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Die Anmeldungen zum Eintritt find an.die betreffenden König- .Lichen Provinzial-Schul-KoUegicn, resp. Regrerrrngen vor dem 1snn “August d. I. zu richten,*und ist denselben em ärztliches Zeugniß beizufügen, daß der Körperzustand und dre Gesundheits bcschaffenheit des Bewerbers die Ausbildung im Turnen ge|4ttet.
Berlin, den 22, Juni 1864.
Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- “ Angelegenheiten. von Mühlcr.
Abgereift: Se. Exceilcnz der Staats- und Minister des In-
nern, Graf zu Eulenburg, uiid . „ ' . _ Sc. Exceilenz der Staats- und Minister fur die landwirthschatt-
lichen Angelegenheiten, von Selchow , nach Sonnenburg.
Berlin, 23. Juni. Sc. Majestät der König haben Alisk- gnädigsi geruht, dcn nachbenanntcn Mannschaftrn vdn der 4. (ipfw?- digen Batterie dcr Brandenburgischcn eriiUcrie-Brigade'Nr. 3. die Erlaubniß zur Anlegung der von des Kaisers von OesterreichMajeftat ihnen verliehenen Tapferkeits-Mcdaiile, und zwar:
' - dcr Tapferk'rits-Medaillc erster Klasse: dem Feldwebel Schulz und _ . dcr Tapferkeits-Mcdaillc zweiter Klasie: dem Sergeantcn Allner und den Kanonicrcn Bax, Zielke und Apiß zu crthcilcn.
Niehta-UltliÖO-I.
Swinemünde, 22. Juni. Die Dampf- »Nymphea und »Vinctaa rraren heute Nach- mittag 5'5 Uhr in Sicht. „(Osts Z.) Holstein. Kiel, 22. Juni. Bei der gestrigen Reric dcs Erbprinzen von JYehoe nach Heide war iiberall festliche Begrußung; berittene Dorfschaftcn gaben das Ehrengeleit; an der Grenze warrn 400 berittene und uniformirte Nordcrdithmarschen anwesend; in Heide war enthufiasiischer Empfang, Illumination und Fackelzug.
Preußen. forvetten 'Arconau ,
Heute fuhr der Herzog durch die Marschen; Rcitergardcn schlossen sich kirchspiclweise an. In Lunden war feierliche Einholung „untcr Glockeiigeiäute. Viele Schleswigcr waren zur Begrüßung crichicncn.
Baden. Karlsruhe, 20. Juni. Beide Kammern haben in lehrer Zeit die Geschäfte in einer Weise beschleunigt, daß nun der Schluß oder vielmehr die Vertagung der Stände mit Ende dieses Monats bestimmt erwartet werden darf. Eine Wicderbcrufnng der Stände ist fiir den Spätherbst in Aussicht gestellt, (Schw.M.)
Bayern. München, 20. Juni. Der Kaiser von Nuß- land hat zu Kissingen Se. Majestät König Ludwig 11, zum Obcrft-Jnhaber des ersten russischeu Garde-Ulanen-chiments ernannt, deffelben Regiments, dessen Inhaber der höchstselige König Max“ war. Gleichzeitig ist die Mittheilung eingetroffen, daß Se. Majcstat der König dcn anfänglich nur auf vier Tage bestimmten Aufenthalt in Kissingen auf unbestimmte Zeit verlängert hat. (R. C.)
Kissingen,. 21. Juni. Prinz Karl von Bayern ist hier an- gekommen, der Herzog von Nassau abgereist. Fürst Gorischakoff machte gestern bei dem König von Bayern seine Aufwartung; König Ludwig bleibt in Kissingen in der Kur.
Oeserrcicb. Triest, 20. Juni. Sr. Majestät Fregatte *Adriai wird, wie es heißt, in kurzem sich zu dem Geschwader in der Nordsee begeben. Dic *Adriaa ist ungefähr von der Größe des vRadeßkya. Contre-Admiral Wiillerstorf hat seine Flagge auf dem Linienschiff vKaiser- aufgehißt und die Dampffrcgatic -Elisabcth- die Rückfahrt nach dem Adriatischcn Meere angetreten.
Triest. Ztg.)
Belgien. Brüssel, 21. Juni. Unter den heuic in dcr Kamm er verhandelten Gegenßänden ist das Justizbudget zu er- wähnen, dessen Gesammtziffer von 14,626,508 Fr. mit 60 gegen 5 Stimmen genehmigt ward. Eine Gesammtdcbattc fand nicht statt; doch beantragte err Jrérc, den Postcn für religiöse Bauwerke von 75,000 auf 256, 00 Fr. zu erhöhen. Ferner genehmigte die Kam- mer eine Million für den Bau von Schulhäusern. Bei dieser Ge- legenheit machte der Minister des Innern einige Zahlenangaben über .die während der leßten Jahrzehendc vom Staate auf den Primär- '-:éUnterricht verwandten Summen. Während im Jahre 1842 (unter Herrn von Theux) fiir besagten Zweck 189,000Fr. verausgabt wur- den, stieg die Summe -von 1843 bis 1847 auf 487,000 Fr.; von 1848 bis 1852 auf 660,000 Fr.; von 1852 bis 1855 auf 750,00() Francs; von 1855 bis „1859 (Dcdecker) auf 900,000 Jr. und seit dem RegierungZantritt des gegenwärtigen Ministeriums im Jahre 1859 bis zum laufenden Jahre auf die Höhe von 1,447,000 Fr.
*Das Oberhaus feierte
Großbritannien und Irland. London, 21; Juni. estern als am Jahrestage dcr Thron- besteigung der Königin Vi toria.
Jm Unterhause “erhob sich gestern Mr. Disraeli zu einigen auf die Konferenz bezüglichcn Anfragen. Erstens, sagt er, 'wünsche ich zu wissen ob es wahr ist. daß der preußische Gesandte in der (chien Konferenz: Sitzung erklärt hat, die deutschen Mächte würden, im Fall einer Blokirung ihrer Häfen, sich an die Pariser Erklärung, so weit fie die Kaperei betrifft, nicht mehr gebunden erachten. Zweitens möchteich erfahren, ob wir an- nehmen sollen, daß, wenn die Konferenz am Mittwoch ihreUnterhandlungen abbrechen sollte, die Feindseligkeiten am 26. beginnen wcrden. Drittens, ob, wenn die Konfercnz am Mittwoch, untcr was immer für Um- ständen„ ihre Arbeit beschließt, die Protokolle sogleich auf den Tisch dieses Hauses kommen werden. Der Schaßkanzlcr (der in der Abwesenheit Lord Palmerstons die Regierung vertritt) empfiehlt dem Gentleman, seine Fragen, da fie von nicht geringer Bedeutung seien, lieber auf das Anzeigeblatt zu sehen. Eine Antwort dar. auf würde dann am nächsten Tage erfolgen. (Murrcn.) Mr. Disraelj: Ick denke, daß es nicht nöthig ist, solche Fragen auf das Blatt zu seßm Ich glaube mich durch die Lage der Dinge volikommcn berechtigt, diese Fragen ohne förmliche Voranzeige an die Regierung zu richten. B. Os, borne: Ich erkenne sehr wohl, daß es ungelegcn ist, in diesem Augenblick eine Diskussion anzuregen, allein da ich mich der Art erinnere, wie wir in den russischen Krieg hincintrirbcn, da ich die Dringlichkcit der Lage sehe, und den sehr gefährlichen Abgrund, an deffcn Rande sich das Land in diesem Augenblick befindet - so wünsche ich, wenn der edle Lord heute nicht auf seine'm Maße ist, irgend ein anderes Mitglied der Regierung zu fragen, we[chm_ Sinn wir einer gewiffcn, in einem andern (dem Ober-) Hause gefallenen Lleußerung beilegen sollen, -- der Lleußerung nämlich, das; Ihrer Majestät Flotte zu jedem etwa erforderlichen Dienste bereit "und fertig sei. Dies sind 10 gewichtige“ Worte, und der Frieden Englands schwebt in diesem Augen. blick in solcher Gefahr, daß ich die erste Gelegenheit ergreife, um im Inter- esse des Friedens die Regierung zu fragen, welche Bedeutung fie jenen Worten beilcgt -- ob fie dieselben als eine jener eiteln Drohungen auf faßt, mit denen man in einem andern Hause allzu freigebig geivescn ist"; oder ob die aufrichtigc Absicht vorhanden ist, dcn sclbstmörderischcn Akt zu begeben und England in einen Krieg gegen Deutschland zu stürzen. (O!) Die ehrenwerthcn Gentlemen mögcn es fiir keinen selbstmörderischen Aktbal- ten, aber jedenfalls wcrden fi: mit mit darin übcreinsiimmen, daß man, ivcnn England in den Krieg gestürzt werden soll, uns etwas Bestimmtes dariiber mitthcilen sollte, damit wir nicht von Tag zu Tage weiter in einen Stand der Dinge treiben , der England in einen Krieg verwickeln kann, desen End? Niemand abzusehen vcrmöchte. Ich hoffe daher, das Haus wird mich in dirser“Forderung unterstüßen und wird darauf bestehen, zu erfahren , was die im andern Hause gebrauchten Worte zu bedeuten haben. Der Schatzkanzler: Es thut mir sehr leid, den sehr ehrenwerthcn Gentleman und Andere enttäuschen zu müssen, aber weder ich noch ein anderes Mitglied der Regierung hat von dcn Fragen eine Ahnung gehabt bis zum Augenblick, wo fie gestellt wurden, und es scheint mir denn doch, daß es für das Haus bequemer und vortheilhaftcr :wäre, wenn solche Jntcrpcllationcn vorher angezeigt wiirden. Jedenfalls trifft es sich zufällig so, das; diese Anfragen in dcr lewcsenhcil meines edlen Freundes cm der Spiße gestellt werden. Jch babe iiber den Gegenstand nicht mit ihm ver- kehrt, und „es ist seineSachc, in so wichtigen Angelegenheiten die Regierung vor dem Hause zu vertreten. Meiner Meinung nach wäre es ganz pflicht- widrig von mir gewesen, die Fragen anders zu beantworten, als mit dem achtungsvollcn Ersuchen, sie auf das Llnzeigeblait zu seyen. S. Jißgerald: Als ob nicht jedes iitglied dcs Kabincts über alle Umstände der Sache vollkommen rtnierricbict wäre. Jedes Mitglied muß wissen, was am Sonn- abend verhandelt worden isi, und unter den Herren, die auf der Minifterbank dort sißen, ist nicht einer, der außer Stande wäre, die Frage meines sehr ebrenwcrthen Freundes zu beantworten. Ich hoffe mit Zuversicht, das Haus wird auf eine bestimmte Antwort dringen. Nach einer Pause, während deren sich Niemand auf der Ministerbank erheben will, sagt D. Griffith (der beim Aufstehen von Lachen begrüßt wird): Es hilft nichts, die Regie- rung zu sragen,-denn sie ist jeht ohne ihr Haupt, u_nd der bloße corxiustkiat keine amtliche Lebenskraft Die ehrenwerthcn Gentlemen sprechen zu einer Regierung, die in ihrer Meinung über den Gegenstand der Diskussion gc- thcilt ist," dies wird keines ihrer Mitglieder in Abrede stellen- Jch will hoffen, daß die im anderen Hause gesprochenen Woxik- auf die ein ehrenwerthcs Mitglied angespielt hat, ernst gemeint waren, und daß die Mächte des Festlandes, die jeßt eine schwächere Nation untcrdrüchcn, jene Worte ais ernst gemeint aufnehmen werden. Jch ver- traue darauf, daß der edle Lord an der Spihe in wenigen Tagen dem Liuölande zu verstehen geben wird, daß wir unseren eigenen Willen habtni und daß England keine Lust hat, seinen gerechten Einfluß länger lahm legen und seine gerechten Vorstellungen mit Hohn und Schimpf zurückweisen zu lassen. Wenn England seine Rechte erheben und von seiner KrieZSfiVM Gebrauch machen wolite, wären jene Länder bald zur Vernunft gebracht- Lord J. Manners: Wenn am Vorabende so wichtiger Ereignisse Wirklich kein Mitglied der Regierung Ihrer Majestät befugt oder Willens isi, zu an!“ worten, mit Llusnahme des edlen Lords selber , dann ist es, denke ick.)- 7)“ Pflicht -und Schuldigkeit des edlen Lords, hier auf seinem Maße zu sein. (Cheers, auf welche die ministerielle Seite mit Gegen-Cheers antwortet, déi Lord Palmerston gerade in diesem Moment eintritt.) Da der edle Lord seinen Siß eingenommen hat, so wird er uns hoffentlich darüber Llusiunfk ertheilen, um welche wir die Regierung vergebens gebeten haben. (Er Wieder“ holt die Anfragen Disraeli's Wort für Wort.) Osb orn c wiederholt scineJnier- pellation und will wissen, ob Earl Russell die erwähnten Worte im kriegerischen Sinne gebraucht habe., Lord Palmerston; Mein edler Freund (Russell.) war gefragt worden, ob die britische Flotte in der Verfassung sei , irgend etwas. zu unternehmen (Nein! Nein!“: oder überall hin zu gehen. (Mr. Oshbrne- Ob fie bereit sei, in die Ostsee zu gehen.) Gut, die Antwort lautet, mit den
Worten des „Herzogs von Wellington, daß die Flotte bereit ist, wohin ""' .
mer zu gehen, (O! O!) Ich denke, die britischeFlotte ist im Stande, jeden
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: mit ihm.
beliebigen Dienst zu leisten. (Q! und Hört! Hört!) 0 denke ni i d
diess 'rng'iteineet; fh_esoxderetn lDtixnst kbedeutet. Ich FTT; im Liüqénßinxiß, wa au 1 ur ven uaiaten omm ' " “ ' ' “. jjfthe Flotte bereit finden. en mogen, 10 wrrd man die bri
am Sonnabend oder an einem anderch-age vorgefallen ist, Manjsj Über-
eingekommen, die Konferenz-Verbandlungcn nicht zu veröffentlichen. Ich 5“
bedauere, daß viele Berichte über die Vorgänge in der Konfercn ins “ubli- kum gedrungen sind,. aber das Haus wird gewiß einscbcn, dazß eineLdrrrch VertrauenSbruch, gleichviel ivcsscn Vertrauenöbruck), veröffentlichte Angabe
etwas ganz ANDERS ist als eine Eröffnung, die ein Miniiicr der Krone in :
diesem Hause macht, die den Charakter der Authentizität hat, und Dis; *5
kussionen veranlassen kann, welche man füglich vermeiden solite. Was die Moniteur- Wm 21“ d' bereits zu melden im Stande ißk der
andere Frage wegen“ der cvcniuciicn Wiederaufnahme der Feindseligkeiten i betrifft, so "kann [ck JWT WIL", wie die Dingc jert sicbcn. Tie Waffenruhe lauft, denke ich, am Sonntag ab, und wenn bis dahin keine !
Vereinbarung stattfindet„ wenn „die Kricgfiibrcndcn nicbt irgend ein Abkom- men treffen, das den Frieden wieder herzustellen geeignet jß, wenn fie „;ck,
nicht ernecrrcrt wird, „dann werden natürlich mit dcm-Ablauf dcr Waffcii- ruhe die Jerndieligkcitm brgmncn. In Bezug aux" die dritte Jraqc babe
ich zu antworten, daß die Regierung aus dem Schluß der Unterbandlun en 5 «„ - - ** = I - und dein Jursten ]eßt getroffene Abkommen über die anderen poli-
die Pflicht „dabei) wirdsdic Protoko'llc'deiii Parlament vorzuicgcn, und daß sie damit nicht langer als durchaus nothig jannien wrrd. W.1i*richciriiich diirften ein, zweiTagc nach dcmScblus; dchonfcrcnz vergehen, bevor dichriagr srßckttffndcn kann. Bright würde sicb glücklich schätzcn, wenn der cdlc Lordisaqcn wollte, ob seiner Meinung nach die Unirrhandiungcn, die nun icbon nrcbrrre Wochen gedauert haben, den Frisch JU stiftcn vcrbeißm. “Lord Pas. mcrfton: Jeb bedauere icht, daß mir die Zunge gebundcn ist, und icb kann daher nur die Versicherung wiederholen, daß Jbrer Majestät chicrung unablässig bciiiübt ist, die Kricgfübrcndrn zii cincr Vcrcinbarrmq 5a “rc- wegen," Und wenn uns dies mißiingr, so wrrdcn wir, wie i(b ;iwrrsrrbtliw hoffe, im Stande 'scin imwzriwcisrn. dax"; rs riiirt ixiiscrc Z(Wid ZT" wesen isi.
Frankreich. Paris, 21. Irini. Tir scir Urbixrbn Md- naten mit der Schweiz gcpfiogrncn Untrrbaridiimgcxr Zr: eiiiem Handchv ertrage find, wie der »Moniteurn bciite meikel, rum Abschluß gekommen. Gestern haben die Herren Kirn, Bevoliniäcb- tigter dcr Eidgcnoffenschaft, Drouyn dc Lbnys und Roubcr, Bwoil- mächtigtc ch Kaisers, cinen Handclsvertrag, eine iitcrariicdc Con- bention und noch drci Entwürfe, welcbe dic NiederlasnnZF- mid
Nachbarschafi§vcrbältniffe bcidcr Länder in bciricdigciidcr Wrist brd= '
nen sollen, parapbirt. An den Konferenzcn, die dein min erfolgten Abschiuffc dicser diplomatischen Vcrträge voransgegangen siiid, hat der Minister Bébic unermüdlich Theil gciwiiimcn.
Heute find die japanischen Gesandten direkt iii ibre Öcimaib abgereist. Dcr »Morgen-Monitcur- zeigt dies an und daß sie gestern mit Herrn Droriyn de LHUW daI Arrangement unterzeichnet babe", desseniwcgcn fie eben nach Paris» gekommen iVÜkkli. Lic ichen Nachrichten aus Japan lauten immer fricdlick).
Gestern bat die Akademie der Wissenschaften VM] Jiistiirit, an Stelle dcs am 28. 21119in V. I. im Berlin gcswrbciicii Prdirffor Mitscherlich, mit 31 gegen 16 Stimmen deri Professor Wöbicr in Göttingen zum auÖwärtigcn Mitglieds erwählt. „Herr dr la Rirr in Genf erhielt 12, Hamilton in Liiblin 3 Und- Brxiiicn iii Hridcl- berg 1 Stimme.
Unter dem VorfiHeParieu's, Iicc-Präfidenten de?» Staatéraibs, ist, wie der »Monitcura meldet, cineKOimnissbn zusammengcirctcn, die das Pfrrdc- und Wagen - Steucr'gescß prüfen und erforderlichen Falls rcvidircn soli.
, Der "Epoca- zufolge werden die Cortes erst uaÖ Votirung des auf,. die zu amortisirende Schuld bezüglichm Gesejes
& Italien, Turin, 21. Juni. Zu der heutigen Sißung des «e_nats wurde das die Grundsteuer-Ausgleickzung betreffende Gesch mit W gegen 55 Stimmen genehmigt.
Der römische Jinanz-Minisier hat angezeigt, daß die
Was die Fragen des sehr ebrenwerthen geichlossen werden.
Gentleiiian beirifst, die der edle Lord (Mariners) nur wieder olt' hat "0 ? möchte ich es lieberablehnen, zu sagen, was in der Siyung dFr Ko*nfe,ret113
Zablung der Interessen der römischen konsolidirten Schuld im Monat ; Juli beginnen werde.
_ * , Zwei Millionen Schaßbons Werden am 24“. Juli getilgt sein. Turkei. Am 20. Juni hat, wie der französische *Abend-
Suitan dem ,fich von ihm vrrabschiedenden Fürsten Kufa Audienz cribcilt und glückliche „Heimreise gewünscht, die denn auch gleich auf einem RegicrUUZS-Kriegsdampfer angetreten ward. Die Angelegen-
beitcn zwischen dem wuzcraincn Hofe und dem Fürsten Rumäniens
. . . .. . „ . snd ' “ ' ."" . ' zu emcr Verstandigung uhu die Grenzlinie gelangen und die WÜffMWHL :, - 1 wre das amtliche Blatt der franzoiischcn Regierung versichert,
zu beiderseitiger Zufriedenheit erledigt worden,“ nur die Klostergütcr-
? frage ist uncrörtert und der Konferenz der europäisiben Garantie-
mächte vorbehalten ge.licben, welcbe auch das zwischen der Pforte
tischen Fragen noch zu sanctioniren haben wird. Der -Moniteur- Versichert, den freundschaftiiäycn Bemühungen Frankreichs, Englands UUÖ Oesterreichs sei es zu danken, daß Alles so gui abgekaufen. Uebrigens meldet der -Abcnd=M0niteur- auch., daß der Sultan vdem
; Fürsten dcr Moido-Walachci die Kaiserliäxc Dccoration dcs OZmanieh.
. rbcii des Staates und der Kommunen.
Der Capitain des untergegangenen »Aiabama-„baitram Sonir- ) abend im Cherbourger Hafen Allen, die icin 3chin bciucbtcn, die :
'Enter-Vorrichtungen gezeigt, mit denen er dem oKrarsagea gerade auf den Leib gehen wollte. Wie der Mord“ meldet, bat er, cbe er
zum Kampfe auSging, dem brasilianischen Konsul in Cherbourg, ,
sein und seiner Leute Geld (circa 8 Miliionen), sein Testament, seine
Schiffspapiere und 45 Chronometcr, die er als Andenken an die von Z
ihm bisher gefaperten Schiffe aufbewahrt harte, übergeben. Als der 'Alabama- gesunken war, nahm der "Keariage- wgieich 62 Mann
auf; die übrigen gelangten an Bord der englischen YUchZ- Dic Y_odic ; k)ksfkanzr")s1schen Remorqueurs "Van, die der.?eeykqstkk, ZZYLUT Z sandte, kamen erst an, als bereits sämmtliche Schisbrukhlgk M Sich» Ü ibn gcfalienc Wahl zum Mitgiicde der Landsthings-Abtheilung dcs ; dänisch-schchwigWen Reichsratbs abgelehnt, und dadurck; :Dagbladet-
heit Waren. Dem -Kearsagc- sind in dem Kampfe nur drei Mann derWUndet worden.
- 22. Juni. Der heutige -Abend-Moniteur- enthält ein
Privat-Telegramm, in welchem es heißt, daß der Vor1chiag .LUUZ z schiedsrichterlichen Spruches Gegenstand der Unt_erredung ziviichcn dW Könige von Preußen, dem Kaiser von Oejtcrreich imd deren Ministern in Karlsbad gewesen sei. Die beiden Souvcrame hatten beschlossen, die guten Dienfte eincr befreundeten Mkacbt i_mier den ; Bedingungen anzunehmen, wie fie in einem Protokorle dcs Partie):
Johannsen in persönlicher Unzufriedenheit mit der Reichsraths-Jnsu-
Kongresses enthalten find,“ fie würden aber Bedingungen stellen,
Welche das dänische Kabinet nur dann unterzeichnen könnte, wenn
ck von seiner bisher beobachteten Haltung und den in feincm )
Ultimatum aufgeßellten Punkten loSsagte. . Spanien. Madrid , 21. Juni. Grueral Prim siattete Mek" Espartero einen Besuch ab und hatte eme lange Unterrrdung
4
k !
Ordenö in Diamanten Verliebenc habe.
Rußland und Poien. Von der polnischen Grenze, 21. Juni. »Die Frage der Kiox'reraufhebung im Königreich Psion ist in PctcrÖburg noch immer nicbtznr deünitiven Entscheidung gcbracßt. Bri dcn Bcratbungen, die in dcr Abtbcilung des Mini- srcrium-É» für die Polnischen Angcirgcirbcitcn fortZiseßt darüber ge: pfiogcii wcrden, stcbrn zwci Airfichtrn einander gegenüber: die des Siaatérach Miiiutin und des Statthalters Grafen Berg. Ersterer
, bcstcbr auf der von ibm zmrst angeregten gänzlichen Aufhebung
der Klbstcr und der Einziebung der (Hüter derselben zum Vor- chzterer, der die auf- regenden Folgen einer so radikalen Maßregrl fürchtet, will die Klöster fortbesteben (affen, aber ihre (Hüicr einziehen und die Kloßer- gcisriirch auf ein Von drr Regirrung ihnen zu zahlendcs festes Ge- bali irizicn. Da eine Einigmrg beider Parteien schwerlich, zu erwar- ten ist, so wird der Kaiser die C'iitstbcidung treffen müssen. - Wie OffizicUc Pctcrsburgcr Vlättcr mittbcileii, bat die russische Regierung definitiv den Grundsay adoptirt, die höheren Vcrwaltimgsfieiien im Kbnigrcick) Polen auéscbließiich mit Russen zu besetzen und auch zu deri nicdcrn nur solche Polen zuzulassen, dercn Treue gegen die rrriüirhe Regierung erprobt ist. Die genannten Blätter rechtfertigen Ticicii Grundiax, diirch die Nückfirht arif die Selbftrrhaitung des rUNstHM Ztaatcé. (Ösis. Z.)
Schw den und Norwegen. Stockholm, 1“ Juni. Morgen wird das ichrvcdisch - norwegische Geschwader im Hakefjord angciösr werden; die schwedischen OriogZscbiffe sollen nach Karls- krona, dic rwrwegischrn nach Christianssand gehen. Am 25. wird das Geicbwader vcrmutblicl) aufs Neue zusammenkommen, Prinz
, Oé-rar gedenkr in nächster Zcit sich auf dem »Tbor- nach Helsing-
bdrg zu begeben und von dcrt nach dcm Landßye *Kulla Gunnars- torp- in Scbooncn zu gehen.
Dänemark. Kopenhagen, 20. Juni. Die -Berling§ke Tidcndc- berichtet, das;, sofern die Konferenz -gegen aÜe Erwartung- am 25. Juni noch bcrsammelt sein sdilte, ohne daß eine Friedens- baiisx festgestellt worden, der Reichsrat!) vcriagt werden würde, vbis die Verhältnisse der Regierung gestatten , drm Reichsrath einm Unter: und vollständigen Bericht über die Unterbaudlungen und eine Eur* wickciung der dir Beschiüffe Dänemarks leitenden Gründe vorzulegen.- Ebcnso soll die Königlickxe Regierung auf der Konferenz die Dane- wirkeiinie als ihr Ultimatum bezeichnct und die Proposition be- züglich dcr Anordnuug einer Thrilung des Hcrzogthums Schleswigs durch ein Schird§gericht entschieden von der Hand gewiesen haben.
Der Minister für das Herzogtbum Sckle§wig, Kammerherr Zobannftn, bat die jüngst auf den schleswigschen Weßsce-Jnftln auf
H zu einem sehr gcbäsügen Leitartikel gegen das gesammte Minifkerium
Monrad “Stoff geliefert. vDagblak-et- behauptet nämlich, daß es für ein Ministerium unverantwortlich sei, ein Mitglied zu befißen, das durch die Ablehnung der Reichsrathswahl das Kabinets-Pro- gramm verlcße. Keine Stellung im Lande verpfiirhte so sehr zu der Annahme der Wahl, als die des Ministers, und wenn dann;
noch verstrhcrt werde, daß das Motiv der Weigerung des MißerS-ÄFZ.
tation 315 suchen sei, so sei es doppeit underantwortlich für die übri- gen Minrßer, noch Länger neben dem schlc§wigschen Minißer im Amn zu bicibm. ' Die nzeißen der uzilßngß zrbgewiesmen OffiziasxAspirautm bt- absichtigm Wk als Freiwillige m die Armee einzutreten.. Sie haben
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