1864 / 232 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Zu der ersten Abtheilung gehören diejenigen Wahlderechtigten, welche an Klassen-, Gewerbe-, Grund- und Kommuna'l-Emkdmmenfteu'er m Summa 95 Thlr. 16 Sgr. jährlich zahlen, die zweite Abtheilung besteht aus Denen, welche zwischen 95 Thlr. 16 Sgr. und 35 Thlr. 14 Sgr. und zur dritten, welche unter 35 Thlr. 14 Sgr. an obigen

Steuern zu entrichten haben. (N. Hall. Z.)

Schleswig. FlenSburg, 28.Septe'mbe'r. Die,gestern hier durchgegangenen schweren Batterieen nebst Yrtrilerrepark gingen sofort auf der Schleswiger Chaussee weiter südwarid und zwar niich Rendsburg, wo dieselben diesen Winter verbleiben werden. Gleich- falls wird nächstens Infanterie aus dem Schleswigschen nach Kiel

ins Hauptquartier verlegt. (Alt. M.)

Jütland. Die vom Militair-Gouvernement erlaffenen, be- reits erwähnten Bekanntmachungen lauten folgendermaßen: .

Die Königlich preußischen Truppen in Jütland werden ihre Winter- quartiere vorzugsweise in den unten bezeichneten Siadtenfbeziehen. Der hierdurch eintretende stabile Aufenthalt der Truppen an' einem und deni- selben Orte erfordert geordnete Quartier- und (Harmson-Eznr'ichtuygen. Die resp. Kommandanturen smd von mir angewiesen, das Nothtgc hiernach an- zuordnen, den betreffenden Stadtbehörden mird htermrdaiifgegcben, den An- forderungen der Königlichen Kommandanturen underzuglich nachzukommen. Es Werden belegt werden: Horsens mit 4 Vaterillonen, 4Schwadronen, 2 Baskieiieen," Skanderdorg mit 1 Baiaillon; S1lkeborg_ Mit 1 Bataillow, Aarhuuk mit 4 Bafaillonen , 4 Schwadronen, 2 Vatterteen, Ebelidst mri 1 Bataillon; Greenaa mit 1 Bataillon, Randers ,nnt 3 Batmlionen, 5 Schwadronen, 2 Baiterieen," Viborg mit 2 Bataillonen, 1 Batterie,“ Aalborg mit 4 Bataillonen, 4 Schwadronen, 1 Batterie," Skwe mit 1 Ba- taillon,“ Hjörring mit 1 Bataillon,“ Frederikshavn imt 1 Bataillon. Agr- huus, 23. Septem " Militair-Gouverneurr (gez.) „v. Falckenstem.

Da in näch nde Truppendisiocaiionen 1111 Rayon des preußischen zweiten kombinirten Armee-Corps siaitpnden werden, sd habe ich es fiir nothwendig befunden, daß die seiner Zeit behufs des Eindringens (der Ernte verminderten Wagenparks, sowohl der Kommandaniuren als der „_zn- iendaniur, wieder auf die frühere Stärke ergänzt mid erhöht Werden;

Die Amihäuser werden daher hierdurch angeiviesen, m den einzelnen Amtsbezirken sofort die dieserhalb erforderlichen Anordnungen zu treftexc und davon, daß dieses geschehen, ungesäumt dcn Kommandgnturen und Inten- danturen Anzeige zu machen. .J.-Q. Aarhuus, den 25. September 1804.

Der Militair-Gouverneur: (gez.) v. Falckcnsiein.

Oldenburg, 28. September. Im Laufe dieses Herbstes wird eine ordentliche LandeSsynodc des Herzogthums stattfinden und man steht deren Einberufung entgegen, Die Zandessynode besteht bei uns aus 29 von den Kreisiynoden zu wahlendeu Ab- geordneten, nämlich ' mid aus 5 voin Großherzoge auf Vorschlag des Oberkirchenraths zu wahlenden Mit- gliedern. Den hervorragendsten Gegensiand der Verhandlungeii Wird die Gesangbuchsfrage hilden, vorausgeseYt, daß der Oberkircheri- rath den kommissarisch ausgearbeiteten und vor einiger ZUK. pybli- zirten Entwurf eines neuen Gesangbuchs zur Vorlage an die Lan-

dessynode fich aneignet. (Wes. Ztg.)

Sachsen. Altenburg, 29. September. Der Landtag des Herzogthums ist zur Fortseßung der am 5. Marz d. J. diirch Vertagung unterbrochenen Verhandlungen auf den 18ten iunsttgen Monats wieder einberufen worden. (L. J.)

Hessen. Darmstadt, 29. September. Se.-V-iajestät der Kaiser von Rußland wohnte gestern mit Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge und den Prinzen einer'Pirschjagd auf Hochwild im Großherzoglichen Farke von Kranichstenr be,). " .

Heute Mittag 1 Uhr trafen Se. Majesiat"der Konig" von Preußen hier ein und wurden von den AUerhdciZstezi und Hdchften Herrschaften am Bahnhofe empfangen. Se KomgltcheHohert, der Großherzog geleiteten Se.Majestät den Kdnig zum Großherzoglichen Refidenzschloffe, wo AÜerhöchftdieseideti zwei Stuydcii verweilteii und hierauf, von den Rusfischen Maxestaten und den ubrtezen Allerhéchften und ,- öchst'en, Herrschaften zum Bahnhofe zuruckbegleitet, Ihre „Reise nach dkn-Bad'en fortsehten. (Darmst. Ztg.) .

Württemberg. S tuttgart, 28. September. Der heutige "Staats-Anzeiger für Württemberg:: bringt foigenden Artikel: , xUNi'er dem Vorsiße Sr. Majestät des Königs fand gesiern uiimit- telbar iiach Beeidigung der neu*eingetretenen Departementßchefs eme SivUng des "Königlichen Geheimen Raths stati, deren Ergebmß die upverwetlte Ab- sendUng von Commiffairen nach Berlin war, um in Gemeins (haf t mit Bayern den Beitritt zu dem erneuerten Zollvereine noch vor dem 1. k. M. zu erklären. ' , . Neben diesem Schritte der Königlichen RegterunY blerb„t deren Yrthetl überde'n preußisih-französischen Handelsvertrag bestehen, tese hait noch Wi an der Ansichtseft, daß derselbe" die materiellen Interessen der Zollvereinsangehörtgen gefährde. Deimv'ch laubte sie in ihrem Widerstande geZlen denselben nicht länger “verharren.,zu “i?)lken. Wollte sie diesen bis zuni ustriiie aus dem olivereine treiben, dann mußte ein ErsaZ für levteren m der Bildung eiiier

* bfésiändi“ en Zollg'ruppe mii tauglichen oklgrenzen gefunden, mußte Wurf- Fiemßer' Jie N;;Ziean auf diesem Wege der, . Oaüdrsvertretung sicher sein. Da keine dieser Vorausstßungen

12 geistlichen und 17 weltlichen,

': das verlorene ein neues andel-sgebiet gesichert werden , mußte soiirung der vollen ZusiimMung der zutrifft, da

überdies die neuesten Kundgebungen der zunächsi Beiheiligten eine große Be-

dem Zollvereine beweisen, so halten müssen, ihren Widerstand gegen gierungen des Zollvereins angenommenen -. 29. September. Der vStaatSanzeig

Frankfurt. Sein Vorgänger

zugetheilt.

Bayern. mitgetheilte Artikei der -Bayer. verein lautet wörtlich:

reich und Preußen einen vorausgeseyt worden war,

zu dem erneuerten Zollvereine einzutreten.- Weisung an die Königliche bayerische Commiffair zu nannt und mit Instruction rung die bisher fiir ihren Erzielung eines förmlichen

den fraglichen versehen worden.

Februar 1853, nicht länger festhält, glaubt fie e ausgehen zu diirfen, daß bei den

mit den auf bayerischer Seite wahrzunehmenden bar erscheinen wiirde.

29. September. Bei handlungen der historischen den auöwc'iriigen Mitgliedern an ftaiid dcr Konnnisfidn Prof,

den

war Lappenberg aus Hamburg,

Professor Häußer aus Heidelberg, Professor Wegele aus Würzburg

Wien. Von den hiesigen Mitgliedern nur Professor Löher und Archivar Muffat lungen der Kommission werden jedenfalls nehmen. (R. C.)

Ministerium verwendete Königliche den fiir den in Berlin befindlichen chert bestimmten Instruktionen als Zollvereins-Konferenz gestern abgereist,

Nürnberg , 29. September. der Herr Landtagsabgeordncte K. Cräm hatte, damit aus ihr noch einmal ein W

mittag hier stattgefunden.

dung einer Erklärung durch ministerium. Herr K. Crämer

bereiteten Protest und knüpfte

das Votum des [exzten Landtags

Frage voxr so daß der" schwerere Theil der ten Einberufung des Landtags

Vorwürfe

Ihre Königlichen

Wales werden am 15. oder 16.

Hall zuriickerwartet. Prinz Humb ert

seine Rückreise an, wie es heißt,

lung |attgefunden, empfangen. Es allen größeren

eines Arbeiterkongreffes in

Verhandlungen schlossen Deutschland, Italien, Frankreich. Paris, Moniteur- meldet, ift Prinz Mürai in ßschen Gesandtschaftspalafte ab estiegen. er dem Sultan einen Besuch, er dem Prinzen Mürat vorher das Groß

sorgniß des Landes in Betreff

etwaigen AuZschluffes Württembergs und

übersandt hatte.

nennung des General-Lieutenants Julius vo vollmächtigten Wiiriiembergs bei der Bundes- auf diesem Pdsien, von Ehrenberg, ist zur Dienstleistung dem 8. Infanterie -

München, 29. September. Ztg.“ Über den Beitritt

eden Kommission denselben Anthcil: Ranke aus Berlin, ferner Geh, Rath

gelten miiffe.

hat es die Königliche Regierung den nunmehr von säi Handelsvertrag aufzugeben.«-

bestätigtheute die Er- n Hardegg zum Be- Militairkommisfion in der Oberst Bayer Regiment

era

Da die in Prag wieder aufgenommenen Verhandlun langsameren Verlauf zu nehmen hat die bayerische Regierung fi Cinoerständniffe mit der Königlich iidiirttembergischen Regierung und ge- meinschaftlich mit derselben sofort in Verhandlungen über ihren Beitritt Es ist demnach entsprechende und der

Gesandtschaft in Berlin erlaffen bereits

Verhandlungen Indem die bayerische Regie- Beitritt aufgestellte Vorbedingung, nämlich die Einverständnisses zwischen Oesterreich und Preußen

iiber die Erneuerung, beziehungsweise Erweiterung des Vertrages vom 19ten

inerseits

bereits im Zuge befindlichen gen zwiscden Oesterreich und Preußen ein entsprechendes Einverständnis; er- zielt werden wird, während andererseits eine Fortdauer der Ungewißheii, welche biShcr bezüglich der Erneuerung der Zollvereinsverträge obwaltete,

zum

für ihre Pfiicb; nmtlichen Re-

.Dcr tclegraphisch

Zoll-

gen zwischen Oester- scheinen, als früher cl) entschlossen, im

?k-

von der Erwartung

Verhandlun-

Jnteressen nicht als verein-

stattfindenden

nehmen

Peri) aus Berlin, Oderstudienrath von Stälin aus Stuttgart, Professor Waiß aus Göttingen,

Professor Hegel aus Erlangen, und Archiv - Direktor Arncth aus der Kommisswn find zur Zeit

der

Ver- von Vor-

Archi-

abwesend. Die Verhand-

me

e 01“

gewesene

hrere Tage in Anspruch

“- Wie die *Bayerische Ztg.“ vornimmt, ist der im Handels-

Ober-Zoll-Affeffor Berr mit Ober-Zoll-Rath Ritter von Rei- Bcvoljmächtigien bei der dortigen

Die Versammlung, zu welcher r aus Dvds eingeladen t bezüglich des endlichen Beitritts Bayerns zum erneuertenZollverein ertöne, hat heute Nach- Jn Würdigung der v

unterblieb jede Beschlußfassung und die beabfichtigt den Telegraphcn an das Gesammi-

beschränkte fich auf die Mittheilung mehrerer ihm zugekommener Zuftinimungserklärungen zu dem vor- hieran eine Reihe von Bemerkungen über das Scheitern der bayerischen Politik in der Handelsstage, wobei er jedoch zur theilweisen Entschuldigung des Ministeriums an erinnerte, welches den in dieser

der Regierung eingenommenen Standpunkt gebilligt habe,

eränderten Zustände

Absen-

eigentlich der nicht erfolg-

hat den gestrigen Tag mit der und Abstattung von Abschiedsbesuchcn zugebracht. vorerst nach Paris. In der St. Martins-Hall hat gestern eine Arbeiterversamm- um eine Deputation “franz wurde über die Bildung von Städten Europas berathschlagt un Belgien fiir das künftige und eine Resolution gefaßt , welche diese Vorschläge

internationalen Allianz im Interesse der Judustr mit Lebehochs auf England,

Polen und Ungarn. 29. "September.

(R. C.)

Großbritannien und Irland. Zond 011,29. September. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin von in ihrer Residenz Sandringham

Heute

Entgegennahme

tritt er

öfischer Arbeiter zu

Arbeiterkomité's in

Wie der

ie machte. Frankreich,

d die Abhaltung

Jahr empfohlen, zur Basis einer

Die

i*AbMd-

Konstantinopel im franzö- Am 28. September machte

band d

en dieser sogleich erwiderte

es Hömanie

nachdem h-Ordens

“- davon Anzeige machen.

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Der vaend-Moniteur- bringt Nachrichten aus Me ifo vom 27. Angriff. „Die Rundreise des Kaisers Maximilian in sFincn Pro- vinzen Wird uber den ursprünglichen Plan hinaus verlängert wer- den. Ueberall wurde er mit Begeisterung empfangen. Der 15te August wurde in Mexiko von der französischen Bevölkerung mit großeerterltchkeitcn begangen, denen sich die mexikanischen Behör- den beigesellten. -_- Der während einiger Zeit unterbrochene Bau der Etscnbahti ist ]eßt bis Paso del Macho gesichert,“ es ist die Rede davon, daß eme englische Compagnie die Linie bis nach Mexiko fort- führen wird. _" .D-cr »Moniteurte bestätigt, daß der Kaiser Alexander die Kaiserin nach Nizza begleiten und diese daselbst den Winter znbrin- gen wird.

Das amtliche Organ bestätigt den Stellenaustau wi“ en Yuitrty und Rouland, so wie die Erhebimg dcs [eßtersYi zin1é§en Sena .

Der friihere spanische Botschafter und le te Mini er- räident Mon, ist heute früh in Paris eingetroffen. HDem VßrnehIiZneii nach, Wird er an Jsturiz' Stelie den Botschafterposien wieder erhalten.

Graf yon der Goly ist nach vierwöchentlicher Abwesenheit in den Pyrenaen-Bädern auf seinen Posten in Paris zurückgekehrt.

. 30. Sedtember. Das *Paysu sagt: Man darf die Anerkeniiung Italiens seitens S panic n s als eine Thatsache betrach- ten. Die Regierung in Turin wird dem Parlament wahrscheinlich

Spanien. Madrid, 29, September. Das Joarnal rEl Clamora verlangt, daß Spanien auf der Insel Haiti bloß die Stadt San Dommgd dehalte Und den Rest der früheren dominikanischen Republik qufgebe, um dem Kriege ein Ende zu machen.

" Die in Madrid wohnhafien Dominikaner- und FranziSkaner- Monche werden, der »Corrcspondenciaa vom 25. zufolge, am 27„ 28. und 29. d. M. in der St. ThomaE-Kirche feierliche Siihngebete halten bezüglich der Lästerungen, welche Herr Renan in seinem Leben Jesu ausgesprochen hat.

, Itglien. Turin, 30. September. Die Journale veröffentlichen

einen Brief des Präfekten von I.)?ailand, V illamarin er, an die Sozie- teit der Wissenschaften zu Mailand, worin derselbe erklärt,-daß Se. Majestät der König ihm durch einen Ordonnanz-Offizier den Auftrag habe zueszehen lassen, Maiiand wegen seiner würdigen Haltung zu beglück- wunschen, und daß er zu der Versicherung autorifirt „sei, daß die Conyeiition ihre volle Aquiihrung finden werde. '

Em Manifest des römischen Comité?) konsiatirt die gute „Auf- nahme, welche die Convention bei der römischen Bevölkerung gefun- den habe, die in derselben das Prinzip der Nicht-Jnterventidn auf Rom angewendet sehe.

Man erwartet die offizielle Publication des neuen welches definitiv konstituirt ist.

Mehrere Journale versichern, daß das Ministerium Lamar- mora die Unterstiißung der großen Mehrheit der Nation haben

Werde.

_ ,Ricasoli hat mit seinem ganzen Einfluffe die Bildung des Kabmeis unterftüßt, und ist jeßt nacb Tchana zurückgercist.

. Die Munizipalräthe mehrerer Städte Piemonts haben Zu- stimmungsadreffen an den Munizipalrath von Turin Votirt. Man versichert, das; Nigra nach Paris abgereist sei.

Amerika. Aus (Hrant's Hauptquartier wird der New- York *Worlda vom 15. d. M. geschrieben, daß die Konföderirten, alleii Anzeichen nach zu schließen, Petersburg zu räumen beab- sichtigen mid. schon Anstalten dazu treffen, um ihre Armee innerhalb der Vcriherdtgungslinie Richmonds zu fonzeniriren, worin auch der Gruyd fur „die auffallende lange anhaltende Unthäiigkeit der Kon- fodertrten seit ihrem fehlgeschlagenen Versuch, die Posttion auf der §Weldoner Eisenbahn wieder zu erobern, zii suchen sei. - Der Kriegs- VmZerVYeröffentlicht folgendes Schreiben des Generals Grant vom , »Wir müssen die volle Nihl der oom rätdenten verlan ten ekruten m möglichst kurzer Frist habe? Wenn wir FnseTe Armeen schrézeu lelzählig meechen, so wird dies einen größeren Effekt auf den Feind haben, als ein Steg. Der Feind giebt vor, zu glauben, und verbreitet unter seinen Leuten den Gnlauben, daß im Norden eine Partei existire, welche die Unabhängigkei des Sudens anerkannt zu wissen wünsche, so daß wir die Außhebung nicht dtxrchzuseßen vermischten. Diese Täuschung muß ihm genommen werden.. Taglzck) treffen Deserteure bei uns ein, die uns von dem allgemeinen Wi- derw1llxn gegen. den Krieg unter den feindlichen Truppen erzählen und ver- sichern , daß, die Desertion noch viel weiter um fich greifen würde, wenn max] fick) nicht mit der Hoffnung auf FriedenZunierhandlungen nach der Prafidentenwahl 'schmeichelte. Die Durchseyung der Rckrutirung und die schnellen Yervollstandigungen „unserer Armeen wird uns unermcßlich vieles Blutverezteßen ersparen.«

' Dre auf-- die Rekrutirung bezügliche Ordre des Kriegs - Ministe- riums lautet: »Die Aushebung wird am Montag, den 19., in allen Staaten imd Distrikten, wo die vorgeschriebenen Quoka nicht durch den Eintritt von Freiwilligen gestellt sein Werden, beginnen. Frei-

Kabinets,

schlag gebracht werden. In den mei en Staaten * - bung Freiwilliger noch mit raschen Sftchritien vor fiYh-é “„die Anww Die strengen Maßregeln, welehe General Sherman in dor eroberten Stadt Ailanta angeordnet hat, werden von der .südstaat- licher) Presse cmmuthig verdammt. Es scheint, daß Sherman, indem er die weißen Vewohxier sämmtlich ausweist und den Negern die 5Wah] „laßt, Zitiveder ihren Herren zu folgen oder in die "Dienste 'der Vereinigten Stadien zu treten, Atlanta zu einem reinen Militair- xlahe machen wxll. (Heyeral Hood hat gegen die Grausamkeit dieser Anordnungen Protest eingelegt, obgleich er den von Sherman zur Arisfuhrung dcrielben verlangten zehntägigen Waffenstillstand gewährt. Die Richmonder Blätter behanpten, der ganze Krieg mit seinen Schrecken habe eme solche Barbarei noch nicht zu Tage gebracht. 5 Sie »News-York Times“ enthält eine detaillirte Berechnung der Verluste, welche (die beiden in Georgien fich gegenüberstehenden Armeen seit dem 2. Mai, als Sherman von Chattanooga aufbrach bis ziir Einnahme Atlanta's erlitten haben. Danach hätten die nord! staatlichen „Truppen in diesem Zeitraume an Todten, Verwundeten ixxik'ißécxirilinßsße'pßtoded'GYMJFM 31,300 Mann, außerdem 15 Ge- e u ie on ' ' 30 G:?schiiJe. , f ernten dagegen 43,700 Mann und “'n einem Tagesbefehle vom 8. d. Mis. in wel em er eine ,xruypenl zu dem“ bei Atlanta erfochtenen,Siege Cezhlück wi1insehrtt, schreibt General Sherman seinen Erfolg dem Umstande zu, daß sem Gegner „Yood den Mißgriff beging, die Kavallerie der Konföde- rtrten dem Yordhecre in den Rücken zu schicken, ohne Vorkehrungen (ZL treffen, Ue rasch zurückrufen zu können. Dadurch sei es ihm F;?Ferrxxaäi) JeluxßgenTseine Flankenbewegung nach JoneZborougk) zu e. c 1gen,one er u beiir ten brau ' * * - mumßeétifon abgeschnitten zu zwerdefn.ck chte, von seiner Com ". 11 einem einzigen Bahnzug, welchen vod vor einem Ab u zerstorte, befanden fick) 5000 neue Büchsen,H3 Millionxn Patronzené YYZÉWU, FawnnetZtOe, IZFiZzeäig und Ausriistungs = Gegenstände in urer ane. te e e en eben „u ' ' ' Verlust an Material unerseßlich sei.g z , daß em so immenser . 'Nach zrwerläsfigen Berichten, welche in St. Louis am 16. einltesen, 191de der Staat Miffouri wieder von zwei bedeutenden Rebellen-Emfall'en gleichzeitig bedroht. General Price fekte am 8. Septewber n_11t 5000 Mann Kavallerie zwischen Little Rock und Fort S1111t[)_ beerardenelle iiber den Arkansanluß und gebt augen- scheinlich aui Mtffourt [qs , d. h. gegen den südwestlichen Theil des Staates uiid zivarSprtngfield, wo fich bedeutende Vorräthe der Bundesregierung befinden. - Vom Nordosten des Staates Arkansas [)er bedrdht Shelby den Südosten Missouri's und zwar besonders Cape Gtrqrdegu am Misfisjtppi, welcher Play iibrigens ebenfalis stark befestigt ist imd 'von Kanonenbooten beschiißt werden kann. Wahrend die Richmonder Blätter behaupten, daß der Süden Lebeiiswitiel tm Ueberfluß für seine Armeen habe, wurde am 22. U. M. in Sumter , S. C., eine Versammlung gehalten, worin ein Ofnftzier vdn Lee's Armee erklärte, daß die Armee mit Mais von Sildcarolma versorgt werden müsse. Ein Aussthuß von 42 Mit- gliedern wurde ernannt, um Lebensmittel aufzubringen und die fol- gende Resolutioii angenommen: »daß wir mit dem tiefsten Interesse und Schmerz dte-Appe'liation des Kriegsministers, General-Quartier- meisters und des Major Carrington auiorifirten Agenten des Gdudernements m Betreff des Mangels an Mais in der Armee von Virginia gehört haben, eines Mangels, welchem von Südcarolina eiiiem" abgeholxen werden muß, indein aus allen anderen Staaten der Confoderatxon schon das Möglichfie gezogen worden ist.- Der Postdampfer »Atrawa bringt Daten aus Valparaiso vom 17“. Augusi, Vcra-Cruz vom 1. September, Panama vom 5ien. Die,Nachrtchteri von der Südseekiisie bieten wenig Interesse. Jn Chile haiie die peruqmsche Frage nach und nach aufgehört die Auf- merksamkeit dees Publtkztins in Anspruch zu nehmen. Peru. „Ya- gegezi war sehr krtegerijch gestimmt und wollte keinen Friedensvor- schlagen Gehör'geben, wenn nicht zuvor die Chincha-Jnseln heraus- gegeben sem würden. - Auf Domingo hatte General Garldara am 30". Arxgusi die Pofitionen der Jnsurgenten bei Puerto Plata nach funfslundigem Kampfe eingenommen, der feindliche Anführer Generax Benito Martinez fiel kämpfend. Die spanischen Truppen habeii jtch durch diesen Sieg den Weg nach Santiago geöffnet. Nach amtlichen Ortellen'berechnet sich die Summe, Welche Spanien seit der Occupation bis zum 30. Juni d. J. aus San Domingo ver- wendet hat, auf tiahezu 30 Millionen Dollars. In der Nähe der Siadt San Dommgo war es, abgesehen von gelegentlichen Schar- muyeln, im ganzen ruhig. - Jn Venezuela ist, wie der Pariser vMoniteur- vom 7.„September aus Caracas meldet, eine Revolution ausgebrochen. Funf Staaten" haben die Beamten der Central-Regierung fortgewie- [en und sich fur unabhängig erklärt, unter dem Vorwande, daß die offentlichen Gelder verschniendet und das Land ins Verderben ge-

führt würde. Rto Janeiro, 8. September. Es hat hier eianinister- Das neue Kabinet ist folgendermaßen zu-

Willige und Stellvertreter werden bis zum lehten Momente in An-

wechsel stattgefunden. sammengeseßt: Furtado, Minister-Präfidmt und Iusiizs Liberato,