1864 / 176 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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713) Hr. 714) Magistrat zu Zielenzig, Beitrag der Kommune 50 Thlr. 715) Exp:. dition des Bernburger Wochenblatts (Herr J. Reiter) durch Sammlun 7 Thlr. 10 Sgr. 716) Magdeburger Turnerschaft 18 Thlr. 22 Sgr. 6 P . 717) Frl. Augusie Brenken zu Soest, Ertrag dreier Concerte 130 Thlr. 718) Schülerinnen der 1. Klasse der Surleauschen Schule in Kiel 40 Thlr. 719) Durch das Landrathsamt zu Minden von der Gemeinde Schlüsselburg 10-Thlr. 720) Landrathsamt zu Wesel, Sammlung im Dorfe Brünen 2 Thlr. 28 Sgr. 8 Pf 721) Hr. Böttchermcister Fürst in Pogarblauken, Kreis Labiau, 1 Thlr. 722) Landwehr-Bataillon Bromberg, in den Com-

pagnieen gesammelt 186 Thlr. 10 Sgr. 7Pf. 723) Magistrat zu Dülmen,

durch Sammlung 38 Thlr. 10 Sgr. 724) Durch die Direction der Preu- ßischen Hypotheken-Kredit- und Bankanstalt des Herrn H. Henkel in Berlin von dem Rittmeister a. D, und Rittergutsbefiher Herrn Grafen Nayhaus- Cormons auf Baumgarten und Bolkcnhayn 2 Thlr. 18 Sgr. 6 Pf. 725) Durch Herrn R. v. Decker vom Berliner Montags-Club 50 Thlr. 726) Kreis-Kommunal-Kasse in Jschhausen, durch Sammlung 2 Thlr. 23 Sgr. 10 Pf. 727) Landrathsamt zu Graudenz, durch "Sammlung 8 Thlr. 15 Sgr. 728) Herr Amtmann Linhas zu Gescher, durch Sammlung 13 Thlr. 20 Sgr. 10 Pf. 729) Landratbsamt zu Neurode, durch Sammlung 16 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf. 730) Herr Premier - Lieutenant Von der Heyde zu Spandau 16 Thlr. 15 Sgr. 731) Landratysamt zu Ohlau, durch Sammlung 20 Thlr. Summa 3936 Thlr. 16 Sgr. 4 Pf. hierzu die laut leßter Bekanntmachung eingegangene Summe von 106,015 Thlr. 29 Sgr. 9 Pf., Summa 109,952 Thlr. 16 Sgr. 1 Pf.

. Von dem zu obigen Zwecken außerdem vorhandenen Fonds, dessen Emnahme laut letzter Bekanntmachung 37,757 Thlr. 26 Sgr. 3 Pf. betrug, find verausgabt: :) laut [eYter Bekannimachung 2523 Thlr. 3 Sgr. 8 Pf.- b) ferner ausgegeben: 104) Dem Militair-Krankemvärtcr Teichmann vom 3. schweren Feldlazareth, zur Zeit in Berlin, 15 Thlr. 105) Dem Lehrer Setler in Cottbus, Vater des in Schleöwig am Typhus verstorbenen Unteroffiziers Seiler 25 Thlr, 106) Der Witiwe Lange *in Berlin, Mutter _des bei Erstürmung der DÜppeler Schanzengefallenen Unteroffiziers Lange 25Thlr. 107) Der Wiiiwe des beim Uebergang auf Alsen geblie- benen Mttsketiers Neeßel zu Hohenofen, Kreis Ruppin, 10 Thlr. 108) Der Wittwe Busse zu Dieyhausen, Kreis“ Schleufingen, Mutter des bei Erstürmung der Düppeler Schanzen gebliebenen M*Uske- tters Busse 24 Thlr. 109) Der WittWe Henning in Berlin, Mutter des verwundeten und im Lazareth gestorbenen Füsiliers Henning 30 Thlr. 110) Ebenderselben 24 Thlr. 111) Der Wittwc Siebcdorn zu Teltow, Mutter des, vor dem Feinde gebliebenen Reservisien Siebedorn 10 Thlr. 112) Der ththe desbei Miffunde verwundeten im Lazaretb gestorbenen Reservisten, Tapezter-Schulß in Berlin 30 Thlr. 113) Der Wittwe Fricke in Berlin, Mutter des an seinen Wunden im Lazarett) gestorbenen Füsiliers Fricke 30 Thlr. 114“, Der unverehelichten Renecke zu Breitenhagen, Kreis Calbe a. S., Braut des vor dem Feinde gebliebenen Grenadiers Stiftericb, 25'Thlr, 115) Der Wittwe Braeuer in Berlin, Mutter des vor dem FYemde gebltebenen Musketiers Braeuer, 24 Thlr. 116) An das Ober- _ ommando .der alliirten Armee für Verwundete und Invaliden, m Folge spezieller Bestimmung des Gebers, Herrn Buchhändler Reiter zu Bemburg, 7 Thlr. 10 Sgr., zusammen 2802 Thlr. 13 Sgr. 8 Pf., bleibt Bestanh 34,955 Thlr. „12 Sgr. 7 Pf. Hierzu die obige Einnahme der Kronprtnz-Stjtfxung. nut 109,952 Thlr. 16 Sgr. 1 Pf., Summa des Be- siandes der emgegangenen Gaben (exkl. der Elberfelder Stiftuna im Betrage von 14,000 _T-hlr.) 144,907 Thlr. 28 ng. 8 Pf.

Dtes wrrd hiermit dankend zur öffentlichen Kcnniniß gebracht. Berlin, den 25. Juli 1864. Der Kriegsminister. In Vertretung: von Glisczinski.

d Zlb'ge'rteiftHAStelj Excellenzdder General-Lieutenant und Direktor er eretmg en ri erie - un Jngenieur- Schule rei err von Troschke, nach Kisfingen. , J h

Nichtamtliches.

Preußen. Coblenz, 28. Juli. (Tel. Dep. des ren. Stnats-Anz.) _Jhre Majestät die Königin, AllerhöchsthlZche 1,151 Düsseldorf bet Sr. Königl. Hoheit dcm Fürsten von Hohenzollern mit dessen. Fannln frühstüekte, begab fich mittelst Extrazug in Be- gleit-ung Sr. KÉntgl. Hoheit des Fürsten von Hohenzollern und des Regterungs-Prafidenten v. Massenback) nach Clevo, wo die schöne Umgexzend, nanzentlich der Clevener Berg befichtigt wurden. Auf der Ruckkehr spetsten Ihre Majestät die Königin in Crefeld bei dem Kommerzien-Rath v; d. Leyen. In den Städten und auf aklen Stationen bethciltgte fich die Bevölkerung auf das Freudigfte an dem Empfang .der Königin, wiewohl feine Verabredung getroffen war, und verlteß Allerhöchstdieselbe an manchen Orten den Wagen, um Vorstellxng der Behörden zu gestatten. In Eile besichtigte Ihre Maxestat unter Leitung der betreffenden Direction 'die unter

Allerhöohster Protection fich )' ön entwickelnde Garte1=A , UNd traf Abends in „Cob*lenzchein. 1 nstalt Flora

Berlin, 28.Juli. Vom Krie s au [ " zur ZJeit 51111 FF) friedlifcheL Akten zu bgericshéen: p aße haben wn _ 11 en . urg an am 25.Juli wie die ».N r. b- richtet 1n feierltcher Weise die VertheIlung der für IZen ISMN; e*«iäppeler Schanzen am 18. April dem 1.Bataillon 5. West-

Amtmann Hessel zu Buldern, durch Sammlung 12 Thlr.

Nach Her Vertheilung, zu welcher das Bataillon in einem großen Quarre formirt war, wurde in einem stillen Gebet der Gefallenen

Se. Majeßät den König ausgebracht. . ierna de [ir

ZEP. onZ den,ckDekorirten, welche Von 5Yem xczhleichlelste 11,176 YFU 11atr- ren et en e mückten Lieute '

dirt wurden. z )' gseh nant Mensing komman-

-- Der für Jütland zum Kommi arius ernan " - ircfichische. StaatSrath Baron Halbhuber vssM Festivillnxaxftaexrn 23. Jult m Randexs ein, und machte dcm kommandircnden Ge. nernl v; Fnl'ckenftetn seine Aufwartung. Leßterer war von einer Jnjpectwnkzretse nach der Insel Mörs zurückgekehrt.

- Dte Sorge der, von den Verbündeten eingescßten Verwal- tung i|.au(c1)"darauf gerichtet gewesen, die Stockungen im Ver. fehromtt Iutland möglichst bald zu beseitigen. Einer amtlichen Anzetge zuxolge „haben mit dem 24sten d. M. die preußischen Feldpost-Relats_ fur die Landesbewohner d'ic Beförderung aller Arten von Verstndungen mit alleiniger Ausnahme von Brtefen unt (maren Einzahlungen und mit Postvorschüffen über- nommen, xedock) fmdet bei refommandirten Briefen UndScndun- gen nut 1361111116111 Werthe eine Garantie nicht statt. Während der Expedmonsdtenft und das Rechnungswesen nach preußischem V)T11ster,gere§],elt'worden Und, ist für die Taxe dcr [»Wherige dänische Posttar1fn10gl1ch| 311 Grunde gelegt worden. Der einfache, nicht 111ehr"als emLoth danisck) wiegende Brief kostet bei der Beförderung 1_n Jutland selbst, nach Seeland und Jühnen, so wie nach den Herzog'thumcrn thlestvi'g nnd „Holstein, wie ferner auch nach Ham- burg 6 Rb.=Sch1lnn,§3; fur jedes Loth Mehrgewicht tritt ein einfacber Pyrtowß hmzu. *Jur rekommandirte Briefe und für Geldsendung/en 111115 nußer 151111 Porto noch eine Nachweis11ngs=Gebühr,welche 8 Rb.- Sch1l1mg (Fur jeden 1ekonnnandirten Brief, 4 Rb.-Schil[ing für je 100 R1).-,1halc„r auf ]e 16 Meilen beträgt, erhoben,“ für gewöhnliche Packeretcn betragt das Porto 7; Rb,-SchiUing für jedes Pfund anf 4 Menken, als thmmn jedoch 10 Rb.-Schi[1ing für 16 Meilen und 16 Rb.-Sch1Umg Über 16 Meilen. Die Sendungen der Lan- desbewohner werYen mit denselben Transportmitteln befördert, mit welchen dre Fortnhaffnng der Feldpost erfolgt. Der Ober-Postdirekwr A.lbtnus_aus 'Ltcgmx, unter dessen Leitung die inJÜtland, Schles- 11ng und,.sxolstkem befmdlichen preußiseven Feldpost-Relais, deren 19V? 27 111 W1rksamkeit find, stehen, hat, wie die »N. Pr. Ztg.« benchtet, nn'Auftrtnge der obersten preußischen Postbehörde das Landes- postwesen m 'Jutland m der angegebenen Weise organifirt und des1c11_spez1eUe Vern'altung dem preußischen Pofidirektor Zum- Lusch aus Dusseldorfjubertragen. So weit die Bemntenkräfte der zelYpostMelms zur Mttverrichtung des LandeSpoftdiensics nicht aus- geretcht haben, tft das Personal noeh dnrch fernere Kommittirungen von Postbeamten aus den preußischen Staaten verstärkt, auch 171111 von dem.Gcncral-Komnmndo des 2. kombinirten Corps die unter den mobilen Truppen befindlichen Postbeamten noch bereitwillig zur

det zu werden., Auch dieZahl der mobilen Feldpoß-anstalfen, deren Chef der U11111rttelbar unter dem Ober-Kommando stehende Armee- Poftmetster Schtffmann (ans Stettin) ist, hat steh wiederum um em Jexd-Poft-Amt vermehrt, welches Unter der Leitung des Feld- postnmfters Pohle aus Berlin bei dem GeneraL-Kommando des Yvetten,konchmtrten'Corps zu Randers in Jütland seit wenigen Hagen m Wnksamkctt getreten ist, aus einem zahlreichen Personal vonUBcc-nnten, Unterbeamtcn und Postillonen besteht, nnd mit sehr betrachtßltchen und vaortrefflichcn Betriebsmitteln an Wagen, Pferden 2c. ausxzcrustet tft. Dee unter der oberen Leitung des Armec-Postmeisters Sch1ffma11n sehenden zuobilen Feldpoft-Anstalten, welche in Jütland nnd Sch1esw1g fick) befmden , sind das Armee-Postamt, zweiFeldpost- amterjsur d1e betdcn preußischen Armeecorps und sechs Feldpost- Expedttwnen. Noel) :| zu erwähnen , daß auch die Verwaltung des Zandcs-Postwescns 111 dem Herzogthum Schleswig in die Hände emesf'umfichttgen preußischen Postbeamten, des Post-Jnspektors Joschuschner'nus Köln, welcher unmittelbar unter der obersten thlekeilxrdc fur Schleswig steht, schon seit Mitte Februar d. J. _ Uebrigens ist im Anschluß an den Na t- Courier u Berlin seit dem 25ften auch ein Schnellzug vchon 2llt01é1agn'devxocjh1 Rethcnxrug, 311111 Meilen hinter Flensburg, ins Leben getreten. Die VethlnduZZftbetdeir' fZüge Yilrd durch Omnibus unterhalten.

_ 'm .) en te in ( ensbur das Köni li däni e Dampfschtff »Dantan unter Parlamentaigrflagge ein, témchdiejenixén Benmten "und deren Familien an Bord zu nehmen und nach dem Kömgretch uberzuführen, denen dieWcisung zugegangen ist, das Her- zogthum Schleswig zu verlassen.

Die Mittheilung der »Const. Ztg. für Oesterreich: da der Genernl von Hake. von seinem Kommando in Holstein, abbcßrufen set, wnd von dem »Dresdener Journale: dementirt.

Zugleich wird durch ein Telegra'mm der 'Wcserzeitungc die

fon Infanterie-Regiments Nr. 53 verliehenen Decorationen ßatt.

Mittheilung gemacht , daß die zu holsteinisch Oldenbur un 27. anberaumte Inspection der dort befindlichen sächfischen Tgruspeln

gedacht, dann unter präsentirtem Gewehr das dreimalige Hoch auf

Dispofition gestellt worden, um für den Landespostdicnst mit verwen- .

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durch den General von Raöenhorst und General von Hake nicht stattgefunden habe, sondern abbestellt worden sei.

Ueber die vorgestern begonnenen Konferenzen in Wien sagt die »Gcneral-Korrespondenza: . »Hoffentlich führen die Friedcnsvcrhandlungen zu einem gün- stigeren Erfolge als seiner Zeit die Londoner Konferenzen, So geneigt man aklentbalben war, vor einer allzu sanguinischen Yus- faffung der Sachlagc zu warnen, so hat doch das Eintreffen der dam- schen Bevollmächtigten in Wien die Friedenshoffnungen wesent- lich verstärkt. Man hat wohk- nicht mit Unrechlangenommen, daß die dänische Regierung fich über die Intentionen Oesterreichs nnd Preußens kaum mehr im Zweifel befinden könne, und be- trachtet daher die Aufnahme der Verhandlungen schon an fich als ein Zeichen, daß Dänemark den Entschluß gefaßt, das Unabändcr- liche Über fich ergehen zu lassen. Alles in al1e'1n genommen wird fich nicht läugncn lassen, daß die Erwartungen, in Wien einen definitiven, der Ehre der beiden deutschen Großmächte, dem Rechte der Herzogthümer und Deutschlands günstigen Frieden abgeschlos- sen zu sehen, in diesem Angenblicke feste Anhaltspunkte gewonnen aden.“-

h Nack) derselben „Quelle hatte gestern Mittag die zweite Sißung der Konferenz stattgefunden. Der dänische Kammerherr Sick war in Wien eingetroffen, gber nicht um persönlich an der Konferenz theilzunehmen, sondern nur zur Aushülfe für die dänischen Bevoll- mächtigten. '

Die »Wiencr Abendpofta von demselben Tage zeigt an, ermäch- tigt zu sein, die von einigen Zeitungen gebrachte Nachricht: Gxaf Rechberg habe in Paris und London erklären lassen, die vollstän- dige Trennung der Herzogthümer von Dänemark involvire das Maximum der Fordernngen der deutschen Großmächte u. s. w., als durchaus unbegründet zu bezeichnen.

Graudenz, 25. Juli. Das Wasser der Weichseleist wieder auf den gewöhnlichen Stand gefaklen und der Trajckt wird bereits mittelst der fliegenden Fähre in regelmäßiger Weise bewirkt. Der hinwcggespülte Sanddamm ist durch eine Schiffbrücke erseßt worden.

» Jm Löbauer Kreise find [ank Bekanntmachung der König- lichen Regierung die ursprünglichen Namen mehrerer Domaincn- Vorwerke wieder hergefteklt worden: Ostrowitt verändert in Oster- witt, Swentowo in Schwcntan, Tynnwalde in Timwalde, Wawro-

wiy in Wawerwiy, Krottoczyn in Krottoschin.

Stettin, 26, Juli. Der »Ostsee-Ztg.« zufolge hat der Ober- Präfident der Provinz Pommern an die Landrathsämter folgen- den Erlaß gerickxtet: .

»Se. Königliche Hoheit der Kronprinz haben mir :mttels Cxlaffes vom 7. d. M, in Gnaden eröffnet, wie Höchstdieselben bei den ncuerdmgs 111 der diesseitigen Provinz gemachten Inspectionsreiscn dadurch sehr ekrsfreut unvordcn smd, daß ungeachtet des Druckes, den die Blokade gnsubt, uberall steh im Volke ein frischer Sinn habe erkennen ' ln)1en_ und treue Anhänglichkcit an des Königs Majestät und 5110 Kömgltcvc Haus. Auch hat Sr. Königlichen Hoheit dic Aufmerksamken wohlgethan, mrt welcher Ihre Wünsche wegen des dieSmaligcn Empfaans benchtet wor- den smd. Höchstdieselben erwähnen zugleich, daß in dtejer Bexehung _nur eine einzige Ausnahme und zwar in Folge ausdrücklichcr_Bennllagung |a1t- gefunden habe, so daß Sie Sich deanitverhältnissen en11prechen5 ungethetlt und ungestört der Jnspizirung des Armcecorps hätten nndmen kynnen. Zu meiner großen Freude haben des Kxonprinzen Königliche Hohen nnr den Befehl erthcilt, dies zur Kenntniß der betreffenden „Mein zu [?rmgen, auch Höchstilnen Dank denselben auszusprechen, und ich entledige nnch 111 Betreff des Ew. 2c. Fürsorge anvertrauten Kreises dieses huldreicknn Befehls, mdem ich Ihnen dessen Qlusführung übertrage.«

Düren, 25. Juli. Bei den Wahlen der Städte Burtscheid, Eschweiler, Stolberg, Schleiden, Gemünd für den dritten Stand bei dem rheinischen Provinzial-Landtagc wurden als gewählt proklamirt: Mödershcim aus Düren und Graff aus Schleiden.

Saarbrücken, 23. Juli. Zum Abgeordneten für den Pro- vjnzial-Landtag wurde wieder gewählt Apotheker Riegel in St. Wendel und zu dcffen Steklvertrcter (für Herrn von Graboxvézky)

Herr G. Bruck.

Montjoie, 25. Juli. Bei der Wahl der beiden Steklvertretcr des Abgeordneten zum Provinzial-Landtage 161" den städtischen Wahlverband Montjoic, Makmedy, Eupen, St. V1th wurdcn: Arséne de None von Malmedy als erster und Michael Wilhelm Müller von Montjoie, als zweiter Abgeordneter gewählt.

Schleswig. Rendsburg, 26. Juli. In der gestern hjer abgehaltenen Dclegirten-Versammlung Waren 110 schleswrg- holsteinische Vereine vertreten. Nach sehr lebhaften und langen De-

batten wurde mit Majorität in Resolutionßform beschlossen: »Die Versammlung abe zugleich das dringende Berlangen der_Bevöl- kerung auszusprechen, da durch schleunigc Konstitunung Schleswtg-Hol-

steins unter seinem Herzoge den jeßigen, mit den schwersten Nachtheilen verbundenen provisorischen Zuständen m kürzester Frist ein Ende gemacht werden möge, und die energische Zurückweisung der“ oldenburgischen An- sprüche. Es sei aüein der Herzog in Verbindung mit der Landesvertretung kompetent, das Aequivalent zu bewilligen, welches den Bundesgroßmächten für ihre dem Lande gebrachten großen Opfer gebührt, und auch in dieser Beziehung werde die schleunige Einseßung des Herzogs in die Regierung der Herzogkhümcr das ficherste Mittel sein, die Landesrechte mit den Zu- teressen der Bundesgroßmächte in vollen Einklang zu bringen, indem Furft und Volk ihre Verpflichtung anerkennen, daß fie im allgemeinen Interesse Opfer bringen müssen.«

Baden. Karlsruhe, 24. Juli. Die Erste Kammer er- ledigte gestern ihre noch rückständigen Arbeiten. Die nachträglichen Budgetsorderungen, dic Besoldungcn der KrciSschulräthe und die Erbauung eines Gebäudes für die Turnlehrcr-Bildungs-Anftalt be- treffend, wurden genehmigt, eöen so die mit den Beschlüffen der Zweiten Kammer übereinßimmenden Kommisfions-Anträge in Betreff der Gebirgsbahnen. In einer geheimen Sißung erstattete Staatskath Jolly Bericht über die mit Württemberg und Hessen abgeschloffenen StaatSverträge und wurden dieselben genehmigt,

Mannheim, 24. Juli. Nachdem die telegraphiscl) ein- geholten Entscheidungen der abwesenden Mitglieder der Handels- kammer zustimmend eingetroffen find, fand gestern eine Sißung der Handelskammer statt, in welcher die Annahme der Wahl einstimmig beschlossen warde. Mit der Annahme soll zugleich der unterbrochene Verkehr mit dem Handelsministerium wieder aufgenommen werden. Die Begründung diefer Beschlüffe soll der Oeffentlichkeit übergeben Werden.

Aus Baden, 25. Juli, In den nächsten Tagen werden Ab- geordnete unserer Handelswmmcrn in Karlézruhe zusammen- treten, um über die Berufung eines badischen Handelstages Beschluß zu fassen. Die Hauptaufgabe des ltheren wird die Bankfrage sein; man wünscht der Großherzogliclnn Regierung mit Vorschlägen entgegenzukommen , die als eine Vermittlung der entgegenstehenden Anfichten gelten und darum auch Beachtung verdienen dürften.

Württemberg. Stuttgart, 26. Juli. In der heutigen Sihung der Kammer der Abgeordneten theilte der Präsident mit, daß der König gestern die Adreßdeputation empfangen habe, fich die Adreffc habe vorlesen lassen und folgende. Erwiderung ge- geben habe:

»Die Stände find die Verfaffungstnäßigen Organe des Volkes, es ist mir daher immer eewünscht, wenn sie ihre Llnfichten offen darlegen und aussprechen, sowie sie dies in der vorliegenden Adresse zu thun bestrebt sind.“ Den Wünschen meines Volkes ein geneigtes Ohr zu leihen, wird mir stetsmein [)eiligstes Gebot sein. Ich werde es fürmeine Pflicht erachten, getreu und gewissen- haft dieselben zu prüfen, und Sie dürfen überzeugt sein, daß ich diejenigen Verbesserungen eintreten [affen werde, von denen auch ich überzeugt bin, das; sie zum Wohl des Landes gereichcn. Sie werden in diesen meinen Bestrebungen mir die verfassungönÜßige Mitwirkung niemals versagena

In Der schleswig-holsteinischen Sache wurde Von Oesterlen und

53 Mitgliedern des Hauses ein dringlicher Antrag eingebracht, dahin '

e end: (3 [) »In Erwägung, daß das Recht des Deutschen Bundes und die Ehre deufscher Bundestruppen durch die gewaltthätige Besetzung Rendsburg durch preußische Truppen verletzt worden und durch diesen (Hewaltakt und die Politik Preußens die ganze Zukunft Deutschlands schwer bedroht wird, be- schließt die Kammer 1) einen feierlichen Protest gegen diesen Akt der Gewalf zu erheben,“ 2) die Regierung dringend aufzufordern, in Gemeinschaft mit den' übrigen Bundesregierungen der drohenden Vergewaltigung entgegenzu- treten," 3) die Bereitwilligkeat auszusprechen, alle Opfer zu diesem Zweck zu brin en.« .

gDie Kammer sprach fich einstimmig für die Dringlichkeit aus. Oesterlen begründete den Antrag und mahnte zu einmüthigem und cnergischem Handeln. Die Kammer beschloß einstimmig, sofort in die Berathung des Antrages einzugehen. Obwohl der Minister, Freiherr von Wächter , daraufaufmerksam machte, daß nur Zei- tnngsnachrichten bis jeßt Über die Rendsburger Angelegenheiten vor- liegen, wurde der Antrag Oesterlen's doch zum Beschluß erhoben. -- Hiermik hat die Kammer ihre vierzehntägigc Thätigkeit beschlossen, denn es erfolgte die Vertagung der Ständeversammlung auf etwa drei Monate, während welcher Zeit die Kommisfionen ihre Vorarbeiten für das Budget, für Eiscnbahnbauten 2c,l zu machen

haßen.

Bayern. München, 26.J11[i. Von nun an sollen die Bischofskonferenzen regelmäßig abgehalten und vielleicht auch Pro- vinzialkonzilien eingeführt werden, auf denen der Klerus der emzelnen Diöcesen seine Angelegenheiten in Berathung ziehen würde. (Z. Z.)

Oesterreich. Wien , 26. Juli. Die „heutige amtliche »Wiener Ztg.« publizirt den Wortlaut der Convention zwischen Oesterreich und Preußen vom 6. Juni 1864 über die Kompetenz zur Entscheidung über die durch die Kriegsnmrine der beiden kontrahiren-

den Staaten gemeinschaftlich als Prisen aufgebra,ch;_,t-enxézßßxä- '

nis ck en Fahrzeuge und über die Art der Vertheilung'**“1511-32!va .I,“ * '

ertragnisscs solcher Prisen.

Dic HauptBestimmung dieser Conßeuxkkonéé *