1886 / 146 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 24 Jun 1886 18:00:01 GMT) scan diff

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-_ Kircbboff & Wigand in Leipzig haben über ihr anti- Y_uarts ck es Bücherlaaer wiederum zwei reichhaltige Kataloge, r. 765 und 766, veröffentlicht. Nr. 765 (Literaturgefcbicbte und Bücher- kunde; Dcutstbe, olländifcbc und Skandinavische Literatur) enthält ein VeÜcichnkix; von 2786 Schriften unter fol enden Rubriken: 1. Ver- mischte litcra sche und Samuwlwerke, sowie evuen und Encyklovädien; 2. Poetik, Rhetorik, Stil; 3. Geicbicbte der Literatur und der Wissen- schaft im Allgemeinen; 4. Gelebrtengeschicbte; 5. Univerfiiätext und g- lehrte Eeseüschastcn; 6. Bücherkunde und Schriftwescn; 7. Bibliothek- wifimicbaft sowie Kataloge von Bibliotheken; 8. Buchhandel und Buchdruck, Presse und e echt; 9. Geschichtx der deutschen Literatur im All ememen sowie nt ologicn' 10. Deutube Literatur und dxren Gescbi te im Speziellen (Sa en, Sprichwort. Volksbucb, Volkslied; bis zur Mitte des 17. Jahrbun erts; die klassische Zeit und die Ncuzeit; Dialektdicbtung; Uebersetzungen aus fremden Literaturen)" 11. Hol]_ä_nd. und Vlämische Literatur und deren Geschichte; 12. Skandinavache Literatur und deren Geschi te. - Nr. 766 (Schöne Künste, Kupfer- werke, Curiosa) stellt 1656 «christen zusammen, welche unter folgende Abtbeilungen vertbeilt sind: 1. Aesthetik. Theorie und Techizik der Kunst; 2. Kunstgewerbe. Ornamentik, Pbotograpbie; 3.Kunsige|ch_ichte, Kunjtdenkmäler, Gaiicriewt'rke; 4. Interessante Drucke sowix _aliere iUustrirte, Werke; 5. Neuere illustrirte und Porträtwerke; 6. Curtoia und Vermischtes (Curiosa,Faceticn, Satirenz Anekdoten und Emblematxx; Magie, Dämonologie, Geheime Wiiicnschaften, wie Gcoxyantre, Astrologic, Physiognomik 2c.); Phrenologic, Magnettßmus, Spirittsmus, Schreibkunst und Stenographic* Mnemonik, Theater, Ballet und Tatzz; Scbacb und andere Spiele; Fcchtkunst und Duell sowie Gynmastik; Rcit- und Pfrrdekimde; Jagd, Falknerei, Fiscbcrei; Prähistorik, Ethnologie, Anthropologie ; Kultur- und Sittengeschichte, sdwie Kostüm; das Wrib und seine Schwächen, sowie Toilette; Ceremqmi'll, Hofleben, Festlichkeiten; Riiter-, Ordens- und Kriegsern, wwic Turnier, ausbalt, Kochkunst, Lustgärten. In bcidenKatalvgen _bcfindet sich eine Menge interessanter, wcrtbvoüer und seltener Schriften. _ - In Bezug auf__dic .Weimarisck)e Goetl)e“Au§gabe" wird Nachstehcndes vcröffcnt'liibt: _ Im Auftrage Ihrer Königlichen Hobcit der Frau Großherzogin Sophie yon Sacbscn wird eine monumcnials, auck) d_ic TaXbiicber und Briese umfassende AuscFabe von Goethc's sämmtlichen 3 )cxkxn, dcr eine dreibändige Biograp )ie folgen soil, veranstaltet. Fiir d1e1en chck müßen die neu erschlossenen SchäYe dcs Gdet[)e_-Arcl)ivs durch die in öffentlichen und privaten Samm ungen wettvcriirciiten Hand- schriften ergänzt werden. Alle, in deren Besiy odcr Ovbut sick) Goctbe'sche oder auf Goethe bczüglicbe Blätter, sowic bisbcr Unbekannte Drucke befinden, werden dringend gebeten, dem großen Unternehmen [019012 unent- behrliche Hülfsqucüen zu eröffnen und zugleich mit dem möglichii genankn Nachweis auch die Bcdingungen für die BcnUimng freundlichst „An das Goethe-Arcbiv in Weimar“ einzusenden. In der 2111M_abc_soll über die Hrrkunfi und Beschaffenheit jedes einzelnen zuganglichen Manuskriptes oder Druckes Rkchcnscbaft abgelegr Wirdcn. Weimar und Berlin, Juni 1886. G. von Loeper. W. Scherer. Erick) Schmidt.“

Gewerbe und Handel.

Hildesheim, 23. Juni, Abends. (W. T. V.) Woll- markt, Käufer waren zahlreich erschienen, das (Geschäft War leb- bait. Dic Zufuhr betrug 4500 Str, gegen 4100 Cir. im Vorjahre. Es wurden volle vorjäbrigc PrciW bis 10 „14 dariiber beiablt. Feine Wolke 120 bis 140 „44, Yiittklwoüe 105 bis 120 „46, ordinäre 80 bis 100 „46. pro Cin, Döbrcncr Fabrikwäsche 110 bis 180 „5 Pro Pfund. Das Lager ist nahezu geräumt.

Rostock, 23. Juni, Abends. (M.TB.) W0_[[1narkt. Die Zu- fubren find etwas geringer als im Vorjahre, dic Wäichn vorzüglich. cr Markt eröffnete lcbbaft zu fast borjäbrigcn Preiskn. Einzelne Posten Wurden Höher als im borigcu Jahre bkzablt. Am Nachmittag war der Markt bis auf 2 Stämme geräumt

Jena, 23. Juni. (W. T. B) Die Gcneraivcriammlung der Saak-Eisenbahn 161316 die Dividendc fiir die Siamm-Prioritäten auf 30/0 fest und genehmigte die Anträge, betreffend den Bau einer

weigbabn von Orlamünde nacb Pößneck, sowie den

ntrag auf Kündigung der garantirten 40/0 Anleihe und die Aufnahme eincr neuen nicbt garantirtcn 3.) 0/0 An- leihe im Betrage von 43 Millionen Mark, ivßlcbc mit der Berlincr HandelMcseUsckzaft und dem Bankbaufe Jacob Landau in Berlin abgeschlossen worden ist. Diese Anleibe soll zur Bestrei- tung der Kosten fiir den Bau der chigbabn Orlizmiindc*Pbßneck, zur Abstoßung dcr garantirtcn Anleihe und zu 1on1'tigcn Zwecken dienen. In den Aufsichtsrats) wurde 131“. Mantz wiedergewäblt.

Wien, 24. Juni. [W. T. B.) Wie die „Presse“ meidet, hat der Finanz-Minister den Umtausch dcr Aktien der Kaiser- Franz-Josef-Baßn gegen Staatstitrcs, in dor Zeit vom 2. August 1886 bis 1. Februar 1887, angeordnet.

_ London, 23. Juni. (W. T. B,) Wollauktion. Austra- li1che WoUe fest, schneeweiße KapwoÜe eber schwächer.

New-York,11.Jum. (N.-Y Hdls.-Ztg.) Der Außenhandel Ncw-Yorks im Mai d. J. zeigt, im Vcrgleicb zum Parallelmonat ». I. eine bemerkenswertbe Zunahme sowohl im Import wie im Export„ mit dem Unterschiede indéffcn, daß, während die Vermehrung der Einfuhr, 3630259 Dol]„ boÜsiändig in Waarcn bestand, die Export- ziffern durch die stattgebabten Kontantenbcrsckyiffungen, welche 5225153 Dol]. größer gewesen als im Mai 0. J., angeschwvllen sind, und die Waarenausfuhr sogar eine Abnahme von 2 138 402 Doü. aufweist, Von zoÜpflichtigen im Mai hier eingetroffencn Waaren sind 7014 995 Doll. aui ZoÜlagcr gcgangcn, während nur 4505184931311. von letzterem entnommen und auf den Markt gebracht worden sind. Diese Vermehrung dcr Läger unter ZochrsclUuH ist zu großem Theile dem gegenwärtigen niedrigen Preis fande fast aller Artiko] im Auslande, und dcn. giinstigen Auspizicn für lohnendc'n Away, diesseits, zuzuschreiben. Es bew-xist dies, geqcn- über der Zurückbaltung, wslcbe vor einem Jabr in Bezug auf Car- rirung von über dcn ndtiiwcndigsten Bedarf [)inausgchcnden Läaern unseren Markt cbarakterisirte, da[; Importeurs cht mit einigem Vcr- traucn der Besserung des (Heschafts entgegenwbcn. - Fiir die ersten fünf Monate des lauii'nden Kalcndrrjabrcs ergiebt sick) cin Waarcn- Export Ncw-Yorks im deklarirtcn Wchbc don 120 047 277 Dow, gegen 137 906712 Doll. resp. 121359951 Doll. in den Parallck- perioden der beiden Vorjahre, Und ein Waaren-deort von 187 362 779 Doll. grgen 156919 909 DVU. rcsp. 195581668 Doll. Für die ersten 11 Monate des am 30, d. M. schlicßendcn Fiskal- jabrcs steUt sick). gegen die Parallelpcriodßn der bciden Vorjahre dcr Vcrglrick) dcs Wäarcn-Jmports unseres Platzes wie folgt:

1885- 86 1884/85 1883/84 307 096 061 360 793 544 427 825 198 DVU.

und der Waarcn-Export: 316 032 633 300 178 762 Doi].

284 420 093

Die Kontantenbervegung während drs [etztcrwäbnicu Zeit- absckmitics resultirte pro 1885/86 per Saldo in emem Abiiangc von 29 668 609 DOU., während gleichzeitig 188485 bist: 4 142 228 Doll. mehr eingingen. als verschifft wurden, und 1883/84 dcr Export den Import mit 37165411 Doll. überwog _ Ein Vergleich des Bank- Auswciscs der letzten Woche mit demjenigcr] dcr entsprcckyknden Woche des Vorjahres ergiebt die interessante Thatsache, daß das Portefeuille unserer Banken [ich in der Zwischenzeit un] 463 Millionen Dollars vergrößcrt und daß, während die Gesammtinmme der Depositen sick) nahezu gleich gcbliebcn, der Metailvorratb sick) um volle 47 Millionen vermindertbat. Die Surplus-Rcsrrve, welche im vori en Jahre 60 MilL. Dbllars betragen, ist auch jekt noch, mit 12 Mi11.Do ars, mehr aks bin- retchcnd, um die Befürchtung einer plößlichen Geldkiemme nicht auf- kommen zu lassen, In Wirklickxkeii ist der Geldmarkt, troxzdem obige Zahlen für allmähliches Wiedererwacben der Unternebniungslust im andel und Wandel iprecben, nochimmera113ureichlich mit mäßigem Kap tal versehen, welches in Darlehen an der Börse auf tägliche Kün- digung, gegen acceptables Unterpfand, Unterkunft sucht. Die Call- Loan-Raten habxn fick) («ck in dcr verflossenen Woche nicht über 25 0/4, erhoben, die meistenYchlüffe sind sogar zu 13-20/0 gemacht

worden. Diskonto für feinste indoffirte 2-4 Monats-Platzwecbsel 3É-49/o 1). o,. - Der Waaren- und Prod_ukten-Jmport während der am 5. Juni cr. beendeten Woche reprasentirt emen Ge- sammtwertb von 6433149 Doll. gegen 8724 785 Doll. in der Vor- woche, eine Abnahme von 2291 6:16 Doll. crgebend. _Fremde Web- [toffe partizipiren am Gesammtivertb des le twöcheptlichen Ixnports mit 1297 034 Doll. resp. mit 432 321 Do . wemger als m der Vorwoche, während der Import diverser Produkte und Waaren um 1 859 315 Doll. kleiner war. _

New - York, 23. Juni, (W. T. 23.) Es find Vorbereitungen getroffen, um weitere 304000 Doll. in Gold nach Europa ab-

zusenden. Verkehrs - Anstalten.

Z u r W a r n u n g wird uns mitgetheilt: _Unter Bezugnahme auf die in den letzten Tagen an den Anschlagssäulen er1chienenen Bekanntmgcbun- gen über die Annahme und Beförderung von Stadtbrtefcn d u r ck P ri v atu nte rn eh m u ng e n_(BerlinerÖPacketiabrt-(Heseüsckoaft, Verein Hansa) wird darauf aufmerksam gema t, daß nach §. 1 des Post eseßcs _ zwiicZen zwei Orten mit Postanstalten auf andere Weise als d_urch die Post verioten ist. Danach würde alw_ Jemand, welcher el_ncn Brief von Berlin nach Schöneberg odcr Wilmersdorf :c. unt einer ]“ olcben Privatuntcmchmung verschickt, dcr geseßlicben Strafe verfallen.

Bremen, 24. Juni. (W. T. B.) Der Dampfer _d es Norddeutschen Lloyd . W eser vassirte_ gestern Nachmittag Lizard ; derselbe hatte den Postdampfer „, A l b i l_1 g t a d er H (: uz b u r_g - Amerikanischen Yackeffahrt - Aktiengesellscbast _ tm

' olgc Schaftbruchs nach Plymouth zuruck-

_SF!c_pptau,1vclchcr m e r.

Hamburg, 24. Juni. (W. T. B.)__Der Postdampfer ,Bobemia" dcr Hamburg-Amerikaniichen Packetfaer- Aktiengesellschast Hat, von Ncw-York kommend, beute fruk) 6 Uhr Lizard Pasfirt.

Sanitätswcsen und Quarantäncwesen.

_ Oesterreic[)-Unga1'n._ _

Die Königlich ungariichc Sccbchörde zu Fiume hat im Amebluß an die Verfügung vom 14 Juni 1886 durch Cirfular vom 15. deff. Mis. Folgendes angeordnet: _ _ _

Von dem zulexit bezeichneten Tage ab wird die Cm- und Durch- fuhr von zum Handel bestimmten Lumpen, all_cm Tauwerk, getragenen Kleidern und gebrauchter Leib- und Bettwasthe aus Triest und Umgegend 1121001811.

Befinden sich derartige Gcgcnstände an Bord der Schiffe beim Einkaufen in gngarisch-kroatisiiw Häfen, so smd dieselben nacb Martin- scbizza zu scbaiscn, wo durch die Absender binnen kürzester Frist ent- weder die Rücksendung zu Veranlaffcn ist, oder aber die Vernichtung stattzufinden bat.

Portugal.

Mittels Erlasses der Königlich Portugiesischen Regierung vom 16. Juni 1886 sind seit dem ]. dci1c1ben Monats

1) der Hafen von Triest als_choleraangestcckt, sowie _

2) die iibrigen Häfen des österreichisch-ungarisÖen Kaiserreichs im Adriatis chen Meere aks cboleravcrdäfbtig erklärt worden.

_ chwedcn. _

Laut Bekanntmachung des _ KönigliÖ schwchi1chen Kommerz- kollegiums Vom 17. Juni 1886 iii die “Stadt Triest mit Umgegend vom 7. d. M. an als von der T(Choiera befailcn erklärt wvrden.

unis.

Durch Ministeria1beschluß vom 15. Juni 1886 ist für Fro- venienzen aus Triest eine 24 stündige medizinalpolizeilicbe Beo ach- tung in sämmtlichen Häfen der Regentschaft vorgeschrieben worden.

Berlin, 24. Juni 1886.

Preußische Klassenlotterie. * (Ohne Gewähr.)

Bei der cute beendigten Ziehung der 3. Klasse 174. Königli preußischer Klassenlotterie fielen:

1 Gewinn von 15000 „14 auf Nr. 40010.

1 Gewinn von 6000 914 auf Nr. 76190.

2 Gewinne von 3000-77» auf Nr. 52130.

1 Gewinn von 1800 „76. auf Nr. 23197.

1 Gewinn von 900 «16. auf Nr. 2543.

6 Gewinne von 300 916. auf Nr, 728, 85 480. 91026. 94144.

(Ausst.-C.) Bereits sind vier Wochen seit der Eröffnung der „J u bi- läums=Kunstausst_el[ung“ bingegangen. Sie bilden einen genügen- den Zeitraum, um die m den verschiedenen Jutereffentenkreiscn zum Aus- druck_gelangten Meinungen über das Unternkbmen zu einem Gesammt- urtbetl zusammeiizufaffxn. Es isi dabei mit Befriedigung festzu- stellen, da[; sick) iiber die_ Anlage und die Einrichtungen dieser groß- artigen Veranstaltung eme solche Einmüthigkeit günstiger Stimmen erZich, wie sie bei den bekannten kritischen Neigungen der haupt- stadtiicheu Gesellschaft und der Verschiedenheit in. den Ansprüchen der einzelnen Bevölkerungsgruppen und Fachgenoffen nur Höchst selten zu verzeichnen war. _ _

Nicht _wenig ms_Gew1cht falTen auch die Urtbeile der Berliner

und answartigen Kunstlexichaft iiber die Aussteüung. Wenn die öffentiiche Meinuni wese_ntlich die schöne Erscheinung des Unter- nehmens und das Öntcrcsie _an den Kunstwerken ihrem Urthei1 zu Grunde [egi : so pflcgcn dre _kiinstleriscben Fachkreise besonders die- jenigen Bedm nngen,_1velche fiir die volle Geltendmachung der aus- gesieÜten Wer 6 und ihre vortbeilhafteste Wirkun in rage kommen, in ÖM Vordergruzid zu stellen. In _dicser Zinii t legten die Künstler stets mti e_tncr von den Latcn [ckcker zu begreifenden Empfindlichkeit de_r Einwirkung des Lichtes auf die Gemälde ein großes Gewicht bet. Fast bei keiner Kunstausstellung ist die Licht- i (Fw bcrbem Tadel entgangen; bald rvar das Licht, wenn auch be , so doch zu bart, bald z_u matt 2c. Mit um so größerer Ge- nugtbuu_ng ist daher dgs _fait einstimmige Urtbeil der Künstlersck)aft als dqu gebend zu registriren, daß unter dem Einfluß des i'mstigcn Oberltcbts in den Sälen dcr Jubiläums-Aussteilung die irkung _er Malerei auf dqs vortbeilhafteste geboben wird. Und ebenso laßt man der elektrischen Beleuchtung der Ausstellungsräume volle Gcrcckyxigkczt widerfahren. Die Einrichtung derselben, die zum ersten Male in einer großen Ausstellung zur Anwendung gelangt ist, erweist sich als ebenso angenthn, als den Bedürfnissen der Bevölkerung ent- sprechend. Dank derselben wird es zahlreichen Kreisen, welche den Besuch _at_n Abend vdrziebxn odrr denen die Berufstbätigkkit nur diese Zeit freilaßt, ermöglicht, 11ch bis zur zehnten Stunde dem Genuß der Kunstwerke hinzugeben und zugleich im Parke Erholung von des Tages Last zu gewinnen. _ Man darf sagen. die Jubiläums-Ausstellung hat dem frühjäbr- lichen (Geselischaftslebcn der Hauptstadt eine ausdrucksvolle und er- frischende Sl natur Verlieben. Vom Morgen bis zum Abend, insbe- sondere_am _achmittag und Abend, wird die Aussteilung und ihr geraumtger,m1t Gartenanlagen, Bildhauerwerken und mächtigen Monu- mentalbauten dekoxirter P_ark zum Sammelplaße der gebildeten Kreise und der zahlre1ch_m Berlin einkehrenden, vielfach in Veranlassung der Ausstellung herbcistrßmenden _Fremden. “Der Besuch, welchcr schon in den Ta en uzifreundlicber Witterung die' tägliche DurchschnittSziffer von ze n- bis zwölftausend ersonen erreichte, steigerte fick) bei größerer Wettergunst auf dre abl von sechszehntausend Personen an einem Tage_. An sol_ck)en Sommerabenden bietet der Park mit den bei_den Klangen zweier Kapellen promenirenden oder an Tischen ge- selitg verkebxenden Gesellschaftsgruppcn ein glänzendes und beWegtes Bild großstadti1chen Lebens.

74 977.

47 624. 71 809.

die Beförderung verschlossener Briefe gegen Bezahlung"

Nicht eringer Antbeil an diesem Crfylge ist auf Recbnmig der ungemein iberalen Festseyung der Eintrittspreise von Seiten der Berliner Königlichen Akademie der Kunste zu seven Während alle ähnlichen Veranstaltungen _in dem verfqusenen Jabriebnt, so die zu München und Wien,_ungletch there Preise für den Besuch forderten, glaubte die Akademie aueh bei diesem großen Unternehmen an der Ucberlieferung des seit einem Jahr_bundert gle1ch_g_ebliebenen Eintritts. geldes von 50 Y festhalten zu mussen. Fur _dieies geringe Entgelt enießt der Besucher die Aussteüung, sowie die Concerte im Freien, ber noch nicht genug_ dieier Rücksichtnahme, verausgabte fie auch zu dem außnehmend maßigcn Satze von 6 „46 Karten, welche zu dem Besuche während der ganzen Dauer der Ausstellung berechtigen,

Eine neue Anzicbunnskrait hat der Ausstelluxigspark durck, ein Bauwerk gewonnen, welches sich der „Verein Berliner Künstler“ als sein Sommerbeim im Charakter einer italienischen _Osteria errichtete und durch seine Mitglieder mit a_[lerlei bumori_stisck)_en Scherzen in malerischem Gewande schmücken ließ. Gegen dte_E1nfachbeit dieses an Capris Felienbauten erinnernden Hauses bildet den höchsten Kontrast der Glanz der Säle und bes_ondcrs der_RevräsezitationsräUMe des AussicÜungspalastes, in Welche hier noch em flüchtiger Blick ge- worfen sein mag. Die Eindrücke, welche den Besucher gleich beim Ein. tritt in die Kuppclballe gefangen nehmen, müssen ihm fest in derEx, innerung Haften bleiben. Z_ufreudiqster_Wirkung und Stileinbcit Haben ficb bier die Schwesterkiinste der Architektur, der Plastik, der Malerei und der Dckorativkunst - einander unterordnend - _vereinigt. Von dem Fuße bis zur Kuppelwölbung geht es durcb dicke in Gold und Farbenprunk glänzende Architekturdekoraiion wie der feierliche Rausch einer Symphonie! Der Formenreiz großer plastischer_Nischengruvpen, der Farbenprunk der Wandmalereien, die verschwenderiscbc Fiille orna- mentaler Vouien und die überalx eingeschlossenen künstlerischen Ge- danken und sinnbildlicben Hinwei1e auf die geschichtliche Entwickelung der Kunst der Hauptstadt und des Deutschen Reiches bilden die ein- zelnen Akkorde diescr Komposition. Die mächtigen Eindrücke derselben begleiten den Besucher bei seinem Gange durch die drei anderen PrunkvoU ausgestatteten Repräsentationöräume, sowie durch die in klarer Grundrißdisboiition ancinaydcrgereibtkn Gemäldesäle und Kom- partimente. Die Ouverture dcr Ku pelbalie klingt, noch zuletzt an- schwellend, voiltönig in der den A schluß der AussieUu11g_bildciiden großen Skulpturenimlle aus, in Welcher sich beim [ätichcrn der Fontaine große Bildhaucrwcrke wirksam vom frischen riin des Ra- scns und der Blattpflanzendekoration abheben und die Statue des Großen Friedrich unter großem Porial_ die Erinnerung an die erste, vor hundert Jahren in Berlin Veranstaltete akademische Kunstaus- stellung weckt.

Ein bobes Interesse verleiht der Ausstellung die Betbeiligung dcs Ausiandcs, in der freilich die französische Kunst vermißt wird. Dagegen zeigte sich die englische Künstlersehast, Welche sich den Aus, sieÜuxigcn des [Festlandes egenüber sonst sehr zurückhaltend bcna bm in _emgr Höck) t_ vortbeil affen Vertretung. Auch die belgische, italte_ni1che, spanische, dänische, russische und österreichisch-ungarische Kunit_ stellen sich den Leistungkn der deutschen gegenüber und ver- vollsiandigen so dies rcicbx Gesammtbild internationalen Kunst- schaffxns. Das kunsthistori1che Jytercffc an der Entwickelung der nordlicb-dxiitsrhcn Malerei _und Skulptur aber findet zum Schluß reiche Befriedigung durch die lange: Reihenfolge von Meisterwerken, welche die bervorragendsten Meister im Laufe des Jahrhunderts ge- schaffen haben.

(Sächs. Corr.) Der [. sächsische Handwerkertag in Drssden beschloß am 22. Juni: _

1. in Anbetracht der heutigen Mißstände des Submi1sions- wesens dahin zu wirken:

_1) daß bei Ausschreibungen, insbesondere bei Vergebung von Arbeiten durch die Staats- und Gemeindebehörden das niedrigste Gebot unberücksichtigt bleibe;

2) daß _zu Ausschreibungen der Submissionen, Prüfung der An- gebote, sowie Uebernahme der ausxxcfübrten Arbeiten SachVerständige ans Innungskreiscn zugezogen Werden;

3) daß die Arbeiten möglichst an Innungsmeisier vergeben und sogenannte Unicrnehmer, die dem Handivcrk ferne stehen, von den Submissionen ausgeschloffcn werden.

_4) Den Vorstand des sächfischen Hanerkcrtagcs zu beauftragen, dahin vorstellig zu werden: .

„Das Königliche Finanz-Ministerium möge eine Sachverständigen- Konfcrcnz einberufen, welche in (Gemeinschaft mit Regierungs- vertFtert) dNormen feststeilt, durcb welche das Submisfionswesen ge- regc wir .“

11. 1) Der erste sächsische Handiverkertag zu Dresden hält eine verschärfte behördliche Beaufsichtigung und angemessene kommunale Besteuerung des Hausirergewerbes für nothwendig und erachtet es_ als eine _unerläßlicbe Pflicht aller gewerblichen Korporationen, MJ Filou Mitteln die möglichste Beschränkung drs Haufircns zu er rc en.

_2) „_Der Handwerieriag erkennt an, daß das Haufircn in der Werse, wre es jetzt betrieben wird, eine Schädigung des Handwerker- standes herbeigeführt hat und noch mehr herbeiführen muß; daß er aber ein gänzliches Verbot des Haufirens mit selbstproduzirter Waare nicht zu erstreben gedenkt, da dann viele Hunderte kleiner Handwerkzxr n_ur noch auf Zwischknbindler angewiesen wären und notbgedrungen m die Hände unsolider Händler, sogenannter Wucherer, getrieben würden.“

111. „Der Handwerkertag wolle in Erwägung, daß das Geschäfts- gebaren der sygenannten Abzablungsbazare das den reellen G_e]_chäftsbc'trieb [Wie die öffentliche Moral in hobkm Grade zu_schadigen geeignet ißt, bcsckyließen, aUe Innungen und Hand- werkaerbände aufzufordern, dikscs Unwesen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämpfen.“

117. „Der Handwerkertag erkennt an, daß durch die Aufbxbung der bestehenden Jahrmärkte cine Schädigung besonders der kleineren Hgndwerker _der mittleren und kleinen Skädte herbeigeführt werden wnrde, da diejelben hierdurch eines sehr wichtigen Absangebietcs ihrer erzeuFen _Waarcn beraubt wiirden.“

ndltch_ wurde auf Grund des Beschlusses, einen sächfischen Hand- rverkerbund_1ns Leben zu rufen, das bisherige Centralcomitéz in Dresden als xmstwetliger Vorstand desselben anerkannt, dieses mit der Aus- arbeitung der Statuten beauftragt und die Stadt Chemnitz zum Vorort des nachsten Handwerkertages gewählt.

_ Rom, 23. Juni. (W. T. B.) Von gestern Mittag bis heute Mittag find an der Cholera in Brindisi 18 Personen erkrankt und 7 PersoncZn gestorben, in San Vito 4 Personen erkrankt_ und 2 gcst_orben, in Oria _3 erkrankt und 1 gestorben, in Lattano 2 Perjonen erkrankt und in Venedig 3 erkrankt und 2 gestorben.

_ Das Deutsche Theater schließt [eine diesjährige Saison (zm Mittwoch, den 30. d. M.. mit „Romeo und Julia“, Es ist dlls zugleich die fünfzigste Aufführung, welckw das Stück erreicht.

Belle-Ylliance-Theater. Am Sonnabend findet das cr__ste_diesja[)rige Sommernacbtsfest statt. bei welchem der prachtt_g_e Sommer arten außer der brillanten Illumination aucb dUk bengalricbe Bele_u tung in feenbaftem Glan e strahlen wird._ Thegter bleibt die zugkräftige Gesangspoffe , as ParadieS“ mit dem komrscben Bilde „Im klassischen Dreieck“ auf dem Repertoire.

Redacteur: Ried el.

Verlag der Expedition (Scholz).

Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),

Berlin: Druck: W. Elsner-

Handwerk und .

E r ft e V e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„KFC? 146.

Berlin, Donnerstag, den 24. Juni

1856.

Inserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königlickje Expedition

des Deutschen Keirhs-Anxeigerx und königliih preußistheu Staats-Inzeigers: Berlin Isk, Wilhelm-Straße Nr. 32. ck

1. Steckbriefe und UntersuYings-Sacßen.

2. Zwangßvollstreckungen, ufgebote, Vor- ladungeu u. dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen :e.

4. Verlooiung, KraftsoSerklärung, Zinßzablung u.s.w. von öffentlichen Papieren.

Oeffentlicher Anzeiger.

5. Industrien: EtabliFements, Fabriken und Großhandex. 6. Berichiedene Bekanntmachungen. 7. Literarnche Anzeigen. 8. Tbeater-Anzei en. [ In der Börsen- (Fricbten.

ck

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen de! „Juvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenftein &. Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Sthlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen : Bureaux.

9. Familien-Na Beilage.

Steébriefe uud Untersuchungs- Sachen.

[14580] Ladung.

Der Drabibindcr Johann Sutara, im Jahre 1858 zu Trenschin in Ungarn geboren, dessen Aufenthalt unbekannt ist, welchem ziir Last gelegt wird, am 7, April 1886 in Bernstein ohne einen Gewerbe- schein gelöst zu baben,_den Handel init Blechwaaren von Haus zu Haus, ein der Steuer vom Gewerbe- betriebe im Umberzieben unterworfenes Gciverbe, bitriaben zu baben, Uebertretung gegen §§. 18 und 26 des Gesetzes von) 3. Juli 1876, wird auf An- ordnung des Königlichen Amtsgerichts bierselbst auf den 26. August 1886, Vormittags 0 Uhr, vor das KöniglicheScböffcngcricht hier, in Berlinchen, zur Hauptverbandluq geladen. Auch bei un- entschuldigtcm Ausblci en wird zur Hauptverband- [ung geschritien werden. _

Berlinchen, den 11. Juni 1886.

Wagner, Gerichtsscbreiber des Königlichen Amtsgerichts.

_Zwaugsvouftreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [16102] _

Nack) beute criaffcnem, seinem ganzen Jnßaite nach durch Anschlak; an die Gerichtstaiel bxkannt ge- machtem Prok am finden zur Zwangsberstctgxrung des der Kaufmannsfrau Gerstandt, Wilbclmme, geb. Plagemann, zu Grevesmühlen gcbörigsn Wyhngrund- stücks Nr. 674 daselbst mit Zubehör Tcrinme

]) zum Verkaufe nacb zuvorigrr endlicher Regu- lirung der Verkaufsbcdingungcn am Sonnabend, den 18. September 1886,

2) zum Ueberbot am

Sonnabend, den 16. Oktober 1886, jedesmal Vormittags 11 Uhr,_ im Zimmer Nr. 10 des hiesigen Amtsgerichts- gebäudes statt. _

Auslage dcr Verkaufsbcdmgxmgcn vo_m 3. Septem- ber 1886 an auf der Gerich1s1chrcibercr und bei dem Vertreter des Konkursverivalters, Herrn Rechts- anwalt Monick) bier, welcher Ka_ui[rcbbabcrn nach vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grund- stücks mit Zubehör gestatten wird.

Grevesmühlen, den 21. Juni 1886._ _ Großherzoglich Niccklcnburg-Sckpwcrm]ches Amisgcrtckyt.

Zur Beglaubigung: Dcr Gerichtöscbreibcr: A. Niebubr. [16103]

In Sachen, bctrCffctid dic Zwangsvcriiqtgcrung des dem Bäcker Georg Diißler bisher acböxtgcn Wohn- bauses Nr. 85.4. an der Gießojvchtraße zu Rehna, hat das Großherzogliche Atiiisgertck)t_zur ?_lbnalmne der Rechnung des chuesicrs, zur Erklaruni uber den Tbeilungsvlan sowie zur Vornahme der * ertbetlung Termin auf

Freitag, den 23. Juli 1886, Vormittags 11 Uhr, _ bestimmt. Der TbeilungSplan und die Rechnung des chucsters werdcn Vom 1, Juli d_. IH. an_ znr Einsicht der Vetbeiligten auf der (Hemckptöjcbrcibcrcr niedergelegt sein. _

Rehna, den 16. Juni 1886.

R e is en e_r, _

Gerichtsscbreibcr des Großherzogl. Amtsgerichts.

[ 16073] Aufgebot _ betreffend Ablösung von Berechtigungen auf Bauholz und Sägemühlen-Material resp.

Nutxholz. _ __ _ Die Königliche Regierung, Abtßeilurzéz fur _direkte Steuern, Domainen und Forsten, zu Hr desbcrm bat angezeigt, daß laut der zwischeii ihr und den Bx- sißern der unten genannten Reihesteklen _zu Barth in Ausführung des Geseßes vorn 13. Juni 1873 ab- geschloffenen Receffe die mit diesen Steilxn ve_rb1m- denen Berechtigungen auf Bauholz imd Sixgemublen- Material resp.Nu13[)olz an fisxahscHen Darzforsten [Jegen die nachstehenden Entschadigungen abgesicÜt UM:

]) Ackermann Wilhelm Henkel, Reihe- stelle7..........

2) Ackermann Hermann Dreymann, _ Reibesielle 2 . . . ._ . . ; . 4359 „46

3) Müller Andreas Wielig, Reibe- , steile73 . . . . . . . . „3620.44

_AUf Anita der genannten „Königlich Regierung Yat Konigliches mtögeriÖtHerzberg 1. euteem Aufge ot da[)m crlaffen, daß alle Diejenigen, Welche an den edachten Berechtigungen oder an den _Abfindungs- ummen Eigenibums-, lebnrecbtlicbe, fidet_comm1ffar1- skb?- Yand- oder andere din liche Rechte, insbesondere auch _ ervitutcn und Rea berechtigungen_ zu haben vermemen, oder alauben der Ablösung wxe auch der Auszahlung der Abfindungssumme widersprechen zu können, hierdurch aufgefordert werden, solche Rechte und Ansprüche in dem auf * den 12. Oktober er., 10 Uhr, _

im Amtögericbtslokale bierselbst _angeseßten Termine ansamelden und zu begründen, widrigenfails:

1) ihre Rechte und Ansprüche im Verhältniß zu Königlicher Regierung als erloschen angenom- men und sie damit auSgescbloffen werden,_

2) die Le itimation der genannten Bere tigten zur Ab ösung, zum Abschluß der Reza e_ und zum Empfang der Abfindungssummen ihnen gegenüber als erbracht angenommen wer-

den oll. _ Die in 81: Hypotheken- resp. Grundbücber em-

3918 „M

getragenen Gläubiger sind von der Anmeldungspflicbt

ausgenommen.

Herzberg a. H., den 10. Juni 1886. _ _

Gerichtsichreiberei 1. Königlichen Amtsgerichts. L. W. Brecke.

[10332] _ Auf das Colonnt Strangmeier Nr. 65 in Hiddesen ist am 11. Januar 1879 eine dem BankHause A. W. Dreyer Wittwe in Bielefeld zustehende Darlehns- forderung zu 13 500 (74 Hypotbckarisck) cingetragxn. welche durch Ceision auf den Landwirtb Heinrich Sültemcicr voxn Süliebof, cht in Stadenhauien, übergegangen ist. Die über das Darlehn ausgesteilte Schuldurkunde ist, wie glaubhaft gemacht, verloren geqangcn Und deshalb vom ersten Gläubiger deren Mortifikation und die Ausfertigung einer neuen Obligation beantragt. Dem Anfrage ist stattgsgeben und wird deshalb der unbekannte Inhaber _jcnei: Schuldurkunde angefordert, solche in dem zu diesem Zweck auf , Sonnabend, den 11. Dezember 1886, Vormittags 11 Uhr, _ beim unterzeichneten Gericht anberaumten Tcrmm vorzulegen und [einc Anjprücbc an dieselbe anzuniel- dcn und zu begründen unter dem Rechtsnachtbeile, daß dieselbe bei unterbliebencr Vorlegung für kraft- los erklärt Werden solle. Detmold, den 15. Mai 1886. Fürstliches Amtsgrrickst, Abts). 111. Eberhard.

[4783] _Anfgcbot.

Der Scbmiedemeiiicr Kari Fernow in Vorwerk hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen Demniincr Sparkassenbuchs Nr. 27158 Über 16 „ck 66 „1, auf den Namen seiner Mündel, der Ge- schwister Zierke, lautend, beantragt.

Es wird daher ein Jeder, der an dem verlorenen SparkaffenbUÖe irgend ein Anrecht _zu haben ver- meint, aufgefordert. sich bei dcm Gericht und Mac spätestens in dem Termin _ _ den 29. November 1886, Vor_mittags 10 Uhr, zu melden und sein Recht nabe: r_1achzuweisen, widrigens das Buch für kraftlos erklart 11111) an dessen StelLe ein neues auSgefertigt werden wrrd.

Demmin, 10. Avril 1886. _

Königliches Amtsgericht.

[4763] Aufgebot. _ _

Die Erbcn des waiiand Etgentbmnkrs Carl Meißner zu Radénsec haben das Aquebot eines protbekenschcins vom 23. Januar 1869 u er 50 Thlr.

,ourt., oder 150 „14 (Hundertimdfunfzig Mark), radi- cirt in dem za Radcnsce 8111) Nr, 313. belegetxc'n Hause, beantragt. Der Inbaber der Urkunde Wird aufgefordert, spätestens in dem auf _ den 28. Oktober 1886, Nachmittags 3 Uhr, vor dcm unterzcickmeten (Gerichte anberaumtetx Auf- gebotstermine seine Rechte anzuwelden und dt? Ur- kunde vorzulegen, widrigknfalls die KraftloSerklarung der Urkunde erfolgcn wird. _

Fürstenberg, den 15. April 1886.

Großherzogliches Amthertcbt. (gez.) Giebrkc. _ _ _

(11. 8.) Beglaubigt: C. Bollow, Gcrrcht§1chrexbeu [4735] Aufgebot. _ _ _

Das Sparkaffcnbuck; Nr. 3732 der bicstgen Krets- sparkasse, sicb verbaltend nach dem Abschluß vom 31. December 1885 über 805,59 «14 und ausgestellt auf den Schäfer Franz Ebcrbard Beumer zu Kirchsp. Borghorst, ist angeblikb vcrlorrn gegan en. _

Es ergeht an den Inhaber des Bu _es die Auf- forderung, dasselbe in dem qm Amtsgericht auf den 12. Juli c., Vormittags 11 Uhr, anstehenden Termine vorzulegen und [em Recht nach- zuweisen, widrigenfaUs das Buck) fur kraftlos er-

klärt wird. _

Burgsteinfurt, 4. April 1886._

Königliches Amtsgericht. Geißler.

[110331 Aufgebot.

Der Kuxscbein Nr.] über eine Kux des in tgusend nyx eingetbeilten Steinkoblcnbergwerks „König Ludwig zu Bruch in Westfalen, Kreises Recklmgbaufcn, aus- esiellt am 28. Januar 1876 auf_ den Namen eiurick) Stalbcrm zu Recklinghausen, 1st_ der Rechts- nachfolgerin desselben, der Wittwe Heinrich Stal- berm zu Recklinghausen, der letzten Besitzerin der Urkunde, abhanden gekommen. _ _ Auf Antrag vvr enannter Wittwe Stalberm wird der vorstehend er bezeichnete Kuxscbetn Hiermit aufgeboten und der Inhaber; desselben aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermme 29. November 1886, Vqrmittags 10 Uhr, seine Rechte bei dem unterzeichneten Ger1cht anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die KraftloSerklärung derselbe_n erfolgen wird. Recklinghansen, 30. April 1886. Königliches Amtßgertcbt. Beglaubi te Abschrift. Au gebot._ _ _ 1 Die Privatiere Anna Muller m Nurnberg, 2 die Schreinersfrau Y_abeiie Meier daselbst haben behauptet, da ihnen xe em Ansehensschein des Creditvereins Nürn erg, und zwar: der Ersteren Nr. 7649 auSgesieUt_ am 15.Mai 1883 über 900 „44 zu 39/9 verzinslich, auf den

[4737]

Inhaber lautend,

der Leyteren Nr. 7825 ausgestellt am 27. No- bamber 1883 über_200 «44 zu 30/0 verzinslich, zu Verlust gegaiigcn f?r. Auf Antrag der GM_annten wird das Aufgebots- verfahren über die bezeichneten Urkunden eröffnet und an die unbekannten Inhaber derselben die Aufforde- rung erlassen, spätestens in dem auf Samstag, den 30. Oktober 1886,

Vormittags 10 Uhr,

im Si ungeZzinzmer Nr. 11 anberaumicn Aufge ot-Ztermme ibre Rcckyte bei dem unterfertigten Gerichte anzixmebdcn und die Urkunden vorzulegen, widrigcxiiails dic Kraftloscrklärung der- selben erfolgcn Wiko.

?c. Nürnberg. 10. April 1886. Kg[. Amtssiericht, Abtb. 111. ([z. 8.)

Mayring. Zur Beglaubigung: Nürnberg, den 17. April 1886. Gcrichtsschrcibcrei dcs Kgl. Amngcri-xbts. Dcr geschäftslcitcnds Kgl. Sekretär: (11, 8.) Hacker.

[3829] _ Aufgebot. _

Es ist daI Aufgebot fokgendcr, angeblich bcrkorsn

gegangener Sparkaswnbüchcr der städtisch6n Spar-

kaffe zu BErlin beantragt worden:

3. Nr. 194 591 übsr noch 33,32 „16., laufend auf 13611 Namen der Wittwe Caroline Pohi, gab. StcÖcr, Möckernstraße 95,

von der verwitlwcte_n Sattler Caroline Pobl, geb. Stecher, Horniira e 14, vértrc'tc'n durch die Wittwe Marie POÜ, geb. Borchcrt;

1). Nr. 47 073 über noch 28,32 «44, laufend auf den Namen Richard Nicdcrgeiäß, Lanaestr. 106,

von dem Kutxchcr Ernst Nicdergesäß, Lange- straße 49;

0.1)Nr. 17911 über noch 146,31 „15., laufend auf

den Namen Anna Endcwaldt, Lindenstraßc100,

und

2)Nr. 17 917 über noch 60,44 914, lautend auf

den Nennen Rudoibb Endewaldt, Lindenstr.100, von dem FeldwebLl der Königlichen Schloß- garde-Compagnie Friedrich Schneider, Zoffcncr- straße 5211;

(1. Nr. 195 642 Über noch 65,46 «44, lautend auf dmr Namen des_ Eisenbahnschaffners Carl Schroers, Möckerniiraßc 72,

von dem DC. Schroers, Möckernstraße 71;

€. Nr. 231290 über 189,47 914, laufend auf den Namen des Schlächtergeicllen Wilhelm Strauß, Gerichtsstraße 16,_ _

von dem Flci1chcr Wilbelm Strauß zu Bischdorf b. Hayman i. Schl.;

1“. Nr. 228 853 über 1106) 115,27 „16., laufend auf den Namcn des Arbeiters Fritz Conrad, Wall- straße 37a, .

von dem Arbeiter Fritz Conrad, Teltoivcr- straße 46 117, bei Fechner. Die anaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 15. Dezember 1886, Vormittags 11T Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof Parterre, Saa132, anberaumten Auf- geboistcrmine ihre Rechte anzumelden_ und die Ur- kunden vorzulegen, widrigcnfakls dic Krastloserk'lärung der Urkunden erfolgen wird. Berlin, den 3. April 1886. * Königliches Amthericbt 1. Abtheilung 49.

[16068] Aufgebot. Seitens der nachstehenden Berechtigten:

1) des Arbeitömanns Wilhelm August Völzkc zu Schlawin,

2) des Arbeiters Hermann Jobann Peter Braun zu Berlin und der unverehelichten Mathilde Braun zu Keyin an der Havel,

3) des Büdners Gustav Vanselow zu Bitte,

4) des Maurergesellcn Hermann Albert Kühne- mann zu Rügenwalde,

5) der_ Ehefrau des Seefahrers Johann Hoff- meister, Charlotte, geb. Povel), zu Rugen-

WM. 6) des Seefahrers Christian Got!) zu, Alt- _ Steinort, ist der Antrag gesiellt Worden, die nacbstebsnd bezeich- neten Personen, namlich:

(zu 1) den Seefahrer Albert Friedrich Wilhelm Vßlzke, geb. den 19. September 1844, Sohn des Budnxrs Karl Friedrich Völzke und seiner Ehefrau Amalie Juliane Henriette, geb. Dreybrod, zu Schkawin,

(zu 2) den Böttcher Ernst Ferdinand Braun aus enwaldc, geb. am 25. Oktober 1831, Sobn des Tis lers Peter Braun und deffen Ehefrau Anna, geb. Bolten, zu Zillmiß,

(zu 3) den Seefahrer Friedrich WilHelm Variie- low, geb. den 2. November 1841, Sohn des Büdners und Seefahrers Martin FriedriZ Vanselow und de en Ehefrau Regine Charlotte anselow zu Bitte,

zu 4) den Matrosen Karl Friedri Kübnemann, g_eb. den 31. Januar 1850 und den atrosen Hein- ncb Wilhelm Kübnemann, geb. den 31. Januar 1850, Söhne des SteÜtnacbermeisters Karl Martin Kübnemann und seiner Ehefrau Anna Christine, geb. Wunder, zu Bußbagen,

(Ju 5 den Seefahrer Hermann Johann August Ho me [ter, geb. den 18. Mai 1842, Sohn des Schuhmacléermeisiers Karl Philipp offmeister und dessen E e rau Anna Charlotte Henriette, geb. Kra- mer, zu ügenwalde,

LC.

(zu 6) den Seefahrer Karl Albert Julius Goth, geboren den 11. Oktober 1846 und

den Seefahrer Franz Gustav Julius Goth, geb. den 23. Juni 1850, Söhne des Einliegers und Schneiders Micbael Martin Goth und [ciner Ehefrau Luise Maria, geb. BretaiUc, zu Steinort, __ _ dcrcn zeitiger Aufenthaltsort unbekannt tit, fur tokt zu erklären. Demgemäß werden die bezeichneten acht Personen, sowie dcrcn Erben und Erbnebmcr_bierdurch auf- gefordert, fick) spätestens in dem cms Donnerstag, den 21. April 1887, Vormittags 10 Uhr, in unserem Sißnngszimmxr Nr. 1 anberauxnten Tcrmine mündlich oder schriftlich bei uns zu melden, widrigcnfaÜs auf ferneren, in dem Termine zu stellen- den Antrag der VcreYtiZtcn das Urthcik anf Todes- crk[ärung dcr angebli erscboUcnen crgsben wird. Rügenwaldx, den 8. Juni 1886. Königliches Athcricbt.

[16072] AMW.

Zur Ermittelung dcs Lebens oder Todes:

]) dcs Lobgerbers Friedrich Heinrich Tbkodor Hsrmann Lange Von hier,

2) des Scilcrs Ludwig Friedrich Juiins Ri'in- bardt aus Großbockcdra,

3) des immcrmgnns Johann Friedricb Schröter aus Iiiedcrfronen,

4) des Friedrich Fischer aus Lindia, ,

5) der Christiane Henriette, gesch. Dorfman", Vcrch€[. Grübncr, gab. Striimpfcl, aas Dicnstädt

ist auf Antrag _ o.ä _1 des Amtsgerichtsaisistcnien WilbslmLangc

Hier, o.ä 2 des Amtsscbulzi'n [. und Gutsbesitzers Louis Lundcrstädt in Großbocksdra, 341 3 ch Zimmermanns Karl Schröter in Nicderkroffen, 36 4 des Landwirtbs Heinrich Friédrick) Moriß Riese in Lindig, 5 des Oekonomcn Christian Gottfried Franke in Dienstädt die Einleitung dcs Aufgebotsvcrfaßrcns brfcbloffen nnd Aufgebotstcrmin auf Donnerstag, den 30. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Herzoglichen Amtsgericbie anberaumt worden.

Es werden daher die oben sub 1-5 genannten Abwesenden, dercn Erben und aÜeDiejenigkn, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an das Vermögen der vorgenannten AbWesenden zu haben glauben, somit geladen resp. bedeutet, in dem ge- dachten Termine an hiesigrr LinithericbtssteUe ent- cher in Person oder durch ausreichend instruiric und legitimirtc Bevollmächtigte oder sonstige Ver- fretcr zu erscheinen, sich ihrer Person nach zu legiti- mircn, ibre Amprückyc anzumelden und glaubhaft zu machen, im Falle des Nichterscheincns aber zu ge- wärtigen, daß die obengenannten Abwesrndcn für Verscboücn und todt erklärt und die iibrigen In- teressenten ihres _Erbrecbts oder ihrer sonstigcn Air- sprüche und_der i_bnen etwa) zustehenden Rechtswobl- that der Wiedereinsetzung m den vorigen Stand für verlusiig erachtet, das_ Vermögen der aufgerufenen Abwcscndcn aber an die Berechtigten obne Kaution ausgeantworici, nach Befinden fiir erbloscs Gut erklart wird.

Kahla, am 21. Juni_1886.

Herzogk. sachs. AmtsgsriÖT. (gez. Bayerlein. 5 eglaubigt:

Kahla, den 21. Juni 1886.

Der Gerickitsscbreibcr des Herzoglichen Amtsgerichts. (11. 8.) G.-Aff. Dr. Ulrich.

[15383] AUIferti ung. Aufge ot. Todeserklärung des Gütlerssohnes Alois Kneißl von _Affing.

Auf Antrag der K. Auf]chlageinnebmersebefrau Anna Schiele in Röttingen und des Gütlcrs Josef Kneißl in Affing wird bie_rmit Auf ebot zum Zwecke der Todescrklärung des 1eit dem Feldzug 1866 ver- schollenen Güiierssobns Alois Knei [ von Affing 21:- lassen und Ansgcbotstermin auf

Donnerstag, den 9. Juni 1887, _ _Vormittags 9 Uhr, im dieSgerr tlichen Sihungsfaal anberaumt, hierbei ergeht die ufforderun :

1) an dort Pers ollencn, spätestens im Auf- aeboistermme persönlich oder [ riftlick) sich bei Gertcht anzumelden, widrigen alls er für" todt erklart würde,

2) an die Erbbetbeiligtcn, ihre Interessen im Aufgebotsderfabren wahrzunehmen,

3) an alle Diejenigen, welche über das Leben des Verscho_ilcnen Kunde geben können, Mitthei- lung brer_über bei Gericht zu machen.

Den WKöIylich; 8821 t cht A ck ck

mgtes msgeri i a . (l,. 8.) Hoffmann. _ Zur Beglaubißung: „JDer Gerichtsschreiber am K. .lmtsZericbte Aichach. (l.. 8.) Zwack, Kgl. Sekretar. .

[16101] Berichtigung.

Das_Ai_tfgebot der Schomstemfegermeisier Oscar Flemmmg schen Nachlaßgilaubiger und Vermächtnis;- nebmer. davrt nicbt, w e in der Bekanntma ung Nr. 139 edruckt ist, vom 7. Juni 1886, son vom 26. ai 1886

Breklum, den 18. Juni 1886. Königliches AUTUMN