1907 / 191 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 12 Aug 1907 18:00:01 GMT) scan diff

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i „des Winter emefters am 15. Oktober" der Be inn der VorlZszrerß 11215 wird seitenx der Dozenten durcb Anscblag am chwarzen Brett be annt gemacht. - Programme sind dank das Sekretariat zu "[Für?" d 8 An ust 1907

“2531352756 dergKöntglicb'Z Ladeirtscbaftlicben Hochschule: u n .

Abgereist: S 'ne E ellen der Präsident des Reichsbankdirektoriums, Wirklicßte Ge zeimezMat DK Koch, mrt Urlaub nach Bad

Gastein. Angekommen:

der Direktor im Reichsmnt des Innern CasPar, vom Urlaub.

Yiehiamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 12. August.

De Kaierli e Gesandte in Christiania von Trcutler hat sinken 15m Üerhöchst bewilligten Urlaub angetreten, während dessen Dauer die Geschäfte. der Gesanbischafi von dem Legationsrat Dr. Scheller-Stemwarß gefuhrt werden.

Der Vizepräsident des Reichsbankdirektoriums Dr. von (Glasenapp ist vom Urlaub zuruckgekehrt.

i a ter der Vereinigten Staaten yon Amerika The D.SirdiéoÉYafrlemagne To 11) er bat BLUNT verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der Erste Sckretar S p cncer Eddi) die Geschäfte der Botschaft.

Laut Meldung des „W. T_. B.“ ist S. M. S. „Stein“ am 9. August in Balesirand eingetroffen und geht heute von

t Queenstown in See. dor ZF) Leimkehrende TransPort der von S. M. SS.

„Bussar und „Seeadley“ abgelösterr Besaßungxn ist mit dem R.-P.-D. „Prinzessm“ vorgestern m Zanzibar em- getroffen und hat gestern die Reise nach Daressalam fortgeseßt.

Württemberg.

Beide Kammern Haber) 7cm vorgestern nach balbjäbriger Tagung bis zum nächsten Fruhja r vertagt.

Braunschweig. 1 Seine Ma'cstäi der König vqn Sram _11 M11 Seiner Königlxichen obeit dem Prinzen Yarrbaira und Gefolge nach einer eidung des „W. T. B.“ vorgestern nachmitta von Caffei zum Besuche erner Hoheii dss „Zis x,y,ten nggnn Aibreck) gx Brauxschwxrg em- u bren des Köni MydÄben Sim SchivffeGasaLäfTs iati, andiésicheineFesworste ungimHofthxateranschloß. _(Hestern vormittag begaben sick) Seine Majestai der Kbnrg _und Seine Hoheit der Herzog:?)iegscnt mit dem betdbrseittgen Gefolge nach Bad Harzburg, wo eme eingehend? Besichtigung des Hofgestüts in Bündheim „siaii'fand. Nack), einem 111 Bad arzburg eingenommenen Frühstuck wurde eme Fahrt in den Furz Hinein m der Richtung nach Blankeriburg Unternommen und darauf die Rückkehr nach Braunschweig angetreten.

Rußland.

n 01 e der Durchsuchungen und Ermittlungen, die die PoiiZifing gewissen 1andmirtschafilrchewUnterrichixs: anstalten vorgenommen hat, hai_das Landtmrischaftsmimyte- rium, „W. T. B.“ zufoige, dis Lexter der Ackerbauschulen an- gewiesen, jede politische Aqitation von den Schulen feriizri- halten und 'm die Schuibibliotbeken nur amilick) , als zulassig erklärte Bücher und Zeitungen aujzuysbmen. DW Direktoren und Inspektoren sind verpflichtet, dre ibnexn UUtLrstLÜtLU Anstalten vor dem Eindringen re ierungsfeizidiichsr Ideen zu bewahren und persönlich ein vorbi diiches Beispiel zU geben. Dtexemgen Schüler, bei denen verbotene Schriften gefunden wsrdxn, werden unverzüglich von deni Sch1tlbcsuche Ysgeschloiien werden und auch das Recht verlieren, in anderen OchUlén Auf: nahme zu finden.

Portugal.

Nack) einer Erklärung des ministeciellcn Blattes sei das Kabinett bezüglich der diktatorischen Verwaliung U91!- kommen einig, und es, set geplarit, [116 auf weiteres keine Parlamentßwahlen stattfinden zu lasen.

Türkei.

Troß der enigegengeseßten i_ürkisck)en Darstellimg des Grenzstrcites verlangt der persrsibe Botschafter 111 Kon- stantinopel eine ernsthafte Genugtuung, daruriier die B9- trafung des Divistonögenerals, der den Angriff gegeri die Yerser emacht hat. Nach Meldungen dxs Wiener elegrap en-Korrespondenzburxaus bestätigt es (13), daß der russische Botschafter Sinow1ew und der _engiische_ Bot- schafter O'Conor 111 dieser Angelegenheit vexmxttelnd einzuwirken suchen. In diplomatischen Kreisen H„alt man den Konflikt für ziemlich ernst, glaubt aber nicht, daß er zu weiteren ,erwickiun en Anlaß geben werde, __doch dürfte sich die Regelung vers leppen, da angesichts der w1_der- sprechenden Darstellungen vorerst der Tatbestand festgestellt werden muß. Den lestetr Meldungen Éufolge ligt die Pforte, die in einem Zirkrzlar an ihre" otschaxter dre Teheraner Darstellungen über die GrenzborfaUe entckkieden urückmeisi, infolge der drmgcnden_Schr1ite bes perxschen Botschafters eingewilligt, den Konflikt durch '21116 emischte Kommission untersuchen zu 1affen,_urid damit die tm 5 orxahre nach Mosul entsandte Grenzkommissron beauftragt.

Amerika.

Wie der „Standard“ aus Washington meldet, sind alle japanisch-amerikanischen Vertrag_Sverhandlun en infolge der Weigsrung Japans, die Bedingungen der er-

en-

-. ,Reuter en Bureaus“ ent- ?nadtels FZrma se ire bemerkenswerie 7 gestern gab er im Parlament die *“,Vor-koereitungen füx demnachsttgs Ent- “nn Militär an 'die Grenze getroffen notwendigen Mittel vbrgestreckt und » ' Volk seine Dienste wurdigen werde. as Parlament bot ,' an, 15000 Pfund zur Deckung der ersten Kosten zu" be en; der Prinz lehnte das Anerbieten

a . , ,

Die Nachrichten, 'die von der Grenze in Teheran em- treffen, sind wrdersprechend. _ “" Bebufs Reoég-anisation der koreanischen Regre- rung sind drei “Mit lieder des Stabes Itos, obiger Quelle ufolge, zu Vizepräfißurten der dret „koreanischen Staats- ?)epartements ernannt zivorden. Marquts Ito lstxm1t acht Mitgliedern der VMan Koregs, „apanern und Koreanery, nach Tschemulpo abgé"““'7_“„* 12 und wird 1 von dort nach, Tokio begeben. Zum stellbevtretenden ]apani chen Generalreftdenten ist der General Hase?“ ciwa ernannt worden. Die koreani 5,3311 Truppen in Hondichu' „Und Wondfchu Haben “empört; ]apanische Kavaberre ist 31:11: Unterdrückung des Artistands uriierwegs. Jn Wondichu ist die Lage besonders ernst, da burgcrliche Elemente sick) den Truppen, welche die japanischen Offiziere verjagt haben, an- geschlossen haben. * .

Nach einer wickelt_ der Pri : patriotische T Erklärung ab, _ _' sendung von 10

The; er habe so

offe, daß das p

Afrika.

Das Bombardemieni von Casablanca hat m _Fez starken Eindruck gema t. Der Sultan" „Hat, ngch emxr Meldung der „A extra:, ayas“, dem franzosrscherr Konsul m ez durch Vermi luna“ es Vertreters des AYsWartrgenAmi-s Zen Sliman sein sÖ'xperzliches Yedauerwuber der; Angriff auf die neuw-Europäar und seine Mißbilli xing _uber diese Schandtat ausdrücken la en, Ben Sliman er [arte außerdem, daß der Sultan bereit f, , jedwcde Genugtuung zu geben, in_s- besonbere die Abse un des Pafchas von Casablanca und 016 Bestrafung der S uldgen zu veraniaffe'n.' Wie der Vertreier des AuSwärtigen Amtsferner dem_ italienischen (839151115th im Auftrage des Sultansiémitteiltk, Wird die'inarokkann'cix chtc: rung auch für die drei in Casabiairca getoieten Italiener Ent- schädigung leisten und die sonst iibitche Genugtuung geben. Ueber die Kämpfe und dreLage rn Casablanca ie en ol ende Tele ramme vor: _ [ gTafngger, 11. August. (Meldung des .Reuterscben Bureaits .) Der fxanzösiscbe Damp er „Anatolie“, der gestern Casablanca/Yerriesx, ist hier eingetroffen und bestätigt, daß, am_ 8. d. M. eins Sch1acht stattgefunden hat und daß ein [;ckth (foecbi nbck) andausre. Französische KavaUerie und Artillerie sci zehn Kilometer Von der Stadt entfernt. Eine arge Vsrthstuna sei am Wssiy- tum der Eingeborenen angerichtet; kein Hai:s_ oder Laden in der Stadt sei unversehrt geblieben, die' Straßen lagen noch voi] bon gktöteten Eingeborenen. Obwohl Viele Leichnauxie schr fbrt- geschafft seien, sei der üble (Geruch [sq stark, daß der Ausbruch Llaicr ernsthaften Krankheit zu befurcbien et. _ Tanger, 11. August. (Meldung des ,Reuierscben Bureau?) .) 3000 Mauren griffen gestern den General Drudße vor den Toren von Casablanca ans,1 zo exldsichiner naZhckschweren, ourcb die ArtiUeric

rsa ten Veriu en we er zum . ver"53317112 on. 12. August.- (W. X. B. Der „Daily Telegraph“ tiieldet aüsWNän'ca Unter dem 0. ugkst? Tägiich*-findw- bier Kämpfe mit den Eingeborknen statt; gestern und beate abend kam es zu heftigen Feuergefechten, bei denen ein Franzose gciöiei und mehrere Verwundet wurden. Der Onkel 5113 «11110116 Muley- Amin bleibt in Casablanca, nacbkem er sich den Franzosen ergebsn hat; seine Truppen sind samtlich geflohen. Wenn xiicht unberzügiich franiösiscbe und spanische Truppen gelandet worden waren, so würden alle Europäer niedergemeßeit worden sein. Eine weitere De escbe desselben Blattes meldet, daß die Eingeborknen in' großer Za [ einen heftigen Angriff auf dis St_adt „Casablanca bon-drei ber- schiedenen Punkten aus machten; dt: Geschu8e_ der .Glorre und des .Gueybon' Wurden auf fie gerichtet, ais fie mti Unglanbltcher Toves- Verachtung vorrückten. .

In Mazagan und Rabat herrsck,i,__ wre vpn dort bx: richtet mird, augenblicklich Ruhe, doch 11111118 man xdcrzcit mit der Möglichkeit eines Aufruhrs rechnet). Am Sonnabend: nachmittag wurde in Mazagan, n_a_ch "01112111 Tciegramni des Admirals bilibert,e'mstarkerAngrasfglanzendzrrrucigescbiagcn. Offizielle eidungen aus Rabai besagen, dgß die Habyion wegen der Anwesenheit des hier eiygeiroschen Kreuzers „Galilée“ in Aufrnbr seien 11171) den Heiligen Krieg, besonders Unter den Stämmcsn an der siiiste, probigen. Der Gouverneur von Rabat ieilie den Eingeborenen mri, daß beim erstEtZy An: zeichen eines Aufstandes der „Gaitlée“ den Hafen von Galel) beschießen werde.

Es wird ferner gemeldet: , ,

Ferrol,kl11. A'ugrY. (W. T. B.) Dkk Kreuzkr .Numancta'

a (mea tn ee e anaen. ist "Déaérxfid, 11. August. (( . T. B.) Laut amtlicher Mitteilung wird beute Infanterie und Kavallerie nach Marokko abgeben, wahr- scheinlich mit einem transatlantiicben Dampfer. . ,

Algier, 11. August. (Telegramm ier „Agence HZvas .) _Die Garnison von Constantine erhielt Befehl, ein Baxaillon Scharfichiöell und eine Abteilung Artillerie bereit zu balikn, dre, wenn erforderltckp, sofort nach Marokko abgeben sollen. _

_ Nachrichten von Maclean besagen, dakidie Stämme gereit wären, sick) dem Machsen zu ergeben, wenn ihnen Pardon bewährt würde.

Statistik und Volkswirtschaft.

Aus der deutschen Kriminalsiaiistik für das Jahr 1904.

Nach der im 169, Bande der „Statistik des Deutschen Reichß' enthaltenen Kriminalstatistik für das JTbr1904 wurden von deutschen Gerichten im Berichtsjahr wegen Verfalscbug? VonNahrungs- und Genußmittelu, Fejlhaltens Verfa_schter oder ver-

bandlungen gegen die Gesetze betr. derz Verkehr mit Ersaßmitieln für Butter, den Verkehr m1tWein,künsi. lichen Süßstoffen usw., 3024 Personen„(segen 3091 im Jahre 1903) verurteilt, darunter 1984 (1991) evangeliche, 937 (1028) katholische Christen und 52 (60) Juden. Die meisten Verurteilungen entfielen nach dem Ort der Tat auf" Berlin mit 553 (645), ferner entfielen auf Bayern 457 (459) und hier auf die Regierungsbezirk Oberbayyrn 114 (133), Mittelfranken 76 (69), SchWaben 73 (56) und die Pfalz 61 (65), auf Sachsen 236 (269, davon auf die Kreishauptmann- scha ten Chemnitz 81 (89) und Le psig 78 (98), an Württemberg 187 (150), dabon auf den Neckarkreis 91 (90), auf aden 112 (132), davon auf die KreiseMannbeim 30 (55), KarlSrube 23 (10) und Heidelberg 21 (47), auf Hessen 99 (174), davon auf Starkenburg 49 (68) und Rheinhessen 44 (68), auf Elsaß-Lotbringen 83 (75), auf Sachsen-

dorbener Nahrungs- und Genußmittel sowic Zuwiderr-

e ierun sbe irken wiesen die meisten verurteilten Personen auf: Yügffeldorgf 11111 178 (249), PotSdam mit 158 (116), Breslau und Arnsberg mit je 84 (52 und 92), Cöln mit 79 (73), Stettin mit 54 (42) und Frankfurt mit 52 c(28). Wegen zweier oder mehrerer ?Handlungen derselben oder vers iedener Art wurden 167 (125) Per. en ver rteilt. on Wegxn Herstellung und eilbaltens gesundheits. schädlicher Nabruuq's-, Genu mittel und Gebrauchs. gegenstände wurden 900 (im Jahre 1903 748) Personen verurteilt, darunter 610 (506) evangelische, 256 (227) kalboliscbe Christen und 31 (15) Juden. Nach dem Ort der Tat waren am stärksten beteiligt die preußischen Regierungsbezirk Magdeburg mit_77 (8), mit 64 (59), Düsseldorf mit 49 (49), Hannover mit5 47 (44) und Frankfurt mit 46 (12) verurteilten Personen, ferner Bayern mit 138 (60), wovon auf Oberbayern 55 (33), auf die Pfalz 30 -) und auf Schwaben 16 (4) entfielen, sowie Bremen mit 47 (12), amburg mit 38 (35) und Sachsen mit 37 (64), onon auf die KreiSbaupt- mannschaft Leipzi 13 (10) entfielen. In Berlin Wurden 56 (59) Personen verurteiét. Wegen wissentlicber Verlesung Von Absperrungs- ma regeln bei Viehseuchen, insbesondere vbn Einfybrverboten zur bwebr der Rinderpesi, sowisder Vorschriften uber die Beseitigung von Ansieckun ssioéfen bei Viehbeförderung auf Eisenbahnen und wegen Vorsäßlichen nge rauchnebmens usw. von zur Verbreitung gemein- gefäbrlicber Krankheiten geeigneten Gegenständen „Vor erfolgter Des. infektiotrsowie ferner wegen Verießung der zur Bekampfung der Reblaus eriaffenen geseßlichen Vorschriften usw. wurden 690 (im Jahre 1903 931) Personen verurteilt, darunter 264 (374) evangelische, 388 (517) katho- licbe Christen und 38 (37) Juden. Auch in diesem Jahre wiesen die höchsten Zahlen die an der Ost renze des Reichs gelegenen prcußis en Regierungsbezirke Gumb nnen mit 100(122), Oppeln mit 94 (206, Königsberg mit 80 (104), PZsen mit 69 (45), Bromberg mit 29 (41) und Marienwerder mit 26 (13) cxuf. Von den baye- rischen Regierungsbezirken waren am starksten vertreten die Ober. pfalz mit 34 (33), Mittelfranken mit_25 (65), Niederbayern mrt 20 (16) und Unterfranken mit 18 (30), m Wurttembera der Schwartz. waldkreis mit 17 (5), in Hessen die Provinz Oberhessen mit 14 (3) und in Sachsen die Kreishauptmannsckvast Zivtckau mit 7 (1) Ver- urteilten.

anieckender Krankheiicn erla senen Maßregeln 327 SQs-(G-B.) wurden 34 (im Jahre 1903 59) ersonen bestraft. Wegen Zuwiderhandlungen gegen die Vorschrift?" über Beschäftigung bon Arbeiterinnen, bezw. xugxm. lichen Arbeitern sowie bon Kindern wurden 3551 (1320) Personen varurteili, darunter 2694 (916) kbangeliichs, 634 (290) katholische Christen und 201 (101) Juden. Beibridsrs hoch war die Zahl drr Verurteilten „Personen im „Korn,;- keicb Sacbskn mit 495 (228) und 51er in „den“ Kreishaupt- mannschaftcn Chemniß mit 205 (76), Dreédxn mti 137 (43) 1131) Zwickau mii 113(65), ferner in Bayern mit 153(89),ur-dzw:1rm der Pfalz mit 74 (41), in Oberbayern mit 26 (r), in Niederbayern mit 20 (22) und in Mittslfranke'n mit 19 (5), dann in Hamburg mit 123 (23), in Württembergfmit'115 (40)„und zwar irn “)?-„ckarkrcis mit 57 (=) und Jagsjkreis rnit 24 (4), in' Baden mit 95 (71), md zivar im Kreise Karlsrubc mit 41 (46), (eiiier in Meckienburg-Schwerin mit 84 (2), in Brcmen mit 41 (13), in

Bsrlin kamen 450 (104) derartige Fälie Vor, in den preußiicben chicrunasbezirken Düffkldorf 212 (96), Potsdam 197 (39), Cöln 137 (51), Magdeburg 113 (30), 218117117295 (31), Arnsberg 38 (56), Schleswig 86 (18), Breslau 84 (29), Stettin 72'(i.)),_Fr411)k- furt 71 (27), Hannover 60 (11), Cassel 52 (25) und Minden 51(3'„)„

Di Dir scbnittSpreise der wichtigsten Lebens- und e [ Futtermittel im Monat Juli 1907

beirugen in Preußen nacb- der „Stat. Korr.“ für 1600 Ré: Wéizeii"

206 im Juni 1). J. ebenfalls 206, im Juli 1906 177) „44, Roggen 199 ((200 bezw. 154) .“, Gerste 174 (173 bezw. 146) „44, afet 196 (197 bezw. 172) „14, gelbe Erbsen zum Kochen 25.- L251 ezw. 237) „FC, weiße Speisebobnen 318 (314 bezw. 327) .“, insen_593 (592 bezw. 499) „ji, Eßkartoffeln 88,1 (79 bezw. 58,2) .“, Richtiirob 54,3 (52,7 bezw. 49,9) „;ck-, Heu 60,6 (59,6 bezw. 49,7) „44, Rindfleisch im Gro handel 1265 (1280 bzw._1242) „ii; im Kiem- bandel für 1 ÜF: 5 indfleisch Von der Keule 1,60 (1,60 bezw. 1461) «Zé, Vom Bauche 1,36 (1,36 bezw. 1,37) „14, Schwe ncfieiscb 1,41 (1,39 bezw. 1,66) „14, Kalbfleisch 1,58 (1,60 bezw. 1,63) ,L, Hammjelileticb 1,62 (1,62 bein". 1,60) «16, inländischen geraucberien Speck 1,63 (1.111 bezw. 1,83) «44, Eßbutisr 2,41 (2,38 bkzw. 2,35) «M, inlankisÖcs Sciowcinescbmaiz 1,63 (1,59 bezw. 1,78) „FC, Weizenmxbl 1111 Speisebereiinng 34 (34 bezw. 32) „z, Roggknincbl 31 [30 bezw. 27) „Z, für 1 Schock Eier 3,64 (3,46 bezw. 3,61) „46 ; Die Getreidepreise für Juli 5. I. haben sich an einigen Mari?" noch Weiter rrböbt, während fie an anderen gsiunken find. „Dix L'k- böbungen betragen beim Weizen: in Darizig iind'Gökliß );" AÜÖSU 6, in (Gleiwiß und Breslau 5, in K091m 3, in Halle a'. 7- 2, in Koblenz 1 „44, beim Roggen: in Aachen 9, in, ©6103,- in Koblc'nz 4, in Köslin, Halle a. S. und Trier 3, 1," (Cassel 2, in Gleiwitz, Breslau 11115 Piagdeburg 1 „14 TX Ermäßigungen dageße-i betragenx 561111, Weizen: in Min,.- bsig 1. Pr. 8, in Paderborn 5, in Kiel 3, m Strqifund, Magdchkg- Hannover, Casei. Hanau und Mens; 1 ..“,M beiin Roggen. ik" Danzig 12, in Königsberg 1. Pr. 11, 111 Sikkim 10,“ in FFW,“ furt a. O. Und Paderborn 6, in Posen und .Kixbk), *"..HMWLZ," in Osnabrück 2 „i(- -- Die Schweinefleijckypché „192122? gegen den Vormonat fosi übcml] Stcigeruiigen, die 111 Konin- erg 1- Pk- 27, in Bromberg 25, in Köslin 15, 1:1 Orry)- brück 14, in Hannober 13, in Neuf; 10, in Posen und AU)?" „9-1 1," Danzig 7, 111 Halie a. S. und Paderborn 6, in Kiel und CMS 95 in Stettin und Stralsund 4, in Breslau 3, in Frank_furt a. O; cli)?" Berlin 2, in Gleiwiy 1 „5 betragen. Die Preise iur inlänkts ck- geräircbcrten Speck und inländiscbes Schweinesibmaiz sind im DTT6 scbsrtiiitt der 23 bkdeuiendsien preußischem Markte um 2 beiw- ge egen.

Die Warenbauösteuer in Preußen1906-

; Auf Grund des Gesetzes Vom 18. Juli 1900, betreffend )*? Wareribaussteuer, wurden nach der „Stat. Korr." veranlaßt:

Steuerpfiichiige Steuer «14

in ier Provinz

_ 1901 1905 1906 1905 Ostpreußen . . 2 2 2 8000 Westpreußen . . 2 3 3 31500 Stadtkreis Berlin 20 13 916 370 Brandenburg. . 14 128250 Pommern . . . 53071 Posen .... .. 5-500 Schlesien . . . 1 146 500 JPM" "iii" ***/73555 esw.- o en H s 48 753

annover . . .

9515." , - - 3233 8 en- a an . , Rheinland . . . 37 19 8651(0 459136 64159)

im Staate. 109 90 3073 905 2160394, 2,5252er-

Hieinacb hat sich 1906 gegen das Vorjahr die Ee am za .

veranlagten Betriebe eiwas verringert, glei wohl aber kas SFM

kommen an Warenhausfieuer nicbt unwesentii , rämlicb "W 324 Ve!“

oder 16,9 v. H, vermehrt. Hinter dem Erskbniffe des «sen ier n

1906 11 00) 29 752 1 030 32;- 139 944 ' 66 999 5388

205

52 896 87 725 50 685 101 250 101 652

1901 11 500 24 000 1 342 953 131250 59000- - * 4(00 .. 223 002 97 400 64 600 76 500 53 600 121000

14 13 4 1 7 6 4 3 7 7 22 93

einigten Staaten anzunehmen, a b g c b r 0 (1) en worden.

Weimar 45 (4), auf Hamburg 38 (41), auf Oldenburg 34 (12), davon auf das Herzogtum Oldenburg 27 (9). Von den preußischen

anla ungsiabrs bleibt das e e des Berichtsjabrs hinsicbklicb _ Ze" tenzabl (UM 17,4 1). Hi.) sgcwobl wie der Steuer (um 17-8 v. H) Koch erheblich zurück.

PLtsdam . , ,

Wegen wissentlicber Verlexu'ng bon zur Verhütuvg '

Braunschwcig mit 40 (6) und in Sachsen-Wcimar mit 35 (6). In-

Die Bewe ung von LKW bis 1906 läßt darauf die Warenhaus euer hin un wieder von der Gründau neuer Unter- nebmun en im Sinne des Warenhaussteueraeseßes a gehalten bat; bauptsä [ich wurde aber infol e der Beschränkung auf Waren einer einzigen der efevlicb vorgese enen Warengruppen, also durch Ver- wandlung in pezialgeschäfte so im Jahre 1902 von 19 bis dahin [Feuerpflichtiq gewesenen Warenhäusern mit 17,29 Millionen, im Jahre 1903 von 9 mit 6,76 Millionen Mark Jahresumsav, Steuer- freiheit erzielt. Betrachtet man den durchschnittlich auf einen Waren- hausbetrieb entfallenden Steuerbetrag, der 1901 28 201, 1905 nur 23 230, im Berichtsjahr; hingegen 28 058,44 betrug, so ergibt sich für dixneuesieZeit e1x1e_.gunstige„Entw.icklung der;.besieben „gebliebenen, Untkrnebmungen, deren weitere Ausdehnung offenbar durch die Waren- haussteuer nicht beeinträchtigt wird, zumal sie vielfa vom Groß- kapital nnterstüßt werden und die Steuer abzuwälzen ver fanden haben. ' nd in Hand mtt dem Aufsäxwunge im Warenhaus ewerbe cbt neuerdings ein beträchtlicher Rückgaanes gewerblichen K einbetrie es; aufs Zehntausend der städtischen evölkerung kamen nämlich in Preußen im Jahre 1901 206, im Jahre 1905 205, im Jahre 1906 dagegen nur 202, insbesondere in Berlin in denselben Jahren 264 besz- 261 und 256 Gewerbesteuerpftichtige der Klasse 117.

Auf dem platten Lande wurden im Berichtsjabre 9 (im Jahre 1905: 5) zur Warenhaussteuer veranlagte Betriebe mit einer Steuer von 92 960 .“ (1905: 61750 24) gezählt.

Abgesehen von Hohenzollern, wo das Warenhaussieuergese nicht jlt, fand 1906 in 13 Regierungsbezirken (Allenstein, Gum innen, é1ikarienwerder, Köslin, Stralsund, Bromberg, Erfurt, Stade, OsUa- brück, Aurich, Minden, Cassel und Koblenz.) keine Veranlagung zur Warenhaussteuer statt. Vermindxrt hat eh im Berichtejabre die Zahl der steuerpflichtigen Warenbauser in Berlin, in Heffen-Nassau und im beinlande, vermehrt in den Provinzen Brandenburg, SÖlesien und Westfalen. In der Provinz Brandenburg mit den arcßen Barliner Vororten sind sie je 1 doppelt, in Heffen-Naffau bingegkn nur noch halb und in Ber in sowie in der Rheinprovinz nicht viel mehr als halb so zahlreich wie bei der ersten Warenhaus- sieuerberanlagung im Jahre 1901. Das Steuersoll ist 1906 in Wesi- preußen, Westfalen und Heffen-Naffau gesunken, am meisicn gestiegen im Rheinlande, unberändert geblieben in der Provinz Posen; in West- vreußen, Brandenburg, Pommern, Posen SchleéWig-Holstein und

Wssiiaien übersteigt es, den Betrag ,d.e.r...er.s maligen Vemnlagung.

Auf dem Lande war im Berichtsjahr: das Veranlagunasergebnis am bedeutendsten in der Provini Schlesien (5 Betriebe mit 701003“ Steuer), und zwar im oberschlesischen Jndusiriegebiet (3 Betriebe mit 49 (00 «“ Steuer).

Zur Arbeiterbewegung.

Die bereits gemeidkte Einsieilung der Kanalarbciten am (Ziroßfcbiffabrtswege bei Schwedt (Vgl. Nr. 190 5.231.) er- folgte, wie die „"Frkf. Zia." erfährt, Wegen Lobnsirciis. Den Arbeit- nebmsrn war namlich eine Lobnkür-ung von 2 bis 3 43 die Siunde in Ansficht gestellt worden. Die Arbeilssiätien find boUsiändig ver- ödet, die Stimmung „ist ereizt. Man befürchtet eine Verzögcrung der Arbeits", die ohnedies Schon durcb unvorhergesehene Schwierigkeiten ieeixiiackotigt wurden.

Dis Leipziger Buchhandlungsmarktbelfer beantragten, wie dasyeibc Blatt meidet, für Ende Oktober die Kündigung des bis-

erigrn', 190-S* bereiiibartewLobUWrifs.“ “Wegm dengem'einen Preis-' iieigsrxmg dsr Lebknsbedürfnisse wird eine Lohnerhöhung gcfordert.

Betciltgt sind etwa 800 Marktbelser. _ Die Leipziger Bau- schlosjer' haben, der .Lpz. Ztg.“ zufolge, neue Forderungen auf- aeitelit. Ste verlangen : Tägliche ArbeiiSzr-it Von höchstens 9S1unken (zur Zeit schwaxtkt fie zwischen 9 und 10) Stunden), 25 bis 100 % Zuschlag aui UeberYiunden- und Sorniagsarbeii, "38 45 Mindeststmrdenlobn für Gcbilfen tm ersixn Jahre nach abgeschlossener Lehrzeit und für Hilfs- arbeiter, 45 43 fur alis übrigen Gehilfen. Die Innung hat darauf geqniwortet, daß sie am 9i stündigen Arbeitstag festhalten müsse,

"“Mix stkdem Verbande“ d'er Metaliindlsftkieüen ““im" Vesük Leipzig “an"- gebore_de_r eine kürzere Arbeitszeit für die Betriebe seiner Mitglieder grundsaßliä) nicbt qestatte. Die Arbkitnebmer wolien sich aber mit dieser Antwort nicht zufrieden geben. '

Die streikenden Schmiedegesellen Hauiburgs, Altonas und Wandsb_eks haben sick), wie der ,Frk1.Ztg.“ telsgravbiert wird, bereit erklart, untrr Ausschaltung des sozialdemokratischen (Ge- chcnve'rbandes mit den Innungen Einigungsverbandlungen einzuleiten,

_ Die Lobnbewegung .in der Brünner Wollindustrie ist, wie „W; T. B.“ meldet, nach sechswöchiger Daurr beendigt. Die wochentltche Arbeitszeit iii auf 583 Stunden berabgescßi; erhebliche Lohnerhöhungen wurden zugestanden.

Zur Ausstandsbewegung in Belfast meldet „W. T. B.“, daß es gestern abend dort zu Rubesibrungen kam. Die Polizei YM ununterbrochen mit ibrkn Knütteln Vor. Die Rubesiörer rissen 'flastersteine heraus und 1chlcukerten sie: gegen die Polizisten, bon dcnkn mehrere vsricßt wurden. Zwei Bataillone Infanterie wurden nach dem Tatort bxordert. Das Militär machte mit gefälltem Bajoneit wiederholt Angriffe; eine Anzahl Aufrübrer wurde Verwundet.

_Der Ailgkmeine Ausstand in Cbaux-de-Fonds unter- bleibt, wie die ,Frkf.Z_ta.' erfährt, infolge der ablehnenden Be: 1ch11111e der meisten (Geweriicbaiten (vgl. Nr. 189 d. Bl.).

, _3ur Ausstandsbewegung der Telegrapbisien der Ver- c'lxitgten Staaten (591. Nr. 190 5. B1.) berichtrt „W. T. B.“, ia); sich der Ausstand bis Sonnabsndabend über 50 Städte aus- gebreitet hat. Die Unruhen bliebcn auf den Westsn von Cb'cago be- schrankt, Die Unterbrkchuyg der ts_lkgrapbiscben Verbindung mit NFP “„!ier_infol e von Ausstanden Lriircckt sicb jcßt auf eine ganze Reibe Stadte m Westen und Süden, darunter ColumbUs, Mil- wauicc, Nashviiie, Msmpbis und Dallas. - Die New Yorker Tele- Eüpbiiien beichlosien gestern, in bezug auf den Streik keinen Schritt bis nächsten Freitag zu tun. Dies gesckab auf Ersuchen der 3781101181 (31ij lkgäsraijoo, die erklärte, daß Vertreter der Fedkration und des Arbeiterbucdes heute nach Chicago keisen werden , um in Verhandlungen mit dem Vor- sißenden des Tclegraphisienvereins den Versuch zu machen, den Ausstand zu beendigen. Die 9768 dSrn Union und di? POstgesellschaften schlagen vor, den Kampf mit den Aus- standigcn bis zum Ende durchzuführen ohne Rücksicht auf deren weitere Ausdehnung, da ihrer Meinung nach die Telegrapbisten keinen Grund zu Beschwerden haben. Die Angestellten der Yostgesellscbaften streiken bis jetzt nur in Chicago und NEW Orleans. Das Vorgehen der Leute der Western Union bat aber bereits in einigen anderen Städten des Westens „Nachahmung gefunden. Seit Freitagabend ist der Verkehr zwischen New York und Chicago infolge des Ausstandes auf beiden Linien btbindert. Wenn der Ausstand auch sonst nicht weiter nach dem

Osten um sich gegriffen bat, so droht doch in der Stadt New York

ein Ausstand von 3000 Telegrapbisten.

Kunst u'ud Wissenschaft.

Man muß schon ein sehr großer Liebhaber moderner Malerei ski", um nicht bei der neuesten Vorführung internationaler Kunst bei Eduard Schulte ein gewisses Gefühl der UebersättigunT zu kmvfinden. Verschiedene deutsche Maler sind dort vertreten, eren Sonderart auch in der „Großen Berliner Kunstausstellung" deutlich erkennbar wird, und was uns die Ausländer bieten, ist nicht durchaus ersten Ran es. OScar Matthiesen in Ko enba en hat Vor einiger Zeit im Kunstlerbaus Aufsehen mit der rie en einwand der zum

aden ins Meer reitenden schwedischen Of ziere gemacht; dieser Erfolg schien ibm stark genug gewesen zu sein, um ck; 1th der Be-

schließen, daß.

eine ewi e Trockenheit in der malerischen Bebandlung, mehr noch in den nd (haften aus Mentone, vom Mi 1 ansee und aus dem Yellowstonepark. Leider scheint die dänische alerei, fiir die I. S. Kroyer nicbt gam das geworden ist, was man einst von seiner Kunst erwarten durfte, in einer gewissen Stagnation begriffen u sein; die diesjabrigen Kopenbaßener Ausstellungen, die akademis e und die „freie", fielen wenigiens durch den Man el an boffnungSreickpem Nachwuchs auf. Subtile Kolorisien wie ammersboy und Jlsted können nicht darüber bin'wegtrösien, da ihre Kuni mehr das End- er ebnis emec Entwicklung darstellt, a 9 da sie d e Brücke zu neuen USM schläge. Matthiesen spricht am meis en in den Entwürfen zu

„Kunstformen der Natur", Muscheln, Versteinerungen, Quallen, schon vor Veröffentlichung der bekannten HäckelsYen Abbildungen in ori ineller Weise verWandt sind. Als Entdecker enes neuen Freskover a rens hat übrigens M., der 1861 in Schleswig geboren wurde, an in Berlin aui der Akademie und am Kunstgewerbemuseum LV 1. zahl- reiche Schuler unterrichtet. Jm Nebensaale sind mehrere nde dem Londoner Landschafter (Grosvenor Thomas eingeräumt, einem Nachzügler Corbis, dessen Technik ja gerade für die Schotten, deren Schule auch Thomas anzugebören lscheini, vorbildlich geworden ist. Ein sebr schönes mattes Türkisenb an des immels in Verbindung mit tiefdunkelgrünen Vaummaffen ist die em Stimmungskünstler eigentümlich; gelegentlich leuchtet auch aus seinen im Motiv nicht sebr mannigfaltigen Gemälden das WeiZ eines schlanken Birken- ftammes heraus. Thomas liebt das alblicht der Dämmerung, wenn die Formen verstießen und auch die Farben sich zu ver- steben scheinen. In einer weichen, kantilenenartigen Melodie trägt seine Kunst das Lob des Abendfriedxns und der Einsamkeit vor; seine Bildkr laden zum Weiterträumen ein. In der bunten Reibe dieser Augusiaussieilung folat dann Gino Patin aus Triest, der ieit Jahren in München ansässig ist. Bildnisse wie jenes duftigfgemalte der rothaarigen si enden Dame können am ehesten für sich einnehmen. Aber diese alerie iämoniscber und kapriziöser Weiber von Kassandra und Judith bis Hedda Gabler ist bei aUem anspruchsvolien Gebaben nicht mehr als das ganz unleidlirbe Ersing- nis einer nur Von Literaten bewunderten Bobömekunsi, der eben zum Damonischen so gut wie alies fehlt. . .. Ick) würde'miéh nicbt Wundern, wenn auch dieser Pseudo-Moderne bald einen ebenso be- «eisterten wie wortreichen Herold fände. “Mit täMg'eaneise farbigen, an Nicholson erinnernden Holzschnitten steUt (ich ein in Paris lebender Ungar, (Carl Jöxsa, vor" unter den Porträts finden wir eiiien herzlich mißglückten Mommsen, agner, Böcklin und einen nicht ubien Menzel. Von den zahlreichen mit Sammelausstellungen vertretenen Deutschen sei der junge Düsseldorfer Wilhelm Lukas beworaeboben, von dcm hier schon einmal anläßlich seiner Vertretung bei Keller und Reinér ausführlich die Rede war. Es sind wiederum fast ausschließlich niederrheinische Landschaften, mit breitem Pinsel Vorgetragen; auffaliend selten ist ein kräftiges Grün. Eine Gruppe tüchtiger Berliner „Heimatskünstier' bilden die Landschafter Friß Douzetie, Frank Türcke und Ernst Genvel; das ihnen Ge- meinsame erklart sich daraus, daß sie alle aus der Schule Hertels und Kalimorgens bon der Berliner Akademie hervorgegangen sind. Der zuerst genannte Künstler ist ein Sohn des trefflicben Louis Douzetie; in seinem Bilde ,Sbätsommer' ist in dem behaglich im - Baumscbatten stebendsn alten Herrn wohl ein Bildnis des Vaters zu sehen. Türcke aquareiliert in satten Farben die Umgebun Berlins und“ weiß auch noch der Silhouette von Wilmersdorf size ab- zugewinnen; (Hensel zeigt gute Beoba tungSgabe in dem farbenreichen Bilde des Flamirgoteicbes im Zoologi chen Garten. Von den wenigen Skulpturen sei wenigstens erwähnt die vorzügliche Bronze eines EiSbärs von dem Berliyer Paul Nebel.

Abgesehen 'von dicken Kunstwerken, bat Schulte einen ganzen Raum mit Herborbringungen der älteren deutschen Malerschule gefüllt. Von Eduard Hildebran dt (1th man eine tiefgestimmte Landschaft mit Windmühlen, die in keiner Weise das scharfe Verdikt rechtfertigt, das in manchen neaeren Kunstgeschichtsbüchern über diesen allerdings "angie“räsriäßigbn Meike?“ ßéfäUtKvird, ' Maus je'igt“e'iti'e'n' Lkicrkasi'enx' spieler Von großer Feinheit der Ausführung, Leibl ist durch das Mädchen in Schwarz und der ihm nahestehende Schuch durch zwei vorzü liche Stilleben vertreten. Bilder und Studien bon Menzel, den chenbacbs und Schönleber vervollständißsn den Galerie- charakter diefes Raums. Dr. ().-13.

Literatur.

Aus Weinsberß meldet .W.T.B.' den Tod ron Dr. Theobald Kerner, dem Sohne Justinus Kerners. Er war am 14. Juni 1817 in Gaildorf geboren. Wie sein Vater war er praktischer Arzt in Weinsberg und hat sich auch als lyrischer Dichter und talentboller Erzähler bekannt gemacht.

Land- und Forstwirtsihaft. Viebbersicherung in Bayern.

Nach dem Geschäftsbericht der bayerischen LandesviebVersicberunqs- anstalt für das Versicherungsjabr Vom 1. November 1905 bis dabin 1906 umfaßt die Versicherung zu Anfang des Bériibtsjabres 1523 Ortsvereine (gegkn 1500 im Vorjahre), am Schluxst 1572 Orts- bereine mit 79113 Mitgliedern und 505 769 Tieren ei einem Ver- sicherungswcrte Von 80125505 .,“ (1553 Vereine mit 78142 Mit- gliedern und 307 751 Tieren bei einem VersicherungSwerte bon 74 794 890 „44 im Vorjahre). Auf einen Verein entfielen im Durch: schnitt 50 Mitglieder mit 195 Versicherten Tieren. Der Versicherunzs- wert stellte sich durchschnittlich auf 306 „M für kin Stück Rindvieh, auf 15 «Fl (Pauschalbetraq) für eine Zikax- Beteiligt waren an der Versicherung 861% aller dureh die Vtebzäblung vom Jahre 1904 ermittelten Tiere (8,67 0/0 im Vorjahre), Von 10 587 EntsckoädigunaSansprüchn wurden 10 502, d. 1". 3,43 0/0 der versicherten Tiere, für begründet erachtet, nämlich:

6761 = 64,38 0/0 für notge!chlachtetc, 3479 = 33,13 0/9 für umgeiandene, 262 = 2,49 0/0 für gewerblich geicblacbtete Tiere, leßtere auf Grund der Schlachwiebversicberun . Der Gesamtbetrag für die festgeseßten Entschädigungen belief *I auf 1814 058,24 „44 gegen 172016356 „44 im Vorjahre. Der eineriös aus der Ver- wertung der Tiere betrug 62910267 “44, sodaß sich die Nettoentfchä- digung auf 1184 955,57 „44 fielite, d. i. 1,53 % der beitragspiiicbtigen Verficberrtngssumme. Im Durchschnitt “ergab fich ein Reinerlös von 89,90 «44 für 1 notgeschlach1etes und 6,11 „44 für 1 umgesiandenes Tin(gegen 78,26.“ und 5,32 „44 im Vorjahre). Unter den 305769 ve cherten Tieren befanden sich 13344 Ochsen, 165492 Kühe 80717 1711! Jungvicb, 46 216 Ziegen. Hierbon wurden cntscbätxigt 247 Ochfm = 1,85% der S adenfälle mit einer Nettoentscbadigun von 352174 „“ = 0,68 0/0 der Vrrsicberunassumme, 6139 Kübe = 3,7 “10 mit 1 000 748 .“ = 1,77 %, 1477Stück Zungoieb = 1.839,10 mit 120392 .“ = 0,69 9/0, 2639 iegen : 5,71% mit 25 442.“ = 3,67 99. Als Scha ensursacbe wurden bei den cntschädi teu Vicbsiückkn ermittelt: Krankheiten des Netbensvsiems und der innosorgane in 425 Fäüen 4,05 0/9 der Schadenfälle, Krankheiten des Gefäß- systems in 718 = 6,84 0/94 der Atmxngso 'am in 311 = 2,96 0/0, der VcrdauungWr ane in 2041 : 19,-20)“ er »Himorqanr in 202 = 1,92 0/9. der eburtswege usw. in 188 = 14.9903. fcrner Jn- fektionskrankbeiten in 3015 = 287197» tieriicbe Parasiten in 249 : 237 %, Krankbeitcn der Haut und Mukkiin in 223 = 2,1295, der . nocbcn und Grienkc in 141 1.340,39, der Klauen in 3; = 0,30 0/9, endlich Vergiftungen in 14 * 0,1304“ Störungm der Er-

“stUn Sprobe durch eine ganze Reibe schwächerer erke auSzuscyen. :

ait lesen ist ein sehr tüchtiger Zeichner und ein sehr geringer

Kolokist- Selbst in den bier aus,;esieiltrn Oel- und Aquarciistudien zu

jenem Hauptbilde, das ihm in der Heimat die seltene Ansieicbnunki der m

9793811 goldenen Medaiae für Kunst und Wissenschaft einbrachte, versi

mt 1 stärksten Vertreten;

näbrung in 587 = 5,59%, äußrrc Einwirkungen odcr dmch diré'ciiwn beruriachtc Krankheiten in 480 4,57“ o, michiumtt Kraxkdrürn

Dic Infci'tionskranibciteu warcn_ mit 3015 Fälim - 28719.- (darunter Tuberkulose mit 2892 Wiien 27,549.» wird" am rs folgen die . mkbeimi “r Wnu-«xsprxzrie

' in 145 :: 1,3311)»

erskomalere-iew an,--u.- a.---für- ei» -mineka4ogisches-Muieum,-wv*

mit 2071 Fällen = 19,72 % darunter 7,67 9/0 Verschlucken von

remdkörpern, 3,25 % akute Vl bung; und die Krankheiten der Ge-

urtswege usw. mit 1889 Fällen = 1 ,99 0/9.

Unter den 10 240" not efcblacbteten und umgestandenen Tieren beßnden sich 7601 Stuck R ndvieb und 2639 Ziegen. Eine tierärzt- liche Behandlung oder Untersuchunig hat bei dem Rindvieb in 5298 und bei den Ziegen in 240 Fällen iattgefunden, (ntsprechend 69,70 0/0 szj. b9,09 % der Schadeniäiie gegen 67,66 % bezw. 8,77 0/9 im

or a re.

Die („Fntschädi ungen aus der Schlachtviehversicherung betrugen fur 262 Falle 190 0,94 „14 In 199 Fällen war das Fleisch teilweise “ungenießbar; iir en*wrrrde“es"aks“gäfixkich"ü eßbar“e“rkkär17" Die durchschnittlickpe Entschädi ung betrug 42,65 „ja exw. 168,30 „ji; FußeZem Verblieb den Versi erten der Erlös aus der Verwertung

er ere.

Die Kosten für tierärztliche Behandlung Und Medikamente stellten sich auf 0,16 %, diejenigen für die örtliche Veriral1ung auf 0,10 0/o der Versicherungssumme, wie im Vorjahre.

Die OrtSumlage betrug im Durchs ziitt 0,735 0/0 der beitrags- pflicbtigen Versicherungssumme; unter inzurecbnung der Verbands- umlage siellte sich der ganze Beitrag im urchschniit auf 1,40 0/0 gegen 1,45% im Vorjahre. Der (Gesamtbetrag auf je100x-jé der Ver- sicberungssumme betrug 0,665 0/0 in 91 Ortsbereinen (obne Schäden), 0,67 bis 1,39 0/0 in 789, 1,40 0/0 (Durchschnitt) in 19, 1,41 bis 2% in 567, 2,01 bis 2,50 0/0 in 90, 2,51 bis 3% in 13, 3,01 bis 3,50 0/9 in 3 Ortswereinen. Ein Beitrag über 2% betraf lediglich Oiis- veiretisrx fin“ höherer Schadenziffer und bei vorherrschender Miich- w r a . '"

Das gemeinschaftlicbe Vermögen aller angeschlossenen Orisvxreine, der Reserbefonds, stellte sich auf 396 666,02 .“ gegen 371618,77 „14 im Vorjahre.

Saatensiand in Finnland.

Der Kaiserliche Konsul in Zelsingfors beriehtet unterm 4. d. M.: Nach ken im Laufe des onats Juli Veröffentlichten Mit- teilungen ist das Wachstum im allgemeinen Vérspäikt. Der Roggen hat sich “folge dichten Standes und häufigen Re ens vielfach gelegt nach darauf eingetretener Wärme aber teilweise w eder erholt, sodaß man in Sübfinnland in nächster Zeikbiw in'd'en“übrigerr'“Teiken des" Landes später eine mittelmäßige knie erwartet. Im Osten ist das Liegekorn nicht so allgemein borbanden Wii? im westlichen Finnland. Mit dem Weizen berbält es sich ebenso; wo er angebaut ist, gibt er-nur auSnabmsweise einen gnten Ertrag. Die Angaben über Gerste und Hafer sind sehr verschieden. Auf leichtem Boden Hat sich die Saat anscheinend normal entwickelt; in einigen Gegenden bat sie durch die Bodenberbärtung mä; 591 [:ug- wierigen vnd heftigen Regenberiode gelitten. Mar. rychnet jxioéb im großen und ganzen auf einen mittleren Ertraz. Dix Kartoffeln sind mit wenig Airsnabmen Lui gediehen; fie be!;mden fich größtenikils Mitte Vorigen Monats im Tübendsn Zustande. Faiis nicht zu früh Frost eintritt, wird fast Überall 2111? normale, wenn auch späte Ernte erwartet; in Mittelfinnlanb Dürfte dieselbx zur aswbbnlikben Zeit Vor sich geben,. Was die Warzeigeibäch1e anbelangt, so sind die Felder vom Regen durcbicbiämmt, wodurch die jungen Pflanzen an ihrer Entwicklung gebindrrt wcrden sind. Wo reich1ich gesät worden und der Boden gxeignet isi, smd dis Hoffnungrn Fut. In Osifinniand haben die Gewächse in der ersten Hälfte des Zu i an Dürre gelitt-n; in alien Goubernkments sind sie mehr oder weniger durch Insekrm beschädigt. Buchnwizen, Erbsen und Wicken sowie Ho:;m, Flachs und Fans, die hauptsäckylich im Innern des Landss

werden, yer brechen eine teils gute, teils mittelmZZize (37732. Mit der Heuernte wurde in 5211 MW: C:;:: :e? :?:- gangenen Monats begonnsn und bei günstiZer WHM::„Z Z:? MM des Monats fortgsfabren. Der Ertrag 17: in! ;.)-35:35?er „xt; mit AuSnabme Von niedrig gelegenen Und natürliÉZ: Wiék'er. irwxe qlien Gxasplä e_r1_, w_o_ Jmiekienbsrbxerupßen :;rzewkméx '*'-::, "":-„bt "ein normaler rnteausfali in Mixiickpt. Norxé'terbxlle: wir: 11:5277811 durch Futtermangei bedrobt; ib sind in kaertorncz ri? Läbe :'xne Futter und werden, wenn solches nicbt bald crbältiicb iWZÖßtxnisiiS aescbiachtet werden müffen. Vi-klk Wiéien laser- ;:ch Mikis J::eru Monats unter Wasser. Die Viebweiden fink itsUénw-kiie zyt ;:- weien, haben s1ch abér wexen AUsblkibéns “res Negxns wird.“: :.:: schlcchtert und sind Verschiedentlich durcb Wiesenwärmerverbeersxm heimgesucht worden.

, -"- „-, -.m-ax- -

Ernteergebnisse und Getreidebanrel in Srar-ien.

Das Kaiseriicke Eeneéaikoniulat in Barcelbrraberickxte! urrrin 3. d. M.: Die Weizenernte ist in SVTkikkl nvcb 32:51 Über:.Q bk- endet. Die Nachrichten Ükkk kus (FrZsI-xis **:-.? :*ka ':é; 3er “.“:h ziemlich unbesiimmt. Es [5731 sich jérocb :::.: ke: :*:riixxxnkx: Mxt- teilunzcn ersehen. kat“; kkr Erktseitraz weriger Züréi; ""ck: :ck: 7.15 man anfänglich ,;echt kam. Ti:- Urzk61chéréx x-xr Yirrréar-«g, rie bon un kwöbniicbsr, das WackRum "**,-:, :: 9.251? 2155125"; ;;: starker is? übervinz, *.*ikl'ach :xrkunrsr. mit TITZITÖLU xxx ErkrsÖI, ist nicht ohne nacbtsilize Folge)“. 9.11: iée ZZR??? Zkbiiebkn. Kiagen über ungenügenkxn Erntcértraz Fur n;2*?:11éch 3:1? ; [JMÖM Pry- vinzen laut ,:ewrrksn: ***ueira. Haske; P:.ixrcia, Tkruxi, Ariia, Salamanca, T:lkk:„ _Fxmxa. E; i'cixétigt 71:5. daß die Roggen- “.ind Gkrirxnrrnxx 111 ernikn T*ikl zu wüniebkn übrig läßt. Lie AUMA??? Fkk Wkix- ark TliVenlesö find rechtTZi-t. _ _ (_ _

ie D;:rcb'cbnittsrrek'c “J:: rc."- Torveizeztner WÜJM bs- trugsn aui kN". w:?zxkrrkxn Märer". Kziriiims: 111 dkr Woche TW! 17. bis 23. Juni 25 43 Ps. „;.-:,an 24,55 in dcr Vb:kr*oche, in Dkk Werbe OFM 24. 57.5 30. Jimi 25,99 Ps, in dsr Woche Vom 1. bis 7. Juli 26,19 Ps., ir“. ker Wrcbe Vom 8. bis 14.Juli 25,84 Ps, und in der WOM "VOM 15. bis 21. Juli 26 04 Ps. Da der Durch1chni11s- Neis für WMW a:?" den erwähnten Märkten 25 Ps. für den Dcvvel- zentnkr älMicdrért, ift der durch Gesrß vom 3. Januar r. J. Okk- ordnete Zoüquiag bon 2,50 Ps. und 4,00 Ps. auf je 1001cx Wxizen unk Weizenmehl durcb Königliches Dekret vom 20. b. M. auizxkpben workcn. Today": rie genannten Artikel jetzt die im KoütariiPositwn 602 und 603 Dorgcikbknkn e bon 8,00 und 14,00Ps. zu zabien haben. *Die Einfuhr von * eisen, Wcizcnmebl, Gerste und der. WWU: Getrsircarten (außer Mais) blieb in den ersten sechs Mvratcn kiéiss Zabres ,:anz bedeutend hinter derjenigen des entirreäxnden Zkirraums der beiden Vorjahre zurück. Sie betrug: 8. Weizen:

1907: 786 153 (12 im Werte bon 17301876 Siibr:vciciax 1906: 3 491813 112 , , , 76 519 930 1905: 3 740147 62 , , . 87 893 465

' 1). Weizenmebl:

190 (12 im Werte von 6 082 Eii'krrrwwras 1906: 136 035 (12 , , , 4 355124 1905: 211 375 (12 , , , , - „e. Ectstc .und, die, _üb1i en _Gctzrciiraxtcn «xm. Maik 1907: 7487 (12 im erte Von 119 775S1Z. .:. 1906: 367 626 (12 , , , 5 882 017

1905: 223 812 (12 , , Z 692" 89.“ , .-

Mais dagegen wurde doppelt so vici ais in: 97057. Halbjahr des Vorjabrs und beinahe dreimal so viel a]! in“. kniWka-nder Zeitraum dcs Jahres 1905 eingeführt, nämlich:

(1. * 116176? 535273 (1: im Wertc vor: 9099 6244 SiiiWk'etax 1906: 267 751 (17. , , , 455177; "1905; 183127 117. , , , 31.1801 ,

Die Ausiubr bcliei swb in der. 6:8". mdf- Mvnater cm*.

_ &. Gori" 45660 (17, im Wie vor

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