1886 / 187 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 11 Aug 1886 18:00:01 GMT) scan diff

Grafen von Blankenburg und Reinstein (Rrgenstein), von denen die beiden bcsterbaltenen _abgebildet sind. Dieselben waren, dem Verfaffer zufolge, iämmtlich polycbrom bemalt. Einen weiteren Beitrag zu der Fragr- der Polvchromirung von Werken der Plastik bietet auch das große Doppel-Epitapbtum des _Grafen Em1t(1' 1581) und seiner Gcmab-in Barbara von Honstetn, ein sowohl hinsichtlich der Figuren, als aUes Wappen-, Gewand- und architektoniscben Schmucks prächtiges Kunstwerk aus Bl_anckenburaer Sandstein. Auch dieses ganze Monrment War mit vielsarbiger Be- malung versehen, Ebenso schön wie vor1ü91ich erhalten ist auch der Grabstein des 1578 verstorbenen Graf.?n Ulrich, Sohnes der vorigen, in reicher spanischer Tracht. Ein schönes Werk _der Renaiijance-Zeit ist die Kanzel der Kirche. Dieselbe rubt aur riner rnit Wein- ranken umwundcncn Säule und zeigt 4 Brüstungsfelder mit den Bildern der 4 Tugenden Fides, Caritas, _Svcs, Justitia. Der Verf. tritt mit Wärme für die chaltung dcr alteren Bautbeile und angemessene, ästhetische Wiederherstellung der Kirche ein. _ Am Ende des Hefts wird der Vereinsbcri-ht über die Zeit vom März 1885 bis Juli 1886 erstattet. Der Brricbt 1childcrt den Verlauf der vom 27. bis 29. Juli 1885 in Halber'iadt abgehaltenen 18. Haupt- versammlung des Harzrcreins mit Aukflug nach Kloster Michaelstcin und Blanckcnburg, wo man der vom Baumeister Brinckmann wieder entdeckten altcn Kultusstätte im sogc.1._Volkmars-Keller, sowie der Bartholomäuskircbe einen Besuch nbstaticte. Die 19. Haupt- versammlung sollte am 2. Juli d. J. in A1cherslcben stattfinden. _ Was im Allgemeinen die Entwickelum des Vereins betrifft, so bat fich, wie der Bericht sagt, sowobl die Mitgliederzabl als auch die Reg- samkeit in den rcrschiedcncnZwrigvercinkn auf gleicher Höhe erhalten, wenn auch hier und da besondere Umstände bindcrnd odrr fördernd wirken mochten. Als der in dcr jüngsten Zcit ibätigstc, rübrtgste Zweigwercin wird der Blanckcnburger bezeichnet. Außer den Versinsschrifien sind im verflossenen Jabre auch wieder Verschic- dcne andere Arboitcn zur Geschickyts- und QucUcnkundc das_Harzcs crickyicncn, welche die allgcm-xine Aufgabe in cr7rrulicbrr W611? ge- fördert haben und die,1umeistwiedcr zu der Vereinsarbeit in näherer oder entfernterer Bczicbung sieben. Dies gilt 5. B. von dem Buche des Vereins - 9.1kitglicdes, Söbulinspektors F. Giinlkycr in Klaustbal: „Dcr Hari in 656939115. Kultur: und La11dschafisbildcrn.“ Es ist darin in_ ähnlicher Grsialt wie in dem Sammelwerk „Thüringen und der Harz“ versucht, das Ganze der gesclxichtlichcn, natürlichen und gcjvcrblicbrn Landeskunde des Harz- gebiets einem größeren Krrisc von Echildricn, insbesonderc auch Lehrern, zu anregender Belehrung darznbictcn. Dic Arbeiten des Vrr- eins sind dabei fieißig bcnuHL. In, etwas anderer Weise suchten im Oktober v. I. die Mitglicder 111“. Rackwitz und Karl Meyer in Nordhausen durch rin dcm „Nordhäuser Courier" bcigegcbcncs Sonntagsblatt „Aus drr Heimat“ die Kunde der cngrrn Umgcbung in writcrrn Kreisen zu verbreiten und die Liébe zur .Hci'naib zu wecken und zunäbren. Fcrnrrwrrdcnkleinere Schriftchen 11er die Geschichte und Krrxstdcnktnälkr 9011 Wcrnigcrode und Harzburxx sowie eine kurze Griebiäxpte dcs Schiiyc11wc1cns in der Brockengraisclyaft von dem Berichtrrit0itrr, Karten WU Blanken- burq und Umgegend 17011 M. Clausirn und von Wernigerode- Hasicrode von Gier crwäbni. Bedeutendes ist wicdrr Seitens der Historiscbcn Kommission der Provinz Sachsen rbciks erschienen, tbcils im Druck. Die im Winter 1886 ausgegebenen Päpstlichen chcstcn Von [)1'. _ '. Schmidt gewähren ein auf ganz auxzerordentlicbr Weiie und_ mit besonderen Opfern gewonnenrs ur undlicbcs Material aucb 11'1r manche Orte des Harzgcbicts. Blos die Harzgcgend brtrifft das von 131. K*ri'rbnc bearbeitete Urkundepbucb Mansfeldiscber Klöster, dcffcn Druck sick) drm Abscköluß nä'prrt. Auch das im Iabre 1885 erschienene Urkundenbuch der Stadt Duderstadt, von Dr. J. Jäger, kommt für die südbarzisclye Quellenknnde in Be- tracbi. Für die Keyntniß dcr allgemeineren geschichtlichen Entwicke- lung der wrstbarzüchrn Gebiete ist von hervorragender Bedeutnng 131“. von Heinemann's „Geschichte der Lande Braunschnzeig und Han- nover“, deren zu Anfang dJ. 1886 erschienener zweiter Band die Zeit vom 13. bis gcgen Ende des sechzehnten Jahrhunderts brbandeli. _ Mit den chrologen der verstorbenen Mitglieder schlicßt dcr Bericbt. _Von „Engelborn's Allgemeinrr Romanbibliotbck“ (Stuttgart, Verlag von J Engelhorn), erschien webrn als 25. Band 11. Jahrgangs: „Eine Familiengescbichtc“, Roman in zwei Bänden von Hugbßonway(auto_rifirte Urberscßung aus dem Englischen von Natalie Rümelin), 1. Band. (Pr. 50 45.)

Land: und Forstwirtbschaft.

. Washington, 1021119116. (W.T.B.) Der von dem Land- w:rtbschaft1ichen Bureaufür1.Yug_usid.J. erstattete Berickzt konstatirt eine Besserung des Durchschmtts1tandes drs Frühjaßrs= weizens in Iowa, eincn kseinrn Rückgang desselben in Wisconsin und Nebrasca, einen sehr starken Rückgang desselbrn in Dakota. In einer großen Anzahl von Staaten steht troxz der großen .Hiße, welche in diesem Jahreberrscbte,ein ziemlich guter Ernteertrag zucrwarten. Der Durchsch11ittsstand der Weizenernte wird auf 801/10 gcgen 86 im vorigen Jahre, derjenige von Mais auf 81 gegen 95 gegenüber dem vorigen Monat geschäyt. Der Durchschnitisstand 11011 Frühjakyrs- roggen wird auf 88, derjenige vdn Herfer auf 87 angeschlagen. Der Stand der (_Herstc ist unvrrändert. Die Baumwoxle hat in mehreren Distrikten durch den_ Regen gelitten; der Durch1chnittsstand der Baumwolle ist 81; eine [tarke Reduktion der Baumwollernte wird für Nord- und Süd-Karolina konstatirt,

Gewerbe und Handel.

Hamburg, 10. August. (W. T. B.) Den Zuschlag auf vierzig Millionen Hamburger 30/0 atnortié'irbarer Rente hat die Kommerz: und Diskonw-Bank-Gruppc «Halten.

Wien. 10. Arxgust. (W. T B.) Die „Presse“ meldet: Die BetriebsgesellsÖaft der orientalischen Eisenbahnen, Welche ihren Sitz in Wien hat, suchie bei der österreichischen Regie- rung die Genehmigung zur Emission, von 23 Mill. Fl. nacb, welrhe der Pforte als Vorschuß für die 1.11 den nächsten 50 Jahren falltgrn Pachtbeträge der, türkischen Babncn gcwäbrx werden sollen.

' Rotxerd„am,10.August. (W. T. B.) Die heute von der N1edrrland1schen Handelsgesellsrbaft abgeHaltcne Kaffee- Auktton eröffnete fÜr Nr. 1 zu 29? bis 30, Nr, 2 zu 311, Nr. 5 zu 332 bis,34, Nr. 6 zu 32 bis 32-1, Nr. 8 zu 32? bis 33, Nr. 10 zu 302 bis 308“, Nr. 12 zu 321, Nr. 13 zu 302 bis 31, Nr. 14 zu 291. ("Stehe Börsen-Veilage.)

St. Pere'rsburg, 10.791991111. (W. T. B.) Dem „Gesetz- blatt“ "zufolge rst der Navviya-Produktions-Grsellschast Gebruder Nobel gestattet worden, eine dritte Cmisfion von Obligatwrren „tm Betrage von 21 Miüionen Rubel zu veranstalten. Diese_ Obligationen „sollxn fiel; von den früHrr aus,?[cgechen dadurch unter1cheiden, daß dre Zipsen uiid Kapital den anabrrn erst dann zu verabiolgen sind, wenn dre Yestßer der Obligationen der ersten beiden Emiffionen mit ihren Ansprachen befriedigt sind.

New - York 9. August. (W. T. B.) Weizen- Ver- f chiffungen der 1eßten Woche von deri atlantischen Häfen der Ver- einigten Stauten nach Großbritannien 140 000, do. nacb Frank- reich 42 000, do. nach anderen Hafen des Kontinents 70 000, do. von Kalifornien und Oregon nach Großbritannien 45 000, do. nach anderrn Häfen des Kontinents _ Orts.

Submissionen im Auslande.

Niederlande. 1) 17. August 1886. Nachmittags ]. Uhr, imRatbbguse im Haag, Lieferung von 35 406 kg gegossenen eifernen Hülssstückrn. Auskunft an Ort und SteUe. 2) 17. August 1886, Gemeindc-Gasfabrik zu Rottrrdam. Lieferung von 246 kx;- Kaut1chukringc11. Auskunft an Ort und Strke.

3) 25. August 1886, 1 Uhr Nachmittags. Minisierium der Kolonien, in einem Lokale der „UUUcbakZ )' coc Rut uu'r 413011111811.“ d'. J. soorburgyal d'r. 212 zu msicrdam.

Lieferung von:

Druckfarben.

Ei!en-, Zink- und Steinwaaren. Farb; und Manufaktur-Waaren. « üritm und Löffel_2c. Verpackungs-ngemtände.

Auskunft bei den Buchhändlcrn Gebr. van Cleef im Haag, Uofspni Rr. 2811.

Verkehrs - Anstalten.

Die deutschen Reichs-Postdampfer der ostasiatischen sowie der australischen Hauptlinie werden bis auf Weiteres sorlvohl auf derAusrci1e als auf der Rückreise auch in Southampton an egen.

Die Dampfcr der Mittelmeerlinie werden aus Anlaß der in den Verschiedenen Häfen bestehenden Quarantäne-Maßregeln bis auf Weiteres nur zwischen Brindisi und Port-Said yerkebrcn. Die Abfahrt von Brindisi nach Port-Said erfolgt auch ferner an jedem zweiten Donnerstaa, zunächst am 26, August.

Hamburg, 10.Au§ust. (W. T. B.)_Der Postdampfer .Gellert“ der Ham urg-Amerikaniychen Packetfabrt- Aktienaesellschaft ist, von New-York kommend, beute Abend auf der Elbe eingetroffen.

_ 11. August. (W.T.B.) Der Postdampfer .Saxonia“ der Hamburg-Amerikanischen Packetfabrt-Aktiengesell- scktmßft ist, von Westindien kommend, gestern auf drm Kanal ein- ge ro en.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

_ OesterreiÖ-Ungarn, Laut Verfügung der K. K. Seebchörde zu Triest find die See- provcnienzcn ans_Triest, dcm Jstrianer und Görzer Küstengebiete in Dalmatien cincr [iebentägigcn Brobackytungsreservc unterworfen.

Berlin, 11. August 1886.

Preußische Klassenlotte'rie. (Ohne Gewähr.)

Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 4. Klaffe 174. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen:

1 Gewinn von 30000 916. auf Nr. 3 313.

2 Gewinne von 15000 915 aui Nr. 45356. 48 400.

1 Gewinn von 6000 911“; auf Nr. 48574.

46 Gewinne von 3000 917: auf Nr. 6716. 9242, 13015. 14 124. ]5 847. 16 691. 19 802. 20 185. 22069. 23 806. 23 975. 24 292. 25 229. 29 151. 29 909. 30 034. 33 673. 36 401. 43 742. 44 876. 47 033. 48 065. 50 285. 52 090. 53 832. 55 789. 57 636. 61 152. 62 219. 63 603. 64 454. 64 621. 69 177. 69 932. 71 920, 72 085. 73 094. 78 116. Y ZZZ). 83 049. 83 358. 84 371. 85 878. 92 072. 92 683.

48 Gewinns von 1500 919 auf Nr. 369. 1694. 3535. 4545. 5553. 9667. 9973. 12550. 13 149. 13 414. 16 950. 17 253. 17 777. 17 811. 24 078. 26 702. 27 563. 30 229. 32 543. 33 067. 33 487. 33 551. 33 589. 35 248. 38 556. 41 032. 42 059. 42 575. 45 330. 53 011. 53 043. 54 619. 58 099. 58 698. 60 333. 62 607. 65 965. 66 907. 71 304. 73 614. 73 940. 74 442. 76 857. 7 121. 78291. 86 '743.

89413. 91694. von 550 «16 auf Nr. 2100. 2461. 4410.

59 Gewinne 4620. 5650. 6435. 8803. 9725. 17 402. 17 706. 20171. 30 660. 30 676.

20 439. 20 450. 24 088. 29 420. 30 197.

31 379. 31 835. 35 931. 37 336. 37 589. 39 217. 39 630. 40 020. 41064. 41 311. 41 882. 46 060. 48 770. 49 207. 49 634. 49 843. 51 201. 53 676. 57 502. 57 944. 60 398. 63 287. 66 342. 66 473. 66 997. 69 086. 69 632. 70 57 2. 72 693. 73 040. 74 060. 75 124. 76 061. 77 008. 78 842. 79 259. 79 720. 81 333. 81 861. 82020. 82 314.

In der großen Zahl der anläßlich des 'Zevorskebrnden hundertjährigen Todestages Friedrichs des Großen erschienenen Gedenkscbriten und Veröffentlichungen nehmen die im Verlage von Richard E stein Nachfolger (CarlHammer) bierselbst bon Theodor Vulpinus unterdemTitel „Fridericus Redrvivus“ herausgegebenen und ins Deutsche übertragenen „Oden und Epii'icln“ des großen Königs eine hervorragende Stelle ein. Sind doch gerade diese Gedichte vor Ailem dazu gecignet, uns einen Einblick in das (Gemütbs- leben ,und,den Charakxer des großen Königs zu gewähren und uns das Versiändmß und die richtige Würdigung ferner gewalti en Erscheinung zu erleichtern. In diesen Gedichten hat der Monarcl? AUes nieder- gelegt, was ihn bewegte: bier finden wir die Gedanken des Fürsten, des SLaatSmanns, des Philosophen, des Fre_undes des Vermandten, in roÜendetrr, Form wiedergegeben. Die mei|ien sind bei b21'onderen Anlässen gejchrieben, lassen uns also den Eindruck erkennen, welchen das 'in ihnen bebandelte Ereigniß auf den Königkichen Autorxmachte, und veranschaulichen uns in der vom Ueberseßer gebotenen Monolo- gischcr, Folge dan Entwickelungsgang_ des genialen ?rrrsch-zrs. Von 1) em Interesse ist es nameni1ich, die Vorwür e zu be- tra trn, welche von dem Köni91ichen Dichter für werth era tek Wurden, um sie zum Gegenstand einer dichterix'cben Be- bczndluzig zu machen; denn diese Gedichte find Denkmäler, von denen 1-vrr die Gesckxichtx eines rubmvoller. Königs able1en können. _ Die erste Ode, u11t„We[c,ber der Ueberse er die von ihm getroffene Auswghx bxgtnneri laßt, ist an den „Ru m“ gerichtet. Der zweiund- zwanzigjabrtge Prinz, welcher dieses Grdicht 1734 im Lager des Prinzen Eugen bet Phi1ippsb_ur schrieb, verherrlicht darin diejeni en Jiden, wxlchen es durch gro e baten und Werke vergönnt war, iFren amen mit unverganglichcn eitern dcr Weltgeschicht-Z einzuschreiben, und richtet zurn Schluß an den Genius des Ruhms die Bitte, auch ihn, den Fürsten eine 230511 zu führen, an deren Ziel ihn die Unsterblichkeit erwarte. Das nachste Gedicht (1737 in Rheénsbera entstandera)hande1t von der Güte Gottes und läßt uns den Dichter als einen tiefreligiösen Menschen erkennen, während das darauf folgende „an die Zeit“ u'nd ,ein 1749, an Maupertuis gerichtetes _von der Vergäng- lichkeit und Eitelkeit aÜes erischen handelt. In einem 1740 verfaßten Gedicht: „Die Scbmeicbelei“ drückt Friedrich seine Ver- achtung gegen alle Kriecher und Schmeichler aus, vor denen er die Fürsten warnt. Aus dem Jahre 1757, dem zweiten dcs siebcn- jahrrgen Krieges, stammt eine Ode an ..die Standhaftigkeit“, welcbe gn die horazi1che Ode_: „)ustum aa tsuaaem 1110110516 virum“ er- irznert. Drei Jabré 1Päter Verwabrt sich der König in einem gebar“ mschten Poem gegen die „Verleumdung“; den Anlaß dazu gab die im Januar desselben Jahres ohne Wissen und zum Verdruß des Königs heraus ekommene AuIaabe dcr ,061171'08 (111 171111080pr 119 811115501191". Dre , orlicbe des Monarchen für die franzöüsche Literatur giebt fick) rn zwei_Oden zu erkennen, in einer 1740 an den Dichter Greise) und'm einer apderen 1750 an Voltaire Zerichtetrn. Diese Schwarmerei des Kömgs für franzöfisches Geistesle en und sein kühles Verhalten gegenüber dem eben ecwachenden Deutscbtbum ist ibm vrel_fach verargt worden, und nycb jeßt ist die Ansicht vielfaik) ber- brcitet, als ob Friedrick) der Große ein Vcräcbter deurschsn Wesens JxWLfen fei. Gerade zur Widerlegung dieser Ansicht und zur Bekehrun eines Besseren sollte man die Gedichte des Königs lesen, Welche [1,1

mit seinem Vaterlande, mit dem Reich und mit der Bedeutung und Zukunft des brunchen Volkes beschäft' en: Welch eine glühende Liebe zu seinem angestammten Volk, welF ein edles Bewußtsein seiner großen Aufgabe, sein Königreich groß und siarkzu machen, damit esden deutschen Namen wieder 1u_Ebren bringe, Welch eine Trauer über die Zer- riffenbeit der „deutschen Stam_t_ne spricht sicb nicht_in diesen poetischen Er- güssen aus ! Sie enthalten gewinermasßen das politi] cheGlaubensbekenntniß des durch und durch deutschen Für ten, der seinen Staat gros; machen wollte, des Vorkämpfers und Vorbereitcrs einer großemgewaltiam Zeit, deren Errungenschaften wir, seine Erben, jeßt genießen. Man lese die von den edelsten Motiven getragene Ode_ an die Preußen (um 1750), wo er seinem Volke die Bahnen weist, die es zu wandeln babe, um wahrhaft groß und stark zu werden: man vrüfe die betr- lichen Gedanken in der an seinen Bruder Heinrich (1757) gerichteten Ode, in welcher er die Schicksale des deutschen Volkes beklagt und all seine Hoffnung auf das (Gelingen des großen Kampfes seßt, deffen Ziele er in begeisterten Worten darlegt, Nicht minder bedeutsam find die dem Prinzen Ferdinand von Braunschweig 1758 und dcm Erbprinzen von Braunschweig 1760 gewidmeten Gedichte, von ganz besonderer Bedrutyng aber die an die Deutschen (1760) gerichtete Apostrophe, worin der Schmerz über die Geschicke des deutschen Volkes in 71eg1schen Tönen ausklingt, und nie- mand wird, obne ergrtffcn zu werden, die Elegie auf den Tod des Prinzen Heinrich von Braunschwei lcscn. _ Nicht minder iniercnant als diese Gedich1c find die vistcln und satirischcn Dichtungen, von denen uns der Ueberseyer ebenfalls eine Aus- wahl bietet. In den an seine Mutter 1738 und an seine Schwester, die Markgräfin_von Baireutb, 1757 gerichteten Poesicn zeigt 113.) uns der Fürst als zart1icher.Sobn und Bruder; insbesondere spricht fich seine Liebe zu der Familie in der 1757 an seine Schwester in rrcbt trüber Stimmung geschriebenen Epistel aus, in welcher er in rühren- den Worten dem Schmerz über den am 28. Juni 1757 erfolgten Tod der Mutter AuSdruck giebt. Aus demselben Jahre stammt ein Poetischer Brief an die Prinzessin Amalie, Aebtissin der Abtei Qaed- linburg, Friedrich's Schwester, in welchem er die Gräuel dcs un- seligen Krieges beklagt., Düstere Niedergeschlaaenbeit verrätb eine Epistel an den Marqms Argens. Die feine Satire. welche dem Königlichen Dichter so reich1ich zu Gebote stand, findet in verschiedenen Svotigxdichten ihrcn_ Pla , so in der spöttischen Anrede an die „Königsfreffer“, die ranzoscn, und in dem Gedicht: „Vom Kriegsschauplatz“ u. a. 111. Als Humorist zeigt sicb Friedrich in drr launigen Beschreibung einer Reise nach Straßburg, 1740, d1c cr Voltaire widmete. sowie in der Apostropbe an Meister Rosl, den Oberkoch. Den Philosophen finden wir in dem 17er 8111“ 1'SR181261108 (10 01811: 1111118, nbi, quo, der aus den lthen Lebensjahren, 1783, „stammt. Die Form der Gedichte, welche 1111 Geschmack der damalFen Zeit gehalten sind, ist vollendet, ihre Sprache „ele ant. ' _ etreffs der Uebersetzung sei be- merkt, daß diese be eme mustergültige genannt werden kann. Nicht in der !klavischen Wiedergabe der Vokabeln, der Wen- dungen des Originals, _bat Vulpinus sein Verdienst gesucht, sondern mit feinem Verstandniß in der Wiedergabe des Sinnes in einer edlen dichterischen Sprache, obne freier dabei zu Verfahren, als ibm der Zwang des UcberseYns gestattete. Durch frine vortreffliche Umdicbtung in die deutsche prache_ bat er [ich ein Verdienst um d*-e Literatur erworben und dcm_ dcux1chcn Volk ein kostbares Geschenk gemacht, indenrcr ibm die d1chtcrlschcn Wrrke eines seiner edelsten Fürsten in meisterhafter Form zu eigen gab. Die Verlagsanstalt hat für sine würdige Ausstattung Sorge getragen; der Preis des un- gebundenen Buches, welches den „französischen Originaltext neben der deutschen Ueberseßung bringt, betrcÉxth „kö Daßelbe ist Stk König- lichen Hoheit dem Prinzen rlhelm gewidmet.

Der Srolzc'schc Stcnograpben - Verein bält seine Hauptversammlung morgen, Donnerstag, Abends 8 Uhr, im großen S0ale des Restaurants Reimann, Unter den Linden 13]. Auf dcr Tagesordnung stebcn ein Vortrag des Hrn. Adolf Man 81 über die Ergebnisse des Kölner Stenographxn-Kongresses und ercins- angelegenheiten.

, Wien, 10. August. (W.T.'B.) Von gestern Mittag bis heute Mittag find an der Cholera in Triest 8 Personen erkrankt und 2 gestorben, in Fiume 2 Personen erkrankt und keine gestorben.

Die sjaroria regis. des Botanischen Gariens wird um die Mikis näcbster Worhr; ihre erste diesjährige Blütbe Entfalten. Das Haus, das die Köm 111 der _Blumen birgt, wird bereits für den zu erwartenden zahlrci en Beiuck) mit BlattPUanzen und Blumen ge- schmückt; airch der Umgebung des Hauses wird besondere Pflege gewidmet; 11) sind die Vasrn auf den Balustraden der zum Haus füHrenden Brücke mit wohlrtechenden Blumen gefüklt, die einen ent- zückenden Duft Verbreiten. Die 17 neuen Bas ins für Wasserpflanzen sind nunmehr auch mit Nympbäen, Elodccn, [ldrovandem Glycerern u. dyrgl. bevölkert wordrn. _ Einen besonderen Anziehungspunkt für die _Besucbcr des Gartens bildet jexzt die KÜrbis-Allee, die, südöstlich „vom Botanischen Museum bclcqrn, die Gruppen der ein- und zweijährigen Pflanxen freun). Die Hochgezogenen Kürbisse, die die verschiedensten Varietäten reprasentiren, smd reich mit Früchten beseßt, wrlche der Allee rinen ganz emenartigen Anbkick grben. _ Die nachgeograpbischen Gebieten Jeordncten Pflanzengruern [md neuer- dings auf fieben vermehrt. Es smd nunmehr vertrcten: Australien, Kapland, das Mittelmeergebiet (durcb zivei Gruppen), Ost- und Mittrx-Ltlsren und Amerika; letztere Grupxe wird augenblicklich noch arrangrr .

, Jm Kroll'scben Theater stellte sich gestern Abend wieder em neuer Gast: Frau von Maleczky, vom Königltchen Hoftheater in Budapest, vor und erwarb sich als „Violetta“ schneÜ die (Gunst des vol]. besetzten Hayses. Man kann der Künstlerin reiche Anlagen und sehr schöne Mixtcl nicbt abspr'scbrn. Das Publikum bereitete ihr denn auch _bex threm Debut „eme sebr Warme Aufnahme, welche um der kraftrgen upd pollklmgendcn Stimme willen und als An- erkennung der fch9usptelertschen Leistung wobl berechtigt war. Diese Vorzüge erlitten jedoch eine Beeinträchtigung durch die Schärfe, welche dem Organ besonders dann anbaftet. wenn die volle Kraft entwickelt wcrden soll; alsdanrx ent mllt der Ton nicht leicht und ungezwungen der Brust, sondern sche1nt 1ch "derselben oft erst mühsam zu entringen. Eine freiere Tongebizng wurde den Wobllaut des etwas dunkel tönenden Organs ex1tsch1eden erhöhen und abrunden. Das Anfangs lebhafte Tremow [teß mi Lartfe des Abends nach und War wohl zum großen Theil „„der natürlrchcn Erro ung bei dem ersten Auftrei'en zu- zuschreiben. „Jm Uebrigen ent edigte sich die Dame korrekt ihrer Auf- gabe und [Miete auch in der Koloraiur durchaus Anerkenncr1swerthes. _ Einen erfreulichen Erfolg erzielte Hr. Fricke als „George Germont“ ; das schön?. Ltrd im zweiten Akt trug er mit waHrcr Empfindun vor und erwarb sich reichen Beifall. Auch im Uebrigen War das Pub ikum gut gestimmt und rief nach allen Aktschlüffen die DarsteUer und be* sonders Fr. von Maleczky vor die Gardine. _ Eine interessant. neue Erscheinung tritt dcm Publikum am nächsten Montag in Fr. Sophie Bajuin entgegen. Die Sängerin gehört der italienischen Oper an, Hat aber neuerdings für Berlin einige Partien deutsch gelernt und wird zunächst“ alsReckxa in der „Füdtn“ auftreten. _Fr. von Maleczky singt am Freitag zum zweiten Male, und zwar die Gilda in „Rigo- letto“, rend 1)r. Busch in der Titelrolle auftritt.

Redacteur: I. V.: Siemenroth.

Verlag der Expedition (S ck) olz). Druck: W. Els ner. Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Berlin:

É187.

. Erste Beilage, . zum Drutychrn Reichs-Anzrigrr und Königlich Preußischer: Staats-Anzeigrr.

Berlin, Mittwoch, den 11.2111gust

128.6:

Deutsches Reich. Uebersicht

der in den deutschen Münzstättcn bis Ende Juli 1886 siattgebabtcn Auöprägungcn von Reichsmünzen.

Silbermünzen

1) Im Monat Juli

1886 sind LCPrägt Wordcn in: DMKN

kroncn «M

G o [ d m ü n z e n ' Hiervon ani

“Halbe Privatrech- Krdnen nung

Kronen Fünf-

Zwei- Ein- markstückc markstißcke (.,-Q ;,6 Q“ “ck “M

Nickelmünzer.

Kupfermünzen

847117318-

" * *nm -

marksiucke Usttsjckcg „zz. 11.

1119“ ......

.,„_2 _ Zwanzig- Zch-

gitucke pfcmngxiucke p[cnmgjtmkc p[cnnigstücke

Berlin . München . . . . . . . Dresden . . . . . . . . . _

4 909 9001 144 980

_ 4909000

c-W- ? FF „15

107 000

i-ix «76- ,H („-5. ; “Z 446. : 4!

24 97699 5 462196

_ _. ,_ -_ -- o_- 1

Summe 1. . . 2) Vorher waren geprägt*)

. 4999999 _ _ _ _ : _ _ _ _ -_ . 1 461631 220 455 745 899127 969 925 624 761 999 71 653 095 192 515 678 174 386 989 L 486 552- 35 717 92280 23 592 530 70 11 657 813 75

144 980 4 909 000

107 000

39 439295

6 213 20744 :). 536 491171

ZZ Gxsammt-Yusprägnng 4 HierVon Wrcdcr eingezogen .

587 020 8 200 5 0901

5 954

. 1 466 539 629) 455 899 280 27 969 925 629 979 999 71 653 995 192 515 675 174 493 989 71 489 552 _ 8557 922 81") 23 502 530 79 11 657 813 75

4 806 2184!- 8 009 96280

3566 931561"; 1313

6 213 297,44 21,4»

15390

398 691

5) Bleiben .

. 1465 778 2014455 393 26 27 961 725

3 566 91855

1949 043 1755 96

*) Vergl. den „Reicbs-Anzcigcr' vom 12. Juli 1886 Nr. 161.

Berlin, den 10. August 1886,

71 648 905 192 509 724 174 489189 71484 368- 27716 990 7 23 502 13240] 11657659 8“ 6 213 18596 95159 792,25 „77. 51

447 848 240 «19

Hauptbuchkwltcrci dcs RricbZ-ScbaßamtéZ. B i e | e: r.

R Inserate für den Deutscßsen Reickyß- und 375111ng Preuß. Staats-aneiger und das Central-Handels- register nimmt 0.11: die Königliche Expedition de; Deutsehen Keirhx-Ruxeigets nnd Königlirh

preußisaxen Staats-Inzeigetz: Berlin, 877. Wilhelm-Straße Nr. 32.

779 9

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

2. Zwangsvsllstreckungen. Auégebote, Vor- ladungen u. dergl.

3. Verkäufe, VLLPQÖTUUJM, Verdinaungm 27.

4. Versoosung, Kraftloscrklärung, Zinszahlung

u. [.w. von öffent1ichen Papieren.

595

9 750 104,49 «161

5. IndustrieÜe Etablissements, Fabriken und Erdßbandrl. & . Ver1chiedene Vekanntma-Öungen. . LikeranÖe Anzeigen. . Theatec-Anzci en. ck In der Börsen- . Familien-IiackßiriÖÉen. Vrilage.

_ „.!!! -___. ] Z" _ _"? 7" ",'","Z," ]“ 5.77 "*,"; _ A9 41 er :“ :“ g * Inserate nehmen an: die Annoncen-Erpeditionen dei

„Invalidendank“, Rudolf Mosse, Hgafenfieiu

Vogler, G. L. Daube & Co., *. Schlotte,

Büttner & Winter, „owie alle übrigen größeren

Annoncen = Vureanx. B

__„ * ___ „__..__1-_„ _-_____

Zwangsvollstreékungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

[24001] ZWangsverstetgcrung.

Jm Wege der Zwchmgsvollstreckung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 85 Nr. 4392 auf den Namen der Acticngcsrllfcbafi für Crwrrb und Verwaxtring von Immobilien zu_ Berlin ein- getragene, 111 der Danzigcrstraßc hicr1clbst belcgcnc Grundstück am 13. Oktober 1886, Vormittags 11 Uhr, vor dem 1xnterzcichnetrn Gericht, Neue Friedrich- straße 13, Hof part., Zimmer 40, bcrstcigcrt werdcn.

("Oas Grundstück hat nach dr_m Grundbuck1c_rinc Flache 991166 8- 619111 und itt zur Grundsteuer nicbt veranlagt. Der Betrag, welcher in dem Ver- fabren an die Steils des Grundsteucr-Rcinertragcs Fretcn soÜ, wird auf 26,76 ck“ festgestkllt. Auszug aus der Stcuerrolke, bc [aubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige lbschä13ungen und andere das Grundstück betreffende Narbweisungen, sowie be- sondrre Kaufbcdmgnngen können in dcr Gerichts- sck_)171*111€rei, Neue Friedrichstr. 13, Hof partcrrc, Zwirner 41, eingesehen wrrden.

_Wle Realberecl)tigtcn werdcn anfgefdrdsrt, die mehr von selbst an den Ersteher übergehenden 2111- s rrichc, deren Vor andenscin odrr Betrag aus dem

rundbnche zur Zeit der Eintragnng dcs Versteige- rungsVernerks nicht hervorgin , iusbcsdndch derartige Lordcrungrn bon Kapital, Zinscn, wiedcrkebrcndrn

ebungcn oder Koster), spätestens im Vcrsteigcrrmgs- termin vor der Anfsorderung zur Abgabe von (He- bdicn az1z1111181drn1111d, 01113 der brireibendr Gläu- brger widerspricht, dem «richte glaubbaft zu 11111 cn, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des gering ten Gebots nicht berücksichtigt werdrn und bechrtbcilung des Kanfgeldcs gegen die berücksichtigten Ansprüche nn Range zurücktreten.

Diejenigen, welche das Eigentbum des Grundstückes beanspruchen, Werden aufgefordert, bor Schluß des Versteigerungstcrmins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezng auf den Anspruch an die Schr des Grundstücks tritr.

Das Urtbe1l über die Ertbeilung des Zuschlags wird am 15. Oktober 1886 , Vormittags 12 dUhr, an obenbezeirhnktcr Gerichtsstelle verkündet “Wer en.

Berlin, „den 24. Juli 1886.

König11ches Amtsgericht ]. Abtbeilung 52.

[24441]

In Sarben, betreffend die Zwangsvarsteigerung des dem Maurermeister Ruwvldt zu Wismar bisher zugeschriebenen, 8111) Nr. 525 in dcr Lübschenstraße daßelbst belegenen Hauses ist zur Abnahme der Rcchnung des Sequcsters, znr Erklärung über dcn

'Thmlungsplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung

ein Termin auf Dienstag, den 31. August 1886, Vormitta s 10 Uhr, im AngericWSgebäude, immer Nr. 8, anberaumt, zu welchem die bctheiligten Gläubiger und der Schuldner geladen werden. '

Der Theilungsplan und dre Rechnung des Se- csxuesters mit den Belägen smd aus der (Gerichts- cbreiberei zur Einsicht der Betheiligten niedergelegt.

Wi8mar, den 5. August 1886.

Großberzoglickyes Amtsgericht. Zur Beglaubigung: Dannehl, Act.-Gch., *GericbtssÖreiber.

[1168] Aufgebot.

Der Kaufmann Sigmund (H'utman bon Ichen- hZusen, auf dessen AnWesen Hs.-Nr. 891). dortselbst 11:1? Rafael Rieser, abwesend von Ichenhausen, ein Wohnun s1*echt unterm 29. Nowember 1848 im Hypvtbe enbucbe für Ichenhausen Band 1. Seite 714 eingetragen wurde, hat den Antrag auf Einleitung des Auf ebotsvcrfahrens zum Zwecke der Löschung im Hypotbe cnbuche' gestellt, da die Nachforschungen nacb dezn Inhaber dieses Wohnungsrechtcs fruchtlos ge- bltxben und vom Tage der le ten auf daselbe s1ch beziehrnden Handlung dreißig ahre verstriciyen smd.

' “F***“

- ***-**», .“X-"Iz-e'kn;“?xxx'va-Bß“*** *

Gemäß §. 823 ff._ E. P. O. und des 5. 82 Hyp.-Gcs. ncucrcr Fatmng wird das Aufgcbotsrcr- fahren cröffnci, Arifgebdtstcrmin (1117

Freitag, den 22, Oktober [. J., Vormittags 9 Uhr,

dabicr anbcrcimnt rmd drr Juliabrr dcs Wobnungs- rrchtcs aufgefordert, scin Recht innerhalb scch5 Monaten bei dem uxiirrzeichnctcrr GrricRe 1111511- mesden odcr spätcskcms im Anfgcbotstcrmine zu waßrrn, widrigcnfakls das WolmnngsrcrHt durrb Ausschlußurtbcil für crsoschcn erlärt und im „Hypo- thekrnbucbe: gelöscht wiirdx.

Günzburg, 24. 51117113 1886.

Königlirlkcs Wutsgcricbi. (][-. Z) gez. Leick'. Zur Beglaubigung:

Giin burg, den 2, April 1886. _

Geric isschrcibcrci dcs Königlirbcn AmtIgcricMI.

(17, 8.) Pargent, K*. Sekretär.

[56044] ngcbot.

Dic angrbkiä; Verloren ,egangrnrn Sparkassrn- biickyer dcr städfisckyen Sparkacisc bicrsisbst: &. Nr. 30,412 über 99,65 „66, r*.rtsgrfcrtigl fiir Robert Öccring in Tcckzwirz, 1). Nr. 24,715 über 249,36 419, mxsgcfcrtigr [iir Emma 3111118 in Zcilz, 9. Nr. 42,569 übcr 205,48 916, ausgefertigt für Walther Purruckcr 111 Zeitz, sollen auf dcn Antrag der Verlierer, 11.111169):

zn a. des Schubmarhcrs RobertOZrcring hier, wer-

trctcn durch den Justizra'tk) Yorcnz,

zu 1). der unbrrcbelichten (51111110 Kalle birr,

zu 0. des minderjährigen Walther Pnrruckcr, ver-

treten durch seinen Vormund, dcn Rentier Friedrich Melzer hier, behufs Meriausfertigung aufaeboicn Werden.

Die Inhaber der genanntenSparkafscnbüch werdcn aufgrfordert, spätestens i111 Aufgcbdtstcrminc: den10. November1886, Vormittags 11 Uhr, bci dem unterzeicbneter: Grrichte, Zimmer Nr. 5, ihre Rechte anzumelden und die Büch€r Vorzulegcn, widrigenfakls die Krafrloscrklärnng der letzteren cr- folgen wird.

Zeitz, de:: 3. Februar 1886.

Königliches Amtsgericht.

[14637] Aufgebot. _ _

Das Sparkassenbncl) des Krci1es Marienwsrder Nr. 3742 über 846,29 «719, aus*gefertigt für Adolf Golubski aus Groß Weide, ist angeblich verlsren gegangen und soll auf den Antrag des bisherigen Inhabers, Hirten Adolf Golubski, cht zu Groß Bandtken, zum Zwecke dsr Neuausfertigung amsrti- sirt werden. '-

Es wird daher der ctwaigc Inhaber des gcnannirn Sparkaffmibuchs aufgefordert, spätestens im Aufge- botsterrnin, . den 29. Dezember 1886, 12 Uhr Mittags, bei dem unterzeichneten Gericlyt im Verhandlungs- zimmer Nr. 9 [cine Rechte anzumelden und dJs Buch vorzulegen, widrtgcnfalls dessen Kraftloscrkla- rung erfolgen Wiki).

Maricniuerdcr, den 8. Juni 1886.

Königliches Amtsgericht.

[19675] Aufgebot.

Auf Antrag des Gutsbesitzers O. Viersck auf Schorrentin und des Pastors C. Dankert da[elbst wird der Inhaber des im Jahre 1880 crtbeilten Talons zu der Obligation dirt. 11. Nr. 583 8, 300 Thaler Court. der Großherzoglichen Reluxtwnskaffe zu SchWerin i. M. aufgefordert, [eine Rechte an der eda ten Urkunde bei Vorlcgung derselben ?päteten's in dem am 7. Dezember 1886, Mittags 12 Uhr, Zimmer Nr. 7, vor dem unterzeich- neten Gericht anstehenden Termine unter dem Nac!)- theil anzumelden da[; die bezeicbncte Urkunde fur kraftlos wird erklärt werden.

Schwerin, den 7. Juli 1886. .

GroßbrrzoZlZiMs Amtsgericht. Zur * eglaubigung:

(11. 8.) Fr. Heitmann, Gerichtsschreiber.

[24494]

Aufgebot.

Das Königliche Katnnirrgrrickpt hier bat das Auf- grbrt drr Atntskmüidn des rom ]. Janriar 1882 bis zum 1. 2111111111 1883 beim Kö]11(]11ch§119111115- gericht 1. bicr angestellt gcwcsrnrn Gerichts1111llz;c[)rrs, jrlzigcn 11711119161th Gcrichtsdirncrs 2111011680165 Valrniin Schulz 311111 252511710 11011 600.15. bcantragt. Diejenigrn, 111611111? aus dcr Arntsfiierng des P. Schrilz Ansprüche an diesc Kaution lxabrn, wcrdcsi aufgefordert, sväicsirns in dcm auf den 12. November 1886, Vormittags 11111ljr, 1401" dem 1111tcr3€ich11ct€11(991111912, Nene Frwdrickxstr. 13, Hof Part, Zimmer 32, mibcraumtcn 5111111913016- tcrminc ihre Rechte anxnmcldcn und die Über ibrc Ansprüche spreÖrndrnUrkMden 9015111713711, widrigen- fc1ll§ sie mit ibren Ansprüchsn anf die Kantidn Werden ausgcschloffcn wcrdcn.

Bcriiu, dsn 3. August 1886.

Das Königlich Amtsgericht 1. Abtheilung 49. [24435] Aufgebot.

Auf den Antrag des lewesrnbcits-Vormundrs, SthcnbrsiHcr Christian Srbindlcr cms Rudokfs- waldan, Wird die 0111 6. Dczsmbcr 1820 geborene Veronika Thorcs'm Franziska [“S-(holz, geb. Sindor- 11101111, welcbe im Friibjabr 1861 11131121111d01191911'1da11 110111 Amerika (1112901111051 ist, obne da[; sie seit jener Zcit etwas 11911 fick) hat 55an lassen, 11111112- fordrrt, fick) spätestcns iw; Aufgebotsicrminc, den 8. Juli 1887, Vormittags 10 Uhr, bei dem 11ntcrzcich11€tc11 *Gcrick-t (Trrminszimmer 1) zu 11191- den, widrigcnfails ihre Todescrkiärnna 817019611 wird.

Niederwüstegiersdorf, den 6. 2111131111 1886. Königliches Amtsgericbt.

[24604] Aufgebot.

Bcbufs Anordnung der Herausgabe dcr von dem Gcrichtsv0115icher Jegodzirnski b-ZstrÜLcn Amtskaution von 600 915 werden auf Antrag des Königlichen Oberlandcsgcrichts zu Königsberg die unbekannten Gläubiger aufgrforderi, ihre AnÜxrücbe 11ndRcchte spätestens indem auf

den 5. November 1886, Vorm. 10.3 Uhr, Vor dem unterzeichneten Gerichts, Terminszimmcr Nr. 13, anberar1mte11Trr1ni11e anzunmlden, widrigen- faUs dieselben rnit ihren Anjpriichcn würden Nisse- sclyldffcn und 'die Kaution wiirdczurückgrgebenwcrden. Allenstein, den 4. Angnst 1886. "Königliches Amtsgericht. DW 70141, 001119. Altenstein, den 7. August 1886. (12. 8.) Wermkrr, als GerichtsscHreiber.

[24520] Aufgebot.

Auf Antrag des hiesigen Rechtsanwmts 111“. Kaik- mann als 8Fflcgcrs der Elimbetha Hr'rc1, geb. Gümtber, Exfrau des Schuhmachers x-Hsbsl aus .Kaffel, wird genannte Hebel, geb. Günther, wclchc um das Jahr 1837 herum 1109 Amerika ausgewan- dert sein soll_ und seitdem deri *oÜcnist, biernnt auf- fordert, sick) [vätestens in drm aanreitag, 25.Fe- bruar 1887, Vormittags 10 Uhr, anberamntcn Termine bei untcrzeichnetem Gerrrbt anzumelden ziim Bebuf der Empfangnabme des tbr aus dem Nach- laffe des dabier am 6. September 1885 gestr-rbenen écinrick) Günther anerfalkenen' und, von genanntem 31[leger seither verwalteten erbthctks, bei Vermri- dung, das; ansonsten dicser Erbheil als den übrigen Erben anerwacbch erachtet Werden soll.

Frankfurt a. M., de_n 5. August 1886.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung U., 2.

[244361 Auf xbot hehufs TodeöerklärunÉ.

Der S iffsxapitair Robert Heinrich briftian “Fischer 901) hier, Sohn des weil.Stabsborniste11 §0501111 Friedrich F11cher und der Christine Marre Fijcber, Yb. chert, 'zu Greifswald, geboren daselbst am 28. 5 ovcmbcr 1835, ist seit dem 23. Dezember 1873, als derselbe als Führer des Schiffes „„Imie

dcffc1bcn, drs. Pnstor_Fischcr in Lcdsnbagen wird darsclbc a11fgrsordcrt, 1171) spätestens in dcm

am 1. September 1887, Mittags 12 Uhr, in 1111187791 (9515819159 anstehenden Termin zu mcldcn, widrigcnfakls drrsclbc an_wcitcrcn Antrag des Aniragstcllrrs fiir iddt wird erklärt Wkrdrn.

Greifötvald, 8. August 1886.

Königlichcs Amtsgericht.

[24603] Aufgebot.

21111 den Antrag dcs Kaufmanns 211bcrt_Hirschfe1d i11 Ostrrodc wird_dch11babcr dcs angeblich verlorm «cg_angencn Wcjtprcuszisckxcn Pfandbriefs Nr. 11 331101127011 iiber 75 Thlr. : 225 .,.“!- aufgefordert, [eine 91671918 auf den Pfandbrief spätestens im Auf- grbristcrminc den

2. April 1887, Vormittags 11 Uhr, bei dem untcrzeickmcicn Gerichte a_115ume[dcn und den Pfandbrief vdrzulrgcn, widrigenfalls dic Krafilos- erklärung drs [41315911 erfolgen wird.

Graubenz,_ drn 4. August 1886.

Königliches Amtsgericht.

Im Namen des Königs! Vgrkündrt am 7. Augnst 1886.

3710111“ , Gerirbtsschreiber.

Ju drr Wicczorek'sÖrn Ausgrbotssackxe 11". 11-86 crkennt das Königliche Amtsgerich zu Wongrowitz durch den 2111112richtcr Baumm

für Recht:

1. Die Rcch1s110chfolgcr dcr Hypotbekcngläubi- gcrin 21mm Christine Dahlke, drs _ ypotbekqngläu- bigcrs Johann Schmidt und drncn KechiJnacbfr-[gcr rvrxdcn mit ihren Ansprüchen auf die PypoiHcken- posten 11011 '

91. 181 Tblr. 9 Sgr. gleich 543,90 919 mit 5% Zinsen bei erreichter ©roßjäk1rigkrit zablbares ntüxter- lichs Erbtbcil eingetragen für die Anna C5ri1tine Dahlke in Abtk). 111. Nr. 1 des (Grundbuchs des dem Eigentbiimer Lorenz Wieczorek gchörigen Grmxd- stücks Kopaczyn Nr. 2 0117 Grund des Erbrszcffes vom 6. Juli 1842 zufolge Verfügung von' 22. o- vrmbar 1842, _

1). 40,41 916, zahlbar bei erreichter Großiahrigkeit, eingetragen für den Johann Schmidt in Abtb. 111. Nr. 4 dcffclben Grundstücks aus dem notariellen Ucbcrlaffungsvertrage_99111 31. Oktober 1845 am 17. April 1852 ausgcjckgloffen.

11. Die Kosten des Aufgebotévrrfahrens Werden dcm Eigenihümcr Lorenz Wieczorek auscrlcgt. Baumm.

[24438]

Im Namen des Königs! Verkündkt am 7. August 1886.

K l a u s_e , Gerichtsschreibcr.

In der Zamiqr'xchen Aufgebotssache R. 9/86 er- kennt das Königliclye Amtsgericht zu Wougrowiß durch den AmtSrichter Bauamt

,für Recht: -

1. die Rechtsnachfolger des Verstorbenen Hypo- thekengläubigers Abraham Abralxamsobn wcrden mit ihren Ansprüchen auf die Hypotbeécnpost 907.1. 34 Thlr. 12 Sgr. gleieh 103,20 „17: neb1r 69/9- Zinsen sers 1. 11. 86 eingetragen für den Gastwirt!) Abraham Abrahamsobn in Erin in Abtl). 111. Nr. 42 des Grundbuchs des dem Eigenthümer COUstantm Januar gehörigen Grundstücks Junccwo Nr. 22 0921 dem Wechsel vom 13. Mai 1856 und deux rechtsquxitger. Erkenntniß vom 29. August 1856 auf 977111111111! 11 des Prozeßrickücrs "vom 1. Dezemöer 1896 117141119, Verfügung vom 6. Dezembrr 1856 ausgexcvlo Lk.,

11. Die Kosten des Auxgeboxsvxrfabrens wksrden dem Cigrntbümer Constantin Zramrar auferleg*._ 237111111111.

[24437]

Im Namen des Königs! Verkündet am 7._August 1886.

K l a u s c , Gerichtsschreiber,

In der Dcrezynöki'schcn und Bleek 11511311 Aufgebots. sache 14". 12 und 13/86 crkcnnt das Kvmglrcbe Umts- ertcht zu Wongrowiiz durch den Amtsrichter

[24439]

Moses" eine Fahrt von England nach Bretnkxoaven angetreten, verschollen. Auf Antrag des Bruders

aumm _ fit.,r NW: . 1 1. der Hypothekcnglaubiger Jacob Iarzynskr und

„ck .