1907 / 75 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 25 Mar 1907 18:00:01 GMT) scan diff

11) Nach deni Ableben eines Inhabers der Denkmünze verbleibt dieselbe seinen hinterbkiebenen Angehörigen. 12) Die bespnderen Bestimmungen über die Ausführung dieser Urkunbe smd angeschlossen. kaundltcb unter _Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und betgedrucktem Kaiserlichen Jnfiegel. Gegeben Berlin, den 19. März 1907. (11.8) Wilhelm, 1.12.

von Bülow.

Spangen zur Südwestafrika-Denkmünze.

_Die Teilnehmer axt nachstehenden Gefechten xc. sind be; rechtigt zur Anlegung einer Spange am Bande der Denkmünze.

Gefechte 2a.

S a Ort Datum 1) nge

Verteidigung bon Windhuk . . . . Januar 1904

Entsaß bon Windhuk ....... 20. 1. 04 Vcrteibigung von Okabandja und damit

zusammenhängende Gefechte . . . Januar 1904 Entiag bon Okabandja und Gefecht

27. u. 28. 1. 04

Namutoni 28. 1. 04

am Kaiser-Wilbelms-Berg. . . . Verteidigung bon Omaruru . 17. 1. bis 4.2.04 Entsay bon Omaruru ....... 4. 2. 04 Liewenberg und Er. Barmen 16. u. 19. 2. 04 Oijibinamaparero 25. 2. 04 Kl. Barmsn ........... 4. 3. 04 Ouijo und Okowakuatiiwi ..... 2É4., 9, 5.04 u. nde Mai 04 OkZbakui 3. 4. 04 O:]ituo und östlich bon Okanquindi . [8.1.04 11.28 4.04 Hudaoh, 12. 5. 05 On'ganxtra ............ 9. 4. 04 Otxomaso ............ 24. 5. 04 Watetbcrg ............ 11. 8. 04 Omatvpa ............ 15. 8. 04 Verfolgung in die Omaheb, Züge [September 1904 durch die Omabeke und zur Ostgrenze [ bis EndeJuni05 Sü*l!ch Guru .......... 2. 4. 05 Y 27. 10. 04 ub, 22. 11. 04 Alurtsfontein . . . . 25., 26. 11. 04 Warmbad ............ 27., 28., 30. 11. 04 Naris und Rietmont 4. u. 5. 12. 04 Uibis am Hudup ......... 21. 12. 04 Tbannarob 13. 4. 05 27. 4. 05 8. u. 9. 5. 05 9. 6. 05 13. 9. 05 &

Onganjira Waterberg

Omabeke

Gro -

24. 10. 05 Mama und

29. 10. 05 2. 11. 05 8. 12. 05

Toasis ............. 17. 12. 05 Aribamsas Pforte ........ 19. 1. 06 a a . 26. 3. 06

Fetiklust . . . . . . . . , 8. 4. 06 Vom Nobis Blei (östlich Gapüts) . 4. 5. 06 Gawachab . ._ .......... 4. u. 5. 5. 06 de Villiers Puts ......... 21. 5. 06 Dakaib 23. 5. 06 Nukais . . . . 25. 5. 06 Konas-Langbas .......... * 30.8. 11. 4.9.04 Gais .............. 21. 9. 04

ur'ub 5. 10. 04

«pxykopp . . . ........ 14. 11. 04 Gans und Ucbanaris ....... 19. u. 22. Z. 05 Auams 7. . 05 Klibdam 18. 0“) Ganams 26. u. . 4. 05 Leukopp ............. 19. . 05 Narus 17. . 05 Wittmund ............ 20. . 06 Gausobicbier ........... 22. . 06 Groß-Nabxs ........... 2. bis 4. 1. 05

Libfontein ............ 29. 11. 04 Koes . ........... 15. 12. 04 Stampiictfontéin ......... 18. 12. 04 Stambrietfbniein ......... 1. . 05 Haruchas 3. . 05 Goebas ............. 5. . 05 Zwartfonteiu ........... 7. . 05 K0w€s__ . . 17. . 05 Aub, Kofis, Géibanes, 10. u. . 3. 05 Aminuis 25. “. 05 Südlich Kowise Kolk 7. . 05 Voriioß bis 45 kw südöstlich Kowise Kolk bis 8. 4. 05 6. 05

s Auob

Nurudas Noffob

Keidorus 28. Goabis _ 19. 8. 05 Duurbriit ............ 5. 1. (6 Norechab ............ 14. 2. 03 10 14111 südwestlich Wafferfall . . . 8. u. 9. 3. 06 Kl. PSUakrift 11. 3. 06 Hartebcsfimimd .......... 12. 3. 06 Sperlingswiß 3 u. 4. 6. 06

] ; Oranje |

, Ick) bcitimme Zur _Ausfsibrung der Urkunde', bc'trc'ffend die Stiktizng eiiier Yizrikmun c für die an dcr Nicdcrwcrfung der Aufstands in &:wacstaérika beteiligt gewsscncn délltschkn Stre1tkräfte, das Nachstebcnde:

_1)_ Das Obkrkbiiimando der Schußiruppm Überwcisi den Koniglcchxn Kxicgsmmisie'rien unter Beifügung bon nament- lichen Liiicn die xrforderlicbe Anzahl Denkmünzen aus Bronze nxbst Brsißzeugmsformnwxxn für dikjenigen ehemaligen Ange- borigcn ber Schußiruppe tur Südwestafrika, welche aus dieser vor bern vom Obsrkommando zu bestimmenden Zsitpunkte aUSgcichieden sind.

2) DgssKommando der Schußtrupps für SÜbMst-zfrika, das AuSwariige Amt, . das Reichswarinc'amt, das Reich?:post- amt und dar Militärmspekieur der freiwilligen Krankenpftxqe retchi'n dem Reichskanzler (Oberkommando der Schußtruppkb) baldigst" summarqche Nachweisungcn der zum Empfanqe der Denimunze aus Bronze berechtigten Personen ibrcs Geschäfts- berexchs_cm. Ji) diesen Nackzweisungen ist die Zahl der unter Nr. 5 nabex bczkichnete_n Personen besonders ersichtlich zu machen.

3)“ Die namentlichen Verzeichnisse zur Verleihung der Denkmubze *aus Stahl (Ziffer 2 dsr Urkunde) sind Mir von den zuitandigen Zentralitellen - von Zeit zu Zeit qe: sammelt »- zur Emscheidung vorzulegen. *

4) THE Obetkommando der Schußiruppen bat demnächst den unter 2 und 3 genannten Sthcn die erforderliche Anzahl

5) Die VoUziehung der BesißzeUJniffe für die Generale, Admirale, Regimentskommandeure, ie im gleichen Range stehxnden Offilziexe und Saniiätsoffiziere, Schiffskommandanten, Meme Flgge adxutanten, die Offiziere Meines Militär: und Mgrmekgbmetis, des Oberkommandos der Schußtruvpen, der Krieqsmmisjerten, der Generalstäbe, bezw. die Seeoffiziere des Ne1ch5marineqmts und des Adiniralstabes, für die Beamten im Range der" Rate [. Klasse samte für die höheren Beamten der Zexnralbehoxden behalte ch Mir vor. Die Best zeugnisse sind Mir __ bis zur Unter chrift vollständig aUSgexertigt -- mit namentlicher Ngchryeisung von den 2 und 3 genannten SteUcn vorzulegen, dtexemgen der Schußtruppe für Südwestafrika durch daTOberkommando der Schußtruppen.

6) Die BefißzYUgyiffe

&. fur alle ubrigeii Offiziere, Sanitäts-, Zeug: und "euerwerksoffiziere, Mcxrmetngemeure, oberen und mittleren

ea_n_1tcn voll iehen die unter 1, 2 und 3 genannten beteiligten_Ste _en,

1). fiir die Mannschaften und die einem Militär- oizer Martqebcfehlshaber upterstellten unteren Beamten die nachsten 11311 ,der Disziplinarstrafgewalt eines Regiments- oder selbstazidigezi Y_ataiUonsYommandeurs beließenen Vor: geseßten, fur die emem militärischen Befehls aber nicht unterstel1ten unteren Bxamten diejenigen Dienstvorgeseßten, welche duZ Besiallixngen fur diese Beamten auszufertigen haben,

0. fur samtliche SchZßtruppenangebörige, welche vor dem

vom Obexkommanbo der Schußtruppen zu bestimmenden Zeit- pixnkte die Heimreise angetreten haben, der ChekZ des Stabes beim Oberkommando der Schußtruppen ausschlie lich der unter 5 und 65 Genannten. . 7) Die nament1ichen Listen der mit der Denkmünze Be- liebenen find von den unter 1, 2 und 3 genannten Diensistelien getrennt nach Denkmünzen aus Bronze und aus Stahl der Generalorbenskommisfion unmittelbar u übersenden.

8) Fur abhanden, gekommene Den münzen wird von der Generalordxnskommisßon Ersaß gewährt.

_9) Die Dmkmurxze führt die abgekürzte Bezeichnung „Sudwestafrika-Denkmunze (8. 117. 14. V.)“. Berlin, den 19. März 1907. Wilhelm, 1.12. von Bülow.

An den Reichskanzler. (Oberkommando der Schußtruppen.)

Bekanntmachung, betreffend Erweiterung des Fernsprechverkehrs.

Der ernsprechvxrkehr zwischen Berlin und .4, en bayerischen Orten: Bruck (Fürstenfeld) und Grunertshofen; 13. den Orten desReichstelegraphengebiets: Nosttten (Kr. Pr.-E_ [cm) und Wildenhoff isx ero_ net worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gesprach bls zur Dauer von 3 Minuten beträgt: 1) im “Verkehr mit Wildenhoff 1 „44, 2) im Verkehr mit den übrigen Orten je 1 5-6 50 H. Berlin ()., de_n_23._Mär 1907. Katierliche berpostdirektion. Vorbeck.

Bekanntmachung.

Die Jnteynatibnale Unfallversicherungs-Aktien- Gese_llsch_aft in Wien hat die Vollmacht des Herrn Georg I. Ritter 111 Stuttgart widerbufen und an dessen Stelle unter Begrundung einer Niederlastung in Berlin Herrn Karl Alexander Schaefer_in Berlin, Zimmxrstraße 95/96, zum Hauptbevollmächtigten fur das Dxutsche Reich bestem (u v 1. die “Bekanntmachung vom 18. September 1903 im „Ziei s- aan er“ Nr. 223 vom 22. September 1903).

erlin, ben _22. März 1907. Das Kaiserliche Auffichtsamt für Privatverficherung. In Vertretung: Klehmct.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben AlLergnädigft geruht:

_ ' den bisbcxigen außerordentlichen Professor in dcr medi: z1n1schen Fakuliai der Fkledkick) WilhelmsUniversität zu Berlin, GLHKLMLU Medizinalrat Dr. Adolf Passow zum ordentlichen Vrofcffor m berselben Fakuliät und

den Regierungsassessor Dr. jur. von Brandt in Neuß zum Landrat zu ernennen sowio

dem Architekten bei den Kbniglichen Museen in Berlin, Profxsxor Dr.:Jng. Alfred Messel den Charakter als Gcbcimer Regierungsrat und

dem Geheimen Kanzleisekretär Gomlicki im Ministerium dps Innern bei seinem Ausscheiden aus dem Dienst den Charakter als Kanzlcirat zu verleihen.

Ihre Majestät die Königin haben Allergnädigst geruht: dM Kauflsuien Dr. jur. Ernst (Hartenschlä er und

Ludolph SSeibdenschnichr,lMiÖinchern der Firma g„Johann agnkr u. o n“, zu er in as ** :ädikat als '

AUcrböchstdersklben zu verleihcn. Hoßumelxere

Auf den Bericht vom 5. März 11. J. wilL dcr Stadtgemeinde _Erfurt auf (Hrimd bis kac Ick vom 11. Jani_1874 ((ijißsamml. S. 221) hiermit das Kecht ver- leihen, die zur Herstellung der Kasernemenis für ein nach Erjurt zu verlygcnbes Kavallerieregiment und zur Ver- Zroßciung dcs Exerzierplaßes auf dem sogenannten Drossel- erge erforderlichen,_ in du zurückfolgenden Lageplänen aelb abgelegten. Grimdsjuckt; bezw. Grundstücksteile, soweit fie *ich nicht bereits im Bisiße der Stadt befinden, im Wege er Enteignung zu erwerben.

Berlin, den 11. März 1907.

Wilhelm 12. von Einem. von Bethmann Hollweg. An die Minister des Krieges und bis Innern.

von Denkmünzen und Befißzeugnisformularen zu überweisen.

Ministerium der geistlichen, Unteres Medizinalangelegenheiten.ckU- ""

Am Schullehrerseminar zu Pilchomiß ist a lok aus Kattowi ' „der Lehrer Janßft worden. H zum ordentlichen SWinarlehm era-

Königliche Friedrich Wilhelms-Universität Bekanntmachng, '

Die Jmmatrikulationen bei der biesj e für das bevorstehende Sommer lb [; u universität und chxiesZenimittdkaUCtVFLiTUI.deginnen “m 9“ Avril e_er, er mma rt 11 er zu werde w" dem Pfortner der Universität mit einernZ UNNI nbxxkßét zuvor bei

sehen. Ort und Stunde der Immatrikulation wird bei diesererYxexee-k'

beit Zitéiexeikt Yerden. ik 6 us er mmatr ulatio ab 1) ZeuFidsjse iSmt§L33kiginalx nb en oräuregenMndmNsämUkibe“ e udt d , erst kalinnebnös er;)n ex) welche die 1.1nivekrsitätsstndjM &. nge rige es eutschen Ri : zeugnis einer höheren Lehranstalt, welches füer ckbist: Fl? YR Reist“ ibrem Studienfach etzisprechenden Berufsprüfun en ?n renxJ Yz d" st_aate vorges neben rst. Genügt nach den beste enden estimm maj- Lxkae'itrlilfiBeeru söséudiuuZ l;)er IFFcthweis der Reife für die Prima ULT n ' " kulatZonÉuKl LTS" *?Aranscclh , so reicht das auch fur die Immatri- . us än er: usrei ende Le itim ti s amtliche Zeugnisse über die erlangte chulinldotknxapieM Paß xc“ unk 2) _Die Studierenden, Welche von einer anderen 11 j versttat kommen: Die x_u 1 Zefotderten Zeugnisse und ein ;b: gangözeugnis von jeder der fxuber besuchten Universitatea Per?5n?1111kßertdemit Lat eder'ffeine bsor fältig “"Ösefülltc ar e m en eu n . * dem YR??? MUMM???“ ?, 1 er;; auge en Formulare find be:. on gee qge r ge es cuts en Rei , Reife eugnts nicht erworben, jedoch YenigstensTTsjeZeLÜMei; der S ulbildung er'r'eicbt haben, , welches für die Erlangung ße: Ba„ rechtigung zum einxabri -freiwilltgen Militärdienst vorgeschrieben i KnueÉmi11t besionderxr7 lr,la1t1bnisddebi:iunyterzeicbmeten Kommis on «Ik er eme er mma U u ter un ' eingleJagenb MRX" © s ck ? er philosophischen akultät _ ie ezüg en e u sind unter Bei ü un de elrbseonlicx an dendUniiZZsitätsZsFreitärEabzugebenf. gFoZmulrareZJgndL: e n nnene em etee 11 ma Berlin, den 21. März 1907. pf "“ genommen we'd“ Die. Jmmatrikulationskommisfion der Königlichen Friedrich Wilhelms-Univerfität. D. Kaftan.

Ministerium des Innern.

Dem Landrat Dr. von Brandt ist das Land im Kreise Neuß übertragen worden. MW!

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

_Die Oberförsterstellen Rennerod im Regierungs- bezirk Wiesbaden und Podanin im Neqierungsbc irk Brom- berg smd voxausfichtlich zum 1. Juli 1907 zu bejzeßen. Be- werbungen mussen bis zum 15. April eingehen.

Bekanntmachung.

_Unter Hinweis auf den Absaß 03. unserer Geschäfte bedingungen -- Aufbxwabrung von Wertpapieren usw. bx treffend - machen wir hierdurch bekannt, daß die Kontrolle der Auslosung, der Kundigung und der Konvertierung der bei uns deponierten Wertpapiere

vom 1. April 1907 ab auf Grund der

„Allgemeinen VerlosunFistabelle“

-_- nach Vereinbarung mit _der eichsbank, der KöniF

lichen Seebandlung (Preußische Staatsbank) und dem

Zentralverband des Deutschen Bank: und Bankier-

gewexbcs zusammengéfteljt von Ulrich Levysohn in

Berlin 117.10, Stülerstraße 14 - erfolgen erd, da zu diesem Termin die „Allgemeine Ver- losungstabeUe des “Deutschen Reichs: und Königlich Preußischen- StaatSanzeigers“ ihr Erscheinen einstellt.

Beritn, ben 22. März 1907. Konigltche Seehandlung (Preußische Staatsbank). Krech. Thieme.

Abgereist:

Seine Exeüenz der Siaatswinister und inan iniß Freiherr von * hcinbaben, mit Urlaub. F zm

Yishlamtlichez.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 25. März.

SeineMajestät der Kaiser und König hatten heute" vormittag, „W. T. B.“ zufolge, eine Besprechung mit dem Sxaatssekretär des AUSWärtigen Amtes von Ts irschk mxd Bogendorff und hörten im hiesigen Königlichen Schw e die Vorträgb des (HencralslabSarztes dcr Armee, Prof ort- Dr. Schxerning, des Ministers des Innern Dr. von mann otlwcg, des Justizministers Dr. Bessler und des Ehe des Zimlkabinetts, Wirklichen Geheimen Rats Dr. von Lucanus.

Ihre *M'ajxstät die Kaiserin und Köni in erteiltez! Heut; im Kbnig117chen Schlosse zu Berlin im Anjgchluß m_! HW Audienz bet Seiner Majestät dem Kaiser und Kants deni neuernannten Königlich fiamefischen Gesandten Sridhamasasana die nachgesuchtc Audienz.

Der Ausschuß des Bund 5 1x nde! und I“?“ kehr hielt heute eine Sißung. e ra für Ha

Der Präsident des ReichßverßcherungSamt-Z Dr. Kauf-

mann ist in dienßkchen Angelegenheiten nach Eisaß-Lothringen und der Rheinprovinz abgereist,

Kiel, 23. März. Der 41. Schleswig=Holfteinische Brooknziallandtgg ist gestern nach Erledigtzng seiner xxbeiten und nach einer kurzen_ Ansprache des Vorstßenden an den Königlichen Landtagskoxnmissar, Oberpräsipenten Kammer- herrn von Bülow, von diesem m1t folgender Rede geschlossen

rden: mo Hochgeebrte Herren! Für die gütigen Worte, die Ihr verehrter

err Vorsivender an mich gerichtet hat und die Sie mit Jbrem Zejfall freundlich begleitet haben, spreche ich zunächst meinen auf- xjxhtigen Dank aus. Seien Sie versichert, meine Herren, daß die Liebe und Treue zur Heimat, die Sie eriülli, auch in mir wohnt, und wo es gilt, für SchleSwig-Holstein zu arbeiten, da Werden Sie mich auch dazu bereit finden. Bevor ich sodann den Landtag WW:, ist es mir ein Bedürfnis, auch namens der KönigliÖCk! StaatSregierung mein Bedauern darüber außzusprechen, dzß ein um die ProvinzialverWaltung durch lange Arbeit so verdienter Mann, wie der Landesvauvtmann von Graba, demnächst aus seiner Umtstätißkeit ausscheiden will. Möge es ihm vergönnt sein, fich der „betenen Rabe noch viele Jabra in Zufxiedenbeit erfreuen zu können. ür den neugéwäblten Landeshauptmann wird die Allerhöchste Bestätigung von mir gern erbeten Werden. Ein Wechsel steht auch dem Landtage selbst bevor. Jn neuer Gestalt wird er aus den Wahlen hervorgehen. Wenn auch eine regelmäßige Veijüngung natürlich und notwendig ist, so hoffe ich doch, daß recht viele der alten und bewäbtten Vertreter der Provinz zur nächsten Tagung des" Landtags sich bier wieder ein- nden werden. ImNamen Seiner Majestät des Kaisers und Königs eikläre ich den 41. Landtag der Provinz Schleswig-Holstein

für geschloffen. Bayern.

Der Landtag ist vorgestern duxch Seipe Königliche oheit den Prinz-Regenten m feierlicher Weise ge- kchlossen worden.

Die dabei verleseneRede bebt, nach dem Bericht des „W.T. B.“, die Befriedigung über die Atbeiten des Landtags in der abgelaufenen Session hervor und betont die Wichtigkeit dcs neuen LandtagStvabl- eseß-s sowie des neuen Waffergeseßbs. L:bbaft begtüßt wird die Erklärung über die tatkräftige Föxderuna, wc1che Kunst und Wissen- schaft durcb Bewilligung namhafter Mittel seitens des Landtags erfahren haben. Die Errichtung Von Oberreal- schu1en wird in die Wege geleitet. Der LandtagSabscbied edenkt ferner der Erwerbung der Pfälzischen Eisenbahnen für den

taat, der Neuorganisation der VetkebrSanstalten, der Grundstein- leaung des deutschen Museums für Naturwissenfcbaften und Technik in München, wobei es heißt: „Mit besonderer Feude hat es unser Herz erfüllt, daß durch die Anwesenheix Seiner ' ajestät des Kaisers und Ihrer Majestät der Kaiierin dieser nationalen eier eine be- xondereWeibeverlieben wordenistk Der Landtagsabscbied. ebtscbließlicb ie feste Zuvexficht hervor, daß im friedlichen Zusammenwirken aller Kreise und Kräfte die Woblfabrt des geliebten Volkes stetig fich fetiigen und dauernden Bestand gewinnen möge.

Oesterreich-Ungarn.

Der ungarische Ministerpräsident Dr._ Wekerle kon- km'erte, „W. T. B.“ zufolge, vorgestern mit dem Minister des Auswärtigen Freiherrn von Aehrxntbal und dym Reichsfinanzminifter Freiherrn von Burian über gemein- same Reffortanqeleqenheiten. Mittags wurde der Minister- präfident vom KaiTer Franz Joseph empfangen.

Frankreich.

Nack) telegrapbischen Meldungen ist. der französisch- siamesische Vertrag vorgestern unterzeichnet worden. Der Agence Zayas“ zufol e handelt es sich um die Abtretun be- stimmter ebietSteile, er Provinzen Baitenbang, Siam: eap und Sisopbon, an Frankreich, während dieses gewisse Kon- zessionen an Siam nach der Seite von Krat und Dansai macht.

-- Jm Ministerium des Jnnexn hat gestarn eine Be- sprechung zwischen dem Ministerprästdenten, dem Minister des Acußern und dem Krichminister über die Maßregeln stati- gefunden, die zu ergreifen sind, um von Marokko die Ge- nugtuung zu erlanqen, die die französische Regierun wegen der Ermordung des Dr. Mauchamp zu for ern be- schloffen hat.

- Der Senat hat vorgestern nach einer Meldung des „W. T. B.“, den Geseßentwurf, betreffend die Beiseßung Bertbelots und seiner Gattin im Panthéon, sowie den Artikel 29 des Geseßentmurfs, betreffend die Regelung der Arbeit an Bord der Handelsschiffe, angenommen und sick) dann vertagt.

- Die De utiertenkammer hat in ihrc'r vorgkftrigen Sisung den (Hekeßentwurf, betreffend die Weise ung des Ehepaares Berihelot im Panthéon, ohne ebatte an: genommen und alsdann die Besprechung der Jnterpsllation uber den wöchentlichen Ruhetag fortgescßi.

Jn Erwiderung auf mehrere Redner erklärte, obiger Quslle zu- folge, der Minister Viviani: wenn das GLsCJ eine Aenderung er- fabren solle, so werde die Regierung die InitiatiVe ergreifen. Visbek sei 'das Geskv in liberalem Geiste zur Anwendung gekommen und werde weijer in demselben Sinne angewendet werden. Mit etwas gutem WiUen werde man zur Durchiübrung des Ge]? 75 gelangen. Darauf stellte der Minister die Vertrauensfrage uxd ügte binzu: .das Geselß muß angewendet werden, es darf nicht Zu einem Maitel für den un autxren Wetibeiverb werden. Wenn es in der republikanischen Partei Leute gibt, die das Geskß abschaffen wOUen, so sollten sie dies offen auswrecben. Wir (1116 müssen mit- arbeiten an der sozialen Reform, müssen der Zukunft vorarbeiten, indem wir die Demokratie ausbauen.“

Dem Präsidium wurden sechs TageSordnungen auf Schluß der Debatie über den wöchentlichen Ruhetag eingereicht. Ein Antrag Jaurés, sämtli e Tagesordnungen an die Arbeits- kommisfion zu überwei en, wurde mit 386 gegen 182 Stimmen abgelehnt; angenommen wurde mit 277 gegen 61 Stimmen eine TageSordmmg Sarrien, die dem Entschluß der Kammer Ausvruck gibt, die wesentlichen Grund- slxße des Geießes, betreffend den wöchentlichen Ruhetag, unbe- rubrt aufrecht zu erhalten, und der Regierung das Vertrauen ausspricht, daß sie noch vor Schluß der Sesfion die Vorschläge wegen der vorzunehmenden Aenderungen machen werde. Die Sißung wurde dann bis morgen vertagt.

Der Finanzminister Caillau hat gestern in Lyon Linx Rede gehalten, in der er die leitenden Gedanken seiner WirtschaftSpoliiik darlegte.

Einem Bericht des „W. T B.“ zufolge führte er aus, daß die Staatssckiuld Flankreichs seit dem Jahre 1890 stoß des Uebermaßes an Ausgaben und des (blens eines elastis en Steueisyßems abge- nommen habe. Das ast ausschließliche Ue exgewicht der indirekten

Steuern bedeute eine große Gefahr; diese Abgaben siänden im um- gekehrten Verhältnis zu dem Reichtum. Man müffe faber stufen- Weise die indirekten Sieuern vermindern und die direkten Steaern befestigen. Man müffe sie der Familie Yves Bürgers entsprechend berechnen und ihnen den Charakter von rogressivsteuexn geben. Er wünsche einen Umschwung der öffentlichen Meinung zu Gunsten eines liberaleren Wirtschaft6regimes, als das gegenwärtige sei. Der Minister sprach dann die Hoffnung aus, daß die Völker wegen der Ausschreitungen der Trnsis und Kartelle, die sich fortdauernd zum * Schaden der Konsumenten ver- mebrten, auf wtrtschaftlichen Nationalismus verzichten werden, um die Zollabgaben vermittels internationaler Abkommen berabzusetzen, gleich dem, wie es in Brüffel betre end die Abgaben auf Zucker, getroffen worden sei. Der Minister beprach dann die Lage jeder „einzelnen Kateßorie von Steuerpft'ckptigen und fuhr fort: „Dem Privilegium von Besißern von französischen oder ausländischen Staatsfonds, keine Einkowmensteuer zu bezahlen, muß ein Ende gemacht werden. Nicht nur Preußen und die übrigen deutsckxn Staaten. sondern alle gwßen Völker Europas Wandeln seit 30 abren ibr Steuersystem im Sinne der Einkommensteuer um. Der Cinkommensieuerentwurf der Regierung abmt die Systeme kes Auslands nicbt sklaviicb nacb, sondern träHt den französischen Ueberlieferungen und Gesinnungen Rechnung.

Ca [laux elklärte dann weiter, er sei bereit, Einzelheiten des Entwurfs gemeinsam mit der Kammer einer Revision zu unterziehen. Die Einkommensteuer werde die Armen entlasten und die Reichen treffen, sie sei also eine gerechte und logische Reform. Der Redner verteidigte sich schließlich gegen den Vorwurf, daß er dem Kollektivißmus in die Hände arbeite, und forderte das Bürgertum auf, in seinem eigenen Jntercffe einige Opfer zu bringen; es müffe gute Politik ge- trieben Werden, die Zeit sei gekommen, wo die notwendigen Umwand- lungen durchgeführt werden müßten.

Rußland.

Der frühere Qberprokurator des Heiligen Synod Pob- jed o n oszew ist vorgestern abend in St. Petersburg gestorben.

Türkei.

Die Pforte hat am FreitaJ die Kollektivnote der Botschafter vom 28. Februar, etreffend die Kompetenz der ma edonischen Finanzkommission, beantwortet. Danach at, wie das „W. T. B.“ meldet der General- inspektor die Anweisung erhalten, der Kommission die Spezial- budgets für den Dienst der öffentlichen Arbeiten und des Unterrichts zur Prüfung vorzulegen, bevor fie der Pforte zur Genehminm unterbreitet werden.

- oZ einer Meldung der „Frankfurter Zeitung“ be- richtet der Wali von Erzerum der Pforte, daß er Briefe des armenischen revolutionären Komitees im Kaukasus an die Chefs der kurdischen Regimenteyaufgefangen Habe. Die Komitees Zchlagen den Kurden vor, die ste trennenden Reli ionsfraqen bei eite zu _ lassen, um_ gemeinsam das türkiche Io abzuschüiteln mti dem Endzrele der Bildung eines una hängigen armenisch-kurdischen Staats.

Rumänien.

Die Agrarunruben in der _Moldau dauern fort. Nach Meldungen der „A ence Rbumame“ ist in Dorohoi, wo die Unruhen, beßonnen aben, ]eßt Beruhigung eingetreten, dock) pflanzt sick) ie Bewegung nach anderen Ortschaften fort. Ursprünglich wgr die Bewegung gegen die Juden gerichtet, jest wendet sie sich_ aber auch gegen die eingeborenen Großgrundbefi er, die ihre Domänen selbst bewirt- Hxäaften. Die egierung wendet aUe ihr zu (Gebote stehenden

ittel an, um die Gemuter Zu beruhigen und Ausschreitungen zu verhindern, wobei sovie _als möglich Blutver ießen ver- mieden werden soll. Bei_den bisherigen Konflikten ind, obiger Quelle zufolge, nur in vier oder fünf Orts aften eine geringe Zahl von Menscheit getötet und verwun et worden. Die

achricht, daß die Stadt Iasst) der Schauplaß !chwerer Un: ruhen gewesen sei, lst falsch; die Ordnung it dort auf- recht erhalten worden. In Alexandria m der Walachei ist es, nach einer Meldung_ der „Wiener Sonntags:und Montags- zeitung“, zu ?roßen antrsemitis en Ausschreitungen ekommen, bei denen vie eJuden mißhande t, ihre Häuser und ohnungen verwüstet und auSgeplündert worden smd.

- Die Deputiertenkammer Hat vochstern, einer Meldung des „W. T. B.“ zufolgc, das udget für 1907/08 angenommen.

Bulgarien.

Die Sobranje bat vorgestern, wie das ,W. T* .“ meldet, in geheimer Sißung, die infolge heftiger 5Protexste von seiten der Opposition emen stürmischen Verlayf nahm, den Vertrag der bulgarischen Regierung mit der Firma Schneider in Creuzot, betreffend die Besteüungen von KrikgeZmaterial im Betrage von 25 Millionen Francs, ge: nehmigt,

NorWegen.

Jm Storibing stand vorgkstern das Budget des Aus- wärtigen zur Beratung,_ in deren Ycrlmif der radika1e Abg. Castberg betonte, daß dem S_torihtng batte Gelegenbxit zur Aussprache gegeben wcrden munen, ehe dieRe-gieriing sick) m die nun stattfindenden Verhandlungen, betrthdbie Neu- tralität Norwegens, eingelas1c11 hätte. _Der mister des Aeufzern Lövland crwiderte, nach dem Ber1cht des „_W. T. B.“:

Man sei in Karlstad beiderseits darüber einig gewcien, d;,ß bie Trennung beider Reiche den Jibbkmber-Verirag berühre. _ Bereits tm boiigen Jabre babe er mitgeteilt, daß dieiuteressierten Machtee'ineEr- örterung dicses Vertragcs wünschten. Bs jekt habe ,nur ein Meinungs- austauscb stattgefunden, eine redigierte Grundlage für'em' Uebexeinkommen bestebe noch nicht. Mehr könne er augepbltckltch nicht sagen. Wenn auch die chicruvgen zu einem Uebereinkommen gexangt sein werken, so werde das Stortbing doch volikommen unabbangig da- stehen; eine Ablehnung werde nur eine Ministerktisis herbeiführen und das Land keiner Gefahr aukseßen. Die betteffenden Mczcbie seien im voraus dabon unterriäxtet worden, wie die Verbäliniffé lagen, und daß die Entscheidimz beim Stottbing liege.

Amerika.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ haben die Truppen Nicaraguas die bonduranische Armee dss Präsidenten Bonilla bei Maraita nach zchnstündigenx heftigen Kampf eschlagcn und einige S_tädte an der Nordkufte von Zonduras owie die frühere Hauptstadt Comayagua besqßt.' onilla ist zu Schiffe geflüchtet; seine Verfolgung ist Mit einer Anzahl von Dampfern aufgenommen worden.

Afrika.

Der französische Gesandte in Tan e_r Regnault hat „W. T. B.“ ufolge, vorqestern die Nchricht erhalten, da der französi2chc Arzt auchamp1n Mgrrakoesch von Eingeborenen getötet worden ist. In etnxr Sißung des diplomatischen Korps, an der Regnault nicht teilnahm, gaben die Gesandten aller Mächte sowie die scherifischen Ab eordneten ihrer Entrüstung über das Verbrechen Ausdruck xun sprachen Regnault ihr Beileid aus.

- Der kürzlich zum Gouverneur der Andscheras ernannte Abdessadek, der diese Stämme gcgen El Valiente führtx, ist von den Andscheras ermordet worden, nachdem sie eine blutige Niederlage erlitten hatten. Die Andscheras marschieren jest mit El Valiente gegen den Macbzen.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Reichstagsabgeordnete _Prinz von Arenbxxg, der den Wahlkreis Aachen 1 (Schleiden-Malmedr):Montjoie) ver- xratö ist, „W. T. B.“ zufolge, heute vormittag in Crefeld ge,- tor en.

Nr. 12 des , entr alblatts für das Deutsche Reick)“, herausgegeben im eicbsamt des Innern, vom 22.1). M., bai folgenden anali: 1) Konsulatwesen: Ernennungen; Ermachtigungen zur Vbr- nabme bon Zivilstandsbandlungen' Todesfall; Einziehung eines Vize- konsulais.- 2) Finanzwesen: Na weisung der Einyabmen dss Reichs vom 1. April 1906 bis Ende Februar 1907. -- 3) AUgemeine Ver- waltungssacben: Verbot der Druckschrift „Biefiada Literacka'; Ex- scbeinen des Nachtrags zum Handbuch für das Deutsche Reich fur 1907. --- 4) Zoll- und Steuerwesen: Ergänzung des § 19 der Aus- führungsbestimmungen zum Reichsstempelgefexe vom 3. Juni 1906; Zulaffung eines zollfreien Lobnveredelungsverke :S für ausländisike be- arbeitete Radkörper. _ 5) Polizeiwesen: AuSweisung bon Ausländern aus dem Reichßgebiet.

Nr. 11 des ,CisenbabnberordnunnglatiS“, beraus- egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Vom 18. d. M., Kat folgenden Inhalt: Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 13. März 1907, betr. Vorschriften für die Ermittelung der Leistungen der FabrbetriebSmitiel.

Kunst und Wissenschaft.

Farbige Edelsteine bildeten den Gegenstand eines Vortrages, den der Gebeime_Regierunasrat Dr. A. Mietbe, Profeffor an ber Technischen ocbicbule zu CharlottenburB am 20. d. M. im Verein für deuts es Kunstgewerbe zu erlin hielt. Die farbigen Edelsteine, aleicb dem Diamanten aus ziemlich aÜtägLicben, nur sonst nicht kristallisiert vorkommenden Stoffen bestehend, sind nicht von solcher GleickomäßiZeit im Preise, wie der Diamant. Sie übertreffen ibn zwar. wie z. . der Rubin, oft um das Fünf- bis Zehnfache an Wert, sie sinken aber auch, namentlich wenn sie nicbt ganz aus- gezeichnet außgefallen sind, erheblich. Die Familie des Korundes liefert in dem roten Rubin und dem blauen Saphir die am meisten

escbäßten farbigen Stein:. anen schließen sich das Cbrysoberyll- Hasenauge und der Beryll an, der dem Publikum unter dem Namen Smaragd und Aquamarin geläufig ist. Eine Reibe anderer Edelsteine, wie Spinell, Turmalin, Topas und Granat, dienen weiter der farbigen WitkunJ, ebenso Opal und Türkis, Amethyst und Achat. Den vor- gescbicht ichen Edelstein bildet gewissermaßen der Nephrit, deffen roße Zähigkeit berborraZenbe kunst ewerb icbe Arbeiten ermöglicht, Ln deren Herstellung die stasiaten eister sind. Eine hervorragende Ausstellung gefaßter uud ungefaZer (Edelsteine aus der Sammlung des Vortragenden und aus dem esi der Kunsthändler, Juweliere, Zofgolvscbmiede und Hofjuweliere ugo Schaper, Louis Schluttig, obann Wagner u. Sohn, R. Wagner, J- H. Werner in Berlin sowie aus Weikstätten von Jdar-Oberstein gewährten das fast eine Million Mark an Wert repräsentierende AnschauungSmaterial zu diesem Vortrage.

Verkehrsaustalten.

Die Köni liche Eisenbabndirektion in Breslau teilt mit, daß die Betriebs?törung auf der StreckeScbreiberbau-Grün- tbal wegen anhaltenden Schneefalls andauert. Die Annahme von (Gütern ist abzulehnen, roUendes Gut anzuhalten und den Versendern zur Verfügung zu stellen.

Theater und Musik.

Neues Schauspielhaus.

Am Sonnabend ging auf der Bühne am Nollendorfpla Beau- marchai§' Komödie „Figaros Hochzeit" in der Bearbekung von Joseph Kainz in Szene. Geist und Wiß feiern bier noch größere Triumphe als im „Barbier bon Sevilla“, und sie treten, wie dort, immer in [alten, korrekten Formen auf. Jedes kecke Uebermaß ist durch die JFcbickte Bearbeitung gedämpft, und so wurde auch diesmal die Bübnenwirkung der Komödie durch eine gedämpfte Heiter- keit charakterisiert. Der eigentlichen Handlung, die als Unter rund zu Mozarts köstlicher Ober ibren Siegeslauf durch die anze elt angetreten hat, fehlt der überraschende Reiz der Neuheit; n den fein und bumotvoll gezeichneten Bübnengestalten trifft man liebe, alte Freunde wieder; was die Komöhie von der Oper unterscheidet und vor ihr auSzeichnet, ist der geiiisprübende Dialog, der somit zum wichtigsten Teil des Schauspiels erhoben wird; hier trat der bewegli e und abenteueilustige Geist des Dichters Flämend in die Els einung, paradoxe Einfälle mischten sich mit pb loiopbischen Betrachtungen, die dureh ibre fein geschliffene Form blendeten und die Lacher stets auf ihrer Seite hatten; das literarische Jntereffk, das die Komödie umgibt, weitete sich in solchen Szenen zur allgemänen, tief innerlichen Anteilnahme. Josepb Kainz war, wie es nicht anders zu erwarten blieb, ein ausgezeichneter Figaro. Der große Monolog des letzten Aufzuges, in dem Figaro seinen äußerlichen und innerlichen Werdegang klarlegt, war eine glänzende dialektische Leistung; alle Phasen der Ent- wicklung wurden mit fröhlicher Laune und liebenSwürdiger Ironie beleuchtet, während fcharfer Svott und bittere Weltberacbtung bin und wieder blitzartig darüber hinschoffen. Große Leiden (haften und tiefe Herztöne finden Weniger Play ir) ber geistrei en französischen Komödie, sie zuckeri nur_in vereinzelten Flammen empor, aber bann gebt Licht und Warme von ihnen aus. Neben Josch Kainz stand lebensfrob und warmblütig Harry Walden in der Rolle des Grafen Almaviva, äußerlich und innerlich vou ritterlichen Auslands. An Stelle des erkrankten E. Arndt spielte Arthur Rc'ßbacb den Doktor Bartholo; dcn Schloßgärtner Antonio gab Albert Borse mit gutem Humor. Die empfindsame Gräfin fand in Charlotte Maren eine lie enSwütdige Vertreterin, und edwig GaIny führte die RolLe der Susanne mit kecker Laune bur ; aucb Mirjam Horwiß als Cberubin fügte fich dem Gesamtspiel gut ein.

Im Königlichen Opernhause findet morgen, Diensta , die dritte Wiederholung Von P. Tschaikowskys Oper in drei Akten und! eben Bildern .Pique-Dame', unter der musikalischen Leitung des Kapell- meisiers Blech und in der bekannten Besesung_der Hauptrollen mit den Damen Desiinn und Goetze, den Herren Gruning, Hoffmann und Griswold, statt. - Der Spielplan des Gastspiels des Furstlichen Theaters von Monaco im König1ichen Opernbause bat insofern eine Aenderung und Ergänzung erfahren, als .Tbéodora', die soeben in Monte Carlo mit ungewöhnlichem Erfolge zum ersten Male aufgeführte Oper von V. Sardou, Musik von Lecioux, am 11. April an Stelle der Wiedetbolung von „Don Carlos" q_e eben wird. Der Dichter und der Komponist Werden zu dieser Auffu rung hier anwesend sein.

Im Königlichen Schauspielhause geben morgen „Wallm- steins Lager" und .Die Piccolomini“, mit Herrn Matkowsky au Wallenstein, in Szene.