1864 / 280 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Mecklenburg. In den le-ßte'n Sißungen des Landtags Württemberg. Stutvxgart, 28.Nove1nber. Der Wie- wurde yon dem Bürgermeister Crumbicgel und Syndikus derzusam'xnentrüt des Landtags tft nun, xme der »Karlsr.Ztg.« wcr- Meyer aus Rostock der Antrag zu Protokoll gegeben, daß der fichcrt wn'd, auf"?)cn 28. Dezember besttm'mt, und (Heanstan'd der “Landtag wegen der Schäden, die Dänemark ohne Kriegserklärung TagesOrpnng fur dtcsc Stßqu, dcr vtelleccht nur eme einzige an dén Bund- der deutschenRhedcrci unh im Bejondern der Rostocker weitere 111 diesem Jahre f'olgt, die Yexlängerung des Steuer, zugefügt habe und bei dieser auf circa 80,000 Thlr. und darüber pr ovisoriu ms , das nnt'EnYe dtLses „Jahres ablauft und bei dem zu berechnen wären, durch den engeren Ausschuß bei dem Groß- jeYigen Staxrd der _Sache b1s Ende :zum 1865 erßrcckt werden muß, herzoglich mecklenburg-schwerinschen Staatsministerium beantrage, die Im JaYrc 1865 wxrd sodann der Landtag etxva nut dem_15. Januar Zahlungen aus dem Sundzolle so lange zurückzuhalten, bis abseiten seinen (Fortgang nehmen und ohne'chifel bis zum Zum hm dauern, Dänemarks der Schäden halber angemessene Genugthuung ' Als Berathungsgcgcnstände fallen in diese Zeit in erster Linie der gegeben worden ' Beschluß der Coinité 36 (“.:-1x). 11. dreijährige Hauptfinanzctaf für 1864/67, dax? neue Eisenbal)11gesch, mittheilen, damit die Eiatifirung dcr .Sundzoll-Ablösungssmnmen dic Genchmigzmg der neuen Zollvereinsvcrträge und des preußisch- nur bedingt zugegeben und dieffeits mitbewilligt werde. Der An- franzöfischcn Handelsycrtrages, der neuen deutsch-österrejchjschen Post- trag wurde indessen nach einiger Debatte mit 36 gegen 24 Stim- und Tclegraphenverträge u. s. w. ,men abgekeltwt. Alt _ 25 N [) K. Schl

- |) “ein. ona, ' . ovcm er. *Ue - csjvig- _ . * . ' . HoistYschc, Zeitung“ sagt, daß das Oberkommando der vorläufig in Oestexretch. Wtrcn. 25. NMMO. one heuttge "Wiener "sterreichischen Truppen nach A[- Zettunga bringt den Bertcht uber die gcftrtge Stßung des Ab ge-

den Herzogthümern verbleibenden o , , _ , , - . 'c Naturalver 'un der Tru e 0xdnetenhauses, m Welcher Staatsmrmster Von Schmer- tona verlegt werden wnd Dl pflag g pp n ling die vorgebrachte. Interpellation

soll beibehalten werden und soll die Vertheilung von Altona aUs _ geschehen. _ _ Gedenkt die Regierung dem Rcicbßrathe noch in dieser Session einen Hier ist, wie der „Alt, Merk... schrcibt, die Nachricht Von dem (Hestßetznyurf, bet'rcffend diechcantwortlichkcét' der Minister auc!) am 20. d. M. im BreSlauer Ordenöhausc erfolgten Ableben ciner ?ZHLTZFÖWUUUUUJ JLILUUÖLT zur VerfassunganßVM BLÖMNUUI VN" ' cuen Samaritancrin der namentli in Kiel eeierten , ' xZfUcell)1tr1tore|erMartina", eingetr'offen. Scitden1ch12.Februar Kockr dicse ??"twlosktekk- Derselbe außertc 11ch dem IOMMU" Blattc JU- - -- - 0 ge a o: Dame, der Congregaiwn 'der-grauen Schwestern angehorcnd, un „0 , ., , .! . , ., . . . ch) habe die Chro, 1111 Namen der churung Drese Interpellation Friedrioh-Lazékekhk ZU KM Yang? XZFLJWÉ LOFT? ?UZYTUZLZUZM dahin JK! heantworx'en, daß «? 'nixht die T_lbficht der Regierunxz sei, 111 der aselbft IMMS", ann man ÜWU “er "1 “Ü 1- 1 U UU“ JU gegenwarttgen Sewon dcm RetchHrathe emen Gesetzentwurf uber dre Re- nur noch MW? Ordensschwester, dle, Pflege UNd WÜUUUI VON W gelung der Ministcherantwortlichkeit vorzulegen, Mil fie erachtet, daß größtentheils schwer verwundeken Krtegern oblag. durch d': Bcrathung dieses (Heseßes die noch schwebenden Schleswig. Den »I. N.“ wird aus Flensburg geschric- Vcrf»1ffu11gs-2[n„ _ . Hinder befördkerk als vielleichf verzögert wer- ben: Die hier während des Krieges zahlreich stationirten preußi- den durften und Mil 112 es uberhaUPt fur durchaus Opportun erachtet-

,d m a aÜe verla en. _. Die erst dqnn ein so wixhtich GTW der verfassungsmäßigen Behandlung zu schen Aerzte haben uns nach W 1 ck | ff unterztehen, wenn dxe Rmchsvermffung ,in allen Theilen des Reiches that-

“ahl der Lazarethe ist bis auf 5 beschränkt“ worden und in den ., , , , “_ Höchsten Tagen werden von diesen wiederum drei eingehen. Fort- LYNCH!) I?,TWGYM eYonWeUnan11ÜZn J?EÜÜFWMJWIZ, “'JBLZLYZ L ck in der ehemals dänischen Gene: * ' * * 9 -g d bestehen werden noch das (“JW,c _ ttgung dtcyer memer «lufthauung darf ck nur auf dre „:,hatsache ral-Kommandantur an der Brucke, 10 WU; da?; M dem MUMM" hinweisen, daß weder über die Personen, die von einer Verantwortlich- Krankenhause am Mühlenteich. Nur noch wenige Verwundete bc- keit getroffen werden sollen, noch über die legislativen Körperschaften, finden sch hier und auch die Zahl der KrankenYift verhältnißmäßig welchen gegenüber die Pcrantwortlichkcit Platz greifen soll, zur Zeit eine nur gering, ei„gcntliche Klarheit hexrstht, indem es nämlich Gegenstand einer sehr weit- Auf einer der schleswigschen Nordseeinseln soll, wie dem „HMO lausigen Erörterung m manchen Kreisen gewesen, daß auch die Statt-

. . . 5 - -- - - - halter den Landtagen gegenüber als verantwortlich erklärt werden sollen. Korrew. berichtet "Md! em bewaffneter Angriff des damschen Öhells Insofern übrigens in der wiederholt an die Regierung gerichteten Inter-

der Bevölkerung auf den deutschen für den Fall des Abzugs der MUMM und insbesondere in dem Scblu“ . . . . . . . . , Zsa e indirekt ? en die Re te- allurten Truppen beabfichtrgt sem, sx) daß die auf sOlche AU B“ rung der Vorwurf erhoben wird, als würde x?an eigentlich)? Verfaffunggs- drohten den bekaffMdM preußtschen „KVMMÜUÖUÜM ÖFYWMÖ UW [eben durch dieNichteinbringung dcs Ministervcrantwortlichkeitsgeseßcs ver- Sistirung seines Abmarsches und Berrchterstattung an dtezkompctcnte zögert, muß ich mir die Freiheit erlauben, die Außnerksamkeit des Behörde ersuchten. , hohen Hauses darauf zu lenken , wie denn überhaupt diese Frage in den Auf das vor einiger Zeit von dem Kampfgenoffenvcrein in ' anderen Verfaffungsstaaken ZUM“ wurde- Um in der Richtung V0? Eckernförde an die oberste Civilbehörde für das Herzogthum allem an dxe deutschen Staaten zu gelangen, bemerke lch, daß der

. _. - z - - -_ Preußen, welches bekanntlich seit dem Jahre1848 eine Verfassung hat Schleswxg gmchtetc Gesuch behufs Penslontrung der Jnvalt = zur Zeit kein MinistcrverantwortlichkeitsZese15 besteht, das; in Bayern;

den KUZ dem fruhexn WlesthÖOlvstemschM Krtege, 1st unterm Z' Ö“ - welches schon im Jahre 1818 eine Verfaffung erhielt, das Miniftcrver- nachf9lJMdek Bescheld UNITIMJÉU- _ _ antwortlichkcitsgeseß erst am 4.Juli1848, also nach 30 Jahren des »21uf"Jhre_Na111'ens 732,5 VMMZ schleZW1g-holstc111)chcr KWMJMOÜW Verfaffungslebens geqebcn wurde, daß im Köni reich Sachsen das zxz Eckernforde emgercxchie EmZabe vom 19. 13. M. erwaedern'wxr, daß wn: Minister»erantworTlickaeitsqeseß erst im Jahre 1 31, im Königreiche „dw dem Anfrage zu Grunde ltegeyde nzohlmemcnde Abfiché mcht'verkennen, Hannover das Miniftérveraniwortlichkeitsgcseß erst am 5. Séptem- 1ch9ch bedauern, “„Uf “denselben n:chte1ntreten_zukönnen, da die Jykraft- ber 1848 erschienen ist, während doch alle diese Stanton, wie be- st UPJ des zur ZM mcht PUMP“ PMÜMZJUWFZ von 1,848 UNd dle Be- kannt, durch längere Zeit einer Verfassung fich erfreuten, daß auch -- MÜTZUUI der danach den QUVÜUYM aus dem fruhern"chege zukonmzendcn um der kleineren deutschen Staaten nicht "Erwähnung zu machen - in Penfionenjnur' dUkch dF" Erlaß emes "TUM Geseyes "9de? erfolgen konnen, Belgien allerdings in der Verfassung der Grundsaß der Ministerverant- zu dem ww webt ermachttgt find.“ wortlichkeit enthalten ist, wie er ja hier auch von Sr. Majestät feierlich

Anhalt. Dessau, 24. November. Sk. Höheit der Erb- * anerkannt worden ist, ß abcr zur Zeit eine eigene Regelung der M1- priuz ist auf einige Tage nach Nacbod in Böhmen abgereist, An.- nßstervcxatxtjxvortxich§eix auch im Königxeich Bxlgicxx-nicbt besteht," das; die fangs Dezember wird Sc. Hoheit fich zum Besuch des Großherzog- nt'kcdcrlandtschc-Yersgwxng aUerdmgs 1.111 Artikel 43 den Wortlgut ent- lichen Hofes nach Weimar begeben. __ o.,ic hiesigen Stadtwerordnc- halt, daß dae Munster verantwortltcl) find, daß aber spcztclk dcr

. . . . . . . Passus vorkommt, die Art der Ministerverantwortlicbkeit wird durch tenwahlen, dtc msofern von Wtchtrgkett find, als aus thnen dre ein Gesey Wege„ werden, und daß dieses GTW zur Zeit noch

Wahl der städtische" Abgeordneten zum Landtag hervorgeht, fiUd ni t er 0 en iX owcil es mir 1116 1i' war darüber Na or"cl un en ohne Ausnahme konservatw ausgefallen. (L* Z)- - , . zuchpflegfxnsx nnz ,dasß, wenn ich cndliZl) You!) «1le zwei europäésfcbc1,)1v§nn Hessen, Darmstadt, 2/4, November, Die Zweite Kammer * uns auch gleich ferrzer lieJende Länder gelang-c, die auch durch eine Reihe der Stände beschloß heute , wie bereits telegraphisch gemeldet wurde, YK" Jahren UYU MVUTUÜUUJZÜWUU gethkM- "ÜMlichPkaUgal Upd nach längerer Diskussion mit 22 gegen 12 Stimmen, den Art. 418 S?“.U'Fn/ „WWU "1 MYLÉPÜUUI „d'? Beßnnmung" ".'thaltc" )|“ des Enkwurfsx dcr Strafprozeß-Ordnung dahin zu fassen, Daß LN; ndze MYM): verantwo'rtlxcl) 1etez1,l waZrend em RKINUUYHU Ar'ttkel e en Urtheile der Landgerichte und BczirkEftrasgcrichtc der StaatZ- “herne, Mmmung Umm MUZ “* - “WenvorW/“t' [us diese-ß I g , , , , Daten dmfte 11ch daher ergeben, daß, so uhr wunscbenswerih es auch sem Anwalkfthafk ,das RechtsJUÜtél dex APPYÜÜUM UU? m den Un mag, daß die angechte Frage in gesetzlicher Weise geregelt werde, fich Geseße naherbczetchneten Ntchttgkettsgrundcn zttstehcn solle. - doch 11icht behaupten laßt, daß es unzertrennlich von der eigentlichen Ent- Außerdem wurde bei dem Abschnitte über das Verfahren in Polizei- wickelnng des constitutionellen Prinzipcs sei.« * JUZ)" 2c. Strafsachen beschlossen, daß der. DUKE.“ odcr beschädigte Mit 1. Dezember werden die Geschäfte des' Finanz-Mini- waate wegen U11ks..19lchM V'crgehens ,dtrekt' bei dem (NMR An- steriums in zwei Hauptabthcilungen behandelt, nämlich: 1) in nge „PU? erheben können„ 19 Wie, daß bei JkUsPkekÖWIM M solchxn eincr Präfidialscction und 2) in vier Sectioncn für den Verwal- Strafsachen dezn Beschuldtgten dre Sehath SUMPÜÜUZWJM zuruck tungsdienft. Die Präfidialscction umfaßt die streng finanziellen zu DYLAN?" sUM- (Darmst. ZW:) Dienstsachen sammc dem Geld-, Münz- und PunzirungSwesen. Die Baden. Karlsruhe, 24. November. Dem zehnten Büllc- ]. Section des Verwaltungsdienftcs behandelt als »General-Direc- tin über das Befinden der Frau Markgräfin Wilhelm zufolge, tion der direkten Steuerm sämmtliche Angelegenheiten der direkten „erscheint. nach sehr unru r Nacht diesen Morgen die Jieberregung Besteuerung und die Katastralarbeiten. Die 1]. Section umfaßt die etwas geringer, ohne daß sich jedoch in den sonstigen Erscheinungen indirekten Abgaben und Monopole, die 111. Section behandelt. als eine wesentliche Verändérung' wahrnehmen läßt.“ 'General-Direction des unbeweglichen Staatseigenthumsa *die Ange-

legenheiten der Staatsdomaincn und Regale, endlich die ls. Section umfaßt das gesammte Staatscrfordcrniß in allen Zweigen, daher auch Penfionen und able anderen Ausgaben. Als Büreau-Chefs haben zu fungiren: In der Präfidialscction: Sections-Chef Freiherr von Brentano. Derselbe ift persönlich mit der Stellvertretung des Ministers fÜr die Geschäfte dieser Section betraut. In der [. Section: SectionS-Chef 01“. Ritter von Vcsteneck. In der 11, Section. Sections-Chef: Freiherr von Hock, In der 111. Sec- kion, Statt des SectionLZ-Chefs von Rosenfeld Finanz-Landcs-Dircc-

tions-Vicc-Präfident 01“. Wilhelm Koncczny. In der 1&'.Secti0n. 1

Sections-Chef: V1“. R, von Radda.

Gestern Überreichte cine Deputation des Gemeinderathes - be- stehend aus dem Bürgermeister [)x-. Zelinka, dem Bürgermeisterftell- vertreter 01: Mayrhofer und dem Gemeinderathc Gerhardt - dcm Mitgliede des Herrenhauses Grafen Anton AuerSp erg das Diplom des Ehrenbürgerrechtcs, Welches die Stadt Wien demselben in An- erkennung seiner ausgezeichneten Dichtungen und seiner hervorragen- den Thätigkeit im Reichsrathc im Frühjahrc zuerkannt hatte.

Triest, 24. November. Der fällige Lloyddampfcr ist mit der Ueberlandpoft cms Alexandrien hier eingetroffen.

Belgien. Brüssel, 25. November. Zu der heutigen Sitzung des S e nals wurde das S tip cndicngesclz 1111128 gegen 26 Stim- men angenommen, nachdem vorher der in der gestrigen Sixmng ver- worfcne Artikel 49 mit derselben Stimmenanzahl in das Gescß wieder aufgenommen war. Drei Senatoren enthielten fich der Ab- stimmung.

Großbritannien und Irland. London, 24. November. Der »Morning Poßa zufolge ist Lord Lyons, der britische Bot- schafter in Washington, aus (HesundhcitörückfiMen um stine Ent- lassung eingekommcn ist. Der edle Lord hat seinen wichtigen Posten seit dem Frühjahr 1859 bekleidet, und man bedauert seinen Rück- tritt, da es seinem taktvollen Auftreten zum großen Theil zu ver- danken ist, daß in die freundschaftlichcn Beziehungen zwischen den beiderseitigen Regierungen keine nachhaltige Spannung einge- lreten ist.

Vor dem Gerichtshofe dcr Queen's Bench ist eine mit dem

Alexandra-Prozeffe in Verbindung stehende Anklage wcgen Ver: *

[chung der Foreign Enlistmcnt Act zur Entscheidung gekommen. Der Alexandra-Prozeß bezog fich auf die Equipirung des für die konföderirten Staaten gebauten Kaperschiffcs; die gestern verhandelte Sache hatte die Anwerbung britischer Unterthanen zum Krichdicnfie auf der südstaatlichen Flotte, speziell auf der Alexandra, zum Gegen- stande. Vor dem Schlusse der Verhandlung und ehe das Urtheil gesprochen, zeigte der Vertheidiger an, daß die Angeklagten, unter Zustimmung des Attorney-Generals, als des von der Krone bestekl- ten Klägers, fich zu einer Geldbuße von je 50 Pfd. St. erbötig mel- deten. Dcr Lord-Oberrichtcr erklärte fick) hiermit einverstanden, fügte aber hinzu, daß in künftigen Fällen ähnlicher Art die Strafe nicht so gelinde sein werde.

In einer politischen »Soiréea, welche der Reform-Vcrcin von Rochdale gestern Abend veranstaltete, hielt Cobden vor mehr als 6000 Personen eine Rede Über Englands auswärtige und finanzielle Politik, die in der TageSpreffe , welche fie per Telegramm empfing, sechs cnggedruckte Spalten füllt. Mr. Tatham , der Mayor, führte den Vorfiß.

Für das Testament des verstorbenen Hudson "Gusney ist.

an Stempelsteuer die enorme Summe von 15,500 Pfd. St. zu er- legen. Mehrere Legate wcrden in dem Testamch angeführt, so

160,000 Pfd. St. und ein großes Wohnungsgcbaude in Keswick eincm Vetter des Verstorbenen und 120,000 Psd St. einem anderen

Vetter vermacht.

Frankreich. Paris, 24. November. Die Kommission des Staatsrathes, wclche cht die Frage wegen Freiheit des Zins- fußes beräth, hat beschlossen, die Ansicht der Gerichtshöfe eian- holen, und zwei Mitglieder des Richterstandcs zu Gutachten über die Abschaffung, Veränderung oder Beibehaltung des Gcscßes von 1807, wodurch der Zinsfuß beschränkt wird, aufgefordert.

Spanien. So weit man am 24. November in Madrid das Resultat der Wahken kannte, waren bis dahin 200 ministeriellc und 40 der Oppofition angehörige Abgeordnete gewählt worden.

Rußland" und Polen. Wa"rschau, 22, November. Heute Nachmittag, wird dem 'Dr. J.« geschrieben., fand die Ver.- kehrsübergabe der neuen eisernen Gitter-brücke über die Weichsel statt. Die Einweihung von- Seiten der Geiftbichen erfolgte» 3 Stun- den.» früher, und zwav nicht durch den. Erzbischof, soaudern' du*rch eincrr Domgeistlichen und ohne jede OstenEakiou, Die Cerenwriie der Er-

öffnung selbst war eine vorzugsweise miliiai'rische Feier. Die Brücke. '

soll“ auf Befehl Sr.,M'ajestät Den Namen »Al'ex'anöerbrückea erhal- *ten, zzum Andenken“ , heißt es in der amtlichen Bekanntmachung., "an. den in Gott.- ruhenden Kaiser Alexander ]., den Begründer des- Königreichs Polen“. - Aus St. Petersburg find 1:1 Waggons

mit kleinem Gelde hier angekommen, welches gestern und heute von“ der Eisenbahn unter sehr starker militairischer Bedeckung nach dem Jinanzministerium überführt wurde. Es sollen lauter Kupfermünzen sein und der Betrag fich auf 3 Millionen-Silberrubel belaufen.- , Von der polnischen Grenze, 24. November, berichtet- die »Osts. Ztg.-: Durch einen Kaiserlichen Ukas smd die Fonds der ehemalige Jesuiten - Kollegien in Litthaucn und Reußen ihrer bis- herigen Bestimmung, wonach die Zinsen derselben zu Unterrichts- zwecken verwendet wurden, entzogen und dem Finanz-Ministerium zur Verwaltung übergeben worden, ' ist angeordnet, ?) ' aus diesen Fonds nicht mehr w ' an Privatpersonen Dar- lehen gegeben werden. - Beim Wilnaer Lehrbezirk ist ein dritter Schnlinspektor zur Bcauffichtig ' * mogiticn angestellt worden. -- » hat fich zum Theil offen der russischen Regierung- zugewendet und wirkt in deren Interesse. Die polnisch gefinnten Geistlichen halten ans Furcht mik ihrer Oppofition gegen die Murawieff'sthcn Maßregeln zurück. - Der ehemalige russische Untexv'lieutcnant der Infanterie, Wladikin, ein geborner Russe, ist durch kriegs- gerichtliches , vom General - Gouvaneur Murawieff bestätkgws Erkenntnis; wegen Förderung des polnischen Aufstandes zu 20jähriger Zwangsarbeit in den fibirischen Bergwerken verurtheilt worden. Wie die Untersuchung herausgestellt hat, hatte derselbe im Jahre 1861 den Abschied genommen und fich dem revolurionairen Central- Comité in Warschau angeschlossen. Als Agent desselben hatte er sodann unter angenommenem Namen in Litthauen revolutionaére Proclamationen und Pamphlete verbreitet und (Held für den Auf- standgesammelt. Von den internirten Polen hak Oefterreich im Laufe d. J. ca. 200 an Rußland ausgeliefert , welche auf Grund des vom Statthalter Grafen Berg veröffentlichten Amnestieerlaffes ihre Begnadigung nachgcsucht und unter der Bedingung erhalten [Hatten, daß fie als Jusurgentcn kein gemeines Verbrechen begangen )ätten,

Dänemark. Kopenhagen, 22. November, Der Gesey- Entlvurf, betreffend die Zollvcrhältnisée auf dcrInsel Aarö wurde gestern nach einer kurzen Diskuswn vom Volksthing zur zweiten Lesung und sodann auf den Vorschlag des Redacteurs J. A.

,-

zxanstn an den Aussthnß verwiesen, welcher zur Prüfung des Gesetz- Entwurfs über die Zollverhältniffe an der Landesgrenze (s. g. Ztg.) niedergeseßtwurdc. Sodann stand der Gescß-Entwurf, betreffend die änderung des Zollgeseßcs vom 4.Juli 1863, zur erftenLesung. Etatsrath Jenger wünschte die vielen Bestimmungen über die abge- tretenen Landestheilc, als 3. B. hinfichtlich der Schifffahrt zwischen der schleswigschen Westküste und den Halligen, hinfichtlich der Schiff- fahrt auf der Treene u. s. w. , gestrichen , da seines" Erachtens eine ausdrückliche Annullirung derselben abseiten des Reichsrathes über- fiüsfig zu erachten wäre , worauf der Finanzminister David indeß entgegnete, daß die Königliche Regierung eine entgegengeseyte An- schauung habe. Nachdem-J. A. Hansen die Dringlichkeit des vor- liegenden Gesexzentwurfs anerkannt hatte, wurde derselbe mit 70 Stirn.? men gegen 1 zur zweiten Lesung verwiesen.

Dem Vernehmen nach ist eine bedeutende Reduction im Per- sonal dcs Jinanzminifteriums vorgenommen worden. Eine Anzahl von ungefähr 20 Beamten, unter diesen zwei Departementschcfs, ist verabschiedet worden. -

In der »Rand. Avis: schreibt man über den Abzug der preu- ßischen Truppen aus Jütland:

»Endlich, nach ungefähr sieben Monaten, können wir wieder frei athmen. Das Land ist wieder unser, wir smd wieder Herren im eigenen Hause, dée Preußen find fort. Gestern und heute (am 18. d.) hat uns diejenige Ahlheilung verlassen, die hier lag., und von Randers bis Ska- gen sind keine Preußen mehr mit Ausnahme einiger Kranken. Wir wollen nicht. die erste Gelegenheit benußen, über unsere Feinde herzufallen, nachdem sie cht fort find, aber ein kurzes Zeugniß? wollen wir ihnen doch ausstellen. Sie sind, wie wir glauben, wenn sie sich geben kön- nen, wie sie ' Menschen, weder viel besser noch viel schlechter. ' spruchsvoller und forscher in ihrem Auftreten , wie z. B. unsere Soldaten , wenigstens wie diese vor dem Kriege waren. Aber dafür haben fie wicöek anders Eigenschaft'en, die zu ihren Gunsten sprechen. Sie smd raq'cher, okdenilich'er- un'd pün-W licher in ihren Angelegenlzeiten, eine nakürlichc Folge der strengen Dis- ziplin. Man will übrigens in ihrem Auftreten e'men Unxerschied bemerkt haben zwischen den Mannschaften der verschieden*en Waffengatturkgen. . Die Jn'fantexie im Ganzen, nicht bi'os die GUrde- ngitkenlev, ww: am.“ manierlichsten. Aste, sowohl Gemeine als Offiziere, waren übrigens von dem Glauben durchdrungen, daß fie das erste Milifair der Welt seien, ein Glaube, der nicht so schlecht ist, wenn es: gegenöen Feind geht, und' den zu nähren ihre vortrefflichen Waffen und Qlusrüstun nicht wenig b*eitragen. Die Preußen kamen als“ Feinde und fie verlieZen uns n'icht als erund'e. Das einzige Gefühl, mik dem wir sie asziehen sahen, is? das einer unbeschreivkixch wohlthumden Vefkéiung- und Erkeichterung und der Wunsch: »Gott lasse uns sie nie wisdersehen.«

Amerika. Den mit dem Dampfex kP'erfi'a- aus New; York vvm= 16. ö, Morgensi üGerbrachte1xNachrichtew zufolge“wme1r

. wei'terc Berichte vom var'ak S'hckma-n? in NWYRZFUVÜ mchi»