1864 / 149 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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_, halb. der „bestimmten '" Geh.'

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Köniß von Preußen eingeleitet wdrden ist.- Am 22.-'d.“wurden die , feirtatrten der Landschaft Osterföhr nach Depenum - zasammen- *b'éritfén, angeblich zu einer Berathung über 'die-Einquartirun'g der außer den dort befindlichen 25 Männ noch in Auösicht |e-hen-den dänischen Truppe'n. Der in Begleitung der 25 Soldaten in Oeven'um erschienene Landvogt erklärte'sofort, es handle sich darum, zu erfahren, wer die Berli- ner Adresse unterschrieben. Als fich herausstellte, daß die Repräsentanten von Boldixum und Wrixum keinen Antheil daran gehabt, wurden diese entlassen , die anderen aber mußten zur Steile bleiben und Wurden von dcn'Solda-"ten bewacht. Darauf begann das Verhör der Einzelnen , das bis gegen 7 Uhr Abends dauerte. Gegen eine von jedem Einzelnen gestellte Caution von 1000 Thlr. R.M. find sie dann vorläufig wieder auf freien Fuß geseht. Ein gleiches Ver- fahren ist gegen die Fleckensvorfteher in Wyck eingeschlagen , auch haben diese. je- 1000 Thlr. Caution stellen müssen. Die Deputation war glücklicher Weise noch nicht von Berlin zurückgekehrt. In Folge dieser Vorfälle ßnd die Mitglieder natürlich auf dem Festlande ge- blieben, um dem Schicksal der Sylter zu entgehen. Uebrigens hören wir, daß die Föhringcr Deputation von der Aufnahme, die fie bei Hrn. v. Bismarck gefunden, äußerst befriedigt ist und fich darnach zu den besten Hoffnungen für das Schicksal ihrer Heimath berechtigt hält. (Nd. Ztg.)

- 25. Juni. Mit “dem regelmäßigen Postzugc der südschles- wigscben Eisenbahn Nachmittags gegen 13- Uhr hier angekommen, begab sich der Prinz, Höchstkommandirender der Alliirtcn, vom Bahn- hofe zu Wagen nach verschiedenen Lazarethen. In einem zweiten Wagen folgte, in Begleitung zweier Adjutanten des Prinzen, der Chefarzt des zweiten schweren Feldlazareths des dritten Armee-Corps, Ober-Stabsarzt Ox“. Alexander Ochwadt, welcher die' Aufgabe ha_tte, den Prinzen in den verschiedenen (wir haben jeßt 16 mehr oder Weniger belegte Lazarethsiationen) Spitälern als Führer zu dienen. Um 3 Uhr wird S. K. H. nach Rothenkrug (Apenradc), wo das Hauptquartier ist, weiter fahren.

Das englische Dampfschiff »Vigilance- ging gestern Nachmittag 3 Uhr von hier nach Kopenhagen mit Passagieren und Waaren in See, es soll eine regelmäßige Verbindung zwischen hier und der

dänischen Metropole unterhalten, wcnn _ die Ereignisse es nicht'

anders fügen. Gestern nahm es eine Anzahl entlassener dänischer Kranken und die Familien“ Anderer mit fich. (S. H. S.)

Hannover, 27. Juni, Miquel's Antrag auf Aufhebung oder Umgestaltung der Domainenausftheidung wurde heute von der zweiten Kammer mit 45 gegen 37 Stimmen genehmigt.

(Tel. d, W. B.)

Sachsen. D resdcn , 26. Juni. Seine Majestät der König sind gestern Abend 712 Uhr von der in das Erzgebirge unternom- menen Reise wieder in Pillnih eingetroffen.

- 27. Juni. In der heutigen Sißung der Ersten Kammer hat Kammerherr v. Zehmen nachstehenden Antrag eingebracht, dessen Uebermisung an die gedachte Deputation von der Kammer einstim- mig beschlossen wurde:

Die Erste Kammer möge deren dritte Deputation beauftragen, die Frage in Erwägun zu ziehen:

ob nicht die politische Lage erheische, in Gemeinschaft mit der Zweiten

Kan'uner an die Staatsregierung die- Aufforderung zu richten, bei dem

Deutschen Bunde dahin zu wirken, daß fich der gesammte Deutsche

Bund an der Fortführung des Krieges gegen Dänemark betheilige und

somit derselbe zur Bundesfache erklärt werdm

Hierauf beschäftigte sich die Kammer mit Petitionsberathungen.

Die Zweite Kammer beschäftigte sich heute mit der Berathung des Berichts der ersten Deputation iiber den Gesehentwurf, einige Abänderungen und Zusähe zu den Gesehen über Militairleisiungen und dafür zu gewährende Vergütungen vom 7. Dezember 1837 und 11. September 1843 betreffen . (Dresd. J.) '

kh il Das heutige -Dresdner Journale: bringt die nachstehende Mit- e ung: _

- Nachdem einige süddeutsche Blätter, im Interesse der von ihnen vertretenen handelspolitischen Richtung, ßch bemüht haben, dem am 11ten v. M. über die Fortsetzung des Zollvereins zwischen Sachsen .und Preußen abgeschlossenen Vertrag eine un- richtigeDeutung, zu geben, smd wir in die Lage geseßt worden, die- sen“ Vertrag in *Nachstehendem zu veröffentlichen, was wir mit der Bemerkung thun, daß die am Schlusse enthaltene Ratification inner- , Frist von beiden Seiten erfolgt ist:

- _ „Berlin, den 11. Mai 1864. Gegenwärtig: für Sachsen: der K. sächs. inanzrath v. Thümmel,"

f. : *Preu ,en: der-K. preuß. General-Direktor der Steuern, v. Po mm er-

E'sch e', der .“ preuß. Ministerial-Direktor Philipsborn," der K. preuß.

Ministerial-Diroktor“ D* e l b r ü ck.

..;1 «Divxobmgénannten, für die Verhandlungen “über die Fortseßungm des

»

"?ij hyn- .Sgchsen und Sr. Majestät des Königs von Preußen haben fich .. 1; ., F

[l- und Handokévereins ernannten Bevollmärhtigten Sr. Majestät des

a , ; mid, dersihnen1eriheiltenVollmachten und der vpn ihren hohen Rc- „iseriingexx'.x„_xmpfixixginen besonderen Instructionen über die nachfolgenden FünfteÉCeiniZß' '“ - * _. ' ,

' §. . * ächsen UndPreußen werden den, behufs eines gemeinsamen

**

* *erlegen.

Zoll- und Handelssystems zwischen ihneii errichteten Verein unter fich und

«mit- den, den gegenwärtigen Verabredun en beitretenden Vereinsftaaten- auf

weitere zwölf Jahre, vom_1. Januar 1 " anfangend, fortsehen. Es blei- be_n daher für diesen Zeitraum die Zollvereinigungs-Verträge vom 30. März 1833, 8. _Mai 1841 und "4. April 1853 einschließlich der zu diesen Verträ. genrgetroffenen. besonderen Verabredungen, wie solche zur Zeit bestehen zwiichen ihtzen m Kraft. §. 2. Der von Preußen bei den Verhandlungen, über Fortsetzung des Zollvereins vorgelegte Zolltarif für 1866 ioll mit denjenigen Abänderungen und Ergänzungen, welche im Laufe dieser Verhandlungen die Zustimmung beider Regierun en erhalten haben, und vorbehältlich weiterer, im gemeinsamen Einverßändniß etwa zu treffender Abänderungen , mit dem 1. Januar 1866 in Kraft treten. §. 3. Die gemeinschaftlichen Llusgangsabgaben sollen v'om 1. Januar 1866 ab nach den nämliohen Grundjäßen, wie die gemeinschaftlichen Eingangsabgaben ver. theilt werden. Mit demselben Tage treten die, wegen Theilung der erstern getroffenen, im Artikel 22 des Zoilvereinigungs-Vertrages vom 4. April 1833 unter Nr. 2 enthaltenen Verabredungen, “so wie die besondere Ueber. einkunft von demselben Tage, betreffend dicT-heilung der gemeinschaftlichen Aus- gangs- und Diz'rchgangsabgaben, außer Kraft. J". 4. Durch die im §. 1 getroffene Verabredung jmd 1) die auf die Besteuerung des Zuckers bezüglichen Ueberein- fünfte vom 4. April 1853, 16. Februar 1838 und 25. April 1861, 2) der Vertrag vom 4. April 1853 wegen Fortseyung des Vertrages vom 8. Mai 1841 über _die gleiche Besteuerung innerer Erzeugniffe, 3) der Vertrag vom 4, Ap_rii18§)3, die gleiche Besteuerung von Wein und Tabak, so wie den gegenjeitig freien Verkehr mit diesen Artikeln und die Geme'inschaftlichkeit der Uebergangsabgaben von denselben betreffend, einschließlich der zu diesen Uebereinkünfien und Verträgen getroffenen besondern Verabredungen, wie solche zur Zett bestehen, ebenfalls auf weiterezwölf Jahre vom 1. Januar 1866 ab verlqngert. Die Verläiigerung des unter Nr. 2 bezeichneten Vertrags erfolgt ]edoch nut der Maßgabe, daß vom 1. Januar 1866 ab die Thei- lung des.Braniitweinsteuerauffommens und der Ueberganqsabgabe von Branntweni zwrschcn Preußen und Sachsen nicht mehr nini) Nr. 2 des SeYJraiartikels 2 _zu dem, gedachten Vertrage, sondern in dcr nämlichen Wear 1igtifinden 100, _wie die Theilung jener Steuer und Abgabe unter Nr 3 diejxs Separatartikels “zwischen Preußen und Thüringen verabredet .“ J. .*). Sachsen und Preußen bctrachten es als ihre gemeinschaftliche LlusZabe, das durch 'den Handels- und Zollvertrag vom 19. Februar 1853 bcgrund'eie Verhaltmß zu Oesterreich in einer, ihren innigen Beziehungen zu dem Kgqcrstaate und den Interessen ihres Verkehrs mit dem lehtern entsprechen- drn Richtung, auf dein Woge der Verhandlung mit Oesterreich weiter auszu- bildeir. 77 §. 6. Infolge 'der im §. 1 getroffenen Verabredung erklärt Sachjen [eine unbedmthZusiimmung zu dem zwischenPreußen und Frank- reich am 2. August 1862 rznterzeichnrten Handelsvertrage und Schifffahrts- vertrage und zu der Ueberemkunft, betreffend die Zollabfertigung dcs inter- nationirlen Verkehrs auf den Ei19nbahnen , so wie seinen Beitritt zu der Ueberemfunst zwqchen Preußen und Frankreich wegen gegenseitigen Schuyies der RechteUan literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst vom 2. Yugiz|_ 1862, der estalt, daß die Wirksamkeit dieser Verträge und Ueberemkmiste „m Sachen an dem nämlichen Tage eintreten wird, ati welchem ste 'in Preußen beginnt. Ueber die Form seines Bei- tritts zu der zuleßt “erwahnten Ucbereinkunft wird sich Sachsen unmittelbar mit Frankreich verstjandrgrn. Preußen wiederholt die in der Sißung der Zolikonferenz v„om 23. Marz d. J. abgegebene Erklärung, daß es die darin bezeichyetepn Abanderungen und Ergänzungen der vorerwähnten Verträge und Ueberemku'nfte zuzii Gxgenstande der Verhandlung mit Frankreich machen u„nd ernstlich hemuht 1em wird , diese Verhandlung zu einem Ergebnisse zu fuhreri, wxlches den von Sachsen geltend gemachten Wünschen entspricht. Sach1en- ist mat " den Zugeständnissen an Frankreich einverstanden, welche m der erwahnten Erklärung Preußens in Ausficht genommen smd. 5- §._ 7. Der Regierung jedes Vereinsstaates ist der Beitritt zu den voqtchenden Verabredungen vorbehalten.. Sachsen und Preußen werden fich_ jedoch zuvor über die Maßgaben desBeitriits in jedem einzelnen Falle verstandigen.

*Sofern nicht bis zum 1.0ktober d. I. der Beitritt sämmtlicher Vereins- Rrgterungexr erfolgt ist, werden Sachsen und Preußen ungesäumt über die aisdann erforderlichen Aenderungen in der Zollorganifation und Einrichtungen fur den Grrnz1chuh in Verhandlun treten. Sie werden, wenn vor dem erwähn- ten"Tage eme entjprechende Verstandigung mit den Regierun en von Bayern, Wurttemberg, Baden, Großherzogthum Hessen und Na au zu Stande kommt,“ die auf den Verabredungen im Artikel 11 des Zollvereinigungs- Vertrags vom 4. April 1853 und dem Separat-Artikel 10 zu diesem Ver- trage beruhende Ueber angsabgabe von Wein und Traubenmoft von dein Tage an unerhoben lasZen, mit welchem der im §. 2 erwähnte Zolltarif '." Wirksamkeit tritt, und find darüber einverstanden, daß in diesem Falle die Verabredungen gleichzeitig außer Kraft treten, welche in dem im §. 4 unter Nr. 3 bezeichneten Vertrage über die Besteuerung des Weinbaues und die Uebergangs-Abgabe von Wein und Traubenmost getroffen find. -;- Endlich find sie darüber einverstanden, daß der im §. 2 bezeichnete Zolltarif auch vor dem 1. Januar 1866 in Wirksamkeit zu sehen ist, sofern dies durch den Beitritt der übrigen Veréinssiaaten ermöglicht wird. In diesem Faak werden diejenigen Zollsäße eintreten, welche der von Preußen vorgeiegte Zolltarif für die Zeit vor dem 1. Januar 1866 enthält. - Gegenwärbges- in doppelter Ausfertigung aufgenommenes und von den Bevoilmächtigten nach geschehener Verlesung unterzeichnetes Protokoll soll sofort den beide_n hohen Regierungen zur Genehmigungvorgelegt, und es soll diese Genehmv gung nach ertheilter Allerhöchster Ermächtigung durch Ministerial-ErklÖrungen ausgesprochen werden, welche binnen spätestens acht Tagen in Berlin aus-

zutauschen find. G. w. o'.

, Württemberg. Stuttgart, 27., uni. Der heutige "Staats-Anzeig'er f. Württemberga bringt nach'ehende Aktenstückc:

1) Ansp rachedes Königs ansein Volk. Württemberger! Es

hat dem allmächtigen Gott gefallen, uns eine schwere schmerzliché Prüfung aquu-

* Das Band, welches während“- einer laanen "Reihe von Jahren euren

geliebten König mit feinem Volk vereinigte, hat er „Tod gelöst: Die Erm-

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nerung aber “," AÜks- was“erinsurchilosem_Ei er u - - , _ für das Wohl seines Landes gethan , lebte unerschüixerlich?nYäÉYWQ'IF !TTFTW eingedenk werde Ich ehren, was sein Geist schu , seine Werke fie . . isn besondere die Verfassung des Landes getreu beobachten. ndem kh YZ“, zu i der Regierung ergreife , vertraUc Ick Vor Allem auf Lottes Zülfe lekalge Mir Kraft verleihen möge, Mein Leben dem Wohle des Landes u, werber dem höchsten Ziele Meiner Bestrebungen. Meine Unterthanen erden YF)", ch baue darauf, mit Vertrauen und Liebe entgegenkommen damit dir? feste auf Recht und Treue _begründete Band, das Fürst und Voir Württem- inigs'sbßeéiuetiylé8e64auch Wschen uns fest und aufrichtig fortlebe. Stuttgart,

2) K". Manifest, den Regierungsaniritt des FiönéasrlKarl Majestät betreffend. Karl, von Gottes Gnaden KöZj von Württ emb erg. Liebe Gctreue! Die göttliche Vorsehung hat den Alle?durch- laucbtigsicn König Wilhelm Von Württemberg, Unseres vielgeliebten Herrn Vaters Majestät, arts diesem Leben abgerufen. Nachdem hierdurch Kraft des in Un- serm Königlichen Hause bestehenden Erbfolgerechts, Uns die Nachfolge in der Regierung angefallen ist, und Wir dieselbe wirklich angetreten, chh die un- verbrüchlichc Festhaltung der Landesverfassung in einer dem ständischen Ausschusse übergebenen feierlichen Urkunde bei Unserem Königlichen Worte zu- gesichert haben, "_" so geben Wik eUch Sölches hiermit gnädiqft zu crke'nnen und versehen Uns zu allen Unseren Königlichen Beamten, “geistlichen und weltlichen Dienern und Unterthemen, indem Wir fie auf den äcleisteten ver- fassungNnäßigen Dienst- und Huldigungscid hinweisen, und Erstere auffox. dem, ihre Vcrrichtungrn wie hiSher nach ihren amtlichen Pflichten fortzu- segen, daß fie Uns als ihrem angestammten Laiideshcrrn die schuldiqe Dienst. pflicht, Treue und Gehorsam so willig als pßichtmäßig leisten werden,“ wo- mit Wir euch Unserer Königlichcii Huld und Gnade versichern. Gegeben Stuttgart, den 26. Juni 1864. Karl. Miller. Wächtcr-Spittler. Linden. Hügel. (Holther. Sigel.

3) Die folgende Bekanntmachung:

Se. Majestät der Höchstselige König Wilhelm haben im Jahre 1844 dem Geheimenraths-Präfidium ein rderfiegeltes Paket übergeben, welches von der Hand Sr. Majestät überschrieben war:

dem Geheimenraths-Präfident übergeben, Und im Falle meines Todes im Geheimen Rath Yeöffnct zu werden. (gez) Wilhelm,

Auf Höchsten Befehl Seiner Majestät des regierenden Königs fand heute die Eröffnung des Pakets im Königlichen Geheimen Rothe statt, und es fand fich darin nmhsiehcnde Urkunde:

»Geschrieben den 20. April 1844.

1) So wie meine Seele meinen Körper verlassen hat, wünsche ich, außer meiner Familie, wenn fie es verlangt, nur noch von den Aerzten und dem dienenden Personal gesehen zu werden. 2) Wenn die Aerzte es fiir niihlich halten, so - kann die Ohduction mei- nes Leichnams stattfinden. 3) Da mir während meinem Leben nichts widerwäriiger war, als Ccremonien und Etikette, so wünsche ich Weder feierlich ausgestellt zu werden, noch irgend ein chrängc bei meinem Leichenbegängniß,' die mich kannten, werden dies natürlich finden, die Neu- gierigen werden mir aber verzeihen, sie um das Begaffen citler Ceremonien gebracht zu haben. 4) Mein Leichnam soil in nächtlicher Stille das Schloß verlassen, nur begleitet von dem Hofprediger, dem Hofmarjchall und'einrnr dienst- ihuenden Adjutanten, außerdem wird mir meine Garde din lehten ,Ltechdiensivcr- weisen, meinen Leichnam zu seiner Ruhestätte zu begleiten. 9) Ich wimsche, daß dies e Fahrt so eingerichtet werde, das; ich mit dem erst_cn Sonnenstrahl auf dem Python- berg ankommc , ein einziger Kanonenschuß wil das Ende des Begrabmsses andeuten, nur ein kurzW Gebet hei Einsenkung des“ Sargcs gesprochen wer- den, Ich will ruhen in dem schon vor Jahren gebauten Grab nchen immer verewigien Gemahlin Katharina, wieJch es Ihr versprochen hatte. 6) Die Landestrauer wünsche ich auf 3 Monate beschränkt zu sehen und nur 10 Tczge nach meinem Begräbnis; soll mit den Glocken geläutet werden, meinePersonalien ebenso einfach in den Kirchen gelesen werden. „7) Ich Kerbe" a'ls wahrer Christ, verzeihe allen meinen Feinden, danke iiieiner Fgmilie fur ihre MZUgL Liebe, meinen Dienern vom Civil wie vom Militatr fur ihre treueAnhang- lichkeit und Eifer in Erfüllung ihrer Pflichten, allen memcn „Unierthgn'en für ihre Treue und Gehorsam gegen die Gcsehe. Ich habe_ fur "die Einig- keit, Selbstständigkeit, Ruhe von Deutschland„gelebt, mem Wurttemberg über Alles geliebt, Heil meinem Vaterland fur alle(Zu)kqut!ill elm

gez- ) „-„

„Se. Majestät dcr regierende König hqben iiach genomrnener„Em]1chi von obiger Urkunde beschlossen, den darin hinsichtlich des LeichenbeZangmffes U-sw. ausgesprochenen WünschenJhres König!. Herrn Vaters möglichst nach- zukommen. Sie erachten Sich jedoch gegeniiber von Ihren Unterthanen verpflichtet, von jenen Anordnungen darin Sich etwas zu ent'fernen, daß die Leiche Sr. Majestät des Königs Wilhelm an emem„d,er„nach|en Tage (wahrscheinlich Dienstag) im großen Marmorsaale des Koytg'lichen Refidenz- schlosses dahier öffentlich ausgestellt werden soll, damit den1emgen,jwelche „die irdischen Ueberreste eines vielgeliebten Königs noch einmal zu erblicken wm?- schen , bevor solche auf immer der Gruft übergeben werden, die Gilegcnheit "icht benommeniei, hierin dem Drange ihres Herzens Folge zu [Liste"-

4) Die Ordnung für die Hoftrauer wegcen des,Ablebens des Königs Wilhelm von Sonnabend, den 25.. Zum 1864 an 24 Wochen hindurch, bis Freitag den 9. Dezember 1864. Z

Die Königin Pauline traf gestern Na'chmrttag. um Uhr von Friedrichshafen hier ein ; die Königin Sophie der Nrederlande [angle um 4 Uhr an und verfügte fich von Feuerbach unmiite'lbar auf de? Rosenftein, „_ Abends um 8 Uhr trafen der Konig Karl Yu Königin Olga von Kisfingen her in Cannsiait 'em , und verf g- te" sich alsbald auf den Rosenftein. - Wie wir, h'örem hat „I,“ König Karl den Revers, die Verfaffung des Königreichs heitlig halten zu wollen, heute Vormittag ausgestellt. -, Heute ?ormEtt ag 1,1 Uhr fand die Beeidigung der hiesigen Garmsmr “Uf, , em xer- ilkkplahe am Pönitentiarhause in Gegenwart de? zetiwetligen Gou- Vern * ' ar statt. Die rettenden Waffen

eurs, des Prinzen von Weim 1 * M"[l htelt Waren zu Pferde auSgerückt, der Garnisons-Prediger 11 er

die Yurleitinde Rede und die Garnison schwar auf _den_'-Vortrag des. Auditors 1hre_m 'neuen Kriegöhcrrn, König Karl von Wärttex'nbeÜLI den Fabyennd m die Hände des Gouverneurs. - In den Kir'chen* wurde em LM der Ober-Kirchenbehörde angeordnetes, *dem hohen Ernste der Sache angemessenes Gebet gesprochen, Kanzeln .und Al- tare Yann schwarM-edeckt, “* *

, - ayern. ünchen, 26. ("uni, Die heuti e -Ba eri e Zeitung schreibt:, *Manche Blätter läzssen fich durchausgnioht vZn Kr Auffaffung abbringen, daß vom Geseßgebungs = Ausschusse der Ab- Ydrdnetenfgwmcr der 1. August * zur Eröffnung der AuSschuß- «“Junge-n scßgeseßt gewesen sei und daß es fichdurch das langsame Vorschrcitcn des.Druches des ersten Ausschuß-Referates nunmehr um Llnbcraumung einer neuen Frist zum Beginne dcr Ausschußberathun- gezi haiidle. Richiig ist, daß der Druck einer so umfangreichen' Ar- beit, wie er;, der erste Vortrag des Ausschuß=Neferenten,. Appellßtions- grrtch'ts-Prastdrntetr von Neumayr ist, längere Zeit beansprucht, als “vielleicht ursprunglich berechnet war, obwohl Alles geschehen isi, um die Vollendungsderi Druckes möglichst zu beschleunigen. Dagegen konnrc weder fruher no„ch bis jeßt von einer Festsehung des Anfangs- . termines der Auhschußsihungen die Rede sein, da fich für den Augen- blick noßch nickhr emmxis diZ Vollendung des Druckes und die Erledi- gung rer u rigen 1) aran an lic enden ' ' ' BestuÉZntheit absehen läßt.: sch ß Arbeiten mrt einiger

ürzburg, 25. Juni. Der ur Erö nun der Ansba - Wurzhurger Bahir hrutc Morgen 71 Uhr vorftf Miinchen abgegacZ- che Yondcrzrrg ist diesen Nachmittag 43; Uhr „hier eingetroffen, und imd mir demieiberr der Chef der Generaldirection der Königl. Ver- kehrsanjtglten, Freiherr von Brück, mit einigen seiner höheren Beam- ikii, sowie gegrn 300 zur Fahrt eingeladene Personen aus den ver- schiedeiicn Standen der Residenzstadt hier angelangt. Die Fahrt ging in schcinstcr Ordnung und größtentheils bei guter Witterung vordfich. Die neu vollciidete Bahnstrecke von Ansbach hicher, rrabe- zu 24_Stund_en lang, fährt sich sehr gut; fie fiihrt durch eine sehr mtcreßantc Gegend. Durch Voilendung diescr Bahn wird die

Fahrt VM Müncl)en nach Würzburg und beziehungsweise Frankfurt

am" 2 [116,3 Sruyden abgekürzt. Auf der lehren Station vor Wirrzburg, m Heidingschd, wird die im Bau begriffene Heidelberg- Wurzhrrrger Bahn einmünden. (A. A. Z.)

«rk)Wetz. Bern , 22. Juni. Heute ist Herr [)r. Kern, der schivcizrrtschc Grsandtc in Paris, in der Bundesstadt eingetroffen, um dem andcsrrrthe uber das Resultat der Unterhandlungcn über den schwetzcrtsch-französtschen Handelsvertrag persönlich Bericht zu erstatten.

Jm Ganzen beßeht der Entwurf aus fünf Verträgen: erstlich aus

dem eigentlichen Handelsvertrag, enthaltend den Zolltarif, zweitens rms einem Vertrage über gegenseitigen Schuh des literarischen und industriellen Eigenthums, drittens aus einem Niederlassungs-Verx trage, viertens aus einem Vertrage über die Zollverhältnisse des Pays de_ Gex, und fünftens aus einem Vertrage über die Aufsicht m den Grenzwaldungcn. Unter allen Umständen wird ,der Vertrag den eidgenössischen Rä-thcn in der nächsten Juli-Sißung zur Rati- ftcation vorgelegt werden. Auch die Unterhandlnngcn iiber den neuen Telegraphkn-Vertrag mit Italien haben einen sehr er- freulichen Fortgang genommen und werden vor dem Zusammen- trittc dcr Bundcs-Versammlung ebenfalls zu dem gewünschten Ziele gelangen. Endlich hat der Bundesrath in seiner heutigenSihung die Absendung von Experten nach Berlin und Wien beschlossen, welche dieBricfenveloppen-Frage einem genauen Studium unter- werfen sollen. - Laut dem Solothurner Blatte hat der Schrift- steller Sealsfeald den Waiscn-Anstalten von Zürich, Solothurn und Schaffhausen je 2000 Fr. vermacht. Die Hauptstimme des Ver- mögens kommt nach Mähren,“ die Bedachten find zwarxnicht als gesehliche Erben bezeichnet, doch scheint dieser Umstand die Bestäti- gung der Nachricht zu enthalten, daß der Verstorbene ein geborener

Oesterreicher sei. - Brüssel, 27. Juni. Der Senat ist;,für dm

Belgien. London, Montag,

4. Juli, Nachmittags 2 Uhr, wieder einberufen. Großbritannien und Irland. _ 27. Sicherem Vernehmen nach hat Lord Palmerston, die

um. ErmäI'chtigung der Königin erhalten, das Parlament aufzulösen, wenn die Opposition gegen seine die Erhaltung des Friedens be- zweckende Politik ein Tadelsvotum durchsehen soute. 'Es ist aber unwahrscheinlich, daß die Opposition die Majorität erhalten _wird. (Telegr. d. W. B.)

Frankreich. Paris, 26. Juni. Der *Morgen-Monjteur. zeigt heute ganz kurz an, das; laut einem T_eiegramm "aus London gestern die [chte Konferenz-Sitzung stattgefunden und heute die Waffenruhe ein Ende habe. Der "Abend-Monitém- fÜYthiUzÜ- die gestrige Konferenz ei sehr still ßewesen, die BEYOÜÜU xhtigten 'der “[ kriegführenden te hätten Erkärungen __verlesen“, worinßjxehxr) ydn seinem Standpunkte aus die gegenwärtige “Lage, derDiriJe-dirrgeftxllt

“habe", Earl Russell habe dann'resümirt, Was" dieKbnfcre ] “abw. *

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haupt gethan," und. unter ZURÜTHYWQ“*NWÜÜMÜUUY MW geäußert, daß, wie auch1der „AUL?M»YeÄKUchpf-sTft? Tdi: Uknab-

hängigkeit der dänischen „Mouarchj 'mösxi„k?éx127hrt„w “MW

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