war. die Früchte seiner mkt so großem Eifer bxgonncnen Amtsführung selbst zu ernten. '
Für die bevorstehende Taguna hat die Köntglécbe Staatsregierung Ihnen Vorlagen Von größrrér Bedeutung nicht zu machen. Um so mehr wird sie den Verhandlungen übkr die kommunalkn Angelegen- heiten der Provinz ihre Ungx'teklte Nufmsrksxmkrit znwrndrn. Jm Allerhöchsten Auftrage "Seiner Majessxät des Katsers und Königs erkläre ick) den 41. Schleswig-H01st€inischen Provinziallandtag für eröffnet.
Unter dem Vorfiß des an Jahren ältesten Mitgliedes der Versammlung Senators SchÜttZAltona wurden mittels Akklamation der Wirkliche Geheime Rat ]). Graf yon R e v entlo u-Preeß zum Vorsißenden und der Oberburgermetster Fuß:Kicl zum stenvertretenden Vorstßenden des Proym tal- landtags gewählt. Der Vorstßrnde begrüßte darauf dre er- sammlung und brachte auf Setne Ma_jestät den Kaiser und König ein dreimaliges Hock) aus, m das dre Versamm- lung lebhaft einstimmte.
Düssrldorf, den 17. März. Der 47. Rheinische Provinziallandtag ist gestern nack) Erlebt nng semer Arbeiten von dem KöUglickanommiffar, Obrrprä tdcnten der Rheinprovinz Dr. Freiherrn von Schorlemer mit folgender Ansprache an die Abgeordneten grschloffcn worden:
Mxinc hochgeehrtcn Herren! Die durch 'die sorgsame Mitarbeit Ihrer Krmmésfidnen Weskntlirh erlricbterjen Beratung-“n haben Sie, dank drr angezcichnct-Zn Lsitnng Ihrer Verhandlungen durch den Hrrrn Vorsrtzsnden drs Prodinzinklandtags, nach kurzer, aher inhalts-
reich6r Tagung schon hente hxcndkn können. Für Ihre hierbei von neuem hrkxtndetePlettrrue und OpferwiUi-Zkeit spreche fck) Ihnen den Dank drr Königlichrn Staalsregierung mit dem _Wunfche aus, daß auch die grg-anältigenBrscblüsse die wirtschaftliche Hebung unsrrer Rhs'mprodénz fördern und déexsxhe dadurÖ in den Stand feßen, ken mannigfaltigen nnd in WSW ste_igsndrm Maßr an fie herantretenken Anforderuméen mit (41216er1! Ernge wie hishrr gerecht zu werden. Kraft Yürrhöäysten Auftrmö Erkläre ich hiermit dcn 47. Rheinischen Provinziaslanrtag für gs]chlossen.
Bayern.
Der Ausschuß der Abneordnetenkammer für die Beratung des Wassrrgeseßcs ist, „W. T, B.“ zufolge, einstimmig den B€schlüssen der Kammér der Reichsräte bei- getrrten. Die nächste SiHung der Abgeordnetsnkammer findet ubermorgcn statt.
Ockerreich-Ungaru.
* TchorarlhcrgerLJndtag hat vorgrstcrn, „WTB.“ “ zufolgs, einstimmig hsschlowen, der Regierung die Bitte zu
unterbreitrn, drm Lande als 91mm srlhständigrn Kronlandc auch emo eigene Landesrégtcrung zu grtvährrn.
Frankreich.
_Der StaatSrat hat, wie? das „W. T. B.“ mcldet, die Bemhwerdr derzuthlet_1tung jhres Militärdienstes ctnbernfenen Semrnaristcn, dle cine nicht einrr Knltus:
„ “; . "ZK“!
vereinigung grhörendr Anstalt hksrxchen, zurückgewiesen.
Rußland.
Ter Einsturz der Decke im Dumasaalc wird “0011 der Oppdsition in starkrm Maße fÜr ihr? Zwrckc ausgrnußt. Wie dns „W. T. B.“ mcldet,„wir'0 cs hrsondkrs dem Kaiser verdacht, daß cr drr DUma aus Anlaß dicsrs Errénnissus, hei dcm nnr dcr “Zufall gröfzrrrs Unhcil vcrhütrt hnt, kein Zéichen der Teilnahme hat zugrhct: lnssc'n. Sogar in dir Provinz mcrdrn Abordnungkn zn anitawrischcn Zwrckcn Mtscmdt, die offenbar dir Aufgahc hnben, eincr gfinstigen AUfnahmc drr Régicrunnsexklärung entgenrnznwirkcn.
Dir Parteien der Rcchtc'n hcrcitrn,
. _ wir dée Zcitung : „RUW“ me1dct, Vorlagcn vor,
um die Linke zu Provozieren 5
und dic Entfernrrng drr Rrvolutionärc aus drr Dnma Odrr dtc Y_ufldjung dcr Duma herbei- zuführrn. Die B 0 [XI) 113101111011 beschlossrn infolge
des chkcncinstnrzks im Sißungssnalr der Duma, un- mittelbar nnch drr IkenicrnngSc-rklärnng der chricrUng ihr Mißtrauen ansznsprcckmn, da im Grnnde nur Nach- lässigkeit ch RWWWI solchc Katastrophen hcrbeiführen könnts. Dis Partei Umfnßt 011110 30 Siße und stimmte bishcr mit dem von 13811 Radsttcn „arfnßtrn 2710|th Ühcrein, nach der Verlrsnnq der ministsrirllrn Erklärnrg für einfachen, nicht motinirrtcn Uebergang zur Tagrsordnung zn stimmrn.
Dic Untcrsnchnng drs Sixznnnssanlcs dsr Rcichsdumnhnt,
ergeben, das; dic Dkck1'*_111'**r'; wr-h1 crhnltcn Und nut vcrnnkert
find Und daß die: B*nnlntixn“*.*-Unrichtnngen Ühcr dcm Znale Z nicht dic [11101118st Emsmrch scin khnncn, Die Kommission 7 drr Duma iu grnrigt, drm Gumchtcn dcr Sack)- vcrständinrn dcr Rogirrungeskornmissidn hxizntrctrn, daf; der TempcrnturnntrrsÖicd drn Einsmrz dsr Tcckrnhrkkci- : dung hrrbrégefnhrt hnt, Tir Kommission dsr Dnma ist; 1108r1)aupt dcr Mcinunzx, daß die NÜUULC ch Tanrischcn = PalniH fÜr dic Sißnnnrn drr TUM: nicht gxfahrlos sind und 3 daß nnch dic Tcckc drs als Wandrxgnng dirnrndsnKatharinen: -' sanlcs nicht, sichrr crsckrcint. “ Si ungrsaalcs cntschird siä) “dir Kommission nach Besichtiqnnq * chrprcr .“ikntscrxickrcr Thcatcr fiir das lekshans NiknlanI 11.
und WT mit drm Finnnzmm1101111111
Bci drr Wahl eines anderen“
Sißnnz“; anbcrnnmrn zn könnkn. Italien.
Ahanhxn hcrantr-«xs. Dr“: J.M“r-Ziksr 199,16 dis Gzünke dar, w::hnW man - sölch€*OLTÜÖ'LIUUMU0017261111111 nnx, nx?! (“EndPrtrnérxm [*rxinren : one, nnd :;"ntntr, m.,“:n Werke 011ch 0711878H.*rahxx'13.nn;envezrwileichcn *
Herzhfsyxms drs Px1r01-:x*-159029, dée nns finanxicUa-n Gründen auf ? 2:1 ere erfolg-zn. 1011e, 113.an 1ie J'alrncnnng ch Yndgeks man ge- : fahrrad, und nr 7ar) fish. in d577'e'r 2165221711115: rnixxétlrn ZU fönnen 5 daß d!*“'(§111'7!1[1n?k1 irn ;!(tixcé : “ * , * bat séxltxßlich kn.“; Hnnxs, dsr Y:“, 1-7? ;,nzustnnnn-o.
Abstimmung angenommen. Anika auf 1 60 Stimmen abgelehnt. Kammer mit 214 gegen
. - .- «. ,x, * - ' ,). *.*-5)“ " *, ,““ *4 „?“; :-,-.,ch-“ „**-*. “' * "'*'
Der Ministerpräfident Giolittk erklärte, eine größere Herabseßung des 39116 für möglich, he'i der Herabseßung um die Hälfte stehen bleib nicht die Solidität des Budgets zu ge7ährden. Tageßordnung Daneo an und hoffe, weitere Schritte auf dem eingeschlage Die TageSordnung Danes wurde hierauf in einfacher , _ In der Spezialdebatte wurde ein Guiccßardmt auf_ Herabse ung des Petroleumqules Ltre m namentlicher Ab timmung mit 189 gegen In geheimer Absttmmung nahm die 24 Stimmen den Geseßentwurf, be-
die Regierung halte fie glaube aber jekt en zu müffen, um Er nkhme daher die daß es bald möglich sein werde, nen Wege zu tun.
treffend die Herabseßung des Petroleumzolles an und verta te sich sodann bis zum 23. April. , g
Bieberstein hat,
b
wünscht wird, über dere
L
den Präsi
Türkei. Der deutsche
ollektivnote überreichen
it langer Zeit beklagt. Bulgarien.
Der Fürst Ferdinand, der vom ZHW in ondon nach Softa zurückgeke
eldung ch „Wiener Telegraphen-Korrespon denten der Kammer Dr. Gudrw
bildung des Kabinetts betraut.
di
Stromläufc , soll. In einem an die Kommi
kl E
ei
neue Guillot Innrrrs, Blas Vidar Oeffentlichr Arbeiten, J Eduard Vasauez Kr
Kosakenadkeilnn dlc rusdtscherr
Amerika.
„Der_Präsident R ooscvelt hat eine Kommission ernannt, c srck) mrt der Frage einer rationellercn Auönußung der in dem Vereinigten Staaten beschäftigen sfion gerichteten Schrcihen er: ärt Roosevelt, laut Meldung des „W. T. B.“, daß, da die _ TranSporr des Gctreides und der Jndustrieereugnisse mehr mehr außreichtcn, die Ausbildung _?sertransportsystems neben den Eisenbahnen das einzig? MMU sei, um Abhilfe zu scha _ Nack) Meldungen der New Yorker der Kriegsminister von Honduras, dreitägigem Kampfe 3000 Revolu Gutierrez brfshligt wurdcn, (Hutienez ficl in dem Kampfe, acht Meilen rrstreckte. _ Dic Kabinettskrisis in Uruguay ist beendet. Das _ Alvaro Fmanzcn, Jean Lamolle _acob Varela AuSwärtiges, (General [eg, Gabriel Terra Unterricht.
isenhahnen für den
nes Wa
Miniéterium ist, wie
Asien.
Nack) rinrr Meldung der „Daily Mail“ gen, die als Wachtmanns
Konsulate
stimmt sind, in Tkhcran eingetroffcn. ufolge hcnndrn srck) 5000 Kosaken in eer, cm andrrsr T*."anSport ist von Ensrli unterwegs.
finanzielle KrisiH. gänzlich
Jn TäbriI
sämtlicher Minister.
Afrika.
Dem marokkanischen Kricgsministcr Gebhas Depesche_dss „Dailn Telenrapy“ Brni Jrßef die Nachricht zngegangr
eingetroffen sei und von ihm gefange
_ Wie das
Botschafter Freiherr
nach riner Meldung des Zestern als Doyen des diplomatislck)sesn Korps der Pforte eine * (1 en, earbeitung der türkischen Handengeseßgehung ge- , n Unzulänglichkeit _ das ,geseßbuck) Lst fast 60 Jahre alt _ der europäische Handel sick)
folgt,
Marschall
in der die
ffen.
gebildet:
Dulfck am Kasyischen
und an anderen Orten hrstrht Line drückende . sqdaf; drr gc1chäftlichc Verkehr fast ruht. Tae Bcvhlkerung vcrlangt die Entlassung
ist, einer
zufolgs, vom Stamme drr n, daß Raisuli bei diesem
n gehalten werde.
„W. T. B.“ aus Ceuta meldet, hat eine unter dem Befehle des Kaid Hoffa ahtcilnng vorgesternEl Valicnte und seine Laute angegriffen, ist aber nach mehrstündigem Kampfe schlagsn worden.
ni stehende Trupprn-
in die Flucht ge-
xnfrlgc, 30. 7. 1882 zu Eköß-SÜHUÜU, laut Mrldnng drr „St. Prtrrshnrqcr Tolsqraphenagcntnr“, , nm
“ ' Drrn-nnn S'Iizhrunn, ;;ehoxen am 19. 7. in': Ereradxrregimcnt Nr. 8, am 11, Mä-z i:] drr Kra-nkrnsnmmel- 131118 zn Namanédrist an Tywbns nnd Z)
“ höhe an rin-xn k.kcinxn Flns; mit starkem
, WOÖUUk-Z-ZU anz; ; essays, da.? _ . Europ.:nrhs Grmükc und KÜLLOffl'
P.:[xl-öl - 9)8 349 kg, Mais 20144018 1.74,
Viaffava 787 kg, , 749 Stück, Rinkvieh 4903 S
Koloniales.
Aus Windhuk in Deutsch-SÜDWcstnfrika 1r*ir“3„,W.T.B.“
arnxeldet, dnß Rkitcr
„ „Gustav Hrhpn'er, stnbrr nn Jnsantenrregiment Nr. 60,
geboren am
7. Nikärx im Lazarstr zn KeetmanLhorp an Tvphns und Reiter
Die" DLUTsÖ-Rnssen am Mernhergr. Dsntsrh-Oktasrikxd Von Rräzenherz; hat 1718186 Schnth-„hikiö nnd nntrr anderem auch die KleinfiSUungen am Mrrnhxrgc? besl-chr. Tie „Drntscb-Os1afrikanisch-* intunn“ bxrrühxr: „Ti? T*:nkch-Rnsskn wohrcn am östlich Tes Buh
x kü'stlichér BxiväffZrnnx 8101181 und “ck51! VO". __ ; 103171 [*rnnßt WOTLK] [ff. Die (IMMO _ & _ . _ 1:10711'11 Urhrrlnmnng (Ws ; iir in der Nähte vorhnxx-sn dortnxxn cknach m Vrrhnxrnnn, um für den 20. März €"an : “ker
Di*'.L-,'|116 haken
kn-zrn 3611_1k?k55 Hierseins
145.19 175 kg, PnlrnT-srne
Hölxer 378 Z 98 RZ,
TkÜ-W ['La-inan !*.isn. „Dcr Mknéster : 9036 StUck'
is? „70101111 firbcxfrxi.
virl ngéimt, xoéz und Lehm werden jsßt dnrch masfivg Bauten Kr1teé-ÖQUI für dem Orkkhmstéhcr ist hrreikd im IZM. In gedrihen ddrlrxfflich, auch an die
5-2 795 894 kJ, , (Erknüsfé 470277 [(J- Kassaka .'150283 298]; R&L" Fatns421500§5 964 ].:x. Fwannüffe 30 280 [(I, KON;) können, Und rwér i.- (**/tur Bini? [ins 13; »“ *r :; : .?n» . * ' ? .*ÉZZÖ Y, „sa re 4 * 'I“ KMW 53 6.4 )( * KOMM"! L 2148 ]"; “
' * ck dé 5 ck W“ ["' 3)“ Pfeffer 4955311». Scbihuttcr2661341chxx, M*Éaumwoneff479 525 RT, * Pfc'kd-z 344 Stück, Esel xück, chindéeh 32 862 Stück, Geflügel
1884 zu Schuhin, früher
Galaxia gestorben ist.
. DCF Gouvrrneur :m quinar dkn Norden
„_ , berichtet Sndwhaxne ch Berges,
_ nl-Srcß nnd ISMN: nördlich dcr “STUFE Mosrbi- ; Arnjckéa. Dankxne-x xnnrnncsenr Lam: 14,er1 an? ()JEfaÜé
. „[**7, .) 5! . _ , „ „ UXFTZFZTTGL FZZYZÉMF“ 1 xdndern an:“; auf di? Strlluna zum kirchlichen Bkkenntnts Rncxtiébk “ “7 “'“ ***" * WSUM ! genrmm-Zxx wird, Namens meiner Fraktion hitte ich k-rn Mtntsjkk,
dén DSUTÄÖ-RUFCU aucb _ Bauholz sleißig ;:rarheitxt und in Ihr? bisherisen
_Dic Dcp111i_crtcnknt'.1n1€r hcrict „(]-Zstern dir Vorlage, : i_hnen s-emxén „Bananen hnhrn fick) die Lerne gewöhnt. J:;EZZsamt betrrssrnd .Hcrahjeßung drs Pstrowmnznlls. ; WMS" ÜL SWW?“ Mit ihrem LW“
Mä; drm Zierxchr dr“; „315. T 471.“ e*rklééxks d(k SYxxxnnnisérr " ***-***- k. ' „ . k, “ . .' ! Max.);m-n, ro, »!an 1710) .*m (1116 **(r d:!“xchrcdenc:« :*.)ZnLnIhn-en, * . „ - „. . duxch UL d(2Reg1sru"7§;_thx131-1013- _Und Wikt1chnq§wrograx-«xm „'rxyßjU-xn ' D'? »avajrtÜMft drs SchUBL€bWtÖ TOM'- JU „dkm on.-,1'nd-xn444117117141„s:;rnll-Z(Zrsmccxniffc(*chwrtneUsöffenxläxhkn Z JaerLHM “897“1907 RW an !“"?"MWÖMÜÖM, EYZLUZmffM Diem“Ö SOM? “MU „„-„ „„„ 41!Ö.käbskx_*Ux.-„k;: und 5167131111 der . ans drm Schußrektrt Todo fokgknke Me'nnen nnégrxuhrt _nwrdcn:
Krutschuk
Der Upnärr'c Danes hrdrchtc cine Ta ' _ . . . ' . . JLOOkdUUUg em ? m welcher dsr Regrcrnnn das Vertrauen drs Hauses aus; ; Yskrolchcn Mrd, dnn src cine weitc-re Hornhseßung desß e rs xumoncs vornrhmkn werde, sobald rin größerer Konsum, ?
Einnahme aus diesem Zvi] ergehc.
Parlamentarische Nachrichten. Dis Schlußberichte über die vorgrstrigcn Sißungen des
YFZYFYJ "YFM 1UdUstricllen Betrieben, cine fortsthrcitende ' Reichstags und drsHauscs der Ab - sich in der Ersten und Zweiten Beilage.
geordneten befinden
von „W. T. B.“, vor:
Handels:
Besuche des englischen hrt ist, hat nach einer denz-Bureaus“ mit der Neu-
„Associated Prcß“ hat General Barahona nach tionäre, die von General bei 'Maleras geschlagen. drr s1ch Über eine Front von
find gcstcrn . chaften für tm Süden von Persien he“- Persischen Nachrichten
Neu-
1
_ In der heutigen (23.) Sißung des Rei welcher der Staatssekretär des Innern Dr. Graf onsÉTJZ, domsky-Wehner und der Staatssekretär des Reichss aa: umts Fretherr von Stengel beiwoKnten, stand JUna 11 der Gesehentwurf, betreffend die Varna me einer Berufs. und Betrieszählung im Jahre 1907, zur dritte- BWJUJV ( s t Ls n
ie or age it in zwei er sung unveränder . nommenworden, nachdrm auf Antrag Dove der vtonaan Korrunisswn beschlossene Zusaß, wonach auch die Fraqe der Reltgton gestellt werden soll, von der Mehrheit gestrichen
wofrdM' Iva? sEl? wurdde:s heuZtesvom Zentthm der Antrag an “ er er t? UNA ie es 11 a es ein e ra t, Generaldiskusfion bemerkte der h g ck In der
Abg. Dove (fr. VW.): Die den dem gkößten Teil de gebrachte Tarstkllung, als ob die Abstimmung in zweiterrLYskxTFe über meinen Anfrag ledialich auf einem Irrtum des Hauses beruheg trifft nicht zu; nur der Aha. Liebermann von Sonnenberg hat erklärt, daß yon ihm und seinen Freunden die Fragestelluna mißverstandxn“ worden skl- Dte anderen .Herren find sich bei der Ahsjimmung nicht im Zweifel gemesen. ,
. Abg. Schack (wcrtsch. Vgg.): Ich wia diese Fragg nicht wetter urtersucben; xedenfalls hat es gar kemen Sinn, den Be- schluß der Kommtsßonfumzustofxen, denn er wurde gefaßt gegen, über einer sehr verxchwmdenden Minderheit. Auch im Jahre [595 wurde bei der Berufszahlung nach der Religion efragt, ohnedaß dtes den geringsten Anstoß erregte. Die Frage (hat insoférn eine große Bedeutung, als daduxch das Ansteigen der verschiedenen Klasen in höhere festgesteüt werds" kann.
Präfident drs Kaiserlichen Statistischrn Amts Dr. Van der Borght: Ich möchte bitten, die Frage noch der Reli ion nicht wieder anfzunrhmen. 1895 war diese Frage allerdings geste twoka Zbßr aus ?ésser Tatsache allein folgt nicht, daß man fir immer wiedeé
8 en mu . .
( Schluß des Blattes.)
„_ Das Hans der Abgeordneten nahm in der heutigen (36) Stßung, welcher der Minister der geist: lrxhen 2x. Angelegenheiten Dr. von Studt beiwohnte, zu: nachst m erster und zwe1ter Lesung ohne erhebliche Debatte dre Gesekentwjrrfe, betreffend Erweiterung der Stadtkre: e Hanau und Danzig, an und feste dann dze Beratung deS Etats des Ministeriums der geist- ltchen, Unterrtchts- und Medizinalangelegenheiten nnd zwar die her dem Ausgabetttel „Gehalt des M inisters““ ubliche_ allgemeine Bcsprechung diejes Etats fort.
tcrzn liegt der Antrag der Abgg. Fritsch (ml.) und Geno sen vor:
' die Regierung zu ersuchen, den Bestrehungen zur Vereinheit- lrÖung drr dkutschen Stenographie tunlichste Förderung bezw. Mitwrrkung zuteil w*rden zu lassen.
Abg. Frrihcrr von Zrdliß und Neukirch(freikons.), derunter so großer Unruhe Fes Hansss spricht, daß don seincn Ausführungxn nur hin _und Wlldek etnzelne Worte zur Tribüne heraufdringen, macht werxchkedcnr Vorschlage für die Ausführung 1765 Schulunter- ha_11ungsgeseßks tn hezng aus die Zusammenskßung der Schulkom. mxsfionen, der Gesamtjchuwerhände und der Schu1vvrstände ; namentlich wunscht er, daß bei der Bildung der Gesamtschulderhände auf die Grenze der Yolikischen Gemxknden möalkchst Rückficht nenomwen werder. Ferner außert er Wümche bezüglich der Ausgestaltung drs künftigen Lrhrerhesoldunßkgeseßes. (Es müsse daran gedacht werden, da[: jsjstqdas platte Land gegenüber den Großstädten in bezug auf dle (Yehnthynße der Lehrer benachteiligt sei. Auf die dersrhiedenen Vér- ha,[1n_1s1€ in hetksn müss. sowohl bei den (Gehaltssäßen wirbeidkn DrenjtaltZZSzulagrn cntsVrch€nd Rückficht genommen werden. Jekkn- faUs müne hei'dem (Gesrtz wieder Ein Zustand in dem Einkommkn der Lehrer hcrhetgeführt werden, drr deren Interesse:: Und densn der Schule qexécbt werde.
Minktterialdiruktor 1). Schwarßkopff: In der Ausführangs- a::chnn-z zum Sckyulunterhaliunnsgesrß ist wesenjlicb Die An- ordnung nettoffkn, daß [*r-i der Bildung der Gesamtfcbnlvkrhänds rie kummunaken Grrnzen möglichst herückskckotigt werden sollen. Ueker den Vorfiß im Schulvorstande sslhst Vorschriften zu erlaffen, davm hat jedoch der Minister Abstand aynommen; denn es wird Sache dsr Prodinjial_hrhördench9in, zn entscheidsn, was fie in dieser Hinsicht nach den 11rakti1chen Ve äktnißen für richtig halten. Ueber den Inhalt des künftigen Lehrerhexoloungsgesetses kann ich heut€ namens der chierung noch feine Mitteilung machen, aber dem Eindruck haben wir doch schon bekommen, daß auch in diesem (Gefen, die! Rektorenfrage sebr 1170138 Schwietkakchéten machen wird, ebenso wie hrim Schulunterhaltnngsgr'seß, und es wird Gegenstand ernsterPrüfung sein, wie diese Schwierigketten zu ühe'wkndrn find. Für das Zustandekommen des Geseßes wäre Es vicUeicht brsser, die Frage auszuschalten. Daß das platte Land in dyn Gehaltssäßxn gegenüber ren großen Städten jeßt benachteiligt ist, 111 unzweifelhaft richig, aher umgekehrt liegt es bei den Ruhegehalt_s- kamen. Dieses Vrebältnis wird auf die Dauer vielleicht nich1„1_9 17181th können. st kann ich versichern, daß die Regikrung alle 0101? Bsdex-ksn zum (*Icßenstand Crnst-r Prüfung machen und kesirebt 16111 wird, im Brsdldungxgefrtz die Gehaltssäße und die Gehnl!Hgntt1dkäs€n so zu gcstaiten, daß das nrus (Geseß dkr Aufgabe gerxcht wird, rte idrell-n nnd materéeklen Interessen drs Lshrerstandes zu wahren.
Ahn. Yéetzentbin (10111): Wegenühcr den Ausführunn€11_kks Aha. Dr. Friedhcrg hei der crstm: Etatshrrntung habe ich zu erklaren- daß meine Freunde nach wie dor einc Einmischung des interkOnfesfiMSÜk" Lasndtqgg in innrrktrchliche Annelegenheiten nicht für richtkgb91W Dtr Richtigkeit d-r Behanvtnnn, daß bei der Berufung der tbeologtsÖM Profrfforen die sogénanntc positive Richtung von dem Kultusmininer hedkutxnd kevorzngt wsrde, muß ich auf (Grund mir vorliegrnrex Statistikrn hssmitkn. Die [Syte Eeneralsvnode hat drrlangt. R11;
„- , ...,-«„-
* sammelten Eoiiche ein.
hk? der Berufxmq néch1 nur auf die wissenschaftliche BéfähiAU-"I-
rah hei drr BMUka-g drr Profefforen dor aklem Rücksicht (M MM SteUunq zurn kirch1*ch9n Bekenntnis genommen wird. (Schluß des Blattes.)
Kunst und Wiffensckxaft. Die Römisch-Germankschc Kommission des Kaiskk“
* lieben Archäologischen Insti1uts hielt am 13. d. M. ihre
Jübkxssitzuna in Frankfurt a. M*. unter dem Vorsisz des Direktmx, PTOskswrs Dr. Dragrndorff ah. Anwesend war-n die Herr?" Anthks, XahricZns, Henning, Hirschfeld, Jacobi, Koepp, Locschckch (Fd. PLWST, Oh18n1chlager Pnchstsin, Ranke, Ritterling, SchUchba1dv EÜ?“- macher und Wolff.
„5-17. Eine außerordentliche Sißung der Berliner Gesellschaft für Äntbkodologie fand am [rskcn Sonnah-snd statt. VMS! VNÜZMÖM- PkOfCssN Dr. Lissaucr, jvurdcn ehrende Worte dk Nachrufs zWeken in den leßtrn Wochen verstorbenen Mitgliedern ZIL“ widmet, den Profrssorcn Name und OScar JZrael, von denenötkk Erstere zu den [“e-eutcndsjrn deutschen Prähistorikern, Ick ;?! Dr. Hahne lud für Sonntaamittag znr Befichtigung seiner rm led Le. Derbjt und frühér in Tauhach und Ehringédorf bei Weimar 9
Den Vortrag drs Abends hielt der Professor Dr. Karl Weuledaür? LLiszg Ükék sei:“c_ethnoaravhijche Forschungöretse durch “" Südost?" Dcut!ch-Oftafrikas, Der Vortragende be ann daétlnz daß er uicht beabfichtégs, einen außfühtléchen Reiseberi tm “'“-51 daxür 1“ Lk Mk zu kmze Zeit wieder in der Heimat und-noÖ dmen imstande geWesen, seine Sammlungen zu ordnen, von ?"
o ar noch unterWegs sei. Er wolle also nur einige einrschueixl eLthniffe mitteile' und dadurch die von ihm ange- Fo ethoden kennxei en. Die vorzuführenden Lichtbilder,
«Zäkavbiscbkn und kinematographiscben Aufnahmen würdkn die
p ., en und Wohnungen, die Menschen in ihrer an eren Er- JMYLZ in ihren BeschäftRungen und Vergnü ungen, ihr? dürftige chnik und zuleßt etwas egerkunst zetgen. te vom Reich aus- „üftete, unter der Aegkde der landeskundlichen, Kommission der o(„njalnhteilung stehende Expedition war ursprunglich nach einem anderen Teil Deutsch-Ostafrikas beabsichtigt, namlich nach dem von den Wagogo; Wambugeve und verwandten Stämme eingenommenen Gebiet sudlich des Manyara-Sees und des Pangani- und nördlich des Ruaha- und Nufigt-Flufses. _Beixn Eintreffen des xofeffors Weule in Dar-es-Salaam erklarte thm „jedoch der Fondernklkk- daß jenes Gebiet z. 3. noch zu unruhig sei, um mit Nuß?“ für den ethnographischen Forscher bereist zu werden, und schlug ihm Vor, statt dessen den Sudosten der Kolonie u besuchen, in dem er voraussichtlich ohne jede Störung keinen Studien werde obliegen können. Profeffor Weule, entsprach dieser Empfehlun und hatte es nichhzu bereuen, seine Reise. route, die ihn in der Luft rere bis 200 km_ wett von der Küste führté, in der Art abzuändern, daß er, von Lmdi sudwestlich marschierend, das [ußgebkkt des großen, bis 2 km breiten Stromes Rowuma, des Z„„zßuffes zwtsch_en Deutsch- und Zortzxgiestsch-Ostafrira, aufsuchte. DieserStwm empfangt bedeutende NL tnflufse Von links her aus deutschem Gebiet, und dies Land, nördlich des Rdwuma, das Zn seinem der Küste näheren Teil, dem Makonde-Pkateau, emer großen Trschplatte gleicht, die ck ganj allmählich in westöstlicherRtchtung von 800 auf 200 rn Seehöhe ank- in seinem Westlichen Tetl etwa ein mehr coupiertes, einzelne Inselbkkßs (Gneiskuppen) und Bergketten his zu 940 111 Höhe auf- weisendes Terrain darsFeUt ist von verschiedenen Negerftämmen ziem- lick) gut bevölkert. Die Wahl eines anderen als des ursprünglichen Weges Und die hiermit Verbundene Verzögerung, brachte für Professor Wenke den Nachteil, daß er etwas zuspat fur dteAZro en alljährlichen, Ende August _ Anfang September fallenden ol sfeste der Be- schneidung eintraf, was er im Interesse seiner sozialen Studien he- dauerte. meerhin kam er noch für den leßten, fröhlichen Teil diese:: Feste zurecht, in dem die von ihrem S"»Ömerzenslager erlöste" Jünglinge sich durch Shiele und Tanze schadlos halten- Der Vortragende, hat diese Zeit zur Herstellung sebr zahlreicher kinem_atographtscher' und phonographischer Aufnahmen .benußt. Er gab beilaufig einige wtchttgeRatschlage für die Benutzung des don ihm mit gutem Erfolge angewandten Ernemannschen „Kino“, djs beherzigenswert find, Wellfimmer mehr sowohl der kinemato- graphische als der phonographtsche Apparat als hochwichtige Hilfs- mittel der Forschung anerkannt und angewandt- werden. Als von größter Wichtigkeit bezeichnete der Vortragende, die Entwicklun aller photographischen Platten, im besonderen aber der kinematograp ischen Fclms, möglichst sofort und an Ort und SteÜe'vorzunehmen und fich die Vermehrung des Reisegepäcks durch die Enttvtckelungsschalen nicht ver- drießen zu lasen. Diese PorschtSnxaßregel ist umsomehr notWendig, als die Atmosphäre in Afrzka ,fast_ :mmer dunstig und der Aufnahme scharfer Bilder an fskch ungunsttg Ut. Auch empfahl Professor Weule eine Veränderte, be ere Konstruktion der Fuhrungswalzen am „Kino“, deren zu leichte Beweglichkeit ihm vtel Störungen bei Aufnahmen bereitet hat. Von anderen Apparaten für seine besonderen Zwecke empfiehlt er besonders zvoei: die Sammlung von bunter Zephirwolle zur Erkundung der Farhenunterseheidungß- fähigkeit der Naturvölker und den Krafjmesjrr. L_Oen wissenschaftlichen Wert kes letzteren, de_r durchschnittlich eme-fan um 100 0/9 größrre Muskelkraft dss Europaers gegen den Neger ergibt, der Mühe hat, einen Druck Von 30 kx; auszuüben, während drr Vortragende leicht das Doppelte erreicht, will dieser nicht so hoch schäßen als den sozu- sagxn „gesellschaftlichen' Wett. Immer und zu jeder Zeit erregte die (Einladung an die keger, fich an dem Apparat zu versuchen, große Fröhlichkrit hri ih en. Die widetharigsten GeseÜen taufen auf und wurden aern anderen Bemühungen des Vortragenden um fie und die (2811011111an ihres Vertrauens zugänglicber.
„DieR-ise nach dem Südosten der Kolonie führte dkn Vortragrndcn zunächst nach der Station Maffassk, drm westlichsten Von ihm über- haupt erreichten Pnnkt, dann südlick: bis zum RoWuma und mit ver- schirdenrn Seit-ntonren über das Makonde-Plateau östlich wieder zur 1111112 zurück. In diesem Weiten Gebtet traf er auf die Stämme der Wav-w (auch einfach Yao genannt), der Wamakonde, der Wanyaffa, der Wamakua, der Wamatamhwe u. a. Unter diesen Stämmen sind die an erstkr Stelle Jrnannten Wayao die weitaus hekanntrsten und von den Nachbarn anerkanntesten. In zwei ihrer Häupter, die Professor Weule kennen lernxe und die fich ihm sehr nützlich erwéesen, Matolla und Makaxnen, hesi t die Regierurg anscheinend durch- aus zuverlässige, anständißé “ rennde. Bei dem ersteren weilte drr Vortragende längere Zeit in dem südlich von Maffaisi gx1cget=en Tschingologolw. Ein ähnlich zuderläsfiger Verwaltungs- bxamter, ein durch Kenntnis und Intelligenz gleich ausgezrkchnctcr Suaheli, ift der imOsten des Gebiets refidierende Wali von Mahuto. Rrcht günstlge Eindrücke don gutkr Ordnung im Gehirt der Lindi wuxden gewonnen, als die kleine Truppe des Reisenden, außer den Tragen: aus_ 13 Polizeisoldaten bestehxnd, sich in jedem kleinen Negerddrf festlich empfangen sah , sine Folge Vorangxgangener Benachrichtigung und Anordnung durch den Gouverneur. Esnnr untcr den im Vorangehendrn ;xkscbtldi'rten Umständen nur naLnrlich, daß Prof. Weule seine Studien hanpt;ächlich den Wavao zu- wandte, um von ihnen ein ntözlichst genaues ethnddraphisckyes (Gesamk- 5115311 qrwinnrn. Hisr mit besonderer Gründlichkeit zu dkrfahrert, peranlaßte ihn namentlich die: Erfahw-ng, Daß ethnographisrhe Unter- Éxxde don Erheblichkeit zwtschen dcn rerschkedexnn kleiner gebautrn _Gtammsn ihm nicht entgegengetreten waren, so oft er vorübergyhand W[Öe'zn hrobachten geglaubt hatte:. Offenbar hat jahrhundertlange Verm11chung auß dkn Völkern Ottafrifas ein ziemlich gleichartiges Konglomerat gexchaffsn, und einen dieser Stämme gründléch zu studieren, heißt zugleich in ihren wichtigsten Merkmalen auch die agdrren kennen lernen. Die Warao reden eine sehr merkwürdige WMQ, in deren Grammatik einzudringen gelungen ist. «12 hksäßen MFH (“1116 Art Jugendbslchrung, die, soweit fie das Verhalten und die Y1l1cht-*n der Kinder gegen die Eltern betriff1,gutundheachtenswrrt, soweit 1" kik? „skhr ]rühzeitige Belehrung über die Sexualian betrifft, aher kkarrlij) _er1chcint. Mejkwürdig find gewi e Wahnhorsteüun en, „“! allnemctn find, wie z. B. der Glaube, da der in diesem G: iet .kbk baUfig workotnmende Elefant allwisscnd sei, und _ was rccht [Ondsrhar rrscheint _ die Untreue einer Frau am Betrogenen man. Die Tötung eines Mannes durch Elefanten gilt WWS gls Beweis für die Untreue der . Frau. So stark wirktrn dnss, und andere wundrrlichen Vorstellungen, daß Professor
.ulé u. a. m Luisenfelde im Wayao-Landr einem fekt6 Jahren dort F"J?seffrn€n Norweger begegnete, dcr fich voüstävdig in diese An- 'ÖÜUYUZLU eingelebt hatte und vou ihrer Richtigkeit überzeugt war. m Ubktaen cewährte fich HetrKnudsrn als ein mit Land und Leuten wobl bkkannter Berater. hi“ In, einer großen Reihe vonBildern führte der Vortragende "_ck-Ulf m das Leben und die Umgebung der von ihm besuchten nger- kampterin. Auf dem Makondnplateau gibt es keine Dörfer, sondern k;“;kskksxrrnt liegende Wohnungen, bestenfalls einmal 374 solcher be- dia „ÖM- Anders ist es bei den Wavao und ihren nächsten Nachbarn, 14an Dorfschaften vereint leben; Häuscr und Gehöfte find aufs ein- WUL aus, Bambus oder Holz erbaut und mit Palmblättern bedeckt täu Umkleidet. Die Häuser haben meist einen, aber auch 4-6 Innen- ine. Pte ngktation ist auf einem großen Teil des Gebiets hei Treid Kuren Bodrn ziemlich upvkg, der Anbau von Ge- felt “- Hirse, Maniok gib: dahecreichlicheFrucbt. AÜerdinns is1_Wald „ je'J- Dichter, fast, undurchdringlicher Dornbusch aber sehr häufig, und W e em FAU ist hohös Gras überall Vertreten. Leßtetes gibt den TrZZZZbYtelxßenéeit zu indujxtrieLLlnsxZTätiintW Fi: dhrenÖ-znl es in dekr) , augrn aus er 3 dur (1 er as a z aus un MYM? [chtereß indem fie das Waffer der Lösung an der Sonne " lassen. Die Salzfiedereien der Wayao haben viel Zuspruch
von den Nachbarstämmen, obgleich das Salz grau und ziemlich bitter ist.
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Selbst vom Nyaffa-See kamen Trägerkolonnen nach Salz, Als Nebenprodukt dieser Industrie wird aus der GraSascHe aucb Graphit gewonnen. desen sich die eingeborenen Töpfer, richtiger Töpferinnen, da die Keramik Frauenarbeit ist, zum Bestreichen und (Glätten ihrer Tonwaren bedienen. Einen eigenen Anblick gewähren in der Landschaft die schon erwähnten, ganz kahlen Gneiskuppen da, wo s'ce als Jnselherae auftreten. Ihre bizarren Formen lassen ck nur durch wiederholten Wechsel von Ueherflutung und Auftau en des Landes aus dem Meere erklären, wobei in den le ten Perioden Erofionxn in verschiedener Richtung stattfanden, wel e die Felsen herausfagten. Von großem Interesse waren die zahlreichen, in Licht- bildern vorgeführten Menfchentypen, an ihrer Spiße das Bild des intelligent aussehenden Häuptlings Matolla. Die gleich den Frauen bekleideten Männer find meist am Leihe, seltener im (Gesicht tätowiert, die Frauen verunstaltet,indem steentrreder an der linken Nasenseite oder an der Oberlippe Holzpfsöcke tragen, leßtere manchmal 4- 6 cm im Durchmesser. Die jungen Mädchen haben die Gewohnheit, kleine Kiesel bis zur Zahl acht unter der Zunge zu tragen, Was als Zeichen der Treue gegen den Liebsten gilt. Solche Steine wurdkn vom Vor- tragenden gezeigt. Auch Nasen: und Lippenpflöcke ist es ihm gelungen, zu erhalten, doch niemals unmittelbar von den rauen, sondern stejs nur durch Vermittlung der Männer. Der äuptlkng Makamer sprach gern und viel vom Deutschen Kaiser und Berlin, der Begriff einer MiUion rvar ihm aber nicht beizubringen. Matolla erwies fick) nicht so gewißt wie Makamer, gilt aber bei seinen Stammes- genoffen als ein „älterer Adel“, da sein längst gestorbener Oheim Matoch ]. in der Erinnerung des Volkes als ein alter Held lebt, dexsen Name nur mit Hochachtung genannt wird. Befallen Männern be teht die Sitte, die Vorderzähne spitz zu sägen, die Frauen haben in- f-Zlge der Lippenpfiöcke meist sehrschlechteZähne; denn die Vorbereitung fur die Anbringung diexer Zierde beginnt, die Entwicklung des Kiefers heeinträchtigend, schon m 7. oder 8. Jahre des Mädchens. Fast (1116 Kinder haben aufgetriehene Bäuche, eine Folge des übertriebenen (He- nuffes degetabiliscber Nahrung. Daß die Wayao ein recht
inteUigentes Volk find - ihre (Gesamtzahl hekrägt wohl 80000 _, _heWeisen die kunsthollen Tierfallen, die sie bauen, ihre Geschicklichkeit im Flechten, ihre Fähigkeit, Eisen zu
schweißen und zu bearbeiten, ihre Kunstfertigkeit in der Keramik ohne Drehscheibe. Um lktztere Arbeit in alken ihren Stadien genau kennen zu lernen, hat der Vortragende 26 Aufnahmen aemacht, die voraeführt wurden und die fléißige Töpferin, ken Säugling mit eknem Tuch auf den Rücken gebunden, an der Arbeit zeigen. Von etgenjhicher N?xZerkunst wurden noch einige rohe Zeichnungen, u. a. von einer Ele antenherde und verschiedenen anderen Tiergestalten, vorgeführt, alle Von guter Naturbeobachtung Zeugnis ablearnd. Wenig entwickelt ist das Erinnerungßdermögen und die Kenntnis selbst benachbarter Völker. Nur von den ZWergvölkern wiffen dis Yao zu erzahlen, da deren Erscheinung auf sie Eindruck gxmacbt und gelegent- lkche Begegnungen in der Tradition fich fortgepflanzt haben. In aUen Erzählungen aher erscheinen die Zwerge als gefährlich und tückisck), als Verkörperung des Bösen. Von einem Götterkult bei den besuchten Negetsfämmen hat Professor Weule nur geringe Spuren gefundsn. Die Yao scheinen einen Kultus mit alten, großen Bäumen zu treiben, die fie als den Sky der Ahnenseelen betrachten.
Die phonographischen Vorführungen betrafen drei don dem Vor- tragenden häufig akhörte, einzeln oder im Chor gesungene Negerlieder mit so schlichtem Text wie: „Reise, 9 reife mit dem großen Herrn. Die Jünglinge hajten Zeug yon ihm. O reise, reise!" Interessanter waren eine Reihe von kinematoaraphischen Vorführungen, zrißend die Vorgänge kei der Eisensckpmelzung, von 2 Frauen _ mit drn undermeidlichen aufgehundenen Säuglingrn _ außgeführt, Stampfen von Getreidekörnern zur Mehlgewinnung, die Anwendung des Feuer- hohrers und Verschiedrne Tänze.
Dem Vortragenden wurde für seine Mitteilungen, denrn die Vkr'slammlung mit großer Aufmerksamkeit gefolgt war, reicher Beifal] zu er . -'
Die am Sonntag vormittag fich anschließrnde Vorlagr nkuerer Colithrnfunde durch Dr. Hahne brachte eine große Anzahl in Tauhach nnd ChringÉdorf gefundener, die Anzéicksen der Bkarhrituna hezw. des Gebrauchs durch Memckpxn tragkndrr Steine zur Kknnfniß der Erschiene'nen. Al]: diese Feucrsteink, Hornstein: odrr Quarze smd entweder eingebettet im Travertiner Kalk rechts und links der Ilm, an der das Flußhett eingeschnitten ist, oder in Kies- und SÖottersckpichten darunter gefunden, einem Horizont angehörig, der spätestens während der Jnteralacialzeit Oberfläckpe gewejen skin kann. Zum Vtrgleich wurdsn Line AnzahlEolithe ans drm franzöfischen Departement Cantal Vorgelegt, die aus dem Miocän, also von einem viel tieferen Horizont stammen. Nach drr Menge der in Tauhach gefundenen Eolithe hat es fast den Anschein, a_1»5__ bah? hirr eine Werkstatt ron Skeinwerkzeugen hrstanden. Prrsenor Rutdt hat hskannthicb kin Werk geschrirhyn ührr die Steinwetkzeugindnstrie, die Vor der Kupfer-, Bronze- und Eisknxxit in Balgien bestanden hahsn mnß. Nach ihren ist €? nicht unwahrsäprinlich, daß cs anch Zentren die1er Jndnstric in Deutschland gegeben haben kann und Tanhzch als drr h_irhcr hekannt älteste Jndustrieplch unseres Vatcrlandrö anzuspxeebrn ist.
Bei Eduard Schulte ist Victor Müllers Gemälde „1.95 misÉrQbWZ“ (das Nédtiv ist Victor Hugcs géeichnamigrm Werk ent- nommen) für kurze Zeit aUSJesiLÜt.
Theater und Musik.
Lcssingtheater.
DieNeueinsjudicrungkn für den Ibsen - Zyklus in! Lessinnlhkater hraxkten am Sonnahknd cin ältrtrs Stück des norwegtsckyen Dichters, und xwar !cin vieraktigcs Schauspiel .Die Stützen der (Gesell- schaft“. Im Gegensatz zu seinen späteren Wcrk-xn zeigt fich Ibsen hier als Optimist; dic „idealo Fordcntnn“, dic (Wrcgers Wrrle in drr „Wildente' vexgshliäy sdllt _ hirr wird _sie ,durch den Konjul Bernick eingelö1t, der sein Leben aus emrr Lnge anfgebnnt hatte:, schlic'ßléch ahsr die Kraft nnd drn Mut findet, der Wahrhcit die Ehre zu a-brn, Immer Wlkdér muß man über die Kunst staunkn, mit der Jbskn die packendk-n „Momente der Handlung herVorzuheben und von Akt zu Mr zn stemrrn Versfeht; hcsdnders wohlturnd berührt aber hier einr 1ch1icht€ 'Hcrz-nswarmr, die der grühlc-rischeJk-sen der späteren Ze_it zumeisthxrmtsssnlaßt. er man drn Dichter im Lesfingtheatsr zu Miele:: drrxéehr, Ut nn drrscr Stelle ost gcnug herdorgehohen worden; auch „010 [**:-rgcytrch Anfsührung erreichle nahezu die VoÜkommrnheit. ;)urch drn gluck- lichrn Eekankcn, das W-rk in das Gemand ferner Entstchanchit zu kleidxn, Waxde dns Bild kleinstädtiscbcr Bürgkrlßchkxit, das dex xxarnen Handlung das charakteristische (Hcprage _ gibt, sch0n 'außrrlxch glücklich getroffen, und das Zusammen]er qerrann tnncrhalh dieses Rahmens an Farhc und Leben. Unter den Dar- steüern der einzelnen RoÜen sind zwei an erster St_él]? zu nennen: Alber: Baffermann als Konsul Bernick und E08 Leh- mann als Lona Hesel. Meisterli vrrstand ('s Baffermann, uULUVcr- söhnenden Momente im Wesen 5 ernicks hervorzukehxkn, die Harten zu mildern und so den Umschwung in scinxn Lkhcnsanschanungcn, der sonst unwahrscheinlich wirken müßke, aUmahltch zu entwickeln. Nur in der Szene, in der Bérnick unter der LZst des Schmerzes und der Gewissensqual zusammenbricht, hatte man cinen schlichteren Herzenston gewünscht. Die derhs, gérake Nalur_Lona Heffels Wurde don Else Lehmann so recht ron innen heraus grxtaltct und restlos erschöpft. Von dieser Figur ging ein besonderer Zander aus, soha!d fie den Schauplay betrat. Den Johann _Tönnssen zeichnete Hans Marr männlich und bieder, und aus der kletnrn Cplsodenroüe kes Schiffsbaumeistets Anne ma tc Sauer mit [einer feinen, unaus- dringlichen Kunst ein kleines Ka knektstück der sétnen Charaktemstik, das sogar bei “offener Szene lebhaften Beifall hervorrief. Ebenso standen alle anderen auf der Höhe ihrer Aufgaben. Das Schauspiel ühte eine tiefgehende Wirkuxrg aus.
Im Königlichen Opernhause findet morgen, Dienstag, die 25. Aufführung der „Salome' Von R. Strauß statt. Der Komponist
leitet persönlich sein Werk. In den Hquptrollen sind die Herren Kraus, Hoffmann, Kirchhoff,©riswold, sowte die Damen Rose, Hiedler, Nothauser u. a. beschäftigt. (Anfang 8 Uhr.)
Im Köniqltcven Schauspielhaure geht morgen, neu- einstudiert, Shakespeares .Was ihr ont' (.Der heilige Dreikönigs- ahend') in folgender Bese ung in Szene: „Orfino: Herr Staegemann; Sebastian : Herr Böttcher; ntonio, ein Schiffsbauptmann: Herr Mann- städt; Valentin: Herr Werrack ; Curio: Herr Weiß; Junker Tobias von Rülp: Herr Müller; Junker Christoh von Bleichenwang: Herr Vallentin; Maldolko: Herr VoUmer; ahio: Herr Eggeling; Narr:
err Geisendöcfer; Olivia: Fräuleinxon Mayhurg'; Viola: Fraulein rnstädt; Marie, Olivias Kammermadchen: Frauletn Eschborn; Ein Priester: Herr Eichholz. Die Regte fuhrt Herr Pajry.
Mannigfaltiges. Berlin, 18. März 1907.
In der Vereinigung der SaalburJfreunde hält der Professor Dr. Oehl er Von der Haupjkadetrenan_talt zu Groß-Lichter- felde am 22. d. M. einen Vortrag über „dre Kampfe der Römer gegen die Heldetier und Ariovist im Jahre 58 v. Chr., nach den neuesten topographischrn Forschungen in Nordostfrankreicheund' be- sonders im Unterelsaß nordöstlich der Hohköntgshurg“ (mtt L1cht- bildern). Der Vortrag, der Abends um 8 Uhr beginnt, wird im Hörsaal des Königlichen Museums für Völkerkunde, Königgrasér- straße 120, gehalten.
1-.
Klein-Rqsseln, 17. März. (W. T.B.) Das Unglück an der Grube Klein-Rosseln (dgl. Nr. 68 d. Bl.) xretgnete si am Freitagabend einige Minuten nach 10 Uhr. Es rst noch nicht frstge tellt, oh eine Cxplofion schlagender Wetter oder eine Kohlenstaub- explosion vorliegt. Am AuGgang des Schachtes merkte man nicht chs geringste von dem Vorgang in der Tiefe. Erst als zum ersten Male dre
örderschale mit einer Anzahl Erretteter heraufkam, wurde bekannt, was
ck) drunten ereignet hatte. Im ganzen waren 240_245 Mann eingefahren, und zwar im sogenannten Vuilleninschacht, der 417 m tief ist. Sofort eilte der Direktor Simon mtt„einer Anzahl seiner Beamten herhsi und fuhr in den Schacht em; auch die Rettungßmannscbaften traten alsbald mit Draegeravvaraten in Tätigkeit. Auf der Grubensohle stieß man zunachst auf den Körper des Wettersteigers Haydn, der alsbald heraufgeschafft wurde. Havou aah schon nach wenigen Minuten, ohne das Be- wußtsein wicdererlangt zu haben, den (Geist auf; die giftigen Nach- schwad€n hatten ihn getötet. Die ganze Nacht wurde an der Bergung der Leichen fieberhaft gearbeitet. Bis Sonnaheudmittag 12 Uhr waren 67 Tote, 12 Schwerverletzte und 1 Letehtderletzter Morgen. Von den Schrverherleßten find im Laufe des ' orgens bereits zwei gestorben, don den _ übrigen Schwerderleßtrn dürfte nach Auskunft d:s Arztes nur einer mit dem Leben dadon- kommen. Von den preußischen Staathruhen Warrn Ebenfaüs Rettungömannsckoafkrn unter Führung mehrxrer Bergheamtrn herbei-
geeilt. Diese fuhrrn soforf ein, doch gab es nichts mehr zu retten. Unter den Toten befinden sich zwei Beamte, und zwar der Steiger Waldschmidt aus Klein-Roffeln und der
Steiger Conrad aus Naßweiler. Der erstere hinterläßt Frau und 1 Kind, der letztere Frau Und 5 Kinder. Dis Leiche Conrads konnte noch nicht gshorgrn werden. Von den toten Bergleuten waren über die Häxfte Verheiratet. Jn Mitleidenschaft gezogen find ddr- nehmliä) die umliegenden lothringischen Bsrgmannsdörfer, (:er anch aus den benachbarten preußischen (Gebieten stammtr eine ganze Anzahl der Umgekdmmenen. Auf das lothringische Dorf Groß - Roffeln entfallen allein 9, davon warsn 8 verheiratet. Aus Landweiler ist ein Vater mit seinem Sohn umgekommen. Die Leichen liegen in den Korridoren des Knapvschaftslazaretts. Einige Tete, die Von den Nachschwaden erstickt find, find völlig kennklicb und n1achen den Eindruck Schlafenden Viele dagegen, die von der Stb!)- flammc getroffen worden waren, find sehr entsteüt. Bis Sonn- abend, 12 Uhr, waren [ämtliehe 67 geborgenen Leichen bis auf eine, die m (Grficht ganz 61111th1 war, erkannt, _
Heut»: gcgrn 10:3 Uhr Vormittags traf drr Statthalter der Reichslnnée, Fürsrzn Hohrnlohe-Langenhurg, in Begleitung srinks Adjntanten, Majch don Tony:), und drs Regierungörats Siede- kéng sowix mehrkrsr Bergwerks-, Kreis- nnd Kommunalheamten im Auto- mobil vor drm Knavvsckpaftslazarctt in Klein-Nosseln ein und begann sonlcich unter Führung des leitenden sztrs einen Rundgang data) dée Ränm: des Krankenhaus-S. Zuersf betrat er die Korridore, wo die Särge mit den Leichen skandrn. Hier richtete er an die drrWeilrndkn .Hinrérhl'chsren Wort: drr Teilnahme und des Trostrs, ebenso cr- mnttgt-x ex dis Vs1le15nn und ihrs Anxehörigen und _wies wikderholt darauf hi?!, wie? srnst Seiner Majeüät dem Kaijer, Allerhöchst- welchrr ihn in kinsm Tclégramm hrauftragt hahe, drr Brdölksrnng dyn ?ltxsdrnck Seinrr Traurr und herzlichen Trilnahme zu über- mittrln, dic Fürsorg: ?ür dic? Verunglückten am Herzen liege. Vom K11a1*pscha?t§lazarett begab fich der Statthalter nach dem Schacht Vuillemin zur Unnlückxstätßto, die etwa 10 Minuten vxm Knappsckzaftzwzarctt entfernt liegt. Vier übernahm der General- dirsktor Simon die Führung und c1läuxtert€ in eingxhendster Wxise die Cixrrich1nmckn der Berawrrk-Zankagen wwie die Schttßdorrickptungxn. Der 'Staxthalter ließ fich hirr dée zwei an den BergungSathetten hervorranrnd hétxilintrn Jnncnirnre vorst€llchn und wkdmete ihnen für ihre treue Pflichterfüklung anrrkrnnende Worts. Während des Rundnangks durch 'die einzclrer'. Anlagen traf drr Ykithefiser drr erkr, Rsickostagsahgsorkneter de Wrndel, dom Schlosse Hayingen hcr ein und übernahm dir weitkre Führung. Nach der Besichtigung reifte rer Statthalxkx znr BZréckxterstatxung bci Seiner :Najestät rem Kaiscr nach Berlin ab. Mit drr Vertrrtnng dcs Statthalters hei dkn Trauexfcierlickykeiten is! der Brzkrkspkäßkenr hon Lothringen Graf don Zeppelin-AsÖhatis-kn beauftragt wwrdrn. _
Nach An,;ahe de dirkgirrendsn Arztes drs KnaVWchaftslazar-tts Dr, Hergss betrug die Zahlxder Totkn im Lazarrtt heute um 9 Uhr Morgens 7 Mann, die drr Kranken 9; daddn haben 4 günstige Aus- sichten auf Gsuesunn, währknd hci den übrigrn die Prognose sehr ungünstig ist. Die Kranken, die durch Brandwunden im Grstcht, an den Artnen nnd an der Brust furchtbar entstellt sind, [riden augen- scheinlé-„h große Qualen, doch derfichert der Arzt, das; die Schmerzm infolge uunsangxencher Anwendung entjprechender Mikkel im Laufe des nächsten Tages fast derkchwindkn werden. Einige der Verunglückten hnhcn schnrrc Au,;«drrlxxzunaen erlitten 'nnd liegen ganz apathisch da, andrr: ;rhén dem Personal und ihren Angehörigen, die trnuernd die BMW nmstlhen, abgerissene Antworten. Um bcdknklichstcn ist, ab- gCscbkn don dyn Fällsn, in denen die Brandwunden m€hr als ein *Or'ntc'l 1:8: Körpe1fläche redecksn, drr Zustand denjenigen, die sich infvlre Einatmung der heißrn Giftgaje cine heftig? Entzündung der Lungen zugczoaen hzkkn. Diese bel'kl starkes Fieber, sind aber bei klarc-m Brwußtsein. Jm Vrrlaufe des Vormittags starb noch einer drr Schwermrleßlrn, sodaß die Zahl der geborgenen Totrn jetzt 73 herrägt. Virr Ls'tchrn befandcn fich nm 11 Uhr Vormitiags noch in dem Schacht, eine war in der Nacht nehorgan worden. Die Ver nngéarheiten werden fortgeseßt. Eine Lc'iche: hatte man heute früh bereits mit drm Oberkörper bloßgclcgt, als nachstürzenke (Gestrknmaffrn fi: wieder an: versäoüttc'ten. In dem zum Teil mit Blatwflanzen au9gefü ten Korridor des Knappsckpaftslazaretts find lange Reihen Von Särgen anfgestrlit, “O1: man krreits Vormittags geschlossen hatte. Auf jkdcm Sarg befindet fich ein Zettel mit der Matrikelnnmmrr und dem
Namen des darin liegenden Toten. Auf vier Särgen lantet der Vermerk aher noch immrr .unhekanni“. Man hat die Kleider, Schuh? und den horgefundenen Inhalt der Taschen dieser Verunslückten neben UL Särge gelegt, um die
Wikderetkennung zu erleichtern, doch sérhcn „diese vier Verunglückten anscheinend aüein, da sick; bisher kein 'An-gehört er aemrldet hat, um ihre Persönlichkeit festzusrcllen. Die Bedölkernnaitvollkommen ruhig. Hin und wieder wird noch einer der Särge geöffnet, um den Angehörigen einen letzten Abschied zu gestattén. Ein im Länzskorridor ausgestellter provi-
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