1907 / 152 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 27 Jun 1907 18:00:01 GMT) scan diff

Die Erforschung der Wolken ist während der leßien Jahre am bedeutend gefördert worden, am meisten durch den Zusammen- xcbluß der meteorologischen Institute verschiedener Länder zu einer internationalen Arbeit. Zu einem end ültigen Abschluß hat diese selbiiverständlicb nicht geführt, weil es enen solchen in der Wissen- schaft überhaupt nicht gibt. (Eine der ragen, die dauernd auf der TageSordnung bleiben, ist die na der Höhe der verschie- denen Wolkenformen. Zur Feststellung von Wolkenböben sind mehrere Mittel angewandt worden, darunter schon vor fast 20Jabren zucrét in Hamburg ein Verfahren, das sich eines elektriseYen Scheinwerfers edient. JeFZ'bat, w e der „Frankf. ZYL- geschrie en wird, ein Mitglied der tener Wetterwarte, Dr. heden, diese Foricbungen wieder auf enommen und nut einem senkrechten Licht- strahl eine Reihe von Messungen angefübrt, deren Ergebnisse in der „Rundschau iür Wolkenwiffenschaft' veröffentlicht worden sind. Wie sich erwarten läßt, wird ein erheblicher Teil der Lichtstärke eines Scheinwerfer?) innerhalb einer großstädtischen Atmosvbäre durch den über der Stadt schwebenden Staub und Dunst verschluckt. Immerhin besaß das Lichtbündel bei den Wiener Versuchen in 300011) Höhe noch eine Leuchtkraft Von 12 Kerzen, auf die Flächrneinbeit berechnet. Um die Höhe einer Wolke festzustellen, muß eine Winkelmessung von zivei Stellen aus vorgenommen werden. Befindet sich eine Wolke mehr als 6000 m hoch, so brauchen die beiden Pläße nieht mehr als 4 km doneinander entfernt zu sein. Die Messung wird durch das Vorhandensein eines festen Lichtpunkts in der Wolke, wie er durch den Scheinwerfer hervorgerufen wird, sehr erleichtert und in ihrer Genauigkeit erhöht. An einem Tage ergaben zwei 5 Minuten nacheinander vorgenommene Meffungen oft eine Wolkenanbäufung in Höhe Von 1920 rn, während darübrr noch zwei Wolken 3810 111 bezw. 4210 m Höh: haiien. Virr Ta e später Wurde eine Schicht bon Feder- wvlken zu 3000 m Höße gefunden, während ein leichter Schleim: Don oberen Federtvolken die bekruiendr Höhe von 1050 m erreichte. An diesem Tage gestalteten sich die Beobachtungen besonders b?- lrbrend, da der Lichtstrahl zwanzig Minuten später eine Ansamm- lung von Wolken Enthüllte, _die für das bloße Auge ganz un- fichtbar gewesen wären. Spater wurden Entsprechende Messungen an Regenwolken außgefübrt. Während des RYMS warm sie 3810 11) hoch, zehn Minuten später, nach Abnahme drs Rrgens 3450, writers zehn Minuten später, nach vöUigem Aufbörcn des “Regens, 3410 111 und wieder zehn Minutrn daraus 3240 11], worauf der Regen wieder einseßie. Dirsr Beobachtungen beziehen sich auf sommerlickpe Witterung, ebenso wie 61116 weitere Vom 9. Sepiember, die wiederum imsofern besondere Beachtung beanspruckyt, als sie eine Messung von Wolken unmittelbar nach ihrem Erscheinen bringt. Nach einer Zeit vöUiger Klarheit bezog sich der Himmel mit leichten Wo.krn, die aber noch iie Sterne fünfter (Größe durchscheincn ließen. Die Höhe dieser Wolken lag zwischen 5200 und 6200 11]. Gleichzeitig waren im Südrn Blitzr brmrribar, 11le eine halbe Stunde ipäter ging eine Regenwolkr yon 1380 11] Höhe Vorübrr. Dr. Rbeden macht übrigens darauf aufmerksam, daß der elcktrisckoe Scheinwerfer auch dazu brnußt werden kann, die Durchsichtigkeit drr Luft fest- zustellen. An einem Abend, als die Luft zicmiich klar erschien, war die Lichtsäule 111cht köber als 930 m sichtbar, während fie an einrm andern Tage über 10 000 11) hoch Verfolgt wrrdrn konnte.

Wohlfahrtspflege.

Nach dem kürzlich Veröffentlichien G6schäftébrticht der Patrioti- schen Gesellschaft in Hamburg über die Tätigkeit des Von ihr geleiteten Arbeitßnacbweises sind im Vergangenen Jahre inxgrsamt 27 606 Arbeitsvermittlungen bewirkt worden. Gegenübrr dem Er- aebniffe des dorauigkgamgenen Jahres, in dem die Gxseliscbast in „29 407 Fällen ibre Arbeit Vermittelnde Tätigkeit entfalten formte, ist drmwach eixi leichter Rückgang eingetreten Der (Grund für diese Ver- mindertrTatigkcit wird u. a. in dem Umstande zu suchen sein, daß im staat- licten Kaikctrieb. für den nach wie bor weitaus die meisten Arbeits- vermittiungen erfolgten, infolge der während des Vergangenen Jahres berrxchrndrn guten Konjunktur dauernd eine starke: Nachfrage nach Arbeitskräften vorhandkn War, sodaß die dort beschäftigten Leute fort- eseßte Arbeit finden konnten und die Dienste des Arbeitsnackvweises n geringerem Umfange in Anspruch zu nehmen brauchten. Für die Kaioerwaltung sind insgesamt 20 036 Arbeitswermittlunqcn gegen 22 832 im Vorjahre erfolgt. Die Tätigkeit des Nachweises für privat? Firmen und Betrieb? ist dagegen in stetigem Steigen begriffen, sie erstreckte sich im leßten Jahre auf 7570 Fälle, während sie im Vorjahre 6575 Vermittlungen umfaßte. Ebenso hat sich die Zahl der beim Arbeitsnacbweis einlaufenden Besteuungen Vergrößert. Es [agen insiresammt 50 577 (im Vorjahre 40 060) Arbeitbrsicllungen vor, dadon konntrn 54.) 0/0 durch Vermittlung erledigt werden. Die „Fahl der Arbeit rach1uchenden Personrn ist von 3101 auf 3397 g'- tilgen. Diessen Arbeitnrbmern wurde, wie oben erwähnt, in 20 036 Fälirn Arbeitsgrlegcnbrit vermittelt.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Belgie 11.

In dem „Moritrur Bilsx' Vom 14. d. M. wird eine Vrrsügung des belaiscbrn Landwirtsäyaftrministers vom 9. d. M. veröffentliM, wonach die Vrrordnungrn desselben Ministers vom 10. April 1902, 14, L?crnnar 1904 und 24. Zitii 1904, betreffend Maßnahmen zur Vrrbutuna drr Einschleppung der Beulenpe t in Belgien durcb Herkünfte aus Pernambuco, Rio de Janeiro und Babia,seit dem 10. d.§1)é.auszer Kraft getreten sind, (Vergl. .R-Anz.“ Vom 17.21pr211902, Nr. 90, und 3. August 1904, Nr. 181.)

Türkei.

_ Der Internationale GrfundbeitSrat in Konstantinopel bat die fur Herkürftc von Bassora angeordneten Quarantäne- maßreaeln wirdkr aufgehoben und für Herkünfte bon Djeddab und vrndem'Küstenstrich zwischen Litb und El Wedj, diese beideri Hafen etnbegriffen, anstatt der bisheriacn strengsten Maßnahmen eine amtliche Untersuchung, die im ersten Türkischen

_ Theater.

Kümglnhe Zrhausptele. Freitag: fvi'elbaus. 170. Abonnementsvorsteüunq. Feen- hiinde. Lustspiel in 5 Aufzügen. Nach Scribes „1.93 (101ng chz 166“ bearbeitet bon Tb. Gaßmann. Regie: Herr Regisseur Patrv. Anfang _71 U

Neues Operntheater. Einmali rs Gastspiel der Mis; Isadora Duncan. Waizer von Chopin, (Xobann Straus: und Schubert; mit Brgleitun des Örchesters. Billette 2 bis 3 «ck bei Wert eim, varlidendanr und an der Kasse 11 des Königlichen Opcrnbauses.

Sonnabend: Schauspielhaus. 171. Abonnements- YTrslixréiung. Der Schwur der Treue. Anfang

:.

IZeues Overntbeater. Unter Leitun des Direktors: Gatispiel des José Ferenczy-Ensem les, 73. Vor- sirlluna. Wiener Blut. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Regie: Adolf Kübns. Diri- grtit: Arthur Peisker. Anfang 7) Uhr.

Schau-

Garten.

Deutsches Theater. Gastspiel des Meinhard- Bexmuxr-Enscmbles. Freitag: Der Jongleur. Anfang 8 Uhr.

Sonnabend: Der Ioualeur.

Lebkr.

Witwe.

Neues §chauspiclhaus. 7.) Uhr: Alt-deidelberg. Sonnabend: Hopfeuraths Erben.

Icktllerlheater. o. r. MorwiH-Oper, Freitag, Abends 8Ubr: Carmen. Große Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Zauberflöte. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei balbrn Preisen: Undine. _ Abends 8 Uhr: Ton Juan. oder: Der Keinerne Gast.

Komische Oper.

Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend : Carmen.

Theater des Wcßcns. (Station: Zoologiscber

Kantstraße 12.) Gastspiel des Neuen Operettentbeaters aus Hamburg. _

Familiennathrichten.

Fri. Mita Lrffer mit Hrn. Leutnant Bruno vm Bonia (Potsdam-Wilcpark). _

Die luftige Witwe. Victor Léon und Leo Stein.

Sonnabend und folgende Tage: Die lustige

Hafen mit einem Sanitätsarzt zu erfoßKrn bat, an geordnet. (Vergl. ,R.-Anz.' vom 15. und 12. d. M., r. 142 und 139.)

Ferner hat der Gesundbeitörat für Herkünfte von Alex- andrien eine 48stündige Beobachtung nebst Desinfektion und die Anwendung des Re lements über die Vernichtung der Ratten auf Schiffen verfügt. Die e Maßnahmen babrn in einem Lazarett der Türkei zu erfolgen. (Vergl. ,R-Anz.“ vom 22. d. M. Nr.148.)

Verkehrsanftalten.

Vom 1. Juli ab können Postpakete mit Wertangabe nach Großbritannien und Irland bis zum Höchstbetrage von 8000.“ (statt bisher 2400 516.) versandt werden.

Laut Telegramm aus Essen (Ruhr) ist die heute vormittag in Berlin fällig gewesene Post aus England infolgs Von Zugverspätung zurückgeblieben. *

Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Berliner Hoch-“

un d Untergrundbabn bat die Geseüschaft einen illustrierten Be- richt berauSgegeben. Aus dem Bericht ist zu ersebrn, daß der Ver- krbr auf der Horb- und Untergrundbabn jährlich zugenommen hat. Im Jahre 1902 find rund 20 Millionen Fahrgäste befördert worden; 1903: 32, 1904: 35, 1905: 33 und 1906: 41 Millionen Personen, dementsprechend haben sich selbstbersiändiicb auch die Ein- nabmen vermehrt. Die durchschnittliche Einnahme auf einen Fahrgast betrug im [eßten Jahre 123 „45. Der lebhafrestc Verkehr fiel auf den 31. Dezember v. J. rnit 159 000 Passagieren und über 20 000 «M Einnahme; der geringste Verkehr herrscbie am 3. August mit 74 (00 Fahrgästen und 9118 «FQ Einnahme. Bemerkt 11:1, daß während des Jahres 1907, aus Anlaß der starken Schnec- falle im Januar und Februar, außergewöhnliche Verkehrssiörungcn stattgefunden habrn und daß der Betrieb in dieser schwierigen Zeit ohne nennerißwerte Siörungen bat durchgeführt werden könncn, während die übrigen Brrliner VerkehrSmiticl _ aaßcr Stadtbahn _ größrre Siörungkn erlitten. In dicscr Zeit batte die Hochbahn oft Tage, in drncn über 172 000 Fabrxäsic zu bcfördern Waren. Der Waaenpark besteht beute bereits aus 124 Wagen. Die (Heseüscbait hofft, Ende 1908, spätestrns im Frühjahr 1909 den Betrieb Potsdatper Plaß_SPitt€1markt anf- ncbmen zu können; die Eröffnung der Halteneüe Leipziger Platz, die mit drr jsßigrn Haltestelle Potsdamer Platz bereinigt wrrdrn soll, wird im September d. J. crfo1gen. Nach FettigstrUung der Bahn bis zum Spittelmarkt soll der Bau der Strecke Spiiirlmarkt_ A1exanderplaß-Schönbauser AÜW in Angriff genommen Werden.

Theater und Musik.

Jm Königlichen Schauspiclbanse wird morzen Scribrs Lustspiel .Fecnbände“ wiederholt.

Mannigfaltiges. Berlin, 273111111907.

In Berlin wütete gestern nachmittag ein Großfeuer, dem ein Teil des sogenannten Viktoriaspeiciyrrs in der Köprnickerstraßc', der fich im Besiß der Aügcmcinen Berliner Omnibußgeselisckpaft befindrt, zum Opfer fiel. Wie hiesige Blätter mrlden, drohte durch das schnell um sich greifende Feurr, das in den Futterborräten reichliche Nahrung fand, eiiie überaus große Gefahr, weil in Nachbarsveicbern 200 000 ] Brnzm und etwa Millionen Litrr Spiritus lagern, die zum Betrieb der Motoromnibusse der oben genannten Gefeüjchait dienen. Der mit 26 Sch1auch1citungen unter dem Kommando dcs Branddirckiors Reichel eingreifenden Feuerwehr gelang_ es nqck) fünfstündigrr Arbeit, den Brand auf seinen Herd zu beschranken. Leider ist der Speicherarbeifer Faul Siegmann bei dem Brand ums Leben gekommen. Die Ueberre te seiner Leiche: wurden beute, bei den Räumungsarbeiien aufgefunden. Die Pferde der OmmbuSgesellscbaft konnten gerettet werden; der sonst durch das Feuer Verursacht: Schaden an Gebäuden, Futtermitteln, (Geschirr usw. isi bedeutend. Ueber die Ursache des Brands ist Bestimmtes noch nicht ermiltelt. Der Betrieb der Allgemeinen Omnibnsgesrllschaft ist nicht gestört.

Die Erforschung der [)öchsien Luftschichten durcb un- bemannte Registrrerballons wird im Juli in außgrdebntem Maße angefübrt werden. Der internationale Ausscduß für wiffen- schaftliche Luftschiffabrt hat einen Plan außgearbeitci, wonach die Auf- siie 8 am 22., 23, 24., 25., 26. und 27. Juli stattfinden werdrn. Au er bon de'n Warten, die sich an den regelmäßig monatlich erfolgenden Wissenschaftlich?" Bailonaufsticgcn beteiligen, werdcn noch an vielen anderen Punkten Rrgistrierbaklons an den ge- nannten Tagen emporgcsandt. Der Fürit don Monaco wird solche im nördlichrrx Eirmrrr auslassen, dir deutscbr Flotte tut das nämliche durch den Fikchereikrcuzer ,Zirten“ zwischen Island und Ziiorwegen, ferner in der Breite der Hebriden. Die französische Flotte sendrt zu Teichem Zwecke ein Schiff nach den Azoren. Die den Meteorologen

eifferenc de Wort und _A. J. Rotck) gehörige Jacht .Otaria' wird gleichzeitig Ballonansftiege im Gebiet der Passatwinde und der Ka1men ausführen Mit der italieniscbkn Régierung schweben noch Verhandlungen, um sie zu Balionaufstieaen auf dem Mittel- ländischen Pierre zu veranlassen. Außerdem steht der Vorsißcnde drs Ausschuffks, Profrffor Hergech-Straßburg in Untrrbandlungen über ähnliche Aufiiiege an andern Punkten. An Qten, die sich nicht mit chistrierballons an der Erforschunglbeteilig'n, wird man an den obengenannten Ta rn soweit als möglich den Zug der oberen Wolken (Cirruswolkrn) fe Meilen. _

Die Reise um die Welt in 40 Tagen. Der Obrrsi- lruinant Burnlcy Campbel] bat, wir er mitteilt, die Reise um die Erde in 40 Tagen 191 Stunden gemabt und damit wahrseheinlich in diesem kostspieligen Sport einen Rekord aufgestellt. Am 3. Mai,

- „__-„;.-.. ......» __..- .. „..., . _ ... ...* . *

Freitag, Abends

(Wallnertbeatev) Sonnabend: Kyriy-Pyrih.

und P. Veber.

Freitag, Abends 8 Uhr: rektion: Kren und Schönfeld.)

Freitag, Abends 8 Uhr: WWW“-

Lußspiclhaus. (Frisdricbitraße 236.) Freitag, Abends 8 Uhr: Die Welt ohne Männer. Sonnabend: Die Welt ohne Männer.

SÜiUertbeater 17- (Friedrich Wilbelmüädtiscbes Theater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Kyriy-Pvriß,

Residenztheater. (Direktion :RicbardAlexander.)

Freitag. Abend: 8 Uhr: Haben Sie nichts zu personen? Schwank in ZAktru von M.Hennequin

Sonnabend: Haben Sie nichts zu verzolleu?

Thalialhkatek.1Dresdmer Straße 72/73. Di- Freitag: Ensemble- astsviel. Staatsanwalt Alexander. (Tiielroüe: dolpb Klein.) Anfang 8 Uhr. _ Sommervreise. Sonnabend und folgende Tage: Staatöanwalt

Morgens 7 Uhr 50 Minuten, scbiffte er fit!) in Liver co

Quebec ein, [angie dort am 10. Mai, 3 Uhr Nachmittags Han,! kW;? zweiStunden später mit der Canadian Pacific ab und errei te Van- couver am 14. Mai, um 5 Uhr Morgens. An demselben age um Mittag Verlies; er Vancouver und kam in Iokohama am 26. Mai 5 Uhr Mor ens an. Abreise von Jokohama in der Eisenbahn'am: 27.Mai, 7 hr Nachmittags, Ankunft in Tsuruga am 28. Mai, NW: 30 Min. Vormittags, Abfahrt auf japanischem Dampfer um 6 Uhr NachmittaZ1§ Ankunft in Wladiwostok 30. Mai, Lühr 15 Min_ Nack)- mittags, bfabrt auf der Sibirischen Bahn an demselben Tage um 7 Uhr 30 Min. Abends, Ankunft mMoskau10.Juni, 2Uhr 38 Min Nachmittags, Abfahrt urn 6 Uhr Nachmittags, Ankunft in Berlixi 12. Juni, 11 Uhr 35 Mm. Morgens, Abfahrt fünf Minuten spätxx Ankunft in Cöln 12 Juni, 9 Uhr 8 Min. Abends, Abfahrt 11 MZ 15 Min., Ankunft in Dovrr 13. Juni, 2 Uhr 50 Min. Nachmittags Die Schwurigkeit dieser, schleuniaen Weltumkreisung liegt, wie die' „Köln. Ztg.“ zu dem obigen Rriseberich1 bemerkt, darin, die bes“, Verbindungen zusammenzustellen; im übrigen muß man das Glück baben,„keinei'1 Anschluß zu berfädmen. Da dieses Glück vom Wigen unabhangig isi, so ist Es ungefahr gerade so verdienstlicb, fick) 011111:

Haufen Kursbücher kommen zu [affen und die Reise auf dem P,)Pigr .

zu machen. Dcrs ersyarte (Geld Yann man dann dazu verwrndcn, um ein Land oder eme Stadt gründltci) zu studieren.

5 M?Sckternfstördetx 26.JuniÖ nnen areen rum andicap bon Erkern örde . Kiel die Jachten „Jduna“, „Hamburg“, .Adrla', ':Clara“"x'xxxc? „Susanne“. Bald darauf berließ auch die „Hohenzollcrn“ und drr

.Sieipnrr' die Bucht. Um9 Ubr folgte der Start drr zweiten 91:11):

der großrn Jachten zum Handicap. Um 10 Uhr begann die 3) , fahrt dcr) Jachten der zrveiten bis 17127th Klasse don Cckrriiibértxe nach Kiel. Diese Wettfahrten batten folgende Ergrbnissr: '

Schonerkreuzrr der 13“, 13- und 1.-K1asse: 1. Preis, Ehrrxxpxcjs, '

gegeben Von Frau Krupp Von Boblcn und alba , , *: '- 2. Preis „Adrla'. ,Susarna“ bgt das Rrrmrn foicg'eXben. ZUM '“

Rermjachirn der 11- sowie Kreuzerjachten der 13- und 1-K1'asic; 1. Preis .Ladcngro", 2. Preis .Comrt“. .Orion“ nicbt gcsiartrt.' P .?rruzerjackytrn drr 11. Klaffr: 1. Prriz .Cawsa“, “.). Prris , au a“.

Krcuzrrjachten drr 111. Klasse: 1. Preis „Tai Peng“, 2. Prris

.Vanity“. „Hans Kurt“ nicbt arstartet.

, annjacbwn der 117. Klasse: 1. Preis .Grünau', 2. 511167»;

„Kranich 117. .Capri“, „Freiheit“, „Kranich 111“ nicht gesta'tri. Krcuzrrxacbten dsr 117. Klasse: 1. Preis „(Glück3111111',2_P„.,§;

,Skeaf', 3. Preis „Midgard“. ,Jnula“, .Pinguin“ nicht gestartet,

Kiel, 26. Juni. (W. T. B.)?!uie mittag gcgen 1 Ubr 1791

die ,Hobcnzollrrn' mit Srinrr Majestät dem Kaiser am Brrd '

birr wirder ein. Seine Majestät folgte ciner Einiadung zur Frsxb- 11Ü1'1210f81 an Bord der .Wir-“ beim Fürsten bon Monaco. Später nahm S_rine Majrstät auf der Wrrft Besichtigungrn dor. Jbre Majestat die Kaiserin trifft dente abrnd aus Grünbolz birr wieder ein.

London, 26. Juni. (W. T B..) Henle irüb wUrxr 171 Holybead eine Erdcrfcbütterung verspürt, die [“du (i;:cm dounernden Geräusch brgleitrt war, zcbn Srkmiden daUrrte br- träcbtliche Aufregung drrmsackxte.

London, 27. Juni. .Daiky Cbromicke' meldet aus Ncw “11,111 vom 26. Juni: Ein Trlegramur aus Jamesibwn in Virgimisn besagt, daß mebrcxre große Hotels, die infolge der Anr-ste11:1xx.; mit Gästen überfüllt waren, am frühen M*orgc'n dxrrck) Feucr z.?r- stört worden seien. Es sei rine wilde Panik ausziebrocbrn. Trri

"Personen seien drrbrannt, über zweitausend mit knapper Not drxn

Tode entronnrn.

Cherbourg, 27. Juni. (W. T. B.) Dem „Petit Parisxrq' zufolge hatte das, Unterseeboot .Siréne“ mit drm Panrrr'cbiF .He_nri„11'.' ernrn Zusammenstoß, bei dem die „Sirénc' betrachtliche Hadarie Erlin.

OZeVal, 26. Juni. (W. T. V.) Der Torpedobvris- zrrsi orrr . Bdiielnv wurde wabrend einer Uebung durch Errlrsxrn einer Mink, anf die er geraten war, 1eicht beschädigt.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Paris, 27. Juni.

cines Wriiihändlers, vcrbaftrt. eincm russiichrn Baron und desen Vrglsitrr, cinem Orstcrrcicixr.

die beide glrichfglis verhaftet worden sind, Nachrichten iibrr

die Stimmung m der Garnison gegeben zu haben. ' Montpellier, 27.311711. (W. T. V.) 1111 Laufs dcs gestrigen Abrnds keins Vor ällc cr'ri.m1c!

Eine große Mrnschenmrnge durchzog dir Straßen; (111€ 01.» nicht WK

(W- TV.) Die Pfkktk

schäfte warrn genommen. Konstantinopel, 26. Juni. hat brute die Erbcbung des erhöhten Einfuhrzrlics von 11 Proz, bis auf weiteres eingesteUt. '

gcöffnct. Absprrrungcn wurdcn

(Fortsevung des Amtlichen und Nichtamtlichcn in dcr Ex-Zx-n * und Zweiten Beilage.)

Felix don Globig-Weißenba-F) (LockMZ-TMWY-

Vrrebelicbt: Hr. Gerd don Bethe mit F11 011017 Von der Heyde (Berlin). _ Hr.Regierun.k*ä"9-si“1 Friedrich (Graf zu Castell-Castell mit Karrllr-c (Gräfin von Hohentbal und Bergen (T're-Irrn)

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Kapitänlrnmart von Knorr (Berlin). _ (Zinc Tocbier: D“" Gesandten Frbrn. von Janisch (Klein-Firttbek1“ Hrn. von dem Knesebxck-Langcnapei (LMUZW'Ü _ Hrn. Leutnant Güntbcr Mündel (1. Zt. «ietWi

Gestorb en: Hr.Genera11ent-1antz.D. von AMF, (Wiesbaden). _ Hr. Oberstz D. Paal Wk! von Loeben (Dresden). _ Hr. Oberst z- T* Kak Schmidtborn (Baden-Baden).

Y-

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg- -

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin-

Operette in 3 Akten von Musik von Frau;

Verlobt:

Druck drr Norddeutsckprn Buchdruckerei und PKW.“ Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr- 32-

Sieben Beilagen (cinsrblirßlich Börscn-Beiiage)-

(W. T. B.) chte Vormittag 8 Uhr

, . (W. T. B.) Drin „Matin“ 51111.er wurde 111 Macon em KOprkÜl dcs 134.1)?egimrnts, drr .Fr-Ui? * Er sicht in dem Vrrdacbi '

zier hach “7131

Margot Freiin von Kap-berr mit Hrn. 137111713777

zum Deutschen Néiehsanze

M 152.

Zimtliches.

Königreich Preußen. Krieg-Zministerium.

Ausführungsbestimmungen des Kriegßministeriums vom 1. Juni 1907

Nr. 200915. 07. 0 2. zum Militärbintrrbliebcnen- geseße vom 17.Mai1907.

(Reich§gcseßblatt 1907 Sciten 214 ff. und Armeeverordnungs: blatt 1907 Seiten 229 ff.)

Erster Teil. Reichsberr. 1) Zu § 1. *)

1. u den versorgungsbereckpiigten Kindern gehören die_ebe11chen, die dur nachfolgende Ehe legitimierten und die durch Verfugung der Staats rivalt für ehelich erklärten Kinder (§§ 1719, 1723 drs Burger- lichen eseßbuchs).

11. Unter § 1 faiien die Witwen und Kinder

1) von Offizieren des Friedensstandes 38141 drs Reichs- militärgeseßes vom 2. Mai 1874, Reichsgeseßb1 „S. 45), die

u. nach einer pensionsberraytigenden Dienstzeit bon zehn Jabren § 1 Abs. 1 des O. P. G. _ Offizierpensionögeseß Vom 31. Mai 1906 gestorben sind. "

1). bei kürzerer iensizeit auf Grund einer Dienstbesckxadigirng unter Würdigung der Umstände des einzelnen Falles eme Prnsion auf Lebenszrit erhalten haben würden (§1 Abs. 2 O. P. G.), wenn sie am Todeéiag in drn Rubrikand derseyt wvrden waren;

2) von verabschiedeten Offizieren dcs Frirdensiiandles, die auf Grand früherer Geseße oder des § 1 Ab). 1. der FF 2 3 O. P. G. eine lebenslängliäpr Pension aus der Retchskaffe xu berieben battext.

Dieser Pension stehen die auf Grund drr §§ 4, 5 des Militär- prnsionßgese es vom 27. Juni 1871 und des § 1 Abs. 2 O. P. G. be- willigten le ensläng1ichen Pensione-t'gleich. '

Unter § 1 fallen dagegen nicht dt- Hinterbliebenen der zum Bezuae einer Pension aus der Reichskaffr berechtigten Offiziere; der ehemaligen schleswig-bolsteinischrn, der däniicbrn und der franzöfijchrn Armee. _ "

111. Den Anträgen auf Wikivrn- und Waijengeld fur die Hinter- bliebenen eines Offiziers des Friedenssigndes, i_rr eine Dienst- bescbädizrung erlitten hat und vor Ablauf Liner zebnxabriaen pension_s- berccbtigenden Dienstzeit grsiorbrn isi, sizißd diechriftlicben Feii- sieÜungen über die Diensibe1chädigung brizuiugen (O. 2 Nr. 7 P. V. : Pensionierungßborschrist).

2) Zu §§ 2, 3.

1. Die Abrundung des Jabreßbctragö d_er Witwen- und Waisen- elder darf nur einmal, und zwar bei der e_riimaligen Berechnung der

ezüge stattfinden. Sie ist daher in Fallen der §§ 4 bis 7 (1,111) namentlich ausgeschlossen, wenn sie _eine Ueberschreitung der Pension des Verstorbenen zur 9198 haben wurde. Vgl. 5Ibnlage 1.

11, Zu den ni t witwrngeidbereäytigten Personen rechnet die recbtr-kräittg geschirdrne Ehefrau und die “Ehefrau, deren eheliche Ge- mrinschaft rechtskräftig aufgehoben ist (§§ 1575, 1586 B. (H. B.).

111. Vom 1. 'ilpril 1907 an sind die Waisengelder fur Kinder der Obrr- und Unietklaffrn und dir Kricgßwaisengelder für Kinder der U11t5rklaffcn [1110 wo:! Unierbramtrn, ioweit deren Zahlung wegen Aufnabme der Ki-xder in Ykiiitärerzirbrtngsansialtcn ganz oder surri Teil grrubt bat (v,;1. „H 10 Abs. 2 (Ge). Von 1887 und F Y_Abs. 3 Ges. do:! 1895/97), nxxrrrkürzt zu zahlen. Dies'gilt gema); § 53 auch 5111111311111) drr Kinder derjenigrn Perwncn, die bereits Vor dem Inkrafttreten dcs (018161560 (1. April 1907) gestorben sind. Der Erlaß des Kriegßminiiieriums Vom 5. Februar 1906 Nr. 1199/1. 06. (ck 2 und ch Vcréorgunas- und Jutizdrpxrirmenis vom 5. April 1906 Nr. 33/4. 06. C 2 wird aufgehoben. Dre Einziehung der Erztcbu'nxzs- beiträgr für Kadciicn kann durch Vckmitilung drr Grneralmtlltar-

rr » irn kaffe 117' [21718 Waisermeldrr für dir in die Anstalten des Potsdamstkcn großen 1111ilitärwaisenbmrsrs a11fg_c_no:mnenrn Kinder sind nach wir Vor an dir 21.1111iiärpcnfionöiaffc abzusndren.

3) Zu § 8. _ _ _ ,

1, (Nsmäs; Ab). 211 drs F 8 sind bersorgnngsbrrrchtigt dre Witwer: und .K'ndrr 0011 56:1 zn ein_rr ,lchlisiäiigliibell Pkrrsion bc“- rrch1i.;im Oifi-irrrn, di.- brim Atröjcbrtden aus_ dem FLLCDLUI- sich113dc noch nicbt Verb-irate't w.“:“cen. rann eine Wisdervrrrrcnduns im Sinne- des „S 3 Abs. 1 Und 2 O. P. 015. 116111110611 und sich Vor Br- endigrrm dcr Wirdrrdcriw-idm.» dcclxeiratrt haben. ,

ll. Gemäß Ab:. 21) des „H 3 Hd dersvrgunzsbrrrcbimt die Witwen Und Kßndrr kor (Houvrrncuren und K'01111111110301Qn, des Jnvzlircnbgnsrö in Brrltw srwir bon grbaiwberccÄ'tiqtcn , Oistzlrren der Jiirxxriidctxinstitutc. 2113 ,;cballöbrrcchej„: ,;cltrn nicht 218 O1fi1irre ' - ' 511? rn. _

m PKK'YZWL des N' 6. Die Frist für dir Ebrsckzlicßung cndigt

11. b-*i Offizirrcn drs Friedriissiaxidrs mit dem Schinisr , des »_1„1Z9,-g:.;., in w-xlckxrm dmc! lexöserden aus dem aktivrn Mtlttardtrnst

* “1“ [6145111111 125.110, cr'o'i'k 'btc'; chu 11111kae'11111k1 (1116 dem Friedrnsstand ausgeschiedenen W„sw,-j_xx,*;„ “()()an wiedrr rrrwrnrrten Offizic'rcn (F" 8 Ab). 28) mit drm “Taxe, (m wrlchrm dll Wirrcrbrrwcndnrig brcndmt wordewisi,

(:. bei im unwirbrimtct aus dem Friedenssiaxid anMrs„ch_tedrnen prnsionieitru oder nicht :*rufidnirrtrn, 1411111411211 akithn Militärdienst Vorübrrg-bcnd wie'drr 13011111111'31141612711 Of'fixtercn 11 Abs. 2) )owic bsi Oxsxzjgxxn 1795 Benrlnixbirnimndrs („Q 11 Abs. 1) mit drm Tagr

5 , . . der Lii't'brsiündgrn Offizikrcn dcr anaiidrnmstiiutr mit Audnubme dcr

Pfic'mingsoffixich mit drm Tage des Ausschetrrns aus dem Institut.

",x-', Pat dj.- Eheschlirfmng drr underbriratet aus dem Friedens- stand ,UWestbjxdgmn O1fizirrc1nncrbalb drr gcfcßlirbcn Frist stati- gesund?", so babcn, wie die Witwe); nnd die Kinder der untrr Nr. 3 1111) bczrirbnrten, so auch dic “Witwen und die Kinder derjenigrn unter Nr. 3 1110 crwäbnlen Ojfizierc, die aus dem Friedcsstand mit einer lebenslänaliäyrn Pension außgesckpiedcn, aber aus Ber- anlasfnng einer Mobilmachna zum aktiven Militärdienst oder zum Dienst in der Militär-_ oder Marinevrrwaltung wieder bcran- gezogen worden fim. 8 AZ) 2 ckOo'HP'lG')' emen riesevlko-brn Anspruch

5 ' 7 . n Waker»? ll! . - auf FIJI: L'l'ntdrägc c'mf' Fi'1111'11111111 drs Witwen- und Waisen eldes für die Hinterbliebenen Von Angeborikgn der Invalideninsiitute aben die Invalideninstilutc zu sir11en und ur Offizkéksbknxrrbliebevc an die Versorgungkabteilung des Kriegsministeiiumö, fur Mannschafts- binterbliebene an die Zntrndantnr der militariichen Institute zu senden.

4) Ku § 9. ' 5 itimi'rten Kinder siebe Nr. 1 Abs. ]. ilIldifi'ii'r' Edelidlf'ii'llen edic Witwen nnd Kinder Von Offizixren des Friedenßstandeö, die __M'M ' » “ra ben obnr Angabe eines Gescyrs bedeuten Para- graph?" ?c'ieriil'itärbintetbiirbenrngesevect.

Erste Beilage

V-erl'

1) vor vollendeter zehnjähriger Dienstzeit gestorben sind, sofern ibnen gemäß § 7 Abs. 2 O. P. G. eine Pension für die Dauer drr Bedüriiigkrit hätte bewilligt werden können, falls sie am Todestag in den Ruhestand verseßt worden wären,

2) auf Grund des § 1 Abs. „2 oder des §7 Abs. 2 des O. P G. oder der §§ 4, 5 des Militärpen wnögeseßes vom 27. Juni 1871 am TVÖCNW zum Bezug einer ni t lebenslänglicben Pension aus der Reichskaffr brrechtigt waren. ,

Zu den unter1 erwähnten Hinterbliebenen gehören auch die Wirwen und „Kinder solcher Offiziere des Friedenssiandrs, die im Falle einer am Todestag erfolgten Verseßung in den Ruhestand eine Penxion auf eit gemäß § 1 Abs. 2 O. P. G. erhalten haben würden, so ern zua1rrch die Voroussrßungen für die Bewiüigung einer Pension gemäß § 7 Abs. 2 O. „(H. gegeben sind.

111. Den .lnirägen auf Bewilligung des Witwen- und Waisen- geldrs ist ein amtlicher oder amtlich bestätigter Nachweis über die Familien-, Vermögens. und Einkommensverbältniffe der Witwe und der Kindrr des Verstorbenen beizufügen. _ Der Nachweis bedarf der NCsiätixxung drs Landrats, wenn er von Behörden _ ausgenommen Stadtpolizribrbörden _ geführt oder anerkannt worden ist, die_ unter dem Lamdrat sieben. Von etwaigen, die Würdigkeit in Frage 11r11cn- drr: zivilgrrichtlicben Bestrafungen ist Mitteilung zu machrn.

117. Die BewiÜigung erfolgt für die Dauer des Bedürfnisses.

17. Dic Jabrksqaittunqen sind mit einer Brsckpeinigimg darüber zu berieben, das; fick) die Verhältnisse der Witwe und der Kinder gegen stüheÖUL'JÖt §w811entiich gebeffert haben.

u 0.

Wenn die Anrechnung der im § 10 erwähnten Dienstzeitrn nicht schon bri Lebzeiten drs im aktiVen Dienste gesiorbene11_Offiziers (xr- nebmigi worden isi, worüber gegebenenfalls die Außweiie vorzulegen sind, iii sie spätestens bei SteUung des Antrages aus Festsrßgng des Witwen- und Waisrngeldrs nachzusuchen. Für die Hinterblirbrnen prusioairrtrr Offizicrc kommt eine nachträgliche Anrechnung nicht mehr in Frage.

6) ZU § 1 ]. _

1. Wegen der legitimiertrn Kinder siebe Nr. 1 Abs. ], wrgrn der Frist für Cbrfcbiirßunq Nr. 3 Abi. 1110. ' '

11. Abs- 1, 3 des § 11. Den Anträgen auf Brwtüigung des Witwen- und Waisengrldes sind beizufügen: '

a. wenn der Tod im aktiben Diepst eingetreiLi isi, die schrift- lichen Friistellrmgex. über die Dienstbrxchädiguy_g (S. 2 NZ" 17 P. B.),

1). ein ärztliches Zeugnis, worin der uriacbliche Z .'1ammenba'n“ zwischen Tod und Dienstbesckyädigung des Verstorbenen wissenschaftii zu begründen ist, .

c:. ein Nachnveis über die Familien-, Vermögens: und Cm- kommensverbältniffe der Witwe und der Kinder (Nr. 4 Abs. 111),

(1. wenn den «Hinterbliebenen aus der Zivildiensisiellung drs Ver- storbenen 24 Nr. 3 O. P. G) Ansprüche Wi. Witwen- trnd Wxisrngrid oder eine gieicbariige Versorgung zur Seite sieben, einc beglaubigte Abschrift von der Feststellung jener Versorgunß. .

111. (Die Vorbereitung, und Vorlegung der Witwen- rind Waisrn- geldanträge erfolgt von den Stellen, die zuständig wären, ?alls es fich um Witwen und Kinder Von Offizieren des Friedensstandes oder pen- sionierten Offizieren des Friedensstande] bandclte.

17. Abs. 2 des § 11. Es finden Anwendung Abs. 11 c:, (1 und Abs. 111. Auf Nr. 3 Abs. 17 wird Bezug genommen,

7) Zu § 12.

1. Wegen drr legiiimierten Kinder wird auf Nr.1 Abs. 1, wrgrn des Begriffs ,aktivrs Heer“ auf § 38 des Reichsmtlnärgessßes Brwg genommen. _ _ *

11. Die Abweichungen gegen § 1 de_s Militarbtnterbliebenengriesrs vom 13. Juni 1895 bestrben darin, daß _ ,

rr. (11161) die Witwen und Kinder der rentrnbcrrcbterm Kartin- 1anten von mindestens achtzebnjäbri.:er Dienstzett_(§ 11 M". AZ. © _ MannschaftSbrrforgun4151161613 Vom 31. Mai 1906) '.bnr Ruck11cht aur

eit und Ursache des Todrs des chienempfangrrs em Rrcht 31.17 Versorgung erlangt haben, _ __

5. bei den übrigen kberUaligrn Militarpetsbnrn der Uritcrkixmrr. die Diensibxsrbädigung, dir den Tod des Besckoädigtm Okk1lriachs 531, festgestellt sein Muß (P. V. 3. Teil) und zwar:

bsi Frickdenskirnstbesckpädigungrn Vor der Cnilaffung,

bei Krirgxdiensibrschädigungen (auggenmnmrn Krirgöbcrwandwngrn, für die keine Zeitbrickoränkung besteht) bis _jnm'Ablane 523105817: Jabren nacb drm Flieden51ch10ß oder dem im ,d 1- Abs. 2 8.25 : 011,11'51É'1'E11e11Z'Iiiplilikil'. . ck _ _ . ' )

„Hinstchich drr Frstiichig dcr Drcnsibexckyadtgimg w:“:r! J “. “Abs. 2 M. B. (3,5. cr-tsrreckxnxc Annwndimg. _ _

111. Zn den Vorauösrymxgrr: für dcn ?_koOk„xxr:,*.k-_.1x:'1*:r::!: ?:r Witrérx mrd Kinder bmi dri". unter 111: kkikkrbsiir'ii“Yr'kal-Jk! ,;r ' nicbt, daf; drr Vcrssorirxxr 311111 Bezug cixir". 211*:11111r1c111r 1*.*rcrb2:,;! war. TDS -§*1-:ichc“ «ili 1111" [“is Witwrn imd Kinderche'r cbcm.:1t,::*:: K*aviirxlamtcm W:". mimdrstrns achxxebxéäbrißrr Lt:;.1izrti, 11*.1111'ÖT:' 2161101151120; 1-ir1'1' «uf iÖÉxxrnd rrr T1k11131'11, 1rmdrrx: .:::; S*:nxi: * töditck) Vt'rianfkncxi Tirasikcskbädigni-g (F" 1:3'11117. ".' Nr. *.*» spruch.- wird.

Z)Fn§13. " ' „. 1. 12 ÄliiäEZ rnibält Lirispielr mr drr Brrrckxmmz de_ö Wiiirrxx und VZäisliixirlklI. In dr". Anträxcn anf Fritite'lixxnx, xlrixr “341335; sind diese 1111 (***!xzk1krkkl 111 brrrcbrxcn. , ' ", * __

11.21b). 3 des I' 13. Prnsionf-fabmr Lr“:11::x,;§(11!ck_1117.- *.*:ir Zerlach irrirbrn ,'.r',“_r:1rrär11,', die Nr Klass dcr 11111rr0171;ich „:* börrndex: chistrai *rrn 1:61 dm !JIrneraikonirnc"dbx; 10V, di-Z “31171110“..- machernnir1bsfizicrr.“rr211411111nengrwrbrabmlunLen dir 31.11*I_131*1*r.1r_;:, Stabsbom-M'n 1'11D Smidtxmnprtrr“ dir L_.ksiabiiéiickénitx'xc 'n'.) Faimet'scipiniMx dir Fridixe'brl als Schirxmriiicr bci drm *Iscr'k*'r*r'§- irxiiPrn, dir HaixdwrrfIni-Utrr bci dcn Trixvvrn “11111“ L*iriic:?:::x,-.- ätnlcrn 11111) bis 111.11'1'0'11511'1'1“ als Schirimrliirr [“rx réxi *41'31: ?c;*.*.* 11,11. A. V. Bl “.?-117 S. 1701171111 Nr. 33.

111. “111714 dcx- F" 1.1. Die Hinlrrblicbrnen drr zn :'r*k)m:1*„; (“:'- rkchtiglcn 21Ti'gistrakor9n bei den Generalkwnnxmrircd 11'11'. '.:11.'11 ::1r nnter Abs 3 drs § 13.

17. 17111. 5 is» _ck" 1:1. Nr. 2 Abs. 1 wendung (Q" 151. Vri'vicl in Ania“? ].

9 11 5 14. , '

“Kit.:zi) kinda: sinugrmäs; AnWendmm. TwGenriznx:.1:1nz 01 „1:0 dem militärischen Ticastivrsr' kri dem Vir“)or,mn,;k- mrd J::'xi_-- departement des Krie,;9minijtcrmmö zu brantra.nn.

10) Zu § lk). _ _ _

1. Die BorkcbriUen iiber, die Begrenzung dr»! Waisengcldeö nach oben smd neu. Vgl. Anlage 2. *

11. Sind Witncn- rnb Waiscngelder derart ,ickitrxi wor». ?ck; sich nach dem Nußsckeirex: eines Bemgobrrechttgtcn dir 2'“'3'*"“* der verbleibendrn Bcrecbtimkn Rböben (Q 15 M*) 5. T*). 10 ist dies in der Festsetzung der Witwrn- ' und Wai'en- gelder in den Rechnungen der zahlenden Kaffe, m den Grund- verzeiÉniffen und bei Urbe'rwcisunarn infolge Wobnsixnvecdiels z:: dcr- merken. Die neue Festsevunq lie" t der X_ntendar tmr ob„ in deren Grundverzeichnis die Bezugoberecbigten gciubrt werds"; ße erfolgt anf Antrag der Vcretbtimen nder sobald der Intendantin das Au:- scheiden eines Berechtigten atn111ch mitgeteilt ist.

11 16 ], )IZT thstbji)! drö § 8 Abs. 2 des Pkllitärbinieibiirbrm.11-

gesetzes vcm 13 Juni 1895, wonach Witwen und Kinder «.us Even.

xxl;

i.. &.

findet Niriixikxxäs;

Witwcrt- urid

iger und Königlich Preußisckzen Staatsanzeiger.

dir erst nach Feststellung der DirnsibescbädiJUng gesckoloffen worden sind, keinen Anspruch auf Witwen- und Waisengeld haben, ist in das neue (Gesetz nicht übernommen worden.

11. Wegen des weiteren Ausschlvsies res Anspruchs auf Witwen- ukld siebe § 14 8 Abs. 1), wegen der Vorlr ung der Witwen- und Waisengeldanträ e für Hinterbliebene von ?Ungebörigen der Ju- valioenmstirute ebe Nr. 3 Abs. 7. -

12) Zu §§ 17, 18.

1 Wegrn der legitimierten Kinker fiebc Nr. 1 Abs. 1.

11. Die Versorgungöansvrüche, die 1611 Hinterbliebenen eines Beamten der ZwilVerWaltuna, eines Grifilicbrn oder einrs andrrrn kirch1ichrn Beamten aus der-xn Zivildienstverbältnis zusteben, bleiben ibnen gewahrt und werden Von der Verrechmmgßborschriii des F 34 Abs. 4 O. P. G., wrnack) die ans Militärionks gewährte Prnfirx; bri Beamten der Reich1zidilberwaltum an die Sielie d-*r Zivilvenswn tritt und bei den übrigen Brarntrn auf die Zivilpenfion angrrrcbrxet wird, nicht berübri.

Die Bewiüigung von Wiiwen- und Waisrngeid au; MiLir-Zr- fonds kann demnach nur in Fragr kommen

8. soweit bri drn HinterbUebenm der borstebend bezricbnetrn Wr- sonen gemäß §2 “1151.13 die Kriegskulage zUr Bereckmung der Witwrn: und Waisengrlrer herangezogen werden darf,

1) wenn aus dem Zivildienfivrrbäüniffe drs Vrrsidrberen ksine odrr wur einc gerinxxre Hintrrbliebrnenbersdrgung, als 11“. §§ 17, „5 docgrseber, brunsprucbt werden kann,

c:. we'nn die aid Hreresbramte vrrwrndricn Pérsonrn nichr ;;:b zugleich Vramtr der Zedildrrwaltung, Geisiliche 5521: andere ercblirbe Beamte waren é§ 35 O. P. G.).

111. Di! Hi-rirrblirbenen von Personen, die wäbrrrd drr szrr rinrs Kricgeß bei drm Feld- odrr Besaßungsbeer im Ucibarrscht1ckrn Tisriragsdeihäiinis rir-rs TiensWrrrfiicbtetcn geiianrrn "3213: _:x' O. P («M), smd don drr Versorgunz mit Witwen- und Waanzxi: ans Ykiliiätfßnds arrégrskhlbffrn. _

11'. Den Anträgen auf Bewiüigung Von Witch- uxd ng'm- Neid find dir amtlichen Außweise Übrr di:" Dirnitbefckxärizuxxg, *:TZTJ'T die in Nr. 6 Abs. 11 unter 1), 0 und (1 bezeichnetm Schrifréi-„i-Fx “:e:- zufügen. _

17. Die Vorbereitung und Vorirgung drr Witwen: urid War'rn- geldarträge erfolgt don den Stellen, die zuständig wärrn, 73115 35" ?ck Um Witwrn Und Kinder bon Heeresbeamten re:“? Frieders'rawkrs :Tsr don brnsionirrtrn Heerrsbeamten drs Friedenssiankrs _barixrirx. Z drr Bramir znr Zeit seines Todes irn Zidildirnsic, ?r_i1: rz: ÖSÖÖTTS znsiändig, dir 110 den bezüglichen Zivildiensiwxrsckxriiien c-„rr Ayr»; auf Witwen: iind aisengeld aus 3113111011155 rxr§.;1:,§r:1 bärrr. Tie Anträgr find an die Versorgungßabtciiunß res KT'TSZZmiUii-TZTLKTZZ 4,1 richirn. _

171. Auf dir Hinterblirbenrn Hrn Prrk'onrn rer ireéwiiiixrri K:;x'kxy- pflegt? komnirn Nr. 12 Abs. 1, 11', Nr. 4 Ab'. 11'. K" Und kixsicht1ich :rr Vorbarriinng awd Vrrlrgnrg der Wirwen- xn: Waisengäxgnrréz-x ::: für die Oénterblirbenen vrn Militärbersrnrn :er Unrrrilcisrn .::-„**,;ri'cxrrn Britimrmmgrn er Anwrndang. Dir Anträze fink ar. dir Yrr'rrzxrx- abtrilung dcs KrissöministrriumZ zu richten. _ _

711. Von den Hinterbliebenen _des auf :rrn Kriex-é'Öaxkar dirnsjlicb Verwendeter weiblichen Prrjonalz" drr *reiwib'i,;3n „Trxxxéxx. pffege kommen nur die eltrrnlosen Kénder in Bsrrarbt.

13) In § 19. __

1. Wegen der lrgitimirrtxn Kinder srrbe Nr 1 21:1. 1. _

11. Den Anträ- m_ ist ein YUÖKUJ ay?- derr Krérngrxngli'irri LDT Kriegßsiammrrilcn brizuiügen. Wenn der Kriegstcilnrbmrr im K:.eze x:“:biieb-n oder während der Zugeböriskcibzurrr FchÖer .in (“27. FOÖZLU *::rer KrirgxdirnsierÖZOigung geiirrbrn 171.171 KOch_T18 _Srtrbcurkuxxre. 11110 WENN er rack) der Demovilmxkbxrxrs ,ZI'ÄOkÖ'U i'r r*:rxr-Z: 713551: ;ck ärz*.liches Zeugnis nach Nr. 6 Ab! 115 x::zzlxzcr'. V;:éxoalxlxcko drr 913chvrüfr1n,: kanri _dir Bserigurix. :UÖ arrtlicben Veriiritiisrrrr ?iaitöndzn._ *

111. Tir 1:1r die Krirxskérirégaxg der F:».

„5 14 drs Reickoszeirch ':rm 31. M.:: 1901 r.:xr 9:73 : 1:1)?133775 JWPÖSU .ixrßrrrr '.Uik 111118??? Kr:rz§?1:x::“"«, i:: das 1:60! (MDS 111chT ;“176rn3m*r.;*7. :rxrkexxx.

1413"; ,ÖT “.'1', 231. _

1. Untrr „311,1:rxteinrr Terx;r,;.;._;

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