1887 / 131 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 Jun 1887 18:00:01 GMT) scan diff

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anbelangt, so

dra t ist für die le_ßte ausländische ;Nachirage wünschen übrig. _ ; in vori er Woche gemeldeten Schienenvergebung no der Ge?

verzeichnen.

läßt in diesem

w d . ; ge oTrOeanzig, 7. Juni. (W. T. B.) Die

Maricnburg-Mlawkaer Eisenbahn betrugeri im nach provisorischer Feststeüung; 140900 ;,“; gegen 123349 «ck narb definitiver eststeUung im Mai 1886, nztthm;mehr 17; 551 ;;)“. als in

citraum des Vorjahres. Bis u;lttmo M91; 1881 betrugen die Einnahmen inkl, 15 268 aus den ;htshertgen defimtwewAhrechnun- gen zusammen 767 238, gegen definitiv 1886 748 785, mithin mehr

demselben

18 453 «16

Schweidniß, 8. Juni. (W. T. B.) Wollznarkt. Zufuhr 860 Ctr. Es wurde ein Preisaufschlag von 15 bis 30 ckck bezahl;t, und zwar für Dominialwolir 160 bis 220, für Rustikalwollc 120 [ns 150 «M Die Wäsche ist im Aklgemeinen 81718 rxnttlere, theilweiie auch Am Markt waren wknig Künscr; dcr Verkehr war

eine sehr gute. ; ; glatt, aber ruhig. Markt geraumt. London, 7. Juni. (W. T. V.)

Für die

W'ollaUktion werden im Ganzen ausgehoten 333 000 B. australische Heut? waren 10149 B. zurn erfguse estellt. Die Auktion ist gut besucht, die Betheiligung eme maßrge. "en drr letzten Aukridnwarky gute atistralische Merinowollen unverändert,)ordinäreZ hiiliger, 7215»; Kreuz- zuchten pati bis Iz hiUiger, grohe ;? hiZ 1 hiärger, ichneeweryc Kap-

Weizen - Ver-

schiffungen der lrxzten Woche von den gtlantischen Häfen der Ver- einigten Staarcn nach Großhritanmen126 000, do. nach Frank- Häfen des Kontinents 39 000, do. von

Kalifornien und Orsgon nach Großbritannien 36 000, do. nach anderen

Der Werth der in der ver- gangenen Woche ausgeführten Produkte hetrug5764222 Doll.,

und 24000 B. Kapone.

Fm Vergleieh mit den Schlußprei)

wollen :) kiUigcr, Natal-SÖwcißone unverändert. New-York, 6. Juni. (W. T. B.)

reich 112 000, do. nach anderen

Häfen de:ci Kontirzents _ Orts. “. Juni. (W. T. B.)

_ (

gegen die Vorwoche mehr 868130 Dou.

. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

, Zwangßroüstreckrmgen, Aufgehote, Vorladungen u. dergl.

. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen xc.

. Verloosung, Zinszahlung M. von Öffentlichen; Pa ieren. . Kommandit-(«HesellsÖasten auf Aktien u. Aktie:" esellsch.

hat in letzter Zeit der Bedarf in denselben etwas zugenommen, hauptsächlich durch größere Nachfrage nach Blechen z;um Verzinken; hoffentlich werden dadurch die Preise, welche bis jet steti zurückgingen, weni stens zum Stillstand kommen. ; ; oche nichts wesentlich Neues zu berichten; dte Artikel; noch Was Eisenbahn-Materialien betrifft, so ist zu;der ch em neuer; „Steg' ellschaft Cockerill bei einer Submisfion; von Stahlschienen ;zu Die Maschinenfabriken uyd Eisengießerxiep [ind irn

Ganzen und Großen in der leyten Zeit besser bx chafngt urid die Preise sind, wenn auch nicht lohnend, so doch vereinzelt etwas besser

Einnahmen der

1) 21. Juni.

Ueber Wa z- Lieferung von 40000 m

immer zu

_ Näheres an Ort und Ste e.

für den Bau des Ratbhauses. ]] 14. Juni.

Lucera, Linie Foggia-Lucera. vorläufig 680 Fr., endgültig 1360

15. Juni, 2 Uhr. riats des 7111. Armee-Corps zu

Mai er.

zusammen 78 700 Fl. des „Reichs-AnzeigerS“.

anschlag 160 000 r. 2) 9. Juli,

5 te , rröffnete _ eu leihe gedeckt werden.

schreitens des Baues. Erem lar an Ort und SteÜe. (verg . „Reichs-Anz.“ Nr. 91).

1. Spanien. ; ; Generaldirektion der Militaxverwaltung zu Madnd. Baumwollenzeug fur; ;; 42000 m leichtes Segeltuch Jonsta) für Kopfkissen und Strohsacke.

2) 22. Juni. Stadtverwaltung von Bilbao. 113 950 kg Schmiedeeisen, 93188 kx Balken, 564 qm Ja

. Italien. ; ; Ministerium der öffentlichen ArbZtten zu Rom. Lle- ferung und Aufstellung der festen Einrichtung fur den Bahnhof zu I;?oransMag 13 600 Fr.

r. Territorial-Direftion des Militär-Kommiffa- Florenz. ;

Lieferung von 8 Partien Knöpfen zu Umformen. Voranschlag Kaution zusammen 7870 .; ; ; Nähere Bedingungen in italienischer Sprach: m der Expedition

111. Rumänien.; ; 1) 18. Juli. Ministerium des öffentlichen Unterrichts. Bau- direktion zu Bukarest. Bau eines Gymnasiums zu Tecoutch. Vor-

ittags. Präfektur zu Crajowa. Baueines Gerichts- gebäudes zu Crajowa. Voranschlag 1060000 r. summe sind zur Verfügung 350 000 Fr.

.Der Unternehmer erhält BezahlunZ ; ; Lastenheft in rumanzfcher Sprache; m erne;m Bereits einmal vergeblich angezeigt

' . ., ibernia' nunmehr 41 Todte Submissionen nu Auölande FTW ;? Todte ;;; der Grube.

Betttücher und von F r

Lieferunkz ];);on ou ien

gea

Kaution

Von der Bau- Der est wird durch An-

nach Maßgabe des ;Fort-

Jnnigkeit und Figur erwirbt.

statt.

Berlin, 8. Jimi 1887.

Gelsenkirchen, 8. Juni, Morgens. (W;. T. B;.) Die „Gelsen- kirchner Zeitung“ meldet: Auf der Zeche; Hibernta' fand in der vergangenen Nacht 12) Uhr eine Explosion sch1agend_e;;r Wetter Bis 7 Uhr Morgens waren 28 Todte zu Tage gefordert.

itelroÜe.

Szegedin,

ocldi ak mit i ; ;

uberfluthet, und die meist aus Lehm gebauten;Hausex find zum

YFM" Theile bereits zerstört. [

eine ihr für ;

Den Attinghausen des ;er1. POI! haben wirbereits früher als eine treffliche Leistung;des tuchitgen Kunstlcrs bezeichnet, fie war auch bei der gestrigen Ausfuhrung; eme rzmfterhafte. giebt die RoUe des (Heßler rnit der ihm eigenen terisirung. Die ZUscbauer wohnten der interessanter) Vorstellun mit Swannung bei und gaben ihrer Anerkennung zu Wiederholten alen kräfti en Ausdruck.

"roll's Theurer, ; ; ; ; eine neue Partie: die Rofine tm „Barbier von SevrÜa“. E31

dies der drittletzte Gastahend der hier mit vielem Beifall aufgenom-

menen Sängerin. ; ;; worin die ebenfalls vout_Puhltkum und Kritik auf das ; genommene junge Opernjouhrette Frl. Wenzel das Aenncben gteht. _

_ 8, Juni, Vormittags 11 Uhr 30 Minuxen. (W. T. _B.) Tür Sonnabend steht die „Jüdin' in Aussicht, mit Frl. Képes in der Nach waxren Meldungen der „Gelsenkirckyner Zeitung“ find aus der

zu Tage gefördert und befinden

7. Juni. (W. T. B.) Die

Gem ' hrem ganzen Gebiet ist vom Und“

HochlWffa

Lele rst

Der Ort zwar von

uthen noch nicht erreicht, docb sieht; die anze Flur bereits asxer. An der Rettung des ;Orts Wik;d m?t außerster Anstreanex eitet; es ist jedoch nur geringe Auss1cht auf Erfolg.

Das Deutsche Theater, welches iy den letzten WWU eine Reihe intereffanter Gastspiele bot, vermitte;lte gestern eine neue Bekanntschaft mit einem Gast, welcher ;fick) unt recht erfreulichem Erfolge einführte und einen günstigen Emdrurk machte, Hr. Pitt- s (hau vom Lobe-Theater in;Breslau trat geziern auf und hatte die TitelroUe in Schiller's „Wilhelm Tell;* ubxrriommen. Der Gast verfügt über eine stattliche Erschetnung, ern k_raftige;s, sympathisches Organ und über eine rechtanerkennenwarthe; kunstlertschx Kraft, Sein Spiel gefiel vor allem durch Naturltcbkxit und Gediegenhejt; die treuherzige Art, wie er den Tell ;gab, beruhrte angenehm, ließ aber freilich dann und wann den Eindruck; des Heldetzhaften vermissen, Das Publikum nahm den Gast freundlich auf. Die Darstellung des .Tell“ bewies aufs Neue, ; ; ;

Kräften daran arbeitet,; fick) auf der;!)on;1hm bisher iynrgehahten Höhe zu behaupten. Die Beießung war eme uheraus sorgfalttge. Hr.Kainz wußte auch gestern wieder [einem Arnold Melchthal eme Kraft der

daß das Deutsche Theater mit allen

WSWS diefer

Leidenschaftli keit zu verleihen, Beachtung

gewö ,nlich kaum geschenkte

Kr. Friedmann einen Charak-

Sgra. Bendazzi singt morgen (Donnerstag) t

Am Freitag wird der „Freischü *; wiederholt, unstrgste auf-

Berufs-Genoffenschaften.

10. Familien-Na richten.

' . ?. Wochen-Außweise der deutschkn Zettelbankcn. Oeffentltck ev Anzetger. 8. Verschiedene Bekanntmachungen. 9“ Theater-Anzel en. xJn dcr Börsen-Beilage.

1) Steckbriefe und Unteriuchungs - Sachen.

[13111] Steckbrief. ; ; ;

Gegen den unten heschriehenexi Arbeit?: H;?)nrtxh Emil Paul Lorenz, welchcr [[NRW] ist, 16 die Untersuchuxigshast Wrgen Diebstahls m den Akten 11. 11, 1. 274. 87 Verhäth, _;

Es wird ersucht, denielhen zu verhastrn und in das Untersuchungögefängniß zu Alt-Moabit 11/12 abzuliefern.

Berlin, den 3. Juni 1887.

; Dcr Untersuchrmg§richter bei dem Königxichen; Landgerichte 1.

,so . Beschreibung: Alter 25 Jahre, eh. 5./5. 62 zu Berlin, (Größe 1,74 111, Statur kräZtig, Haare heU- braun, kraus, SUM hochgewölht, Bart: dunkelrother Schnurr- Und Lippenhart, Augenhrauen dunkelblond, Au en blau, Nase vorstehend, Mund gew5hn1ich, Zaire unvoUständig, Kinn oval, Gesicht [angltch,

efichtsfarhe blaß, Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen: Pockennarben im Gesicht. Auf linker Wange cine linsengroße Schramme.

[13112] Stechbriefs=Erneueruug.

Der gegen den Dienstknccht Joseph Miiller, ohne Domizil, wegen schweren Diebstahls 1111th dem 5. Mai 1887 erlassen: Steckbrief wird erneuert.

Votédam, den 4. Juni 1887.

Der Uxitersuchu11gsrichter hkim Königlichkn Landgericht. [13270] Beschluß.

Nachdrm dcr Gemeinschuldner Ernst Rohner hie;;r zur Hast eingeliefert wwrdcn, wird der; in Stuck 104 unter_Nr. 6886 *.*“eröffcntlichte Haftbefehk vom 2. Mai 1887 anfgchoben.

Neustadt O.=S., den 4, Juni 1887.

Königliches Amtsgericht.

[2231] ; ; ;;chfcrrtlicbe Ladung.

Der Militardflickmge August Borbe, geboren am 26. März 1862 zu MeSzehncn, jetzt in Dower Maisachasetts n) erd=Amerika,

wird beschuldigi, ; ;

als Wehrps11chtrgcrm;der Ahfi t, fich dem Eintritte in den Dienst des ste enden Heeres oder der Fkorte zu entziehen, ohne Erlaubnis; das Birndcsgxbiek vcrlaßrn, oder nach erreich- tcm militärpslichtigen Alter fich außerhalb des Brindesgehietes auigchasten zu haben,

Vergeheri gegen §, 140 Abs. 1 Nr. 1 Str-G-V.

Derselbe wird auf den 19. September 1887, Vormittags 11,111br, vor die 111. Strafkammer des Königlickpen Landgerichts zu Tilsit zur Hauptverhandlung geladen. _

Bei unentschuldigtcm Ausbleiben wird der1clbe auf Grund der nach §. 472 dsr Strafprozeßordxxung von dcm Königlichen Landraths-Amt zu Hxinnchs- waldc über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen auSgcsteÜten Erklärungen verurthetlt werden. _ 11. 11). 62/86. _

Tilsit, den 1. April 1887.

Königliche SiaatSanwaltschaft. Beglaubigt: (Unterschrift.)

[8226] Oeffentliche Ladung.

Die nachgenanntcn Personen: ,

1) Apotheker Ernst Carl (Gustav Werner, ge- horen am 1. Oktober 1859 zu Markendorf, Kreis Lebus, zuletzt in Driesen, Kreis Friedeberg N.-M.,

2) Adolf Eduard Gustav; Mütze!, geboren am 8. April 1864 zu Adamsdors, Kreis Soldin, zuleyt in Adamsdorf, -

3) Carl Friedrich Rabe, geboren am 13. Sep- tember 1864 zu Rufen; Kreis Soldin, zuletzt in Rufen,

4) Eduard Ernst August Alwin S ulz, geboren am 5. Mai 1864 zu Soldin, Kreis oldin, zuleßt in Soldin,

5) Tuchmacher Ludwig Robert Wenzel, geboren

“Soldin, zuletzt in Bernstein,

am 28. Februar 1864 zu Choiucze, Gouv. Minsk in Rußland, zuleyt in Soldin, ;

6) August Hermann Otto Göhrkex; gehoren am 24.Januar 1866 zu Bärielde, Kreis Soldin, zuletzt in Bernstein, Kreis Soldin, ““

7) Emil Julius Hermann Melfter, gehoren am 21. Oktober 1866 zu Berlinchkn, Kreis Soldin, zu- [etzt in Bsrlinchen. ;

8) Dachdec'kersohn Wilhekm Otto Ernst Klotz, geboren am 26. Februar 1866 zu Bernstein, Kreis

9) Ferdinand Friedrich Wilhelm Sauer, geboren am 7. Juli 1866 zu Bernstein, Kreis Soldin, zuleßt in Bernstein,

10) Carl Wilhelm Hermann August Märten, geboren am 9. Januar 1866 zu Rahmhütte (Karzig), Krkis Soldin. zuleßt in Rahmhütfe,

11) Carl Friedrich August Meden, geboren am 18. Oktohrr 1866 zu Schöneiche (Karzig), Kreis Soldin, zule t in Karzig,

12) Carl riedrick) Hermann Fels, geboren am 9. März 1866 zu Klausdorf, Kreis Soldin, zuletzt in Hohengrave, Kreis Soldin,

13) Tagelöhnersohn Carl Frixdrich Hermann Matt, geboren am 4. Sertemher 1866 zu Kraazen, Kreis Soldin, zul-Iyt in Richnow, Kreis Soldin,

14) Carl Friedrich Wilhelm Hohn, geboren am 10. Mai 1866 zu Dreh, Kreis Soldin, zuleßt in Hohengrape, Kreis Soldin, _

15) Gottfried Heiiirick) Otto Krohm, geboren am 29. April 1866 zu Derzow, Kreis Soldin, znlstzt in Derzow,

16) Llugnst Friedrich Wörmke, geboren am 22 [März 1866 zu ;Krining, Kreis Soldin, zuletzt in Gr. Ehrenhkrg, Kreis Soldin,

17) F1eischer Hermann Julins Paul Grunow, geboren am 10. Januar 1866 zu Lippehne, Kreis Soldin, zuletzt in Lippehne,

18) Johannes GUsiav Julius NLeYer, geboren am 18. Juli;1866 zu Nenelgrund, Kreis Soldin, zulrtzt in Nestckgrund,

19) „Hermann Friedrich Wilhelm Wardin, ge- horen am 24. Septemhrr 1866 zu Rehniß, Kreis Soldin, zuletzt in Rchniß,

20) Eduard Angust Carl Mätschke_, gehoren am 5. Oktohcr 1866 zU Ringcnwaldc, Kreis Soldin, zulelzt in Ringrnivawe,

21) Stcinmcxz Carl Friedrich Wilhelm Werner, gehoren am 26. April 1866 zu Soldin, Kreis Soldin, zuletzt in Soldin,

22) Arbeitcrsohn Albert Gustav Zirk, geboren am 18. Juni 1864 zu Piontken, zuletzt in Schulzen- dorf, Kreis Arnswalde,

werden beschuldigt,

als thrpftichtige, in der Absicht, [i dem Ein- tritte in den Dienst des stehenden eeres oder der Flotte zu entziehen, yhne ErlaubnißentWder dasBundcsgehiet verlasyen zu baden, oder nach crrctckptem 1nilitärpflichttgen Alter sich außerhalb des Bundes,]ehietes aufzuhalten,

; Vergehen gegen §. 140 Abs. 1 Str.-G.=B.

Dtesclben werden auf

de;n 11. Juli 1887, Mittags 12 Uhr, vor dre Straikammer des Königlichen Landgerichts zu andsberg m' .zur auviverhandlung geladen.

BU unentschuldi tem Aus leihen werden dieselben auf Grund der nach (Z 472 der Straf-Prozeß-Ordnung von den Herren ivilv-orfißenden der Kreis-Ersaß- komnitsßoncn zu Seelow am 25. Oktober 1886, zu Soldin ;am 30. März 1887 und zu Darkehmen am 13. Aprtl1887 iiber die der Ankla e zu Grunde lte erxden Thatsachen aus?;estellten E lärungen ver- urt eilt Werden. _ .). 41'/87. _

Landsberg a. W., den 7. Mai 1887.

Königliche StaatSanwaltschaft.

[12699] Ocffentli e Ladung.

Der Commis Carl rnst Ferdinand Schwarz, zuletzt in Dortmund Wohnhaft geweÉen, geboren am 12. Januar 1864 zu Hochkirch bei öhau i. S.,

wird beschuldigt, * als Wehrpßichtiger in der Absicht, sich dem Ein-

Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß; ;dgs Bundes- Fhirt verlassen oder nach erreichtem mrlttarpfltchttgen [tZrHsW außerhalb dss BundeSgebiets aufgehalten zu a en, Vergehen gegen §. 140 Abs. 1 Nr. 1 des Straf- gese huchs. Derse he wird auf den 21. September 1887, Vormittags 9Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu Dortmund zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Landrat?;amt zu Lßhau über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatmchen aus- gestellten Erklärun verurtheilt werden. Zugleich ist dur Beschluß der Strafkammer des

Königlichen Landgerichts zu Dortmund vom 23. Mai

1887 auf Grund des §. 140 Str.-G.-B. und des §. 326 St.-Pr.-O. das im Deutschen Reiche befind- liche Vermögen des Angeklagten mit Beschlag belegt

worden, was mit dem Bemerken hierdurch öffentlich bekannt gemacht wird, daß Verfügungen desselben über das Vermögen der Staatskaffegegenüher nichtig sind. 111. 138/87.

Dortmund, den 1. Juni 1887. _ Königliche StaatSanwaltsthast.

[13271] Bekanntmachung.

Durch Beschluß des K.. Ober - Landesgericth München vom 25. Mai 1887 wurde das ;im Deut- schen Reich befindliche Vermögen der Kaurlcute Jo- hann Ruddlph Geigh, Heinrich Adalhxrt Niylius, Felix Cornu und Karl Köchlin, ]ämmtlich in Baxel, des Vergehens gegen das Patentgesetz ange- schuldigk, nach _§._332 Abs. 1 der Strafprozeß- ordnung mit Be1chlag belegt, was hiermit nach §. 333 aÜdort bekannt gemacht wird.

Fürth,; den 5. Juni 1887.

Der Vor1iLZendc der Strafkammer dcs Kgl. haver. Landgerichts Fürth. (1-. 8.) Sibin, Kgl. Direktor.

2) Zlvangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[13159] ; Aufgebot.

Die Sparkasienhücher der Kreis-Sparkaffe zu Steinau €:. Oder:

1) Nr. 6728 über 2537,64 „M,

2) Nr. 9028 über 3150,00 „M,

_ beide für OskarSchoepke in Köben angefertigt- find angeblich Verloren gegangen] und soUen anf Antrag des Pflegers dcs geiiteskranken Oskar Schowke, ;erisbefixzer und Lieutenant O. R. Oswald Schoepke m; Köben zum Zwecke der neuen Ausferti- gung amortisirt werden.

Es werdexi ;daher die Inhaber der Bücher auf- Zefordert, [patestrns im Aufgehotstermine den * 4. Februar 1888, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 1, ihre Rechte _anzumelden und die Bücher vorzule en, widthensalls die Kraftloserklärung derjclhen erfo gen wrr .

Steinau a. O., am 11. Mai 1887.

Königliches Amtx-gericbt.

[13160] ; Aufgebot.

Der Etgenthümer Louis Keßler zu Bredow als Vormund des minderjährigen Gustav Garde hat das Aufgebot des anÉeblich verloren egan enen Gut- habenbucbs der tettiner Sparkaßfe r. 194 612 über 164,77 „M, lautend auf „Gustav Guede“ in Bredow, beantragt.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 7. Februar 1888, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 48, anberaumten Aufgehotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die KraftloSerklärung der Urkunde erfolgen wird.

Stettin, den 27. Mai 1887.

tritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der

Königliches Amtßgericht. Abtheilung 111.

[13154] Aufgebot. ; ; ; Der frühere (Gerichtsvollzieher, ietztge Kauxmann Gustav Hoffmann zu_Den_1m1;n, hat daZ Aysgebot des Kautions - Empfanchhems der Königlichen Regierungs -Haudtkas[e hierselbst ; Nr. 247 vorn 16. August 1880 bezüglich 9. Mai 1881 Uher; die als Amtskaution niedergelegten 40/oigen konsolidirten Staatsanleihescheine s.. bird. 142. Nr. 15184 über 300 „16., 1). rm. 1). Nr. 86188 über 300 „ck ; nehst Talons, zu b. zugleich nebst Coupons Reihe 1. Nr. 10 his 20, beantraHt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, [pate tens m dxm auf den 7. Februar 1888,;Mttta;gs 12 Uhr, Vor dem unterzeichneten Gertcbt, Zimmer Nr. 48, anberaumten Aufgebotstermme seine Re;cht;e anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der; Urkunde erfolgen wird. Stettin, den 28. Mai ;1887. ; . Königliches Amthertcht. Abtheilung 111.

[13158] Aufgebot. ;

Auf Antrag des Kaufmanns Wilhelm Ebert ;z;u Hannover wird der Inhaber der zu der Aktie Nr. 15135 der Hannoverschen Bank zu Hanndver (250 Thlr.;Z; gehörigen Scheine Nr. 2, 4 und ;6; gher die am 1. pril der Jahre1888, 1890, 1892 sakligen Dividenden aufgefordert, spätestens in dem auf

Dienstag, 11. Oktober 1892, Viittags 12 Uhr, ; anberaumten Auigebotstermin; seine Rechte her dem Gerichte anzumeldkn und dre Urkundcn vorzulegen, widrigenfaUs dic Kraftloderklarung der Urkunden er- folgen wird. ; Hannover, 3. Juni 1887. ; Königliches Amthertcht. 171). 993. Jdrdan. Ausgesertigt : (11, 8.) ThKicle, ; Gerichtsschrciber des Königlichen Amtßgerichts.

[13156] Vekanntmachung*

Auf dem in hiesiger_Siadt auf dem Bruch? Nr. 366 helegenen Haa1e und Hofe Ziehsr Zuhehor steht für den Ingenieur Heinrich Friedrich Julius MüUer von hier laut Obligation vom 10. Novemher 1864 eine Hypothek zu 1050 „jk: im Grundbuche ern- geiragen. ; _ ;

Die jetzige Eigenthümerin dieses Grundjtycks, Wittwe dcs Zimmermanns Au ust Meyer, Mathilde,

eb. Treufeld, hiesekhst, wckl e glcxubhaft gemaxbt hat, daß die Tilgung jener Hypotheksorderun heretts vor dem 1. Oktober 1878 geschehen,; der nhahcr der Schuld- und Pfandurkunde aber ihr unbekannt isi, hat das Aufgebotsversahrcn beantragt. ;

Die unhckannten Inhaber der Ohl! ation vom 10. November 1864 und Wie, welche au die Hypo- thek aus derselben Ampruch tnacbexi, Werden daher aufgefordert, ihre Rechte [patestens m dem auf

Sonnabend, den 18. Februar 1888, Morgens 11 Uhr, ; vor Herzoglichen: Amtherichte hreselbst, Zrmmrr Nr. 27, angesetzten Termine anzumelden und die Schuldurkunde vorzulegen, und zivar ;unt;er dem Rechtsnachthcile, daß die gedachte Obltggtwn del Eigenthümerin des verpfändeten Grundstucks geg_en“ über für kraftlos erklärt, die Hypothek aber gelöstbk werden soll. ;

Braunschweig, den 28. Mai;1887.

Herzogliches Amtögertcht. 1T.

ge. . Wegmann. ; Beglaubigt: Ö. (? h l e r s , Gerichtsschretber.

_-

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S ch o lz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags Anstalt, Berlin 877, Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen

B erlin:

(einschließlich Börsen-Beilage).

M 131.

_ Erst; Beilage zum Deutychen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen" Staats-Anzeiger.

1887.

Berlin, Mittwoch, den 8. Juni

Yiehtamtliches.

Preußen“ V?.klinx 8- Juni. Jm weiwren Verlauf der gestrigen (3-1 Strang des Reichstages wurde in dritter Berathung der Geseßxntwurf, betreffend die Unfallverstcherung der ber Bauten beschäftig- ten Prrsonen auf Grund der Beschlüsse zweiter Berathung

genehmrgt.

Darauf begann die erste und eventuell zweite Be-

rathung des Geseßentwurfs zu;]: EJänzuna des c€)ostdcrmpfcsrge)'eße€5;;vo;m 6. Apr1l18 . Der Rei 2;- anzler soll; dadurch exmqchngt werden, denKurs der Anschluß: zweiglinie im Mittellandtschen Me;er abweichend von der in §„ 2 des Geseßes enthaltenen Bestimmung festzuseßen.

Der Abg. Grad bemerkte: Ihm schienen die Vorschläge der Vorlage geniigend begriindet. Ganz besonders hätten die Industrie und der Handel Süddeutschlands großes Jutercffe daran, Genua ;;ftatt TULst als Anlaufßhafen der Linie nach PortSaid gewahlt; zu sehen; für die Elsässer betrage die Entfernung Hon Mulhausen rind Straßburg nach Genua über 400 km weniger;als nach;Tr19si, daher sie bisher die Linie Triest-Alexandrta i_vemg m Anspruch hätten nehmsn können. ; Schon 1885 habe er für; die Errichtung einer Zweiglime; über; Aden nach Ost-Asrika gesprochen:, die aber mit germger Mehrhert; abgelehnt worden sei. Ssitdem habe das;; Reich ;m Ost-Afrika bedeutende Erwerbungen 'gxmacht, durch die Deutsche Ost:?lfrikanische Geie61chaft set em Gebiet von 2500 Quadratmeilen unter den Schutz derdeutschcw Flagge gekommen. Dat."; ganze deutsche Schutzgebiet m Ost-Llsrika dürfte in nächster Zeit sich auf 20000 bis 30000 Quadratnteilen erweitern, fast das Dreifach? der Oberfläche Deut1chlands. Dieses Gebiet müsse man nothwendig mrt dex: deut1chen Landen in Verbindung bringen. Iedezifalls ;konjiatire er, daß der deutsche Handel mit drm Orisnt tn stetem Wach§thum begriffen sei. Dericlhe habe Für 1885 in Ausfuhr 57 Miklionen, in Einiuhr 32Mi1lronen betragen. Der Verkehr durch den Suezkanql [er von 7 Schiffen mit einem Raumgehalt von 5350 t 1111 Jahre 1871 aus 161 Schiffe mit 314 715 t in 1886, (1110 auf; mrhr (113 das 20fache gestiegen. Bei diesem großen und ra1chen;Au1s;chwung des der_ttschen Handrls werds es auch nothwendig, d1e freie Durchfahrt des Suezkanals durch Neutralisiruxi ;chselben zu sichern. Er empfehle diese Frage dsr; Berücksrchzngung der Rrgirrmig und der deutschen Diplomatie, und ebenso hege er den Wunsch, daß, wenn Grimadls Anlaufshafen für die Hauptlinie bezeichnet werde, der RezchtZ-tag möglichst bald die Mittel zur Einrickztung einer ZZZULÜUW nach den deutschen Kolonien in Ost-Afrika 52- w: ige.

Der Abg. Rintelen war mit der Wahl von Port Said anstatt Alexandria einverstanden, aber nicht mit dem Auf: aehen von Triest als AuMangSpunkt der Hauptlinie im M1tte_lmeer, während doch die Subvention von 400000 «jf: für die aufgegebenx Linie nach wie vor geleistet werden solle und zwar, wie geiagt werde um den großen Umweg über Genua zi; kompensiren. Auf die Frage, ob eine solche Aen- derung m der Richtung der HaUptlinie Üherhaupt. getroffen werden dürfe, wollte dsr Redner nicht eingehen, aber der Ndrddeutyche Lloyd, der die alte HaUptlinie in Wegfall bringen und trotzdem nicht auf die 400000 „16 verzicht;en wolle, mahne an den Spruch, daß Beschsidenheit zwar xine Zier sei, daß man aber „ohne ihr“ weiter komme. Der srühsre Nbg. Meier (Bremen), Direktor des Nord: dcutschqn Lloyd, iedenfalLS ein Sachverständiger, habe sich troß1em§s Jytereffes an der Sa 8 in die Kommission und aisdann m dre Subkommission len lassen, in der die Be; dirigungen des Vertrags Festgestellt worden seien, und zwar we;1entl1ch nach den Vorjchlägen des Hrn. Meier. Vor der ÖMTSU Lesung sei er aus der Kommission ausgeschie- den. An diese Vorgänge müßte bei der neuen Vor- iage ;und ; dem Antrage; des Norddeutschen Lloyd offrntlich ermnert und gefragt werden, ob ein der- czrtigeH Vorgeßen mit der Rechtsanschauung eines Deutschen im;Emklang tehe. Wsnn ein Faktor mit dem Deuts en Reich kontrahire und ihm den Rath gebe, wie dieses es maLen solle, dam1t es mit ihm kontrahire, so arbeite er in seinem Interesse, und semKntereffe sei das Maß ebendefür dasjenige, was das Deutsche eich für ihn thun so 8. Das stimmenicht uberem mit der deutschen RechtSanschauung. Es möge bei an- deren Parlamentenvorkommen, im deutschen sei es bisher noch nie vorgekommen. Es sei bedauerlich, daß die Suche hier komisch ge- funden werde. Damals bei der Berathun der Kommission habe der Abg. Meier fich dafür auSgesprocken, die Reich?:regierung m; der Bestimmung der Linien freie Hand behalten solle. Er [er aber _nicht damit durchgekommen, und es seien für die norddeut1chen nlereffen Antwerpen, für die südöstlichen Triest als Anlegepun e festgesteür Die damalige Vorlage sei nur 3x! Stande gekommen, weil die Bedingung erfüllt worden, daß enxe Zweiglmie von Triest_Brindist nach Alexandria fest: gestellt werden sollte. Wäre diese Bedin ung nicht„erfüllt worden, so hätte ein gro;ßer Theil des Rei stages gegen die Vorlage gestimmt und re zu Falle gebracht. 3th [re e die Sqche so: d;er Norddeutsche Lloyd sei damals mit einen Wunsxhen mcht durchgekommen. Der Reichstag bestehe jeßt aus einer „nationalen“ Majorität, und diese werde ihm seine Anforderungen und Wünsche bereitmiuig erfüllen. Es handele sich für den Norddeutschen Lloyd wesentlich um finanzielle Vork eile. Wenn es; in der Vorlage heiße,; daß der Ver ehr auf dieser Thetlstrecke im Mittel- meer em geringer gewesen sei , so bitte; er doqu bedenken, daß dam'als gerade mit Riicksicht am die nrenrabilität der wetglinie die Subvention etwas höher, nämltch auf

; ;„ié, bemessen worden sei. Nachdem der Bremer Lloyd die Lime bekommen habe, hätten [eine Aktien zu steigen an- gxfangxn. Sie seien später wieder gesunken, aber das könne mcht m Betracht gezogen werden. Wenn der Antrag des Bremer Lloyd angenommen würde, würde eine ganz erhebliLe VPögerun der Fahrt nach Port Said die Folge sem. r entmne fichz noch genau aus den Kommissionsverhandlungen,

welcher ungeheure Werth; darauf gelegt worden sei, daß die deut1chen Pqstdampser eme bedeutend kürzere Fahrzeit haben [Z(ltetz, als dtejenigen anderer Ngtionen. Dies sei em Hauptmotiv fur die Vorlage gewesen. Die Fahrtzeit nach Shanghai bx trage 47, dre nachS dney54Tage;, also weniger als diejenige fremder Dampfer. ;1eser Vortheil gehe verloren, wenn die Dampfer m Grmia liegen bl;1eben und dann erst nach Sydney odxr ;Shan har gingen. Die Kommisston wolle die größt- moglrchen ;ortheilx für dre Nation erreichen und nicht die Intxreffext irgend emes Entrepreneurs im Auge haben. Das; es 11ck);;;fur den Norddeutschen Lloyd lediglich um sein eigenes pxkumares Interesse handele, liege auf der Hand. Sehe man die Motive der jeßigen Vorlage an, so finde man, daß die Reichs- regierung diesem ;AndrnIen des Lloyd doch etwas kühl gegen: ubersiehß. ;Es heiße z. .: „Den Seitens des Norddeutschen L.;loyd Ur eme entsprechende Aenderung der Linie im Mittel: landtschen Meer angeführten Gründen läßt fich eine gewisse Berechtigung :;ncht;absprechen.“ Es dürfe also angenommsn wxrddn, daß ;em Eingehen auf die Vorschläge deS Llo d einen giinstigen Em uß; quf den Verkehr und das edsihen der Yoftdamp er-Lmr? üben würde. Jedenfaüs empfehle es ;; n;ch„ der ; Rerrhßregierung die Möglichkeit einer Beruchichtigung_dteser Anträße zu gewähren. Es stünden sich hirr d;;te Juterenen des Lloy und die der deutschen Nation gegenuher. Dg müsse man gegenüber diesem kühlen Verhalten der Nestregierung zu; der Ansicht kommen, daß das Haus der M1 Hverwaltung emen Dienst erweise, wenn es die Vor- lage m dlésém Umfcznge nicht annehme, Es müss? die Reichs: perwalirmg gegen thren eigenen Freund schützen, damit sie jederzmt m der Lage sei, den Zumuthungen dex: Nord- deu_t1chen Llo d gegenüber zu sagen: „(21106 11011, der R91chItag gr t aur eure Sonderintereffen Nicht ein“. Hier handele ekz fich in der That um ein Interesse der deutschen Nazwa, und der ReichStag habe dafür zu sorgen, dgß; das Jntereme des Reichs auch nach dieser Richtung hin v;t;)llig gewahrt;werde. Finde [ein Vorschlag Anklang, so konntZ der Nerchstag sofort in die zweite BérathUng treten. anenen glaube er doch, daß die Sache einer gründlichen -r;9;r;terung bedürfe, und er bitte, die Vorlage an eine Kom: mimon von 21 Mitgliedern zu verweisen.

Hieraus ergriff der Staat§:Minifter von Vostticher das Wort:

Meine Hrrren! Das Erstaunen, das den Ausführungkn des Herrn Vorredners namentlich im ersten Theile [cincr BkTrachtunx“ aus dsr Mixte des;_hohkn Hauscs entgegengetragrn ist, thrilen wir an dcm Bunchrathswck): in vollem Maße. Es ist in der That kaum möglich, ;cine größere Summe von Jrrthümern einer Vorlage ent- gcgcnzudrmgcn, an deren Vorläufer man selber, wie drr Hsrr Vor- rcdner. [ehr gründlich und sehr lange mitgewirkt hat,

Wenn man heute noch, nachdem man die Vorlage in ihrer Be- _

grüradung gelesen hat;, um nurzwei_Dinge herauszugrkifen, drr Meimmg i_em karin, daß; die ;deutsche Post nach Australien und Ost-Afisn Uher Triest geleitet wird, und wenn man weiter dem Glauben Ans- drrck geben Farm,; daß es sich in dieser Vorlage darum handsle, die Mtrtelmcerlime m Forxfall zu bringen, dem Lloyd abcr gleichwohl die m „H. 2 des Dampfersuhventionsgescßes Vorgesehene Subvention von 400 000 „46 zu gewähren, ja, meine Herren, dann muß man mit Augen geiehexi haben, die Von der aUgemeinen Besckyaffenhcit drr Au en crheblicb ahiveichcn. Ich bin über diese Jrrthümer um so mc r rrftaunt, als der (;Herr Vorredner uns ja auIdrÜcklich rorgetragsn hat, daß er dt;; Eniwi lung dieser Dampferlinicn mit außerordknt- [ichrm «znterenx rxrfvlgf u:1d_]_ogar den CdurSzetiel darauf hin siudirt hat, welxbe EMerkUngn drew Dampfcrlinien auf die Course dcr Norddruijchkn Lloyd-Akticn haben würden. Ein Mann , der dns; alles gethan; hat,; glaube ich, müßte in [eincm Jntareffe auch writer; [Md zwar 19 ;weti gehen, da); ihm zum Verständnis; kommt, wie dre1e Vorlage eigentlich g;?meint ijt und was sie beabsichtigt.

Meine Herren, das gröxtx Erstaunen aber ist auf msincr Seite darüber rmpfundcn worden, d.;y der Hr. Vorredner es fertig gebracht hat, cin frühcres Mitglied diens ÖZMLÖ in seiner Abwesenhcit [elbx'k- süchtiger und eigsrxnüyiger Jyterxnrn zu hezirhtigen und sogar die Behauptung aufzujteüen, dar;; [ein Verhalten mit den Rechts- anichauungen des deutschen Volkes durchaus in; Widerspruch üchr. Meine Herren, nach meiner Urherzrugung steht es mit deiiBilligkeits- anschauungen drs deutschey Volkes iiicht allein nicht in Einklang, sondern in geradem Wideripruch, da[; man einrn Ahwcsrndcn, den man früher in [ciner Annoufenheit hätte angreiirn könncn, jcyt bezichtigr etwas gethan zu haben, was wir, ich und Alle, die mit dem hochrerehrtcn Akgsordneten zusammen- gsarbeitet haben, nur 916 einen Akt der gewissenhaftkn ErfüUung seiner Abgeordnetcnpflicbt angchcn können.

Weit entfernt ist Hr. Meier davon gewesen, seinerzeit der Re- gierung in dem Sinne die Wege; zu weisen, damit er darans später, wenn die Datnvfersuhvéntion;aus den Norddeutschen Lloyd Ühertragrn Werden soUte, Vyrtbcil schöpxte. ;;Hr. Meier wußte damals noch gar nicht, wem die Linie nach Ojt-Yxtcn und Australien Übergeben werdcn würde, und ich lehne ganz 551155 von der Reichsregisrung den Vor- WUrf ab, als ob irgend Jemandem zu Liebe odrr irgend Jemandem zu Leide bei der Vergebung dcr Dampfersuhdention verfahren sci.

Meitxc Herren, man macht auf der linken Seite eine Verve, ung, dic daraUs schließen läßt, daß; man meine Worte yickyt als aare Münze ansieht. ck kann meme Worte durch die eitgsache Anfübrung bestätigen, daß es bis zum leßten Moment sehr zweifelhaft war, ob nicht die Linicn an einen Hambrxrger Unternehmer zu vergeben sein möchtcn, und lediglich die rechnerische Feststellung des Vortheils, der auf Seiten der Offerte des Lloyd ;war, hat dazu geführt, dcm Lloyd die Linien zu übsrtragen. Also, meine Herren, die Sache hat sich ganz naturgemäß und ganz objektid entwickelt, und ich und mit mir die übrigen Faktoren, die dabei mrtgcwirxt haben, wir haben weder Vor- liebe für den Lloyd gehabt, noch irgend welckx_s Intoreffe daran gehabt, einen anderen Entrepreneur nicht zuzulayken. Es ist eben lediglich das durch Rechnung fcstgrsteUte Intcrcffe gswcscn, was die Offerte des Lloyd als die dem Reich günstigere crscheinm ließ.

Nun, meine Herren, ge enuber diesen Jrrthümern, die [ich aus den Dcduktioncn des Herrn Vorredners ergeben haben, kann ich mich doch nicht für überboben erachten, nun noch mit einigen Worten auf Sinn und Bedeutung dieser Vorlage einzugeben. Ick) habe bereits neulich, als hier die Sache zun; ersten Mal zur Bcjprcchng kam, hervorgehoben, d ß cs lcdig[i_ch dlc Jnkonvenienzen gewesen find, von den durch das eseß vorgejchcnrn Anlaufhäfeu abzuweichcn, welche uns hesiimmt haben, auf das Petttuzn des Lloyd cinzngcbcn und dem BundeSratb und dem Reichstag;diese Vorlage zu machen. Gleich nach Eröffnung der Dampfcrlmxe brach an den Mittelmcxrküsten die Cholera aus. CaypTen verfugtc cine Quaraniäne; Oesterreich verfügte eine Quarantäne für den Hafen von Tricit geYn dic a;us Italien kommenden Schiffe, un;d_umgekebrt rcrfügte „ztalien eme Quarantäne gegen die aus Trlett kommenden Schiffe. Die Folge

Triest umcrn Damrfcrn nickt di." _ ; ; ; wartet haben; cs ist also schon an 1619 ganz rdturltch, dax; wir den Hafen Gon ; ; ;_

von Deutsch und ein sehr irtchng'cr Handelsplas nt. _ Passagiere hat die dadurch bchtgtx Vcrlangerung der Seereise „15)-slut kein Interesse, demi Post und Panagtexx werden nach wie vor, soweit lc;yte;r_e wenigstens nicht eine längere Seereyx: wahlen woklen. ;übcr Brinkm dirigirt, die Post unter allen;Um)tatzden, und die Differenz, wclche [ich daraus crgickt, daß cht die Laixdsrawt durck) Egrrtcwrxrmwdcn wird, dax“; die Schiffe also von Brindixi direkt nach Port Ecard geben, bedeutet für die Beförderung der Port allerdings eme Vcrzdgcrung

davon war, daß diese Linie für uns nicht benußhar war, oder wenig- 1t9ns nur in der Weise benutzbar, daß wir die Schiffe nicht, wie es htér im J. 2 ch Gcscxxcs vorgeschrikhcn ist, auf Alcxandria lauxcn laixen konnten, sondern daß wir sie nach Port Said Lausen [affen mußten und dort dis Uebergabe der Panagixre und der Post auf die großen Schiffe er- fofgic. ;Tie1e Erfahrung ergiebt meines Erachtens schon allein einen ganz zwingenden_Grund, daß die Verwaltung gegenüber dcr Vorschrift des;§. 2 des Gejeßes die Befugniß haben muß, im NothfaU die Linién zu andern.

Nun würden _wir uns ja einfach darauf hahen hcs-hränksn könnkn, dc_n Nachweis zu führen, daß es irrationesl ist, bei dm durch das Grieß [Zitgelegten Anlaufhäfen zu verbleiben, daß es vielmehr vernsrnftigsr Ui," der Regierung; die Möglichkeit zu grbsn, den jsweiligen Vrrhäk- nme): bei;dcr Gextaltuncz drs KurscZ der Schiffe Rechnung zu tragsn. Alwin w:r_hahen es für offen und ehrlich und auch für richTiZ gr- halten, gleich von vorrherein zu sagen, was wir eigkntlich deen, uiid ;dcxs geht hezx'ig'lick) der jetzigen Mirtslmccrlinic dahin, daß wir die Lime don Trien nach Brindisi aufgrbkn WOUM, nicht aber, wis dc-r; Hur Vorredner der Meinung gewesc-n iii, dir wcifercn Linien. Wir rronn rirlmehr die Mittelmexrlinir, dirhiéhsr TriFt-Brindisi- Alcxandria 151311, anfiig BriUdifi_Pdrt Said [anrn [Mn,

M_eine Herrcn, weßhalb wir Triest-Brindisi «Uigshcn _ und (inf dtLZLU Punkt komme ich déßhalb, tréil man ja 'der ?)„iieimmg [8111 könxite, ;daß hier Interessen, auch Jnxerkffcn mrssrrH Nxchbarstaafs Orjtkrrxrck), verlka würden _ 51 der, daß der Umfang 7:25 Vsrkehrß ay) dreier Linie zwischrn Triesi uud Brindisi ein außerdrderxli-Ö mi- mmalrr_grrvc_!cn ist. Und, meine Herrrn, das ist ach) ganz Erklärlirh, denn aus dkxwlben Linie fährt der Oesterreichische Lloyd nach 8517536271 uiid; nack) OU-Aficn, Es liegt akso gar kein Bkdürfniß vor, 01-1); dieirr Lima ;_no:i.) "21118 dcuiWe Konkurrenz zu ctablircn. Wie mirimal diz ZMLM Und, wclche d:r Verkehr »:Ufwrisi, das Irschen Sic .:::-5 W[grnden Zahlen _ und ich Irre hixr nur die Zahlen, die [;.-3.) WF dic Periddsn hezi-rkrn, in drnrn dic Chdiera nichr gahrrxsckyr hat und dre Qaarantäne nix:")t durchgeführt war, ww also sin rkUständig freisr Verßhr; auf dik'scr Linie möglich war DMQUI crgicbf *,":rh, da?“: auf der O_xmahrr von Tric)? nach Brindisi aéfahrcn sind im 21386181: 4 Paiiagine in der ersten Kajütr, 2 Passagiers in der zweirrn Kajüte it;!id 4 Panaziere im Zwischondsck, U11?) da?"; die durchschnittlickés Ladrng iur Schiffs, die einen Raumgchalt ron 2000 Tons haben, 231 Tons betragkn hat. Auf der Rückfahrt ron Brindisi r.;Ö Trirst “ist der- Verfshr WH g€ringcr geivcse'n. Da 1731221 wir in der ersten Kajüxs 11111: ZZ ZairaJi-erc zu rrrzeichnsn grhaht, in dsr sziten Kajäte crcn- falls 325 Passagiérr, im Zwisrhcnkr-ck 4 Paffagicrc, und au Fr3chr haben dieSchiffe durchichnitrlich Srführt 76 TMZ.

Sie [chen also, msine Hrrrcii, daß “dir??: chéch äaécrkt mini- mal; grwewn ist, und wenn ich auch anrchrncn könnts, d:.ß sr im Laas; dcr Zeit_fich sisig-érn wird vermöge dcr gUr-In Lsisxriiigrn uxiscrer drUNÖen Sckéiiie, so hat man "doch ßrglaaht, daß man um TissCZ Verkehr;? 11111611 dicse Linie zwischrn Trick"! und Brindisi nicht .:::)"- reÉr ZU rrhalxen xiöthig hat.

; _Nrm, mcnieHerren. ist; ja klar, daß, wenn die Lsrydichti zwisckyen Trt_s)t und Brindisi nicht Fahren, das; dann an 11:19 gendmmsn cin-c enixrrccbrndc Kürzung drr Subvention, die sie bekommen, nörhig ware. Sir fahren aber statt deffen bei Alexandria rdrhsi nach Port Said, nehmen also ein? länger: Tour und (kisten, sofern der Weg der großen Schiffe Über (Henna 961ng wird, auch 5117" kirscm WELS eine erhebliche Anzahl von Seemeilen mrhr. Es liegt mir hier die Berechnung vor über den Werth dcr Lcisrungen des Lloyd nacb drm jeßigcn Vertrags und über den Werth sein?: Leiftrmgen, wie sie sicb gestalten wrrden, wrnn unsere Absicht, die wir rsrfrlgkn bei dcr (Heseßcévorlagc, zur Auxiührung kommt. Da krgirbt sie?, daß der Lloyd, mnn er mit seiiirn Schiffen ühsr Genua fahren würdr. und wem". er von Brindisi nach Port Said iährt, daß er dar.:i, und zwar untrr Zugrundelegung dcrjenigett SUhrrxitidn, wie fi“: durÖ daI Gesetz hestxmmt ist, eincn Axsvruäp ruhen würd: 3115143000455. mrhr als er cm:“fäxigt, Wir hach weiter äU-ZZTTLÖUST, daß, wenn der Ich; [*[rz' ffir die Linic BrinÜsi-Porr Said bszahls wird, wenn alsr' Trickk-Brindisi gekürzr wird, er darm ron den in F. 2 des Gcscxsé- rorgsk'chknkn 400 000 .!6 [1111 310'1'80 446. ;u h;“axiirrnck'cn haken wsrrdc, daß «110 das Reick) berechtigt wärs, (“0 (W 416 zukiirzcn,

Gc;cnüber ker Mchxleistung, )rclÖe nun aui der anderer“. Sciie der Llcrd dci drm Llnlaufcn rdn (35211137: Übernimmt und weird: ihm einen Anspruch auf eine Mehrzaßlung von 14300!) „44 zxwäkrsn würde, haben wir geglaubt, rina Kürzung der Subvention WM in Atissicht iichmcn zu folien, Mil dax», was dcr Llrrd rnehr ZU fordern hach würds, mehr bxrrägt, als das, wa.“- das Rcich erspxrr, wo::n eine minutiös: Berccbnung gegcxiührr dem FortfaU dsr Linie Triest- Brindisi vorgrnommén wiirde.

Nun könnte man ja fÜr Triest anführen, da?! cin “7th der Be- iWhner TcxttsÖl-ands, ick) wiU sagcn, dcr südöx'xlickxc "Theil T(UTf-Ö' lands,vikllrichtri1:e Zntcreffc darzn Zak, dax"; dic Verbindimg :m: Triest aufrxcht crha1:cn wird. Für die Pdst inicressirr di.“ S.::Éc sar niÖt, für die Pasiagicxe arri) ni-Ét, denn diese 5161751 c;- [*e- kannilirh in dcrHaurisnckyc drr, wenn sic cine längrre Scerciscmarben, [ich glcirh uuf das Seri)? ;u dcgrhkn, Um den Wschsel zxréx'Éen SMF imd Eisexrkahn zu rcrmridcn. Für die Passagiers, dic nichr ron Bremcrkavrn abfahren U'OUM, ift anch irrst [ck95 dcr WOZ '.":kcr Brindisi drr gegrdcne, und an dickem ché ändkrt [*.-ck) niijéts; dcr Untrrschicd hcsrcdr nur darin. das; 112 in Egvdtcn nickzt .in-:"- Lax: zu steigen hahcn, niÖt mit der Eisenbahn nach Prrt S.:id fahrcn, **::1- dcrn gleich auf dem Schiffe hléibcn, xirxäckst auf dem Säxixc dcr Zweiglinie, Und erst in Port Said- auf das cksz der Haarxlixiic Übergeben.

Ich komm? mm mit cinigkn Worten auf den zirciran TZciL dsr Wünsche, die durch die Gescxcévorlage kcüicdigr irxrrsn "sch, und das ist drr Plan, die grcßcn Schiffe in Genua anlcgcxi _;U 1.1";"1'1. Biöhkr (;ckth die Sébiffe dcn Brrmerhavan ab, 169,63 111 Lixichrrey an und richmcn dann erst die nächste Sration in Por: „Zakk. Tax; der WWU über Genua eine Verlängerung de:“? Wszxrs,;dcn die Schiffe zurückzulcgen bach, in fich schlirßt, da:“? ändcn die Ocrrcn m der Denkschrift bereits ausgcfsxkrt und der Ök- Vorredner hat c-Z uns, gcgcnübcr dcn früdrrcn Erklärungen, die hci dcr Bcrqthung dcs Tampfcrsubr*cixtionchscch ahgcgchen K;:d, zum _Vrrwur'c gcrnaÖt, daß, wähvnd wir cs- früher nicht eilig genug. ;kamn haben kdmirn, wir cht sV leichten Herzens diesen Umweg kynzcdircn. ; _

Nun, meine Herren, schon damals wurdc Uher Germ.! nnd Trtcjt sehr lebhaft gestritten: es waren tm RciÖ-F-mgc;_ aug!) m dcr Kom- mission, crinncre ich mich, haben wir lang: rgrubkr gewrochcn _ die Meinungcn sehr gctdcilt, WKÖ anzmtrbmm Ich; Wir haben uns da- mals aus den mehrfach cntwickcitrn Gründcn, die ich 11icht_zu wieder- holen brauche, für Triest NikfÉied-en. Wir baden cht gcieben, dax";

" Ausbeute 1127612, die wir davon cr-

jeßt berücksxcbtigm wolxcn der für einen g;roß.'n_Thcil Fur PM und