1865 / 154 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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und in diesem Verhältnisse weiter, so daß je 5 Buchstaben 1 Pfd. 5 Sh. (8 Thlr. 10 Sgr.) koften Werden. “- Die Compagnie behält sich vor, diesen Tarif nach Ermessen abzuändern. Für Verzögerung, Nichtablieferung und Verstümmelung von Depeschen übernimmt fie keinerlei Verantwortung.

Frankreich. Paris, 30.001111

gebenden Körpers noch um acht Tage zu verlängern. Dcr entschei- wesen zu sein, das (Heseß in Bezug anf die Anleihe der Stadt Paris noch in dcr jeßigen Sißung votirt zu sehen. Dieser Geseßesvorschlag wurde heute im geseßgebenden Körper berathen. Laurens traten als Vertheidiger desselben auf. Die Diskussion dieses Geseßcsvorschlags wird morgen fortgeseßt.

Jm Senate brachte Delangle heute seinen Bericht über das 7

Senatuskonsult in Bezug auf den Personenstand und die Na- turalisation in Algerien ein.

Der -Moniteur- enthält heute mehrere vom 24. Juli datirtc _ = zu cmer Ruhestörung Veranlassung gegeben, Das Marinc-Sanitätö-

Dekrete, welchc steh auf den am 4. März 1865 zwischen Frankreich

und den freien Hansestädten abgeschloffenen Handels- und Schiff- ?, Diese Dekrete seßen fest, daß die Bcftimnmn- :? gen diescr Verträge auf England, Belgien, Preußen, Italien, die *

fahrtSvertrag beziehen.

Schweiz und Schweden und Norwegen anwendbar find.

Die .lrbctt dev Kaisers uber .llgerten "t der Kaiserlichen * Mittheilungen wurde der albanische Aufwiegler Kaplan Bey von

: den griechischen Behörden in Lamia festgenommen. -

Der Prinz Napoleon fährt fort, sein Haus JU vermindern und wird seinen Aufenthalt in Korfu bis 7. Jnli verlängern. Die

Druckerei übergeben worden, fie wird eine Flugschrift von 100 Sei- ten bilden.

seine Pferde zu verkaufen. Der Herzog Ernst von Sachscn-Coburg-Gotda ist in Paris und

der Prinzcsfin Mathilde einen Besuch gemacht.

Herr von Budbcrg ist gestern aus Petersburg wieder in Paris“ cingetroffen.

Seit einigen Tagen, schrcibt man der »Köln. Ztg.-, cirkulirt unter den Arbeitern don Paris ein Schreiben, in welchem fich der Graf von Chambord (Henri D'.) über die Arbeiterfragc aUZspricht. Dieses höchst geschickt abgefaßtc Schreiben, von Exemplaren verbreitet ist, spricht fich fiir die Associationsfreihcit und die freiwillige, freie, aber rcglementirte Corporation aus, welche

mus des industriellen Monopols sicher zu stellen. Unter der Arbciter- klasse erregt dieses Schreiben Aussehen und es wird auf vielfache Weise fommentirt. - 1. Juli. Majorität das Gesetz angenommen, rifirt, unter der Garantie des Staats zu öffentlichen Bauten inner- dalb ihres Verwaltungsbezirks 250 MiUionen Francs anzulcihcn.

Der gcschgebende Körper hat [Wie mit starker

Spanien.

Grenze nahe liegenden Orte abstatten würden.

VON der jetzigen Regierung einen wichtigen Posten annehmen.

Die 'Epocaa in Madrid versichert, der Minister des Auswär- ?

tigen Bermudez de Castro, habe bereits Konferenzen mit dem päpst- ciuf die Anerkennung des Königreichs Italien zu melden.

Üuß auf die Entschlüsse der spanischen Regierung haben werde. Dasselbe Journal glaubt eben so wenig, daß die Anerkenmmg des

päpstlichen Studie und Spanien herbeiführen könne. Die progresfistische Partei, die fich an den chien Wahlen nicht

men werden sollen.

Italien. Nach einem Telegramm aus Rom vom 30. Juni be- stätigt das *Giornale di Roma-, daß die Verhandlungen zwischen dem Papst und dem König von Italien ihren Anfang nahmen, in Folge cines von dem Papst aus eigenem Antriebe an den König Victor _C'manuel gerichteten Briefes. Die erste Sendung Vegezzi's, xährt das Journal fort, ließ den Papst hoffen, die Verhandlungen zu einem erwünschten Außgang zu führen. Doch bei seiner zweiten Reise nach Rom waren die Grundlagen für die Unterhandlungen, welche Vegezzi mitbrachte, anderer Art und machten es unmöglich, die erwünschte Einigung zu finden. Das Journal erklärt am Schluß: Der Papß glaubt seine Pflicht gethan zu haben, indem er Akles versuchte, was unter den gegenwärtigen Verhältnissen möglich war.

Nach der »Corresp. Hayas- waren die Bedingungen des. Papftes, auf welche das italienische Ministerium nicht eingehen zu können erklärte, folgende: 1) Die ernannten und noch zu ernennen-

päpstlichen Bullen das Exequatur des Königs zu erlangen. ] Seminarien stehen unter der freien Oberleitung der Bischöfe. 4) Die

Die Regierung hat sich .

nicht ohne Widerstrcben dazu entschossen, die Sißung dcs geseh- ; _ . ' soll mcht alie Hoffnung auf eine Verstandtgung auf der von ihm dende Grund für diese Maßregel scheint der Wunsch des Kaisers ge- J geschaffenen GUMUME aufgegeben haben UNd Ilant- daß "“ck den 1 nchi Parlamentswahlen die Unterhandlungen wieder aufgenommen 7 wer en.

Bcrryer und Picard ? der italienischen Regierung zur Rückkehr in ihre Diözesen ermächtigt

sprachen als Gegner desselben, Paulmier, Segris und Nogent Saint ,

Madrider Blätter sprechen von einem Besuch, ; welchen der Kaiser und die Kaiserin der Franzosen während ihres *

Auentbalts in Biarri der Köni. in von S anien in einem der ; , . , f , Y 3 p H drtcn ist am 27ften der Lloyddampfcr »Progreffd- mit 127, am

» . . . -, ZK ' , , *“ , K„J“ "'“ ".. *1 I" Madrid ist das Gerucht verbreitet, der General Prim werde ! 2._„sten die Dampfer Atmrika um „Irmdtjt , ersterer unt ldd,

den Bischöfe leisten der italienischen Regierung keinen Eid. 2) Sie treten in Bcfiy ihres Bisthums, ohne verpflichtet zu sein, für die 3) Die

Diözesen in den Ländern der entthronten italienischen Fürsten dürfen wcder verkleinert, noch neu abgetheilt werden. Der heilige Vater

Einsiweilen sollen verschiedene ausgewiesene Bischöfe von

worden sein, so der Erzbischof von Cagliari auf der Insel Sar- dinien, der fich schon seit länger als 10 Jahren zu Rom in einer Art Vcrbannung befindet.

Aus Messina, ]. Juli, wird dem W. T. B. gemeldet: *Trdß der Bekanntmachung der Munizipalbehd'rdc, daß die erforder-

Z lichen Sichcrdcitsmaßregeln gcgen Ach aus Egypten Kommende

getroffen seien, hat die Ankunft des Packetbootes aus Alexandrien

Bürcau wurde in Brand gesteckt, die Nationalgarde schritt ein und stelltc, nachdem mehrere Verhaftungen stattgefunden, die Ordnung wieder her.-

Griechenland. Athen, 24. Juni. Nach telegrapbisch)en

Der König

Regierung schloß mit einer Aciiengcscllschaft einen Vertrag Betreffs

: der Verbindung der größcrn „Hafenpläyc durch einen untersccischcn

hat bereits dem Kaiser, der Kaiserin, dem Prinzen Napoleon und Yelcgraphen.

Türkei. Konßantinopel, 24. Juni. Nack) tclegrapbisrhcn

; Mittheilungen ist der persische Gesandte zum Abschluß eines türkischa ; persischen Handelsvertrages bevollmächtigt, - Vice-Königs von Egyptcn war am 15. in Rbodus angekommen ? Und nach Konstantinopel weiter gefahren. anch mcdrcrc Tage in Chios.

das in vielen Tausenden ;

Das Geschwader des Der Vicc-König verweilte

Aris Konstantinopel schreibt man der *Francc- unter dem

20. Juni: 'Der Sultan hat durch ein Dekret vom 10. d. den Ver- _ urthcilien in Syrien eine allgemeine Amnestie bewiÜigt. Dinge dem Arbeiter notHWendtg seien, um ihn gegen den Absolutis- ;

- Am 26. Juni find in Alexandrien, der 'Tricst. Ztg.«

? zufolge, 214, inCairo 75 Erkranfungsfällc vorgekonnnen. Dic , Krankheit ist wrnigcr alarmirend. Der von Alexandrien in Sm 1) i' na ; angekormnene leyd-xampscr wurdc neuerdings unter fünftägigc ? Kontumaz gescßt, weil einer der ausgeschifftcn 5 a a icrc von der welches die Stadt Paris autd- ' ' P ff g

Cholera befallen war. Der Dampfer dcr griechisch - orientalischen Lime, we'lchcr mri ]):itrntéé 11111118 von Smyrna abgegangen war,

; wurde in Syra nicht ziigclaffen.

“Nac? weiteren tckcgraphischen Nachrichten aus Alexandrien sind 9111.30. Jimi daselbst 237 Personen, davon 107 an der Cholera, tn Cairo 337, davon 130 an der Cholera, gestorben. Von Alexan-

lthcrcr mit 53 Passagieren abgegangen. Donamurstcnthumcr. Bucharest, 23. Juni, Da das Gescy, welches auf den vorhandenen, bereits vcrstcucrtcn Tabak der

(7 ' » " . ' ' , 9: . - s * ,-- lichen Nuntius und mit den Vertretern Frankreichs und Italiens ; “"""me («*,abakshandlcr) cmc JPM“ «teuer W" 15“, “"Ach gehabt, um ihnen den Entschluß der spanischen Regierung in Bezug : Dieses * ._ .. . - . . Journal bedauert die Unterbrechung der Unterhandlungcn zwischen :' WHM m der xhat sammtlicl) „cipcrrt, ""M“" MMM" abcr M

Rom und Klorcn über die fircbli e ra e was aber keinen in- = . . » - 15 3 - ck J J 1 C . zu vcrxtegcln, dlc Bc1txzer derselben aber entweder zu verhaften, oder

faÜs ße fremde Untertdancn seien, iiber dicGrcnzc zu bringen. In- . . , - , , , . . . , .- dessen hat noch keine der neuen Einsülrnn en des ““*ii | K" 113“ Köm ret s “kalten von Seiten S amens emen c-tre1t w e ; - ) . g G r M usa, se "

9 ck I p C 3 "ck 11 dem ; das Ruralgescß mcht ausgenommen, eme so allgemeine Erbittcrung = und Verstimmung der Bevölkernng [»erdorgcrnfen, wie die Bestene-

betheiligtk, wird an denselben Theil nehmen, die nach dem neuen 1 rung des Tabaks.

Wahlgeseß, welches jeßt von den Cortes berathen wird, vorgenom- Z Aus Mitgefühl für den tiefen Schmerz, welcher die Kaiserliche Mutter

14 Piastcrn pr. Oka legt, aiich vom Senate angenommen wurde, so haben, der »Gcncral-Kdrrcsp.« zufolge, die Tuntimgins ihre Ge-

furzcr Zcit wieder öffnen, da die Polizei fie bcdrohe, die Gewölbe

Rußland und Polen. St. Peteréburg, 30. Juni. durch den Tod des Großfürsten Thronfolgcrs Nikolai Alexan- drowitsch getroffen, haben, wie der 'Russ. Juv,- meldet, Mütter aus allen Ständen der Stadt Twcr, der Kaiserin das Bild der Mutter Gottes von Achtyr, auf welchem die heilige Jungfrau stehend, mit schwerem Kummer im Antliß und zum gekreuzigten Erlöser betend, dargestellt ist, durch die Gemahlin des Gouverneurs, Fürstin Bagration, überreicht. Unter dem Bilde steht der Bibel- spruch: »Selig find die Leidtragenden, denn sie sollen getröstet wer- den*, auf der Rückseite aber die Aufschrift: *Der leidtragenden F?r(izxerlichen Mutter von Müttern aller Stäude der Stadt Twer,

Die Kommission zur Durchficht des Reglements für den Handel mit „geistigen Getränken hatte aus ihrer Mitte einen Ausschuß gewählt. und diesen beauftragt, nach genauer Erwägung und Yerathung ferne Meinung über die Mittel abzugeben, Welche Vermmderung der Trunfsucht und mäßigeren Genuß des Brannt-

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weins im Volke herbeiführen könnten. Wie der oAt1zeiger „des Finanzministeriums- meldet, hat der Aussthuß 1th seine erbxiten beendigt und einen ausführlichen Bericht über dieselben der Kom- misston zur Begutachtung vorgelegt, welche in Folge, deffen cim 19. Juni ihre Sißungen wieder eröffnet und anch einige Acctse- Direktoren aus den Provinzen zur Betheiligung an denselben zuge- en bat.

zog Nach einemVeschluffe des Reichsraths dürfen cht auch graduirte Aerzte israelitischen Glaubens in _die rusfische Armee als. Militair- ärzte eintreten. Dagegen aber muß [eder ?l'rzt, der das (30. chens- jahr vollendet, seinen Abschied aus dem Militatr nehmen.

Die Maßregel der Kloster-Aufhcbung, schreibt man der „Ofts.-Ztg.-, ist cht auch auf die russischen Gouvernements Kiew, Wolhynien und Podolien ausgedehnt“ worden. ' . fügung des Gcneral-Gouverncurs Bezaf in Kiew ,hat die sofortige Schließung und gänzliche Aufhebung des Kapuzmer-Klosters in Brufilow und der Congregation dcr barmherzigen Schwestern m Sitomir angeordnet. Die Einsaffcn dieser aufgehobenen Klöster sollen anderweitig untcrgcbracht werden oder eine angemessene Pen- fion erhalten, die Klosterfonds zu öffentlichen Unterrichtszwccken ver- wendet werden. Die Kirchen sind den betreffenden römisch -fatholi- schen Gemeinden zu Andachtszwecken überwiesen worden. - Die Brandkalamitäten nehmen in Litthauen und Rennen noch immer kein Ende. In den ersten acht Tagen d. M. brannten in Minsk 142, in T3ynckowice, im Kreise Kuck 24, in Mir, im Kreise Nowo- qrdd, 108, in Koidanow 45, in Czercje 120, in Wielkax90 Wohn- Häuser ab. - In diesen Tagen smd wieder 14 aus der Juterrnrung im Innern Rußlands cntlaffenc österreichische Unterthaneq, die fich am polnischen Llu|stande bctheiligt hatten, in Krakau einge'trdffen, mn fich nach ihren respektchn Heimathsoricn zu ("Jeden. Die Frei- iaffung ist auf Verwendung der österreichijchen Regierung ersolgt.

Moskau. Die Adelswahlen find, nach einer der -R. St. P. Z.- gemachten Mittheilung, auf den 14.126. November angescßt.

Warschau. Das vWarsch. Tgbl.- schreibt:

»Um den Verkehr für die Einwohner zu erleichtern, hat die Regie- runqs-Kommisfion für Finanzen den Gouvernements- und-Krcisrenteien tm Kötiigreicb Polen die Weisung ertheili, Kreditbillete und Billete der point- schen Bank auf Verlangen zu jeder Zeit gegen silberne Billon; und Kupfer- münze einzmvecbseln, zu welchem Zweck die betreffenden Bchordcn nut ge- nüqendcc Quantität Scheidemünze versorgt finds

' -- Ueber das am 21. Mai ftattgehabte Zusammentreffen der Rasen mit den Chokandern, bei welchem aiich der Führer der leßtercn, Alim-fnl, auf dem Maß blieb, berichtet der -R. Z.-

folgendes Nähere: , „Nach der ersten Abwehr der Chokander, welche emen Angriff auf das

Detachement des General-Majors Tschernjajew gemacht'hatten, u_nd nach der Einnahme von Niaz-bck vcrharrten unsere Trupyxn iii der Nahe _von Taschkent bis zum 20. Mai in beobachtender Stellung„bts Almi-kkul mit einer Neuen fiarkcn Heerscyaar in Taschkent anlangte. Gleich nach 1emer Ak'nkunft begannen kleinere Banden des Feindes um unser Dctachcmcnt zu polankelri. Ass endlich am 21. Mai eine starke Heeresabtheilung unter Alim-kuls

eigener Anführung gegen unser Lager hergnrückte, „blieben unsere Truppen noch immer ruhige Zuschauer, du; der Femd, auf, Ka- nonenfchußweite herangekommen, das Feuer gegen unser Lager eroffnete.

Jeßt rückte Gen.-Major Tschernjajew vor," bald geiang es-ihm, deri - Feind zurückzuwcrfcn und demselben mii Hiilfe der Artillerie bei der Rett- ;

rade herbe Verluste beizubringen. Außer dem Verlust von _300 Todtcn ließ er zwei Geschüye und 200 Gewehre in unseren Händen. Dre Gewehre [md gut, die Geschütze von nicht geringem Kaliber, sauber und gut gearbeitet. Unser Verlust bei diesem Zusammenstoß belief 11ch'_11Uf 11 Verwundete und 12 Koniufionirie, unter letzteren dcr Fähnrich Janqchew.

Dänemark. Kopenhagen, 29. Juni. Die bereits gestern Abend von *Jädrelandet- gebrachte Nachricht, daß die iii Folge Art. )(111. des Friedensvertragcs nicdcrgescßte friter'nationale Kommission, welche über verschiedene gegcnsrittge Ers'aywznmeii untcrhandcltc, jcßt, ohne daß die Anrufung _ eines Schieddrichtrrs nöthig geworden, zu einem glücklichen Abschlnß gekommen ist, kon-

nen wir, wird den »Hamb. Nachr.- geschrieben, nach dem, was wir -

aus guter Quelle darüber erfahren, vonommcn bc'ftätigcnw Wie wir hören, hat man von der Interpretation des fragltchcn Ausdrucks »Liegegelder-, im Friedensvertrage, gänzlich adgescilyen und fich'um eine billige leerfionalsumme geeinigt, wobei [cttexis der beiden dentschen Großmächte, und namentlich Preußens, em dankenswerthes Entgegenkommen bewiesen sein soll.

Das der Prinzessin Dagmar von Petersburger Damen ge- schenkte Kreuz und das derselben von Damen in Moskgu geschcrzkte prächtig eingebundene Neue Testament mit Etm. wrrd innden tial!)- “sten drei Tagen im Lokale des Industrie - Verems zur offentlichen Schau ausgestellt werden. '

Nach -Aarh. AviSa sol] das dort garnisomrende Z. Dragoner- Regiment aufgelöst und gleichzeitig das 6 Dragoner-Regtment um 2 Schwadronen, so daß es deren 6 erhält, verwehrt werden. Vozi diesen werden die 4 Schwadronen in Aarhuus tn (Harmsozi verblei- ben, während die beiden andern nach Horsens und Koldtyg, oder beide nach lehtgenannter Stadt verlegt werden sollen. Diese Auf- lösung resp. Vermehrung der beiden Dragoner-chimenter wird gegen Ende nächsten Monats ausgeführt werden.

Eine Ver- *

Amerika. Vereinigte Staaten. New-Yorf, 23|en Juni (pr. -Afrika-). Staatssecretair Seward hatte in einer an den englischen Gesandten Bruce gerichteten Note erklärt, die Bun- desregierung habe das Recht und die Absicht, die konföderirten Kreu- zer, welche Flagge fie auch führen möchten, wegzunebmen. Die Bun- desregierung fordere deren Auslieferung. Die Abtragungen der Be- festigungen um „Washington ist angeordnet. Ausgenommen von die- ser Maßregel bleiben 22 Forts und 3 Batterieen, welche eine per- manente Bcsahung erhalten sollen.

Der Unionsgeneral Dix hatte fich nach Luebeck begeben, Und

dort eine Unterredung mit 2 Mitgliedern der kanadischen Regierung gehabt.

Der südstaatliche General Breckenridge hat fich nach Cuba geflüchtet.

Mexiko. Korrespondenzen ':m vMoniteur- vom 1. Juli aus Mexiko bezeichnen die Situation als sehr zufriedenftellend und fün- digen die Pacification des ganzen Landes als bevorstehend an.

Nach Berichten aus Matamoras vom 15. v. Mts. war die juaristische Armee unter Negreti von den Kaiserlichen gänzlich ge- schlagen, und Negreti selbst mit 2000 Mann gefangen genommen worden. Die Juariften hatten außerdem 700 Todte. Die kaiser- lichen Truppen haben Camarrago eingenommen.

Aus San Domingo wird vom 12. Mai berichtet, daß der größere Theil der spanischen Truppen den Hafen verlassen hatte, Die leßtcn Abtheilungen sollten am 20. Mai eingeschifft sein und über die Havannah nach Cadix gehen. - Die Dominikaner hatten eine provisorische Regierung eingescßt,“ aber es schwebten Mißhellig- keiten unter ihnen ob, und es stand zu befürchten, daß die Anarchie wieder hereinbrechen und das Land mit neuem Elend heimsuchen werde.

Tekegraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Vürean.

Hamburg, Montag, 3. Juli, Vormittags. Der vHamb. Kor- respondent- enthält folgende Mittheilungen aus Kopenhagen: Die internationale Prisenkommisfion hat ihre Geschäfte beendet. Den deutschen Rhedcrn, deren Schiffe aufgebracht wurden, werden der Werth der Schiffe, sowieder entstandene Schaden und AuSlagen erseyt, Für den ihnen durch Entbehrung des Eigenthums von dem Tage dchrise an bis zum 1. Juli, dem Tage der Auszahlung, entgangenen Ge- winn ist denselben außerdem eine Vergütung von 15 pCt. des

Schäßungswerthes der Schiffe zuerkannt. Wiesbaden, Montag, 3. Juli, Vormittags. Bei den statt- gehabten Urwahlen für das Abgeordnetenhaus haben die Kandidaten

der Fortschrittspartei den Sieg errungen.

Triest, Montag, 3. Juli, Vormittags. Der fällige Lloyd- Dampfer mit der Ueberlandpost ist aus Alexandrien heute früh hier eingetroffen.

Gewerbe- und Handels-Nacbrtchteu.

- Wie in Leipzig, Würzburg, Nürnberg und andern Städixn habeii nun auch die Schuhmachergesellen in Magdeburg, der dortigen Zei- tung zufolge an ihre Meister die Forderung eines erhöhten Arbeitswhnes

e*tellt.

g] -- Der Jahresbericht der Mainzer HandelSkammer für 1864, schreibt man dem „Schwäb. Merk.«, spricht sich dahin Jus, daß der baldtZe Abschluß eines Handelsvertrags _mit dem Jdmgreich Jtalten um jo mehr eine Nothwcndigkeit geworden ]ei, als diejes mit fast allen "anderen wirthschaftlici) bedeutenden Liindern Handels- und Schtffsahrtöverirage_ ab- geschloffen habe, denen gegeniiber Deutschland, ohne gleichfalls der Brgunßt- gungen dicser Verträge theilhaftig zu werden, nicht mehr zu konkurrtrenwm Stande ist. Beispielsweise Leder , ein „Hauptartikel, 'bezahle von Mainz, wenn es aus dem Zollverein in Italien eingeführt wvird, per 100 Krlogr. 31 bis 35 Fr. mehr Zoll, als von Frankreich emgefuhrtes erer. _

Leipzig, 28. Juni. (M. Vztg.) Gestern Abend fand im x.yotel de Saxecc eine Versammlung der Schuhmacher statt, um iiber Verbcffccung der Arbeitsiöhne und sonstige Reformen zu berathen. Die Regelung der Ar- beitözeii auf 12 Stunden täglich, mit Wegfall der Feierftiinde und„de_s blauen Montags, fand einstimmigen Beifall. Ebenso dteCrflaruyg, daß die jeßigcn Löhne zu niedrig seien, bei denen der Verdienst eines nitttleren Ar: weiters zwischen 1'5-3 Thlr. höchstens fich stelle. Das promsdrische Comito stellte einen Lohntarif auf, nach welchem der Geselle fur elm Paar kalb- ledcrne Halbsiiefcl odcr Stiefeletten in Zukunft statt 22Z-f-275 Mgr., 1Thlr. 722 Ngr. bis 1 Thlr. 10 Ngr. erhalten sol'lte.' Fur rm Paar Damcti- zeugsiiefeletten 18 Ngr. Auch die Nothwendtgkxtt, daß dteMeisier, dinxn dic Preiserhöhung ebenso nöthig sei als den Gejellen, fich daz'u vereinigten, wurde ausgesprochen. Es waren zwar mehrere Meister erschienen, doch be- theiligte fich keiner derselbe!) an der Debatte. Em Llusschuß von 7 Mann wird die Interessen der Ge1ellen wetter vertreten. _ . '

*- Briefe aus Belgrad melden dte Yufstndupg sehr reicher Siem- kohlcnlager am serbischen Ufer des Donaustromes. _D'ie serbische Regierung untcrhandelt so eben mit einer Gesellschaft auswartrger quitqltften, um derselben die Ausbeutung der Petroleum-Oueklxn von Koyamk, emer ander- weitigen serbischen Compagnie die voun Waltewo, endlich dem Franzoscn Bouillon jene von Maidanpek zu ubertcagen. Wischen Belgrad und

*. Alcxinißa, längs der türkischen Grenze, soll eine Ei enbahn erbaut werden.