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3. Garde-Grenadier-Regiment Königitr Elisgbxth:
Grenadiec ohann Micha aus Karchowiy, Kreis Glethy, Todt. Durch einm ranatsplitter den Kopf zerschmettert. . „ .
Unteroffizier Joseph Ciesielsky aus Zaczewo, Krets Pleschen. thcht verwundet. Durch ein Granatstück am rechten Oberarm gequetycht. Lazaret zu * [ensburg. „ „ ,
Gefreiter Fr2cdrichFWienzek aus Zywodzrß, Krets Oppeln. Letcht ver- wundet. Kontufion am linken Arm. quareth zu Broackcr. „
Grenadier Paul Barthel aus Bres'au. Letcht Verwundet. Kontujwn am Kréu . La aret u Broacher.
Grenadier Anzwn Pzrerkherz aus Blottniß, Kreis Groß = Strehliy. LcicHt verwundet. Konfusion am Arm. Lazareth 3." “Brorcckeor. ,
Crenadicr Adolph Adler aus Pilgranrßdorf, Kreis Pleß. Leicht ver- wundet. Kontufion am Kopf. Eimge T_agc Schonung.
Secondc-Lieutenant von Trotha aus Gänjefurt in AnhaTt-Bcrnburg, Leicht verwundet. Verleßung am linken Auge durch umhersprißendc Erde. Bei der Compagnie.
Unteroffizier Jgnaß Jasénsfy ans Posen. Todt. Ko * cs.
Grenadißx Friedrich Wissener aus Eichberg, Kreis Schönau. Todt. Zcrschmettcrung dcs Rückgrades. ,
Grenadier August Grünberger aus in1schcchc, Kreis Grünberg. Schrvcr verwundet. Vcrchung drs Gemächtes und des linken Ober- schenkels durch ein Granatstück. Lazarctl) zu Büffclkoppel.
(Hrenadier Simon Kubiak aus Saparzin, F?.rcis Posen. Schwer vcr- wundet. Verchung am Auge und Scyädcl rechter Seite durch ein Granatstüék. Lazareth zu Bijffclkoppcl.
Grenadicr Stanislaus Pralat aus Raduchowo, Kreis Fraustadt, Scbwcr verwundet durch einen Granatsplitfcr am rechten Arm. Lazarcth zu Büffelkoppcl.
Zerschmettcrung des
Am 7. April: 4. Garde:Grenadier-chimcnt Königin Augnsta.
Füfilier Gerhard HITangelmann aus Hichch, Kreis Duisburg. 2914111 verwundet. Durch Granatsplittcr über „dem rechten Knie. Lazaretk) zu Nübel.
Füfilier Eduard Müller aus Solingen. Leicht Verwundct. Durch Granatsplittcr am linken Unterarm. Lazarcth Nübel.
Grenadier Anton Hey aus Malten, Kreis Schleiden. Leicht vcrwnndck. Durch Granatsplitter unterhalb des linken Schulterblatts. Lazarctl) zu Vroacker.
Grenadier Michael Loef, aus Törtcrshauscn, Kreis St. Goar. Lcicitt verwundet. Streifscvus; durch einen Granatsväittcr unterm Linken Arm. Beim Truppentßeil.
Grenadier Heinrich Spiegel, aus Mühlheim, Kreis Arnsberg. Leicht verwundet. zogenen Geschoffrs zwischen Kopfhaut und Schädel, Vroacker.
Lazarctl) zu
Am 11. April.
Grenadier Theodor Dickhover, aus Datteln, Kreis Recklinghanscn. Schwer verwundet. Gcwehrkugel in den linken Faß über drm Fcffelgclcnk. Lazareth zu Broacker.
Gefreiter Stephan Wagner aus Blirscn, Kreis St. Wenöel. wundet. Gewehrschuß in den rechter: Oberschenkel. Broackcr.
Grenadicc „JosepH „Feber aus Grünebach, Kreis Altcnkirchcn. Leichtver- wundet. Prellschuß am rechten Backenknochcn. Lazaretl) zu Bromrer.
Füfilier Anton Rörig aus Obersalwei, Kreis Mcschcde. Leicht verwun- det. Durch Granatsplittcr an der linkenHand. Beim Truppcnthcil. Berichtigungen zur Verlustlistc [11'0 28. März c.:
Gefreiter Franz Spott der 6. Comp. 1. Posenschen Jnf.-Regts. Nr. 18 nicht vermißt, sondern schwer verwundet. Schuß in den Oberschenkel. Jm Lazareth zn Rinkenis.
Musketier Martin Doberstein der 7. Comp. deffelben Regiments nicht vermißt, sondern leicht verwundet. Kontufion am rechten Bein. Am 6. April geheilt aus dem Lazareth entlassen.
Hornist Ernst Niedrig der 9. Comp. deffclben Regiments nicht todt, sondern in GefaUgenscbaft.
Füfilier Franz Kowalski der 10. Comp, desselben Regiments nicbt Vcr- mjßt, sondern leicht verwundet. Am 7. April geheilt aus Dem La- zareth entlassen.
.I.-Q. (Hravenftein, den 18. April 1864. Der kommandircnde General. Friedrich Karl, Prinz von Prcußcn.
Lcicbt vcr- Lazarcth zr:
Nichtamfkiches.
Preußen. Berlin, 25.209111 Sc. Majestät der König find gestern Morgen ZZ Uhr im besten Wohlseiu vom Kriegsschau- plaßc zurückgekehrt, und wurden bei Allerhöchstihrer Ankunft anf .dem Hamburger Bahnhofs von dem Gouverneur, dcm Komman- danten und dem Polizei- Präfidcnten empfangen, so wie von Gr. Durchlaucht dem Fürsten Wilhelm Radziwill begrüßt,
Allerhöchftdieselben wohuten um 10 Uhr mit den hier anwcscn- " den Mitgliedern der Königlichen Familie dem in der Garnisonkirchr
stattfindenden feierlichen Dankgottesdienstc bei, und empfingen den Chef des Generalstabes der Armee, (Hencral-Licutcnant Jroilwrrn von Moltke, „den Commandcur der Großherzoglich nrecklcnbnrg-strckiß- schen Truppen, Oberst-Licutcnant von Ruvillc, und den Hauptmann von Jena des Generalstabes,„welcher die Orden seines vor den Düp- pcler Schanzen gebliebenen Bruders zu übergeben die Ehre hattc', Später wohnten Se. Majestät einer zu wohlthätigcn Zwecken
Durch einen Vorsteckcr cines diesseitigen („;pfündigrn gc- .
im Concertsaale des Königlichen Opernhauses veranstalteten xnarigz, masicälcz bei und statteten demnächst Ihrer Majestät dcr Könjgjji wg
Wittwe einen Besuch ab. ten statt.
von Schwarzburg-Sondershausen, Se, Durchlaucht den Prinzen Adolf zu Hohenlohe-Jngesfingen, Se. Durchlaucht den Fürsten Von Plcß, den Gencral-Adjutantcn General der Infanterie von Neu-
Schönhausen, so wie des Wirklichen Geheimen Raths Geheimen KabinetZ-Raths Jllairc nnd dcs Wirklichen Geheimen Obcr-chje. rrmgs=Raths Coftenoblc entgegen.
-- Ihre Majestät die Königin erschienen bei dcr
Allcrh'o'chstdicsclben wohnten gestern mit Seiner Majestät dcm Könige dcm Gottesdienste in dcr Garnisonkirche bci.
-- So eben geht aus Stralsund die schriftliche Meldung cin daß gestern, 12 Uhr 50 Minuten, die preußischen Kanonenboote an Postbaus (Wittow) mit der dänischen Schrauben-Fregattc "Torden
0 prenßischcn Kanonenbooten nicht erreicht wcrden, - dic »Grillc« abcr überholte fie, ließ fich allein in ein Gefecht mit ihr ein Und “? steckte sic in Brand, welcher aber gelöschr wnrde. 7;
Dic Fregatte [)at 150-200 Schuß gethan, ohne der »GriUcm zn schaden, diese hat 26 Schaf; gethan, wovon 3 fichtbarc Trcßcr, cincr vorne, einer in der Mitte und citrcr dert Mast trcffcrjd, welcher. in Brand gcrieth. *
Holstein. Altona, 23. April. Sc. Majestät Fer Rö'riq von Preußen ist um („)-[; Uhr eingetroffen Ujrd ohne Anscntlml'xÜ dnrch Altonas gläUzeUd illmninirtc und bcflaggtc Straßen nacb)“ Hambnrg gefahren, von einer so ungchcm'en Menschcnmcngc jnbclnd *“ bcgréißt, das; der Königliche Wagen ganz langsam fayren mnßtc. "
Schleswig. »Hambnrgcr Börsenhallca meldet arts» Flensbnrg vom 23. d., das; Se. Majestät der König won; Preußen in Bcgleitrmg dcr Prinzen und mehrerer höheren Offiziere " Mittags die dortigen Lazarcthe besucht haf. und Nachmittags 2' * m Begleitung des Mimistcrpräfidcntcn und cines großen Gefolchj vermittelst Extraznges abgereist ist.
Die
Der -Börscnl)allc« wird an:“; Voile vom 20. d., gcmcldct, daß das preußische Corps an jenem Tage daselbst angelangt *; . und nach wenigen Raststnndcn 11ach Horsens aufgebrochen ist, wo
6 bis 5000 Dänen eine feste Stellung genommen- habcn,
Jürlaad.
' Hamburg, 23. “April. (H“)cstcrn Morgen am 8 Uhr trakZ [_mer wieder ein Extrazug mit ca. 2600 Ctr. Munition, darunter ()'-“0 Fässer Prthcr, ein. «M zweiter Cxtrazug mit über 4000 Ctr. Kanonenkugclm, Bomben rrnd Spiygranatcn. Mit dem erstech Zuge fam anch dic netwrgani: Urte Krankenträgcr-Compagnic der Garde hier an. eine Anzahl ncUcr zwcirädriger Handkarrcn mit fick), die sch JUMP ihre zierliche Konftrnction und bequeme Einrichtung anszcichncn. '
Lübeck, 22. April. Prinz Nikolaus August 1) on Schweden, _ Herzog von Dalckarlien, dessen Trauung mit der Prinzesfin T(derkské Amalie Karoline Josephine Antonicttc von Sachsen = Altenburg am.
1601: d. im Rcfidcnzschlossc zu Altenburg stattgefunden hat, wird "ZL
NÖM?“ “Tage mit seiner Gemahlin hier eintreffen und am 25.211211;- unt dcm Dampfschiffe "Svea: nach Stockholm zurückkehren. (Z.Z-Üx'
Harmover, 23. April. Jhrc Königlichen Hoheiten der Her“
zog und die Herzogin von Darlckaricn find von Deffmi „ cltffe ist derselben Meinung.
hier eingetroffen. (C- 33"- Z-
Frankfurt a. Pk., 23. April. Die offizieüe Mittheilung der Bundestagssißnng vom 21. April lautet: In der heutigcn Sryrmg brachte das Präfidium zur offizieller: Kenntnis; der Bundes- vcrsanmnlung, deaf; dcr Königl. 1ächsische Herr Staats-„Ninister J'L'ki' herr von Beust, Nachdem derselbe mit Genehmigung Sr. H,)klljcftät
«-
des Königs von Sachsen die Annahme des ihm durch Bundes“ beschluß vom 14. l. M. übertragenen Mandats zur Vertretung dk?“- deutschen Bundes bei der Konferenz in London angezeigt, in Frank- furt Vollmacht und Instruction persönlich cntgegengcnoinmcn [)abc und Jack) London weiter gereist sci. * Vorgange im Herzogthum Holßein entgegengenommen waren; hrachte _die freie Stadt Bremen zur Anzeige, ,das; ein Bremer HM Oelsschifs'VQn dänischen Kriegsschiffen an der Mündtmg. d'cr Weser alls“
gebracht worden sei. Von Preußen kam zur Anzeige, daß an die €,?“
Stelle des bisherigen Kommandanten der Bunchfcstung Rasta"; der k. preußische Oberst von Knobelsdorf ernannt worden 10 J.) unh Vom Königreich Sachsen, das; für den noch bevorstehenden Wrederzusammentritt der Kommission von Sachverständigen zur CUT“ tycrfung eines allgemeinen Geseßcs zum Schulz von Werken ÖW Lttcratnr und Kunst gcgen Nachdruck und unbefugte NachbildunL
i ung auf Festungsangclegenheiten und auf
Das Familien-Diner fand bei Ihren Königlichen Majes'ä' * Xrßwpentransport auf Eisenbahnen wurden theils genehmigt,
Heute empfingen Se. Majestät Se. Durchlaucht den Erbprinzen späterer
mann, den Minister der geistlichen Angelegenheiten ])1'. von Mühler, ZKräftc
. . ., , , „ „ . * 1 und nahmen dre Vortrage dcs thfter-Prafidcntcn von Bismarck- der hmzugcfommci
Sßake- dänischen spearcseier am vorigen Sonnabend im Königlichen Sck)auspicl[)änse„**
.Krcuzcrn nach Frankreich geflüchtet waren,
skjolda (34 Kanonen, 200 Pferdckraft) cin Gefecht engagirtcn. ch WMMM'
dänische Fregatte wirs) cms, formte von den langsamer gchcnden
-Wül[crft0kfx
' auf den 26. September anberaumt.
1 . . Uhr 5 In der gestrigen Sixmng des Oberhall1es
Dcmsclbcn folgte um 12"? Uhr Mittags
Dieselbe fiihrtc
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*,"4 *:
4,7 „“.-** .?
em Verhinderung des bisherigen Kommissärs der k, sächfischc Re-
AUSsclmßanträge in Be-
cin Reglement für den
theils
Schlicßlich wurden Unter- (Jr. Bl.)
jerungskath v. Wihleben auserschcn sei.
Beschlußfassung vorbehalten. gcsuche erledigt. _, Württemberg. Stuttgart, 23.21pril. Das Benndezr «„ Majestät des Königs ist, was die Ernährung, den Schlaf, dtc betrifft, ziemlich unverändert. Ein bclästigcnder Brustcatarrh, war, ist im abnehmen. Nächstes Bülletin
Sonnabend den 30. April. . _ (St. ,Axf. W.) Oesterreich. Dre »Trtestcr Ztg.- bcrrchtct: DeejK, K.oKor- vctte „Dandolo- (Jrcgatten- Capitain Baron Stcrncck) tft unt dcr Prise aus Liffabon in Pola angekommen Und wird Bc- hufs ihrer Aqucsserung abgerüstct, ' , Zwei österreichische Schraubenfrcgatten haben, von den 1pam- chen Küsten kommend, am 16. d. auf der Rhede _von Brest Ynkcr geworfen; und 1011th nach Einnahme von Zcbcnsnnttcln und .'Kyßhlen wieder in See stechen, um deutsche Schine, welche vor danqchcn nach der Nordsee zu
An der Elbcmündung und vor Helgoland folien cht an däni- schen Schiffen zwei Fregatten, zwei Korvettxn, ein kleinerer Damyfer ukxd einc Goclette kreuzen,“ es ist wohl denkbar, daß Contrc-Adnnral in Kenntnis; dieses Umstandes, es für nöthig hält,
die Konzentrirung der ganzen Eandrc abzuwarten, ehe er in die
“ Nordsee cinläuft.
Niederlande. Texel, 20. April. Die dänischen Dampf- Corvettcn »Dagmar- und -Heimdal« smd wieder nach der Nordsee abgegangen. . '
Belgäeu. Brüssel, 23. April. Herr Arragoxz y Bcrzabal, welcher in der Eigenschaft cincs Gesandten dcm Köjrig L_?coYold die Anzeige von der Thronbesteigrmg des Kaisers Martmjlran uber-
" bringt, "ist gestern hier eingetroffen und wird wahr'sckEUchh morgen in feierlicher Audienz empfangen werder. - Dre Croffnung, dcr dicöjährigen Sesfion dcs »Kongreffcs für Förderung der s'oztalc'n Wissenschaften“, welcher bekanntlich in Amsterdam tagen Wird, ist
Großbritannien und Irland. London, 22. Aprrl' wendct sich der Carl von Car.“ die Konferenz betreffenden Fragen an der] Staats" Er schickt die Bemerkung voraus, daß dlc Ver die erste, und daß der Verlust scHon Von Bedeutung sei. Er
narvon mit einigen Secretair dcs Außwärtigen. . schiebung der Konferenz auf den 25 d. mcht eines Tages in einer Krifis wie die jeßige ' " fürchte überdies, daß Oesterreich und Preußen ]le Grunde haben dürften, den Abschluß cines Waffcnftiklftandes nicht- zu „wunschcn. Qb_"nun die Regierung Schritte xhun werde, um einen Waffcnstcklstauh herbcazusrxhrrn und dädurch eine Verschiebung der Konferenz auf eine unk-cftnmntc Zett, 10 wie cineJortscYung dcr Feindseligkeiten zu verhüren? Earl Russel1: Baron von Beust, den der Bundestag zu seinem Vertreter rrrrqnnt hat, 1st JUZlLlck) Minister des Innern, des Auéwärtigxn und Mnnstcrraihs - Pr911dcnt in Sachsen," da er daher für die Verwaltung dicser" Acmtcr wahrend seiner Abwesenheit Anstalt zu treffen hatte, fand _11ch, daß er erst am nächsten Montag hier eintreffen kann. Als die Korrfcrenz fichxgcstern versammelte, zeigte fich, daß die Gesandten von Ocstcrrctck) und Preußen strenge Weisung hatten, nicht vor der Anwesenheit des Bundestchsvertreters auf die Konferenz zu kommen. Auf die Frage Wegen des Wasscnsttqstatz- dcs einzugehen muß ich ablehnen, aber ich darf yiellcicht sagcnx dax; dxc Konferenz, wenn sie, wie ich hoffe, am Montag zuxanunentrxtf, dxcsc “Unge- legenheiten oHne Zweifel in ernste Erwägung ziehen wird. Es [regt ]cd'och auf der Hand, das; ein glücklicher Llusgang kaum zu hoffen rst, Wenn die Mitglieder beiderHäuser täglich anfragen, was dle Tinis-kcr der Krone in gewissen Fällen thun werden. ' Lord Malmesbnry kann die Zurückhaltung des edlen Lords nur brütgcn. Hoffrntlick) aber werde die Regierung gegen eine systematische Vcrschtcbung der Konferenz auf ihrer Hut sein. Lord Stratford de Red- Man müsse das Verfahren Oeftxr- reichs und Preußens scharf beobachten. Man könne unmögltch lesen- was in Sonderburg vorgefallen ist - und von der Fortdauer der Feindseiligkciten in grausamer und mörderischer Weise, so wie von drr an- scheinend beabfichtigtcn Ausdehnung der Operationen gegen die Hauptscftutz- IM Dänemarks und über ganz Jütland hören, ohne zu erkennen, von_ wre Ikoßcr Bedeutsamkeit der Geist ei, der gleich beim Beginn der Konscrcnz ZU Tage trete. Er wolle nur hoffen, daß die Konferenz rasch vorschchrn „Und glücklich enden möge. Earl Russell: Der edle Earl hatte fichcrltch Yas Recht zu fragen, wann die Kdnferenz zusammentreten werde. Was dre ubrigen so eben gehörten Bemerkungen anbetrifft, so ist es Pfilcht der. Ge-
- . „ . „;„ rechti keit u [) denken da 1 als Oe crrei und rcu en "reh zur Be- Nackydcm Bcrtchtc uber nech g “ z e “ H ck, | ck P ß *
chichung einer Konferenz gewillt erklärt batten, vom dänischen Hofe gcbrten Wurde, nicht auf eine sofortige Beantwortung meiner Etn- l(ldung zu dri11gcn,weilzur Zeit großeAusregung in Kopcn_- hagen herrschte und es wünschenswerih wäre, zu warten, bis man dre Sache ruhiger und kühler erwä en könne. Ich bestand in Folge davon damals auf keine augenblickliche danische Antwort , und als ich den Grund drs Verzuges den „Höfen von Berlin und Wien mitthcilte, wurde dagegen mchts eingewendet.
Jm Unterhause erhob fich geftern Mr, Kinnaird zu einer Jutet- pellation wegen der plöylichen Abreise Garibaldi's. Es sei das Gerücht verbreitet, daß ein Mitglied des Kabinets fich dazu habe branchen laffen, den General Garibaldi aus Rückficht auf die Wünsche der franzöfischcn Rc-
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gierung zur Abreise zu bewegen. Ob an dem Gerücht etwas Wahres sei? Der Schaßkanzler (Mr. Gladstone) erwidert: Mit der Erlaubniß des Hauses wiu ich in Kurzem angeben, worin mein Antheil an diesen Vor- gängen besteht, die zu so falschen und sogar finnlosen Gerüchten Veran- laffung gegeben haben. Am Vergangenen Sonntag theilte mir der Herzog von Sutherland mit, daß General Garibaldi's Freunde wegen der Wir- kung seines hiesigen aufregenden und anstrengenden Lebens auf seine Ge- sundheit besorgt zu werden anfingen, und ersuchte mich, Abends nach Stafford - House zu kommen , um die Frage zu be- sprechen , ob dem General darüber ein Rath ertheilt werden sollte. In Stafford-house angekommen, fand ich seine Freunde in lebhafter Besorgnis; und hörte, daß der General bereits Einladun cn nach dreißig Provinzstädten halb und halb angenommen hatte. Der Herzog, der Carl von Shastesbury , der Oberst Peard, General Eber und ein, zwei andere Freunde besprachen die Sache, und wir Alle erkannten es als unsere Pflicht an, dem General zu rathcn, daß er den Kreis seiner Besuche in der Provinz möglichst einschränken möge. Erst theilten ihm dies zwei seiner Freunde mit, und dann wurde ich ersucht, dem General meine Anficht vorzutragen. Ich stellte ihm vor, daß er solche Anstrengungen ohne Nachtbeil für seine Gesundheit kaum durchzumachen im Stande sein würde, und daß diese Ge- sundheit nach der Meinung des englischcn Volkes nicht nur für Italien. son- dem für die Welt einen hohen Werth habe. Auel) sei einige Gefahr vor- handen, daß der großartige nationale Empfang, der ihm in der Hauptstadt des Reiches zu Theil geworden, und der wirklich ein historisches Ereigniß bilde, durch häufige Wiederholung auf dem Lande etwas von seiner Würde verlieren könnte. Dies ist Mies, was ich dem General gesagt habe, und wir Alle baten ihn darauf, die Besuche in Provinzstädten schr einzuschrän- ken und die Zahl derselben vor der Abreise von London unwiderruflich fest- zuscßcn, damit nmn ihn nichr um Außdehnung seiner Tour bestürmen könne. General Garibaldi hörte mich sebr geduldig an und sagte dann, daß nach seiner Meinung meine Gründe viel Tristich cnthieltcn, aber daß es ihm schwer werden würde, zwischen der einen Stadt nnd der anderen zu unter- scheiden, und daß ihm der Zweck seiner Reise bereitserfülltzu sein scheine. Er sei nach England gekommen, nicht um fick) Ehrenbezeugungen erweisen zu lassen, sondern um der Regierung und dem Volke von England für die seinem Vaterlandc geleisteten Dienste zu danken. Indem er London besucht, habe er der ganzen Nation seinen Besuch abgestattet, und es werde wohl am besten sein, wenn er den Besuch der Provinzstädte für dichnal auf- gcbc. Dies war der wesentliche Inhalt der ganzen Unterredung, und nur die sehr geschäftige Phantasie derjenigen, die nichts zu thun haben, als auf dcr Jagd nach Neuigkeiten aus einem Klub nach dem andern zu laufen, konnte die Sage vcrbreitcn, daß politische Beweggründe etwas mit der Sache zu thun hätten. Nur der zufällige Umstand, daß man, mit oder ohne Grund, gerade mich gerufen hat, um in Bezug auf Garibaldi's Gesund- beitözustand Rath zu ertbcilcn, Hat Anlaß zu der Verbreitung von Gcschicht- ckcn geben können, die so ganz aÜer Begründung entbehren,
Garibaldi hat heute, nachdem cr während des Zormittags noch mehrere Abschicdsbesuchc gemacht, um drei Uhr Nachmittags London in der That chcwohl gesagt. Er wird in Clevcrdcn Park, cincr Vcfißung dcr verwittwckcn Herzogin von Sutherlandz“ über- nachten und dann wahrscheinlich für einige Tage zu dem „Obersten Pcard nach Cornwall gehn, um fich im Lanfe der nächsten Woche nach Caprcra cinzuschiffcn.
-- 23. April. In der gestrigen Oberhaus-Sißung legte der Earl von Ellenborougl) einc Bill vor, um das Gcscß über die Vollstreckung von Todesurtheäen zu verbessern, oder vielmehr, um den alten, bei dcr Thron- besteigung Ihrer Majestät der Königin Victoria abgeschafften Brauch wieder einzuführen. Vor dem Jahre 1837 nämlich hatte der Syndikus der City von London die Pflicht, über alle Prozcffc, die mit einem Todesurthcil ge- endet hatten, zu berichten, und alle Kabinctsmitgliedcr nebst dem Lord Ober- richter von England hielten dann in Gegenwart des Monarchen, eine Be- rathung über jeden einzelnen Fall, und entschisdcn, ob das Urtbeil vollstreckt werden sollte oder nicht. Der cdleAntragstellcr glaubt, daß der alte Brauch bei Weitem den Vorzug verdiene vor dem jcßigen, dcm zufolge der Staats- sccrctair des Innern c1llein die gayze Vcrantwortlicbkeit für die Vollstreckung . cines Todesurtheils zu tragen hat. Lord Derby beantragt, daß alle Co- mité's Über hauvtftädtiscbe Eiscnbabn-Bills angewiesen wcrden mögen, durch eine aus*drchklirbe Bcstimnumg in den Bills (oder Konzesfionen, wie man in diesem Falle sagen kann) dafür zu sorgen, daß auf solchen Bahnen täglich zwei wohlfeilc Züge, eincr Morgens und einer Abends, für die arbeitenden oder überhaupt ärmeren Klassen abgehen müssen. Narri) k..rzcr Erörterung wird der Antrag genehmigt.
Jm Unt erhause zeigte gestern Mr. R ocbuck auf Montag eine Inter- pellation an, um zu erfahren, ob Earl Russell das Benehmen der römischen Regierung gegen Mr. Home (den (Heisterflovfcr) seiner Aufmerksamkeit gc- würdigt und ob er die Abficht habe, in der Sache irgcnd-welchc Schritte zu thun?- -- Lord Rob. Cecil erwähnt cines seit mehreren Tagen verbreite- ten Gerücdts, daß ein briiischcr Unterthan an Bord eines Schiffes, das die Blo- kade zu brechcn suchte, von einem amerikanischen Lieutenant verwundet und auf Lebenszeit zum Krüppel geschlagen worden sei. Ob die Regierung von dem Fall wisse und Notiz nehmen werde? Mr. Layard erwidert, Ihrer Majestät Regierung korrespondire seit einiger Zeit über den Vorgang mik den Vereinigten Staaten und habe für den Verwundeten cine Entschädi- gung gefordert. - Mr. Liddell beantragt eine ResoTution des Jy- halts, daß eine Weitere Einmischung Englands in den Bürgerkrteg m China unpolitisch und unnötbi sei. Die in den letzten Jahren beobachtete Politik, die Mandschu-DynaZie gegen die Taipings zu unterstühen , habe dem englischen Namen ix“.- Orient nur schaden können. Bedauernswerth sci auch die von Capitain Sherard Osborne, Major Gordon und anderen britischen Offizieren gespielte Rolle, da fie nixht direkt vom Kaiser von China, sondern nur von einem Turai odcr Provnz-Gouvcrneur angestellt und da- her außer Stande waren, die abscheulichften Grausamkeiten, wie die bei der Einnahme von Suchow begangenen , zu verhindern. Ein wirklicher Anlaß zu dieser Einmischung sei nicht vorhanden gewesen, da der" englische Handel