der Incunabeln sind ohne Angabe des Druckortes. _ Den Schluß
des Katalogs bildet ein Verzeichniß von Holz- und Metallscbnitt- werken (Nr. 462_631) aus dem 15. und 16. Jahrhundert; mehrere derselbkn find_ aus der elsgffer und schweizer Schule, andere aus der Jraykfurter und Mainzer, der Augsburger uud Nürnberger Schule, 1owie aus der französischen und italienischen Schule.
Land- und Forstwirthsthaft.
Frankfurt, 10. Mai. An der Oftmdstraße erheben sich Schuypcn auf Schup en, _welcbe im Verein mit dem Viebbofe des landwirtbschaftltében ' erems die erste Warxderausstellung der Deutschen _Landwirthscbafts - Geselljcbaft aufnehmen folien, dre vom 9; bis 13._J1mi*m unserer Stadt abgehalten werden soll. Tgufend ruftige Hande rühren sich hier, die AussteUungShc-llen zu be- reiten und in ganz Deutschland die Thiere und Geräthe fiir die Uxberficdelunq und _ Ausstellung zu fichten und vorzubereiten. Die Ausstellung wird dem Leben unserer Stadt für den Vor- sommer i_bren St_empel aufdrücken, denn wie oft auch schon 111 Franksurt Au§1_tellungen_ da geWe1en sein mögen _ eine Ausstellung von die1em Umfange und Bedeutung hat Frankfurt noch n1cht bcberbergx. Aber nicht nur in Frankfurt selbsx, sondern in ganz Sud- und Mitteldßutsckyland ist eine derartige landwirtbscbaftliche Aussieüung no_ch nicht veranstaltet Worden, denn es Werden allein gxgen 1900 Thiere ausgestellt werden. Die Hälfte hiervon sind Rinder, die nach den_ uns zußcbcndew Nachrichten 006 Beste zeigcn werden,
“ was man au1 den Hohen Suddeutschlands und in den Niederungen an der Nordsee findcn kann. Der Zahl nach werden die Höhenschläge,
w_el_che ibren Stammbaum von den Alpen ableiten, in erster thne vertreten sem. Das sind jene vonommen gebauten Rinder, w7lche auch dem Laienauge Bewunderung abnöthigen
und die in vielen Tausenden alljährlich am den norddeutschen Markt wgndern,_w0 man die Zugkraft dieser schönen Thiere ebenso schäyt, w_1e die_Fuil_e und Gute ihres Fleisches. In der Regsl bilden aljer- dings dre Pserde aus landwirthscipaftlicben AussieUungen den Haupt- a_nztehungspunkt. Nun 11_t S_x'td- und Mitteldc'utscbland kein eigent- 11ch_er Pscrdezuchtbeztrk, mde11en wird die AussteUung immerhin §w11_ch)sn_ 2_300 Pferde enthalten, und es wird sich zeigen, inwieweit wir [net zu Lande mit den anderen deutschen Gegenden, Welche Pferde schicken, wetteifern können. Die Pferde Werde'n in dem großen", mit einer schönen Tribüne verscbe_nen Ring vot'gxiuhrt, auch, soweit sie (Hebraucsyépferde sind, yorgertttenö U_nd vorgesahrrn Werden, Die Schaf-Au§stellung wird mit fast 600 Stuck bes_es,31_ fem, u. A. auch mit jener cbarakteristiscben deutschen Race,_ dte_ m Frgnken und Weiter südliih den zeitweise 1chweren K'amp1 mit den 1panischen und englischen Schafen nicht ohne Erfolg aufgenommen [1110 durÖgeführt hat. Das Schwein, das Haustbtxr tm eigrntltchen _Smne des Wortes, wird einen bescheidenen Play _eznnehmen, aber imxnerbin in 11561 200 Nummern ver- xxetr_n 1001. Von der Maschinen- und Gerätbe-Abtbeilung kann man TUIÜÖ sagen, daß eme derartige und durch weise Und stren e Bestimmungen des_Programms gut organisirte Ausstellung noch 10th m Mixtel- und Suddeutsch_l_0nd, viclleicbt in Deutschland überhaupt nyc!) nicht gezeigt _worden 11T. _Vicrzehnhundkrt Maschinxn und Ge- ratbe, von 013111! 6111 Jedes nur in einem (Exemplar auf dir Aussthuna vdrhanden i_em 0011, werden zeigen, was wir in DeutsÖland auf dlesxm _Gchtete konnen und inwieweit wir Maschinen, die sonst aus- 1chiieß11ch 111 England oder Amerika gebaut wurden, aelkrnt baden, selbst herzustellen. Der Vergletch_ mit ausländischen Maschinen wird dadurch erletchtert,_daß__dieser Theil der Schau international ist und 011111116128 und 0mertkam1che Ma1chinen am Platz, stin wcrden.
_Wasbingion,10.Mai. (W. T. B.) Nach dem Monat - bericht _des Landwirihschaftlicben. Bureaus beträgt dTr DurchsÖmttsxtand dcs Winterweizens 86, des Roggens 903/10 und der Gerste 818/10; Baumwolle ist auf 4/5 des dafür in Aussicht ge- nommenen Terrams angepflanzt. In einigen Gegenden hatte das HFYW __WetdtercFeÜdTpanflanzunY einen ungünstigen Einfluß aus- _ ,__ 0 cr ur a anzun en ei ün'ti erer 5 ' . dte Lucien rasch wieder angefÜFlt. g ! g Witterurg wurdcn
Gewerbe und Handel.
Der_Diskont der Reichsbank iii heute auf 30/ d Lombardztnsfuß für Darkebne _ gcgen aussckyließliche Veryfändüiiiz 00211 ZYUldsxeeZsMZbuFand dcs ?Meisés OFF keines dentschen Staates auf
0, en er an ung on iger tei “ “ herabgeseyt wvrden. e 1 und Waaren aur 4 /0
_ _ _Wrgsn Verändernng bezw. Errichtung einer (Gren - 11- absertigungs_ste_ile in _den Niederlanden auf der3 ernze IMI Preußeix tft tn den Niederlapden ein Königlicher Beschluß vom ..3. .101'11 d. J. ergangen, Welcher m Ucbkrseyung wje folgt lautet:
D'e V __ ___ _ch__2_l__rtikel1. _ [_ eror n_ung 11111 i der ge enwärtig in Lan akk“ YFUYUYJW be1_te_k_)ende_1«9é_ol_1_stelie§ür_ in-, _Aus- und 9316871159113 cm cge wir an ge 0 en. ic (: 01111 " "' ' den Namen „Nieuweschan§(Stati011)“. Z 1? e erhalt kunsttghm 2111 d L dst ß ÖAÉÉMF' __ _ er an ra_e ng, ins ofen (ver [ei 8 B ck11 " _7_. November 1846) wird eine Abfertigungsstelleg füéCinfiisbr [18111 FF; „andMge und_f_ur Auszahlung zufolge Artikel 44 des allgemeinen Gxsßßes (vom 26.August1822) angerichtet, sowie für [113112 Visitation ber „11120101, ausgenonxmcn die Absetzung odkr Rückzahlung von Zoll. _ Diese _Zoüstelie fuhrt dcn Namen „Nieurveschans (Land)“ und wird Von etnkm Emnehmer-Gehülien verwaltet. _ _ Artikel 3. Dieser Beschluß tritt am 15. Mai 1887 in Kraft.
__ Dic gestrigeGeneralversammlung der biei en Verein gcneymrgte den GeschaftSiyericbt und die Bilanz Usti?) crtheilte desrchlxxrx waltung __Entlasturg. Dre auf 4% iestgcseßte Dividende gelangt so- fort zur „1118301110119. Es wurde nntgejheilt, daß der Verkauf der Wollwaaremabrik „Chartreuse“ zum Preise von 82500 «48 frei von allen Sp_cOscn, Stcmpcl und Provision perfekt geworden sei.
_ _ __em Bericht der Direktion der Aktie - 1_chaft_fur BZden- und K_om_munal-Kredit innkÉlssezix- „otbrtngen uber das ©21chä11sjabr 1886 entnehmen wir F_olgxndcs: Das abgelaufene fun_fzek)nte Geschäftsjahr kann als ein gunstiges bezetchnet_ werden und _dlk erzielten Resultate smd bcfriedi- gende, 1021111 111311 111 Betracht zicht, daß die Gcscllschaft, um ihren Verhmdltchkctten aus dem_ abgelaufenen Vertrage mit der Regierung nachzukommen, wahrend der drei ersten Monate des Jahres bedeytende Sumxnen bereit halten mußte und dadurch bedeutende stverlustc erlitten hat. Am 31. März 1886 lief dieser Vertrag (zb, _und_ dank dem Entgégenkommen der Regierung wurden die _Verbm_dlt_chkeiten der (_Geselischaft zur vollen Zufricdenbeit ab- gewickelt. Mit dem 1_. April 1886 trat der neue Vertrag in Kraft aÉxs Gruyd dessen die Geselljcbaft die Verwaltung der öffentlicheri
elder_ fu_r_ Rexhnung des Staatxs weiter fortführf _ Dieser Ver- Jrag i_1t fur die G_esell_s__chaft gunstiger wie der frübcre, indem er en be1tebende_n Verbaltmnen 561111“ Rechnung trägt. Der Hypotheken- vDexkebr_ hat _1m Lande selbst eme crfreulichc Ausvebnung genommen. _-1e Psatzdbrlefe dex Gesellschaft haben wie seither bei dem Publikum _etne voxzuglrche Aufnahme_gefundcn, so daß die GeseU;chaft nicht iwwer in der_ Lage war, dte_ Nachfrag2 zu befriedigen. _ Die Aus- stande an falkgen Annu1tate_n und Zinsen haben in Folge der gxdruckien Lage _der Landwtrxbschaft etwas zugenommen, jedoch 111 t in beunrubtgxnder Wene. Im Laufe des Jahres mußten fi en ZwangSvoilureckyngen durchgeführt werden. Die Ver- waltung der_ offentlt en_ Gelder nahm ihren regelmäßigen Fortgang. Dre Banka tbetluxig hatte die schwierige Auf abe glaub bet Beginn des Jahres die Abwickelung der oben erwäbgnten,
Verbindlichkeiten mit der Regierung vorzubereiten und die nötbigen
Yßmlnste für die Gesellschaft entstanden wären.
„, d,! welcher namentlich in den leßten Monaten des Jabre-s anbte, t_. kam den ,Transaktionen dieser Abtheilung gut zu statten, und die z_u verzeichnenden Resultate derselben find verbältni mäßig recht ünfttge._ Von_ dem Nettogewinn kommt Reb Art. 9 d'er Smnßen zunachst em Betrag 'zu 5% an der! eservXKnds mit 17 435 .“, dann entfauen 59/11 an die Aktionare vom ezabltm
5% als Tantidzn: fiir den Aufsichtömtb mit 4553 „M, 5% als Tantisme füt: dye Dinktoren und die Be'mnten 0134553 .“, 13% als Supe-„rdivrdende an die Aktionäre mit 720W „646 Der sich ergebende _Resi tmt 1055 „sé wird auf neue Recbriung übertragen. Der Reservefonds wird sich auf 515808 .“ belaufen und erreicht somit 10,7460/0 de_s eingezahlten Grundkapitals.
_ Nach d__er ux den „Mittheilungen der großbekzogli bEsfisÖen Centralstelle fur die Landesstatistik' gegebenen Ueber icht des Schiffs- xc. Verkehrs tm Hafen bet Mainz imIabre 1886 kamen an zu Berg: 2985 Dampfschiffe mit 24.259 1: Güter (1944 * Personenszßiffe,_ 674 Schlepper und 367 Güterfcbiffe von 103 492 t Tragfalngkeit) _ 990 SegeTscbiffe, unter denen 184 un- beiaden waren, von 296 811 t, Tragfähigkeit mit 717747 t:“Güter. Dre Gesammjzahl der zu Berg angekommenen Schiffe betrug dem- nach_ 3975 Mit 96 033,71 Güter. Untxr den zu Bexg-angekommenen S_chr_ffen waren 158 h_adtsche, 62 bayeri1che, 563 hessische, 535 nieder- landrfche, 2613 p_reußtschx und 44 belgisa'oe. _ Zu Thal kamen an: 1515 Dampfschiffe mrt 2241,4 t Güter (833 Personenschiffe, 213 Schlepper, 67 _T_au-_(Ketten-) Schiffe und 402 Güterscbiffc von 110 818,4 : T_ragfahtgkctt, unter denen 120 unbeladen waren) _ 3143 _S_egel_sch1__ff9, unter denen 641 unbeladen waren, von 301513,8 : Tragfabtgkett 111117 _69 416 t Güter. Die Gesammt ahl der zu Thal angekommenen Schiffe betrug demnach 4658 mit 1657,4 1; Güter. Un_ter derz zu Thal angekommenen Sebiffetz waren 230 badische, Z13bb_ayx_r_;sche, 2345 [121711102- 464 niederländi1che, 791 preußische und 0 e gi e.
Zu Berg gingen ab: 1864 Dampfschiffe mit 939 t Güter (833 xrsonepschiffe, 593 Schlepper, 66 Tau- (Ketten-) Schiffe und 372 uterscbiffe von 104 152,4 t; Tragfähigkeit, unter denen 254 un- beladen war_en) _ 3172 Segelschiffe, unter denen 1964 unbeladen waren, von 328 473,7 1; Tragfahtgkeit mit 3403,4 t Güter. Die Ge- sam_mtzahl d_er zuBerg abgegangenen Schiffe betrug demnach 5036 mit 43444 6 Gu_t_er. [Y_tzter den _zu Berg ab e angenen Schiffen befanden sicb 221 qut1che, 752 baye_r_11che, 2425 (1181111638, 523 niederländische, 1074 prepßifche und 41 bexgt1che._Zu Thal gingen ab: 2637 Dampf- sch1ffc 11111 146624 6 Guter (1944 Personenschiffe, 295 Schlepper und 398 Guter1chtffe von 109 662,1_t Tragfähigkeit, unter denen 11 unbcladen ware?) _ 961 Segelschiffe, unter denen 354 unbeladen waren, von 209 859,8 t Tragfähigkeit mit 14 297 t (Güter. Die G_e1ammt_zahl der zu Thal abgegangenen Schiffe betrug demnach 3598 13me 2__8 90__9_,_4 _v___§81_1tc__r_._chUnt_e_r_3d__en zlxschTba[8_ab__gegan enen Schiffen 300-en 1) 1 a__t e, ". ayeri l, 4 et e, 476 '. - [andtZyß 23390p§151ßzsch€ ÖndT'ZLBbFlgiIZchZ sss nieder _ ten,_ . a_t_. _ . . . a dem beute verö entli ten GeschaftZ-Zbßrtckxt der Oudbabn - GeFellschaft über daxf abgeéau- fene G81ch0ftsxabr verbietben zur Verfügung der Aktionäre 190512 Fl. und zuzugltch des (Hewmxwortrags des Vorjahres 1391644 Fl. Die Verwaliunxz beantrqgt, eme Dividende von 1 Fr. zu vertheilen und 1094123 731. auf dre peue Rechnung zu übertragen. __ London, 9. Mai. (A. C.) Nach dem Ausweise des eng- l11chen _HaydelSamts betrug die Einfuhr im April dJ. 31149920 Psd. Sterk, was eine Zunahme von 5083 171Pfd. Stekl. oder 194) 0/_o gegentiber dem_ x_nnprechenden Monat des Vorjahres aus- macht. Die Aixsfubr brauche]: Erzeugnisse steak sich im April dcm Werthe nach 0111 16_ 417 804 Pfd. Sterk, d. i. 6142 oder etwa 8 % weniger als txn_gleich_en Mo_na_t von 1886. Am stärksten ist die Zi:- n_abme der Eznsuhr m zollfreien Nabrungömitteln und Rohstoffen fur das Textilgéwerbe. Baumwone und hauptsächlich australische WoLe wurden_ 111 bedeutend größxren Quantitäten als im April 0. „5. 1mport:r_t._ Von den A_ussubrartikeln weisen Rohstoffe Garne und Texttlsqbrtkate, Maschinen und Kleidungsstücke eine Zu; nabme_, le_bendes Vieh, Nahrungsmittel, Metalle und Metallfabrikate Chemikalien und ver1chtedene__andere Artikel eine Abnahme auf. Füé die ersten 4 Monaix d. J. uf der Gesammtwertl) der Ausfuhr auf 68 524 664 Pfd. Stekl. an egeben, d. i. verglichen mit dem ent- sprechenden Zettraym des _0rjayrxs eine Zunahme von 1952 949 0er 2.85 0/0, _ wahrend die Einfuhr einen Gesammtivertb von 123 423 011 Psd. _Sterl. erreichte, 13. i, 10 622 472 Pfd. Stekl. oder 9,42 9/0 mehr als in den erste_n vier Monaten des Vorjahres. _ _Zicw-York, 9. M01. (W. T. B. Weizen - Ver- 1c_h1_1sungen der [eZten Woche von den atlantischen Häfen der Ver- e1_ntgten Staaten nach Großbritannien 48 000, do. nacb Frank- 136790124 _000, ddo.Ortach andethÉHasßeZi des Kontinents 54 000, do. von
__1 rmen _un _ regon na ro ritannien 36 000, .
Hasen des Kontinents _ Orts. do nach anderen
Submissionen im Auslande.
_ _ _ 1, Rumänien. 8. Fui_.__Burgcrmeisinei _zku Bukarest. 2:16 ung eines edc ten Marktes wis * “' “ Berzei und Popa-Tatu. 3 „chen dm Straßen
1) 315-511 6 W t'1 [123019711
_ '1_ _ e_n. 301100 . Kate der Siaiion A tw (-E1t). Ber_1ch_1_ederxe Arbeiten zum Umbau des ViZZuktes der Breed??? _Cbausee bet O_tatton Antwerpen (-N0rd. Voranschlag 50819 Fr. Vorlaufige Kaution 2000 Fr. Auskunft eim Ingenieur en chef 1)6 Rnäaßnyxxxxch 1111230011110er Nr. 223 zu AnLWerpen.
:. a 1ens_. örse zu Brüssel. Lieferung von 120 ' Nr. 1_, 80 deSglercben Nr._2,_220 Kreuzungen Nr. 2a., 130 deSYFiYT Nr. 38, 10 Uebergang-Stuchcn Modell 411, 30 deSgleichen 1311 10 (Ja. Naheres beim Ingenieur 911 01161" Direktor Goffin, rns La; tsrale Nr; 2 zu Bruffxl und bei der 001111111881011 116 1506011011 (16 161- 01 11018, 1119 (1711111118 Nr. 38, zu Ieres.
3) NachsteYI. Boye zu Brüffe[._ Liefeümg von 1812 Pfählen aus Metall fur Anzeigen von Steigungen, Kurven 2c. Näheres
wie ac] 2. 111. Niederlande. 1) 17. Mai, Mittags 12 Uhr. Deicb-Verwaltu ' Noorder_Koggen“ im Koggenhuis zu Medemblik: ng von .de 01er Lieferung von: 14. Holzwaaren, _ 13. Nä [ ' fur d__e_n SJabzeTbxdaerr-o 1887n und Eisenwaaren u un eixn axtpi-Jngenieur A. Kater Iz. zu Medembl'k. _ _ . _Mat, _Mtttags _12 11517. Direktion der Artiilerie- Jnrtchtmgexi m _Delst (Houttumen) m 7 Abtheilun en. Lieferung von 85.381.3334332-- 2329- W B...... BZD? 500„9160 __J ___ __ __c_1_ en, in engen von bezw. 80000, e in un en ' ' Direktions-JQUZeau.auf_ftanco Anfrage gratis zu beziehen durch das folgeIlnschMbung muß durch in Holland wohnhafte Personen er- 3) Direktion der Gasfabrik v ' Gaskoblen. Auskunft an Ort 011?) ZKFYM Lieferung von 40 900 111
17. Italien 1) 20. Mai. Direxions (308811111 111171111 3 U ' ' 22 000 kg inium. Voran [ci 11000. _anua m Neapex: 12 482? Y_reKinkKin _BFhen undsckÉlögcken. Lm, ferner fur . at. 0310 8611818, (kostriujoni in Turin: 2000 [) Lgppelholzhrettxr zu 1,40 Lire der Kubikmeter, ferner 75 85T ichenbolz m Blocken und 250 (1111 deSgl. in Brettern.
, „ J,n AuSsicbt “Lebend: 3)_ Bei der Direktion der adriÜschm Eisenbabn-Gesellscbaft in
Mittel für die am 31. März 1886 zur Rück „ tenden Beträge flüssig zu halten, ohne daßzablung gelan ten beds"
allzu große 11» und
Florenz: ein Krahn zu 20 !: Tragkraft für die Station Venedig
_ Der bessere.
Grundkapital 240000 „44, 10% an den Reservefonds *mit“ 106 sl„
4) Bau eines ellen-Gk än ni. ses u 235- ellen di 8711“ Forli. oran1ch1ag 600030 81a. 9155110081111. OT? un§ e e. 5) YZF“ YFM der__2_11it§e_lm_33§senbabn in Mailand: .. w _“ enen r e." eZinavko_ Linie Tonebeeetta_Pavia, 79000 Like- Ww, 11. 4 km de [. Strecke Bernalda-Mäapont, 92000 Lit 0. 3966 11111 ekgl. Strecke Stronaoli_ Cotrone, 93 500 ire, (1. 4 11111 deSgl. Stre : Gian_Mekavvnk * 92000 Lire, . s. 3,576 11111 dekgl. tkecke onasierace-Éaulonia, 855008ire, f. 0,424 km deSgl. Strecke S. Gregorio-Reggio Calabr.
10 500 Lire. Verkehrs - Anßalten.
Nach dem „Archi? für _Cisenba nwesen' (Berlin, Carl HeymannV Verlag) wiirden tm Komgretch der te 0 erlan d 8 Ende 1885 Amer- balb der Retchgrenzeu 2392 11111 Ei !" en ba buen (Ende 1884: 2247 11111) von 14 verschiedenen Unternehmungen betrieben, deren bedeutendste die
Gesellschaft für den Betrieb der Staatsba it 1283 (1230 156) ist. Die Hoiländiscbe (811675115; e'i'eUfobaft Y trieb 539 (446) 11111, rwe Niederländi (he ?)?beinbahngésell-
schaft 228 11111, die Niederländische Centvalb “n e ell a 101 11111 die Nordbrabant-deutsche Eisenbahngesellsckxaft F2sk111c? fixie Grand; Central - Belge 100 11111; _auf die übrigen 8 fallen nur 1 016 33 11111. In der Lgngx find auch diejenigen Strecken i_nitgereckmet, welche z_u ayslandtschen Unternehmungen gehören und im Zusammenhange mtt diesen betrieben Werden. An Betriebömitteln waren Ende 1885 vorhanden: 869 Lokomotiven, 674 Tender, 2071 Perfonenkvggen mit _90 225 S' läßen, 4316 bedeckte und 11025 offene Guter- und Vtebwagen. efördert wurden 23171146 Reisende, daruxiter 19 937 691 im Vinnen-,- 2888 570 im direkten und 344 885 im Durcbgczngsverkebr. Jm Güterverkehr wurdcn vers_endet 101134 11 Bestellgüter, 76 990 1 Eid, 4680 631 t Stxtcks 6 175 499 t. Wagenladungs-, 718 808 t Dienst-, zusammen 11 553 062 !; Guter, ohne Fahrzeuge und Vieh. Auf den 5 grö ten Unterrichmungen wurden im Jabrc1885 aus dem Personenve ehr pro Kilométex Bahnlgnge eingenommen 6024 (1884 6372) Gulden, aus dem Gepack-, Guter- und Yiehverkebr 4665 (4782 G., zu- sgmmen 10 689 (11154) G. Die durchschnittlicbe Einnalime betrug fur 1 Re11ende_n 0,813 (0,824) G., für 1 Personenkilometer 0,025 (0,025) G., Zur 1 t bxfordertes Gepäck, Güter und Vieh 1,609 (1,608) G. fur Tormenktlonxeter deSgl. 0,019 (0,02) G. Die kilo- YZYZM Verkehréemnabmc ist somit um 465.6). gegen 1884 zurück- en.
Hamburg, 10. Mai. (W. T. B.) Der 0 tdcim
7022181121711)“ de_r__chHc_;n1_o_1_11g-An§_erix__anis ens Paxxk ; - ten e1e a 11, von ew-„ork ko , Mtit_c_1)g a1_1_§ d_§_rdßlbe_ eingetÉohffen. mmend beute er 0 amv er ., uringia“ derselben Ge el] 0 '
von Hamburg kommend,_ gestern in St. Thomas eingetsrofsfcxn.ft rst,
Lon_do_n. 10_. Mai. (W. T, _B.) Der Union-Dampfer „Moor ist geiterxt auf der Heimreise in Plymouth ange- kommxxi. _ Der_Unto_ndampker „Pretoria' hat heute auf der Ausret1e_Madetra pg1firt. Der Castle-Dampfer .Methuen Castle ist heute aus der Auskeise in Capetown angekommen.
Sanitätswesen nud Qnarautäuewesen.
Die K" _ [_ck _ch__Yr__i__echenlarßd.
oxng t___gxt§ 1 e egierung at die 1 en die 00 ' aus Catania (Sizilien) noch bestehende QquZntäne 7866381113 gehoben. (Vergl. .N.-A.' Nr. 105 vom 6. Mai 1887.) .
Berlin, 11. Mai 1887.
Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei _der_ eftern fortgeseßten iehung der 2. Kla ? 176. Konxglt preußischer Klas enlotterie fielen sisn der Nachmxtxags-Ziehun : Z Zewinn von 105Z0J0 „14 auf Nr. 122 525.
81011111? von «16 auf Nr. 152 450. 187 53 . 1_G§1ny“ von 500 «01911. 13 652. 9
ewmne von “' «14 aus Nr. 18 821. 21 921
48687. 86 424. 89 678. 90788. 114 7 . ' 169 547. 170228. 7 90 140826. 157 399.
Bei der heute beendeten Ziehun der 2
176. Komglich preußischer Klassenlotterie fiIlen: Klasse Gewinn von 45000 „15 auf Nr. 60877.
1 Gewinn von 30000 „16 auf Nr. 137 734.
1 Gewinn von 15000 „15 auf Nr. 120009.
1 Gewinn von 10000 614 auf Nr. 88499.
1 Gewinn von 5000 „16 auf Nr. 185 384.
2 Gewuzne von 1500 „46 auf Nr. 88392. 164 507.
___10 Yemmne von 300 018 auf Nr. 6641. 13 201. 30849.
44154. 50424. 98 751. 113197. 123 551, 127 553. 139 992.
Ll_m_ 7. d. M. starb bierselbst der frühere eu - a t am__ 511119211 Zeughause, Major a. D. Sello. Zerseéb? 111171811 7111111 1; .lprxl 1797 zu Berlin geboren und gehörte der bekannten Hof- gartnexsamrlt; an. Er war einer der letzten Veteranen aus dem FÖsHJuMé-krtegde Y_on 18_1__3F15F ITU, eiÉZr mehr als 50jäbrigen „;_e_ war 1.m no te reu e zu eil, in ieml' "' Kraft 1e1ne goldene Hochzeit feiern zu können. 3 [ck rusttger
_ Wie .W.T. B.“ das Telegramm aus DreSd v ube_r die Genexalvxrsammlung des Deutschen Koelj10nil0u1v6éxéY8 FÜYUYZZ 11_ntt___hmltLk ?at___Prof_.__ Frci_b_crr_ck vo? Stengel in Breslau _u nnee uertemr en l'l - sammenhcmgenden RechtSverhältniffe referirt. o oma en Fragen zu Frankfurt a. M., 10. Mai. (W. T. B.- ente M'tt dBer ZTUnZUstYZfYTJMZkOYT _der Sbtadt gesLifteteS)re?ovirte 'IZ t_1)_11_r_1_1e_ _ em omer " Stiner ___e____ch übergeben. erge en tadtbehorden von dem Kryll's Theater. Die erste Q er, mit wl ' sommeritche _ Opernsai on be "nne? wird, e tibi"? "1671111116? „Mar ethe . In der itelrolle ebütirt die ju endliche Sängerin rl. ep_é_s au_s Pest, und den Valentin fingt der ier längst beliebte arytomtt Herne aus Köln. Dirigent der Oper ist Kapellmeister YZFYQ baiHrZ' IVZseyb _Ebngel, bisher IL_)kegiffeur der Oper in ., ie e te 11 ernommen. ' " der .Fretschüß' bestiUImt. s zweite Auffahrung ift
Rebacteur: R i e d e [.
Verlag der Expedition (Sch o lz).
Druck der Norddeutschen Buchdruck ei 0 Berlin M., WübelmsiexaßeUZDrPZeJags-AMW'
Fünf Beilagen (eiriscbließlicb Börsen-Beilage), und die Besondere Beilage Nr. 3.
Berlin:
S. Lucia, Voranschlag 68500 Lire.
zum Deutschen Reichs-Anz
.272 109.
E r fte Ve i, [ ag e
Berlin, Mittwoch, den 11. Mai
eiger und Königlicß, Preußischen Staats-Llnzeiger.
1887.
Deutsches Reich. ' [1 e b e r s i ck) t der in den deutscben Münzstätten bis Ende April 1887 stattgebabten Außprägungen von ReichSmünzen. 1) Im MonatApril Goldmunzen _ _ SilbermunFY-Tii _Z _ Nickelmunzen * Kupfermunzen 1887 sind geprägt Doppel- Halbe JW" 4", Fünf- Zwei- Exn- „11111119; WWS: chznzig- Ze_5n_-_ _ FßnF- Zwei-__ (58:- _ worden in; kronen Kronen Kronen rTthxZeckp markstücke markstücke markstücke HLMY 1311431ng pferimgstücke pfenmgftuck psenmgstück pfenmgstucke pfenmgstucke „FC „16 „16 “M “16 „46 „FC “M 73 «46 «H „46 1411 ckck 'H „16 143 „M 745 “16 'H Berlin . . . . . 8 788 5001 _ _ 8 788 5001 _ _ 199 974 _ Z- _ L_ 88 695140 _ _ _ “_ _ „_ _ J- Müncben . . . . _ _ _ _ _ _ _ _ §_ _ „_ _ 1- _ _ _ __ _ ,_ 4 343Z64 Stuttgart . . . . _ _ _ _ _ _ _ _ 1" _ _ _ ?_ _ _ _ _ _ '_ 5 145229 KarlSrube . . _ _ _ _ _ _ _ _ ,_ _ __ _ _ _ _ _ _ _ J_ 1 500?_ Hamburg . 1 401080] _ _ 1 401 080] _ _- _ c -_ x- _ _ _- :_ _ _ _ _ _ __ .. _: Summe 1 . . 10189 580 _ _ 10 189 580 _ _ 199 974 _ (_ _ ,_ 88 69540 _ ;_ _ _ _ ;_ 10 98893 2) Vorher waren geprägt') 1 527 220 640 455 890 280|27 969 925 690 214 420 71 653 095 102 515 67_8 E 629 862 _71 486 5521_ .J.-)J 922801 _ “_ 23 502 53070 11 657 813 75 6 213 20744 3 805 2181Y 3 Gesammt - AuZprägung 1 537 410 220 455 890 280 27 969 925|W0 404 000 71 653 095 102 515 678 177 829 836 71 486 552x_ 35 717 922?80' 88 695.40 23 502 53070 11657 813,75 6 213 207 44 3 816 20753 41HiervonWiedereingezog, _ 822 840 650 980 _ 8 630 _ 5 350 6 334 _ 5 Y _ 2 31350 9.901 002180 _ _ 422,7 _ 167601 22144 13147 5) Bleiben 1 536 587 380 455 239 300 27 961 295 71 647 745 102 509 344 177 824 575 71 484 238250 27 716 9201: 88 695140 23 502 108?- 11657 64615 6 213 185 _ 3 816 194106 2 019 787 975 „M 451 182 822,50 „46 35 248 4749.55 „M 10 029 379,06 „“
') Vergl. den „Reichs-Anzeiger“ vom 13. April 1887 Nr. Berlin, den 10. Mai 1887.
Yichtamtlichez.
Preußen. Berlin, 11. Mai. Jm weiteren Verlauf
der gestrigen (26) Sitzung des Reichstages erkliirte bei fortgeseßter erster Verathung des GeseßentwurW, betreffend die Besteuerung des Branntweins, der Abg. Oechelhäuser, die Nationalliberalen seien der Hoffnung, daß das Schiff, welches die Branntweinsteuervorlage__trage, in dieser Session durch die Berathungen 0_er Kommi11i0n _in den ficheren Hafen gelangen werds. Der frühere Entwur1_habe mehr den Charakter sines Nothgeseßes für die Lamdwixth1chaft, als eines Finanzgeseßes gehabt. Wäre die kon1ervatiye Partei bei diesen Forderungen stehen geblieben, 10 müßten die Natiojxalliberalen Nein sagen. Aber die Ansichten hätten 1ich geändert und es [affe sich hoffen, daß eine Verständigung herbeige1ührt wsrde. ,Die Rothwendigkeit der Mehreinnahmen und der schärferen Ys- steuerung des Branntweins stehe außsr Frage. Demagogi1che Sentimentalitäten iiber Schädigung des armm Mannes durch solche Steuer fänden heuts kein Gehör mehr. In der jetzigen Art der Kontingentirung sehe seineZartei einen Auneg,_dei_n sie beistimmen könne, weil er zum aßen der L_andwirth1cha1t fiihren werde. Wenn die Nationalliberalen die1er Kontingxn: tirung beistimmten, eine Haltung, _die allerdings in diexer Partei noch keinen Vorgang habe, 10 thue sie dies rxur 1ür di86mal, wo es sich nicht um ein dauerndes Ge1e8, 1_0ndern nur um einen Uebergang handele;__ihr _Prinzip gebe 1ie des- 0010 nicht auf, auch scham? _1ie kein Präjudiz. Für die kleinen Rektifikateure und Dejtillateure würden 1ich gewiß in der Kommission noch Erleichterungen finden 1011611, ebenso würden sich im Wege der Verordnung noch manche Härten beseitigen lassen. _ Die Strafbesiimmungen müßten gemildert, die Kontrolvor1chri1ten verein1acht werden. Die Nationalliberalen seien der Meinung, daß die Getreide: brennereien aus der Maischraumsteuer ausschieden, wünschten das aber nicht von den gewerblichen Brennereien_ im Allgemeinen, weil sie keine genaue Gren e zwi1chen gewerblichen und landwirthschaftlichen Betrie en finden würden. Die gewerblichen Brennereien würden die Venachtheiligung nach diesem “ Geseß nicht tragen können, wenn man ihnen nicht weitere Erleichterungen ge- währe. Die Unsicherheit der Steuersestsetzung werde die_ Kon- kurrenzfähigkeit der gewerblickwn Brennereien in Frags 11211611. Die Nationalliberalen hofften in dieser Beziehtzng auf ein Entgegenkommen andersr Parteien. Der Mai1chraumsteuer nach lagerischem System stimmten sie zu, wenn ihnen 00011? auch ein kleiner Verlust erwachse. Bei der Lage der dsut1ch 11 Produktion werde dieses System günstig wirken. Er glaube nicht, daß, wenn man auch nicht das süddeutsche System gn- nehme, sich dann eine scharfe ZoÜlinie mitten durch Deut1ch= land bilden werde, Süddeutschland würde sich dann bald z_u dem norddeutschen System bekehren. Aber in wirth- fchaftlicher_ und olitischer Beziehung halte er die Gemeinschaft der maieriellen ntereffen für sehr wichtig, wenn sich auch die Gemeimchaft nur auf die gleichmäßige Werthschäßung des
86.
Hauptbuckolxalterei des Reickys-Schayamts. Biester. “
zwangSweisen Revision des Geseßes eine genügende Garantie. In Bezug auf die Zuckersteuer sehe man doch, daß die Re- gierung, trotzdem die Zuckerintereffenten hier stärker vertreten seien, als die des Branntweins, aus eigener Initiative eine Herabsezzung der Exportbonifikationen vorschlagen werde. Das Geseß 1ei eine große Frage, die auch mit großem Maßstabe gemessen werden 100110.
_ Der Bev_0llmächtigte zum Bundeßrath, Königlich bayerische Fmanz-Minijter ])1'. von Riedel ergriff das Wort zu fol: gender Ausführung:
Meine Herrcn!_ Es mag rieÜeicbt auffällig sein, wenn ich Hei diesem Gesctzcntwurs, bei welchkm Bayern verfaffun Smäßig zunächst nicHt betheiligt ist, das Work ergreife. Aber die 5Kückwirkxmg der neuen Brannthinstaucr auf Bayern _ mag dasselks in die Brannt- weinsisuergemsi-jscbaft cinircten 01701: :1ick1t _ ist so [*sdkutknd, da?": die bayerische Vertretung im BundesraWe schon aus diesem E!.“UNTL, 30-
065 Reichs, rerpflichiet erscheint, (m_dieser Gcseßgekungéxrbeit nach Kräften Tkxilzunebmen. Ueberdies i1t heute 10 diel_ auf bayerische Verhältnine cxxxnvlifizirt w_0rd€n, das; auch nach die1er Ricixtung bin einige Aufsch1ü11e itöthig er1cheinen.
Zur Vermeidung von Mißversiändniffen und Angesichts der An- griffe, welche im vorigen Jahre in diesem Hohen Hause gegen uns gerichtet wurden, glaube ich Wraus1chicken zu sollen, daß ich keineswegs ermächtigt hin, schon jest den Beitritt Bayerns_zur Branntwein- sieuergemeimckoqst positiv zu erklären, da die bayeri1che Regierung ein so wichtiges Reservatrecht nicht ohne Mitwirkung des Landtages auf- zugeben gedenki; und dann möchte icherklärcn, daß, auch we_n:tBayern der Gemcinsckmst fick) auschließt, daraus noch nicht geschlo11en werden darf, als könne oder one Bayern auf sein Reservatrecht bezüglich der Bierbcsteuerung verzichten,
Man hat bebaxivtet, die bayerische Regierung sei bezügkick) ihrer Haltung zu den Ver1chiedenen Branntwcinsteuergcseßen durch die AUS; "icht auf den großen finanziellen Gewinn beeinflußt worden. Die1e ehauptung ist unrichtig. Den SchMrpunkt fiir _dic Haltung der bayerischen Regierung in dieser Sache bildet die wixtb1chaftliche Frage; oder, konkreter gesprochen: die Frage, ob quern in die Branntwein- steuergcmeinschaft eintrkten soll odsr kann, ist abhängig von der Be- antwortung der Frage, ob sich das Gesetz so gestalten wird, daß unxcre Branntweiiibrennerki auch) fernerhin Wenigstens fortexiftiren kann. Diese Rücksicht find wir den mehr als 6000 bayerischen Vrennersien schuldig, ebenso wie der Kultur unseres Landes, und ich hoffe, daß unsere Anregungen und Forderungen um_ so eher Beachtung findc-n werden, als fie genau mit den Jntercftcn _der Landwirthschqft_ im Übrigen Deutschland zusammentreffen und si_ch durch die Ec1chrchte unseres Branntweinsteuerwes“35 genügend begrunden lassen.
Herausgewacbsen aus dem Bedürfnisse nach Verbesserung des wenig ertragreichen Bodens und der _Vermehrung der Futtermittei, hat sich in Bayern_ in der ersten Halste_ dieses Jahrhunderts die Brennerei verbältnixzmäßig sehr gut entwickelt; sie hat den gcxnzen inneren Bedarf gedcckt und selbst nach Norddeutschland, _was meien der Herren vielleicht neu ist, exportirt. _Dieser Zustand anderte fill), als im Zollverein die Vereinbarung _bezugltcb der Uebexgangsahgabe und der (ExportrückwergütunZ3 ge1chlo_11en wurde. Von dieser Zeit an varkümmerte die bayerische reynerer _ yon der norddeutsche_n Kon- kurrenz bedrängt und überdies eines gescßlichexi Schußes entkleidet, da die innere Branntweinsteuer sebr gérmg und in Folge deffen auch die Ueber angsabgabe sehr unbedeutend rvar _ mehr und mehr bis zum rlaß des Branntweinsteuergesxßcs vom _Jahrx 1880, welches dem norddeutschen Branntweinsißuergewß nachgebildet ist und der baye-
Konsums al_1f den Kopf der Bevölkerung erstrecke. Er wünschte, daß fich dieje Gleichmäßigkeit auch einmal auf das Bier anwenden ließe. Wenn man sehe, wie hier in Berlin fast jedes zehnte Haus eme_n Bierausschank enthalte, so könne man Yauben, daß man hierorts den Vorsprung der süddeutschen _ rüdex bald eingeholt hab? x_md daß damit ein weiterer Hemm- stein 101: die Steuervereimgung mit Süddeutschland weg- geräumt sein werde. Das Verhältniß zwischen der Kon- tmgentirung und der ExPortboninkation halte er für nicht richtig. (An dieser Stelle der Rede, um 13/4 Uhr, trat der Reichskanzler Fürst von Bi9n1arck_ in den Saal.) Der Export werde nach der Vorlage entschiedener auf 'die Produktion einwirken, als bisher. Die Bildung von Genossenschaften zur Beschaßung gemeinschaftlicher Läger werde Fefördert werden. Im 21 gemeinen stehe man vor einem un ekannten Lande, und erst die Erfahrung werde lehren, ob man den_ richtigen Wxg hetreten habe. Deshalb sei die Geltung der Bestimmungen au1 eine_n kurzen Zeitraum entschieden zu empfe len. (Hine übermäßige Zuwendung von Vort eilen an die rgnntwem- brenner sehe er in der Vorlage ni t. Die Vranntwembrennxr hattxn_ hier im Hause nicht die Majorität, und_auch die Majorität werde der Landwirt schaft nur 10 weit Vortheil zuwenden, als es ich mit dem Konsum vertrage. Er möchte doch die Regierung sehen, wel e auf_ die Dauer eine Verzichtleisiung auf eine Finanz- aue e autrecht erhalte, auch wenn die Landwirthfchaft der _ Hülfe gar nicht mehr bedürfe. Warte man also den Erfolg
rischen Brennerei in der Haupnache_ dre nämlichen Vortheile gewährx, wie die norddeutsckxc Geseßgcbmxg bisher der norddeutschen Brennerei. Die Wirkungen waren se r ra1ch fixbtbar. Die Brennerei belebte fich wieder, und zwar derart, daß, wahrend wir irx de_n Jabren_1878/_80 durchschnittlich alle Jahre 145000 111 zu 50 0/0 emfübrten, dj_ese Em- fubr im Jahre 1885 nur noch 8000 111 bxtrug, während die A_us- fuhr fich ziemlich gleich blieb. QW Preisbildung 0011on 111,1) 111 einer die Konsumenten keineswe s bedruckenden Weise. Die anfangltck) etwas höheren Preise wurden se r bald, als_ fick) die gewerblich? Spkkulatton der Sache bemächtigte, so berabgedruckt, daß viele un1erer Brenner die Steuer nicht mehr auf sich nehmen konnten, und daß ivrr 001 der Frage standen, ob wir die Existenz vieler Brennereien durch wenige vernichten lassen oder Gegenmaßregel treffen sollten; Eine sylche wurde getroffen in einer (Hefe eSnovelle, welche dte_ gewerbltxhen Brennereien dem Fabrikalaufsch age unterWarf und f_ur dre k_lemen landwirthschaftlichen Betriebe entsprechend abgestufte S_aße etnfubrtcz; d. h. mit anderen Worten: den gewerblichen Brennereien wurden die Vortheile der Maischraumsteuer entzoßen imd bet der Emsteucrung der kleinen Betriebe wurde auf ihre that achltcbe Ausbeyte und dergletche_n Rücksicht genommen. Da fich in Folge dessen die Preise so hoben, daß die Maischbrenner annähernd bestehen könxnn, so_wurde dadurch_ein Zustand herbeigeführt, Welcher als ein aklgcmem befriedigender bezeichnet wird; woraus fick) von selbst erklären diirfxe, wenn wir nur mit großer Be- forgniß und äußerster Vorsicht an 61116 Neuerung herantreten. Wen_n ich noch beifüge, daß die Produktionskosten m_Süddeutscbland in Folge der höbkren Löhne und Gutswerthe, _sowie 111 _Fqlge der e- ringeren Qualität der Kartoffeln sich um vielleicht f_un1 bi__s sie en Mark pro ektolitcr höher belauon, so werden Ste dle Befuxcbtung nicht übertrieben finden, daß die suddeutsche Brennerei durch die Kon-
gesehen von ihren [?bhaften Empfindungen für die Gesammtintereiien _ _ _ __ _ _ _ __ _ * 165611, 10 werden 'Sie bemerken, 101€ 1ebr dlc verbnndeien Regierungen
Zur Abwendmxg dicser Gefahr verlangen wir keine "besondere aus- nahmsweise Begünstigung; wir firzd zufrieden und können uns be- rubi en, wenn das zu erlaffende GMB nur die Bedürfnisse der Land- wirt schaft im Allgemeinen billig und gerccht berücksichtigt, und Wenn es namentlich der Thatsache Rechnung trägt, das; die_ wéniger günstig fituirten Brenner unter keinen Umständsn das Rifiko einer Höheren Steuer auf fick) nehmen können, wenn nicht gleich5€itig die Möglich- keit der Ueberwälzung gesichert ist._ _ Von diesen Grundgsdanksn ist der Jhnsn vorlieqende Entryurs beherrscht, und von diese_n Grundgsdankkn aus ist die Steuerabst'ufung vorgeschlagen. Nichts i1t irriger als die Annabmexder die Behaup- tung, durch danntwurf wiiide ein Privilegium oder garcin Monopol _ der AuZdruck ist ja wirksamer _ fiir die vorhandsnen Kartoffel- brénner geschaffen. Nack) §. 2 des Entwnrfs ist die Entstehung neuer Brennereien mit Beliebiger Produktion wilkommen freigegeben, 1100 es ist Überdies bestimmt, daß die nen Hinzutretenden landwirthsckyast- lichen Brennsreien auch an derjénigxn Produktionsmenge tbeilnebmen 1011611, nzelckyezumniedrigeren Steuermße Hergesicllt Wsrdcn darf. Wenn Sie fick) dann die §§. 11, 37 und 38 des Entwurfs an-
béstrebx waren, die kleineren und mittleren Brennereien zu 1chÜZen und zu fördern, und wie auch den Brennereien nichtmebliger Stoffe eins Erleichterung zugedacht i1t, [_auter Dinge, die 1ich8rlich nicht als Begünstigung der Großbrenner cr1chcincn oder erklärt werden können.
Indem der Entnouri ferner die gegenwärtich Vorschriften über Steaerfreiheit ganz wesentlich ausdehnt und s elb1tverständlich auch den zum Export bestimmten Branxitwein vollkommen abgabenfrei läßt, giebt er der Produktion ein Weiteres Feld der freien Thätigkeit.
Damit aber die Bäume ja nicht in den _Himmel wachsen, ist außerdem in §. 1 Absatz 3 die periodische Revifion der maßgebenden Säße vorgesehen.
Was die einzelnen Grundlagen betrifft, Welche bei Berechnung der Produktionsmenge, die zum niedrigen Satz hergestellt werden darf, angenommen wurden, so gebe ich zu, daß diese_ Grundlagen verschiedenen Einwrndungen begegnen könni'n. Allein, ich bitte Sie, doch zu erwägen, das; uns_ auch nicht bczüglich einer einzigen dicser Grundlaßcn ein unan1cchtbarés ziffernmaßiges Material zu Gebote ste t Wenn z. B. behauptet wird, die Aus- beute von 80/0 sei zu gering angenommen worden, so möchte ich doch daran erinnern, daß die Ausbeute je nach der Art des_ Betriebes, der Einrichtung, der Qualität des Materials, der Jabrgangc u. s. w. sehr Verschieden ist, und daß insbesondere z. B. die Preßhefenbremzer bekanntlich nur eine Ausbeute 0011 kaum 5 % erzielen. _ Ick) Ware “ehr glücklich, wenn ich für die bayerische Brennerei eine Durch- ichnittsausbeute von 80/0 bewaupten dürfte. VöÜig unbekanyt _1st uns “ferner dasjenige Quantum, das für Beleuchtung? bezw. DLUUUJZ- und Heilzwecke absorbirt wird; und ebenso wenig ist uns das Quantum des mutbmaßlichen Konsumrückgangs bekannt. Wenn der Konsum um 250/0 abnimmt, was dann? Dann ist die ganze Steuerdifferenz, Welche der §. 1 vorschlägt, Weriéxlos und nichtig.
Die Anschauung, daß der Konsumbranntwein unter 911011 11111- ständen um den höheren Saß tbeurer Werden wiirde, tbctle ick) _m keiner Weise. Da die Produktionk-mengcn der einzclncn Brenrzereten gesetzlich nicht beschränkt find, 10 werden sich bei dcr Preisbildung eine Reihe von Faktoren geltend machen. Ich er_mnere_m dieser Bezicbunq nur daran, daß es in sehr vielen_ Fallen 10500 aus wirtbschaftlichen Gründen wohl nicht angeben wird, sgfort 11111 der Produktion aufzuhören, wenn die zum niedrixeren Stcucrsaß der Brennerei zugetheilte Menge hergestellt ist._ JZ) erinnere ferner 011 den Anreiz, der zur Herstellung steuerfreien Branntweins 1111) gewerbliche Zwecke oder zum Export besteht. (80 wird _dabm kommen, daß eben die gesammten Produktionßunkostcn ernschircßlrck) der Steuer für die Preisbildung maßgebend sind, 11110 wenn'cxn Brenner die Kosten seiner gesammten Produktion kalkulirt, _so wird hierbei eher der niedriere als der Höhere Steuersatz eme Rollx syiclcn. Nehmen wir 128.011, eine Brennerei habe 100111 zu dem niedrigeren Steuersaße herzusteUen, und der Preis erhöht 11ch um 55 «M, so__w1rd sie aus dem Gewinne von 5 076 Pro Hektoliter 500.46 ziir Verfugung haben, um, wenn ick) den äußersten Fall annehme, 111125 111 die weitere Erhöhung des Steuersaßes von je 20 p_cr HeitolEer_auSzu- gleichen. Es wird sich in Folge dessen in vielen Fallen cmeStez erun der Produktion, eine Vcrmebrun des A*Yebk'ts und dcmgcma a_u eine Reduzirung des Preises erge cn. _ „Keine" Herren, gerade diese Verhältnisse find es, welche den Eintritt Stiddeutschlands m dre norddeutsche Branntweinsieuergcmcinfchaft so sxbr _besorgmßerregend gestalten. Der süddeutsche Brenner erleidet tm _Vergleiche _zu dem heutigen Preisstand bereits eine Einbuße, _wcnn dre Preissthgerung künftig 60 „76 pro Hektoliter beträgt._ Die Rechnuxig is_t eme sehr einfache. Nach dem Eintritt Siiddeutfchlagds m die _dcutscbe BranntWeinsteuergcmeinscbait wird der Munchener Preis 0011- ständig vom Berliner Preis beherrscht rvcrdcn. Es_ war d1e_s auch bis zum Jahre 1880 der Fall. Der Berliner __ércts stebt beute ca. 40, der Münchener etwas über 52. _5 urde die Preissteigerung von 60.46 nach Einfiihruug dcs Gcsxßes eintrkten, so würde der Preis pro Hektoliter in Berlin wie in Munchen 100 aii betragen, der süddeutsche Brenner hätte aber 52 316 111116 50 «16 niedrigere Steuersäye, d. b. 102 «FC. anzulegxn. Es Ui 0110 tm Ver-
leich um gegenwärtigen Pretöstandc. der sich Za auch a__ndern karin, Lchon ei cincr Preissteigerung von 60 „16 der (*intritt fur_ den 1110- deutschen Brenner nicht bedenkcnfrei. Tritt _iibcrhaupt_ kerne )rets- steigerung über den Steuersaß von 50 em, so wurde fi _der Nachtbeil dcs süddeutschen Brenners auf 12 „14 pro Hektoliter
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kurrenz der norddeutschen vollkommen erdrückt werden würde, Wenn
der ersten drei Jahre ab. Man finde in der dreijährigen
nicht gleichzeitig Schußmaßrcgeln ergriffen würden. . 3.“
gegenüber dem bisherigen Stande berechnen, und es würde in
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