Artikel 13. Die Wa erstraßenbeiräte und der _Gesamtwaffersiraßenbeirat können im Na men der Zusiändi keit (Artikel 5 und 8) gutachtlicbe Aeußerungen selbständig dem Mini ter der öffentlichen Arbeiten vorlegen. Artikel 14. Soweit sicb bei den Beratungen der Wafferstraßenbeiräte oder des Gesamtwafferstraßenbeirais Vorerbebungen als erforderlich beraus- siellen, werden sie durch die von dem Vorsißenden zu ersuchende Staatsbebörde vorgenommen. Artikel 15. Die Ges äftéordnungen werden von den Wafferstraßenbeiräten sowie dem Ge amtwafferstraßenbeirate entworfen ; sie unterliegen der Genehmigung durch den Minister der _öffentlicben Arbeiten. Bis zum Inkrafttreten der Geschaftwrdnung hat der Vorsitzende über den Geschäftszzang Bestimmung zu treffen. Dem Minister der öffentlichen Arbeiten ist die für die Sißun en der Wafferstraßenbeirate festgestellte TageSordnung rechtzeitig vor er
mitzuteilen. Artikel 16.
Den Wafferstraßenbeiräten und dem Gesamtwafferstraßenb:irate Kind die von der StaatSregterung in dringenden Fällen obne ibre vor-
erige Anhörung in Angelegenheiten der in den rtikeln 5 und 8 be- zeichneten Art getroffenen Anordnungen spätestens bei dem nächsten Zusammentritt mitzuteilen.
Artikel 17.
Die Mitglieder des Gesaxntwafferstraßenbeirats und die zu- gezogenen Sachberständigen_ (Artikel 12) erhalten für die Reise nach und von dem Ort der SWMÉ _sowie für die Dauer der Si ung Tagegelder von je 15 .“ und r aß der für die Hin- und Rü reise veraizZYagMitFllTHZkosLen. W __ __ ß __
_ * e g : er er «1 er ra en eräte erhalten die u rkoten erieyt, welche sie fur die Hin- und Rückreise nach und voanYm =sOrt der Si ung berauslagt baden.
_ De vorstehenden Bestimmungen finden keine Anwendung auf Mitglieder urid Sachverstandige, welcbe Tagegelder und Reisekosten sehon anderweit aus der Kaffe des Reichs, eines Staats, eines öffent- lichen Verbandes oder einer öffentlichen Körperschaft berieben.
Artikel 18.
Jeder in der Person eines Mitgliedes der W;: erstra enb i ät oder des Gesamtwafferstraßenbeirats eintretende Umstscind, dßurclße rdeii das Mitglied ]llk Bekleidung öffentlicher Aemter dauernd oder auf Zeit unfabig wird, ebenso wie die Eröffnung des Konkurses über das VerFökien eines Mitgliedes hat das Erlöschen der Mitgliedschaft zur oge.
Die Mitaliedsckpaft erlischt ferner, wenn das Mit lied a s d Körperschaft oder dem Vereine ausscheidet, welcbe ibn kc;:ls Veitretii in deÉcZVßffkrstrYßénbeirat gewßblt bern.__
e-_e au_ en vorerwä nen nlä en oder dur Td d _d_i_irch sBe_rztc_b_x i_xin ZKM liesi; [sor Zblauff _?erdFeit, für di? es ligewlc'ibli i,au,r)i urene er e,as cer i Jaerlxetr?» e__i_n YF? _Mdiiglied_zuffwäbien2.3 f noch m ndestens ein e ur e ie er gero enen etim !*: deren Stellvertreter gleichmäßig Anwendung. s mungen finden a f Artikel 19.
Königlicher Verordnung bleibt vorbebalten, dieser Verordnung auf andere als die im Artikel 2 straßZi (i_USzudelmen.d Ab
en erun e_n_in er grenzung und usammense un b ie d Wafferftraßenbgetrate erfolgen durch die zu tändigen MßinisixerxsvXndxi Anordnung ist der Gesamtwafferstraßenbeirat zu hören.
Artikel 20. _Mit der Ausführung dieser Verordnung, die am 1. A 'l 1907 in Kraft tritt und dur_ch__die Preußische (GeseZsammlung zu iZiiöffent- lichen ist, wird der Minister der öffentlichen rbeiten beauftragt.
die Bestimmungen genannten Waffer-
Urkundlich unter Unserer Zörbsteigenbändigen Unterschrift
und beigedrucktem Königlichen nsiegel. Gegeben Berlin im Schloß, den 25. Februar 1907. ([..Z.) Wilhelm K.
Freiherr von Rheinbaben. Delbrück. Breitenbach. von Arnim.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinalangelegenbeiten,
_Dem bisherigen Speziallommiiiar in “Frankfurt a. O., RegrerungSrat H_artma_nn ist die Stelle eines Verwaltungs- rats und Mitglieds der der Königiichen Klosterkammer *in Hannover verliehen worden.
Iustizminifterium.
Verseßt sind: der Landgerichtsdirektor Dr. Tie en in Allenstein _nacb Königgberq i. Br., der VlmtsgerßichiSrat Threlisck) in Breslau als Landgerichtsrat an das.)?andgeri t daselbst, _der AmisiierichtSrat Scheller vom “thillsgérin Beranitte an das Landgericht111 in Berlin, der Land- riciöter Plaetichke in Gleiwiß als Amtßrichter nach (Hbrliß un der Amt6r1chier Ddege in Arys nach Polkwéß.
_ Dem Lgndgerichtdrat, (Hebeiiiren Justizrat Brettner in Kottbus ist die nachaeiuchic Dienstentiasiana mit Pension erteilt. Der Notar Wilhelm Böcker in ner hat sein Amt
niedergelegt. _
_In der_LiitL de_r NechiSanwälte find gelöscht: die Rechts: anwalte riß «tern bei dem OberlandeSZOricht in Breslau, Richard lnger bei dem Landgericht [ in Berlin, Loreriß
bei dem Landgericht in Nordhausen, LÜtkemann bei dem
Bekanntmachung.
gewerbemuseums beginnt das a_m 11. April. richtsanstalt _
vom 21. März ab die Ausgabe der Lrbrpläne. nabmeprufnnéz !cetmerdenden P äße entscheidet, finden vom 4. bis 10. Bewerber um Zulassung zu den Fachklassen
fcihigung und über bildung gestatten. Auch bei der Anmeldung zum Eintritt in die Vorbereitungsklassen ist die Vorlegung bisheriger Arbeiten erforderlich, ber Anmeldung zur Teilnahme an Einzelkursen erwunscht. Berlin, den 2. März 1907. Der Direktor der UnterrichtSanstalt. Bruno Paul.
In der Unterrichtsanftalt des Königlichen Kunit- _ Sommervierteljabr 1907 Die Anmeldungen werden in der Unter-
Prmz Albrechtstraße 8 _ im Zimmer 68, Vorderhaus [ Treppe, in der Z-xlt vom 21. März bis 3. April täglich von 9 bis 2 Uhr entgegengenommen. Ebenda erfolgt Die AU = en, deren Ergebnis über die Vergebunq dir _ _ _ April tatt. Spatere Anmeldungen konnen nicht berückfichiigt werden. _ aben bei der Meldung Arbeiten vorzulegen, die ein Urteil ü er ihre Be- Art und Umfang der genoffenen Vor-
YiihfamtlitheS.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 9. März.
Seine Mqiestär der Kaiser und König hörten heute vormrttag i_m hiesigen Koniglichen Schlosse die Vorträge des _Staatssekretars dcs Reichsmarineamts, Admirals von Tiäpxéégänd des Chefs des Marinekabinetts, Kontreadmirals vo u er.
Die vereinigten Außfchüsse des BundeSrats für Zoll- und Steuerwesen und fur Iustizwesen, die vereinigten us- schuffe fiir_Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr, die vereinigten Ausschuffe _fur Zoll- und Steuerwesen, für Handebund Verkehr und fur Rechnungswesen sowie der Aus- schuß fur Zoll- und Steuerwesen hielten heute Sißungen.
_ Im Auszärtigen Arni ist vorgestern, „W. T. B.“ zufolge, mrt dem hiesigen norwegischen Gesandten ein Zusaßvertra zu dem unterm 19. Januar 1878 zwischen dem Neioi)z und den Konigreichen Schweden und Norwegen ab- geschlossenen Auslieferungsvertrag unterzeichnet worden. Der Zusaßoertrag enthält eini e Aenderungen und Er_éanzungen des Auslieferungsvertrags, Lioweit dieser die Be- zic ungen zwrsrben Deutschland und Norwegen betrifft. Znsbesondere_erl)aiien dessen Bestimmungen die Fassung, die der_ ZHJenwartigc-n staatSrechtlichen Stellung Norwegens en pri .
Der Kommandeur der Schußmannscbaft, oli eiobert (Huststabv Krause ist gesterri nachmittag im 76. Leinsjcihr hiesr ver or en.
Oefierreich-Ungarn.
Die Außglcichskonfcrenzen sind gestern, „W. T. B.“ zuf_o_lge, 11nterbrochen__w0rden. Der ungarische Minister- priisideritDr. Wekerle Ut nach Budapest zurückgekehrt. Die beiderseitigen F.Zchreferenten, die gestern Über die Verzebrunqs- iteuerfraqen berteten,_ segen heute die Verhandlung darüber fsrt. - Der schlesiiche Landtag Hat in zweiter und dritter Lesling da§ Geseß, betreffend die Einfiihrung der Wahl- pflicht_ fur die Reichratswahlen angenommrn. Das Gefes ioll bis zum 31. Dezember 1912 Geltung haben.
Großbritannien und Irland.
Eine Denkschrift der Admiralität kündigt eiiie Reihe von_S_t_reichungen an dem durch das Gesetz vom Jahre 1900 seitgesrßten Programm für die Bauten der Marine- verwaliiing an, durch die 2376000 Pfd. Stekl. erspart wr'rden iollen. _Laut Meldungen des „W. T. B.“ werden in- fdlge der Verminderung der Mittelmeerfldtte die für den Bau eines Wellenbrcchers in Malta ausqeworfene Summe um 320000 Pfd. Stekl. und die Aufwendungen für Dock- erweiterungsbauten in Malta, Gibraltar und der Simonsbat) um 50000 bezw. 39000 beßw. 396000 Pfund Sterling hcrabgeießt. Ferner werden ie Summen für Belohlungs- anlagen und Koblenlaqer Um 260000 Pfd. Stekl, die für
Amtsgericht und dem Landgericht in Harinover, Tr. .Klenter
bei dem Amtherick)t iind drm Limb elicit ' V, . * Katte bei dem Amtsgx-UM “ ) m NM, Drwon
_ _ in (Huhrau, Wilhelm Böcker , bei dem_ Allilsgkklll)_l iii Brier und Schleusener bei dem Amtegericbt in Stettin.
In die Liste der RecixtSanwälte siiid ein eira en: der Rechtsanwalt Wilhelm Y_Y_cker ans Buer bei deéin Ainsgéklchl m Vreden, die Gerrcht1§aiie1s0ren Felix Herz bei dem Kainmer: Lericht, Nagel bei deinLandgericht in Cöln, Theobald bei ' _em Amtsxierrckit in TULEbleFNi-lhllikl Und dem Landgericht m Dursburg, Tr. Richter bei dem Ilmisiiericht in (anrarx, Spi er bei dem AiUlsgSkicht in Mirgdeburg und der frühere (Heri isaffesior Max Lacbniirnn bei dem Amthericht in Groß: Lichterfelde mit dem Wohnkiß in Lankwiß.
Der StaatsanwaltschaftSrat Mebrlein der Rechtsanwalt und Notar, Berlin sind gestorben.
__ _ in Erfiirt und Jmtrzrat Wilhelm Bruck in
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Verseßt sind die Kreisbauinspektoren Baurat Förit er von Irankxurt a. O. als Landbauinspeftor an die Zieqiewmg in rxm erg, Rohne von Schmalkalden nach Frankfurt a. O. un iebeikorn von Angermünde nach Berlin in das
Techmche Bu d ' " ' öffentlichen ArrkFiiené'r Hochbauabteilung des Ministeriums dec
! 177000 Pfd. Stekl, die
Schießschulrn um 3000002322 Stedri., die fiir Magazine um sur “ orpe 0" ie Übun sanla en um 205000 Pfd. Stekl. gekürzt. W Z g g
_ _- Jm Linterbaiise beantragte gestern der Abgeordnete Dickinson (liberal) dir zweite Lesung der Bill, durch die den Frauen _das Wahlrecht ziim Parlament in allen den Fallen verliehen wird, in denen sie ziim Wählen berechtigt wären, falls sie Männer wären.
Der Premiermirzister Campbell-Bannerman erklärte. obiaer Zuelle zn'blse, die Regierung wolle dem Hause die Entscheidung der ?rrage völltg_uberlassen, aber er sei d'rsöniicb für Annahme der Bill.
r wolle seine Meinung dabin _auesbrecben, daß der Ausschluß der Frayen vom Wahlrecht weder ratiani noch gerkcbifertigt oder politisch richtiß sei. Wbitebead (liberal) beantragte Ablehnung der Bill. Jm aaie der Debatte wurden die üblichen Argumente für und gegen ZHS___“_FrZueLsi_i_mmZechvt vorgarTäptZ _es __Iatßn d_ie größten Meinungs-
k te„eneien €l0kUnkilel,a [111 er keine einheitliche Haltung beobacbt?! wird. ß Stb W der Parteien
Da die Debatte bis 5 Uhr Nachmittags, dem Zeitpunkte, an welchem die Sißungen Freitags ohne weiteres abgebrochen werden, fortZese-ßt wurde und der Sprecher den Antrag auf Schluß der ebatte über die Vorlage ablehnte, wurde dieVe: sprechang _der Vdrlage auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Vorlage ili damit als gefallen, da die Regierung zu einer ferneren esprechung kaum Gelegenheit bieten wird.
Frankreich. Der Senat hat Jesiem wie „W. T. V.“ meldet, den Geseßentwurk betrefferi die Schaffung einesIngenieur- korps fur re Marrneartilterie, angenommen.
standen die
Arbeitöpartei und
gewünscht hatten,
die breise von
den awaiinseln
Die Ma rider aus dem Lande
stattgefundenrn
Bande,
See gezogen sein, Der Pforte
Bandon in den
rungsvorlage,
lionen Lei
genommen.
stimmt, ferner zur
dem Krei schalten und die
meldet, ist dabei Inseln ins Auqe
nationalen Verkehr
gie rung von gesandt:
durcb Indien bat
Vljklönlß, dem und ivilbebörden. selbst
gewomen habe,
zu besitzen,
geantwortet, daß tot, Bedingung sei.
die Mahalia die Atos eröffnet.
Es ha_ndelt fich dabei nicht, wie die um eme gewöhnliche andern Ländern beobachtet wird, wo Bevolkerung ein fast gleichtUertiger sondern so_handelt fich vielmehr um einen endgülti en evölkerunqs- verluit fur das Heimatland. Malcha etwa fiebenhundert Famiien aus Andalusien nach
vorteilhafte Anerbictungen gemacht werden. _Aéwanderberxi Läneretßn zit_r Bebauung und auch Baulich- ererx aiige o en un inen n Aust t stellt, da
dretxabrrZem Aufenthalt fck gs ß fie nail)
__ angeblich unter der Offiziers namens Matapas, zehn bulgarische Koblenbrenner sind ermordet, drei m_undete konnten fluchten. michta _und Budahia sind wegen ehlerei Fuhrerdrenste verhaftet.
Die Skupschtina _ _ betreffend fur-die durch den_Berliner Vertrag an Serbien an- gegliederten Gebietstcile, beJonnen.
Nach _dem Beriwt des „W. T. V. traten die Redner sämtlicher Parteien fur die Vorlage ein unter Ausfällen gegen Oesterreicb-Ungarn, das trotz großer Versprechungen die Agrarfrage iu Boénien und der Herzegowina nicbt geiöit babe.
Die Weiterberatung wurde auf heute vertagt.
Die Militärkredite find, „W. T. B.“ Ende 1904 bestellten Batterien bon Schnellfeuerfeldgeschüyen be-
eines Krieges bestehen zu lassen.
Im Namen Gottes.
in Worten giir nicht aussprechen kann. find m_ir bewiesen worden von der
reu_ndlic_b gesinnt und ich kann erklären, kurzen Reise fur Aigbqnistan und für mich selbst mehr wabre Freunde als lch se in 20 Jahren hätte gewinnen können- wenn ich nicht nach Indien gekommen wäre. Volke von Afghanistan und mir selbst Glück
_ _Nacb Meldungen des minister Gebbas einigen Notabeln der Beni-Umras, die zu dem Stamme der Beni-Aros gehören, auf ihr UnterwerfungSanerbieten
_ er nur die Unterwerfun des gan en Stammes annehmen konne und die Auslieferung Kaisulis, l
Sidi-el:Medhi geflüchtet.
- In der gestrigen Sisung der Deputiertenkammg _ _ Jnterpellatronen über wochentltchen Ruhetag, zur Ver andlung. Debatte wurde die Beratung
das Geiss, betreffend deri
Nach län auf nä sten Freitag vertagigewr
Rußland.
_Die Reichsduma hat gesiern die Wahl der Vi e. prastdenten vorgenommen. 3" des „W. T. B.“, die Kandidaten
Es wurden, nach dem V der Linken, Beref in votirizért
der Depuiierte für Charkow, Advokat Pos-
nansky, mit 345 bezw. 349 Stimmen ewä lt. Der '
Lmkerrwurde von dieser mit lärmendem LZ h Sieg der ein Zeicheii des festen Zusammenbaltens zwischen den Sozialisten U_nd den ubrigcri Gruppen der Linken gegenüber den Kadetten die als Vizeprafidenten den Moskauer Deputierten Teslenké
eifall aufgenommen als
während die Sozialisten ihn ablehnten mg
Vertreter einer Stadt, in der die Kadetten der Arb ' . kein Mandat einräumen wollten. MWM“!
Spanien.
Seit eixiiger Zeit beginnt die Auswanderung in Sßanien einen Umfang anzunehmen, wie er bisher niemals wa r enommen worden ist.
Täglich wird aus allen Häfen
Hunderten von Arbeiterfamilien Jemeldet.
Agence Havas meldet, bewegung, wie fie in der Auswanderung der Ruckftuß egenüberfieht,
Bevölkerungs
Vor estern ert [)aben sich*in eingeschifft,
wo von seiten der Regierung So werden den
im Lande in deren Besiß treten dürfen,
ZeiZungen bedauern diesen BevölkerungSabfluß un Sie fordern die Regierung auf, die nötigen treffen, um dieser Bewegung Einhalt zu tun.
sehen in ihm eine ernste nationale Gefahr.
Maßnahmen zu
Türkei.
Die Untersuchung des am 1. d. M. im Bezirk Kati) arina
_ Massenmordes Hat, nach einer Meldun des „Wiener Telegrczphen-Korrespondenzbureaus“, ergeben, daß er von einer aus sieben
Personen bestehender) griechis chen Fuerung eines riechischen verubt worden it. Fünf- ver- Zla- _ und eleisteter Die Bande oll nach dem Zenidfche-
um fick) mit anderen dort verborgenen
Sechs griechische Bauern aus
griechischen Banden zu vereinigen.
. zugegan ene De e en melden no ; schiedene anfangs Mä___g p sch ck ver
_ staitgehabte Ueberfälle durch Bezirken Ueskub, Fiorina, Gueinendsche,
Kastoria und Sarischaban.
Serbien.
hat gestern die Beratung der Regie- den Nachlaß der Agrarschuid
Bulgarien.
Der KriegSminister hat estern in der Sobran'e außerordentliche Militärkreditegin ] _ _eingebracht. Sißung hat die Sobranje die Kredite
öhe yon 32 Mil: rsiundtger geheimer in erster Lesung an-
Nack) me
infolge, zur Ergänzung der
Neubesirllunq bon Maximgesckyüyen, Fcstungs-
gexchüßen Und Material für die Sanitätöabteilungen.
Amerika.
_ _Von maßgebender Seite wird angeregt, den Plan ernst- lich ms AUJL zi?) fassen, die Philippinen für immer aus e er
internationalen Politik auszu- Jnseln mcht länger als mögliche Ursache _ Wie die „Associated Preß“ die Neutralisationserklärung der gefaßt.
_Der Präsident der Republik Chile, Montt, der sich
gegenwartig im Magal aeégebiet aufhält, bat, „W. T. B.“
uiolge, beschlossen, da
“ ithmus m die Wege _gelciiet werden soll, um dem inter- 1
der Durchstich dcs Otmar)-
eine chere Durchfahrt zu schaffen,
Asien.
Der Emir von Afghanistan bat na einer De esche des „W. T. B.“ beim_ Antritt seiner Heimreisé an diepRe- Indien folgende eigenhändige Botschaft
Jamrud, den 7, März. Meine Reise soviel Vereinügen bereitet, daß ici) es Güte und Freundschaft Regierung Indiens, dem und anderen Militär- alle Afghanistan und mir daß ich während der
mir
Oberbefehlshaber Ick) fand fis
Ick wünsche da er dem dazu, so gute reunde
Afrika. ,W. T. B.“ hat der scherifische Kriegs-
_ ebendig oder ist in östlicher Richtung zu Nach den leßten Na richten heit Feindseligkeiten gegen ie Beni-
[_.-___..__.___
Raisuli
Parlamentarische Nachrichten.
In der heutigen (14.) Sißung des Reichsta s, welcher der Staatssekretär des Innern Dr. Graf von Yo adowsky- Wehner beiwohnte, teilte der Präsident Dr. [do _Gra zu Stolberg-Wernigerode mit, daß er beabsichtige, ente nachmittag an der Bahre des verstorbenen Staatssekretärs _und Staatsministers von Bötticher namens des Reichstags emen
ieder ule en. KMW" z 9 standen zunächst die Inter-
uf der TageSordnun pellationen der Abgg. [brecht und Genossen (Soz.)
und Ablaß und Genossen (fr. Volksp.), betreffend die bcabfichllgle Einführung von SchiffahrtSabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen in Preußen.
Auf die Frage des Präsidenten erklärte der
Staatssekretär des Innern Dr. Graf von Posadowsky- Wehner: Der Herr Reichskanzler ist bereit, die Jnterpellationen zu beantworten. Ich werde die Ehre haben, dem Herrn Präsidenten den Tag mitzuteilen, an welchem die Beantwortung erfolgen wird.
Der Gegenstand wurde damit für heute verlassen.
erner Land auf der TageSordnung die Interpellation der bg . rimborn und Hiße (Zentr.):
Wir r cbten an den Herrn Reickpsranzler die Anfrage:
1. Ist xu erwarten, daß die verbündeten Regierungen noch im Laufe dieser Session bei dem Reichstage einbringen werden: 1) eine Vorlage, betreffend die Rechtsfähigkeit der Berufs- vercine, welcbe den bei Behandlung der vorjabrigen Vorlgge im Sinne einer freibeitlicheren Gestaltung geäußerten Wunschen Rechnung trägt, 2) eine Vorlaae bebufs Einführung des sogenannten kleinen Befährgungönacbweises,
3 eine Vorlage, welche auf dem Gebiete des Ausverkaufswesens eine
Ierscbärfung des Geseäes gegen den unlauteren_Wett-
bewerb, insbesondere bir. cbtlicb der sogenannten Nach1cbübe,
vorsieht. 49 eine Vorlage, durch welche die ArbeitSzeit in abriken ür Arbeiterinnen auf höchstens 10 Stunden täglich messen wird. _
11. Ist der Herr Reichskanzler in der Lage, nabere Mit- teilungen zu machen über Organisation, Umfang und Aufgaben der in der Erklärung des Staatssekretärs Grafen von Posadowsky vorn 30. Januar 1904 in Aussicht gestellten Arbeitsrammern sowie über den Zeitpunkt, bis wann eine bezügliche Vorlage zu erwarten
steht?
Dir Staatssekretär des Innern Dr. Graf von Pofa- dowsky-Webner erklärte sich zu ausführlicher Beantwortung der Interpellation bereit.
Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort der
Abg. Trimborn (Zentr.): Der alte aufgelöste Reichstag hat auf dem Gebiete der Sozialpolitik reichlich und fruchtbar gearbeitet. Dafür ibt es keinen sprechenderen Beweis als die Tatsache, daÉ unter den zaßlreicben Anträgen, mit denen das Haus in _dieser ession überschwemmt worden ist, kaum einer Vorhanden ist, der nicht bereits im früheren Reichstage eingebracht oder verhandelt ist. Und doch hat der alte Reichstag an positiven geses- lichen Leistungen eigentlick) nur das Gesey, betreffend die Ein- richtung von KaufmannSgerichten, aufzuweisen. Das liegt nicht gn uns, Rudern an der mangelnden Initiative bon seiten der verbundeten
eqierungen. Im vorigen Reichstage war manches durch das Parlament gefördert und zur Reife gebracht worden, derart, daß wir_im Herbst des vorigen Iabres uns anscbicken konnten, eine Reibe gefe - eberiscber Materien in Angriff zu nebmen. Ick) denke nicht an d e
ersicherun der Privatbeamten, die sich noch im Stadium der Vor- bereitung efindet, auch nicht an die Vereinbeitltchung der Ver- cherungSgeseße. Der Reichstag mußte in dieser Beziehung eine orlage der verbündeten Regierungen abwarten. Ich denke auch nicht an die Regelung der Heimarbeiterfrage, _wobl aber denke ich an die Punkte, die in meiner Interpellation erwahnt sind. Da wurde plötzlich unsere Arbeit durch die Auflösung der? Reichstags unterbrochen und wir sieben beute vor einer neuen Situation, auch sozialpolitisch vielleiÖt vor einer neuen Situation. _Wir haben jest im Reichstaae neue MebrbeitSVerbältniffe, deren Wirkung auf das sozialpolitische Gebiet noch nicht geklart ist, und wir haben_ die Tatsache zu Verzeichnen, daß die Sozialdemokratie,_ in der die einen ein Hemmnis, die anderen eine Förderung erblicken, im neuen Hause nur mit der Hälfte ihrer bisherigen Mandate Vertreten ist. Wird nun von den verbündeten Regierungen ein neuer Kurs ein- eschlagen, wird gebremst werden oder nicht, wird der eben abgerissene Laden wieder aufgenommen werden? Es liegen bezuglich der kunfiigen ozialpolitik zwei offizielle Kundgebungen Vor: die Tbronrede _und die Reden des Reichskanzlers vom 25. und 26. Februar. In beiden wird gesagt, daß Regierung und bürgerliche Parteien, unbeirrt durch die Sozialdemokratie, für den Arbeiter i_orgen mußten. Der Re chskanzler bat direkt die Fortführung einer vernunftigen Sozial- politik angekündigt; nicht Stillstaiid, nicht Rückschritt, sviidern Fortschritt werde die Losung sein. Aber er stellt auch in Aussicht die Möglichkeit, diese Politik mit derjenigen Mehrheit zu treiben, die das deutsche Volk am 25. Januar geschaffen bat. An diese Erklarung muß ich einige kritische Bemerkungen knüpfen. Die Kundgebunß macht den Eindruck, als ob der Kanzler auch sozialpolitisch eine A sage an das Zentrum richten wollte, und die Absage an das Zentrum konnte auch eine Absaxze an die bisherige Sozialpolitik bedeuten. Wie steixt es damit? Bezuglicb alier konkreten Dinge, die auf diesem Gebiete bisher iw Vorder- grunde gestanden haben, büllt man sich in vollstandiges Schweigen. Daker muß die erste Gelegenheit benutzt _werden, _der neuen Mebrbeit Gelegenheit zu geben, uber diese Fragen aUkiusprecben, aber nicht in allgemeinen Redenßarten, sorzdern in korkreten Antworten auf konkrete Fragen. In den Ausfuhrungen des Kanzlers War nur die einzige konkrete Andeutung der Reform des Vereins- und Versammlungßrecbkes enthalten. Eine solche Reform in freibeiilichem Sinne biiben wir immer gefordert; _un- iäblige Male haben wir von dieser Stelle Beschwerde gefuhrt über die Einen ung und Beschränkung des Koalitionsreckpts der Arbeiter infolge einer rü ständigen einzelsiaatlicben Vereiiis- und Versammlungs- Jsscpgebung. Nach diesen Vorgängen genügt es nicht, dgß uns der Kanzler erklart. er de--ke an eine solche Reform. Das muß [(r-nisi durchgedacbt iekn- Welches sind nun die Grundlinien der Reform?_ Wird sie die lang- eklebnte, unendlicbnotwendi eBewe unusfreibeitfürdteArbeiter bringen ? Hier handelt es sich um die endli e Erfüllung Von Forderungen einer Janzen Reibe bon Reichstagen, insbesondere um die Rechtsfabigkeit del Berufsvereine, eine Forderun , die seit 40 Jahren Von fast jedem ReiTiistage aufs dringenrste erbo en worden ist. Noel) vor 3 Jahren haben wir wegen dieser Fraue interpelliert. Der Abg. von Kar- dorff allerdings warnte die Re ieruvg davor, der Sozialdemokratie auf diesem Wege die Bahn für i re Agitation noch mehr zu ebnen. Im vorigen Jahre erschien nun die Vorlage; je t hört man nichts Mkbk von ihr. Sollte sie einfach in der Ver enkung wieder der- swunden sein? Allerdings war die Vorlage nicht geeikinet, Be- ikkdiauna im Hause zu erWecken; außer der Rechten bat ke ne Partei e akzeptiert, und es war eine besondere oppositionelle Tinte, in ik der Abg- Bassermann seine Feder getaucht batte, als er die Vorlage kritisierte. Verblüffend wäre jeyt die Lösung der Frage auf dem Wege, daß die Vorlage überhaupt nicht wiederkehren soll in einem Momente, wo die liberale Aera beginnen soll, wo s ar " Preußen Morgenluft gewittert wird. Ich halte die rn Ausweg für unmöglich; die verbündeten Regierungen mu en Farbe daffinnin“ es gibt für sie bier kein Zurück mehr, denn wr werden
'*' orgen, da
macht wird. ßAus der alten Vorlage muß der preußsche
Öreaukratisrh- olizeilicbe Einschlag heraus und das verfeinelte ewebe muß alk neue Vorlage konimen oder sich zu einer bestimmten Weilelofreien Ankündigung in diesem haben Hause verdichten.
Wie steht es mit all' den anderen Forderungcn auf sozialpolitisikem Gebiete, die längst spruchreif geworden sind? Dazu gehört die Ver- kürzung der täglichen Arbeitözeit für Fabrikarbeiterinnen auf höchstens 10 Stunden. Darüber haben Erhebungen stattgefunden, die der Staatssekretär schon_ or mehr als Jabreöfrist im Reichstag besprochen bat. Internat: nal scheinen die ent egenstebenden Schwierigkeiten beseitigt, und auch die beimis Industrie dürfte iich mit diesem 10siündigen Maximalarbeitstag abgefunden haben; jedenfalls ist der Widerstand dagegen sebr ab eflaut. Wir wollen endlich auf diesem Gebiete einmal Taten iichen. Auch in der Mittelstandsfrage hat der Kanzler eine konkrete Zusage nicht gemacht. Spruchreif waren die Forderungen des Menanqten kleinen Befähigungsnacbweises, für den sich eine große ebrbeit noch vor wenigen Monaten im Reichstage ausgesprochen bat, nämlich der ganze Mittelstandsblock, d. b. Rechte, Zentrum und National- liberale. Auch für den Schuh des kleinen Kaufmannsstandes haben wir bloß all emeine Sympathieerkiärungen, aber nichts Konkretes ver- nommen. ir verlangen für ihn die Verschärfung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb insbesondere hinsichtlich der sogenannten Nachschübe, worüber gleirbfalls der Graf von Posadowsky ent egen- kommende Erklärungen s(hon im Februar 1906 vor dem Rei stage abgegeben hat. Was haben wir aus diesem Gebiet von der Rexxierung zu erwarten? Das nveite große Gebiet der Sozialpolitik betr fft die Organisation der Arbeit, die Einrichtung von Arbeitskammern. Auch diese bat der Graf von Posadowsky schon Vor mehr als drei Jahren in Aussicht gestellt. Wie ist diese Einrichtung gedacht, wel es sollen ihre AuFaden und ihr UmfanÉ sein und wann werden wir : ne entsprechende orlage erhalten? rkennen die verbündeten Regie- rungen überhaupt noch die damals abgegebene Erklärung als ihr Ziel auf diesem Gebiete an? Eine AnYiederung an die Gewerbegericbte wird von diesen nicht gewünscht. ollen auch die Handlungßgebilfen in die Arbeitskammern aufgenommen werden, und wie steht es mit den Arbeiterinnen? Wie denkt sich der Reichskanzler das Verhältnis zwischen den Berufsvereinen und den Handwerkékawmern? (Fs ist das eine sebr wichtige Frage. Wenn die Einführung der Rechtsfäbi - keit der Verufßvereine die Einführung der Arbeitskammern ift, w e der Staatssekretär sagte so muß das erste Eescß sobgld als möglicb eingeführt werden. Mit der Reform des Vereins- und Ver- sammlungsrechtes allein werden wir uns nicht abspeisen laffen. Die Linke des Hauses wird sich hoffentlich in dem leichen Sinne und mit derselben Energie (in ern. Die frei nnige Pattex in deren Mitte jetzt ein Naumann vt, muß ja förmlich lecbzen na einer Lösung dieser Aufgabe, und auch die Rechte wird hoffentlich einen Druck auf den Reichskanzler üben, damit wir aus dem Stadium der Zusagen in das Stadium konkreter Tatsaiben kommen. Jeden- falls werden wir an der bisherigen Sozialpolitik unentwegt festhalten, namentlich auch bezüglich des Tempos. Uns kann es nur lieb sein, wenn andere Parteien uns sogar übertrumpfen sollten. Aucb kommt es uns darauf an, daß etwas Positires zum_Wobl der Nation erreicht_n_3_ird. Nur diesem Zweck hat die gegenwartige Interpellation denen 0 en.
(Schluß des Blattes.)
- Ter Schlußbericht über die gestri e Sißung drs “quises der Abgeordneten befindet sich; in der Ersten etage.
-- DasHaus der queordneten se te l_n der Heutigen TN.) Sißung welcher der Minister der b entliehen Arbeiten reitenbacb beiwohnte, die Beratung des Etats der Eisenbahnverwalfung, und zwar die Besprechung der Zugverbindungen, fort,
Abg. Mathis (ni.): Ich möchte bitten, daß ein Tagesscbnellzug zwischen Berlin und Breslau in der Siadt Flirstenwalre ballen möge. Der einzige Schnellzug, der in Fürstenwalde bali, ist der _Nachticbnell- zug, der dort 12,30 Uhr Nachts eintrifft. Am meisten kame fur uns in Betracht der Schnellzug Von Berlin, der Nachmitta S_Z 35 Uhr, sowie der Schnellzug von Breslau, der 6,50 Uhr in_ uritenwglde eintrifft. Ferner wünsche ich Schnellzugsverbindung fur die Stadte Löwenberg und Gransee. _
Abg. Graf von der Groeben (kom): DieProdinz Pommern zeichnet sicb in ihren Ansprüchen an die Staatsbahn diirch große Be- scheidenheit aus; denn es sind nur zwei _Redner auI Pwmwern gemeldet. Daraus ist aber nicht zu icblicßcn, _daß_ Powmern mit Babuen gut bedacht sei, im Gegenteil, es lll _iebr 'Öwer, nach dieser Provinz zu reisen, und noch schwerer, axis kieixc Prrrxnz fortzrireisen. So bedarf es Vor allem woch, kenerxr Ver- bindung bon Pommern nacb Wxsicn. Die _Stadt Stralirmd betiiioniert seit Jabren um eine Schnrllzng€rerbindung WK 453371“ burg, um an dem grrßen Durchgang§verkebr liber Parriburzi nacb Drin und atis zu gewinnen. Der Minister, der ja lange in _“.d r*ln geweirn ist, k nnte dadurch dem Rheinländer es erleicbiern, die irböne Oiiier- küste zu erreichen. _ _ _ _ _ _
Abg. Kriege-Bentbeim (srcikoni) Wunscbt dener." Verbindungen von Bentheim über Lingen iiach Emden. _ _
Abg. Heckeurotb (kom) wün1cht Beicblenmgimg drr Jabrten der Züge auf der Westerwaldbabn, die nach dcr (x_rnerx-Zrung de-I Ober- baues sebr wobl möglich sei, und namentlich Etnrrciieri des Abend- zuges von Altenkirchen in Limburgxor 10 Ubr 17 Miriuien Abends, damit man dort Anschluß an den Schnellzggracb Beriixi babe.
Abg. Haußmann (nl,) wünscht SYririizugxrerbindung__ron
annOVer über Elberfeld nacb Cöln i_rnd bciirre Vcriirrdrriig zwi*chen Zolland und Löhne, Hameln, Hildesheim n_ach Halle. _ _ _
Abg. Schmidt-Warburg (Zenit) bcfrrrn*ori§t_be1ier:' "L*erbiridriiig von der Weser unterbalb don Kirldbafcn nacb Ci'isl, d:: _k-er [ Zig? Umweg über Altenbeken zu groß sei. Das Pridiikiim _rrrirk-:_iieder durch das romantische Wesertal zwifcben Warburg und Yyrtcx 'ibren. Dazu brauche nur die kurze Strecke dyn Holzmiiiden mä; Zikeiiede Vollbabnbetrieb zu erhalten. _ _ _ _
Abg. bon Velibeim-Sckpönfliefi (kon!) n**„*_:-._':b_tA;:J::._::;:n,; des Vorortberkebrs über Tegel bis Velten mii iiixzokor .:r:'_ ?_3-3 dortige Töpfereigewerbe, _das seinen Absas _.LllI'flIiIr'ZIilÖ "i _L*.-_.i_i_n habe. Der borigeß thliiniiier babe fiel; in dreier A;1.:ri.*.:xr*.:*:r ":"-r wo lwollend eäu er. _
l)Minisierg der öffentlichen Arbeiten Bt_eitcixdgcb: Ich iicdc diesem Wunsch ebenso wohlwollend ge.;enubcr, wic Mm Jian;- vorgänger, und Werde bestrebt sein, dieSacbe zii (Fr.:; z.: i;;dxrxr. Die Verhandlungen mit den Ressorts uber die Dixrch*:x.:'„'x:_,_: kixixr Maßnahmen sind noch in der Schwrbe, es iii .*.drr mcd :::.di 'eii- gestellt worden, wie weit die Gemeinden bereit icin irrrden, Br*:iragr zu leisten. __ __ __ _
Abg. Eichstädt (freilons.) bittet um bcnrre *„*:'r.*indiir:;icn fur die Stadt Meme bei Marienwerder. _ __ _
Abg. Franken (ni.) wünscht, daß dieV-anc iiriickxen Driisburg und Dortmund mehr über Altenessen und Gelsenkiizben gefuhrt würden, wäbrend sie jcßt fast ausschließlich uber Effen fubren.
(Schluß des Blattes.)
Statistik und Volkswirtschaft.
Zur Arbeiterbewegung. Der Verein Ostdeutstber Holzbändler und Holz-
industricller, Zweigverein Braiidenburg und Berlin, wird am 11. d. M., Abends Ik Uhr, im großen Si unaösaale des hiesigen
i
bnen der Rückweg verbarrikadiert und unmöxklich _
Restaurants „Zum Heidelberger“ seine iesjäbrige Genergl- versammlung abhalten. Zur Besprechung stebt _auße_r den geschaft- licben Mitteilungen und einem allgemeinen Ueberblick uber das der- fioffene Jahr als besonders wichtiger unkt auf der TaFSordpung: „Dcr gegenwärtige Stand des treiks und der rbeiter- ausFerrun in Berlin." Das Hauptreferat über diese Frage hat . Bro, Hiitglied der Handelskammer Berlin, übernommen.
Eine Versammlung der Berliner Herrenmaßsabneider fand am Donnerstagabend statt. Infolge des Au'ssperrungsbescblusies des Arbeitgeberverbandes habe, wie der „Boss. Ztg.“ zufolge mitgeteilt wurde, die übergroße Mehrzahl der Arbeitnehmer die Betriebe bor- zeitig Creiwillig verlassen, sodaß nur noch 300 Maßschneider aus- Fesperr werden konnten. Von den angeblich 400 organisierten
rbeitglebern hätten nur etwa 150 ausgespart, die anderen hätten sich a so dem Beschluß nicbt gefügt. Ein Teil sei bereits zum Bureau der Arbeitnehmer gekommen und habe erklärt, Frieden schließen zu wollen. Sie seien aber abgewiesen worden mit der Er- klärung, ihren Verband zu veranlassen, einen anderen Beschluß zu fassen. Die Mehrzahl der Arbeitgeber, die nicht organisiert sei, so wurde weiter berichtet, beschäftigte gegen 4000 * kaßscbneider, während die dem Arbeit eberberbande an ebörenden 2500 beschäftigen. Es so ten neue Ver andlungen mit nicbtorganisierten Arbeitgebern stattfinden, und es sei zu er- warten, da!; wieder eine große Anzahl bewilligen werde, Einem Teil olcber Arbeitgeber sei bis zum 12. März Frist gegeben, cb Lu entscheiden; von einer AniablGeschäfte erwarte man endgültige ückäußerung bis zum 10. d. M. Es sei beschlossen worden, eine Versammlung der Nichtorganisierten, mit denen noch keine Verein- barung “Hande gekommen sei, zu Dienstag einzuberufen.
In aris beschloffen gestern, wie „W. T. B.“ meldet, die
Arbeiter der Elektrizitäthentralen, _bon 5Ubr Nachmittags an in den Ausstand zu treten. Der Bescblu ist darum gefaßt worden, weil die neue Gesellschaft, die von der Pari er Stadtgemeinde die Kon- zes on für die elektris? Beleuchtung erhalten soll, sick) Weigert, ibren Ar eitern die den iädtischen Arbeitern zuerkannten Vorteile zu bewilligen. Die Arbeiweinstellung gina in fast sämtlichen elek- trischen Zentralen in Rube und obne daß Materialbescbädigungen ge- schaben, vor sich; nur in zwei oder drei Anstalten wurden die Feuer außgelöscht oder gewisse nur si'hwer obne weiteres erseßbare Maschinenteile vernichtet. Da der Ausstand unvermutet eintrat, ivar für die Zwecke der Be- leucbtun wie der Kraftlieferung keinerlei Reserve vorgesehen. Besonders starke törungen hat der Ausstand im Zentralfernsprechamt und auf dem Nordbabnbofe berbor erufen. Außer den Theatern mußten auch zahlreiche Konzert- un Tanzlokale geschlossen bleiben; die Menge verteilte sich scherzend in die spärlich erleuchteten Bouledardcafés. Die Schußleute, die in den nur mit elektrisehen Lampen versehenen Stra en mit Pech- fackeln aufgestellt waren, lösten sich Von iertelstunde zu Viertelstundeab. _ In der Sißung des Gemeinderats er- klärte der Präfekt des Seinedepartemenis über den Ausstand der Elektrizitäwarbeiter, daß Maßnahmen ergriffen worden wären, um den plößlichen Ausstand zu verhindern. Die Arbeiter alaubten, durch ihr Vorgehen den Gemeinderat zu größerem Entgegen- kommen zu bringen, sie befänden sicb aber in einem Irrtum. Er gebe ihnen den Rat, die Arbeit wieder aufzunehmen und dem Woblwvllen des Gemeinderats zu vertrauen, der sie jederzeit gesibüßt habe. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurden die Ausschu - anträge über die Erteilung der Gaskegie an einen Konzessionär an- enommen. - Zahlreiche Zeitungen konnten beute nicht er- icbeinen, weil infolge des Ausstands ihre Rotationspreffen außer Betrieb geseßt waren. Nur in zwei Theatern, dem Tbéätre Réjane und dem kleinen Tbé-ätre Grevin, die ihr elektrisches Licht selbst erzeugen, konnten Vorstellungen stattfinden, die übrigen Theater gaben das Geld zurück. Es beißt, daß die Tbeaierdirektoren eine Versammlung abhalten wollten, um in betreff cines eventuellen Schadenersaßprozeffes gegen die Elektrizitäthesell- schaften cmeinsam vorzugeben. Die Postbediensteten konnten n voriger Nacht wegen mangelnder Beleuchtun nicht arbeiten. Die Briefe dürften deswe en erst mi starker Verspä tung angetragen werden. Von soz alistischer Seite wird gemeldet, daß auch die Beamten und Werkfübrer der Elektrizitäthesellscbaften sich dem Ausstand anschließen wollen. Konserbatibe und Fmäßigt-republikaniscbe Blätter äußern ibren Unwillen über den treik in schärfster Weise und machen die Radikalen im allgemeinen und die sozialistisch -_radikale Mehrheit des (Gemeinderats im besonderen für die 1chweren Schädigungen Verantwortlich, die der Pariser Bevölkerung aus diesem Ausstand erwachsen. Der .Figaro' weist darauf hin, das; die städtischen Arbeiter in einer weit besseren Lage seien als die Aibeiter und sämtliche Beamten anderer Unternehmungen. So hätten sie, abgesehen Von böberen Löhnen, jäbrlicb ihren Urlaub, während dessen ihnen der volle Lohn gezahlt würde. Es sei daher kein Wunder, daß auch die anderen Arbeiter äbnliche Bedingungen erstrebten.
nur
Theater und Musik.
Königliches Opernhaus,
In Gegenwart der Kaiserlichen und Königlichen Majestäten fand gestern im Königlicbcn Opernhaus die Erstaufiübrung bon Alexan der Ritters einak-iger Oper .Der faule Hans' statt. Dem Text liegt eine poetische Erzählung bort Felir Dabu zu Grunde. Der faule Hans zieht sich den Faß und die Vera tung seines Vaters, des Grafen Hartung dur seine völlige Glechgüliigkeit und tatenlose Trägheit zu; er wird zur Strafe gefangen gescßt mid dem Gcspöit des Gistrides prxisxiegeben. Da erscheint die Könisin bon Brabant auf der Flucht dor ibren von RieÉen unterstüßten Feinden auf des Grafen Burg. Des rasen Mannen und seine sechs Söhne außer dem im Bargbof ange- kettcien faulen Hans eilen den Kriegern der Kö-iigin zur Hilfe. Dennoch rückt der Feind Vor und die Riesen dringen in den Burghof, wo sie den die Könisin schüßer1den Grafen überwältigen. Da zerreißt der faule Hans seine Ketten, erschlägt die Riesen, führt das Heer dranßen zum Siege und wird der Königin Gemahl. Dies dkr Her- gang der Handlung; der „faule Hans' soll aber zugleich ein Bild dcs dcutscbenMiehel sein, der tatenlos träiimi, bis eine bobs: A:]fZabe ibn zu beldenbaftem Handeln und Siegen ruft.
Alkxander Ritter ('!" 1896) gebörte dem engeren Kreise Wagners an, auch als Komponist ist er ein Epizone des großen Meisi-er. Jm „faulen Hanö' wird diese ?lnlebnana gelegentlich fast bis _zu_r Ab- hängigkeit, nicht nur in der ganzen Orchestrierung, sondern aißerlickj bis in die Einzelbciten der Cbarakterisicrung. Soweit sich Wirkungen durch geschickte Anwendung der äußrreri _Mttirl er- reichen lassen, ist der Komponist nicbt obne Ericlg, r** ck abrr auf innerliches Schaffen aus dem _Eixienen “IkilOlUml, baden seine Kräfte Versagt. Seinem Kämmen gelingt xirßwiidxrung äußerlich bewegter Szenen, wo die gewaltigen „Oili-Zméttkl _ der modernsten Orchestertecbnik eingreifen können, zur feinereii 1de treten Cbarakierisierung reicht es aber nicht aus. So sind die Schlacht- szenen lebhaft und kräftig geschildert, die Charakteristik dcs .yelreri, des „faulen Hans“, mit dem dankbaren Kontrast in seinem W:!kn, ist aber oberflächlich und 1chemenbaft,_ aeradezu schwach in den lyrischen Szenen. Auch am Aufbau läßt ck marxcbes ÜUSlÉLeii. Die Ouvertüre und die breite Exposition s einen ein großes Musik- drama einleiten zu wollen; die eigentliche Handlung ist dann sicb basiig überstürzend auf Kosten jeder Entwieklung in _das [este Drittel desselben einzigen Aktes zu'ammergcdrangt. So läßt die Oper, obwohl sie zweifellos von einem bedeutenden technischen Können Zeugnis ablegt, den Hörer im Grunde kalt. Wie bei den meisten Opern der Wagnerianer, fühlt man zu deutlich. daß dem Aufwand an äußeren glänzenden Mitteln allzuwenig der mucke, im Grunde dürftige Gehalt entspricht. Die Aufführung war schr iüchtig. Dr. Strauß als Dirigent wußte, _was in der techniicb eicbicknn Musik an Feinheiten steckte, sebr wirkiam beransxubcbcn, die s_ wierigcn Chöre wurden ausgezeichnet zu Gehör gebracht und die Beirsunz der Rollen ließ kaum zu wüns_chen übrig. Die artic des faulen „Hans sang Herr Fennariui vom Pamdurßer Stadil rater; er veririgt rider eine angene me, kräftige und gut ge ildcte Stimme und über cire ird: acbtenSwerte Vortragskunst. _
Eingeleitet wurde der Abend durcb Zed Blecds darinJ-iauntge Dorfidvlie „Das war ick)“. „Vm Carl Sträs vom Hamburg" Stadt- theater sang als Gast den Pen: reibt wirrecdend.