1864 / 257 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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fürftin Helene, dic verwittwrte Großherzogin von Mecklenburg- Brand crieth qekappt und an der “nel “Ui? Schkßtkinx die anwesenden Königlichen Prtiizen und Prinzessinnen, angekomZien rind soll in dem Garten FissMJschme anlLFIYWBUric, so Wk? Furs GWÉ'WÜ- GM WWW“, Furs? Pkkß- der KajsEkUkh an jenes Gefecht aufgerichtet werdcn. ' * “"k““ L_Usfistbe und de? Komgltch med_cklMYdlsW Gesandte, kek Großherzog- Oldenburg, 28. Oktober. Das heute ansqeqcbcne Ges lich mecklenburgisc'he, Gesandte, 10 wre die Stadts-Miniftcr von Bis- verkündet den Landtags=Ahschjed fs'U- dcn iinLanfe chßbwkk marek, von Schleinty, Graf Eulenburg und viele andere hochgestellte flosscnen Frühjahrs geschlossenen Landtag, Derselbe Enthält i "e.?“ MUMM. Einladungen erbglien hattrg. Nach dem Diner arbeiteten Paragraphen aiißcr der Aufzählung der zu Stande qcfdnimencijil 92 Sc. Maxestat Mit dem (Yilmster-Prandenien._ _ scxze und Verträge die Großherzoglichen Rcsolutioncii auf sämmtlEcd -' 31. Oktober. „elcgraphrschen“Nachrichien _zufolge ist gestern Anträge des Landtages, soweit diese nicht schon während dcffcnUZch'e Nachmxttag WW 2 Uhr zu W121! "11 Mmrstcrmin dcr auswar- handlungen zur Erledigung gekommen find. Aus den Rcsolut' W tigen Angelegenheiten die Unterzeichnung de's Friedensinstrn- hebt die "WMVZUZL nachfolgende hervor: Wegen des beantwmn MLUUZ erfolgt, nachdem] UNIMET" 1Wch UU? kurze Sißung der Geseßcntwurfs iiber die Tbeildarkeit der Grundstücke soll das YUM Fricdxns-Konferenz _ÜÜUIUU'ZNU hatte. _ dcrlichc vorbrrcitct werden, Ob die Einfiidrnna von besonderen (for- , „xn Beireff einiger Bestmnnungcn des Friedensvertrczges.meldet delderichien fich empfehle, soll erst nach irkzivischcn qemackUciiQYl' “" WWW UUIWYW “UV KVPUJÖUJFUZ daß, zlkfolJL MitthelllUJJM fahrungen mäder in Erwägung arnonnncn werdcn, dic chiisckir. dcs Murtfters des"31111crn M ?!"? !Jlklsch)k_l1 Mitglxkdkk des Reichs- Revision des Geseßes iiber die Einrichtung dcr Aemtcr wird Üb",te ratbd, eine drciwochentifiche Rattncationsfrtft fcsdgestß] worden sei. lehnt, weil weder die bisbkkigc Erfahrung „ock, anck) die VAKJP “DTU Wordcn darquf wurdecydcznn Jutland von den fremden Trup- lungen des Landtags Andaltpimktc dafür „„ Yi, Hand gebe W" Le.", ZU raumen'stm. Das (Friedensmstrumrnt setze “ls Grenzx ki"? Betreff der beaiitragten aiisgcdcimßcch ch'landuiig dcr Solk§a,ln »M1_e_st|; westlich VM _WÉEJJWFÖZM ['N Galidl'xliz' UUÖ "_Vl'dkck) während der Erntezeit kann cincZusagcnicdt gemacht werden' wo M ChkksktMÖftld? York)“ bts» WÜIMMW “Uf dcr Ost1ettc. AULZLMM dcr gewiinschten Vcrmindcrmm dcr Militiiirpcnfidnslast wird K_gc'n TPW bFlchtctlakaß dem Beriiehmen "“ck In der Ayrrfioanummc cinem friiheren Landtagsabscdicdc gemachte Bemerkung wiedcliélßilt1 IZKF“ SYM ÉTZYYMFY s"! wogegen Danemark im" die IMNW daß wie biSHer so auch künftig nur innerhalb der dienstlics)cn Ndotbx _ Aus Dan i 'wird emeldei d ß 1) d d _ __ _ wendigfcii Pcnfionirungcn eintreten“ werden; die bcantragteIicvifio/n lieben Werft bere'tsz ?50 TZ“. t' ,STl'“N'1 cr NÜIM KOLJLI" dcr Sportclntaxr wird verheißen, die beantragte Fustimmunq *u dcn i l ' _ ZU nar [M )Msziminergesellen l_l) ihk? vom Landtage bcschloffcnen Liendcrimgcn dcs Eiitwurfs cin'csijx'x. Herma h & “Jen sdcre11Vund1lwch wYtere Reductwnen beyorstandcn- staatsdiencrgcstch wird abgclchnt; im Betreff der beantragten uli- nahme dalß deFUFWZtsachZ“ is?"? elroOstdahn _IUFMW Maß- Znitielbaren Icrbindung des Telegrapdcn im Herzogtbmn mit H„, gen 13,011 mindesten 1000CeätnxirkLLIffkjéÉ-ZTUIHKUdTiZffYIsaYYZFW; Jbrigen dexitschen Tclcgrapdcn wird bemerkt, daß mit der Voilcn. Stationen nach Elbing und den weiter östlich bclegcnen Ostbahn- ZZYYLFBZ'IJYML ?ZleéderxlckUMl'ck) M &elcgraphciwcrbmdung cim STUFF? befßrdert, werch soÉlch auf Ein Pfennig pro Centncr ' un eie ne en emer e en xpc itionsgebühr von 1 Thlr. pro sammlung publi' - -, .. „„ , . zirtes Gesetz (JUN dcn evan click -lutber1chcn 109 EUR crmaßtgt ist; WWU“ besonders den PWVMJM Posen UNd Kirchengemeinden Eutin, Malente und RJtckLZt ciné Fein

Preußen zu Statten, indem in Folge dessen, daß die Kartoffelernte Organisation, nach wclchcr jeder Kirchengemeinde in ihren iin-

YÉÖJYPÉMR PHIL?" !JxxcdisbeBgManL AUZÖULLt “'Ich" Mt, gelegenheiten das Recht der Selbstverwaltung ZUstcht. Dic Kircbcn-

Sendungen diesTs Prodickts dahin befßorrdxri ZÉÖLY k, ma1scnhaxte gemeinde übt ihre Befugniffc durch Gemeindeversmnmlungcn, ditrch

BreSlau 28 Oktober , Das Köni lichc1:§"*o si _ __ deri Ktrchrnrath (das Presbyterium) und durch den Kirchenausschuß.

die Provinz Se,!)lefieii bat "11jsämmtlicke GZiliche ZenFOklZm "(R Die Gcmcindcversannnlungcn find allgemeine oder engere. Di

gend e V er ordnung «[of/sen:" ) 1 k PWMZ f“) " allg_eLucinehGenZeindcvkzsannnlung wird aus den in der Kirchen- . . , . , _, cmcmrc wo nen en e "1“ " ' '

'Das [)'"fige Kömgllche Promnztal-Archw hat unsere Ver'***ttclung Zcbiidct und hat die BeßiinxirÜFnchdjixe YZMZXFW?cztxeiIxFliiéesro

dafür in Anspruch genommen, daß die Druckschriiien wel e über die . . . ck wre bet der Benßimg der Pfarrämter nach Maßgabe des Gcseßcs

Geschichte einzelner Kirchen und Parochiecn unserer Provinz künftig vcr- . . offentltcht werden mochten, demselben in je einem Exemplar zugehen. Wir ""t-WWW“ Die “MSU": GemcindeVersannnlung, bestehend “U

fordern demgemäß die Herrcy Geistlichen auf, die eine solche Druckschrit denjenigen ÜUUUÖM ti ten GUUÜUÖMU k'öki c ' xrschemen lqsscn oder deren „Herausgabe veranstalten, die gewünschte Citx- Kirchenanlagßn bcizutéagxexn vcrpfiichtct fingd'h hagt ndie Yeestitiiinuéii Yerkdung, die ukiier porTZfretern Rubrum erfolgekn k'ann, zit bewirken und aus ihrer Miike den Kirchc11artsschilß, zu wählen DZ .5.r..z?.xe§rr§1§.Pr..:x'xix'drrr.?.ixrßilri.“x,.§'x.YM?- Kirhrnrath ..,... ...... .... .... ... P.,»... WW“ leiftei, und je bereitwilliger der dort aufbewahrte Urkundenschaß nicht nu?. (H"eijtltchcn "„W- dM- JU Kircsgenälfestey gcwéihlten Kirchspiels-Angc den Vehorden, sondern auch den Privatpersonen zugänglich gemacht wird, hortgcn. . Er ist «die ordentliche Bchdrdc fur Verwaltung der An u'm desto mehr dürfen wir erwarten, daß es die Hekrcn Geistlichen als gelegenhcttcn dcs Kirchspiels. Dcr Kirchenanssthuß ist das Ok eme Ehrenpflxcht qnieben „„,-den, die Aufgabe eines solchannftituts auch gan, welche die Rechte der Gemeinde in Vcrmögcns-Aiiqelcgenbeitc an Ihrem Theile m der chc, ww es gewünscht worden ist, zu fördern.« vertritt und statt der Gemeinde handelt. Bei der Wabkder Kirchen . Bonn, 29. Oktober. Der Prinz Alfred von England ist, ältEftcn haben die Wähler ihr Augenmerk auf Mämier von gui: Wie die »„Bonnrr Z.- meldet, hcuteIiachrrnttag bier eingetroffen und Rufe nnd kirchlichem Sinne zu richten, Die Aeltesten werden an hat dalsdfur die Dauer seiner Studienzeit gemicthete Haus in der sechs Jahre gewählt, wer zwölf Jahre nach einander Acltestcrg PoppÉsbolrfcr M12?) bezogen. " . . Wesen ist, wird Ehrcnältestcr und ist berechtigt, an den Icrhandlnn der Kor enz, . ?ktZder.K Jhrc Konig'lichen' Hoheiten geri des Kirchenrathcs Theil zu nehmen, jedoch ohne Stinnnxccht. 27 _ oonprinz'wt-n' te ,;r'an Kronprinzessin trafen am Bethseyung erledigtcr Pfarrstellen geschieht die Bewerbun . nur Ihren Komgltchen Hoheiten dem Prinzen und der Prin- bei der Regierung, welche von den Bewerbern drciduswählt. Nach zessin_ von Wales in Han'rwvcr aiif dem Bahnhofs zusammen, reisten dem diese drei mit Genehmigung des Großherxogs der Gcmcini ?FnäßixcheFtltch nach Coin wetter und trafen daselbst Abends gerkialnnt sind und in der'Gemeinde Gasipredigicln und Catcchisatio . . _ gc)a ten haben, wird einer der elbcn von der all, ck '1c « cmcindt Das Nachtquarirer wurde 191 Hotel Bcileduc__zu Deny gcnom- Versannnlung gewählt. Zur sWahl ist eine Stizmjiiixniichvcit vr men und nachdem dteoHochftkczi 'Hrrrschaftcn den 28. vereint in Cöln drei Vierteln der anwesenden Wähler erforderlich. / , erlcbt hatten, seßtrn „ihre KomgltchcnzHohettezi der Kronprinz und Schleswiq. Flensburg 26 Oktober Die „ij[[c«ii ZZ Jkrßus JWUPYUZYW am 29- Mittags ÖYCZWÜ "“ck? CKMUZ nach drm »Alt. Merkur- , hier ring,;clau'fen Sir [iat mehrere Tati Köni _ ')[Hsst H chF0Usflbkn_ zum Besuch [309th Majestat- dF'k auf der Höhe von Assen und Broacker Jekreuzt. /- Gestern “11" nach YZrlslruhZusz be e bleßkwclkknx 11111 dam) uber DMUstUÖk Sick) der Granitblock, (der den bei Diippel gefallenen Dänen als DMM _ - _ _ _ _ _ gert wird, ua einem Be immun Sort ,ii . ,;Blo- WcsUTIikni,1rZ(C)Z."lOkw _?ka „BU [[UK JLÜWÉU FMD, VN'ILÜFLIM _AU“ bildxcHt ein Quadrdtsund stebxt auf d?msclbeDn Miert Yrkdßan c der Kronprißjx YIZYFUZBIZ hkk? chösrrrglrchcn O_VÖUYLU Buchstaben: »Hier ruhen 200 tapfere Däncn.- Die Arbeit i“t auch den Dom in allen seinen („43 „TUIM? WWPWUVM UlckZt- eincm hiefigen Steinhauer äußerst hübsch ausgefiihrt und ma zu nehmen, bei Welcher» Gele MZZiéYkewÉc “h“)“ 111 ckAUSMsZWU Linen wohlthuendcn Eindruck, - In einer hiesigen Buchhandlll" Antheil an dem erbabeiren Ggotteshaus: beÜTYchHchsdwstcn chen steht maxi “Uf einem großen Bilde die UZOMUUZ1411111Ulichkri Tag kegten daß fie die früle' (: Ukch an' M lcßten Kriege gefallenen dänischen Offiziere. __ ., )r gemachte Zusage, das große Mittel- H b 27 O ' - " ' ' " *"n fenster uber dem Westportale stiften zuwollen, wiederholten, (Köln.Z.) gericht es;:jijckmiixKute 'denktlßilx'iézenDKaFusoxTßrxxxUchschMYMischeYstc' _ _ _ 1-.€'*. er u wie ZTYIFWÉEZYZ Okäober. DJ's Gerrrral-Postdtreci-oriuni WlÜ, fißer, dcn Advokaten [)1'. Philipp Hirsch zum Krtrcclior deßr Ricks“ . .Ha e- geschrieben Wird, von Neujahr ab auf derweitig vertretenen Bciheiligten bei den gemachten Prison, undde

* der Strecke-Hannover-Harhurg und "TCG WWU mit den Eisenbahn- Triester Advokaten Rahl zum Vertreter der Prisenmächte.

zügen ambulante Postbüreaux befördern lassen -- Rm Welfen Sarl) * ' . _, - - . e_n. Altenbur 28. Oktober. 1111111

?exgs-eunderlftinmxeYstt Fr Mcttst der ofterrecchchhen Fregatte -Schtvarzer1- ist Se. Hohkit der regierende chizog» mit der JraZeJeerzYZF dere

! esech gegen die Damn am 9. Mai d. I. m Schwester, Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Friedki'

Eutin, 26. Oktober. Ein im chien Stiick der Verordnung?" *

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arl von Preußrn, und der Prinzessin Marie vom Jagdschloß HummclSHain hier eingetroffen.

Heffen. Darmstadt, 29. Oktober, Nach der heute aus- ,gehcnen Tagesordnung der Zweiten Kammer findet die nächste Sjßung den 7. November statt und wird fick) die Kammer in dieser und den nächsten Sihungcn mit der für unsere Strafrechtspflege so wichtigen neuen Strafprozeß-Ordmmg nebst den zugehörigen (Heft?- entwürfen beschäftigen. Leßtere betreffen: die Wahl der Geschwornen und die Bildung der Geschwornenbank, das Verfahren in Polizei=, . ,[d-, Forst- und Jischerci-Straffachen und wegen Uchcrtrcinng der die Abgaben betreffenden Gesetze und Verordnungen, dic Einfiihrung der Strafprozeß-Ordmmg, den Verlust Und die Suchnfion dcs StaatSbiirgcrrcchis.

Frankfurt a. Pk. , 29. Oktober. Die offizielle Mitthei- lung über die Bundestagssiynng vom 27. Oktober lautet: Von Seiten Oesterreich nnd Preußens wurden die Anzeigen cr- sxattct, daß der Kaiserlich Königliche Gcncral-Major Schulz zum Kommandanten von Rastatt, Sc. Königliche Hoheit der Prinz Karl von Preußen zum Gouverneur von Mainz, der Königlich preußische (Hencral-Lieutenant Prinz Woldcmar von Schleswig-Holstein-Son- derburg - Augustenburg, seitherigcr Obcr-Komnmndant der Bundes- truppen in Frankfurt a. M., zum Vice-Gouverneur, und an dessen Stelle der Königlich preußische General-Licutcnant von Voigis-Rhcß _um Ober -K0111mandantcn ernannt worden sei. Ein Antrag des Militair-Qlitsschuffcs auf Genehmigung des Verkaufs von Festungs- tcrrain in Luxemburg ward zum Beschluß erhoben und sodann auf den Vortrag der Rcclamations - Kommission eine Privat - Eingabe erledigt.

TLiirttentberg. Stnttgart, 27. Oktober. In allen

Ministerien, schreibt man der »Karlsr.Zig.-«, herrscht dermalcngroßc Thätigkeit, um die lcytcrr Vorarbeiten fiir den Landtag zu 1900- enden, der fiir denMonatOktobrr in Llusfichtgenonnnen war, nach- her auf Anfang, Mitte und Ende November verschoben wurde und wohl schwerlich Vor Anfang oder Mitte Dezember zusaunncntreten wird. Der Hauptgrund dafür ist die vor Kurzem erst erfolgte Aenderung des Ministeriums. Der Minister des Auswärtigen, Freiherr von Varnbüser, hat erst vor einigen Tagen vom Jinanzdepartement die Verwaltung der Verkehrsanstaltcn über- .nommcn und hat nun somit auch den Eisenbahn-Bau in seinem "Ressort, den er mit mchr Energie und in größerem Umfang betrei- ben will, daher er zu dem noch von Staatdrath von Sigel cin-

„gebrachten Eisenbahnbau-Geseßentwurf cinen Nachtrag bearbeitet, der 110ch vorgelegt werden muß, che die Volkswirthschaftliche Kommission ihre Berathungen iiber den Eisenbahnbau beginnen kann. Auch an- dere Ministerien, in dcncn cin Wechsel vorgekommen, werden Nach- rrägc zu ihren Etats einzubringen haben, namentlich das Finanz- ministerium wegen verschiedener Staatsbauten. - Der König Und die Königin, wclche letzten Freitag und Sonnabend die Städte Heilbronn imd „Hall, so wie die dazwischen liegenden Stationen be- sucht haben, werden am 10., 11. und 12. November ihre Reise durch die verschiedenen Lanchthcile fortscßen. Diedmal kommt Reut- lingen, Tiibingen und Rottenburg an die Reihe, und wird bei dieser Gelegenheit die am 1. November zur Eröffnung kommende Strecke der Ober- Neckarbahn von Rottenburg bis Eyach erstmals

von Ehren Königlichen Majestäten befahren werden. ." ayern. Miinchen, 28. Oktober. Der Großfürst

"Thronfolger von Rußland hat gestern Vormittag?» die Reise nach _

Venedig fortgeseßt. - Auf der Reise nach Mexiko ist vorgestern Abends der fiir den Kaiserlichen Hof daselbst ernannte Gesandte Oesterreichs, Graf v. Thun, hier eingetroffen und hat gestern die Reise fortgeseßt, begleitet von seinem Bruder dem Reichsrath - Dic K. Genehmigung zur diesseitigen Ratifikation der Zollvereinsverträgc ist bereits crtheilt worden.

- 29. Oktober. Der Gesandte Preußens an unserem K. Hofe, Herr v. Armin, ist von hier abberufen und wird schon

kommende Woche unsere Stadt verlaffen. (N. E.)

Oesterreich. Wien, 28. Oktober. Das Budget für ,das Jahr 1865 wird bereits im »Vaterland« auszugsweise mit- getheilt, diesem Audzuge zufolge weist die Vorlage, welche das Ji- uanzminifterium hinfichtlich des Budgets fur das Jahr 1865 dem Reichsrathe machen wird, für erisgaben eine Summe von 549,842,831 Fl., fiir Einnahmen eine solche von 518,461,842 Fl. anf, so daß fich hiernach einDefizit von 31,380,989-Fl. ergiebt. Die Qlusgaben vertheilen sich in nachstehender Weise: Hofstaat 7,421,144 Fl., KabinetSkanzlei des Kaisers 63,482 Fl., Reichsrath 966,312 „Fl., Staatsrath 146,782 ? , Ministerrath 65,985 Fl., Ministerium des Aeußern 2,374,4 0 (Fl., Staatsministermni 81,104,350 Fl., ungarische Hofkanzlei 12,071,015 Fl., ste_benburgtsche Hofkanzlei 3,543,Z91 Fl., kroaiisch-slavonische Hofkanzlei 2,165,997 Fl., Unter- richtsrath 55,140 Fl., Jinanzxyinisterium Z44,013,885 Fl., Handels- ministerium 13,606/741' Fl„ Justizministerium 8,204,894 Fl., Po- lizeiministerium 3,372,864z l., oberste Kontrollbehörden Z,795,881 Fl., Kriegsministerium 105,767,“ 72 Fl., Marineministerium-11,102,766 .Jl. Die Einnahmen vertheilen fich auf folgende Abtheilungen:

Ministerium des Aeußern 144,100 Fl., Staatsministerium 457,968 Fl., [zugarische Hofkanzlei 266,037 Fl., ficbenbürgische Hofkanzlei 79,375 Fl., kroatisch-slavonische Hofkanzlei 45,100 Fl., inanzminisie- ruin) 490,885,342_Fl., Handelsministerium 16,605,67 Fl., Polizei- mmtstermm 548,850 Fl., Kontrollbehördrn 1666 eFl., Krieg 9,066,227_ Fl., endlich Marineministerium 391,504 Fl. Das Defizit von „51,380,989 Fl. soll nach dem Entwurf des Jinanzgeseßes durch den tiwLaufe des folgenden Jahres eingehenden Betrag der schleswig- holstemrsctzen KriegSfostcnentschädigung und sowcit es alsdann noch UUbFWckt ist, durch Vermehrung der öffentlichen Schuld gedeckt wer en.

_ ' '- Dem »_Diritio-, der gemeldet hatte, »daß man fich in mi- ltiaii'ischeti Kreistn mit der Frage beschäftige, Venedig nach der See- seite hm zu befestigen, da die im Jahre 1849 errichteten Festungs- werke zingcniigcnd seiena, erwiedert auf Grund der Urtheile von Fachmänncrn dcr »Kamcrada, »daß die gleich nach Beendigung des Feldzngcs vom Jahre 1859 unternommenc Verbesserung der See; defestigungen Venedigs schon seit zwei Jahren voklsiändig durchge- fiihrt und nach dem Urtheile von Jachmäuncrn und militairiichen Capacitätcn ersten Ranges als ein wahres Wunderwerk fortifikato- rischer Arbeit erklärt wurden, durch deren Qlusfiihrung Venedig zu einer Festung ersten Ranges erhoben wurde.-

Dic *General- C0rrcsp.- bringt heute einen Artikel, der gegen die Darstellung der »N. Jr. Pw über die Haltung des Grafen v. Rechberg gegeniiber der Convention vom 15. September gerichtet ist. »Wie diese thatsächlich unrichtig sti -- heißt es darin - so sei es auch die Behauptung, daß der Rücktritt des Grafen v. Rechberg mit der Frage des Belagerungsstandes in Galizien in irgend einem Zusammenhange ftehe.«

Den neuesten Nachrichten nach, meldet die »Triester Ztg.«, werden die aus der Nordsee abgegangencn österreichischen Schiffe 11icht nach den adriatischen Gewässern zurückkehren, sondern in Ca- diz; und Gibraltar überwintern. Die noch im Norden befind- lichen Schiffe werden als ihre Winterstationen Bremerhafen, Cux- hafen und Texel beziehen. Die Matrosen der im Gecstemünder „Hafen liegenden österreichischen Panzerfregatte *Kaiser Max- sollen am Lande einquartiert werden und wird das von der Regie- rung zur Verfiigung gcftcUte chcmalige Marinehospital zur Auf- nahme der 400 Mann starken Besatzung bereits eingerichtet, Die Mannschaft der Korvette *Jriedricha bleibt am Bord, da man dies Schiff in geeigneter Weise mii Heizapparafen versehen will.

Großbritannien und Irland. London, 28. Oktober. Vorgestern erschien eine Deputation der Evangelischen Allianz, mit Lord Calthorpe an der Spiße, im Auswärtigen Amte, um Lord Russell einc Denkschrift zu überreichen, worin iiber die neulich in Konstantinopel gegen die englischen Misfionare ergriffenen Maßregeln als iiber eine Verlexzung des Prinzips dcr Religionsfrciheit und des Hatti-Humayun bittere Beschwerde geführt wird. Earl Russell ver- sprach, den Gegenstand in ernste Erwägung zu ziehen. -

Der russische General Todleben befichtigte gestern die Mili- tairakademie, das Arsenal imd die anderen Sehenswürdigkeiten in Woolwicl). Bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof wurde er von

einer Ehrcnwache empfangen.

Mr. Ward, der britische Geschäftsträger in Hamburg , hat heute in Birmingham eine Besprechung mit der dortigen Handels- kammer, ähnlich derjenigen, die er mit den Handelskammern von Newcastle und Manchester gehabt hat.

Die -La*doqa«, ein neuer eiserner Schraubendampfer von

750 Tons Gehalt, zur Güterbeförderung zwischen London, Hull und St. Petersburg gebaut, und manchmal auch von Reisenden benußt, ist nach einer glücklichen Fahrt von Kronstadt hierher in der Themse zu Grunde gegangen. Sie fuhr Mittwoch Nacht bei etwas nebligem Wetter und bei Ebbe in der Nähe von Southend auf eine Sand- bank. Da der Schnabel beinahe ganz trocken, der Spiegel aber in tiefem Wasser lag, so ging die "Ladogaa in der Mitte auseinander, oder, wie es in der Seemannssprache heißt, »fie brach fich den Rücken.-- Dies geschah natürlich erst nach Verlauf mehrererStunden. Das Schiff war für 20,000 Pfd. verstchert. "

- 29. Oktober, Abends. Der Prozeß des Franz Muller ist heute beendigt worden. Die Jury hat ihn des Meuchclmordes für schuldig erklärt und er ist zur Todesftrafe verurtheilt

worden.

Frankreich. Paris, 29. Oktober. Nach Berichten aus Toulon im *Moniteur- ist der Kaiser Mittags dort eingetroffen. Er hatte am Tage vorher mit dem russischen Kaiser und der Kaiserin dinirt und dann it seinem hohen Gast besucht,

Zn Toulon wurde Marine -Minister empfan- gen, in dessen Begleitung er sich unmittelbar nach seiner Ankunft nach dem Arsenal begab, wo ihn die Vice-Admirale Vicomte- de Chabannes und Graf Bou'ét-Villaumez erwarteten.- „Nach“ Besichti- gung desselben und dem Vorbeimarsch der Marinetruppen wurde dem Admiralsschiff vSolferino- ein Besuch abgestattet , worauf der

Kaiser nach der Präfektur zurückkehrte.