-*„-*,“-__-»4--«- --„ „„. ._- -
YUbeamten des Vereinigten Königreichs bekannt zu. machenden uster angeschafft werden, und daß die Munizipal: oder sonstigen Behörden der verschiedenen Städte Preußens damit alle Bücher stempeln sollen, welche zur Atzsfuhr na dem Vereinigten Königreich bestimmt sind. Nur diejenigeix licher sollen in Gemäßheit dieser Uebereinkunft, soweit die1elbe [ich auf die Zollsäße bezieht, zu welchen solche Bücher zuzulaßen sind, als in Preußen erschienen angesehen werden, welche nach ihrem Titelblatt als in einer Stadt oder einem Platze inner: halb des preußischen GebieteS erschienen sich darstellen, iind welche gehörig durch die zuständige Munizipal: 05er sonstige Behörde irgend einer Stadt oder eines Platzes in Preußen gestempelt worden sind. Artikel 71.
Keine Bestimmung dieser Uebereinkunft soll so ausgelegt werden, daß dieselbe das Recht eine?: der beiden, Hohen kon: trahirenden Theile beeinträchtigte, die Eintuhr solcher Biticher nach seinem eigenen Gebiete zu verhindern, welche nach 1e1ner inneren Gesetzgebung oder in Gemäßheit seiner Verträge mit anderen Staaten für Nachdrücke over Verle ungen des aus- schließlichen Rechte?- zur Vervieliältigimg erk ärt werden.
Artikel U11. _ _
Im Falle einer der beiden Hohen kontrahirenden Theile mit irgend einer dritten Macht einen Vertrag über inter: nationalen Schuß des Rechte§ zur Vervielfältigung ab1chließen wiirde, soll eine Bestimmung, wel e der in dem vorher: gehenden Artikel enthaltenen entipri )t, in iolchen Vertrag auf: genommen werden.
Artikel 7111.
Diejenigen deutschen Staaten, welche zusammen mit Preußen den Zoll: und Handechverein_bilden, oder welche dem gedachten Vereine später noch sich amchließen möchten, sollen das Recht laben, gegenwärtiger Uebereinkunft beizutreten. Bücher, Sti e und Zeichnungen, die in einem Staate, welcher auf solche Weise Theilnehmer an dieser Ueliereinkunft wird, er: schienen und aus einem anderenStaate, der auch Theilnelgmer an derselben ist, ausgeführt werden, sollen in Gemäßheit dieser Uebereinkunft io angesehen werden, als seien sie aus dem Lande ihres Erscheinens außgefiihrt worden.
Artikel 134.
Die gegenwärtige Uebereinkunft soll vom 1, September 1846 ab in Wirksamkeit treten. Dieselbe soll fünf Jahre Wii diesem Datum- an und von da ab weiter bis zum Ablauf eineß Jahres nach der Aufkiindigung in Kraft bleiben, welche von einer Oder der anderen Seite zu irgend einer Zeit nach dem 1. September 185] erfolgeii möchte.
Artikel )(.
Die gegenwärtige Ueliereinkunst soll ratifizirt und die Auswechselung der Ratifikations-Urkmiden zu Berlin binnen zivei Monaten, oder wo möglich friiher bewirkt werden.
In Urkund dessen haben die respektiven Bevollmächtigten dieselbe unterzeichnet und derselben ihre Siegel beigedriickt.
Geschehen zu Berlin, den 13. Mai, im Jahre Unsere?- Herrn 1846.
(„[-. Z.) Canitz. (].. 8) Westinorland.
Anlage 2.
Die unterzeichneten Bevollmächtigten Sr. Majestät des König?- von Preußen und Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien und Irland traten [)eute Zusammen, um den auf Grund der stattgefundenen Verhand ungen entworfenen Vertrag wegen des gegenseitigen Schutzes der Autorenrechte gegen Nachdruck und unbefugte Nachbildung zu unterzeichnen.
Nachdem die beiden ausxiefertixxten Exemplare des Ver: trages gepriift und den getroffenen Verabredungen nach Form Und Inhalt entsprechend befunden worden, schritten die Be- vollmächtigten zu deren Unterzeichnung, jedoch unter fol enden Bedingmigeii, welche, obwohl sie nicht dazu geeigneters )ienen in den Vertrag selbst auf;]enommen zu werden, dennoch aucé bei Ertheilung der Ratifi ation io betrachtet werden sollen, als seien iie durchdieselbe mit genehmigt worden:
' 1) ZU Artikel 11.
Beide Regierungen verpflichten fick), daß die Gebühren, welche für die Eintragung in das Verzeichnis; bei dem preußi- schen Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal- Angelegenheiten oder in das- Registrirungsbuck) des Buchhändler: vereins zu London etwa erhoben werden, den Betrag von zehn Silbergroschen preußisch Conrant oder einem Schilling _Sterling tür die Eintragung eineseinzelnen Werkes nicht Über: steigen diirfen, wie es bereits von Seiten Großbritanniens in dem Schreiben des» HandelSamth vom 2. April 1844 bitt. 11. erklärt worden ist.
_2) Zu demselben Artikel.
FU“ Pretzßen 1011 die AbkiEsertMg des Freiexemplaréz an das 5 iimsterium der geistlichen, Unterrichts: und Medi inal: Angelegenheiten zu Berlin, in Großbritannien an den händlerverein zu London erfolxxen.
8) Zu Artikel M'.
Beide Regierimgen sind dariiber einverstanden, daß der qul von der Einfuhr von Noten aus Preußen nach Groß: britannien nicht höher gestellt werden darf, als.?) derjenige von Büchern, die aus Preußen nach Großbritannien eingefiihrt
werden. ' 4) Zu Artikel "7 . .
Mit Bezug auf die im Artikel ][ der ParlamenteZakte (5 und 13 Niewriae Lax). 45) vom ]. Juli 1842 gegebene Auslegung des Wortes „Bücher“ wird als sick) von selbst verstehend anerkannt, daß die im Artikel 17 verabredete Stem: pelung nur auf Bücher und Noten beschränkt bleibt, während dagegen alle iibrigen im Artikel 1 des heute unterzeichneten Vertrages auigeführten Gegenstände des Stempels nicht be- dürfen, um zu dem im Artikel 117 verabredeten Zollsaße in Großbritannien zugelassen zu werden.
Verhandelt Berlin, den 13. Mai 1846. (1, 8.) Caniß. (U 8.) Westmorland.
uch:
Anlage 3. Zusatzvertrag Zu. dem_Vertrage zwischen Preußen und Groß: ritannien wegen gegenseitigen Schutzes der Autorenrechte gegen Nachdruck und unbefugteNach- bildung vom 13, Mai 1846.
Vom 14. Juni; ratifizirt am 13. August1855,
Se. ngestät der König von Preußen in Ihrem Eigenen sowohl aleZ im Namen Sr. Majestät des Königs von Sachsen,
.,-
Sr. Königlichen Zeoheit des Großherzogs iim) SachfewWeimar, Sr. Hoheit des rzo s von Sachsen-Meimngen, Sr. Hoheit des Herzogs von Sach?en:Altenburg, Sr. Hoheit des erzogs von Sachsen:Coburg=Gotha, Sr. Hoheit des Herzogs von raun: schweig, Sr. Hoheit des Herzogs von Anhalt-Deffau-Cöthen, Sr. Hoheit des Herzogs von Anhalt-Vernburg, Sr. Dur : lauYt des Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, Sr. Dur : lau t des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen, Sr. Durchlaucht des Fürsten von Reuß älterer Lime, S_r. Durch: laucht des Fürsten von Reuß jüngerer Linie, einerieits, und Ihre Majestät die Königin dee: Vereinigten Königrei s von roßbritannien und rland andererseits, von dem Wun che ge? leitet, die zwischen hren gedachten Majestäten am 13. Mai 1846 in Berlin zum gegenseitigen Schutze wider Nachdruck ab: geschlossene Uebereinkunft zu erweitern, haben beschlossen, zu diesem „„ weck einen Zusaßvertrag abzuschließen und dethalb zu Ihren evollmächtigten ernannt, nämlich: Se. Majestät der König von Preußen:_ denHerrn Albrecht Grafen von B ernitorsf,Allerk)öchst: ihren WirkliYen Geheimen Ruth und Kammerherrn, außerordentli en Gesandten imd bevollmächtigten Minister bei Ihrer Großbritannischeu Majestät, Ritter des Rothen Adler:Ordeiis erster Klasse mit Eichen: laub, Großkreuz des Civil-VerdienstOrdens'- der bayerischen Krone, Ritter des Königlich siziliatiixchen St. JarruariuH-Ordens, Ritter des Kaiserlichruimchen St. StanichaUH-erenS, Komthnr des Königlich portuFesischen Christus-Ordens, un Jhre Majestät die Königin des Vereinigten Königreichs von GroßbritannieiiundIrland: den sehr ehrenwerthen Georg Wilhelm Friedrich Grafen von Clarendon, Baroii Hyde von Hindon, Pair des: Vereiiiiaten Königreichs, Mitglied Ihrer Großbritannischen Majestät Geheimen Raths, Ritter des Ordens vom Hosenbande, Groß: kreuz des Vath-Ordens, ersten Staatssekretär Jhrer Großbritamiischen Majestät fiir die auswärtigen Angelegenheiten, und sehr ehrenwerthen Eduard Johann Baron Stanley von Alderlei), Pair des Vereinigten Königreichs, Mitglied Ihrer Großbrita1mischen Majestät Geheimen Raths imd Präsident des Geheimratl)cZ-Ausschuffes fiir Angelegenheiten der;; Handels und der achliindischen Plantagen, welche, nach geschehener Auswechselung ihrer richtig befundenen Vollmachten, folgende Artikel verabredet und abgeschlossen
haben: Artikel ].
Man ist Übereingekommen, das; alle Bücher, Stiche und Zeichnungen, welche innerhalb des Gebietes irgend eines an: deren Staates, der eine Uebereinkunft wider den Nachdruck mit Großbritannien abgeschlosseii hat, oder abschließt, oder einer iolchexibeigetreten ist oder lieitritt, veröffentlicht sind, bei ihrer AUSsUlM aus Preußen, Sachsen, Sack)sen:Wei1nar, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenliurg, Sachsen-CoburgGotha, Braunschweig, Anhalt : Dessau : Cötlxn, Anhalt : Bernburg, Schwarzburg : Rudolstadt, Schwarzburg : Sondershausen oder Reuß fiir die Zwecke der gegenwärtigen Uebereinkunst ange: sehen werden sollen, als ob sie aus dem Lande ihrer Ver: öffentlichung angeführt wären.
' Artikel 11.
' Der Schutz, welcher durch die unterm 13. Mai 1846 Wischen dexi Hohen kontrahirenden Theilen abgeschlossene Uebereinkunst den Originalwerken zugesichert wurde, wird auf Uebersetzungen auSgedehnt, worimter jedoch ausdrücklich ver: standen ist, daß die Absicht des gegenwärtigen Artikels einfach dahin geht, den Ueberseßer bezfiglich seiner eigenen Ueber: setzung zu schützen, und daß iiicht bezweckt wird, auf den ersten Ueberietzer irgend eine?» Werkes das ausschließliche Recht zum _Ueberietzen dieses „Werkes zn iibertragen, achgenommen in Dem im folgenden Artikel vorgesehenen FaÜe und Umfange.
_ Artikel 111.
?_Der Verfasser irgend eines in einem der beiden Staaten veröffentlichten Werkes, welcher sich das Recht der Ueberseßung desselben vorbehalten wissen will, soll bis zum Ablauf von fiinf Jahren? vom Datuin der ersten Veröffentlichung der von Yin „autorisirten Ueberießung an, ziim Schutze gegen die
ublikation jeder von ihm nicht also aUtorisirten Ueberseßimg in dem anderen Staate in folgenden Fällen berechtigt sein:
§. 1. Wenn das Originalwerk in dem einen Staate, innerhalb dreier Monate nach seiner Veröffentlichung in dem anderen Staate, einregistrirt und niedergelegt worden ist.
k§. 2._ Wemr der Verfasser aux dem Titelblatte seines Wer es teme Abilcht vermerkt hat, ich das Recht der Ueber- seßung desselben vorzubehalten.
§. Z. „Vorachgeseßt ist immer, daß mindestens ein Theil der autorisirten Uebersetzung innerhalb eines Jahres nach er: folgter Einregistrirung und Niederlegung des Originals er: schienen sein, und daß das Ganze innerhalb dreier Jahre nach Pem Datum dieser Niederlegung veröffentlicht sein wird.
§. 4. Vorartheießt ist ieriier, daß die Veröffentlichung der Uebersetzung in einem von den beiden Staaten stattfindet und daß dieselbe in Gemäßheit der Bestimmungen des Ar- tikels ][ der Uebereinkiinst vom 133. Mai 1846 einregistrirt und niedergelegt wird.
In Bezug auf Werke, welche in Theilen veröffentlicht werden, wird es genügen, wenn die Erklärun des Verfassers, daß er sich das Recht der Uebersetzmig vor e alte, in dem ersten Theile erscheint. Jedoch soll, mit Rü sicht auf den diirch dieien Artikel auf fünf Jahre beschränkten Zeitraum für die Austiliung des ausschließlichen Rechtes der Uebersetzung, jeder Theil ach ein besonderes Werk behandelt, und jeder Theil in dem einen Staate, innerhalb dreier Monate Uach seiner ersten Veröffentlichung in dem anderen, einregistrirt und niedergelegt werden.
, _ Artikel 17.
Die Bestimmungen der vorstehenden Artikel sollen auch auf 'die_Darstellung kiratiiatifcher Werke und die Auffiilrtmg musikalischer Kompositionen insoweit anwendbar sein, aks die
Gesetze 'edes der beiden Staaten in dieLer Beziehung auf die
zum er ten Male 'in denselben öffentlich argestellten oder auf: _efirhrten dramatischen und musikalischen Werke Anwendung mdetÜ oderdficilxdex sollTeZn.f ff d A ck
m' je 0 em er (1 er en nfpru auf geseßlichen Schuß in Bezug auf die Uebersetzung eines dramatischen Werkes zu gewähren, muß eine solche Uebersetzung innerhalb dreier Monate nach der Einregistrirung und Niederlegung des Originals erscheinen.
Es versteht sich, daß ÖKK, dYkch IWMWÜTÜJM Artikl gewährleistete Schuß nicht beabncht: t mir?, um an eineffeZ Nachahmungen oder Bearbeitungen ramatischer Werke, jefüe hie Bühne in Preußen oder in England zu verhindernr iondern daß er lediglich unrechtmäßigen Uebersetzungen WF beugen soll. "
Die Frage, ob ein Werk Nachahmung oder Nachdruck iü soll in allen Fällen von den, Gerichtshöfen der bezüg1jch* Staaten, in Gemäßheit der in jedem derselben geltend???
Gese e entschieden werden. H Artikel 17.
Ungeachtet der Bestimmungen des Artikels 1 des trages vom 13. Mai 1846 und des Artikels 11 des wärti enZusaßvertrages sollen aus Leitungen oder periodis Schri?ten, welche in einem der “beiden Staaten erscheinen entlehnte Artikel in den Zeitungen oder periodischen Schriftexi des anderen Staates wieder abgedruckt oder iiberfeßt Werden können, wenn nur die Quelle, aus welcher solche Artikel ent nommen sind, angegeben wird.
Doch soll diese Erlaubnis; nicht so gedeutet werden als ob sie in einem der beiden Staaten den Wiederabdruckodex die Uebersetzung von Artikeln aus „Zeitungen oder periodischen Schriften, welche in dem anderen Staate erscheinen, Iesiatte wenn die Verfasser derselben in derjenigen Zeitung Odei periodischen Schrift, in welcher solche Artikel er chienen sind auf eine in die Augen fallende Weise bekannt gemacht haben, daß sie deren Wiederabdruck verbieten. *
Diese letzte Bestimmung soll indessen auf Artikel politischen Inhalts keine Anwendung finden.
Artikel D*].
Der gegenwärtige Ysaßvertrag soll so schnell als möglich 11achAquechielung der? atifikationen in AUÖfiihrung kommen In jedem Staate soll zuvor von der Regierung desselben ge; biilrexiderniaszen der Tag bekannt gemachtwerden, welcher für dieie ieine Achfithrung festgesetzt werden» wird, und seine Ve; stimmungen sollen nur auf Werke Anwendung finden, welche nach jenem Tage veröffentlicht werden.
Artikel U11.
Der gegenwärtige Zusatzvertrag soll dieselbe Dauer haben wie. der Vertrag vom 13. Mai 1846. Er soll ratifizirt und die Natisikationen zu London so schnell als möglich, innerhalb zweier Monate vom Datum der Unterzeichnung ab, aus: gewechselt werden.
Zu Urkunde dessen haben die obengenannten Bevollmäch- tigten die gegenwärtige Uebereinkunft unterzeichnet Und mit ihren Wappen besiegelt.
So geschehen _zit London, den vierzehnten Juni im Jahre des Herrn Eintaiiieiid achthundertfiinfundfiinfzig.
(11. 8.1 Bernstorff. (1-.8._ Clarendon. (].. 8.) Stanley of Alderlei).
Ver: Mew
Bekanntmachung.
Verlegung dee Vostamts Nr. 37 (Schwedterstri).
Am 15. August xvird das Postamt Nr. 37 atis dem Gebäude Schwedterstraize 7 nach dem Hause „Schwedter: straße 263“ verlegt.
Berlin S.„ den 11. Aurust 1886.
Der Kaiserli e Olich-Postdirektor, Geheime Postrath. Schiffmann.
Königreich Preuszem
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Geheimen Negierungß-Ratl) Meyerhoff in Münster ZYM Präsidenten der General=Kommission fiir die Provinz Westialen zu Münster zu ernennen.
Finanz:Ministerium.
Die Stelle des KöniglichenRentmeisters zu Birnbaum ist dem Kreisiekretär Krug zu Samter vom 1. d. M. ab - zu- iiächst unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs - verliehen worden.
Angekommen: Se. Excelleiiz der Ober-Hof: und Haut- marsckmll, General-Lieutenant Graf von Perponclzer,111 Vabeleerg;
Se. Excellenz der Staatssekretär des ReichsZustizamkS, 1)r.v0nSchelli1ig. '
Bekanntmachung.
Die unter den Nummern 624, 953, 1954 und 2615111 die unterzeichnete Anstalt aufgenommenen Mitglieder werdet gemäß §. 8 detZ Reglements vom 3. September1836e111- gefordert, den am 1. Juli d. J". fällig gewesenen Veitrle xsowie den sechsten Theil desselben als Strafe unverzüßb zu berichtigen, widrigenfallß nach jenem §. 8 weiter verfa kk" werden wird.
Berlin, den 11. August 1886.
Direktion der Berliner Allgemeinen Wittwen-Pensions- Md UnterstiitzungS-Kasse. Freiherr von Lenß.
Bekanntmachungen auf Grund des ReichSgeseßes vom 21. Oktober 1878“
Die Königliche Kreishauptmannschaft als Landes-Pollzkk behörde hat die nichtperiodische Druckschrift: „Sozialdemokratische Bibliothek. MUYDG? todte Schulée gegen den lebenden Laiiallsx Aus dem Ver iner „Sozialdemokrat“ 1868. HottmgM Zürich. Verlag der Volkthuchhandlun 1886“ auf Grund von §§. 11 und 12 des Rei SgeseßeE We." die gemein efährlichen Bestrebungen der Sozialdemo ae vom 21. O tober 1878 verboten. Leipzig, den 11. August 1886. Königliche Kreishauptmannschast. Gumprecht.
. Margareths-
* wegen Zerstörung der
Yichtamtliches. Deutsches Reich.
PrenßeU- Yexliti, 12. August. Se. Majestät der Kaiser und Konig sind, wre „W. T. V.“ atis Salzburg meldet- gestern Abend un) 6 Uhr pon dqrt abgereist.
Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm sonne der Bot: 'chafter Prinz Neuß nelzitGemahlm und der Statthalter Graf JT un waren zur Verabichiedung auf dem Y_ahnhoie er1chienen; Mx weitere Emptangxwar von Sr. Maiestät abgelehrit wor: Z Das auf den Straßen und auf__dem Valmhoie ver- sam'melte Publikum begrüßte den KMW mit lebhaftesten HochrUfLU- Dem Statthalter Grafen sehnt) reichten Se. Majestät wiederholt aus item Waggonienster die Hand.
Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm ist nach Reichen- ball zuriickgerElst-_ „ , „ „
Heute Vormittag, kurz vor 11 Uhr, trafen Se. Maxeitgt
auf der Bahnstation Dreimtz ein. . der General:Adj_utant Fürst RadziwiU und der Laiidratk) Stiibenrauch erichien_en_., Der Kxjeqervereiii und_die Schulen bildeteii an dem seitlich ge: ichmiickten Bahnhot Spalier und begrüßten den Kaiicr niit lebhaften Hochrrxicn- „ ,
Se. Ma1estat begaben Sick) alsbald zu Wagen nack) Schloß Babelßbékg, wo Allerhöchslhieselben gegen 11.1/2? Uhr ankamen und von Ihren Kaiserlichen und „Königlichen _Holieiteii dcm Kronprinzen und der K_ronprmzeiiiir neliit _leren Königlichen Hoheiten den Prmzeiiinnen Victoria, Sophie und ' sowie Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Alexander empfangen wurden.. Ferner lmtteii sick) zUm Empfang eingerUdMT der General-Mawr von Werten, der Major Wii Caiiitz, der Lber-Préiiident, StaatS-Mmiiter Or. „Act)eiilmcl), der RegierungßPrändent von Neefe, der Polizei=Prä1ident Wolfgram Wiki der OberBiirgermeiiter Bine.
derKaiser im besten Wohlsein s311111 Empfange waren
- Ser Gemeinde Alsliack) im Kreise Unterweiter- wald, Regierungsbezirk Wiesbaden, ist durch Allerhöckste Ordre vom 21. Juli 1). I. das Eiiteigiiungleecht fiir die zur Herstellung eines Verbinhungeweges mit der Station Grenzau der Westerweldbahn innerhalb des Gemeindebezirks
? Alsbach erforderlichen Grundstücke verliehen worden.!
- S. M. Kreuzer „ Adler“, Kommandant Korvetten:
* Kapitän von WieterSheiin, ist am 11. August cr. in Singapore » eingetroffen und liealiftchtigt, (111119. August cr. die Reise J fortzusetzen.
S. M. SchiffsiungenSchulichiff „Luiie“, Kommandaiit
. KorvettewKapitän Gra]: von Haugwiy, _ist am 11. August (. , in Gravesend eingetroiien und beabsichtigt, am 24. August (. * wieder in See zu gehen.
Oefferreickz-Ungarn. Pest, 11. August. (W. T. B.)
". Ein von dem König an den Minister-Präsidenten TicZza er: - laffenes Handichreiben bedauert, Z ionalveriinderitngen deutungeii hervorgerufen Meinung beunruhigeii und die bisherigen guten Beziehungen : zwischen dem Bitmertlmm und der Armee trüben könnten. _' Die gedachten Personalveriinderungen seien, ohne Verletzung L irgendwelcher geießlicHen, verfassnnchmäßigeii Rechte, lediglich ' im Interesse. des:: Dienstes erfolgt. Der (Heilt der Armee, ' welche alle Völker der Monarchie umfasse, sei derjenige_ de_s , obersten Kriegsherrn, und darin liege die sicherste Biirgickmtt dafiir, das; die Armee ihre Pflicht treu eriiillen werde, die nicht *- blos den Schutz der Monarchie11achAußenin sick) irl)li01;e,10ndern = auch, indem die Armee allen politischen Parteiumtrielienfern stehe, " die Aufrechterhaltung der Ordnung im Innern i_md den F Schutz der Gesetze und der geseßlich bestehenden versassun s: * mäßigen Institutionen. Der König erwartet daher, das; dei '? nüchterner imd leidenschastsloser Erwägung, eine _ '; ruvigung der Gemüther eintreten werde, und nwicht dem ;, Minister-Vräsidenten fiir seine hierauf gerichtete Thätigkeit das " vollste Vertrauen aus.
das; die jüngsten Pex: Generalitiit_ Miß: welche die öffentliche
der hätten,
bei
baldige Be:
Belgien. Brüssel, 11. August. (W. T. B.) Stimmt:
. lick)? Polizeikommisiare Von Brüssel sind i_iir morgen nach dem Amtslokal der:; OberStaatsamvalts bernieii worden, : um sich mit den richterlichen Behörden iiber diemMaß: : 1166111811 iiis Einvernehmen 311 setzen, welche in Riick7icht (mf :; die am 15. d. M. stattfindende Arbeiter-Kundgebung zn ;, ergreifen sind.
* 11. August. (W. T. V.) Der Bürgermeister richtete
- ein Schreiben an den Sekretär der Arbeiterpartei, LMH welches er die Arbeiterkundgebung am nächsten ; Wiiiitag unter der Bedingung gestattet, ' F W Palais des Königs berühre. Die Arbeiterpartei hat - dWis Bedingung angenommen.
daß der an nicht
(W. T. B.) In dem Prozeß , Baudoux'schen (Hlatotabrik bei den jüngsten Ruhestörungeti ist hEUfS das Urtheil gefallt worden: 5 der Angeschuldigten wurden freigesprochen, 2 _zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt; die iibrigen Strafen
Mo UZ, 11. August.
variirenzmisehenI-Z Monaten Gefängnis; und 15 Jahren „Zwangs: ;. arbeit. Ein iiberaus zahlreiches
Publikum wohnte der Ver- handlung bei, doch unterblieb jede Kundgebung.
Großbritannien und rland. Londori, 10. August. (A* C-)_ Der König von ortugal war hrs Sonnabend der Gait der Königin in Sborne, woraui er sick), be-
" gleitet von dem Herzog von Connaught, nach London begab,
"ZO Se. Majestät im Buckin [)mit-Palast abstieg. Heute be- IXM sick) der König nach Kopenhagen zu einem Boilie!) dcs damsckrn Hofes. . *12. August. (W. T. B.) Bei dem gesternéklbend nÜÜJLkNlitenLorb-§1)kar)0rH:BanketwünschteLor alis- UYL) seinen Zuhörern Glück zu dem Ergebnis; derWahlen; dßsiélbe sei als eine Entscheidung der Nation und nichtfirgeiid Liner Klasse der Bevölkerung anzusehen. Wenngleich die afghaniicF-e Grenzfrage und die egyptrfche zyrage noch nicht völlig geregelt seien, so iet dock) „guter rund vorhanden, auf die Aufrechterhaltung des Friedens 1." Wchnen. Der Redner sprach sodann mit Anerkennung Uher die von Lord Roseberi) liefolgte Politik uiid bemerkte hinsichtlich Irlands: die Re terung mutter? sich M AUigabe machen, die loyalen Untert (men der Kymgm in Irland von dem auf sie ausgeübten Druck zu befreien. Die
Schwierigkeiten seien groß,_ aber die Regierung besiße das Mandat des Volkes, das,m uxiividerruflicher Weise gegen eine unabhängige, selbständige Regieriing in Irland entschieden habe. Die Regierung müsse die soziale Ordnung, welche in ihrer gegenwärtigen Gestaltu_ng die einzige gerechte Grund: lage fiir die Unzufriedenheit in Irland bilde, umgestalten.
Nobert Bourke ist zum Gouverneur von MadraJS ernannt worden. _
Birmingham, 11. AllgU1k.'_(W. T. B.) Bei der Nachwahl fiir das Parlament Ut der Staatssekretär des Jimern, Matthews, hier wiedergewähltworden. Cook hatte 1eiiie Kandidatur zurückgezogen.
Frankreich. Paris„ 10. Angust. (Fr. C.) Der „Temps“ bringt nachstehende Note: „Nach der Mel: dung mehrerer Blätter hätte der Kriegs:2)iiiiister die Absicht, gegen den Reents der aus. der Armee aue: geschlossenen Prinzen beim StaatSrath eine Ein: sprache wegen Jnkmnpetenz zu erheben, gestützt auf den gmtvernemeiitalen Charakter der Maßregel, iiber die eine Nechtiprechun nur dem Parlament zustände. Man versichert uns: Genera? Boulanger habe weder ein Memorandum an den Staathrat gerichtet, noch je beabsichtigt, ein solches zu iiberreichen, so aß der Staatsrath in roller Freiheit dariiber richten kann, was der Minister als eine einfache Anwendung eines von den Kammern beschlossenen Geseßes ansieht.“
Nach den letzten Generalrathswablen haben die Re: pulvlikaner in 77 Departements von 90, Pciris imd Algerien mit einbegriffen, die Mehrheit. Die 86 Departements, in welchen Neuwahlen fiir die Generalriithe vorgenommen wur: den, haben nunmehrfolgexide Vertretungen: Republikaner 1967 (vor dem 1. August 1980), Konservative 873; (vor dem ]. Angust 858).
- 11. August. (28. T. B.) Der „Temps“ und mehrere andereZeitungen melden Übereinstimmend: der Papst habe dem Botschafter Grafen Lefebvre de Vehaine er: klärt, daß er in Bezug auf die Einsendung eines Gesandten nacl) Peking noch keine Entscheidung getroffen habe.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 12.2lugust. (W. T. B.) Der Kaiser UND die Kaiserin 111acl)ten gestern Abend mit ihren erlauchten Géisterr eine Rundfahrt durch das, Lager bei Kraiznoe Stelo. Die Kaiserin fuhr mit der Königin von Griechenland, der Erz- herzogin Karl Ludwig und der Herzogin von Ediiiliurg in einem viersitzigen (.'11711'-:*t-[)mic, wiihrend der Kaiser, der Thronfolger, der Kronprinz von Griechenland, der Erzherzog Karl Ltidwig, die Großfürsten und eine große militärische Siiite den Wagen zu Pferde begleiteten. Ein ach den Mitsikkapellen sämmtlicl er Regimenter zusammengesetzte?) Mitsikcorps intonirte ie österreichisch? Nationalliiimne. Nack) beendeter Rundfahrt wurden mehrere Musikstücke vorgetragen, woran sick) eiiie Kanonensalve und Zapfenstreick) schloß. Hierauf verließen die Kaiserlichen Majestiiten mit ihren Gästen das- Lager und be: gaben sick) nach Kraßnoe Sselo, wo sie der Theatervorstellung lieimolmten.
Der chinesische Gesandte, Marquis Tieng, wurde gestern vom Kaiser und später auch von der Kaiserin in einer Abschiedsoaudienz empfangen.
Amerika. Washington, 10. August. (N. B.) Der Präsident Cleveland hat den Farliigen James: Matthews ?11111_„Necorder of Deeds“ ernannt. Der Senat hatte denselien trtiher für diesen Posten nicht bestätigt.
New:?)ork, 10. August. (N. B.) Bei dem Ober: gericht von Chihuahua ist gegen die. Verurtheilnng M r. Cutting's 311 einem Jalir Zu thaus und zur Zahlung eiiier Geldbuße von 600 Doll. Beru ung eingelegt worden. Es heißt, daß Mr. Bayard die mexikanische Regierung zum leßten Miile aufgefordert "liabe, Cutting freizugeben. Wahrscheinlich wird die Angelegenheit einem internationalen Scl)iengerick)t Unterbreitet werden. Mittlerweile dauert die kriegerische Aufregnng cm der mexikanischen Grenze mige: schwächt fort.
Zeitungsstimmcn.
Die ,ZeiticHrift „Das deutsche W01"len-Gewerl)e“ bringt einen Artikel unter der Ueberschrift „Die neueste Heil- methode“, dem wir folgende Ausfiihrungen entnehmen:
Die im Vorjahr znr „Priifung der lxestebenden Depression im englischen Handel und Verkehr“ eingesetzte Königliche Kommission Hat ihre Arbeiten beendet Uni“ ist ZU dem Überraschenden Sckylus; gelangt, das; keine “)*kotbwcndigkeit zu idrcr EiziietZUng vorlag, d. l). das; Handel und Industrie nicht darnjcderliegen, wnrern iin stetigen Wnckysthum begriffen seien ..... _ _
. . . . Dieser Befund wird in den Kreiicn, leck)e alle Mittel und Hebel in Bewegung setzten, um die Keinmiiiion ins Leben zn rufen, eine sanbere Ueberraschnng vrrursachen! . . . Die Kommission giebt aber dem Patienten Verbaltungstnaßregelxi. Sie cmyfirblt reti britischen Industriellen, sick) dcn Bediirfnisien ihrer answärtigrn Kunden besser anzupaffen, wenn sie nicht von den Welt- märkten verdrängt Werden wollen, und die Königlich Kom- mission steht - borribi1eäjetn _ nicht cm, zu erklären, des; die britische Industrie viel nachzuholen hat und sick) ,in ihrer Besserung beeilen muß, da sieren ihren deutschen Mitwerbern bereits iiberfliigelt worden ist! Die Konkurrenz des Auslandes sci überhaupt in Unanflmltbareni Wachstkmm begriffen und Deutschland insbesondere bedrängc England auf seinen eigenen und allen fremden Märkten- in so Hervorragender Weise, daß Alles gethan werden müsse, um Deuticlh- land gleichzukommen. Dies liege ganz und gar in den Händen der britischen Industriellen und Händler, und die Regierung könne da nur naci)k)clfen, indem fie ibre auswärtigen Vertreter aiiweist, liänfigcr und ausführlicher iiber die Handelövcrbälfniffe der einzelnen Länder zu berichten und diese Berichte sofort dem Publikum zuganglich zu machen.
Der „Schleiischen Zeitung“ wird aus Dresden geichrieben; _ _ , _ .
Dcr V::lkswohlitand im Königreich Sachsen scheint _ziz steigen. Fiir cin dcrartiaes _erfreulicheHResiiltat glücklicher Unntapde "und einer gesunden Wirtbickyaftspolttik spricht Wenigstens der Bericht uber die iächsisckyen Sparkassen. Im Jahre 1879 Wurden 1450 603 „M mehr ein ezahlt als zurückgezahlt, im Jahre 1885 aber 121213015114 Die Zahkz der einzelnenEingänge betrug 1879 ,nur 683 266, 1111Jal)rc 1885 jedoch 1241276. Die Durchschnittsztffer dcr szalilnngen War 1879 : 113 „M, 1885 aber nur 82 „M, ein Beweis, daß in diesem Zeitraiimc die Zahl der Sperrer aus den unteren Volkeklaffen getrarkisen ist. Ein feriierer Betreis von der Verbesserung dr" Lage der sächsischen Arbeiter ist aus den_ (kinkmmnensteuerliiten zu entnehmen, wonach die Jalyreseinkommcn bis zu dem Betrage von 1600 «,ist zu- genommen Haben. Dic Einkommen von da bis „4800 „14 Haben einc
Einbuße erlitten, Und erst darüber Hinaus niackyxt sich wieder eine Zu- nahme geltend. Vergleicht man schließlich die Steigerung des Prozent- saßes der Bevölkerung mit kerjcnigen des Einkommens, so ergiebt iiÖ, daß Letzteres sich um 161-“100/0 rcrmelxrt bat, wahrend bei rec Bevölkerung die Vermehrung 69/10 betrug.
- Aus Apolda meldet die „Gothaische „Zeitung“) -
Die lxieiige Strumpfiabrikation ist gegenwärtig in sebr flottem Gange, daß Angebot ron Arbeit und die (36111le 11.1ch„Arl»citcrn_ uiid Arbeiterinnen waren lange eit nicht so vielfältig wie gegentyartig, am meisten techn “rie Borat eiter: Spuljumien ii:1?_ Spulmadchen, Hakplerinncn U. dgl. Der Lohn fiirxdiese Arbeiten iii „bedentend ge- itiegen, man zahlt für einen guten Driller 6-8 «,k-WOÖCUtÜTk) und fiir eine Hasvlerin 111-12 „44, Und „Habekkingen “rie Meister noch sebr über ich1echte Bedienung von rieier »Hetie. Dic AUsUJIT mis Damcntücher, .Herren- ".ind Tamenwesten 2T. smd kaum zu beiclyaffen; cI wäre nur 311 wünschen, daß dies recht lange anhalten möchte.
Kunst, Wiffenschast und Literatur.
In dem lieben Alter von nnbein 86 thren in am Dienstag frük) zu Steglitz der in allen tiilisikalischenKre11en bekannte und hoch- gesÖätxte *.Nuiik-Direktor Profesior 1). Ediiard August Grell xiestorlZen. Derselbe war am 6. November 1800 „Hier geboren, 113117 seine künstlerische Thätigkeit Hat auch in erster Linie stete dem Mimik: leben Berlins gegolten, um das er fick) als Dirigent der_Smg-Akadetme, von 1852 bis 1876, große Und inireraeßliche Verdienste erxrorben hat. Anf Veranlassung] König Friedrich Wilbclnss 17. organiiirte er deri Berliner Dom-Ckwr, dcr seitdem einen ie weit reichenden Rut erlangt hat. 1858 wurde (Mell ziim Professor der Musik ernannt und 1864 erkiielt er den Orden 0117 18 mérite _Aiikk) wurde er als Mitglied in den Senat der * karemie der Kiiiiite berufen i_md leitete als Vorsteher eine akademische MeistersÖule iiir_ musikaliiche Komposition. Für seine Verdienste um die Kirchenmuiik wiirde der Verstorbene zum Doktor der Tberlegic rromowirt. Aut dieiem (He- biet liegt tlieoretiicl) Uni: Praktiirb der Werthmund die Be- deutmig Grell's. Llnßer diirch Kompositionen 1in die Orgel Hat er fick) besonders durch seine Geiangsmnsik für Kirche nnd Schule einen bochgeachteten NYnen getngckyt. Obenan steht seine großartige 1617511111199 Vekalmeiie. ekme iiiitrittneiitale_Pc- gleitung; dann aber Haben 1k1111 anck)_ settle d . imd 11-1tim- migen Psalmen, cin Tereiip1, beionrers irme oft ge- iUngeiicu Motetten, Kantaten, Pmnnen viele Frennde erworben. Jm Jalwe 1876 trat Grell ren der Leitung der Sing-Akaremie zurück, blieb aber Ebreii-Direktor derselben. Von dieser Pfleiistättc der Vokalnmsik aus, die ihm so viel verdankt Und mit de_r iein Name durch ein langes, reick) gescgneteÖ_Wirkeii eng verkniipft i_it, sollen denn (mc!) morgen seine sterbliiiyen Rette znr letzten Ruhe bestattet Werde".
-« Die Verliandliingen dcs tieriiiiehnten Schleswig- “ elsteinisclyenProrinzial-Landtach,vom14.lckis 20. Fr- Znar1886, sind soeben nebst den Anla_gen im Druck erschienen (SchleswigBii(l)drii(kerci drr rrrviiizialitändi1chen Tanbstumntcn-Anstalt [Julias Vergasj), 1886. Dem letzten SchleHwig-Holstcinischen 1rr- vinzial-“Zanrtage liaben danach iii 7Plenrir1itzimgen zyr Bergtimg vorgelegen: 6 Vorlagen des Königlichen Landtags-Kommisiarms, nänilick) die Vorlage, [*etrekfend Revision der Verordnung zumFischerei- gesetz; betreffend den Entwurf eines Gescties Über die Termine bei Verträgen iiber Wohnungsmietkzen in der Provinz Scl)[eswig-Holttein, sowie 4 Aufforderungen zu Neuwiihlen; dann 6 Vorlagen dcs ständi- fckwn Auéscliuffes aiifzer dcm ren diesem erstatteten Jahresbericht; ;; Privat-Propositirnen, nämlirt): Kriiie-Kiel, betreffend Unterstiitzung “rer Arbeiterkoloiiie Rickling; ROWVlr-OWLUÜÜÜM, betreffend Einrich- tnna eines Obitmuttcrgnrteiiki in Hohenwestedt; Stocks-Biffee, be- treffend Ermittelung der Ursachen des in neuerer Zeit_im verstärkten Umfange auftretendeii Bettler: imd Vagabundenweiens. Endlich waren 21 Petitionen eiiigeiinngcn, ron derten 2 als in spät eingereicht nicbt erledigt, 17 dem Petitions-Aasick)iiß zur Bearbeitung überwiesen wnrden.
Gctverbc und Handel.
Dem Jabreskcricbt rer ?liatkicnrwer optisÖen Industrie- Anstalt pro 1855/86 entnehmen wir Folgendes: Zu der durch den geringeren Umsatz bedingten Verminderimg des Bruttogewinns gc- iellte sick) noch, das; die Preise vieler Artikel Weiter gewichen sind und der Prozentsatz des Verdienstes eine irciterc Schmälerimg erfahren kat. Daher ergiebt sick) als Resultat, daf; der Nettogewinn sick) mtr aiif 17666 „16 belänit und nur eine Dividende Wn1Z0/0lseidcr (5,5cncralversmnmbtng in VorsÖlag «bracht werden kann, da trotz der geringeren Umsätze die Abschreibnygquotcn mit der irükieren Höhe belassen Wurden. Ter Waarenbcitand erinhr einem Riirkgang von ca. 6200 „(ck Die Salden des Wechsel-, Casin- und chitorcn-Contos betragen zuiammcn 222784 „16 gegen 228451 „„ckck- in der voriäbrigcn Bilanz. Das Krediterrn-(Foxtio ging ron 46553 .56. «11644951 «MQ zuriick. Der Reicrrefoms erliöbt fiel) auf 24669 «W Aris das neue Geschäftsjahr Werden 87 „je. Gewinn Vorgetragen.
Posen, 11. August. (W. T. B.) In der Heute stattgebabten Sißrmg des Aiissicthraths der Posener Sprit-Aktienqcscll- scHäft Wurde der von der Direktion vorgelegte Abschluß Ver 30.J11ni 1886 genekymigt imd l»cichlr*1ien, nacb reichlichen Absckxeibmmen der am 23. Oktober stattfindenden ordentlichen Generalvrrsatiimlung die Ver- tHcilimg eiiier Dividende ron 6Z 0*0, die Dotirimg des Rescrreionrs mit 41000 „lx. und die Bildung einer Spezialrcierre in der Höléc ron 15000 „16 Vorznirhlagen.
London, 10. Anglist. (A. (C.) Der Handelsausweis für Juli läßt ersehen, das; der mäßige Aufsch1r1mch der fick) im Juni in den Haiiptzweigen der britische11JndUstrie bcmcxklirl) machte, nicbt m_i- akkiäkkkn liat, denn gegen den xileickpen Monat des Vorjahres [iat d_;c Ausfubr UM 693 472 Pfd. Stekl, die Einfuhr 111112145119 Psd. Stekl. abgenommen. Der Eryort erreichte einen (Briam_1ntwertk_) von 18 4.80 374 Pfd. “Stekl, während der Jmpxert tick) mis 29452497 Pfd. Stcrl. bezifferte. Fiir die rcrflosienen iicbcxi Monate beläitit sick), verglichen mit dem cntsVWCkMYÖM-ZATMUtt_l Von 1885. die AbnalUne der Ansfnbr auf 1729 798 Psd. Sterk, die der (_Lm- iulir auf 21216977 Pfd. Sterk; Die Ahtiahmc m der“ Ansiulir im Juli rertlieilt sick) aui sänmttltcbe Exportartikel tmt Ausiiaknne ron Leinwand und WOÜLU- und Katnmggrnstoffcn. Die größte Abnahme zeigt fick) in Baumwollstoffeti, Breditoffcy und Ge- tränkcn, Vinirhinen, Kleidungsstücken, die kleinste m Rohstoffen und Metallen. Eine verminderte Einfuhr im Juli zeigen die Rubriken: lebendes Vicki (“551341 Pfd. Sterl.), zollfreie Vrodstoffe und (Ge- tränke (1475700 Psd. Stork,), Metalle (250 684 Pfd. Sterk), Rol)- stoffc fiir versckÜedenc Jiidustrieziveigc, sowie "Fabrikate im Allgemeinen. Bei zollpfliclsigen Brokstoffen iind Getränken vergrößerte fick) die Einfuhr um 143 552 Pfd. Stekl, bci Chemikalien um 5951 Pfd. Stcrl. und bei Rohstoffen fiir Tertilfakrikate um 697 671 Pfd,Stcrl,
SanitätIWesen und Quarantänewesen.
Oesterreich-Ungarn.
Durch Verfiigung der K K. Seebebördc zu Fiume ist die gegen Provl'nicnzcn ans Triest angeordneteiiebentägige Quarantäne auf alle Häfen Jitricns ausgedehnt; auch ist die Ein- und Durchfuhr von Lumpen, altem T'aiiirerk, getragener Leib- und Bettwäsche, insofern diese Gegenstände für den Handel bestimmt sind, aus Istrien und den angrenzenden Inseln verboten worden.
Spanien.
Laut einer in_ der .Eaceta de Madrid“ veröffentlichten (Zirkular- verfügnng der Königlich itiaiitickyen Siesundbeits- Direktion vom 5. Anguit d. J. smd ans Anlaß des AULkach§ dcr Cholera in dcr