Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
dem Minister des Königlichen „Hausxs von Wedel unter Belaffung des Ranges der Staatswimster und unter Ver- leihung der Brillanten zum hohen Orden v_onx Schwgrzen Adler die nachgesuchte Entlassung aus dem Königltchen Dienste um 1. Oktober d. I. zu gewä?ren und mit der Verwaltung es Ministeriums bis auf we teres den Oberhof- und Haus- marschall Grafen zu Eulenburg zu beauftragen.
Seine Majestät der König haben Aliergnädigst geruht: den OberregierungSrat von Haugwiß in Magdeburg zum Oberpräsidialrat, _ _ den Re ierungSrat Fretherm Schenk zu Schweins- berg in CaTel zum Oberregierun srat, _ _ _ den bis erigen ordentlichen rofeffor an der Umversxtgt in Bern Dr. Karl Praechter zum orden_tlichen Profeffdr m der philosophischen Fakultät der Univerßtät HaUe-thten- ber und g den bisherigen außerordent1ichen Professor_ Dr. Karl Geldner zu Berlin zum orderxtltchen Professor in der philo- sophischen Fakultät der Univerfttät zu Marburg zu ernennen sowie _ dem etanäßigen Professor an der Techms en Hochschule in Aachen Dr. Fri Wüst den Charakter als eheimer Re-
gierungßrat zu verle hen.
Auf den Bericht vom 31. August d. I. will Ich der evangelischen Kirchenge_me1nde _ Busum, _ KrUS Norderdithmarschen, Regterungsbezirk SchieSwrg, auf Grund des Geseßes vom 11. Juni 1874 _ Geseßsamml. S. 221 _ hierdurch das Recht verleihen, bekxufs Erweiterung des Kirchhofs die im Grundbuchs von Busum Band 117 Artikel 156 eingetragenen Par ell_en: Nr. 450/63 Kartenblatt5 der Gemarkung Büsum in roße von 56 8. 29 9111 u_nd Nr. 902/242 2c. Kartenblatt 6 derseibcn Gemarkung 111 Große von 3 3. 82 qm im Wege der Enteignung zu erwerben.
Cuxhaven, den 5. September 1907.
Wilhelm ki. ' Holle.
An den Minister der geistlichen xc. Angelegenheiten.
Finanzministerium.
Der bisherige Volizeihauptkassenbuchhalter Katerbiß ist zum Generalftaatskassenbuchhalter ernannt worden.
Ministerium des Innern.
Der Oberpräsidialrat von Haugnnß präsidenten der Provinz Westfalen und _
der Oberregrerungswit Freiherr Schenk zu_Schw21ns- berg dem Regierungöpräfidenten in Cassel zugeteilt worden.
ist dem Ober-
TageSordnung für die am Sonnabend, den 28.Septembcr d.J., Mittags 12 Uhr, im Sißungssaale des Verwaltungsgebäudes stattfindende 47. Sißung des Bezirkßeisenbabnrats zu Altona.
1. GescbäftSordnungßangelegenheiten. Nr. 1. Mitteilung über die Zusammenseßung des Vezirkßeisen-
ts. habn!“ 11. Geschäftliche Mitteilungen _ Nr. 2. Mitteilung über die Wahlen zum LandeSetsenbabnrat.
111. Mitteilungen über das in_folgc von Anträgen und
Beschlüssen aus früheren Sitzunaen Veranlaßte.
Nr. 3. Antrag wegen tarifariscber Gleichstellung der billigen Fischmarinaden mit frischen und geraucherten Fischen.
Nr. 4. Vorlage der Königlichen Eisenbabndirektion wegen (Ge- währung einer Frachtermä igung für frische Seefiicbe.
Nr. 5. Vorlage der önigiicben Eisenbabndirektion wegen Fracht- ermäßigung für Torfsireu und Totfmull.
r. 6 Fahrplanangelegenheiten, 117. PersonenverkebrSangelegen heiten.
Nr. 7. Antrag des Herrn LandschaftSrats Grafen W. Von Bern- swrff aus Hilkeßbeim-Moriyberg wcg-n Einführung van Abonne- ments für das gesamte preuß sche StaatSelsenbabnnetz.
17. Fabrpianangeleqenbeiten.
Nr. 8. Antrag des errn Landschaftörats (Grafen B; von Bern- stor aus Hildesheim_ oritzberg wegen Schaffung einer neuen dire ten Schnelliuqsverbindung Altona-Hamburg_ßrankfyrt a. M.
Nr. 9. Erläuterung der im Winterfahrplanentwurf fur 1907/1908 enthaltenen wichtigexen Aenderungcn. _
Nr. 10. Vorortverkeerlankxnese * Ohlsdorf und A1tona-Buchezt.
Nr. 11. Entgegennahme und Besprechung von Anregungen fur die Gestaltung des kün tigen Sommerfabrplcms.
Altona, den 13. eptember 19.-7.
Königliche Eifenbabndirektion. Goepel.
Angekommen:
Seine Exzellenz der Staatswinister und Justizminister Dr. Befeler, vom Urlaub.
Yiehtamtlichez.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 16. September.
Seine Majestät der Kaiser und Kötiig nahmen vormittag im Schloß Wilhelmshöhe d1e Vorträge
des Chefs des Militärkabinetts, Generals der_ Infanterie W;: von H“ en-Haeseler und des Chefs des Zivilkabinetts, ichen men Rats Dr. von Lucanus entgegen.
Der SWLFUÜ ÖFB _.?éeichépostaBts .?cm _th e ist vc_1_m Uriah Web 71 un at eine ient e ("1 ie wie er WW 9
De! Yräüdem “des ReiQSoerficherunZSamts Dr. Kauf-
Ministerialrat Str ßenreutherst in Berlin angekommen.
abteilung bei der Königlichen _ _ re ierungSrat Gi evius ist dem Negterungßprasidenten da- sel st als Erster O erregierungSrat mit der Befugnis zu dessen Stellvertretung in Fällen der Be inderung und
dem Regierungspräsidenten in_Magdeburg als Erster Obex- regierungSrat mit der Befugnis zu dessen Stellvertretung in Fällen der Behinderun? zugeteilt worden.
Zu: Zeit in
dem Königlichen Polizeiprä idium in Berlin, der Negierung-Zrat Zo f fm an n
Schleswig _ der Regierungsasseffor Schm1edel in Neuhaus a. d. G. der KönYlichen Negierun
affessor _ € Regierung in Stettin, der_ _ _ Glas der Königlichen Regiexung m Schleswig und der Re- gierungsasfessor Dr. Ide m quen der Komglichen Rnegie- run in Bromberg zur weiteren dienstlichen Verwendung uber- wie en worden.
Landrat des Krei es Kolberg-Körlin zur Hilfeleistung in den landrätlichen Ges äften zugeteilt worden.
tage wurden gestern „in mehreren Landxshauptftädien von den Sozialdemokraten Kundg ebungen_ fu r d as al lg emein e La nd tagswah lr echt verstaltet; die Kundgebungen verliefen,
Der Bevollmä igte zum Bundesxat, Königlich bayerische Der bisheri' ' ' ' e E: e Diri ent der Kirchen: und Sebul- g rst ?Legierung in Arnsberg, Ober-
der Oberregierungßrat Dr.“ retschmann in Arnsberg
Der Re ierungsw von Gyldenfxldt aus Bromberg, arienwerder, ist der Kömgiickken Regierung m
rier, der RegierungSrat ohannes Mul er m Bromberg in Berlin der Königlichen Regierupg in arrenwerder, der NegierungSrat_ Dr._ Guihzeit 111 dem Königlichen Polizeipräsidium 111 Berlin,
in Posen, der Regixrugi s- in Breslau der Königlr en
a u t e n | r a u _ _ egterungßaffessor Dr. Pe t ers m
Der Regierungsaffessor Graf Spee aus Aachen ist dem
k
Oesterreich-Ungarn. Aus Anlaß der heute stattfindenden Eröffnung der Land-
„W. T. B.“ zufolge, ohne Zwischenfall.
Großbritannien und Irland.
Der KriegSminister Haldane sprach vorgestern m Blair- Acho1(Schottland) über dcn_neuen e_er_esplan. Nach dem Bericht des ,W. T. B.“ uhrte der imster aus:
Die miliéärifcben Streit räfte der Krone so11en in zwei Linien ein ereiltwerden, nämlich in eine Expeditionstxuppe, die vorgeschobtne Poizien in den fernen Teilen des Reiches, ihren Kern aber in den regulären Truppen des Vereinigten Königreichs hat, und zweitens in eine Territoriaitruppe, deren Hauptaufgabe in der Verteidigung _des Vaterlandes beruht. Die Freiwilligen Truppen sollen den rcgularen Trupven soweit als möglich gleich gemacht werden, und zwar ohne daß ihnen lästige Bedingungen auferlegt werden.
Sodann bemerkte Haldane: Auf der jüngst abgehaltenen Kolonialkonferenz übernahmen es dée Premikrminister, lokale Streitkräfte derart zu organisieren, dczß e_ine große zweite Verteidigungsiinie hinter der der regularen Strxnkrafte des Vereinigten Königreichs geschaffen wird. Diese Linie wuxde sich im Bedarfsfalle bei einer großen Reichsangelegenbeit verschmelzen, wie sie es im Jahre 1900 getan, und würde der Welt zeigen, daß das britische Reicb, obwohl es ein friedfertiges sei, im- mense militärische Matbimittel hat. Der Kriegßminifier ging dgnn auf Einzelheiten ein und erkläjte, daß neben 6 Divi onen regulater Truppen 14 Territoriaidivisionen geschaffen wetden fo en, zwei davon in Schottland. Tie Gebirgébattkrien soUten wieder ins Leben gßrufen werden und die Infanteriebataiüone sollten 1000 Mann zahlen. wischen Friedens- Und Kriegsstärke solle kein Unterschied gemacht werden; Je solle bei der Kavalle1ie, Yeomanry und Artillerie die gleiche sein. In einer Besprechung mit den Lordleutnanls hätten diese ihre Freude darüber gußgesprccben, réunmebr an die Formierung der Graf- ichaftsvcreine geben zu können, die am 31. März ins Lebcn ge- ireten seien. Großbritannien werde in sechs aroße Territorial- kommandos eingxteiit werden. Er schlage dor, daß für die Territorial-z truppen 3 Mtiiionen fd. Sterl. ausgegeben werden, was mehr sei als daß, was in der ergangenheii für die Volunteers ausgegeben sei. Er hoffe das Volk und das Wer enger zufammenzufchließen, als dies jemals der Fall gewesen sei. Der neue Heeresplan werde vielleicht mit einem beträchtlichen Fehlbetrag an Mannschaften beginnen, aber er vertraue darauf, daß der Gemeinsinn seiner Landsleute ihn doch er-
folgreich gestalten werde.
Fraukreiéh.
Nach einer Meldung der „Agence Ministerpräfident Clemenceau aufdie ei, daß Frankreich entschlossen sei, asabla 1_1ca dem !panischen Kommandanten zu übergeben, sobald die militärischen Operationen beendet seien, daß diese Frage noch nicht zur Er- wägung stehe.
avas“ erklärte der rage, ob es wahr
Italien.
Dcr „Osservatore Romano“ wird heute abend eiiie Enzyklika über den ModerniSmus veröffentlichen, die, ,W. T, B.“ zufolge, feststellt, daß der Moderniswus ]eßt eme schwere Gefahr für die Kirche geworden und daß es eine der ersten Pflichten des Papstes sci, gegen diese Gefahr Vdrkehruw en zu treffen. In cingehender,knapperWe1sezer liedert die En yklt a dyn Moderniswus und untersucht seine ver iedenen NickYungen _1n der Philosop ic (Agnosticißmus und mmanenUSmus), im Glauben (Su jektivismus und SymboliSmus), in der Theoidgie (Anwendung der vorgenannten Richtungen), in der Gesch1ch1e und Kritik und in den Reformen_(Nadikalismus, welcher: 1316 Grundlage der Dogmen der Hiergrchie und der DtSzipim untergräbt). Aus allem diesem xnusse der Sckiluß gezo en werden, daß der ModernisWs _eme Zusammenseßung _a er Ketzereien sei und daß er fol erichng zur Gottesleugnungiuhren müsse. Die zügellose WiZbegterde und dex E rgeiz des JndividualiSmus, die Unkenntnis und Nichta tung_ der wahren, katholischen Wissenschaft und der _pfltchtgemaßen, katholischen Lehre seien es, die den Modermsmus m e1n_e_n beträcht11chen Teil der Katholiken und selbst des Klerus 6 at haben. Der Papst erinnert an die Maßnahmen, die Leo "[1. zur Bekämpfung derartiger Vertrrungen getroffen hat, und ordnet folgendes an:
1) Der Unterricht in der scholastiscben Philosophie und Theologie in allen Seminaren und an auen katholischen Universitäten mit Studiengängen für positive Theologie hat in aufrichtig katholischem
Geiste zu ersol en. 2) Die odernisten müssen aus der Leitung und dem Unterricht in den Seminaren und an den katholischen Universitäten entfernt
werden. _ 3) Die Bischöfe müssen ebenso wie die Delegierten des heiligen
Stuhles für die Fernbalsung des Klerus und der Gläubigen von der modexniftischen Presse Sorge tt_agen. _
4) In jeder Diözese ist fur die Prufung von katholischen Ver- öffentliebungen ein Zensorenkoliegium einzusetzen. Ferner wird das
'i.
die Erlaubnis des. 1“, s Zeitschriften zu redisieren. Die ei * .Mikarbeitervon, Y_Üiftm sind zu überwachen. 9 MM" :
5) . n Geiti n_,_ist verboten, Kongreffe abzubaüen, abgeseb von sebr-seltenen Ausnahmefäuen, in denen keine Geßnbr des M:“ _* derniomus, Presbyterianwmus und LaiciSmus besteht. Ferner 117111“ die Errichtung eines Ueberwachungörats in jeder Diöxxse Verbreitun moderner Irrtümer angeordnet, worüber die Bischöfe an . den Papst nicht zu erstatten haben. _
Spanien.
Wie dem Reuterfchen Bureau“ gemeldet wird, ist d Beßehl zur Entsendun? einer spanischen Brigade W Algeciras nach Marok o widerrufen worden.
' Türkei.
Das Preßbureau der Pforte teilt nach einer_Mldung des „Wiener Telegxaphenkorrespondenzbureaus“ mrt, daß die kürzlich beschlagnahmten 150 Bxiefe pom Metropoliten von Drama ei enhändig geschrieben smd. Die meisten sind an ok)? Persönlich eiten und an griechische Konsuln gerichtet, die übrligen an die Metropoliten von Casxoria, Grevena und Strummßa , sowie an andere Per önlichketten. Dre Korrespoiidenz enthält Instruktionen an die Ktrchengemeinden und Lehrer in nationalen Sachen, Beschwerden gegcn die fremden Gendarmerieoffiziere, Geldforderungen für die griechische Sache und Aufforderungen das Patriarchat zu beemfluffen, den Kampf füx den Hellenismus“ fortzuseßen, weiter Belege für von _den erechischen Konsuln eingesandtes Geld und eine heftige ritik gegen den Metropoliten, weil er nicht energisch geßen die Pforte handle, Das Patriarchat habe, als es von d eser Korre pondenz er- fahren hätte, den Metropoliten aufgefordert, Urlaub zu ver- langen und sofort nach Konstantinopel zu kommen. Die Synodenmitglteder, die Metropqltten von Grevena und Monastir machten dagegen Oppdsition und verlangten, der Metropolit von Drama möge weiterhin den Kampf gegen die Bulgaren forLeßen.
_ In onstantinopel und an anderen Orten herrscht große Unzufriedenheit wegen des Steigens der Brot- preise. An einigen Orten _wurden, „W. T. B.“ zufolge, Kundgebungen veranstaltet und m Erzerum zwei Getreidehändier von aufgeregten Mohammedanern ermordet.
Amerika. Eine Versammlung der bei der mexikanischen Regierung beglaubigten Gesandten der mittelamerikanischen Republiken at, einer Meldung des „W. T. V.“ zufolge, beschldffen, eine riedenskonferen in Wasbiwton abzuhalten. Em Termin Ft noch nicht estgeseßt.
Asien.
Aus verfchiedenen Marktflecken der Provinz_Kwangsi“ werden, dem „Reuterschen Bureau“_ ufolge, gleichzeitige Aufstände gemeldet. Die Aufständts en tragen Fahnen mit
ür diese Konferenz 1
stand getrieben.“ Ein hartnäckiges Gefecht von _zwöf Stunden Dauer hat bei der Stadt Ling:schan, zur_ Prafektur ] Yung:tschan in der Provinz Kwang-tung ehorig, statt- '- gefunden. Die Kaiserlichen Verstärkungßn xna chierten skchzig Meilen von Kwang-fi und entseßten schließlich d1e Stadt. _Die - Aufrübrer, die mit modernen Wa en versehen waren, schmtien die Telegraphenleitung entzwei. 6 heißt, die Führer seien Auswanderer, die aus den Straits Settlements und aus Annam zurückkehrten, von wo sie ihre militärische Auswftung mitbrachten. Afrika.
Nack) Meldungen des „W. T. B.“ ist die La e in Casablanca andauernd ruhig. Wie der _General rude_ unter dem gestrigen Datum meldet, bcfindcn sich nur noch drei kleine Abteilungen Marokkaner in der Umgebung Casablancas, und zwar in einer Ent_f_ernung von 20 bis 25 11111 von _der Stadt. Die chata aben an den General Drude emen Boten geschicht mit der Bitte um Verlängerung des_ Wgffen- stillstandes, damit die Delegierten aÜer Stämme Zett hatten, bei Drude einzutreffen oder fich vertreten zu lassen. Der (General hat in eine Verlängerung des Waffenstiüstqndes _bis
estern mittag cin ewilligt. Es bestätigt fick), daß dte meisten Ytämme um Frie en bitten. _
Vorgestern hat der Gouverneur Malay L_amtn dem (General Drude einen „J)ftichkcitsbesuch abqeixattct. _Im Laufe dcs Gesprächs sagte rude, er woÜe den Frieden Wieder Herstellen und bedauere, daß er fick) dazu habe der Kanonen bedienen müssen. Der Gouverneur erwiderte, er _ habe dem Sultan und Mohammed el Torres von_ der erfolgreichen Inter- vention der französischen Armee Mitteilung gemacht.
Eine Meldung der „Agence Havas“ aus Tanger bestatigt, daß der Gcsandtc Regnault _an Bord des Kreuzers„Forb_m nach Casablanca unterwegs ist. Wie weiter emeidet Mr_d, haben Abordnungen der Stämme den Konsu Maiperthuis gebeten, Bcdollmächtigtc zu empfangen, dre gestern vor 1 erscheinen sollten. _
Der Kreu er „Galiléze“ ist mit dem fruheren Pasckia 99" Tanger Ben haFHi an Bord von Saffi gestern m Tan?“ eingetroffen. Ben Luzi, der zum Pascha von Mgrquekb ernannt war, abor iesen Posten angestchts des feindlichen Verhaltens der Stämme nicht antreten konnte, übernimmi Yet wieder seine frühere Stellung in Taxiger. _ Der_1cherlfi KriegSminister hat es übernommen, bmnen k1zrzem die 1151017)“ Algeciraöakte für Tanger vorgesehene Polizet zu or antiker?"-
Mitteilungen aus Fes zufolqe verblieben na der a_m 12. September erfolgten Abreise des Sultans Abdul „Asi; vier Regimenter in und um Fes. Der zum zeitwclYF Regenten ein ese te jüngste Bruder des Sultans, ** Mohammed e e di erhielt den Gouverneur von Elksak- El Merani, zum atgeber; ein älterer Bruder des Sulians- Abdul Madis, ist mit dem Sultan unterwegs nach Rabat.
Y-
Nr. 41 des „Zentralblatts für das Deutsche RUM berauSgegeben im Reichöamt des Innern, vom 13. d. M-- 111! folgenden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ermächtigungen zur Vornab „ F;! ZivilstaßdskkxdluKexi; bExeunuxertä'lunY ___-07 2) BVMW
atus der eu en oen anen ne ugu . _ _ Berichtian des Viebseuchenuberekx
und Oesterreich-U1_1Z:l__nei_ich
zinal- und Veterinärwesen: kommens zwischen dem Deutschen Rei 4) Polizeiwesen: Ausweisung von Aus ndern aus dem Re
van ck 1111! 111111111: uach Teneriffa abgereist.
Verbot Leos Z111. bestätigt, weiches der Geistlichkeit untersagt, obne
gegen die " "
der Inschrift: „Das Volk wird von den Beamten zum Aux: _ .
Statistik und Volkswirtschaft. «in. und Ausfuhr vonZucker vom 1. bis 10.September1907. Einfuhr Ausfuhr im 1
m Spezial- Spezial- bandel baxidel
113 rein
_- _,
Gattung des Zuckers
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rau s ucker ra finierter und dem raffi- Venriberterctbgzleich eite ter Zucker) (17611/1) , , Rohrzucker (17 8 Davon Verede un sverkebr ........ Rübenzucker: Krista zucker (granulierter (176 b) Rübenzuck_e_r_é_ sattem, Stangen- und ürfel- cker (: NZZenzu er: gemahlener Melis 17611) , , „ Rübenzucker; Stücken- und ume zucker 1766 ................ RZbenquker: Ymablene Raffinade (1761) . „ Rübenzucker: rotzucker (176 g) Rübenzucker: Zarin (17611) Rübenzucker: andis (1761) „„„„„„„„ Anderer Zucker (17611/11) _ RWrzucker, tober, fester und flasfiÖer (17611) . R"
112 776
81_841
10 457 5 050
3574 6020 2220 1 500 2114 31 849 enzucker, roher, feste) und flüs ger 1761) 31551 Anderer fester und ussiger Zu er ( üs ge Naffinade einschlie (ich des Invertzu er- sirups usw.) (176111 . . . ...... Füllmaffen und Zuckerabläufe (Sirup Me- la e), Melaffekraftfutter; Rübensaft, Äborn- sat (17611) .............. ZuFexZYige Waren unter steueramtlicber u : (Gesamt ewicbt ............ Menge es darin enthaltenen Zuckers . . Berlin, den 16. September 1907.
Kaiserliches Statistisches Amt." van der Borght.
Herstellung und Besteuerung von Zigaretten im deutschen Zollgebiet.
Im 3. „Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reichs“, Jaerang 1907, wird zum leßten Male die Statistik über Hersteüung und “ esixuerung von Zigaretten, Zigarettentabak und Zigarettenhüüen Veröffentlicht. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum Vom Jnkraft_treten des Zigarettensteuer ese es _ 1. Juli 1906 _ bis zum 31. Marz 1907 und auf das Zo ae iet, mithin einschließlich Luxem- burgs. Jm Betriebe waren 859 Fabriken, die nur Zigaretten ber- steiien, 311 Fabriken, die Zigaretten und Zigarettentabak, 40 Fabriken, die nur Zigarettentabak, und 31 Fabriken, die nur Zigaretten- buiZen herstellen. In der Tabelle 1 der Statistik sind diese Faoriken weiter unterschieden nach der Zahl der beschäftigten Ge- ilien sowie nach der ArbeitSweise, d. 1). ob mit Maschinen-, Hand- oder Heimarbeit gsarbeitet wird. Die Tabelle 11 weist die Gattung und ZNLUX der 1igarettensteuerpflickptigen Erzeugnisse nacb, getrennt nach der] [einverkaufs reisen dieser Ekzeugniffe sowie nach Herstellung und_Ab1aH. Die Hörteliung von Zigaretten betrug 3157 Millionen Stuck, der Absay rund 2496 Millionen Stück. Ferner wird in Tabelle ]1 der Bestand am 31. März 1907 -sowie die Einfuhr aus dem Zollauslande aufgeführt. Die Tabelle 111 gibt eine Zusammen- ßeiiun der Verkauften Steuerzeichen nach ihrem Verwendungsmeck. Das ufkommen an Zigarettensieuer in der oben angegebenen Zeit Yechknet sich aus der TabeUe 111 im ganzen auf rund 11 MiÜionen ar.
Zur Arbeiterbewegung.
_ Ueber den Ausstand, der mit dem heutigen Montag in dem niederiaujißer Braunkohlenrevier beginnt, wird der „Frank- fur_t_er Oderzeitung“ gemeldet, daß von 14000 inSgesamt dort be- ichaitigten Arbeitern 1300 eigentliche Bergarbeiter gxkündigt batten, dercn Zub! durch Zurucknabme der Kündigung bereits auf 1187 zurück- geganzm ist. Die Werke erklären heute durch Maueranschlag, daß sie nur x_nit den Arbeitsrausschüffen verhandeln wollen und die geforderte
kurzum; der _Arbeiwzeit den Betrieb der Brikettfabriken deraxtiz stören wuxde, daß sie ausgeschiossen sei. Sie fordern zur Zarucknabme der_Kundigung auf. Die geforderte 15 0/0 Lohnerhöhung sei 1th undurcbfizbrbar, da die Löhne mit Erhöhung der Koblenpreise, die die Werke bet ihren Abschlüffen mit den Händlern immer nur am 1- ADril vornehmen können, gleichzeitig erhöht worden sind und auch in Zukunft erhöht werden folien.
In_Cassel beginnen, wie die „Köln. Zt .“ mitteilt, heute die Buchbindexr den ali emeinen Ausstand. Die Yunungßmeister haben, mit AuSnabme einer irma, die Forderun en abgelehnt.
In einer gestern abend in MancFester abgehaltenen Ver- saxnmlung der Eisgnbabnangestellten teilte, wie „W. TB.“ 5er3chtxd der Sekretar des Verbandes der Eisenbabnan estellten, Mit ited d_es Unterhauses Bell mit, die Fekutive abe be-
io e_n, uber die Frage des allgemeinen ,isenbabnstreiks die Mikgiteder des Verbandes abstimmen zu iaFn' die Abstim- ZYUUT solle in der nächsten Woche stattfinden. * eli erklärte weiter, “ äußersten Maßregeln seien nie mehr gerechtfertigt ewesen s jest. In großen Versammlungen der Eisenba nange- _teiiten in Peterboro, Crewe und anderen Eisenbabnzentren ÖW der Beschluß der E ekutive begeisterte Zustimmung. Eike Krists ist dadur besxpleunigt worden daß mebrere hasenbabngeseilschgften es a gelehnt haben, mit dem Verbande der Eisen-
bnüngxsteliten uber die Forderun en der Angestellten ou verlkandeln, FLF) erklart haben, daß sie nur mit i ren eiFnen Angestellten ver andein baurden. _ Aus Lo ndon wird dem „W. T. .' zu dem Streit der Eisen- wKUMJEÜeern gemeldet, daß die Stimmzettel nicht vor dem 28. Ok- übe" xuruckkommen werden und die (Entscheidung der Exekutive
! das Resultat der Abstimmung nicht vor dem 1. November erwartet werden kann.
Bauwesen.
__ Einen internationalen Wettbewerb um Entwürfe zu M11,“ Technischen ochschule in Buenos Aires schreibt das nisierium der öffent icken Arbeiten daselbst durch die Gesandt chaften Ber xniniens aus. Die Bedingungen Werden von der Gesandis ast in WTM in französischer Sprache verabfolgt. Die Entwürfe müssen 1 dem 2. Januar 1908 der Gesandtschaft in Berlin oder bis zum A1 ebruar 1908 auf dem Sekretariat des Ministeriums der öffentlichen ten in Buxnos Aires abgegeben werden. Bei der vorliegenden THM Aufgabe tft die Frist demnach sehr knapp beme en. Im Iutereffe «Sache Wäre es wenn die e noch um ein bis zwei * onaie verlängert vonden könnte. Öer VerÉa er des be ten Entwurfs erhält einen Preis ! 40000 .“ oder die eitung des aues; in diesem Falie wird das "__!Jbitektenbonorar auf 5 v. H. der Bausumme bemessen. Au erdem W noch ein zweiter und dritter teil von 20000 und 10 ..“ Faaesevt. Das Preis eri 1 setzt si zusammen aus dem Dekan der dix'k'ltät „für exakte k;)!) k und Naturwi enschaften, dem General- "wk fur Hochbau des inisteriums fiir ffentliche Arbeiten, dem ““er"" für“ o bau der Stadt Bueno! Aires, einem Abgeordneten VorstZeniralge eli cbaft der A1 itekten sowie drei Abgeordneten des MsteYndeTY 11211 akulJit-N ée: ___ekch dfetr Fak_1_1liä_t füßeßwxx 111311127; - y un aurw en aen evge o ue *" Zeit Ingenieur Otto Krause, ein Argentinier von deutscher Ab-
stammun. Herr Krause ist Vorsißender des reis eri is und Fern beret durch den Regierungs- und Baurat C. fferßmn? bei der eu1schen Gesandtschaft in BuenosAires weitere Auskünfte an deutsche Fachgenoffen zu erteilen. Das Gelände für den Neubau liet in parkarliger Umgxbung und wird von einer Eisenbahn durchschn iten, längs der eine breite Straße (4791111111 äs 111 1111611111111) angelegt werden soll. Die Hauptansicht“ der Kochschule soll der 4761111111 116 111 178011113120 zugewendet sein. 11 dem Gebäude nd unter- zubrin en die Abtxilung für die Direktion und die erwaliung, die A teilungen fur Architektur (160 Studierende), für In enieure (430 Studierende), die mechanische und elektrotechnische A jeilung (250 Studierende), die Abteilun für Chemie (200 Studierende) und die Abteilung fur NaturwisienfTaften (60 Studierende). Gefordert werden ein LagXlan (1:500_), Grundriss, Schnitte und Ansichten (1 : 200), ein ckanbild, e n Erläuterungsbericht und Kostenüber- cblag. Wegen der Tasesbeleuchtung ist zu beachten, da für Buenos Aires die umaekebrten Uebersegungen zu machen sind w e in Deutsch- land, da die Sonne von Osten nach Westen durch Norden geht.
Ein Wettbewerb um Skizzen für ein vana ium in YYY?!) i. ??*ijin b1_mter d61121imN DeuZscbeY Zeiche wsobnenden r e en m r 5 zum . ovem er . . aus e rieben. Außgeseßt nd drei Preise von 1700, 1000 und 600 g fck wird der nkauf weiterer Entwürfe zum Preise von je 300 „711 vor- behalten. Die Unterlagen nd gegen Einsendung von 3 „Fix, die bei Einreichung eines Entwurs Zurückersiaitet werden, vom Gemeinde- bauamt in Bottrop i. W. zu ezieben.
Theater uiid Mitfik.
Deutsches Theater.
Als erste Neueinftudierung in dieser S ie! eit brachte das Deut 12 Theater am SonnabendOeinrich von Klpeisis Stbauspiel „Priéz Friedrich yon Homburg“. Im Gegensav zu der Ausfuhrung m Königlichen Schauspielhause, die den Hauptnachdruck auf das romantische Element des Stückes legt und den Simmungsreiz der Dichtung durch geschmackvoll angewandte Ausstattungskunst 511 erhöhen sucht, befieißFte sich das Deutsche Theater fur den äußeren Rahmen der arstellung fast altpreußifcher Schlicht- heit, die der in kriegerischen Zeiten am kurbrandenburgiscben Hofe sicb abspielenden Handlung auch nicht übel ansieht; indeffen venmßte das Auge doch esonders bei den Nacthandlerszenen im mondbegiänzten Garten den mystischen Zauber der Sommernacht, in de: der junge Prknz traumverloren und kühn nacb Heldenrubm und LiebeSglück greift. ier stand die Nüchternheit des szenischen Bildes dem pbantasti (ben Schwung der Dichtung umsomehr bindernd im Wege, weil Herr Kavßler das s warmerischx Wesen des Prinzen am wenigsten gut traf. Seine Lei tun war un übrigen wobldurcbdacht, besonders wirksam in der Scbla tszene des Werks, wo die Mannbaftigkeit in diesem seltsam Charakter zum Durchbruch kommt. Die weichen öne nd ibm versagt, und an den hinreißenden Strom der ede dieses jugendlichen _Feuergeistes mochte man bei ihm nicht recht glauben. Ein prachtiger Kurfürst war dagegen Herr Diegel- mann, dsr bisher als hochangesebe11er Darsteüer im Schauspiel- haus in Frankfurt a. M. wirkte und kürzlich erst in den Verband des
ezeicbneten
sein markiges Organ befähigen ihn von dornberein, solche oiXen glaubhaft zu verkörpern. Dazu kommt eine glückliche Cbarakterisie- rungSgabe, die das xein Menschliche im Wesen des Fürsten bedeutsam hervortreten ließ. Der überlegene Humor, den er besonders in den entscheidenden Schlußszenen noch mit in die Wagschale zu werfen batte, halfibm VoUends, einen schauspielerischen Sieg erringen, der ibm dauernd die Gunst des hiesigen Publikums sichern wird. Eine sFarfumriffene Gestalt war ferner der Oberst Kottwiß in der Darste un? des Herrn Wegener, der das äußerlich bärbei ige, innerlich indiich _weicbe Wesen dieses alten Haudegens tre lich kennzeichnete. anulein Heims vermochte der liebenSwürdigen Natalie von Oranien Anmut, zarte Empfindung und auch Schelmerei zu verleihen; aber in dem Zuspruch an ihren Heiden, auch dem Tode als Sieger ins Antii? zu sehen, Vermi te man den tiefen AuZdruck des Schmerzes, der br in dem qua vollen Augenblick nicht hätte fre_md sein sollen. Die Kurfürstin wurde von Adele Sandrock wurdevoÜ verkörpert. Unter den anderen Miiwirkendsn ragte noch Eduard von Winterstein als Graf von Hoden- zolLern beachtenswert bervor. Die Regie Max Reinbardtö batte innerhalb des, wie bereits erwähnt, sebr einfachen szenischen Rahmens, fur den Profeffor Richard Knötel die Entwürfe lieferte, mit gewohnter Sorgfalt _ibres Amtes aewaitet. Besonders lebendig gestaltete sich die Schlacbtjzcne, 1778 auch landschaftlich ein echtes Bild der Mark zeigte. Starker Beifall rief zum Schluß alie Haupt- darsteller vor die Rampe.
Z_ur heutigen 200. Aufführun des .Flie enden Hollander“ im Königlichen Opern ause teilt die (Heneral- intendaniur der Königlichen Schausxiele folgendes mit: Die Wagnerscbe Oper, in den Jahren 1840_41 ent!
mäßig früh nach Berlin und wurde _ das Königliche Opernsz war am 19. August 1843 ein Raub der Flammen geworden _ zuerst im
aber nach noch drei Wiederholungen auf fast ein Vierteljabrbundert wiedcx vom Spielplan. Die Herren Zscbieche, Mancius, Dirt, Bötticbex, die Damen Marx, Schröder-Devrient als Gast der 3. und 4. Auffubrung, Valentini waren Vertreter der Hauptrollen, den Dirigenten nennt der IZettel der Erstaufführung nicht; Regisseur war Herr Blum. _ Jm abre 1868, am 23. November, neu einstudiert unter der_n Re iffeur Hein, und mit den Herren incke, Nie- mann. Kruger, * 1 ,den Damen vonVoggenbuber, (Hey befesx, Fand die Oper wärmeren ' nklan und erlebte bereits am 8. Januar 1891 mit
ammert die cinbundertste Wiederholung. _ (Fkkert. Radecke, Kabi, Suchch Dr. Muck, Wein artnet, Schalk, von Strauß, Schlaar. „Zellmesberger. Blech der Dirigenten. Stammer, Mödlinger, Wittekopf,
nd die nüpfer, GriSwold
Sommer, Kraus, Grüning, Iöin, Kirchhoff den Erik; Beck, Bulk,
den Holländer gesun kn. *?on den Vertreterinnen der Senta “ind die Damen Mailinyer, appenbeim, Sachse-Hoffmeister, Albani, iedler, Ylaichinger, De finn, Rose zu nennen; die Damen: Harina, Staudigl,
obl Goetze, Steinmann, Gelier-Woiier, von Scheele-Mülier haben die 1.Zkolie der Mary gesungen. _
Im Königlichen Opernbauie findet morgen, Dienstag, eine Aufführung von Boieldieus Oper .Die weiße Dame“ Hauptrollen durch die Damen Herzog, Dietrich, Goc :, die Herren Jörn, Mödlinxjm, Pbi1ipp, Nxbe bese t. _ Sonata 2. September, wird im König ichen Opernbaude als 9 a_ mittagSVor [lung ----- Anfang 21 Uhr _ zu ermäßigten Preisen „4, ufel und Gretel“, mit den Damen Dieiri „ Rotbauser xc. und das Balleti .Die Puppensee', mit Fräulein ell'Era :c., gegeben. _?ibends gebt .Mignon', mit Fräulein arrar in der Titelrolle, in Szene.
Jin öniJicben Schauspielhaus: wird morgen, Dienstag, Sbakxi cares „ _ _ aufgefü rt. In den anderen Ha troileu sind die TM" Kraußueck, Boettcher, Pods und die Damen ilii und Buse schäftigt.
Am heutigen Montag hat der "xerkauf der Abonnements- karten zu den Svmpboiiiematineen der KönigliÖen Kapelle bei Vote 11. Bock (LeipziWritroF: 37) ge en Vorzei ung der BerecbikiunYscbeine be onnen. er rkauf wrd Sonim end, den 21. d. M., bends 71 br, geschlossen-
„Fé; außerdem .
ibello“, mit Herrn Matkowskv in der Titelrolle, *
und überhaupt an den Stellenff
Deutschen Theaters eingetreten ist. Seine stattliche Erscheinun und*
anden, fand ihren Weg verhältnis- '
Königlichen Schauspielhause, den 7. Januar 1844 aufgeführt, verschwand .
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Krolop, Rotmübl, Lie an, Bey (der bis dahin den Holländer im _
amen 101111111 schon gesungen hatte), sowie den Damen Pierfon, ) _ . Aufstiege mit iröbiicben Weisen begleitete.
Dr. Strauß, Walter, :* Namen . 7 Herr!" haben den Daland; _ Woworski, Diener, Schott, Ernst, Müller, J
Reichmann, Popovici, Ho mann, Bsttram, Bachmann, Berger haben ;
'dera
ur » Die Landung erfolgte in diesem und aiien folgenden FW
' mitwirkte.
- dem Flügelrade in Bewegun lang, 35 111 breit. 24 111 b Wen zeugte, daß die Umstehenden die Hüte '*estbaiten mußten. «161110115113110 311 0011105 wurde der Befehl gegeben, den BaiTon ins
Mannigfaltiges. Berlin, 16. September 1907.
Der Parsevalsche Motorballon.
.4. 17". Zu Vorführungen des Parseval n lenkbaren Lut von ihr offiziell ,Mytorbalion' genannt, LFU die MotNlZchsbcésiffx: Studiengeseilschaft fur Sonnabendvormittag 10 Uhr auf den Uebungs- play Reinickendorf-West sowohl die Mitglieder ihrer GeseÜskhäft. als die Mit lieder des Berliner Luitschiffer-Vereins und die Presse einge- laden. egen leßtere war die Aufmerksamkeit geübt worden,ibren Ver- tretern um 9,20 einen Autoomnibus am Brandenburger Tor zur Verfügung zu stellen Es war eine Versammlunc; von einigen hundert Personen, darunter auch Damen, die sich pünktl ck um 10 Uhr in der gro en, den Motorbalion beberberYnden Halle einfanden, um hier zun ck| den zum Aufstieg fertigen allon in Au enscbein kurze Ansprache seines Erfinders, des Majors Unter den Erschienenen bxfandm sich u. a. an der Kriegsminister von Einem, der Minister fur Handel und Getverbe Delbrück, Staats- sekretär a. D. von HoÜmann, der Ministerialdirektor Dr. Alxbof, der Chef des Generalstabes von Moltke, die Generale Sixt von Armin, von Lynker und viele hohe Offiziere und Beamte sowie Vertreter der Hautefinance.
Der Motorbaiion ist nach seiner Grö struktion voix überraschender Wirkung. Der Gestalt unt einer Zigarre trifft aber ist er vergleichbar den Anschauung“ der' “beutiaen'
zu nehmen und eine arsevak; anzuhören.
: und genialen Kon- exiebte Vergleich feiner mcbt 111. Viel eber großen runden Woilsäcken, die der . Berliner wohl entrückt sind, aber ältxren Leuten aus der Zeit erinnerlich sein werden, als noch der Frubiabrßivollmarkt auf dem Alexanderplaß stattfand. Allerdings inkt auch dieser Vergleich etivas: erstens der gewaltigen AbmeTunqen des Ballons wegen, die 50 111 in der Länge, 12 111 im Duräömeffer betragen, und zum andern, weil am Hinterende drei Organe an- gebracht sind, die zu dem geupaltigen Körper des BMW etwa im gleichen Verhältnis stehen, wie die Seiten- bezw. Schwanzfso en eiiies mächtigen Fisxbes. Es sind dies die sogenannten Stabilitats- fia en rechts und links und das Steuerruder unter dem Vaüon, alle dre aus Leinwand geformt, mit Luft aufgeblasene flache Hohlkörper darsteÜend, die zur Gewinnung entsprschender Starrbeit obne namhafte Gewichtsvermebrung nur notdürftig durcb Eiseneiplaqen versteift find. D_as Steuerruder ist irYeinen vorderen zwei Dritteln gleich den Stabilitäts- slachen fxst mit _der ailonbüUe Verbunden, nur das hintere Drittel
st um eine vertikgle Achse drehbar und gibt, vom Karbe aus mit großer Leichtigkeit regierbar, die Richtung. Dies sind äußer- lich aber auch die einzigen Abweichungen von einer Zylinder- form mit vom und hinten in stumpfe Kegelfonu über- gehenden Enden. Inwendig freilich ist die Einrichtung nicht so einfach, als es von außen ersche1nt; denn die zylindrische Umhüllung bir t drei voneinander streng gesonderte Gasbebälter, oben den Waiiser- sto bann und darunter zwei Ballonets, das vordere und das bin1iere, beid_2_ dazu bestimmt, nach Ermessen des Ballonfübrers mit atmo- spbanscher Luft aufgeblasen oder davon entleert zu werden. Wird das hintere Vallonet mit Luft gefüüt, das vordere entleert, so senkt [ich das Hinterende, bei umgekehrter Handhabung das Vorderende: ein uberaus einfaches Mittel,_ den Ballon zum Steigen oder Sinken zu bringen und das __'onst tut gleichen Falle angewandte Ballaftaus- werfen oder teilweise Entleerxn des Ba ons durcb Ziehen des Ventils zu erie en. Jm ubrigen zeigt der Motorbaiion, wie alle andern Luftba ons eine Takelage, waren: der Korb und der mit ibm auf der- selben _Plattforizi vereinigte 90 “vferdige Daimler-Benzinmotor mit dem Flugelrade m der denkhar fiäöeriten Art aufgehängt sind. Von: Korbe, der den o_orderen Teil der Plattform Sinnimmt. während dem Motdr derexx M_1tt2 und dem Flügelrad: 'der hintere Teil angewiesen 111, fuhren Och1auche an ail: vorgenannten. dem Aufblasen mit Luft nach Bedarf unterworfenen T_eile, sowie starke Drähte zu Steuer und Ventilen. Am Korbe smd ferner auf 1111: Jän: einige Säcke mit Bakiast, ferner dex: das_xqulxvvtau aufgerollx enthaltende Sack und außerdem noch 2 kleinere Sandiäcke angebraebt, dazu bestimmt, an einer Leine entweder gegen das Hjnter- oder das Vorderende des Baüons bin bewegt zz: werden und so die Wirkung der Balloneks erforderlichenfalls zu verstarken und schnelleres Steigen oder Sinken herbeizuführen. _Der GaSinbalt des_ Motozhalldns beträgt zwischen 2300 und 2800 013111 1e_ nach Fallung, die_ vollstandig außgefübrt Y_Z Stunden in Anspruö nimmt. DIS. Gewicbt der einzelnezi Teile und Requisiten find die iolgerzderi: Hulle 600_11Z,_Korb nebst Motor und Flügelrad 1200 & Benzin im Reservmr hinter dem Flügelrad 200 KZ, Schleppseéi 100 kJ, Takelagx 100 kJ, Kühlwasser 100 kJ, zusammen "3300 kJ. Da 1 65111 Waxieriioffgas emen Auftrieb von wenigstens 1,1 kg be- sist (1 05111 Luft 1171891 1280 §,_ 1 25111 Wafferstoff 90 ;_r), so gebt hieraus hervor, daß der Motorvaüon noch mit 6-700 kg belastet werdqn _und_ damit bis 12_1500 111 steigen kann, Sbe er in die Gleichgewichtslagcx koxumt, die weiteres Steigen verbietet. Der Motor wiegt aus e1_n_e von ihm geleistete Pferdekraft bezogen 4-1 ix', also 405 113, 12111 Benzinverbramb 1stündlicb 35 113 (L" 40 Pf.) be der mtttleren Letstung :)on 10 111 Eigenbewegun Ln der Sekunde, woher das_Fiügelrad 300 Umdrehungen 111 der * kinule macht, eine Leistung, die bis 1200 Umdrehungen 5.11 1113111110 gesteigert werden kann. _ _ _
_ Major Parievai 111achte m *eine'r Ansprackpe noed deionders darauf aufmerksam, daß _dtxier Motorbaiicn im Gegenias 111 dem Graf Heppelirxicben Luftickptff, das_ den itarxen Typus; Verkörperr, 11111) dem „ baudyicben, das als bgibiiarr 1111u1pncheni?1, .unitarr' genannt werdexi muß, weil, mit _der Jeibitversiändiicben AUSnabme du Plattform und_ ihrem Beias, 111? anderen Tcile weich und im entlufteten Zustande zixiammeniegbap sind. Um Die Anions- bereitsebast zu zetgen, ließ Maj_or Parseoai 'odann den Motor mit 'xsen, wax; 111 der Haae, die 70 111 'm, emen io ' ouawind u-
Nacb dieser
Freie zu bringen. Es geschah mittels 16 Von der Takeia : Herab- angenden Leinen durch Soldatey, Unter den Klängen eines » ats“, der von einer Militärkaveiie gespielt wurde, die 1uch die' weiteren „ _ War es Zusail oder Abstcbt? Als der Ballon zum eriten Makiicb in die Luft: schob, ertönte die kernige Melodie des „1711116110115 1261, unser König und _Die Erinnerung an den großen König wirkte gerade in dust!!! AUthUÖUCk der sich aiien Teilnehmern „110 cin historischer Moment in:; Gedä inis eiu eptägt haben wird, ?eieriicb und erbebend!
Ziemi ck weit inaus iy das bekaunxe, von der Sonne eines beu- 1ichen Spätjommecxages bestrahlte iände wurde der MotorMon im Msckßwindscbritt der Be leitung siert. Dann stieg zu den drei
_ Zirit FUNNY!“ des VJiblls 1)eir«121_1_te_1:t HeY-nid FaakW von
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_: Staatssckietär a. D. _ ,Umann in den Koxb, MW
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ufßcht oblag, rief „im?“ der Motor Bewegunq gxseyt, die aus doppel!“ Öeinwaud bt- leiÖt Versteifien, _aber an ihren äußersten Edda cinen xingeiexten Eisenstab beschwerten vier Fl el das
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7 iügelradcs spannten si infol e der entrifugaleT und sto ob , Ick. schräg aufwärts gedrängt, s mä e Rafik vom WFT“ ' 111 etwa 100
111, dem Steuer erficbtl 1 en en W geborebend. Die erste Fahrt gab JWD eiu endes WON ezeichnetetiH MYöveithäZig „_ des Be HT„ wurden in
gen pan u eue » ve: O_cedemc rveu. e ere ogen in verschiedener & 0213105011. und na? MW an den Ort des UWG ! M
der * 1111 und weitere nuten genau
saniteste, und zwar in der Kiirt, daß daO' tau (: 9 den unten wartenden Mann) sien ccgri n und der “ .
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Ueberfübrung