deu Ab led u bewilligen: dem Hauptm.Drescher von der Nes. du 1. InisYiegtx. König und dem Oberli. Oertel von der Res. du Inf. Leibregts, beiden mit der Erlaubnis zum Tragen der Land- webruniform mit den für Verabschieiete vorgeschriebenen Abzeichen, dann den Oberlts. Bevschlaa (Augsburg), Weile_r (Regens- burg), Wiesend (Bayreuth), Heßdörfer (Wurzburg), samtliche von der Landw. Inf. 2. Aufgebots; b. im Sanitatskorps: tm Beurlaubten- siandx: am 4 d. M. den AbscJed zu bewilligen:'den Stabsärzten der Landw. 1. Aufgebots Dr. eise_le (Weilheim), Dr. Braun (Kisfi-igen), Dr. Discbinßkk ([ MYUÖLU), dem O_berarit der Landw. 1. Aufgebots Dr. Schubcrt (Kaiierslauiern), saxntlicben mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw. Uniform mit den für Ver. abschieben vorgeschrisbenen Abzeichen, dann dem Oberarzt Dr. Jebens von der Nes. (Bamberg), dem Staböarjt Dr. Rilling Straubing), und dem Oberarzt Dr, Jakob (Bamberg), beide Von der Handw. 2. Aufgebots; 0. bei den Beamten der Militärverwaltung: am 25. v. M. den Rechnungßrat Nieberl, Proviantamtsdirektor beim Proviantamt München, die Oberzablxneister Frbrn. Vogt v. Hunolstein des Inf. Leibrcqts. und Kirchner des 19. Inf. ngts. König Viktor Emanuel 111. Von Italien, die briden letzteren untér Verléibung r*s Titels eines Rechnungßrats mtt Pension in den erbetxnen Ruhestand treten zu lassen; am 4. b. M. den Zablmslr. Baner mit seinem Ausscheiden aus der Kaiirrliiben Schußtrupbe für-Südwestafrika mit dem Rznge nach dem Zablmstr. Stockbause im 111. Armeekorps wirdsranzusiellen.
1111. (Königlich Württembergisches) ArmeekorpZ.
Offiziere, Fähnrich: usw. Ernennun en, Beförde- rungen und Verießunqcn. Stuttgart, 4. ärz. Stroebel, Lt. im 2. Feldart. Regt. Nr. 29 _Pxinz-Regent Luitpold bon Bayern, in das Feldart. Regt. König Karl Nr. 13 verseizt. Nachiiebende Okervrimaner der Hauptkadeltenanstalt im Armeekorps als Fähnriche mii Patent vom 28. Februar 1907 anaesielit, und zwar: Beutner im Uian. Regt. König Karl Nr. 19, Lichtenberg im 2. Fcldart. ngt. Nr. 29 Prinz-Rxgent Luitpold von Bayern, Heimerdiuger im 4. Feldart. Regt. Nr. 65.
Beamte der Militärverwaltung.
Stuttgart, 14. Februar. Rauen, Proviantamwassisi., behufs Uxbsrtriiis Jiik Königl. brewß Militärverwalt. die Enilaffung aus dim württemberg. StaatSOienst erteilt.
Stuttgart, 28. Fsbruar Olpb, Proviantamisaspir., zum Pwoiantamtsaifist. ernannt.
Durch Verfügung des KriegSmini_steriums. Stutt- gart, 28 Februar. Olpp, ProbianUmtSassiii, dem Probiantamt [UZI zagefeiit.
Kaiserliche Marine.
5. März. Schleg7*._er, Haurim. born 1. Seebat., berer an d:“r Marineaiaxsmie iind -1chaic zur Triinabme Ui der distäbrigra Korbs-Generaiitabsreixe drs F. Armeekorps kommandiert.
Yiehtamtliahes. Deutsches Reich.
Preußen. Bkrlin, 12. März,
Seine Majestät der Kaiser und König konfcricrten hi-Uie vormittag, „W. T. B.“ Lafoigc, mit dem Rsichskanzier Fürsten von Biiiow und dym Staatssskreiär dss Auswärtigen Amts" von Tschirichkn und VÖZSUÖOTff und nahmrn, in das Königliche Schloß ZUrÜckngcbrt, dcn Vortrag dss CMI des Militärkabinctis, Gsncrais der Infanterie Grafen von Halsen- Haeseler Entgegsn.
Laut Meldung 1362? „W. T. B.“ ist dcr aiisrciscnde Ablbiungstrari-Mbrt für S. M. S. „Condor“ mit drm R€icheZp0sibambfcr „Yorck“ am 9. :.iärz in Suez cingctroffcn und bat cm drmseibsn Taye bi? insc nach Adcn fortgsseizt.
SM. S. „Zverber“ ist am 10. März in d:“k Zaldanha: bitch! (Kabiaiid) cirigctrbffcn Uiid gkht cht: von dort nach Kapstadt iii SCL.
S. M. S. „Ti-ie'r“ ist am 9. Miirz in Futschau ein- griroffon imb gsbt morgsn von dort nach Srbimgbai in Sre.
S. M. S. „LSiVZiZ“ isi borg-xstsrn bon Tsiiigtkm iiach Schanghai in SLL gr-gange'n.
S. M. S. „Lucbs“ isi gcitcrn in Schnngbai cinqktrbffcn.
S. M. S. „Jagiiar“ goht béuie bon Schangbai nach Nagasaki in Ser.
Bayern.
Seins Köniixilicbe .Hobcir drr Prin;:Nrgsnt Luitboib ersrrdrt ÖCUTS sein 80. stsiisjabr. Dcr Gsbiiris: taxi DTI zirciim Fürsisn wird bbn Tsri iixatiiiizén unditädiisMn Bsbörbcn, ÖM Ukiib rsmätm UNO Schals", „Korporationen und VSkLiNM 'm dsr Übiickzen Wikis? gsfsisrt.
OMerreich-ngaru.
Jm böbmiickxkii Landtaige' b:.bxéxi Zkitérn die Be: fprcchyxbéw Übkr dis Amiraxs, bsirißskb dsr! Sitrrrkichisch- ungariicbsii ZiUÖZick1ch,ÖSZOnN-JU. '
T:! iii.?“xk, Tl: ;: W::Tr k.;mrn, irrchkri sick), „W. T V' zu. foigk, :*).ix- "Tir [**:-«.". [.“-„*ziri'iézkn TUZzi-Ziä) rkéx "'."ir wirié'éwiiliée Trenriinx, !ciis eiiiirbiexxn iiir “yioxiize wiciicbx'tiiÖ: Trennbng 5114.
* Tc? UUJQkiiÖL Miniiierpräiidcnt 'Dr. Wskerls rr: klärt? géiiékki, wir das griznme BUTSÜU meidsi, auf Likkk Konferenz dsr Kbiintbpartéi, mii Der die alibeutschr Bswcgung zi: Svrcxchs gebrcchit WUTÖS, dis Regikriinq babe Kenntnis davon, doi; bie Liiibsmicbsn dxs Land mit liikrariichcn Er_zéiigniiien Übsriiiitktén. Tém könne man nur durch ein patriotischcs dsmichss BLM ?thkgemretrn; in bisssr R;chtung babs die RSJLN'UNJ auch ber€its Schritte UQTMOMMM.
Großbritannien und Irland.
_ Jm Unterbauis Kab déquterß-uutsiekrstär R an ciman ge'itern in Beantwortung einer Anfrage bézügiich dis Vro- gramdeerEHciaZ-Ir Frisbrnskbnierenz, nach einer Meibung OSS „c.. T, B.“, foigxnds Eckbrung (25:
_ ?erGegexiiaK eiker Begrenxxr ker Rüsturzen ist in “ckm urixrucslichen Prozramm ker Haxxxxr 07587“; nkchT Linke,;riffkn ge- weien, daß im, vnguxZeren Arti! ken Mä-Éter mit;,etkilt wurde.
m ck die Frage, ob ki-Zikk Ge,;ériitxxi aiif rer Kcnfxrenz e:-
:ken soli, erwogen worken. Eine weitere Erklärung kann
über_ dgs P-bgramm dex Konferenx ni-Ht abgkgeben weren, bis die
errdgultige Einlaxun'g seitens der russiicben Regietu-Z erfoißt sein
wird, dre fick; bezuglich des Pro.;ramms mit der britikcben Negietimg und den anderen Macbtea in Verbindung geseyt bat.
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sdes Ministerpräfidenten und verharrte
Funk:“
Dex Iußiztmmßer Guyot-Dessai Deputiertenkammer den .Entwur geseßes vorgelegt.
Der Entwur! legt, einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge, die Veamteneigensch t jzdem bei, der als Beauftragter der öffentlichen Gewalt dem vom Staate aus ebend n, für die Verrichtung des öffent- lichen Dienstes organisierten ramte-nsvsiem angehört. Die Beamten, mit Außnabme der Gerichts- und olizeibeamten, dürfen sicb zur Wahrung ihrer beruflichen Jntemen beliebig zusammenscbließen. Ihre Vereinigungen dürfen sich unt-xreinander verbinden nach den im GeseH-c vom Jahre 1884 angegebenen Grundsäßen.
Por dicht beseßtem Hause gelazigte estern die Inter- pciiation Jaurés uber das Eingreifen er Regierung in den Ausstand der Elektrizitätsarbeiter zur Be- sprechung.
Jaurds berief sich, obiger Quelle zufolge, auf den Entschluß Cl-menceaus„ais Ersatz für die Ausständigen Soldaten heranzuziehen. Die Ausständigen hätten keine Gemalttätigkeiten begangen und hätten, indem fie die Arbeit einstellten, gezeigt, w€lch* eim Macht die Arbeit_ sei. Wenn die NegierunZ? dadurch, daß sie für die Ausstandigen Ersas schaffe, der ' acht der In- dustrie Rechnung trage so leugne fie das Recht auf den Auéstand und verleihe iomii den Kapitalisten unzulässige Rechte. Jaurös _Verlangte, da Ciemenceau und seine Mitarbeiter die Ver- antwo:tltchkeit_ überne men sollten, und sagte, wenn die Regierung kcnquusnt sei, so müßte sie auch den Bäckern, den Gruben- arbxitern und den Eisebbabn- Und Straßenbabnangestcliten das Recht auf den Auéftand absprechen, aber dann würden _ die Arbeiter eine Umwandlung dieser Betriebe auf sozialisiiicbcr Grundlage verlangen. Jaurbs erklärte weiter, die Ingenieure der Elektrizitätswerke würden ihre Zustimmung zur Beschäfiigung von Soldaten in den Werken nicht gegeben haben. U:brige_ns würden die Soldaten äbnlichen_Anordnu.-1gen bald passiven Widerstand Entgegen- sesen. Zum Schluß richtete Jayrézs die dringknke Bitte an Clemen- ceau, sich mit dem republikanikch empfindenden ganzen Lande in Ein- klang zu fcßrn. 'In seiner Entgegnung führte Clemen- ceau aus, daß die klare Logik für ihn und gegen Jaurés sbrkchc. Ein “Ausstand könne seine Berechtigung haben, dürfe aber nicht auf Kosten der Außenstehenden geführt werden. TU_Regterung habe die Soldaten Verwandt auf Grund des Ansbruckxs auf Sélbsierboltung, _den die menschliche Eescllscbaét babe; Pflicht der Regierung ssi, disien Anspruch zu wahren. Das, was Jaurés ais reibeit bezeichne, sei bis Vergewaltigurg der ganzen mensxblicbén eseüscbaft durch einige Individuen. Man dürfe die Arbeiter nicht zu Sklavrn, aber ebensowenig auch zu Tyrannen machen. Die EiektrizitätSarbeiter seien in den Ausstand geti€ten obne nennemeerten Grund und hätten die anderen armen Arbeitkr _ geschadigt. Die_ Regierung babe sein-n, Clemrnckaus, Enticbluß, die kaerkkcbaften heranzuziehen, cinmütig gebiÜigt. ClSMLUCCQU 'ragte, bb Jaurbs auf seiten des Arbeitrr- bundei- stände, dsr den Generalstreik Vorbereite. Die Sozialisten seikn nicbt _Anarcbiit-kn, sie dürften Cilio nicht die Radikalen und die Regie:- tung in einem Angenblick angreifen wo sie wichtige soziale Reformen durchfübrte:i. _Jaurbs erwiderte Élemenceau, der von eincm Upps!] ch Jntcxbxlianten_an die Rechte gesprochen batte, voiier Ent- rüitung, i'r Lass 11:17 von niemand beleidigende Woite gsfailen, kan; dxmr. aiif die ziir Vexbanklurxg stehende Frage zurück und sagte, er irracbe fur cin Recht der Arbeiter auf das Lebkn. Ciemenceau er- niedriß? ki? Soldan", ivkkm er sie die Rolle von (Gelben d. 5. DM Arbkitéxxi, die zu den unabhängigen Svnkikatcn gehörten. Biétrv, ke: Piaitkeiér der Y_xreinigung der gelben Svndikate, erhob biergxixen Wireiiprucko und griff die Sozialisten an, unterbrochen Von beitiaem Lärm (ms Der äußersten Linken, kiffen der Vorfißxnde nur mit Müks Hsrr wurkr'.
Jaurés Wing sodann folgende Tachordnung vor:
Die Deputikmniawmch ist dsr Ucberjeugurg, daß das Zurück- rcifex: a:.“ :::éliiärischs Hiifxarbkit mit dem Zwecke, kik: auxiiändigen . rs'eiicr ker EikktiiZifälSik'Cik-Z zu crsßßkn, eine Beribirächtigupg kes Stxkiixrcth Und ein Mißbrauch d:“r Kcmmandogcwait gkgeiiübxr ken SbldUen iii, und gebt Ziik Txgkwi'dnung über.
Der Vorratig für diese Tagsöordnung wurde mit 418 JOJLU 90 Ztiwmen abgcichnt: cbe::so wurde der Vorrang für eine von Lanes bsantragte ngrsordmmg mit_ 337 gigen 28 Stimnwn abgelkbnt. Der_Prändent Brisson ikelite sodann einc Tages-Zrdiiuna ziir Abytimmung, die der Rogicrung das Vsrtrauen UilEiniÖi und foigcndrn Wortlau: Hat:
Dir Kämmer biiiist di:“ (F'fiäxungm drr chiérung, [kbmt jeden 3973223771219, :b 11:15 geht 3111: Tag Zcrdniing fibsi“.
Tiki? Tachbrdnung wurd? Mit 365 gkgen 66 Stimmsn angbnocmmcn. TLS Mmdrrizeit _bksikbi, aus dcn geeiiiigten Sozialisirn, mcbrsrsn Sozialistiich-Nadikalkn und 10 Mit- giicbcriiber Rschtén. Zabireichßunabhäxigigs Soziaiiitrn und Soziaiixtisch:k)iadikaie enthielten iich der Abstimmung.
Spanien.
Nack) drm bis jest voriic ?ndm, von „.W T B.“ über: mittclxen Wahlergebnis sin raie, 89 RTWWiikÜnkr, 13 Kariisten, 18 Temokratsn, 8 R?- gionaiisiun, 9 Unabhängige und 7 keiner Partei Angehörige gcwäblr worden.
ne hat gestern der eines Beamten-
Rumänien.
Tex bisherige: T_onixjiicnininisier Labovary ist, „W. T. B.“ zuiolzie, ziim Mixiiiier ch Acnßkrn und der cbcmaligc Unterichismwster Jitrats ziim Domäncnminister srnaimt wor 821.
TieKammer'hat dcn bisbkrigenVizkpräfidentcn Canta- cuch- ZUm__PkaiidfniLn und den Trputierwn Bratasanii zum Vichräiidrnten gewählt.
Bulgarien.
Tsr Ministerpräsidcnt **»ctkbw isi gsitsrn in Sofia, als er mit dm Übriben Ministern im Boriszqartsn DkOiiiLiiiSkié, von cinem entiaffenkn Bramten dsr Landwirtschaftcsbank durch drei Revolverschüsse getötet worden. Der verhaficie Mörbsr ist, nach eiiier "Melbung dcs“ Wienrr T-iegrapben: Korreiv-Bursaus, aus Widdin gebürtig und brißt Alrxander Petrow. Ein Augemchge der Ermordung berichtet, das; der LMS“ abgegebene Revolverschuß dcn Handels: und Ackerbau-
einen vorüber fahrebden Wagen zu steigen, brach jedoch vor dikscm zusammen und starb während des MiNUiL-"l später an einer Herzwmsde. Der Mörder, auf den em die Minister begleitender Polizist mehrere Schüsse abgab, ohne ihn zu treffen, wurde von zwri Polizei: beamixn fsstgenommen. Nack) ailgemriner Ansicht handelt es „ck um einen prcsönlichen Racheakt gegen Ge- p_abjew, dem zufällig Petkow zum Opfer gefallen ist. Tkr Täter gab bsim poliZeiiichen Verhör an, er habe ferne Mitschuldigen; er Ha € das Attentat verübt, 11m- dax bulgarische Volk zu bsfrsien, Demgegenüber be; nötigt mb die Meidung, daß der Mörder in GisLUschaft von drei andereii Personen gesehen worden sei. Nach dem Attentat sammelte sich eine große Menschenmenge vor der Wohnung _ _ in ehrfurchtdvollem Schweigen. Bei dem HandeWmmifter Genadjew, der nur
TranSports wsnige .
ipi-xlen laffe, „
302 KOUs-kaasiVL, 131 Libs: .
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- . _ . 4 *, ' ) mimiter Genadxew am Arm vrrlrßte. Petkow ver1ucht8, m ! aufmelfmm “WM, "' welch
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-*!eichi=vmvundet worden war, wurden bis zu später „Basa als Zeichen der Sympathie gemacht. ofort nach dem Attentat hat em Ministerrat stattge- furzdxn, _der beschloß, das, Präfidium und interimistisch das Ministerium der. offentlichen Arbeiten dem Minister des Aeußerxx ' Stanctow und das Ministerium des Innern interimisttsck) dem Handels: und Ackerbauminister Genadjew Il)? iibertragen und für Sofia und die Provinz militärische aßnahmen zu treffen. Die Deputtertrnkammer ist auf heute zu einer außer. ordentltchen Sißung einberufen worden.
Afrika.
Einer Meldung .des „Daily Telegraph“ aus Tan Lr zu- folgc hat der franzosische Gssandte den scherifischen Be örden gegenuber das Verlangen aUSgesprochen, daß für den Pasten des gemäß Artikel 66 ,der _Algectra_sakte zu ernennenden Ingenieurs für die offentlichen Arbeiten in Marokko der Leiter der ößfentlichen Werke in Tunis Porche _ augersshen wer e. Die Forderung wird „dam1t brgrundet, daß das für die marokkanischen offenilichen Arbeixen zu verwendendr Geld aus den vermehrten Zolleinnakimen fur Einfiihrgüter fließen werde, von denen der größte Téii UYS Frankreich komme.
, -- Ber einem Festmahl, das von der Bürgerschaft Prä- torias gestern zu Ehrezr des neuen TranSvaaler Ministeriums v_eranstaltet_ wurde, hielt der Premierminister Louis Botha eme Rede, in der er, laut Meldung des „W. T. B.“, sagte:
Die britischen Jzirereffen seien in. den Händen des Ministeriums Vollkommen sicher; die Welt werde ichen, daß die Regierung von Tranivagi sy besorgt un) die Ehre der englischen Flagge sei, als es ein Ministerium iiur sem könne. Die Ehre und die Zntereffen des alten Volkes wurden , damit auch gewahrt. Usbérdies seien die „Tranévaaler von tiefer Dabibatkcit erfüllt, weil der König Eduard, die britische Regierung und das britische Volk ibnen ix_i einer in der Erscbicbte einzig dasiebexxdsn Weije_vertraut h_aiten, indem sie dem Volke von TranSoaal eine iwie Yersaiiung gewahrten. Die Buren würbsn diese Großberzigkxir niemals Vergessen und das Miniiierium WÜTÖZ sein Bestes tun, um eine groß,? geemigte Nation zu schaffen, derén einer Teil auf den andcrn mcht mtl Mißachtung oder Mißtrauen blicke. Wenn dann auch in der Oranje-Kolonic_eine direkt Verantwortiicbe Regierung crr_1chter_ sei, „werde bas Ministerium bestrebt sein, auf ein gecirigtes Sudafrika btnxuarbeiten. Die Regierung werde aiies tun, um die Bergwerkstätigkeit zu fördern, werde aber jedkm Versuch mächtiger Korporationen, Txile des Landes in ihrem Interesse zu iberren, ent. gegsiitreten. Bezuglicb des Unterrichts sagte Botba: bis zu einer ewifferi Stufe, die die Ktxidsr in der Exlernuna der englischen und Ollandtscben Sprache erreichen müßten, sollten sie in ihrer Mutter- sprache erzogen werden.
Botba teilte ferner mit, London beiwohnen werde.
Stunde
daß er der Kolonialkonferenz in
Parlamentarische Nachrichten.
_ Die Schlußberichte über die Jlestrigen Sißungen des Rei_chstags und des auses der bgeordneten befinden sich in der Ersten und weite'n Beilage.
- In der beutigxn (16) Sißung des Reichstags, welcher der Staatssckretar des Reichs chaßßamts reiherr von S_tengel, der Staatsxsekretär des eichsjujtizamts 'Dr. Nic'berding und der itsilvsrtretende Direktor der Kolonial: abteilung ,bcö Auswärtigen Amts Dsrnburg briwohnicn, standen die Nachtrage _ zum ReichshaushaliSetat und_ zum" Etat dcs iübwestafrikanischen Schuß: gebicts fur 1906 (29 220 000.44 außerordentliche Aiisgaben aus Aniaß dcs Emgsborencnaufimndcs; 8900 000946 alserste Rate fur den Bau der Eisenbahn von Aus (Kubub) nach Keetmanskwop) zur driticn Beratung.
Zur Generaldiskumon erhielt das Wort der
. _ Abg. Bebel (Soz.): Cs scbkint mir, iaß diefinanziciis Wirkung _diEiCS Nachtragéetats vcn ker Mebrbeit des Réichstags nicht die- ]enig_e Beachtung gefunden bat, die er finden muß. Als die Vsrbündetin Ziirgierun-gen vor Lire"; Jahre kén Etat für Südwestafrika boriegten, wrdxrtkn sir rund 92 Millionen Mark. Viit Zustimmung der erbünretsn Yegirrunskwbat der Reichstag die Summe auf 77 Miliionen berabgeirßt- Sie 1agten 11ch wwbl, daß der Reichstag spätcr Tas übrige bewillixxxn würdr. Als im Noremkir ker Rexcbt-tag zusammentrat, wurdrn akcr nicht 15 Miliionenx scndrrns 29 Miliionen, also 14 Miliionen mxbr gefordert. Das Gboraktcrisjisckc dabei war, daß rie Kosten für Südwestafrika cine weit größereSumme erforderten, ais kkksiiis' 311185211 war. „Wik babsn es ja auch schon erlebt, das; uns der “SWW- iekrctar mitterlts, daß für 1905 zum mindssten eine Exatsübrrickoreitung Von 25 M-llibnin für di:“ Kosten des südWSsiafrikanischen Aufstandes erforrcrlich ietn würden. Nachdem dic“ Verbündeten Regierungen auch dem neuen R61ch§iag die 29 Millionen vorgelegt baiten, war die Siiuation eine total andere geworden, Und wir werden auch bier mit rinsr Exaisüberickyreiiung zu rechnsn haben. Gkgki'Übkk der Bercitwiliigfeit der Mcjzriiäi, auf diese Summe einzugsbrn, erscheint es mir nicht Unbxrccbiigt, aiif einkn Ariikel aufmerkjam xu machm- der von einem TZ keiten Kennkr Südwssiafrikas, dem früheren Ebuskrnxur wn “Siiiwestaflifa, cheraileutnant a. D. von Leu]- wcm, tm Januarbestp bst .Dsuticben Revwe' erschixnen iit- Diei Txge nzch der Aspöiarg des kabSkSn Reichöiags bxsckßäiiigle er sicb unikr ankcrém mit ker Frage, ob die Von dem (Gsveraistab und_den Verbündetcn Regierungen gcforderte Truppepmacbt ge- rrchiiertigt sei, und kommt zu dem Rcsuiiat, daß die is- i_orderte Truppxnstärke ibm aiißkrordentlich boch erscheii'k. An €m€r_ anderen Sieiie macht er nachdrücklrch daravf aui- m_exkiain. daß rst Re:chsiag über derartige Foxdkrungen für Südwes- arrifa ieb: wobl stasi] werdxn und sich fragkn kxnnie, ob dus chick)? Vaterland da drübsn diesegewaitigen Opfer Werdelobnen könx'ln. Der Gmeraileutnant bon L-unrein stand also auf seiten der Orpc'fitxon- Dicie Außfübrurgen LtUkkkeinS, die ja selbst von der linken Seite der bßrgerlichen Parteien mißacbtet werden, möchte ich koch einmal ins Gs- dachtnis zurückrufen iür den Slanbvirnkt, den Sie früher einsc- nommen haben und 1th (irmekmen. Ick kabe sckon früher kargui übrrscbwenglicben Darstellungen 11ch insbesondere *der Kolcnialdirettor in bxzug auf die Kolovicn ergangen hat. Der Kolonialiirektor hat nun geßiaubt, mir mit Liikk reckt lahmen Bemerknng (nigegcntreikn zu müssen dadurch, daß er aus meinem Buch .Die Frau" eine Stelie zitieit, die sei) anf ki? Datielpalmen in Afrika kesisht. Seine Ausführungen haben (xroße Heiterkeit, berborgxruim. Das beweist nur, wie aus:»kk' ordentlxch bescheiden Ihre Ansprüche auf Widerlegung sind- Ick babe bor_Jabrsznt6n nickt_karan gedacht, daß man jemals diese Stelle aus Deutsch-Sükwestairika beziehen könnje.
(Schluß des Blattes.)
_ In der heutigen (32) Sißung des Hauses ber Abgeordneten, welcher der Minister der öffsntlicben Arbeiten Breitenbach beiwohnte, wurden zunächst drei Mitqlicder des Hauses, die bisher noch nicht den Eid auf die Verfassung ?- ieistet hatten, die Abgg. Meßenthin (fans,), Ollerß ( .o p- d. Kons.) und Dr. Pieper (thr.) in der üblichen feier Uh?“ Weise vereidigt.
Darauf schie dasi us die zweite eratung des Staats- haushaltßetats für» as Rechnyngsxahr 1907 im Etat der Eisenbahnverw'altung bei den dauernden Aus-
ben ort. „ , . ga urf Unterhaltung und Erganzimgber Invenxanen, sowie zur Beschaffung von Betriebömateriaiien smd 160 430 000914 vor-
esehen, d. s.18592000„jé mehr als im Vanhre zur Unter- Kaltung, Erneuerun und Ergänzung der baultcben Anlagen 238063000 „46, d. ?. 30338000 „iz mehr, zur Unterhaltung, Erneuerung und C'rqänzunq der Betriebsmittel und der maschinellen Anlagen _207 541 000.46, d. s. 30 726000 944 mehr; im Extraordinarium ist ferner em „onds. von 50Millionen zur Vermehrung der BetriebSmittel ur die bereits bestehenden Staatsbahnen vorgesehen. - . _
Abg. von Quast (kons.): Wenn wir uns auf emen Bauplan Zur 10 Jahre festlegen,. so ist zu wünschen, das;, wie bisher, aÜe AuSga en für dieErgänzung der Vetriebömittel in das Ordinarium eingestellt werden, während diejenigen für die Neubeschaffung von Betriebsmitteln in das Extraordinarium aufzunehmen sind. Durch die steigendexi Koblenpreife wird in Zukunft eine große Mebrauögabe entstehen; m den neuen KoblenlieferungSverträgen werden die Kohlen teurer gekauft ,werdxn müssen. Meine Befriediguna muß ich darüber aussprechen, daß in ren letzten Jahren die Anschaffung von bpchenen Schweiien, namentlich für den östlichen Teil, Wesentlich gesieigert ist. Währerd 1899 die Zahl der BuchenfcbWellen nur 5000 Stück betrug, ist sie für 1905 auf 482 000 1an 1906 auf 756 000 Stück gesiiegen. Wir können damit nur einberitanden sein;, daß das_ Bizcbenbolj icbr ,eeignet für die Imprägnierung ist, hat seinen Kredit wieder gehoben. Ferner möchte ich den Dom Abg. von Arnim iki der Kommission geäußeiten Wunsch wixderbolen, daß in _auégiebraftem Maße die Etxtionen wit ansehnlichen: Viebberkebr mit dem Reichsviebkursbuch ausgestattet wxrden. _
Abg. Dr. Wagner (freikons.): Es wurde mich „interessieren zu erfahren, ob die Absicht besteht, künftig, nur noch Helßdamvslokomo- tiven nach dem System Wilhelm Schmidt-Garb§ anzuschaffen. Die Modelie dieser Maschinen haben sich überaus bewahrt und eme außer- ordentliche Steigerung der Geschwindigkeit drr schweißen Scharl]- züze gezeigf. Deshalb ist zu wünichkn, daß von dieikm be- währten System, bei dcm ja allerdings noch erbesierungen möglich find, nicht mehr abgegangcn wird. Es ist iogar wünscbexiswert, daf: diese Kor-stcuktion durchgängig xingefübrt wird. Die jabrlicbe insiungsfäbigieit unserer Lokomotiven ist im Jahre 1904 auf 44 000 kw geiteigert worden. Eine erhebliche Weitere Steigerung würde_tch fur Link wesentliche Verbesserung halten. Das moderne Mgtrrial h_alt sehr viel aus, und eine weitere AuSnutzunq würde nur wxrtxchaftltcb skin. Zcb baite eine Steigerung bis zu 100000 km nicht, fur unmöglich. Alierdings geht die Betriebsrauer dis Matrriais daberberunter. Von einer Dauer von 30 bis 40 Jabrenisiman durchschnittlich auf 18 Jahre herabgegavgen. In Amerika find die Maschinxn in 6-8 Jahren vol]- ständig okrkraucbt. Das schadet aber wirtschaftlich ;_ichts. Allerdixigs muß das Lokomotivpersonal bei den mbdernkn _chmiizügen öftrr wcciscln. Auf Nebenbahnen kann dies nur in beschranktem Maße statt- finden, aber auf Hauptbahnen sollten fämiliche Lokomotiben doppelt bLsWt werden; dies würde den Wünschen des Personals entsprechen. Bei dkk krmplizierten Konstruktion unserer LokomotiVM würde es 1ch als nüßlichcheiien, daß unsere Lokomotiven, wie bei 5811 amerikanis cn Exvrcßzügen, dreifach besitzt werten, sodaß der Führersich lediglich dem ngnaiwesen und der Fübrung zu widmen braucht, wabrend dsr zwéiie Mann den “Zana der Maschine bewacht undder Heizer nur sein? Funkiionen ausübt. Es wird nötig iein, daß wér mit Liböbter (Gxscbwindigkeit fahrer). Bei den Hcißdampflokomotitnn _äiiercr Konstruktwn muß, wie mir Lokomotibsübrer sagen, die Spcixunz des Kcsisls mrt Wamerberbeffert werden.
Abg. Hilbck (nl,): Von der großen Summe Von 207 Millionen für neue Bitriebsmittel knifäiit nurkie geringe SUmme von 26 Mtliwnen aufdieVeschaffung von Güter- und Gebäckwagen. Zwarkönnen ck11ch aus_dem großen P-*sien von 50 Mixiionen im Cxtraordinarium noch „einige Guter- und Gepäckwagen beschafft werken, aber troßdem wird die Beschaffung für dcn enormen Vérkebr wieder nicht ausleicben. Es haben in einrm Jahre 239800 Waxen gefehlt. Angsnommen," daß 39000 Wagen jiiVileCsttut seien, Wcil die Leute, wcnn sie Vorraie zu liegen bakkn, msbr Waaen besiciien, ais fie normal brauche!“, so ieblen doch noch immer 200000 Wagen, die zu wenig gsstclltsind. Die kaörderung der enormen Koblenmengen kann im Winter nicht nach,]?boit wxrd-n, da der Wagenmangel chronisch ist. Der Margel an Koblénwagen ließe sich noch ertragen, aber noch schlimmer ist der Mangel aii Kokswagen. Es ist verhältniSmäßig leicht, die Koblsvwagen zu Koköwagen zu maÖen, sie brauchen nur mit Aufsäßxn berieben zu weidsn. Da ss aber nicht geschieht, so müffen die Werke dies? Arbeit selbst warben, und sie brauch-n dazu eine ungeheure Menge bon Brrtiern, die: sie nachb€r nur als Brknnboiz berwrrtén köprsn. Infolge des Wagrnmangels Haben 2 Millionen Tonnen Kohlen im Dezembxr und, Januar weniger gefördert wsrden können. Rechnet man auf die Tonne Kohlen 3 .“ Arbeitslohn für den Bergmann, so ergibt skb ein Lobnauéfall für Dezember und Januar von 6 Miliionen Mark. Das macht fÜr jeden Mann die Summe von 40 „ja aus, und Haza kommt, daß die Bergleute schon im Oktober und Novkmber weniger eingenommen haben. Im NoVCmber 1905 konnte weniger ge- fördert wxrden, als in den Sommermonaten, weil es an Wagen ieblte. Die Gyneralkosten der Graben für U:2terbaltung dis xrxsigen Vitriebes bleiben genau dieselben, und von den 20 Mtllwncn Mark, die die 2 Miiiionen T_onnen Kobién wert sind, Haben die Bctgarbekter 6 Millionen Auswl],_das andere entßebt den' Gruben. An Kommunaliieuern, die in Westfalen schr hoch sind, Lkléidkn hier- durch die (Gemeinden einen Ausfall Von 14 Millionen Maik, und mit den Staaissteuein usw. entsteht ein Ausfali von 3,6 Millionen
ark; dazu kommt, daß man di: Wagen nur dahin dirigiert, wo sie die küriesie Zeit laafen, d. b. zu den Hütten iii der Nabe. Aber das Publikum, das namentlich Hausbrandkoble benötigt, bkkommt _bnl weniikr Kohlen. als ck braucht. Die Z-ckxen [affen die Wagerz lieber in _der Nähe, damit sie recht bald wieder zurückkommen. Ich bm dem Minister daiür dankbar, daß dieses Syiiem anigcbört hat und wir ei«dlich Clima! wirder dem wachsendrn erkcébr Ncchnunq tragen werden. Die Veiteilung der Wagen muß für die einzelnen Koblenrsviere möglichst Zielckdmäßia erfolg-n. An der Rubr haben “(,? 0/0 WWW gefehlt, an der „STM 56%. in Oberschle-fien 7,10/0; Weitkaiin itxix aiso'atn aller- 7chlechtesien da. Wenn ma."- sch0n den Wazenmangxl etkik ZELT. lang er- tragen um , so bitte ich wer-igstens um eiue gleichmaßige Vcrtktlunz der szgen. ie Beteiliguns-sziffec der ncuen Zschen an Koblcnwagen mu'ß Yapdkrt werden, sie sollte alle Vikktkljabke festgefctzt werde!]. Die
,eiieiiurg von Wagen leidet aber nicht allein unter der unqenuaenben
Abl der Wagen, sondern auch unier ken unzulänglicbén Bahnhöfe:).
ck hoffe, daß es im nächsten Jahre gelingen wird, d_er Kalaniiiat Iendigstens so weit Herr zu werden, daß die größten Schaden beseitigt
er en.
Abg. Dr. Heisig (Jenin) bringt wiederum Mängel der Bahn- bofSanlagen in Gleiwiß zur Sprache und ersucht um Abhilfe. In bekxkff des Kohlenwagenmangels weist er darauf hin, daß eine kleine Abhilfe schon dadurch möglich wäre, daß man denjenigen, Wklébe die Koble von den Gruien selbst abholen," mehr entgegen-
me. Er habe die Erfahrung machen muffin. daß die Landwixte im oberschlifischen Jndnsiriebezirk, die ihre Kohlen sklbst abholen, fie teurer bezahlen müßten als es brim Bezugßdunb die Eisenbahn der Fall sei. Die Leistungßfäbigkeit d-r „Strecke Gieiwiß_Kandrzin se je tan ihrem Ende angelangt; das Ministerium WJ? die Fra e einer no maligen Prüfung unterziehen, ob die not- wendi e Abhilfe nicht durch eine entsprechende Ausgestaltung des alierd ngs nur 46 km langen KlodniJ-Kanals, also auf dem Waffer- Wege errei bar wäre.
Ab . acco (nl,): Die Plüscbbezüge in den Abteilun en 1. und Ü-KlosZe machen sich zwar sebr schön, aber wer sie näher ar. ebt, kann “ck eines Schmderö nicbt erwehren. Es steckt in ihnen eine Unsumme vo" Krankheitskeimen, und es müßte eigentlich davor gewarnt werden, mit
ibnen in Berührung zu kommen. Es wäre eine sanitäreM egel allerersten Ranges, Bezüge anzubringen, die mindestens alle 4 ochen_gereinigt werden können. „Die Eisenbahnverwaltung sollte ferner dafur sorgen, daß die neuerdings in den Zügen angebrachten Sichnbeitsvorkebrungen auch jedem Reisenden erreichkar sind; heute gelingt dies nur großen, außgewachsenen Leuten. Ferner foilten Vorkehrungen getroffen werden, die einen mechanischen Verschluß der Coupéturen derart ermö lieben, daß der Verschluß in dem Moment erfolgt, wo die ZÜ : sich n Birke ung setzen, und eine Oeffnung erst wieder möglich it, wenn der Zu äit. Auf diese Weise würdFedenfaUs verhindert werden, daß Uvaru Ene während der Fabri die teiltüren öffnen und in die Abteile cindrin en können, und es würde das Gefühl der Sicherheit wieder bsrgesie t, das die Reisenden früher auf den preußischen Eisen- bahnen batien, das aber durch die neuesten bedauerlichen Vorgänge stark erschüttert worden ist. (Schluß des Blattes.)
Kunst und Wissenschaft.
7. „4. Schwedcn ist das Land der Sonne und des Schnees, der leuchtend Yrizfligen Farben und der langen Dämmerunßen vol] schwer- mütiger Stimmung.__Es ist so ausgesprochen und so lästig in seiner Eigenart, daß die Kunstler sieb dem Eipfiuß ihres Vaterlandes nicbt entzieban können, seibsi_irenn sie lange Jahre in Paris studiert haben, das vielen yon ihnen. !ogar eine Art zweiter Heimat geworden ist. Aber auch ein scheinbar so internationaler Künstler wie Anders Zorn, _den das moderne Leben da, wo es fich am lebendi sten regt, am stärksten fesselt, findet den Weg zurück und bleibt bei er er Welt- läufigkeit und bei ailem Raffinement seiner Technik doch ganz ein Kind seine? Landes. Wenn er beimkebrt, sind ihm die schwedischen Bauern, die in einer dammrigen Schenke ibre olska tanzen, ebenso intereffant wre die eleganten Vummler dss ' ouievard; ein alter Uhrmacher im synnendurchleucbteten Grün fesselt ibn ebenso wie_ _die lebensvrüberden Frau::n, die er sonst darzustellen lirbt. Noch seiier wurzeln freilich die Künstler in ihrem Heimatboden, die auch in dieser Heimat leben und ix_nmer inniger mit ihrer Natur und ihren Menschen verwachsen. Jeder iüblt sich da Von einer anderen Seite dieser Natur ergriffen, bringt ein besonderes Stück Von ihr zum Auédruck, sodaß sie alle zusammen erst uns einen Begriff bon ihrem Heimatland Ver- mitteln, uns den ganzen Reichtum und die besonderen Eindrücke, die
e empfan en haben, nabe bringxn. Das macht auch das Viid der ckWedis en Ausstellung, die jetzt im Künstlerhause eröffnet ist, zu iolcb einer reichen, erschöpfenden, daß all diese verschiedenartigen Künstlrr sich gegenseitig ergänzen und alle doch auch einen festen ge- meinsamen Kern besixzen.
Eine der ausgeprägteften Persönlichkeiten unter ibneii ist Karl Larsson. Er zeigt in icinen Bildern nordischeécxiligkeit, starke, lichte Farben, wie kräftige Sonne und der Widers ein von strahlendem Schnee sie den Dingen geben. In der Welt die er sieht, gibt es gar keine Schatten. Sie ist ganz bon lichtem Not und Grün und Blau erfüllt. Die Möbsl in den Stuben, die Wände, die Vorhänge, die Häuser selbsi, die Kleider dsr Menschen leuchten in itarksn, mitunter fast grellen Farben, und durch die Fénster blitzt das belie Schnee- licht und löst auch noch die letzten Schatten auf. (Es liegt eine merk- würöiz starke und ge1undc Lebensfr-„udigkeit in diesen Bildérn. Ein Sklbsiporträt bat der Künstler außgesteilt, in dem er mit Heilern, scharfeur Blick dem Beschauer entgegenschaut, in der Hand einen phantastischen, bunten Puppenbczlg baltend. Nüchterqbeibund Pban- tastik Realiömus und Märcheniiimmungs find auch die Eigenschaften, die keine Kunst bezeichnen. Am deutlichsten wird das ,in ieinem großen Bilde .Weibxiacthabcnd'. Der ganze Raum, ein „langer Saal, ist von bunien, festlich gesibmückten Menixben xrfizllt, die ihre WeibnacbiEgtä 2 effen; rechts sieht ein liÖt-gruner Weihnachtsbaum mit iarbi,;em Fuckerwerk bebangen. Aber im Hintergrunb bes Bildes, sich dem Auge nicht aufbrängend, sondern es plbylixh w:e eiiie Offin- bxrung übsrraschend, sist eine junxzr Mutter mit einen: Koabcben im Arm, beide bon strahlendem Heiligenschein “umgrbxn., Brekinende Kkrzen umgeben sie, und ein junges Mädchsn kniet andgckxttg bor ihricn. Wirklichkeit und Märchen eben inrinander über, die_ernzen nnd Verwiscbt, und der Künstler efist genug _(Gsstaitungskrast, um uns in sein Traumreicb binäbcrzuzieben, ohne daß unser Verstand fich dagegen Wehrl.
Viel stiiiér, isiser und inniger iitEBie Kunst Prinz Eugens bon Schweken. Jm Gegeniaß zu Larnbn, dsr das Licht liebt, be;- vorzugt er die Dämmerung. Die langén, bellen Sommcérlnäcbre xmt ibsen weichen, träumsriichen Stimmunxzen bixten ihm die meisten Motive. Dabei gébt er nirgexids aus auszeiretenen Pfads", mit srnsiblcn Sinnén erlebt kk aii dieie milden, von sommerlicher Rubxxr- füllt?" STURM!- Siock-öoim im Lichterglgnz, der sich im Waiicr spiegklt, ausfahrende Dawbiboote, weite Kieserxiwäldezr, über drnen im Abendglanz sich der Himmel aufklärt, dunkel emporiteigende Fabriken mit unzähligen erlembtcten Fenstern, „die Natur_in unberührter Einsam- keit und die Natur wie sie bon unendlicher, mübiam gehäufter Viensckiéq- arbeit umgebildetist- aiLes gibt er mit wuxiderbarer'Stimmungskraßt und tiefem, warmem Empfinben, und dabei mit, einer umu?- drinaiickpen Zartheit der küniilerischxn Mittc-l, die ihm unix: dcn Malern Schwedens eine ganz besondere Stellung verleiht. Unter dén anderen Landsckaitern steht ihm Otto Hesselbozn am nächitxn, der auch schlichte Motibe und weite Blicke über Walder und “Sein liebt. Aber dieser ist schon nicht ganz so €infach„maq merkt mxbr dic Abfichi, zu wirken, heraus; er_ stilisiert, beto-“xt mit schw7ren, kraftigcn Umrisskn und macht so im ersten Augenblick vielleicht einen starkeren, dafür abér keinen so nachhaltigen Eindruck. Immerhin ist sein Biid .Die Heimat“ eine wundertwi] einfache, und tiefempfynkene Arbeit. Sehr otigineU ist Gustav Adolf Fjästad. Zaizacbst frabbixzt er durch die Wahl seiner Motive. E: malt zum Beispiel ein Y_ii: „Nach dem R3gen“. Den größten Teil der Leinwand fuilt ein Lärchenbaum aus, auf dessen Sbisa ein: Drosseicziizt und singt. SOnst siebt dkr Beschaucr nur noch das schmale Stu eines Hugels und am Himmel hinziehend ein (Gebirge rosig angeleuchteter Wbikxn. Aber der Künstler hat diese Siimmung erlebt,„ux1d Wk!" sich binrm: bc'riieft, wird dabon gefangen und führt den krafttgen Erbbauck), „den die Arbeit aUsst ömt. Oft ist es, als sähen dicse Maler al]? Dings zum ersten Male und müßten ganz neue Mittel finden, um diss Un- erbörte auIzusprechen. Gunnar Hallstrbm schiidert Skiläufer und Schlittschubläufer auf skanL-"flianlndekl Schneef1achen und gibt auch ein paar prächtige Menschenivpen, w;e den alten Mann“ im Bett mit dem Stra'u biübender BWM?" auf dem Stuhl. '
Die s wediscbe Bildnißmalerei vertritt Oskar Björk. Er ist ein sachlicher, rubizer Schilverer, dem es mehr auf den Geiamtsindruck, als auf das geistreiche Betonen__irgend eines beliebigen Zuges an- kommt. Seine malerisch bssie Leiiiung ist das Bildnis der Prinzessin Ingeborg von Schweden, wo Weiß und Gold zu warmer Harmonie zusammengestimmt sind. Auch räumlich wirken die Bilder sebr gui. Anders Zorn wurde schon anfangs erwabni, er ist eigentlich der Vertreter des sprühend Eeistreichen gßle'gentlicb Wohl auch Leicht- fertigen, das den Schweden die Öszetchnung .die Franzosen des Nordens“ eingetragen hat. Die schönsten Wirkungen erzielt er darin, wie er aus neblig unbestimmt gehaltener Umgebung lichte, warme Farben auibliizen läßt, bier einen Sonnenstreif, dort ein helles Gx- wand, ein leuchtendes (Gesicht. Er sowohl wie Larsson nd auch mit einer Anzahl trefflicher Radierungen vertreten. Von ildbauern ist Kaxkl) Milles mit seinen kleinen impressionistiscben Volksstudien zu erw nen.
In der Vereinigung der Saalburgfreunde hielt _am Montagabend der Dr. W red Götze einen intereffanten Vortrag uber das Thema: Der Ni elungenfchaß durch germanische Funde erläutert. Der Vortragende führte die Zeugnisse aus der (Edda und dem Nibelungenliede an, die von dem grofieg Schaße der Nibelungen beeitbten. In allcn alten Sa en und Maren werde erzabit, daß niemand wisse, wohin die fa elbaften Scheiße gekommen, die dem Geschlecht ihrer Besißer Unheil gebracht. Der modernen Archäologie
aber sei es gelungen, ihnen auf die Spur zu kommen. In den verschiedensten .Ländern, in Schlesien und in Süddeutschland, in Ungarn, Rumänien, Italien, Frankreich und Spanien babe man reiche Funde an in Gold getriebenen Gegenständen, weiß Schmucksachen und mit Edelsteinen verzierte Waffen aus der Zeit der Weib und Ostgoten, Alemannen und Franken gemacht, die man wohl als Teile des Nibelungenschaßes ansprechen könne. Zwingend ist diese Annahme ja nicht, im einzelnen aber waren die Aus- führungen interessant, und obne Weiteres läßt fich dieUnnabme nicbt zurückweisen, daß ein Teil jener alten, durcb die Sturme der Völkerwanderungen verstreuten Scbäße einmal einen gemeinsamen Hort gebildet babe, dessen in alten Sagen und Liedern Erwabnung
geschehen ist.
Die Deutschen im Scbußgebiet Togo pianxn die Begründung eines Museums und einer Bücherei. Haufig haben sie es_als einen Mangel empfunden, daß sie keine (Gelegenheit haben, silb uber den Charakter des Landes an der Hand einer übersichtlichen, popularwiffen- schaftlich angelegten Sammlung zu unterrichten. Beratungen mit zahl- reichen Angehörigen und Freundin des Schusgebietes ließen daher ken Ent- schluß reifen, in Lome ein Landesmuseum zu errichten, in dem Samm- lungen der Landegerzeugniffe des Schußgebiei's, der Nizßpflanzen, Nuß- bölzer, Schädlinge von Nu bfianzen, wichtigere Mineralien, Ueber- ficbten über die meteorologis en Verbältniffe des Landes, Statistiken über den Handel u. a. m. aufgesieilt wcrden. Jm fremden, namsrit- lich in englischen Kolonien haben solche Museexn schon viel Nasen gestiftet und wiffensckpaftiiehen wie braktiichen Zwecken in gleicher Weise (:edient; bksonders wertvoli haben ii: sich dadurch erwiesen, daß sie dem Kneipenieben entgxgenwirken. Mit dem Landeömuseum soll eine Bücherei mit Leskhaiie Verbunden werden. Die Mit,;liedicbaft zu einem Komitee, das sicb zur Anschaffung der erforderlich Geldmittel ?ebildet bat, wird du:ch ZJblun eines „ein- maligen Beitrags von be iebi er Höhe an die Deutichwe iafrikanisibe Bank in Berlin W. 64, Bkßreniiraße 37/39, oder an ihre Zweig- niederlaffung in Lome erworben.
Bauwesen.
Zur Erhaltung des Strobdach schreibt die .Dürerbund- Korreipondenz': Bereits öfter sind Nachricbtsn aufgetauth, nach denen es gelungen sei, das Strobdaib feurriest zu „machen, Sie babxn sicb immer noch als berfrübt erwiesen. Hoffentlich rrze'igt fichiix Mit- teilung, diezur Zeit durch die Blätter gebt, bkgküiikkték als die alteren. Es heißt darin: Der als Kunstmaler und als Kenner bxr nicdex- sächsischen Landschaft gefckoäßte Hans am Ende - WNbiwcde, der fur die [este Berliner Aussieliung ein niedersächsiscbes Bauernhaus mit feuersicherem Strobkach zu errichten batte und bab'urch beraniaßt worden war, sich mit dieser Sache gründlich zu befrbaftrgxn, teilt je t in einem Flugblatt: mit, daß eine Erfindiing gemacht [er, das Da - strob feuetsicber zu machen. Das Vcrfabrkn iit Ungeiabr folgendes: In einem genügend grbßén quadratiichen Holzrahmen wird auf durcb- gebenden Drähten das zurechtgeichnitten€ Nseistrob gwrdnei urid „zu quadratischn Platten mit Drabtzuiammengebunden. Diess werdcn in eine brsiimmte chemische Lösung genügende Zeit eingelegt, dannSZetrocknet und auf den Drahtsparren bsieitigt. _Ein io hergestelltes HtrobUch sol] dem Feuer ungleiÖ msbr Widerstand leifienNals ein Piannknkacb, bei dem durch die Glut eines Brandes die Pfannen springen und die Sparren lichterloh we-zbrennen. Es folien deshalb auch sch0n_nach den Probebstsucken Feuckbersichnangen die. Lkböb'tkaPWMlkn fur so brbandelse Strobdächer auf den Preis drr S_trtndacher bcrabgrreyt haben. Der (Erfinder hat kein Patent daraus genommen, smikern stellt seine Erfindung zu freier Benutzung.
Land- und Forstwirtschaft.
Forsiboianiscbe Merkbücher wirken bekanntlich auf Ver- anlaffung des Ministeriums für Landwirtichafk, Domänen und Forsten beransgegeben, in denen bi“ „beachtenxwrrtcn und zu schätzenden nrwüchs1gen Sträucher, Bäum-Z iind Bestände im Königreich Pkéllßkn' nachgewiesen und drs kürzeren oder ausführlichcrrn gewürdigt werden. Diesem freudig begrüßisn Vorsebén bsrkankkn wir, wie die „Korrespondenz des Dürerbunbeß“ bervorbebt, bereits fü-is solider Bücher. Nr. 1, die Provinz Wsstprcußen beireffrnd, ist bon dkm Profcffor Comrenxz in Danzig, dem bérdieiiiivoiien Vor- kämpfrr für Heimaticbuß, verfaßt und bersits 1903 [::-i (Gebr. Bornträger, Berlin. CriÖLCK-Jn. Nach seinem Mvsier und im Auf- trzge der Rrgisrimg i;; rkmirlbxn Vkriagr b:!äilIzZ-debcn sind 2) Pommern1905, 3) Hessen-Naisau 1905. 4) Schleswig- Holstein 1906. Für Weiifalxn bkarbritetk der Oberbofmeisier a. D. von Schiikckmann kin Mxrkbiicb unter dem Titel: Westfalens be- merkenswerte: Bäumr, (mf *Grund amtlicher Nachweise und _Mit- taiiungcn. (Vxliiassn U. Kiafi; , Leibsiz 1904.) Die Nachwriie der Bücher betreffsn Vorkommm. Standorxe urid sonst W.ssensw7rt:s üöer die zu ichü§enkxn Gegsnitindc, sq Vor allem über Bäums, an die **::b geschichtliche Erinnerungen knäbken, oder über solche von be- '-o.-.k:r§ iiarksm Umfang mid b?bém Alter, oder Von eigenriimiicbem WUFF, wie die K.:ndelaber- Und Harfcnbänmr, Knoüen- und W.]kzkk'“ Zäumc; übzr chénbesen, Vrrwacbfimgen, Vrrbänderimzen, Ab- und Sriklartxn, endlich auch über Pflanzenarten, die durch die Fcriiknitur zurückgedrängt worden sind. Dank der staatlichen BMU": iir dcr Prsis der Bäxidcben 2 .,“ 80 41 bis Z ._44 60 -3) so mäßig, daß sie deer 5.) aiur- und Heimat- iernd wit gsringem Opfer erwerben kann. Die Regichng ist xrrxiiiié) gewillt, „ihre Fürsorge der Erhaltuna d?!“ Naturdenkmäikr und der landschaftlichen Schönheiten in gleicher Weiie zuzuwenden, wie_sie b:“xriübt ist, geschichtlich bemerkenSrve'ite Bauwerke und Kunstdenkmaler bor Verfall und Zerstörung zu bewabrrn. Sie bcirackotet es als eine Ö.)?U'SiiZWéktk Aufgabe, ihre Maßnahmen nicht auf die Förder'mg rrin matcrieiicr Interessen drs Staats zu beschränken, sonkzern wo diese mit nndsren Interesssn in Widkriireit gerateti, gleichzeitig auch den Sinn fiir die Förderung wiffensch1itiicher und äitbxtiscvé'r Ziele in alien Zchiéoten der Beböikerimg zupflrgen und zu heben und die darauf ;ierichteten Bsiirsbu-igsn hilfreich zu untrrsjüyen.“ Die Königl'che F-xkstberwal- tanz ZCÖÉ den Gemeinden und Privatbesiy-rn mit uachab1n€nswcriem Briiricl voran, indem sie aeeiqnete Maßnahmen tr-fft, um in den staatiicbmi Forsten alle der Schonung bedürftigen Gewächse, aucb wknn darkn Schoaung keinen Rayen abwirft oder selbst Unkosten Vrrursacht, imicr ibren Sch? zn stZÜM. Dxn staciilichen Auftrag zur Herstsiiimg des Mcrkbuchs ür das Rheinland hat der Naimbijwriiche Verein der Rheinlande erhalten, der becxits intrresiante Voc- arbciten dazu beröffntiicbt bat (s. deffen Verhandlungen 1905, [. Bonn). Jm Königreich Sachsen wird sich, dem ernebmen nach, d_er nächste Landtag mit drm Gigenstand des Schutzes der Naturdenkmäler bsiaffen. Möge das Beispiel der genanntsn Régisrungcn auch in den übrigen dentéihen Landkn entiprebendr Nachfolge finden; denn,- innig verwachsen it unser Volk mit seinen Bäumen und seinxm Wald!
Aufschwung der Obstzuckot in (Großbritannien.
Ein kürzlich erschienener Bericht des englischen Ackerbauamts (1308.70 0fÜZkicli11k-111'6) läßt erkennen, das; die Vérsoigung des Marktes mit inländischem Obst in Großbritannien entschiedene Fortschritte macht. Das zur Obsizucht bestimmte Areal erfährt eine schnelie Ver- mrößxrung, und die Güte des im Lande gezogenen Obstes veibefsett sick) so enkrgisch, daß das auSländische und Kolonialobst in der Wertschäßuna dci; kaufenden Publikums die Vorherrschaft zu verlieren beginnt. Die N.chweisungen der Regierung schließen natürlich den Obstbau in Privatgärten zum eigenen Verbaucb nicht mit ein über dessen Fortichtitte statistische Anraben zu sammeln kaum möglicb sein würde. Aber auch ohne die Hilfe von Zahlen kann man be- merken, daß die Menge des in den Gärten gezogener: Obsies bcbeutend ugerommen hat, und man hält es daher für angebracht, Anweisungen iür Veredelung des Gaitenobsies durcb Pfropfen mit den neuesten Obstzuchtprodukten zu veröffentlichen. (Nach “17116 Zrauäarä, London.)