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Belgien. Brüssel,. 26.- Auguß- Die mik d'en Wäblprüfimgm zu Eiide' rkommen. alSdann zur Wähl» des B'ürer'm's,€ w _es enau so wie in der ver- gangenen, Session zusammen escßt ward: Éräffdrnt Hr. Ernest Van- dcnpcerebvom, und' Vice-Prätöenten die Herren Moreau und Crom- bez. Dic klerikalen Gegenkandidaten für die drei EhrenäjUtcr waren die' Herren“ Graf Vikain )(]111. , de Nacyer und Royer de Behr. Nachdem Hr. Jrére “darauf eine Reihe von Geschentwürfen, welche größtentheiks. schon im Laufe der lehren Session eingebracht worden, aus*.den Tisch des. Hauses niedergelegt, vertagte fich die Kammer bis zum künftigen Mittwoch. Unter obigen chicrungZVorlagen be- findet fich außer dem Bauten-Budget, dem Gesch iiber Abschaffung des geseßlichenZinsfußes und einigen mehr oder minder erheblichen Krcditfordermrgen auch die von 515 Millionen zur Vollendung der Antwerpener “Jestungsbauten. Von diesemKredit war in dcr gestri- gen Versammlung der Linken die Rede. Herr Jrére erklärte , daß die Annahme der Vorlage eine Kabinetsfrage sei und berichtete außerdem über die verschiedenen Gegenstände, welche die Bewilligung des Kredits zur Nothwendigkcit machen (Campinen-Kanal, höhere Forderungen der Bautcnunternehmer, Expropriationen u. s. w.). Der Kriegs - Minister theilte mit, daß derJestungsbau zu Anfang künftigen Jahres gänzlich vollendet sein werde. (Köln. Ztg.)
Großbritannien und erand. London, 26. August. Das 1 Wettrennen bci Tiverton, welches ohne bemerkenchrthc Zwischenfälle von Statten ging, schloß gestern mit einem Festmahl in dem Hotel zu den drei Tonnen. Der Held des Abends war natürlich Lord Palmerston. Dem Programme gemäß waren Politika von den Festrcdcn angcschloffen, und so ist denn auch die Ansprache, in welcher der greife Premier seinen Dank für den auf ihn ausgebrachten Toast zu erkennen gab, ohne weiteres Interesse; sie ergößtc die guten Bürger von Tiverton durch einen scherzhaftrn Vergleich, den der Redner zwischen dem Parlament und der Renn- bahn zog.
Troß dcr Wiederberfteklung derRuhe in zelne Friedensstörer noch ihr Unwesen, freilich im Dunkeln. Viele angesehene Einwohner haben anonyme Drohbriefe erhalten, die mit Abbildungen von Särgen, Schädeln, Todtengebeincn ausgeschückt, an die epistolarischen Productioncn der Bandmänncr erinnern. Der Magistrat und ein Comité des Handelsstandes haben eine Belohnung von 100 Pfd. St. auf die Entdeckung irgend eines der Thäter aus- geseßt._ Während die Unruhen indem Hauptfiße des Tumultes ge- fiillt find, bricht noch hier und da in kleineren Orten eine verspätete Bewegung aus, so am Montag in Longford, wo die Katholiken den König Wilhelm 111 0113st zu verbrennen Anstalt machten, aber noch zeitig durch das Auftreten des Magistrats und den Einfluß dcr katholischen Geistlichkeit von friedcnftörenden Demonstrationen zurück- gehalten wurden.
Wie ein Lokalblatt mitthcilt, hat der Mayor von Sundch- land die Andeutung erhalten, das; ein Theil der gegenwärtig in der Nordsee kreuzenden französischen Flotte Über fnrz in dem Hafen zu erwarten sei. Eine Fregatte und einige Kanonenbootc wiirden vorerst erscheinen, um die Bergungsfähigkeit des Hafens zu untersuchen, und je nach dem Resultate dürfte Sunderland im näch- sten Sommer einem Besuche des ganzen Gcschwadcrs cntgegrnsehen.
Es scheint festzusteben, daß die Wegnahme der »(Hcorgiaa durch einen amerikanischen Kreuzer (S. Nr. 202 d. Bl.) von der englischen Regierung als vollkommen legal betrachtet werden wird. Im Jahre 1807 wurde das“ holländische Kriegsschiff *Minerva- von britischen Fregatten gejagt und in Bergen an gewisse Norweger ver- kauft, die ein Handelsschiff daraus machten. Als die »Mineer aber wieder in See zu gehen wagte, wurde fie twy ihrer neutralen Flagge und troß ihrer Verwandlung in einen friedlichen Kauffahrcr von den englischen Kreuzern gejagt, genommen und als gute Prise von den englischen Gerichten kondemnirt. Dieser von »Daily Newsa- angeführte Fall ist dem der :oGeorgiaa vonommen analog und daher maßgebend, rvofern das englische Gesey iiicht seit 1807 eine Aenderung erfahren hat. Außer *Daily Newsa bemerkt auch die »Post«, daß der Verkauf eines Kriegsschiffes durch einen fricgführendcn Theil an einen Neutralen nicht als rechtmäßig anerkannt werden könne, gleichviel ob das Schiff in einen Kauffahrcr verwandelt Werde oder nicht.
- 27. August. So weit eine Feststellung möglich ist, haben bei den Belfafter Tumulten 148 Personen Schußwunden erhalten, fieben von ihnen sind bereits todt und mehrer andere schweben in TodeSgefahr. *
Der Prinz und die Prinzessin Ludwig von Hessen verlassen Windsor heute Nachmittag, um sich auf ihrer Heimreise an Bord der Königlichen Yacht "Victoria and Albert- nach Antwerpen einzuschiffen. Die Herzogin von Sachsen- Koburg wird noch vor der Abreise des prinzlichen Paares in Windsor erwartet.
B elfast treiben cin-
Frankreicb. Paris, 26. August. Der Prinz Humbert trifft morgen hier in Paris ein, bleibt aber nur bis zum Montage, wo er init dem Kaiser ins Lager von Chalons abgeht. Der Kaiser
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Kammer ist heute. Das Haus schrift“
Napoleon bleibt vom Montag: bis zum Sonnta . 4- Se im Lager, das 9111 7. dcslkünftigen Monats aufgelzgßb'en- wirYeMber“ großen Lager-Uebungensnd somit auf diese" eine Woche zusammen gedrängt. Marschall Mac Mahon geht erst gegen den 20. Se“. tember nach-Algier auf seinen Posten. p' Der »France- gehen Nachrichten aus Acapulco vom 20. Jul' zu. Man erfährt durch dieselben , daß der französische Admiral dit Blokade dieses Hafens aufgehoben hat und daß sogleich nach Auge. führung dieser Maßregel eine Menge Schiffe nach Panama, San Jranciöco und Havre abgegangen sind. Das Geschwader hatsch nach San Blas und Mazatlan begeben; nur die Dampf-erqatte -Victoire- ist auf der Rhede geblieben. Die französischen Tru'ppcn haben dem Juaristischen General Alvarez mehrere Gefechte geliefert in denen alle_n (eßterer geschlagen wurde. Die Proclamationen des, Kaisers Maximilian find in allen Häfen des Stillen Ozeans an- geschlagen worden. Die hauptsäch1ichstcn Distrikte des Staates So- nora und Cenaloa erklärten sich sogleich für die neue Reqjcrung was um so wichtiger ist, als dieser Staat bisher ganz unaßbängiq, geblieben war und nicht der Crntral-chierung gehorchte, ' '
- 27. August. Der Kronprinz von Italien ist hier ein. getroffen und rm Palais Royal abgestiegen.
- Der »Moniteura meldet: Die Differenz zwischen dchforte und Montenegro wegen der Grenzrrgulirung wurde durch die ge- mischte Kommission zu beiderseitiger Zufriedenheit ausgeglichen.
Dcr »Monitcur dc ['Armeeo hebt in Betreff der Manöver im Lager yon Chalons hervor, daß es dem Marschall Mac Mahon hauptsächlich darum zu thun sei, die einzelnen Generale daran zu gewöhnen, ]c nach den Erfordernissen des Augenblicks selbstständig zu [)riridelrij cr gebe deshalb nur ganz allgemeine Andeutungen über die auSzuführenden Operationen und stelle es seinen Gencralcn dann anheim , dieselben abzuändern, je nachdem die Terminver- häfitorsiiffe oder die Bewegungen des Feindes es als zweck- 1rraßtg erscheinen (affen. Bei dem Manöver am 9, August ließ Marschall Mac Mahon während der taktischen Bewegungen selbst Feldschanzen aufwerfen. Innerhalb vier Stunden hatten 2000 Mann, die nach zwristündigrr Arbeit von 2000 anderen abge: löst wurden, Erdrverkc in der Länge von Z Kilom. aufgeworfen. Dieselben bestanden aus einem Erdaufwurf von 1 M. 50 C. Höhe und Graben vorn und einem Graben rückwärts. Dcr doppelte Graben soll die Arbeiter beffer schüßen, weil von zwei Seiten der Erdaufwurf aufgeführt wird. Diese Feldwerfe wurden mit drcifrei- stehenden schweren Batteriecn versehen und zum Schußc der Bedie- 1iungsmannschaft dcr Gcschüße neben lcßtercn Vertiefungen in die (Yrde gegraben, in welche sie fich, wenn sie geladen haben, zurück- ziehen]. . Dic Wälle mit doppelten Gräben und die Gruben neben den freistehenden Geschüycn sind, nach dem »Moniteur dc ['Arince-, Neuerungen in der Feld-Fortification.
Die neuesten Nachrichten, die in dcr Havannah aus Mexico cinliefen, bestätigen die Einnahme von Durango durch die Fran- zosen, so wir, daß sich in Folge dieses Erfolges der ganze Staat Durango unterworfen hat. Juarez ist noch in Monterey in Neu-Lcon, wo kiirzlich cin Krieg?;rath gehalten wurde, demCortinas, Rincon, Gallardo, Ncgreta und Gonzales Ortega bciwohntcn, und wo beschlossen wurdc, auf der Defensive zu bleiben. Die Franzosen wollen Ende des Sommers in vier Kolonnen gcgen Monterey auf- brechen; Observations-Corps haben zu diesem Zwecke bereits in den Staaten Cohahuila, Chihuahua, Tamaulipas, Potosi und Neu-Leon Stellung genommen.
Syanirn. Madrid, 27. August. Das Blatt »chriaa ist heute früh vom Krichgerichte in Bezug auf den inkriminirtcn Artikel freigesprochen worden. Der »Contcmporanoe- und die »DiSfusfiOW verlangen die Auflösung der Cortes.
Laut Berichten aus Madrid vom 26. August war dasSU'Ü der Vertreter Mexiko's, Hr. Frazio, mit der Anzeige von dentRs* gierungsantritte des Kaisers Maximilian angekommen.
Italien. Der Kaiser Maximilian von Mexiko hat dem Könige von Italien seine Thronbesteigung angezeigt.
Man hat mit Legung des untcrseeisthen Telcgraphen zwischen Otranto und Valona begonnen.
Athen, 20. Anguft. Die zwei ersten
Griechenland. Jm
Paragraphen der Verfassung smd angenommen Worden. ganzen Königreiche herrscht Ruhe.
Aus 'Athcn, 25. August, wird tclcgraphirt: »Der minißerieue Kandidat, Herr Mesfinezi, ist mit 182 Stimmen zum Präsikjk") ten der National-Versammlung erwählt worden. Der OPPOÜUVUS' Kandidat Dclijorgy erhielt 141 Stimmen.
Türkei. Konstantinopel, 20, August. Der Vicckönlg von Aegypten hat der Hohen Pforte die Entscheidung in 73“ Trrritorialfrage des Suczkan als anheimgestellt. „„
Die Pforte hat ein strenges Verbot gegen den tscherkcsilickien Sclavenhandel erlassen, '
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Aus Skutari in Albanien „wird unterm 4. August dem „Journal de Constantinople: gemeldet, daß die türkisch.montencgrj. nischen Grenzftreittgkeiten *zur Zufriedenheit beider Parteien durch die emischte Kommission geordnet rind erledigt find. Montci-icgro Schäkr'das'ihm VM "de11„Gkoß1nacx)te11 zugespr'ochcnc Gebiet und er- ältfük die Distrikte,"d.ie cs 18.38 urid 1859 besessen, von der forte eine Geldri1kschad'lg'11ng. Der turkischc Bevollmächtigte war selbst fünf Tage in Cettmjc_ und hat dann auf den Prcniinahöhcn die Blockhäuser zerstören laser). Dagegen bleiben die Blockhäuser auf den Visocina- m_rd Rasalma-Hövcn bestehen und find bereits mit türkischen Manmchaften bescyt.
Rußland urid Polen. Aus Polen, 19. Qlugnß, berich- tet die „Pos. Ztg.-: In _leßterrr Zeit hatten in den Gegenden von Kraszncwice, Koio nnd 'Leszycc mehrere Jndwrduen," dic. „fich 'für * Agenth der Nationalrexzreriing ausZabcii , Steuern fur dieie beizu- treiben versucht. Da ne mehr allrm nnr gestemp'elten Voklmachten, sondern auch mit Quirtiingsformulgrcn rmx dcm Siegrl der National- xcgierung bedruckt- verichcn mr_d die Bcrtrrrgc, wclche'ne beanspruchten, nicht gerade bedentrnd “wgrenrw Faiißeir iir!) „auch hier und da Leute, welche theils aus Patriottsmus VWllClckM', meist wohl aber aus Furcht Beiträge zahlten. Durch einen Vrrrati) ist rs mm aii den Tag gekom- Zmenx daß diese Erhcbcr gar nicht von der Nationalrrgirrmizx zur Beitrei- bung von Steuern autorisirt waren, sondern das (Hrnhast auf eigene *Hémd betrieben. In den Besitz der mit einem Nationalregicrungs- Siegel versehenen Papiere waren sie ?urch cinen Judrn an§ Grze- gorzew gelangt, der ihnen dicxclbrn fur angemessene Entsch'adixznng besorgte. Er selbst hatte mit cmcm Korf), welcher bei einem Comité-Mitgliedc in Diensten gestanden, sich in Verbindung ge- seßt und von ihm einen Stempel gegen Zahlung von 25 Rubeln
,erhalten, den dieser seinem Herrn entwendet hatte. Mit dem auf diese Weise erhaltenen Stempel bedruckte der Jude dic Pa- inere, die ihm ein früherer polnischer Lehrer verkaufte fir an zuverläsfige Kunden,
Zerbeber ihr Geschäft machten.
lichen Erhcber find festgenommen, der Inhaber des Stempels aber *isi mit diesem Verschwunden und versucht Vielleicht 111 einer anderen
als Steuer-
die dann
recht sauber schrieb, und .
L “0 v"cii'cdcr mcb-' „ „ . . , . DU ehrcr, 1 1 “ UI * g » eroffnct, der als Wortfuhrer die m der vorhergehenden Sißung ge-
Gegend sein Geschäft. Die Herrschaft diescr aufgcstörtrn, aber wahr- scheinlich noch lange nicht zerstörten Regierungsigcwalt machte sich in jüngster Zeit wieder verschiedentlich bemerkbar, und dcn'Behörden liegen deIfallfige Indizien des noch immer dauernden gchcunrn Wal- tens mehrfach vor. So z.B. einErlaß an einen Fleischer zu Konin, rdie Lieferungen fiir das Militair einzustellen oder den Strang zu gewärtigen. Der Mann hat diese Aufforderung drr Behörde iibcr- “chen und liefert fort. , Warschau, 23. Augrrst. Der General- Adjutant Baron von Korff, Command'cur der Garden in Polen und Befehlshaber sämmi- licher Truppen im Warschauer Militairbezirf, geht auf einige Zeit nach Petersburg und wird dann Noch einen Monqt aiif seinen Gütern weilen, zum Oktober aber wieder hierher zuriirkichren, rim an der vollständigen Pazifizirung des Landes, wie bishrr, weiter ihäiig zu sein Wie fürzlich schon berichtet worden, ;tarif ausgearbeitet, und dir EiiiberzöU _ _ .und andere Manufakturwaaren sollen bedeutende zedrrabicizungen cr- „fahren, da die Regierung nicht nur für Polen, wirdern auch fiir ganz Rußland den Grundsay für künftig festhalten willz durch eiii ,strengcs Prohibitivsystcm nicht 111 chr, wie cs biIhcr Zeichehrn, die Fabriken zum Nachtheil dcs Ackerbaues zn schüßcn. ' Am 18. hat wieder ein Gefecht zwischen Bauern und einer be- “*“ Waffnctcn Bande von 12 Mann in der Nähe von Biaiyswck, aii "' er Grenze des Grodnoer Gouvernements, stattgcfnnden, in dem 'die Bauern jedenfalls den Kürzeren gezogen hätten, wenn rhncn nicht eme Patrouille von zehn Mann zufällig zu Hülfe gekommen ware. Es blieben zwei der Bande, die Übrigen fliichfeten in das Waldes- -'dickicht„ Die Leute waren verschieden gekleidet um“.» armirt .und chicnen mehr einer Räuberbande als Aufständischen anzugehören. Dcrglcicl)en Erscheinungen kommen besonders in ]cm'r Gjegen'd ]eßt seltener vor, wogegen in den Winkeln von Westpolm sich immer UM einzelne kleine Banden antreffen lassen und verschiedetie Exceffc verüben, (Posen. Zig) Von der polnischen Grenze, 26. August. Die-polnische "- EnÜIration in Frankreich hatte fich im vorigen Jahre, hingerissen „ Von der Begeisterung für den Aufstand, durch den Einfluß des Jurstrn “ Wladikzlaw Czartorvski bestimmen (affen, ihr bis dahin in Parts bestandcncs Comité, das Organ ihrer Selbstverwaltung und den Repräsentanten ihrer Wünsche und Bedürfnisse, aufzulösen und fich „Unmittelbar der National-Rrgicrung unterzuordnen. Jeyt, wo 'die Hkkkschaft der National-Regierung aufgehört und die Emigration durch das Zusirömcn neuer Flüchtlinge cinen bcdeutcndcii Zuwachs Erhalten hat, fühlt sie das Bcdürfniß, die Verwaltung ihrrr Linge- l“„Zenhriten wieder selbst in dicHand zu. nehmen. und hat 81111), Wahl einer? neuen Comité's bereits ausgeschrieben. Auch 'drn “)ungsten C'""0rantcn, die ihren dauernden Aufenthalt in Frazikreich grnoinmcn haben, ist das Wahlrecht zugestanden - ein Bcwcts, daß sie m den
wird ein neuer Zoll-
für Zucker, Bamnwollen- '
Orggniémus der alten Emigration mit aufgenommen sind., ,-“ Die Gésgmmtsumme, welche dj_e'polnische Emigrarion in* Europa im Jyhre 1863 zur Unterstützung chArxfstandes gufgebracht hat,“ wird von amtlichen Organen derselben auf 50,000 Thlr. angegeben. Von polnischen-;, Emigranten in Amerika find für den Ausstandim Ganzen„__16, Dollars ringesandt worden. - Dem -Gkos“ wo'kny- zufolge ist die Zahl derxenigen polnischen Flüchtlinge,; welche sich für die kriegfühkéü- den Heere in Amerika anwerben lassen, noch imtn'er 'imZ Wrichsen. (Hanz besonders drängen fich zu diesen - AnwEr-bungen' diejenigen“. Flüchtlinge, welche als Jnsurgenten einen militairischenGrad erWdr-' den haben, was allerdings bei den meisten der'Fall "ist.? Als eine ' Schmach des polnischenNamens- bezeichnet das genannte'Blatt es, daß einige Flüchtlinge für die unionistiscbe, andere für die konföderirte; Armee fick) anwerbrn lassen. »Welch' ein schn1achvol1er Anblicki -- ruft es ans - »werden jene polnischanbcntcurer gewähren,“ welche in cntgegengesrßten fremden Lagern zum brudcrmördcrischen Kampfe“ mit einander hervortreten, indem die Einen für die Aufrechterhaltun-g der Sklaverei der unglücklichen schwarzen Race, die Andern für die“ Erwcite'rung der Grenzen eines crobcrungssüchtigen, dic bürgerlichen Freiheiten und Rechte mit Füßen tretenden Staates kämpfenL- Am meisten ist jedoch das Blatt gcgen diejenigen Flüchtlinge cntrüftet, welche in der unionistischcn Armee Soldatendienste nehmen“, indem es der Regierung von Washington nicht verzeihen kann, daß fie meh- rere von der ruifischen Armee *desertirte Polen, die in der unionisiischen Armee Dienste genommen hatten, an Rußland ausgeliefert hat. -- »Glos wolnya gesteht zu, daß bei dem Aufstande vom vorigen Jahr die Wicderherftcllung des ganzen und ungetheilten Polens in den Grenzen von 1772 intendirt gewesen sei, meint aber, daß die bloße Intention nach preußischem Gesch keineswegs strafbar sei. (Osts. Ztg.)
Dänemark. Kopenhagen, 26. August. Die "Verhand- lungen iibcr die Anträge des Militair-AuSschuffes zur Prufung der Kriegführung ivurdeii in gcftrigcr Sißung des Folfethings von Steen
thanrn Ncnßcrungen, hauptsächlick) Mourad's, beantwortrte. C, V. Rimcstad kritifirte das Bedenken des Ausschusses und meinte hau'yt- sächlich, es sei nicht gehörige Rücksicht darauf genommen, daß Man- gel unvermeidlich seien, besonders in dcr Uebergangsperwße, in welcher sich unser Kriegéwesen befand. Fallesr'n Wies unter starker Bewegung die Aeußerungen Monrad's . uber Yen Empfang der Reserve-Offizicre von Seiten der Offizrere zuruck, die mangelhafte Ausbildung der ersteren falle der „Regierung zur Last. Er ging die Hauptfehlcr bci Führung _des Krreges. durch und gab dem abgetretenen Ministerium die Hauptichuld. Seni Vortrag wurde mit lrbhastcm Bcifakl aufgenommen. Steen, sagt die rleve- post., trat mit großer Mäßigung auf, nwdifizircnd rind erklarend, beinahe cntfthuldigrnd, unter einem Regen von Komplimenten gegen Monrad. Er versprach sogar dem Bedenken eine andere Form geben zu wollen, damit Monrad nicht gcnöthigt sei, aus dem Rktchs- rathc zu treten. Bille sprach sehr heftig gegen Monrad, was sich der Angegriffene aber nicht sehr zu Herzen iiabm. “Caffe war da- für, daß die Kommisfionen kein Gutachte-n uberdre Berechtigung der anfgcstcllten Klagen abgeben sollten. „Heute Wird die DiEkusfion fortgescxzt.
Amerika. New-York, 12. August.- Die au„s Mohile eintreffenden Nachrichten, welche noch ausschließlich aus sudstaatlichen Quellen stammen, find “schr bedeutsamen Inhalts. Dqs Fort Powell räumten dic Konföderirten in der Nacht des 5th d. und sprengt'en es in die Luft, und das wichtigere Fort Gaines auf 'der Ostsptße dcs Dauphin - Eilands ergab sich am 8ten d. den Ujmonstruppen. Die Konföderirten schiebcn die Uebergabe einem angeblichen Vcrrathe des Kommandanten jenes Forts, des Obersten Charles Anderson aus Alabama, zur Last. Derselbe habe fich ohne Erlczubniß des BefehlSHabers des Departements, Generals Page, tritt den Angreifern auf Untrrhandlungen eingelassen und troydem ihm der General den Befehl zukommen ließ, das Fort, welches von großer Stärke und mit Proviant auf sechs Monate, versehen geWescn, unter allen Umständen zu halten, eine“Kapitulgiwwabgeschxossen. Fort Morgan scheint gleichfalls in großer Bedraygmß zu fem. Dazu „Z| die ganze Flotte der Konsöderirten, welche m der Bucht von Mobile lag, mit Ausnahme eines Schiffes in Grund gebohrk,*auf deii Sirciiid gelaufen oder die Beute der Angreifer. So melden offizielle sud- staatliche Depeschen. Es heißt, General Beauregard werde von Petersburg nach Mobile gehen, um das Kommando der bedrohten Festung zu übernehmen. Ueberläufer, welche aus dem Lager der Konföde- rirten zu der Grantschen Armer dcsrrtirt find„ sprechen schon von der Einnahme“ Mobile's durch Farragut als einem Jaktriin; „doch finden ihrl Qlussagcn noch keinen rechten Glauben. "; Die SriLa- tion vor Petersburg ist unverändert dieselbe geblieben. -- Die Nachricht von General Averill's Sieg Über die retirirenden Konfßde- rirten bci Moorfield bestätigt sich. General Sberihan hat Martins- burg besexzt und rückt das Shenandoah-Thal hinauf, um Earl!)
anzugreifen; bci Winchester kam es am 10ten schon zu Vor“?