Am Schullehrerseminar in Brieg ist der bisherige Rektor und Prediger Frommhagen aus Niemegk als Semmarober- lehrer angestellt worden.
Finanzministerium.
Das Katasteramt Bersenbrück imYRegierungsbezirk Osnabrück ist zu beseßen.
Königliche Generallotteried irektion,
Bekanntmachung.
Die Erneuerun slofe sowie die Freiloke zur 4. Klasse der 216. öniZlick) preußis en K* affen- lotterie find nach den § , 6 und 13 des Lotterieplans unter Vorlegun?) der be üg ichen Lose aus der 3. Klasse bis um 4. April .J., A ends 8 Uhr, bei Verlust des nrechts einzulösen. Die Zichanq der 4. Klasse dieser Lotterie wird am 8. April d. J., Morgens 8 Uhr, im Ziehungssaalc des Lotterie? gebäudes ihren AnfanZ nehmen. Berlin, den 30. * är 1907. Königliche encrallotteriedirektion. Ulrich.
Justizministerium.
Der Rechtsanwalt Dr. 911de Lobmann i_n Steglix ist um Notar für den Bezirk _dks Kammergerichts, mxt Anwei ung Feines Amtsfißes in Stegltß, ernannt wordon. _
Ministerium für Handel und (Gewerbe.
Uebertragen ist die SieUe eines technischen Mitglieds bei dem Oberber amt in Halle dem Oberbergrat Salzbrunn, bei dem O erber amt in Dortmund den Obcrbergräten Bun 21 und S anß, bei dem Oberbergami in Breslau dem berbergrai Knops.
Ernannt sind: zum Bergwerksdircktor
des Steinkobienbergwerks Campbmtsen bei Saarbrücken der Bérgrevisrbeamte des Reviers SÜd-Bcuthen, Bergmeister Jordan zu Beuthen,
des Steinkohlenberngks König O.:S. dcr Vergrevicr: beamte dcs Reviers Oft-Beutben, Bergmeister Wicster zu Beuthen,
des Steinkoblcnbcrgwerks (Hötteiborn bei Saarbrücken der Berginspektor Hundt von dem Steinkohlenbergwcrk König bei Saarbrücken,
des Steinkohienbergwerks Königin Luise O.:S. der Berg- inspekwr Drescher von der Berginspektion zu BiclschowiÉ,
bei der Bcrgwcrksdirkktion zu Saarbrückkn der erg: inspektor F 1 em ming von dem StcinkobienbcrgwerkCamphausen bei Saarbrücken;
unter Beilegung des T'itsis Bergmeister zum Ycrgrcvikr- beamten _
für das Bcrgrevier SäixBocbum (NMTSUH Bochum) der Neoicrberginspckwr Wolff zu Geissnkirchen,
für das Bcrgrcvicr Gelsenkirchen der Revierbcrginspcktor Axt zu Wattenscheid, _ __
für das Bcrgrcbicr Sud-Bsutben (Amtsiiß Beuthen) der Bcrginspektor Dr. Brnnzci von dem Stcinkobicnbsrgwcrk Köni, in Luise, _ _
?ür das Bcrgrevier Ost-Haüe (Amtsnß Huli?) dsr Revier: berginspektor (Hertner zu Cbln, __
für das Bergrevicr Osi-Bcutben_(?lmts11§ Bcutben) der Berginspektor Stäblcr von dem Siemkobienbergwerk Götte!- born bei Saarbrückkn, _ __ __ _
zu Bcrginspekiorcn die Bergamcmorcn Gramn tm Berg: revier Nordbocbum, Freudenberg [Wi dem Steinkobisn- bergwcrke Heiniß bsi Saarbrücken, _Noiten in_t ergrsvier
atiingcn, Lisbcnam im Bergrcmer Jiordbauisn:3toiberg, Zreißnsr bei dem Steinkbblcnbergwerk Camvbausen Zicbartb im Bergrcvier Namn- burg, Ricbsmcttcr im Bergrsvisr Türen, (HOldebie im Bergrevier ZÜEEffen, Russell bsi dsr Berg: werksdircktion zu Rcckiixgbaussn, Hammsr béi dsr Berg: inspektion zu Biciscbowiß, Wewcßer bei dem Ztéinkbbien- bcrgwcrk Fricdrickisxbai bki Saarbrücken, Zvinzig bet ber Berginsbektion zu Laiitsnibai Und Rsimsrdss bei dém STOM- kobicnbcrgwcrk ' *aitkov: _ _ _
zum HÜUMW/VSÉTOT dsr Berganxnor Genxcn béi Ter Eisenbüttk zu Malabanc.
Vcrstst sind: der Oberbsrgrat Aiibsisér, Techniscbes Mit: glied dcs Tbskbergamts “zu Tortmxmb, in gieicber Amtseigen: schaft an das Tberbkmamt 32: Bonn, dsr Y_ergrevxerbeamte dos Bcrgrcvicrs SÜD:BOchUm,_B6rcrat Msn _rwn_ Bochum nach Hannover 5er Das RSLLJSÖÜWCTS Bérgrsvier Zud-Yannover, dkr bisbcr anitragswsiis bci Dem Tbcrberszamt 171 Bonn be: schäftigtc Bergiankwr Aibéri von DM Zwirixbbixnbxr werk Heiniß an das Zicinkkbicnbchwsrk Kömg dCi :aarbru M.
Tem Bsrgrcbierbsxmrcn DTS bisbsrigén Bergrebiers anovcr,BergratMaUrer Ui Hannkrsk _iix das :*.e-UZebiibéte
rgrcvicr Nord-Hannovcr Übsrtragsn Mrd?»
bei Saarbrstcken,
Ministerium für Labdwirtschaft, Domänen und Fornen.
Dem ngicrungs- und Landesökonkwiérai Tr. Tibbn- burg ist die ctatsmäßige Steile _eims UHUWZM _i_*3NOkDLk1; schaftlich:technischen .HilfSÜl'bSikas im Mmiyxscinm xu: Land- wirtschaft, Domänen imd FOkstM übertragen worbkzi. _ __
Dem Obcrforstmeister Kranold ist die Oberwrnweizier: fielle in Marienwerder, dcm Régierungs; unb_ Fornrat Schmundt dic Forstinspsktion AüenstcinOneisburg ubéxtragm worden.
Dor Obersorstmcister Reisch in Marienwerder ist nach Stettin vsrseßi worden. __
De'm Oberförster obne Revier Hartung in Ebersbach m die neue Oberförfierstsiie Sch1xizcnw:ide im Reqisrungsbezirk Marienwerder, dsm Oberförster obnc Revier Pannke in Lohcnlobbeste dic Tbsrfbrsterftkile TrngaUen Übertragen worden.
ie Forsiaffefforen Augustin in Laskowis und Scharenberg in Straupis smd zu Lberförstern ohne Revier ernannt worden.
Bekanntmachung.
Jm Bereiche der Hauptsieuerämter zu Berlin und Ebexs- walde treten vom 1. April 1907 ab folgende Aenderungen em:
1, Neben den Hauptsteuerämtern für ausländisch Gegenstände und für inländische Geßenstände zu Berlin wird in Berlin ein Haupt. steueramt mit der Bezeichnung uptsteueramt für die Stempelsteuer in Berlin errichtet. Die Steuer mter [ xu Charlottenburg und Rix- dorf werden aufgehoben. In Berlin-Cbarlottenbux und in Berlin- R' dorf werden zwei neue Hauptsteuerämter errt tet mit der Be- KTIEN“! Hauptsteueramt in Cbarloitenburg und Hauptsteueramt in
or. '
x Vom Bezirke des Hauptsteueramts zu Eberswalde wird der Be- zirk des Steueramts [ zu Köpenick abgezwetgt und dem Bezirke des Hauptsteueramts in Nixdorf zugeteilt. _ _
Die Diensträume des auptsteueramts fur auslandiscbe Gegen- stände zu Berlin befinden st in Berlin, Y_lltZMoabit Nr. 145; die Diensträume des Zauptfteueramts für tnlandtscbe Gegenstande zu Berlin und des auptsteueramts für die Stemveisteuer zu Berlin befinden sich in Berlin, Kleine MuseumsiraYe 513-(3; die Dienst- räume des Hauptsteueramts zu Charlotten urg befinden fich in Charlottenburg, Berlinerstraße 47 und die Dienstraume des Haupt- säequamts zu Nixdorf in Rxdoré, Ecke Hxsenbeide und Hermann-
ra e. 11. Für die zu 1 genannten 5 Hauptsteuerämter wird eine éauptzoll- und Steuerkasse errichtet, die der Provinzial- teuerdirektion angegliedsrt wird. Die Diensträume der Kaffe be- finden sich in Berlin, 'All-Moabit 143. _
111. Abgrenzung und Zustandigkert der 5 Haupt- steuerämter: _ _ _
14. Der AmiSbezirk der Hauptsteueramter fur auslandiscbe Gegenstände, für inländische Gegenstände und für die Ste_mpeisieuer in Berlin deckt sich mit dem Bezirke des Amtögericbts Berlrn-Mitie und umfaßt aus den Stadtkreisen Berlin und Cbarlqttenburg und aus den Kreisen Niederbarnim und Teltow die Teile, dre inSgesamt begrenzt werden:
im Nordcn und Osten: durcb die äußere Grenze der Berliner ???:! bahn Von dem Charlottenburger Verbindungskanal bis zur Spree
e reptow; _ _ _
im Süden: durch das linke Spreeufer von der Etsenbabnuber- führung bei Trkvtow bis zum Austritte des oberen Freiarcbengrabcns, durch das Südufer dieses Grabens und weiterhin durch das Südufer des Schiffahrtskanals bis zu deffen Mündung in die Spree;
_ im Westen: durch das Westufer des Charlottenburger Verbindungß
(mals,
In diesem Bezirk werden die_ Dienstgefcbäfte, wie folgt, verxeilt:
a. Das Hauptsteueraxnt für ausländiickoe Ge enstande in Berlin behält die ge/amte Erhebung und Kontro ierung der Zölle und Ueberßangsabgaben, insbesondere auch die Ueberwachung dxr fortlaufenden Konten und der zollfreien Niederlagen, jedoch obne dre Postzoliabfertigungssteücn [ in Berlin (Alexandrinenstraße 93/94), 11 in Berlin (Klosterstraße 76), 1'x_' in Berlin (KötbxperstraZ; 28/29) und ohne die Zoüabsertigungsstelleg am Schlejiicbtzn * abnbofe in Bsrlin und in der Berliner Velvetsabrik (Köpenickeritra : 1820),
die Erbebung und Kontrollierung der Steuer für igarettcn, Kraftfahrzeuge LMD Spielkarten, soweit fie unberfieuert aus dem Aus- lande bier eingeben, wwie ber Nebeneinnabwen aus dem ollberkebr, die Ausführung der Vorschriften über die Statistik_ des _ arenVerkebrs mit dem Auslands, die Durchführung de_s Süßstoffgeicßes iznd des Geseßes Über dis Schlacbtvieb- und Fleijchbeicbau, wweit die Mit- wirkung der ZoUbebörden dabei vorgeicbrieben i|t,_ und die Abfertigung bon inländischen Erzeugniffen,_ die mit dsa? Anybruckoe auf Abgaben- vsrgütung in das Ausland geiandt wexden.
Dem Haubtsieueramte find unterstellt: _
1) dsr Packbof (Ait-Moabit Nr. 145) mit samtlichen darin be: legenen Abfertigungsiwüen: _
_2) die Zoüabieréigungsstelle am Lehrter Babnbose (Hamburger Zoliicburpenz; _ _ _ __ _ _
3) die oilabkertigungsiieüe aus dem Bahnhofs eredricbstraße:
4) die Postzoliabfer!igxtzigssteile 111 in der Pack osEzufabrtstraße (*Mit-Moabit Nr. 143). _ _ _ __ _
b. Das HauptsteUeramt für inlandticbe Gegenstande in Bcrlin behält die Erhebung ix_nd Koytroliierung der mnexen Steuern (mit Aaxnabme dsr Reichsnembelsteuern, der Erbscbkas- steuer _und der Landesstempelsteuer) und Ort Durchführung des Saß- stoffgeieses. _ * __ _
Dem Hyurwtkueramte find untxrneiit; __
1) die Branntwsinabfsrtigungsnelle bei N. Etienmann in der Müblenstraße Nr. 67 und_ _ _ _
'.?) die Branniweinabserjigungsstclic xm Branntwßtnanatia/zer ker Abgemeincn Berliner Omnibus-Geieüichaft in Berlin, Köpenicker- straßc Nr. "2425. _ _
c. Das Hauptsteuerami für die Stempelsteuer in Berlin Übsrnimmt die Erbebung uyd Kontrolliexung der Reichs- stemrelßeucrn und der Landesstempflneuer und die Erbebung der EeraftHüeusr. _ _
13. Der Amtsbezirk des HaurMeueramts in Cbarlotten: barg bestébt aus
8. dem Bezirke der der umkaßr:
aas :sm Stadteriie Bzrlin: _
dsn "Ü'ÖLÉÖ dss Schabrl-Zkanais belégxnen Trix, wweit er nicht xu rsm Hanbtx'teuekamts in Nixkors zelest Ui,
ren Siaktkreié- (Zbarlottenbxxrg: __ _
mit Anxicblaß kes Östlich des Säyinabr'rskanalsbnd des Ebat- lcttenburgsr Verbinranzskakais, i_ÜkllÉ dsr Ringbahn (Nord- rir-z) bélézsnen Tsils, _ _ _ die Ziarlkmie SÖön-berg und Wilmersdorf, a;?- kem Kreiis Teltvw: kie Gemeindén Dahlem, Friérmau, Grunxwalb, _Eroß- Lichtcr§el:€, Lakkwiy, LZTON, Schmargendoß, Steglis und di? K;:kyxie Birfboij; _ _
*:). dem BMW 129 Steueramts [ Pankow, Ker Umkaßt:
3113 dem STJTTLTSÜS Berlin: _ _ _ _ ren nördlich rec Ringbahn (Norkrmgd, weitltcb ker Tbaerxmße bsiegsnkn Txil: _
aus dem Krkise Niererkarmxu: __ _ _
tie Esmeénken Blakkek'kiTS, Fraazökt*ch=Buchb:[z„ _HstnetY- d::i, Nixxéxinbausxn, :nkrw, Pibsemee, RÜickmdoU, inerkkai. Weißensee Um: WUTMIU. _ _
Tun Haurtstsyexxwte [Isst ki? Erbxbung ix_rz'r Kontroüteruzxg rer ZSK: :::-,: ianxrkn “&cker “:ck: die Darchkubnmz 1325 SW;- x'tckgeiexzss :S. _ _ __
DM Haurtstkasrawtx Nr.: UntwteUt:
1) Taz wakramt 1 in_ Parkcw, _ _ _
'),. rie Z:?ixbertigungxiieiix am analjer Babnbcre_ tn B;?lty,
,: ki: c::xxiiabintizunxüeüe 17 in Bexlm, Kotbmmirage
Nr. 2“, _
; xis Z:U:b;nxi;:kzxsieiie im Px!rcixawla,3n_in Mösen)“, _ ; :ix BrMalwinabkeriizurYsi-Me ZK de“: D*!deutWen SNU- 73brék i:: inxéckMWÜ, Provinzüraße Nx. 40341. 6.221: Amkxbexirk keZ HauptKeuerath besixbt au.; _ &. rem Bej'rie ret “rer umiaßi: __ ____ __ B __ aus rem ? ;1 Me L'! m: _ den :'ü:lich des SÖiff'abrtskanais, östlich der Berlm-Anbalter Eisenbahn belegenewTeü;
ken Stadtkreis Rirvorx, _ _
aus den Kreisen Teltow und Ntckerbarnim; _ die Gemeinren Briv, Buckow, Fnedrtchselbe, Groß- und Klein-Zietben, Hasenheide, H0benschönbau_!en, Johannisthal, Lichtenber , Lichtenrade, Mariendorf, Maneafekde, Boxhagen- Rummels urg, Nieder- und Oder : Schöneweide, Stralau,
Wbof- Treptow;
Sonicrbébxsteüe de:? Hauptfieueramts,
in Nixdorf
Sorkerbebxsiéile des Hauptstzuxramts,
11. dem Bezirke des Steueramjs ] Köpenick, der die ihm bisber zugewiesenen Ortscbasten umfaYX jedocb mit Außnabme von FriedrichS/elde, Johannisthal, Nieder- önewetde, Ober'SÄöneweide und Marentbal (Gemeinde Trep_tow , die zum. Bezirke der Sonde:- bebßstßlled des ?auptfteueramts m ixdorf abgezweigt sind (vergl. vor 6 en zu 8.
Dem Hauptsteueramte liegt die Erhebung und Kontrollierung der Zr?!1e un_i_) inneren Steuern jowie die Durchführung des Süßstoff-
e ck o . ge BDem Hauptsteueramte sind unterstellt: 1T das Steueramt [ zu K
öpenick,
2 die Zollabfertigungsstelle am Schlesischen Babubofe in Veri
3 die Pofizoklabfertizungsftelle 1 in Berlin, Alexandxjnlex: straße Nr. 93/94,
4) die Yostjouabfertigungsstelie ][ in Berlin,.Klosierstraße Nr.?Z,
5) die ollabferti unasftelle in der Berliner Velvetfabrik in Berlin, KöpenickerstraJe Nr. 18/20,
6) die Zollabfertigungsstelle im Petroleumlaget zu Nobelsbof bei Rummelsburg, ,
7) die Branntweinabfertigun Melle bei der Bank für Sprit. und Produktenbandel in Lichtenberg, erjbergstraix Nr. 43/45,
8) die Vranntweinabfertigungsstelle bei ».Radicke in Lichtenberg, Herzbergftraße Nr. 35, _
9) die Branntweinabfutigungsjtelie bei C. A. F. Kahlbaum i;: Adlershof.
17. Befugnisse der Amtsstellen. _
Das Hauptfteuerqmt für ausländische Gegenstände in Berlin behält seine bisherigen Befugxtiße. Ebenso das Haupt- steueramt für inländische Gegeniiande in Berlin für Die Abgabeuzweige, deren Kontrolle ibm werblichen ist.
Auf das Hauptsteueramt für die Stempelfteuer in Berlin geben auf dem Gebiete der Stempel; und _Erbscbaftssteuer die Befugnisse des bisherigen Hauptsteueramts fur inlandiscbe Gegen;- stände in Berlin über, insbesondere folgende Sonderbesanif/c:
1) die Steuexerbebung und Abstempelung von Sp elkarten, bis im Bundesgebiet gefertißt sind;
2) die Abgabenerbe ung und Abstempelung nach Maßgabe des Reichsstempelgeseßes yon:
8) Aktien, Renten, Schuldverscbreibungen (Tarif Nr. 1a, 11), 2 und ; _
i). siempelfreien Aktien (Befreiung zu Tarif Nr. 1);
c:. Kuxscbeincn (Tarif Nr. 10);
6. Genußscbeinen (Anmerkung zu Tarif Nr. 1 und 2);
S. Lotterielosen (Tarif Nr. 5);
t'. Personeniabrkarten (Tarif Nr. “Zz _ _
g. Aktien der Qestcrreicbischen udbabngefellicbast mit dem Kontroüsiempel; _ __ _ _
3) die Erteilung Von Erlaubntskarten _sur Kraftfahrzeuge der in Tarifstelle 83 des Reichsstempelgeseßes erwahnten Art;
4) die Abfertigung bon Ueberganchheinen uber ungesiemrelte Spielkarten. _ _ _
Den Hauptiteueramtern in Charlottenburg und Rixdori werden folgenre Befugnisse erteilt;
“ 1) Ausfertigung und Erlxdtgung von Begleit- (Versendung§-) scheinen ] und 11 für Zoll und 1ämuztliche Steuerzweige;
2) Erledigung von Be leitscbeinewüber Branntweinsendungm unter Eisenbahnwagenverschlu oder tn Etscnbabnkeffelwagen;
Z) Befugnis zur Abfertigung der unter Nr. “28-30, 60 und 61 des VerzeicbrYY/es (Teil 113 der Anleitug für die Zollabfertigung) bezeichnctcn aten zu anderen_ als den bo sten Zoüsa en;
4) Abfertigung bon Gstretde zu_r Ausjubr gegen _ nfubrschein;_ V _5) Ausfertigung von Musterpaffen uber Gegenstande des fte1en
€! ebrs; _
6) Abfertigung von Bier, Branntwein, Tabak, fur welcbe Ab- gabenbergütung :c. beansprucht wird; _
7) Erhebung von_ UebergangSabgaben, Ausferiigung und Erler!- gung von UebergangsWeinen; _ _ __
8) Erteilung von Erlaubniskarten fur Kraftfahrzeuge (Tan? stelle 88 und Zi) des Reichsstempelgeseses).
In den Befugnissen der unteren Amtsnellcn mird mein? geändert. _
Berlin, den 26. Marz 1907 . _
Der Provinziaixteuxrdtrektor. von Schmxdt.
Die von heute ab zur Aus abc gelangende Nummer 11“ der Preußischen Geseksamm _ung enthqlt unter
Nr. 10 792 das Gesc , betreffend Erweiterung des StaTi- kreises Danzig, vom 27 . ärz 1907, und upter
Nr. 10 793 das Gesetz, betreffend Erweiterung des Stad!- kreises Hanau, vom "27 . Mäxz 1907.
Berlin W., den 30. Marz 1907.
Königliches (?_eseßsammlunngt. rueu
Abgereist:
Seine Exzellenz der Staatsminister und Minister der ?_eistlichen, Unterrichts»- und Medizinalangeiegenheiten Dr. bk!- Studt, mit kurzem Urlaub nach Dresden.
Yiehiamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 30. März.
Seine Majestät der Kaiser und _Khnig hattxw „W. T. B.“ zufolee, beute vormittag im Auswarn en Amt ems em
Besorecbun mit Staatssekretcir von Tschirsch_r) und Böger)- dorff und Zbrten, in das Köni 1th? Schloß zuruckgekehri, die Vorträge des Kultus- und des Zu izmmifters, des Chefs _dex€ Zivilfabinetis und des stellvertretenden Chefs des Marm-
fabinetts.
Nach längerem Leiden wurde _am 28. März 17.3. HCT Geheime Oberfinanzrat Ottendorfs, vortragender Rat im “* inanzminifterium und Mitglied der Hauptverwaltung ;taatsschulden, im Alter von 43 Jahren aus diesem LLk'M abberufen. _ _ ___
Nachd'em der Verstorbene tm Jahre_1890_ das Gernh affefforexamen bestanden batte und zunachst tm Jgsuzdienft: sowie als Rechtsanwalt tätig gewesen war, trat er un Jahr 1892 in den Dienst der StaatSeisenbahnoerwaltuy? welchem _?1' in verschiedenen SteUungen, insbesonbere als_Htl Sarbeitxrlxks Ministerium der öffentlichen Arbetten forme als MUS!" der Königlichen Eisenba ndirektion _zu Essen bis ZUB Jabre 1900 angehörte. m 1_._Apr_1[ 1900 wurde er L_“ HilfSarbeiter in das Finanzmxmstermm einberufen. wurde er am 7. November_ 1900_ zum Regierungsrat,
22. Februar 1901 zum Geheimen Fmanzrat und vortra
Rat und am 4. März 1904 zmxx Geheimen Oberfinanzrat ernannt- Vom Jahre 1904 ab gehorte er zugleich der Haupt- verwaltung der Staatsschul_den als Mitglied an. Seit 1901 „ersah_ _;r auch die Geschafte des Kurators der General-
ts a e. .
Durch seinen vorzeiti e_n Heimgang erleidet der Staat einen schweren Verlrxst. Er unt von_ treuestem Pflichtbewußtsein und aufopfernder _ngxbuy an _semen Beruf, hat Geheimrat Ottendorff dur sem grundlt es Wxffen, f eine reichen Erfahrungen und seine pra tische Begabung m aÜen Stellungen sich vor- trefflich bewährt. _ _ _
Als Re erent des Fmanzmxmsteriums für Eisenbahnange- legenheiten at er hervorraÖende Dienste geleistet. Seine genaue Kenntnis allxr Zweige bes senbahnwesens, sein offener Blick für die Bedürfmße des Wirtschaftslebens befähiFen ihn zu einem raschen und tcheren Urteil darüber, welche nforderungen im Interesse des Verkehrs und_ Betriebs _der Eisenbahnen jeweilig mit den Rückf1chten auf ins Staatsfinanzen vereinbar waren, und seine fachmännische Mitwwkung bei allen in den leßten _Z_ahren hervorgetretenerx Wichtigen Fragen der Eisenbahn-
nanzen _bat _nic_hi wem zur Förderung “eines planmäßigen und verfiandrztsvollen Zusiammenarbeitens der beteiligten Ver- waltungen beigetragen.
Persönlich war er ein liebenswürdiger, warmempftnbender, anspruckxxsloser Mensch von (_)ffenem, zuverlässigem Charakter, der sich_m allen Kreisen, mxt denen er in Beziehung stand, des_ gro ten ertrauens und aUseitiger Beliebtheit erfreute. Sem fruhes HmÉcheiben hat daher aUgemein eine tiefe, auf- richtige Trauer_ _ervorgerufcn; sein Andenken wird in den „Herzen alier, die 1hmnäber traten, eine dauernde Stätte finden.
Der KaiI/ZrliM Botschafiex in London, Wirkliche Geheime Nat_ Graf olff-Metterntck) hat einen ibm Allerhöchst bewrliigtezi Urlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit werden_ die Geschäfte der Kaiserlichen Botschaft von dem Ersten Sekretar, BotschaftSrat von Stumm geführt.
_ Der Großbx'rzoglick) badische Gesandte (Graf von Berck- Zegm hat Berlin verlassen. ?Für die Dauer seiner Abwesen- ert hat der Großber_z_o iich adische BevoUmächtigte zum VundeSrat, StaatSrat S erer die Vertretung der Gesandt- schaft übernommen.
_Der ngierungsrat Albrecht, bisher bei der Königlichen
Regierung m Schleswig, ist dem Königlichen Oberpräsidium da_seibst_, der NegterungSrat von Lenße in Merseburg dem Komgltchen Oberpräsidium in Magdeburg, der Regierungörat Berthoid m Gumbinnen der Königlichen Regierung in Schlesrmg und der Regierungsaffeffor Freiherr von Borcke aus Johannisbur der Königlichen Regierung in Gumbinnen zur weiteren dienßlichen Verwendupg uberwiesen worden. _ Dem Regterungöasseffor Dr. ]u_r. Axel von Rappard m Martenwerber ist die kommijsarische Verwaltung des Landratsamts tm Kreise Soltau, Regierungsbezirk Lüneburg, übertragen worden.
Der Re ierungsasseffor Freiherr von der Golß in Cbar- [ottenburg it dem Königlichsn Polizeipräsidium in Frankfurt a. M. zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen worden.
Es sind versetzt worden die Archioafsistenten Dr. phil. Albert Eggers von OLnabrück an das StaatSarchiv in Aurich und Dr. phil: Wilhelm Dersck) von Marburg an das StaatSarcbiv in Münster.
Dem Archivbilfsarbeiter Dr. phil. Walter Möllen- berg beim Staatsarchiv in Königsberg ist der Amtstitel Llrchivasststent beigelegt worden.
Großbritannien und Irland.
_Der_ Lord Milner hat in der _„National Review“ einen _Arttkei uber die bcporstebende Kolomalkonferenz veröffentlicht, in d_em er fur dw britische ReichSeinheit eintritt und dabei auf das Beispiel von Deutschland hinweist.
„Jeder Deutiche', sagt, „W. T. B.“ zufolge, Lord Milner, kennt den Begriff eines engerkn und eines weiteren Vaterlandes, ist ein gutcr Preuße, Sachse, Bayer usw. und dabei zugleich ein guter Deutscher. Warum sollten die Untertanen des britisch€n Reiches nicht ebenso ein doppeltes Vaterlandsxzefübl empfinden können? Es gab eine Zeit, wo der Name „Deutschland' wenig mehr als einen qeograpbischen Begriff bekcutete, aber der dringende Wunsch nach Einheit hat Deutschland zu einem mäckotigep politischen Faktor Xmacht, und deutscher PatriotiSmus bat das Deut/che Reich geschaffßn.
in solcher PatriotiSmus könnte auch aus unserem Reiche eine feste Einheit schaffen.“ Rumänien.
Nach Meldun en der „Agence Roumaine“ herrscht im Moldaugebiet ubc. Jm ailgemeinen werden die Diffe- r_enzen mischen den Bauern und den Grundbesißern in fried- licher eise geschlichtet, wobei die Präfekten als Schieds- richter fungieren. Zn Muntcnie, wo die Unruhen später aUSgebrochen waren und anarchistischen Charakter trugen, wurde gegen Banden von Brandstiftern mit aller Energie eingeschritten. DLL Banden vermochten nirgends den Truppen zn widerstehen. Sie griffen diefe zwar an, ergriffen dann aber gewöhnlich die “ lucht, sobald von der Feucrwaffe Gebrauch gemacht wurde. Zim heftigsten war der Aufstand in den Distrikten Tcleorman und Olt-Olt, wo mehrere Gutshöfe eingeäschert wurden und Artillerie verwendet werden mußte. Dasselbe war auch in den Ort- skbaften Viero, Odivnaie und Staneschti des Distrikts VlUSca der Fal], wo zahlreiche Personen getötet und vex- munbet _wurden. In Vircea wurden einige Gutshöfe, m Dol] einige Getreidema azine in Brand gesteckt. Es kam ayck) vor, daß die Guts öfe von den Bauern gegen Brand- stifier verteidigt wurden. Die Berubi ung schreitet fort. Oblger Quelle zufolge ist kein Fall gemel et worden, in dem dre Truppen gezögert haben, den erteilten Befehlen zu folgen.
_ Jn beidenKammern istvorgestern ein Geseßentwurf angenommen worden, durch den die Regieruw ermächtigtwird, de_n Belggerungszustand über alle Ortchaften zu ver- hängen, m d-nxn fich dies zur Wiederherstellung der Ruhe notwendi erweisen soUte. Der Minikterpräsident Sturdza hrachte s_o ann eine Königliche Bot chaft zur Verlesung, m der die Schließun der Session ausgesprochen wird.
In der Botschaft bei t es, nach dem Bc'ricbt des „W. T. B.“,
S Parlament babe wiederum bewiesen, da alis Söhne der Nation, wenn das Vaterland sich in einer schweren axe befinde, alle Zwistig-
YYLYYZZYF, um sich zu vereinigen in Erfü ung ihrer Pflicht gegen
Die Sißun wurde unter 0 ru en au Rumänien und den König geschkoffen. H ck f f
Serbien.
Die Skupschtina hat den Staatsyoranschlag für 1907_1n erster Lesung, „W. T. B.“ zufolge, mit 81 gegen 47 Sitmmen angenommen.
Afieu.
_Da ciuf allen von Christen bewohnten Gebietskeilen der Philippinen ber Frieden so gut wie völlig wiederhergestellt ist, hat der Prafident Roosevelt, „W. T. B.“ zufolge, angeordnet, daß die Wahlen zur ersten gesesgebenden Versammlung am 30. Juli stattfinden sollen.
Afrika.
Nach einer Meldung der „Agence Havas“ hat sich der frazxzostsche Gesanbte in Tanger Regnault vorgestern in Be: qlettyng Yes) Kapitäns der „Jeanne d'Arc“ und zweier anderer Marmeofßztere zum Vertreter des Sultans Mohammed el Torrxs begeben, um bei diesem wegen der von der franzostschen Kammer aus Anlaß der Ermordung des Dr. Mati_cbamps gesteUten Forderungen und wegen er _ schon fruher wegen RechtSOerleßungen und ta_tltchcr Angriffe erhobenen, bisher ohne Antwort ge: bliebenen Forderutigen vorsteliig zu werden. Der Gesandte ersuchte Torres, feuie Maßnahmen in solcher Weise zu treffen, das; dadurch, daß dre Bevölkerung von den Tatsachen Kenntnis erhalte, kerne Rückwirkung auf die europäischen Kolonien in Marokko_bervorgerufen werde, und machte Torres zugleich für die Erfuliung der gesiellten Forderungen verantwortlich. Der Vertreter des Sultans hat gestern dem französischen Gesandten Regnault und dem Kommandanten der „Jeanne dArc“ Besuche abgestattet und die Versicherung abgegeben, daß er die zur Wiederherstellung von Ordnung und Sicherheit erforderlichen Maßnahmen veranlaffsn werds.
Udsckzda ist gcstern vormittag von franzöfischsn Truppen ohne Widerstand bese t worden. Ueber die Beseßung werden vom „W. T. B.“ olgende Einzelheiten gemelde't:
Sobald die Truppen vor Udscbda in Sicht kamén, forderte der Kaid Bu Hamidi den Amel auf, fich bei dem Obersten Raibel zu melden. Dieser eröffnete dem Amel, Frankreich komms, um i'ldscbda mit einer imposanten, aber friedfertigen Truppenmacbt zu baseßen. Dieser Schritt richte sicb nicht gegen die Einwohner Udscbdas, er bezwecke nur, Vom Sultan die schuldig: Genugtuung zu er- langen. Der Amel erwiderte, ibm seien die Vorkommnisse unbekannt, die Franzosen könnten obne Furcht einziehen, es sei unnötig, in so großer abi zu erscbeinen. Reibel entgegnete, diss ges ebe, um zu zeigen, da Frankreich gut und geduldig, aber auch mä tig sei und dies zu beweisen wissen würde. Der (General Lvautey erklärte. er wiffe nicht, wie lange die Beseng dansrn wktde, diese werde sich ganz danach richten, wie sich die enugtuung gestalte. Der Oberst Reibel übernahm die Verwaltung der Stadt, obne jedoch den Amel abzuseßen, der nominell in seinem Amt bleibt.
Kunst und Wissenschaft.
Die Verändcrlichkeit des Osterdatums
bat neuerdings in weiten Kreisen fast aller Kulturländer wieder lebhafte Verhandlungen hervorgerufen.
__ Der Unter e_i_ nete, der als früherer Mitherausgeber dcs Konigbch Preußti en Normalkalenders schon seit längerer Zeit dieser Wichtigen Neformfrage seine Dienst? gewidmet hatte, steht fick) iernaci) durch mehrfachk, in ioßter Zeit von verschicdenen Sie en_a_n iim gxlqnqte Anregungen und Anfragen sowie burch einige publizistisci) verbreitete Unrichtiqkeitcn veranlaßt, ub_cr der_i gegenwärtigen StaNd dsr Llngclegenbeii in tuniichstcr Kurze _die nachfblgxndßn Mitteilimgcn zU machen.
Die Schwwrtgketi, _ zu einer aliscitig befriedigenden N_eu_ordxmng bes Orzerssncs im Sinne größtmöglicbcr Em1chrankung der ubcrmäßigcn Vkrändkriichkcit seincs Datumß zii golangen, liekzt keineswegs an irgend einer Abgeneigthett der romis ck): atbolischcn Kirche“, wie es mehrfach behauptet wordkn ist. Im Gegcnteil, fcbon in dcn [65th Jahren des vcrfios/enxn Jahrhunderts, als die Soffnung _cbcgtwerdcn diirfte, daß die Bskcnner dcr griechisÜ-katboii (Zen Kircbé dic mri ber Jahrhundertwende eintretende' Veränderung der TMO: rcnz [bros Kalenders und des Kalenders dcr Übrigen KUULU': staaten zum AuSgangspunkt der Annahme der ießtcrcn Kalendersorni machen würden, ist auch in Rom die Wichtigkeit der ganzen Konstellation mit Heilstcm Blick erwogen worden. (Hs wurde an kompetenter SteUe mit zweifelloscr Zn: sttmmung des Papstes Lc0_ ZXY. konstatie'rt, das; einer kaorm der Osterregcl kcmcrici cntschcidknde kirch- liche Bedenken en_tgcgcnstcben würden, insbesondere dann nicbt, wcxm _durck) ewe solche Reform der Uebergang dcr griechisch-katholtschet_1 Kirche _zu einer gcmeinsamen Kalender: urid Osterrxchxmng _m1t_ dcr romisch:katholischcn Kirckxc nnd ;1111 _den ubrigen kirchlichen Gemeinschaften cricichtert wcrden onn e.
__ Dieselbe vorläufige und grundsätzliche Zustimmung wurde damals 111 Vom so ar schon dem bestimmten Rcformvorschlagc zuteil, daß ku_nft_tghtn der_ Ostersonntag mit dem brittcn Sonn: tage nacb FrubimgSaequmox zusammenfalicn solle. Hiernach würde _kunftig das Ofterdatum nur zwischen dcm 11. und dem 4. Aprtl wandern, und zwar im aligemeincn von Jahr zu Jahr um 12 eine_n Tag (nur bei111Schaltjabre um zwei Tage) bis zu dem fruhesten Datum dem 4. April) zurückgebend, sodaß im allgemeinen von einem stcrsonntag bis zum andern 52 Wochen, und nur alle 5 bis 6 Fabre einmal, an dem Weerepunkte des Datumsrückganges, 53 Wochen verfiießcn wur en.
Auch in den meisten übrigen kirchlichen Gemeinschaften wurde inzwischen d_em Vorschlage, die Osterregel auf jene nene Form zu bringen, 1mmer allgemeiner zugestimmt. Insbesondere haben auch die Organe der evangelischen sowie der lutherischen und der reformierten Kirche in Deutschland die Bedeutung immer einmütiger anerkannt, welche der ganzen Angelegenheit auch für das kirchliche Leben innewohnt, und zwar im Sinne der Erhaltung der traditionellen BeziehunJen zwischen gewissen Terminen des wirtschaxtlichen Lebens an der Verwaltungs- einrichtungen, einschlie lich der Schuleinrichtungcn, auf der einen Seite und dem Osterfest auf der anderen Seite.
Der Zielpunkt der weiteren Vemühun en zur Herbei- führung der Reform liegt zur Zeit Tauptsächlick) in St. Petersburg. Bei den Verhandlungen vor der Jahrhundert- wende sind dort gegen die Annahme des GregorianiLchen Kalenders und gegen die Osicrreform noch ziemlich leb afte kirchliche, nationale und auch w1sscnschaftliche_ Einwendungen erhoben worden, deren Wirksamkeit man angesichts der ganzen damaligen Sachlage wohl verstehen konnte, zumal da sie zum Teilddurck) Männer von sehr eigenartiger Bedeutung vertreten wur en.
Ob der jFige Zeitpunkt in Rußland für eine_ Kaleyder- reform, die au unbedingt eine Osterreform mit sich brxn en müßte, günstig ist, könnte stark be weifelt werden. Inde en ind offenbar einige sehr erhebliche eränderungen zu (_Hunsten er höheren Geltung internationaler und interkonfessioneller GesichtSpunkte auch dort eingetreten und einige der einfluß- reichsten Träger des früheren Widerstandes dabmgesunken._
Einem Staat, der sich neuerdings wiederum an die Sptße der politischen Bewegun fiir die Entwicklung in_ternationaler Rechtszustände gestellt Jai, gebührt eigentlich ]eßt eine ge- wisse Initiative auch auf dem Gebiete eintrachtS- voller Entwicklung sonstiger gemeinsamer Kultureinrtch- tun en. Und auch im Innern dieses Staates ist jgeßt mit der höheren religiösen Duldsamkeit auch ein stärkeres Bedürfnis na Beseitigung trennender Einrichtungen m Ka- lendkr- und “etrechnung cin ekehrt. _
Eigentli würde es unäcZst auch nur einer ;) rinziptellen Stellungnahme und Zu timmung Rußlands in den vorliegender: Kalenderfraqen bedürfen, um auf dem Wege einer inter- nationalen eratung dcm Fortgangc der entsprechenden Ent- wicklnngen in den iibrigen Kulturländcrn die erforderliche Zuversicht und Sicherheit in betreff der künftigen Erreichung voller Einbeitli keitZu geben.
Die prakti urchfübrung dcr ganzen Re_[_orm könnte dann in den Ländern der griechisch-katboltschen irchc selber in solcher Stufenfolge und mit solchen Uebergangsfristen e- schchen oder in AUSficht genommen werden, daß keiner ei augenblickliche Bedrängnisse oder Befürchtungen daraus hervorzugehen brauchten.
In den Gebieten des Gregorianischen Kalenders aber könnte man sYort beginnen, im burgerlichen Leben, _5. B. in betrkff des S uljahrcs, die bisher an das übermaßi ver- änderliche Ofterdatum angeschlossenen Einrthungen in ?olYer Weise im Datum zu fixieren, daß fie si nut der, | er Yommenden, obigen neuen Osterregel vertragen und schon von 1th ab deren Komnwn wirksamst befördern könnten.
Ein Wort noch in betreff anderweitiger Reformen der Kalbndereinrichtungen, wofür eine Flut von Projekten bereits vorliegt, Gewiß ist auch da noch manches zu vervollkommnen, aber die Reform von solchen kalendarischen Einri tungen, ber de_nen gegenwärtig innerhalb der Kulturwelt vo e Ueberein- stimmung waltet, muß doch zunächst zurückstehen hinter der Aufgabe, die fundamentalen Verschiedenbetten der Kalenderdaten in der Kulturwelt zu beseitigen.
Prof. Wilhelm Foerster, Ostern 1907.
Bei Eduard Schulte wird Vom Ostermontag ab in der dann neu beginnenbcn Aussteliung die „Sammlung Preyer-Haaq“ zu sehen sein, die holländische Meister enthält; u. (1. Werke bon Alma- Tadema, Vlommers, Bosboom (9 Werke) Breitner, J. JSraels, Jacob Maris (16 Wkrke), Wilhelm Maris, Anton Mauve (5 Werke), Albert Neubuvs. - Ferner werden vertreten sein: Nico Jungman- Lorxdon, Carl Arp-Weimar, Max riJ-Lübben, Hans von Hayek- Jkukében, Sophie Koner-Berlin, [exander Schmidt-Micbelsen-
er n 2c.
Jn_München ist, wie „W. T. B.“ meldet, der Professor an dxr KöniKlichen Kunstakademie Karl Gussow, Ehrenmitglied der btesigen öniglicben Akademie der Künste, am 28. d, M. Verstorben. Guffow war am _25. Februar_ 1843 zu Habelberg geboren, besuchte die Kunsticbulezu Weimar, wo er sick) an A. v Ramborg, später an Pauwels anschloß. Naxbdem ex Italien besucht, wurde er 1870 Professor an der Kunstschule in Weimar, an der Akademie in Karlßrube, 1875 an der in Berlin. 1880 erhielt er für seine Leistungen auf der Berliner Ausstellung die Große Goldene Medaiue. Ju demselben Jabrex gab er seine Lebrtätigkeit an der Akgdemie auf und_ eröffnete eme Priwatscbule. Seit 1883 war er Yittglied ber Berliner Akademie, 1892 siedelte er nach München ube_r. Y_on 1einc11Genrebildern sind hervorzuheben: „Kriegsnacbrichtsn', .Krrcbgangerm' (1870), „Beim Kunstgelebrten' 1874), „Erzählung chbsrmgekabrtcn Resexvisten', „Verlorenes Glü ', .Das Kätzchen“ (13-8), „Pis Venuswascherin_“ (1878), ,Die beiden Alten“ (1880), .Auitsrnznadcben“ (1882), „Dre Dorfparzen' (1891). In [ester Zeit war Gumow fast ausschließlich als Porträtmaler täxig.
Theater und Musik.
LUsispielbaus.
_ „Hal ower!“ (Hol über), ein Drama in einem Aufzugs von Hermine Brock, wurde bei seiner Erstaufführung im Lustspielhause am Donnkrstaxx Von einem nach cbtigen Publikum freundlich auf- .:Znomwkn. Dre Handlung, sowet von einer solchen überhaupt die Y_cde L_EM _k_ann, spielt sich in einem ostfriesischen FäbrbaUse ab. Der zabrwtrt tit_ krank, der Sohn soll die Fähre bedienen. Dieser ist aber bor_F€terabend ins Dorf zu seiner dem Vater als Schwieger- to_chter mcht gericbmen Braut gegangen. Da erschallt Plöslich der :)sz: _,Öal owézrx' Der Kranke rafft sich auf und bedient selbst dt;- ngre'. Die Anstrengung kostet ihm aber das Leben. Er wird in dem Augenblick, da der Sohn zurückkommt, sterben!) ins Haus getragen; dieser aber muß dem Vetscheidenden geloben, bon skiner Braut zii lasset). Die Verfafferin Verrät in der Etfindung und Beaxbcitung dicses uberaus düxftigsn Stoffes für die Bühne nur wenig drawatiscbe Begabung, nur eine gewiffe Bevbachtung8gabe Verrat sich in dem, frsilich sebr wortreicben, Dialog. Die Darstelier «Eben sich unier Ernst Bachs Regie alle Mühe, dem Wcrke cinigcn Stimmungßrxtz ju Verleihen. Die einzigen, denen das gelang„ traten neben Asia Diner die Herren Walter und meekorwn, die wsnigstea! die_plat1déutsche Muydart beherrschten. Den Abend b€schio§ Gustav Wreds bekannte köstliche Komödie ,Die Abrechnung".
Der Spielplan der Königlichen Ober brinw cm?“ „Orpheus _und Eurydike' von Gluck (mit den Damen EOF» "(&.-71T Dietrich in den Hauptrollen). -- Am Montag wird .Hom- Dame“ bon Tschaikowsky wiedsrbolt, mit den Dame.". Drink:, Goeße, Rotbausßr, Dietrich, den Herren Grüninx, ÖKZQQTL, Griswold in den Hauptrollen. -- Am Dicnötaa gebt .stxrxw' (*.*-:". R. Wagner, mit den Damen Siedler und Piaichin§cr drk? „chm; Jörn, Berser, Griswold, Bachmann bcscxxt, i.". Szcm. ;P:- fang 7 Uhr.) _ Das Gastspiel Dcr FürkjiÉÖe: Oper Von Morzte Carlo beginnt To::mrstag, dm & YOKL, mit der Erstauffubrung von H. Berlioz" kramatiicbcr “&,:er „ba ])awnadion 110 1931139“ in folgender Bescßung: Mar,:umx. Ville. Lindsay; Faust: Mr. Rouffeliöxk. Mérbiitorbéléxs' M- Renaud, Brander: Mr. Cbaimin. - (Fs 591,3 am Freita; „1499.2- Zcopbézjézs“ von Arigo Boito. Marguerikxx Mäx. :* sina Storcbio; H.;lzne: MLU“. &ck&-M. Martix“. VBM, Deschamps-Jébin, Pantbaiiö: MDM. M.??? Girard. FME": Pkt. Sobinoff, Mépbistovbélw: M*r. (5k31é3:«1:5 W.:;xcx IU Gluck Nerie: Vir. Cruvcninck). _- D:“.tgrxx :“": MK 5 FIBU. technifchartistijcher Leiter chr KraniÖ.
Im Königlichen Sebauxkicxbaufc „*.-b? MIT,“."Q MQ“ .Egmynt“, mit Henn Matkwwskr in d:“: “377-2752: ". SM. Jm ubrigen lautet ch Vcicßnng: Mar,“;zrkM dor Q::nx: räulein von Arnanid; Tr.:r-irn: Ö???" K*?Qußkau? M*: err Moicnar: Brackmdnrg: Hm: Sxanxcmam, LM“ *! err Zeidler: Kiänbcn: Fränkcm Waä-xc: ck17: MUM rau Schramm. - Am Ostcwwntas v“:“? dx.- “?Mawéc OYlsmx-ixr'w rilogie aufgefükrt, und zwar ?; Uk: M "„Tag? ,HRB-**- siekn] Lager“ und ,Die P;;(“okonßc' KWUN "."