2188 * "“ '
Die Glanzzeit der Saisorxin Vichy geht zuxEnde. Ym Sonn- Lage trifft der Kaiser von dort in St. Cldud ein. “König Leopold «isi gestern ',Abeitd in Paris angekommen und im Hotel de Bristol abgestiegen, von wo er am Mittwoch nach Brüsxl heimkehrt.
- 6. August. Das vMémorral diplomatrque- bestätigt , daß “Lord Clarendon nicht in Vichy war, sondern mit seiner Familie direkt nach Wiesbaden gereist ift. Veranlassung zu dem Gerüchte “von seiner Reise nach Vichy habe wohl die Reise des dänischen (He- “scmdten, Grafen Moltke , gegeben, der vor einigen Tagen in Vichy angekommen und von dem Kaiser empfangen worden.
Dasselbe Blatt zeigt an, daß auf dem leßtcn Sonthampton- Dampfer ein französischer Kabinets-Courier cin Beglückwünschungs- schreiben des Kaisers Napoleon an Maximilian !. mit nach Mexiko genommen hat. In Vichy hat König Leopold ein Schreiben seiner Tochter erhalten, woan diese eine überaus entzückte Schilderung ihres über alle Erwartung glänzenden Empfangcs auf mexikanischem Boden entwirft. Dasselbe Blatk ist in der Lage, melden zu kön- nen, daß Se. Majestät Maximilian ]. die Absicht hat, gelegentlich seiner Thronbesieigung cinen Ritterorden zu stiften. Dic Zeichnun- gen für die Ordens-Jnsignien sind bereits in Paris angekommen, wo fie auSgeführt werden sollen.
Der Abend-»M0niteur- erwähnt eines neuen Aufstandes in Madagaskar. Radama 11. wäre wieder einmal lebendig gewor- den, oder wenigstens von seinen Anhängern als noch am Leben be- findlich pofitiv erklärt worden. Von anderer Seite leugnet man diese Thatsachen. Nach den leYten Nachrichten, die der »Commercial- Gazettee- auf St. Maurice zugegangen waren, sollte eine neue Rc- volution in der Hauptstadt ausbrcchcn und der erste Minister in Ge- fahr schweben.
Die neuesten Marseiller Nachrichten aud Tunis vom 31. Juli bringen Näheres über die vorläufige Beilegurrg des Aufstandes. Dcr Bey hat den Konsuln der auswärtigen Mächte angezeigt, daß er Frieden mit seinen Unterthanen gcschloffen habe. Die Konsuln, mit Ausnahme des österreichischen, der den FriedenSschluß offiziell und unter Ausdrücken seiner Zufriedenheit darüber notifizirt hat, trauen aber diesem Frieden nicht'und wollen Näheres abwarten. Die Araber soklen über ihre Scheiks erbittert sein , daß sie die Abscßung des Kasnadar nicbt durchgeseßt haben. In Susa ist es zwischen Stadt und Umgegend zu einem Kampfe gekommen, ein italienische?» und ein französisches Kriegsschiff ward zum Schuße der Europäer dorthin geschickt. Der stanzöfische Konsul, Herr v. Beauval, hat bei Gelegenheit, daß Schiffe siatt der tunescr die türkische Flagge aufgehißt hatten, erklärt, Frankreich werde keine Einmischririg drrldcn welche auf eine Abänderung der jeyigen Ordnung der Dinge in der Regentschaft abziele. -
Spanien. Wie aus Madrid, 4. August, telegraphirt wird, hatte Vice-Admiral Lobo Spanien verlassen, um fich zu dem spa- nischen Geschwader im Stillen Meere zu begeben.
(Griechenland. Aus Athen wird gemeldet, daß Herr Delijanni, der mehrmals Ministerstellcn beklcidcte, zum Gesandten in Konstantinopel ernannt wurde. Oberst Valtinos, der als.. Adjutant König Otto's demselben nach Deutschland folgte und dcs- halb wegen Desertion angeklagt war, wurde vom KriegSgerichte frei- gesprochen. Ein neues Ministerium war noch riicht gebildet. Herr Zaimis ist von Corfu zurückgekehrt.
Türkei. Das »Journal de Constantinoplca schlägt die Zahl der nach Trapezunt gelangten tscherkesfischen Einwanderer auf 116,000 an, von denen 23,000, welche im Paschalik Trapezunt bleiben sollen, das Lager von Sari-Deri, eine Stunde von der Stadt Trapezunt entfernt,.bezogen haben. Die andern find theils ebenfal1s in Lagern untergebracht, theils nach verschiedenen Städten transportirt worden. Den Meldungen Von gefährlichen Epidemieen , welche durch die Ein- wanderer eingeschleppt worden wären, wird widersprochen. Dcr Gesundheitszustand in Trapezunt sei befriedigend und selbst die im Beginn der Einwanderung vorgekommenen Erkrankungen an Typhus und Blattern hätten jeßt aufgehört.
. Wie dem "Off. Dalmato- aus Antivari gemeldet wird, geht die Grenzregulirung an der montenegrinisch=türkischen Grenze traf,; der früher erhobenen Schwierigkeiten jetzt ganz im Sinne der von der Kommission der fünf Mächte vorgeschlagenen Tracirung vor sich. . Zwischen der Pforte und Sir Henry BulWer ist ein Ueber- .cmkommen geschlossen worden, wodurch die Angelegenheit der pro- testantischen Misfions-Anstalten ausgeglichen wird. Dieselben wer- den Wieder eröffnet und den Misfionairen steht es frei, in ihren Kapellrn und Versammlungsorten zu predigen wie bisher -„_ jedoch nicht 111 den Khans. und an anderen öffentlichen Orten Konstanti- nopels. .Der Verkauf der Bibel in den Buchhandlungen ist ge- sraf'tct, .]edock) nicht das Haufiren damit in der Hauptstadt und eben_ so Wenig der Verkauf oder das unentgeltliche Vertheilen polrmischer Schriften gegen den V'kuh'amedanis= mus. Die „einheimischen Konvertiten werden vorläufig nach
englischenW?Konsularftationrn in den Provinzen geschickt und für „ den Unterhalt ihrer Fannlien während ihrer Abwesenheit sorgt die '
Pforte. - Nachdem die dreijährige Verwaltungsperiode Daoud
Pascha's im Libcmon ahgelaystn, ist mm die Zeit zur definitiven '
Regelung der syrischen Frage gekommen. Dieselbe soll mittelst einer Konferenz stattfinden, an der die Pforte und die Vertreter der Mächte theilzunchmen haben. Die Turiner Rxgierung macht a Grund der Pariser Verhandlungen von 1856 ebenfalls darauf“ A:: spruch; Oesterreich hat sich jedoch dagegen erklärt, weil die syrische Frage schon vom Jahre 18,40 her datire, und da sowohl die Pforte als eine andere Macht diese Anficht theilen, so wird Vicior Emanuel bei der erwähnten Konferenz wahrscheinlich nicht v'» treten sein.
Wie der »Köln. Ztg,- ans Triest den 7. 'd. mitgetheilt Wird ist in_ der Umgegend von Bagdad cin Aufstand ausgebrochen, dj; tiirki1chen Truppen des Sultans haben eine Niederlage erlitten und sechs Kanonen verloren,
Rußland und Polen. Von der polnischen Grenze 5, August. In den Gonvernemen'ts Volhynirn, Podolien und Kiev; haben seit der am 2“. Mai d. J. erfolgten Einführung der mili- tair-polizcilichen Sicherheits-Behörde die politischen Verhaftungen fich wieder bedeutend vermehrt. Dic Vcrhafteten, fast audschließlich pol. nische Edclleute und der revolutionaircn Agitation beschuldigt wurden zunächst in die Kreisgefängniffe gebracht, von wo fix nach Feststellung des Thatbcstandcs der ihnen schuldgegebcnen Vergehen rrcrch Schiwmir, Kaminicc odcr Kiew abgeführt werden- um den Kriegsgerichten zur Aburthcilnng überqcben zu werden,. Die Yrthcilösprüchc lauten entweder an zeitwrise oder lebens- Langlrchc Deportation nach Sibirien, oder auf Jnternirung im Innern Rußlcrnds oder auf Feftrmgshast. Leytere wird auf der Citadclle, in Kiew verbüßt. Todesurtheile smd seit dem voriqcn Jahre mehr mehr ergangen. Die Zahl der politischen Gefangeiren in Volhymen beträgt circa 400, in Poddlicn 500, in Kiew 1000. Yuf der CitcrdeUe in Kiew ift Unlängst ein schon seit längerer Leit rrihafttxter Jurst,„;!W.ilk)elm Radziwikl, wahnfinnig geworden. Eere- frndct 11ch gegeniWrttg im Jrrcnbausc. - In den Gouvernements Vol- hanicn, Pdd-rlien 1an Kiew wird die Ablösung der bäuerlichcn Grund- stuckc mir grdxzctrr (Eifer betrieben. Sie erfolgt nach dem Kaiserlichen Ukas 139,11] 30. Juli 1865 in der Weise, daß der Werth der bäuerlichen Grund- nucke nach eiiier“ iiberaus niedrigen Taxe (ZRUHel per Morger: des besten deczis) festgestellt und den (Hatsbefißcrn in amortifirbaren Judemmsatrons-Obligationenausgezahlt wird. Dielcitenden Grund- saßc daher "smd: odcn materiellen Wohlstand der Bauern zu fichern und das d'arrerlichc (Hemeindcrvesen möglichst selbstständiq und von alle-n polnischer) Einflüffen unabhängig zu machen.» Mit dem Re- gulrrungdgcschaft find die FricdcnSrichter beauftragt, die durchweg Nussensmd. Ihr Verfahren erfrertt fick) des allgemeincrchifakjcs der Bauern. *, DerHaupt-Dircktdr dcr Regierungs-Kommisfion des öffent- lichenUrrtcrrrchtsmWarschau, Staatsratbv. Witte, hat fick) Endcv,M. nach-Petersburg b-egeben, um dem Ministerium den von ihm ent- worfenen ReorgqrrrsafionSplan des öffentlichen Unterrichts zur Prü- fung .und- dcirmachst dem Kaiser zur Bestätigung vorzulegen. Herr d. Witt? ist Protestant und ein Mann von umfaffendcr wissenschaft- licher Bildung. Er war bisher Prdfcffor an der Univerfität Kiew. - Dxr wegen ti,)ätiger Förderung des Aufstandes in lehtcr L"znsianz zu 3 Jahren Grfangniß vcrurtheilte greife ehemalige polnische General Kradzewsfi m Krakau hat an den Kaiser vonOesierrrick) ein Be- gnadtgungsgcsncs) gerichtet, in Folge dessen durch Kaiserlichen Kabi- nctsbcfcbl dre Vollstreckung der Strafe sistirt und die Uritcrsuchungs- Akten cirigcfdrdcrt find. (Osts. Ztg.)
Danemark. Kopenhagen, 4. August. In der gestrigen FdlkcthmgsfiYrmg wurde nach mehrstündigcr Debatte der von 35 Mit- glrcdern gestellte Antrag: daß aus dem Schweigen der Folkcthings= Mitglieder auf_ ,die Mittheilung der Waffenfti[[stands-Bedingurrgen durch deri Cdmctlspräfidenten in der privativcn Sißung des Rcichs- ratbs “keine Zustimmung gefolgert werden dürfe » mit 62 gegen 23 Stimmen bei namentlicher Abstimmung angenommen, nachdem vorher mehrere gestellte Aenderungsvdrschläge waren verwor- fen wdrden, mit Ausnahme des Antrages Von H. Hage, daß eine " Bestimmung hinzugefügt werde, daß die vom Thrngc fruher beschlossene Adresse an den König zurückgelegt werden solle (wie bereits telegraphisch gemeldet). Bei der erwahnten _Abstimmung _waren 11 Mitglieder abwesend, Z stimmten nicht. Bischof Monrad sprach während der Deiiatte gegen den Vorschlag. Pastor Birkedahl kündigte folgende Interpellation an den'Conseilspräsidenten an: 1) Gedenkt das Ministerium mit dem Feinde über Frieden zu verhandeln auf Basis der Abtretung des ganzen Südjütlands (Schleswigs)? 2) Betrachtet das Ministe- rium es als loyal Und übereinstimmend mit dem Z. 15 des Ver- fassungsgesech (vom 15. November v. JZ), während der Reich§rath versammelt ist, einen solchen Frieden abzuschließen, ohne im Voraus fich “der Einwilligung der Repräsentation vergewissert zu haberr? ZZ J| das Ministerinm dcffcn gewiß, daß ein solches Verfahren
mchtdas Frardamcnt erschüttert, worauf der Thron Sr. Majéstät des Königs ruht? ,
Jm Landsihing sckilug Konferenzrath Madvig während
drr zweiten Bcrathung dri“ MdrrßWrschlags gcstern folgcndc moti- vwrc Tachordnuxrg vor: »NNQJdW ITZÄUUT'ÜTÜJT Sache auf Wunsch des Conseils-Präfidenten
21.89
Juli weggefaUen war, hat privaten Sißung und unter Formen, welche k'e'me Verhandlungen zuließen, “Utrterm 1. d. Mis. den Mitgliedern der _Thmge „, Mittheilung über die ]ehrJe zoolrttsche Lage, gegebrn, wonach die vor- nschlagene Adresse den gegenwartigen Verba1tmffen nicht mehr. episprechen SLM, Mit der Bemerkung, daß das Thing unter den Bedingungeti, 21er welchen dessen Mitgiieder jene Mittheilung erhaltrwhaden, zur Zeit uch nicht über die Friedensvcrhandlungen, welche das Virnistxrianr auf_ seine fiVerantworiungführt, äußern kann, gehtdas Thing zur Tagesdrdmzkng nde,»- Diese motivirte Tagesordnung wurde ohne Diökristron cm- ßjmmiq mit 44 Stimmen angenommcri, . .
Die Mannschaft der Rekrutenschule isi gestrrn perrrrrttrrt worden. Die Permittirung gilt für die ganze bei dcr lcßten OMWUÉUZZL- boberic Mannschaft. - Die Schwadronerr des Husaren =Regimeriis, „„[che bisher in der Umgegend karitomnrtcn, smd vorgcstrrn hier wieder eingerückt , und man will wissen, daß cm oder zwei Infan- terie-Regi111entcr ebenfalls nach Kopenhagen verlegt werdeii sollen;
Die »Berl. Tidende« veröffentlicht folgende Note des Conseils- Präsidenten Blubmc und die Antwortschreiben des Herrn, voir Bismarck und des Grafen Rechberg, betreffend die Friedens-
nnterhandlungen : 1
, Der Unterzeichnete, Königlich dänischer Conseils-Präßdent mid Minister des Auswärtigen, giebt fick) die Ehre, auf Befehl des Konigs, sexinZs 39errn, Sx,Exccllei1_5 Herrn von BiZmarck 2c. (Grafen von Rechberg :e.) Folgendes mitzrrtheilen: " ' Nachdcm dcr Komg,
yon der Tagesordnung in der Sißung am 30.
die Regierung in einer
der Allcrgnädigsie Souvcrain drs UYerxzeichrcibeien, » e [u e a t hai, Mittel und Wege zu sucheii zu einer uSg ei ung Yee? YaMndßcnYcTiß traurigen Differenzen urid zugleich fich mttÖnruen Rath- .gebern umgeben hat, liegt os dem Unirrzerchgetctr ob, dhne Oertverlust die Z zur Erreichung jenes Zweckes crforderlrchen Schritte “[re:" dch Begrermrgen Ä Sr. Majestäi des Königs von Preußen und Sr. Maxstat dev Zxarjers von '“ r i u i un. “ , " ' _ . Oeftchfini? de? Urrtcrzrichnete hierdurch. diere Pfitchi erfullt, giebt _cr ftch der Uebekzeuqung hin, daß der König, 1em Herr, n,tcht v-crge-bens 121114, vjollr's Veriranén in die erhabenen Gestunuwgen irnd ßwsrechtrgkcri Sk-„WLÜLLstÜt . des Königs von Preußen (Sr. Majeftat dcs Karstrs don Oesterreich) 1e§eii wird, und er glaubt daher, fich einfach darauf beschranken “31/1" kdirncn,_ dre '] wohlwollende Intervention Sr. Exccilcnz Hrn. von Bismarck-Schdnhaurens : (Grafen von Rcchberg's) zu rrbitten, daß ,der Weg zum Abstdltrß emrs Waffenstillstandes und zur Einleitung von_Friedetisrmtserhatidlri'ugen dasdurck) ; vorbereitet werde, daß von beiden Seiten wfort dre Feindseligkeiten zu „ande
u (1 er an löten. , „ - ' . ** und anZZnffder UfiTterzeiclmete die BemerkuriZ dniziifirgt,'d§1ß er erw niit diesern qleicblauiendcs Schreiben an das Ka11erl1ch österreichische (Komglicl) preußische) Kadinci gcrickrtei Hat iind indem er hofft, daß der Annahme des obenstehenden Vorschlages keZn Hmdcrmß entgegentreten wrrd, sch111c§rheli-er 5 sick), recht bald eine geneigte Antwort zu crhglten und beiiußt zugleich diese Geleqeanit, Sr. Excellenz dem Herrn von BiZU-rarck- Scbdnhauscn (Grafen 37 von Rechberg) die Versicherung seiner airsgczeichnctstcn odochachtung aus- ; zudrücken. * '
' Kopenhagen, den 12. Juli 1864.
][. „ ' * Der Unterei nete Ministerpräfideni und Miinster der auswartxgen ( AngelegenheiierizoiéiPéeußen, hat die Ehre gehabixdre the vom 12.xd.-Yi. € zu empfangen, durch welche Sc.Exce1[erizdcr Conjcilö-Prandent “rind Manser Ä" der auswärtigen Angelegenheiten Däncrriarfs,„Hcrr Bluhrne,“ wn voir dem : Enischluffe S*r. Majéstc'it des Königs von Daricmark uriterrrchtci, dre zur Beilegung der gegcnwärtigcn Differenzen geeigneten Mittel und Wege zu kk en. ' . . ' Jrelkaer Unterzeichnete hat nicht verfehlt, sofort dtcse Mriihrrluug'zur Kenni- niß Sr. Majestät des Königs, seines erhabxenen Souverarrrsjzu britigcn, und Se. Majestät bar in seinem aufrichtigen Wunsche, dcn Yrreden wredcr her- gesteÜt zu sehen, und in Uebereinstimmung mri semerri hohen Verbrmdrten, dem Kaiser von Oesterreich, geneigt, ihn zu der Erklarungtzu rrmachirgen, daß die Regierung Sr. Majestät mit Berertwnltgkeit die „Mittheilrr'ngen ent- gegennehmen wird, welche die Regierung Sr. Maxeftat des Königs vokn »:Dänemark die Absicht hat, ihr in dreserBeziehung zu m'achen. Um die Eröffnung dieser Unterhandlungen zu erleichtern und dem *." der gedacdtdn Note an*sgedrückten Wunsche zu entsprechen, hat Se. Ma1estat der Konig zugleich die Einstellung der Feindseligkeiten zu Lande "und zu Wasser bis zum 31. d. M. befohlen und die Befehlshaber der verbundeteii Heere, ange- wiesen, sich mit dem Obrr-Besehlshabrr dcr danschen Armer'in Verbindung zu sehen Und sich mit demselben in drescr Bczrrhung zu versrandigerrc. „„Man darf VoraUsseyen, daß ein ähnlicher Befehl diesem Leßtercn zu «heil gc- tvordcn ist, Der Unterzeichneie u; s. w. Berlin, den 15. Juli 1804.
-. Dcr Unter crtixie u. s. w. hat die Ehre, dem Herrn HNrnrfter-Prasidcii- ten Bluhme der?; Ewaang seiner Note dom" 12. d. M. zu [Jeschemigen und ** beeilt fiel) im Einvernehmen mit Sr.Maxestatvdciii'KaUer, sernczii erdaberzen “* Herrn, darauf Folgendes zu erwidern. Das Harßrstche Kahmet_1st nrcht minder als das dänische Kabinct von dem ausrrchtigen „Wunsche be1eclt, drn traurigen Zwistigkeiten, welche unter deri bLlcOLn-NUUOUM obwaltcn, eur Ende zu segen, und Hai, um dem in dieser Bezicdimg yorr ,Ew. Exeellrnz ausgedrückten Wunsche zu entsprechrn, nachdem. es md mit 121119111 Verbrin- deten, dem preußischen Gouvernement, Verstandigt [),r'lt, drwBefehl erthcilt, daß die Fcindscliqkritcn zu Lande und zu Wgsrer bis zun) .A.-d. M. einge- stellt werden, unicr dchorauZseYung, daß dte'Biok,ade gleichzcrßxigaufgehdden werde. Die Kaiserlich Regierung wird sich dercitriirllig zu dem abschluß ein'es Waffenstillstandes urid zur Eröffnung'drrcktcr Berhandlrxngcn :ÖUZ Wic- derhcrstcllung des Friedens hcrbeilaffcn, ]cdch) mir Unter der anvirucklrchcn
(gez.) Blu hm e.
»
(gez.) von BiZMarck.
„. “»»“,„JI-“É ,s?»- zwß-W,
Bedin ung daß der König Chrißian 12T. zu Gunsten der verbündeten Mächie auf aUge Rxchte, die Se. Majestät besessen hat oder geltend gemacht hat, auf die südlich der Königsau belegcnen Länder verzrchten-werde upd d'aß Däm- matk die definitiven DiSpofiiioncn anerkennen werde, wrsche die beiden allikr-
ten Mä te in Bette der drei cr o thümer Schleswig, Holstein und Laum- burg, soicihdie in Vetrejxff der jütiséiöxnz *“nclaven in Schlesrvig treffen werdep. Wenn die dänische Regierung geneigt ist, auf vorgedachtex Basis hm Frie- dens-Unterhandlungen zu eröffnen, so ladet der Unirrfertrgte Se. Excellenz den Herrn Conseils-Präfidcnten ein, unverzüglich zu diesem Zwecke emen Be- vollmächtigten nach Wien abzusenden. _ „
Der Unterzeichnete ergreift mit Vergnügen dre Gelegenheit, Sr. Ex- cellenz dem Herrn Conseils-Präfidentrn die Versicherung semer ausgezeich- netsten Hochachtung auszudrücken.
Wien, den 16. Juli 1864. (gez.) Graf Rechberg..
Das Volksthing hat gestern dem bereits von der Landsthmg- Abtheilung genehmigten Gesetzentwurf, bexireffend dic Pcnfiomrung dcr Hofbedienung der verstorbenen Landgrafin Ldmse Charlotte von Hessen, mit 45 gegen 28 Stimmen den Uebergang von der ersten zur zweiren Lesung verweigert, nachdem zuvor ein Vorschlag des 131"- Gccrt Winther mit Rücksicht auf die Prufung des Entwurfs durch den Finanz -Ausschuß mit 45 gegen 27 Sttwmeri abgelehnt worden. Es ist in dem“ vorliegenden Fglle [Zdtgltch eme Demon- stration der ciderdänischcn Volksthings - Majoritat gegen das gegen- wärtige Ministerium zu erblicken.
Amerika. N e w - „Y 0 r k , 23. Juli. Die Zahl der gefangenen Re- bellen, welehe fich jeßt in den Händen der Unionstruppen befinden, belauft fick) nach halbamtlichcn Angaben auf mehr als 62,000, von wechen eZwa 4000 Offiziere sind, Die verschiedenen Depots smd sd rwerfukxt, daß neue angelegt werden müssen. Der General-„Comrmffair fur die Gefangenen ist cht in C'lmira, N. = Y., andrc Ueberfiedelung der Gefangenen von Point Lookout dahin zu uberwachcn. Man glaubt, daß in den dortigen
werden können. „ „ Aus Californien wird gemeldet: Der niedrige Cours der
»Grecribacks« und die Furcht, daß solche an Zahlungsftqtt gngebdten Werden möchten, hat viele Kaufleute veranlaßt, allen Kredit zu ver- weigern. Anf Passagiers dern, Haß fick) als bemä ti en. . , J)ngPeru wurden, nach in New-Ydrk cingeiaufenen Mitthrilun- gen, die KriegSrüftungcu mit rrtrgescherchtcniCrfcr fortgeseyt, indem man erwartete, daß Pinzon zum Angrrn schreiten 'werde, sobald ihm Nachrichten aus Europa zugehen. Es hcrrschte m Porn groß? Er- bitterung gegen die Regierung von Ecuador, wclchr dem spanischen Admiral gestartet hat, seine Bcdürfriiffc aus den Hafen des Staates Ecuador zu beziehen. Der peruanUcYe Gesandte m Omid soll ab- berufen worden sein. Uebrigens irt das Volk don Ecuador ganz auf Seite Peru's und die Regierung von Garcia, Moreno und “ [ores i't än ert un opulair. . J EiIrcr ßNscw pYorker Korrespondenz der :Daily Newsce vom 23. U11. entnehmen wir Folgeridrs: Drwch eincri Freund des Generals Grant, Welcher „eben cmrgc Tage in dessen Hauptquartier zugebracht ,hat, erfahre ich, daß Grant mit seiner Position vollkommen zufrieden Zirrd von der Ucberzrugung durchdrungen ist, daß Lee friiher dder water zu der Alternative ge- zwungen sein wird, ihn entweder rn scmrn fesieii St'ellungrn anzrt- greifen oder Richmond aufzugeben, womrt freilich nicht ngagt sem soll, daß Grant bis dahin ganz irnthattg sen) wird. ' Zn Richmond find Grant's Verluste hrsher gewaltig ubertriebezi worden, und man hatte dort mit Bestimmtheit erwartet, „daß die leßte Denwnstraiion Lce's gegen Washington den Prafidenten Lincoln bewegen werde, einen Theil der Armer, von Pctcrsdzxrg zum Schuße der Hauptstadt zurückzurufen. In diesem Falle bgtte man wahrscheinlich einen allgemeinen Simm au"f GrantszPofitidneri gx- wagt, um ihn den Jamesfluß hmgbzudrangen. _:zn Wirklichkeit scheinen von der Pdtdmac-Armee, seit er den Rapidan Verließ, „urn seinen Zug gegen Richmond anzutreten, 50,000 M„ann kgmpfunfahig geworden zu sein. Doch find die entstandenen L11chrn langst außge- füllt, und Wenn wir das eben aus New-Orleans emgetroffene 19tx Corps mit in Berechnung ziehen, mufrer ]eßt sogar starker als ber seinem Artszugc sein. Zum Schuße Washingtons hatte er blos daß Sie Corps abgegeben und diesem schloß fichdas 19te an, welches zufallig in Fort Monroe eingetroffen war, als General Early den Potomac überschritt. Es zählt 25,000 Mann und wurde von New-Orlxans citirt, um Grant's Operationen gegen chhrxond zu Kiterftußcn. Fällt Atlanta - wir erwarten es von Ztundc zii Stunde -'- dann riirkt Sherman, nachdem er erst _ftrrrc Berbiiidurrgeri Mit Chairmwoga fisher gestellt, wahrscheinlich ebcnxakls mit 50,000 Mann, iibcr Lynchburg, längs der Ost-Tenriessee- .und Vrrgrma-Eiienbadn gcgen Richmond vor, in welchem Fiille dre"C'ntsck)c;drmg schwerlich lange mehr auf sich warten lasch wurde ..... Emre Ab-
Barackcn 13,000 Mann untergebracht
allen von San Francisco abgehenden Schiffen müssen die ihre Waffen an den Capitain abgedcn, um zu verhin- Paffagiere cingeschmuggelte Piraten solcher Schiffe
tlrcilimg des aus Maryland znrückfrdrenden Lcc'sckyrn Truyperi- ' ckpr ist bei Winrircßcr durch Tlverrl] crirgeholt und nut einem