - Inhalt: Größen- maßc des Sebubzeuges. - Aerztltcbe Aixsriistung S. M. Schiffe :c. - Fricdcns-Geldverpflcgungs-Reglement. -„ Norniairollenbüclyer„ - Frovianwrcise. - Schulberzciämiffe. _ Cylmderschm12rö[.- Schiffs-
iicberkisten. - Gerucblosumckyen der„Latrinen aii Bord durch" Tbeer- ffrnifz. - Proviantlieferungs-Vertrage, - LreferungZVLrtrage. *- Frachtkosien. - Personalberänderungen. - Benachrichtigungen.
Beilage zum ,.Marine-VerordnungS-Blatf“ Nr, 11: Sta- iistischer Sanitätsbericbt iiber die KaisxrliÖ Deutsche Marine für den Zeitraum vom 1. April 1883 bis 31. März 1885.
Statistische Nachrichten.
Dem Bericht über die Geburten in München wäh- rend des Jahres 1885 im Vergleich mit den Vorjahren entnehmen wir folgende Daten: .
JmJahre1885 Wurden im Miincbcncr Stadtgebiete 8850 Kinder [ebend geboren und zryar
4633 Knaben 52,35 (51,84) 0/0 4217 Mädchen 47,65 (48,16) „ 6183 in der CH? - 69,86 (71,30) „ 2667 außer der Ehe : 30,14 (28,70) „
Das Jabr'1885 bleibt hiernach in dar Gesammtzabl hinter den [eifxtvorangegangenen acht Jahren zurück und erhebt sich nur über das er te Jahr der zehnjährigen rist. Die Knabenzabl ist 1885 größer, als sie in diesem ersten Jaxe und außerdem in den Jahren 1880, 1882 und 1883 war, die Mädckwnzabl dagegen ist 1885 kleiner als in den neun vorauSgegangcnen Jahren, Das Gleiche gilt Von der Zahl der ehelich geborenen Kinder, während die Zahl der außerehelick) ge- borenen 1885 höher steht als in irgend einem der Vergleichjabre.
Gegen das unmittelbare Vorjahr bat sick) 1885 die Zahl der lebendgeborenen Kinder iiberhaupt um 257 Zemindert : 2,82 %, jene der Knaben um 88 = 1,86 0/0, jene der Madchen um 169: 3,85 %, jene der ehelichen Kinder um 310 :5,010/0, während jene der außer- ehelichen um 53 :_ 2,03 % gesiiegqn ist. _
Die le ten zehn Jahre ergeben für den Prozentantbetl der Knaben
folgende Za [en:
1876 50,89 1881 51,40
1877 50,88 1882 50,94
1878 50,86 1883 51,04
1879 51,11 1884 51,84
1880 50,95 1885 52,35. 188s5 wecilxt also weitaus den höchsten Prozentantbeil in der ganzen
kit na .
F Jm Durchschnitte des ganzen Jahrzehntes, in welchem 46 206 Knaben und 43 996 Mädchen, zusammen 90 2 2 Kinder lebend geboren wurden., beträgt der Antbeil der Knaben 51,2 0/0.
Der Antheil der Knaben an der Gesammtzabk der Geburten obne Ausscheidung zwischen lebend- oder todtgeborenen Kindern war 1885 höher als in irgend einem der Vergieichjabre, jener der Mädchen „dem- entsprechend geringer; ebenso war der Autbeik d'er ehelichen Kinder 1885 kleiner, jener der außerehelichen größer als in der ganzen Ver- gleichfrist. .
Auch der Prozentsaß der außerehelichen unter den lebexid- geborenen Kindern ist 1885 hbber (116 in irgend einem der Vergketch- 1abre, wie die folgende Uebersicht 321911,
1876 25,65 1881 28,65 1877 26,08 1882 29,16 1878 26,41 1883 28,78 1879 26,23 1884 28,70 1880 28,23 1885 30,14
Die Zahl der Eheschließungen war
1876 2067 1881 1637 1877 1947 1882 2032 1878 1902 1883 1843 1879 1621 1884 1887 1880 1765 1885 . 1989 .
Sie hat in der ganzen Verglei frist me so bocb gestanden wie im Jahre 1885, mit cinzi er Aquia me der Jahre 1876 und „1882, in welch [eßterem (ohne weifel infolge der ersten Wirksamkeit „ des Gesexes gegen das außere elicbe Zusammenleben) in außergewobn- lich ober Zahl Ehen gesch offen wurden. .
Von den 2753 außerehelichen Kindern Waren 56 Zwillm e, so daß also 2725 außereheliche Mütter in Betracht komxnen. avon waren 2575 unverheiratbet, 137 verwittwete und 13 eschiedene Frauen, in Prozenten 94,49, 5,03, 0,48; ferner 2526 Kat oltken, 196 Pro- testanten und 3 Israeliten, in Prozenten 92,70, 7,19, 0,11; 51 in München und 2206 auswärts bebeimatbet, in Pro m_tcn 19,05 un 710133578)?“ Vergleich mit den Vorjahren ergiebt si tn nachstehender
e er 1 :
Wie die Gesammtzabl der qußercbelicbeUWMÜtter 1885 größer ist als in irgend einem der Vergleichxabre, so nt dies auch der Fail in Bezug auf ledige und geschiedene, auf Protestantezi und auf die auswärts bebeimathetcn. Die Zahl der betbeixilgten WittMn war 1881 und 1882 Je um eme größer, Jene der betbet tgten Kaiboliken 1882 um 15, de der Israeliten 1 79 um eme größer tn drei anderen Jahren gleich der letztjährigen Zahl, die der bier bebeimatbeten 1882 um 13 rößer. ,
Todt e oren wurden im Jabre 1885 267 Kinder, 149 Knaben und 118 ädckpen, 181 in, 86 außer der Ehe. .;
Gegen das unmittelbare Vorjahr weist 1885 dur --geringere Zahlen nach; insbesondere ist jene der außerehelichen Todtge urten be-
trächtlich gesunken. Die zehnjährigen Reihen zeigcn insge1amrm leb- hafte Schwankungen Zwischen Mehrung und _Mmdxrung. Dre ' sammtzabl der Todtge orenen war in dieser Reihe funfmal hoher als 1885 und zwar in den Jahren 1876 und 1877, 1881, 1882 und 1884. Von je hundert im Jahre 1885 zum katholischen Bekenntnisse angemeldeten neugeborenen Kindern waren 31,3? ayßerebeltch, von je hundert protestantischen 22,46, von je hundert nraelmschen 3,37. Unter ben besprochenen Geburten des Jahres 1885 finden sich 105 willrnggeburten und zwar 77 in der Ebe'und 28a xt der *_be. In der Ehe waren in 27, außer der Ehe in 4 Fallen_ ie Zwillinge Knaben, in der Ehe in 15 und an er der Ehe i_n 14 Fallen Madchen, in der Ehe in 35 und außer der - be in 10 Failen Knaben und Mädchen. Von den 210 Zwillingkindern waren 151 m und 53 außer der Ehe lebend; 3 in und 3 au er der Ehe todtgeboren, und zwar in der Ehe 87 Knaben und 64 ädcben lebend, 2_ Knaben und 1 Mädcben todt, außer der Ehe 15 Knaben und 38 Madchen lebend und 3 Knaben todt. . Von je hundert im Jahre 1885 zum katholischen Bekenntnisse angemeldeten neugeborenen Kindern waren 3,14 todtgeboren, von je hundert protestantischen 1,25. , __ Die Nr. 361 der „Mittbeilungen der Großherzoglich besiischen Centralstelle für die Lgudcsstatistik“ (Marheft) enthält: Verkehr bei den Telegrapben-Ansialten des Großbetzogtbums Yemen 1884 und 1885, - Dienstlicbe Arbeiten der Großbetzo licherz teuerkommiffariate 1884-85. - Schiffs- :c. Verkehr im HaJen bei ainz 1885. -- Vorläufige Ergebnime des Betriebs der Eisenbahnen Februar 1886. - Schülerzahl in den Prävaranden-Anstalten„des Großberzogtbnms Hoffen 1885-86. - Vsrgleicbende meteorologisxbe Beobachtungen Märx 1886. - Muibungin und Belebmmgen im Großberzogtbum Hessen 1885. - Anzeige.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von Dr. Georg Eger's „Handbuch des preußischen Eisenbabnrecth“ find in JU. Kerns Verlag (Max Mayer) in Breslau bis jeZi 2 Lieferungen (17111, 192 S.) erschienen. _Dieseiben rntbalten von den 12 Abschnitten, in Welche das Werk,_zerfallt, die 3 ersten (Einleitung: Bcariff der Eiscnbabxi und des Enexibabnrcchts; System, Literatur und Quellen. - Verbaliniß der preußc1chen"Eisen- bahnen zum preußischen Staate Und zum Dcuiscbxrifo1ch6 - Grundung der preußischen Staats- und Privatbabnen) vollstandig und pom 4. Ab- schnitt (Organisation der Preußisckyen Siaats- und Privgi-Cisenbabnen) den §. 17 (die Organisation der preußischen Stagts-quribabxien) “fast vollständig. Bekanntlich gebt de_s„Vcrfaffx_rs Absicht dahin, in seiner Schrift die Normen des preußischexx _Eiyenbgbnrecbts tn ibunlichft gedrängter, klarer und übersichtlicher [yjtemamcher Form und Fasyzmg zur wiffenscbaftlicben Darstellung zu bringen, 11111) in der That ist ihm dies, sorVeit sich auf Grund der 518 RM vorliegenden TbUle des Werkes ein Urtbeil fällen läßt, durchaus gelungen..
- 1315110611805. 113.581383. Repertorium dsr [andes- kundlichen Literatur für den Kb_n1g[ich preußischen Re- gierungsbezirk Kassel. Bechbsttet Von Dr. Karl Acker- mann. Erster Nachtrag. Kamel, Verlag vox! Ferd. Keßler. 1886. - Die günstige Aufnahme, Welcbe die vor „311161 Jahren beraus- gegebene erste Zusammensteliung der auf dem Gebiete der Landeskuride dcs friiberen kurbessischcn _Staatss und drr ansioßendgn Landestheile Von Heffcn-Darmsiadt, Na11au„Bavern, Walder? 2T. er1cht_enenen Ar- beiten in Fachzeitschriften wie in dcr betmatbbcben Preße gefunden bat, fernkr die vielfache entgegenkommende Yntcrstxrßung durcb Freunbe der Sache bat den Vcrfasier veranbzßt, 'm vorlieg'e'pxsr Schrifi dre Arbeii fortzusetzen. Das Ergebmß Lines zerabrigen Weiteren Sammelns, vermehrt durch zahlreiche Bcrtrc'ige vorrSexten bcff1scher Gclebrfer, liegt in diesem ersten Nachtrag mit ungefabr_700 Nummern vor. In ausgiebigem Maße ist bierbei 512, Landesge1chichte Heran-
ezo en, die eigsntlicbe poiitiscbc L_ankcch?ch1chtc, Regentengefcbicbte, 5 erßaffungsß Rechts- und Kriegsge1chichre dagegxn dqrcbweg nicbt be- rücksichtigt worden. Die _Anordnung ist natiirlich dieselbe geblieben, wie die in dem friibsr erich'renc'nen Tbeile._ Wir berrversen in dieser Beziabung auf die dort S. 7 sowie tm Reichs- und Prxuß." Staats- Anzeiger, 1884 17. Juli, Nr. 166, wo die srubcrc _Arbeit i_tberbaupt eingehend besprochen worden, gegebene Jiibaltsubersicbt. Die m dem vorliegcnden ersten Nachfrage gelieferten Erganzungen betreffen fast sämmtlicbe Abtheiluxigen, und zwar: _4. Natur: 2. BoYenkunde (Geologisches inks. Bergbau, Höbettxnesiungcn, 'Landesvermcizungen), 3. Hydrograpbir (Flüsse und Bägbc, Balneologie, d. 1. die Zmzelnxn Mineralquellen), 4. Klima, ein1chl. Meteorologie und Pbanologte, 5. Pflanzenberbreitung, 6. T_bierverbreitugrgZZF. BewwbnerZ 1. Be- völkerunqsstatistik und Gxiundbeitsvcrbaltnn)e, 2.„w:ffe„n1chaftliche. Kultur ( Landwiribs (baff, Xorftwiribscbafi, Jägxrei und_F11 xberei, _Verkxbrs- Wesen, Industrie, Handel iind Gewerbe, Munzverhaiimffe), 3. 28111ng Kultur (Re[igions- und KircheUWesen, Skchu1weien„ Wissenscba t, und Kunst), 4.Volkstk)ün11ichcs (Sagen, Mgrcben, Aberglgube, Sitten, Gebräucbe, Trachten, Bauart und Einrichtung der Harrier, Minid- arten, Volkslied), 5. All emeingeschichtlicbes (Eibnqgrapbte rm Sinne der Herkunftslebre der cwobner, Gau: und Terrttortaskunde, Oris- namen und Wüstungen); 0. ei smtliche Landeskunde: ]. Gesammtbenen odcr grö ere Theile, 2. Einzc ne Orte. -_- Am Ende des Nachtragxs ist “owo [ für die erste, wie für die vvrbegende Zusammensteliung e_tn alpJabetiscbes Sachregister angefügt, welches den Gebrauch der Schnst wesentlich erleichtern dürfte. .
- „Cbarakterbilder aus der nxueren Geschichte Italiens", vonAlfrcd VonReumont. Leipzig, Verlag bonDuncker und Humblot 1886. 80. S. 17111 und 295. Preis 5/5..-Der g?- diegenste und bcwäbrtcste Kenner in Deutschland vbn der Vergangenheit wie Gegenwart Italiens liefert hiermit Wiebcr emen bcqcbtenSwerthen Beitrag zur näheren Kenntnis; etyzelner m_„dsm gcpriesezien Lande jenseits der Alpen maßgebend geroejencr Perionxichkeiten wahrerid drr le ten Dezennicn. Die Vorliegenden Lebensskizzen beruberc wie die „ eitgen en“ bon 1862 und die „Biograpbis en Denkblatter“ von 1878 we ntlick) auf persönlichen Erinnerungen. orzugsweisx Personen in hervorragender Lebensstellung, mit denen Reumqnt wahrend der auf der Südseite der Alpen beklebten besten Lebensjahre m freun?- scbaftlicbem Vchebr gsstanden hat, sind 'WortZe des AndenkenHmrt dem Streben nach Wahrheit und Billigkeii gewidmc't, crucb wo er ene Nsigungen und Anficbten nicht mit den ibrigcn u'beretnstnnmten. r zwei Nichtitaliencr, von denon der Eine em Brite, Rawdon Brown, Italien sein Leben und seine Tbatkraft gxweibt, der Andere, Karl Hillebrand, durcb längeren Aufenthalt italienischen, Einfiuß erfabren
at, sind den Söhnen Italiens angereibt, deneti sie im Leben Ziabe estanden haben. Die in 10 Abtheilungen gelteÉrten an cbaulichcn Bilder spiegeln nicht nur frau die [itteraxische igenarto eumonts wieder, sie geben auch durchweg den vollstandt sten"Be'weis Von. der umfassenden wie vielseitigen Kemztniß aller erbaltmsse Italiens. Wie vortrefflich find beijpiclsweije dl? Zeichnungen von Lanp urid Leuten in den verschiedenen Gebieten, wie unbefangenbnd geschichtlich treu die Erzählung der bi torischen Begebxn'kéctten, wie, bekonnen nnd vorurtbeilsfrei die Beurt eilung des Yolztr chen Enxtvtcke ungSganges Italiens! Das Vekenntniß "ircngglaubixxer katholischer Gesinnung ist ja nur ein sicherer Rubin für den. beruhmten Verfasser, welcbxr, un eachtet begreiflicher Vorliebe für die alten thstande, doch bereits 1860 in dem „Leben der Gräfin Albany", 1, S. 330, anukannte„„daß, abgesehen von allem revolutionären Schwindel und v"on „den obligaten Fanfaren und ma losen Ucbertreibungen, neue, m'achitZe aktoren wirksam geworden md im Lebcn_und Fitblen Yes italienis cn_ ,olkes.“ Die wiederum in ailcn Etnlebeitsn uberaus sorgfaltt ge- arbeiteten .Gedcnkblätter“ geben eme feine und gewählte Dar teilung von Carl Ludwig von Bourbon, Herzog von Lucca und Parma, vou Azeglio und Cavour, Bettino Ricasolt, von dem Philosophen und Staatömann Terenzi) Mamiani della Rovere u. v.A. An der fi blieb eingehenden und persönlich unbefqngenen Darstellung von der . ark: amkeit der Staatsmänner Azegbo, Cavour und Bettina Rica vlt eweist Reumont, dax ex au . em erstänvai für dre - Jebun en besitzt, wel e die 01 tische Eim ung [inis be]
ie C raktcristik von Karl illebrand, we “YUM ü standenen Sturm'abren der Ju end in, „s v eiii „ literarisches Scha en rubmvoll 1 84 bescb “ en deutsche"