1886 / 138 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 15 Jun 1886 18:00:01 GMT) scan diff

liche AHthondtÉrabZid VormitKagSVW o ronprmz er 3. Garde-Ulanen-Regiments durch auf dem Bornstedter F ' Abends erschien Hoheit der Am P ng

wohnte Se. Ka ung, des 1. und . Majestät den Kaiser

öchsiderjelbe' mit Ihrer Königlichen ctorta,1m Circus Krembser. | onntag Vortmttag begaben Sich Ihre Kaiser-

Hoheiten der „Kronprinz und die Kronprinzessin mit nstzesfinnen Tochtern zum Gottesdienst nach der Kirche

Naäzmittags 3 Uhr fand, im Neuen Palais ein Diner glichen Hoheiten der Prinz und _ Se.. Ho ert der Er rinz und Ihre

re Erbprmzes m von Sa sen-Meiningen, Prinz Ludwrg von Baden u. A. geladen

Abends empfing Se. Kaiserliche Ho eit der Kron rin den Untrr-Staatssekretär des AWwärtigen, [)Grafen von pBerzchem, zu einem längeren V

Gestern Nachmittag' unternahmen die Kronprinzlichen Herrschaften mit den Prinzessinnen Töchtern und einer gela- denen Gesellschaft emx Dampfschiffßpartie nach wqrde das Souper eingenommen und dann ge Rückfahrt angetreten.

Unter. den Gästrn der Höchsten Herrschaften befanden Sich der Erhprmz und die Erbprinzessin von „Prinz uyd die Prinzessin Prinz Ludwrg von Baden u.

zu welchem rinzessm Wil???

o eit der

YZrLY'Uh

, , Sachsen-Meiningen, KUedUck) von Hohenzollern, der

_ Die erschütternden Nachrichten aus Ba der Telxgraph grstern übermittelte und Extra uberallhm verbreiteten, haben die Pfingstfreude verwandelt.

Ist es schon an und es Mens enleben in geistiger . as trags e Geschick des Königs Ludwig 11. um so mmgere Theiltxahme, als derselbe zu unserem Kön m verwandtschaftltchen Bezi laxid die Verdienste unver e heit des Reichs erworben at

ern, welche lätter sofort

für sich ergreifend, wenn ein herrlich Umnachtung endet, so

ungrn stand, und in ganz en smd, die er sich um die Ein-

" _ Em tri jedem Jahre einmal erscheinender Kalender ehort nach einem Urtherl des Neictherichts, 111. Straf- nats, vom 1. April d. J., ni .7 Dirt,. b des Na el erlaubt ist.

, _ Nach der im Rei m der Ersten Beilage verö entlichten Na Monat April d. I. auf [ich" der bayerischen) b e f H r d spatungen'wrxrden auf 38 größeren Bahnen [) komplexen mit einer Gesammtbetriebslänge von 31 befördert: An fa rplanm und Schnellzüge,

t zu den Zeits ri en, aus welchen nach druckgeseßexhdefr Abdruck

einzelner Arti s : Ei s e n b a

eutschen Bahnen (ausschlie - erten Züge und deren Ver?- eZw. Bahn- " . 20,58 w a igen Zügen: 13812Courier- e, 61344 gemischte Züge erfahrplanmäßi und gemi und ArbeitSzüge. Jm eier bewegt, von denen rplanmäßigen Züge mit Es verspäteten von den Yonené und

roz. 6 en nd 1,25 Foz. en wurden jedorh 403 ßzüge hervorgerufen, 1 Bahnen nur 837 Verspätungen gegen 0,84 Proz. im Vormonat). ,drxahres' verspäteten auf den ich 'zu ziehenden Ba nen von maßigen Zügen mit roz., mit in 0,03

. 18 149 Per onenzü und 107 166 Güterzüge; an an ngen: 2660 Courier:, Schnell:, Personen- ge und 18 038 Güter-, Materialien: an en wurden 711 612138 Achskilom 217 99 134 Achskilometer auf die fah Personxnbeförderung 193 305 fa rplanmäßigen Courier:, ügen im Ganzen 1240 oder selben_Monat des Vorjahres u Von diesen Verspätun äteter Ansch

. 61 Proz. in dem im Vormona durch das A so daß den aufgefiihrtet = 0,43 Proz.) zur Lasif 11 dem elben Monat des trecken der in Vergle 185 341 beförderten fahrplan beförderung 734, oder 0,40 V n Folge der Verspätungen wurden egen 426 m demselben Monat des rmonat)_. Wird eine Gruppirun der) auf ]e eme Anschlußwersäummß spatungen vor Mecklenburgis versäumniß auf (4 Anschlußversäumniffe die Mam:Ne-;ckarbahn (21 Anschlußve gen) mrt 1,33; während die Reich (10 Ansthlußverfäumniffe " ' die Badischen Staatseise versaummffe auf 58 Vers " StaatSeisenba nen (1 An spatungen) mit 31,00 die lehre nbahnen „16 Verspätun auf 9 Eisenbahnen wedrr Ve ffe vorgekommen sind.

gten zum, BundeSrath, Köni li te„Freiherr von Stengel g ck iunchen abgereist.

warten versp

_ roz. weniger. . 17'An1ch Üffe versäumt Vorjahres und 1384 im der Eisenbahnen nach entfallenden

genommen, so kommen in erster N61 Friedrich" Franz:Eisenbahn V spatung) Mit 1,00, dre Werrabahn r hatungen) mit 1,25, aurnniffe auf 28 Ver- s-Eisenbahnen in Elsaß- auf 83 Verspätungen) „nbahnen (4 Anschluß- atungen) mri 14,50, die Württem- schlußversäumniß auf StelXen einnehmen, nz; Anschluß- patungen noch

(1 Anschluß- auf 5 Be

bergi chen

und“ auf 7 Ei äumniffe un

_ Die Bevolimächti bayerischen Ministerial-Rä von Kastner, sind nach er Brnoilmächtigte zum BundeSrath , eMmtfteriabNaih von Werner, ist hie

_ Der General der J General-Jnspxcteur des Milit Yeser, hat sich in dienstlichen A

Großherzoglich r angekommen. nfantrrie von Strubberg, Erziehungd: und Bildun s: ngelegenherten nach Schlesien

_ Der Großherzoglich ?lilerhöchsterr Ho e„ Freiherr ihm von seiner egierung bewilligten kurzen

„_ S. M. Kreuzer „Adler“, Zapttan von WieterS eim eingetroffen und beab

badische Gesandte am hiesigen von Mars , hat einen

laub angetreten.

' Kommxmdant Korvetten- . ', 1st am 14. ZUM cr. in Gibraltar ichngt, am 17. Juni cr. wieder in See

. „Iltis“ ist am 14.31: , am 20. Juni cr. wie euzer „Habicht“, chuckmann ]„

Lieuté YZ'HKYMMWR

nan o eier,

und beabeéti t 11 von

de Loando sing

Kiel, 14. Juni.

Korvette „Donau“

, Kommandant Kapitän- cr. zn Aden eingetroffen der m See zu gehen.

, Kommandant Korvetten- 1st am 12. Mai cr. in St. Paul

W. T. B.) Die österrei

i heute Nachmittag hier einge

Aachen, 14. ni. W. T. V.) Erzbis of Cre- mM von Köln isi zu a gigem Aufenthalt ' eing-

tro

Bayern. Mün en, 14.Juni, Nachmitta s. W.T.B. Das heute veröffentichte Thronfolge: qu(RegentZ

schaftSpatent lautet: Im Namen Sr. Majestät des Königs!

, Bayerns Königlicheß Haus und sein in Glück und Unglück treu zu ihm stehendes Volk ist vom schwersten Schicksalsschlage getroffen. Nach Gottes unermeßltcbem Rathscbluß ist Se. Majestät König

Ludwig 11. aus dieser Zeitlichkeit geschieden.

Durch diesen das ganze Vaterland in schwer licbsie Betrübni versxßxnden Todesfail ist_das Königreich Bayern In der Gesammt? vererzngung aUer ferner alteren und neueren Gebietstheile nach den Besitmmungxn der Verfafftxn Surkunde, auf Grund der Haus- und Staatsvertrage, Unserem hte geliebten Neffen, dem Bruder weiland Sr._Ma„1estat, S_r. Köm [. Hoheit dem Prinzen Otto, jet Majejtat, als nachsiem tammfolger nach dem Rechte der Er i-

geburt und der agnatisch-linealen Erbfolge angefallen.

“Da Alixrböchsiderseibe durch ein schon länger andauerndes Leiden verhindert ni, dte Regierung Allerhöckostselbst Hin führen, so hÖbcn (: e immungen der er- fffungsurkunde, m Allerbo stdeffelben Namen die Reichsverwésung

Wir als nächst berufener A nat, nach den B

zu übernehmen.

Die nach der Verfassung erforderliche Einberufung des Landtages

ist bereits Verfügt.

Indem 'Wir in] Namen Sr. Majestät des Königs die Reichs- verwesung htermtt'wbernehmen, versehen Wir Uns zu allen Ange- hqrtgen dcr_ bayerr1chen_Erblande, daß dieselben Se. Majestät dcn Kowg ng ihren rechtmaßtgen und einzigen Landesherrn so willig als pflicbtmgßtg erkennen und Allerhöchstdemfclben und Uns, als dem durch die Verfassung berufenen Regenten, Utwcrbriicbliche Treue und

unverweigerlichen Gehorsam leisten.

Damit der Gang der. Staathescbäfte nicht unterbrochen Werde, bxfeblen Wir, daß "sämmtliche Stellen und Behörden ihre Ver- rrchtungen bis auf nahere Bestimmung wie bisher nach ihren Amts- inichten fortsYekn. dxe amtlichejr Ausfertigungen von nun an im

, ' ajesiat des Königs Otto von Bayern, wo solches vorgeschrieben tst, erlczffciz, bet der Siegelung aber sich der bisherigen Siegel, so lange, bis ihnen die neu zu fertigenden werden zugesteüt

men Sr.

werden, bedienen sollen.

WU: wollendlle Bediensteten an den von ihnen geleisteten Ver- fasiuygs- und Dtensieöetd besonders erinnert haben und verirhen Uns gnadtgst, daß alle Unterthancn „Sr. Majestät dieser Unserer in tiefem Schmerz tm Namen des Königs an sie gerichteten Aufforderung in

Treue folgen. Gegeben München, den 14. Juni 1886. ' Luitpold, Prinz von Bayern. ])r. Freiherr hon Luiz, Dr., von Fäustle, 131". von Riedel, Freiherr yon Crailsheim, Freiherr von Feilitzsch, von Heinleth.

_ Ueber die Katastrophe in Schloß Berg meldet das

„W. T. B.“ Folgendes:

Der König war am Sonnabend Nachmittag 2 Uhr ohne wrschexifall auf Schloß Berg eingetroffen, wo Graf Holu- tem mri dem TFM Begleiter des Köni s ernannten Ma'or

?kassen-Sekretär K ng en angekommen war, um den König zu

“Freiherrn von Mittags aus

aiZington und dem Ho n empfangen.

Em Telegramm des Leibarztes, Ober-Medizinal-Raths Dr. von Gudden gn den Mimfter-Präsidenten von Lu , 3. 11. Berg, 13. Zum, Aberzds 6 Uhr 15 Min., meldet: „DW Doktoren Ha en und ubrtck) sind auf Dienstag Vormittag 9 Uhr beste t. Das - arere iibcr Prinz Otto wird voraus: sichtlthiensiag Abend übergeben werden können. Hier geht es bis ]th wunderbar gut. Die persönliche Untersuchung hat

übrigens das schriftliche Gutachten nur bestätigt.“

" „Dieses Gutachten der eidlich iiber den Gesundheitszustand Konig Ludwrg-Z vernommenen vier Aerzte (vom 8. Juni)

lautete:, Wir erklären einstimmi :

1) SL. Majestät sind in se r weit vor eschrittenem Grade freien- , 0 " Form von Geisteskrankheit, die den «zrrenarzten aus Erfahrung wohlbekanUt und als Paranoia

gestört, und zwar leiden dieselben an jrncr

(Vrrriicktheit) bezeichnet wird.

2) Bei dieser Krankheitsform, ihrer allmählichen und fori- schrertenden Entwickelung und schon sebr langen, iiber eine größere Reihe von Jahrcn fich erstreckenden Dauer ist Se. Majestät unheil- bar und nnr noch em Weiterer Verfall der Geisteskräfte sicher in

Ansficht.

" “Z) Durxh 'die Krankheit ist die freie WiÜensbestimmung des Konrgs hoütiandtg ausgeschlossen und ist derselbe als Verhindert an der AnLubung der Regierung zu betrachten, welcbe Verhinderung nicht

nur länger als ein Jahr, sondern die ganze Lebenszeit andauern wird. Guddcn. Hagen. Grashey. Hubrick).

Am Pfingstmontag Vormittag machte die Königliche Poli ei-

Dirrkti'dn in Miinchetr ; olgendes bekannt: Nachdem e. Majrsiat der Konig sert einer Ankunft in Schloß Berg den arztlichen Rathschlagen ruhig Folge geleistet machte der- hsIekbe YFestrrn Abend um 63/4 Uhr in Wegleitung des er: von dem drr König und Gudden längere eit ni t u- rÜckgekehrt smd. Nach Durchsuchung des ParksZ und dx? Szee- Yers wurden Se. Maxßstät 'mit Gudden im See efunden. e. Maxestat gaben eben1o wie Gudden Anfangsnockéschwache Lehenszetchen, doch waren die von ])r. MülXer vorgenommenen Wiederbelebungsverfuche dergeblick). Um 12 Uhr Nachts wiirde der Tod Sr. Maxstät konstatirt. Das Gleiche war bei YFM der Falk a einem von der „AÜg. Ztg.“ verö entli ten rivat- telegrgmm aus Starnberg hatte der König am?]iontég VoFmittag auf ernem Spaz'rergange "". Park eine Zeit [an in ruhigem (Hrsprach auf einer „Bank rm sogenannten Hir chpark in der Neiße des Sees verweilt. Abends speiste der König mit dem LLL arzt'Dr. 'Gudden anscheinend ruhig. Um 63/4 Uhr verließ der qug m1t Gudden das Schloß und veranlaßte den Arzt dre Wqchter zyrückzulaffen. ,

Dre Bevdlkerung der Lau tstadt ist in allen Kreisen

durY das Eretgmß a_uf das iefte bewe t; iiberall zeigen si Feilßnahxieer axfrrYthchen FMF Z mZtrjz11 ichsten Trauer un? ' . ; te rr en in er t; von ämmli n

Ktrchthürmen findet Trauerläuten statt. s t che

„_ 14. Juni. (W. T. B.) Die Minister Freiherr von Crailsheim, von, Fauftle und von Riedel smd heute Mittag nach Berg abgereist, um, den Befund der Leiche desKönigs zu beurkunden. Dre Ueberführun derselben nach der Haupt: und Resrdrnzstadt soll baldigt erfo gen. Die Parade- Ausstellung sol] 'm der alten Schloßkap'elle stattfinden.

Heure Vormrttag 10 Uhr fgnd in der Türken-Kaserne die Vereidigung der Generalttät statt; gleichzeitig erfolgte m allen anderen Kasernen dre Vereidigung der Trup- prw Der Schwur lautet auf Gehorsam gegen Se. Maje tät Köytg Ottq 1. von Bayern und den Verweser [zes RetchsÜ-FZUJ'UÄFUFWOYÖ T B

_ . um , en s. . . .) Ein Leitartikel der „Neuesten Nachrichten“ Zespricht in Ausdrücken tiefster

edizinal=Raths von (Hudden einen Spaziergang im Park,

nämlich die Regierun ZwangSma oder ob man die Jrlän er selbst ihre eigenen Angelegenheit?" regeln lassen molie. _ Mr. Gladstone bestreitet den Gegnern setrzer Vorlage das Recht, die leßtere unter Berufung auf dle Uznorz zu verwerfert. Die Union, welche er abzuändern trachte- ser eme solche, dre " nur auf dem Papier stände, erlangt dur Gewali trnd Tauschung und niemals von dem irischen Vol e Fanktwmrt. Irland verlange nicht die Beseitigung der, Union, „sondern dre Herstellung eines Parlaments ohne drxjetrtge Prarogthe, durch welche die Rei Sintereffen beein- trachttgt werden körrntetx. Irland habe die Be timmungen dur, welche auch der Mmorrtät ein Schuß gewährt werde, reudtg Méenommen. Mr. Gladstone rt sodann die Vortheile anf,

dies: JusZlidiZun ?er einer är e, ie * e eitigun der Streiti keiten mit Irland und Entfaltung der Hülquue en dieses LanYes, ReiniZung der

Trauer das furchtbare Geschick eines so [an end veran

Monarchen, der aus* der Erhabenheit ideakster Tlnsci)auunglInYe furchtbarsie Krankhetrgestfxrzt sei. Gerade die Katastrophe [,ck wrise, wrennothtg dre Emseßung der Regentschaft gemesm sei, wenn uberhaupt axxhängliche Verehrung und bayerische Komgstreue noch 'ZWLlfel an der Nothwendigkeit der |W gehabten StaatHaktwn hegen konnten. Der Artikel schließt- „Vor der Majestät, des Todes verstummt jeder kleine Gz" Zanle;ch3n FWH" Ymmelshöhen wohkxtt YläutekértLudwig's Un; er 1. er ,er'. te erzer reien e mi die es

Geschigks Wird in aller elt i] g s herben und sem Ürstenhaus erwecken.“

chwerzliche Trauer für Bayern Die eiche des Königs Ludwig soll heuteNacht

zwischen 2 und 3 Uhr hier eintreffen. Dieselbe wird ' ' Kgprlle der Residenz iibergefiihrt, am Dienstag vom PrxslesF; YrtdtLgerÄbdrsert undeegetcth AHF? aufgebahrt werden, Der “_ag rr er e ung 1 no un etimmt; wa r einl' '

die BeiseßunZ am Sonnabend erfolgen. h sch lch Mrd

_ 15. uni, früh. (W. T. B.) Gestern Abend 81/2Uhr

at im Vorhofe des Schlosses Berg dur den Sti rsd

“Türk urid drei andere Geistliche die Eins e Yung derfLeTkY des Konigs stattgefunden, welche daran in einem Jnterims- sarge auf e_mrm vierspéinmgen Leichenwagen, dem drei Wagen mz_t „den Geistlichen und den Personen der engerenBegleitung des Korngs folgten, nach München iibergefiihrt wurde. Von der Munchener Vorstadt Sendling ab wurde der Zug von einer Abtheilung des erstrn schweren Reiter:.Nrgimrnts eEkortirt. Nachts 1 Uhr 20 Minuten langte der Lei enzug im Residenz: schloffe an._ Da die Ankunft desselben so

wrtrde, sd sarzd keine Ansammlung des Publikums statt. * Die Kgiserrn von Oesterreich, welche in Feldafing weilt hatte emen prachtvollen Kranz nach Schloß Berg iiberjandt. ,

riih nicht erwartet

Sachsen. Dresden, 14. Juni. (W. T. B.) Der

preußische General „D. Gra von Monts 't ' . Folge eines Schlagélusse f Ls hterselbft M

E gestorben.

Belgien. Brüssel, 13. Juni. (W. T. B.) Die

Deleg_1rtendcr Arbeitervereine des Landes hielten hrute eme Verfqmmlung ab, um über dieO portunität eines'allgemeinen Strikes zu berathen. ie Beratbung war eme geherwe. Abends 1011 eme neue Versammlung statt- finden.; Dre Vurgergarde, welchc», zusammenberufen worden war, Ut „wreder e_ntlassrxi worden. Die Stadt hat ihr gewdhnliches Llus]ehen. __Mrt den Eisenbahnziigen sind weniger Perwnen hier emgetrdssen als an anderen Sonntagen, da

Regenwetter rmgetreten ist. '

Eine Depesche aus Charleroi, von Abends 6Uhr,

meldet, daß in dem ganzenKohlenbecken RU 8 err" t" 8581110 berichten Deprichen aus den Provinzen? kdaß1cheé; nirgends zu Ruhestdrungen gekommen ist.

_ 14. Juni. (W. T. B.) In der gestern zusammen:

etretenen Versammlung der Delegirten der Ar: er_t_erver_e_1ne drs Landes fiihrte der kürzlich von dem AssmenGerichishoi m Gent verurtheilte Anfeele den Vorsiß. Gegen 500 Delegirte, welche die Arbeiterpartei des gesammten Landes vertraten, nahmen an der Versammlung Theil. Es gelangten durch Akklamation folgende 3 Resolutionen zur Anyahme: 1s) Die Propaganda zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts

steliung solle eintreten, sobald die Arbeiterpartei dir nothwendige Kraft rrlangt habe urid saÜS die Regierung weiter die Ge- wahrung des allgemeinen Stimmrechts verweigern würde. 3) Eine neue_Manzfrstation sol! für den 15. Au ust, den belgischer) Nationalfeiertag,“ organisirt werden. Ußerdem wurde fur den FMI, daß die beabsichtigte Manifestation am 15. Augrxst ver

danachlneme aklgemrinedArbeiiSeZnsiellung fiir das ganze Land ZU er aren. _ «zn er S a t err te den neu Abend hindurch die vollste Ruhe. h sch ga z

oll fortgesetztwerden. 2) Eine aligemeine Arbeitsein-

oten werden sollte, beschlossen, 24 Stunden

Großbritannien und e:'rland. London, 14. Juni.

(W. T. B.) Das Wah manifrst des remiers Giadstonr gti ' seine, Wähler in MYlothian beyagt': Die K_dmgn) hat 111 die Auflösung des Parlamrnts gewiüigt, un) die Meinung des Landes über die wichtigste und glrichzertig einfachste (“rage zu Erfahren, welche man dem Lande wir einem halhen Ja rhundert unterbreitet at. Der Premier brruft sick) aux sem («tes Manifest und? eme gkoxiservatwr Regierung die Vorlage eingebracht hätte, den «xrlandern em so „hohes Maß von Autonomie zu bewilligen, so wurde diesrlbe Serious der liberalen Partei eine kräftige Unterstuhung gefuxiden haben; aber die Konservativen hätten , ck im Januar eme am ZwangSmaßregeln beruhrnde Politik 111 Vorschlag gebracht, welche dur fertigt, war. Er (Gladstone) habe? als 'die der Zwangsmaßre eln entschieden und darnach ein Kahmet auf einer „dieser IF gebildet. Er habe rm Einverständnis; mit einen Kollegrn vor- grschlagrn, zu untersuchen, ob es nicht möglich wäre, Irland einer) eigenen gesrßgebxnderi Körper zu geben und zwar unter Bedmgungrn, wre ste die Ehre und die Integrität drs Rei s erherschen. ES gebe überhaupt nur zwei WEZ? fÜZ e: o

ugt hinzu : wenn

„die Ereignisse nicht gerecht: 1ch für eine andere Methode

olitik entgegen richten Grundlage

olitik, Über welche das Land In eZiticheiden dha sli rege n anwen en 0 9,

che die von ihm verfolÉie Politik mit sich brächte. Es seien mheit des Reichs und Vermehrung

Ehre Großbritanniens von dem S andfteck wel er i m na der Memuxt der ge ammten civiFfirten Welt c?mha endlich Wie rrherfte un der Würde des ReichSparlaments und em wrrklreher Forts ritt der An elegenheiten des Landes- Mr. Gladstone tagt sch ießlich: es?

JJe mit halben Maßregeln zu behandeln. Er habe seinen

e, und

ei unmöglich, die irische .

eil für die Lösun der Frage gethan; das Uebrige zu

thun komme nun den ählern zu.

Statistische Nachrichten-

Ueber die Breslauer Unterrichtsanstalten urxd'thre Frequenz am Schlusse des Schuljahres 1884/85 finde_n wir m den Monatsberichten des Statistischen Amts der Stadt fur das Jahr 1885 folgende Angaben von allgemeinem Interesse. _ und 2 königlichen Gymnasien mit je 3 bezw. 2Voxschuiklgffexx hgtten zusammen in 80 Klassen 3115 Schüler, wahrend d1e_betde_n stadtchxen Realgymnafien, von denen nur eins cine'Vorscbule be1c_r_ß, 11125Kl971en von 971 Schülern besucht wurden. Mit der nrupklasmgen Jontgltchcn Ober-Realschule war eine rierklasfige K_ömgltche technt1che ; (x_ch- Baugewerkschule " verbunden, welche von 340 bezw. 41 und 97 _Schulxrn bxsucht Dir 3 städtischen höheren Bürgerschulrn mtt je 3 Vor1chul- klaffen hatten in 47 Klaffen eine Frequenz von 2074 Knabcn auszu- Für dexi Unterricht der weiblichen Jugend sorgten an er den ? höheren städtixchen Mädchenschulen mit 23 Klassen und 831_ . rinnen und den ? Mädchcn=Yiittclschulen mit 712_Schuleruwen tn 14 Klaffen namentlich 17 xrivate höhere und mittlere Madchen- schulen, welche in 140 Klasen von 2707 Kindern besucht wurdcn. Dagegen gab es nur 4 höh 627 Schülern in 29 Klassen.

sagen!“ _ Der Fürst wurde beim Eintritt in die Versamm-

lung und beim Verlassen derselben lebhaft begrüßt.

Kopenhagen, 14. Juni. Gestern Abend reiste die Herzogin von Chartres von und dieKronprinzessin gaben das Geleit.

Kairo, 14 Juni. Der GesundheitSzustand der in A nun und an anderen Orten stehenden Truppentheile it zur Zeit ein un- 150 Soldaten sind in der letzten Zeit an asirischem Fieber und am Schlagftuß „gestorben; rankte sollen nächstens hierher transzpornrt werden.

Die „Times“, meisten übrigen Morgenblättrr n"()eilen abfällig über das Manifest Gladstone'S' nur die Daily News“ verspricht sich davon einen gro iind drückt die Ueberzeugung aus: das Volk werde fich urn den Staatsmann s aaren, der, den Muth und die Fähigkeit er glücklichen ösung der irischen Frage besiße. Jn Sligo (Irland) fanden am Sonnabend Abend Durch eine Unbedeutende Veschiidigung en Palais erbittert, griffen die Kathdliken die Häuser der angesehensten Protestanten gn, schlugen die ein und zündeten ein Haus an. Da dre Polizei außer war, den Tumult zu unterdrücken, mußte Militär aufgeboten werden, weslchsesd die SHraßen mit stde1tn Bchonnet säuberte. “e RU e it o ann ni t weiter ge ör wor en. D' h (W. T. B.)

.. 14. Juni.

(W. T. B.) andard“ und die

Dänemark. (W. T. B.)

ßen Erfolg , " . hier ab. Der Kronprin Dre 3 stadt1schcn

derselben bis zum Bahnho (W. T. B.)

rns , . des bischöfll günstiger:

Zeitungsstiunnen.

„Düsseldorfer Anzeiger“ Scheitern der Brauntweinsteuer:Vorlage: '

Die Branntrveinsteuer-Kommission des Reichstages hat ihre Ar- beiten mit einem völlig negativen Ergcbm Regierung in Vorschl rung der bestehendrn

Das Leichen- begängniß der bei den letzten Unruhen Getödteten fand heute in vollkommener Ordnun militärische Vorsichtsmaßregeln getro en.

rankreickx. Paris, 12. Juni, (W. T. B.) In der hFeutigen Sißung des Senats brachte der Justiz- die Vorlage über die

V elfast, 12. Juni.

Es waren starke rivat-Knabenschulen mit Städtische E emcntarschulcn waren 36

fiir Knaben, 40 für Mädchen und 4 fiir Knaben und Mädchen vor- 17559 Mädchen

und mittlere

die von der teuer ncbst der Abände- schraumbcsteuerung ist nzit zehngegeri qcht Stimmen abxzelehnt wordcn, nachdem aiich andere_m der KOMMlssWn gemachte AbanderungGvorschläge nicht die Mehrheit gefunden hatten.

Dieser AuEgang ist im höchsten Grade bedauerlich, um so mrhr, als in den maßgebenden Parteicn, die für das Zustandekommen einer Reform der Branntweinbcstcucrung allein in Betracht komxncn können, volle Uebereinstimmung herrscht iibrr die Jioti)we11dix]kexi der“ Er- schließung neuer Einnahmequellen, iiber die finanzicYeit'Bedursntffe, über die Ziele der Stcucrrcform, übcr die Nothwendtgfrtt einer Er- höhung der Branntweinabgaben unter Wahrung der damit derbuydenen [andwirthschaftlichcn Interessen und _ iiber die Angemestenhett des Branntweins als «Objekt für eipe ]elbsi hohe Besieuerrmg, durch welche im Interesse der Sittlichkeit und VolkSgcsundheit dem iibcr- handnehmenden BranntWeingenuß Einhalt gethan :rrrdrn könnte. Wenn trotz dieser writgchcndrnUebereinstimmung aus dcn Beraihungrn der Kommission nichts Positires hervorgegangen ist, sc) erklart sich dies aus der Verschiedenheit der Interessen der einzelnen Parteien, deren Steliung bier nochmals kurz gekennzeichnet werden möge .....

Einzig und ("(klein die Freisinnigen und Sozialdemokraten hatten unter diesem Widerstreit drr finanziellen und landwir' Interessen iiicht zu leidenr für sie stand es Von vornherein fest,_ daß diese Interessen keinerlri Beriickßchtigung vcrdicncu; für sie bildete «Urin das arbeitende Volk" den Vorivand, cineRefortn zu hindern, dic fie in früheren Jahren selbst stets nachdrücklich geiordcri hatctcn. Ihre Beihciligung an der Beraihnng und die von den Freisinnigen aufgeworfene c*rdge nach den Bedürfnissen hatte Writer keinen Zweck, als cine Hand abe fiir ihr abichncndes Verhalten zu finden; sie wgrfrn bei aÜen Anträgrn stets ihre Stimmen nach dieser Richtung hm m die Waage. ,

Konservatirr, Nationalliberale und Centrum wolien nach ihren Erklärungen die BrannthinsteUcrroform, jede Partei aber auf eine andere Weise, und keine ohne geniigsndes Entgegenkommen gegen die von den anderen rertrcicnen [*crcci)tigten Jntcrcsten. kommen, daß sie thatsächlick) dcn Freisinnigen und Sozialdemokraten zu dem gieich anfangs- von diesen verfolgten Ziele der reinen Negation verholfen haben. _ & ' _

Nach einem lateini1chcn Sprüchwori freut sich der Dritte, wenn Zur Fremde haben die Freisinnigen und Sozial- demokraten allerdings allen Grund: denn der Reichstag besorgt ihre Nickts kann dir erfahrcnhcit unserer parlamentarischcn elcuci)icn, als diese Thatsache der vöÜigen Unfähigkeit Nichts aber

ebrachte Verbrauchs 16 493 Knaben

517 Klasen unterrichtet Elementamhulen,

157 Mädchen besucht wurden.

Ausweisung der Der Senat wird am Diexjstag die „Kom: mission fiir die Vorlage ernennen. _ Der Vize-Präsrdent

S nats, Laurent ichat, ist gestorben. des 6 (WPT. B.) In einer Versammlung der

strikenden Bergarbeiter in Decgzevillewurde' ein- stimmig beschlossen, morgen, Montag, die Arbeit Wieder aufzunehmen.

Minister

rrnzen em. Fiir die Fortbildung der Handwerker bestanden eine Sonntags- und eim: Adendschulc mit einer Oberstufe von einer und einer Unterstufe ron fünf Abtheilungcn; dieselben hatten im Schuljahre 1884/85 eine Frequcnz von 544 Schülern. Außerdem gab es noch einc gewerbliche 58ichenichale mit 6 Abthriiungcn; hier wurden 119 männliche und 37 wribliche Personen unterrichtet. den 34 Kindergärten und Kleinkinder-Bcwahranstalfen befanden sich Die Ködigliche Universität zählte im Sommer-Scmester1884 1481 und _im Winter-Scmcster 1884/85 1389 immatrikulirte Studirrndr, dic Königliche Kunstschuic Wurde von 45 Schülern und 69 Schüierinnen besucht und im Königlichen katho- lischen Lehrer-Seminar wurden 92 Ziiglinge imferrichtc't. schnittliche Frequenz ergiebt 1ich„anö folgender Zusammrnstellung. Es entfielen Schüler bezw. Schiilermncn:

_- 13. Juni.

2011Knaben und Mädchsn. . B.) JU _der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer legte der Munster des Auswärtigen, Graf Nobilant, die italreizisch-fran- zösische Schiffahrtskonventidn vor.__E1nheut§Zver: theiltrs Grünbuch enthält Dokumente über dre Vorgange in Rumelien und Griechenland.,_' Der Radikale Pantanointerpellirte über dir italrenrscheKoloanl: politik in Afrika und die Prinzipiexx, auf welchen dieselbe beruhe. Der Prntarchist Dibreganze sragte an „wegen der Expedition des Grafexr Porro und des Schuhes der italienischen Interessen in Airika.

4 Juni. (W. T. B.) Aus dem den Kammern vor- gelegten Grünbuch geht hervor, daß Italien jtrts die Er- haltung des Friedexis im Auge gehabt und sich von dem Einvernehmen der Mächte nicht getrenxit hat.. Insbesondere hat Jtalirn mit denKabineten von Berlin, Wien und London kooperirt und der Türkei und (Hrrecherrland rntiprechende Rathschläge ertheilt. In der ostrumelrschennFrage b antragte es bei den Mächten die Annahme, des turktschhulga: rischen Arrangements, vorbehaltlich der deMUWSU Sanktwmrung der Akte, und des ostrumelischen Statuts. . Alexander empfahl es die Annahme „des zwrs en den Mächten und der Pforte getroffenen Urbercmkommens. Graf Robilclnt erklärte außerdem dem Vertreter Englands, „daß es sein Wunsch sei, Italien möge in den das _Mrtiellczndischr ragen wie in anderen konform nut Eng- ngrsichts der Reserve Fraitkreichs erklärte er würdr mit

12. Juni.

Die durch-

aus eine auf eine

den öffentlichen Elcmcntarschalcn den Vorschulen dcr Gwnnaxicn Und Rcalghmnasien . . . . drn Privatschulcn (: " . . den öffentlicher höherrn Bxxrgcr- schulen fiir Knaben und Riadchrn der Ober-Rcasscknrlc (ohne Fach- klassen 2T.) . . . . . dcn Rralghtzmasien dcn vana1ien.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Von der vierten, gänzlich umgrarbciteien und mit grograxixi- ichen Karten sowie mit naturwissrrrsÖaftlichen und technologi1chcn Abbildungen reich auchsiattrten Anfiagc ron Meyers“ Konversa- tions-chikon, welche im Vrrlag dcs Bibliographkichsn Instituts zu Leipzig erscheint, ist icht drr 4. B and (1024 S.) znr Audgabe geiangt. Derselbe führt dcn Text von „China“ bis „Distanz“ fori, enthält cine ä[iig gcarbeiteier Artikci, aus denen wir den ruiichland“ und dir dazu gehörigen Artikel d. Befreiungskricg,

" So ist es gr- Drm Würsten

zwci sick) streiten. Menge [ehrrxicher und so höchst intercs1antcn iiber (deutséhe Liicratur aus 33 S., _ d. Bund, d, Orden, 7). Sprache, d. Recht, dcuisch-frariz. KULJ von 1870_71 u. s. W.), der im (Ganzrn 180 S. iiiUt, besonders heriwr- heben, und ist adßcrdrm 111627 J11u1iration§dcisagen (11 Deuixck): land hrtreffcndrn Karten, wie Flitß- und Gebirgskartr, geologiicher Karte, K*. der BevölkerunasdiÖtigkcit, K. der Vertheilung der Kon- fesfionen, und 7 Geschichtskartcn, wir Deutschl. um d, J. 1000, Deutschl. 1347_1378, Deutschl. nach dem westfälischen Frieden 1648, Deutschl. beim Beginn der Freiheitskriegc 1813, Deutscher Bund, Polit. Karte des Deutschen Reichs; ferner Karten von Dänemark, von China und Japan, von Aequatorial-Afrika, Uebersichtskarte des Weltverkchrs, Stadtplänen von Danzig und Christiania, endlich verschiedenen Abbil- dungen auf besonderen Tafeln, wie solchen des dcutschctz Reichsadlers und des Kaiserwappcns, von Dampfkeffcln, Dampfmaschinen, Dampspflug, . w.) und 208 Abbildungen im Text Verschrn. sehr das Werk in seiner 4. Auflage im Verhältniß zur 3. vermehrt worden ist, erhellt daraus, daß, während die 3. Auflage bis zum Worte „Distanz“ 19 57 2 Artikel Und VrrWeisungcn rnihielt, die neue Auflage dadon 23 841, «iso ein Mehr von 4300 Artikeln, liefert, und daß den 387 Karten, Taskin und Abbildungen der erstrn 4 Bände der 3. Auflage 921, also fast 3 Mal mehr, in der 4. Auflage gegeniiber- Wie ferner der innere Gehalt der vorliegcnden Encyklopädie, die Art der Bcarbeiiimg des Terré?» durchaus befriediat, so gilt dies auch von drr äußeren Erscheinung: auch dieser 4. Band zeigt die ele- gante, gcdirgenc Ausstattung wie die vorhergchcnden 3 Bände.

_ Zur Belehuxig der Gustav-Adolf-Sachk, zumal bei allrn Ver- einsfestcn e_ntpfichlt 1ich die Vertheilung und Vrrbrrifung der im Ver- chin in Barmen erscheinenden Sammlung: „Fiir die Feste und Freunde des Gustav-Adolf-VereinS“ (bis ' t 30 Hefte zu ie 10 «I) als vorzüglich förderlich. Die Zusendung er- gt überallhin franco; Nichtabgcsexzirs wird zurückgenommen.

_ Von der „Illustrirten Geschichte der K K. Armee in ihrer kulturhistorischen Bedeutnng“, hcrauögegcbewvon Gilbert Anger (Wien, Selbstverlag), liegr die 6. und 7. Lieferung (60 „Z) In derselben wird der Abschnitt „Landskncchtc“ zu Ende geführt und beginnt die Geschichte des österreichischen HrerwesenStm 16. Jahr- hundert (Karl 7. und seine Feldherrn). „_ reichem historischcn_Material ausgestattete Heft_ ist auch mit vielen JÜustrationen, meijt Nachbildungen alter Schntitr, geschmückt.

_ Mehr als je zuvor beschäftigt fich die ganze gebildete Weit jeßt wiedcr mit Goethe und verfolgt mit regstem Interesse die Thätißkeit Worten äußert sich iibcr die Bestrebungen dieser Gescllschaff Herwann Grimm ,in scmcm Aufsatze: „Goethe im Dienste unserer Zett“, im Junthefi der chen Rundschau“ (Veriag von Gebrüder . . oiS-Reymond schildert die „Berliner Französi che Kolonie m der Akademie der Wissenschaften“, _und ihre WeitzWeigendc Bedeutung eistige chen in Norddeui1chland. In den „Erinnerungen, an al“ werden wiederum mehrere aus dem Innern Afrikas des kühnen _ _ in seinen ci enen Worten sein Bild besser malen, als 18 es die als ganz bewundernöwcrthe si gesteht, da

Meer dejreffenden [and vorgehen. , Graf Robilant dem französischen Vertretrr: Vergnügen eine Effektivr Theilna me Frankrerchéx mr der Fi d tt e 11: demonstration frhen, da es ich um ein wesentl1chesxFrirdcnsz intsressrhandle. Italien als Mittelmeermdcht könne dW ihm 091 dieser Griegrnheit oblirgende Aufgabo nicht ahlehnezi. Fraiik: reich möge ebrnfalls dem Appell ent1prechen._ ErchRob1lant) ware glücklich, wenn dir drei Mächte, welche diz: größten Jntrreffen im Mittelländifchen Meere haben, gemeimqm dieses Meer Und mit ihren Interessen die Sache des Friedens vertherdrgen Aus einer weiteren Reihe von hervor, daß Italien in Athen von einem, den ex1rdpaisch8n Frieden und selbst die wahrrn Intereswn Griechenlands efährdenden Untrrnehmen abrieth und Mittrl zu einem ehren: aften Rückzugs anbot. Am 5. Junideauftragte Graf Nobtlant den italienischen Vertrrter, unverweilt die Z usiimmung Italiens zu dem englischen Vorschlagr hrziigtich der Auf : hebung der Blockade zu ertheilen.

Griechenland. Deputirtenkammer _ _ 103 Stimmen dsn G e 1" e H e n t w_ u 171 an, nach welchem dre departementsweiw Gesehentwurf, betreffend die H er abs e H u 11 g d er Z ahl d e r D e p u t i rt e 11 auf 150, wurde ebenfalls genehmigt.

Gestern fand die Er 13 ffnung deS zur Trockenlegung des KopuiH-Sees angelsgien Kanals stati. wohnten mehrere Delegirte des Ministeriums der

Konstantinopel, 14. Juni. . , Ari Strlle des verstorbenen Justiz-Ministers Server Pastha ift DLLUet Pascha zum Justiz-Minifter ernannt worden.

Bukarest, 12. Juni. . der Kammer wurde heute ein Dekret verlesen, wodurch dre Session bis zum 22. Juni verlängert wird.

Sofia, 14. Juni. Nationalversammlung ist heute mit einer Thron- rededrs Fürsten eröffnet worden, in welcher derselbe erkléirt: er schätze sich glücklich, in der Hauptstadt die erste Ngtwnalversammlung be rüßen zu ' ra entanten der bulgari chen Nation di a ans theilnehmen. Die Thronrede heldenmiithige , ein Mann erhoben die Integrität ' und rühmt den Muth der Soldaten, welche den Feind lagen, bis auf sein Gebiet verfolgt und genöthigt gen Vertheidigern urnzuse en. Die eldenthaten der bulgarischen Armee und die be eutenden 3)"er der Nation hätten alle Hinderni mnchen und legitimen Bestrebungen schafft. Der Schluß der Thronrede iautetx „Mit Freuden heute vor J nen, daß die Umon'vollzogen rst, emeine bulgarische Versammlung dre Angele en- „ragen, welche das gemeinsame Vaterland berre en, en „und darüber entscheiden soll. Der siegreiche Krieg hat garten einen ehrenvollen Plah inmitt_en der „Balkanstq'aten ge chUffsn und der Nation Vertrauen zu ihren eigenen Krusten e Hoffnung für die Zu auch bis u einem gewissen . _ ' ndes geschwä t und neue Lasten, neue Bedürfnisse, für dre "„U" Fürsorge tragen muß, hervorgeru wird hnen unter

Zustände besser ' und Unfruchtbarkeit der zum Schaffen bereiten Parteien ist anch so gccignrt, zrrm Gewiisrn derer mahnend zu sprechen, welche die Wahren Interessen des Volkes unddas An_sehcn dcs Parlamenis vor Beeinträchtigung zu schiißen als ihre Y_usgcxbe betrachten. dem Ergebniß der Kommissionsberathunch Ui diLsL Aufgabe jeden- falls nicht gelöst. . . .

_ Dem „Hannovemchrn Courier“ schreibt man aus der Provinz: .

Wie reich der sogenannte arme Mann Eigentlich sei, wre ungc- zählte Millionen ihm zur Vrrfiignng sichcn,_ hat Niemand schlagendcr bewiesen als der großmüthigc Bcsthitizer i_cmer Armuth Herr Eugen Richtrr. Freilich hat er dcn Beweis gekicscrt unbeabsichtigter Weise. Er wil] vor der Erhöhung der Branntweinsteuer warnen und * von 30 «44 für 100 1 einem das dem armen Manne

d. Mwihoiogic,

Deprschrn

- _K'dnsumstcucx Diamanten u. s Kapiial von 23? Mtilmrdrn glclckWmme, ' , . aus der Tasche gezogrn wvrdcn soll., NUn giebt dreier selbt e arme ' allein 900 Millionen Mark im Ja re

in Preußcn , 0, den auch Richter

Vrannijrcin aus. Nach dem Zinsfuß ron 3_ _ sriner Rechnung zu Grunde [cg_i, sicht thm danach für den Luxns drs Branntweintrinkens allein ein Kapital ron'25,7 Milliarden zur Ver- fügung, dem armen Mann im ganzen Rctche möchtrn deshalb wohl immerhin ca, 40 MiÜiarden zu Gcboic stehen, sichcn sic leider nicht .in Gebotr.

(W. T. ZZ.) Die 11- e M g g Dem reichen Sta_aie Er beschränkt sich nun darauf, 1ich die Zinsen Von "J.) Milliarden auszubitten, die Zinsen etwa des 17. Theilcs cines Kapitals, das nur ziim Branptweintrinken benutzt wird. Wir bescheiden doch der Staat crgentltch rst!

_ In der „National-Zertung“ [rien wrr: '

Nach der Versicherung des Herrn Eugen Richtrr find die sämmt- lichen deutschen Schutzgebictc in Afrika und „im Stiüen Ocean „Sand- löcher“ oder „Fiebcrnester“; dir iiidwesiairrkamschen Gebiete wer«*cn in die crsicre Kaisgorie_gerechnet. ' ' , . Bericht des Reichskommißars Dr, Gormg liesi, wrrd mdeß emen so iiberaus ungünstigen Eindruck auch von ngarcz- und Namaqu-Land keineswegs erhalten, obgleich dasselbe unzweifelhaft daß yon drr Natur am Wenigsten begünstigte deutsche Schuhgehtet rst. Danr ist es in'scmrm Klima dem unsrigen verhältnißmaßlg ÜHUÜÖ und msofuernsvrelietck)t später, wenn eine genausrc Unierinchung nxögltck) geworden, fur die Nieder- lassung Deutscher, welche selhji LandWirthichaft treiben wollen, 'eber geeignet, als die Kolonialgrbtrtc mri Frop1schem Klima., Auf diesen ersten Bericht des Reichskommiffars hm wird gewiß Niemand deut- schen Landleuten, Welche auswandern wollexi, anrathen, sich statt nach Amerika oder Australien nach Südwrst-Afrlka 'zu wenden; ehe davon die Rede sein könnte, müßte erst eine viel eingehendere Feststellung der dortigen Lebensbedingungcn, , kostenlos Grundbesrh zu erlangen, scbeint doch aus diesem Bericht das Land,

sehr ähnlich den

lage von Hugo

Der Feier (W. T. B.)

Wer den von uns mitgetheilten

Rumänien. (W- T- B) In

Das mit interessantem und

Bulgarien. (W. T. B.) Die

der Goethe-Gesellschaft. Jn Warmen

können, an welcher Re- eseits und jenseits des

pricht ihre hohe An: ätel, Berlin).

Reichskommissars hcrvorzugrh'en, ' sehen Von einem waffcrarmen' Kusieystrer en, ' Gebieten ist, in denen die holländtscbanoeren, also Leute von gletchrr Abstammung wie die Bevölkerizng Norddeutschlands, seit lanarr „ZEIT LandwirthsÖaft treiben; fiir Viehzucht tst das Land „mich ])r. Gormg s Bericht vortrefflick) geeignrt, fiir den Ackerbau wenigstens brauchbar; eln, namentlich Verbesserung der. Wwfferyerhält- xistenzbedingungen fich noch erheblich gunstt er ge- Handel mit den Einge orenen ni t so völlig bedeutungslos zu sein, wie Wisse fortschrittli e Kenner des .Sandlochs“ behaupteien, jetzt die kritische habe unterrichten konnen,

Vaterlandes vertheidigen,

herriihrende mitgetheilt, nderen vermochte. nergie zeigt fich Hier Von Neuemxer sel ' lick) kraftlos sei, und schon hat er cmewferttgrn P weit gefahrvollere Reise im Kopf als die, welche er soeben erst uber- Liebe- und verständnißvoll zeichnet uns PrY'ffoéß

te r or-

nack) mach er noch gänz-

durch Kulturmaßr . r eme neue,

nisse, würden die

"berwunden und den Auch die Aussichten für den

ulgariens Befriedigung wunden batte dinand Cohn „Jean Jacques Rousseau als Botaniker.“ . _ schung des Sanskrit, die Wissenschaft „vom 5Ylierthum Indiens, rst enwärtiq ein Jahrhundert alt, und Vielen durfte daher der von Pro- or H. Oldenberg herrührende Rückblick: „Ueber SgnskritForscbung“ willkommen sein; der verdiente Gelehrte hofft auf em zweites J hundert indischer For halts als das erste.

scheinen doch

Kommrffar wahrend sie selbst fick) „an den Gestaden der Spree für kdmpetent ergchtetenk Südwest-Afnka zu beurtheilen. Herr Göring halt bckarzntlick) zunachst die Verwer- tbuna des, wie er berichtet, auß'rrordextltchen F1schre1chthums durch die Anlage von Fischguano-Fabrtken fur rathsanz. Maysollfe denken, das wäre für ernsthafte Leute em ledigltcb “geschaftsma rg zu p_rufender Vorschlag. Aber da das „Sandloch' zu nichts dran b_ar sem da wird der Gedanke an die Hersieüung von F1fchguano mit abgeschma -

tem S oft an enommen. Fabrikcétion 11on Düngemitteln, über deren Rentabilität wir natürlich

vorderhand nicht urtheilen wollen, nicht ebenso ebrenwerth sein sollte, wie der _ Schnapöanssckyank.

ntatirte ' da seine achch aufwerfen,

heitxn und ;

voll bedeutsameren In- it der, weit 11 er Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gewordenen „Fam1l1e Buchholtz“ befchäftit sich ein spezieller Artikel, während Theodor Krause das „Berliner einer scharfen und gewiffcnbaftxn Kritik unterzieht. Rundschau“ reihen fich literarische und bibliographische Notizen an. Endlich wird auch Gottfried Kellers_ diesem inbaltrcichen „RundschauUHert um ein gutes Stück vorwärts

, wahrscheinli

kunft eingeflößt.

sowie herrli ck Punkt die Finanzmittel des

Der „Politischen

Die Frage liegt nahe warum denn die

Ein hieran bezüg- Roman „„Martin Salander“in reitet werden, und Sie

er Regierung Ihre Unterstützung nicht ver:

werden ho entlich