1864 / 296 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Haupt-Vermaltung der Staatsschulden.

„Bekanntmachung, betreffend die 11. Verloosung der Staatsanleihe von" 1856 und die 5. der-fünfprozentigen Staats- Anleihe von 1859.

In der am heutigen Tage öffentlich bewirkten Verloosung von

Schuldverschreibungen der 4'5prozentigen preußischen Staatsaiileihc von 1856 und der fiinfprozentigen preußischen Staatsanleihe von 1859 sind die in der Anlage (:1.) verzeichneten Nummern gezogen worden, Dieselben werden den Bcfißern mit dem Bemerken gekündigt, daß die in den ausgelooften Schuidscheinen bezeichneten Kapitalbeiräge vom 1. Juli k. I. ab täglich, mit Ausschluß der Sonn- und Fest- tage und der zu den monatlichen Kassen - Revifionen nöthigen Zeit in den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr, entweder bei der Staatsschulden-Tilgungskaffc hierselbst, Oranienftraße Nr. 94, oder bei einer der Königlichen Regierungs - Hauptkaffcn gegen Quittung und Rückgabe der Schuldverschreibungen mit den dazu gehörigen, erst nach dem 1. Juli f. I. fälligen Zinsconpons nebst Talons baar in Empfang zu nehmen sind.

Der Geldbetrag. der hieran ctwa fehlenden, unentgeltlich mii- abzuliefernden Zinscoupons wird von dem zu zahlenden Kapitale zurückbehalten. '

Formulare-zu den Quittungen werden von den gedachten Kassen unentgeltlich verabreicht, *

Die Staatsschuldeir-TilgUngÖkaffe kann fich in einen Schrift- wechsel mit den Inhabern drr Schuldverschrcibmrgen iiber die Zah-

lungsleiftung nicht einlassen.

Zugleich werden die Inhaber der in der Anlage bezeichneten,*

nicht mehr verzinUichen Schuldbrrschreibungen dcr gedachten beider) Staatsanleihen, welche in den früheren Verloosungeii (mit Aussthluß der am 18. Juni d. J. statigchabien) gezogen aber bis jeßi noch nicht realifirt find, an die Erhebung ihrer Kapitalien erinnert.

In Betreff der am 18. Juni d. J. ausgeloosten .und zum 2. Januar 1. J. gekündigten Schuldverschreibungen wird auf das an dem ersteren Tage bekannt gemachte Verzeichniß Bezug ge- nommen', welches bei den Regierungs-Hauptkaffcn, den Kreis-, den Steuer- und den Forftkaffcn, den Kämmcrci- und anderen größeren Kommunal-Kaffen, sowie auf den Bürcaux der Land- räthe und Magistrate zur Einsicht offen liegt.

Berlin , den 14. Dezember 1864.

Haupt-Verwaliung der Staatsschulden. von Wedcll. Gamer. Löwe. Meinecke.

3.

Liegt der heutigen Nimrmer dieses Blattes bci.

Berlin, 16. Dezember. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem General-Arzt Dr.Oergcr vom 3. Armee- Corps, bisher bei dem 1. kombinirten Armee-Corps, die Erlaubnis; zur Anlegung der von des Herzogs von Anhalt Hoheit ihm verlie- henen Ritter - Insignien erster Klasse vom Hausorden Albrechts dcs

xBären zu ertheilen.

Bekanntmachung.

Fiir die nächstjährige HeereZ-Ersaß-Außhebung wird denjenigen jungen Männern, welche in dem Zeitraum vom 1. Januar 1841 bis zum 31. Dezember 1845 geboren find, und hierselbft ihren Wohn- siß haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehr- Anstalten, Dienftboten, Haus- und Wirthschaftsbeamtc, Handlungsdiener und ?ehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter 2c. sich hier aufhalten, in Erinnerung gebracht, daß, soweit dieselben mit Taufscheineri oder sonstigen Beweismitteln iiber die Zeit und den Ort ihrer Geburt noch nicht versehen sind, fie sich, zur Abwendung sonst unausbleiblicher Nachtheile, dergleichen Bescheinigungen mm- mehr s of ort zu beschaffen haben.

Die für diesen Zweck aus den'Kirchenbüchern rc. zu ertheilenden Bescheinigungen werden ftempel- und kostenfrei ausgefertigt.

Der Zeitpunkt zur Anmeldung Behufs Eintragung in die Stammrolle wird binnen Kurzem bekannt gemacht werden.

Berlin, den 13. Dezember 1864. Königxiche- Militair - Kommission.

"..“

Bekanntmachung.

Am 17. d. M. werden die Postanstalten hierselbst von 10 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nachmittags geschlossen sein,“ auch wird in der gedachten Zeit die Bestellung von Postsendungen nicht stattfinden.,

Berlin, den 16. Dezember 1864.

[Der Ober-Post-Direkior Schulze.

Summarische Uebersirht dcr immatrikulirtrn Stu- dirrndrn auf der Albertus-Univrrsiiäi zu Königs- berg in Preußen oon Michaei1864 bis Ostern1865.

Von Ostern bis Michael 1864 Waren Studircnde vorhanden rino schließlirb Von hier nachträglich Jmmatrikuiirtrn ................. 445 Dahon sind a) in dcr Matrikel gestrichen ...... 22 b) grstorhen .................... . - c) abgrgaiigen ................... 69 91

Es find demnach grbliebcn ................................... 354 In diesem Semester sind immatrikulirt ....................... 88

Die Gcsammtzahl der immatrikulirieu Studircndcu beträgr 442 5 Inländer

. -* (* " '“ Die thrvlogiichc z'akuliai zahlt .......... ? Aquänder 2

_ * _ 114.

Die jUrisiisrhe Fakiiltäi zählt.. .......... ? YYZZFR SJ “» n 68

Dir medizinische Faiiiltär zählt .......... YRYZFM WZ

.“

Dir philosophische Fakaltäi zähit: a) (“'n'länder mit dem Zeugnis; der Reife.. 128 b) Inländer ohne Zriigniß der Reife auf isiriind der?; J. 36 des Rrglcmcnts twin

4. Jimi 1834 immair .................. c) Axxsiändrr

Aaßerdrm brsiiihrn dic Vdrlrsiingrn: bei dcr pharmaceutiichcn StiidiM-Kdiumiifiori m_)iribirir Pharmacrurrn .................... 11 11

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Nirirrrriirriirirrrz.

PVLUszcki. Königsberg, 15. Dezember, Die Wcichselift, wie die »Königsb. Zcit.a meldet, bci Graudcnz wieder ganz eisfrei, bci Kiirzcbrak, Culm und Thorn gefroren, doch ist dasEis so schwach, daß bei Marienwerder imd CzrrwincZk die EiSdccke nur zu Fuß aiif Brettern pasfirt werden kann. -- Von Pillau ist Communication iiber Eis mit der Brandenburger Seite und soll die Paffagc fiir mäßig beladene Fuhren sicher sein.

Danzig, 15. Dezember. Das »Dampfboota meldet: Aus dem Dampfer »Jdae- werden die großen Maschinentheilc, als Keffrl 2c., fiir die Korvctien yHcrthaa und 'Medusa- cm der König- lichen Werft gelöscht.

Posen, 15. Dezember. Der »Bromb. Ztg.« wird geschrieben: Gestern wurden hier auf einem Fornalwagen, der eben im Begriffe war, nach dem Dominium Koszuty, im Kreise Schroda, abzufahron, eine Menge Aquiisiimgsgegenstiinde fiir Kavallerie, darunter 48 Revolvertascheii mii; Schulierricmen, 48 Patrontaschcn, 187 Sporen mit Nägeln , 108 Säbelkoppeln fiir Kavallerie, zahlreiche Halftern und Sättel Verschiedener Art , von der Polizei entdeckt und in Be- schlag genommen. Sofortige Nachforschungen ergaben , daß die in Beschlag genommenen Gegenstände aus einem Hause in der Halb- dorfstraße abgeholt und in einem Keller versteckt gewesen waren. Bei einer sofort vorgenommenen Durchsuchung dieses Kellers wurde noch eine größere Menge von militairischen Ausrüstungsgegenftänden aufgefunden und in Beschlag genommen. Der Inhaber der Woh- nung, zu der dieser Keiler gehört, dessen Bruder , der den Wagen, aus Koszuty begleitende Wirthschaftsbeamte und noch eine Person wurden Verhaftet. .

Schrimm , 13. Dezember. Gestern, wird der »Pos. Ztg.- geschrieben, ist die 12. Compagnie unserer hiesigen Garnison vom 12. Regiment von hier nach der polnischen Grenze- ausgerückt, weil die Wege von dort durch _vereinzelte Räuberbanden gefährdet sein soÜen. Diese Wegelagercr find unstreitig nichts anderes, als die

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versprengicn Reste von Jnsurgenten. Höchst wahrscheinlich werden die drei anderen Compagnieen von hier erst am 20, d. M. ausrücken, Und somii das Weihnachtsstft über auf dem Marsche sein. Wie schon in voriger Woche wird auch jeyt „wiederum noch ein kleines Detachement von hier nach Dolzig zur Sichcrimg gegen eine maih-

“maßliche Mordbremicrbandc ausrücken.

Swinemünde, 14. Dezember. Während der vcrfiossenen Nacht, schreibt die WM “Ztg.“ hatten wir 6?- Grad Kiilte und ist in Folge drffcn der ganze Strom mit Eis bedeckt,“ die Einfahrt des Hafens ist eisfrei.

Breslau, 15. Dezember. Wie die "PWV- Ztg- ß Schlesien- vernimmt, wird von den Stadtbehörden den heimkehrenden Trup- pen des 3. Garde-Grenadirr-Regiments (Königin Elisabeth) und des 3. Niederschlefischen Jnfanterie-chimenis Nr. 50 ein ähnlicher Em- pfimg, wie er den Reserven dieser Regimenter bcrciici worden ist, wegen der Kiirze der Zeit und hauptsächlich, weil die Truppen in einzelnen TranSportrn zu verschiedenen Zeiten hier eintreffen, nicht zu Theil werden. Jedoch soil zur Anerkennung der rrihmvdllen Thatrn dieser Regimenter dem kommandircndcn General des 171. Armrc-Corps eine bestimmte Summe zur freien Verwendung für die genannten Regimenter zur Dinosich gestellt werden.

Die hiesige Königliche Regierung isi höheren Orts, der »Schles. Ztg.« znfolge, angewiesen worden, bei der Aufnahme Militairpflich- tiger in die alphabeiischc Gestellungsliste fiir das Jahr 1865, eben so wie fiir die späteren Jahre, nach foigciiden Griiiidsäycn zu verfahren : '

Die amilichc Beglaubigung dcr Geburisfälle, wclche siih unter den Dissidenten ereignen, hai entweder nach der Verordnung 13911130. März 1847 durch das kompetente Gericht, oder nach dem Patent vom 30. März 1847 durch einen evangelischen odcr katholischen Geistlichen, fails ein solcher sick) dazu bereit findet, zu erfolgen. Die Gebiiriszeit dcr dissidentischen Mi- litairpfiichtigen ist daher durch die gerichtlichen Geburtsregistcr und event. durch die Taufregister der cvaiigelischrn und katholischen Geistlichen zu konstaiiren,“ nur in dem Jailr, wenn die Geburt eines dissidentiscbcn Kindes weder bei Gericht, noch bei einem LVÜUJClisCHLn oder katholischen Gcisiliihrn angrmeldet sein sollte, ist auf die etwa von diffidcniischen Predigcrn geführten Geburtsrcgister ziiriickziigchcn und die darin an- gegebene Geburtszrii so lange bei Aufstellung der Gestellungslisie zu Griinde zu legen, als fich kein Verdacht gegen ihre Richtigkeit erhebt. In allen iibrigen Jällrn entbrhrrn die Geburts- Register der dissidcniischcn Geistlichen jedes Anspruches auf amtliche Berücksichtigung. Die Ehen der Dissidenten können nach den aiiegirtrn Gesehen ebenfalls nur cniwedrr dnrch dcn kompetenten Riihier, oder durch einen evangelischen odcr katholischen Geistlichen, welchcr fich dazu bereit findet, in rechtsgültiger Form gcschioffen werden. Solche Verbindungen, welchc lediglich Von einem dissidcntischcn Prrdigcr eingescgnei worden sind, cntbchrcnchhalb drr geschlichen Giiltig- keit, und dir in ihnen rrzcugtrn odcr geborenen Kinder find als" uneheliche “zii betrachten. Demgemäß sind sie nach dem Namen der Mutter in die Grficiiungsliftc einzutragen. Es empfiehlt sich jedoch, zur Verhütung von Vcrwcchsrlungen, dabei den Namen des Vaters in Parcnthcse zu Vermer- ken, falls sie wirklich aus einer von einem dissidentischrn Prediger ringcsrg- neten Verbindung staiimicn.

*"Cbln, 15. Dezember. Se. Königliche Hoheit der Kronprinz traf gestern Abend, mir in Begleitimg seines Adjuicriiicii, um 7 Uhr Abends mit dem Schnellzugc dcr Rhciiiischcn Bahn hier ein und benutzte, wir dir »Kö[11.Ztg.« berichtet, den Um 79. Uhr abgehenden Köln-Mindrner Zug ziir Weiterreise iiach Münster.

Elberfeld, 15. Dezember. Bei der heute in Rheinberg staiigchabtcn Ersatzwahl ist der Landrath von Ernsthauscn mit 105 gegen 68 Stimmen zumAbgeordnetcn gewählt worden. (Orgen- kaiididat war der Stadtraih Hermann Duncker in Berlin.

Clcbe, 14. Dezember. Das vom Kriegsschauplch zurückkeh- rcnde Wrstsäiischc Jäger-BaiaiÜon Nr, 7 traf gestern “Abend 9 Uhr mit einem Extra-Bahnzuge hicrscibst, in srincr friiheren Garnison- stadt, ein. Von Ruhrorr einschließlich, woselbst die Schiffe, welche die dortigeUeberfahrt über dem Rhein bewirkten, unaufhörlichc Salut- schiiffe abfeucrten, bis nach Clevo glich die Fahrt des iapfcrn Ba- taiilons einem wahren Triumphzugc. Wie zu Ruhrort, so hatten sich aiich aiif allen iibrigen Bahnstationen Tausende bon H,)icnschcn MikFahUchc. versammelt. Ucbcrall begeisterter Zurrif, Böllcrschiissr, bengalischc Beleuchtung. ' Hier zu Clebe hatten sich Bürgermeister und Stadtverordnete auf dem von einer dichtgrdrängtcholkSmrngc um- lagerten Bahnhofe zur Begrüßung eingefunden. Nachdem die dies- fäliigcn Ansprachen beendet waren, erfolgte der Einzug des so herz- lich bewillkomnmcten Bataillons nach der fiir dasselbe neu crbanicn Kaserne, „inmitten der Volksmassen durch die Haus fiir Haus mit bengalischen Flammen beleuchteten Straßen, Unter den Klängen des vom Mufik-Corps des Batailwns fröhlich geblasenenDüppcimarsches.

(Köln. Zig.)

Hannover, 14. Dezember. Der frühere Biiiideskommiffair in Holstein, Geh. chierrmgbraih Nieper, ist, wie der »H. Börs. Hailea gemeldet wird, gestern nacb hirr zurückgekehrt. Ebenso find auch, bis auf die Artillerie, sämmtliche hannoversche .C' ecutionstrup- pen in ihren Garnisonsorten wieder angekommen. n den Pro- vinzialsiädten find die heimkehrenden Bataillone bedeutend besser empfangen, als hier in der Residenz. -- Wenn auch die Magdeburg- Leipziger'Eisenbahngesetlschaft jeyt bereit ist, die Bahn von Gotha nacb Leinefelde zu “bauen , so ist unsere Regierung doch nicht ohne

Weiteres m der Lage, mit dem Bau der „Bahn von Göttingen nach Ahrenshausen zu beginnen. Dieser ist vielmehr nach der von der ersteir Kammer der Bewiliigung hinzugefügten Bedingung davon abhangig gcmacht, daß der Bau nicht eher beginnen dürfe, bevor nicht der Bau dcr Bahn von Gotha nach Leinefelde vollständig ge- fichert sei. .Zu der vollständigen Sicherung rechnet aber die Erste Kammrr d'ir_Geiiehiiiigu1ig des den Bahnbau betreffenden Staats- vertrags zwiichen Preußen und Gotha durch die preußischen Kam- niern und die Erledigung der Ziiisiiarantiefrage zwischen Gotha und Preußen._ - Ueber die Zweckmäßigkeit bon Riibenzuckerfabriken in unserem Lande, schreibt man demselben Blatte, ist in den landwirth- schafrliihrii Verrin'en lange Verhandeli. Jeßt hat der Provinzial- Vereiii silk das Fürstenthiim Hildesheim, an dessen Spiße Graf „Bennigsen steht, sich zu dem Votiim vereinigt, daß Hannover nach seinen dern- Und den iibrigen Berhäiiiiiffen fiir die Wechselwirth- schrift, Rubeiibaii und Riihrnzuckerfabricaiion, sofern bei dem ersteren rationell" verfahren werde , fich ganz vorzüglich eigne und wesentlich zur Befordermig drs Wohlstandes, besonders der arbeitenden Klasse, beitragen werde.

_ WTeckienburg. Malchin, 14. Dezember. ist heut'e gesihlbsscn ivorden.

. ?cizlrSth-Holstein. Unter dem 15. d. M. wird durch die »Schl. N.- folgende Bekanntmachung des Schleswiger Ma- gistrats veröffentlicht:

DZM) dcn Cirkulaer'rlaß der hohen obersten Civilbehörde im Herzog- ihum Schleswig vom 12. November cr. smd die Griindsähe niiher anqe- grben, nack) welchen die Berechnung und Ausgleichung der bisherigen Be- stimmungrn rind Lieferungen, welche für die anirte ArMec bis zum 1. De- zember bc1chaxfi sind, stattfinden soll. Mit dem Abrücken der mobilen Trup- pen [Wk iiun dic kriegerische Brseßung drs Herzogthums ihr Ende erreicht, uiid die 1th noch imLande verbleibenden K. K. österreichischenTruppenebenso wie diexneu anrückenden Königl. preußischen Truppen werden hier dauernde Friedensgarnisonen einnehmen. DeShalb find auch wegen der jeßt noch ferner. “.", die ailiirten Truppen stattfindenden Leistungen an- dere Bcjti'irimungcn maßgebend, als sie während des Krieges haben Geltung PNÖLU 1131111911. In dieser Beziehung hat die hohe oberfieCivilbehörde dem Amihauic fiir Gottorff und Hütten vorläufig unterm 3. d. M. Folgendes eröffnet; Die Mannschaften erhalten die fiir die Naturalverpflcgung der Armer im Kriege normirien Viktuaiienporiionen und ihre gewöhnliche Gar- niions-Brodportion aus den militairischer Seits errichteten Magazinen in 11.1th geliefert. Ebenso wird Hafer und Heu fiir die Truppen durch die Armce-Liesrrantcn beschafft. Dagegen können die Truppen von den Ge- meindrn resp. Ouariierwirthen unentgeltlich hergestellt verlangen: Quartier und Siailraum nebst Lager und Fouragcstroi), ferner die erforderlichen

Der Landtag

- Gebäude zur Anlegung bon Magazinen und Lazarethcn so wie die Räum-

lichkeiten fiir Büreauö, Wachen, Llrrestlokalr, Handwerksstuben und zur Unterbringung der .)iiliiair-Cffckien, ebenso auch Grundstücke, als Uebungs- pläxzc und zur Aufstellung von Fahrzeiigen rind Geschüßcn. Endlich ist auch der bei Märschen und zur Anfiihr dcr Verpflegungsbedürfnisse :c. ctwa erforderliche Vorspann von den betreffenden Gemeinden unentgeltlich zu stellen. Jedoch sind alia Truppenihriic angewiesen worden, über jede der- artige Leistung die vorgeschriebenen Anerkenntnisse auszustellen, und wird den Ouarticrwiriheti ['r-51). Gemeinden fiir das Gewährie eine billige Ent- schädigung eius drr Landeskaffe regelmäßig gezahlt werden. Ob diese Ent- sihi'idigimg nach drn Grundsäßen der Verordnung vom 9. Mai 1806 oder nach dem im Hrrzogihum Holstein bishrr angewendeten Bundesberpfiegungs- Reglement oder aber anderweit zu bemessen sein wird, bleibt weiterer Er- wägung vorbrhaltrn.«

Der »Schleswig - Holsteinschcn Zeiiiinga wird mitgetheilt, daß die Regierung in Kiel, gutem Vernehmen nach, von _den Civilfom- miffarien den Auftrag erhalten habe, mit Aubnahme des Post- und Tclegraphemvrscns, auch die Verwaltung des Herzogihums Schles- wig mit zu übernehmen. Ob sämmtliche biShcrigen Räthe bleiben, oder neue cintretcn, sei noch nicht ausgemacht.

Nach einem Telegramm der ».H B. H.- 1vurde am 16. in Rendsburg zu der preußischen Bcsaßung noch ein Batai[lon Oester- reicher vom Regiment Ranmiing erwartet. Leytcre sollten die Alt- stadt belegen.

Hessen., Darmstadt, 15. Dezember. Ihre Königliche „Hoheit die'Kronprinzessin von Preußen mit dem Prinzen Sigisinund schien heute Nachmittag mit dem Schneilzugc der Main- Ncckarbahn ihre Reise nach Berlin fort und'ireffen heute Abend gegen 10 Uhr in Guntershausen mit Ihrem Gemahl zusammen. -- Sc. Königl. Hoheit der Prinz Alfred von England kehrte heute früh nach Bonn zuriick. (Darmft. Ztg.) -

- Die zweite Kammer hielt gestern wieder Sißung. Der nächste Gegenstand der Tagesordnung war der Yoranschlag iiber die- durch die Organisation der Bezirks-Strafgerichie entstehindemKosien (im Betrage von'rtwa 8000 Fl.), welchen das Justizministerium auf die von der Kammer gelegentlich der Berathung dcs Einführungs- geseßes gestellte Forderung alsbald vorgelegt hatte. Die. Kammer beschloß, nach Antrag des Ausschusses, auf die Beraihung dicses Kostenvoranschlages nicht einzugehen, bevor die von der" ersten Kaui- , mer zur Strafprozeß-Ordnung und den zugehörigen Geseßeniwürfen, gefaßt Werdenden Beschliiffen vorliegen. ' ; *"

Württemberg. Stuttgart, 15. Dezember. Dix“ Stände find auf den 28. d,.einberufen worden. Als-Vor“i'_ Werden außer der Feststellung des Hauptftnqnz-Etats füx„]_1865; 1867, ein neues Volkssthul- und Penfions-Geseß, ferner-Vyxsage