von_Auslösungsge_bübren an _die Ziveiggemeinde und 0011 Einkaufs- gebubren an di8 St. Pauls-Kircbedemeinde befreit 18111 1011811.
Diese Urkunde tritt am 16. Miirz 1907 in Kraft.
Berlin, den 15. Februar 1907. _ (14- Z-)__ Berlin, den 22. Februar 1907. Königliches K0111iiiorii1m (Y. 8.) der Provinz Brandenburg. Der , Abteil_ung erlin. Königliche Polizeipräsident. Steinbau18n. 0011 Borries.
Vdrftehsnde Urkmide bringen wir hi8rdurch zur öffentlichen Kenntnis. Zugleich ordnen wir zwecks Ausführung der Parochialrcgulierung,101g8ndes an:
1) Der anabxr der zwxiten 5131111118118 an der Getösemane- Kircbe, Pattoröxörnick tritt mit dem 16. März 1907 als Erster Pfarrer zur Kircb-«anemeinde (Herbstmane 11 (Nord) üb8r. Die interimistiscbe Verwaltung der 3111811811 5131011118118 übernimmt der Hilfsbrediger
Kaeding. _
Die gena11111811 (3381111188811 werden auch die Anmeldung der in dern 11811811 _Parocbialbrzirke wablber8chtigten Gemeinbe- glieder zur_ Wählerliste während der durch Kanzelabkündigung noch_ 311 be1timmenb8n Tagesstunden in dem Predigisaal Schön- bau1er 211188 104 bszw. in 1111811 Wobnungen entgkgennean.
2) M8 Zahl der 111 1111618111811 Kirchenältesten beträgt 12, sodaß nacb §28 Kirch.-(H8m.- 11. S000d.-Orbng. 36 (H8meindevertreter zu wählen sind. _
3) Enyaig8 081 dem Pfarrer Hörnicke anxubringende Rekla- mgtionen gegeii bie Wäb18111118 und 81181110 811111111118 ebenfalls bsi dem
sarr_81 Hörmcke zu 81b8b81b8 Einjprüche gegen die Wabl ber 811811811 und Gemeindevertreter sind 0011 01818111 18111 Vorstanbe der Kreissvnbde Berlixi-Stabt 111 gemäß » 86 und 40 Kirch-Gem- und Svn00.-Orbng. zur Entscheidung vorzulegen, da es zur Zeit an einem Gemeindekiribenxat der Kirchengemeinde Getösemane 11 Nord) fehlt.
4) Die 8111811 Erneuerangswablen der kirch1ichen örrerscbaften der Kirchengemeinde Getbseman8 11181010) haben im Herbst 1909 statizufinben. D18 mit dexn Ablauf des Jabr8s 1909 ausscheidende Hälfte dex «wählten ASÜUTCU Unb Gemeindebertreter 111 gemäß § 43 Absaß 3 Kilch--ka.- 11. SMN-Ordng. rechtzeijig durcb Auslosung ju beitimmen. _
5) Der Kirch8ngemeinde G8ib18n1an8 11 Zkai) wird als gottes- dienstliche Stätte _zunächit der 18118115 der Get ismane-Kirchengemeinde gemietete_Pr€bigtLaa1 Schönbauxer NULL 104 bierielbst überwiesen, während für die Errichtu11g einer Kirche für die ZweiggemÜnde bas seitens der B8111n8r Stabt1bn0k8 zu dies8m_Zwecke bereits eigentümlich erworbene, b181181b11 Kugler- und W1sbb8r1traße b818g8n8, im Grund- bucbe des Köni*1ichen Amtherichts Berlin-Wedding 12011 den Nieder- 1chönbau1e118r Harzeüen Band 27 Blatt Nr. 950 Und Blatt Nr. 959 Verzeicbnete, 20 3 48 (1111 910138 Grundstück in Betracht kommt.
E111810nsiige 2111211111th 81121111 die Zw8iggemeind8 0011 ihren Stammgemeinren nicbt. _
Jm 1117119811 basten 11:11 es 1111 wün1ch8nswert, daß 1181) der Gemeindékircber-rai 'der Gerbskman8-Kircheng8m8111d8 im Einbernebmen mit d8m Pfarrer Höxnicke dsr Armen- Und Krankenbfleg8 111 der Kircheng8meind8 Geibiemane 11 (Nord) bis zur (3111191310115 ihrer eigenen 5„1811811811 in ibr Amt annimmt.
Berlin, den 5. März 1907.
(1, 8.) 5101119081188 K011111101111m der Provinz Brandenburg. 2101811111111 Berlin. St81111111111811.
Urkunde,
0811811800018 Errichtung 811181 8vangelisch811 Kirch8ng8m8ind8 (8811118010118 111117111311 Berlin.
Mit G8118bm113111111 d8s Hcrrn 911111111816 der geistlich8n, Unterrichts: und M8dizinalang818g81ch8itcn imd des Evangelischen OberkirchMrats 101018 nackx 2111110111111] de_r Beteiligten wird von den UUTSkJLlchnktén BebdrdM hierdurch 101118111365 18119818ßt:
].
Die Evangslischm in 1281111801580 (H8biet 0011 B8r1in, 111818588 umgrenzt wird:
3,1111 Wesien: 00111 SÖnittvunkte dsr Mittellinie ÖL? Tr8s10w- 1111138 mit Nr '.Nmellinie ber Franseckiitraß „111 811111) ki? 8r11- genannte Mittellinie und 181811 1101011188 Vkrlänzernng bis 311111 SÖr-iiibunkte 118181: Verlänzerung mit der V811ä0g8rnng der Mittellinie der Lbch8n81 Straß: 11111 dér Danzizerstraße 11112 durch die 2111118111018 181 chbenxr Straße bis zum Schnitt- runkre 1811811811 mit der Rinxzbabn,
b. im 211080811: 1011 81878111 Schmiitrunkt8 1111 111181) die südliche (Hr8nze d8s Babwkbxbsts der Ringbabn biS zum Scbäittpiinkie der1elb8n mit der Par0chialgrenze T€); 80.111,181i7'cben 3111111111081- Kirch811z8mcind8 511 313811111,
8. im Osten: 1:011 0:1 ab 1711111) die Pa10chialgr8nze d8r Immanuel- Kirchsnßemeinde bis 311111 Schniitpunf18 1781181110 mit T8: Mitrsllmie ber Frani8ck1itra§8,
11. im Süden: 0:11 81818111 Schnittpunkts 311 darch 118 M11181111118 der Jranikchistraß8 bis 111 88111 zu 8 JLUQTMTLU AUZganZH-runfie,
werden 111? ber Geibsemane-Kircbeng8m81nde 111 Berlin aUsg8vfarrt und 111 81118: 181b11ä0:1,;811 511111180581381588 E81b18m2118111 (Ost) 0878111151. __
Tie 811118 PiarrÜ-Ue TSL E8tb18man8-Kircb811z18meinb8 g:“bt mit ihrem 181381115811 Inbabxr als 81118 5131111118118 auf 818 118118 Kirchen: gemeinde Übsr. Jr“. die'er E8m8111b8 1011? außerdem noch eine zweite 5911111118118 €k!1ch1€k.
111.
Für 1718 118118 KirÖénZkMSiRTL 11811111 bis 311; 1178118188 kié 58.3811-
wärtigei: E85€1b1811012m115811 T€): ©8115*eman8-Kiccb8nz8m81n18. 11'.
Die T*.kUS Kirchenzewsinxe bat 1511158, bis 118 111 den 278115 811188-
ebrauch§15b1§8n Kircbbcis LÄUFT, das Re(bt kSk MitbenuZUn-g “1188 1151819 181 Gztbiemxne-.Kirch8n,;8meind8 111 910118111: bxi Nieder- Scbönba-ien 181z81talt, daß
3. die Vzrwaliumg 118185 Kiribbbis 51118111 ker Stamm58m81118 verbleibt, 11881ch8 111188 81118 VZLWÜTUUZS- und Un181b511111113sk0118n (111811: zu UIZLR bat,
i). ki? ZkreiggeMinde 1.118 1:18 Sibkgebübren 1111: 1:18 Begräbniäe ibrer Mitziiex8r (1111 11878111Kirch5018 101818 818 Aaxlöiunßszebübreii im FSU? d8r Beerdigimg "8011 Mit.;118dxrn 611.11 1111181811 Kirchbö18n beziebt, wäbr8nb TÜ“: Übrizen E8b§1bren der Stammßemeinde zufließen.
?. Die)? Urkund8 tritt am 16. März 1907 in Kraft.
Berlin, 2811 15. Februar 1907. _ B8rltr1, 1811 22. F8bruar 1907.
(L. 8'.) KönizlicbeZ K0n117101111m ([,. 5")
der Prbvinj Branb8nburg. _ _ L8r_ _ _ Abte'lanz 23811111. Kbntglicbe P011181111fi38nt. Steinbau1en. 0011 Borrtes.
2301118118008 1111111108 bringen 1018 Hierdurch ziir 011811111111811 Kenntnis. Zugleici) 01011811 1011 zwscks Ausführung d8r Par0ch1111180111181111781 101gMÖ€H (111:
1) 'Der anabxr T3! 81111811 PÜLksiéUé 311 1:81: G81b181111178-Kircb8, Pasior W1118nb8rg 11111 1:11: 18121 16. März 1907 1115 Er1188 Mauer zur Kirchengemeinde (3811118101118 111 (O"?) über. Die inkerimistiscbe V8kwa111111g_ T€“! 1w811811 Pfarristeklz üb81n1mmt der H1118Urekizer Yianxiskcx.
k'x
412 3811110111811 ©811111ch8n werden auch 1:18 Anmeldung der in
Wählerliste während der durch Kanzelabkünbigunz nochzu bestimmenden Tagessiunden in dem Predigifaal Raumnstraße 17 bezw. in ihren Wohnunaen entgegennehmen.
2) Die Zahl der zu wählenden Kirchenältesten beträgt 12, sodaß nacb § 28 Kirch.-G8m.- u. Svnod-Ordng. 36 Gemeindebertreter zu wählen find.
3) Etwaige bei dem Pfarrer W1t18_nberg anzubängende Rekla- mationen egen bie Wählerliste und 8b8n10 ejwaige ebenfalls bei dem Pfarrer ittenberg zu erhebende Einsprüch8_gegen die Wahl der Aeltesien und Gemeindevertreter find 0011 01818111 dem V011tand8 der 5118191011008 Berlin-Stadt 111 gemäß §§ 36 und 40 Kirch.-G8m.- u. Synod.-Orbng. zur Entscheidung vorzulegen, da es zur Zeit an einem Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Getb18man8 111 (Ost) fehlt.
4) Die 8111811 Erneuerungerablen d_er kirchlichen Körperichaften der Ki1ch8ngem8inbe Gerbsemane 111(O1i) haben im Herbst 1909 stattzwfinden. Die mit dem Ablauf des Jahres 1909 au€1ch8idenre Hälfte der gewäb1t8n Aeltesten und Gemeind8bertreter ist gemä §43 Absaß 3 Kirch.-G8m.- u. Synob.-Ordng. rechtzeitig durch Aus osang zu bestimmen. _
5) Der Kirch8ngen18inde Geibsemane 111 (Ost) wiid als goiieSdiensilécbe Stätte zunächst der seitens der Geibsemane-Kikch_8n- gemeinde 118111181818 Predigtsaal Raumerstraße 17 bierselbst überwikyen, während für die Errichknng 811181: Kirche für die Zweiggemeinbe das 1811811s der Berliner Stadtsvnode zu diesem Zwecke bereits eigen- tümlich erworbene, bierselbsi an der Senefelderstra 8181898118, im Grundbucbe des Kömiglicben Amtsßericbts Berlin-5 itte 0011 der Königstadt Band 117 Blatt Nr. 5364 verzeichnete, 750 qm große Grundstück in Betraebt kommi. _
Eine sonstige Ausstattung erhalt bie Zweiggemcinbe von ihrer Stammgemeinde nicbt.
Im übrigen balten wir es für _wünschenSweit, daß sub dsr G8- meindekirck8nrat der Gerbssmane-Kirchengemeinde im Eipbernebmen mit 18111 Pfarrer Wiixenberg der Aimzn- und Krankenbfßge in b8r Kirchengemeinde Getb18ma18111 (Ost) bis zur Einführung ihrer eigenen Aeltesien in ihr Amt (1111111111111.
Berlin, den 5. März 1907.
„_ „10. 5.) . Königliches Konsistorium der Provinz Brandenbnrg. Abteilun erlin. SteinZaujen.
Yichiamtliihes.
Deutsches Reith.
Preußen. Berlin, 8, März.
Jbre Majestät die Kaiserin und Königin 8111011119811 1181118 im Königlichen Schlosse zu Berlin im_An1chluß an die Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser und König den (1008101811811 iranzösisch8n B011chafter Bihonrd in Abschieds- audienz.
311 der am 7. d. M. zunächst unter dem Vorfiß des Staats- ministers, Staatssekretärs des Innern Tr. (Grafe?) 11011 P01adomskw-W8bnsr 11110 1081181: unter dem V011i§ des Vay8ri1ch8n Gesandten Grafen 0 011 Lerchenfeld abgebqltenen PlenärsiJUng ÖSS BundeSrats gedachte dcr Voryiyende mit ehrendcn Wortsn d8s 0811101b8n8n Staatszministers, früyeren Staatssekretärs des JUULM Dr. 0011 B08tticher.
Von der V811-1m11111111g wurde 0811 Aus1chu1zanträg8n, be: 118118111) den Z0110811va111111018k0118118101 für das Großlxr 0Z111m Liixemburg, 11110 118118118110 d8n Entwurf 811186 Netzes Über die 2381180811101] 086 Bi818s in ElsaZ-Loihringen, zugestimmt. Annahme 111110811 1811188 di8 Aus1chußanträg8, 118118118110 Zulaffung ciULs Lohn : VLkLÖClUUgÖOkaehkS mit ausländischen b8arbcit8ien Nddkörpern, und _b8- 118118110 Zulassung eines VeredeiungWererrs mit 1811811 Qnebrachobolzauszügcn. Tie V0rlag8, botrerfend den V8rtrag zwischen dem D81111ch811 Reiche und den Niederlanden über die QSIONsLitiJS Anerkennuna der Aktieng818111chaft811 und anderer k0m1118rzi811811 11110. (8818111811011811, wurdc den zuständigen Aus- 1ch1111811 Üb8rw181811. Lluß8rd8m wurde Über 118111818 Eingaben B81ch111ß 13810131. __
HEUTE 111811811 dLr 2111011111113 des BundeSrais 1111_Handel und Verkcbr 101018 die vereiniZten A11S1chÜ118 1111 3011131081811 und 1111 Handel und Verkehr ;":isungen.
Tas Königliche Staatsmin_i118rium 1101 unter 08111 Vorfiß dcs Ministerpräxidenien Fürsten 11011 23111010 heute zu 811181 Sißung zu1ammen.
Mit dem am 6. März zu NaUmburg verstorbenen Staats: 0111111181: Dr. Karl Heinrich 0011 Boetticher ist 8111 hervor: ragender StaatSmann der neueren deut1ch8n Geschichte aus dem L:»ben gésch1kd€n. Geboren am 6311111101 1833 in Stettin als Sohn des nachmaligen Cbefpräsidentcn der Oberrecbnungs:
kammer, wuchs 81 in den Traditionen des preußischen Beamten:
11111113 auf, zn d8ff8n Zikkdén 81 später gebören101118_ Nach kurzer Tä1igkeit im Kommunaldi811118, auf die er mit b81ond8181 Befriedigung als eine Schule praktischer Arbeit zarückb11ck18, 111811 & 111 rascHer Folge 1872 zu 11811 Aemtcrn dcs_ Land- d10118n 0011 Hannover, 1876 des Regierungszvizepräjidenten in Schleswi und 1879 des Oberpräsidenten 0011 Schleswig: H01118111 an?. Früh in das parlanwntarische Leben als Mit- alied des pkkUßlichLn Abgeordnetenhauses und während kurzer Z8it ami) als Mitglied des Reichstags eingetreten, wurde _81 cms! der ZteUung als Oberbräsidcnt der Provinz Sch_lesw1g: Holstein, in WL1chLr Eig801ch011 er dem Fürsten B1Smarch 118110111111) 11111181 g8tret8n war, am 12. September 1880 zum Staatssekretär des Innern und zum Staatsminister er- nannt. Tarek) nab8zu 17 Jahre Hat & als Stererircter des R81chHkavzlers tief JLHLUÖM Einfluß (1111 die Entwicklmig der (3818398011111; und der Verwaltung des Reichs geübt. Ein Jahr nach seinem Eintritt in den Neicbsdienst erging d18 211181110811118 Ord8r 00111 1791008111081 1881, die die Grundlinien 081 (5051010011111 des Reichs zog und den Weg wies, (1111 Nm
. der 10311118 Fricdc im Sinne der (9111110181138 des prakti1ch8n
Cbrii'tentums ang81118bt werden 101118. Das Krank8n08111ch8- 1111191811818 0011 1883, das 1111101108111ch8runqsge18ß 0011 1881 und das Z.".001108110811ich8rungsg818ß 0011 1889, das als das €1JSU11€ Werk des h81mg8gangenen Staatémannes bezeich_net werden 1111113, 1110 die Grundpf8118r der großen V8rsich8rungs0818§gebung dé?) 91811115“ gkworden. Neue Gx: danken, deren V01b11d11chk8it 1111) im Laufe der 1eitd8mE110118 dieier (8818138 08111011811811 Z811 1118111 11111) mehr heraussteute,
1811: 1181181: Parbchiaik811118 wabikerecbügten Gemeindeg118:8r zur 1 1111?) deren 1898091181518 Verwirklichung auch die ursprünglichen
Gegner dieser Geseßgebung nicht mehr verkennen, sind damit in die Organisation des geseÜscbaftlichen und staatlichen Lebens eingefügt. Boetticher ist der Träger dieser Geseßgebung gx we18n in den lan wiexigen Vorverbandiungen, bat fie mn be: wundernswerter 81chicklichkeii, mit fester Energie, mit einer nic ermüdenden Arbeitskraft durch (1118 Stadien bis zu ihrer Verabscbiedung geführt. Er war hierbei von tiefem sozialen Empnnden geleitet, das in der Rede, mit der er das Invalidengkseß der Annahme des Reichsmgs empfahl, in den Wonen _ausklang: Liebst Eure Brüder! Neben der Schü fung der V8111ch8rungsg818ßg8bun ging unter seiner AmtsfüFrunq eine Umgestaltung der ewerbeordnun einher, die 0811 bere tigten Bedürfnissen der Lohnar eitsr nach an- geme ener Regelung des ArbeitWerHältniffes Rechnung zu tragen suchte. Nicht minder Großes leistete er durch _das Handmerkergeses, welches den Bestrebungen d8s Mittelstandes nach geseßlicher Förderung und Organisation entgegenkam; in gleicher Richtung bewegte sich sein Eintreten für das GLsLH g8g8n den unlauteren Wettbewerb. Der Kreis der Aufgaben des Reichsamts des Innern wuchs unter ihm mit der Ausdehnung der Verwaltungstätigkeit des Reichs. Der Kaiser Wilhclin:Kanal, das Bindeglied zwischen den deutsch8n_Mceren, wurde unter seiner Leitung erbaut, das Reichs0811icherunqsamt, die Pbyfikalisch-Technische Reichs- anstalt und zabireiche andere Organe wurden den Behörden des Reichs hinzugefügt.
Die Bände des R8ich698188blatts 0011 1880 bis 1897 verzeichnen die Fülle gejeßgeberischer Arbeiten, an denen 11 den bsrvorragendsten Anteil gehabt hat.
Nahezu zehn Jahre Hindurch war er der treue, Hin ebiings: 00118, auf _die Gedank8n des großen Kanzlers mit rasZem und tiefem Verständnis eingehende 81118 elfer des leitenden Staats- mannes, dcr 101808111011 bekannte, daß er ohne den Entschlafenen dic 11111818 N81chSpolitik nicht bätte durchführen können. Seit 1888 war B08111ch8r auch Vizepräsident des preußischen StaatSministe- riums, iiachd8m & 001"th eine Reihe 0011 Jahren das preußische HandeleZministerium mitverwaliet hatte. Einer solchen viel:- 181119811, nach allen Richtungen des staatlich8n Lebens fich 081: zweigcnden Tätigkeit k0nnte nux die Vereinigung 10 ungewöhn- lich8r_©ab8n, 1018 Boettich8r 118 besaß, erecht werden. Ti8 rasch8118 2101101111119, ein scharfer logißcher Verstand, ein a0g8b018n8s Gefühl für das Mögliche in der Politik, das 00118 Vertrauen in die Zukunft des deutschen Volkes, daneben eine glänzende Beredsamkeit, die schlagfertig war, 011118 ]8 zu 081188811, ein echter Humor im Sinne seines Lieblingsdichters Reuter und 81118 g810111n811d8 persönliche Liebenswürdigkeit 081- 8inigtcn sich in ihm, 1111111)an den Erfolgen undLeistungen seines Lebens zu befähig8n. Unvergessen wird die Art sein, wie er in seiner langen Laufbahn als Staatssekretär des Innern und Stellvertr818r dcs Reichskanzlers die Gcschäfte des Bundesrats leitete, die ihm das Vertrauen 01181, die Freundschaft von abl- r81ch8n Vertreternber verbündeten Regierungen Lintrug. Fluch in der parlamentaristhen Tätigkeit 1010001 im Plenum wie in den Kommisfionen genoß er nahezu bei (111811 Partei8n hohes Ansehen. Wer ihm persönlich nabegeftanden, 108113, daß die Angriff8, die nach dem Rücktiitte des Fürsten ViNnarck ge an ihn erhoben sind, vor der G81chich18 nicht 10810811 b8118 1811 können. In tiefer Dankbarkeit, in immer bis in die [LILIU Jahre betonter Bowunderung Hing er dem Fürstm Bismarck an, und 011 hat er es aUSJ81proch8n, daß aus 181111111 Munde und aus seiner Feder nie ein Wort fließen würde, welches gseignet stin könnte, dem deutschen Volke das Andenken an seinen großen Staat-Zmann auch nur im geringsten u trüben,
Nachdem ihm am 1. Juli 1897 die erbetene 111101111119 aus d8m Amte als Staatssekretär des Innern und SteU: vertreter des Reichskanzlers unter der Zusicherung der Wieder: verivcndiing im StaatSdienst in Gnaden erteilt war, wurde 81 am 6. November 1897 zum Obcrpräsidcnten der Provinz Sachsen ernannt, ein Amt, das er vom 1. Januar 1898 bis zum 1. Juni 1906 bekleidete. Die Dankbarkeit und Ver- cbrung, die 111111 bei seinem Scheiben aus dieser SteUung von der ganzen Provinz bezeugt wurde, waren die Frucht der Hin abe und der erfolgreichen Tätig; keit, 018 er, 1018 ?rüber im weiten Rahmen der Reichs; politik, Nunmehr in dem begrenzteren Umfange für die ihm (1110811101118 Provinz 8111111118: batte. Die vielen Freundschaften, die 81 sich in der Provinz Sachsen erworben, veranlaßten ihn, 18111811 WohnsiH in der ihm zuständigen Kurie des Domkapitels in Naumburg zii wählen, dem er schon 18111883 ais Kapitular und in wsitcrsr Folge als Senior und Domdechant angehörte. Zn 00118r Rüstigkeit 111 ST aus dem StaatSdienste geschieden, abex die Hoffnung, daß es ihm vergönnt sein würde, nach so langer aur- opfernder iind 1898n8181ch8r Tätig181181n8n schönen, 0011 der Liebs und Verehrung weitester Kreise erbeuten LebenSabend z_u genießen, 11111 sick) nicbt 81111111. Den bis ins (8181181101181 kraftigen und (1111181111811 Mann, dem noch lange Jahre des Lebens bevor: zustehen schienen, hat unerwartet der Tod binweggerafft.
311 011811 seinen Steilungen hat er 1181), ein treuer und erprobtcr Diener seiner Kaijerlichen und Königlichen Herren„ der 91118111081111811 Huld und Gnade zu erfreuen gehabt. Dem Hohen Orden vom Schwarzcn Adler, der ihm im Friis)- 101118 1890 verlieben wurde, folgte 1897 _die Verleihung dks Wilbelmsordens. Bei der Eröffnung des Kaijer Wilhelm-Ka_n1116 Vékiieh ihm Seine Maj8stät der Kaiser und König 2111811101011- seine Porträtbüste? in Marmor. D8r Königliche Dienst _1018 das Vaterland haben mit dem .Hingange Boettichcrs 8111811 schweren Verlust erlitten, Ihn zierten die Tugenden des 011- prenßifchen Beamtentums, freundlich 8108111011111) 18111 wqrmes Herz und seinen humanen Sinn. In der Oeffentlichkeit weniger 1181001g81181811, aber um 10 118161? in seinen Nack)? wirkungen ist das Verhältnis, das er zu den ihm_ unter- 118111811 Beamten gehabt hat. Wohl keiner, der unter ihm ge- arbeitet, wird ihm nicht 018 wärmste persönliche Dapkbczxkeit, die innigste Verehrung entgegengebracht haben. Mit «:ck- kunde und weitem Blick trat 81 für die Hebung auch_ Oel unteren und 111111181811 Beamten ein. Er 111 der Begrundcr des preußischen Beamtenvcreins in Hannover und Miturhebek der Begründung des Verbandes deuis er Beamtcnvereine, deiik" Ebrenvorsißknder er bis zu seinem.Hin1ch8iden geb118b8n___11l- Seine Lebensführung ruhte auf einem tiefen relig_10_1_en Empfinden; er" war ein glänbiger und überzeuater evangeils ,es Christ. Troß der aufreibenden, 110111 frühen Morgen bis 1" d8n Abend währenden am_tlich8n Arbeit verstand er es, das glücklichste imd barmonischyte Famiiienleben 1111_fi"1_k1r-;'11,_ÜUs dem 81 immer 1018081 die Kraft zu neuer Tätigkeit shops“- Die „schweren Schicf1alsschläg8, die ihn auch h_i_erm trafep, indem seine beiden ältesten SÖHNE durch 8111811 1011811 Tod)" blühender Jugend Hinweggcrafft wurdcn, überwand er 111,91"- aebungSvoUcr Pflicbtirme an 18111 Amt u_nd in .dWUUÉZM Beugen unter den Willen Gottes. S0 blieben bis in km
hohes Alter seine Lebenskraft und sein LebenSmut ungebrochen. Wie auf wenige seine; Zeitgenoffen, paßte auf_ ihn das Goethesck)? Wort: Höchstes Glück der Erdenkinder ist nur die Persönlichkeit.
LautMZYdYng des „W. T. B.“ geht S. M. S. „Sperber“ heute 0011 Luderißbucht nacb Saldonhabucht (Kapstadt) in See. S. M. S. „Fürst Wißmarck“, mit dem CHef_d8s Kreuzergeschwaders an Bord, ist gestern in Hongkong einge: troffen. S. M. S.
. „Ti er“ ist gestern in Amor) eingetroffen und geht heute nach
u11chau in See.
In der Ersten Beilage Zur h8uti en Nummer des „Reichs- und Staatsanzeigers“ wir eine Zusammenstellung der Berichte von deutscheanuchimärkten für den Monat Februar 1907 veröffentli 1.
Potsdam, 8. März. Jbre Kaiserlichen und König- [ichen Hoheiten der Kronprinz und die Kron- prinzessin find, „_W. T._B.“ zufolge, gestern von Sankt 91101113 hier wieder emgetroffen.
Braunschweig.
Der R8 entschafWrat 181118 dem Landtag den 18 ten Bunde-Zratsb 81111113 11111 und wiederholte, wie das „W. T. .“ meldet, 18111811 Antrag vom 11"). Oktober 0. I., der Landtag 1110118 sick) damit einverstanden 8rkläxen, daß nunmehr die Wahl eines Regenten nach Maßgabe _des Regent: 181301ng818386 von 1879 in die Wege geleitet werde.
Großbritannien und Irland.
Jm Unterha 1118 standen 98118111 zunachst pellationen zur Verhandlung. _
Auf eine Anfrage ElliS', ob bei dem 1011811811 2381118118 1388 Emirs 0011 Afghanistan in Indien _b011_111ch8 Bejvrechungen stattgefunden hätten, erwiderte ber Staatsjekretar fur Jnd18_n Morley, nacb kkm Bericht des „W. T. B.“ : es hätten keine politischen oder militärischen Besprcchungen stattgefunden, _es 18181_1__w8b8r 0011 der einen noch 0011 der anderen Seite Vorschiage 1201111188811 Cbaqutets gemacht, und keinerlei Aendernng der Beziehungen, wie 118 511311111811 Großbritannien und Afghanistan auf Gruyd de_s Vertrages von 1905 bestebcn, 181 angeregt worden. Der Staatswkretarbes Aeußern Grey erklärte 10dann in einer schriftlichen Antwort auf die Frage, ob auf der Haager Konferenz nicht ein Verbot der 18r118_ren Verwen- dung von Unterseebooten anzurekn sei, es trare kaum anzu- nebmen, da die Mächte 1181) in die ' esprechng eines solchen Vor- schlags einla en würden.
Im weiteren Verlauf der Sißung wurdc 81n1t1mm1g_018 Ne ierungsforderung angenommen, nach welcher der Effektiv- 0813111110011 Marin emann1chafien auf 128000 Mann 18119818151 wird. _ „
Im Laufe der Beratung wurden viele Fragen der Marinepoliiik und Verwaltung erörtert. Die Politik der Admiralität wurde_ im allgemeinen auf beiden Seiten des Hauses gebilligt; einige RZdikale wünfcbtkn jedoch eine weitere HerabseßunZ der Ausgaben fur die M;:rine. Der Zivil-Lord der Admiralität ambert machte daxauf au-imerksam, daß in dem Marineetat die Forderung 0011 10 000 Pfund Sterling enthalten sei zam Abschluß der Vorarbeiten für die Er- richtung der Flottenbafis Rosytb.
Frankreich.
In der Delegation der Gruppen der Linken 111918118111 be1ch10118n worden, in der Deputiertenkammer 81118 von Delcassé beantragte Tagesordnung einzubringen, in der die Regierung aufgefordert wird, das G818Z_ über den wöchentlichen Ruhet_ag in 1801 liberaler W811? qnzuwenden und etwaige Abänderungen, die 1111) als __notwendig 8810811811 sOUten, vorzuschlagen. D8r Arbeitsminister Viviani 81- klärte, „W. T. B.“ zufolge, dem Obmann der T_818gc111011 der Linken Sarrien, nachdem er mit dem Minijterprä11d8nten Rück1vrach8 genommen hatte, daß er diese Tagesordnung ab: iebnen müsse, da die Regierung keinerlei Abänderungen eiN8_s 11816 0011 ihr verteidigten Geséßks vorschlagen könne, _und daß er deshalb im Namen des gesamten Kabinetts die Ver: trauensfrage 11811811 werde. Die Erklärung rief große B8- wegnng hervor.
Inter:
Rußland.
_ Gestern ist in Moskau die Univerjixatskasw 0011 ischs bewaffneten Personen in Student8numsorm _beraybt L_vorden. Das „W. T. B.“ berichtet folgende Einzelheiten uber die Beraubung: . _
_ Secbs bewaffnete junge Leute in Studixntenuniforux drangen 1818111 in die Kanzlei ber Univetfität ein. Zwei b8gab8n 1181) in den Kamenraum, zwei andere standen in der Kasse und einer an der zum Kbrribcr führenden Tür i?dbsien, einer miicbte 1in unter das Publikum. «Hierauf ertönte der Ru : „Hände bock)!" Die Beamten geborebten 101011, die Räuber begaben sich darauf an_ die Kaffe, in der sich etwa 39000 Rubel befanden, und entleerten 111818. Einer 0011 de_n Raubern, d'? swb auf dem Korridor aufhielten, 181101; auf einen Polizetkommiffar, der auf ibn zukam, urd tötete ibn mit drei Schüssen. Die Rauber Ulakbten sich die entstandene Verwirrung 3111111 8 und entflohen durch die Unibeisitätsböfe, wo die Studenten und tudentinnen dem_B8- iebl_ der Räuber „Hände boch!“ bereitwillig geborebten, bis 01818 im
re 811 waren.
Italien.
Dar Deputiertenkammer machte gestern der Präsident Marcora Mitteilung von dem Ableben des Ministers Gallo und widmete ihm, „W. T. B.“ zufolge, einen warmen Nack)- ka- Der Ministerpräsident Giolitti 11111013 sich im Namen er Regierung den Worten des Präidenten Mqrcorxi an. Das Haus vertagte sich zum Zeichen der Trauer bis nachsten
iensmg.
Portugal. Der König von Sachsen ist gestern 181811181) von Bord des Dampfers „Cap Ortegal“ abgeholt uiid, „W. T. B.“ zufßlge, in prunkvollem Zuge vom König, dem_ Kron- prlnzen und dem Herzog von Oporto durch die Stadt "“ck dem Königlichen Palais geleitet worden.
Serbien.
Aus Anlaß des 25. Jahresta es der Proqumierung Serbiens zum Königreiche b81 1013 die Skupschtma, gestern rem? Sißung abzuhalten. Am Nachmittag wurde, „W. T. B.“ infolge, die anjährlich an dem Tage stattfindende Jahres-
verfammlung der Akademie der Wissenschaften abgehalien, der der König 8181: mit dem Kronprinzen und die Mit- glieder der egierung beiwohnten.
Amerika.
Wie die „Affociat8d Preß“ 8rfäk)ri, werden die B8: mühungen der V8reinigten Staaten und Mexikos zur Beseitigung der Unruhen, die 11118 111111 Repn- bliken 0011 Zentralamerika in einen Krieg hinemzutreiben drohen, sich darauf beschränken, die Staaten zu bewegen, daß 118 sich einem Schiedsspruch unterwerfen. An 81118 Inter- vention ist nicht gedacht worden.
Koloniales.
21113 Windhuk i11_ D8u11ch-Südm8sta111ka wird, „W. T. B.“ zufolge, berichtet:
An Krankheiten sind gestorben: Reiter Johannes Never- mann, geboren am 25. 11. 1884 511 Laupin, früher im Dragoner- regiment N.". 17, am 1. März im 2111111811 111 K8etmansb000 an Herzschwäche nacb Typhus, G81181'ter Hermann Tbieim, 98b018n (1111 29. 9. 1882 zu Hobnsiedt, frübcr im Gardetrainbataiüon, am 3. Marz im Lazarett zi: Kar1bib 1111 Lungenbluten nacb Typhus und Reiter Emil Bäbs, geboren am 9. 9. 1894 zu ZilsÖM früher im Hu1aren- 181111118111 Nr. 10, am 4. März 111 Namntoni an Malaria und Lungen- entzündiing.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Bericht Über die gestrige Sißimg des Reichstags und der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Jans es L_81_Abg80rdnet8n befinden sich in der Ersten und - weiten
81 age.
_ Auf der TageWrdnung der heutigen (13) Sißung des Reichstags, welcher 1181 Staatssexretär dcs Neich81chaßamis Freiherr von Stengel und der 11811081118181108 Direktor der Kolonialabteilung ÖLS AUSWärtiqen Amts D8rnbi1rg bei: 113011111811, stand die 5108118 Lesung der NachtragSeiats zum Reichsbaizsbalt iind ziim Haushalt der Schusgebiete für 1906. Der 81118 NachtragSeiat fordert bekanntlich 29220000 811; als Zuschuß zu den AUZJaben infolge Verstärkung d8r_ Zchnßtruppen “ur Niederwerfung des Eingeborenexnayfstandcs in D8Ut1ch Südwestafrika und zur Z8imb810108rung von Ver: stärkungen der Schu truppe. ierzii 118131 8111 Abtrag des Zentrums (Abg. raf Hompesch 11. Gen.) 001, statt der ge: forderten Summe nur 20 Millionen zu 0810111111811.
Ohne Debatte wurde die 11011818 Summe gegen die Stimmen dcs ZMirums, der Polen 11nd_ der Sozial- demokraten bewilligt. Ebenso wurde die 81118 91018 von 8900000 «18. für den Bua der Ei18nbabn KUbUb- Keetmansboop 011118 Diskuffioy 0011__ 0811810811 M8Hrbeit genehmigt und der Geseßentwurs, b8tr8118nd 018 Gewährung 8in86 Darlehns an das südwestafrikan11ch8 Schußgcbiet, 111 zweiter Beratung unberändert im 811138111811 angenommen.
Es folgte die 81118 Beratung Nr 1181181111111 der Reichs- 8innabm8n und :UUSJaben 1111“ das N8chnungs: jahr 1905. __
Ti8 U8b8111cht 10urd8 11011) 111119811 des Abg. Hug (381111) der _ _ überwiesen, desgleichen 011118 D8batt8 d18 allgemeine Rechnnng über den Reichshaushalt 1111 1902, die Uebersicht der Einnahmen.u_n_d Au_sgab8n des ostafrikanischen und dcs 11"1_dwe_1t_asrikani1(13811/581103- g8biets für 1901, der afrikan11ch811 Schußgebie'tc, des SchUßgebiets N8u:(§3uin8a, der Verwaltung der Karo [ inen,
alau und Marianen 101018 des Sch11ßgebiets Samoa ür 1903 und die 118b8r1icht811 dcr _E1n110111118n und Aus: gaben des Schußgebiets 3110111185011 1111 1901 und 1903.
In der 8111811 BeratunZ Nr 918011111111] 11081 deri Haus: 11011 der afrikanischen Schußgebiete 1111“ 1896/97 be: merkte der _
Abg. Erzberg8r (FMN): Es 111 ein 1111111110118; 311111111, daß 103111118 bérgangen ind, the man uns die Rechnung 1111 1896 97 über den Haushalt der afrikanistben Schußgebiete 00118131. 3281 Necanngsboi bat eine umfaffende Denkschrikt berauszegxben, 11118111 er für diese Verspätung mildemde Umstände ins Feld zu 111b18111ucht. Ich gebe zu, daß man nicht für 18128 P0fi110n_B818g8 b8ib111158n kann. (Es ergibt sicb aber auch aus der Denkschrift, daß überbaapt 81118 ungmügende Buchiübrunsi 181111111811811 war. Al18_ Parteien werden mit mit darin übereinstimmen, daß es mit 01818: Art der Rechnungskontwüe in den Kolonien nicht 10 10811819811811 111111. Der Abg. Müller-Sa an*;bat im vorigen Jabre ausÉejvchen, 1:15, 1081111 es 10 weiter ge 8, es zu einem moraliscken 88.1818 111 15811 Kolonien kommen müsxe. Es sind Gelber ausgegeben 10018811, 013118111 fragen, ob sie für den ei'reffenden Zweck bestimmt waren. Wir muffin Verlan 811, daß bei einem Etat, 110 es sick) um Miilionen banbelt, bie eamten ber Kolonien sich an _ die P011t10n811 111111811. Ich b0ff8, daß die Rechnungskowmijsion, der 1110111 _dtxse Sache überwiesen werden wird, ck eingxbend damit b€1chaf- tigt und uns einen einaebenden eticbt 811tattet._ Ein; 18111818 Frage ist, ob der Reichssuscbuf; als ein Vorbehaltloies Geicbenk an die Kolonien anzusehen ist oder ob Ersparniffe bei den Ausgaben zurückgebucbt werden 11111 811, sodaß im nächst€l1 Jabre 8111 ge- ringerer Zuschuß notwendig ist. Auch üb8r die Fragx: d8s Y_er- wendungßzwkcks des R81810810nds 111111; größere Klarb81t_verbreitet werden. JebenfaUs bat die Denkscbriit dcs Rechnungébo18s gezeigt, daß es mit der 18131811 Art der R8chnungslegung__abs0111t_10 nicht weitergeben kann. ÉZir müffen unter allen Umitanbm, 81118 B8- schleunigung der Rechnungßlegung verlangen. Ick bebalte m1r_ vor, in der zweiten Lesung, wenn der Bericht der Rechnungskommisswn 001118 1, auf die Sache zurückzukommen. _ _
eheimer Oberfinanzrat Dr. Conze: 21311 1811811 den Wunsch des Abg. Erzberger, daß die Rechnungslegung ber „110111111811 schneller in luß kommen möchte. Wenn in diesem Jahr_8 zunachst nur die Re nung von 1896/97 vorgelegt werden k0nn_te, 10 besteht durchaus begründete Hoffnung, daß noch in dieser Sejfion die Rechnung 0011 1897/98, ja vielleicht die von 1898/99 Vorgxlegt werden wird. (Ein- gebenbe Verhandlungen mit den Kommimaten bes Recbnyngsbofes lassen hoffen, daß die Rechnungen künftig erheblich fruher vor- gelegt werden werden. Nack) einem Schreiben des Rechnungshofes ist bereits in der Rechnungslegung ein grundlicher Wxnbel eiiigetr8ten, und der Rechnungshof wird 18inerseits alles tun, was in seinen Kräften stebt, um zur Beschleunigung der Rechnungslegung beizutrbgen,
Die R8chnung wurde der Rechnungskoxximisswn uber_- wiesen. DeSgleichen die Rachnungey der KU"? der Preußi: schen Oberrechnungskammer bezuFlich _des Teils, der die Reichs08rwaltung für 1903 und 1904 e_trifft.
Der Geseßentwurf, betreffend die Kontrolle des Reichshausbalts, des Landeshaushalts 130165111113: Lothringen und des Haushaits der Schußgebiete fur das Rechnungsjahr 1906, wurde in 811181 L81ung 011118 Debatte erledigt und in zweiter Lesung unverandert angenommen.
- -
einigen kurzen Winer- 2118811111111 gskomm11110n
Damit war die Ta esordnung erschöpft.
(Schluß 2 Uhr. ächste S1 ung Sonnabend 11 Uhr. Jnterp8üation8n Mbrechi und Olbia , betrcffend die Einführung 0011 Schiffahrtsabgaben; Interpellation Trimborn, be- treffend die Rechtsfähigkeit der B8r111808r8i118; Juterpellationen der Abgg. Graf H01n1181ch_ 11110 2301181010011, betreffend dic Roform der Strafprozeßordnung.)
-- DasHaus der Abgeordneten 181318111 derbeutigen (29) Sißung, W81ch€r der Minister d8r bftontlicben Arbeiten Breit8nbach 1181111001118, die ziv8i18 Beratung des Staats- hausHaLtS8tats fiir das R8chn1111g81abr 1907 im Etat d8r Eiseribabnvcrmaltung fort und 0811101108118 311111181111 111181018 9181011110843 Personen: und (Hepäcktarifs.
__811181) 081 am 1. Mai 81113111111118110811 R8form 1011811 die PWUS der 8111111111811 Fahrkarten 1111? 1 PersonenkilOmcter beiP8110080511g811b8trag811: 111 1381 131111118 7,31, in 081: 11. K10116 1,1") ..), 111 081 111. 1110118 8 _.), in 081: 11'. 11111118 2 »). _Di8 biski8rig8 9111111001110118 111111 1011.
T18 SchN8951111szu1ch111118 1011811 b8tragcn: b8i Fahrten bis 3,11 751111 0,50 .11. in der 1. Und 11. „1110118, 0,25 M in der 111. K10118, bis 150 11111 1 811. in der 1. und 11. „1110118, 050318 in 081 111. 11111118, 11081 150 11111 2 ;11 in der 1. und 11. 371111118, 1 ;15 111 081 111. KiKffO.
Dsr (880118110111 1011 1111181 Fortfall des bisherigen Fr8ig8däcks nach 15 EntfernungszNiM, 0111011118111) mit der „Nabzone“ 0011 1-25 11111 11110 dcr 1, Z0118 mit 26-«430 1111, dann in den (1011081113 53011811 1181118110 um 18 5011111 bis 50011111 und 0011 da (111 118ig8nd 11111 1810011111 bis 5111 18131811 Zone iiber 800 11111, 11110 118181) 08111 (53810ic111, anfamgcnd mit 1-25 111; und steigend 11111 18 25 11,31 bis 200 11,61, abgestuft 108rd811 und anfangcn mit 0,20 811: in dor Nabzdme fiir 1 bis 25 11,6,1 und steigen bis 311 40 418. in der Zone fibe'r 800 11111 für 176-200 112. Dae“ 20011? Übcrstsigende GLW1ch1 1011 dopp81t 0818111081 108rd811.
Nach der V818in1101111111 0181821 (8811681101118? mit 0811 Übrigen 081111111811 Staatcsn i1111c1chträglich 8i118 10811818 Ver: einbarung 9811011811, 081 31110198 der Tarif für die bisherige F18igepäcksgrenze bis 25 111.1 ermäßigt worden ist und, nach Wonen abg8111111, betrag8n 1011: bis zu 50 11111 0,20 „sé, bis
11111 0130.41: und dariiber 1111111116 1 „16, und 111111) 081 ferner eine Z1011ch8n11u18 1111 das Gewicht 0011 26-35 1151 eing81ch0b8n 10810811 1011.
Von den Abgg. 2110010011 1111. Volkszp.) und Genoffen wird beantragt:
.die K0111g1ich8 Staatsrkgiemng zu ersuchen, 1) bei der in Aus- sicht 98110111111811811 Personentariirefiitm (111181118 Verbilligung bes 1181111111811 R8iseb8rk8brs bedacht 111 18111, außerd8m 2) darauf binzuwirken, daß die 1111R€1ch eingeführte Fahrkarten- steuer wieder aufg8bob8n wird.“
Die Abgg. Bachmann (ml.) und (8811011811 beantragen:
.die Königliche Staatsregierung zu 811uch8n, mit Rücksicht auf die VLkskULkUUg des Personenberkebjs durch die Einführung der Reichsfabrkariensieuer 111-d die dadurch berborqerufene Verscbi8bung in der B8nusung ker 8111z8111811 Wagenklaffen (1111 8111111 angemeffenen AUSZ1€1ch diirch Ermäßigung der Eisenbabnpersonentarife B8dacht zu 1180111811.“
2159- Schmedding (Zenit): Ich brauche nicht zu 081- ficbern, daß der 178111 Antrags Aronsobn zu Grunde liegende Gedanke an und für 11111 meinen politischen Freunxen sympathisch ist. Wir gönnen jedxm R811811den, daß er zur Hälfte des Preises im 111181111811 Sommer nach b8r Schweiz oder de'r Ostsee fährt. Die Sache hat aber 10:11 111111; 11118 Kehrseite. Das Abgeordnetenhaus bat fich im [881611 Jahre dafür ausgesprochen, daf; 81118 R810rm der Personentaris8 1111 13811 Cinnabmen der Eisenbahnverwaitung mög- lichst w8nig ändern 10118. Sodann stebt fest, daß 81118 Cr- mäßigung der Tar118 und damit 81118 V8rminbcrung 1181: Ein- nab1n811 dnrch 81118 Erhöhung der Steuern ausg8glich8n werken 111111318. Jm 11111381118111811 kann man aniiebm8n, daß der Staats- bürger lixber 1700818 Fahrpreise als b0b8r8 St8ucrn zahlen würde. Zudem 111113811 die Ausgaben auf allen Gebieten, Vor allen Dingen 111 d8r EiEnbabnbcrwaltung selbst. Dazu 1001111811 das bkvor- sikkaé L8brsrb8701111115sZ8183 und das 118118 Schulunterbaltungsgeseß; 1811181 11111: 81118 5131118180 erübcr einig, daß 81118 (1119811181118 Erböbtm ker B8a1nt8ngcb11181 8111118180 muß. VieUeicht wendet man 8111, daß rer Per'bnentarife 81118 VNMbrung des Verkebrs 11111: damit 81118 rbbbimg 188 Einnahmen der Eisenbahnberwaltung zur F01g8 kabcn 11111“. Dabei 111 ab8r zu berückficbtigen, daß auch 81118 Vermebrung dIr B8triebsmitt8l eintreten würde, die die Einnahmen der- mindern 1111111811. 2111138118111 bat 1:81 Personenberkebr auch seine Grenzen. Der Antrag ist 1111 uns „1110 in seinem ersten Teile nicht annehmbar. Auch der zweite Teil 111 bedenklich. Es ist wobl nicht anzunehmen, daß der Reichstag die Fabrkartensieuer wieder aufheben wird, nach- dem fie 8111 im 00119111 Jabxek 8ingefübrt 111011111 ist.
(“Schluß des Blatws.)
81118 VIrbilligun
Statistik und Volkswirtschaft.
AlkobolisUius als Ursache von Verbrechen.
Nach der Statistik dsr Straf- und Gefangenanstalten des (Groß- berzogtnms Heßen 1111 das Jahr 110111 1. April 1903 bis 31. März 1904 (Darmstadt, angbaus1ch8 Hofbuchhandlung) kommen, bei Berück- sichtigung der Zu_- und Abgänge für 81818 Zeitperiode, 1197 männliche und 164 1118113118128, zu1ammen 1361 Gefangene in Betracht. Von diesen batten 106 män1111ch8 und 4 weibliche. zusammen 110 Gefangene, also 90/0 das Verbrechen, das 018 Ur1ach8 ibrer Unterbringung in G8fangen8n- ansialten war, in d8r Trunkenheit begangen. Gewohnheitstrinker waren unter den Gefangenen 81 mäxmlicbe und 3w81b11ch8, xusammen 84, also reichlich 60/0. Von den 111 der Trunkenheit ausgeführten 110 Verbrechen führten 57 zur Internierung in der Zellenstrafanstalt, 5 zur Unterbringung im Landes112chtbaus, 48 zur Einlieferung in die Gefängnixansialtcn zu Darmstadt und Mainz. Von den 84 G8- wobnbeitstrinkern befanken sich 29 in der ZeUenstrafanstalt, 9 im LandeSzuchtbaus und 46 111 den Gefängninen.
Zur Arbeiterbewegung.
Der fast 11qu Wochen dauernde Kampf in der Berliner H01z- industrie dürfte Voraussichtlich in allernäcbsier :it durch friedliche Versiändigun der Partrien sein Ende finden. (18 EinigungSamt des Berliner ewerkegerichts hat, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, beiden Farteiksn 181118 Vermittlung angeboten mit dem Erfolg, daß sich
rbeitgeber und Arbeitnehmer zu Einigungsv8rband1ungen un_ter dem Vorfiß bes Magistratsrats von Schulz bereit erkxarten. Die Ver- handlungen werdcn Voraussichtlich schon Anfang nachster Woche be- ginnen. In einer V8rsamm1ung dcr au_9g81081118n _Holzarbeiter, die gestern stattfand, wurbe 81k1ärt, die Arbeitneer Wurden (m_cb bsib8n Cinigungéberbandlnngsn nur dann zustimmen, wenn_ 118 81118 Ver- kürzung der Arbeitözeit bringen. -- Die Einigungsvcrband- lungen der Berliner Kraftdroscbkenfnbrer mit den Unternehmern wxrden, wie dasselbe Blatt erfahrt, bereits morgen 001: dem EinigungSamt des Gewerbegericbts stattfinden. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden durch je drei Sprecher bei den Vsrbanblungen Vertreten sein. Es ist begründete Hoffnung vcr- banden, daß die Verhandlungen zu einer Einigung führen werden. -