1864 / 172 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

2013

gxfl'ogen. In wie fern Men chenleben dabei verloren e augenÉkiYch nochZlunbckantxt.s g gangxn, ist, o „enz, . Juli. Seit gestern, berichtet die. *Köln. . beßnden sich dir Herren Eiscnbabn-Jngenieure Deutsch und BYZJ'rd aus St. Maurice hicrselbst anwesend, um zwischen hier und Mayen nähere Erhebungen über das Terrain der durch belgische Bankhäuser ner: zu erbauenden Babn-Linie von hier über Mayen, Stadtkyll St. Vith .und Jeweils bis Chivet zu machen, an jvelcl)'le§tern1,O1'te selbe"m 11ördltcher"Rtchtung Anschluß nach Brüssel und Antwerpen in “sudwestl1cher uber Rheims nach Paris und in südsftlicher mix Jhwnvtlle, Meß, Nancy und Straßburg hat. Eine von St. Vith uber Malmedy nach Spit gleichzeitig zu crbaucndc Zweiqbahn bringt der drr neitc Bahn mxt dcm Eisenbahn-Neßc nach Köln und auch Lutttck) tn direkte und kürzeste Verbindung. *

Hannover, 21. Juli. In der Ersten Kammer er a e e n'ach der. ZHamb. Börsenhalle-, Asseffor von Leuthe «Jerich? tiibteé dre Petitionen wegrn der Paris - Hamburger Eisenbahn. De'r Anirag drs AUIschuffes, dahin gehend, auszusprechen: »Wenn- glezchodte, Stande mcht bezweifeln, daß die Regierung die große Wichtigkeit der Bahn von Paris nach Hamburg erkennen und er- wagen werde, so halten sich die Stände doch für verpflichtet, bei Uebersenduiig der Petitionen zu erklären, daß fie die Ansicht der Petenten uber den großen Ruch der Bahn theilenn, wurdc ange- nonnrzen. „In der Debatte , dic abweichend von der Zweiten Kam- mer offentltch war!, erklärte Minister von Hammerstein: »die chie- run'g werde sorgfaltig prüfen, ob es räthlich sei, die Bahwals Prwat- odcr Staatsbahn 'zu bauen. Demnächst werde den Skatrdcn eme Vorlage gemacht werden, bis jeyt sei dies nicht ryogltch gejvesrn, weil die Regierung erst in der [“Neu Zeit sich emgehender rmt der Sache habe beschäftigen können, nachdem durch Erneuerung des Zdlxvcreins die finanzielle Lage des Landes klar qc- ft'ellt [er. Der Minister erklärte, er habe keine große Neigung, äuf chje "Konzessionserthctlung an eine Gesellschaft einzugehen; die Bahn sei fur rmscr Layd zr: wichtig, und gerade eine so überaus wichtige Verkehrsstraße, dre beide Hanscstädtc berühren, in die Hand frcmdler Un'ternehmer'zu gebesn, sei nicht räthlicl). Hannover habe eine Ver- p'flrchtung, die Verbindung zwischen den großen Handelsstädten zu fordern. Emchebcrbrückung der Elbe werde durch die Ausstihruiiq der Bahn zu. emcr Nothwcndigkeit, Hannover werde jedoch dazu nicht eher scmc Zustimmung geben, alI' bis Hamburg das Seinigc thus, da-ZFahr- Waser dcr,_Elb'e zu bxssern- Jn derchitcn Kammer wnrden heute ledtgltch standtsche Erwiderungsschrcibcn verlesen. In beiden Kammern kan) dqnn die Erwiderung des Ministeriums auf das Budget znr Mittheilung. In derselben wird die verfassungßmäßiq erforderliche Bcrmlltgung"des Königs, so wie die Genehmigung äusqcsprochen daß den Standen bei dem nächsten Budget eine Vorlage iiber andch wct'ie Regelung, des Militairhausbalts gemacht werde. Der König behalt sich zugleich vor, seine Entschließung Über die einzelnen voii den Standen zum Budget gestellten Anträge und gefaßten Beschlüsse d§n1nachst kundgcdcu zu [affen und auf diejenigen Gegenstände *u- rrzckzukommen, bei welchen die ständischen Beschlüsse seinen Ansick)?c11 nicht entsprechen., Es kam dann das königliche Schreiben zur Vcr- lesung,.1velchcs die Stände von heute bis auf weiteres vertaqt Em Zeixprtnkt frtr dcn Wiederzusammcntritt ist nichtangegcben, cini Zerbstdtai erscheint unwahrscheinlich, die Zollvereinsverträge und das ZYYJUYWJ s;ne'hrerer wichtiger Vorlagen läßt es jedoch möglich

, a 1mneucn*a ' ' ' stattfinxden wird. I hre eme außerordentliche Dtat . ., amburg, 22. Juli. Der von 6 errei i*c[er «' * Crvtl-Commiffgir für Jütland ernannte Baßon Faébdubcécxc Vdc??? Vill, K. K. WUFF. Geb. Rath, ist von Wien gestern hier eingetroffen. Derselhe war fruher Statthalter von Schlesien, dann von Nieder-

österrxrzch Z)? kamgxpäterdin den Staatsratl).

a' en. res en, 22. ©uli. C'n der e:“ ' dcr chtien Kanzmer regte StanZZ-Minißcr a. YILYYeZdFW Georgi dxe Vorgange bezüglich Rendsburgs an, Worauf Staats- Mimster zrerherr von Beust Mittheilung über den Sachverhalr machte. Abgeordneter von Noftiz-Paulsdorf tadcltc stark das Verfahren Preußens. Der Präfident bemerkt, vorerst wiirden aklenfallfige An" Z::jgecledxtharitßersrdentltchmr Deputation für die schleswig-holsteinsche heUJevaerXZstenél zawarten sem. Dannt wurde dteAngclegcnheit fiir

„_ e en. Kassel, 21. Juli. Der Prinz Reuß Köni l'ch preußischer Gesandter am Kur ür [icke ' , “gl UrlatKiiYedler hier eingetroffeiT. | )n HM, tft gestern von seinem

5 " e stadt, 20. Juli. Ihre Durchlau t die Grä n 5"- bach-Furstewau , geborene Prinzessin von HolÉnlobe-Jngeflifinxeir wrtrdWZTtTruh l;)on einerSTochter glücklich entbundc'n. ' ,

, em erg. tuttgart 21. uli. 1 ' Sihung der Kammer der Abgeordneteir benYrkt "de? ÖiYiristlTTUYY herr v9n Hixgel auf eine Jnxerpellation deZ Abgeordneten Höldßk

Die Regierung habe die Erbansprüche des Prinzen von Augustenbiirg

als „berechtigt anerkannt und stets auf eine rasche Ab immu d " ' deutschen Bunde hingewirkt. Als die Frage vor die ftKonfcryngzenarFeYnkTXY

vorerftnbzmvarth gehabt. In der Si un vom“ 28. Mai ' ; deu21che,Bevamachtig_n ,mit Energie uZd Folitischcr Besomientxeiil ZlZZrndder Ybe, seren dee Erbanxpruche des Herzo s von Augustenburq von den beidelt d x_oßkxnachten anerkannt worden. Es blei *enunmehr ein Gebo't der Gérechti kxn aß" er Btwd auch dem Herzog von Oldenburg die Begründung seine ILT“, spruchs eznraume , und daß die Bundesversammlung auch in dieser S'r n- eme gewtffenxajte Priifrmg eintreten lasse. Er gebe die bcru[)igenkjd'emVscht sicherixyg, dax; ]cdcr Friedensriorschlag von Dänemärk, Welche nich eine "er- lÉhe „rxn1111ng der Herngthumer von Dänemark zur Basis ha/be beigadnz. dtcr1TrßerCbtqu-jnszeeuésYdet sauf Llupabme habe. Die Rrgierung,wcrde ?:: fie alFReth anerkannt „FM.? 11 WWW Sache mrt Kraften das thun, was Yarau be ann die d ' genommenf g Arreßdebatte und wurde Ziffer 1 an. Bayern. Nürnberg, 22. ("Uli, Von bi " schiedenen Ständen, Unter denen der Zattdclsch FabTiLT-mrfiitéd YUM sxrnd durch angeschrnstc Persönlichkeiten vertreten find, angehörigen („mwohnern Uiiscrcr Stadt ergeht so eben nachstehende Einladuiii- ZMttburger! Qte- Ungewißhcit iiber die Politik unserer Regierrttix' in der Zosllvcrcmssaclx, und die Gefahr, welchc fie noch imme? IL fich drrgt, daß Bayern von dem seitherigen Zollverbandc riescr crstcit Vorausslemg der volksjvirthschaftliwcn Bliitbc, unseres“ nationalen „Lebens, [osgetrcnnt “wird, hat bereits dc/n Hgndcols- und Fabrikrati) unserer Stadt Veranlaßt, slch in einer drmglrrlZc'n Vorstcliung an die Königliche Staatsreqicrmn] zu wcn- ?c1i./§Yle antcrzcichncten halten es mm bei der [)*oben Bedeutung ei «achr fur außerordentlich wiinschenSwertl), das; die Uebcrxcuqun' von der VlOthWkndleclt_ der Erhaltnng des bestehenden Qollvérbaxiich Zuck) 111 weiteren Krci1_cn Attsdrnck finden möge, undxcrlauben sicb 9eshald, die Burgerschast Nürnbergs znr Besprechung der Sache und -lrnßcrimg ihrer Ucbcrzcugnng auf Sonntag, den 24, Iuli- Vor- mittags halb [[ Ubi", im Saale des goldciicn Adlers rinxuiadcn "

- „ZIEst-rrreixh. Wien, 20. 0uli. Dic Vcwand * ' YFUZM, rm] auf'VFTünchencr Grundlchge der -chistlratnrlxn“Kicncinjxlrx ommcn m der zollfrage zu gelangen, wcrden ehcstcxrs eröf“net wccrideri, und.,wtrd dem Vernehmen nach der Legationsratb v. Griiner gna) ne zu fuhren bcauftragk sein;, Die Mittheilungen aus Italien 1tc cn sobald Bencdck dorthin znruckgekchrt sein wird, eine cheblich

das Abrücken zweier ganzen Bri '“ ' . ' gadcn als auch durch die Rcducirnn ?iTTeßCotiYxXstaddeZ, Yk Ausficht; die beiden Briqaden verblcich . * an e er rmcc und werd ' ' » * gebiet zurückverlcgt. r ren nur 111 das Banknoten- d s 5255122011417“; der Gerüchte iiber die bevorstehemde Aufhebung Me dt c age'r11n_gsz.11_sta11drs und die Einberufurrq des „an Esages; 11)_(Ha[131_811 bringt dcr »Botsch.« folgenden Artikel“ 13 dé“ “ist 33,9th das; zwischen beiden hier erwähntcn Mäßrcqcln ein nord; zitijkiäécderZYL1eLI1j11!WWW bexccht, aber ebenso gewiß ist es, daß sowohl [(€ . 1 we rer an eren dic Anqabcn zum mind st “' “' . Alle Berichte konstatiren wohl da" ' " ' ' L'M NMUN Und . _ , ]; dre Stnmnunq m Gal ' ' - isxdrdcn se: und die Lage fich_ gcbrfferi habe. Es ist nur diélee'znralexhlJßl YZ- irrit'd11xtx1l1cxeelx1tach12111H1?c"Rillmbg' 10gs§exch tdicl Aufhebung des Belaqerunquusiandes , _ _ . e ragen cn *e2rcn die umlaufendct'i G " des „Haltes, Weil der Polizeiminisicr L"" ' ' ' EMME WM . ' . FLLlhelk von Mec1crv der c't » W“ abwesend ist und so nu i! L O:)“ ? " ' * ,z1,ron 1er: selbenSbeschsscn werdenYöZntenTßregeln unmoglich ohne Mitwwkung des- In » ezug auf die Einberufun des k t" 0 tags, wclche all cmcin crwa te “9 " " roa i1chcn «ausd- dahin: g r t wn'd, außcrt dei »Botsch.« 11ch* »Dicsc Erwartung ist, so viel wir vernel " . , , " , )mcn bc rund*t. A* issYMsovFZ thciséqldtfxnéachxtFti, „nahe bevorstehench EZ.?nkyerthsuni1 [FireYkchlcr , “7 are () eme verfri'thte, Es handelt s "6" * : immer darum, die Einberufunq vor ' ' ck MM "Och zubereiten, dieselbe [ nnd-dcrcn Erfolg nach Thunlichkeit u s *, D' ' g [ck zu MFchM in dieser? Voraröciten “bemüht Dockz' ichern. " "lc Regierung ist thatigst & _ , _. ) tft es naturlich no " ??ZHYTHPMIUUJP gegeben sein werden, um zur AuSschrYbZLZYchHÉTZZÜT e 1 srmien zu konnen. Man kann nur die Hoffnung aus*sprechen, daß

die Ergebni e der V ' ' - , UMnglickMnffjverdenxmrbclten dle Einberufung noch im Laufe dieses Jahres

Großbritannien und C' * ' . Irland. London Am gexrtgep Tage wurden, auf Anregung der AdmiralitätZlintchrlclsl-f ]ankied0xpertmentc nnt Stahlgeschoffen von Krupp, Joh11,Brojv11 xn; xrckJirm'a Srmdcrson Brothers u. Co. begonnen, um die rela- 1 c 412, )'itxxfett dicser Geschosse festzustellen. Es wurde mit ihnen. gegen .)kzoll'tgc. Etsenplattcn'gescbossen, und die Kruppschen Kugeln YFM Hie einzigen, wclche dtesrlben gestern vollständig durchbohrten. diese - tmes- “bemerkt dazrr "? ihrem Berichte: Entscheidend seien K ersten- Versuche durchaurZ nicht, denn nur eine einzige der von d.rupp gelieferten Kugeln sri durch die Platte gedrungen, und da („Use selbtgc Platt? vorerst nicht weiter als Zielscheibe benußt wurde bieessTTnfisYMnochZ nchcZftHZHaujÉterr,stZaß die Kru-ppschcn Geschosse dix , . . un en . ru p en kamen d'e » ' Übrrgkixns bedeuiend wdhlfciler fixd. Sie kosten lnäxxéichZFYsxd Hife pr. «donne, dic Kruppschcn dagegen 50 Pfd. St, Wie dem danch. sei, es hqt fich das Yebergewicht dieser Stablgeschosse iiber Projektile von gewöhnlichem Elsen bis zur Evidenz herausgestellt, und es un-

fei, habe sich die Regierung für die Betheiligun - - . * 8 des Bundes be d . ferenzen ausgesprochen. Man. habe nun das Resultat dieserthoetTTreéiTZi

terliegt keinem Zweifel, das; die en ' ' ' * * , gltsche Re terun d Land. und Schiffsarttllcrte einführen wird. gDie FestrliexnbeEleYej?

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z . ' 0- 1 " . , *- Bermmderung dir Wwpcnstarkc m Lombardo-Icnctia, sowohl durch '

mente dgesehahen 12 im igen . SZfießversuche gegen Eisenplatten, genau nachgebildet sind,

der die „großartigsten Bauwerke Englands

weilen

WU)

110pfündigen Armstrong - (Hesehüßcn bei In wenigen Tagen beginnen welche dem Panzer der „__La (Hloire-

mit Pulverladungen.

_.-

Endlich gestern ist der Grundstein zu dem Quai gelegt worden,

Themse innerhalbLondons einschließen soil und eines der ' zu werden verspricht. Es ist eins- die nördliche Uferstrcckc vom Parlamenthebärxde bis zur Blackstiars-Brücke in Angriff genommen worden, späxer 100 der Qua: [ “bis zu Londonbridge verlängert werden. Adgcsehen dowoq, daß auf diese Weise eine neue Verbindungsjtraßc z1vixch§n ZemWejtendc und i der City geschaffen wird, deren Nothwendtgkctt „Jedem der fick) von drr übergroßen Frequenz m den altrn bctreffrnden Yer- bindunngaßen persönlich überzeugen konnte, Wird der in architek- toniscbcr Bezichnng so arg verwahrlostcir Stcrdt dadurcL dre Ausficht eröffnet, eine wirklich prachtvollcht'raßc „langs dcr thrnse zu er- halten, von welcher man den großarttgrn “z“;lnß, seine Brucken, dqs ParlamentSJebäude, Somerscthouse, die Knathedrale V.St. Pagls, und andere historisch interessante Punkte uberschauen k?nnen WM. Die bei uicdrigcm Wasserstandc bloSliegenden Schlaumzbankc werden für immer verschwinden, breite Stcintrcpprn aii verschiedenen PUiik- ten zu den LandungspläYen dcr Dampfer hinabfuhrcn, neue (He- bäudc dic rückwärtige Seite des Qimis einrahmcn, Baunwflanzungcn an allen pasenden Punkten vorgcrwmmcw wrrden, und wenn er, die Kanalifirnnngbciten fcrtig iind, läßt 11ch erwartrn, daß die Themse auch innerhalb des Weichbildcs der Stthkrmrr scdoyer, reiner crquicklichcr Fluß werden wird. Die Arbeit 11t eme l'ltjlgE, doch hofft man fie in 3 Jahren bewältigt zu hahen. _ " '

Ju Spithead ist gestern ein von dem Adnural Warn Pasha bcfcbligtcs türkisches Geschwader, bcstchxnd aus dem Lniicnz- schiffe »Paik NuIrctt- und den Fregatten „Extdm'ela nnd »Relwers “NuHrctta, von Konstantinopel aus angekommen, yon _wo es aw 14. Mai abgesegclt war. *Der Zweck, Weshalb di)?- Gejchwader dre Fahrt nach England gemacht hat, ist der, fick) nut Schrauben Und Maschimcn zu versehen. , 22. “Kuli. Das Wolff'sche Brtrcau meldet: In der heutigen Sitzung des Öberhauseö erwähnte Lord *Strc'xtford „de Red_- cliffc dcr (Heriichfc. über die Erneuerung der heiligen Allianz, .drrst wären nicht bloße Zeitungsgerüchte. Die von der »Morng Posta gebrachten Depeschcn enthielten plausible Mitihcilungcn, Cnglrmd möge der Gefahr dieser Allianz durch „Zuminrrrenhaltimg seiner Kräfte und dnrch eine Allianz, wo möglich unt Frankreich, begrg- nen. Lord Riissell zjvcifelt, daß die Depeschen der »Mdrximg Pot- echt seien und daß die nordischen Ykächtc die dem 1eY1gez1 Zcitgeistc widerstrcbcnde Erneuerung der heiligen'Alltanz beabpchtr- gen; dadurch werde das Eitwernehmcrr Frankrychri uiid Englands befestigt werden' England fürchte einc wiede Allianz nicht.

, k j “& Jm Unterhausc erwiderte der Unterstaatsseeretmr"dcs aris- ammtltche

wärtigen Amtcs, Layard, auf die ZlnfrageÖGriffith's, 1 ,. Unterzeichner des Pariser Traktors hatten das lthe Lidkommenxdes Fürsten Conza mit der Türkei sanctiomxt.

Jtaiirn. Mailand, 18. Juli. Dcr »Tricftcr Ztg,« wird geschrieben: „Hier wnrde cin Wcrbcbürean in dcr Contrada Sanin Margherita und zwei Waffen- und Munitions-Depots, das eme m der Contrada del Duomo, das andere bei Porta T*icincsc, in Brescia zwei Waffendepots und in Bergamo ein Waffen- und Munitions- Dcpot aufgehoben. Freiwillige fanden sich keine vor, wohl aber ent- hielten die Register jungen Leuten, wclche fich verpflichtet hatten, zu stellen. D'cse Namensverzcichniffe wurden nun konfiszirt, so die Evidenzbaltung dcr Angewdrbenen gestört ist. zahlreiche Waffen- Und Munitionsvorräthe der Regierung „Hände geratben sein. Naire aus aller Herren Ländern , Venetianer, Römer, ergarn, Ru- mänen, Polen und selbst Franzosen eingefunden, "MU »Legionena zu bilden. Die meisten derselben habeu, als src daI Einschreiten der Regierung erfuhren, das Weite gesucht. Viele dcrstlbcn find aber von ber (Huästur ausgewiesen und über die Grenze geschafft worden. Was die Regierungsorgane und namentlich die Militairbehörden zu größerer Strenge gegen die Actionspartei aufstachelt, war der Beweis, daß von Seite derselben eingehende Versuche ge- macht wurden, Soldaten der Armee zum Treubruche und seiner Zeit zur Entweichung zu verführen, um selbe dann den _Freicorps einzuverlciben, und soll fich dieser Unfug selbst 'auf Offiziere erstreckt haben. Wie wie hören, gedenkt die hiefige Eisen- ba'hnverwaliung nun auch hier Schnellzüge ins Leben zu rufen, welche zwischen Mailand und Venedig verkehrend, den Aoschluß an

den Tricst-Wiener Schnellzug ermöglichen wiirden. Die Eisenbahn- vcrwaltung hat sich bereits an die Königlich Preußische Gesandte- schaft in. Turin gewendet und deren Vermittelung bei den österrei- chischen Véhörden nachgesucht, um eine , .der Schnellzüge an der Grenze bei Peschiera zu erwirken. würde man dann versuchen, Land nach Venedig einzuführen,

....

dcr Bi'treau's zahlreiche Nanrensvcrzcichniffc von auf den ersten Ruf sick) daß Eben so sollen in die Ferner hatten fich hier zahlreiche Revolutio-

...-

nebst einer Anzahl Jürftlicher * welche, der Dinge endlich zum Abschluss liche Proclamation später mitthcilen und beschranken uns

auf die ergänzenden Veränderungen

einleUcht2k, qcsciZten Staatsgewalten ohne irgend

Es versteht sich . . erstreckt, welche die Jürstenthümer mit dem ottomanmschen Kaxserretche ver-

einigen, noch auf die zwischen der Pforte und den übrigen Mächten ab- geschlossenen Verträge, welche und bleiben.

den können, bevor es von der gewählten Kamwcr u_nd dem achtenden Körper) berathen und beschlossen sem jvrrd.

Abkiirzung des Aufenthaltes Später von Genua aus Schnellzüge über Mai-

Palermo, 14. Juli. Auch hier “finden heimliche Anwerbun-

gén zu unbekannten Zwecken „statt.

15. Juli. Eine Fürstliche Proclamation Dekrete ist so “eben publizirt worden, 2. (14.) Mai inaugurirte Ordnung bringen. Wir werden die Furs!-

für heute Dieselben

Türkei. Bukarest,

wie es ]'cheint, die am

zum Zusaßstatut.

anten:

Die vereinigten Jürstenthümer werden in Zuxunft dir Gesehe, welche

hre innere Administration betreffen , untcr gefehltcher. Theiltrahme der em- eine Intervention abandern können.

jedoch von selbst, daß dieseFakultät sich weder auf die Bande

sämmtlich fiir die Jürstenthümer bindend smd

Gesetz wird der Sanction des Fürsten vorgelegt wer- Senaie xbegut-

Der Fürst ertheilt bedarf der Zustimmung sämmt-

Zu Art. 3. Kein

oder verweigert die Sanction. Jedes Gesey , licher Staatsgewalten. Wenn die Regierung zur "Zeit, wo dir Kammern geschlossen sind, dringlichkeitshalber Maßregeln ergreifen sollte, welche der Zustimmung der Kammern bedürfen, wird das Ministerium veryfltchtet "sem, die Gründe und Resulkate dieserMaßregcln der Kammern bei ihrer nachst-

ersten Einbernfung zur nachträglichen Ratihibirung vorzulegen. Zu Art. 7. Von den 64 Mitgliedern des Senates werden 32 vom

Fürsteb ernannt, und zwar aus den Personen, welche die höchsten Functionen im Lande beklridct haben, oder ein Jahreßeinkommen von 800 Dukaten be- sitzen. Die andern 32 Mitglieder werden aus den Mirglicdern der Gennerai- räthc der Distrikte gewählt, und vom Fürsten nach “."“. ihm zu praseéntt- renden Liste von je 3 Mitgliedern für jeden der 32 Dkstklkkc ernannt. " Zu Art 8 Diese 64 Mitglieder werden alle 5 Jahre zur Halfte

erneuert. _ " Qu Ari. 11. Der Metropolit ist (16 zum? Prasident des Senates," den andern,

einen Vice-Präßdenten ernennt der Fürst aus den Senatoren,

so wie das übrige Büreau wählt fia) der Senat selbst. _ Zu Art. 12. Am Schlusse jeder SUfion wählen der Senat und die

gewählte Kammer je ein Comité aus ihrer Mitte_, weiche fich zu eiiier ge- mischtcn Kommisswn versammeln, um einen Verichr uber die Arhezten der leßten Sesfion und über die in den einzelnen ZWUZLU der Admrmftratwn

erforderlichen Verbesserungen zu erstatten. , ' . Au Art. 15. Die dem Senate Überreichren Petitionen werden von

einekKommissi-m geprüft, und auf deren -Bericht, wenn erforderlich,- der

Regierung übermittelt. Rußland und Polen. Von der po.lnischen_Grcnze, 21. Juli, meldet die »Ofts.-Z.“Z »Der »Dziennik pozn,- weht durcb Hinweis auf das bittere Elend, welchem ein großer Thetl der pol- iiischen Flüchtlinge prengcgeben ist, die weniger Kompromittirtxy zu bestimmen, aufGrund des vom Statthalter Grafen Berg publtztrterr Amnestie-Erlaffes in die Heimath zurückzukehren. »Wir wissen aus genauen Ortcllcn - wird dem genannten Blatt arts London geschrieben - daß unser Kampf gegen Riißland 200 Mtl- lioncn kostet. AUc diese Millionen find erschöpft und ]cßt müssrn unsere flüchtigen Brüder vor Hunger sterben und mehrere haben fich 111 Paris das Leben genommen. Die englische chiernng hatte das Pro- jekt, dcn Emigranten Unterstützung zu gcwäbrcn, abrr arif Antrag Lord Russells, der die Befürchtung aussprach, daß dies vrele Polen nach London ziehen werde, wurde das Proxekt verworfen, ohne dem Parlament vorgelegt zu werden. Im Angeficbte des Elends und der drohenden Zukunft für unsere Jugend bleibt kein anderes Mittel, als das;, wer kann, ins *Land zurückkehre. Viele werden dort zwar moralische und pbyfischc Leiden zu erdulden haben, aber„dte “meisten werden gerettet werden. Bleibt die Jugend it) der Emigration, so istfieaufimmerfiir das Land verloren. Dies beweist dieEnngratwn von 1831 und 1848. Das Land, das seiner Einwohner beraubt ist, geht zu Grunde; die Eltern, die ihreKinder verloren haben, beklagen mit bittcrchhränen dic schmerzlichen Verluste. Hier im AuSlgnd wird vielfach dahin gewirkt, die Jugend unter Vorsptegelung cm"er nicbt fernen glänzenden Zukunft von der Rückkehr ins Laird zuruckzuhal- ten. Wir haben große Opfer für Polen gebracht, wrr haben Tau- sende von Grabhügelu aufgeschüttet, wir haben das Land der gebil- deten Bürger beraubt. Ist der Thränen und Opfer und Märtyrerk kroncn noch zu wenig? Warum die Jugend von der Rückkehr ins Land zurückhalten und fie zum Einigrantcnleben im “theilnahmlvsm Westen verdammen? Auf der Jugend beruht unsereHoffnung, lassen wir sie zu Grunde gehen, so bereiten wir uns selbst den Untergang. Die Jugend durch die Hoffnung auf neue in der Lust schwebendeLc- gionen zu bcthörcn, fie nach Algier, der Türkei oder Mexiko zu senden, ist ein Verbrechen. Das Land braucht seine Söhne nothwendig, wer- den fie ihm entzogen, so steht ihm das Schicksal Irlands beym", wo mir der Zunahme der Emigration das Bewußtsein der Nationalität umd Freiheit im Volke erloschen ist. Schließlich müssen wir zu un- serem tiefen" Schmerz gestehen, daß die Gleichgültigkeit vieler unserer reichen Landsleute gegen das Elend unserer flüchtig gewordenen Brüder wahrhaft skandalös ift!« - Würde die übrige pvolnische Tagespreffe fick) in demselben Sinne aussprechen, so würde die Zahl & dcr unglücklichen Flüchtlinge fich bald vermindern.