1864 / 100 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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"1 Paket dgl. 1122) Von dem Hrn. Geb- Rüth “Schröder hier 12 Paar Sorten. 1123) Aus Nummelstrg 1 Paket Verbandleinwand n., 2 Paar Socken. 1124) Von dem Königl. Landrathsamte zu Reise 1 Paket Ver- bandleinw. re., 6 Paar Fußlappcn. 1125) Von Jr. Geh. Secretair Ran- "dich hier 1 Paket Verbandleinw. :c. 1126) Aus Saarlouis 3 Pakete dgl., 4 (einem Hemden, 1 Paar Socken. 1127) Aus Stettin 1 Paket Verband- leinw. :e, 6 Paar Socken, 1000 St. Cigarren. 1128) Von dem Hotel- besißer Hrn.-A. Mühling hier im Auftrage des Coxnité's zur Pflege Ver- wundeter 25 Leibmatraßcn u. 25 Kopfmatraßen m1t Rößhaarcn, 50 Leib- matraßen u. 50 Kopfmairahen mit Scegras, 100 Roßhaarkissen verschiedener Art zu Unterlagen, 120 Handtücher, 80 Ellen Wachstafset, 60 [einem

emden. H1). Bei der Abtheilung für das Jnvalidenwesen, für die

Verwundeten und Invaliden der preußischen Armee in Schleswig, so wie für die Hinterbliebenen der dort Gefallenen.

237) Bei Hrn. Jestram, Kreuzbergstraße hierselbst, gesammelt 1 Thlr. 19 Sgr. 238) Von Hrn. Frhrn. v. Saugen *zu Parow bei Stralsund 3 Thlr. 239) Durch das Königl. Gencral-Kommando 6.21rmee-Corps von dem Direktor einer Kunstreiier-Gesclsschast, Hrn. Suhr in Breslau, Ertrag- einer Vorstellung 40 Thlr. 240) Durch die Königl. Provinzial-Jniendan tur 3. Armce-Corps vom patriotischen Verein in Tapiau 11 Thlr. 19 Sgr. “9 Pf. 241) Von Hrn. Kantor Schmeling zu Ueckermünde Ertrag eines "Concerts 28 Thlr. 242) Von Hrn. Lazareth-Jnspektor Kauffmann zu Stargard in Pommern durch Sammlung 5 Thlr. 243) Durch Herrn Henckel, Direktor der Preußischen Hypotheken-, Kredit- und Vank-Llnstali hier, von einem Ungenannicn 10 Thlr. 244) Von Hrn. Superintendent Schenk zu Gingft durch Sammlung 13 Thlr. 23 Sgr. 3 Pf. 245) Von Hrn. Grafen v. Wartenslcbcn gesammelt in den Gemeinden Kl. Justin “m_1d Schwirsen 40 Thlr., in der Gemeinde Kahlen 5 Thlr., zusammen 45 Thlr. 246) Von der Familie Von BiZmarck-Döblin 100 Thlr. 247) Von Hrn. Professor A. W, Bohß in Göttingen 10 Thlr. 248) Von Hrn. Oberförster Gochrcn zu Yllt-Lirßrgöricke hei Güstcbiese a.“O. “durch Sammlung 104 Thlr. 249) Von Hrn. Konrmerzien-Rath Paul Mendelssohn-Bartholdy hier 2000 Thlr. 250) Von einem Comüé zu Lüben, Erlös aus einer von_Diletianten veranstalteten thea1ralischen Lluffiihrung 51 Thlr. 251) Von Hrn.Kommerzien-Rath Benda hier 100 Thlr. Hierzu die laut_ letzter Veröffentlichung eingegqngcne Summe von 21,154 Thlr. 3 Sgr. :) Pf. und 20 Gulden, Summa 23,677 Thlr. 5 Sgr. 5 Pf. und 20 Gulden.

Davon find verausgabt: 1) Laut letzter Bekanntmachung 706 Thlr. 5 Sgr. Ferner bewriligt: 27) Der 2c. Lorenz zu Coitvus, Wiiiwe dcs gn seinen bei Düppcl erhaltenen Wunden gestorbenen Feldwebels Lorenz 50 Thlr. 28) Edendcrselben 30 Thlr. 29) Der Witiwe des Feldwcbcls Renkwilz zu Bielefeld 25 Thlr. 30) Ebendcrsclhen 25 cThlr. 31) Dem 2c. Brinkmann zu Lämershagcn, Kreis Bielefeld, Vater des Füfilicrs Brink- rncmn 15 Thlr. 32) Der Wittwe Vattram zu Heepen, Kreis Bielefeld, Mutter des Gefreiten Baiiram 20 Thlr. 33) Der Wittwe des Fiisiliers Bierwirth zu Bielefeld 25 Thlr. 34) Der Witiwe des Muskeiicrs Ouerl zu Braunschweig 25 Thlr. 35) Der Wiiiwe Schaake zu Charlottenburg (auf speziellen Wumch cines Gebets) 3 Thlr. 36) Cbcndcrsrlbcn 25 Thlr. 37) Der Mutter des bei Düpvel gebliebenen Fähnrichs dc Convcncnt hier 40 Thlr. Zn Summa 989 Thlr. 5 Sgr. Bleibt Bestand 22,688 Thlr. 5 Pf. und 20 Gulden.

An Gegenständen find im Bestande: Mäntelchen, 1 silberner Teller.

Außerdem sind fiir die von Sr. Königl. Hoheir drm Kronprinzen gr- griindctc Stiftung ferner eingegangen: 9) Von dem Männerqcsanq-Vcrein zu Zirke, Erlös aus eincmConcert 35 Thlr. 10“ Von Hrn. Lrhrcr €chatikc ngaszin bci Vieh 4 Thlr. 11) Durch das Königl. Ministerium der aus- wärtigen Angelegenheiten von dem Konsul Hrn. Klocbe zu Sym 50 Thlr. Summa 89 Thlr. Dazu die laut leßtcr Vcröffcnilichrmg eingegangene Summe 10,503 Thlr. 15 Sgr. 8 Pf. Summa Sunmrarum 10,592 Thlr. 15 Sgr. 8 Pf.

Dies wird hiermit dankend znr öffentlichxn Kenntnis; gebracht.

Berliri, den 24. April 1864. Der Kriegs-Minister. In Vertretung: Hering.

Nichtamtliches.

. Pre “;";en. Berlin, 29. April. Se. Majestät dcr KÖULJ begaben fich heut friih 71 Uhr per Couricrzug nach Bran- dKenburg, Um auf dem dortigen Exerzierplaß das Füfilier-Bataiklon 8. Pommerschen Jnfantcric-chimcnts Nr. 61, das Ersay-Bataillon dcs Brandenburgischcn Füfilier-chimcnts Nr. 35, die Ersay- Schwqdron des BrandcnbrirgisckWn Kürasficr-Regiments Nr. 6 und die reitende Abtheilung der (Hardc-Artillcrie-Brigade zu besichtigen. Aus dem Bahnhof waren So. Majestät durch die Generalität, dcn ste'llvertreiendm Ober-Bürgcrmeistcr, dic Veteranen der Befreiungs- kriege und durch eine zahlreichr Bewölkerung, welche auch die Straßen fulltc, durch welche Sc. Majestät fuhren und die festlich geschmückt waren," mrt Begeisterung cmhfangcn wdrdcn. Die Begleitung Sr. Majestat bestand aus „Ihren Königlichen Hoheiten den Prinzen Karl und Albrecht, den Prmzrn August von Württemberg und mehreren GeneFtl- un1d FZÜgel-Qlldjutantcn.

m 1 'U r fU)ren Sc. Majestät per, trau na Berlin zuruck, trafen um 124. Uhr daselbst ein, crtheYenqur 1 c)kZlhr dem Fürstbischof vZn BreHlau, ])r. Förster, eine Audienz, empfingen sodann den Flugel-Adjutanten, Obersten Freiherrn von Loön, den H„ausminissier Freiherrn von Schleiniß und um 4- Uhr den Mi- mfter-Prasidenten. Um 5 Uhr fand im Königlichen Palais ein

30 Fiartcnhcmdcn, 4 Kinder-

Diner statt, zu welchem der Fürstbischof," der Kaierli österreichische Gencral-Adjutant Graf Coudehove, desr PéianWZ und Taxis und Andere mit Einladungen beehrt worden Waren '--„ Jhre_ M'ajesiät die Königin begleitete vorgestexn' Majesiat den König nach Schloß Babelsberg und befichtjgt, .“ das Atelier des Bildhauers Afinger, sowie das DMUYLZ .- Die britische Regierung hat an die verschiedenen Civil-o' Marme-Bchördci) dcs vereinigten Königreichs in Bezug auf di waltendcn Feindxcligfeiten zur See eine Jnßruktion erlassen w', wir i11 ULeLchscßuZig dnachstehend mittheilcn: , c . &“ ren cr Dauer der gegenwärii en c*cin ' - zwischen Seiner Majestät dem Könige von DgänerTrßiardkstlJfel einen Seite, und Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterre' Seiner Majestät dem Könige von Preußen und dem d'eutsckzl Bunde, odcr einzelnen dicser Mächte auf der andern Seite ) kerne, durch ein Kriegsschiff einer der kricgfiihrcnden Mächte), brcrchte, oder durch Mannschaften, welche im Dienste der chach Machte stehen, genommene Prise in irgend einen Hafen, eiiie Rh,

oder ein Gewässer eingebracht werden, welches unter Ihrer Maj: _

Herrschaft, sei es im vereinigten Königreiche oder anderswo lcgenLift. ,

. Kein Kriegsschiff eines der genannten KriU ü ren , sich eines Hafens oder einer Rhede in dem VereirrkYteZ 11611116 vvon Großbritaniiicn und Irland oder den Kanal- SFuscln, Oder emertJhrer Ma1estäi Kolonicen odcr aquäriigen Vestßungen Station oder AusganZSpunkt zu kriegerischen Unternehmunqeng. zum Zwecke kriegerischer Arisrüstrmg bedienen, und kein Kriegss. der genannten Kricgfiihrcnden darf yon jeßt ab einen unter britis. Herrschaft stehenden Hafen, Rhede oder Gewässer verlasem. welchern zuvor ein Fahrzeug eines seiner Gegner (sei es eiii Krit oder cm Karisfahrteischiff) ausgcsegelt ist, bevor nicht ein 24siünii Zeitrarim sexi der Abfahrt des leßtcrcn Fahrzeuges aus dem H )chastsgebicte Ihrer Majestät verstrichen ift. '

3. Diese Bestimmungen bleiben in Kraft, und find in jei Falle auf das Genaucftc zu beachten, bis es Ihre Majestät gef" dieselben abzuändern oder aufzuheben. *

. 4. Das Wort *Kapern kommt in dcr vorliegendcn CKirstruc“ nicht vor, weil Oesterreich und Preußen in der Inter » 16. April 1856 zu Paris unterzeichneten, auf das Seerccht bez lichen Declaration den Grundsaß: *die Kapcrci ist und blei ahgeschafftn, anerkannt haben und Däiicmark dicser Dr raiwrr rmtcr dem 25. Juni 1856 beigetreten ist.

KOMÖDIE April. Heute früh trafen, zunächst von Br kommend, Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz Alfred von » [arrd und der Prinz von Dänemark, Bruder des Königs (O'rrricrriarY, hiersclbft ein und benußten den um 7 Uhr abgehen- Qoln - Mindener Schnellzug zur Weiterreise nach Hannover.“

_ (Köln. Ztg.

" __Neu fsahrihgsscr , 28. April, Heute find wiederum. dam1che Kriegssrhifxe in Sicht: cine Fregaitc, cine Briqq und Kanonenboot, 118 liegen ca. 3 Meilen von hier auf der Rheder quhf. DJI Wasser ist im Steigen, folglich die ArtIfirht vorhanc da); die »Virzcta- hald flott wcrden wird. (D. D.) /

. Gumbinnen, 28.21pri1. In der Vergangenen Nachts dre dberrn EtZgrn dcs hiefigen chicrungézgebäudes nebst dem grö Theile der PkästÖÜÜTWOHUUUg abgebrannt. Das Jeucr wnrde heute-Yormrtiag mit Hilfe der Königsberger Foucrwehr gclöschk- _ »IT-chleSTW-g. Aus Schleswig berichtet die deutsch-cngl“ Korrespdndenz Jdlgrirdcs: Die Truppen-Auswanderung von AN nach Furien mmmt einen so beharrlichen Fortgang, daß AU zoggen zu dem Schlusse kommen, es sei gar nicht die Abfichk Frmen, .die Jtrsrl, dercn feftländisches Außenwerk in der Hand »,)“cmdes: ist, auf längere Zeit halten zu wollen. Am 2217er fck mgn die auf Alsen zuriickgeblicbencn Truppen (wohl etwas zU drtg)& auf 4000 Mann, General Gerlach hatte das Komm der Insel bereits einem der Divifions-Gcnerale übertragen und aux deni Punktr, dem größeren Theile des Heeres nachfolgend- nach Furrer) emzuschiffcn, um sein Hauptquartier in Odense zuschlagen, eiiiem Standpunkte, welcher zur Verstärkung Friderß Und, wrnn diescr Play auch fallen sollte, zur Vertheidigung dortrrffltck) geeignet sei, Der Berichterstatter des »Herald-m m seinem Schreiben „aus Faaborg auf Fünen vom 22.11- Prcußrn, „verzogr'rtcnodie Bescßung Alsens, für welche fie nur rmgefahrltchen „Spaziergang übers Wasser zu machen hätten, 1" Ahficht, die danische Armee dort festzuhalten , um rvährcnd nut um so leichterer Mühe Fridericia nehmen zu können; die D (iber, wenn guck) sonst etwas langsam, durchschauten dic Jinte lteßeri fich nicht abhalten , ihre Mannschaften nach Fünen Und dertcra zu entsendrn. Bei Odense wcrde bald eine Armee 15,000 Mam) stationirt und Fridericia schon jeßt so versiäkkt daß die Angreifer eme harte Nuß zu knacken haben würden. Uebki mache auch Schweden Miene, aktiv für Dänemark ins Feld zu irn," denn e's seien schon sämmtliche bei der dänischen Armee b, liche schwxdtsche und norrvegische Militairärzte telegraphisch zu Truppenkörpern nach Hause berufen worden,

c,täatsratl) 1)1". 11186,

vermöchtcn in Folge Häfen

__ juristen hätte es genügt, ihr das und dröhalb würde fie wieder herausgegeben.

zu thun haben dürften. chu Konferenzmächten genehmigter Waffenstillstand

( haben wiirde? außer Stande, diese Frage zu „„I, d„ Vorlcgung der Korrespondenz zwischen dem Kolomalamt und dem Gouverneur von Neuseeland über die von ergriffcne Confiscationspolitik.

sslchc Politik könne nur zur

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Aus dem Briefe des dänischen Times-Korrespondenien aus örup-Öav vom 22sten'd. geht hervdr, daß auf Alsen eine Di- “sion unter General Sieinnianii zuruckbleibcn soll, nicht mehr 524 Feldstücke und dre wenigen noch auf den irümmerhaften Bat- ',ricen längs des Sandes stehenden Kajnonen bilden den ganzen Ar- aeriepakk auf der Insel. Die Batterie neben der Kirche ist fast

nicht so die an der Windmühle oder die rechts von der ' Surlokke, Baadsager, Rönhave u. s. w. In der Stadt der Küste smd noch in Eile einige neue Werke errichtet wor-

, n . . - "da laubt der Berichterstatter Nicht, daß fiel) die Insel bei

M) doch 6 j„em ern

Sachsen.

silichen Vorgehen des Feindes werde halten lassen.

Dresden, LZ- April. Gestern Nachmittag ist 14309?“ der ÖLBZONVVU 'Sachscn-Meiningcn zu einem .csuche'am Königlichen Hofe htersclbft eingetroffen. Se. Majestät cr König empfingen Achhäckstthrcn Gast am Bahnhofe und ge- eiteten ihn nach dem Königlichen Schloffe, wo die Gemächer für .enselben bereitgehalten waren. (Dr. J.)

Weimar, 27. April. Zufolgc eincr Bekanntmachung des taatstninifteriums soll die Wahl der Abgeordneten fiir den nächsten 7, Landtag im Juli d. J. vorgenommen werden. Die betreffenden

:.ehördcn werden aufgefordert, Zusanrmcnstclxungcn der Namen der

“öchstbesicucrtcn und die Listen der Wahlberechtigten anzufertigejr. -

starb hier plöhlich vom Schlage getroffen der Vogel. Er war der [eßte Leibarzt des ver- wigtcn Großherzogs Karl Augcrst und Hausfreund Göthe's. (ZZ.)

Großbwtannien und Irland. London, 27. April. an der grstrigen Sißung dcs Oberhauscs erklärtesich Lord, Eheim Sford ehr energisch gegen die dem konföderirten Schiff »Tuscalooxaa wrdcrfahrcne Behandlung. Earl Russell bemerkte dagegrn, das Völkerrecht verlange, daß zur See eroberte Prison von einem Prijcngcrichtc im Staat; dessen, der das Schiff genommen hat, kondemniri werden; aber die Konxödcrirtcn drr Blokade keine Prise in einem ihrer eigenen Umstand, der den Krieg schr anomal erscheinen Die Regierung sci verpflichtet gewesen, die »Tusmloosaa als eine Prise anzusehen, aber nach der Ansicht der Kron- Einlaufen in englische Häfen zu Verwchrcn Mit Entrüstung weise er den Vorwurf zurück, vor den Drohungen der Vereinigten Staaten die Segxl gestrichen zu haben. Alle Forderungen, welche die Regierung Ihrer Maxstot an die Vereinigten Staaten gerichtet, seien ohne Verzug berucksichtigt und gewährt worden. Lord KingZdown dchauytct, der wegnehmende Kreuzer seinicht vcrpfiichict, eine Prise vor ein Pri1engerrch1 zu bringen, sondern diirfte fie nach dem Völkerrecht verbrennen und vernichten. Die Gerechtig- keit gegen seine eigene Regierung gebiete ihm 1ogar, dies zu thrm, wcrm er sie nicht in den Hafen bringen könne. Der Lordkanzler" rst derjelben Meinung wie Earl Russell und hält die ganze Erörterung _fur uxrsiaiihaft, weil er und seine edlen Freunde mit dicscn Fragen in richterltrher Crgcmchaft Man läßt hierauf deu Gegenstand fallen. ,

Jm Unterhause fragte gestern Mr. S. Beaumont, ob em von auch die Aufhebung der Ostseehäsen proklmnirtcn Vlokade zur Folge sei in diesem Qiugenblick VÖUig Arthur Mills bean-

rente Nachmittag

zu bringen - ein lane. _ unkondemmrte

von Dänemark gegen mehrere Mr. Layard erwidert, cr beantwortcn.-- Mr.

der neuseeländischen Gcseßgrhung Er glaubt, die Kosten erKKricgcs in diesem Jahre wiirden sich auf nicht weniger als 1 Mill. Pfd. St. belczufcn. Oh- gleich die Maoris beinahe die Hälfte der Bevölkerung von Ncustcland aus- machten, seien sie in dcr Gescßgebrmg dcr Kolonir ganz unvertrcicn, „und dieses Kolrnialparlamcnt habe behufs Sanciidmruiig-durch ,dre Krone eine Akte heimgcsandt, die nichts Anderes bezweckc, als Vielr Millroncn Mor- gen, die Eigenthum der Eingeborenen sind, auf bloßen. Verdacht des Ver- ths hin zu konfiszircn. Nicht mehr als ein Zehnthctl der Maoris herbe |ck am Kriege betheiligt, und doch treffe diese gramame Maßregel akle. Cine Llusroitung dcr Eingeborcycn und zrrr cwrgen Schande für England fiihren. Mr. Cardwcll (der seit, deni Rucktrxtt des Herzogs v. Newcastle der Sfaatssccretair fiir die Kolomecrr rst) hat gegen dle beantragte Vorlcgung der Korrespondenz nichts emzuwcndcn. Er “Weidigt die Politik der Regierung und 3061 dem Chaertcr des Gouverneurs von Neuseeland (Sir G. Grey) hohe Lobspruchx. Es sei nicht der Fall, daß die Unschuldigen 11111 deri Schu'idi- JM zu leiden haben würden, aber dke Frevel, dic. den Krieg cirizunde'i, durf- ten um der Sicherheit britischen Le ens und Eigenthums Willen nicht un- gestraft bleiben. Ohne die Genehmigung des (Houvcrnerzrs Grey, werde keine Konfiskation stattfinden , und sobald der Krieg arzs set, werde eine (111- Iemeine Amnestie gewährt werden. Lord R. Cecil, Str J'Trclarvny, Sir J- Pakington u. A. erklärten fich befriedigt und die P1911011 Wird ange- nomwen, Ein Antrag von Mr. Lindsay, daßKdre 'Regnrung Maßregeln «greifen solle, um gemäß dem Gutachten des Countrs von 1858, dem Gutachten der Kgl. Kommission 150111859 und der Bcschlußfassrrng des Hauses Von 1860 Zuftuchtshäfen an den Küsten von Großbritannie'n und Irland zu bauen, wird nach längerer Debatte mit 142 gegen 84 Stimmen

Verworfen. _“ Der von den neutralen Machien m der ersten Konferenz-

Sißung gestellte Waffenstillstands-Antrag ist iiicht nur bei den Vertretern Deutschlands, sondern auch, und rroch Viel 'cntschicd'e- "Lk; bei denen Dänemarks auf Hindernisse gestoßen. Beide Theile zeigten sich zwar, wie verlautet, dem Abschluß eines Waffenstillstandes un Prinzipe nicht abgeneigi, aber als es galt, seine Bedingungen

fesizusielLen, erklärten die Dänen, sie seien nur ermächtigt, über eine Waffenruhe auf dem festen Lande , nicht aber über Aufhebung. der Blofadc und Herausgabe der gefaperten Schiffe zu verhan- dein. Um diesen Punkt soll sich die Verhandlung in der ersten Sißung „vorz'ugsweise gedreht haben, und wie lange es währen Wird, bis die Dänen fich gefügiger zeigen, ist bei der Lage der Kopenhaßener Regierung gar nicht vorauszusagen. Daß die deut- schen Machte dieser Lage großmüthige Rechnung tragen sollen, ist eine starke Zumuthung , die ihnen aber doch von einem Theile der hiesigen Preffe gemacht wird.

Dxr Ueberschuß der Staats-Einnahmen in dem am 31. Dezem- ber 1863 abgelaufenen Jahre hat 2,622,632 Pfd. 13 Sh. 11 Pee. hetrag_en. Ein Vicrtheil dicses Ueberschusses - nämlich die Summe von 661,503 Pfd. 16 S1). 4 Pre. - ist laut -Gazette- zur Til- ZJUUJ (d. h. theilweisen Abtragung) der Nationalschuld verwandt vor en.

Prinz Alfred hat gestern Abend eine Reise auf den Kontinent

amgetreten. _ Gearihaldi hat fich heute Morgen mit dem Herzog und der Herztrgrzr von_Sutherland auf deren Yacht »Ondine« nach Caprera cingejchrffx. EML Deputation aus Plymouth, den Mayor an der «'piße, uhcrrcichte ihm gestern in Penquitc eine Adresse, und in seiner Antwort sprach Garibaldi von der Möglichkeit , daß er in kurzem nach England zurückkehren werde.

Frankreich., Paris, 27. April. “Der Senat hat gestern dsgTchey wcgrn Einberufung von 100,000 Mann aus der dies- xahrrgen Altersklasse genehmigt. ,

' Dic Budget-Debatte wird, laut »Francca, am Montag Herr Thiers, dem Glais Bizoin das erste Wort abgetreten hat, mit einer Rede iiber die Finanzfragc eröffnen.

' Das Coalitions-Gcsey, iibcr welches Emil Ollivicr nunmehr

scmxrr Bcrichk vorgelegt hat, lauter in der von der Kommission mit Zustimmung des StaatSraths umgearbeitctcn Form also: - Art. 1. Die Art. 414, 415 und 416 des Sirafgcseßbuches find abge- 1chcrfft und werden durch folgende Artikel erseßt: Art. 414. Es wird mit einer (Hcscingnißstrafe von sechs Tagen bis zu drei Jahren und einer Geldbuße von 16 Frs. bis zu 3000 Frs, oder mit einer der beiden Strafen nur, bc- lcgt Jeder, der mit Hülfe von Gewalt, von Thätlichkeiten, Drohungen oder betrügerischen Manövern eine vcrabredete Arbeitseinstellung wirklich herbeige- fiihrt_odcr aufrecht crhalkcn, so wie herbeizuführen und aufrecht zu erhalten versucht hai, und zwar zu dem Zwecke, um eine Erhöhung oder Herabseßung des Arbeitslohncs zu erzwingen, oder die freie Qlusübung des Gewerbes oder der Arbeit zu beeinträchtigen. Art. 415. Wenn die durch vorstehenden Ar- tikel bcftrasten Handlungen in Folge eines verabredeten Planes begangen worden sind, können die Schuldigen durch richterlichen Spruch“ fiir die Dauer von mindestens zwei und höchstens fiinf Jahren unter hohe polizeiliche Auf- sicht gestellt werden. Art. 416. Es werden mit (Hefängnißstrafe von sechs Tagen bis zu drei Monaten und mit Geldbuße von 60 Frs. bis zu 300 Frs, oder mit nur einer dieser beiden Strafen belegt ails Arbeiter, Meister und Arbeits-Unicrnehmer, die durch Geldstrafen, Verbote, Achtßerklärungen, welchc die Folge eines vcmbrrdetcn Planes sind, die freie Llusübung des Gewerbes oder der Arbeit beeinträchtigen. Art. 2. Die Art. 414, 415 und 416 sind anwendbar auf Grundbesißcr und Pächter, ebenso auf Schnitter, Dicnjiboicn und Fcidarbriter.

Italien. Tririn, 27. April, den drei Fregatten unter Befehl des Admirals

abgehen. - An?»

Der »Stampaa zufolgewer- Albini nach Tunis

Turin , 26. April, wird telegraphirt: »Der Handeks- vertrag mit Belgien ist mit 187 Stimmen gegen 18 angenommen, worden, Der Vertrag wegen Ablösung des Schcldczolles wurde mit 189 gegen 16 Stimmen votirt.«

Dic Mailänder Blätter veröffentlichen fdlgende Erklärung des Generals Tiirr aus Pallanza vom 21. April: »Ich erfahre von verschiedenen Seiten, daß Wcrhrmgcn gemacht werden , zu welchen mein Name gefügt wird. Es ist meine Pflicht, zu erklären, daß ich jeder Art Von Anwerbungen durchaus fremd bin.“

Griechenland. Korfu, 27. April. Es ist hier die Nach- richt eingetroffen, daß das Ministerium Kanaris seine Entlassung eingereicht hat. Dem Vernehmen nach wird Herr Balbis mit der Bildung eines neuen Kabincts betrautxwerden.

Türkei. Bukarest, 28. April. Das Publikum hat die gestern in der Kammer verlcscnc Botschaft des Fürsten, Kufa, welche die Vorlage eines Wahlgescßes mit allgem'dincm Stimmrecht nnd die Aufhebung des Wahlccnsus ankündigt, mit Begeisterung aufgenommen. Heute ward cine Botschaft verlesen, welche die Kammer bis zum 14. Mai prorogirt. Fürst Kufa reist morgen nack) der Moldau ab.

Rußland und Polen. Von der polnischenGrcnzx, 27, April, wird der »Osts.-Ztg.« berichtet: Die Rcvifionen find m den Provinzen Posen und Westpreußen noch immer an der Tages- ordnung. Es giebt Grenzkreisc, z. B. der Wrcschener, Mogilnoer und Jnowraclawer, in denen in leßter Zeit die Wohnungen und Gehöfte der meisten polnischen Gutsbcfißer dieser in der Regel von Militair-Kommandos unter Leitung von Polizeibeamten ausgeführ-