1864 / 156 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1804

- JnGraudenz ist der Befehl eingegqngenx für 300 dänisch? Gefangene in den Kasematten geeignete Lokalien xmzurichten. Doas ganze Kontingent der dänischen Gefangenen'm dieser Festung steigt dadurch auf 18 Offiziere und 660 Unteroffiziere mid Soldqten".

Colberg. Ueber das Denkmal Sr. Hochseltgen Maxestat d'eY Königs Friedrich Wilhelm 1]]., dessen Enthü'llung, nne bereits gemeldet warde, am 2. Juli stattgefunden hat, berichten Pommersche Blätter: . , . ' 'Die breite Treppe des Rathhaitses tft ]eßt durch emen-stemcr- nen Würfel getheilt, der auf granrttieni Picdeftal das Bilk? des Königs in Erz (von Drake) trägt. Die hohe Gestalt lehnt mit der Rechten auf ein Fort, die Linke ruht auf 61111111 Schwert, „Zn d'ex rechten Seite des Piedcstals befindet fich das Relicfportrait Gneisenau s, dcs tapfcrn Kommandanten, in der linken em ebensolcheß voii Nettel- bcck, Die Vorderseite enthält die Inschrift: »Danfbarkcrt, Liebe imd Treue sollen in dieser Stadt blühen Und eme Wahrheit bleiben immerdar * Auf der Rückseite steht: »Colbcrg, 2. Juli 1807--

Breslau, 4. Juli. Von den [bei der Eroberung der Insel Alsen gemachten Gefangenen trafen, wi? bereits gemeldet, geste'rn Nachmittag, nachdem bereits in Licgniß circa 400 Mann abgczwetgt “und von dort aus nach Schweidniß befördert worden find, 800 Kriegsgefangene, wovon 780 MaZm für Cosci unix 110 PTÜLU fiir Nciffe bestimmt waren, mittelst Extrazuch [71er 'em. Dcr, “Trans,- port, weichem 2 Offiziere und 64 Mann vom Lctb-Grenadicr-cht- ment (1. BrandenburgischeS) Nr. 8 als EIkoric beigegeben waren,

wurde 9 ort weiter befördert. . _ Msafgdeburg, 2. Juli. Von den am 9.Jum18()1 durch

Bli la in Asclc elcgten beiden Thürmcn der hiesigen S_t. Ul- richYchrgchc hai)[*-ei31te der südlich gelegene durch den Außay dcr Kreuzblume seine Vollendung erhalten. ' & Halle, 5. Juli. Am Sonnabend gegen Aßend kreisen ÖLLYWU Großfürftin Konstantin von Rußland nebst Famckre un'd (He- folgc, so wie die Prinzessin Therme von §I'lltcnburg [)lU' em. Im Laufe des gestrigen Vormittags xnachtcn die hojhycn HcrrsckZaften cine Spazierfahrt nach dem Bade Wittcftiid und reinen um 15 Uhr Mittags *nack) Schloß Hummelshain ivettex. - Gestern Abxnd pasfirten 320 Dänen, darunter mehrere Offfzxere, welche, auf deern- sel Alsen gefangen waren, hier durch nach ihrem Bcstnmnungsorte Erfurt. . " Weißenfels, 3. Juli. Das hiesige Lazarcih fur Kranke der mobilen Armee, welches seit dem 12. April belegt worden,

hat, wie die »HaÜesche Ztg." meldet, bis jeßt 428 vom Kriegsschau-

la' u e andte Militairs aufgenommen. Die Überwiegendc Mehr-

xah? dzerJelsben litt theils an kontagischer, theils katarrZaitscher Lingen- Entziindung, eine geringere Zahl an den von dim Hemd erliiteneii Verwundungen, eine größere an Brustkrankhert; Rheumatisnuis, Nervenfieber und anderen Krankheiten. Als gene1e.n s1nd'160 ww- derum zu ihren Regimentern zurückgegangen, em Tsheil ist zur Privatpflege an patriotisch gesmntc BenZohnex des 'Kreises'yuf' ihr Ansuchen abgegeben worden, nachdem Ue fcmesr direkten arztlicheii Behandlung mehr bedurften. In der [exten Zeit find, 'nalchdcm dre. Feindseligkeiten wieder begonnen und die mehr am Kriegsschauplaß belegenen Lazarethe geleeri worden find, nxxcßerum neue Kranken- Traiisporte angekommen, so daß der gegenwartige Bestand Wiederum fast 300 Mann beträgt. . . *

Köln, 5. Juli. Die Köiligln- von Holland traf ngch 5er »Köln. Z « gestern Abend , aus Württemberg kommend , hier em, nahm Absteigequartier im Hotel Disch und beimßte- heute Morgen den um 7 Uhr abgehenden Schnellzug zur Weiterreise nach Rotter- dam. Der Kronprinz von Holiand war seiner erlauchten Mutter bis Köln ent e en ekommen. ,

VrauHsthZeig, 5. Juli. Der fünfte deiii sche Jurrfteii- tag wird hier am 26-29. August d. J. stattfinden; der Begru- ßungsabend isi auf den 25. August, festgeseyt. Zum Empfaiig desselben hat fich bereits ein Lokal-Comxte gebildet, an dessen Spißc fich der Staatsminister von Campe befindet und das zu seinen Mit- gliedern die Geheimen Räthe von Liebe und Schulz, dieObergerichts- Präsidenten Trieps und Knittel, den Obex-Staatßanwalt Rhgmm, General-Direktor von Amsberg, Oberburgermetfter (&ckan und Andere zählt. , . *

Sachsen. Dresden,5.Juli. DtechtieKammer hat, nach Bericht des »Dresd. Journ.", in ihrer heu'iigen Sitzung dem Geseßent- wurfe, die Aufhebung derZinsbeschrankungen betriffend, gegen vier Stimmen ihre Genehmigung ertheilt und zwar in folgender Jaffu11g1. Das 16. Kapitel im zweiten Theile hes Sirgfgeseßbuches vom 11. August 1855, sowie alle die Ueberschreiiung eines bestimmten Zinsfußes betreffenden Vorschriften werden hiermit auf,ehoben. §. 16. Das Verbot,

auf Grund eines Vertrages Zinsen von rückstäydigenoZmsen zu erheben, ingleichen das Verbot, Zinsen durch Abzug von ettiem hmzugebenden Haupt- stamme oder .sonsi im Voraus zu erheben, Wlxd .ebenfalls aufgehobxn. §. 2. Derjenige, welcher für eine Schuld dem Glaubtger _größere Vorthetle, als die Verzinsung nach jährlich Sechs vom Hundert gewahrt oder zusagt, . ist zu einer halbjähri en Kundigung des Veortra'ges'befugt. Jedoch kann er von diesem Befugnisße nicht unmittelbar bet Emgehung des Vertrages, son-

dem erst nach Ablauf eines “halben Jahres Gebrauch machen. Vertrags-

bestimmungen, durch welchediese Vorschrift zum Nachtheile des Schuld. ners beschränkt oder aufgehoben wird, find ungültig. §. 3. Auf Schuld- verschreibungen, welche unter den geseßlichen Vorausseßungen auf jeden Inhaber gestellt werden, so wie auf Darlehen, welche ein Kaufmann empfängt und auf Schulden eines Kaufmanns aus seinen Handelögeschäfien, leidet die in §. 2 ent- haltene Vorschrift kein; Anwendung. §. Zb. Die Aufhebung der Straf- besiimmungen Über den Wucher findet auch auf die vor dem Tage, wo ge- genwärtiges 652er in Kraft tritt, begangenen und erst nach diesem Tage zur Anzeige gelangenden Ucbcrtrciungen derselben Anwendung. Die wegen solcher Uebertretungen vor diesem Tage bereiis anhängig gewordenen, jedoch noch nicht beendigten Untersuchungen sind beizulegen, auch mit Vollstreckung der erkannten und noch nicht yerbüßien, so wie mit weitcrer Vollstreckung der bis dahin nur theilweise verbüßicn Strafen anzusiehen.

Ferner hat die Kammer folgende Anträge der Deputation ein- stimmig angenommen:

1) Die Staatsregierung wolle bci Publication des Geseßes folgende, 1111 Stempelnmndate vom 11. Januar 1819 sub Wee Quittung enthaltene Bestimmung :

Dic Siempeltaxe bci Quittungen ist lediglich von Dc:ujenigen zu tragen, welcher die Zahlung empfängt, und jede Zumuthung odcr Ueber- einkunft, nach welcher die Uebertragung dicser Taxe Demjenigcn, der die Zahlung leistet, aufgebürdet werden soll, ist fiir eine wucherliche Handlung zu ckckth und 10de nach den gegen den Wucher bestehenden (Heseßcn bc-

rat jedßchnbcschadct der in §- 25 des erwähnten Mandates enthaltenen Vor- schriften, außer Kraft seßen.

2) Dieselbe wolle bei Jnkraftscxzung dcs dürgchichcn Geseßbuchcs aÜe diejenigen Bestimmungen desselben aufheben, Welche sich durch das vorlie- gende Gcseß erledigen.

Coburg , 4. Juli. Der Herzog ist nach einem mehr- tägigen Aufenthalr auf seiiicn Befißungcn in Tyrol heute Mor- gen wieder hier eingetroffen. -- Prinz Arthur von England ver- weilt hier zum Bcsuci) am Herzoglichen Hose und bewohnt das Scßloß Rosenan. “Zn dcr lthen Sitzung des [)icsich Landw.]?- am 30. Jimi haben die Abgeordneten die Vorlage der StaatSrcgic- rung im Betreff der Uebernahme eimer Zinsgaraiitie der Smnme zu 200,000 Tyr. seitens der Werra»Eiscnbahngcscllschaft fiir die projek- tirtc Zweigbahn von Grimmcnthal nack) Suhl evcntncll genehmigt, auch den vorgelegten (Heseßentwurf iiber die Gewähr der Vichmän- gel berathcn und angenommen, worauf der Landtag geschlossen wurde. (Lpz. Ztg.)

Altenburg, 4. Juli. Gestern find der Großfürst Konstantin und die Frau Großfürstin Alcxamdra in Hummelshain zum Besuche des Herzogs Josef, des Vaters der Frau Großfürstin, mit 4Kindcrn; Großfürstin Olga, Großfürst Konstantin, Großfürst Dimitri und GroßfürstzWiatschcslmv, cingeiroffcn. Sc. Majestät der König von Preußen hat den Commandcur dcs hiesigen Regiments, den König- lich preußischen Oberst von Treskow, 311111 Commandenr des gegen- Wc'irtig auf Alsen stehenden Königlich preußischen 53. Jusanteric-Rc- gimenis ernannt. Herrn von Treskow, welcher seit 1856 das Kom- mando des hiesigen Regiments gefiihrt hat, sehen die ihm näher Stehenden 11111" ungern von hier scheiden , und allgemein hinterläßi er den Ruf eines eben so biedern als rücksichtsvollen und freundlichen Mannes, (Lcipz. Ztg.)

Hessen. Darmstadt, 4. Juli. Die Erste Kammer Verhandelte in ihrer heutigen Sißung iiber den Beschluß der Zwei- ten Kammer wegen Einfiihrung vollständiger Gewerbcfrciheit und Freizügigkeit, Monsang stellt einen Antrag, die Regierung um Vorlage eines Geseßeniwurfs zur Einfiihrung der Freizügig- keit und gleichzeitige Vorlage einer Handwerks-Ordnung zu ersuchen, womit zugleich eine die korporative Selbstständigkcit der Gemeinden durchführende Revifion der Gemeinde-Ordnung verbunden werden soll. Fiir den den Beitritt zum Beschluss der Zweiten Kammer cmpfchlcnden Aitsschuß = Antrag sprachen Engelbach, Birnbaum, Heyl, Graf Laubach, Lauteren, Frhr. v, Riedesel; dagegen Graf Stolberg und Bechtold. Bei der Abstimmung tritt die Kammer mit 10 gegen 9 Stimmen dem Beschluss Zweiter Kammer bei. - Aus den iibrigen Verhandlungen heben wir noeh hervor, daß die Kammer die Anforderung für Garnisonswechsel mit Zustimmung des KriegI-Minifters ablehnte, zugleich aber erklärte, das; fie einen zeitweisen Garnisonstvechscl fiir zweckmäßig halte. -- Die bei der Rechenschafts-Ablage von der Zweiten Kammer ge- strichenen MehrauSgaben fiir die Ordenskanzlei wurden für gerecht- fertigt erkannt.

- 5. Juli. Zweite Kammer in der heutigen Sißung ihren im vorigen Jahre

JEfaßten Beschluß wegen Beitritts zum prenßisch-franzöfischm Han“ delsvertrage und wegen Aufrechterhaltung des Zollvereins wieder-

holt. Die Kammer ertheilte gleichzeitig mit großer Majorität der Regiérung wegen ihrer bißherigen Haltung in dieser Frage ein Miß trauensvotum.

Württemberg. Stuttgart, 4. Juli.

und der Ober-Hofraths-Präsident, Geheimer Kabinets-Chef Freiherr

von Maucler, unter gnädigster Entbindung von der Leitung des : ,

Nach Bericht des Wolff'schen Büreau's hat die ,

Der vortragende “7 Rath im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Staatsrath Graf von Taube, wurde, unter Belassung in seinen seitherigen diensi- lichen Functionen, zum ersten Kammerherrn im Dienste der Königin,

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Geheimen Kabincts, zum Obersi-Kammerherrn ernannt, so wie die Stelle des Vorstandes des Geheimen Kabincts dem Staatsrat!) von Gros gnädigst übertragen.

Mit Bezug auf die Nachricht einiger Blätter, daß der bevor- stehende Landtag eine längere Dauer [)avcn werde, sagt der »Staats- Anzeiger“: 'Uns will eher eine ganz kurze Daner deffelbcn als wahrscheinlich vorkommen, und eine neue Vereinigung der Stände im Spätherbst, um alSdann den bevorstehenden Arbeiten fick) mit Ruhe und voller Kraft widmen zu können.“

Ossterkkick). Wien, 4. Juli. Die 'Wiencr Abendpofta bringt mm clicnfalls den Text der identischen Note, die von dem Köiiigiick) prcxißischcn 1:11?) Kaiserlich österreichisckwn Hofe unter dem 24, Ja::ii an die respektiven Vertreter der beiden Höfe in Paris, Loxidon, Petersburg imd Stockholm in Vcranlaffung des resultat- losen Lkusganßcs der Londoner Konferenz gerichtet worden ist. -- Die Von einigen Blättern gcbrachte Notiz iiber die angebliche Aus- lieferung dcs (Hutsbcfißers Zakaszcwski an Rußland ist, nach der vGeneral-Corrcsp.a, nicht richtig. Zaikaszexvski, Dcr schon nach Einfiihrmng dcs Belagerungszustandes wegen hervorragender Bcihei- lignng an der revolutionairen Organisation verhaftet worden ist, wnrde nach überstandener Strafe einfach ans dem Lande gewiesen.

- 5. Juli. Die heutige »Abendposta bemerkt, zufolge dem „Wolffs T B., bezüglich der von allen kompetenten Seiten auf die entschicdcnstc Weise dementirtcn Depeschen dcr »Morning Posta noch ausdrücklich, daß die angeblickyc Unterredung zwischen dem Freiherrn von Welther und dem Grafen Rcchbcrg niemals stattgefunden habe, da überhaupt Anträge mich der [iezcichiietcn Richtung nicht gcstcklt seien Und somit keine dariiber auIznsprechcn.

- Nack) telcgr. Bcricßtcn desselben Biireaus meldet die »Mit- ftiiuiiomclle österreichische Zcitunga: In der Zollangelegeuhcit ist ein en'rschicdencr Schritt geschehen. Die AnträgeHessen-Darmstadis smd sowohlvon dcmFinanzministcrium, wie Von dem Handelsministerium als solche anerkannt worden, wclche zur Basis anderer Verhandlun- gen dienen können. Gcstern sind die Jnstructionen für die Bewoll- mächtigten vereinbart worden und werden diese wahrscheinlich schon nächster Tage abgchcii. '

Belxxieti. Brüssel, 5. Jilli. Nach einem Telegramm des Wolff'schen Biircaus war die Repräsciitanicnkammer in ihrer heuti- gen Sißimg nicht beschlußfähig, Dic gesammte Rechte war ab- wcsend. Dcr Justiz-Ministcr Tesch und zjvci andere liberale Ab- geordnete, dic wcgenKrankhcii der heutigen Siyimg nicht bciwohnsn konnten, werdcn morgen erscheinen.

Großbritannien und Iröand. London, 4. Juli. Dem auf [)c'utc angescßtcn Meeting der konservativen Mitglieder des Oberbanses (gleich den Meetings der konservativen Unterhaus- mitglieder, in der Wohnung des Marquis von Salisbnry) wird der Carl von Derby nicht beiwohnen können, da ein starker Gichtansall ihn aus Zimmer feffclt, sein Siß im Oberhause wird wahrscheinlich noch mehrere Tage leer bleiben.

- 5. Juli. Nach telegraphischcr Meldung des Wolffschanü- reaus erklärte in dcr Abendfißung des Oberhauses Lord Strai- ford de Rcdcliffe, daß er den von ihm angekündigten Antrag erst “Freitag zur Sprache bringen werde. Lord Shaftesbury in- terchirie wegen angeblicher Tödtung schwedischer Freiwilliger durch die Preußen. Lord Russell weiß nichts davon.

Jm Unterhause fragte Lord Montagu, ob 400 Schweden auf Alsen gelandet seien, und ob die schwedische Regierung Däne- mark unterstiiye. Unterstaatssecretair Layard weiß nichts davon. Cobden und Forster sprechen für, Lord Cecil und Johnston gegen die Regierung.

Spanien. Madrid, 4. Juli. Die *Madridcr Zeitunge- publizirt ein Dekret, durch welches 2 Millionen Rcalen zum Ankauf des Hauses bestimmt find, in welchem Franz 1. als Gefangener Wohnung erhalten hatte. Die Königin hat fich in Begleitung des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten nach La Groija zu einem längeren Aufenthalt begeben. (Jr. Bl.)

Türkei. Aus Konstantinopel, 27. Juni, wird der -Jn= dependancea geschrieben , das Wahlges ey , welches “Fürst Kus a in Rumänien oktroyirt habe, sei von der Pforte dahin abgeändert wor- den , daß an die Stelle des direkten Zuti'raZS UUth'ZS] die indirekte Stufenwahl treten solle, Um Urwähler zu sein, muß man 100 Duka- ten Einkommen haben. Wahlmann und Deputirter kann nur wer- den, wer 200 Dukaten Einkommen hat. Auch die Zusammenseßung des Senats will die Pforte anders haben , nämlich so , daß die 64 Senatoren zur Hälfte gewählt, zur Hälfte vom Fürsten ernannt Werden und Männer sind,“ welche mindestens 800 Dukaten Einkünfte haben. Am 27sten sollte die Gesandten-Konferenz über diese Punkte berathen. “Da sich aber zeigte , daß Herr Nowikow darüber keine Fnftructidonen aus Petersburg hatte, mußte die Berathung verscho-

en wer en. *

Vcranlaffung vorg-chen habe, sich_

Dänemark. Kopenhagen, 3. uli. n der e i en V olfsthings- Sißung war der erste Geanftand Fer Verhßnsidrliéng de]: Entwurf des Gesetzes wegen Bewilligung der außerordentlichen Einnahmen und Ausgaben für die Finanz-Periode 1864-66. Der 5ngeordnete Holstein fragte den Minißer, ob in dieser Bewilligung eine Summe mir einbegriffen, welche, wie er gehört, zu außerordent- lichen Angaben vom Kriegs-Minisier verwandt sci, dadurch, daß das gayze Kriegs-Minifterium mit dem Minister an der Spiße fich auf Krtchfuß gesetzt und Feldzulage während der ganzen Dauer ge- yymmcn habe. Wenn solches der Fal] , wäre die Bewilligung 1emcr 'Meinung nach seitens des Reichsraths nicht zu erwarten, es„ würde wiinschenswertl) sein, zu erfahren, wie es fich da- "."t verhalte. Sodann wäre cs" absolut nothwendig, daß mm:; , da cine außerordentliche Bewilligung verlangt werde, sixL) sicherc, daß ' 11lcht ein Theil des Kiinigrciihs dazii komme, die ganze Biirße zu tragen , dicse wiirde sonst unsere Kräfte Übersteigen. Er habe ferner gehört, daß die Steuern, welche am 7. Juni hätten eingezahlt wer- den sollen, nicht gezahlt seien, weil die Steuerbrücher nebst den Proiokollcn hicher nach Seeland eingesandt seien. Wie weit solches richtig Oder nicht wünsche er zu erfahren, da ja ein großer Theil der Stencrn in éolchem Falle der Staatskasse entzogen und nun dem Feinde überlassen sei. Abg. A, Hage will noch keine Vcr- handlung,“ er will einen AuSschuß, denn dadurch wiirden schon manche Aufflärungen herbeigebracht, die jeßt nicht vorhanden seien. Nach einiger DiSkussion bemerkte der C0nseilö-Präsident, Dänemark [Yve Mittel genug , um das Doppelts der Anleihe zu garantiren. Schließlich wird die Verweisumg zur zweiten Behandlung mit 77 Stimmen angenonnncn. Der Abg. Kühnel brachte dann die be- reits nach tclegr. Mittheilung gestern angezeigte Interpellation ein.

Australien. Mit der Ueberlandpost in London, 5. Juli, nach Bericht des Wolff'schen Biireaus eingetroffene Mittheilungen aus Melbourne vom 26, Mai melden, daß die englischen Trup- pen Galepa aus Neuseeland belagern, eincn Sturmangriff versucht haben aber mit großem Verlust zurückgeschlagen worden find.

Naiional-Dank.

_ "Sc. Königliche Hoheit der Kronprinz haben im Namen Sr. Ma- jestat Yes Königs, dcs Allerdurchlauchtigsten Protektors des National- Danks fiir Veteranen, folgende Personen zu Verwaltungs-, beziehungsweise zu Ehren-MitZliedcrn der Stiftung zu ernennen und die Patente fÜr dieselben (16 TTW Potsdam, den 18. Juni 1864, Höck'steigenhändig zu vollziehen gcru, :

[. Regicrungsbezirks-Kommissariat Potsdam. Spezial-Kommiffariat Bernau. Zu Ehrcn-Mirglicdern: Den Rittergutsbesißer Hosemann auf Börnicke, den Königlichen Superintcndcnien Kümmel zu Schönerlinde, der 5],.zredigcr Gabbe zu Prcnden, den Prediger Lange zu Malchow, den Prediger “Hecker zu Lindenberg, dcn Prediger Nitsche zu Schwanebeck, den Prediger Reichenbach zu Wandlitz, dcn Prediger Büchsel zu Buch, der) Prediger Nouvel zu Franz. Buchholz, dcn Prediger Ribbach zu Bormcke, dcn Prediger Franke zn Zepernick, den Königl. Hauptmann der Artillerie und Gutsbesißer S ch midi zu Laufe, den gräflichen Oberförster Feist zu Lankc, den Amtmann G 61 d e zu Lanke, den Stadtverordneten A u g uftW i l l- m nun zu Bernau, den Stadtwerordneten Schriftführer Nico [ai zu Bernau, den Königlichen Postmeisier «. D. Canow zu Bernau, den Gutsbefiher Carl Wiese zu Bernau, dcn Gutsbesitzer Jriß Wiese zu Bernau, den Stadt-Fdrster T.,r'eskow zu Forsthaus Liepniß , den Förster Schmidt zu Buch, den Adnnntstraior Horn zu Buch, den Königlichen Lieutenant der Landwehr-Kavallcrie Krug zu Mühlenbeck, den (Huiöbefißer Krug zu Müh- lenbeck", den Rittergutsbefißer Siemon zu Malchow , den Administra- tor Kays er zu Wartenberg, den Kreisschulzen Krüger zu Blan- kLnbiirg, den Kreisschulzen a. D. Rentier Oßdorff senior zu Schonoiy, den Kreisschulzen Schulße zu Schönerlinde. ll. Regie- ruzigsbezrrks - Kommissariat Frankfurt a. O. Kreis - Kommissariat Zu 6 h en. Zum Ehren-Mitgliede: dcn praktizirenden Arti 91". B ey er in Strau- Yiß. lll. Regierungsbezirks-Kommissariai Merseburg. Kreis-Kommissariat „Halle, a. S. Zum Kreis-Kommiffarius: den Königlichen Landraih von Krys tgk zu Halle (1. S. Zum Stadibezirks-Kommissarius: der Köni liche Maxox a. D. von Kleist zu Halle a. S. 17. Regierungsbezirks- om- m1ssartat Arnsberg. Lokal-Kommissariat Warstein. Zum Vorfißenden des Lokai-Kommissariats: den Königlichen Kreisrichter Buchho lz in Warstein. 7." Regierungsbezirks - Kommissariat Düss e ld o rf. Kreis - Kommissariat Dusseldorf. Zum Kreis-Kommissarius: den Königlichen Landrath Wil- dextch von Spée daselbst. Kreis-Kommiffariat Duisburg. Zu Ehren- Mitgliedern: den Bürgermeister Kell er zu Duisburg, den Königlichen Gymnakfial-Direktor Eichhoff zu Duisburg , den Königlichen Steuer-Rath Schmolder zu Duisburg, den Königlichen Justiz -Rath Windhorst zu Dursburg, den Königlichen Sanitäts-Rath Mund zu Duisburg, den Kauf- iyann August Matthes zu Duisburg. 71. Regierungsbezirks-Kommissa- rtai'Coblenz. Zum Regierungsbezirks-Kommissarius: den Königlichen Regierungs-Bice-Präfidenten, Ritter 2c. Grafen von Villers zu Coblenz. Zum Schriftführer: den Königlichen Re'gierungs-Secretair Trap et in Coblenz. . 711. Regierungsbezirks-Kommiffariat Silßmaringen. Zu Ehrep-Mrtgltcdern: den Königlichen Gymnasml-Lehrer r. „Heicks zu Stg- maringen, den Königlichen Major a. D. von Spißel zu Hechi en; dm Köinglichen Major a. D. Ribler zu Hechingen, den Fürstlichen Yos-Forsk" metsier Gfrörer von Ehrenberg zu Hechingen, den Königlichen Schul- rLath, Pfarrer Mayer zu Innermgen, den Fabrikbefiver Delisle zu

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