1864 / 85 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Im Wesentlichen darauf aus, einmal den, dem Gerüchte puch, in der Provinz verborgenen bedeutenden Waffenvorrätlxcy guf dre Spur zz; kommen, und zweitens die polnischen, vom Millt'alr hesehien Krcqe von der großen Zahl darin anzutreffender, legittma'ttonsloser Per- sonen zu säubern. , .

Zn erßer Beziehung wollte es, bet den ubxxau? gesch1ckt gc- wähltcn Aufbewahrungsortcn der (111. Waffen , anfangltch mchx recht gelingen, durch plößlich angeordnete Haussuchungcn zum Ziele zu

gelangen. . Erst allmälig glückte cs, hinteremandcr bedeutende Waffenlager

zu entdecken und in Bcschlag zu nehmen. ,

Dcr Auffindung eines reichen Waffcn-Dcpots- m Cuznicrz, Kreis Jnowraclaw, folgten in schneller Reihe andere, wo möglich noch größere Beschlagnahmcn. _

Andererseits gelang es den rastloxcn Bemühungen der Truppen,

zahlreiche Legitimationslosc, die das Gerücht als von der "Insur- rcctionspartei seit längcrer Zcit »Besoldctc« bezeichnete, zur Haft zu brin en. gOb 11un'diesc Maßnahmen die Agitationspartci zum Handeln getrieben haben, muß dahin gestellt bleiben. - Jedenfalls sah die- stlbc, bei noch längerem Zögern, von Tag zu Tag in einer für fie entscheidenden Weise ihre Mikkel schwinden, ohne damit anch Wir das Mindcfte für ihren Zweck erreicht zu haben. - Nock) ungünstiger lagen für sie die Verhältnisse im Königreich Polen selbst. - Dic stärkere Bcseßung der Grenze, die eingetretene größere chsctm- kcik dcr rusfischcn Truppen hatte endlich die anstoßcnch Distrikte von Jnsurgcnten völlig zté säubern vcrmocht. - Die dicsscitige Zuzugs- bewegung konnte daher nicht darauf rechnen, einen Stamm bereits organifirter Banden, -- wohl aber die russischen Trnppen zn ihrem Empfange bereit zu finden, - Wenn die Agitationspartci troy so ungünstiger Chancen den Versuch wagte, so beweist es nur eben, das; es ihr allein darauf ankam, der Welt ein neues Zcugniß yon dem Fort-ökßande dcr Jnsurrcction zu geben. Chancen zum Gclimgcn ihres Versuches hatte fie nicht, - wie es der Erfolg auch bc- wiesen hat.

Nur die Zeit des Beginns Bcr Bewegung war nicht ungeschickt gewählt.

Am Geburtstage Sr. Majestät des Königs hoffte man die Truppen durch Theilnahme am Festgottesdienfte weniger zahlreich und weniger aufmerksam in AuSübung dcs Grenzdicnstcs zu finden, als an anderen Tagen. - Demnach möchte aber gerade in dem Umstande, daß in Westpreußen dic Bejvcgung später als im Posen; schen , d. l). mit dem 28. und 29. März begann, eine Bestätigung dafür gefunden werden, daß der Entschluß zum LoIbruch erst ganz kürzlich gefaßt sein mußte, so daß-cs in Westprenßcn nicht mehr möglich geworden ist, - die bis in die Kreise Coniy und Pr. Stargard zurückrcichcndcn Theilnchmcr zum gleichen Tage wie im Brombergschcn an der Grenze zu konzentriren.

.Was nun die Zuzugsbctvcgung selbst anbetrifft, so Hatte am 21. März Nachmittags dcr Oberst von Sausin, Commaxxchr dcs 4. Pommerschen Infanteric- Regiments Nr. 21, in Jnowraclaw die Mittheilung erhalten, daß der erwartete allgemeine ZUng an:“? dem

Regierungßbezirk Bromberg nach dem Königreiche schon mit der (

kommenden Nacht beginnen würde.

Es war dadnrch möglich, den größeren Theil der Truppen- Dctachcments, so wie die rusfischen Grenzwachcn, von dem Bevor- stebendcn rechtzeitig in Kenntnis; zu scßcn. --

Zum Theil aus den „inneren polnischen Kreisen ausholcnd, war der Zuzug so organifirt, das; in der Nacht Vom L?stcn zum 23. März an drei Pnnktcn in der Nähe der Grenze die Abthcilxm- gem„fick) sammeln und dann dieselbe Überschreiten sollten. - Nur einer Abtheiltmg - aus 106 Mann sehr gut aus*gcrüstctcr Kaval- leristen bestehend, und *aus dem Schrodacr Kreise kommcnd - gelang es, durch einen forcirtcn Marsch von 6-8 Meilen am frühen Morgen den 22. dieGremc bci Szamarscew O, 177 Meilen südlich Slnpce, da wo die Wresthnia in das Königreich triit, zu erreichen. -- Die Mittheilung Von dem bcstchcndcn LoLbrucl) war bis an das dort ftationirte Militair-Detacbcment noch nicht gelangt.

Dagegen gelang es den russischen Garnisonen in S-[Upce und Peysern (zum Theil auf Wagen) noch am Nachmittage dcs 221“th die crmüdcte Insurgcntcnschaar in dcr (H'cchd Von Ciazyn zu cr- reichen und fie vollständig zu vernichten, so das; amLZstcU eine Zahl davon Vcrsprcng'tcr bei der Rückkehr ins Preußisch Unscrcn Trup- pen wiederum in die Hände ficl.

Eine zweite Kolonne, die aus dem Gncscncr Und den rückwär-,

tigen Kreisen kam und den Powidzcr Wald (115 SammelpUUkt an- gcwécscn erhalten hatte, fiel DetaMments dcs Füsilicr- Bataiksons 2. Pommerschen Grenadicr- Regiments (Colbcrg) Nr. 9 unter Füh- rung des Major v. Schack östlich von Witkowo in die Hände, wnrde gänzlich zersprcngt und zum größten Theil 111it sammt dem mitgeführten Kriegs-Matcrial gefangen. Beim Anhalten dicser Ko- lonne Wurden drei Jnsurgentcn Verwundct.

Abtheilungen xiner dritten Kolonne, die aus Mogilno Und den nördlichen Kreisen dcs Regierungsébezirfs Bromberg zu kommen „;g'chicnen, stießen in dem Wald-Terrain südlich von Strzelno auf die

überall wachsamen Detachemcnts des 5. Militair - Grenz - Distrikts, Bei dem Dorfe Gollejewo, H Meile westlich des Goplo - See's, von schwachen Detachcmcnts des 6ten Pommerschen Infan. terie - Regiments Nr. 49 und des 1stcn Pommerschen Ulancn- Regiments Nr. 4 Unter Führung der Lieutenants von Blomberg und von Dcwiy überrascht, versuchte eine meist bc- 1'ittcne Jnsurgcnten - Bande Widerstawd zu leisten, nan1éntlich eincn ihr gleich anfänglich abgenommcucn Wagen mit Kriegs - Ma- terial zurückzuerobern. Das kräftige und energische Handeln der Truppen = Detachcmcnts überwältigtc indessen schncll jeden Widerstand und auch hier wurde die Kolonne gesprengt, der größere Theil der Zuzügler gleich oder am, Nächsten Tage bei gc- naucr Durchsuchung ch Terrains gefangen genommen.

Sowohl am 22. März wie in den folgenden Tagen waren alle Detachements längs der ganzen Grenze Unauéchscßt thätig, die Reste der zcrsprcngtcn Banden zu verfolch und cinznfangen. “Dem unermüdlichen Eifer, womit dicses geschah, wobei ein großer Theil der Truppen 36 Sinndcn fast ununterbwchn das Ge- wchr nichr“ (1th der Hand gesetzt, ist es zu danken, daß die Zahl der Gefangenen bis auf 209 Mann anwuchs. - Das den Truppen in die Hände gefallene Kricch-Matcrial war sehr bcdeUtcnd. Unter Zurechnung der vor dem Ausörxtck) der Bewegung schon in Beschlag gcnommcxxcn Waffechstäudc simd während des YTOUKÉZ März Von den Truppen crchtct: 2 Kanoncnröhrc (drcipfündcr) gc- fUndcn, 810 “Stück Hamdfcncrwaffcn aller Art, nen und gut, 202 Säbel und Hirschsänger, Z0 Kisten und Fässer mit fertigen Patronen Und losem Pulver, ck. MiUion Zündhütchn, 15 Wagen, einige 50 Pferde -- zmn Theil «(mz ausgerüstet, - und eine große- Mcngc von Bekleidungéé- und AUZrüftungEgcgcnständcn aller Art, besonders Pelze, Mäntel, Waffenröckc, Hosen und Sticfcl, sämmtlick) neu und von sehr guter Bcschaffcnhcix.

Wie schon erwähnt worden, kam die Zuzungcjvchmg in Westpreußen erst einige Tage nach dcr Brombergschcn zum Aus- bruch. Ancl) bier solltcn ciUzclne Kolonnen an Verschiedenen Stellen, je nachdem fie aus dem .Hintcrlandc heranzurücken vermochten, die polnische Grenze zwischen Soldan und Thorn überschrcif2m. Zum Theil gelang es, auch dort der Wachsamkeit der Truppen die "Jm- surchtcn noch in der Formation zu Übcrraschcn und zu zersprcngcn,“ was dennoch die (Hrcnzc zu Überschrsiten vcrmochtc, fiel den sie cr- wartendcn russischen Trnppcn in die Hände, und kam daher nicßt besser weg. *

Drei Punkte waren 93 auch dort, die den Zuzüglcrn zum chdczvous gegeben waren, und zjvar zwischen Gollub *und Straßburg bci Ioscphat Und Pusta Dambrowka, - bci Sale:

sic, 1 Meile westlich von Lkmtcnbnrg,“ endlich bei Grottkcn, zwi-

schcxx Soldan Und Lautcnburg.

Zwar gelang es cincr Bande won [ck])1'. “() Mann in der Nacht VOM 28 zum 29. bei Lapitmsz südlich Straßbm'g das russische Gc- bick ZU erreichen, -- mach km'zcm Verweilen wurdc fie jedoch von den Russen däsclbst angegriffctx 1de zersprcngt. Eben so erging es einer bci Joscphat iiiscrgcgangcncn Ylbthciltmg von p[": 60 Mann, die allem Anxcichcn nach im Walde bci Pnsta DKM- browka kmxz 3111501," sick) Unifomnixt UNd armirt batte, jchig- stcUs f(md man daéclbst nocl) cinen Vorrath von Waffen Und Ausrüstuxxgs GCJcUßäUch, die darauf sclylicßcn [asscxy das; der anng kcinchvch die erwartete Stärke erreicht hatte. - Eine dritte fich bildende Abthciwng wurdc bci Salcsic, “1 Mcilc westlich von Lautenbttrg, Von cim'm Dctachemcnt dcs Ostprenßischcn Jäger-Bataillons Nr. ] Überrascht, * ck“* Mann, 9 Pferde gefangen Und, im Orte selbst eine [*cdcntcndc Otxantitc'it an Waffen, Munition Und lexsrfkstungs=Gcgcnständcn, untcr andcrcn 70 Waffenröckc, 90 Paar Stiefeln, 60 Paar Hosen ?(". vorgcfnUdcn Und mit Be: schlag belegt.

52111181. März früh cndlicl) versmhtc eine aus dem Löbauer“ Kreis kommende Bande von «“'0 bis 100Ma1m bci (Hrottken dcn Gremzflnß, dic Soldan, “mittelst eimer Fnhrt zu Überschreiten, WUrdo dabei Von cinem Posten des 7. Ostpreußischcn Jnfantcric-chinwnts Nr. 44 Und des ]. Leib«ÖUsaren-ngimcnts Nr. “1 entdeckt und (111- gchiffcn. Nack) [yalbsti'mdégkm Widerstandé wurdc anch dicse Colonnc zcrsx-rcngt, cin Thcil gcfaUgcn, ein anderer THcil vcrwxmch und gctödéct.

Ucßcrall, so (mcs) [vier haben die TrUppcn sch tüchtig und ener- gisch [*cxwmmcn. Aber sie sind nicbt OHM: Jcrlnste geblieben, da die JUsnrgcntcn fick) mcl)rfacl) widcrscxzten Und von ihren Waffen gegen die Truppcn Sr. Z))Tcsx'cstäk Gebrauch machth. Bci Mablfcn. Wurde der Füfilier dcs “*. Ostprenszischcn Infanterie=chi111611tsÜNr. 45 Neumann (Offizier-Llspimnt) beim Patrouillengamgc, bei Grotjken, cin Königliches Dicnstpfekd erschossen und dem Riktméifter v. Wittich dcs ]. Leib=Husarcn=Regimcnts Nr. 1 das Pferd unter dem Leibe schwer blessirt. * , .

StettiU, 9. April. Von Texel schreibt man, bemerkt die „Osts. Ztg.“, daß dort die dänische Coryctte »Dagmar« neben dem prenßischen Kriegsdampfer »Adlcra und den beiden ihn begleitenden “(anoncnbootcn »Bafiliska nnd »Blißa im Hafxn liegt.

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- “Frankfurt a. Pk., 9. April. Die offizielle Mittheilung über die Bundestagssißung vom 7. April lautet: Nachdem offizielle Berichte Zins Holßxin zur Vorlage gekommen waren , „cr- sxattetc dcr Könithch preußische Gesandte Herr v. Sydow Anzergc von seiner Abberufung und von der Ernennung des wirklichen Gc- hcimen Raths von Savigny zu seinem Nachfolger. Sodann wurdcn Erklärungen und Vorlagen einzelner Regierungen in Be- ziehung auf in Verhandlung stehende Gegenstände cntgcgen genau.!- mcn, dic Dotation cincr Bundesfestung für das laufende Jahr sext- gcftcllt Und endlich erhielten Privatcingabcn ihre Erledigung.

(Fr. Bl.)

VaOcu. Karlsrnbe, 9. April. Scinc „Hoheit Prinz Lud wig von Heffcn mit Höchftdcffen Gemahxin ist heute Vormittag wiede? von hier abgereist, um sich zunächst nach Mi'mchn zu be- gcben, (Karlsr. Ztg.) &

VIéérÉt-cmch'g. Stuttgart, 8April. (Büllctin) Seine Majestät der König hatte nach mehreren [*cffcren Nächten heute wieder eine Unruhige", schlafarmc. Das Befinden bei Tag war in der Regel zicmlick) befriedigend. Die Schwäche hat nicht zugenommen, Nächstes Büklctin am Dienstag. (St. A. s. W.)

VMchn. M iin chen, 8.21pril. Die Eröffnung des Testa- ments S1". Majestät des L)öchstsclige11 Königs Max _bat hcxxtc Vor- mittag statfgcfunden. (Bayer. Ztg.)

Oesécrrciäy. Triest, 9. April. Der Kaiser Mf [).cntc : Torgen 8-3; Uhr onlehalfcn in Miranmrc cin, unterzeichnete gegen 11 Uhr die Urkunde, nahm um 12 Uhr ein cheuncr cin und reiste in Begleitung der Erzherzögc und des Grafen chDbcrg über Lai- bach, wosckbst der Kaiser das Diner einnahm, nach Wien zurück. Bis Laibach gab Fcldzcugmcister Freiherr 1). Bencdck dcm Kaiser das Geleit. Die Abfahrt "des Ekzhcrzogs Maximilian nebst Ge- mahlin nach Mexico wird künftigen Montag, Nachmittags 4 Uhr, stattfinden. Der Vcrwaltnngsrath dcs Lloyd ßesltc den Behörden und dem Publik'mn sechs Dampfer znr Begleitung zur Vcrfügm:g.

Großbritannien und Irland. London, F. April. In der gestrigen SiHung dcs Oberhauses lenkte Carl von SWstcZ- JUN) die Aufmerksamkeit auf das in dcr »Tich' erschienene Tclcgramm von der angeblich ohne vorausgegangene Ankündigung gcscYchcncn Bx- schießung Sonderburgs, indem er den StaatSsccrcLair des Aanr- tigen befragt, ob er von dicsctU Jacinm odcr vom (Hegenthcil Kenntnis; cr-

hältcn habe. Earl Russell erwidert, daß ihm die Nachrickyt nur aus den ;

Zeitungen bekannt sei, er habe jedoch “den Gesandten iKn Berlin bereits tel?- graphisch instruirt, die Wahrheit zu_ermi11cln, zvozu Sir A. Buchanan „(YZ cht noch nicht im Stande gcwcycn HA.- ancn wxmgcr' Tage MYM jedenfalls der wahre Sachverhalt ans Licht kmnmcm cmstwctlcn qch [che die Regierung fiel) nicht berechtigt, über der Ch.]raktcr jenes AngrqsH Yne Mcinnng abzuchcn. «- Auf eins: Anfrage Ear[ chy's, ol» Lord Runcll gegen die Aufnalmnc der “Dänischen Frage am küvftigcn Montag etkyas einzuwenden habe, wie dies kurz vor den Fcicrtagcn der Fall gcjycstu, gtcbt d'cr (ßöcfmgtc zur Llutwört, daß die früher geltend genmch Emnwndxxng cht nicht Mohr cxistirc, indem mmmcbr einerseits die betresscydcn Schrkft- stücke in Voljständigcr Sexmmlnng vorliegen, andrerseits auch k§me Verhand- lungcn rüchsiclcktlich der „(Konferenz mehr in der Schwebe seien. C1: habe daher

persönlich nichts gcgen cine Dikfnsfion der Frage einzuwenden, Doch gebe

cr dcm Hause zn bcdcmkcn, 05 es mm, da Dcr Znsammentritk der. Konferenz

bcvorstchc, für raéhsam zu Ct'aclxtcn scé, sic!) «m,? cine längere *JeN*-„tte über :

ch dänische “Angelegenheit cinzulaffcn, _ ,

Jm Untcrhausc erwiderte der Marquis von HarUngKOU, Umkc'r- Skaatssccrctair des Krieges, anf die Anfrage Hrn. Onswws- das pchßr- scHe Zündnadclgcwcl)r sci dcm Artilleric-Aussckmß längst bekannt, und vor cii1iganahrcu sei schon in Woolwicl) damit experimcntirt jvoxdcn. Die

Waffe sei für eine begrenzte Zahl von Schiiffcn ganz vortmfflicb,“ UNCUÖU'

..?- “5" 87“ "BM . abcx Pndx cm 10 stmkes G.ntwmchcu von (5111611 statt, M]) 11121 Qxfalx ] UWUUI _J ckmnexn. . anstutt Gutes zu sttstcn, eme cntgegcngescßte Wirkung Hätten, dann sollte sie

' lieber ihren Gesandten abrufen.

verbunden ist, das Gewehr zu gebrauchen. Auch sci kein Grund vorhanden, «nzunchmcn, daß das prcnßisch Gewehr ch Wcstlcy Richards Überlegen sei, von wech) letzteren cht sbcn cine Anzahl an verschiedene Regimenter zur Probe worthcilt werden solle. - Da Lvrd Palmerßon fclxlt, so verschiebt Hr. Dillwyn seine Anfrage betreffs der Bes nächstfolgcndc Sißttng (Freimg). «» Das Haxus konstituirte sick) damnf «[Z Finanz-Comité, um die BUdgc-tredc dcs Schaxzkanzlers cnfgcgen-

znnehmen. Hr. GMNWUL begann mit einer Vergleichng der Budgets

Irland nnd die in den Jährikdißriktcn EnglUnds [)crrsclxcnde Nothzus'rändc

',0 “, *,“ “, : ck , *.. , „_.2 0 .,: *'ch»____ '/ * [»mwxw, und W[lte saft, daß da» Au.ga[ul*mgxt dw „zahxw 186» (34 ans ; ch BNUbUrdUUcnts auf die Dänische JUST iidckdattpt über und fährt fort: ' EI ist durckdans nothwendig, duß dW" Hans diese Frage einer gründlichen ! Und Whigcn Prüfnng untcrzich. AUfangs hieß es 111itRecl)t, daß man die , Fragc umnöglich erörtern könne, che die Likt-cnsii'ich vorliegen. Nun, da sie

07,179,00(_) Pfd. vcmmschlagt wordcn, daß dicse Stimm“: aber in “Folge des Krieges «mf Neuseeland und der zxxr Ablösung ch Sckcldczolch verwandten Nbscb[NJJZUHLUUJLU anf 68,283,000 Psd erhöht worden sei, Die wirklici) verausgabtc Summe jedoch betrage mxr 67,056-000 Pfd. oder L“.“ Mill.

weniger als das den verschiedenen Departements zncrkanntc Budgck, Jm ; sind. Aber nachdsm ich. die „) Lieferung ackcscn, spreche ich die Reqierung ? von aller Schnld frci und bcgkcifc rchgutx warum sie mit der Vorlegung .

; dcr früldcrcn Hefte so lange gezögert (mt.

vergangenen Jahre schätzte er die (Fémmßmc auf 68,171,000 Pfd., 1_vä[3r8nd sic "Den Betrag von 70,208,000 Pfd., d i, ein Mehr von 2,0FZ7,()00 Pfd. ckgcbcn habe. Die im Bamse der drei letzten Jahre vorgenonnncnen Steuer- Rcdnctiomcn oder Abschaffungen hätécn eincn Werth von 6,61“58,1)00 Pfd. repräsentixt; trotz dessen steigerte sich die Eimmßme um 5,011,0(*;0 Pfd. Die gegenwärtige Höhe der Staatsstwtlden sci 791,594,000 Psd. oder etwa 1632- Millionen gerimgcr als zur Zeit des Krimkricgcs, Während die Zinsen derselben sick) auf. 26,211.000 Pfd. vermindert haben. Der HandelZverkchr dcs Lauch habe sich wähkcnd der lcytcn Jahre zu einer erstaunlichen Bliithe entwickelt, indem die Ein- und Ausfuhr cht Z Millionen Pfd. pr. Tag rcpräscntire. ,Ungeachtet dcs Weniger befrie- digenden Zustandes des Papiérlwndelc? habe doch die Zahl der Fabrikanten nicht abgenommen (wiw es während des Bestehens der Papiersteucr der

** ' .,. .; - » F zu WÜY-xn, . _ , MMWI CMNWMI“ Ms “le . [zeit enthalten und Ob dtc Regierung Schritte qctlmn habe, um die preußische

Fall gewcsxn) und andererseits für das Publikum die Verminderung der Papierpreist eine große Wohlthat. Die Spirituosenzölle seien hinter der erwarteten Ertragshöhe zurückgeblieben, doch lasse es fich leicht beweisen, daß der Außfall nicht auf eingerisscne Schmuggclci, sondern auf die Be- schränkung der Geldmittel der arbeitenden Klassen zurückzuführeti sei. Das AuÉgabe-Budget fing das Jabr1864-65 veranschlagt der Schas- kanzler im Ganzen auf 66,890,000 Pfd.," die einzelnen Posten find: Zinsen und Verjvaltung der Nationalschuld 26,400,000 Pfd., Bekasiung der kon- solidirten Fonds1,930,000 Pfd., Armee 14,844,000 Psd, Marine10,432,000 Pfd., Erhebyngskosten der Einnahme 4,692,000 Pfd., Paketpostdienst 883,000 MY.- Diverycs 7,628,000 Pfd., Reserve 80,000 Pfd. Der Gesammtbetcag belczyft sich auf 166,000 Pfd. weniger als die wirklicheAnSgabe des Jaßres 1863-64. Dcr Voranschlag des Einnahmcbudgets umfaßt 69,460,000 PP.,“ davon find angeseßt dic Zölle auf 23,150,000 Pfd., Llccise18,030,000 PP., Ste111_pcl 9,320,000 Pfd, Taxen 3,250,000 Pfd., Einkommensteuer 8,600,000 Pfd.- Post Z,950,000 Pfd., Kronländereien 310,000 Pfd, Di- ;crjes 2,230,0000 Pfd., Entschädigungssunnnen (China und Japan) 600,000 Pfd. D_ic Vergleichung dcr Voranschläge für Llusgabc und Ein- :„mhmc würde also für das Jahr 1864-65) einen Ucbcrfchuß der leßteren tm .Bctrqge vox) 2,670000 Pfd ergeben. Was geringfügigereVeränderungen bctx:fft,_ xo schlägt zYcrr Gladstonc vor, den Zoü von 1 Sk). per Quarter- aus auslandi1che§5 Getreide abzuschaffen und dafür einen Zoll von Z Pee. per Ctrxeinzufi'thrßn (w_elchc Abänderang in Wesenheit eine kleine Ermäßi- gung des Jolies ist, inyofern sie den Importeurs und Händlern zu gute f_ox_z1mcn wird); ferner die Konzcsfion zum Thccvcrkauf auf dem Lande in Hauscrn von m_:tcr [0 Pfd. Jahreswertl) von 11 Sh. 6 Pee. auf 2 Sh. 6 Pee. zu ermäßigen, und einige under:: Abändernngcn, welche alles in allem 15,000 Pfd. aus1nachcn würden. In dcn Zuckerzöllcn beantragt der Schaßkanzlec Ermäßigungen je nach den [*erchixdcncn Qualitäten. Die Ein- konZtUc-nstictxcr habe, fährt er fort, die nächstenAnsprüchc, von der Regierung berucksmhtxxzt zu werden, und um sie dem gcseizlichcn Minimum näher zu bringen, 1_chlage cr auch diesesmal wieder den Abzug eénes Pennys vor. Durch dée1e Herabscßnng werde den Revcnücn eine sofortige Einbuße von 800,000 und eine schlicßlichc Einbuße von 1,200,000 Pfd. *erjvaclzsen. Die Einführupg-akler o-Zy ihm vorgeschlagenen Ermäßigungen würde den Ueber- schus; aus 430,000 Pfd. rcduziren, und einige andere eventuelle Herabsetzun- gen (z,. B. 1312 Gebuhr auf Feucwcrsicherungéz-Actien) würden diesen Bekrag auf 238,000 Pfd. herabbringcn. Dcr Redner schloß hierauf seinen drei- stündigen Vortrag.

- 9. April. In der gestrigen Sitzung des Unterhauscs richtete Sir .H. Vcrney an den Premier die Frage, ob in der bevorstehenden Konfe-

renz die Jntereffem, die Einwvhner von Holstein und Schleswig

Vcrtrciung und Schuß finden werden? Lord Palmerston: Ich kann vec- sick)crn, daß für die Interessen des Volkes von Schleswig und Holstein ge- nügende Sorge getragen werden wird. Erstens wird in der Könferenz ein Vertreter ihres rechtmäßigen Souvcrains sigen (Jemand ruft: »Ncnncn Sie den Souverain!« Beifall und Lachen) und diesem Souvcrain werden ohne Zweifel die Jntereffen aller seiner Unterthemen gleich am Herzen liegen. Zjveitensjverdcn in der Konferenz 'die Vertreter der zwei "deutschen Mächte sein, die zu danaffcn gegriffen haben aus dem von ihnen angcgcbknanrunde, dicBeob- achtnngvon Verbindlichkciten, dic sichaufdicsczwciHerzoqthümcc beziehen, durch- zusetzen. Drittens wird der Bundestag, wie wir hoffen - aber es ist noch kein? Antwort da - auf der Konferenz vertrefsn sein, und obgleich der Bundestag mit chn .Zcrzogthum Schchwig, das nicht zum Butsdcsgebiete gehört, nicht?- zu 1chassrn hat, wird der L*;crtrctcr des Bundestages für die Jutercffcn dcs untcr dcm Bunde stehenden Herzogthums Holstckn gehörige Sorge tragen. Mr. Horx; man zeigt cms“ Montag folgend]: Juterpellation an: Ob, wenn, als“ Ergebnis; dcr'Konfercnz, die Regierung im Begriff wäre, dée Cingehung mucr Vcrbmdlichcitcn Seitens Englands anzurakhcn, diese Bcrbi11dtickeiten vor ihrer Ratifizirnng zur Kenntnis; des Parlaments gc- brackyé und demselben zur Erwägung vorgelegt werden würden.. - Mr. Dillwyn lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses auf das Bombardement von Sonderburg, wiedassclbemn 6tcn in einem Tclcgraxximdcr „»Timcsa dargesteklt

* worden. Llucl) England habe Punkte an der Küste, die feindlichen Bombarde-

ments in Krichzcjtcn ausgesegt wären,“ nicht nur seine EOrc, auch sein In- kLU'ffL gebiete il“)m, andere Länder an 110 Nothwcndigkcit civilifirter Krieg- Wenn die Vorstellxxngcn Dcr englischen chierung Cr möc'otc uncl) einen Theil der englischen Flotte nach der Ostsee beordert sehen“, um den Dänen zu helfen, ihr Gebiet Er frage dcn Premier, ob das erwähnte Telegramm die Wahr-

chicrung «11 die Notwvcndigkcit civilésirter Micgfävrung zu erinnern? *-

Anf cine Zwischcnbcmcrkung Mr. OSbornc's sagt Mr. Dyllwyn, seiner ; Amicht naci) [mbc Danemark ur1primglick gefehlt, indem es seine Pfifchten

dcr %" Pr “"a rc wobei er au" die Rcivc chcltcr Ernten in ' ., , _ , lextcn 1 c „x [) x s - 7 ) * gcgen Dxc„Herzogthumcruncrsnlltgelancnhab?,allcmdas VcrfabrenPrcuZ-ens

sci 11ichk zn rechtfertigen M1". OEHornc gebt darauf von dem Thema

ertcgcn, muß ich sach, daß sie Nicht nur lang, sondern auch langweilig

" . Dcr Untcr-Staatssccretair dcs LiUItvartxgcn vcrdtcnt alxcs Lob xétr dc'n Jßlexxx, Mit dem er dicxe Schriftstücke

censirt, rcvidirt und beschnitten [)at. Nim v-crspricist man uns eine Konfe-

. renz, und, nwrkwürdig genug, kamm ist sie angokündigt, so nimmt der Krieg

die blntégstc (Hcstalt cm. Plößlicl) auch, und wohlgcmérkt, auf das Anrathen

dcr-französiscbett Regierung, Wird der BundcÉtag z'm' Beschickung eingeladen,“

nur wird dieser langsame Körper vielleichf erst nach Wochen“ oder Monaten zu * antworten im Stande“ sein. Angenommen, daß die Konferenz zusamnmntritt, so möge das Haus ruhig erwägen, was fie ausrichten wird. Mir scheint sie nichts" als ein Mittel, wodurch Ihrer Ma- jestäfMinistcr fich cms ihrer pftgchcrhastcn und ungebetenen Einmischung in