Ferner erklärt der Abg. Crxberger: Was mir an amtlichem Material bekannt geworden ifi, steht in Zusammenhang mit den vielen erfolglosen Eingaben an das Staatssekretariat des Aus- wärtigen Amts, an den Reicbskanzler und an das Zivrlkabirreit. Erst als bon keiner dieser Behörden gegeri die schweren Mißitande babe ich den Kampf im Parlament er-
öffnet, und auch da erst, nachdem icb_mit dem Chef der Reichs- kanzlei und Liner meiner politisch?" Jreundx mit dem Kolonial- direktor a. D. Erbvrinzen Hobénlobe Vergebens ubsr eine Beseitigung der Mißstände auf andere Wrise Verbandelt batte. , , ,
Meine Hsrren, nach diesem Vorgang und_da ich bis dahin mri
dem Hrrrn Erzberger nur didcj LinéiiuiiteribaltbjöniiisinbéMZFeFZFeYTiJeanU
€€ : o m en „ . ebabt OWL, mußte mich s Famals wegen drs Vorwurfs, miei?1 ausgssrroch war, eine 5 enili € Ri ti sir ung vvrzune men. Weg xfzfrwäbili, ich Yaiée Hsrrn Erzberger gebeten, zu mir zu kommen, und er ist am 19. Nobember 1906 _bsi mir gewesen. gefragt, Wie er in dieser Prrßerklarung de_n Vorwurf, „erbabe Ver- ebens mit dem Chef dsr Rezichskarxziki uber die Béxetttgunq der oioniairn Mißstände auf andrre Wrise vrrbandelt, aufrrchterbaiten Herr Erzberger bestätigtk Mik, daß er nurleinmal mtt'mir über den Fal] Poeplou gssproäyen babe, daß_er Mik dawals diesen Vorschlag im Aufirage voii Pbrplau gechht hatte; das; :ck dxn zu- rückgewiesen babe und daß er sdlbsi drriß Zuruckweisungffnrbe- ündst Grachtst hätte: cr gab_mir zu, _daß ein Vorwurf tn diesrr orm gegen mich nicht „rerschirrrtigt ware, und er Versprach mir auch, gklegeritlich im inckysiaze die? Sachr einmal wieder klarzu-
vorgegangen worden ist,
Ich babe einen anderen Ich habe ihn
Msinr Hr'rrrrr, ich habs mir!; damit bxrubigt Und habe die Art- Sie wérden mir zugebkn, das; das
'i 1. eit für «WM an risben. ' WMH g (“S?br richtig! bei
us':'r'i eniir Lnkbmmrnd urid [(W-il geWLsrn isi. tZeri)"111aiibniriglibércilsn und rrcbis.) DEU" irbßdem ici) öfferitlick) an- ich nich die öffrntiiche Rechtsertixiiirig Vorge- nommen, sdridern mich bcgnügt, den Brteiiigten zu mir zU bitten und mir Von ihm die Richtigkeit mrinkr Auffassung bestatigen zu lassen. 7 ck nicht erwarten und mußte „ailrr- dings im höchsten (Grade überrascht sein, als ich bei Gel€genb€tt der “ des Strafprozeffes Tiiiitteiiring
Zeiiungsnacbrichten, bisher vom Herrn find, irrigendkrm-Ißrn übst denP Jcb bcrbe (II nicht bégkclikii könnrn, sagt der Zrnge Erzbergeraas _ _ . wie 66 möglich war. daß ein Beamter, d€r ir) ichwerwwgrndc Bésriywerden jeden Bescheid ständrn rin Ende zu
gegriffrn war,
Nach dicsrm Vorgange konnte i Verbandlung
- bqebrdnetrn , nach dissen „ widerrufen sind und Abg. _Erzberger
unki, an! dem es birr ankommt:
Um diesen :irsrrrgroßdn Miß- ich mich zuerst an drr RLiÖEkMzikiL der Reichskanzler befand sich gergdr in Homburg. Jeb ikyte mich deshalb mit dem Cbrs der Reichskarizlei, Herrn Dir Vkrbandiungen zerjchlugrrr sich
bereiten, wendsis
Von Loebri), in Vérbindung. iedoch infolge des ablcbnenden Verhaltens diesrs Herrp, (Höri, hört! bei den ?'?ationalliberalen.) iind Weiicr: _
Ick babe erst den friedlichsn Weg beschritten imd babk u_1ich mii drm (chef der Reichskaniisi in Vérbindung geseßt und spater mit drm EkakikiZLil don Hohenlohe. ('in-: Ablrbnung zuteil.
An beidkn Stellan wurde? mir Nunmrbr befaßte ich mich mit der writeren Ausbreitring dieser Angelegenheit erst in meiner Eigenschaft als Reichstaasabgsordneter.
Meine Hrrren, Sie werdcn mir zirgeben, daß eine drrariigeDar- den Zsiiungsberichtkn
iteiiung, wie ' Widerspruch
Erzbsrgrr gkgsbcn war iiicht auflrgie,
niiieinandrr angegriffenen einzigcn Mittel herauszurückkn, nämlich mit der Veröffentlichung jenrr damaligen Aktennotiz, die die Vcrbandlung mit Herrn Erzbcher darstellte. den Nationaliiberaicn.) Meinr HrrrSn, ici) balte diLfe Aktennotiz im wbiisirn limfar-gx: arifrrcht (Zams des Herrn Abg. E rzber g er: Ich besirritc' Nek), und ich wriie dé'n unerhörten Vorwrirf, den Sie bier am Sbnnabrnd rrbobsn haben imd, wie ich ssbe, dauern auck) bcrrtr wiederholrn, mit drr ailérgrößten (iniscbicdenbkii zurück. (Bravo! rcchts und bri den Nationalliberalen.)
Der Herr Abg. Erzberger hat in den Berichtigrmqen, die er aiif die Publikation foigen Ließ, nur in zwei Puukten dicGlaubwürdigkcii diescr Rizristratarnbtiz anzwriirin zu soil?" gcglaubi. Er schrieb:
ES ist unrichtig, das; ici; in dcr iinierredupg vom 26, Sex-
richiig ! bei
zu meinem Br-
qenkrgt sein würde", koloniale Forderungen zu bewilligen. babs irb nicht gesagt rind konnte ich nicht sagen, da ich mir keinem (isntrumsabg-Zordnetrn über diese Ausrirgenbrii zuvor ge- sprochen babe.
Meint; Harte", der Hsrr Abg. Erzberger baite mir ?.rmais
daß Aktrnmatrriai sei fr» komUromittierend. das;, wenn 98 der- öffentlicht würde, dir anirumsfraktidn nicht in drr Lage sei, koloniale Fordrritnqrn zu bewiiiigen. (Höri, bört! rechts mid bsi dcn Nationalliberaien.)
Er batte- ielbsidersiändlick) mir dics nicbt mitgrieilt als einen Be- ichluß seiner Fraktion -- so babe ich LI auch nicbt aufgrfaßt, d.)!)wn seht kein Wort in der Registratur -- feine Auffasiung imd Ansicht yon der Sache. in dsr Iiirgii'tratur balte ich volilommcn auf
ich gefaßt babe,
hat ck mir mitgeteilt als Auch diese (Erklärung Dann icbreibt rr
vrrdffentlickpen. daß dieses wenn nicht sofort eine iinicriurbiing der “.)„ikißiiäiide' staitßnde.
Yéeine Hrrrrrr, itlbst wenn diese A ir) wird damit dir Unt meines (Erachtr'ns in krinrr Wrist? nacbgkwiesen. lichung des_ Matcrials lag iribsivrriiändlicko öffentlich _bir'r im Reichstage zur Syrachc ge Veröffsrititchnng in der Presse" oder in Versammlungrn oder im tage erfblat, sviclt (iar keine Rolie. trifft skibsiVSrsiändiick) auch zu i (nich mit die Veröifentiichung im habt hatte.
Im übrigen abcr, meine Horrem, und das isi der sprin hat der Herr Abg. Crzbrrger in keiner seinrr Zeitungserkl infolge jerrer Veröffrntiichung in der erfolsrt sind, nämlich in den Erklärungen vom die Richtigkeit der alicin enisäzcidendcn Tals nämlich das;
:iifaffirng drs Hrrrn Crzbcrgcr Registraturnotiz Eine Veröffent- auch darin, wenn rs bracht wurde.
richtig wäre, ichtigkeit drr
„ Dcr AuIdriick Veröffentlichung iir den Fail, wenn der H Reichstags im Auge gr-
acndc Punkt, ärungsn, die x „Norddeutschen Aligemrirrrn' 20, und 23. Februar d. J. ache brsiritten, die in der „ er mir mitgeteilt bat, ' ei b€reii, das Maisrial, das ('r bintér sicb baby, ber- : Zugzuaebrn, wem: die Untrrsucbung gegen ihn eingestellt würde. Das ;st'derivrinßfrndePimkUZirrudeS Abgeordneten Erzbrrgrr) Und aus die eurkm *QVL
Registratur Hsrr Poevlair s
chlag glaubt er mm die Berechtigung zu baden, mir den ' achenzukönr16n,ichbätie Ls abgelehnt, an der “; ler Mißstände mitzuwirken.* getan trrß der Aussprache, die wir am 5 Er bat seinrn Vorwurf aufrecht , (Zuruf des Abg. “; Ich nehme an, Hkrr Crz- , riireiten, daß unsers Unter- ich _es eben dargclegt babs.
jeßt noch ?
_ g u n g k ol 0 n i, (1 Meine Herren, er hat das 19. November 1906 aebabi batten. , er hat ibn hier im __ Das tue ich no Sie nichi bereit grweien ist. wie „r'zOLr-zer'.
Reichstag wiedrrbolt. berger, das; sind, ikBk zu (Zurrif drs Umribc iiiikö
n auch Sie wbb! nis klaisiicbx'n der Herr Abg. Erzberger selbst.
, „Joi; b:]“rsiie Sie bestreiten es iiach irren Zkurirn vorhalten, dr wrrdkn, das isi nämlich
Jhwxn mir ck
Herr Emberger hat am 10. Juli 1906 auf Vorlesung genehmigt, unter- schriében und beridigt:
Die Hauptsache bei den ersten Besuchen des Poeplau war, daß er mich hat, zum Chef der Reichskanzlei, Herrn von Loebeli, zu geben, um zu versuchen, ob die ihn bßtrrffende Angelegenheit nicht auf andate Weise als durch ein DiinplinarVerfabren beendigt werden könne. Ich bin auch bsi Herrn von Loebell geWesen, obwohl ich mir, wie ich auch Herrn von Loebell sagte, dsr Aussichts- losigkeit dieses Schrittes bewußt war. (Hört, hört!) Dem- entsprechend ist dann die Sache auch Verlaufsn.
(Zurufe: Aba! und Hört, hört! bei den Liberaxen.), ,
Meine Herren, ich finde hier - zwar nicht so ausfuhrlich wir? in meiner Aktennotiz, aber sachlich _ ,einr vollstandige Uebereinstimmiing mit meiner Darstrliung. (Sebr richtig!) Ich finde allerdings keine Uebereinstimmung dieser Aussage mit der Aussage vom 16. Februar 1907, die ich vorhin vkrlesen habe, wie sie nach den Zeitungöbericbien von anen gemacht worden ist. _ ' '
M*eine Hsrren, ich habe mich bemüht, rein yachit_cb dasisnige _wor- zutragen, Was mir über die An elegenbrit bekannt irt, und ich kann Ihnen, meine Herren, ert, na dem Sie mich gehört haben, ruhig das Urteil überlassen. (Sebi: richtig!) Es wird nun darauf an- kOMMEU, wem Si? in dieser Sache mebr glauben wollen, der akten- mäßigen Notiz Vom 26. September 1905, mit und dem beeidigten Herrn Abg. Erzberger Vom 10. Juli 1906 oder dem unbeeidigten Hrrrn Abg. Erzbkrgrr Vom 16. Februar 1907 und Vom 2. März 1907. (Lebhafrer Beifall links und rechts.)
Abg. Behrens (christl.-soz) hofft, daß eine gesunde Sozial- politik auch in Zirkunft weiter verfolgt werde. Der eigentliche Kern- Punkt dsr sozial?" Frage sei die Arbeiterfrage. Die christiicb-nationale Arbsitsrickyaff bringe dsr Régierunß und drm Rcichstqge troß früherer ungünstiger Erfabrrmgen Vertrauen enmrgen. Die Koalitionßireibeit ist das, was die Arbeitsr in erster Linie verlangen müssen. Die Arbeitrr Erwarten, daß man aiich ihnen mehr Vertrauen entgegen- bringt. Der beste Schuß g-gen sozialdemokratischen TerroriSmus ist, daß die Nrbriter sich in Organisationen zusammenschließen. Der TerroriSmus der Sozialdemokraten zeigt sick) auch darin, daß der Laden unirres Koliegen bon Sozialdemokraten gestürmt worden ist. Terrorismus wird aber auch von Arbeitgebern gegen Arbeiter geübt, rr wirkt um so bärter, je mehr die Arbeiter in länd- lichen Krrisen ansäsfir sind. Der Arbeiter, der wrgen der Teil- nabme an einrr Organisation sein Brot Verliert, muß auch noch sein bißchen ländlichrxn Besiiz aufgeben und wird so aufs äußerste geichädigt. T-sr Reichskanzlkr hat uns ein freibeijlicbes Vereins- und Vrrsammiungsgriey Versprochen. Die Arbriterscbaft wünscht es dringend. Auch das Geséy, betreffend die Rechtsfähigkeit der BMW- bereine, wird Von ihnen gsfordert, aber in Verbesserter Form. Arbeit- geber und Arbkiicr soUten dies freimütig anrrkennen. Viel Streit wäre bkrbindert, wenn die Arbeitgeber die sogenanntrn Arbeiterfübrer als dkrixandlurigkrsäbig (Uiélkénliikii. Die TarifVeriräge sollten giseß- lieben Schuß und Anerkennung erhalten. Ferner müßte eine gerechtrre Verteilrrng der Lasten der VersicherungSgesesgebunq eintreten. Die Be- lastung der Bauern, namentlich durch diese GeserL, ist sehr groß. Die Ueberwindung der Sozialdemokratie kann nicht von außrn kommen, sondern von innen heraus durch die Arbeiterschaft selbst. Die christlichen Arbeitervereine münen zu diesem Zwecke eine größere BkwegurigSsreibeit erhalten. Die letzten günstigen Wahlen haben ihren Urwrung gewiß“ in. der nationalen Bewegung, dann aber auch in dem Erstarken drr _christlichrn Arbeiterschaft. Wir müffrn alles vermeiden, was disse Bewegung bindern kann. Konfessionelic Ver- bryung, wie sie bri drwleßten Wahlen Vorgekommen ist, kann nicht drm Frieden dienen. In einem nationqiliberalk'n Flugblatt wird Dr. Burckhardt, obwobi er ein einwandsfreier Protestant ist, in ge- bässiger Weise arrge„ri7ffrn. Gewisse Herren suchen einen Keil in die chrisiiichiiatibnalr Acbkiirrixbaft dadurch zu treiben, daß sie sogenannte nationale Vrrsirkr griindrn. Diss Treiben kann nur der Sozial- demokratie zugute komxn-n. Was Hat es für einen Zweck, daß man Christlicb-Soziair qewiffrrmaßrn als Versalien drs Zentrums binsielit? Die christlichen Gchrkjckyafien haben in den letzten Jahren einen großsn AufschiVimg gsrrbmmen; dsr Abg. Bassermann bat den nationalen Arbeitern feine Anerkknnung gkz:;9t; nur schade, daß das nicht schon bei dcn Wablrn geschcben ist. Dir Naiibnaliiberaien haben ja bei den nächsten Landtagswahlen ii! Preußen Gelericsnbkit, ein paar Dußend Arbeiter in dsn Landtag zu bringerr. Die christlichen Arbeiter haben auch Verständnis für wirtschaftlich-agrarisckpe Forderungen. Sie Erwarten abrr, das: man nun auch ihren Wünsckpkn mrbr entgegenkommt Not- wendig isi dann auch eine GebaltSaufbefferung der unteren Reichs- beamtrn, entspreckoend den gesteiaerten Anforderungen und ihrer Lebens- baitung. Die Nirdrrlcigc der Sozialdemokratie ist in der «Hauptsache auf ibrs Parlamentariirhe Unfruchtbarkeit zurückzuführen. Es wird ihnen jeßt Griegenbeit gegeben werden, Praktische Arbeit zu leisten. sWir Unierrrseiis wckrden jedenfalis unsere Mitarbeit dazu nicht der- agen.
Abg. Graf Mielzynßki (Pole): Nachdem der Vorsi ende unserer Fraktion Unsere Klagen über unsere Behandlung in reußen vor- getragxn hat, möchte ich nur einigen Arußsrungen unserer Gegner entgegentrrten. Der Abg. Winckler hat eine grenzenlNeIgnoranz bewiesen mit der Behauptung, wir hätten nur darauf gewartet, daß die russische Rebolriiion nach Preußen übertragen würde. Wer hat denn die russische Revolution vvrbrrsitei? Die russische Burxaukratie, der Tschinownik. Die Polen babrn es, wo Anarchie herrichte, wieder- holt ezeigt, das; sie“ Ruhe und Ordnung wieder herzustellen wissen. Wer at die Mörder, gegen die Mitglieder der Duma angesandt? Dic russisch? Bursankratie. Der Königsberiwr Prozeß hat gezeigt, daß preußische und ruisiicbe Bureaukratie überall zusammengeben. Der Abg. Winckler täte gui, solche Aeuxerunqen nicht zu wiederholen, weil er sonst Einem gewissen ZWeiiel Vor (bub leiste, der in den polnisch- vreußischsn Landesreilen sebr _oit und sehr aiigemein auSgeiprocben wird, nämlich daß die preußiiche Regierung es wünscht, daß bei uns wirre Vcrbältniffe herrschen, daß die Revolution bei uns herrsche, damit sie eingreifen könne. (Vizepräsident Pa_asche: Sie dürfen der Drerrfzischen Regierung auch nicht bedingungsweiie einen solchen Vorwurf mackrsn.) Ich habe nur den Abg. Winckler gebetcn, sdlchexWorte nicht zu wiederholen, weil svwsi in den prrußiich-polniichrn Landes- teilen der Verdrcht außgesprochen warden könnte, als wolite die Re- gierung die Revolution bei uns. .. (VizspräsidentPaaicbr: Ich werde Ihre Worie spätrr nach dem Stenogramm festsirlikn und danach meine Cniicheidung treffén.) Der Staatssekretär des Innern bat neulich gemeint, cine Drbatie über die preußische Herrschaft ge- böre nicbt birrber, sondrrn in das preußische Abgrordnetenbaus. Das hat der Graf Poiadowsky biLr schon öfter gesagt, ich kann mich anch nicbt wund-rn, daß er als preußischer Minister bier die Ver- antwortung abieiwt und sich bintsr die schiiizendön Ykaucrn des pr-ußischau ?ibgeordneienbauies zurückzieht. Dieses ist ja die bereit- willige Regierungbmasckyine für AuSnabmrarseH-z gegen die Polen geworden. Dort, gibt es keine eigentliche Volksvrrtretung; da hat *“ dir Regierung iktchtrs Spiel. Ich glaube aber und bin übrrzsu,rt, in
, seinem Innern schämt er sich einfach, birr in diesem hoben Hause die “
Maßregrln dertretrn zu niüffen, die gegen uns Polen in Szknr' Jesryt werden. Wir körrnrn uns mit dieser Korniést-nzbesircitrmg nicht zu-
; Jntersffcn vwn 3 Millionen Reichßangebörigen zu retten, dir an
wxrden. Pisse Bi'siimmmig ist klar ge'nuz; durrbjsne Maßrabmkxn der. Preiißtirhen Rrgirrung wird ibrrr di“. Rcicböbs-faffrmg ysrießi. (Vizsprasidert Paascbe: Ich kann (*I nicht zulaffxn. daß Sie drm
größten druischeri Bundesstaat Vrrfaffuniisbruch Vvkin'kfk'ii, icb ruft: :
_ Handelsbeziebun en mit den anderen Staaten kommen würden. Abr! nainien auch dem Bestande drs Rrichs grfäbriich w-Zrdkn können. ' 9
Sie deshalb ziir O rd 11 u ng) Ich werde beweissn, daß disse? Maß- Narh drm Uriikci 3 muß es jedem Reichsaxgebbiigcn gestattet skin,
fi?! a„nzrifiadrln. Nack) drm preußiscben Eesti; wird diese B8- sisdlrmiZSinbxxiicheit für die Rciciysangeböiixren polniicbcr Zunge:
aufgrboben und so Artikel 3 der Vcrxaffrtrig iliuiorifcl) gemacht. ;
; gedeckter frirden geben; wir trrrlangen, dafi Gclegenbxit grboirn wird, die Z ' Schritt und Tritt in Preußsn eritr8chyet wrrdcri. Nack) Artikcl 3 ders: * Line IMMO" RricbIVSrfaffung bi-sikbr für (111€ Rcicbßangebörigcn ein gcmeinsamrs „ Iridigenat; kein Deutickprr darf in der Ausübung seiner bier oer: ; brieflen Rechte durcb die Behörd'u cines Bundesstaates breinträcbtigt :
Die preußische Regierung denkt schon heute daran, auf diesem Weg;"
noch weiter zu geben, ihre Machtbefugnis dahin auézudebnen, daß die polnische grundbtsitzende Bevölkerung expropriiert werde; ein ent- sprechendes Geseß ist allen Ernstes eplant. Das Recht des persönlichen Eigentums ist eine der rundlagen der staatlichen Ordnung; gegen dergleichen Gesege, die zu Gunsten der einen den anderen Gut und Habe entreißen wollen, in diesem hoben Haus zu protestieren, haben wir das gute Recht. Wie Wkit die Wii] r der Behörden gebt, könnrn wir besonders in öffentlichen Versamm- lungen, in Wahlbersammlungen erfahren. Als ich in einer Wahl. versammlung eine Bemerkung über die Sozialdemokratie machte, er. kiärie mir der überwacl'ende Beamte, ich hätte in der Versammlunß nur über katholische Angelegenheiten zu sprechen. Ern preußischer Beamter, der mich belehren will, daß ich in einer öffentlichen Ver-
sammlung nur über katholische Angelegenheiten zu sprechen hätte, isi“
doch ein Unikum. Ein Beamter die Versamxnlung auf, als ich mit meiner Rede schon fertig war und zwar, wre er mir nachher erk-ärte, wcil ich anschrinend noch Vom Écbul. sireik batte sprechen wolien. -- (Vizrpräsident Paas che unterbricht den_Redner, vrrliesi die von diesem Vorher getane Aeußerung und erklart darauf, daß er den Ordnungßruf aufrecht erhalte. Gegen diese Zensur steht dem dener der aeschäftsdrdnungSmäßige Weg offen.)
ck) kann daraus nur sagsn: Gedanken sind zollfrei. (Vizepräsident Paasche: ck kann eine Kritik meiner G€schaftsführung nicht duldrn und Verweise Sie nochmals auf den giscbäftsordnurtZSmäßi cn Beschwerdeweg.) Der Redner wxndet fich dann zu dem unerträgli err Zwangs, der nach der Richtung außgeüvt wrrde, den Gebrauch der polniscbrn Sprache auch im engsten Kreise zu unterdrücken. Hierarrf gebt er zu einer Kritik der Rechtspflege übxr. Es seien preußische Rlébtkk, die kzber Polen Recht spräcb-xn, da sei es alierdings sehr schwer, Unparteilichkeit zu wahren. Wenn ein Deutscher in seinem, F'rir0r tsaroniwrs einen Polen totschlage, so sei dieser srrror ein Milderungßgrund für die Gerichtsböfc; aber ein VerfckxärfunJS- grund, wenn der Fall umgekehrt liege. Der Kollrge Schrader hofft, daß die Regierung fich gütlich mit den Polen namrntiich bezüglich des Schulstreiks verständigen werde. Wenn Sie, Herr Schrader, an einen Baum gebunden sind und geprügelt werden und man macht Ihnen den Vorschlag einer gütlichen Einigung, dann werdrn Sie jedenfaiis sagen: Bindet mich zunächst gefäiiigst von dem Baum los! Der gegeii die Kinder und Eltern von der Schulbehörde gc- ubte GewtffenSzwang iii unmoralisch. Die Kinder werden geschlagen und gemartert, ein schwächiichkr Junge ist 14 Tage nach den schweren Mißbandlungen'gestorben _ womit ich nicht sagen wili, daß er daran gestorben, ist. Im Abgeordnetenhause hat man, als der Abg. Korfanty abnltckre Falle vortrua, auf nationalliberaler und konfer- vativer Seite Pfrri! gerufen. Einem Schüler wurde der katbolischr Grizß: „(Gelobt ser Jesus CbristuS!“ mit drm Worte .Scbweinebund“ erwidert. Diesen Gruß, in dem der Name (Gottes vorkommt, mit dem Worte „Schweinehund“ zu erwidern, ist eine nichrtächtige Ge- meinheit. Der Abg. Liebermann Von Sonnenberg hat uns wiederholt daran erinnert, daß wir eigentlich nie eine Kultur gehabt hätten, aber mit Undank die deutsche Kultur Vergolten hätten. Wir habe;: immer die deutsche Kultur hochgehalten und versucht, Von ihr zu lernen„ nur yon der preußischen Kultur WOÜLU wir nich wissen, Friedrich 11. wollte Von den Nibelungen als von einem albernen Schundzeug, das er nicht in feiner Bibliothek dulden werde, nichts wiffen. So dachte ein preußischer König und Lkssing bkzeickpnete Preußrn als das sklaoischsie Land Europczs. Man spricht jeßt Von einer neuen libzralen Aera, Der Farsi Bülow, der ails Außnabmegeseye gegen uns gebilligt hat, is! ein liberaler Herr! Die ganze Wablcaxnpagne hatte nur den Zweck, die Stellung drs Reichskanzlers zu befestigen. Die Zentrumsfrakiion sollte auf einmal der Verräter sein nach dem französichen Wort: „(31191'01163 ]S Qraidrez“. Der zweite Bernhard hat dann das Skinigc dazu getan. Von einer libéralen Regierung kann bei uns überhaupt nicbt die Rede sein. Nicht das ganze Volk ist mit dem Kanzler zusammen gegangrn. Es hat immer eine Menge gegeben, denken Sie nur an die Zeit Nervs, die ein Applausbedürfnif hat. So War es auch mit der mitternächtlichen OVqtion, dir rubigeBürgcr gestört hat. Es waren die Mitglieder der Kascbemmen, die Mit dabei waren. Aber man lebt nicht von dem Voikswiiien. Wir Posen sind auch Verstärkt in dieses Haus eingezoxzen, aber wenn wir mehr Mandate haben, so sind wir gar nich! stolz darauf. Wir wollen ebcnfalis ernste Arbeit im Reichstage tur., in den Fragen der Sozialpolitik ujw. Wir Werden keine Rache- und keine Bosheitspolitik treiben, tros der Behandlung, die man uns zuteil Werden läßt. Eine Regierung, die uns aus dem Lande treiber- wiii, werden wir natürlikb nicht urrtersiüßrn. Die große Mebrbei: des Volkrs wird unsere Rechte verstehen und Verteidigen,
Staatswinister, Staatssekretär des Innern Dr. Graf von Posadowsky-Wehner:
Meine Herren! Der Herr Vorredner hat erklärt, seine Fraktior; werde an drn wichtigen Aufgaben des Reichstags ernst mitarbeiten. Ich knüpfe an diese Aeußerung an und nach den vielen allgemeiner? Politischen Reden, die wir während der aligrmeinen Debatte über den Hauöbaitßetat gehört haben, gestatten Sie mir, daß ich auf eine sehr nüchterne, aber für unser wirtschaftliches Leben srbr wichtige Fragr zurückkomme, die vielfach Gegenstand ernster Erörterungen in der Prcffc und in öffentlickyen Versammlnngen im letzten Jahre gervesen is!.
Hier im Hause ist dieselbe Frage angercgt yon der rechten Seiic, nämlich die Frage, Welche Maßregeln der Reichskanzler zu treffen ge.- denkt gegenüber der Höhe des Diskontsaßes, die schwer auf unserer?" wirtschaftlichen Leben lasie. Die Klagen über die Reichsbank, die in dcr Oeffentlichkeit laut geworden sind, die Angriffe, die gcgen dic Reichébankleitung gerichtet sind, scheinen mir Von der irrtümlich“ Auffassung auszugehen, daß die große Reichskrotenbank in der Lagr wärr, den Zinsfuß im wirtschaftlichen Leben, der sich aus din Ver schiedrnsien Faktoren entwickelt, ihrerseits künstlich zu breinfiuffer. Was meint man, wenn man verlangt, daß dis Reichsbank den Zins- fuß, wie er sich obne ibr Zutun im freien Verkehr entwickelt, ihrer- seits durch ihre Diskontopolitik entscheidend beeinfiuffen soli? Die Reichsbank könnte meines Erachtens nur zivei Wege geben: sie könnte entweder den Zinsfuß hochhalten, wknn er im freien Verkehr niedrig ist - in diesem Falle würden wabrscheinlich die Geschäfte der Reichs- bank aufhören, und jeder Kreditsuch€nde würde fich dem freien Verkehr zuwenden ---, oder andererseits könnte die Reichrbank dkn Zinsius niedrig halten, obgleich der Diskont im PridatVerkebr ein höher?! isi; dann würde die Folge sein, daß jeder seinen Bedarf bei der Reichsbank decken würde, das; ein gewaltiger Betrag un- Noten entstehen würds, daß mit anderen Worte!“: das entstehen würde, was man in der Finanzwiffenscbaii nennt, daß dadurch die grsundc Grundlag! der Reichsbank mid unserrr wirtschaftlicbrn Verbäitniffe überhaupt el- schüttert werden müßte und daß schließlich die Vorgeschriebene Noten- deckung in .„Metall nichi aufrechterbaitkn werden könnte. Mriue Hrrren, bereits im Jahre 1905 baiie sich der Verkehr, unsrr wirt“ schaftliches Leben in einer überrascbenden Weise entwickelt, wie ilk; annehme, wcil man hoffte, daß wir wieder auf 12 Jahre zu gkordnetcn
andermal löste ein
diescr grofie Verkehr, dicser wirtschaftliche Aufschwung hat sich im Jahre 1906 noch. wesentlich verstärkt. Wie sick) der Verkehr ?"" wickelt bat, mag sich daraus ergeben, daß dke Gcsamteinfubk ""i -ausfubr im Sprzialbandel im Jahre1906 gegen das Jahr 190!“
um über 1 Milliarde gestiegen ist und der Gesamtwuhselumlauf in Deutschland im Jahre 1906 um 2555 Millionen gegen 1905 und sogar um 4861 Millionen gegen das Jahr 1904. Es ist klar, daß mit einer so intensiven wirtschaftlichen Bewegung auch wesentlich stärkere Ansprüche an den Kredit der Reichsbank gemachtwerden. Es wurden die Mittel der Reichsbank in den Jahren 1905 und 1906 in einem Urn: fange in Anspruch genommen wie nie zutwr. Meine Herren, dieser Mehrbedarf an Zablunßßmitieln ergibt sich auch aus dem ungedeckten Notenumlauf, der im Jahre 1906 gegen das Jahr 1905 aÜein um 122 Millionen wuchs. Daß übrigens die vom Reichsbankdirekwrium fesigeseßte ZinSrate yon 6pCt., wie sie jeßt besteht, nicht über das Bedürfnis hinauSging, gebt daraus hervor, daß jeßt noch die Geld- anforderungen an die Reichsbank troxz des hohen Diskonts ganz außerordentlich groß sind. '
Meine Herren, man ruft mir zu: Mehr Gold! Und es ist uns auch in der Oeffentlichkeit gesagt worden, wir solitrn mehr Gold schaffen. Im aligemeinen war in dern lesikn Jahre untere Gold- bilanz infolge unserer günstigerrHand-rlsbilanz gegenüber dem Auslande keine ungünstige. Wir hatten im Jabrc 1905 eine Mebreinfuhr von Gold Von über 179 Miliionen und im Jahre 1906 eine Mehreinfubr von Gold von über 268 Miliionen. In Ueberrinfiimmung damit waren auch unsere Wechselkurse gegrnüber dem Auslande keianwegs ungünstig. _
Es ist auch ein Irrtum, zu glauben, daß der Diskont entscheidend beeinfiußt wird yon dem Bestreben, die Goldreserve zu erhalten. Wenn wir eine ungünstige Zahlungsbilanz gegenübrr dem AuElands haben, oder wenn sich vielmehr unse:e Zahlungsbilanz gegenüber dem Auslande ungünstiger gestaltet, dann wird ein Goldabfluß nach dem Auslande eintretrn, infolgedessen wird die Reichsbank in ibrsn BL- ständen sebr beansprucht werden. Entwickelt sich, wie jeßt, der Ver- kehr im Jnlande außerordentlich günstig, und zwar in einkr in Deutschland bisher noch nicht dagewesenen Weise, so werden ebenfalls die Bestände, der Kredit der Bank in steigendem Maße in Anspruch genommrn Werden, und zwar yon dem Inlands- verkebr. Wenn aber demnächst die Bank ihren Bankdiskont erhöht, so int sie das nicht allein, um ihre Goldreserve zu decken, sondern sie Tut es mit Rücksicht auf die allgemeinen wirischaftlichen Verbältniffe; die Abnahme der GoldreserVe, die Abnahme der Barbssiände der Bank ist nur ein äußeres Symptom der allgemeinen Lage des Geld- marktes. Auf künstlichem Wege läßt sich aber diese naturgemäße Folge eines gesteigerten Geldberkebrs und eines gesteigerten wirt- schaftlichen Aufschwungs nicbt beseitigen.
“Man bat uns Verschiedene Ratschläge gegeben zur Verringerung des Diskonts. Man hat vor allen Dingen vrriangt, daß die Noten- Ücuer beseitigt werde. Das wäre eine Maßregel, die gar keinen Erfolg hätte. Die Reickpsbank bat niemciis aus fiskalisäprn Gründen, um die Notensieuer zu sparen, einen hohen Bankdiskont aufrecht. erhalten. Zu einer Zeit, wo der Brtrag der ungedrcktrn Noten ein ziemlich bober war. hat sie nichrsdesiowenigrr Anstand genommen, den Diskont auf 5 pCt. zu erhöhen. Man hat ferner gesagt, wir soliien den in [ester Zeit, namentlich aucb durch die Ansprüche der Unfaüderficherung so außerordentlich ge- iiiegencn Betrag der Schaizanwsisungen nicht bei der Reichsbank diskontieren, sondern im Privatderiebr. (Zuruf rechts.) _ Verehrter Herr Abg. Gamp, Sie kb-nen ja nachher Ihre Ansicht äußrrn. Jah gesiaitx mir, mich über das zu äußern, was ich grfragt bin. *- Wir sollten also die Schaßanweisungen diskontieren im Priwat- verkehr. Das würde eine woiikommen xwecklose Maßrrgrl sein (Sehr richtig! links): dc'nn schließlich würde der Kredit und das Geld, das die großen Priyatbankinsiiiute zur Diskontiernng unsrrer Schas- anweiiungen brauchten, dock) wieder von der Reicksbank genommen als der irrsten Geldquelle des Landes. Umgekehrt gewährt uns aber die Diskontierung der Schaßanwrisungen bei der Reichsbank die Möglichkeit, dieselben zu rediskrmtieren nnd dadurch einrn gewiiirn Einfluß auf den Gsldmarki zu üben.
Man hat uns auch die Verstärkung drs Goidbesiandks anheim- grgebexi. Wir haben uns fortgescJt die größte Mühe gegeben, imietkn Goldbkstand zu brrsiärken. Selk-sivrrständlich kann man das absr nu: bei einer günstigen Zablungßbilcrnz erreichen. .Wir babrn das getan, indem wir zinsfreie Kredite gewährt haben zur Hereinirhaffung VVU Gold. Dieses Experiment gelingt, wenn unsere Zahlungsbilanz einr günstige ist; ist unsere Zablungrbiianz aber eine ungünstige, so strömt das Gold sofort wieder heraus und die Maßregel wäre dann eine rkine Danaidenarbeit. Aber immerhin, meine Herren, ist es doch durch dieses Verfabrkn gelungen, bisher ribe'r 31/3 Milliarden Gold nacb Deutschland einzuführen.
Es ist auch geladelt wbrden, daß wir zu viel (Gold- barren und zu Dies fremde Münzrn im Tresor dcr Reich- bank hätten, und es ist uns geratr'n, disse Goldbarren und diese iremden Münzen in deutsches Gold außzumünzrn. Ich kann 've- merken, daß infolge der Neuprägungcn jest bsreits unser Vorrat an Barren und an Münzrn auf 106 Millionen zurückgegangen isi. Ferner ballen wir uns grgenwärtig noch einc Réservr an Gold im Auslande und in Goidwecbseln in Höhe Von 60 Yiiliionen, um :mserseits die ausländischen Wechselkurfc einigermaßen beeinflusen in können,
Ich erinnere endlich an das Gesetz, vom 20. Februar 1906, dax; Sie genrbmigi haben, welches die Reickysbank bevollmächtigt, kleine Banknoten von 50 und 20 „M zu schaffkn. Wir haben bis jetzt für rund 56 Millionen Fünfzigmarknoren und für rund 42 Millionktr Zwanzigmarknoten ausgegeben. Di: Maßrrgkl hat noch nicht sehr wirken können, weil die ArisfübrungßVerordnungrn erst kürzlich er- gangen find.
Meine Herren, daß wir einen hohen Diskont habrn. ist aber nicht nur eine Erscheinung in Deutschland; diese Erscheinung hat sich auch in anderen Staaten gezeigt. (Sehr richtig! rechts.) So ist z. W. Vom Ende August bis Ende Oktober der ofßzielie „Diskont in Amsterdam Von «& auf 5 gestiegen, in Brüssel von ZZ, auf 4Z-, in Wisn von 4 auf 41, in London von 3; auf 6 pCt. Nur in Frankreich blieb der Diskont auf 3 pCt. sieben " infolge besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse, die auf Deutschland keine Anwendung findcn und finden können. (Sehr richtig!) Der bisherige amerikanische Staatssekretär Mr. Shaw hat am 10. Dezember eine Konferenz mit drm Vorstand des amerikanischen BankierVchins abgehalten. Beim Schlusse dieser Konferenz sagte *Der! Shaw:
„Unsere Segensfülie ist die tatsächliche Ursacke unserer Grid- knappheit. Die ungewöhnlich rciche Erni? und die beispiellosc in-
dustriklle Tätigkeit haben eine Nachfrage nach Gold hervorgebracht, die ohne Vorgang ist. Wir haben niemals einen solchen Betrag an Krediten gehabt. Dieselben sind aber gegründet auf einen bei- spielswsen Betrag von Guthaben. Es liegt keine Ursache zu Befürchtungen dor, wohl aber eine Gelegenheit zur Hilfe.“
Wir haben bis jetzt keine Ratschläge gehört, die wir für ge- eignet bieltrn, den hohen Diskonf, wie er jrßt bei dem außerordent- lichen Aufschwung unseres WirtschaftSlebens besteht, künstlich herab- zudrücken. Aber wir stehen ja ziemlich nabe vor einer Verlängrrung des Bankprivilegiums und ich würde es für. nüslicb halten, wenn vor den Beratungen über diese Verlängerung unter Zrziebung von Sachwersiändigen (Sehr richtig! reehts), auch nnter Zuziebung von solchen Sachverständigen, die an der Varikleitung nicht unmittelbar be- teiligt sind, diese Fragen einmal sachlick) rrörteri würden (Sehr gut!), um zu sehen, was an urrserer Bankverfaffung Verändert werden kann, ohne die Grundlagen unseres Bankwesrns und unseres wirtschaftlichen Lebens zu gefährden oder zu erschüttrrn. (Brabo! rechts.)
Meine Herren, ich Vertreie ein großxs Resort und msine Pflicht ist es, nicht nur politische Reden zii baitrn, sondrrn auch große sach- liche Fragkn, diE bier angcregt sind, zu behandeln und zu beani- worten. (Sebr richtig!) Der Hrrr Abg. Gump but in der Sißung Vom 27. Februar gesagt, wir srliten „eine großzügige Sozialpolitik treiben“. Herr Abg. Garni), diesks Wort bat mich sebr gefreut. Ich hoffe aber, Sie kommen wegrn dieses kecken Wortes nicht in Verlegenheiten mit näheren Politischen Freunden. („Ö,itei'krii.) Der Herr Abg. (Garni) hat weiter gesagt:
.Die Sozialpolitik soll nicht bloß frei sein Von Polizri: schikanen gegen die Arbeitrr, sondern auch gsgen die Arbeit- geber. Das haben wir viciieicbi vermißt, Ich erinnere nur an die Bundeskatsverbrdnung für die Bäckereien. Hier muß die Geseßgebung Gelrgenbeit zur Stellungnahme erhalten. Zahlreiche Verordnunßrn des Bundrsrais arri dixssm Gebiete haben ohnehin nicht dir Griicbmigiing des Rrichstags erhalten und mußten abgeändrrt wrrdsn bdrr rmirrblcibrn.“
Was zunächst die Polizrischikarien betrifft, so bitte ich den Herrn Abg. Garni), einmal rrackyzussbsn in den Bcrichten der Gewrrbe- aufsichtsbeamten, wie zahlreich jryi "(*-ck) die Vorschriften zum Schuße Von, Leben, Gesundbrit und Sitilickykrii der Arbeiter übertreten werden. Ich bitte auch ferner die Tabellen nachzus€ben, die der HLN Justizminister in dieser Beziehung Veröffentlicht. Da wird der Herr Abgeordnete sehen, daß rine Arrificbt notwendig isi. Wo keine oder keine genügende Aufsicht stattfindet, dort siehrn viele Vorschriften nnr auf dem Papier. (Seb: richtig! liiiks.)
Es ist überraschend! Auf der ?inrn Seite wird uns vorgeworfen die Schikane der Branfsichtigimg, daß die Betriebe ibre geseylicben und statutarischexr Vrrpfiichtunzen gegenübrr den Arbeitern erfüllen, auf drr andercri Sritc »- und darübsr werde ich nächstcns sprechen - wird eine strerigr Poiizrikontroiie, die unter Umständen sebr schikmiös werden kann, grgsnüber drn Winzcrn und Weinhändlern auf dem Gebiet drs Wrinbauss gefordrrt.
Zn binrg auf die taisächlicbe Brrnrrkung des Herrn Abg. Garni) mörbie ich noch enigegnen, daß eins Griirbmigung zu den auf Grund der GeWerbeordnung ergebcuden Isrordnungcrr dcs Buudeörats' nur dann notwéndig ist, Wenn es sick) Um Aniagrn auf Grund des § 16 der Griverbrordnung bandrit. Der Herr Ab:,i. Gump wird sich ent- finnen, das; nur ein Ei.“:ziges Mal diese Fragc zu einer Differenz zwiirhen Reichstag und verbündeten ngiernngen geführt hat. Das war bei den kleinen Jirgelsien. W-il das bobs Haus Bedenken halts, diese Verordmmg nachträglich zu griirbmigkn, iéabcxx die Verbündeten Regierungen dieselbr arifgeboben.
Sonst siiid CU“? Grund dsr iibrigen Paragraphen der GE" werbcordnung sch0n 25 Bundy?ratSverkrdnimgrn ergangen. Zwki BundsSraichrordnungen Von diesen, die mir dem Haus zur Krnntnisnabme Vr-rgclegt waren und dir nicht seiner (H6- nebmigung bedürfen; find heftig angrgriffcn, nämlich die Bäckerei Verordnung und dir: Verordnung über dir? Sonntagsrube drr Gasi- wirisziebilfen. Absr geradk dic leßtere Vcrordnrrng, dir aiich im preußischen Abgeordnetcnbaiise srbr i;?ftiz grtadelt worden ist, ist iii Liner Wrise mii Sachversiändigrn und mit Jn'iereffenten vcrlxcmdeit worden, wie seiten sonst. Auf.“ Grund rinrr Verordnung des ver- siorbenrn Minister? don Hammerstein wurden, wir schon die Ver- ordnung drm BundeSrate vorlag. !*.VÖ die PLCUx-Ziskhi'ii Regierungs- präsidentkn über dicsklbk gehört rnrd dis R9girru1rgßpräfidcntcn haben fich überwiegend für die zwingendr 'Jiotwrndißkcii ziim Erlasse der Verordnung ausgesprbckorn. Es war also rriäxt das ideologisch Rcich§amt des Juri-xxr, sondern er“- waren dic maß- gebknden Provinziaiinsianzen in Preußen, die fick) dafiir außgr'iprochen haben. Außerdrm kann ich dcm Herrn Abg. (Garni) sagen, wenn immer von dem writfremdrn Reichsamt ch Jrrnrrn dir Nrdr ist, daß wir keins: Verordnung eriaffe'n, die xrichi aiif dai1 eingxbendiir mit den preußischen Hrrren Ministern Vereinbart wird, nnd die prknßisckxen Minister geben ihr Votum mrisi rrit ab, w::m sie die Pr::*inzial- behörden gsbört baJosn.
Nun möchts ick; bemerksn, wir das prrusssrhe Abgrordnsicubaus zu der SÜchL grsianden bat, wei! grrcrdr' dort dir Angriffe gegen dies? Verordnung erfolgt sind. Da ist ('“-Zu Antrag Arndt-Gartscbin ein- gebracht auf AbändIkiiiig dicser Brindesratsvrrordi:urig, vom 15. Je- bruar 1904 (Nr. 64 dkr Druckfarben ds preußischen Abgrordneten- hauses), und diescr Antrag isi, wie drr Hkrr Präsidsnt drs preußischen Abgeordncirnixauses bei der Absiimmungfrsisieiitr, Einstimmig abgelehnt worden. Also das Prruszische Ah,;coririctrnbaus hat ein? Abänderung dieser Verordnung im JriiCressc dcr (Hasiwirisgrbilch abgeiebnt. Gestatten Sie mir dabei Lins aiigemsine Bemsrkrrng. Wkun dcr Bundeßrat, wcrri dcr Reichskinzlrr Verordnungen erläßt zum Sckauße von Zsbrn, Gesundheit imd Sittlichkeit drr Arbkiier, so ist das nicht eine ideologische imd erifrrmdr' _ Neigung, sondrrn es sind dann sebr wichtige (Gründe dafür nmßgcbkud. Mit unserem modernrn Kulturlebrn, n.?t dsr Kpmplizirribrit unserer Maschinen, mit der virifachen VchépdiUU bon (Zbemikalien und Gasen in unseren Indirstriebrtrirben sind fieigknde Erfahren für Lrbcn und Gesundheit dsr Arbriikr Verbunden. Wie auch der prsrißiscke
Herr KriegSminister über diese Frage drnit, dazu wii] ich mir Erlauben,"
bier den Schluß eines Schreibens, da?; erfelbr an dcn Hrrrn Rcicbs- kanzlei: - Staatssekrsiär drs Innsrn ""am 2. Okiobrr 1906 gerichtet hat, Ihnen vbrzulrsen. Dort heißt 89: „.Bei der voraussichtlich weiteér fortschreiieridrn Indrrfirixrib sierung drs Staates und mit Rücksicht darauf, daß mit eincm Zu-
abgeirbnt, Liik sli' im Ri'ichdiag r*yrbac'rrlt triird-n. uns ist es micky nnr VM] writi'm in dir Sinn r*»„ikbmmrn, zii di'riangxn daß rim “.Uiiigiir'd dcr Z:']lik:11119ikakii0i1 in dir YTi'xi'i'YLiUxi r*irrirx'tcri folie, Von dc'rrrrti,;cri Piä'klisiiiiikti weis; sixi) dir * fraktion VOi-ikOlkitiii'li frri; sic kiiriiirn nickt di-Z Crüide ziir "311711491115", irrxrr'bcxn babcri. Oder war W dieiirickol rr'r Z).)iifii'kkiich, dsn die Fraktion rnit ibrer airöirh[a;],rxic-idcn Sthr-n.; ,;rtrirbrxr bij? Sie War sich jxdsrzrit brwrrfix, dai"; sik nicht nur n-m-rriicb wiit isb'i'äck)?!“ war als damals dic TWLiMüiiibékÜi? Partei, so,.drrxi ami) «:s aiidsrrr
strömen der ländlicbcn Bevölkerung in die Städte und Auffrifckpung des städtischen Blutes in dem Umfang der [WM Zabrzebnir auf die Dauer wohl nicht mehr zu rechnen skin dürfte:, irrwirrm'n aber auch die Maßnahmen der Régikrung znr Hebung der sozialrn LebenK- bedingungsn der Jridustriebevölkerung, 3. B, HIbUiég drr (*Hksmrdheis und der Wobnungßderbältnissr, Mindrrung der Kindersterbiirbkeit, Fortbildung der schulentlaffcnrn Jugend, Brkämdfrmg des Aikoboi' Mißbrauchs usw. vom Standpunkt der Heranziehung LiULiZ guten Heeresrrsaßes eine erhöhis Bedeutung.
Ich möchte da[)cr dicse Gélkgkribsii iiicht Vorübcrgebsii iaffen, Ew. Durchiauckyt Erriebensi 511 ersuchen, bri dissen sozialpolitische" Aufgabrn, sowei“. sie in Zbr Ressort fallen, den (I(ficbréwrzkx'rn drr Erhaltung unserc'r karkraii aucb ferner wie bibiwr Jbr wdhl- w;)i]cndes Jntrrrffc zuwrnderi zit w:)[ien-““
Und, meine Herren, ich habe bier eincn Artiksi bon cimérii GL
neral, dén dsrsr'lic in der Prriie Veröffentlicht bai: drriribr irhrcibr dort folgendrs:
.,(Hewiß, 110ch zebren wir an dem gesundbritlirbrn Eriir, das unsere der überwirgkiidrn Mkhrznbl nacb iii drr Iandwirtickyaff tätigen Vorfabrrn uns bintsridffen babrn. Nock) rollt rin Tris drs gesunden Blmss durcb ririsrrc Adern, abrr jedes (Nitril szrr sich auf, wenn es nicht wisdcr ergänzt wird, Und mit disirr («?rgäiizririg sieht ('I nicht alizu günstig axis, nichr bsi uns iind wirlicxrbt iwc!) viel wsnigér bei marichen arideren Natiorrr-r. Jm iirskr Br'zicbimg möchte ich einer Arrißermrg Erwähnung tim, dir iii drm in Wiki! erscheinenden bsierrrichisckirii Arinecbiati [*r-m "20. Yiibxrtirber 1906 Entbaitrn isi. Dort Heißt es: „Was dcii moralisibrn iZi-"bqii dcs modernrn Soldairn anbi'iiifft, worunter wir dir Ka: i)fcIiiiä;ii„kch-ii, die Unkrscbrcckénixrit in dchriegsgrfabr, das mannbaficNirdsrkäwwsrn allsr Uiibildrn drs Krieges bersiaridsn wissen wolisn, sb kömrr'rr wir scbbn jrtzt mit ziemlichrr Bcstimmtbrit die Bi'barrixiirrw w-«gen, daß bsi den sozialen und wirischafilicbkn Tiibii'i-Zridcn Ti'iikkkk Zrii das lebende Krisgsmatsrial in dicser Nicbiiiri„ sicb ?;r x7iism erschrrrkrndru Riirkgang befindet." “
Also, meine Harrén, weiin der Bundrsriri, wem! [“IT NÄCHS-
kanzlrr odrr drr Staaidskkretär des Znnrrn in Stelivrrirsiring drr- Reicbskanzlcrs derartige Vrrbrdiirrngrn zum Schi115 ddp. Lrbrrr, Gk» sundbrit und Sitilicbkrit dcr Arbkitrr «läßt, so ist drr) "Wi ('in-: ideologisch? Marotte, wackyienden Kulturgescri)rcn Eikil scbr ernsic [ii)xii-Jiiisck)? Yinßrrgri zum Besten der Erbaitimxr rrrricrcr Volkdkrafi tscbr richtig? links), und, mein: Herrcn, solang? ich cm diescr Stéiik stebr, !*r'kOc ick) mich durch krimi: Arigriffc, wcnn fie auch noch so iiiirixr nnd der. lrumderisck) sind (bbri, hört!), .rbbaltrn [&ifsn, ili diksrr Brzii'iiimir, mrine Pflicht zu tun. iLebb-rftsr Beifall link»
sbndkrn sb ist dir? iikgrxiüicr rriisrrcri
Abg. Frbr. Vrin Hertlinir (ZINK): Der Rcickrzkarzirr bai am
vorigen Montag ;irmrinr, rns Zentrum brsteiii? (WS mrßcrordrntlick) bctkrbgensn Britandteilrii, imd rrerm ms Band, das rms jiizi zn- sannnrnhalfe“ «- er meint das konirssioriciir? Baird z- rinrrml di-iwea- genommen werde, da würdcn die' Miwiieder drr Z-nirrrrringriei si
wobl f-y zii-miich iibcr iämtlichr Pläys drs Hairx'rö ])Liiiiikii. J
wsiß nich*i, weichm Play dcr Jirrckyrkanzlrr mir airwxiirn würde?. Der Abg. Bebel bat irn Vorige" Fabre einmal graicrirt, ich grbbrtr wrbl zu den am meisten reihisiidbrndrn Miigiicwrrr dsr ZkliililiiiS- vartsi. Wm"! disse Mrinung zrrtrifft, so ist cs ririiri-Iixt riichi 117111111; für die Sitrrdiion ili imd außer diesem «Hause, sin mar krirzc Worts: zur Poliiiscbi'n Situatibn zn sagkn, Absichi, dir Spannungen den älteren, (rider zu ddp. alten Mitgliedrrrr drI und babe mrbr ois r'inc Auflösmig des erlsbi. (Grrndk dic RrickydiaerQriilbiung W."! 1873“ ichcint mir in der gegenwärtigrn Sic bistet mit dcr [Ii'iliiz'ikil Situation ßamz übrrrairbxrrdc V?x- giSiÖUUgÖPUiikik. Jm Fabre 1878 Wurde der Reichriiaxi arifgilbii, wril er das xxrsts Sozialisirngcsry abgelehnt baitr. Dcr riru ;:rwäbiic T1i8ichstag nahm dann ein Sozialiiirngcsri an'. rin spätsrsr Reichsias bob LS wirdLr auf, weil es sich 016 unwirkxiam erwikscn batts. “r*r-Ibcr dic iieirren Grüride der damaligxén Auflösung hat uns dcr Fürst Bismarck selbst in eirrsr Denkschrift u-.tcrrichtet, die im Jabrr 1694 im (isten Bandc de“? Biömarck-Jabrbricbrs vsrbsrrntlicbt wiirde. Bismarck ,;rbi Von drm i-chanken aus, das; die Haitimg dcr Ri',iicruxm wäbrkrid drr Wablbrwegung bkstirmni war diirch das vßiriotgrmäsxr Bsirsbcn ihrer Leitung, drr Rcichsvrliirk eiii? der läszlicbc Die Erreickprmg dieies Zirli'ß sei im worden dadiirch, das; i'; viele Parteigriipven fich im Rcicbéiagc bc- iandcn, das; dir Bilduirg ciner Majorität infolrirdeffcn mir darurck; rnb,;lici) sammenscbiöffen, der dar?:aiigrii " r*ikIVLrtrrter, die nationallibrrais Partei, kiiik domi- nie'rcndk SiCÜiilig arts,rrübt baba, drif; sik (1er mick) in 774891196111 cini ausrr'icbcndr? Msbrbxit mit arrdrrrn Partien bade znsammrnfinden tniiffen und dar"; daraak für di? R-xricrur-g srbr unliebsame Verbäirnisse rnisiandcn scien. Sic sei in ibki'ii i'lrrsprüOen sb wait graingen, daf; si: fiir die vyn dcn Vékbülikkién Rx'girrurizxsn rinzubringcnden Vcrladrn iwrbrr die Zustimmung und Gerrbmigurrg rer airsscbiaggrbrridrri Part.i v-xrlanßj habe. In iikiiii'iikl! Yirickfichtslofi,ikéit sii?" wichtige“ Vorlagrn drirch FraktioxréiscsÖliiß obne jkdé' Lingsiwnde Bsrairing im Ri'icbr-tixgs und 1“)an L'Wäiric' Anrendirrrrr'g kurzrrbaiid abzelkbnt wwrdmi. (Zinc sdiche Biddrmundripg könne sich ko inc Résiie'rrtng grfaiirn iaffkn, sie könne nicht im Schirpwtau kitiCk Qiéirroritätrpartri geben. Tic nationailiberale Partri babr den grofirri Liititng ibred qukkr mid Bambcrgrr. Die liberalen Partei, Zcit einc Prrsonen- odkr damals der Rrkichskanzlkr Brnnigsrn wr'g-n [ringen, Bo'nnigirn miri) Forckenbrckimd Vrn Smuffer-bsrg zqziirxrirrn irx'insrittx“ Agri) im lr iki] Nenrbiag batte irink Partei aus sick) ,'rlbsi dx-“Mkirr brit. Die _iaiirnaiiiberaicn waren richt mrbr dic stärksic Parisi, sorrdern das Zentrum, und so war cs natürlich, das; bci jedrr Mrbr- i)rii-'bildung_ die Zk'litklimSPärtki dcn Rückhalt urid 'Jirxii-“ipimit biidcn wußte. Wie hat disZentri-msfrakrion dicse ibre Sillum; arrsgrrmyt“: Sic babrn gehört aus dm Munde drs Fiirsirrr Wisiimrck, irrlckrr Präisnfibnkn damals dic natirmailibi'rrrlc Partci [*,itir. !ettr'n mrinér Politischen Frcirndc jsmirls ähliiichk P:ä=rr:si§nsn criocbrn wurden, iii nichi brbar-piit riwrdrrr. Wir babsi] iiii'iiiäiÖ Vcrirrtrgi, daß 11710 Vorlagrn r*brbkr niitrie'ie'ilt würden, Lb? sic rkriririvrircbt iburdrri,
Ick babs dill'Öxik-Z i:icht dir drrsrhicdcnkii Parteirzr ivrsirdrridsn steigkrn. Ick grbörc zii Hauser“ i)r*rich:§ia;.,§ mit-
zwisckxsn dslr mriricrjrtts 110ch zii
Situation ganz arrfzerbrdsntiick) iriirrsfianr.
Der Fürs!
Mibrbcit in dcr Yrrtrrtung ch inchxs zii sicbe'rn,
RéiÖÉ'ikixié? ss'br erichweri
gewescn wäre, _ dax"; brrfcbiedrnc (Grrrpvrii sick) zu Er wriii daraus bin, das; dir stärkste Parisi
brsißc, daß sic sich UUÖ sikts
Feblsr bc-gangcn, daf; sic siriI sirix drr linken Flugrls unirrworfrn babs; rr mcirrtc _ _ bevorzugten Organe dsr ratiQ-iai- ichlirxii rr. bkbbachtkikri sch9n Wit Läiizii'kxi' HCiiiinL,_ dir darauf biirzudrutcn schri170, einen Syiiemwrckxskl Vorzunebmrn. Tatsächlich stmk . , niit dkm bkrbbrrag'ndxn “.'ibskr'rchtin Eitritts in die Regierung in LÉFrbani- Diese Verbandliirrgen scheitcrtrii aber daran, d„rs; Vm:
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Wir babr'n iiirnmis erlrrger: drr Rrßirrurtii drirch Frai'iibiiiibr'icbirif:
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