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: Dem Schlosser Gustav Fuhrmann in Berlin ist unter dem
16. Dezember 1864 ein Patent , " _ auf ein sogenanntes Eingerichte sur Schloffer, soweit das-
selbe nach der vorgelegten Zeichnung und Beschreibung für neu und cigcnthiimlich erachtet worden ist, auf fünf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und fiir den Umfang des preußischen Staats ertheilt- worden.
[
Justiz = Miinisterium.
Der biSHerige Kreisrichter Vater in Wreschen ist zum Rechts- anwalt bei dem Kreisgericht in Kempen und zugleich zum Notar im Departement des Appellationsgerichts zu Posen, mit Anweisung seines Wohnsihes in Kempen, ernannt worden.
Der Landgerichts-Referendari11s Friedrich V alduin S chmiß in Cöln ist auf Grund- der bestandenen dritten Prüfung zum Ad- vokaten im Bezirke des Königlichen Lippe[lationßgcrichtShofes zu Cöln ernannt * worden.
P?iniftcrirrin 5.81: Fri.???kirixrri, WWWYMML = "Zrichrrgcrr,
„bd “
Das amtliche Verzeichnis; des Personals
hiefiger Univerfität fiir das laufende Winter-Semefter ist im Druck
erschienen und in dem Geschäfts-Zimmcr des fitäts-Gerichts fiir 7“? Sgr. zu haben. Berlin, den 17. Dezember 1864.
Königlichen Univer-
Der Rektor uud der Richter hiesiger Friedrich-Wilhelms-Univerfität.
Dorner. Lehnert,
Berlin, 19. Dezember,
Gr.Majesiät der König haben Aller-
«gnädigst geruht: Dem Landrath RoSpatt zu Neumark 1111 Regie- rungs-Bezirk Marienwerder die Erlaubniß zur Anlegung des von des Kaisers von Rußland Majestät ihm verliehesien St. Annen-
Ordens dritter Klasse zu crtheilen.
,!
Bekanntmachung.
Fiir die nächstjährige HeereZ-Ersaß-Außhebung wird denjenig/M
und hicrselbst ihren Wohn-
jungen Männern, welche in dem Zeitraum vom 1. Januar 18
bis zum 31. Dezember 1845 geboren find,
fiß haben, oder alsxStudcnten, Gymnafiasten und Zöglinge anderer Lehr- Anstalten, Dienftbotcn, Haus- und Wirthschaftßbeamtc, Handlungsdtener und Lehrlinge, HandwerkSgesellen und Lchrbursthen, Fabrikarbeiter rc.“
sich hier aufhalten, in Erinnerung ge'bracht, daß,
Taufscheinen oder sonstigen Ort ihrer Geburt noch nichr sonst unausbleiblicher Nachtbeile, niehr sofort zu beschaffen haben.
Die für diesen Zweck
Bescheinigungen werden stempel- und kostenfrei ausgefertigt.
Der Zeitpunkt zur Anmeldung Behufs Eintragung in Stammrolle wird binnen Kurzem bekannt gemacht werden. Berlin, den 13. Dezember 1864. "' *
Königliche Militair - Kommission.
soweit dieselben mit
BeweiSmitteln Über die Zeit und den versehen find, sie sich, zur Abwendung dergleichen Bescheinigungen nun-
aus den Kirchenbüchern 2c. zu ertheilenden
die
1
und der Studirenden *
suck) der Vorlesungen berechtigt
' ' " " ä d 22 Die theologische Fakultat zahlt ........... ? ZILLZÉLY 2 ä 8 24 . ' ' * " " 's * l 9“ DU: ]uristische Fakultat zahlt ............. FLIEandTr __
' ' ' ' - - (* lä d' 212 Die medizimsche Fakultat zahlt ............ ? ÄZlendTr 13
225
Die philosophische Fakultät zählt Inländer ............ 82 (Daruntrr befinden sick) 1 Studirender auf Grund
des I'. 35 Und 4 Studircndr aufGrund des 5. 36 des Reglements Vom 4. Juni 1834 immatrikulirt) AuSländer 1 """"-"' 1
Außer dcn immatrikulirten Studirrndcnsindznm Be-
Es ncdmcn also im (Ganzen im den Vorlesungen Theil ". *
Summarischc Uebersicht der immatrikulirtcn Stu- Üdi'renden auf der Universität" zu Greifswald im ; Winter-Semefter1864/65.
Von Ostern bis Mirhaelis 1864 waren immatrikulirt
............. 339 91
Davon find abgegangen ......................................... 248
Es sind demnach geblieben .................................... In diesem Semefter find hinzugekommen ..................... , .....
*DieGesammtzahl der immatrikulirten
Studirenden beträgt daher .. 358
Nichrmntlicbcs.
Preußen. Berlin, 18. Dezember. Se. Majestät der
König haben bei der heutigen Tafel im Königlichen Schlosse nach- stehenden Toast ausgebracht:
»Eine doppelte Feier vereint uns heute. Ich bcwillkdmmne Theile Meines glorreichen Heeres bei deren Rückkehr in die Hei- math, und wir Alle feiern das FriedenSfest. Qlusdauer und Tapferkeit haben den'Sieg an unsere Fahnen gefesselt, den wir im Verein mit den braven Truppen Meines hohen Verbündeten, des Kaisers von Oesterreich Majestät, errungen haben. Ganz Preu- ßen hat heute dem Lenker dcr Schlachten und dem Spender des Friedens in Dcmrith seinen Dank dargebracht. Mein Dank aber gebührt demnächst den höchsten (Heneralen, wie dem leßtcn Sol- daten, für deren umsichtige Führung und heldenmiithiges Kämpfen. Gleichen Dank JOÜL Jeb dcn Leitern Meiner Regierung, die auf ihrem Felde die chrenvollsten Erfolge erzielt haben. Das Volk hat in patriotischem Aufschwunge und Opfcrwilligkcit Meinen Unternehmungen zur Seite gestanden. In diesem Dankgefiihl erhebe Ich Mein Glas und leere es auf das Wohl Meines tapfe- ren Heeres, das dem Vaterlande den Frieden erkämpft , mid auf die Wohlfahrt PreußenZLe-
Von dem General-Feldmarschall Grafen von Wrangel wurde darauf ein Toast auf das Wohl Sr. Majestät des Königs aus-
gebracht. - 19. Dezember. Zu dem Bericht iiber den Einzug der m der Vorigcn Nummer bezeichneten Truppenthcilc am Sonnabend haben
wir noch Folgendes nachzufragcm“ Als die fiir ihre Tapferkeit im Feldzugc durch Orden, Rang- und StandeSerh-Zhungen ausgezeichneten Offiziere und Mannschaften so wie die Fahnen vor das erste Treffen der Infanterie auf dem alten Exerzierplaß im Thiergartcn getreten waren, ritt Se.Majestät, begleitet von den Königlichen Prinzen , in das offene Carréc und hielt an die sprache: Mit Freude sehr Ich Sie aus
in einer Division Vereinigt diesen Krieg tigte Ich, diesen jungen Regimentern
fich eine Geschichte zu begründen. diescr Absicht entsprochen und mit ausgezeichneter Tapferkeit ge-
fochten. (Hanz dasselbe gilt von theilen, welche dem RnhmeSkranz ihrer ehrenvollen Geschichte in
diesem Kriege ein neues unverwelkliches Blatt hinzugefügt haben-.
Ich freue Mich, so viele um Mick) versammelt zu sehen, die sich durch Tapferkeit so ausgezeichnet, daß Ich fie durch, Meinen fichtbaren Dank auszeichnen konnte. Als ein bleibendes An- erkenntniß fiir die Ansprüche, welche die Armee auf Meinen und des Vaterlandes Dank hat, habe Ich beschlossen, allen Fahnen und Standarten, welche auf dem Kriegsschauplaße anwesend gewesen find, in die Banderolledas Band der neu gestifteten Kriegsdenk- münze und Denen, welche entweder bei Düppel oder Alsen mit- gefochten, das entsprechende Band der dafür gestifteten Gedenkkreuze zu verleihen. Meine feste Ueberzeugung aber ist es, daß diese neu
!
betreffenden Offiziere und Mannschaften folgende An-
cinem glorrcich beendeten Kriege zurückkehren. Als Ich die ncuformirtcn Garde-Regimenter mitmachen ließ, beabstch- eine Gelegenheit zu geben, Sie haben im vollsten Maße LFZ
den hier versammelten alten Truppen- ]
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geschmückten Fahnen "und Standarten Meixie braven Truppcn für “"“ ZUkunst “be" so ingebend- tapfer und mit Gottes Hülfe siegreich fich MIM sehe werden- als Ich dies für den eben glor- reich beendeten Kriexz mit Meinem Königlichen Danke anerkenne,
Darauf ritten Sc. Majestät der König an der Kront der Dekorir en heruri'ter, und gab in Allerhöchsteigcner Persoanic verliehenen Fctxh- nenbander den betreffenden Commandcurs, welche sofort an den Fahnen ,und Standartrn befestigt wurden. Außerdem wendeten fick! Sr. Maxcstat aiich speziell an die dort ebenfalls aufgrstelltenMiiitairL YßlslcheIlb UU? ipkßchenßfic? [isl höchst[anerkennender und belobigender ere U er im on rene en wä)rcnd dcr ? " Murk) und Eifer aus. Kampagne bewrexenen
& An Danebrogs'fiihrten: die 4. Compagnie I.Garde-Regiments, 2. und „Z. Corrwagme 4. Gardc-Regiments, 1. Compagnie Z. Garde- Grenqdrcr-chtmcnts, Z., 5, 6., 8, 9. und 12. Compagnie 18. In- fanterie-chnnents und die 5. Compagnie 48. Regiments jc cinen, die 5. Compagnie 4. Garde-Regiments, die Z. Compagnie Z. Garde- Grcnadter-Regimcnts und die 10. Compagnie 18. anantcrie-Regi- ments je zwei Dancbrogs.
, Nach der Parade" brachte die Leib-Compagnie des 1. Garde-Rc- gmients zu Fuß die sammtlichen Fahnen und Standarten der alten Gardc-chimentcr, ferner Compagniecn der 4 neuen Garde-Jnfanterie- Regimenter deren Fahnen, und eine Compagnie des 1. Posenschen Jnfantcrie-chiments Nr. 18 die Fahnen des 18. und 48. Regi- ments, .so wie dir des Brandenburgischen Jäger-Bataiklons Nr. 3 in das Königliche Palais ab. Abends waren die öffcntlichen Gebäude, die Standbilder, das Brandenburger Thor und viele Privatgebäudc, [Mchench Unter den Linden, in der Wilhelmsftraßc 2c., festlich bc- eu tet.
Gestern fand in den Kirchen der hiesigen Residenz der in allen Kirchen des Landes durch Allerhöchste Ordre vom 20. November angeordnete feierliche Dankgottesdienst statt, nachdem dieser am Tage zuvor festlich eingeläutet worden war. Nach demselben wurdcn Mittags auf dem alten Excrzicrplaße im Thiergarten 101 Kanonen- schiiffe gelöst.
- Der Gcneral-Licutenaut a. D. Wilhelm von Be„low ist 1i_1t1111314tcn d. Mrs. zu Stralsund im Kreise seiner Verwandten ge- or en. -- Wie die »Breßl. Ztg.:- aus ficherer Quelle erfährt, hat der Abgeordnete fiir die Stadt Breslau, Kreisrichtcr Pflücker zu Bunzlau sein Mandat niedergelegt.
Neviges. Der kiirzlich verstorbene “Freiherr Rudolf v. Wendt, dessen Leiche in der 1). Wendtschen Familcngruft im Kloster zu Ne- viges beigeseyt worden, hat, der »Elbcrf. Ztg.“ zufolge, zum Zwecke der Erbauung einer katholischen Kapelle im Dönberg ein Legat von 18,000 Thlrn. ..ausgescßt, plaxzes find bereits Verhandlungen im Gange.
Wesel, 15. Dezember. Gestern Abend traf, wie die oElbcrf. Ztg.« berichtet , die 6. reitende Batterie des westfälischen Artillerie- Regiments Nr. 7 hier ein und Wurde von dem Offizier - Corps der Garnison und den Spihen der Civilbehörden auf dem Bahnhof empfangen. Die Batterie kam in den umliegenden Ortschaften ins Quartier und war von dem Herrn Bürgermeister Arnßen in Rin- gcnberg dic zweckmäßige Vorkcbrung getroffen, daß die Leute beim Ariéeinandergehen von ihren Ouartiergcbern abgehoir wurden, da- mit sie'in der Dunkelheit nicht auf Irrwege gerathcn konnten. Am 22. d. Mis. wird die 2. Batterie, am 23. die Z. und 5. Batterie hier eintreffen, sobald die Batterieen sämmtlich eingerückt find, wer- den die 4., 5. und 6. Batterie wieder aufgelöst ,und die Mann- schaften an ihre alten Batterieen wieder abgegeben werden.
Köln, 16. Dezember. Die beiden Extrazüge, welche das 5te Westfälische Jnfanterie- Regiment Nr. 53, 1500 Mann stark, von Münster nach Mainz beförderten, find heute in der Frühe um4Uhr resp. (53/4 Uhr hier durchgefahren.
- 17. Dezember. In der heutigen Zeitung wird von dem Vorfißenden des Verwaltungsrathcs der Actiengesellschaft der Preußisch- Niederlc'indischen Verbindungsbahn die von der »Elberfelder Jg.:: angeblich aus zuverlässiger Quelle gemachte Mittheilung (vergl. »St. Anz.« Nr. 292), daß die Actien der Preußisch-Niederländischen Verbindungsbahn in die Hände der Rheinischen Eisenbahngesellschaft käuflich übergegangen seien , als auf Unwahrheit beruhend, bezeichnet.
- 18. Dezember. Nachdem das 2. und das Jüfilier-Bataiilon des von Soest, Paderborn und Warburg hierherverlegten Infanterie- Regiments ,schon vor mehreren Tagen'hier angekommen, ist*heute Mittag auch das 1. Bataillon eingetroffen. Dasselbe wurde mit militai'rischcn Ehren zu Deuh empfangen und hierher geleitet.
Saarbrücken, 16. Dezember. Brücke über die Saar von Saarbrücken .in der Richtung auf den Bahnhof zu St. Johann ift genehmigt worden. Die Stadt wird dafür Obligationen im Betrage von 75,000 Thlr. ausgeben.
Hannover, “17. Dezember. Nach Verfügung des'Königi.
Ministeriums sollen, wie der »Wes. Ztg.»: geschrieben wrrd, dic .“
Nummerflaggen der hannoverschen S _' "cht mehr in den einzelnen Landdrosteibezirkcn von Nr. 1 an gezählt, sondern“ so
Über den Ankauf eines paffenden Bam.
Der Bau einer stehenden '
in ein Zemeinsames Register gebracht werden, daß die i em 1 bis 1999 fiir Ostfriesignd rind Papenburg, 2000 bis 299? fffiir Stade, 3000 bis 3999 fur Lüneburg und von- 4000 an für Osnabrück (ohne Papenburg) benimmt und reservirt werden. Die ostfriesischen K*"d. Papenburger Schiffe behalten danach ihre alten Nummern, die rtbrigen haxben das betreffende Tausend zuzüseßen, Osnabrück bekommt 1th Zrst die Nummerflaggen. Die Halberneuerung zu den Kirchen- vorstaiiden, Welche zum Theil verstärkt werden, kommt jeßt mehr UUd mehr 111 (H"atrg. (rs herrscht dabei eine sehr große Ruhe, die doch aiich zu wiimchen tft , wenn ste nur nicht aus Apathie hervorgeht. Dtc'NaÖrtcht, daß h(xnnoversche Militairärztc zum Eintritt in die mexikam1ch'e Armer gnsgesordert seien, wird von der »N. Hannov. Ztg.: dahin modifiztrt, daß der Generalstabsarzt der mexikanischen Armee, wrlrhcr wahrend drs Kriegs mit Dänemark Chef der österreiéhi- schenHosyitaler maSchlcswrg war, sich hier bemüht hat, Militairärzte zu engggtren. 'Die Vrrhandlungen haben fick) indeß zerschlagen. -- chr Etsgcing tiiZer Elbe wirkt, wie man von Harburg meldet, sehr siorend beidem Yransport der sächfischen Truppen. Die Fähre ge- rieth bereits am_Donnerstag auf Grund. SchleswigK-sHolytem. Jn Anlaß der Bekanntmachung, Welche die oberyte erlbehörde dcr Herzogthiimer unter dem 7. d. M. erlassen hints, war von der Universität zu Kiel unter dem 9. und 10. eme Erklarung abgrgcben , worin dieselbe Bedenken äußerte, die von der bcnaiintrnjBehorde ch'fordertc Zufichcrung williger Unterordnung und bereitwi'Uigcr Unterniißung zu geben, weil diese zu dcm Zwecke gSefordert wurden, um dre obere Leitung der Verwaltung in dein Qntrrcffe drr Herzogthümcr so zu führen, -daß der Entscheidung über die Oufmixt der Herzogthiimer in keiner Weise vorgegriffen werdea, dieser Ausdruck aber ein- zu unbestimmter sei. Dagegen erklärtm dte Uiiterzrtchner fich bereit, der faktischen Bcfißergreifimg Oesterreichs und. Prerißcns zu deni Zwecke willig fich ,unterzuordncn und dieselbe berritwilltg zu unterstuhen, um das von den Gesandten dieser beiden Machte aiif der Konferenz zu London unterm 28. Mai erklärte Ziel: »Die Vereinigung der Herzogthiimer in Einen Staat unter der Souvcrainetat dcs Erbprinzcn von Schleswig-Holstein-Sonderburg- Augustenburg, der nicht allein in den Augen Deutschlands die meisten Rechte auf die Erbfolge in den genannten Herzogihümern geltend machen iamr und dessen Anerkennung durch den Brindestag demzufolge gesichert ist, jondern der auch die unzweifelhafte Zustimmung der großen Mehrzahl der Bevölkerungen dieser Länder für fich Haya möglichst bald zu erreichen. Auf diese Erklärung hat die oberste Civilbehörde (1. (1. Flens- * burg, den 12. Dezember folgendes Reskripi erlassen: »Das Kuratorium hat uns mit dem gefälligcn Bericht vom gestrigen Tage mit den besonderen Erklärungen der Herren Professoren Weiß, Rat1rn und von Gutschmid und des Herrn Uniwerfitäts-Rottmeisters eine gememschaftliche Erklärung von 21 ordentlichen _und außerordentlichen Professoren," 2 Lektoren, 2 Exercicienmeistern und dan Herrn Syndikus der anerxiiiit eingereicht, welche aus dem Bedenken hervorgegan- gen_ ist, daß der Ausdruck »daß der Entscheidung über die Zu- kunft drr H'erzogthiimcr in keiner Weise vorgegriffen werdca er-' regt hat._ Mit Bezug hierauf und auf die Schlußbemerkung des gefälli- geii“ Bertcht§ck beeilen wir uns, dem Kuratorium ergebenst zu er- waedern, daß wir, weit entfernt davon, irgend Jemand, geschweige den Vertretern der Wissenschaft in ihrer Rechisüberzeugung beengendcn Zwang anlegen zu wollen, geglaubt haben, die Linie, die uns selbst für die Füh- rring umercr Verwaltung vorgezeichnet ist, durch jenen Ausdruck in Ver- bmdrznwmrt den _Wortcn »im Interesse der Herzogthümera allgemein vrrstandltch zr; bezeichnen. Wir find der .Ueberzeugung, daß die 2th und die„JYk-TU, „in. welcher auch die in dem Rechtsbewußtsein wurzelnden Wun1che bezuglich der Zukunft der Herzogthümer ihren Ausdruck bisher gesucht hgben, den wirklichen Interessen des Landes nicht immer förderlich gewesen jmd, daß sie vielmehr, abgesehen von Gegenbestrebungcn, die, wie ww selbst wahrzunehmen Gelegenheit gehabt haben, dadurch zur fortge- seßtxn _Bcunruhtgring des Landes hervorgerufen werden, geeignet sind, die schließlich,; Entsche1dung zu erschweren, also gerade das Gegentheil dessen herberzusuhren, was fie bezwecken. Wir smd ferner der Meinung, daß je besser und, fester begründet Rechtsansprüche find, sie desto zuversichtlichec * der Entscheidung ariheim gegeben werden können und dürfen dann wenig- skens die Uebereinst1mmung voraussetzen, dqß, wo die Stimme des Landes m Betracht kommen soll, fie ihren Ausdruck nur durch die geseßlichen Vertrercr des Landes finden kann. »Hiervon ausgehend werden wir und wir wiederholen“ es in dcrAeberzeugu-ng, daß dies im Interesse des Lair- des liegt, die Verwaltung desselben zu führen suchen und haben rms " dazu, dte bereitwiliige Unterstüßung und Unterordnung aller 111 offentlichen Aemtern Siehenden erbeten. Wir würden es leb- haft beklagen, wenn wir uns derselben namenUich an Stellen, deren volle Bedeutung wir wohl zu würdigen wissen, nicht zu erfreuen haben soilten. Indem wir das Kuratorium ersuchen“, hienach die Herren Unter- ?ZilénärzderngzeiYsschaftlichetJ Vorstellung vom 9. ,und 10. Dezember ge- a tg u er an 1 en., wer en wir un erer eits “n ' “ ' hiedurch als erledig? ansehena s s ger e diese Atigelegenhett (» Am 16teri rst, dei? »Hawb. Nachr.- zufolge, dieHerzogliche »eiegraphenftatwn m Kiel Mit der bisherigen preußischen Station durch den T.elrgraphe1i- Inspektor unter dem quen schleswig - hol- stermsche Station vereinigt. Die holsteinschen.Telegraphen-Beamten find außer Junction gestellt. , " « * Fratzkfurt a; Pk.,„17,„Dezember. In der heutigenBuno. destagsstßung, dre vor NeujUhr die letzte sein dürfte, wurde der bayersche Bundestags - Gesandte Freiherr voz: Schrenk eingefiihrt