1907 / 69 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 18 Mar 1907 18:00:01 GMT) scan diff

ne men, da die Unterrichtsverwaltung die „Hand, die,dies Hays'ibr jabgeboten sZak, um solchrn Fortschritt itz nacbiter Zrtt in" kraftige: und energiscbrr Weise zu machen, nur) ihrersxits mix schopferischrr Kraft und schöpferischsm Willen ergrifferr batte. «;ck habe schon bei der Brrakung des Etats drs Mintstenums des Innern Herdor- gebobrn. daß der Gedanke immer mehr Plus greift, 'LH-szsZÖ ntcht empfiehlt, die Untrrrichtévrrwaltyng aus dem, Kultrrsmmntermuz aus- zusondern nnd fir zu einrm bejrndrrrn thstxrtum auSZUJestalten. Dirsr Striirma drr Unterrichtsvrrwaltung gegémzber drm AYUZTÖÜÜ mich in der Uebcrzeugung brstärkt, daß auf die Darter dre LöUirzg der großrn Aufgabe, welcbe unserrr [1nierricththv911ung arstrützst, nicbt gelingrn wird, Wenn die UntrrrichtSVerwaltung m drr Pkan'tL'rkal- instanz im Nebrnamt von dem thniijer_ fur KultuéZ- und Medizinal- wesen wahrgenommrn wird, sondrrn dax; dixYuterrrÖtSdrrivIlkrrng im Hauptamt wird wahrgrnommxn Wrrden mumen durch emr_n ,ergenrn Miristrr, der srine ganze Kraft dczrauf drrw'endrt, und U78 _dtqsrrxm drm Sinne, wie wir zam Landwirtjckyrftsmmister, zum KngsiYZ-«xtrr und zum Jastizministrr einrn Fachmann haben, naturgrrzxax; ern Mann wird sein mriffrn, drr nach allen Richtungen, prakttich und theorrtiscb mit dem Unterrichtswesen, unt dersBildung unsetcs Volkes in rngrm Zusammenhangs steht. Wie deRM abér aUcb sein mag, so scheint mir aus dcm ganzen Brrhalten der Untekki([ITÖVÖUVÜUUUZ i_rn dorlikgenden Fglle, hervorzugrherr, 'das; zwischen irn großen Ansgabrn und der, Fabi,7kr1i, Rr su de_wal'ttgen, inr-erhalb drr UrtrrricrhtSdrrwaltung_rtn starkes Maßrcrixaltms bc- stebt, 'das mö-Zlicbst (“ald _beirrtM wrrderx uruß, „wcnn anders wir nicht szabr [aufen iv..)Ücsl, dax; wir mit der Lösung drr KULTUMLÜJÜÖM iris Hintertrkffrn kommrn. Aber das darf krinrsialis dir LandrSdr-trrtung grstatten, sie 777."ka rdrcrsrits mit aiirn Kräitrn dahin wirken, daß wir 'auf dxrism Gebiete fortschreitrn, énergisck) fortschreitrn 'zu kk1n_,Z'1ck[€, das uns gestrckt ist, und das; wir iiicht wrgen cines Defizits fähigkeit drr Unirrrichiédrrtvaitung mittrn _ sircken blribrn. Unser Abgrordnetrnbaus bat, Übgkikbkxl don der drr Landrsdrrrrrtring Oblirgrnden Vsrpflicbtung, rock) rm ganz bxsondrres Jntercssr, darüber zu Wachen, das; dir Kalturaufgabexi, namentlirb dir „kriilturaufgzbrix, die brzrvrcken, .die, große Mama des Volkss „zu fördern und zu Hrbrn, mehr Kringe in Picaßen gr- fördrrt rrerdrn. Ma11_wirft uns Vor, eianlawenparimnrnt, ein Grldsackparlament zu Fein; wir haben die

auf drm Wrgr

dringrnde Aufgabr, drn Brivxis zu lirfrrn, das: wir trotzdem dir Kulturanfgdbrxi, d:? uns gostrUt smd, die Fürsrrge für die “Erxlebung TMÖ'VLYÖKMZ der xirrßen Masse des Voikes, mit aiirr Kraft und (Frixrgiz rrlrgrn und fördrrn nrllrn, [!!“-d deébalb müffln wir nach drrjrr Nicktrm_g Stellung nebmrn gegenüber der UrtrrriclpiSMwwÜtung. Wenn :ck) St? auffordrre und bitrr, für dem Antrag, a11ch_wenn Sir nachmanchrn Rich- tungen Bedenkrn haben, zu stimmrti, so ge7chiebte§1n dcerffmmg und Erwartrrx'g, daß das Hans sich stark machen wiid, rack) aUcn Richtungen die UnterriÖWVerwaltung zu drängrn und zu trsibsn zur Lö!_urg drr großen Aufgaben, die uns auf dem Gebiete der Scbuie erwachren, 1th dafür zn srrgen, daß die Preußische Schule wiedrrum vorbildlich wird nicht bloß für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Ministeriaidirekwr 1). Schwarßkopff: DerMinister bai wird

beauftragt, riuigr Aenßkrungen in der Dybattc richtig zr; Urlien. Dcr Wg. Funck meinte, daß der (Trias; drs KultuSministrrs r*. Goßler, wonach bei der Besrßuna drrKrri;'"ckyrxiinsvkktirnrn aucb Srminar- und ZRittrlicktirliehirr keracbt werdcn sollen, in dsr Praxis“ nicht _rzirbr b:“- arbtrt würds, Und [*rzirbt sicb aaf dir Zustände in .Hsffyn-NaUaii. In der Profis bat dirirlks Arsckyuldigrmg gestkndrn. Sir brrubtaber 0117_L1_k_1r111 totalen Jrrtiim in [291sz auf die tatsäéjlickyen Vorgänge. „Jr. Ermen- Naffan gab rs iir so,;rrramrtkn Realschulen, von denen zweifrlhastgvar, ob sic „119 V01k§7ch1118m MittrisÉU-(cii okrr Rsaischulkn aiizirxrbéii !„irxr. Dies.o SÖlllSll iintrrstandrn frübrr drm sogenannten Rrkirr drr „ix dsr Kreissckyiilinsdrktion fiir jcde einzrliie Schiris brtraut war. Er war also Nur nicht cigrntiick) Kreisskbuiénsrrktor, „sondrrn Üktr “die A*.Uürbts- fur-ktirn für jrde €1k73?[118 Schule. Schori v:)r iawgsr ;L-it kam im dsr

entraliikranz zur Sprzckxr, dar. in drm chtralblatr und kon qiiijiichrn Fachkreisimgrn kiése Rrktrren ix_i der Liste d:r KrriIsckulimpsktrren ;]kfribrt irirrden, Und (*I wurde MUWOÜUIT, daf; ksi NäUbksrkZiirg ker Sskllén sir arts drr Liste drr K'rk-issäpirlinsvektdren im errtr51biutt gr- stricbrn wrrdrn srÜrn. Den Tit?! .(irriéscbulinsdlkwr bat man drm Herren nicbt nrkmcn onrn, 06er fir find alimäkélich (11:5 drr List? d:.r Kreisichu1insrrkwrsn rsrsckwnndr1r Disse Fcststrliung wird Hrrrn FUUck berukixrn. errnfaÜI krstckt krinr Tsrrrnx, die Tbrolrgrit zu brdrrzrgrn. Es ist sine ganz irrige) VSÜQUWUUN, daß irgrixd rim Mangel an Zudrang :„mn erzrrrkrtni drrlirgt. Jm leßirn Iab'e batte]! wir bsi 7500 “Strll-n eiii Anxzrbrt don 10(00 WCWUÜUPJMT “22 0/0 mrrßten zurücksewissrn w rdrn. Trrtxdrm Erbarirtrn die Herrcn iii jrirm Jaere wieder, drr Lrbrrxmzngrl enisKrbr diirch jchlrchxr Erbälfrr urid kurch die gris11icke Srhrtlmksrcbt. Die SÖQffung von Lrhrerkiidnrßßarsxalirn ist drr einziße AUÉWM. Dssbalb bat der jrxxisc KiilTUIrriitzister mit gröütkr Erstgir kie Zabl kersclkrn in dyn Porr" Jabrrn seiner Verwaltiiiig (mf 1.36 gcstrigrrt. aném kat das kdlrff2le Anwarhésn drr Großsxäktr imd Frikniirirzcntrrn die Vrrkäkinisis rrllidnériirn Versckyoicn. 56 Lcirrr dairn fir!) z. B. aiirin ::Nl) dxr Stadt Hawking grwandt: das isi iir jährlirbr Prodrktirn ron xrr-i NM“; ';“ckcn S'mi- naren. E11de1s73 «ab €? dcn 4“ 000 SÖxrlstrlicn in P-rUßrn 4,5 0,0 unbeseßtr, 1377 :intrr drr Veriralxung de:: Ministrrs Faik r*:n 53 000 SchrrkstrÜ-xn 35-70 Uxéicsrtr, das find 79,1), 1881 wairn es wieder nur 4 0,0 Und 1906 dri 86 000 Schistrllrn unkesth rand 3 7) (AF,. Dcr strrrman,;rl ist 0110 r*rrz-kntual zUrückgeßanJen infolge» Tur danfrnsirrrt:r1 TZti-„keit drs jxyigrn Ki:1111§mii;ist-chrs. Drr Nbg, von erliß wendrt M) mit sriner Kritik drs Frrkkiidiin-ésckyai- Wesens an Eine ganz falsCÜe Adrcäe. Nirmard ist so srbr r*rn der Notrvkndigkkit drr Entwicklurq dirsrs Zwei,;es Unsrrcr KNM)! überzrrrxt wir gerad? drr argen'rärtige Uritsrrictoxxministrr. Der Fort- bildrxngI-„Mxkrréch imx-rsirbt abcr größtrnériis drm Haiikrismiixistcr 11.» dem LM*rwirtsckpaftémiraistrr, Urd es sin? in ikrn i-i isn [*(th Jubrrn "eixr Nuts Frrlsckyriitr rrzirit wordxii. *Örrr ron Zrdlix; iat iir g(strigsn ArrZiÜbrrmxen Tr:“; Minisérrs total mißkrMarirrr. Dirisr bat wirst **,-5010, die Frage der SÖUQKBM 7911: 11-1 ich1110114121§ (.IN-80:35 irrt.“,it rrrrdrn, sondern nur, dai; j-.8t, nr) r«-5Sch111Uiir:r- balt'anzikgesry znr A::Ifübrm'g „1.11 brir-grxi sei, nun richt r*[öZliÖ drr:- srlben L*iäiiitkn nrch weiUre 52111ngde 21171111th könnr, weil das (111? IWF? UURÖr17'iT ja ;[13 Vrriält12iff: [):-".SÉUNMAU wsrrrs. Srirzid das Schnlgchi€xz d.1rcko;irfübrt ist, wird ZU drr SkhdlüUiÜÄÖt Steljung genommrn Di: rosit-xren ArtFijhrurg-U drs Herrn Wsi stiiß MLM damit «anz ['on selist ;niarrxmen.

Abg. (Friss (frs. V,;g) scbzinf *.mtrr grrßrr Unrwkr drs Hariiks

zu erklärrn, daß er naä) din Arxsiübrunrrii der Hrrrkn Schiff-xr md Freiherr don Z-diiZ aiif das Wort dxrzichtrri frinnr.

Ministcr der geistlichen 2T. Angrlrgrnhriten T1“. V o n Stud 1:

Der Hrrr Abg. Ftir. drn Zrdliß hct sich bestimmt gefunden, mich auf die dkr'rammte Piléckyt und Sckiilrigkeit drr Skaatércgirrrmg [Fn- zuwrisrn. Einxs dsrarligri: Hinwrises bedarf es nicht, urd ick) lrbne ibn, nam-iijlich in dcr Form, 55, in dcr er grscbri-rn ist. Ich sükxie mich krrar-iaZt, [“.in drr drm Harris. und dem Lands einmal Rcchen- schaft won mriner kix-brrigrn Täkixkxit abzuxegen. Sie er-n dxraUs entnehmen, daß die Urteil.“, ki: eben noch don Herrn Frhrn. don Zedkiß gefäklt worden siiid, mindssi€n§ auf eincr srhr einseitigrn Darleqnng beruhen.

Meine Hsrren, als ich am “2. Septrmbcr 1999 das Amt über- nahm, war ich nicht im Zweifel darüber, daß nicht bloß eine Aufgabe von schwerster Verantwortlickykeit, sondxrn aucb ron zu großrm Um- fange auf meine Schu1tcrn gelegt würde. Die Bedenken, die mir in dieser Beziehung erwachsen, babe ich vielfach geltend gemacht; ich war nachher einigermaßen beruhigt durch die Erwägung, daß mir eine langjährige praktische Erfahrung auf einem der schwierigs1en Gebiete mrines Ressorts, nämlich auf drm der SebulVerwaltung, zur Seite stané.

in der Lcistnngs-„

Seit 1867, also seit beinahe 40 Jahren, habe ich Gelegenheit gehabt, mich gerade den Aufgaben der Volksschule als Land- rat widmenqu können. Ich habe bei jeder Veranlaffung die Schulen angesehen und jahrelang für die Hebung des Volksschulwesens in meinem Kreise so viel getan, daß unter anderem zur Zeit dex Herrn Ministers Fall“" im Jahre 1872 mit die schwierige Aufgabe über- trug, in mehreren Kreisen der Provinz Posrn Volksschulen zu be- sichtigen, um Anhaltspunkte für die Ausführung des Schulaufficbts- gesxßes vom 11. März 1872 zu gewinnen.

Nun aber weiter! Ich war Mitglied bezw. Leiter der Provinzial- scbulkollegier. in Königsberg und Münster; ich babe eine lange Reihe yon Jahren hindurch mich dort aufgehalten, um die Revision von zahlreichen UnterrichtSar-stalten der Verschiedensten Kategorien außzufübren. Einige Erfahrungen stehen mir hiernach zur Seite, und ich glauke aucb, obne in Nubmredigkeit verfallen zu wolien, daß die Tätigkeit, die ich in den Provinzialscbrrlkoliegien entwickelt babs, von Erfolg begleitet gewesen ist.

Nun aber, meine Herren, in häufig übermäßigen Anstrengungcn b.1keichjahraus,jal)rein neben den großen Aufgabrn der äußrren Rrpräirntation, die gerade im Laufe der Zeit drm Kulfußminister in erhöhtem Maße oblagen, der zahlreicher: Kongreffe, der Br*,irdrmgrn zum Auslande und der Eröffnung neuer, in großer Zahl während mrixler Amtßzeit gegründeten Anstalten, mich den umfassenden inixcren Aufgaben meines Ressorts gewidmet. Sie wollen wir grstaitrn, Ihnen hierüber eine kurze Darlegung zu gekrn, die teilweise auxb aus krn Gascßen und Verordnungen der Eeseßsammlung ent- nommen werden kann.

Als ich mein Amt übernahm, War ich mir zunächst darükrr klar, daß der zweikrilos vorhander-e Lrhrermangel, auf den ich, soweit Mein früherer Amtsbereich mir Vrranlaffung dazu bot, in dcr Zentralstrllr wiederholt aufmrrksam (;(-macht hatte, den AuGgangspunkt cer allergrößten Urbelstände auf drm Gebiete drs Volksschulwrsens bilden würde. Tiefe Befürchturg ist leider infolge der Von dem Herrn Ministerialdirekfor dorhrr schon hervorgsbobenen Verschiebung der Vrvölkrrung und sonstiger Schwierigkeiten, namrntlicb auch als Folge der Anhäufung großer Volks- und Arbeitermassen in den Jndustrirgrbirtrn, in stetig steigenden: Maße eingetroffen. Jetzt werde

„i-H [rider wiederholt für den Lrbrermangel vrrantwortlich grmacht.

Ick habe Vom ersten Augenblick an und unter Ueberwindung der (:Tier- größten Sckywierigfeitsn immer bciont, daß es unerläßlich sei, die bis- herige Praxis falien zu lassen. Erst nach zweiJabrM, im Jahre 1901, 1st (9 mir gelungen, endlich mit größeren Anträgen an das Abgeordneten- haus fortgesrizr herantreten zu können. Ich übergebe dir schwierigen Verbandkwmzrn, dir ich hake führen müssrn, um dieses Prinzip xu dauernder (&ckth zu bringen.

Abrr gleicbzkitig mit dieser Schwierigkeit erwuchs die Writers, daß dcr VerabWirdan-Z des Gesetzes über die Fürsorge für dir Witwen und Waisen rkr Volksschullehrer fast unüberwindlichr Hindernéffe entgegen- stxndrn 53.7? Grsrß war Von beiden Häusern des Landtags beschloffcr. Es Wurden aber so grundsäsliäpc Brdenkrn geltend gemacht, dri; ich kéinabe darauf Verzichten mußte, die Vrrabscbirdur-g dirscs für di-erhr-er so wichtigen und notwendigen Gesrers zu erreichen. Es ist mir dies nach dkrimr-natigrm Bemühen endlich gelungen.

Darn Folgt „für 1-35 Jahr 1900 eine große Außgestaltang der erangrliichen Landrékircb? isi Hannrver, die Bildung von Eesamt- drrbänden usw. Das lisst auf kirchlichem Grbiete. Es ist aber brr- vvrzrbrbrn, “daß gerade die damaligen OrganisationSgeseße für die Lanerkirckye in Hannorrr nicht bloß sachlich, sondern auch prlitiscb eiiis recht schwirrige Aufgabe boten, dir glücklich gelöst rroxdrn ist.

Daran schließt sich im Nr*dember 19(0 die Nruordnung des ge- samten höheren SÖineWnS, der Eymnafien, Neuigvmrafien und Oberrealsckulem Ick hatte aus u:einen frührrcn Erfahrungen die Urderzrusung gtiWnnrn, daß rin Schulfrieke zwischen diesen der- schi€drnen Katrgorirn der höheren Unterrichtßanstalien kergesfkllt wrrkcn müßte. Es ist dies übst Erwartrn g([Unth', denn die Wier- béchstr Order vom 19. Novrmbrr 1900 bat fick) se,;anreich b:währi; FZS 111 drr Zroischrnzrit grmarhten Erfahrungcn krstäligen, daß nicht nur der Schuliricdrn grsichrrt, srndxrn aucb unsrr böhrrcs Schulwrsen einc bissrre Arisgestaltung erfahren hat.

ZU-glcirb hake ich eine Nruorknung der Lehrpläne für die Lrhrer- seminare in die Hand grnommen und unter Mitwirkung drs Herrn Ministrrialdircktors Kögler den Abschluß dieser wichtigen Aufgabe hrrkrigcführt. Mir ist arch von der liykcn Skike diefes hohen Harses nach Ziikrafttrrtrn diesrr Neuordnung dafür besonrrrs gedankt worten, dgß sr: dcn rrritzrkrndrn Fordrrurzcn der Lehrer ßerccbt grivorden ist.

Im Jahre 1902 kxat dann auch rrikder in drr evangelischen LandeOkirckr eins Ncrxrrdnurg, beispiriéweise für Frankfurt a.M. srwie für dir Konfistorirn in Hammrrr durchxriübrt nerden können.

Zazlricb ist dir einheitliche Rrchtsckyreédunx, eine einheitliche d-JritscXc Oxtiograpdie Vrn dcr Mrwel kix? an den Fuß der Alpen, bergesrcüt rrrrdrn, cin Crsebnis, nir cs rrcb niemals erzielt wordrn iii. Sic ist nicht mir für den preußifäxrn Staat, srmkrrn auch für dic Übrigkii Bcstandtrike dcs drutsciycn Sprachgekiets durchgeführt. Es war nickt so einfach, eine Zub! ron rtwa 30 Landesregierunßen untrr cinen Hut zu brinßrn. Es ist außerdem die? österrrichisckxe Mrmarrbir urid di: Schwriz dirfrm Ucb;rri;rkc*mmrn beigetreteri, und die Folge dawn ist, Faß wir erdiicb das €kkéicht haben, was uns scit mrbr als 100 Jabrrn feilte: eine rindxitlirbe chbischreibuns, welche dir bis darin krftaixdenr Verwirrrrng rndlicb b:“,"eitiqt hat.

Ich Fahr anßerdrm einen allsexnrinén Lébrdian iüc dcn Zeichen- unterricht dUrchUesth, rtwas, was als dringend notwsndig rrkannt und Jahre lang unterblirken war. Und riidiich, was mir große Schwierig- keiten bereitet hat, von denen das „Haas wiederholt Zeuge gemesen isi, die Neuordnung der Geßäiter ker Gymnasiallehrer.

(Fs smd ferner eine Anzahl [):-n Afadrmieki sowie don Heinkels- bochschalen und ärztlichen Fortbildanzkanstakten eingerichtet worden. Ferner dient das Gescß, betr. die (ixb-Z'oung dcr Kirchensteuern in ker evangelisrken Landeskirche, koniorm mit dem Geseß für die katholische Kirche, Ihnen den Bewsix, daß anch auf diesem wichtigen Gebiete eine Materir, die large Jahre der Lösung wartrte, zum Segen der beteiligten Kirckxengrmeinsckyaftrn und, wie ich glaube nicht in leßter Reih.» zur Förderung drs konfcsxionrlirn Friedens zum Abschluß ge- bracht rrorkrn ist.

Im Jahre 1905 folgte das Grieß, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Dasselbe war, da die inzwischen veralteten Bestimmungen der Verordnung Von 1835 erscht werden mußten, vom

Standpunkte der Wiffenschast und Praxis als eine wahre Erlösung

begrüßt worden. Mit welchen Schwierigkeiten dabei zu kämpfen war ist Ihnen bekannt. Dem sind weitere OrganisationSgesxße für Whoo- lische Diözesanbedürfuisse usw. sowie eine große Reihe von Außfühnmg' geseßen und Bestimmungen 1906 zum Abschluß gelangt; zum Schluss; das neue Volksschulunterhaltungogefeß, welches seit 89 Jahren „. gestrebt, dank Jbrer Mithilfe im vorigen Jahre endlich zustande g„ kommen ist.

Sie mögen hiernach meine Tätigkeit beurteilen, so wird auf der anderen Seite doch anzuerkennen Ministerium, Wklchks mir anvertraut ist, in den 7 Jahren eine treue und erfolgreiche Arbeit geleistet hat (Bravo! im Zentrum und bei den KonservatiVIri), und zwar eine Arbeit, die auch, wie ich glauke, nicht nur den Anfichten der konservativen und Zentrumspartei, sondem auch einem großen Teil der übrigen Parteien durchau§ entsprochen bai. (Na, na! links.) Es sind doch mit Ihrer Zustimmung * «ck Von der linken Seite dieses Hausrs » eine Menge derartiger Gesetze und Verordnungen zustande gekommen, und ich babe wenigstens bei den zahl. losen Anfeindungen, die mir sonst zuteil werden, vielfach a;ch auf jener Seite die Anerkennung erfahren können, daß in bezug auf die finanzielle Ausgestaltung meines Refforis sehr viel rrreicht words:: ist; ich brauche nur auf die Zahl des gegenwärtigen Etats mit über 200 Millionen hinzuweisen.

So firbt die Tätigkeit aus, die ich geleistet babe. Meine Schwächen kenne ich genau; aber das muß ich für mein Ministerium und für die treue Arbeit mriner Räte in Anspruch nehmen, dxß diese 7 Jahre nicht verseblich gewesen sind; im Gegenteil, wir haben einen Erfolg erzielt auf vielen Gebieten, der früher in jahrelangen Au- sirengungen nicht zu erreichen war. (Brady! im Zentrum und bei den Konservativen.)

Nun möchte ich Herrn von Zedliß erwidxrn - ich haßt den chien Ausführungen meines Herrn Kommiffaks nicht durchweg hej, wohnen können --, daß die Schlußfolgerungen, die er aus meiner gestrigen Erklärung grzozen kat, wie es scheint, auf etwas einseitig ge- färbten parlamentariscben Berichten beruhen müffcn. Ick bitte ibn- dén Wortlaut meiner Erklärung' durchzulesen; er wird ßnken, daß ich im Tenor genau mit seinen Wünschen übereinstimmr, und zwar damit, daß, wenn die Erfahrungen mit dem Volksschul- unterhaliungsgesrß, die er selbst als notwendig bezeichnet hat, abge- schlossen sein werden, dann auch ernstiirb an die Aufgabe, diere» Anfrage zu Grunde liegt, herangegangan Werden wird.

Abg. Schiffer (nl,): Auch die gestrige Antwort des Miristers betraf das nicht, was ich gefaßt hatte, und betraf vieles, was ich nicht gesagt hatte. Drr Minister at nickt die Motive des Gesizrs von 1872 rrörtert. Ich Habe die Anomalie nicht darin gefunden, daß die geistliche Schulaufsicht im Widerspruch mit dem Gesrß stände, sondern im WiderspruÖ mit den natür1ichen Brdürfniffen der Schule. Ich hatte rrwartet, das; jest, nachdem das Sckyulnnterhaltungsxzesexz vs:- absckicdet ist,- wegen unserer Mitwirkung. bei dirsem GOZ unsere Wünschr ernstlich und Wohlwollend geprüft würden. Ich bm davor enttäuscht, dax; nicht ein Wort darüber für unsere Tätizkeit gesagt worden ist. Der Minister behauptet, mißdrtstandeu wordrn zu srin; aber ich Habe auch jest aus seinen Wortrn nur berausgrbört; daß nach Ausführung des Schulunterbaltunaßgeseßes er die Prüfung der Fragen unseres Antrazes in Auésickxi stet, Das Ergebnis sriner gestrigen Erklärung war materirll rin Nichts, vieÜricht noch wenigßr; in dem zweiten Trike sriner Erklärung machte rr zwar einige Zugrständnine, abrr wohl mehr 6136 Entgegenkommen als an? sach1ichcr Ueberzeugung. Durch dic: grtjtiiche S_cbrrlaufficbt erfolgt rine außerordrritléchs Unterschätzuns kes wi11enschasliichen und technxscbrn Erhalts der Erziehung. Herr H?ckenrotk) yagtx, dze Kirche iräre zu der Schulaufsicht dsbalb gerignet, ivsil idr xa srlbst die großen Eriirherischsn Aufgaben zukommen, Und weil fie großen Wert auf rie Erziehung der Jugrnd legt._ Mit demsrlben Rechte könnte man auch dem Elternbauke das Recht vindizirrcn, die Sch_ulinsp€ksion arßznüben. T_urcb ken nrcb so guten Wilien dcs Geinlirhrn kann dgs féblcnde paragrgiscbe Wissrn nicht erse t irsrden; gerade die (Heijtlichen, die mit existen- WiUrn nach der abrbeit ir- diesrr SaÖe so_rschxn, lrhnen dreScbul- aufsicht für fich ab. Das; die Rsligion Hauptjache Und all_„*_s ander? nur Zutat ist, das wollen wir nicht. Hierüber wrrden roch Kampxe cm!?“ scZ-n barcn, aker unser Antrag kann angenommen rrerden, obne die ganzen Fragen aufzuroÜen. Jn HannOVLr babe ich allerdings drr) urisxrcn weiteren Zirlcn gesprocbrn, aber darum handelt es sich j-xßt hier mä)?- Die aUgrmeine Herrschaft der Kirche üker die Schule um kes Religions- urterricbis Halbrr können wir nie ancrkrnrcn, sondern Werden „71: be- kämpfen. Herr Hcckcnrotb spielte auch auf das politische Gekrri an. Wir meiren, das; ck richt möglich ist, im Rcicbe andsrc Politik zu treibrrr als in Prrußxn, im Reich liberale Grundsäße anzuerkexinen und fie nicht in Preußkn durchzuführen. Die Worte dis RWW- kanzlrrs können sick) nicht bloß auf das Reich brzirbrn, soydrrn auik auf Preußén. Wo in der inneren Politik kommt_abrr dtesr €U- ansrhauung zum Ausdruck? Wir haben gerade diejrn Piznkt beraus- arariffen und diesen Antrag gesteÜ', rvril wir glauben, so'emerrutrczle Bast; 5a frnden. Drn K0111erVa_tiven irgen wir damit kein Opfer ihrer politischen Urbcrzeugung auf. Herr Heckenrotb k)_atte entgegen- kommen können, wenn er fich auf den Boden gestht batteU-vmz rem einmal unsrre gesamte Politik grmackpt werden muß. Es wrderipkch dcn WOUM des Rrichskarziers, wenn jeßt die Regierung xtnr dtla- torischc Erklärung geben wird und die Konservativen uns eine runde Absage rrtrilen. Wir müffrn feststellen, daß das Abgeordyetenbaqs nicbt zurückschreiten, sondern einIn Fortschritt machen wiÜ-„ Personalunion zwischen dem Reichxkanzlcr un_d derp, preußischen Ministrrpräßdenten liegt darin brgründet, daß die Politik tm RUÉC und Preußen eine tinhcitliche sein muß. Ich fürchte aher, daß k," Haltung geren unseren Antrag im Widerspruch strht “mcbtxnur mix dem Jntercffe der Schule, sondern auch mit den aUgememrn Intékéßk“ drr jrsißen Politik. k

Abg.Dr.vonHrydebrand und derLasa(kotrf.): Dre Arrtwor- wie der ReichSkanzler denkt, wird dissrr selbst erterlrn. Ick ?Pkkckx für mcinr Partei nur aus, _daß wir es für brdrnilich balten,_ wcnn man die Reichspolilik rinsach auf unsere preußiycbrn Vrrbaltnlsk übertragrn will. Die Fragen im Reiche haben mrt dieser Frau- der Stcllung unserer (GristliÖen nichts zu“ tun. Ich habe Bed'enkxn, daß hier eine konkrete Frage so oder ,so beantwortrt Werde, WPlÉm Rricbétage sich eine Partsistrllung so oder so rrgsben bäk- („L's “ic klärung drs Ministers ist der Linken nikbt außretchxgd, uns |M," Ude" Eck1äturg recht weit zu ueber. Wie unser Sxandpunkt tn ** Sache ist, hat Herr Hecksnrotb in klarer Welse aUKJCsULÖYLT'sé rr wird noch in der Lage sein, gegenüber einem Mißvelsta"n"n des Herrn vrn Zedliß den Sinn in persönlicher Bemerkyng tlaräUstk 'erd Eine Vrrständrgung in kirser Frage könnte möglich jem, abertsie Fi! erschwert durch die Art drs Auftretens dts Herrn von Zxdltß- "ich solcher Ton gegen einen Minister erscheint uns sebr bedenihneti Die Minister stehen in einer Steüung, in der man Die nicht mit einer solchen Nichtachtung entgegentreten daif- imäl Parteien, die den Antrag gestellt haben, stellen noch "UN eneinf die Mehrheit, srndrrn nur eine Minderheit ,dar. Ob Siean Mebrbeit für den Antrag ßnden, können wir ]; abwarten. 35 sehr Herr von Zrdliy die'cn Ton weiter amvendet, macht er es U s

chwer, Verstandigung zu suchen. Ich erkenne an, wc; M Vortreffliches beim Schulgesk Leki“! di er!- aber in dieser Tonart können wir uns ni vUstMs 9 (Zwischenrufe bei den Konservativ“! und links,) Sit erden Miß » erlauben, auch unsere Meinung zu sagen. Der, " iniftek

wie Sie Wollen, sein, daß da.

im vorigrn Jahre

[ck ein -eiseine Energie und seine Tatkraft an

x,

n Jahre sehr weit entgegenaexommey. _ "“Köpfe wie Herr von Zedliß bier Waren, ware ein solches Impromiß nicht zu stande gekommmen wie im vorigen Jahre. Hirwünfchen“ daß der Minister noch lang; seines Amtes walten ö r Herr von Zedliß derlangt Dezentralisatwn drrScbulverwaltung ZWS Lütt für rieiLebcm: etdn, asbrr méiÖ'diesekr seiner TJigfeitkkaiY man n enver an en en. tr er ennrn au die -€r:* ti ten YchnÉétdegca Liebrer gern an, aber die Art, wie Herr von chlißgfür jeu aehrer eintritt, mindert nicht die Unzufriedenheit im Lande. d&b; xichkki1k rechts.) - N'un, Herr von Zedlrß,_ es wird ja; „nicht Lange dauern, dann fiken Sre'an dteser Stelle (auf den _Mmrster- ".,-ck zeigend)-„,“ D_ann werde lch sehen, ivre es Jbrzexxgefallt, nZenn eine solche Kritik aeubt wird, rvie Sie sich dem Munster gegenuber erlaubt babrL. Wir Konsxrvattden 113011211, aucb Forischxitte a_r_rf drm Gebiét der Schule, wir mußten 1a blind sxrn gegen die «511xere nen_ der Kinkkk- unsxrrs besten Schatzes, Wenn wir siegen Fortschrittx wgren. aber ein gejuydkk Fortschritt ist. nur unter Wghruyg _des grsch1chtltchrn und 355 christlichen Lebens unseres Volk86_mogltch. Werl wir mxinen, daß dcr Antraa it) seinen ersten Anrangen dazu dicnen_n1uß, das Christentum„ die Religion gnd dir Kirche in tbreirr Einfluß zurückzUÖkänsZen“ rst es uns unmoglich, in diesem Augenblrck fur drn u mmen. AWMF, Dr. Porsch (Zentr): Der Abg'Funcx sagte, die Tendenz „g Kultusministeriums gehe dahin, Jur'klk Geistlichen als Schul- jnsrrktorrn zu nehmen. Der Minijtermldnektor hat darauf erwidert, jch zwrifie aber nicht, ddß bet drin Uebelwollen gegen_ uns in einern großen Teile der_gegnerrschen Prene ,es 10 dargestxllt wrrd, ais- ob wir hxsonrrrxs prakttiches Intrresse an dtZsZT Frage haben. „Deshalb steüe ich fest, daß," wenn von, 330 Kreisscbulinspektor'en rm Hartvxamt 63 Geistliche jirxd,kutrßtelr'sYéschG(FZschbes? dkarm5111 erneZZrZreZ bkoéxrris ri oder zwei (1 ot e, e te, n. «Jon " „oa! _u- j,]?Zkaxen smd höchstens 250515 70 kathortsche©eistizche. D:: „Schiefixche Volkszriiurxx hat erst lurz_licb festgestellt, wie gering die Zahl der geist- [jrben Ortsvckulinspektoren m Obersckyiesien iii; ddrt gibt es 110 Welt- nchg Ortsschqlinspektoren. Herr Schiffer [Yat grjagt, der Arrtcag [olie den Wkg weisen zum Forischrtt't, er hat diesen Wrg abcr rncbt naher bezeichnet; Herr Funck Hat druiltcher gesagt, drr Antraz set einxerster Schritt aufrdteiszm Gebktete. Das [macht unWock) bFZtrr-Z, das »?ckpxrl- kamm -er erren ennen zu rrnsn. enn re .rrrrn tr sn MLU Schritt tun, wollen wir auch ihr Ziel kennen lernrn. Auf das Zukanirsrrogramm der Trennung der UntxrtichtsverwaltunT dom Kultus- miniFsrimxi WF'tic? l!mÉHt deinYßeZ, ich dstel1SeZchJibler fest,.t dFß ?rrtr i rr eme » twrung ,er rr (? m zr“ ue zuge an rn a. YK kxeinr Konzession ist allerdirzg? grrnacbt beim Schulunterhaitungs- geses in derNichtung„daß der Geixtltche m der SÖuldeputation_mitwixkr. S) dankbar wir dr:fe Korzzession arzerkannt haben, so irt fie n_ach anscrrr Auffassung do:!) nicht grrsrettchend. Auch drr_ei)1rgeli7ch8 Obrrkirchrnrat bat fich 1897 fur die Sicherung des. Einfiuffré; drr seix'tiichrn ina deZiSZulechxufslgrfdroYen. SHH; Schidffrr Yagi, ddqs en rum wo 3 : Err, a tn er u e un er ennr le Étaatskobrit in der Schale nicht an. JZ bedaure“, daß Herr Schiff?! unseren zum Urberdruß dargeleZten Standpunkt noch nräxt kennt. Wir _onén _krme Herrschaft uber die Schule, aber „die Kirche kann rnehr absrtts sxebeo, wenn unsxre Jugend crzogeri _xr'rrd. Dic StaaÉrtYFchtungeqtkqnxiten nF gefestigt rrärrden, M"".dkSKFFb? au drr rzie unq mr wrr . arum wo In wcr eme ' it- wirknyg rer Kirrhe, „damit die Erziehung eiLe religiös-ßttlick); ist. Es ixt die Qualifikation der Gernli'cben zur Schulauffiäxt brmangrlt worden, mit Uyrecht, rentrdre Gétstiicbrn bereitrrr fiel) aus die Schul- aqssrcbt dor; in der Diozese Breslau z.B. ist Es Vors'chrifx der „[Excbrd FWF die; ©?stlxbencbetnansechTbchfrfgrn b.?)nrsxtst t? Üstaax [ rn „e rerrmmar ur ma en. „rr », 1 er e au 2, a„ an kaiboliscbe strerkreiie die fachmännxsche Aufficht wünschen. Ick hake mich bei rinrm katholischen Voik51chull€brer_übrr die Stimmung in den Lebxrrkret'ien'erkundtgt,_ und er schreibt mrr, daß es wrhl Lehrer grbr? 11105? Ie dtxsenKWcian? ZaCbH-„n, dass? aberf aröcb kstnßr thrHerren von an' e rn er jr 8 a erinz 8 an gc rn ww :. Us einem Lebrrrvérb'andstag ist in eirem Referat gesagt worden, daß jrdr Schul- rufsrrbi drr Erteilung des Religionsunterricbts durch die Kirche und Le UFeZWackysxcmnger Exifxfbungicbdurcb dfic;J Kirch: drcfxpektixrxß énüsse. rna ann rrrS i ern daran rru en, a die a dischen Lebrerkrcise die fachtx15nfnische Schuklaufficht vrrl_an_gten. Hrrr Schiffer deutcxe auch an, daß ein Kampf uber die gklstllch Ortsichulaumicht _bedor1trbr._ Jn rinem nationallibrralen Blairs hat gestandkw daß m der griitlicbeir Ortsschuigufficht eine qudtguslie der ultraznoxi- raren Macht liegt. Es Ut grjagt, man mume das Volk mundtg narben. Weichs Erfahrungen Hat man drnn _ mit drr KTndrxmzcbungd, ders JTTith ITJÜM? Zins dSiestin dWé-ge _ au re an e evo erung er taatsdr nUrg entfremrrt werden. Ich sehe es schon dahin kommrn, daß wir bci belen als amtinational bezeichnet werden, wei[_wir an drr christ- itlbrn Volksschule festhalten. Wir bedaurrn dic1rs Jonsiieren mit den; Begriff ,national“ durch die Freisinnigen, die jyßt alirrdings ManaiS Musterknaben gccvorkrn sind. Es ist gesagt, der Minister- Uläfidrnr müss angrrufen wrrden, wenn dir einirlren Minister nicbt WT",- und in Preaßen könne keine andere Politik grtrirben wrrdrn «19 WWW:. Wir wollen das zunächst abwarten; aber im yorigrnJabre war usbxn dem Schalunterbaltungszrseß in Prrußrn die Finanzreform im “ck? zu machrn, urd das war nicht möglich ohm: Mitwirkrwa TLZ ZZntrums. Hättrn wir uns auf den Standpunkt des Hrrrn Funck IUYSUFch) trägen wir zum Kultus::iinister gegangen und hatten gesagt: Dem Schulge198 gefällt uns zwar nicht, aber wir wollen es annehmen; Y" “7. !SZTckTchnockpicktZeiter NÖsckylekéFrt wird, "YM" twir “die Fikriaéiéz- 4rm1m'e In an. as aenwir nirgean, wir an Téndrr FinanÉrYoxmsim JeriztieréIebdesbVaterlandeÉL5 smikgkearbritrtbund Lo am ugeey. » r a rn ei diesem 883 eine “.Fr rn- Wkkrurg gkbtidet und ha_ben iiicht hinter „den Kaliffen an Verband- [Wkn Nearbsttet. Dre lachrrlrche Brscbuidtgung des Kuhhandcls Haben wxr gerade bei diesem Grch wkdrrlegt, und hier verlangt HL?!“ Funck

„orig!

ktx rer fachmännischen Schalaufsirht die Einlösung eines Wrchselz!

. :r mnffxtr drn Antraa & 111111716 abweisrn und find überzrugt, daß [:drr katroiische Lehrer hirtrr uns steht.

, g. Freiherr von Zedliß und Neukirch (freikonf.) spricht ksbrend fast der ganzrn folgendem Rede mit leiser Stimme und wird ["NRW-it dmx Rufen .Lauter!“ unterbrochen, ist aber troxzdrm nur “ZUMVYUF aus drr Tribüne deistänrlich; er führt n. a. auI: EI kqmmt *kklxkigltch darauf an, einen Teil der Angriffe aus dem Hauxe zu

“UWSF. Der Minrsieriaidirekwr wies darauf hin, daß rin Teil

FOrtbtidun'gßsäyulwesens dem Landwirtschaftsministerium und, nicht R7 altquerterium _unterstebe. Ich halte gerade einheitliche

'"“"Mlbaitntne für erforderlich. Der Ministerialdirekwr bat mrine fs!*."krvrt aur die gestrige Erklärung des KultuNnixiisters damit be- “Wkls, d38_ ich diese Erklärung falsch aufgefaßt babe. Ick Zk'kk beute eine ganze Reihe von Parlamentsbrrichtrn in den U7,U"Q€_n Verglichen und daraus densclben Man rl _erfeben. Es ÜF aiko an erxxer besonderen Unreutlichkeit der rklarung geirgen tät], Wenn fie nicht besser verstandrn ist. Keineswegs ist aber dir

. (“UW «ls ausreichend anzusehen, und wenn dir Regierung 1agt, UZ L? der F ue „“C-axhe hinwegiukommen. „*dmjtrrmm und srinrr Verwaltung ““ich schwer gefallen. Der Hrrc

ZZétJYLjn ältester Bekannter in diesem

Die von mtr an dem Unterrirbts- eübte Kritik ist mir außer-

Hause, wir find versönlich

seit langrm zwischen uns. am Tag für Tag verkehrt, wir ]:abrn den Feldzug von 1866 „!“an mitgemacht. Deshalb war für mich eire schwere Pflicht au [ iullen, wenn ich heute sckärfere Kritik, an ?ner Verivaltung geübt babe. da“ ck b?be wiederholt anerkannt als sein ganz besonderes Verdienst, „Kalk '? Stagnation in der Entwicklung unserer Lehrerbildungs- kj “" beseitigt, daß er die Beseitigung des Lebrerman sls angebahnt W| ck erkenne unbedingt die ganz besonderen ZZ ers aber die Organisation, Udkger Mann die Unterricknsverwaétung neben den übrigen

rage nähertreten wolle, so ist das eine gute Form, über . _ , ' nicht die Qualifikattrn für die Schulaumicht abgrsprocbcn, sondern

erdienste des '

Wenn lauter folche s

inisfer ist seit Jahren viel- ; st bt . k'

bekannt, es bestehen gewissrrmaßen freundschaftliche Be- Z Wir haben lange Jugendjahre

als vielleicht sonst üblich, ? Ich erkenne seine Verdienste voll -

J und wenn der , Khonfession

xoßen Aufgaben des Ministeriums übersehen soll, ist binderli für die Entwirklung der Unterrichtsveertung. err von Heyde rand bat die Gute gehabt, die Majorität und die inorität auszuspielen. cb hab? nur vkrlangt, daß der Minister zu einer Resolution des ngses eme zustimmende Erklärung abgrbe, die von der groSen Mehr- heit, zu der auch die Freunde dss Herrn von Heydebrand ge örten, im vorigen Jahre besrhioffen ist. In meinrn sachlichen Forderungen steht also dir g'anze Mehrbrir von 1906 hinter mir. Sollte diese Mehrheit fich heute in eme Mtndcrbert verwan'drlt haben, so wäre das eine Aenderung in drr Steilung der kon'servatth-n Partei, die mit ihrer sonstigen Stetig- keit normg verctanr ist. Meine Kritik an der UnterrichtSVerWaltung babe ich auf meme persönliche eigene Verantwortung genommen. Gewiß, 1619 bin Manns genug, meine eigene Verantwortung zu traJen. Wenn Herr von_Hrydrbrand eine wche Kritik für einen „15 grordnetrn mcht fur angemessen erachtet, fo unterschätzt er die Pflicht eines Abgeordneten. Wir _baben nicht mehr das Recht, fordern unter_ Umsigndrn, die Pflicht, die Kritik an der Regierung zu duden, dir wrr nacb gutem und €hrlichem Gewiffen, nacb ebrlrcher Uebrrzrugung für notwendig erachten, und ich Werde mich Von dieser Prkicbt durch _ksinrn Angriff, don rrrlcber Seite er auch komme, abbaltrn kamen. Ich bin grwokmt, meine Pflicht zu erfullen, meinen_Wrg gerade Vorwärts zu arbxn, grwiß m_ezznen WSJ gerqdr vorwarts zu grhrn und mrine Abgeordneten- drltcht und Ah,;eordnrtenwürde derRr_gier1mg gegenübér in vollem Umfange zu Jahren. "Wrnn Herr ronHryrebrand srine B(tnrrkungen durch dem Schrxz wurztr, daß ich bald an jener SKU? fisen Wurdr, _so Vrrgtßt er, daß meinr unabhängige Gesinnung mich schon iangst' davvr hriyadrt hat, daß die Versuchung an mich de_rantrrtt, emmaTMmixter zu wrrdrn, abgeseber davon, das; man rnit 67 Jahren nor!) schwrrltrh in die Gefahr koamrt, drr Vér- 1uchung za unterlregey, _etxr 10 schweres Amt wir das Ministér- amt,_das rasch€ Eni1chlrsßungen wrdrrt, zu übrrnrkimen. (Abg. Buick) (Z_entr.).: R'CLÖZQMÉ drs Innern! - Stürmische Hritrr- keit.) DTS]? Hrrtetkrtt erübrigt es, auf disse meerkung einzugrbrn. Wyrm irh sÖZks gervordrn bin, sd gibt es eben Momente, in drnen mcm scharf Yam muy, urn 'das Ziel zu erreichen, das man erstrebt, das in _dirsem _Faile irdigxich darin_b€st€k_i?n kann, daß unsrr Unter- rirhtswevrn, unxrrr Volkswhrilr aus dir Höhe Jebobrn und auf drr Hohe, erhalten wird, die] Preußrn ziir (FHW gkrricht, die Prraßen not- wsndig bat, um wirren Beruf als erster Staat zu erfüÜen.

Abg. Dr. Frirdbe'rg (nl,): Jch_ kann nur noch rinr kléim' Nachl_esr da[trn. Aus die AuGrir-andererzung zwischcn den Herren Vonchk'ebrßrxd umd don “ZAK; grbe ich nur mit einer Be- merkyng em. Auch _Vdn drr konservatiden Partei find die Ministrr Ui1trr Umstanden nicht ganz glimpflich brbandelt wvrdrn. So War einmock eins Reds des Grafen Limkurg- Strrum r*,rixrn drn _Miriistsr Falk nicht gerade sehr wohlwoÜrnd, als er 'rrkxartr, Faß „Yerr Faik den großen Fehler babe, Von Kopf ÖLI zrr den Füixsn kein StaatSmann zu sein. Herr Von Hrydrbrand Hat 1th eine Békebrrmg grbrn woilrn. Wenn wir aUrrdings so etwas dcm KuliuSministrr sagen würden, so würde es sofort brißen: Jai) r-rrbitie mir ein; Bsirhrmrg darübrr, r*nd Herr v. Hrydekrandwürde das (116 artgrmsmrn betrachten. Natürlich macht es einen Untrrkchird, drr Minister, drr damals öffentiich gerüffrit wurdr, war rin Nationalliberalrr. Weixn also Hrrr don Hevdebrand über drn Ton, in dem grydrockperz iir, sich äußert, so War das nicht wvblgetar], Wenn Herr don warrdrand uns als Minderheit be- zricbnct, ]r)_ist mir nicht brkannt, daß «s in diesem HäUsS eine Mehr- beit gibt, Prrr Vor. „Heydebrand kann e_inc Mébrbeit nur mit Hilfe des Zortrams !*ildrii. WEM! ibm dirjcr Sukkurs angenrhm ist, so

gibt (*I in drr kdiisrrdatidkn Parisi doch auch ankrre Strömungrn, wo

man diesr Konsquienz nicht wünicht. Hrrr don nydrbrand sagt?, rack) den Ausführungrn drs Hrrrn don Zrdlir; könn? cr für den Antrag nicbt stimrnrn, danach sOU man doch skins Abstimmung nicht rinrichtkn, Ob rinc Rcde so odcr sc) gchaltrn ist. Die Frruudr des Herrn don Hrydrbrand babrn rs schwer getareit, als das Zrntritm einmal wegen rixirr cntgleistsn Rede cri'lärte, daß es nach dirser der eine Forderung.; nicht brwiiiigen könnte. Und diesen Stankdrmkt nimmt jexzt Hrrr don Hrvdcbrand ein, er sagte: ja, dax"; rs nach drr Rede drs Herrn VM Zedliß ibm unmöglich sei, i-i diksrm Angrnbiick für den Antrag zu stimmen. Es ist uns auch rin großrs Entgrgrrkdmmrn des Ministers beim Schulnntcrhaltung-Égrsry im ddrißrrx Jahre Vorgebaltrii werdcn. Mit diesrr LS,;ende muß ick) auxräumcn. Ich bin erstaunt, daß Herr don .Hryrebrand, der “an drm Verhandlungen brtiiiigt war, das außsprrche'n fonmc. Wrnn Sine Partei kei dirsem Gesry fcblrcbt behandelt und in ihrem Vrrtraurn durch die? Regirrung getäuschf worden ist, so ist es die naiionaliiderale Partri. Der Entwurf war Uns unannrinnl'ar. Er war drr kvnservativen Partri auf den Lrib grscbnitten, nickt rzii-Z. Es ist uns nur aUmäblich grlungeii, die Rrgirrmig aus rincn andrren Wrg zn bringsn. Sie hat bis 511111 [SZTSU Mrmrnt 8111611 solchen Wider- stand grlristrt, das; wir zri[rizt die Last an drn Vrrkyandlrrx'grn dcrlrren und drauf und dran warrn, rms daVrn zUrückzuzirbrn. Die Regierungist [11191 also nicht SinnggkkOman, wie anch Hrrr Srrris» cinmdl anerkannt hat. Der Aixtrag sol] dis Trndrnz haben, drn christlick7€n Einfluß in drr Sch111€ znrückzudrängrn. D(r christ- liche Einflirß in der SchUir kann drci) nur dadnrck) zum Aus- druck geiangrn, daf; Öristlicher Religirrsrmterricbt ertrilt wird. Daß er dadurch ;;rwzkßrt Werden soÜ, daß man dir nicht dazu qualifizirrtrn Gristlicbrn für die Aufsicht über drm ganzrn SchUlrinterrichc an- sirilt, das kastSÖS ?ck nicht. Es in eine ganz abwcgiz: Fordrrung, das VrraltrirJnstitnt der gristlichcn Schnianfficht zn erhalten. Wenn in Obersckylrfikn 110 writiiche Schulinsd-krtrrrn rrrbandrn smd, fo mvß dock) Hrrr Porsch, der disse Verkältniffr kérint, “das begrcifcn. Hrrr Porsch kann sich dock) selbst„ankmalrn, wgs für Zustärdesoriit bri

dén dortigen nationalen Verhältnimrn entstehen könnten. *"KerrPorsrh der-

wirs ausdas Vrrlansrn dcr evangcliscbrriGeistiickye'n, dir? Echt? drrKirckpr zu wußten. Ein Rrrhxsxrwrucb auf die grixtlichc Schitiaufstcbt brstebt abrr nicbt; w:"n"n man don eincntRechte1prichf, soversckpisbt man die Rechts- lag-é. Man kann der Llrrfickyt sein, daß die Ort§*chnlinsprktion in geist- licheriHänrrn förderlich sei, akrr mqn kann str nicht ais ein).)ke'chtbinstcllen. Hrrr Porsch dcrwabrt sicb rrirrgiicb dagrgen,4daß die Kirche die Hkrr- fchaft üörr die Schule erstrebe- Die kajiwiiiche Kirche ist abrr noch brute drr Anficbt, daß die Schule 209 Annex der Kirche ist Tiesrn Standrunkt bat fie jahrhundertelang scftgrbalxrn, und wenn fir jryt in dieser Hinsicht mit dem Staat ein Kompromiß geschlossrn Hat, so ist das begrrifiiä), Trim fi: würde bente gar 11icht_ in dcr Lagc sein, die Volksschule wisdrr „zu iibrryebmcn. Aber dir Hrrr7ch3ft über den erigions- untrrrécbt ist die Herrschaft übrr die Schalk, dsnn der Religionslebrrr sol] dic 1111350) (28.11011188. haben. Wir [)abkn j.“: nicht das Fachschulsysten1, sondern das Klaffcnsystrm, und Wenn die 111j5§i0 CQUOkWA einrm Lehrer entzrgrn wird, so ist er untauglich fü.“ die Schicke, kann den Wander- stab nebmrn und außwankrrn, denn in Dru_t1ch[and kann rr nicht mehr nntcrricbtrn. So erstrrbt dir ka1bdlixchr Kirche durch- den (Grundfaß der geistlickoen Schulinspckiirn tatsärblicb die Herr- schaft drr Kirch: Über dic Schule. Und es würde sehr ge- fährlich ssin, wenn diesem Bestreben roy cyangelisckper Srite Folge gclristct rrürdr. Mein Freund Schifrcr bat den Gristiichen

nur gesagt, _es fehls dem Staate jede KontroÜe_ darüber. Nachdem wir das Kontrochamen in Prrußen abgejchafft haben. be- Übrr den Bildungsgang der katholischen Geistlichen keinerlei Kyntrolle. Ob fie überhaupt methodisch Vorgebildet nd und sich einer allgemeinrn Bildung erfreuen, entzieht ck der staatlichen KontroUe. Und diesc Leute über die methodisch ausgebildeten Volksschullehrer, die_ (Examina gemacht haken, zu strllen, ist unzwrckmäßig. Darum ?oüte eigentlich auch die katholisckre Kirche unseren Antrag untcrstüsen. Wenn die Frist- liche Schulaufsicht Für den gesamten UnTericht notirrndig sein sol], *ai-ze Schulunterricbt nur als Drill für eine angese en wird, so lehnen wir das rntscbiedrn a. Wir wollen nicht, daß die sämtlichen, Unterrichtsstunden bloß eine Ausstrahlung des Religionöunterrichts sein sonen. Daß in der geistlichen Ortsschulaufsicht eine bedeutende Quelle der

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Macht für die katholische Kirgbe liegt, ist nicht zu bezweifeln. Herr Dr. Porsch warnt davor, dre Leute auf dem Lande mündig zu machen. Wrnn aber irgend eme Partei der Mündigmachung der Arbeiter 'Vorschub geleistet und in fozialpolitischen Fragen der Sozial- demoxratte den Rang abzulaufen gesucht hat, so ist es die Zentrums- partei, grwesen. Und Wenn Herr Dr. Porsch meint, daß diese Mundtgmgcbung die verhängniSthstrn Konsequenzen haben könne, so7h9t' 11ch gerade bsi den 18 ten Wahlen gezeigt, daß die Prinzipien des Zentrums keinerr chuß grgrn dir Sozialkrmrkratie Ste_ten. Dem Zentrum ist es nicht gelungen, sondern gerade dem liberalen Byrgertum in den Städten, mit seinen Waffsn die Sozialdrmokratie bet den Wahl'en zurückzydrängen. Diese_Folge der Mündigmarbung ist also doch nicht [o ychlecbt, wie Mkr Porsch sicb ausmalt. Der Abg. Porsch irt dann auf das aÜngeine Politisch Gebiet über- gxgangrxr. Ob m_ Preußen wirklich so viel Rücksjändigkeit Orrhamden 311, lame ich,?)abmgxstelit: in betrrff der Schulvrrhälkniffe sind wir in Prerißen i:;xrncrhm noch weiter als in Württemrcrg. Abrr darin kann ich krtytitrzmrn, daß der Ministerpräsidrmt fich mrbr Um Prrußen kurnmrrn xrllte. Auch heute ist nur der KultuSmmister hier,“ als ob es fich _nur um eine Reffort- frage, bande'ltr„ qn1tatt_ daß al]? Ministrr birr anwesrnd wärrn, um ihre rinbettlrche „Haltung hier zum AuIdruck zu bringen. Herr Pdrsch hat UA Frage drs Zusammenhanges zwischen RACHÖPOL'UC und _rrrußtichrr Politik mrbr auf das hamdélspoiitiscbr Gebtrt 'htnubrrgrsprrlt; für uns handrlt es sich um dir Einheit- lichkrrt tn Reichs: und Landrspolitik. Der Abg. Ferr'rrs bat in einrr NLD? Örbcxndtet, daß das Schulunterbaltungsgrsrß niemals obnr dir Konxrrdatwrn und das Zrn_trum znstande gekommen wärs. Er sagt damrt, daß das Zrntrurn !rinrn Einfluß in sshr enrrgiscbrr WIise gritrnd geniacbt bat. (Ohr)! im ?ZUUUM.) _ Ja, Sir haben das Sciywergewrchx _Jbrer ausjckylaggc cndrn SteUrmg aucb bsi dirsem Geses ältIJ?W_l_C[t- K_ebharte Zurufe aus dsr Mitre: Nrin! 119cha6r5)_Wi11cn “_Oie denn, wriche Verhandlungrn mit dem Furstbt1ch0f Kopp geiüdrt worden find? Der KultuSministrr hat zu meiner bedauerlichen Urbrrraschung seine Erklärung gestern sr) _ abgegebcn, daß lieber grwünsckyi hätte, fir wäre erzixach im ablebnrmdrn Tone Erfolgt, man würds doch dann MUM, womit chn zu tun hat. Er las aus srinrr Erklärung einzelne Teri? dor, dann folgte ein Stück prrsönlichrr Polemik und dann wieder ein TZrl der Erklärung, und crfchlo damit, daßrr in Ausfickyt strÜte, er WUrde nach Durchsübrimg des I01k61chu1untcrbaltttngsgeseßrs in rme Prüfung drr Fragen unsrres Antrages eintretrn. (Hekrade diese Jorg! sklnér'Antk'UO-kt wird anßrrordrntlichr Erbittrrmrg im Lande scharferr. :r_werden fortrabrrn, zu derlangen, daß der Rrichskanzler als Mrnrsterdrafident auch in Preußen einc? Politik dsrfolgt, dir mit den Yksbrbeitsparteien im Zusgmmrnhanze bleibt.

Abg. Dr. don WMP: (xreikor1.): Die Vrratung ist jetzt in ein Stadium reichlich akadcmt1cher Na_tur ringrtrrtkn. Wir haben aaf ailen möglichen Grbieten Abjcbwriiungen gemacht, daher möchte ich auf BÜZ'WSWK-PYGÖÜUÜUW zurückkommsn. habe mit einem TÜ! mrmrr Holixixckyen Fxrandr den Antrag untrrzeicbnet, wéi! wir giauben, damit „den ta11achlichen Vrrhältniffrn Rechnung zu tragen, die? ganz ailxnablicb kommen müffrn. Gegen die Macht drr tatsäch- lichen Verhaltnine fang nienmnd an. Ich drrstebe, daß dir Kirche fich deri Einfluß, drn 118 irit Vieira Jahren übrr dir Schule gehabt hat, mehr nrdrnen [affen will, (l_bkl' ich glaube, unser Aiitrag rntbält das, was fich tm Lausé der Tat!.rchrn vrrwirklichen wird.

Minister drr geistlichen 2c.AngrlegrnbeitenDr. von Studt: Meine Herren! Ich bin grnötigt durcb dir Ausführungen der Hrrrkn Vorredner, insbesonderr auch durch dir des Herrn Dr. Fried-

- berg, drn Wortlaut meinrr gestrigen Erklärung, Wenigstens teilweise,

in drn entscheidenden Punktxn wirdrrzugebcn. Ich habe gesagt: .Gewiß dati man nicht dador zurückscbruen, dicse Fragrn _ also der anderweitrn Organisation der Schulaufsicht und 'die in “dern Anfrage der Hrrren Hobrrcht und Genossen enthaltenen Vorschläge -- ernstlich ins Auge? zu faffrn. Ick) kann mitteilen, daß sie den (Gegenstand rrnst= [icher Prüfling sowvbl innerhalb mrincs Resorts wie auch innerhalb der Staatsregierung bilden.“

Mrinr Herren, das stimmt absolut nicht mit dem überein, was drr Hrrr Abg. Frirdbrrg mir beutr in den Mund gelegt hat. Er hat gesagt, eine ernstlichr Prüfung würde in eine graue Frrne gerückt, und mit derartigen Versprechungen könnte man unmöglich komma"; die wären Vollständig ungenügend. Ich bedaure den Irrtum, der in diesrr Auéfübrung des Herrn Abg. Dr. Friedbrrg enthalten ist; ich bedaure das um so mehr, als er auf dirsrn Irrtum wixder Schlußfolgerungen auf- gebaut hat, die dazu britragen könnrn, dir öffentlicbr Meinung irre zu führen. Wenn behauptet wird, daß meins Erklärung eine Erbitterung hätt? brrWrrufen müssen, so find das Uebrrtrribungrn, für die die Verantrrortung zu übrrnebmen, ich wait Von mir weisen muß. sLeb- Haftes Brady rechts,)

Damit schließt die Besprechung.

Nach einigen persönlichen Bemerkungen Strosser (kons.), Dr. Porsch, berg nrid Freiherr v_0n chliß wird der Antrag Bachmann mrt _qcrmgrr Mehrheit durch dir Stimmen der Konservativen, des Zrntrums und der Polkn abgelehnt.

Darauf geht nach 319 Uhr unter sehr großer Unruh? das Haus zur allgemeinen Besprechung des Kultus- rtats Übxr.

Präjtdent von Kröcher erteilt dem nächsten Redner das Wort, während [ante Rufe: Beringen! ertönen. Währrnd der San sich rasch leert, nimmt das Wort

Abr]. Dr. Porsch (Zentr) und kommt ziirück auf eine Ausführung

des AYg. Dr. Friedberg, der aus einer Notiz in der .Schlesischen Zeitung“ drn Hchlnx; gczogen hatte, daß durch die Franziskanrr-Nirdrrlaffung _Bdrer cm der okerschlefi[ch-ru1fischen Grrnze das Jesuitentum indirekt in Preußen wicdcr eingeführt imd begünstigt werde, und das; sogar dnrch dicse Franziskanrr drr großpolniscben Agitation Vorschub gc- leistrt ivordenKsri. Tanach? sei, da[; in dem Borekrr Bezirk für den konserdatiden Kandidaten bei der leßten Rsichstagswahl 1133 Stimmen, für dcn_katholi_scken Geistlicbrn aber nur 23 Stimmen abgegeben wordrn seien. Ein WaUsabrtsort b€1iehe dortallerdinaßaucb, abrr betritsseitJabr- hunderten. Möchte den Wünscbkn der Franziskaner endlich nachgegeben und ihnen das Next auf Gymnasialausbildung gewährt werden. Der Redner bemerktzum Schluß: Bei dieser Gelrgrnbrit möchte ich endlich einmal VoUstandig die Univakyrbeit tot machen, mit der man im ganzen Lande bausierrn geht, das; die katholische Kirche das ganze Land mit einem VLS von Kongregationen überzogen habe. Das ist eine Lüge. Bisher ist noch, ntcbt eme emzigedieser Kongrrgationen vom Kultußministerium genehmrgt Worden. _ Darauf wirdVFegen 4 Uhr die weitere Brratun des KultUSektats auf ontag 11 Uhr vertagt (vorher eseß- entwürfe, betreffend die Erweiterung der Stadtkreise Hanau und Danzig).

dcr Abgg. Heckcnroth, Dr. Fried:

' Dem Reichstage ist der Vertrag zwiscksen dem Deutschen Reiche und Luxemburg vom 2.März 1907 11 er den Beitritt Luxemburgs zur norddeutschen Brausteuergemein- schaft nebst Erläuterung zugegangen.