1907 / 165 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 12 Jul 1907 18:00:01 GMT) scan diff

departements vom 5. April 1906 Nr. 334. 06. (Z'. 2 wird aufgehoben.

Die Einziehung der Erziehungsbeiträge éür Kadetten kann durch Ver-

mittlung der Generalmilitärkaffe erfolgen.

17. Diquaisengelder für die in die Anstalten des PotSdamschen

großen Militarwaisenhauses aufgenommenen Kinder find nach wie

vor Lr)! die YilztäYZenswnskaffe abzuführen. u , .

_ 1. FM Anträge auf BewiUigung von Witwen- und Waisengeld fur Kinterbliebene der im Dienste gestorbenen Beamten (§§ 37, 39 des eicbsbeamtengefeßes) müffen die Gründe erkennen lassen, die dazu geführt haben würden, dem Beamten, wenn er am Todestag in den Ruhestand verseßt worden wäre, eine lebenslänglicbe Penfion zu bewilligen. Im übrigen ist zur Begründung der Anträge

erforderlich: , .

a. wenn es fi? um Fälle des § 9 handelt, ein _tmlttärdienstlicbes FührungSzeugnis 11 er den Verstorbenen, ferner ein arztlickoes Zeugnis über die Ursache und den Verlauf der tödlichen Krankheit und der Nachweis, daß die Hinterbliebenen auSreicbende Mittel zum Leben nicht besitzen, auch nicht durch Verwandte,- insbesonderc nicht durch unterhaltspflicbtige Verwandte 1601 Bürgerlichen Geseßbuch) unterhalten werden können;

1). wenn es swb um Fälle des § 10 handelt, Führungs- und ärzt- liches Zeugnis wre unter a, ein Na chweis Über die Familien:, Ver- mögens- und Einkommensverbältniffe der Witwen und der Kinder fywxe eine Angabe, ob der Verstorbene Penfionär eine Zivil- dtenstsxellung bekleidet hatte, aus welche! den Hinterbliebenen Anspruchs auf Withn- und_ Waisengeld oder eine gleichartige „Versorgugzg erwachsen Und. Abxchrift Von der Feststellung jener Ver- sorgung Ut mitvorzulegen.

11; _Der im Absaß 1 unxer & Und 1) geforderte Nachweks bedarf der Bestatigung des Landraté, wenn er von Behörden _ ansgenommen Stadtpolizeibebörden _ geführt oder anerkannt worden ist, die Unter dem Landrat stehen.

' 111. Haben aus Gründen des § 4 nicht die doUeU Beträge des Witwen-_und Waisengxeldes HewiUigt werden können, so darf nach dem AUZ1cheiden eines Witwen- oder Waisengeldberechtigten die Er: böbyng der Bezüge der Verbleibcrxden Berechtigten beantragt Werden

9)-

117. Erfolgt die BewiÜigUng für irie Daaer des Bedürfniffes, so fänd die JabreÖqUittUnsen mit einer Bescbeiniguxxg darüber zn ver- sehen, dax; 1119 die Verbältniffe der Witwe und der Kinder gegen früher 111cht krexentlich gebeffert haben.

5) ZU €*, 11.

Wenn die Anrechnung der im § 11 cm*älmten Dienstseiken nicht sch0n_ket Ledzeitexx des im aktiven Dienste gestorbenen Beamten ge- nebmxgt FWP?" 111, worüber gegebenensaüs die Ausweise vorzulegen smd, 111 115 Waxettexzs bei “&"thny des AUTWISI auf FLsksCSUUg dss thwerz- und WMengeldeS nacthsUcben. Für die Hinterbliebenen renywmerter Beaxnren kommt eine nackpträxlickyeAnrechnung nicht mehr in Frage. Jm Ub_rt,;en wnd cm,? die Pensonierungßdorsckprist Seite 11 Nr. 14, 15 derwéeDem.

6) 31 § 12.

„_ __1. Der Zyklungen, die' für Teile eines Monats zu leisten find, 111 Fur ]?den exnzelmn Taz xe nach derZakA "ker Tase des betreffenden Mcth - -5,- *“ Oder d-IZ Monatéketrags za berechnen.

_ _ 11. We Otnxerdltebenen der am 1. Arril 1907 oder Waker aektoxbex1en kenficmierten Beamten haben nach Artikel 1 Nr. KIA m _Verkindnne; mél Artikel 2 Abs. 1 und 4 des He'exeé, k-etrxttend Aenderungen des Reich§beamtengesexe8 vom 31. Marz 1873 _em „Gnadenvierteljabr von der Penfion “des Ver- styrkenen 311 beanxxrucjyen. Soweit 25 |ck: hierbei um Hinterbliebene handelt, dre derejtxz 30:11 Bexnge von Witwen- und Waisengkld an- erkznnt find. 11: xbnen dle Penkxon des Verstorbenen für zwei weitere MMZte 01:3, dem bekxeffenden Penßoßsfonds za zahlen, der Beginn der _Nyterblrebenenkexugx aber um zwei Monate binauSzuschieben, sodaß die Zahlung des Wxtwen- und Waisengeldes erst mit dem Ab- laufe des Gnadendtertelxaeres beginnt. Die Regelung erfolgt von Amts wegen, und zwar fur Hinterbliebene von pensionierten oberen Beamter) 'der Heerestzenvaltun durch die Versorgungßabteilung des Krtesßmtnuterkums, fur Hinter liebene von penfionterten Unterbeamten der Heeresverwaltung dyrcb die Jntendantur, in deren Grundwerzeichnis die Hinterbliebenen gefuhrt werden.

7) Y YYY

. fe „„U-ereitung der Anträge, die esse un , Anwekun szklang [:x-.d _ Yerrecbrzung dsr Witwen-F unk!) gWaisex-g'eldcéé erfolgt 12071 renzenrxen_Ttens_tsteUen, dé: dafür gegenwärtig zuständig "(.d Zu den Aytrséey 11,1 Muster Anlage 4 der AUsfübrungs- x:?“UMLZTZRTR' xwm Mxlxt;_Trbinrerlrliekenengeses (Armexderordnungsdlatt "1: 1901 Zane 2631en11rrechend za derwenden.

__ 11. ;),-3 Bekazn1ß,_ zu _bestimmen, cm Wen die Zahlung zu [8117211 1'1, eva: 0217 T1: der rechnxanZlegenden Kaffe dor- Ze'eZl-Z VekNxY .11extraxen. Tiefe find für die General- M11'.!„1k-_ 7.17: „cxe '.Nilxtar-PevfiozÉkasse die Vexsorgunqßabteilxmß des Kkaémxmxthmß Ur.; 112 01-11 die erwähnten Kaffe" anweisenden JÜTATMZWLSN, _Ur Tl“, Westerunßebauvtkassen upd ikke Svezial- ka"??? Uke Re,;xeramgen, 7111: die 5101011351181]: 37117. Armce- kor:§__ O_xe _Jnth;a_n10r „'*(11'. Armeekorps und für die dem MZA?!*161-111111_YUk'ElWJ-LOTÖÜPZM unjerstelltenKzssen das [eßtew Für gerxxß'rxlxch 111 dre 311911an 011 den Berechtigten 1elbst, die Gebührnisse dex “Ktnrer, wenn xte _Maxter WI 1th Und flit die Erziehxmg der 9102er, [et eI m_: **,-*:11116 o_cer axxßerbalb der Familie, sorgt, an die MUM, ttzchden udrtxien Fallen, ]koferZznicht Üderwjeszendc Gründe für eme net an;; dortegen, an en 0rm1md 00“ 5“ - 5 - rechtijgltenÄu “zahlen. (r MMU des Be

_ l. n den aesenwärtig geltemden Beßimmnmen über uittun - lJstM-g Ut1d_Rech_nung€[egang wird niehts zéeärxdett, auFenomnFn Yutthzßmmtexß 11711 1711, Wo die Stellen über die Aufnahme Von KmdLZn Zn ZFéYttarerztehungSanstalien in We,;faU kommen.

„„ U , T1.

[. 311 Nr. 2. Den Anträgen (1111 FesU'eYUnq des Militärkvitwen- und Waisengeldes ist beglaubigte Abschri1 der e e ' ' - witw1e1n-YndNWaizseaneJlidestenlufügen. 7 F sts SUM des ZM!

. _u r. :. e ? ege ung des Bezn es, die nnr i 5

kommt „bei Witwen und Kindern, deren EbeqYlte oder Patent Yéttrßeérk ]. Avrtl 1907 gestorben ist, liegt den DienststeUen ob, in deren Grundderzetcbnis die Bezugsberecbtigten geführt werden.

111. Den Witwen- und waisengeldbereckytigten Hinterbliebenen ist zur Pflicht zu mackxen, von einer mit Einkommen verbundenen An- steUung oder Beschaftiguna im Zivildienste der zahlenden Kasse An- zeige zu erstatten. Den Quittungen über Witwen- und Waijen eld tritt die Versicherung des QuittungsaussteUers darüber hinzu, keiner der Bezugsbereäptiqten infolge Anstellung oder Beschäftigung im Zivildienste Diensteinkommen, die Witwe auch keine Penfion be- zogen bat, oder wenn Diensteinkommen oder Pension bezogen worden 1st, aus Welcher Stelle und mit welchem Betrage.

Ö) Fkt ? 113. Nr. 8 Abs. 11, 111 kmdet entspreehend Anmendung.

Den (111 die Versorgungsabteilung des Krie Sminiteriums u kkkbtenden Antragen_find Berichte darüber beizufiian, seist wann mz1d Yteritweläpen Umstanden die betreffenden Personen dermißt und welche TZsracktpßnBÜIerire CZKoélekgesFxbkF k721115, sowzie ob und welche

ar e Diese YetiZotc-ifind FUserstalten) n ck et des Ablebens sprechen.

n. nr 0 e Vorge este Dien tbe ör " ' Zugehörigkett zum5 Heexe vermißcxn §?)eanLéKFXglich der wahrend ihrer 1) _ kl); durch die Behörde Fdes Wobnfißes oder des letzten Aufenthalts PLM) 111221 dcsrOienaZechieytttx bUdesFeMn 5aus dem Dienste vermißten

. e nt e " '

ZODZUAÖWs-s n der Bestattgung nach Nr. 4 11.

. ie uwe erung kommt auf dem We e d r Penßon des Verstorbenen nacb Vorschrift desgArteikermkeYYlY ?)Trs abgeanderten Reichsbeamtengeseßes in der Weise zustande das; Von

unter Zugrundelegung des bisherigen penstonsfäbigek Dienst- einkommens und der unveranderten Dienstzeit berechneten neuen

'“.

Wird, das für.;“die ür rün li e Berelbnunx der Bezüge ma gebend war. Das neue WitwsYgelJ [Fe)sieht demnach für Witwen, dße ihren Che atten vor dem 1. April 1897 verloren haben, aus 1/3 der neuen Jen on und wird nach oben durch 1600 „M, nach unten durch 1609“ egrenzt; für Wktjmn, die ihren Ehegatten in der Zeit vom 1. April 1897 bis 31, März 1907 verloren haben, aus 40/100 der neuen Pension und wird nach oben je nach dem Dienstgrade des HYegXtenbdurch 9000 „zz, 2500 „11 uZd920120s-“R Wb akuten durch egrenz v [. Artikel 11 ? 5 es es vom

17. Mai 1897). ( g 8

11. 'Auch unter den nach früheren Gesetzen bereits versorgten «Hinterbltebenen von Beamten, die seit dem 1. April 1907 ge- storben sind, können 11ch Bezugsverecbtigte befinden, anf die § 20 Anwendung findet. Das Witwengeld besteht MS 40/100 der Psnfion und wird nach oben durch 5000 „Fi, nach unten durch 300 9-6 begrenzt. Die enfion ist umzurechnen: bei Beamten, die bis zum 1. April 1907 einschließlich iy den Pensionsgenuß getreten 1701?)- nach Artikel 1-Nr. )( des abgeanderten Reichsbeamtengeseßes, bet Beamten, die am 1. April 1907 oder später im Dienste gestorben find, nach Vorschrift des Geseßes vom 17. Mai 1907, de- treffend Aenderungen, des Reichsbeamtengeseßes Vom 31. März 1873 (Vgl. auch Nr. 6 11).

111. Kriegsteilnebmer im Sinne des Artikels 2 Abs. 2 des abgeänderten Reichsbeamtengesejzes und des § 20 des Beamtenhinter- bliebenengeseyes ist micht nur jeder, dem ein Kriegsjahr bei der Pknfivnsfkstseßung angerechnet ist, sondern in enLsPrechender Anwendung der Buxxdesratsyeroxdnung Vom "249117011905 (vgl. Erlaß des Kriegs- ministermms vom 18. Oktober 1905 Nr. 360/10 (1. 2) jeder. der in einem der Vor) deutscherx Staaten vor 1871 oder 17011 dem Deutsehen Reiche geführten Krrege zu kriegerischen Zweckendie feindliche Grenze übexschritten oder 1111 ergenen bezw. verbündeten Lande an kriegerischen Operationen oder Kampfen teilgenommen hat.

117. Die Regelung erfolgt Von Amts wegen von den in Nr. 611 genannten Dtenststellen. Die Abrundung des Witwen- und Waisen- aeldes nach Vorschrift des § 2 Abs. 6 und des § 3 Abs. 2 findet nur statt,. Zvenn dex Beamte am 1_. April 1907 oder später gestorben ist.

1. In Hohe des Zumach1es an Witwen: und Waisengeld ist die Zahlung der,etwa bewilligten Witwen- und Waiscngeldunterstüßungen aus Kapitel 74 Titel 7 einzusteüen. Von der ZablungSeinsteÜung baden die Jntendanturen der Versorgnngsabteilung des Kriegs- mtmsteriums Anzeige zu erstattet].

12) Zu § 21.

Erne neue Festsetzung der Witwen- und Waisengelder für die Hinterbliebenen der vor dem 1. April 1907 im Zivildienst oder" 7101!) dem Ausscheiden aus dem Zivildienste gestorbenen penmonierten Heeresbeamten nach Vorschrift des §15 Nr. 2 findet mehr statt.

FWH)»: §d23.V fck)

. _ 011" en or riften der §§ 20 bis 22 abgesehen it dem Geseß eme ruckwirkende Kraft nieht beigelegt worden. SeinesWirk- xamkett erstreckt fich sonacb nUr auf die Hinferbliebenen solcher Beatxxten, die am 1. April 1907 oder später gestorben smd, sei es im Dtemte, set es nczck) dem Aussche1den 0110 dem Dienste.

11. Die thWen- und Waisengelder der nach früheren (Heseßen bereit? Versorgten Hinterbliebenen dieser Beamten find naoh Vorschrift des Beamtenhinterbliebenengeseßes anderweit festzusetzen (dgl. Nr. 611). Zu dkessem Zwecke mnß die Pension der seit dem 1. April 1907'im Dien te „gejjorbenen Beamten _ nicht der Beamten, die am 1. Apul 1907 bereits pensWniert waren _ nach Vorschrift des Geseßes vom 17. Mai 1907, betreffend Aenderung des Reichs- beamtengeseßes vom 31. Marz 1873, Umgerechnet werden.

111. Die Re elung erfolgt 12011 Amts Wegen von den in Nr. 611 genaY-FUCDjenistdteléendfichti

s W! ea gt, die Hinterbliebenen der vor dem n- kcafttreten des Beamtenbinterbliebenengeseszes gestorbenen Personengu unterstrzßen, sofern ein Bedurfnis vorliegt. Für die Bewilligung der Unterjtußungen find zuständig: bezüglich der Hinterbliebenen der obexen Heeresbeamten d e_V xsorgunaßabteikung des Kriegßministerkums, bezuglich der Hinterbl ene deD Unterbeamten dieGencralkommandos. Weitere Besümmung folgt.

Berlin, den 3. Juli 1907. Der Krie Sminister. von incm.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

De_r Mel1omxi0ns1101xinspesktor, Baurat .Heinri (1) M i'xllcr zu Camel ist 17111 Penston m den Ruhestand mkrscßt, dcr éskegxexnngsbau1netster .HUgo Hagelmeide zn Koblenz zum Meltorattonsbaumspektor ernannt worden. *

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Med1z1nalangelcgenl)eiten.

* Tem Privatdozenten in der medi inicken * akult" * Fr1edrich WilhelryS-Universität zn Beélinf )?Dr. Josefaéß XL: dron 111 das Pradtkat Professordeigelegt morden.

, Am Sch1111cl1rcrscmmar zu Pyriß ist der Seminarlehrer ;Znnker (ZUK) YFMM YZ FLZUimsUObkklkhWr/

am a 01 en )11 c rer eminar n OSnabrÜ * Lehrer Nagel dor1selbs1als ordentlicher Szeminarlebyer(kun?)U am Schullehrersemmar zu Genthin der Präparanden- &le Woost daselbst ale; ordentlicher Seminarlchrcr anqcstcllt mor ('n. *

Königliche Akademie der Wissenschaften.

_ Tie Königlickvc Akademie der Wissenscha ten at den ro- fesxor an der 10111/01911; 01“ (111100070 fJaUXZes „MYM Oreafted 11110 dcn Dire tor der Kaiserlichen U11ive7sitäts: und Landesbxbltothck nnd Honorarprofsssor an der Universität Straßburg, Gehetmen Regierungsrat Dr. “Julius Eutinq zu qurcspondtercnden Mxtgliedern ihrer p[)ilosophisckxhistorischeä .K'las1e, den Professor Dr_. Karl Gracbe in Frankfurt am M01!) und 0011 ordenlltchen Professor an der Universität Gotimgen, GeheimenRegierung-Zrat Dr. Otto Wallach zu korrespondterenden Mitgliedern ihrer physika("[W]-mathematischen Klasse gewahlt.

Königliche Akademie der Künste.

Bekanntmackpung, betreffend die Dr. Adolf Menzel-Stiftung.

Anläßlich des 70. (Geburtstages des Malers ro e or Dr. Adolf Menzel, Kanzlers des Ordens pour 10 mejchFist e1n_e Stiftun 151 errichtet worden, deren Zweck ist: Yun en. befähigten Kunstlern deutcher Abkunft, obne Unter led dec on?efs10n, welche die Königliche akademYsehe Hochschule für'd e bildenden Künste oder die Meisterateliers der „Kontglichen Akademte der Künste in Berlin be- Ychen, eme Unterstutzung für ihre Studienzeit für ein oder mehrere ahrÖzu ettyalmcenk.)i

as tpen um soll vorwiegend Malern und zwar ol en aus den höheren Klassen und Abteilungen der Ho schule, rosé). Fus den Meistezrateliers, zugute kommen, doch sollen erworragend begabte FLILSÉYFFHUU mcht durchaus auSgeschlossen sein 1 des Statuts Das Stipendtum wird zunä | nur anf ein Jahr bewilligt, darf

Pension Witwen- und Waisengeld nach demjenigen Geseße festgeseßt

jedoch auch zivei oder drei Ja re an denselben Bewerber hinter-

einander oder in Zwischenräumen beWiU werden

jährlichen Raten pränumerando zur Ag und

Stath . d B b [ch e en ewer ungen, we e an den Direkt

für die bildenden Künste zu richten find, sind folgoert1dxerS

einzuretchen :

? ein Vom Bewerber verfaßter kurzer Lebenslauf-

soÜ in viertel.

i t uszablung kommen 4 des

ocbs riftséüché

2 amtliche Zeugnisse über den Besuch der Köni li e ' Hochs ule fü; die "bildenden Künste oder der akeIdeÉtichTkxIde'sFen ateliers und yber Fubrung, Fletß und Befäbi ung des Belverberx.ek'

„Z) Stadtenarbeiten und besonders Kompo tionen, Welche übe ' Befabigurxg des Bemerbers Aufschluß geben 6 des Statuts) r die

DZe Stipendtaten sind verpflichtet, im FaÜe sie das Stjpénd' nieht fur ihr Studium auf der akademischen Hochschulefür die bildenlxm Kunste zu Berlin oder „jn, den Meisterateliers verwerten, über Wen Aufentbglt und, ihre Tatxgkeit dem Direktor der akademischen HW schule fUr die bildenden Kunste Yuartaliter Bericht zu etstatten JFF“ Ablauf des zWeiten Quartal? aben die Stipendiaten eine S*tudj t arbeit oder eine Kopie naeh emem hervorragenden Werke der (Wen- Kunst oder eine Kompositwn, uber deren Würdigkeit der Vorst eredn 1des FyrasärdtuYs Yxfchidet,l a?) die Fönigltiche akademische H0 ch1Vch11111T ur te en en 1111 e a s eren i en um ein . ' STUFE?- lb ft F ß 9 zuliefern (J 9 des

e mange 0 em ?lci e oder schlechter Führung des St" diaten kann demselben das Stipendium dur das ** ' Wen- zogeanZrdÉ21§ Zé) desbStatxxts). ck KUWWWM M*

a ' :pen um eträg c rca 700 «M Die Verlei n selöen geschteht am 8. Dezember; die Ratenzahlungen erfolgkenn?0v21?§ am 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1: Oktober gegen Qnittungen welche vyrher dem Unterzeichneten zur Bescheinigung Vorzulegen sind,

Geexgnete Bemerber Haben ihre Gesuche mit den in VorstebendenZ geforderten Attesten und Arbeiten bis zum 15. Oktober 1). J, 011 de„ unferzeickyneten Vorsitzenden des Kurawriums einzureichen. ,

Charkottenburg, den 11. Juli 1907,

Der Vorßtzcude des Kuratoriums der Dr. Adolf Menzel-Stifwng Di kt d KY"V1?É1 Wekrneréch * re or er . mg )en a ademi en och“ use für die bildenden Künste. H W

Angekommen:

Seine Exzellenz der Staatsminister und Mini't'er " Handel und Gewerbe Delbrück von einer “.Diemstrcise.1 fUr

YichlamtlicheS.

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 12. Juli.

_ Der Königljch dänische ' Gesandte von Hegermann- Ltydenerone tft nack) Berlm zurückgekehrt und hat die (9-2: schafte der Gesarxdtschaft wreder Übernommen.

_ Dcr Negternngsrat von Gehren in Stettin ist der König: ltchen Regterung m Schleswtg und der Regierungsaffessor Kurt von Iertn aUs Oscherswbcn der Königlichen Regiernnq m_ Magdcbnrg zu'r we1tercn dienstlichen Verwenduna fiber":- wxesen, " der Regterungöaffeffox Dr. jur. Barkhausen in Stalluponen demeandrat des Kreises Ragnit, der Regierungs- affessor Dr, Czsk) m_ Ragnit dem Landrat des Kreises Schloch0u und der Regierungsaffeffor Dr. jur. Freiherr 0011 Retbntß derxt Landrat des Landkreises Linden zur .Hilfelcistxmq m den landrat'ltckZen Geschäften zugeteilt worden. * Dcr Negtcrmgsrcferendar Grospietsck) aus Breslau Hgt dte z_wette Staatsyruftmg für den höheren Verwalnchs- dtenst bestanden; '

Laax Mc1dnnxs] des „W. _T. B.“ ist S. M. F11:s;11*1 „Vorwartcz“ getern 0011 *chhinkicmg (am Yangtsc) ub- JWÜYMM S (“€

. 7 . „. aguar“ gelt mor cn von Ticntit 11Nch Tscht11wangtau in See. ) g s 1

'Das Jahrbuch der Königlich Preu i en Gex)- Yogxschen Lgndesqnstalt und Bergakadémsickze für das «zahr 1903 1st' erschienen nnd kann zum Preise von 15-11 1010035 dureh die Vertriebsstelle der Königlich Preuszi1schen Geologtschm LandeSaustalf zn Berlin A*. 4, Invalidenstraße “14,- als auch durch jede Buchhandlung bezogen werden.

Oesterreickx-Ungarn.

DLL Drffercnécn Über die Frage der Parlaments: spxgche smd, getern durch Verhandlungen dcs Minister- prastdexnten m1t_den Tschechen, nach einer Meldung dss „W. “»). B.“, mmdestcns für die Dauer der gegenwärtigen Tagnng bergelegt, sodaß eine Störung der Arbeitsfähigkeit ]eßtzn1cht zu besorgen ist. Die DeutsckZen sind mit der Art FIWZFtlegung zufrteden. Die Session 011 bis zum 23. Juli

_ _Jm ostcrretchischen Abgeordnetenhause stand gestern dte Fortseßung der ersten Lesung des Budgetprovi- ortums auf der Tageswrdnung.

Wie das „W. T. B.“ berichtet, trat der Abg. Ofner für eine Reform des Strafgeseßes ein und regte die vorläufige SchaffUUS einer Novelle zum Strafgefe e an. Er steÜte ferner einen Antrag auf _Schaffun einesMin_is1er11ms für Sozialpolitik. Der Abg. Beer erklarte, xm dem er fur weitestgehende Durchführung der sozial- reformatortfchen Forderungen der sozialdemokratischen Partei eingetreten war, die Sozialdemokraten kömqten der Regierung das Vudgetprovisorium nicht bewilligen, weil sie zu einer Regierung kein Vertrauen hätten, in der nicht der Volkswiüe, sondern der Wille der Bourgeoiße vertreten er- scheine. Der Abg. Wolf w.mdte sich gegen den Versuch der Tschechen- durch Aufrollung der Frage des Protokollierens nichtdeutscher Rede!“-

die angedrobte Obstruktion, wie dies regelmäßig der Fakl gk“ WLsen sei, durch nationale Zugeständnisse auf Kosten der Deutschen abkaufen zu lassen, er betonte die Nolwendigkeit einer umfassenden Steuerreform, die Aufhebung des § 14 sowie die Ein- Lliibtuna der zweijährigen Dienstpflicht und konstatierte, daß Oe Regierung, „troßdem die gesamte deutsche Wählerschaft Esterreichs entschteden_ die Losirennung von Un arn verlange- uber den Außgleicb hrs 1917 mit der ungaris en Regierung vxrbandle. Wolf erklärte ferner. daß die Deutschradikalen die Arbeits- ;rJYlkFitSFsru-Fausßssnixt aücn MitttleiéJ thdem und sich quen jede

9 er e en, namen nr 1" M auf Kosten der Deutschen wehren würden. ck 1chechische Ob trukti

Die Ver andlun - * ,; k)eute vertagt.!) 9 Wurde damuf abgebrochen UNd au„

* Verhandlung überdieDienstpragmatik der Staatsbahn- * Vertreter eine Erklärung,

“Ü Kroatien ' kroatischen

; diesexwer Handelsminister Kos 1 nt!) erwiderte, es sei kein Angriff auf die kroatische Sprache erfolgt; diese Vorlagß Anschauung sei, umsomehr 013 Ungarn die lebhafteste Sympathie für

ti 1 empfinde, *: YFU?! verbunden" sei.

Skßungssaal.

HUM 10. Oktober vertagt.

“=*- Zirektcn Stenern,

_. Im ungarischen Magnätenhaus verlas bei der

gestern T ornisic s (Kroate), namens dex-kroatlschen " in der ste gegen dre Vorlage errschaft der kroaYiscben Sprache m

omit den Ausgletck) verleize. Die könnten daher an der Verhandlung

beamten

jieren, welche die thes beseitige und Mitglieder

Vorlage nicht teilnehmen.

ibre Anrvendung sei sogar durch außgedebnt worden. Er bedaure, daß durch diese irrige as gute Eindernehmen mit Kroatien Vorübergehend ge-

den stört wor mit dem es durch vielhunderjjäbriges gemeinsames

Die Kroaten verließen darauf den

Die Vorlage wurde angenommen. _ Das ungarische Abgeordnetenhaus hat sxck) bis

Frankreich. der gestrigen Sißung genehmigte der Senat, den Geseßentwurf, betreffend die vier den die Deputiertenkammer angenommen hatte, verwarf aber den von. dieser angenommenen Zufaßartikel, welcher die Entlastung gewrsser Stcuerpflxchtxger bezweckte.

_ Die Deputiertenkammer setzte gestern die Be- ratung Über den Geseßentwurf, betreffend die direkten

Stottern, fort. , ' Im Laufe der Debatte kritifierte der Admiral Bienatmé

(Nationalist) lebhaft den Zustand der Marine, deren Schiffe unter- gehen oder in die Luft fliegen, und machte der Regierung den Vor- wurf, die Wahrheit zu verheimlichen. Bienaimé» Warf dem Minister vor, sein Amt Verraten zu haben. Der Redner wurde darauf zur Ordnung gerufen. In seiner Exwiderung wies der Marineminister Thomson darauf hin, daß diese Unfälle nicht von heute datierten, und machte Bienaim0 den Vorwurf, selbst durch Ungeschicklichkeit den Schiff- bruch eines Schiffes Verschuldet zu haben, bei welcher Gelegenheit viele Menschen ertrunken seien. Bienaimé erhob Widerwruch da- egen, rechtfcrtiqte darauf sein Verhalten bei der Expedition nach Z,)?adagaskar und Verlangte, daß der Marine rnehr Sorgfalt zu-

gewendet Werde. _ . ' Die aklgememe Drskusswn wurde darauf geschlossen nnd

Artikel 4 des Gesetzentwurfs über die direkten Steuern an:. genommen, _ _, .

In der Nachmxttagsßßung nahm d1e Kammer den Ent- wnrf mit 465 Jegen 50 Stimmen an in der Fassung, wie er von dem Senat angenommen war, das heißt ohne den Zusaß-

artikel.

_ Die Erzbischöfe und Bischöfe der Kirchen: provin en Paris, Cambrai, Tours und Rouen Haben gestern unter em Vorsiß des Kardinalerzbischofs von VarisNi'chard eine Versammlung abgehalten, 'm der, „W. T. B.“ zufolge, unter anderem über die Frage beraten wnrde, wie die Ver- breitung gewisser moderner Ideen verhindert werden könne. Ferner befaßten fick) die Bischöfe mit der Anregunq einzelner sfarrer der katholischen Partei, daß infolge der Anflwbung des Konkordatcs Nunmehr die kirchliche TraUUng der staat- ljckxen Trannng vorangehen soll. Die 111eis1enBischöfesprachen sxck) gegen diese Anregnng aus.

Italien.

Im Senat teilte der Präsident Canonico gestern, laUt Mcldumg des „W. T. B.“, mit, daß der Senat sick) heute als Staatsgerichtshof konstituieren werde, um die Verhand- Ymgen gegen den früheren Minister Nasi einzuleiten. «01mm vertagte sich der Senat auf unbestimmte Zeit.

Türkei.

„Dek französische Geschäftsträger in Konstantinopel Hat 0eyxe:*11,_ „W. T. B.“ zufolgc, die Zustimmung seiner Regie: 711er zu dex'ErHebung dcs Zollzuschlags von drei “111050111 ofmztell bekannt gegeben.

Serbien.

Seit der lcßten Beschwerde der Großmächte bei den Bakkamtaaten wegen der Bandenbildung bietet die Regie: 111110, der „Kölnischen Zeitung“ zufolge, ach auf, um den Uebertrttt serbischer Banden nach Mazedonien unmöglich zn MWM. Sie stellt die bekannten Bandenfsibrer und Komitee- mttgltcder nnter schärfste Anfsicht, sodaß in Belgrad die. neuer- 11_ch)e Androhung des englischen Staatssekretärs des Aeußern', dx; Balkanstaaten würden, faUs sie die Vandcnbildungcn be: 1110011111811, das Wohlwollen der Großmächte verscherzen, nicht mmmgcnehm berührt, sondern gern vermerkt wird.

Amerika.

Nack) amtlicher Bekanntgabe hat eine teilweise Erneue- x_Ung des argentinischen Kabinetts stattgefunden. Aguine 111 Zum Krieasminister, Bibiloni, wie bereits gestern ge- yxeldet, zum Justizminister und Marchmixz zum Minister der Mentlichen Arbeiten ernannt worden.

Asten.

L, _Nackx ciner Meldunq ch „Reuterschen Bureaus“ aus Yekmq smd estern Erlasse veröffentlicht worden, durch die Olpe _Anzahl eformen auf dem Gebiete der Pro: vmztalverwaltung und der (Herickssbarkeit bewirkt werden. Es handelt sick) um die Erricbtnng eines öffent- 11chen Sicherheitsdienstcs , um die Einsetzung höherer Ixtdustriebehörden und um die Scbaéfung moderner Gerichts- We., Diese Reformen sollen vorert in den mandschurischen Provinzen sowic Tschili und Kiangsu zur Einführung ge- langen. Die Beamten und die Bevölkerung find aufgefordert worden, sick) auf die Einführung einer konstitutionellen Regierung vorzubereiten.

_ Ueber das gegenwärtigeVerhältnis zwischen Japan U_nd den Vereinigten Staaten von Amerika haben s1ch Vicomte Aoki und Admiral Yamamoto, die beide an enblicklich' in New York weilen, nach Meldungen des . T. B.“ folgenderma en geäußert:

Vicomte Aoki erklärte, es bestände keine Differenz oder iraend Lkn„Uebe1wollen zwischen den Regierungen von Japan und den Ver- emtJten Staaten. Alle Gerüchte von einer eventuellen Störung der Bez ebungen der beiden Länder seien ein blo es Phantom.

Admiral Yamamoto führte in einer ede, die er bei einem ihm zu Ehren von der japanischen Gesellschaft in New York ge ebenen FEsimabl hielt, aus, daß die Japaner die Sympathie zu ?Öäßen wüßten, die ihnen von den Amerikanern während des letzten Krieges erwiesen worden sei. Die herzlichen Beziehungen zwijcben beiden Mächten seien so festbegtündeter Natur, daß er zuversichtlich sagen konne, ste könnten niemals dur (iänzlicb unbedeutende ZwischenfaUe Lestört werden. Der Redner choß mit der Aufforderung an die

übrenden änner, sicb nicht durch ihre Gefühle von dem rechten

In W T. B.“ zufolge,

zean auf d Flojte Von

In einer offiZiösen Vesprechun

nis e (ZIK können nicht umhin, chtigten Ansammlung

nicbt geneigt, dieser wollen des Präsidenten lichen Charakters der

der Reise der amerika: agt das Organ es Mar urs Ito:

bezüglich der edeutung der beab- amerikanischer Kriegsscbtffe im Stillen hegen, besonders mit Rückficbt pompbafte Ankündigung, die Aufsehen erregenden Beweis

n Flotte

einige Besorgnis zu ie Roosevelt zugeschriebene

solle der Welt einen

Amerikas Fähigkeit zur DefenfiVe liefern. Indessen find wir

Sache ernste Bedeutung beizumeffen, und wir Aufrichtigkeit bei seiner Erklärung des fried- beabfichtigten FlottenmanöVer nicht bezweifeln.

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Pfade abbr ngen zu lassen.

ein.

Verwaltungen , 96 kleinere Städte, sowie an 129 Landgemeinden.

mittelbar nach dieser Erhebung das Neichsamt des Innern über dieselbe Frage eine Enquete, die fich auf das ganze Deutsche beiden Erhebungen anlangt, Verßcherungßanstalt Berlin, Dr. Richard Freund,

Wohltäiigkeit' Plenarverbandlungen des Vereins über am 26. September 1895 in Leipzig stattfanden, .Schriften“ niedergelegt. ,Die Schlußfolgerung des Referenten, eine Entlastung der Armenaußgaben durch die ArbeiterVerficberungs-

Anforderungen an die lastung dieses VerjvaltungSzWeiges eingetreten sei. Die Ergebnisse der Neicbsenquete des Deutschen das; fie im wesentlichen das Ergebnis der Armenpflege und Wohktätigkeit bestäti en.

derselben zugute kommt“;

größte Teil der befragten Verficherungßgeseßgeburöß e

wärtigen Stand derselben beleuchtet. Conradfchen (Januar-

seinem Nach einem geschichtlichen Ueberblick untersucht er zunächst die Ursachen der Vermehrung der Armenlasten überhaupt und weist solche nach durch Unterlagen über die Erhöhung der Lebensmittelpreise, nahme der unehelichen Geburten, die Veränderung der Armengejeß- gehangen, insbesondere hinsichtlich der Geisteskranken usw., den Zuzug von Arbeitsuchenden in die Großstädte und über mancharlei andere neuzeitliche Zustände.

Grünspecht, daß wohl al1e Armenverwa tungen den der Krankenderficberungßgeseße zugeben.

binfi tlicb der

anlastungen haben viele ArmenverWaltungen sick) Zuschüsse zur Krankenpflege oder billigere Sa e verpflegung armer Kranken ist als wobletkanntes Vorbeugungsmittel gegen s ätere größere In-

verficberung als neuer Faktor in die Armenp es erscheint mit Rech rente viele Pfieglinge „über Wasser hglt“, Armenuntcrsiü ung anheim gefallen waren.

fürsorge mit pflege 4 219 461

Statistik und Volkswirtschaft. Armenpflege und Arbeiterversicberung.

Die Frage, inwieweit die Arbeiterversicherung einen entlastenden Einfluß auf die theoretisch erörtert, Es liegt ja im besseren ihrer Angehörigen durch die ArbeiterVerstcberungsgeseße die Inanspruch- nahme der öffentlichen Armenprege fich herabmindern Werde, sehr nahe.

öffentliche Armenpflege ausüben werde, ist nicht nur sondern auch mehrfach praktisch unkersucht worden. aklgemeinen die Annahme, daß bei einer zWeifelloZ materiellen Sicherstellung der Arbeiter und auch zum Teil

einigermaßen fi tbare Grenzlinien dieser gegenseitigen Beein-

flussung traten obne we teres nicht zu Tage, diese hoffte man vielmehr erst durch durchgreifende planmäßige Erhebungen zu gewinnen. Soläye Erhebungen erschienen au pessimistischen rungSgeseße, krafttreten die Armenlast nicht ab-, sondern zugenommen habe, auf ihre Richtigkeit prüfen zu können.

Den Anfang mit einer rung und Armenpfiege untersuchenden Erhebung machte FZUUÖS Verein für Armenprege und Wohltätigkeit.

e ung

eh schon deshalb sehr erwünscht, um die Anschauungen über die Wirkungen der Arbeiterverfiche- die ihre Begründung darin suchten, daß seit deren In-

die Wechselwirkung Von Arbeitewerficbe- 1894 der Diese Er- Kommiffion geleitet eines ausführlichen, an 378 Armen- 71 mittlere und Fast un- Veranstaltete

eingesetzten die Absendung Fragebogens 82 größere ,

einer

auf Versehenen zwar an

wurde Von be1chränkte fich Erläuterungen und

im “Jahre 1895,

Reich erstreckie. Was die Ergebnisse dieser so hat über erstere der Vorsitzende der in dem 21. Heft „Schriften des Deutschen Vereins für Armenpflege und (1895) ausführlich berichtet. Ferner find die dieyen Gegenstand, die in Heft 23 der das;

tatsächlich Herbeigefübrt worden sei, wurde von der Mehrzahl

gese e der xÉUnWesenden geteilt, wenn auch andererseits herdorgeboben wurde, daß durch die geseßlichen Arbeiterfürsorgemaßnahmen die Lebenshaltung

Arbeiter im allgemeinen erhöht und eine Vermehrung der *Armenpflege und dadurch eine höhere Be-

Énd im zweiten Vierteljabrsbest 1897 zur Statistik eichs Veröffentlickyt worden. Aus ihnen geht berdor, Umfrage des Vereins für

Es heißt dort 11. a.:

de Erhebungen haben dargetan, da ein wohltätiger Einfluß der

sozialen Versicherung in mehrfacher Weise bereits zu Taße tritt und daß dieser Einfluß,

Wenn auch nicht ziffernmäßig feststeÜ ar, so doch merkbarem Maße der Armenpflege im Sinne einer Entlastung und am Schlusse der dann folgenden detail- n Darstellung heißt es zusammenfassend: .Der weitaus Armenverwaltungen konstatiert, daß die auf die Armenpflege entlastend eingewirkt

Allerdings sei Zahl der unterstützten Personen sowie der

Aufwand für dieselben keineSwegs geringer geworden. jedoch würde diese Erhöhung noch viel beträchtlicher gewesen sein, sozialen Versicherungsxzeseße nicht eingeführt worden wären, größte Teil der durch dieselben unterstützten Personen andernfalls der Armenpflege bedurff hätte.“

Wenn die da der

Nachdem nun seit diefen Feststellungen 12 Jahre verfloffen find,

ist es Von Interesse, einer Arbeit zu begeYnen, die auf Grund der inzwischen erschienenen Veröffentlichungen 11

er diese Frage den gegen-

eit ist in den „Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik“ und Märzbeft 1907) unter dem Titel „Die Ent- ng der öffentlichen Armenpflege durch die Arbeiterverficbe- ' enthalten. Der Verfasser, David Grünspecht, führt in QueUenVerzeicbnis nicht weniger als 50 Schriften auf.

Diese Ar

die Zu- Unterbringung von Krüppeln,

Der Verfaffer hält auch

zurück mit den Von einigen Armenderwaltungen erhobenen

Vorwürfen ge en die Arbeiterverficberung. Diese belastenden Ein- wirkungen der _ verscherte Arbeiter und deren Angebönge (also der Armen) sich ein erhöhtes Verlangen nach

rbeiterversicherung sol1en darin bestehen, das; für nicht xür die Hauptkategorie rztlicber Hilfeleistung nacb gründlich durchJefübrter Krankenpflege kundgebe, sodaß an n Orten die Armen rankenpflege eine völlige und kostspielige

Umwandlung erfahren habe. Ferner mache sich bei den bereits Unter- stüßten größere BegehrlichkeixlcFeltend.

Zu den einzelnen Ver erungSgelseßen übergehend, konstatiert

ünstigen Einfluß _ auf die rmenpflegekosten Für Einzelstaaten und einige Großstädte ist die wesent- Abnahme der Armenkranken seit Einführung der Kranken- cherung zahlenmäßi festgestellt. Dasselbe ist durchwe Armen eerdigun en der Fall. Beträgt do umme der von den Kraneykaffen im Zeitraum von 1885 1903 gezahlten Sterbegelder uber 77000000 .“ Durch diese bewogen efunden, für die nstalts- zu gewähren- Die 5 ekonvaleszentenpflege

ruchnabme erst auf Grund des Vorgehens der taatlichen Kranken- ege eingeführt worden. Schwerer nachweisbar find die günsigen Einwirkungen der allversicherunß auf die Entlastung der Armenvflege, alLein

t em.Verfasser als'unzweifelbaft, da die „Unfall- die doch s ließltcb der Es ist auch bezeichnend, B. im Jahre 1903 für Kranken-

die Bun Egenosfenfchaften z. Heilanstalts-

Angebörigenrente 8809 081 „za und für «16 aufwendeten. Einen großen Anteil an der Entlastung der Armenpfiege durch die

Sozialgeseßgebung weist der Verfasser der In valid e n - u n 1) Alt ers- versicberung zu. besonders in den Kleinstädten und auf dem Lande geltend; denn in den Großstädten gehört es 70. Lebensjahr Vollendet. DageZen tritt die Indalidenvers'l erung, die,

abgesehen von der ei an Heilbehandlungs offen 12 735 080 .“ und für die Behandlung

Tuberkulöser 8474 281 „Fi aufwendete, mit ihren wobltätFen Fol en unzweideuti? für die Entlastung namentlich der städtieben cm Feu

Die Einwirkung der Altersverstcberung macht fich zu den Seltenheiten, daß ein Arbeiter das

entlichen nvalidenunterstüvung, im ahre 1904

enka

Auch st nicht die indirekte Wirkung zu unters aßen, die ein in

seinen Familienkreis zurückgekehrte! Invalide auf die Abschaffun bis- heriger gesundheitsscbädlieber Mißbräuche und für die gesundhetliche Erhaltung seiner Angehörigen ausübt. *

In überzeugender Weise Verwertet Grunsvec'ht Weiterhin die sab!- reichen amtlichen Statistiken der Arbeitetvetfickperung als Beweise für die Ablenkung erbebli er Kosten yon der Armenpfsege. Er weist mit Recbtdarauf in,daß die erEinflußzurVerminderunqdes Armenaufwandes fich noch ste gern wird, wenn die kürzlich von der Seeberungenoffenschaft übernommene JnValidenVersicherung der Seeleute und die Witwen- und Waisenverficherung der Arbeiter zur Durchführung gelangen Werden.

Zur Arbeiterbewegung.

Der Kampf im Baugewerbe in Berlin scheint sich, wie die „Voss. Z*g.“ mitteilt, immer mehr zu (Gunsten der Arbeitgeber zu entscheiden. Während am 7. d. M. 2919 Arbeitswtüige Vor- handen Waren, haben fich in den letzten Tagen weitere 500 ge- meldet, die zu den alten Bedingungen arbeiten und fie unter- schriftlich anerkennen woklen. Es stehen jest an Arbeits- wiÜigen auf den Bauten Groß-Berlins in „Arbeit: 832 Maurer, 232 Zimmerer und 2339 Bauarbeiter. Die Zahl der Maurer bat fich in den leßten drei Tagen um 111, die der Zimmerer um 40 und die der Bauarbeiter um 332 Vermehrt. Von den 565 Mitgliedern des Verbandes der Baugeschäfte haben bisher nur 48 die erhöhten Forderungen der Arbeiter anerkannt, also nach achtwöcbigem Kampfe kaum 10 v. H. Es find dies, der obigen Quelle zufolge, mtc unbedeufende Firmen, während die maßgebenden Baugeschäfte nach wie dor entschlossen find, den Kampf energifch 11: Ende zu führen. _ Zur Tarifbewegung der Berliner Zuschneide r erfährt der .Conf.', daß die organißerten Zuschneider wegen Nichtbewiüigung ihrer Forderungen die Arbeit niedergelegt haben. Ueber sechs Berliner Herrenkonfekiions-Großfirmen ist aus demselben Grunde die Sperre Verbängt worden. Welker wird diesen Firmen angedroht, daß Von der erfolgten Sperre den A1)- nehmern Kenntnis gegeben werden soll. _ Wie die .Köln.Ztg.“ mix- teilt, haben die Arbeiter der Königssteeler Glashütten dre Kündigung eingereicht, weil die Werkßleitung mehreren Arbeitern,'da- runter vier VorstandSrnijgliedern des Keramarbeilewerbandes, kündtgte. Die Arbeiter erblicken in diesem Vorgehen einen Vorstoß gegen die

Organisation.

Kunst und Wissenschaft.

Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am 27. Juni unter dem Vorsiß ihres Sekretars Herrn Diels eine Gesamtsißung, in der Herr Brandl über die Entstehungs- geschichte des Beowulfepos 1013. Es wird in die Zeit uxn 700 und an den mercifchen Königelwf verlegt. Die realen" Verhaltnisse jenes Hofes find noch durchzuwüren. Es ist nicht aus alteren Liedern zusammengeseßt, sondern steÜt ewe Mischng Von zwei Stilen dar, einen Uebergang worn liedmäßigen SpieltnanUSepos zum breit ange- legten Buchepos, wobei die Aeneide als ein Vorbild mit Vorschwebre.

Vorgelegt wurden die Druckschriften: Friedrickos des (Großen Korrespondenz mit Aerzten. HrSJ. von (G. L. Mamlock. Stutt- gart 1907 und N. Delbrueck, Hellenistische Banken in Latium. ]. Baubeschreibungen. Straßburq1907, jene mik Uxeterstükzung der Akademie, diese mit Beihilfe der Edumd Gerhard-Stistung beqrbeitet; ferner Uvei Werke Von W. Nernst, Tbeorefisäye Cbexme Vom Standpunkte der Adogadroschen Rege! Und der Thermodynamik. 5. Aufl. Stuttgart 1907 und 111x[)0rjn1011101 8110 “1711001'811884 3pp1108110n5 01" '1'110rrn0c1)'11311110§ T0 SQSWjZTrF. New York 1907.

Die Akademie hat das ordentliche Mitglied der pbyfikalisch- mathematischen Klasse Herrn Karl Klein am 23. Juni durch den

Tod Verloren. Literatur.

Otto Pfleiderer, die Enfwickluna des Christen- tums. München, I. F. Lehmanns Verlag. Geb. 4 90, geb. 5 .“ Der Gedanke der Entwicklung war dem Katholiziömus, dem Alt- protestantismus (und auch dem RationaliSmUS) noch fremd. Das Urchristen1um galt als die ideale Form des Cöristentums und e*Z gab nur Annäherung an dieses Ideal oder AbfaU Von ihm. Erst der Tübinger Theologe Ferd. Chr. Baur brachte den Von Herder und Hegel in die Profungeschicbte eingeführten Gedanken der Entwicklun auch in der Betrachtung der Kirchengeschichte zur Geltung. „NRZ Baar ist das Christentum die Religion der Gottmenscbheit, der E." hebung der Menschen znm Bewußtsein ihrer geistigen Einheit 'm11 Gott und Freiheit in Gott“ (S. 5). Und Pfleiderer stimmt ibm darin bei. Das Christentum ist ihm eine ,Idee', Von Anfang an dahin gerichtet, an seiner Geschichte .die Idee der Gott- menschbeit' zur Verwirklichung zu bringen. Mit den Mist- lichen Dogmen hat Pfleiderer _ der als Schüler Banks dem ]anz linken Flügel der heutigen Theologen angelck_ört _ für seine kPerson aebrocben. Nack) seiner Meinung liegt dieyen Dogmen keine geschichtliche Wirklichkeit zu (Grunde, wohl aber lgffe fich aus ihnen eine Reihe Von .Vernunftrvabrbeiten“ beraussckpalen. Am besten Öarakterifiert man seinen Standxnmkt mit den Worten, i'n denen er Kants Stellung innerhalb der christlichen Religion kennzetchnet: dre geschichtlichen oder mythischen Bestandteile des christlichen Glaubens „deutet er durcbwea als prakt'nch wertvokle Symbole idealer Wahr- heiten, _ idealer Wahrheiten, deren Quelle und Beglaubigung jedoch 11th außer uns in irgendwelcher Geschichte oder beiligem Buch zu su en ist, sondern inwendig in_ uns, in den sittlichen Erfahrungen unseres frommen Gemüte?) selbst.: (S. 236)__ Nicht jeder wird sich mit der Pfleidererschen Auffanung des Christentums einverstanden erklären, aber jeder wird der Art seiner DarsteUung Anerkennung zollen müssen. Das Buch ist in flüsfißer, ewandter Sprache ge- schrieben; es Vermeidet unter Wegla un; aller Fußnoten und Zitate auch den Schein der Éelebrsaxnkeit und gibt fich ganz als Volksbucb im besten Sinne des Wortes. Die oft gerübmte Anmut Pfieidcrers in der Lösung schwieriger Probleme und seine Meisterschaft in der Darsteüung fremder Gedanken- reiben kommt auch in dem vorliegenden Buche vol] zur Geltung. Troßdem der Verfasser überal] ehrlich [eine Meinung sagt, hat seine Meinungsäußerung doch nirgends etwas Schroffes, Verletzendes; es

cbt durch sein Buch vielmehr ein konzilianter Zug, und ob man dem LInhalt nun zustimmt oder nicht _ die Lektüre ist ein Genuß. 'Zu bedauern ist, daß fleiderer die Bedeutung Albrecht Ritscbls mcht Rnüaend gewürdigt at, von dem selbst der pofitive Berliner Theologe

.Seeberg bekennen muß, ,das; außerSchleiermackper kein Dogmatiker Meister“.

in so weitem Umfange gexvirkt hat wie der Göttinger _ _ Prof. Dr. C. Hilti), Neue Briefe. Leipzig, J._C. Hinrichs u. Frauenfeld, Huber u. Comp. 3 “FQ, Jeb. _4 „M, in Lteb- aberband 5,50 .“ Ein neues Buch von Hiltv it fur desZen jahl- reicbe Freunde immer ein Ereignis. Wer Von den Briefen a er Aus- kunft über die persönlichen Verbältniffe des Verfassers erwartet, der wird fich getäuscht finden. Hilty behandelt in ihnen brennende ragen der christlichen Religion. Seine Tbemata lauten: Recht oder itleid _ Glück im Unglück _ Für und egen die Frauen _ Intensiveres Christentum 5Faradiso. Die orm der Briefe bat er ledißrlich daru gewählt, wel diese Form ibm gestattet, zu seinen Lesern d ekt zu rc en und gelegentlich persönli zu werden. Wohl selten ist ein Buch geschrieben worden, dem das rachten nacb literarischem Ruhm ferner liegt, wie dem des berühmten Berner Juristen: iltv hat in seinem langen, verdienstvollen Leben 0 viele Cbrun_ en er abren, daß er nicht nötig hat, nach neuen zu su en. Er bescba ti t ck mit dem weil es ihm Herzens ache ist und wel er die wohl- ebcrzeugurx] hat, daß in au-Kergewöbnlickpen eiten wie alFergewöbnlicbe rbeiter eingestell werden'.

Innerhalb der chr1s111chen irchen und Gemeinschaften bewegt er fich völlk frei und felbstandig; aber so unabhängig sein Urteil aucb txt _ es w rkt im besten Sinne positiv, d. b. aufbauend, nicbt niederrei end. Unter den „Wien“. die über die christliche ReliJion geschcieben baden,

Christentum begründete Ü der gegenwärtigen „au

dürfte Hilty der Tiefste sein. Er schöpft aus e ner reichen Erfahrung und ist überall in der glücklichen Lage, von Selbsterlebtem sprechen zu