994
Zwölstc Verloosung. Serie ]. r'! 100 Thlr. Nr. 770. Dreizehnte VerloosunZ. Serie. 11. :*; 621; “Thlr. Nr. 12, 21. Vierzehntc Verloosung. 881'18 [. Fr 100 Thlr. 10,336. 10,340 bis 10,343. 10,351 bis 10,354. 11,415. 11,416. 11,428. 16,820 16,624.16,L«25. 16,629 bis 16,632. 16,637. 16,841. 16,643. 7,010. 17,011. 17,023. 17,031. 17,032. 20,658. 20,661. 20,362. 20,367 bis 20,869. 20,373. 20,577. 20,963. 20,386. 20,637. 22,338 bis 26,074. 26,078“. 26,085. 26,063 bis 26,093. Zsrjé 1]. 0. 022 Thlr. 95-90. 9962. 9564 bis 9691. 10,297. “10,293. 10,305. 10,329. 10,334. 11,560. 11,563. 11,564. 11,566. 11,574 bis 11,576. 11,561 bis 11,584, 11,596. 21,018 bis 21,020. 21,024 bis 21,029. Berlin, den 16. April 1664.
Königl. Öaupt-Vcrwaltung dcr Staatsfthulbcn. bon Wedcll. Garnet. Löwe. Meinecke.
Rr. 10,330. 1 1,41 1. 16,827. 16,849. 20,859. 20,876.
22,344.
9656.
10,302.
Abgereist: Sc. Drrrchlaucht brr Fürst zr: Locwcnstcin- Werthctm-Jrcudenbcrg, nach Wertheim.
„ Berirn, 21. April. Sc. Majestät der König haben Aller- gjnadtgstDJcruht: _Dem Premier-Licutcnant bon Gallrrih-Drry- [rng dcs Ostpreußrschen Jägcr-Bataillons Nr. 1 die Erlaubnis; zur Anlegung der von des Kaisers von Rußland Majestät ibm ber- lrehenen goldenen, am Bande des St. W[abimir-Ordens 11111“ der Brust zu tragenden Rettrmgs=Mcdai0c zu crthciien.
Nichtamtliches.
„ Preußen. Berlin, 20. April. Sr. Majestät dcr Konig bcgabrir Sich gestern friih mit dem ZZ Uhr Zuge iiach Magd'cburg , mech dort im Gencral-Kommaudb zu Pferde und besichtigten um 410 Uhr die Magdeburger Garnison 911 1,81'8116.
Nach der Parade Dejruner, zu dem sämmtliche Generale und „
Stajbsb'ffiziere Kbrfbhlen waren. In Burg besichtigten Sc. Majettat drr Konig das 2. Bataillon 60. Jnfantcrir-chimcnts und
die 3. Haubiß-Baktcrir bon drr Magdrbrirgischcn Llrtillcric-Brigadc ,
Nr. 4. Um 46 Uhr trafen Sc. Majestär der König wieder in Berlin
ein" Uiid begaben Sich" nach einem knrzcn Vortrago drs Ministcr= . Prafidentcn und des Kriegsministrrs (anf dcm Eisrnbahnhofc) nach '
QlÜerhöchstihrem Palais.
(Vom Kriegsschauplah.) Grabenstrin, 20. April. Unser Verlust an Todtrn ,und Verivundctrn 60 Offiziere und rhrr mrhr als weniger wie 1010 Mann. Der dänische Verlust beträgt nut Einschluß der Gefangenen mindestens 4000 Mann. *
" . In unscrcir Lazarcthcn: 811 preußische Verwrindctr, biclc schwer,“ damsthc 21 Offiziere und 580 Mann,“ General dr: Plat und Major Rosen tobt, 1()--12 torte Offiziere wurden den Dänen heut aus- gclrcfert, darunter 2 Obersten.
Zn Schanzen und Brückenkopf 100 dänische Geschühc erobert, darunter 3 bronzene, der 5te Theil Fclbgcschiihe.
- Vom Krichschauplah drn18. und '19. b.crhaltcnwir nach- ßehcndr zrvci Berichte: Heute Vormittag 10 Uhr begann gleichzeitig m 6 Kolonnen der-Sturm auf die Schanzen von Nr. 1 bis 6. Um 10'7. Uhr Wehre von särnmtlichrn 6 Schanzen die preußische Fahne. Um, 11 Uhr waren Schanzen Nr. 7, 6, 9 nnd die hinter der ersten Reihe liegenden neu erbauten Schanzen rrstiirmt. Dic Schanze Nr. 10 kcrpitulirte. Um 129, Uhr waren die beiden starken Schanzen des Bruckrnkopfcs erftiirmt, die eine Briicke über den Alsensund wurde vom Feinde abgefahren, dic andcre war von den Geschossen der dicffeitigcn Artillerie zerstört, der Feind somit aus seiner ganzen starken Position geworfen und auf Assen brschrankt. Der erste Sturm, ÜUf die Schanzcn von Nr. 1 bis 6, war von der preußischen Infanterie ohne einen -Schu„ß zu thun, unter dem heftigsten feindlichen (ananterie- Und Kartatschfeuer, mrt lautem Hurrah ausgefiihrt, -Ro*lf Krake- cr- schten erst auf dem Kampfplah, als die Schanzen schon erobert waren und "der Trupprn Deckung “gewährten. Dic preußischer: Battericcn-nothtgten ihn jedoch sehr bald zum Riickzuge. Der Ver- luft der. preußtschen Truppen ist auch annähernd aroch nicht mit Sicherheit festzustellen. Von den Dänen sind zwischen 3000 bis 4000 Gefangene, darunter viele Offiziere, eingebracht, 50 bis 80 Ge.
Fahnen. G,leich nach Erstürmung des Brückenkopfes wurde der Befehl erthnlt, daß der größxe Theil der preußischen Truppen und des Beb'agerungsparkes nach Jutland links abmarschiren sollte, um g“."3 Jutland nunmehr zu beseßen und Jridericia zu belagern, ZO'U nachßen Tage werden deshalb im Norden die entscheidenden Schläge rrngen.
" - Gestern VormittZg find die DüppeserSchanzen gc- Ttrzrznt, bre Danen vom Jcstlande dcs Herzogthums Schleswig ver. rie en. -
Se. Königliche „Hoheit der Kronprinz und der Feld, m_arschchl wohnten dem ersten Theil des Sturmes auf der Höhe ber dL) (312111111clmark-Battcrie , dem weiteren Vcrlguf desselben auf dem pih crgc, nachher noch weiter vorwärts an der Cha Sondrrburg'bci." f * uffce nach
Je zwei Ofsrzrcrc des Hauptquartiers waren zu jeder der sechs Sturmiolonncn kommandirt, um Sr. Königlichen Hoheit dcm Kronprinzen und dem Feldmarschall rrchtzeitig MeldungWibcr For:, gang urid Erfolg des Sturmes zu machen.
' DteKzum Sturm bestimmten Truppen standen seitTagesanbruch rnmxenquraUcchrchunZzApprochcn, die Reserven verdeckt dahinter, [raren 1ammtt e ' attrriren cin “ch cti cs (“e “ 5“ Schanzen unterhielten. 1 ) hf I ck ner aus M
Eine Brigade stand bei Sandberg, um, je na Un17ändc cntwcdrr'in, POUtOUÖ und Kähnen nach Alscn übcréuscyerx, bb1cjr, dcmonnrrrcnd feindliche Kräfte dorthin zu lenken.
Mit dem Glorkcnschlaq 10 Uhr schwiegen sämmtlics “ "
,.... „ ' )c Battericen ber Angrrnsirbnt und alle () Sturmfolonnen brachen gleichzeitig Unter lautrur zgurrah" rms dcr vordersten Parallele vor. “'
& ,“,Ocr FEWO begrußtr dieselbe mit einem heftigen Jnfanteric- rmb Zirrrtcrtschfruer4 Liber nichts vermochte den Ungestüm dcr vorwärts fturmerrden „4,111an aufzuhalten. Ohne einen Schuß zu 'tbuxr eilten ite Weiter. * ,
Um 103/ Uhr wchtrn schon von allen sechs an ' '
' _. „ * ge rr enen S an- zen dre ausgepflgrrztrn prcnßtichcn Banner. Dir JILM, dicrh dic Schanzcnxbrrthridrgt, Waren todt, verwundet oder gefangen. Bis 11 Uhr ;LzZrntntths waren auch die Schanzen Nr. 7, d' und 9, so wre rc ra m er iegcnde write Schau cnrri c c " 'i " » * Nr. 10 kapitulirte, 3 z [) MUMM du Schanze
12 Uhr Mittags war auch der Strrrm auf die be'5
." ., _ , ' tren S mxcn TLLZHLZFKLÜUÜZMW"Iollcxdxt. Der Feind fuhr die eine SchisFbriyrrkc 11. . n a , wa ren rie andere dur R'e N ' " * Artillerie zerstört war. ck U Geschone Wr NMUNIM
Die ganzen iiberaus festen, noch stark mit Artiklcrie armirtrn
und W" ÖU' “Zinfantcrie gut bcrtbcidi t Sch ' » & , cn an cm* 1 - ., nommen. g 3 Uk)?" naten gr
*schüße in den Schanzen erobert und ebenso eine große Zahl von
“' »:110lf5/Yakc« Vck1Uchté in das Gefecht einzugreifen, nachdem die britcnziechs Srha'nzrn Phon rrstiirmt waren, doch wurde er durch 10:3 Lurr drr drcnriiigcn Battcricrn ziim Riirkzugr gczwumxcn. . ?.F/Jé-Kmt 54 Kanonen ausgerüstete Linienschiff »Skio'lkm [aq ;Fcilieré-rahr, wagte es aber mcht, iich an dem Kampfe zu be- . _ «éiir diijLiklgkik Verluste sind groß, aber noch nicht annähernd €ut ichahrir. “ Der Verlust bes Jrindrs ist 011 Todtrn und Verwirb- :e cnzrrniclxmcrrd- “noch großer. 2 dänische (Generale find tobt auf rrrrrßzlahc geblieben. 3000 bis 4000 Gefangene, darunter biclr Oistztcrc 1111102 Rrgimcnts-C0m11mndenrc, sind rinqcbracht. Zwischen 50 UZI, 650 1:0eschrihr, so wir mehrere dänische Fahnen find rrobert. bas („.'LNÖUIW bci Sarrdbrrg konnte zwar nicht iibersehen, wril & „„sein 1che User zu stark bricht war, doch hatte fie ihre Aufgabe kkkélÉJ bedeutende [rindlichr Kräfte dorthin zu lenken. * jedes Urberakbour iammtlichcr im Feuer gcwcsrnrn Truppen ist über Sr 326111 [cr)Zbcrr. Able anrbnungr'n 311111 Sturm warm bon qrtroffcn Yb Hshrtt! hem Prinzen Jrrrdrtch Karl so meisterhaft Zwei Stimchil 9168103 JZFYMT 10 ZrEgczrrchneÉ durchgeführt, das; in bracht War. gi rzcnrfte (: cr glanzcnrrn Waffcnthatcn boll- stärktFlLKZberatwnezr nach Öhtlairb werden nun sogleich mit ver- - _ asien beginnen, ,')“rrdcrma belagert werden. Dort find die xcriicrrir Erfolge ]th zu gcwärtigen.
Swrnrmünde, 13.21pril. Heute friih 6 Uhr ging unsere DamFFfflottc: »GriUea, »Arrorraa, »Nymphr« und 5 Kanonenbootr, [Z,wn der Raddampfer »Vcrcin- in See und steuerte nordwestlich. Y'te »Grrllea “Yam gegen 9 Uhr ganz aus Sicht, die anderen Schiffe blieben sorirbcrhrrrid in Sicht. Gegen 6 Uhr trafen sämmtliche Srhtffc hier Wieder ein, und erfahren wir, daß die »Grilic« Vor- mittags den Dampf von nordwärts ziehenden Schiffen gesehen Wklchc jedoch sb Weit entfernt waren, daß “man fie nicht zu crkcnnch bcrmochtc. Dr: »"G-rille- ist bis Pcrd gewesen, von wo aus fie gegen 3 Uhr 3 damsche Dampfer sah, "wclche nordwestlich steuerten.
.. „ „ * Ostsee-Ztg.)
Pillau 17. 9 . 5 "* "( wcsmFrts vm,l hier Zkrhlörctécuw Bormatag war Kanonendonncr
“ anzig, 19. Aril. ' ' dänische Kriegsschiffe hirxtcr OelZeuie Morgen zeigten Mittag auf die Rhede gegaiigen.
. _ fich wieder Dre Korvette »Vineta- ist gegen (D. D.)
995
Breslau, 20. April. Gestern Abend war die Stadt zur Feier des Sieges illuminirt. Die gesammte Militairmufik führte, von einer großen Volksmcngc begleitet durch die Hauptstraßen der Stadt ziehend, einen großen Zapfenstreich aus. Ucbcrall ertöntcn Hochs auf die Armee, die Volkshymnc und„das Schlcsrvig-Holstein-Lied.
Holstein. Neumünster, 19. April. So eben pasfirtc hier ein Extrazug mit dänischen Gefangenen (circa 700 Gemeinen und circa 50 Offizieren) nach Altona und von Flensburg koHnmÉndÖ)
( . . .
Altona, 10. April. Die Leiche des tapfern Majors von Jena, der bereits bei Miffunde verwundet , fich in diesern Feldzugc Fhon mehrfach ausgezeichnet hat, pasfirte heute hier durch nach dem Süden. Sie war begleitet von preußischen Offizieren und Soldaten, der Sarg des gefallenen Helden war bckränzt mit Laub und Blurrrcn.
(Alt, M._
Sedleé'wig. Dcr *Börscnhallca wird aus Diippcl vom
19. April gemeldet, daß gestern Nachmittag 1065 dänische Gefangene und unter ihnen der abgeschtc Polizeimcistcr Hammcrich, nach Flens- burg transportirt worden sind. Extrazrtg mit 50 gefangenen
- Durch Neumünster kam Nach- mittags" cin dänischen Offizieren und 700 Mann.
Hamburg, 19. April, An das hiefigcComité: zur Pflege der Kranken und Verwundeten ist eine Depesche aus Flensburg vom hcntigcn Tage, welchc Untrrstiißung rcquirirt, eingegangen.
Nach Berichten aus Cuxhaven wurde das Hamburger Schiff »Albcr'tinixe von den Dänen genommen. Das heute dort einge- laufrnc Schiff »John Bertram“ war von einer dänischen Fregatte 1-2- Stande gejagt worden.
- 20 April. Die »Bcrlingskc Vckanntmachrmg dcs Kriegsminiftcrs nach welchcr die dänische Armrr, dir viele zählt, fick,) auf Alien befindet.
Nach einer demselben Blattc zugcgangenen Meldung aus Augustcrrburg haben namentlich das 9. und 20, chimrnt große Vcrlrrstc crlittcn. 3 Obersten, “1 Oberst- Lieutenant Und 2 Majore waren verwundet, Oberst-Licutenant Schulten tobt.
Dic »Börsenhallcu enthält folgende Meldung: BrückcUkbpf vor Sondcrbrrrg, 19. Nachmittags: Von heute Morgen Abends 6 Uhr Waffenstillstand. Dänen zur Räumung Sonder- brirgs bis Abends 6 Uhr aufgefordert , widrigcnfails Bombardemcht,
Das dänische Linienschiff vSkiolda ist nebst 22 anderen Schirren bor Hörup Haff sichtbar,
IercklcnburF. Sr. KöniZlichcn Hoheit dcs lichen Hoheit der
Tidcnbr- enthält eine vom 16. Nachmittags, Todtc und Verwundete
Schwerin, 19. April. .Die Vermählung Grafen von Paris mit Jhrcr K*bmg-
wird am 30. Mai zu Claremont in Eng- land gefriert wcrden. Die Prinzessin Brant ist am 21. September 1646" geboren. Sie geht bereitsam 10.201111 mit ihrer Mutter, der Hrrzogzin bon Montprnsicr, Infantin bbnSpanicm, nach Claremont, 100112131618 mit ihrer Familie den Sommer über zrr brrwcrlcn gc- denkt. (Merkl. Z.)
Sachsen. Dresden, 19. April. Tir Kammer der Abge- ordnrten hat in ihrer hcrrtigcn Sihung einstimmig einc Zuschrift an den Staatsminister von Beust beschlossen, welche ein VertraucnsWtUm und cinchrwahrrmg der Kammer znr Ucbcrrrirhrmg bei der Kon- ferenz enthält.
Die Verwahrung lautet: Rechr und Volkswillc fordern Tren- nung der Hrrzogthümrr von Dänemark und dir Erbfolge des „Hauses Augustcnbrrrg in den unzertrennlich verbundenen Hrrzogthumrrn. Sollte die Rechtsfrage streitig sein, so steht die Enifthcibring frmcr Konferenz rer Mächte, sondern aUein dem Volke mid scmcn Vcr- 1rctrrn zu.
Die Kammer legt gegen jede Verfügung über das Schicksal der Hrrzogthiimcr ohne und wider dercn Willen unter Wahrrmg dcr Rechte Deutschlanrs und Schlchvig-Holficins Protest cin.
Gotha, 19. April. Staatésminiftrr Freiherr von Beust auf seiner Reise nach London hier ein und gleichzeitig mit ihm der Minister bon Wahborf aus Weimar. Beide hatten eine Besprechung mit dem Minister bon Seebach hier anf dcm Bahnhofs. Nach derselben verfügte sich der Staatsminister von Beust nach dem Herzoglichen Palais, wo er die Ehre hatte, den. Mit dem Nachtschncklzug schie er seine Reise fort. (9. Ztg.)
Fraukfurt o. NT., 19. April. Nach einem wiener Trie- gramm dcr "Poft-Zeitunga ist die Vcrtagimg bes formellen Zusam- mentritts der Konferenz bis zum 25. d. erfolgt, um dem Staats- Minister von Brust die Theilnahme von Anfang an zu ermöglichen.
Orsterreick). Wie die "Triest. Ztg.« VOM 16. b. mcldct, ist das Linienschiff »Kaiscrcc am 12. d. in Algier angekommen und „hat daselbst Kohlen eingenommen.
Großbritannien“ und Irland. London, 19. April. Der König der Belgier machte gestern der Königin Maric Amalie einen Besuch in Claremont.
Earl Russell hatte gestern Audienz bei der Königin in Windsor
zbgs bon Montpcrisicr,
10 Uhr bis '
Prinzessin Maric Jsabrlla Franzisca dc, Qisftsi ; von Orleans, Infantin bon Spamcn, dcr altcstcrr “y.,bchter dcs 19er: ,
Gestern Abend traf der Königlich sächsische *
von Seiner Hoheit dem „Herzog empfangen zu rvcr- *
und stellte ihr den bairischen Gesandten Freiherrn vyn Cetto , und nach diesem den dänischen Gesandten Herrn von Bille und die zur Konferenz hierhcrgekommenen Bevollmächtigten Herrn Quaade und Herrn Krieger vor.
Im Oberhause machte Lord Derby estern auf eine von Mr. Mackay in Liverpool erfundene ncue Kanone auémerksam, die, nach den mit ihr angesteUten Versuchen zu schließen, den Withworth'sthcn und Armstrong- schen Geschüßen starke Konkurrenz machen werde. Der Earl Grey and .Ripon und der Herzog V Somerset äußern noch einige Zweifel, ob der Vorzug der Erfindung festgestellt sci. -- Lord Derby zeigt cm, daß er am 26. die Korrespondenz der Regierung mit Mr. Laird wegen der von leßtcrem gebauten Widdcr-Dampfer zur Sprache bringen werde. - Earl Gran- ville kündigt dem Hause Mr. Lowc's Rüchtriti von seinem Posten an, sagt, das Erziehungswcscn habe ihm einen ungeheuren Aufschwung zu dan- ken rind Vertheidigt ihn gegen die Anklage, die Berichte der Schulinspektoren oerftummclt zu haben. Lord Derby halt es für zweckmäßig, den leßteren Punkt durch einen Qlusschuß dcr Gemeinen untersuchen zu (affen.
Jm Unterhause zeigte Mr. Disracli die Absicht an, als Amen- demcnt zur Obborneschcn Motion wegen der dänischen Politik des Ministe- riums die Vorfragc (dcn Uebergang zur Tagesordnung) zu beantragen. -- Kir. Yorke fragt den Premier, ob zwischen Oesterreich und Rußland ein Llrrslicfcrungsvertrag bestehe,“ ob man ihn aufmerksam gemacht habe auf einen aus Lemberg den 16. März datirten Befehl des Generals Mensdorf und einen ähnlichen aus Krakau den 12. März datirten Befehl des Gene- rais Mrcki, daß «rue polnischen Flüchtlinge sofort über die Grenze zurüch- gc1chicht werden sollen, und ob Ihrer Majestät Gesandter in Wien die Weisung erhalten hch odcr werde, den freundschaftlichcn Ein- fluß Englands aufzubirtcn, um solch unmenschlichem Verfahren ein Ziel zu sehon? Lord Palmerston: Wir wissen von keinem österreichisch-russischcn Vertrcrgc zur Auslieferung von Verbrechern. * Es mag ein oder das andere militairiscbc auf Ausreißer bezügliche Abkom- men bestehen, welches uns unbekannt ist. "
2 *cr als unser Gesandter in Wien meldete, das; in Galizien dcr Belagerrrngszustand und das Kriegsrecht. proklamirt würden, sagte man uns, daß es russischen Unterthanen, die fich mit gehörigen Päffen in Galizien befinden, erlaubt sein solle, dort zu blei- ben, fails sie nachwicsen, daß dies für ihre Privatangelegenheitcn nothwendig sei, während diejenigen, die dies nicht bcrmögen, aufgefordert werden wür- den, in irgend eincm anderen Theile des österreichischen Kaiscrftaats ihren Aufenthaltzunehmen. Aber es ging aus jenem Edikt nicht hervor, daß solche Personen an'“ die russische Regierung ausgeliefert werden soUcn.-Mr. Lowe erklärt, daß er von scincmPostcn als Vicc-Präsident drs Erziehungs-Ausschuffes zuriicktrctc, bcrthcidigt sich gegen dir von Sir Rob. Cecil gegen ihn vorgebrach- ten Anschuldigungen, und erklärt, er sei vom Hause der Gemeinen (durch Annahme der Motion Lord Rob. Cecil's) angehört verdammt worden, Lord Rob. Cecil bedauert, daß Mr. Lowe die Sache persönlich genommen habe. Seine (Cccil's) Resolution sei gegen den Erziehungsausschuß und nicht gegen den Viccpräsidcnten selber gerichtrt gewesen. Wenn der Leßtcre sich in der- selben Art wie heute angrsprochcn hätte, wäre es entweder nicht zur Ab- stimmung gekommen, oder dir Axstinnnung wäre anders ausgefallen. Lord Palmerston zollt dcn Verdiensten Mr. Lowr's hohe Anerkennung und. bedauert, das; es nicht gelungen sei, ihn vom Llustriit abzuhalten. Am Sonderausschuß über das Verfahrrn des Mr. Disracli erklärt im
' Donnerstag werde er einen Geheimen - Raths - Comité's beantragen. Namen der Oppofitibn, “daß sie Mr. Lowe's Erklärung, so weit sie denselben persönlich bctrcffc, als vollkommen befriedigend an- sehe Und seinen Rücktritt als einen Vrriuft fiir das Land bedauere. Die
, Schuld [ich daran, daß seine Kollegen ihn iiichtcncrgisch vcrtheidigt hätten. * Später bringt Mr. Disracli den Umstand zur Sprache, das; lange Zeit fiinf Urrtcrsiaatssccrckairr im Unterhausc gesessen hätten, was einer Parla- mentsaktc zrrwidcrläust. Lord Palmerston gab zu, daß dies leider Über- sehen worden sri. Er nehme die Vcraniwortlichkcit dafür auf sich, aber eigentlich sei die Opposition zu radeln, denn ihr komme es zu, das Verhal- ten der chicrnng zu überwachen und sie am Strauchcln zu hindern. Ja, die Regierung hätte ein Recht, fich zu beklagen, daß die Opposition fie in pcrfider Weise ohne Warnung das Grieß habe brechen laffcn. Am besten werde es sein, eine Jndcmnitätsbill einzubringen. Das Haus beschäftigt sich dann mit der Comitébcrathung einer Bill zancrbrffcrung dcr Deporta- tionsgesche und vertagt sich erst nach 1 Uhr Morgens.
- 19.21pril. In der heutigen Sihung des Oberhauses erwiderte Russell auf eine Interpellation Lord Malmesbury's, die Antwort des Berliner Kabinets bezüglich der Beschießung Son- derbnrgs fehle wahrscheinlich aus dem Grunde, weil eine neutrale : Macht zu einer derartigen Anfrage nicht berechtigt sei.
Im Oberhause stellt Lord Clarendon, im Unterhause Lord Palmerston auf das Entschirdcnfte das Gerücht in Abrede, die Regierung habe auf den Wunsch des Kaisers Napoleon Fir plöhliche Abreise Garibaldi's veranlaßt, der Kaiser der Franz!) en babe vielmehr iiber die Demonstration des cnglischcn,Volkes seine Bewnnderjmg ausgesprochen.
Jm Unterhause brachte Osborne seinen Antrag in Bezug ' auf die dänische Angelegenheit ein, der iiber die Politik der Regie- rung starken Tadel ausspricht. Nach langen Debatten, bei denen Palmerston und Layard diePolitik der Regierung berthridigten, wurden der Osborn'schc Antrag und das Amendcmcnt Peacocke's zurückgezogen. *
Frankreich. Paris, 18.2lpril. Der Kaiser hat an seinen Finanz-Ministcr ein (bereits tclcgraphisch mitgetheiltrsNHandschreiben erlassen, das nach dem »Moniteura wörtlich lautet:
Palais dcr Tuilcricn, 15. April.
Herr Minister! Die glückliche Lösung der Mexiko-Affaire hat in mir den Wunsch "rege gemacht, die erste Abzahlung der Kriegskosten dem Lande dadurch zu Gute kommen zu lassen, daß eine der Steuern ermäßigt wird,