1865 / 11 p. 5 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Dinge, die er in seinem Lande brauchen kann, zu unterrichten, und war besonders durch die Kaiserliche Druckerei und den clcktrischen

Telegraphen überrascht.

Der bekannte chinefiyche Generalisfimus, Kriegsminister und General-Gouverneur der Provinzen, Kiangsu, Kiangsi und Anhwei, Tsengkwofan, istnach Kiangpch abgegangen, um einen dort ausgebrochenen Aufruhr zu unterdrücken. Auch an anderen Punkten zeigen fich neuerdings aufständische Bewegungen, Welche die Mandarinen icht, nachdem das englische und das französische Kon- tingent aufgelöst, schwerer bemeistcrn werden. Dagegen lauten die Nachrichten aus Japan fortwährend günstig und die feste innere Or- ganisation des Reiches hat auch die neuesten Prüfungen mit Erfolg bestanden. Das britische Geschwader sammt dcn Landtruppen be- findet fich noch in dcr Bai von cho, wahrscheinlich nm die Ratifi- zirung des Vertrages abzuwarten.

Tclcgraphischv Dcpcsäxcn aus dem Wolff'schen Telegravben-Büreau,

Paris, D01merstag, 12. Januar, Vormittags. Dcr »Moni- teur: meldet, daß der Bischof von Moulins am 8, Januar in der Kathedrale der Encyclica sclbst in den nicht zur Veröffentlichnng autorisirtcn Theilen verlesen hat. Der Bischof wird daher aufeincn vom Kaiser genehmigten Bericht des Knltnsministers wegen Ueber- schrcitung seiner Amtsbefugniffc vor den Staatsrath verwiesen.

Turin, Mittwoch, 11. Januar, Abends. Der Bericht der parlamentarischcn Ausschusses, Welcher fich mit der Untersnchung dcs Turiner Vorfälle gelegentlich dcr Publizirung dcr Scytcmber-Con- vention befaßt, gelangt zu folgender Entscheidnng: Indem der Un- tersuchungsausschuß den richterlichen Behörden es anheimgcbe, das Verhalten der öffentlichen Sickxrhcitsbcamtcn ,;U würdigen 11110 zu bestrafen, wenn dies erforderlich sei, änßcrc er seine AUfichf dahin, das; es aus den Ereignissen nicht hervorgehe, in wiefern fie in Folge von ProVOkationen, welchc dieselben rechtfertigen odcr entsch111digcn könnten, stattgcfnndcn, und daß fich auch die Minister in ihren Maßnahmen von der Beobachtung der Gesch nicht entfernt hätten. Der Ausschuß beklage es, daß die Regierung bei dieser Gelegenheit nicht die erforderliche Einheit in der Handlung, Cnergic und Vor- sjcht an den Tag gelegt habe, und daß die Nation daher über den wahren Sachverhalt der Turiner Ereignisse getänscht sci.

Kunst und Wissenschaft.

Die Ausgabe der bereits im vorigen Herbstc als druckfertig angekün- digten »(Heschichte Von Graudenza nach archivalischn Quellen ist, wie der dortige »Gcselligea meldet, vertagt , da die Erwerbsverhält- nisse gegenwärtig eine günstige Aufnahme nicht erwarten (affen. Der Ver- faffer Herr Fröhlich benuyt die Gegenwart zu Forschungen nach Ma- terialien für die Kreisgeschichte des Schwchr Kreises, hat vor Kurzem das Pelpline'r [Ziscböfliche Archiv nochmals einer genauen Durchficht unterzogen und dabei ;) Bände Schweycr Zudizialbücher vom Jahre 1668 ab, anschei- nend zahlreiche Transsumte enthaltend, und andere für dic Rcchtsgcschichtc der ehemals polnischen Lande Preußens äußerst wichtige Manuskripte anf- gefunden.

Statißiscvc Mitthei1unqcn. Dic Volkszählung am 3. Dezember 0. J. [mt ferner nach vor- l ä u fi g c n Ermittelungen ergeben : _ im Regierungs-Bezirk Königsberg: für Königsberg i. Pr. einc Civilbcvölkcrung von 94,796 Seelen und zwar 87,933 Evang., 91 Mennoniten, 2854 Katholifcn, 1 Griechisch- Kath., 897 Dissid, 3020 Juden. Die Militair-Bevölkerung ist noch nicht festgestellt. Seit 1861 hat die Bevölkerung um 7704 Seelen, d. i. beinahe um 9 pCt., fick) vermehrt. Ion 1858 bis 1861 Vermehrte sich dichvölkc- 711119 von 81,794 auf 87,092 oder um 5298 Seelen," im Regierungs-Bezirk Bromberg: für Schneidemühl 35 Seelen Weniger als 1861 und Einschließ- lich des Militairs 7110 Einwohner, indem im Verlaufe der drei Jahre, wie der »Pos. Ztg.« berichtet wird, eine Reihe von Auswanderunqcn vor- gckommc-n find,“ * im Regierungs-Bczirk Posen: Und zwar im Kreise Meseriß, dessen Bevölkerung sich auf 45,413 Seelen, d. i. 1065 mehr als 1861, herausgestellt (ck01, für die Städte im Ganzen 12,979 Seelen, für das plaéts Land 32,434. Von den Vervolmern des 171-002; sind 24,650 Evangelische, 19,288 Katholische, 142 Dissidenten (Alt- luthcraner und Baptisten), 1418 Juden. Von dcn Städten hatten Betsche .................. 1864 gegen 1805 Bentschcn ............... 1884 » 1862 Bräg ................... 1633 » 1596 Meseriy ................. 5066 » 4892 Alt- und Neu-Tirschticgel 2532 » 2472 für Wollstein: 2934 Seelen gegen 2922 1473 Evangelifche, 880 Katholische, 581 Juden. im Regierungs-Vezirk Liegniy: für Goldberg zufolge genauerer Angaben: 6832 Einwvhncr, und zwar 6024 Evangelische, 755 Katholiken, 32 Disfidenten und 21 Juden.

im Jahre 1861,“

im Jahre 1861, davon 1

Gegen 1861 bat fich die Seelenzahl um 154 vermehrt, aber die Disfidenten zählen 3, die Juden 9 Seelen weniger, . für Görliß nach genauerer Zählung 30,678 Civtl-Einwohner und 1347 Militairangebörigc, in Summa 32,025 Seelen und zwar 29,091 Evangelische, 2554 Katholische, 61 Dissidenten, 317 Juden, 2 anderer Religion. Bewohnte Grundstücke waren 102 mehr als 1861 vorhanden, für Hirschberg zufolge genauerer Angaben 9420 Civil-Einmobner gegen 8305 im Jahre 1861. Nach der »Schles. Ztg.« zählte Hirschberg im Jahre 1742: 5819 Einwohner, 1798: 6392, 1849: 7126. Von der gegenwärtigen Einwohnerzahl konnnen auf dre Evangeli1chcn 7460, auf d„ Katholiken 1612, auf die Disfidentcn 59, auf die Juden 289 Seelen, für Lüben: 4238 oder 68 mehr als 1861, für Sagan: 9495 Civil-Einwohncr gegen 9068 im Jahre 1861, darunter 6929 Evangelische, 2426 Katholiken, 1 Disstdcnt und 139 Juden,- die Zahl der Militair - Einwohner beträgt 430 Seelxn Und hat um 40 zu- genommen, Burglchn Sagan zählt außerdem 1.23 Einwohner (29 weniger als 1861), so daß die Gesammtzahl der hiesigen Einwohner fich auf 10,048 (43 pCt. mehr, als bei der leßtcn Zählung) beläuft, im Regierungs-Bezirk Breslau: für (Huhrau 3928 Seelen (3065 Evangelische, 774 Katholiken, 2 Diffi- dcnicn, 87 Juden). Gegen die Zählung von 1861 ergéebt fick) eine An. nahme von nur 15 Seelen, wysche durch den inzwischcn stattgefundenen Ölb- gang ciniger Familien auch bereits wieder geschwunden sein mag. Die 200 dcranilien-Hausva[xnngcn beträgt 850, die dchrivatgebäude 1263, daruÜtér 536 Privatwohnhäusu: Seit 15 Jahren, schreibt man der »Schl. Za, 0.11 sich die hiefige Bevölkerung setig vermindert, * für Na 1116111 11: 4397 Einwohner„ gcgeu 4176 im Jahre 1861,“ dar: unter 2938 Evangelische, 1219 Katholiken, 1 Dissident, 240 Juden. für Waldenbttrg: 7088 Civil-Einwohner, gegen 1861: 1544 10:01. Daß Waldenburg iM steten Aufschwung begriffen ist, schreibcn die »Schles. Blättera, zeigen 01101 die vielen Neußauten der leßten Jahre, im Regierungs - Bezirk Magdeburg: für die Grafschust Wernigerode 20,642 Einwohner, d. i. 867 01101" 013 1861. Es kamen davon auf die Stadt Wernigerode: 6582 Cit11000- ner, oder 575 mehr als 1861, auf Hasscrode 1746 (1861: 1595)», an*“ Ilsenburg 2968 (1861: 2915), * für Aschersleben: 14,511 Einwohner, und zwar 13,975 Evanqcl, 204 0.111,91, 117 Disfichten, 145 Juden, gcgen 13,592 im Jahre 1801, für Stendal: 8080 Einwolzmer gegen 7899 im Jahre 1861,“ im Regierungs-Bezirk Erfurt: für Erfurt cim- Civil-Bcvölkcrung von 35,450 Köpfen gegen 3254!) im Jahre 1861, im Regi-xrungs-Bezirk Minden: für Bielefeld, und zwar: 1) Zu der Stadt Bielefeld 6481 Emm- gelischc, 1180 Katholiken, 243 Suden, 2 Disfidenten, zusammen 7906. 2;- Jn der Feldmark Bielefeld 7335 anngcliscße, 572 Katholiken, 39 JUdcn', 2 Disfidcntcn, 1 Muhamedancr, znsannnen 7949, Summa im Stadtbczirk 15.855 Einwohner Olme die Garnison, aus 1 Bataillon Infanterie be"- stehend. Die Zählung pro 1861 ergab 13,218 mithin hat Bielefeld chf mehr 2637 Ei71wohner oder 20 pCt.,“ im _chicrungs-Bczirk Arnsberg: für Hörde 8230 Seelen, gegen 7240 im Jahre 1861,“ also eine “Zu- nahme yon 990 Seelen. Das Amt „Hörde hat eine Bevölkerung 0011 11,972 Seelen. Zunahme seit 1861: 791, für chst 11,396 Seelen. Davon beträgt die Civilbcvölkcrung 10,817 (1861: 10,501) und die Militairbcvölferung 579 Seesen. Kokxfessionsll vcrtheilt fiel) die Civilbevölkcrung folgendcrnmßcn: 5963 Evangelische, 4650 Katholiken, 197 Israeliten und 7 Baptisten. Die Kahl der *anililn bs- läuft fich auf 2372," Q im Regiernngs-Bczirk Aachen: fur Stolberg (Kreis Aachen) 8700 gegen 7870 im Jahre 1861. _ - Amtlichen Nachweisungen zufolge beträgt der fünfjährige Durch- 1chnitt dcr ExecutionsfäUe des ersten und zweiten Grades wegen Steuer- rückftänden in Oesterreich, und zwar in Militair-Execution " und Strafboten Nicdm'östcrrcich (ohne WTM). . 66,500 Obrröstcrkcixh ................ 9,800 Salzhurg ................... 2,000 Steiermark ................. 216,000 Kärnten ................... 23,500 Krain .................... . 49,300 Küstrnland (ohne Triest) ..... 88,200 Böhmen .............. . ..... 121,700 Mähren ..................... 30,800 Schlesien .................... 5,400 Ost-(Halizicn ............... 170,600 West-(Halizien .......... 88,500 Bukowina .................. 37,400 Ungarn „_ .................... 1,796,000 Woyyodma ................. 115,100 Croatren und Slavomen... 54,600

Siebenbürgen ............... 178,400 43,300

, Summa 3,055 600 1 054150 _ „" JU NUMMOLÜMUCÖ sind dem »Wa/nderera erfolgL vier Stifte: .ymltgcnkrcuz,Klosterneuburg,Neukloster (Wr.-Neustadt) und Schotten, welche nxach' den neuesten Ausweisen zusammen 183 Priester, 36 Kleriker und 9 onlezen, dah'er 1111 Ganzen 228 Personen zählen, ferner 29 Männer- und 11 Jraztcnkl0ster. In der? Männerklöstern leben 241 Priester, 52 Kleriker, 175 Larenbrudcr, 70 Novrzen, zusammen 550, in den Frauenklöfiern 180 Chorxchwcstcrxz, 443 Lgtcnschwc|erm 113 Novizinncn, zusammen 736 Indivi- Yuen. Jm Gapzen ,md m den Stiften und Klöstern 2514 Ordenspcr- 101101. In Wrxn find 17 Männer- und 8 Fraucnklöster Unter andern zahlen dtc chatten zu Wien _und Kalksburg 50, die Frauen vom »guten

Pfändungen

7,400 200

_ 150 18,700 3,300 35,900 34,900 10,500 1,400 300 103,000 21,700 9,100 696,300 50,800 17,200

, Hirtcna zn Neudorf 72 Individuen.

GeWerbe- und HandelSnachrichten, In dem Zeitraum vom 1. bis 15. Dezember 1864 wurden

. _, Steinkohlen/ Braunkohlkn und Coaks.

TranSport- Torf Brennholz weise

Tonnen. Klaffern.

,; „, Berlin ein-

gcfühkkl zu Wasser

auf den Eijenbahncn

81271 96055 1602 5680 7282

, Summa

zu Wasser auf den Eisenbahnen

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ans Berlin , «usgcführt:

Summa

Welexkapbißolje 11731191“:- 1-3'8!) 01491119.

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Z Z(thLrUKSZ. 6610 ........ Z 336,1 3,2 DU„ 801107301, 210611. 11811". 11061101" ..... ' 330,0 0,2 ZW., 1035311; bsiter, 1'1'1'18r...... . ,s 331,8 3,0 J., 561111771611. 1711110.

315110131181? Schauspicic. Freitag, 13. Januar. Jm Opernhause. (10tc Vorstellung.) Große Oper in 4 Akten von E. Wichert, nach einer Dichtttng von Paul Heyse. Mufik 0011 Richard Wüersk. Ballet von P. Taglioni. DilrUba: Frl. Lucca.

Mittcl-Preijc.

Jm Schauspielhanse. (11te Abonncments-Vorstcllung.) „Heinrich der Vierte. (Erster Theil.) Schauspiel in 5 Abtheilungen von Shakespeare, nach A. W. Schlegels Ueberscßung.

Gewöhnliche Preise.

Sonnabend, 14. Januar. JmOpernhausc. (11teVorstellung.) Die Nachtwandlerin. Oper in 3 Abtheilungcn. Musk von Bellini. Gast: Frl. Désirée Arttöt: Amine. Hierau's: Solotänze. 1) "k)“- 1'011011110; Frls. Köbisch und Giese. 2) MRZ 1711.98; Jrls. Döring und Trepplin. 3) 01101708, polnischer Nationaltanz, Frl. Selling und Hr. Glascmann.

Mittcl-Preise.

Jm Schauspielhause. (12tc Abonncments-Vorstellung.) an ersten Male: Edda. Drama in 4 Aufzügen von Josef Weiten. Jn Scene gesetzt VOM Direktor Düringer.

Gewöhnliche Preise.

Oeffentlächer 9521113015120.

Steckbriefe und Untersuckmngs = Sachen.

Steckbrief. “_ Gegen den unten näher bezeichneten Kanfnmtm Jomph Gurau ist die gerichtlichcHaft wegen Betruges 003 W. 241, 242, 245 dcsßStrafgescß- buchs beschlossen worden. Seine Verhaftung hat mcht ausgefuhrt'wcxden _ können, weil er in seiner bisherigen Wohnung und auch _sonß hier ntcht ' betroffen worden ist. Derselbe latirt daher oder hat fich hennltch von htcr entfernt. Ein Jeder, Welcher von dem AufenthaltWrtx des 2c. Guxay Kenntnis; hat, wird aufgefordert, davon der nächsicn Gcmhtß- oder Pol1zct- Behörde Anzeige zu machen. , ' Gleichzeitig werden alle Civil- und Milttaterehördcn des 'In- 11110 ?[uslandes dicnstergebenst ersucht, auf den A. Gurau, zu mgtltxcn, ck11 : im Bettetungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm fich vyrpndenden Z Gegenständen und Geldern mittelst Tratxsports an die KönigltckZe Stadt- voigtei-Direction bicrselbst abzuliefern. Es wird die ungesäumte Erstattung . der dadurch entstandenen Haaren Auslagen und den verehrlichen Behörden ' des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkcit versichert. Berlin, den 7. Januar 1865. *" „. Königliches Stadtgericht. Abtheilung sur Untersuchungsxacch. Deputation 11. für Vergehen. Signalemenk. ' Der Kaufmann Joseph Gurau ist 45 Jahre 00, 'am 20. Fxbruar 1820 in Schermeisel geboren, jüdischer Religiov, 5 Fuß3 Zoll groß, hat 7- 1chwarzc Haare, dunkle Augen, schwarze Augenwxamcn, 1chwarzen Schunk- : und Backenbart, rundes Kinn, proportionirte Naß: und Mrmd, runxdc (He- - 1chtsbildung, gesunde Gesichtssarbc, gute Zähne, ist mehr schäancr als guter- . Legler Gestalt, spricht die deutsch? *ZpWäze und hat keine betondercn Kenn- ] Ikicbcn.

S t e ck b r i e f. '

, Gegen dén unten näher bezeichneten Schiffsgcbülfßn Anton Zakr0ch1 „“ N in der Untersuchungssache Z. 94 (18 64 die gerichtlacthaft jyegen Dreb- ßahls beschlossen worden. Seine Verhaftung hat nicht ausgefuhrt“ xvcxherx

, können, weil er in seiner bisherigen Wohnung und'auck) sonst htchncht betroffen worden ist, er latirt daher oder hat sick) hcimltcl) von htlcr cntscmxt. Ein Jeder, wclchcr von dem Aufenthaltsorte des 2c. Zakrockr Kenntmß

hat, wird aufgefordert, davvn der nächsten Gerichts- oder Polizeibehörde An- zeige zu machen. ,

Gleichzeitig werden alle Civil- und Militair-Bchördcn des Jn- und Auslandes dicnsiergcbenst ersucht, auf dcnsclbcn zu" vigiliren, ihn im Be- tretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm nch vorfindcnden Gegen- ständen und Geldern mittelst Transports an die Königliche Stadtvoigtei- Direction hierselbst abzuliefern. Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch entstandenen haaren Auslagen und den verehrlichcn Behörden des Yluslandcs eine gleiche Rechtswillfährigkeit verfichert.

Berlin, den 9. Januar 1865.

Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungéisachen. Kommisfion 11. für Voruntersuchungen. Signalcment.

Dcr :c. Zakrocki ist 28 Jahr alt, am 26. Januar 1836 inGraudmz geboren, katholischer Religion, 5 Fuß 5.7 Zoll groß, hqt blonde Haare, blaue Augen, blonde Augenbrauen, blonden Bart, ovalcs Kinn, gewöhylichc Nase und Mund, ovale Gefichtsbildung, gesunde Gefichtsfarbe, vollzahlige

; Zähne, ist starker Gestalt, spricht die polnische und deutsche Sprache und 001

als besonderes Kennzeichen: eine Warze am Kinn. Derselbe nennt sich bald

Lauterwald bald Lauterbach.

Steckbricfs-Erlcdigung Dcr unterm 27. Juni 1856 hinter den Tuchfabrikantcn oder Fabriks- Manipulanten Eduard Stettiner aus Brünn erlaffcne und am 15ten Mai 1862 erneuerte Steckbrief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, den 4. Januar 1865. Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungssachcn. Kommisfion 11. für Voruntersuchungen.

Kriminalgerichtliche Lk'uffordcrung.

Seit dem Oktober 0. J. befindet fiel) bei uns eine Frauenspcrsoq wegen Betruges in Untersuchung und Haft, deren Angaben über ihre persönlichen Vcrhältniffc nach allen Seiten hin als falsch fich erwiesen haben.

Sie giebt an, am 25. Juli 1820 in Müncheberg als die eheliche Tochter eines Damenhutmackch Carl Richter aus Warschau 0110 der Rosine, geb. Obst, geboren zu sein, sich in Warschau 1842 mit demZther-