1865 / 157 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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mit einem schönen Thurme versehene (Harnisonkirche in Augeyschej» zu nehmen. Zu Abend speist Höchftderselbe bei dem Dwrßonß- General Herwarth von Bittenfcld, während welcher Zeit em ro er a "en rei att and.

J ßAsZ Lyck). Zune? ssteßtef Se. Königliche Hoheit die Inspectionsreist nach Jnowraclaw fort, wo Höchstdcrsclve gkgknx halb .11 Uhr Vormittojgs auf dem eine halbe Mcilx yon der Stadt lteg'mden Exerzierplaße eintraf und dort die Be11chttgungodeö Z. Batatllo_ns 49. Jafantcric-Regiments vornahm. Nack) derjelbcn begabez: nch Se. Königliche Hoheit tmc!) Markowih, dem Gutxßdes Frnberxy von Willamowiy-Möllcndorf, von wclchcmzowcbßdcrselbe dlc Einladung zum Diner anzuncbnnn gcrubt hatte. Auf der Fahrt durck) Jnowraclaw, das wie Strzclno Und meh'rere an der Jnowraclawcr Cbauffcc gelegenen Dörfer -- Wie Jaxia und Krusza -- cinen festlichen Lambs und angelegt und Ebrenpfortcn crricbtct batten, Kronprinzen Königliche Hoheit,

chrnbtc

vorßcllcn zu lassen und mit ihnen sjcs) einige Zcit_ zu znnchütcn. Um 1 Uhr erfosgte die Anknnst anf d_cm fcstlicL) gx1chmi1cftcn§MaP kowiy. Oln dcm Liner nahmen außer dem Gefolge UF .“),xrmch noch der General von Herwartb, das Jnowraclawcr Omztercorpd, dcr sterertretcndc Kreis-Landmtb und einige de.rmch-dach Rißcrgntö- befißer Theil. Um Z Ubr fnbr Sc. Königlich «OWM uber Strzclno

und ““Trzcmchw nach Gnesen jvcitcr, wo Höchstdcffcn Ankunft mn ; 6? Uhr unter dem lauten Hurrabrufrn yon Tauxcndcn von Bcwob- :

nern dcr Stadt und Umgegend crfolgtex wrchc *,“icb weit von der Stadt auf der Cbauffrc nacb “Trzemcszno anfgesUUt batten. Un- mittelbar nacb dcr Begrüßnng durcß die' Behörden, welche mit ihren Dirigenten Und Braunen, dcm Gymnastum, den Schulen und ihren Lehrern, dcr Bürgerschast und der Schiiycn- gilde kei eiuer am Eingangs der Stadt crrichtctcn, präcbxigcn Ebrenpfortc fick) aufgcsteklt batten, crfolgtc die Inspizirung ch anf dcm Exerxierpwy: aufgcsttUtm Bataillons vo.:p 14. Landwehr-Neginnnt, Nach derselben gcrubtc Se. Königliche yoßctt Das nycx an der Ofüzicrstafcl einzunehmen, zu wclckcm außer dcm OMzter-Corps aus!) der Krtis-Landratb, der Bürgermeister, Stadtverordnctcn-Vor- steßer und Kreisgrrichtx-Direkwr befohlen waren.

früi) in die Nacht hinein war die Stadt glänzend erleuchtet und von den wogcndcn Massen cincr fichtbar freudig bewegten Volksmengc delcyt. Am 30. Juni früh Morgens fand noch die Znspizirung der beiden in G11c1cn_ garnisonircnden Bataillone des 49. Jnfantcrie-chimcnts sxatt, worzux Se. Königliche Hoheit um 9 Uhr die _Stadt_ verhex; und mt) über Schwersenz, die Stadt Posen ummhxrnß, dtrckt nach „dem Eisenbahnhofe daseibst begab, von wo Höchstderxelde Jbrcr König- lichen Hoheit der Frau Kronprinzexsfin, Höchstwclckzc am Morgen dieses Tages von Poiédam abgereist war, _ . ,

Nachmittags traf "dann Sc. Königliche Hoheit um Jvrcr König11chcn Koch: der Frau Kronprinzesfin wieder auf dem Badnbofc in Poxcn ein. Die Stadt Hatte in aÜen ihren Theilen sic!) auf das präch- Tigfie znm Empfange der Höchsten Herrschaften geschmückt, MD Die städtischen Behörden so wie die Bürger im WM- eifer mit einander steh bcmübt, dcr Wende rimen ficktbarcn AuLdruck zu geben, mit welcher dieser erste gcmcixxfame Bcsuci) dcs exlaucßren Paare:? die Gemütbcr aUcr Bewohner dieser Stadt er- ?üüie. Aux" “dcr Freitreppe des Bahnhofs hatte die Schüßengildc fich DOW; in der Vorbaüe standen die Mädchen und die Schuljagcnd kek » 7 Jarka; und Li) junge" Damen aus der Stadt in fest- lichc22 KLTirer- :kaZéx ééxmm' "::cxxxcn xmd Gedichte übcrrcicßtcn. Vn" ker Einsabrt in die Stadt salutirte die Festung mit L] SchÜßcw KMTeZT-Z Lc-Z Thores Fanden drr Maxißrat Und die Stadtverordne- Jm bei der von Fkt Stadt erriebxcxm Ehrenpékrte, umgeben DOLL dm Gewerkesz welcbe weiterbin ein Spalier durcb die “Straßen bil- ?etckx. ET": die ßcbm Herr? akxcn Kir Ehchpfoxtc erreicOtcn, trat

kek Okek-Vürglrmxisxrr NQUTUQUU an "Den Sckxlag de:"? Wachs Und -

Erzrüßte ÖÖÉßdirTcxbcn mit ?slgcndcr Anspracke:

2T'MÉZIUÉÜZÜC'T KrONrrßnz- TurÉszthégsteKrknpxénzcßk Dée Stadt- éx; Mike Eure KSUZZÜÉ! Ökßéétkn cänzécßen, kukchnen ZUTCÖ U:“;Z- :brc Vcr- WUB 'US bexzüäzße Willkoxvmm ZU, bÜnZt in Ehrerbéctung ikrcHuld:Zungcr1 dat, WKM Mad]: aua“.- kZe Gemütbc: beunruhigcn unk kckrückcn: nim- Wk! WM He dn TZefwurze.€nLcn Gefühls ker Ehrfucht unk L?cbe, die trér FWW JOIN,“ H„e Nm: herne aUZUMal ZUrÜK vor dem .*?Wgeféxi'le der ZUM: ck JUTTA ÖUZM nkekt. LQnZe Jaén: haben Wir rergcßcns gc- Y»W, €€: TUTÉWÄZYZJC eru- kin ;Ercrxbrtcé VNÖZLZ Ter 'ZcTc'nfxen TVZWT*ZY„ “H.:! U;;Zx-éex Mäucm Zu b:;t"€;§:xn, Ter SÉrUrz 3.t§uschtér Er- TWMZLQ ';“: SM: T“kTZL"7T'UZ Txt-Zéxxxr: kx! ":ck Zn Tx.:?! Zcxrandklt Für (FMÉTNQZ !!“-«Hexe! ZW-ÉZÉ-É-n Sdee. MSN Zh! EWU,; 4.71 uxscke Ziakt W YÜMRR Tem. ENUFM TUN Kénxg?:che chtéx, WZ! b-„mn "darum, WM ÖUWZWZW ;:„x-é'x; zu?:xmßnxkn

Se, Kößingéze H?heit der JU U'MZCM;

ZL) DMK ZWM, HU“: ObcxHÜrge'rmeister, fäl “Zen berzliÉen ÉmxsfM-r TM ck SWT: POM: dcr Kromxrixßzeskixx, P(kiiilk Gc- UWZ-ÜW; UNT M?“ ÉUÉTLT. WZE fieUen up.“? heute ei::e Znsage ZU «MUM, L-ixe JK" Jßxxm Uns: M chr ('n-„ßer Zeit gab, da die

K r ? nr 1: i nz geruhten darauf

Jabncnscbnmck , dcs ; an der Kaserne anhalten zu (amn, :

woselbft fich die städtischen :c, Behörden versammelt batten, fich dicse _ ' «OUT

Hoffnung, die Ich vor zwei Jahren aussprach, eingetroffen und Ruhe und Friede hier Wicke: eingekehrt smd. Gern will Ich glau- ben, daß die Gefühle, derm: Sic Ausdruck gegeben haben, treu und wahr gemeint find; in dicser frohen Zum 1th ziehen Wir freudigen Sinues bei Ihnen cin. Von stürmischen Hochs und Hurrabs begleitet, bewegte der Zug der Equipagcn fick) dann langsam weiter durch die Stadt über den WilhelmZ-Play und den Markt nach dem Regierungsgcbäude, Wo

" das hohe Paar in der Wohnung des Ober - Präsidenten sein Ab- Ofß- '

steigequarticr nahm. Hier hatten die Behörden, die höheren zicre und die Geistlichkeit fiel) zam Empfange cingcfnndcn. Bci demselben hatte der Domherr Breczinsky die Ehre, dic Mitglieder des Domkapitels vorstrlch 31: dürfen. Sc. Königliche Hoheit sagte nach dieser Vorstellung: Es befriedigt Miki), beute, wo Ick bereits zmn dritten L;)Talc Posen besmhc, das Domkapitel bci Dieser Gclcgcnhcit wenigstens zum crficn Male zu sehen. lecnds nach dem Diner, 311 Welchem dic Ofßzicre dcs" L. Leiv- aren-chimcuw Nr, “L cingcladcm Wach, bcgabcn dic Königlicch

.

* Herrschaften fich in das Stadttheater und machten nach dem Schluß

cvangclisckxcn _

Während dcffclven : trug ein Sängercbor patriotische Lieder vor; am Abend und bis *

bis Kreuz entgegenfubr. *

dcr Vorßclinng noch eine Spazicrfabrt dnrch dic crlenclytetc Stadt. Am 1. Juli fand in der Stadt die Parade dcharnison statt, bei welcher die “Frau Kronprinzcsfin an der Seite Höcßstibrcs Gc-

nmbls zu Pferde in dcr Umform iisrcs Husarcn-chimcnts mit dem

Rcivcrvusch an der Kopfbedeckung erschien und später idr Regiment dcm Kronprinzen vorbeiführtc. An die Parade schloß; fick) cin Ma- növer dcs HnsarcnRegiments aux dcm Exerzierplayc bci Drmbscm

x wohin cin “Trupp von 50 berittenenBaucrnsöch aus Gurczvn das

Geleit gab. Nach der Stadt znrückgckcbrt, unternahmen dic König- licbcn „Herrschaften, gclcitct von dem Obcr-Präsidcntcn Horn, eiue Rundfabrt durcb. die Stadt nnd sticgcn im Rathbansc und im Dom ad.

“'m lcytcrm begrüßte der Domherr Brcczinsfv dic bobcn

x

* c mit einer Anrede, au" wel c Sc.Köni1lickc Hoheit dcr Kron- x

prinz zu crwiedern gerubtc: Ich danke Ihnen für das freundliche Willkonnncn, was Sie Mir nnd der Kronprinchsin, Meiner Gemahlin, an der Scijellc dicses cbrwi'trdigcn Domes entgegenbringen. Jndcm Jcl) Jbrc Majcstätcn denKönig Und dieKönégin, so wie Mein Haus Jvrcr “Fürbitte cmpftblc, deren die Jürsicn immer, am meisten awer in solcher Zeit bedürfen, spreche Ich die Hoffnung ans, das: der gewichtige Einfiuß dcr Geistlichkeit dicser Diöccsc, seinen segen- bringcnden Beitrag dazu liefern möge, daf; Rude, Friede und Glück diesen Landen erhalten werde. Mittags war groyes Diner im Schloß, Abends Bakl im Denkschcn Kasino. - Die Illumination war in den Öanptstrasxcn an die- scm Abende eben so glänzend, wie an dem vorhergehenden; dic Walliscbeibri'xckc und das dahinterliegende Gebändc zogcn dic alxge- meine Olnfmcrksmnkeit der bis gcgen Mitternacht bcrumwandclndcn

' Mcnscbcmnenge besonders auf fick). Sonntags wohnten Jbre König-

lichen Hoheiten dcm Gotteödtcnst in dcr Garnisonkirche bci, bcfabcn daranf untcr “Führung des berittenen Offizier-Corps vom *.).Hnsarcn- Regiment das Fort Winiary und verließen nnter derselben Führung nacb 12 U br die Stadt unter lebhaften anufen dcr fiel) auf den Straßen bewegenden Volks'mcngc. Auf dem Bahnhofe batten sicb noch zwei Vcrcinc aufgestellt, die dem abgebendenZugc ibrczßnrmbs nacsysandten.

Danzig, 5. Juli. ;D. D.) Das" Widderschiff *Chcops- wird morgen das Dock verlassen können, da die Zimmcrarbciten bereits bewirkt und nur einige kleine Schmiedearbeiten im Rückstande ge- blic'ccn find.

Schleswig- Holstein. Dic vHamb, Ztg.- Veröffentlicht folgende, ihr von dem Königlich preußisckxcn Civii-Kommissar Herrn v. Zedlitz unter dem 3. Juli d. J. Ingesandtc Vcricbtignng:

"Die Nr. 152 der »Hamburgcr Zcitunga vom 1, Juli bringt an ihrer Spitze die Nachricht, daß ich, wie die Blätter melden, »zum 6. Juli, dcm Geburtstage des Hcrzogs Jricdricy, welchcr überall in Städten und auf dem Lande in Schleswig - Holstein festlich begangen werden wird, auf ein bewaffnetes Einschreiten angetragen habe.:x - Die Blät- ter, auf welche die Zcitang fich hierbei bezieht, find, wcnn fie d::ß melden, falsch unterrichtet. Ich habe, nachdem ich von den Aufforderungen zur “Feier dicses Tach Kenntniß erhalten hatte, allcrdings durcb dic Pflicht der “Sorge für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicher- beit sowohl, als durch di? Rückficht auf die aljerhöchsten Regierungen, wclche zm ;th allein die höchste Autoritä? im Lande bilden, Vorkehrungm für Jebrtén betrachtet, welcke Ausschreitungen der Feier nach der einen oder .mdcrcn Ricbtung hin vcrbütcn, und glaube, daß eine Verweisung der Feier in ?Le hierdurch [*ezeicbneten Grenzen im allseitigen Interesse liegt. Daß ick an cin bswaffnetes Einscbrcitcn angetragen habe, ist duxcvaus unwahr.

_ Der 'Nordd. JsenSb. Ztg.- wird aus Kiel vom 4. Juli geschrieben: :Dem Advokaten A. Rathlev, 1vclcher die bekannte “Scheel-Pleffensckxc Adresse u11tc1*schr'iei*en hat, ist von der Direction dcr Altonaer JenkrvcrfickyernngI-Gesellschaft did Agentur obne irgend welchc Angabe der Gründe genommen worden. Nachlässige Ge- sckxäftéführnmg kann nicht die Vcranlaffung sein, da fich nachweisen läßt, daß die Zahl der Zntereffenten unter Rathlevs Agentur stck)

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vermebxt hat. Gleich nach des Betreffenden Erklärung in dem „Kirber Wochenblatt- wurden hier in Kiel Stimmen laut, daß dies dem Herrn Ratblev theucr zu stehen “kommen solle. err haben Altonaer Intercffenten dev Direction mit ihrem Austritt gedroht, wenn fie nicht den Advokaten Rathlev als Agenten cntlicßc, _ Sie ist leider schwach genug gewesen, solchen unbilligen Verlangen Folge zu leisten.- _

Hamburg, 3. Juli. (W. Z.) Die Strikes find noch nicht zu Ende. Noch immcr feiern zahlreichGcbülfen in den meisten Corporationcn. Am cnergischcstcn sind die Zinnncrmcistcr vorgexxan- gen; fie haben ihren widerstrcbendcn Arbeitern erklärt, daß jvcr mcht innerhalb Weniger “Tage fich definitiv dcn gemeinschaftlichcn Anordnungen der Meister fügt, nie wieder Arbeit bei ihnen erhal- tcn kann. “Einige. Hundert Gesellen batten in Folge deffcn freiwillig dic Stadt vcrlaffcn. ““Zwischen den Ma:1rcrmcistcrn nnd Gesellen und amv in mcbrcrcn anderen (Hewcrkcn ist cht Anssrckzt ans Ver- fiändigung vorhanden. Die Tischler -(Hc[)ii1scn und Jnstrnmcnxcn- macbcr sind bis cht mit ihren einseitig fornmlirtcn Fordcrnngcn nicbt dnrchgedrungcn und werden es auch schwerlich. Zu der Iser- mann'sclzcn Piauofortcfabrik arbeiten Vente von mehreren hundert Gebüsch nur 15.

Sachsen. Dresden, 4. Jnli. (“ÖL'TÖD.J Mit (ch1cb1ni- ,Umg Sr, L'Tajcstät ch Kömigs soll im Herbst dicses Jahres eine Fmammcnziebnng der “Infanterie und NO größten “Theils dcr Rei- tcrc: -Brigadcn- rcsp. Rcgimcntcrwcisea inCantoxmcmenrö von circa 4- rcsp. (Nvöäycntlicbcr Dauer stattfinden. Die obere Leitung des Ganzen ist dem Gcncral-Licntcnant v. Nostiß Übertragen.

Gotha, 4. Inli. In der heutigen Siytmg ßimmte dcr Landtag dem Postulate 'der Staatsrcgicrnng zu, demm- folgc «mf das nnscrcm Herzogtbnmc zufallcndc Anlagekapital von UWZWW ?Tblr. für die projektirtc Gotba-Lcincfcldcr Eisenbahn (dcr prcußiscbc Betrag ist 3.661,0(1x) 'Twsr.) eine staatliche Garantie 4pw- chtiger Vcrxinsung so lange gewährt werden soll, bis 14) Jahre hinter einander 4 pCt. Zinsen abgeworfen hat. Auch ging der “Landtag noch darauf ein (was bekanntlich das preußische Ab- geordnctcnlmus abgelehnt hat), gleiche Garantie für etwaigen »Mehr- bcdaxf zn übernehmen, vorausgcscßt, das; die von der Bahnlinie [*crübrtcn prcuésschn Städte dcrsclbcn Garantie fich unterzögcn. Uebrigens soll zu lcßtcrcr gcgründctc anöficbt vorhanden sein. » N&W Erledignng diescr (Hcgcnftändc wuxdc der Landtag vertagt.

Frankfurt a. Mk., 4. Juli. Gutem Vernehmen nach, écbrcibt dad »Jmnks.Jonrn.-, '.mt der Senat in einer seiner jijngsicn Eißungcn dcm Von Preußen Namens dcs Zochrcins mit dem Königrciöo Italien abgeschlossenen „Handels- und Zollvcrtrag, vrrchaltlicb dcs vcrfassm:génxäßigcn Znstinmmng der übrigen “€?:«m:*:«féxpcrsckßaftch, seine (Henckmignng cribcilt und die dcshalbigc ?inzcigc nach Berlin abgcbcn lassen.

Baden. KaL'lÖTUÖC, 4. Jnli. Wie die »Karlsr. Ztg.- Mittbcilt, da: bei dcr FranGroßherzogin Sophie das schon längere "Zsit Vcstcbcndc, aber cker) öfteren Stil]st«1nd einem milden Verlauf Urbmcmdc Brnstlcidci': in Folge eines nchrnmtbct anftrctcndcn, *,"cbr 1*clchc in bodcm Grade Vcsorgniß erregt.

Bancrn. München, 4".Jnli. Dic Ka111111crdchcichs- 73th hat gcücrxx dic Gcscßcntwürfe bezüglich der CiscnbaWban- DotakiOU nnd bczügliäé dcs Anlcbens für die oberfränkischc Kreis- Jkrctmnstalt, cha „so den Antrag ch Abgeordneten l)]: Barth, Weick'kk dic Vcrmcbrung Dcr Zahl der Gcsclnvorncn bezweckt, ange- 11o1mch, fo das; bicrsjkcr Gcsammtbcsclylns; besteht. Die Kammer W: kam:, Wie bereiw xclcgmpbiscb mitgetheilt, den Antrag des Ab- gccxdmctci: Kolb; -dic sckélcswig-bolstcinstl)? Angelegenheit betreffend“, [*cx*3rl*c:x1:11d1mck cingebcndcr chattc, an “welcher fiel) auch dec Köméglickxc Sxamsnsnistcr Frcibcrr von Der Pfordtcn bcthciligte, dcn BMWLUL dcr Kammcr dcr Abgeorömctcn unverändert und mit Ein- sximmigkcit ajxchUnncn.

Ju dcr gestrigen Siynng der Kammer der Abgeordneten warde [*czi'xglicb, dcr Rückäußcrnng der Kammer der Reichsrätbe Über das?“ *)l111ncsticgcscxz nach sehr cingcbcnßcr Debatte auf Antrag des Abg. Umbscbcidcn beschlossen, auf dem Art. 2 311 beharren, dem- stkbcn jedoch einen ZUWZ bciznfügcn, dahin lautend, daß von der Vcftimmumg dcffcibcn diejenigen ausgenommen find, welche wcgcn VchdachLcn Moröcs als schuldig erkannt wurden. Die Kam- mer stimmte sodann bezüglich dsr Anträge, die Landwehr be- treffend, dcm Bcschluffe der Kammer der RÜchSräthe bei,“ die Anträge bezüglich der Rechte der nichtancrkaxmten Religions- Gcscllschaftcn und bezüglich dcr Emission von Kassenanwcisungcn Wurden in Anbetracht des nahen Abschlusses des Landtags, der eine eingehende Bcrathung nicht mehr ermöglicht, zurückgezogen. Die Kammer hat hierauf noch bezüglich der Anträgk auf Abänderung des Taxgeseßes und bezüglich der Zinsengarantic für die in der Pfalz zu erbauenden Eisenbahnen den Anträgen ihres Aussthuffes beigestimmt.

-- 5. Juli. (W. T. B.) Die Kammer der Reichsräthc ist auch dem neuesten auf Aufrechterbaltung der uneinge- schränkten Amnestie gerichteten Veschlussc der Abgeordneten-

; kxzmmet: einstimxnig beigetreten; es ist somit über das ganze Gesek - em Gemmmtbejchluß der beiden Kammern erzielt worden. * , findet die (chte Kammerfivung statt.

Morgen

Oesterreich. Wien, 5. Juli, (W. T.. B,) Die heatige "Wiener Abendpost- is! in den Stand gcseßt, zu verfichern, daß die

' Gerüchte von einer bcabfichtigten Modification dcr Vankacte durchaus ] unbegründet find.

_ " Bezüglich dcr Behauptungen mehrerer Blätter, nach welchen „Yubncr ,nur Back), in Rom dahin gewirkt hätten, eine Verstän- dFY-gnng nut dcm Florentiner Kabinct zu verhindern, schreibt dasselbe *«latt:

Ocstctreicb «Met dic Prärogativc des heiligen Ztublcs und dessen Selbst-

- cntscbcidung in allen die Kirche berührenden Fragen zu hoch, als daß die

östxrrxichixchc Diplytzmtie es hätte unternehmen sollen, auf die Entschließungen des &»prth m dlU'cr Angelegenheit irgcnd einen Einfluß zu üben. ;m der bcnngcn Stßung des Herrenhauses machte der Präfi-

' dent dic Mittheilung, das; wegen unvorhergcschcncr Ereignisse die

Jinanzkommisfion fick) veranlaßt sche, das Kriegs- und Marinebud- get einer Revision zu unterziehen, um alsdann mne Anträge einzu- bringen. Das Krichbudgct wurde daher von der heutigen Tages- ordnung abgescyt.

«* -Wie wir soeben erfahren, schreibt die *Ostd.Post-, soll der

[ bisherige Statthalter in Mähren, Freiherr v. Pochc, zum Polizei-

] Minister ernannt worden sein.

; des Staats -Ministerimns bilden

- ** , . _ _ Hierdurch würde das Gerücht wider- legt, daß das Poltzct- thstcrium in Zukunft nur eine Abtheilung solle. Dic Demission des Herrn

? v. Hasncr als Präsident des Unterrichtsrathes isi nachträglich doch

erfolgt. Wie wir börcn, hat derselbe gestern Mittags sein Entlas-

; sungsgcsucs) persönlich Sr. Majestät dcm Kaiser übcrreick)t. Dasselbe '“ wurdc angenommen, der Kaiserliche Wunsch aber hinzugefügt, Herr ) v. Hasncr möge einstweilen die Geschäfte des Unterrichts-Rathes fortführen.

dic Balm :

Dic hchigc- »Wicncr Zcitung- bringt die amtliche Mittheilung, daß 11th Katnrltchcr Entschließung vom 2. Juli d. I. der Kardinal und Erzbisthof von Agram, Georg Hautik von Varalja, auf

; sein Ansuclycn von der seit dem Jahre ]BZS bekleideten Würde cines ( ]-0('11mt„1'11('118 [vnnxxliK in Gnaden enthoben und gleichzeitig ? der im Range älteste Obergespan, Ivan Kukuljcvié de Sacci zuml-«néntntx'npnx lmnnlix "Kemo nt! l,)4-11(5[)]:|,(:id|1m mit jcnenRechten nnd Befugnissen ernannt sci, welche dem l,(')(?1_nnt„('k10n§ !*mnuUI als

Stellvertreter des Bau am Landtage des Königreichs zukommen.

J Zugleich ist_ der Karßin-Erzbischof Haulik zum K. Commissair ck ml ;10t11111 11“1l,1'0(]11(:t101118 dcs neuernanntcn Banal- Stellvertreters ? im Landtage ernannt.

'. dung cntbehrt.

: Fcbrnar 1823 geboren, war noch in ; Hauptmann von Znaim in Mähren.

)Mai USZ zmn Vice-Präfidentcn der böbmisch

“Zugleich wird folgendes Kaiserliahes Handschreiben veröffentlicht: Lieber Kardinal-Erzbischof o. Haulik! Indem Jck) Sie auf Ihr An-

: sncbcn von der. Würde cines l-ocumtencxnz' [)Uk131i5 in Gnaden enthebe, qe- ) rciclzt. cs Mir zur besonderen Befriedigung, Ihnen auch bei diesem Anlässe

für Ihre treuen und crspricßlichen Dienste, mit welchen Sie sich um Staat 3 und „Timbo gleich hoch verdient gemacht haben, Meine Anerkennung aus- z11dr1"u“cn.

Mehrere Blätter, schreibt die »Gcneral-Corresp,-, sprechen von

Xckobaftcn rbcmnatiscbcn Jicbcrs; einc bedenkliche chdung genommen. dcmAbschlnssc cines Handelsvertrages zwischen Oesterreich undMon- 'tcncgro.

richt, indem cs von ihr Notiz nimmt, als unglaubwürdig. Wir

Das »Journal de Constantinople“ bezeichnet diese Yach- 1111scrcrscits können noch bestimmter versichern, daß fie aÜcr Begrün-

Jn Bezug anf die persönlichen Verhältnisse des zum Staats- Ministcr dcsignirtcn Grafen Belcredi werden in Wiener Bl. fol- gende Mittheilungen gemacht: Graf Richard Belcredi, am 12th den fi'mfziger Fahren Kreis- Jm März 1Z [ warde er mit der Leitung der politischen Landcsvchördc von Schlesien be- trant und im Oktober 1862 znm Lanch-Chef von Schle'scxx, im Statthaltersi, im Mai 1864 znm Geheimen Rath Und Statthalter von Béb- men ernannt. In allen diesen Stellungen bewährte fick) (Hraf Bclcredi* als einen talentvollen Und energischen Verwaltungs- bcamtcn. Jm Abgeordcnctcnhansc, dem Graf Belcrédi als Vertreter des böhmischen Großgrundbesißes angehört, hat dsrselße in Ver- fassungsstagcn stets mit dem Ministerimn gestimmt. Die Reden Graf Belcrcdi's in dc'r ersten Scsswn werden als klar im Gedanken- gange Und maßvoll in der Form gerübmc. In der zweiten Scsfioxx hat Graf Bclcredi fick) an den Arbeiten des Reichsraths fast Jay nicht bcthciligt,“ in der laufenden dritten Session war cr meist in Prag abwesend, wurde jedoch für wichtige Abstimumngen stets vom Staatsministerium aus tclcgrapbisck) nach Wien beschiedcn.

Belgien. Brüssel, 5. Juli. (W. T. B.) Der Scaar nahm heute das Fremdengeseß mit 35 gegen 2 Stimmen :mch kur- zer Debatte an.

Frankreich. Paris, 4. „Juli. Der gcseygsbemdc KÖYPÉT hat heute seine lcßtc SiyUng gehalten. Der größte Theik derselben wurde durch die Diskusion über Geseßentwürfc lokaler Bcchmng in Anspruch genommen, mark) dercn Annahme der Präsident dje Abschiedsworte sprach, in denen er andeutete, das; dis: Kammer Ick