en cn, was i bor nbringen [)0111'. Ueber die “2111110711119 war und ist dumb sich nichtchklar,zund 011ch_das, was HU!" .Oabn . bicr_'1)0rgebra§bt bai, kann nicht zur 51101560 11151011. 211011131150116_,G:'sck011918m.1nrs, mnngxibas'tc GSskß-skenntnis sind die Uryachkn dkr Katastrophe bk! dcr Yiilchzswtrale. Dnrcb das Einircirn dss Hsrrn 215,1. Hammer iii _das Nibcan dcr „1285011? 10111 böHCr-s Jewordkn. Hurr HaxZ-nicr bai 131321111911 11101101, dnßicb zn LiUiZk Gknoff§n1ch011091001110111) wnrsdikis 0161ch01ckYL frixixsr zu mir gskornmkn, 10 11.1116 [ck) tbr 5211011 tonnen. 2111130111914 yabc ici; 100091115, nnd zwanwkil ich dann 111 De_kLaJkglkvésZ11WQkE,001?(HS" n-Jsicnschnfi 011101191111 zn LULYLU. (Abg. 001111111101“: _.Datte'n wir 01101) 991011.) Ja, 1110111111 schichcn Sie denn fblkb0Ge11011rnichafte'n 111 niir? (210,1. „Hammer: Wk]? 17.11 dknn g01ch1ckt?) Die Darsikünngxes Hyrxn Hammsr war aber, ;;?[indc gssagi, ntch1einwand§fr10 „?ck forOcre Miicr HkksU Hammkr auf, uns nacbznwctscn, wo drr 21110?- 111171110 Drnficbe (55000ssknsciynfi-“JVannd P;)!iitk nztrikbkn bat. Hsrr Hammer 50101111) bebanpikt, 111) 130112 1111151011 zwei Jahren 'zur bkiéiikäklkik" Hafipfikiht bckanni. Schon bor Jahrzehnten, zu ciner 311, wo .Okrr HUMMEL.“ sich über d0s Genoffcn1chaitsweisn noch ganz u::110r war, 111011111 ichnicbt „109811111111, daf; L_s ihm 1831 klar gewordcn 1, habe 111) ausJLsprocbé-n, daß die beichrankte Haflpfficbt der un- [)(-711115111th gleichzuitCÜ-Zn ist.
Abg. Dr. Arendt (freikons): Auf Auséinandcrse nngen tnkbr
psrsönlickyer Art 991)? ich nich1 em. _Wsnn'aber Hkrr rngxr meinte, die Ausfiihrungen drs Abg. Hahn bntten fernen Fr-cunden 01110 halbe Stunde Heiterkeit bereitet, so muß 1ch sagen, daß diese Ausfuhrungen du:.“baus ernst gswrien find, und die Heiterkeit-der L111k1'11" bewei]t um, wie berschtigt der Vorwurf dsr wirtschaftltchsn Ruckjiandigkert war. Herr Crüger bat bloß dkn Linen Ausdruck Von der 715 111-1301" herausgegriffCn, um die ganzen Arrsfribrungcn "dcs Abg. Hahn ais Kciterkrit vsraniasi-an zu bezeichnen., Ich wunschte, daß M im 5 €ichstage Von dem Ver1r€1er des Krsxses Tkitow, dem Herrn Zubeil, einmal 10 bortrrffliche Aenßerungen horten, wie yon Herrn Hammer. HI!“! Crüger msint, die Zukunft wird den Wert der Zentral- gex:0ffenschaftskaÜe beweisen. Die Erfabiung hat aber bereits bkwiesen, wer in dieskm Strsit 1051 bat. WEnn ,man die Angriffe Von der Linken gegen die Kaffe, die man seinerzeit eine Pumpgenoffenixhaft nannte, Von der man Propblzeite, daß fie bald Fiasko machen wurde, bkdsnkt, wknn inan sick) namentlich an solch0 Angriffe dks Abg. Richtsr erinnert, so muß man sagen, das] bis Erfabrnng gerade das Gegenteil bewiesen hat. Jetzt ist auch schon die Entschuldungsfragß 111 den Kreis der Erörterung gezogen worden. Deshalb möchte 1ch daran erinnern, das: merit der 2159. Kncbel die Anregung zur Gründung der Zentral- genossenschaftskaffe (12965911 501. Er steilte1886_€inkn Antrag zur Bkkämpfnng des Wuchers, und seitdem batten jabrkiang die Er- örxerungen über diese Frage nicht erubt. Cs handeltc sick; immer urn die Frage der .Oébung dcs Periionalkredits. Y_Uerdings bat“ die Kaff? je 1 nicbi die Aufgabe, an dsr Ent1chuldung nntzu- wirken. iachdsm die Kasse sich aber als sb Vortrefflici) «?r- wiesen bat, ist ks doch crklärlick), daß wir ihre Ausgnben auszudehnen suchen. Dazu mnß das Kapiial erhöht „Werden. Alierdmgs braucht nicht Mit einem Mal das Kapital crbeblicb erhöht zu Werden. Vian könnte drr Vkrwaitnng visimebr Überlaffon, nach und nach die Kaviialskrböbnng borzunklymrn. Jai) bin nicht der Ansicht, daß man st.".tt der Kabitaiserböbnng dcr Kaffe das Notenrccht geben, solle. Wir soiiten umgekehrt das N01€nr€cht einheitlicher gestalten; lch brdauere es. daß wir imme-r noch Reichskaffenscbeine und Priyainotenbarikxn babsn. Für die Einbeitliäykeit des Gkidwefens im Reiche ist ein cl -siischcr Nolknuminnf die Voransskxznng. Ich kann also 'derAn- rennng des Abg. Hahn nicht zustimmen. Wir haben gsrade m dieskm Jahre Veranlassung, nns dks Bestehens dsr Zentralgenossenscbaitskaffe zu erfreuen, denn die Schädén des hoben Retrbsbankdtskonts find ge- rade dadurch paralysiert worden, daß die Zentralgenoffrnsckzgsiskaffe dc'n Genosssnichaftkn ihre Hilfe 501 angedeihen lassen. Die stadtischen Kreise soliten fick; die GenOssenschnftsbildnngcn anf dkkn Lande zum Muster nehmen, damit auch in den Städten das Genossenschafis- wkicn sich ausbreitet. Anfänge dazu sind ja crfrsnlicberwetse da, aber 120 ist noch nicht gcnuz «dafür gescbkben. Wenn Herr Crüger meint, daf; dcr biiiigsra Kredit der antralgenoffenscbnft nur den großen Verbändln zuteil wird, so hat er ja recht, aber eme Vergleichung drr Zinssätze der der Kaffe angeschlossenen (Genossen- schaften nnddcr*Sch1tizZ-D€lißschschen ©€n0ff0n1chaften würde Lrgxben, daß die Zinssäße dEr lehtcrsn bedcute'nd 131")er sind und 1em mussen. Es sch€int mir jc'xzi übiigens die Zsit zn Crwägnngen gekommxn 1511 sein, ob es 0115315110111 ist daß noch zwei 10 große Bankern 11116 die Zontralgcnosssnickyaftsknff-x und die SCEbandlung Xnebcncinander bestehen bleiben; vicULicht könnte eincPcrsonalunion zwixckpen bciden eingßs'übrt werden, damit sick) beide in angmnesscner Weise gegenseitig e_rganzen. Denn Abg. Hahn kann ich in'zügiicb des Devofitsnwescns 3111111111112?!- er babe wisdcrbolt gewünscht, daß das Dexwfichweikn 11101)! 7,1011 nnsrérkr RMikkllng 119015111" wcrdsn 010,10, Die 7110101011101 bsriani da- bxi voliständi,1, fie wächst immer tlli'idk zn Lincr bloßen Bank für ,das Grbßkapitql nns. Sir bat iaischs Mitti'lan,;snwndri, z.B.daniw- Nrkebr ("111512311 111111. SiS kann nnr 1101!) Von nntizgrdßkn 332111011 in An- sprncbgcnommenwcrden, Weildie kiEian Lente- immrr 1nci1rcznsgsich10ff0n wcrden. Die Reichsbnnk 11.11 dcn Dcwxsiteniwrkebr 5011110111311] dsn (11011811 Banken ansgslikxcrt. Die" brcnsxiichk Staatsbank 101118 dnrch Cr- lririUernna dis choiitsnb-xrkebrs dcr Reichsbank 61118 Konknrrenz be- inli'N. Wenn grg-"n die 3211tralgéi?ossknscbnitsk;1ffe der Worrynrf cr- boé-«n wird, daß sie die ;iirkkl dar RKicbsbank (1811011 und mit. da;," bkigkjragcn 110111", die 11011111 5310101111030 drr Rricipsbnnk 1121581- zniübrcn, 10 muß ich 0111165100111 01111 ividsriprcMn.“ Wknndie Zentral- g-_';;0sikn1ch1ftsf.1si8 nicht 0011 vorbandknln 5111011 581111301111 hgtte, wnrden die- (Einsc-lnen mit 101911 Yininrdcrnngkn docb anf dic Rcickys- ir-ack gcdrijökt 50500, nur mit 10111 1111101115190, daß sie viclme'brdarnr Hättkn 58301)an 1111111611 znm SÖÜIM dsr (111,11'11101111311 "Liolkswntkchnst. Ick) warde im 91€ichs1015 näher dnrani cingrinn. Von 1031011 dcr dcr Rsichsbank naixkstewcndcn Prrffc sollts 111.111 die? Sch111d_0n chi 170511: Diskontiäykn richt abwäissn. Die boden Diskoniinxze „imd in Ersisr Linie einr Wirkung der inlarnn1i0n01€n Marftbcrhaitmsse. Die E501dvsrbäitnxsik 0011 11105 5011011 (“111111 Unterschied ron 600 Mill. !).iiark (55011) zn (Guniirn der Vereinigten Siaaic'n 11110 311 1109111111311 Europas Lrgsbrn. Wir bnben noch dir" 011011019, Einricbtnnn dcr Niytknbestenernng. (?s 111 der Feiyier dcr 0511913,.Lbnng dsr 70 er Jahr“: (101111151, daß man ixnincr d10_ Jntörciicn dcs (Großkapitals im 21110? 110118 _11110 nicht dis Jnte'rsßxn dsr produktibcn Stände. Die Reichsbank 0811001 "10151 111111161“ nnd iii zu (?;Yrosiciungs- diSkontsäLen (xszwnng-“n De'n Wiinickyen WME" cines Schrcigeicyes kann ich mich 0111151013911, 0er cine! 1110101111 dcs21101chsbankgrseßcs is! die H.:nptiacbc. Wenn 17113" Zentraiiien0ffcnichnftskaiéc _dic'. (Gründnng 11011 GXliOffk'kiiÖÜitCkl 1101111111101 nnd biilicicbt 1101110115111, die bald wieder zu (Grunde “11601711, 10 gibt 0111702101113 die Kasse wiader die größkre Bürgicbait fiir das 238111041 der Gctwffeniäpaftcn. Die Zentraigenoffensckoastékaffe bat anszie'zetcbnct gSkOlrkt._ Wenn man sagt, wir mnssxn an der 1113001111 ?)Tsickpsbank; !1's1haiten, so muß ich sagen, das; dir Umkkrc Bizrxanquttsnxias 'nicht bei der Zxéntrcrl,;c'nossensckxaftskaffc zn „findkn 111. Die Schwierig- keic der Reichsbank 16111110 Vteliétcbt erleichert worden, mann die'. preußische Re,]icrnng 1ich wknigcr 00111, Uicfforteqoismus leiien ließe, w611n vikimcbr alle Bkieiiigten, Iritcbsbank und Sex- bnndlung, mehr Hand in Hand „ingen. Ick) hoffe, daß, nachdenx die Zentralgenosienscbaitskasse sieh als eine echte Z).)iittxiimnrsbank erwiesen bat, dieses Muster dahin fiihren möge, das; nur auch nn Reiche zu ähnlichen Einricbiungen kommen, damit wir wieder unt Zufriedenheit und Stolz auf die Bankeinricbtnngen im Rkiche ichen können.
Darauf wird ein Schinßantrag angenommen. Persönlich bemerkt
Abg. Hammer: Herr Crüger Verlangt den Nachweis, daß die SöbuiZE-Deiißiäiikbkn Kassen Politik treiben. Das sagt einmal sein Gewäbrsmann. Herr Geheimer Rat Hugcnberg, und dann braucht ZM? dcßisc ZYTaZqueweixn, das isi)? notorisch.d Die betresffende
, errn „ru er um . verständlich nicht von mir zu ibm geschickat «LIFE hat, war Elb“
Abgg. Dr. Crüger, Hammer und Dr. Faßbenderwrrd der Etat der Zentrnlgenosssnschafiskasse bermlligt. ' Ohne Dsbatte wird eine Reihe kleinerer EWS bennlligt, namentlich die Rente des Kronlfrdctkommrßfonds, er Zuschuß ur chtc drs Kronfideikommxßfonds, dre Eiais fur Bureau es Staatsministerinms, General0r06nsk0mrmss10n, Obsrrech- nungskammer, Disziplinarhof, («“;-.'ricknshof zur Entschetdrmg dcr Kompetenzkonflikte, Gefeßsannniungsamt, Druischen NACHH- und Königlich Prcußischen Staatsqnzetger, die AUSJabxnfur wecke dcr Landesvkrmessung, thsterium dEr aquarttgen lngelegenhcrten.
Es folgt der Etat der indirekten Steuern.
Bei 0011 Einnahmen aus R€ichsstenern, und zwar aus den Zöllen 13 778 000 „W., bemerkt ' Abg. Lusensky (nl.): Beim Zdütarif wwrde prophezeit, daß wir auf Grund dieies Tarifs niemals Handéisvrrtrage abichließen könnten; und dock) Haben wir Handsleerttäge ab 61ch10ffen. "Dann wurde ge- sagt, diese Handsleecträge würden die: ndnstrie schadigen. Auch das ist nicht eingetroffen. Wenn der Uebkrgzng zu den nenen Verhalt- nissen sich geradezu bewundernsWert volleZen hat, so wgre das nicht möglich gewesen, wenn wir nicht ein so erborragendefs ZoUbeamten- personal hätten. Wenn auch das Publikum Von diesen Beamten nicht immer entzückt ist, so ist zu bedenken, daß dercn Hauptarbeit bei der Wareneinfuhr liegt. Ich möchte an den Herrn Minister die An- frage richten, ob eine Neuordnung des Vereinszollgeseßes noch gepiant ist. Bereits vor Jahren sind die Handelskammern gefragt worden, ob fie Wünsche zu einrr solchen Aenderung des Vereinszollgeseyes auszusprechen hätten, und der Deutsche Handelstqg hat 1905 xine Resolution dazu gefaßt, in der Er hauptsächlich dre Schaffung einer Reichszentralstelle bei Zollbeschwerden verlangte.
Finanzminister Freiherr von Rheinbaben:
Dem Herrn Vorredner bin ich sebr dankbar für die Anerkennung, die er den Zollbeamten, auch in den mittleren und unteren Graden, ausgesprochen hat für ihre Täiigkeit bei der Einführung des Zoll- tarifs; ich glaube, daß sie diese Anerkennung durchaus verdient haben. Was dann die Frage des Hsrrn Vorredners nach dem Stande einer etwaigen Revision des VereinSzollgesetzes betrifft, so darf ich er- wäbnen, daß die Verhandlungsn hierüber zwischen dem Reichsscbatzamt und den sonst beteiligten Instanzen schweben. Zu welchem Ende sie führen werden, dermag ich nicht zu sagen; denn der Herr Vorredner wird auch nicht verkennen, daß einer geseßlickzen Aendérung des Vereinszollgeseses schwerwirgende Bedenken entgegenstehen. Im allgemeinen hat es sich wie selten alte Geseßs bewährt, und es ist immerhin bedenklich, an ein so fundamentales Geseß mit Aenderungen beranzutreten. Wir glauben, daß sich ein Teil der er- hobenen Bcicbrverden auch durch Abänderung der Regulative Werde beseitigen laffen. Der Herr Vorredner hatte die Güte, anzudeuten, daß in all diesen Fragen der (Geist des Mißtrauens jeßt mehr ge- schwunden ist, und eine etwas frsiere Handhabung stattfindet.
Bedenken würde 11!) insbesondere äußern müssen gegen die Idee, einen ReichSzoligericHtsbof einzusetzen. Ick) habe mich darüber schon früher auSgespw-ben, und ich glaube nicht, daß die Einzelstaaten sich die [este Entscheidung, die ihnen jkßt gebührt, Entwinden und auf einen Reichsgerichtsbof übxrxmgen [affen können, von dem es zweifel- haft ist, ob er mit größerer Sachkenntnis urteilen wird als jcßt die Landesbkhörden, dix täglich in dixien Geschäften steöen.
Was die Retourwaren beirifft, so“ ist jest, glaube ich, eine ent- gegenkommendere Haltung im LGangs als früh er. Der Herr Vor- redner deu1ete an, daß im VeredlungsVerkebr, in dem schwere Miß- stände obmüteten, eine cinbsiilich: Regelung vom Bundesrat ge- troffen ist.
Die Sache ist 0110 nicht 10 leicht zu benrteilsn, wie man an- nehmen könnte; einer geseßlicben Nagelung stehen ernste Bedenken entgegen, und es wird sich fragen, ob man nicht durch eine Aenderung der Regulatibe einkm Teil der Beschwerden abbclfrn kann.
Abg. Dr. Ferdcrs (*I-nir.) wrist d::anf Hin, daß dis Einnabmen ans dcr Stsmp-Zliieucr jetzt 70 Miiiionen bctragen, während sie 1886 nur 27 “.Niliionrn ä;1§tl1(1chtkl1. Das sei ein glänF-aner Beweis für die Frrtcntwicklnng unserer Verhältnisse. Redner Tritt fsrner für eine Bcffsrstellunx; dcr Sißncrbcamten dss Außendicnstks ein, ins- bcsonksrk dsr Obcrkontrolieurc.
Abg. Br00n16111r. VW.): Vorhin svrack) man über Reichs- bankwolitik, 11151überandeispoliiik- aÜLsDings, diZRSichsnngelcgen- bcii-xn bereffkn. Ein wabrkr Horror würde das Haus 110111711, wcnn ich darin frrtfnbrcn würds, nnd deshalb werde ich ('s nicht tun. Bei den Einnabmkn aus der Zuckcrsterier regt
Abg. Von Kessel (kOns.) die writers HérabskZung der Verbrauchs- steuer anf Zcher von 14 .“. auf 10 „16 0:7. Ein 2102100 an Einnahmen für das 31151) sci 111431 zu befiirchlcn, da sich der Abfay durch eine weiicre Hsrabisßnng d-xr Steuer Voransückpliicb lbkllio ravid bcbZn würde', wie “Zr fich seinerzrxi 06501101: hat. Sollte dix: Möglickyksit einer ioickyen Herabseßung [öei'tebüm so möchke jsd0ch dayon recht- zeitig Mittkilnng gemacht wrrden, damit die ,incksrindnitrie nicbt wikdcr 111511011) bor chbältniffe göstki-it ist, dxncn sie nicht ge- wachsen ist.
Finanzminister Freiherr von thinbaben: Meine-Herrcn! J.:h Werde dem Bsispicl des strn Abg. Broemel folgen und mich sehr k*1rz sassen in der Makerie, dir doch zunächst den RSÖÖÖLW anschl. Ich baite mich Um 10 mehr für !.?rpflickytci, in dieler Ykßzicbuxg RésSWS zu üben, als über die Ftags "1:11 Reichktage selbst wie auch in dcr Rsickosregikwng n0ch keinerlei Cmfcheidung ge- fälLT worden ist.
Mit dem Herr.: Vorrednki erkenne 111) die ÜUÜÖWLÖTUÜUÖL BS" dkntnng dcr Znckerindnstrie für unsere ganze LandwirTscbaft an. Aber es ist mir einstweilen fraglich, ob gerade im gegenwärtigkn Z))koment es geraten sein würde, mit ciner weiteren ErMäßigxang derZuckersteuer Vorzugcben. Meins Herren, Sie wiffen (1110, wie die finanzieUen Ver- bältniffe im Reiche liegen, in wie außerorthlichem Maße die Ausgaben steigen, und daß schon die 12131: Reichsfinanzreform noch nicht genügt hat, diese steigenden Ausgaben zu decken. Um so mehr, meine ich, mus; man dock") Vorsichtig skin, eine der bestehenden indirekten Steuern zu eumäßigen. Denn soiite sub ein Ausiaü in dieser Beziehung ergebkn, so wäre der Effekt eben lrdigliä) der, daß die Einzelstaaten diesen Ausfall in Gestalt erhöhter Matrikularbeiiräge zu tragen hätten.
Nun geht der err Vorredner von derAnnabme aus, daß ein nénnenswerter Ausfall gar nicht entstehen würde, weil mit der Herab- seßung der Znckecsieuer der Konsum steigen würde. (Sehr wahr! rechts) Ich höre: sebr wahr! Im Prinzip ist das auch ganz richtig; aber, meine Herren, 05 es in der Praxis richtig sein würde, ist mir fraglich. Herr von Kessel bat Vollkommen recht, das; in den ersten Jahren nach Ermäßigung der Zuckersieuer der Konsum erheblich ge-
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Konsumfteigerung meines Wissens nur ganz gering gewesen ist. Das
Nach einigen weiteren persönlichen Bemerkungen der
ift ja auch gam naturgemäß, meine Herren. Der Konsum an Zucker
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läßt sich nicht ins Ungemefsene steigern, zumal nicht bei einer Nation, wie" den Deutschen, die keine Testrinker iind wie die Engländer. (Leider 1) Also die Steigerung des Konsums bei uns geht nicht ins Ungemeffene, sondern hat auch ihre Grenzen, und ob man mit einer weitrren Herab- setzung der Zuckerstcurr in der Tat zu einer so erbkblickyen Steigerung des Konsums komrnen würdc', daf; drr Ausfall aus,;kglicben werden würde, ist mir einstweilen zWifelbaft.
Kurzum, meine HSrren, *ich trage dock) Bedenken, die gewünschte positive Erklärung, die der Herr Vorredner Von mir gefordert hai, abzugeben. Daß wir alis, welchem Ressort man auch angehört, die Frage der Znckerindustrie und ihre weitere Entwickelung mitxbesonderer Aufmerksamkeit und besonderem Wohlwollen verfolgen werden, das liegt auf der Hand.
Bei den Einnahmen aus der Stempelsteuer, 53 Mil- lionen Mark, bemerkt
Abg. Seyd el -Hirschberg (nl,): Die Sommerfrischenvermicter des Riesengebiraes sind in diesem Jahre dadurch erheblich bennrubigt worden, daß man einen Stempel bei schriftlichen MietsVertraqen er- hob, welche sie mit ihren Sommergästen abschlossen, indem die Be- hörde die zu berechnende MietSzeit auf die Dauer eines Jabres be. rechnete und so einen Ertrag von mehr als 300 .“ feststelLte. Es scheint, als wenn den Steuerbeamtcn eine schärfere Kontrolle über den Abschluß solcher Mietsverträge angewiesen ist. Die Logixrbaus- besißer vermieten die mit vielen Kosten für. Fremde hergerichteten Zimmer höchstens während dreier Monate tm Jahre, und zwar während dieser Zeit zumeist an mehrere Gäste hintereinander, sodaß eine recht große Zahl dieser Mietsstempel für 50 «3 Von ihnen ge- fordert wird. Bei dem Erlaß des Stempelsteuergeseßes war aus- drücklich hervorgehoben, daß MietsVLrträge, welche den Gasthaus- verkehr und das Vermieten möblierter Zimmer betreffen, stempel- ftei bleiben sollen, da der Sommerfriscbler entscheidendes Gewicht darauf legt, ob die Zimmer wohnlich eingerichtet sind, ob Ordnung und Sauberkeit im Hause herrscht, alles persönliche Momente, die bei einem Mietsvertrag kast in Wegfall kommen. Dazu kommt, daß die Losierbausbesißer amtlich zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Die Besitzer von Mietshäusern in Berlin 3. B. unter1iegen doch auch nicht der Gewerbesteuer, wenn sie Wohnungen Vermieten. Will man dem Geseß wirklicb'eine so weitgekbende Be- deutung beilegen, so muß man auch alle schriftlichen Vertrage, welche von Hotels über Aufnahme ibrer Gäste abgescbloffen'werden, dem Mietsstempel unterwerfen. Die Angelegenheit bat tnfofern_ eine weitergehende Bedeutung, als nicht nur die Besißer von Logierbausern des Riesen ebirges davon betroffen werden, sondern auch alle anderen Orte, die remdenverkcbr haben, Badeorte usw. herangezogen werden xtönnen. Ich bitte den Minister dringend um Absteliung dieses Uebel-
andes.
Finanzminister Freiherr von Rheinbaben:
Ich kann es begreifen, daß der Herr Vorredner für seine schlesische Heimat und die schönen Gebirgsfrischen einfritt; ich erkenne auch an, daß die Betten dort gut sind (Sehr gut! Heiterkeit) und die Verpflegung einwandsfrei ist. Aber ich wage doch zu bezweifeln, ob diese Frage so bedeutend ist, um die Aufmerksamkeit des hohen Hauses hier so lange in Anspruch zu nehmen. (Sehr richtig1 rechts.) Ich darf dcm Herrn Vorredner gegenüber bemerken, daß meinerseits keine Anweisnng ergangen ist, in dieser Beziehung etwa schärfer zuzufaffen als früher; ich weiß also nicht, woher es resultiert, daß diese Verträge früher sich dieser Stempelpftiebt entzogen, denn unserer Auffassung nach unterliegen sie in der Tat der Stempelpfticht. Es kommt nicht darauf an, ob zugleich auch ein Gastaufnabmevertrag mit vorliegt. Aber das ist doc!) unzweifelhaft, daß in solchen Verträgen, durch welche ich eine Anzahl von Zimmern vermiete, ein Vertrag über die Ver- miekung eines Jmmobile liegt, und daß infolgedessen diese Verträge stemyelpfiichtig sind.
Nun können aber diese Dinge doch dem Vermieter nicht wirklich zu ernstlichem Gravamen gereicben; denn ich bin fest überzeugt, daß die ganzen Besißer diesen Stempel auf die Mieten abwälzen. (Sehr richtig! rechts.)
Und, meine Herren, um was handelt es fich denn? Bei einem Objekt bis 500 .“ um 50 .Z und bei einem Objkkt Von 500 bis 1000 „44 um 1 .“, also um verhältnismäßig doch ganz geringfügige Bekräge, und ich bin überzeugt, daß 0110, die das Glück haben, Tage oder Wochen im schlesischen Gebirge zuzubringkn, sehr gern diese 50 „_1) bezw. disse 1 „;( zahlen Werden. (Sehr richtig'-" rechts.) Wenn man das Vergnügcn ausgekostet hat, nach einem anstrengenden Marsch Abends wo hinzukommen, um dann. entWeder gar kein Quartier zu be- kommen oder nur ein Quartier auf dxm Billard, dann zahlt man sehr gern die 50 „3, oder 1 «FC:, indem man sich borbcr im Wege des Schriftweibscis Quartier sichert.
21110, die Frage ist nicht WU so groß2r Bedeuiung und kann Teineswsgs an sich Veranlassung geben, an die Revision des chr “icbwerwiézenden Stempelsieuergcscßes beranzugsben. Wenn wir später aus anderen Gründen diese Nevi'xion Vornebmen, wird bei dieicm Pnnkt wie bei anderen eine Abänderung in Erwägung gezogen werden. (Ssbr richtig! rechts.)
Der Rest dsr Einnahmen wird ohne Debatie bewilligt. Bei den dauerndßn AUZgaben, und zwar bei den Be.“- foidungcn der Beamten der Zoll; und Steucrxrhebung und :kon-
110116 tritt
Abg. Kerutb (fr. Volksp.) für eine Vkfferi-"ie-Ünng der Obersieucr- kontroüeure ein. 75 5651. dieser meten' bäiten das Abiturienten- kxnnen gemacht, und dem Entsprschrnd seien die Anforderungen an diese Beamrsnklasse. Bei den Régierunßkn standen die ent- sprechendsn Bkamten beim als in der SjétterVerwaltung. Redner weist 01111) auf die Petitionen dxr anderen Kategorien der Steuer- bcamtcxi hin und xmpficblt reren Berücksichtigung in der Budget-
? kommisswn.
Berichtknstaijer Abg. Graf P r a s chma erwähnt, daß die Anstellungs- nnd Avancementsvkrbältniffe dex Steuerbeamten durch die Vermehrung der (*tuismäßigen Stellen Verbesiert worden sind.
u den Besoldungen der Grenz: und Steuer:, aufseyer liegt der Antrag des Abg. Broemel (fr. Vgg.) vor. die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, 1) das Höchstgebalt der Grenz- und Steueraufseher von 1900 auf 2100.“ zu erhöhen, 2) M) damit einberstanden zu erklären, daß der hierfür erforderiiche Betrag schon in dem Etat für 1907 durch enlsprecbende Erhöhung des Titels verfügbar gemacht wird. Berichterstatter Abg. Graf Pras cbma teilt mit, daß in diesem Etat
stiegen ist. Aber ich verweise darauf, daß in der letzten Zeit die i
das Gehalt der Grenz- und Steueraufseber von 1200-1600 .“ anf
1400-1900 „sé erhöht werde. Der Antrag Broemel habe der KW“ 1 mission noch nicht vorgelegen, er beantrage deShalb, tbn der Budget“ ! kommission zu überweisen.
x Das aus bes ließt nach diesem Anfrage. | Abg. roemel fr. Vgg.) erkennt dankbar die im Etat Wk" 1 escblagene Gehaltserhöhung an, empfiehlt aber noch die Weitere Cr- ! öbung nach seinem Antrag, damit diese Beamten den (Gendarmeu * gleichgestellt seien. 21 . Volger(fre1kons.) will,nachdem der Antrag der Kommisfio" ? überwie en sei, nur noch bemerken, daß die Grenz- und (Steueraufskher auch die Einreibung in die Klasse der mittleren Staatsbeamten und
die Beseitigung der Arreststrafc erstreben, die in der leßten Zeit doch nicht mehr in Antvendung gekommen sei.
Abg. Dr. Berndt (ul.) etxennk an, daß der Etat bereits eine Gehaltserhöhung fiir die Gretix- und Steueraufseber bringe, hält aber doch für dringend erforderlich, daß noch ein Schritt weiter ge- gangen werde, und empfiehlt in diesem Sinne der Budgrtkoxmmission den Antrag Broemel.
Finanzminister Freiherr von Rheinbaben:
Sowie es sich um Gehaltsfragen handelt, sind die Wünsche des hohen Hauses nie zu erfüÜen, (Na, na!) -- ja dieser Fall beweist es wieder. ch babe-geglaubt, den Wünschen hinsichtlich der Besser- stellung dieser Beamten sehr weit entgegenzukommen, indem ich ihr (Gehalt, das fich bisher auf 1200 bis 1600 .“. belief, auf 1400 bis 1900 „M erhöht babe. Nun höre ich trotzdem, daß von alien Seiten der Wunsch geäußert wird, darüber hinauszugeben. Ich kann das meinerseits nicht in Aussicht stelien und kann es namentlich nicht in Aussicht stellen für das nächste Jahr. Ich halie es für ganz aus- geschlossen, eine einzelne Kategorie von Beamten beraus- zugreifen. Greifen Sie eine. Kategorie von Beamten heraus, so zieht das sofort seine Konsequenzen für alle übrigen Beam'ten, nament- lich für das Heer der Eisenbahnbeamten, und das würde neue, sehr eingehende, sebr nachhaltige Erwägungen notioendig machen, die es ausscblössen, die Gehaltserhöhung bereits in diesem Etat borzunebmen, und ich glaube, es liegt doch in Ihrer ailer Wunsch wie in dem der Regierung, den Beamten die Wohltaten durch den Etat von 1907 zu teil werden zu [affen und sie nicht noch auf eine weitere Zeit zu vertrösien. Ich halte auch die Gehaltsaufbefferung, die hier vorgesehen ist, für sehr erheblich, und ich möchte noch darauf bimveisen, wvrauf der Herr Berichterstatter bereits die Güte hatte, binzudeuten, daß auch eine indirekte sebr erbebliche Aufbeffcrung der Grenz- und Steuer- aufseber in dem Etat insofern enthalten ist, als die Beförderungsstellcn abermals eine erhebliche Vermehrung erfahren haben.
Wir hatten im Jahre 1904 bei rund 7000 Grenzaufsebern nicht ganz 1200 Assisienienstellen, und im Etat für 1907 haben Sie bei 7000 Grenxaufiebern 1800 Assistentensteiien, also eine Aufbesserung der Beförderungsstellen um nahezu 50 0/0. Also die Aszension ist wesentlich verbeffert, und auch die reinen Gehaltssäße sind um 300 «111 im Maximum aufgebeffert.
Was dann die Wünsche betrifft, daß künftig keine Arresjstrafen mehr verhängt werden dürfen, so hat der Herr Vorredner recht darin, daß in der letzten Zeit von Arresistrafen bat abgesehen werden können, und ich habe nach diesen günstigen Erfahrungen und auch, um hier wieder den Beamten einen Beweis meines Woblwoüens zu geben, durch eine Verfügung vom 3. Februar 1). I. die Provinzialsteuerdirektoren angewiesen, einstweilen überhaupt keine Arrestsirafen mehr zu ver- hängen. (Bravo!) Ick werde abwarten, wie sich die Maßregel be- währt, und wenn sie sich, wie ich hoffe, gut bewäbit, wird dauernd von der Verhängung der Arrestsirafen abgesehen werden. (Beifaü)
Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. Schwarze- Lippstadt (Zentr) werden die dauernden und sodann auch die emmaligen AUSJaben bewilligt.
Der Etat dcr Lotterieverwaltung wird ohne Debatte bemiUigt.
Schluß. 41/2 _Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr. (Interpxllatton Winckler wegen der Bcsoidungsvcrhältnisse dcr enangeltsxhxn Geistlichen; Etats der direkten Steuern und des Fmanzmrmsteriums.)
Literatur.
„M*Von dem .Handbncb der Deutschen Kunstdenkmäler“, „, Georg Dehio . im Auftrage des Tages für Denkmal- , pflege bearbeitet, liegt jetzt der Band 11 bor. Bei dem Erscheinen des ersten Bandes (November 1905) ist an dieser Stklie einge'bend auf den hohen Wert dieser Veröffentlichung hingewiesen, die nach Orten geordnet in knapper Form alie Kunstdenkmäler, ihr Alter und ihre Geschichte auffübrt und zurn ersten Male ein Kunsthandbucb für Deutschland bietet, das dem Reisenden als wissenschaftlich znverlässiger und praktisch zweckmäßiger Führer dienen kann. Der HerauSgcber, der als Professor für Kunstgeschichte an der Universität in Straß- burg tatig ist, hat in dem vorliegenden Band Nordwestdeutsch- land behandelt. Als (Grenze is1_ im allgemeinen die Elblinie angenbmmen; es find also im wejentlicben die Kunstdenkmäler der preußischen Yrovinzen Brandenburg, Schlesien, Posen, West- und Ostpreußen, ommern und Schleswig-Holstein aufgeführt; ferner die- jenigen der bciden mecklenburgischen Großherzogtümer, des Groß- berzogtuxns Oldenburg und des Fürstentums Lübeck sowie die der Hanse- städte Lubeck und Hamburg. Das geschilderte Gebiet ist im wesent- lichen erst im 12. und 13. Jahrhundert vom deutschen Volk in Besitz genommen “und die Kunst, die hier entstand, ist Kolonialkunst und hat dies Geprage bis in späte Zcit bewahrt. Es ist dies, wie der «Herausgeber im Vorwort ausführt, in erster Linie die Bild- bguerfunst und die Malerei, die im Osten einen bedeutend weniger gunstigen Boden gefunden haben als in Altdeutschland. Der rexative Maßstab bei der Auswahl der zu verzeichnenden Denk- 1_naler konnte deSbalb nicht ganz der gleiche sein, wie in den ubrigen Banden des Handbuchs; manches, was in Altdeutschland als unerheblich bei Seite gelassen werden konnte, besiyt für Nord- und Ostdeutschland so viel Bedeutuna, daß cs eeräbnt werden mußte. Vi€l_reicher war die Ausbeute an Werken der Baukunst. Es sei nur an Lubeck nnd Danzig erinnert; ein:: eigc'nartige E:scbeinung der ostdxutschen Baukunst biejet der kunsigefchichtlich noch nicht völiig gekiarte Backsteinbau, in dem namentlich in der OrdenSritterzsit hervorragende und _beute die allgemeine BLWUnderung erregenden rachtbauten auSgeiuhrt Wurden (Marienburg . Da die amtliche nventarifierung fur Nordweßdeutschland na ezu abgssckylossen ist, batte der Herausgeber ein zuberlässigxs breiles Fundamsnt für seine Arbeit. FY! diejenigen Landesteile, in denen die Jnventarisretung der Baudenkmaler noch Lücken aufweist, stand ihm die Auskunft der Provinzialkonscrvatoren und anderer Sachkenner zur Vcrfügnng, sodaß die Angaben" des andbucbs wohl in aUcm Wesentlichen als doll- standig gelten dür en.
_ In der mit Recht belikbten Sammlung „Aus Natur und Geixsteswelt“, in der der Teubnersche Verlag in Leipzig in Ydrangter Form Fachmänner sich über„Tbemata aus den verschiedensten
ebieten des Wissens und Forschens außern läßt, liegt eine stattliche Reihe neuer Bandchen vor aus der die folgenden hervor ehoben seien:
Der Baurat Curt Merckel führt (LBM?) 28, geiL. 1,25 „M) in acht Kapiteln an der Hand zahlreickper guter bbildungen unter dem Titel ,SYöpfungen der Jngenieurtechnik der Neuzeit“ eine Reihe von ngenieurbauten aus dem Gebiet des Verkehrs Vor, die unter den 5L_Jauten des 19. Jahrhunderts einen hervorragenden Play einnehmen. In funf Kapiteln werden die Gebir sbabnen, die eigen111chen Bergbahnen, die transkaspische und sibirische (Fixienbabn und die chinesikchen Ciscnbabnen
brochen. Die Vorläufer der Gebirgsbahnen, die bedeutenden Gebirgssiraßen der Schweiz und Tirols, die großen in Asien bereits entstandenen oder in der Ausführung begriffenen und geplanten Eisen- babnverbindun en, die in absehbarer Zeit berufen sein dürften, ni 1 nur im Berke r, sondern an in politischer Beziehung cine gro e Rolle zu spielen, werden einge end geschildert. Das folgende Kapitel
gibt eine kurze Darstellung der modernen Kan01bauten, während fich das Schlußkapitel mit den modernen Hafenbauten bescbäitigt.
Jm Band 130 (1,25 «zu) Versucht der Privatdozent Dr.H. Miebe unter dem Titel .Die Erscheinungen des L*kbcns“ eine kurze Darsteliung, drs organischen Lebkns auf der Erde zu aebsn. Der Verfasser halt fich. im (Gegensaß zu manchc'm anderen Popu- larisator Von einer isnsationriien Gruppierung der modernen Jorsäxnngscrgebniffe auf dem Gebiete der Pbysiologie und Biologie ern nnd bcgtchnct deutlich als Hypothese, was bisher noch nichx wissenschaftlich unzwsideuiia erwiesen ist. Nach einer Erorterung der spekulativen Bofsteliungen iiber das Leben und xinex Bksckprcibung drs Protoplasmas und der Zelie werden die bauplsacbltckosten Aenßerungen dcs Lebens behandelt, als Ent- wicklung, Ernährung, Atmung, das Sinnksleben, die Fortpflanzung, der Tod, dia Variabilität und im Anschluß daran die Theorien über Entstehung und Entwicklung dkr Lebcwklt. Den Schluß bildet eine Darstellun der mannigfachen Beziehungen der Lebewesen untereinander. Beispiele nd aus allen Grupprn der OrganiSmen berangszogyn, be- sonders sind aber niedere und niederste Lebewesen berücksichtigt. 38 Te tabbilduann unterstüßen die Darstellung. **
cbließlich ei noch des 129. Bändchens (1,25 .“) erwähnt, in dem der Professor Dr. K. Tb. Heizel in München unter dem Titel „Politische Hauptströmnngen“ das Wichtigste aus der politi- schen Entwicklung des 19. Jahrhunderts zusammengefaßt bat. UeberaÜ hat der Verfaffer sich bemubt, tn knapper aber doch klarer Form den inneren Zusammenbau der politischen Gescheöniffe klarzuiegen und eine Würdigung der otive und Erfolge der berborragendsten poli- tischen Persönlichkeiten der Periode damit zu verbinden.
_ Die Herausgabe des unter Mitwirkung deutscher Gelehrter und Schriftsteller von FranzFreiberrn von Lipp erbeid e edierten Spruch- wörterbuchs ist in den lessen Monaten derart gefördert worden, daß von dem auf 22 Lieferungen berechneten Werk jekt deren 20 (zu je 60 45) vorliegen; In der ngmlung sind bekanntlich deutsche und fremde Sinnspruche, Wablspruche, Haus- und Gerätinscbriften, Spruchwörter, Aphoriömen, Epigramme, Bibelsteüen, Liederanfänge, Zitate aus alten und neuen Klassikern, Schnaderbüpfeln, Wetter- und Bauernregeln usw. zusammengestellt _und nach Leilwotten sowie geschichtlich geordnet“. Als Ergänzung zu Buchmanns ,kaiügelten Worten“ wird sich die sorg- sam znsammengetrageneSammlung jedenfaus viele Freunde erwerben. Sie war ursprunglich auf 20 Lieferungen berechnet, der anwachsende Stoff machte Wei weitere Lieferungen notwendig, die bis zum April d. J. erscheinen dürften. . „
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Kurze Anzeigen neu erschienener Schriften, deren Besprechung Vorbehalten bleibt.
Für alle Welt. Illustrierte Zeitschrift mit der Abteilung Erfindungen und Entdeckungen auf allen Gebieten der Naturwissenscbaften und Technik. 21111. Jahrgang 1907. 12. und 13. Heft. Jährlich 28 Hefte 11 0,40 „16 Berlin W. 57. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co.
Das Preußische Gesinderecht im Geltungsbereicbc dsr Ge- sindeordnung vom 8. November 1810, bearbeitet von C. Lindenberg, Prasident des Landgerichts 111 in Berlin. 7. Aufl. kart. Berlin W- 35. H. W. M *
cülier.
Schiffahrtßabgaben anf natürlichen Wasserstraßen nach deutschem Reichsrccbt. Eine Erwiderung auf die Kritik des Yrofcffors der Rechte Dr. Otto Mayer in Leipzig. Von Max
eters. 1,20 .“ Leipzig, Duncker u. Humblot.
Die Preußische Gebührenordnung für approbierte Aerzte und abnärzte. Vom 15. Mai 1896. Von A. u. H. Joachim. 2. ufl. Gebdn. 6 «14 Berlin W. 30. Oscar Cobleny.
Juristisch-psych:a_triiche (Gretnzfragen. Zwanglose Ab- handlungen. ?. Band, Heft 6: Vereinigung für gerichtliche Psychosygic und Psychiatrie im Großherzogtum Hessen. Bericht uber die vierte Hauptversammlung am 17. Juli 1906 zu Busdach. Herauégegeben im Auftrage des Vorstands von Priyat- dozeanr. A. Danncmann. Enthält: Erörterung über die Einrichtung von Gcfängnislébrkursen. Von rof. Dr. Mittermaier, in Gießen und Strafanstaltsdirektor G. lcment inBuybacb. DteTätigkeitdesmedizinischen,imbksondcren des psychiatrischen Sachbersiändigkn Vor Gericht. Von Pro. Dr. Véittermaier, OberstaatsrrnWait Tbkobald, Land- geri tsdirektor Bückina und Prof. Dr. Sommer in Gießen. 1,20 .“ Halie a. S., Carl Marbold.
Handbuch über die Organisation und Vcrwaltung der ftaatlichcn,1taatlich Verwalteten und 11001110) unter- siüyten Unterrichtsnnitaltcn in Prsux'wn. Zn ixrikaliscber Form bearbeiiet und beranSgegebcn 0011 O, Heinemann. Lig. 1. Voüständig in ciwa 12 Licicrnngkn (18 112 Sc11211)3113.jé Potsdam, A. Steins Verlagsbuchb.
Hausaufgaben und böbc're Scbnlen. Von K.:riRollcr. 80. 171. u. 142. Geb. 2,80 .11: grbdn. 3,20 .“ Leipzig, TucÜc 11. Meyer.
Die Fördcrunn dss Volksschulwescns im Staate dcr Hohenzollern. Gcschichtlicber Usberblick bon Schulrat Dr. Bartholomc. 2. Aufl. Gebdn. 3 0-5 Düsseldorf, “. Schwann.
Rerhtscbreibung der naturwissenfchaftliäocn und technischen Fremdwörter. Unter Mitwirkung von Farbmänncrn hcrausaegeben Vom Verein Deutscher Ingenieure. Bearbkitct Von Dr. Hubert Jansen. 1,25 «M; gebdn. 1,75 .“ Berlin- sTclithrzeberg, Langcnicbridtsche Verlagsbuchb. (Professor ©. Langen-
e .
„Moderne Feldbaubiizen. Von Hauptmann Roskote'n. Mit 15 Abbildungen. 3,500“ Oldenburg 1. Gr., (Gkrbard Staliing. _ Kleines Viarineaibum. Die DeutscheKriegsflotte nebst Cr- lanterungen. Von R. F.Sch1€gel. Bezugspreis 030-111; Schüler- preis 0,20.“ Berlin 14107. 21, Lükeckkrstr. 33, Verlag Kleines Marinealbum. R. F. Schlegel.
Was ist prenßiscb? Eine Kaisergeburtstaßsrcde Von Bruno Hebestreit. Halle (1. S., Buchhandlung des Waisenhauses.
Gesundheitöivesen, Ticrkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.
Nachweisung
über den Stand bon Tisrseuckoen im Deutschen Reich 017128.Febrnar1907.
(Nach den Berichten der beamteten Tierärzte zusammengesieüt im Kaiserlichen (Gesundheitsamt.)
Nachstehend sind die Namen derjeniJen Kreie (Amts- xc. Bezirke) bxrzeickynet in denen RWÉManl- nnd Kauensen :, Lungenseuche oder Schweinesbache (einschl. Schweinkyest) am 28. Februar herrschten. Die Zahlen der betroffenc'n Ekmeinden und Gehöfte find _- leytere in Klammern -- beiväedcin Kreise bkrmerkt; sie umfaffen alle wegen ror- bandener Seuchenfa e oder auch nur WegenSeuchenVerdaéts esperrten Geböftx, in denen die Skn e nach den geltenden Vor cbr flen noch nicht fur erloschen erklärt wer en konnte.
Rotz (Wurm).
Preußerx. Reg-BezAilrnsisin: Lyck 1 (1), Ortelsburg 2(2), Osierodei.O11pr. 2 (3). Reg.-Bez. Marienwerder: Rosenberg i. Westpr. 3 (4), Löbau 2 (2). Stadtkreis Berlin 1 (5). Reg.-Bex. Potsdam: Niederbarnim 2 (2), Schöneberg Stadt 1 (1), Nixdorf Stadt ] (1). Re .aBez. Köslin: Kolberg-Körlin 1(1). Reg-Be]. Lirgniß: Grün crg 1 (1), Freistadt 1 (1), Jauer 2 (2). ng.-Bez. Oppeln: Kteuzburg 1 (1), Oppkln Start 1 (2), Kattowiß1(1). Württemberg. Ncckarkrcis: Marbach 1 (1). ?Wstkreis: Gmund 1 (1). Mecklenburg-Schwerin. WiSmar
Zusammen: 26 Gemeinden und 33 Gehöfte.
ergexsembe. Frei.
Maul- und Klauenseuthe uud Sckxweineseuche
Préußisckyc Provinzen, ferneanndes- siaatcn, welche in Regierungs- bezirke geteilt- sind.
Regicrnngs- Lc. Bezirke sowie Bundesstaaten, welche nicht in Regierungsbezirke geteilt sind.
1.
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3.
( einschl. Schweinepest).
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Gemeinden
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Betroffene Kreise 2c.1)
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a. Maul- und Klauenseuche.
Malmedy 2 (15).
Lindau 1 (1), Memminssn 1 (1). 58: Weinheim 1 (1). Schlettstadt 4 (47), Zabe'rn 2 (37).
1(1).
43: Nürnberg 1. (11.
1 (1), Diedenbofen Wkst 1 (2). Saarburg 6 (35). Zusammen 41 Gemeinden und 187 Gehöfte.
b. Schweiueseuche (einschl. Schweinepest).
1111|i||||11111|„111Z11111iiißi,_.1111|1:,_„«.i
é 's » QQ; 71, Kreye 21.
11: Rägxn 2 (2). 35: M-Jrzig 1 (5). 36: Sch161d8n 1 (5), 45: Kembten 1 (2,1, 54: Lkntkirci; 6 (15), Wangen 8x: Ekstcin 2- (21, Liioisbeim 2 (8), 85: Tbann 219).
53 43 39 25 118 32 17 25 31 , 37 __ [ _
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31: 156111
86: YÖZH
1: Fiscbbausen 2 (2), Königßbsrg i. Pr. Stadt 1 (1), Königs- berg 1. Pr. 2 (2), Rastenburg 5 (6), Frisdland 212), Pr.-Evlau 212), Hciligrnbe'l
] (1), Heilsberg 6 (8), Niederung 3 (3), Stadt 1 (1),
2: Jnsierbur
Labiau 3 (3), Weblau 2 12), Gerdaucn 2
Mohrungen 3 (4), StaÜupönen 1 (1), Insterburg 1 (1),
(2?)-
Pr.-.Hol]and 3 (3). Gumbinnen 1 (1).
Gold» 1 (1). 8:
Johannis urg 15 (29), ch! 4 (4), Neidenburg 212), Ortxlöburg
5 (5), Osterode i. Ostrr. ] (1), Rössel 4 (4), SMSÖULJ 1 (1). Elbing Stadt 1(2), Marienburg i. Westvr. 2 (2), Berent 2_(2). i. Westvr. 6 (6),
Z (2)- Rosenber
5: Stubm 3 (3),
4: , 'Dr.-Stargard Yiarienwerdet 2 (2), Löbau 6 (6), Strasburg i. W-xsxvr.
4 (4), 5 riesen 4 (4), Thorn 3 (3), Culm 1 (1), Graudenz Srakt Schlocbau
] (1),
(Grunden; 4 (4), _ 3 (3), Flatow 5 (5), Deuttch-Krone 5 (5).
Schweiz 7 (8),
Konis 3 (3), “7: Oberdarnim 6 (11),
Niederbarnim 13 (27), „Teltow 3 (3), Beeskow-Storkow 2 (3), 1) An Stelie der Namen der Regierungs- xc. Bezirke ift die :m-
fpmbende lfde. Nr. aus de: vorftebenden Tabelle aufgeküdn.