der Universitäten beitragen. Es haben sogar ausländische Studenten bei den Wahlen für die Sozialdemokraten agttiert. Von ersgbwerenden Aufnahmebestimmungen für die ausländischen Studenten mußten aber die Deutscb-Oesterreicber aus enommen werden, denn diese sind deutscbfreundlickp und haben siF über den Ausfall ,der Wahlen ge- freut. Die Bestimmungen der Neickvßangebbrigkeit mussen jeden- falls reformiert werden. Das Wahlergebnis „fordert rms zur Fortführung der sozialen Geseßaebung, zu 81an Veretnfackkunig disser Geseßgebun auf. Die Alterßrenten mußten schon Mk vollendetem 65. ebensjabre gewährt werden. Auch_ die „Frage der eimarbeit bedarf einer Regelung. Die Rechtssqbigkétt der Beru swereine müßte anders geregelt werden, als es uns in der VprZ lage vorgeschlagen war. Wir hätten ein solches GesEH VieUSldkb chou gehabt, wenn nicht von der Sozialdemokratie imxner wie F
eunrubigungen erzeugt würdsn. Diese be sicb HMM“ JL„ Hindernis der Sozialreform erwiesen und _so „tit cs erklarlicb, _ai) man mit der Verleihung der Nccbtßfahtgkett „der BerUfvaiMk nicht der Sozialdemokratie in die Hunde arbeiten wollte. Fs? Partei will eine Partei der politischen Freiheit sein; sie bere, Ot aber anderen, die anderer Ansicht" sind, Schaden UPD boykottle? “ie. In Meißen sagte der Abg. Fraßdorf Vor den „Stick)wablen, d e rbeiter sollten fick) die Handwerker und „GeschaftL, recht JLUÜU merken, die für einen nationalen Kandidaten rtntrexen.„ Als ichibm dorbieli, das wäre der Boykott, Lrw1derte er, ziein, dad ware er nicht, er one die Arbeiter bloß warnen. Dxr Yb» Fraßdori halt "ÖWÜ Vorträge in Sachsen, wie sich dir Arbeiter in Garbsen nach dem Ausfaii der Wahl alI Konsumenten derba ten folien". Diejxs Thema aiiein sagt sehon gdnügend. Troßdem „deri igt“ Fraßdbrf in einem DreSdcner Blatt, daß kein Boykott beabsichtigtAiei,'denn er seiirnmoraliich. wenn man aber bei den Leuten, die 11ch in der Beschimpfung der Sozialdemokratie herddrgrtan hätten, nicht kaufrn wollte, dann kaufe man „bei sich selbst“, in den sozialdemokratiirben Konsumdereinktz. Dirie Worte, auf ibrrn wahren analt gepruft“, zeigen die Partei- moral Von einer recht brdenklichrn Srtte. DLE Thron- rede gedenkt der sozialen Fürsorgr in berrdtrn Worten;,aber wo bleibt der Mittelstand? Den erwähnt sie MitfkemerxSrlbc. Und gerade der Mittelstand Hat bsi“ dcn Wahlen „em audicbiaggebxndrs GLWÜÖT in die Wagftbaie geworfen. Aus der Z.srsrßang des Yiiitel- stand?,s hat immer und immer wieder die Sozialdemokrcztte ibre Anbängrr gewonnen. Das seßbafte Bürgerium darf also nichr obixr SCHUB gela1en werden. Dankknswertrrweiie hat der „Kanzler dieie Lücke drr T ronredr ergänzt. Wir müffen 9er mrch wrrder 315 ("Mr seßbaiten Arbeiterschaft geiangkn, um der soziaidemokratiicben Agitarrdn einen Riegel ddrzuschicben. Die Sozialdemokratie bat_ 1») itcrs gegen die Sesxhastmachung qrarbritrt; brachte dori) kurzlich die ivzkalchlOkrakisckpe Bremsr Bürgerzeitung eine:) Artikel: ,Lo-I_d_on Grnnd und Boden" müffe der Arbeitsr. Vekampft wcrden xnmien vor allem auch dir Vampdrr, dia? am Blute drs Mittriiiandes sCUZJLn; das wird grschsbrn durch diemannigfachen Maßnabmch Mich beyondsrs don unsercr Seite seit Jahren vorgeschlagsir sim?- NW k,?“ Flugblättern im [eßten Wahlkampfs find brinqbe sLmtlicbe Parteien für den Mitteistand Singetreten, sogar die „Sozialdeirwkrarcn: Was isi denn das fÜr eine Licbe zum Mitteiitandr.“ _ ;_aö ist die Liebe des Hahns zum Regenwurm, drm rr rkrivsiien MÜ- Praktische Miitelstanddpolitik muß ami) gotricbrri wcrdrn dur Aufbesserung der Bramtengcbäller, da 1a Von dem ;ZWJM indutrielien Aufschwung die Beamten nichts abbckdmmrn baden. Das WSi'UiesetZ muß durch cinr staatiichr Keiler'kdntrdiLZ ersgixzt werden. Das negatidc Wabidrogramm des Kanzlers gemigt nicbt, Es muß Ein positibes nationales Programm hinzutreten. DaF Brik hat dem nationalen Gedankin zum Siegc dcrholskn, „i_md' Fii'äkiki'ö niancher Enttäuschungen. Stcurrborlagen wie die: Vorjabkigkii dUrren nieht wirderkrbrxn; smd rs doch diese Febicr kkk'_RCgi€kU-k_i';ön_. die' immer wieder Waffer aui dis soziaidemokraiiickyey Miibirn trribérx. Wir brauchen cine chrsimier, eine VETMÖZSUIUWIT, einc PkoßkeifiVL Vi€ich8cinkommensteurr, drr di€_ Erbschaftsitrrrer _drn Weg !(1 doch geebnet hat. Die Regierun; darf nicht sturmn i*;r*ibcn rm Wahlkampf, aber gegen den Vors lag drs Abg. Liebermarin :*:n SoanLnbcM- drr Rrgirrimg cinrri Wablfonds aus R€ichsmmciii ziir kaiUiZUUx] zu sirlicn, muß ich schäifsten Widerspruch crbcbrii,_ rrrixi das war? der Wrg zur Korrnptidn. Schon der Generalmajor KMU iii uber den „richtigen Weg nnd das Ziel weit biyarthxcxiangrn. Dcr alte „Zildlffcrentismirs bsi drr Wablcrsckiast itt iaii grickpwandcri. GEMÜ; bai auch die' Sozialdrmdkratie noch gcwvrmeii, abchtn drm MÜ?" sachfiich€n Wahlkreisen bai sik Verloren, am mrgten i_n MMW Wabikrrise, nämlich übst 2000 Stimmen, Cs Mirrxcir_aiw UUch in d€n Arbciterkreisen Bcdcnkén iiber die sozialdxnidkratiicipxen Tb'eorirn und ihre antinatibnalr Sdiße aufgestiegen icin. Wik ,finÖYLkaiickotet, unermüdlick) writerzuarbeitcii, wenn dir Wabisn Mxkllch rtnxn Wendepunkt in unserem Geschick Und eine Erncurriinz unteres politischen Lebens bedcutsn soiicn. _
Abg. Pader(D.V01k9D,): Am diertcn Tage rxriicrrr Er_ats- bkkäkUkli] sticht dikörnai doch drr Anblick des Pausrs, ieirir. siarke _Yksköllmi und die Animerksamirit dcr Hbrcr ddrteiibait IMU iruber ab; so daß dcm Roichswgr dcr W.:blkampf auch rein auß?!llch ikbr grit brkommrn zu srin scheint. Am besten ist jrdeniaiis drr Wablfampf dem Reichskanzler bekommen. Scinc Politik 6- winnt taglich zllsebends mrbr cin bcsiimmtcs G1*ficht. Früirr WWW kk sich _bczld auf die einc, bald ani die andcre Partei: isst WHU L'k 311 Wem Ziiiaiiinicnicipiusi- Er hat auch der iibcraleri Linken rms Visibe don Anerbietungen gemacht, dir [*Nb rtwas mrbr sind “[I MUMM, wie gcsicrii bkiMiWii't wurdc; rr bal sogar eins Rkiorw drs_ Börsengescses angekündigt. Dii'ik Rcform iii „Made , UPCMJC, bci drr ibm Folge 311 lcistrn die rcchtr Hälitsdcr nsnen Mebr- ' beit am all_rrwenigsien geneigt sein wird. Er_bat dann aixi Ersdainiffr dklkcki BMULUÖUW in der Armre bingrwirien. Diess Ankündigung, die uxcincm Standpunkts don jeher cntirrickyt, bkgrüße ici) aiifs aÜsrleb- häfskiik, Owabl ich mich wmidcrr, daß gerade ddii seiner 'Seite diescr Vorschlag grkomnien ist, denn bidbkr hat man (ins derartige Absicht nicht gerade als das cbarakicriitiicbc Zrickpsn dsr Angrbörigkeit zu einer nationalen Partei oder Mrbrbcit aiigcirbcn. W811" dcr Reichskanzler auch nur das aiies aasiiibren wiii, was er mir; auf der Linken qngekiindigt bat, so wird rr rim“ große :)iribe schwie- riger Wideritandk _an seinrm Wegr treffen. Ich kann nicht bdffrn, das; dir kdiijerdatid-iibcralc Mrbrbsit ibm darin rinc wcscnt- liche Uriierstüßurig 1ein wird. Die konirrdatid-iibcrair Paarang, wie man fie mit Einem intimercn Ausdriick ieyi zu benknncn driegt, hat nach tjii'ilién Wabrnebmunxen die_merkwürdige Eigenschaft, daß fie ? zustande gekommcii iii, 0 ne dai; die dafür Jritereifisrtrii dabei tätig gewesen sind: _das war eine Fernwirkung. An einen längsrsn Bestand dieiex Paarung .",laube ich nicht. Das [in- glück wird auch nicht io groß iCiii, drm) wir werden aiich ohne ein solches Kartell rechts und links zuiammrngkisn, soweit wir zuiammengeben können, uiid wir wdiien boden, daß es fich dabei sebr bäi-ffg rim ibgriianni? rationale Fragrii handeln wird. Mich haben die warmen Wort?, die drr ?iicichxkanzier dem Kartell espendet bat, an eine Aeußerang des Grncral-Fkldrnarickoaiis Grafen *.)ioitkc iibcr den Ewigen Friéden erinnert. Er sagte, disser ewiße Friede wäre ein Traum und iiicht einmal ciii schöner. Der
dem entrum zu lösen, daß ein [iberalerer Griff in der deutstben RegileZung zuwege kommen sollte, find alle bisher fern ebliebenen Wähler ihm mit ihrem Stimmzettel zur Hilfe geeilx. E anderer Teil derjenigen, die in diesem Wahlkampf eine der_anderte Stellun
eingenommen haben, waren die sogenannten Mitlaufer der Sozia - demokratie, die glaubten, sich nicht _Paisiv verhalten, sondern ibrer Unzufriedenheit durch die Untersiußung der 'aUerradikalsien Richtung Auddruck eben zu folien". Diese sind im Laufe der Zeit allmählich docb; zu der Etnircht gekommen, daß sie durch diese ihre Taktik Bestrebung_en unterstußen, denxn ste_irz ihrem Herzen eigentlich feindlich gegenuber stehen. Die notige Belehrung haben sie wahrscheinlich aus den sozraldemokratiscben Parieitagen ent- nommen. So leicht haben es die Großen der Erde, daß, wenn src nur ein wenig guten Willkn ddkumentiereri, fick die Sympathie der Bevölkerung von allen Seiten im Augenblick fur_ sich babrn. Mit wenigen Worten gelingt es ihnen, 6111 große; Stuck Pessimismus in der kürzesten Frist in ein ebenso großes Stuck'Optimismus zu der- wandeln. Mit wenigen Worten können _sie einc roße Zahl Unicr- gebener und eifrige'r Miiarbeiter uin sicb 1chare„n. ' bxr cane Gerabr liegt darin: eine Enttäujcbung darf, nachdem einmal dieser Appeilßer- folgt ist, nicht mehr Eintreten. Eine derarter Enttäuschung wurde einen Rückschlag VM unübersehbaren Folgen fur uniere ggnzc Ent- wicklung verursachen, uns wabrichcinlicb aiif Jahre, binaus in gnserer inneren Entwicklung znrürkbringcn. Ich bin allerdings dcr Meinung, im gegenwärtigen Augenblick liegt m_cbi das geringsir Al_i- zeichen dafür VOL“, daß eine frühe Enrtaujchung zit erwartexi lii- Aber das muß jeder und aucb, der Rercbskanzier einsehen: mii de_r Taktik, die rr in den leßten Tagen eingeschlagcn_bat, bat er die Linke hinter sich gcbabt. Auf iLine Vcrgangenberi darf er nicht mrbr zurückgreifen. Wenn cr fick) jeßt mehr auf'die liberale Rich: tung stüßt, so ist das nicht srin, ganz frxier Wilic, sondern ent- spricht einer inneren Ndiivendigkrtt der Sitnatwn, in die er sich, wie ich boffk, mit freiem Willen und uiii Bedacht bineinbegeben bat. Den Anforderungen, die wir an ein liberales Programm stellen, entspricht das, was der Reichskanzler sagte, „noch nicht, und es ist außerordentlich bsdauerlicb, daß der Ziercbskanzier die Not- wsndigkcit seines liberalen Progrgmwcs nicht schon vor dialen Jabrrn eingesehen hat, sondern crit [es: unter etwas veränderten Umständen. Er wird, ebe cr diefeöZngrarnm durchgefübrt bat, manche biitrrc Erfahrung macbrn xnirmcn. Schon in seiner nächsten Umgebnng wird er kaum cine Unieritußrmg, aber icbr viel Anfeindung und (Hsgnericbaft finden. Die Zicchte,_dtc gestsrn zwar durch den Abg. Gump bar erklären iaffcn, dai; fis für dre Re'aiisicrung dieses 5Yw- gramms wrnigsiens in rizizeinezi Richtungen emzuircten genéiat icin würde, wird fich bald aus die iogenaiinre Form des vaisiden Wider- standes werfen, mit dem fie schon größcre Erfolgs in früheren Jabrrn erzielt hat, und wie ich die Gutmütigkeit de;? Zenxrums einickoäßc, wird das Zentrum nicbt cinmai sich. rnit xmem pasfiden Widerstand brgniigcn, sondern einen recht aktirrn Wtdérstanddcm Rkicbskanzier entgegenzuiieiirii bemüht srin Es, ist. NngkiÖlOffM, daß der Fisichskanzier ach, was er ddrbqt, mit sriner Person und mii der lixitrrstüyung, dir er in „den Kreiien der Reichsrcairrung finden wird, durcbseizcn karin. Cr wxrd e":? mir durcbbalten köiinrn, wenn _er sich auf dir Unterstützung der biirgrrlicbrn Linken ganz andsrs drriaßt als bisber und einfiebt, dai; rr aus _719 nicbt angewiesen ifi, als er im gegrnwäriigen Augcnbiich_fich ddritriienwiag. _Abrr dir Verirrter des dkritschen Bürgrrtums triffskäUiitaUck) eme große Vsraniwortung. Wir müffen uns dolistäiidig_kiar darüber sein, daß wir verp0ichtet sind, nicht aus prrsbniicbkn GÜNTER, iondern aus sachlicbrn beraus dicie liberale Politik des ?iiririzskxiizlrrs nacbdoiien Kräften zu unterstüßcn, und daß wir uns drs qrbßrrii Fcbiers stbuidig machen würden_, wenn wir "es an disse): Uiiteriiüßung feblr'n likßen. Wir müiicn uns klar stin, das; es iixiic'f? Aziksabe ist, das Programmdes Kanzle'rs noch zu vertiefen, "wie ('I 1:11i_€rem iimercn Aug? borichwebt. Sie kHrinen drci) nicbt deriangkn,_ dax: wirnach dem Karicliunier Programm, UliiCkL Bcstrcbiingen rinrarirn wsrdcn. Wir find gewiß dann un- eizriinützige Politiker, gbsr iV iinyigknnüßig find _wir denn doch nicht, unsers Besirchngrn anZiigrben. Mit unisren veriönlicbcn Wablsorgen wii] ici) Sir iiicht b?beiiigrii, obwobi icb drrsicbern kann, das; auch _die Di'illikbé Voikdrariei für die eriirbkcit ibrer Wabliaktik iind für die Verwvrfinbeit ibrcr Grgnrerdrn überzeugende Bcwriic geben könnte. Nicbt bloß in Süddrut'ckyland wird man sich einer Wahr- nrbmimg nicht entzogen babcn, drs Zuströmens jüngerer Agitaioren i:“. '.iiiikkL Rciben imd eiiier weitverbreitcrén Neigung, die gxbxiligtkn Parkrigrrnzrii nicbt zii reipskricrsn, ioridkrn fich zusammedziiia71€n_szr rie Freibcit und den LibrrairSMUs. Die Jugerid, welchcdie UniVLlUiat reria'icii hat Und in den &]me Lixigetrctrn iii, bat sicb ganz anders entwickelt, als man in der l_rytcn Zrit erwariet bat. Die politische Blaüerxbeit isi icbr im Sckpwindsn begrirreii. Unirre Jugend wii] Lintsii babkn am [“Olitiicbe'n Leben, fie wcndet sicb ikst aiich VM drr iozialdemokratiichrn Partei ab, _in Siidckum in Nürnberg selbst zugegeben hat. Die Jagend paßt fick) dieiieiript iiicbt sb sebr wie frÜbkk der Parteiicbablonc an: fie d-xrlangt eine dUrcbaris entschiedene“ cinbeitiicksr großzügige deiiiokratiicbe Politik „im Jnncrii. Tagrgrn wiii fir aui dkm Eebistr der Kolonial- dsriraiturxg mehr cntgygrnkdmmen, als wir es bisber getan haben. In der Koloniairdiitik aber z. B. wcrden wir_ L_inc andere Vrr- waltung wrdern, daß dcr Hrrr Leutnant und Ancnor in den Kolo- nixn auf das Niveau znriickgcichrairbt werden, wdbin sie gebbrcn. Jn dsr innkrcn Politik werden wir von dem alle_n Untertanrn- bcrirand iiicbr-Z wifien wwÜen, wir werden 0111 ein? Citi- wirkiiiig auf die Geschicke" der Nation nicbt derzicbtsn woiien. Dixié Gcsichtöruxitc haben 11:15 zu einer Einigung dsr drrr Grurven dercznlaßt. Damit geben wir aach dcr Srziaidrmdkratie Geiegenbctt, an der Förderung dewrkratifckosr Beitrcbiingen mitzuwirken. Wsnn dcr Reicbskanzler die „nationals Mrbrbrit' ani die- „Dauer bintsr sich haben wii], dann wird er drn liberairn Jkikdkns- bkstrcbnngen gam anders rntgegenkommxkn müssen. Unsere beklagens- werte Jsdiicrrmg iir Unzweifelhaft mit berbeigefübrt worden durch die Haltung unierrr Drlegierten auf drr ersten „Haager Konferrrrj. Bci quirin Wiki:" kam: au:b diessr Konzrrß viel erreichen, 3. B. in der Frage des Scbnxxks drs PriVJTCigkntlims auf dem Lands iir! Falie sines Krieges. Dic Jnkongraenz zwischen dem Schnydes schwimmen- drii Eigentums auf drr SEL iind TSZ Eigentums aui deri! ;Zestlande ist unbrgrsifiicb. Daran wird drr Kanzlkr, wenn er__wickitch dem Liberalidmus näher irrten will, sich erinnern mancn, daß er
„auch preußischer !).iiinistrrvräfidknt ist. Die Reichßverdrdffknbeit
resuliiert aus dem Mangel an Uebcreinitimmung 'in de_r_ inneren
diitik des Deutschen Rerches und der inneren Politik das_Kdnigreicbs
reußen. Man kann überhaupt nicht im Reiche und m ;eru en gleichzeitig rückschriitiich regieren; noch weniger können das diesel en Personen. Die Zuiagkn im Rcickpe haben mir einen sebr bedingtkn Wert, wenn sie nicht aicicbzeitig in Prrußen wirken. Darum muß an _eine Aenderung desWablrccbts in Preußen berangegangrn wsrden. Wurde in Preußen nnd_ im Reiche konstiiutionel] regiert, sd müßte die Re- girrimg das größte Gewicht auf die Voiködcrtrrtnng legen, während beute cine Divergenz der Jntereffen vorhanden ist. Wir wollen ab- warten, wie viel Jabre der je ige Zustand noch dauern wird. Es ist
brdenklich, wie Preußen im adlrecbt zurückgeblieben ist hinter den
Reichskanzler hat aber damit einen Wechsel an die gesamte , mittleren und kleineren Staaten. Fast alle don diesen haben das all-
liberale Richtung_ in Deutschland ausgestciit und or mußx gemeine Wahlrecht eingeführt.
diesen auch etnlbien. Aus der bisherizxn Stagnation war dis Suprematie des Zentrums und der Oozialdemokratsii bkraus- gewachsen. Hunderttausende don Wählern bat die Energielosigkeit der Regierung in der inneren Politik mit einer solchen Resignation Lriaßt, daß sie an isrem bürgerlichen Fortschritt ddiisiändig derzwcifrlten
und daß sie 65 seit vielen bercn nicht mehr für nötig erachteten, “
den Weg ziir Wabiurne anzutreten., Aus dem Tsile der Wabimrole dcr chierurig, der sicb egen daz Zedtrum richtkte, glgubren 11e aber die Bereckotigung Entne msn zu kilkikn, Morgenluft zu wittern.
Sie iaßien die' Hoßnung, das; das. was iblil'li ikik [.in-gem als '
unirträxiicbyr Léritck rrichienen iii, dic Freundichxit zwiich-n “„Reich-3- kamlkr imd ZCliTkUni, durch xine brüste Gestaltung dsr Dinge ab- gribi“, w-xxpn würds, _und in d;:m Lingeribiick, als der ?)ieichsfanzicr Drok'amirri Satie. dai; Sk beaiircbtigr, 7518185 Band zwiichsn N;!) und
rxußen aber konserviert mit der * NYM Kaltblütigkeit ein Wabiditem, das durchaus veraltet ist. i u uber die „Schulfrage [asien sich maiicbe Worte iagcn: ich will . nur bemerken, ich balte es für rinmöglicb, dar“; der Kanzler auf die 1 Dauer Eine wirklich liberale Politik im Reich mit nns auf der Linkkzi treiben kann, wenn er gleichzeitig cinsm preußischen Staats- miniitrrium vorsißi, dem “Dr. don Studt angrbbrt, dcffen Politik das ; Gxgcniiück vdn emrm gesunden und drrnünstigrn Fortschritt ist. Es ; ware auch Vielleicht_ an der Zrit, don der zwrijäbrigen Dienstzeit bci * den berittenen Warrengattungen zu reden, Es wird sich ja zeigen, wie weir der Kanziersrt auf die Mitwirkung drs Liberalismus [“.]t. . Dic Zeickpeii der_srit, wie er sie selbst uns aui'aelegt hat, wird
er bMentiicb dsritcben und dem kiiiäß baiideln, Wir werden Unser-
ikits__bemübt icin, ibm unsere :)?)iitwirkumg nacb bssien Kräften zur
VeriUgiliiJ zu stellen. Wir bilden uns dabri isincZirzzI ein, daß jest
ein wirkliib demokratischer Zug" durcb die Reichre kerung hindurch- geben wird; wir wiffen aber aucb, daß es im Deuts n Rei e länger nicht so fortgehen konnte und daß diesem Saß noch ein zwe ter Saß angefügt werden muß: folglich muß es im Deutschen Reiche anders werden! Daß die Nation mit einer Entwicklung nach rechts befriedigt würde, wird wohl niemand lauben: die Entwicklung muß nacb links kben. Nur diese Eniwi ung kann uns vor einem Jichfali in das lend retten, dem zu entrinnen wir eben erst begonnen a en.
Abg. Gräber (antr.): In dem Fortgang der Debatte ist es jest wichtiger, statt auf die Einzelheiten des Etats_ auf „die roßen Ge- sichtspunkte einzugeben., welche die Erörterung uber die, ablen auf- Yw-orfen hat. Der Reichskanzler bat hingewiesen auf uns vertrauliche * es rechung, welche am 10. November zwischen ihm, dem'Kolonial- dire or, dem Abg. Spahn und mir stattgefunden bat. Dabei erwähnte der Kolonialdirektor das Vorbandemein innerer Zerwürfniffe mit der Mis ron in Togo. Das Veranlaßie den Kollegen Spahn zu der Fraße, ob i m Einsicht in die Akten eiatirt sein würde. Der Reichskanz er gestattete dies; und der Kanz er sandxe ibm einige Tage später einen AktenauSzug ein, in dem war gerade uber den betreffenden Punkt ein Aufschluß nicbt vorhanden. Als der Abg. Spahn darauf zurückkam, wurde ihm ein Protokoll entgegengehalten, wodack) das ursprüngliche Abkommen über den sirittigerz Punkt durch ein späteres Abkommen aufgehoben worden war. Auf diesen Punkt allein beschränkt sich die Beschwerde des Rsicbskanzlers; denn er ielbsi bgtte bei den damaligen Debatten die Haltun xwrier Redner der Fraktion an_erkannt und er kannte auch die Au nahme der Eisenbahnwrderung in dcr Budget- kommission. Diese Tatsachen zeigen, daß die Fraktion lediglich nach sachlich!“- (Hcfichtépunkien Stellung genommen hat. Die Bahn nach Keetmansbood wurde 1906 im Frühjahr abgelehnt, Weil sie lediglich mit militärischen (Gificbtsdunkten begründet war und der Reichstag fich sagte, das; dcr Bau einer Bahn lediglich damit nicht begründet werden könnte, denn fie sollte erst beßonnen werden im Nobember und der Bau solite mindestens zwei Ja re dauern, die Bahn konnte also für den Feldzug praktisch _ar nicht mehr in Betracht_ kommen. Desbalb Wurde damals die Bam ab eiebnt. Der Koloxnaidirektor Dernburg hat im Nodember 1906 selbizt anrrkannt, dqß jene Begründung eine unzulängliche gewesen ist. Er hat deshalb eine ganz neue, mit wirt. schaftlichen Nachweisungcn beriebene Bcgrundrmg gegebexi, die uns zur Bewilligung veranlaßte; wir haben sie: bewilirgi am Mittag desselben Tages, an dessen Abend der Reichstag aufgridit 1101108. Der Antrag Hdmprsch war von uns eingebracht; dcrielbe enthalt keinen Termin für die Verringerung der Sckoirstrudpk und damit auch krinen Ein- griff in die Kommanddgswalt“ cr Verlangte nur für. den Rest des Etatsjabrcs Vorbereiturig für diek'Verrmgkrung; ich will die Gründe für die Ersparnis zahlreicher Miiiwnen, fur die Erse-Yunxi von Schuß. truvden durcb billigere Polrzrttrupprn nicht wredrrbolen. Der Kanzler behauptet, das Zentrum babr gemeinsam mit der Sozial- demokratie dor Einstellung dcr Oxeration,_ dor Becndigirng des Auf- standks nur "2500 Mann dort bclaiirn wollen. 21er taiiachlich bat die Sozialdemokratie nicht mit uns, sondern gegen „uns gestimmi, und im Plenum kam 65 mtr desbglb „nicht zur Abstimmung, weil, es der Kanzisr mit der Auflösung 10 ctiig basic, daß er „eine Abstimmung ar nicbt mebr abwartetr. Der Reichskanzlcr moge und doch den “ ermin bezeichnen, den wir vbrgcicblagen babriz! Nlcht einmal für das Etatsiabr 1907 war die „Yerabicisunrz aaf ?000 Mann formcli gefordert; über die wirkliche Herabixßur-g batte frubesiens das Etats- eses für 1907 dir Entscheidung treffen i_dnnen. Iii unserer Fraktions. Ziyang soll ein lebhafter Streit eytitandxn sein und die alten Parlamentarier seien in dcr Minderbrit géblieben, so mimte der Abg. Gump. Das ist eitel Grflunker„_gciogen und erfixnden Voir Anfang bis zu Ende. Der Abg. Gump iir das Opfer faiicber Berichte gx- worden. Wir haben in aller Rabe über die Sache debattiert, ein Grund zur Differenz war garnicht Vorhanden und der Bcschiuß ist einstimmig cfaßt. Der Reichskanzler nimmt sogar 011, „die Ride des Abgß Rocken ü er die Bcbandlung drr Eingeborenen in Airtkzr setein Akt der Feindseligkeit ge'gen ibn grwcicn iind drr Grund fur die Ab- lehnung eines Téiis drs Nachtraasctats durch die anirumsfraktwn. (Der Cbef der Reichskanzlei, Gkbcimrat Losch, der rechts dom Redner steht, rnit dirsem Einige Worte LU“ dsr Rcdner protrstiert eifrig bierchen und wird dabci don seinen Jraktioußgenoffcn uritcrstüßt, wäbrend ihm von der Rechten widsrsprbcbcn wird: er sagt unter anderem: Wenn ich den Schuß des Präsidenten nicbt brkomme, so 1" ii e i mi silber.) _ “ck ZVtiräfiYent Dr. Paasckxe: Der Gebximrat don L'chxil bat io [eise geiprocbcn, daß es mir abiolut nicht moglich war, ferne Worte zu bören. Dcr Zuruf war auch nicht so laut, daß rm anderer don. den Herren ibn hätte hören können. Der Redner hat es gleört, weil es zu ibm direkt gesagt war._ Der; Vorwurf gegen den Prairdenicn, daß er nicht seiner Pfiickpi genugt baitr, tft ungkrecbt. '
Abg. Gröber (rortfabrend): Der Reichskanzle'r baidie Ablehnung für eine Strafe wegen der Behandlung dkTAbg. Rocrcn durch den Kolonialdircktor gehalten: die Zentrumsfrakxiion habe die _Absicht ie- babt, die Rrgierung zu kucken, und'dad konne eine Regtc'rung iich nicbt grfaiien laffcii. Es muß fich hierbei um eine fdrtlaufendc Kutte don Irrtümern dcs Reickskanzlers handeln, durch die er. zu falichen Schlüssen bezüZlicb derjenigen Vrrtreter der Zentrurrisfraktion,'welchen er bisbrr sein Vertrauen gesche_nkt batte, gelangt ist“ Vtelleicht_bat der Reichskanzler auck) die erste Rede deb Abg. Izderrn gelesen uber die Vorgänge in Togo. Diese enthalt nichts PLliOilitch Vcriependes gegen den Koloniaidircktor, denn sie behandelte Ydrggnge, die gar nicht in seine Amtsführung fallen. Dagegen war _die erste Enigzgnung des Kolonialdirekwts i'criönlick) zugcfm't und m rrchi unhdilichen Formen gehalten. Dir Annahme des T) eicbskanzlers, die Zrntruuzs- iraktion babe ibn durch die Ablehnung des Iiachtragsstatö_sur Sud- westafrika strafen woiien für dixBei-andlung ROZrens, konnen wir schlagend widcrlegen durch den Hinweis darauf, daß schon mehrere Tage ka dem Zwischenfall Roeren-Dcryburg, am 3. _Dez-mber die offiziclien Fraktiondredner dcr Partxi _eine Beschleumgurig in der Rückscndnng drr Schustrupven außdruckltcb und ganz entschieden der- langt haben. Zuerst der Abg. Schaedler am "28. Nobember und am 30. Novrmber gleichfalls namens der Fraktion der Aba. Erz- berger. Das, was mehrere T_age danach passiertx, hat auf die Ent- schließungen des chtrums alw gar keine Einwirkung gehabt. Die Ausfübrungen des Reichskanzlers zeigen aber,.mit wie verschiedenem Maß er einen Abgeordneten des Zentrums und der liberalen Pgrteicn brbandelf. Man bedenke nur die Rede des Abg. MüilerMerm-igen, die dieser über die Koionialskandaie in eben diesen Tagen aebalten bat. ' Jeb wiki ibm keinen Vorwurf machen, sondern nur die Tatsachx konstatikren, daß er am 4. Dezember nicht nur die schwersten Vorwurfc gegen die Kolonialvsrwaltuna, sondern auch gegen die Person des Reichskanzlers erhoben hat. Er hat dafür weder bei dem Reichskanzler noch bei dem Kolonialdirektor ein Wort drs Tadeis gefunden. Zurufs links. Glocke des Präsidenten. Vizeyrasidrnt Dr. Paasrbe: Zeh babe den Abgeordneten „gegen Zwtichenruie zu schußben und bitte deSwegen, keirze Zwischxnrufe zu machkn.) Der A 5]. Dr. MüÜer-Meminaen ikelite sogar in Ausficht,_daß bei dem Etat noch viel toliere Dinge dorgxtragkn werden wurden. Nuri, es gibt ja in dieser Session aucb emen Etat und der Abg. Muller- Meiningen ist wieder Mitglied des Hquses, wir wolien also_ ab- warten. Gegen den Reichskanzler spezieli richtete Dr. Muller- Meiningen den schweren Vorwurf, er, der Reichskanzler, babe gewußt, welcbe schlimme Wirtschaft im Kolonialamte bestehe, und babe troßdem nichts getan. Dagegen !a t weder der Reichskanzler noch der Kolonial- direktor ein Wort, wä rend man über den Abg. Rocken ber- gefailrn ist. Gewiß besteht dieikr Gxgensa in der Behandluna, wir be- zweifclr. nicht, daß rr einem wobidurcbda ten Plane entspricht. _ Ich wollte aber nur zeigen, wie das gemacht wird. Dasselbe trifft fur die Anträge Homvcscb und Ablaß bezüglich der Vorbereitunéi fur die er- ringerung der Sckyustruype zu. Der Antrag Hompeich ol] einen Ein-
griff in die Kommandogcwalt bedeutet haben, der Antrag Ablaß aber nicht. Beide Verlangien doch, daß im EiatSJesetz eine Verminderung
' der Stärke der Schutztruvde Vorgesehen werden sollte. Sie unter-
! scheiden fick) nur inidfcrn, als der Antrag Abiaß sich auf die ' Forderung beschtänktc, es idüten Vorbereitungen zu einer
erheblichen Verminderung getrofien werden, wäbrend der Antrag des Zentrums die Vorbereitungen Quer Verminderung der Schußtruppe auf 2500 Mann verlangte., Im Prinzip find beide Anträge leicb. Beide Anfrage bringen zum AuSdruck, daß dem icbßiag das Recht zuftebe, zu verlangen, int Etat festzu- legen, daß die SÖyßtruppe vermindert werden soi]: datum handelt es sich. _Es korinen nur beide Anträge rechtlich entweder zu- läY'ig oder unzulassig sem. Entbielt der Zentrumsantrag einen Ein- 9 | in die Komuzgndogewalt, so exitbielt einen solÖen auch der An- trag Ablaß. Es ist nur ein quantitativer Unterschied,das scheint amd die Kolonialverwaltun gefübit zu haben, denn der Kolonialdirektor er- klärte am 13. Dezem r: Die verbündeten Regierungen stehen dem Antrag Ablaß insofern freundlich gegenüber, daß, wenn die Regierungs- Vorlage abgelehnt wird, sie drrsen Aptrag dahin interpretieren, daß die Einscßung der einschrankenden Bedingung in das Dispdfitiv irgend einen Eingriff in die Kom_maxidogewalt nicht bedeuten soli. Es sollte also nur auf die subjektive Auslegung ankommen. Bei den Zuten Herren voin “retsinn Vermutet man nur die gute, beim bösen entr_um nur die öse Ab cbt. 'Der Reichskanzler bat sodann die Ausfuhrung des Abg. Spa n mit einem gewiffcn Hohn bsantwortct, zu diescm Hohn hat die antrumspartci keinrn Anlaß gcgrben. Jbr ist'es niemals eingefalien, das Recht des Bundesrats zu bestreiten. Wir sehen aber aiierdings darin eine Verießung dsr (Fer der Nation, wenn man aus der Ablxbnung von 8 bis 9 Miiiidnen bsi einem Etat. der in der Aus abe eine Milliarde überschreitet, eine bochwichtige große national? * rage macht und dem Zentrum wegen drr Ablehnung von_ 8. bis 9 MiÜionen Mgngel an nationaler Gefinmmg ddrwirft. Jm Fruhxabr 1906 mitten wahrend des Feldzugs find 15 Millionen ohne die gkringfte Beanstandimg „seitrns der verbündctkn Regierungen ab- gesest, dbne daß maxi dies fur em staatsgefäbrlichcs Uniernebmen und einen Eingriff inUdie' Komrnandogewizit erklärte. Der Abg. B.;ffcrmann ' hat Einen merkwurdigen Einwand gesunden; er mcinik, der Abstrich der 15) Minidnen set 1a yon der Regierung akzrdtiert worden. Damit T festgestciit, daß kemeöwcgs ungenügende Mittal brwiÜi-gt worden :
ien, aiko mit anderen Worten, daß zu viel grfdrdkrt ist. Zuiäxfige
tatsadstriche könncn wir doch nicht dumm abbängig machen, ob die Regicrimg es genehmigt bder nicht, ob der Reichskanzler seinen Srgen dazu gibt. . Wir baiten eine solche subaiterne Auffaff1-“ng für unwürdig eines freien ' Parlaments._ Bei solcher Vlufiaffnng soll man lieber _die Retch§tagsbgde ichiicßen und es dem hohen Bundrsrat ubexianen, dic Enticherdung zu treffen, da er ja wohl iiber den be- schraniren Untertauerideriiand erbaben ist. Der iiikicbskanzier bat dcm Zentrum ein großes Loblied singen müffen gcgen seinrn WiUen: cr sprarb von dem Ausbau der Floito, dem Zolitarii, dcr “Frickerkdnventir'n, deiiHandrlSOertragcn. Noch writer ging dsr Abg.Baffcrmann, was mich uberraschtbat (Zuruf: Gerührt?), gerührt xiicbt darüber bin ich hinaus, der sagie,_ das Zentrum babe sich ein großrs Icrdisnsi beirn Bürger- lichen Grießbuch, bcim olilarif und bet großen Tsilcn der ioziaien Gesesgebung erworben. ( ies Lob wird auch nicht abgeschwäriöt durcb deri Dixiweis aus _die Haltung des Zentrums gcgenübcr drr Fricdens- xrasenzitarkc von & und'93. Damals 1387 wurde" jeder fiir einen Mickys- eiiid erkiärt, der sich mcb_t damm iibcrzeugsn wollte, daß die Friedens- prasenzstgrke abioiut aus 7 Jahr? festzusisiicn kei. Sdäter aber kamen die vrrbundeten Regierungkn scibit und sagten, ach was, fünf Jahre tun esstebenfo. Da waren denn die derbündctsn ngixrimgsn in der Sprechwciie des Wablkampsss don 1557 auf einmal zr: Rsicbsfrinden
gxwvrden. __Syäier forderte die Rrgicrung rin? V,“:webrung drr Friedrnspraicnzitarke um 34 000 Mann. Die Nationaiiibcmieii warc'n
io antinationai und derlangten, daß die Summe auf 49 030 Maki: : berabgesrst würde. Noch antinatidnaier war drr Frsifim» rr :; „:* wollte“ nur 25000 Mann. Schiisßiicb gelangte ('in Antrag ziir An- * nahme, wonach 70000 Mann an MOMMLU wurden, Und rxixir babék, “Z “ erschrecken Sie nicht, sogar die "onserdatidsn gsitimmr. SO b:.b-xr : „Jetzt auf einmai wssrn eixsr ibi :'k'i !
sich die Dinge geändert. Differenz in der Summe dem Zentrum don Patriotismu-Z Qk'JUikkUÖ-TN, das iit em Unrecht und bleibt ein Unrecht. Wer hat [“Um scbiisßlicb darüber zu enticheidsn, was sine nationale Fra": ist“.) Haider Reichskanzler _ailc'in das Recht, darüber zu entf eiden, oder der Bundedrat, _enticipetdetdarübcr drr Abg„Bafferrii-ann oder Dr. Arendt? Hierin bai jede * artet und _jcdcr Abgrordnete nacb skiilkm Gcwiffen zr: c;:isckxetdrn. ;zn diescm bau 'gcn Hinweis auf das Nationals liogt einc crnitc politijche Gefahr. (,s dcrliert dann schließlich dcr nationale Geficiyxspunkt jede Bedeutung. Sind wir denn etwa allein in der Oppoirtion gewesen? Wer hat donn in chufirn bri der Kaiialdorlagc Opposition geniacbt? 21 Konsrrdatidc ha en sie abgelehnt und wurden dcdbaib zur Dispdsition gcstclit, 2 Regierungspräfidknten, 18 Landräte und 1 Professor, Hilfsarbeiter im Kulti-Sministcrium. Und die Kanai- vorlage war doch unendlich wichtiger als diese Differenz. ,Die An- erkennung, die der Abg. Bassermann für die Patriotiscbe Haltung drs Zentrums gerollt bat, bcieucbtet um so greiier dic Mißbandlung des Zentrums bet der Aufiöiung des Reichstags. Und wenn man im deikampf in beuchleriscber Weise uns borgeworfcn bat, wir seien Feinde dor) Kaiser und Reich, so ist das eine bodenlose Verleumdung, die wir mit Entrüstung zurückweisen. Ich babe cin Schrcibcn des „chtraldorstandes dcr nationailiberalen Partei dom Januar gclcscn, das nach Amrrika ericbtet War und den weck batte, Gcldmittrl zu erbctteln für de Parteikaffe. Dieses eld wird gefordert zum Kampf gegen Zentrum_und Sozialdemokratic als den stillen und offenen Feinden von Kaiier und Reich. Das Schreiben trägt die Unter- schrift: „Erster Vorsiyendrr Bassermann und Zweiter Vorfitzendrr Dr. Friedberg, Mitglied des Abgeordnetenbanses. Der Aba. Baffermann bezeichnet also als siiile Feinde von Kaiser und Reich eine Partei, Von der er bier im ieichßiage anerkannt hat, daß sie sich große Verdienste um das Deutsche Reich erworben babe. Der'eibe „Herr, mit dem wir bis zuletzt Schulter an Schulier in manchen xxra en zusammengcarbeitet baden, schreibt im:!) Amerika: Schickt uns eld, denn es gilt den Kampf für Kaiser und Reich gegen offene und stille Feinde! Wenn das von der Zentral- leitung der nationalliberalen Partei geschieht, dann kann man iich nicht wundern über das, was erst in Vcrsa-nmlimgen, Flug- blättern und Zeitungßartikelu der kleinen und großen Parteiblätter alles gkscbriebcn wird, wenn schließlich die Bevölkerung in eine Siedebiß: don Haß und Wut gegen das böse Zentrum auf- gestacbelt wird. Ich babe ja crack) Bilder ddr mir, die diesen ZWeck erreichen folien. (Oer Ridder halt dicse Bildkr hoch.) Der Reichskanzler hat für sich das Recht in Anspruch genommen, daß er bei den Wab:en befugt gewesen wäre, das deutsche Volk über die wahren Ab- sichtrn der Regierung aufzuklären. Er verwies dabei guf parlamentarisch regierte Länder, nur der aß er, daß wir. kern Parlamentariich regiertes Land sind. Das ith so eine Kleinigkeit, aber das macht dem R-ichskanzler nichts. In parlamentarisch regierten Ländern nd die Minister zugleich Abgeordnete und lassen die Wähler über ck ent- scheiden. Wir bestreiien gar nicht dem Reichskanzler das Recht, im Wahlkampf das Volk über die Abfichxn der Regierung aufzuklären, wir meinen sogar, er hätte es noch die! klarer darlegen sollen. Seine wirkiichen Absichten bat er auch im Reichstage nicht mitgeteilt. Wenn don dcr konservatiden Seite sein Verhalten gebilligt worden ist, so überrascht mich das nicht. Die Herren sind so gewöhnt an die Hilfe der Regierung, dax) sie sich das gar nicht anders vorstellen können. Wenn 51 er der Abg. von Liebermann der Regierung einen Fonds zur Verfü ung stellen will, 10 wäre das ein Wahl- korruptionsionds erster üte. Alierdings sagte der Abgeordnete, er würde es nicht für zulässig halten, das; die Regierung zur Einlieferung von Geldern aufforderie. Wenn man das der Rkaierung gestattete, Y:) würde damit einfach jeder amtlichen Wablbeeinfluffunix Tür und or geöffnet. Ist es richtig, daß der Flottenverein wahrend dcr Wahl auch Marinesoldaten beansprucht hat? Es sollen von Mitte Januar ab Marinesoldaten und Kanzleidiener des Reichs- marineamts und des Admiralstabs beim Flotlendi'rein br- „ schäftigt gewesen sein Es ist auch bekannt grwordcn, daß der auptmann Salzer erklärt hat, das;, er sich nur auf Veron affun des Oberkommandos dem Flotteitdcrcin zur Verfügung geile t babe. Darf denn ein Oifiiier einfach so kom- mandiert werden? Der Reicvskanzler sieht das liiirrcbt nur auf dcr
ifi alles gut und unschuldig. Das persönliche Regiment soll ,in le „ter 3211“, wie. er vorsichtig sa t, nicbt berdoraetreien sein.
ie !)lEl' Zeit ist daß? (Zwis nrui links: 24 Stunden). Noch weniger vielleicbt. Es find_gan andere Männer ewesen als wir, _die sicb gegen das periönli e Rrgimrnt aus schärfste ausgewrorben babe_n. . Am 15. November hat ein Kollege sicb daruber „ausfuhrlich audgeiaffen: Persönliche Aniipatbien und Sympatbien machten fick) geltend, die: mit rauher Hand ein- griffen; Verstimmungen würden erzeugt durch Reden und Dipeschn, die dann durch Liebenswürdigkcit nicbt wieder ausgeglichen werden könnten, Weder durch Statuen noch durch Cbrcnsäbe'l usw. Das allds_ erzeuge tm Auslande Unbehagen und das Resultat sei eine Minderung des Resprktd usw. Wie unpatxjotjsxh, wie mang-Zl, haft national hat dieser, Redner vor drm Audiandc diksr deut- liche Swiss egen de'n Trager dcr Kaiserkrone audgedrüiit. (Es war der Abg. Yaffermann und noch dazu war die' Sache mit dem Reicbskqnzicrr vorher deradredet worden! Es wurde im Wahlkampf mri der Behauptung operikrt, dir erigiori sci in Grfabr. Hier bat dcr Kanzler sicb dadurch an:“; drr Affäre grzdgsn, daß er _Dinge als behauptet binstelit, die nirmand brbaiwict bat/ und di? widerlegt er dann gmndlirbi Nixmand bat beiixudrci dai“: die Re- gierung sd oderiertbgbe, aber dieLibcralen haben im Wabikanirf damit dpsriert. Ailf Öli: don Sdabn dargelegtrn FäÜL religiöser Vcrbsßimg ist der Kanzler mit keinem Wort cingrgaiigen: da biifi ums kciiir Erklärimg des Reich§kanzchler§, sondern nur cin Akt der Ecieizgebima gsgcii dir intolerante Paitung der beirrffendrn dcrbündctrir ?)icgicrungcn. Und wenn die's bisbcr nicbt gcicbcbkn iir, 50 ii": das sebr bedauerlich“ _ und wir bdffen, dasz kiirkb dix rrwrirrrien liberalen Griinmmgßn drs incbskanziers „1115 kieie MINA bricitiit werdcn. Damir, dax: einc stärkrre iibyralr Parisi nicbt wirdsr *sinéri neuen Kulturkampf alsbald inizerisrr, kanri drr Karziér NÖ iiisbt dsr- bürgr-n, sagtiogar dix ,Kkr'UZFSiUP-Z', Und der Iixiirrrrkimkixr grit: dkn Konicrdatiden als 558170“ rbxiisd wi? dsn iiirramdniankn. WOW? ich nun den Liberalen maik“- ganz:? M.:rrriai in dirssni Purkic Uiirrxiikn, so kämen wir ndch UM Mitxsrmckyr mich 3:1 Ends: iw wil] n::r 227.31: AUSzng Vortraskn, „ck wii] rs gnädig marbrn. Kirk; nacb dsr Auflöiung des R61ch§tass €richirn kino Zuiamursxiistxz ***
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Arrrßcrungkn drr Parteifübrcr iiber die Liailösunz. T: i'“: ::.-.
wsrdx rim“ irische fröbiicbi? medazne 5-3er 27 :x: *T*"*'-"'
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Zcitung“ dom 15, Drzember. Dsr NZTH: 51 :“" aus anderen Blättern: äbniicbe f.":iirk: “?ck :... ...-**. Cirrnzbotkn' iind äbnlickxrs babe :::-*., :Z': Z““kf;€'::'! TZ,-.. Jena ausgeführt: „Nicht Uiéikk ":Ie :x? 752.559: ?ck?er :::it "'SWR Trabantkn in Dsut'ckylarrd ;xié-kth': (“*.-"*.*:dxtx b:“N; “ch ::Ucb dic .Vossischc Zeitung“, die „Txxxxxr-x“. HH::„Y', kik „Iiizzdcburgischr Jrixung' hervorgerxxi. Ti': ZZ; ::";x: :x: Kyirurkamrf wir in Frankreich! Ick :::“.kx ZZ.“.Z': ;;“: Ts.? ngeiräxrnis. Natürlick) empfängt nacb rixik: _Zi'éxxx: ::? Zr,":k'Nx". skikk Ordxr irdiglicb aus dein Vaiikan. ZX? ::“:7“ Z-IZ: HEFT :::: wriisn bcstrritrn, das; Sie Kulturkämrixr 2777?! Wer“: Sk:- x;bri bleibkn, brauchs ich ja krine writercn V5:€“'._*'e _:“ZIZTZi-xx. _Tr BMD der Landwirte batte mit drm Zentrvrn kirk: B-“:::.::x:715 5-:*:chi: dir:“? war natürlich in den Aiigrn =)? _. „_. ".'"..“ié'f'. xxx, xxtidxairs Vcrbrcckicn: cs ivurdr als
** ““ __ gsbrgndmarkt. Mit drr Wabl kinos PTZ'LTZUTM, brißt rs anderswo, babe fich dcr
* Bt_gxirnrai _auigrdrürir. (Pfuirufe', Vizkpräsidrnt :: „n;? Pixiruißn ist mi Drutscben Reichstage nicbt Sitte!) ;_x: che Prasidsnt am “20. Frbruar seine doi]: An- ";;: d:“n Grafen Balic'sirem zum Ausdruck gebracht? .;. ÜSXODKIZMÖLÖ Organ der Nationaliiberaicn, die „Kölnische .iTUi'Lg', baiam1- . Januar ailen Ernstrs borgeschlagen, die Schenkunarn ;.) Klkchek_iink'719mchk Anstalten, sogar dii'ji'iiigi'li für Srriemncsscn U'11*., ker 'taniiickycn Virnebmigung zu iiiiteridrrfeu; Lin schr iibrkales Vorgrberi!_ Dis Hsrren ahnen gar nicht, wir sehr sir damit in das idicwimsn, ms Jnnersie des katholischen Herzens eingreifen. Die ,Dreddcner Nachrichten“ forderten die Heranbildungicinrs von Rom unabiéänqigrn nationalen Kierusi Dann die „Hamburger Nachrichten“, die Verbinden einen Reichsverband gegen den römischrn Bricht- siiibl. Das; das , Zentrum Beichtstüble aufsirlit, erfabri' ich erst aus diesrm Blatts." Wobin hat also diese Ausschiacbiung der konicssionelirn Gegensaye gefiihrt! Nach den Stickxwablrn siiid cine :)iribc' don kaiboliscbrn ererbrtreibcnden wirtschaftlich gcschädigt wordkn wegs" ihrer Stcli_ungnai*mrziir Wahl. Derdiirdnkr führt dafür Fälle" an aus Gclubauien, Duisburg, (Gütersloh 11. a. m., wonach die Nationaliibrralen dic Purple ausgegeben buch: Es wird bei keinem Katholikcn mehr akkauitk Dic .Krrnzzritung“ sagt drrrüi'cr: *Das ist der Liiifang des Bsirgcrkriegs und des eriaidiixkrichl Mit bssdiidcrrr ?liiöiübriiÖkciT, mit drm Tori, dcn Dr. Miüiicr-Liikriiiirigen der_i Pasioralton iirnnt, „hat der Reickxskanzicr [*UVOMLÜOÖM, was mir bb]? Leute“ wir seirn, wie cr in dem Toi'f der Sozialdcmokratie diößiich das Zentrum gesund?.n babe. Hatte rr etwas weiter binuntcrgrgriffcn, 10 bättc (*r _auch die Freisinnige Parisi darin gefunden. Aber das wollte er iiicht, denn das sind ja seine: neuen rcunde. Solange wir ein Wahlsystem haben, welchc-s die Siichwa len zuläßt, ist es alierdinas_sebr schwer zu entschriden, welcher der (Gegner minder efäbrliä) rst. Um ein größeres Uebel zu Verbindern, muß man auch Sir den Grgnxr stimmen. Das ist Etwas Unangenebmrs, daß das Grieß die Wabler dazu zwingr. Solange aber ein solches Stichwahl- sbsiem besteht, nimmt es sich sonderbar aus, wenn die Regierung die Konseqnenzen des Stichwabifystems den einzelnen Wählern odkr einer Partei zum Vorwurf macht. Ich las einmal, bei den Stichwableiw käme es lediglich auf die Taktik (Ui. Daf; manche Wabler aus Unmut gegen die Regierung cinem sozialistischen Kandidaten ibre Stimme grben, ist begrcifiicb. Cin konservatiVer schlesischer Riitergutsbefißer schlug sogar öffentlich bor, für einen Sozialdemokraten zu stimman, und zwar aus bloßem Unmut gegen die Regierung. 1892 machte“ die „Kölnische Zeitung" ihrem Unmut gegen die Schulborlage in den Worten Luft: Wir müssen unsere nationale Geiinnung revidieren. In dem Briefe des Generals Keim finden wir den Saß, daß das Zentrum viel gefähr- licher sei als die Sozialdemokratie! Als Landricbter Stern VOL"- schlug, ein Wahlbündnis mit der Sozialdemokratie zu suchen, basic der General Keim nichts dagegcn einzuwenden. Daß so etwas Erbittcrung_in den Zrntrumskreisen bkrdorruft, isi bcgreiflich. Der Graf Balleitrkm erwähnte im Abaeordneienbause, daß die ))iegierung Zettkl Verschickt babe mit der Weisung, für keinen Sorialdemokraten zu stimmen, abkr auf keinen Fall für Einen Zentrumsmann. Daß Anweisungen überhaupt ergangen sind, hat der Minister nicbt bestreiten können. Wenn von unserer Scitc für Sozialdrmoertr-n gegen Liberale gestimmt wurde, so geschah das, wril dcr Mons Feind dem verkappten borzuzieben ist. (Hrnndsäßlick) nntcrschetde'ii wir uns im Einderständnis mit unserrn Wählern Von dsn Sozial- demokratcn. Daraus folgt aber nicht, das; wir einem (Hegncwder Sozialdemokratie unter alien Umständen die' Stimme geben müßen. Der Wahlkampf ist in Erste'r Linie gegen das Zentrum griübrtworden. Das; wir trotzdem im Ernste für Liberale stimmen wdiitcii, konnte niemand Von und verlangen. Der Rkichdkanzicr darf uns am wenigsten einen Vorwurf machen, der durch die Auflösung des Reichs- tags eine solche Lage geschaffen bat, umb weniger die' Parteien, die Wablbündniffe mit den Sozialdrmokraten abgeschlossen haben oder abzuschließen de'rsucbt babrn. Sonic rs nicht auch rine'm Nationalliiieralen dic nationalr und mmmrcbticbe' Grfinnnnq vkrbicicn, cin Wahlbündnis mit den Sozialdrmdkraten abzrrscbiirßcn? Wir mackpcn Jbiic'n keinen Vorwurf, aber man soli aucb iind ke'incn Vorwurf machen, und ici) erklärc rd für ein Stück voiitiscber
dem Abri. Yaffermann angegrbcn, rr chrüßx ZZ: ANTIK; -_-: *
Los Von Nom! S0 ist is zu [C'Cki in der ,2'.*-;§.-:k-xx-.:“ “"“;-"“"»-
! _ei, dem'Zéntrum dilein einen Vorwurf zu machen, daß es mit ider Sozialdemokratie ein Bündnis eingégangcn sei; den Reichskanzler babe ich_ gar nicht genannt.
Prafideni Graf zu Sto [ b e rg: Tann babe irb natürlich keinen Grund, einzuicbreitcn. _ _
Aba. Gröber (fortsabrend); Srixon 1574, spätrr 1851, 84, 90 undaucb nachber sind Wablkn ioziaidemdiratiscbcr Abgeordneten mit Hilfe; von Natibnalliberalen in einer unsndiichen Rribe don Fäiien gxsolgt. 1903 wrdertk ein Pfarrer Öffentlich auf, likber dcn 'Trufel als einen Zentrumsmann zu wählen. O, es ist illigkmkili intercffant, diess alten Sckpäyr auszugraben. Für die Wahl drs Sozialdrmoiratcn ist besonders in Cbln die nationaliibcraic Pisffé, die „Kölnisch? Zeitung“ wiekerbrir Eingetrrtcn. „Wählt Mann für Mann den Soziqldeuwkratriix Sd kgm! man in natidiiailibcraien Blättern aus _wicbxn Anianrn ost irirn. Ick) babe bicr das ssbr iritrrcffante badixch Handbuch dcr_iii«rralcn Parisi, das wdlirri wir doch aucb dein Reickzstazsrrotckdii eindxrisibrn. Da finden wir aiisfübriicb dic Anweisung des natibnaiiibcralm Partcidorsianch, fiir dis Sozial- deurbkratsxi Y_il stimmen, um die Zentrumsmrbrbrit zu dkrbiridrrn. Die!? Anweiiungrn ergiiigen aucb an dir :iiiitgiirder de'r Miiitär derkine? In Fi'ribitrg wurde drr Sozialdrnwkrai Kräriikr grwäbli und das nationaliibcrals dbrtigs Blatt brgrüßtr die Wahl, begrüßte rs, das; _dir Freibriiöiabné Übe'r Freibrirg webs. In dissen! Wahl- kami'f idiirc irblisißlicb cin Tcchtcimcckßtri mii der Sozial- demokrarie «wacht wcrden, in Baden. „An der Vörstäddnis- ldsigkrir dcr Soziaidcmrkmtie das Zciitrnm in Bars:: zu icbwäÖrii“, s(icn dic Vcrdandiungcn xrrsckoritert, bci't ks dariibkr. VM der kOniSkVQiinU Prrffé ist das Dräirgku dcr xcikrersckmit aiif ein Bündnis mit deir Soziaidmwkratcn in Barcn ziigrgrbrn wordrn. Wie *:? in Mainz 1903 ziigcgzngrn ist, wiffcn Sir. Daß »Lllch bei _dcn [crxtrn Wabirn „ein grdßcr Teil der Natibrmliibkralcn für den 'Iziaidswdkrariiwcn Kandidaxén gekrimmt bat, isi fiÖCk. So ist es :ck ir. Mézbibadskm i. _Eis. JTW'Tile. Niin die Wirkung des Wahl"- :wr'xzjl Esrrdmxcn iir Sim“ USUS Mrbrbrir im R:"icbstaxie, aber „:ck: (":.-.I 7.54»: I)isbrbcir im dxuiichcn Volks. Tic Bibri'vartricii
**:": xi“? Miiiidii Stimmrxx wsixigkr als dir Eexixérr und mit ":ck-:: TiiLtl-Iink Wi? bat dsr Kanzler Grid '.",rxiimciii müsirn, um
LiZ-krAén BsZrzkriiÖCii 511 Hilfe zu kdUiUier. Tri Kanziér scheint xxx.", K:*;iiti_dn_nicht reFds zu traiten, som": i:“!ikkc' rr nicbt gksagi :?:, bx! deri r.,rcbitrii Wablrn würds rr "OÖ gaiiz aridcrs ddrgrbcn. ' , „:*-U". dad nem“ Programm! Als der Kanzisr von dem neucn ; T*:ricnzz'eiz Wrack), war die Rccbtr sebr stil]. Wie die' Sdzial-
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srligcn Zeiten des alten KUliurkawr-is rim; r*:rblaict. *Die Katholiken batten fich mit riciiacko irgar :u weit g:“bkkikkr Vcrtranendirltgkcit in die HD“"?nung bimingricbt, rar“; kr: aite Zurück'seßung Verschwindcn werde, daf: dir Eleicbberecbtigung
der K'atboiiken drn drm erier ker Vcriaörmg und Nr
Gcsrye nach und nach in Bad" vrakriicbc Leben übergefübr! würde.
Die natürliche En1wick1ung det :*_*iitiichcn Verhältni'i: unk kxéch-
wegs listige iimtiirbc und exkéNiisltc Mebrbeitsbiirunzen b.:kr: ri
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