1865 / 160 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Abgereift: Der Wirkliche Geheime O'ber-Jinanz-Rath und Ministerial-Direktor Bitter, nach der Schwexz.

Nichtamtliches.

reu en. Gnesen, 8. Juli. Atzs Anlaß d'er Anwesen-

heit Jr. Kößüglichen Hoheit des Kronprttzzen am 99. und 30. 1). M. am hießgen Orte hat der Vürgermxxster MachatmsK gnterm 1. d, MtS. folgende „Bekanntmachung tm Gnescner Kretsblatt erlassen: . " ' _ d* “"e. Köni liche ohcit der Kronyxmz hohen „uber, den Sextens cr EinwvonerschaftancsZs bei Ihrer A11We1enhctt. htersrlbst am „39. und 30. v. M. Ihnen bereiteten feierlichen und herzltchen Empfang gegen den Unterzeichneten, ein Mal am Abend seiner Llukuyst, zum zwextcn Male bei seiner Abreise, höchst anerkennend und hgldrechx dankend Sul) ausge- sprochen, zugleich auch demselben befohlen, diesen Ihr?] Dank'zur qlxge- meinen Kenniniß der Bürger Gnesens zu hungern, Inden? 1ch dwßnk hohen Befehle hierdurch freudig Folge lezste- nehme 1ch zugleich gcnx (x):- legenbeit, der Bürgerschaft und vorzügltck) allen dZ1cn4*"11Yelc_icke m 10 er) [ freulicher Weise zu einem würdigen Empfange SIT“ Komgltchxn Hohext ; beigetraqcn haben, besonders auch den Herren Sangcrn, memcn herz- 4

' ' D nk aus udrücken.a " .“ ? “YYY, 8. Sßzuli. (N. H. Z.) Der Prafident des Evangelq'chßn ! Oberkirchenraths,*Wirkl. Geh. Rath MUMM we'lcher gcge'nwartt'g ? auf einer Rundreise in unserer Provtnz begrtncn tft, verwerlte vxx- x gestern in unserer Stadt und hat n, a. auch den Franckeschen S 1f- x b

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“u'n Be ml ab e attet. ' tungYIleswiLJ-ÖOFFÜU. Heute Mixtag,_schretbt 71an der * 'FlenSb. N. J" aus Eckernförde, 7; JUN, ltcs cm preuß1sches Kanonenboot in unseren Hafen 'em. „DZM Vernehmen n'ach ; Zucht dasselbe einen Schießstand für dte Schteßubmxgcn der'Marme- ; mannschaft in einer Ausdehnung yoneq.3()00Schrrtt, dL em solcher ; Seeschießstand bei Kiel wahrscheinltci) mcht zz: cnrhaltcn 11t. ;

Kiel, 8. Juli. (Kieler Z.) Sr. Maxestat Kgnozxcnb'oot »Cy- ! clop-, Welches gestern «Zehufs Ansuchen cn1e§qu§es "fur dt'e Schteß- ? Übungen Sr, Majestät Fregatte »Gefiona bis Eckernforde gmg, fam ?

gestern Abend 10 Uhr wieder zurück. Er. Majestät Brigg 'ROVck-t ' P

* onta den * (1 en verlassen, um die Uebungsfahrten nz der *? YYY fortzxtzxscszxéÖ ZfNehrere Secwehr-Offizicrc, ,weche ans 1hrezx ; früheren Steliungen als Steuerleutc dcr Handelsmarme dztrch 'die ; Krichverhältniffe in die Marine xintrctcn. mußten, und ]eßt 1h1r ; Examen beim Seckadetten-Jnstitut m Berlm bcstc'nxden hab'en, WZ- ? den nächstens hier eintreffen, um an Byrd der htepgen ZTrtcgssxhtsxe :] zu gehen und demnächst definitiv ci1“1ra'ng1rtzx1werd§z1. Sr. Maxeßgt j Kanonenboot *Cyclop- geht morgen Vorunttag H„Uhr nqch Jnc- dricbsort, um die dort befindlichen beurlaubZen Ofstztere und See- i soldätcn nach Kiel zu bringen und führt djeselben 9 Uhr Abends ! wieder dort in urück. . * [ ! Nkeéxienzburg. Neustrelih, „5. Julx. “(Neustr.Z.) Nach- ! dem die Großherzogin-Mutier u11d dte Herzogn) Carolmc fich be- & reits am Montag dieser Woche 11ach__Rumyenhc1m begeben haben, smd auch der Großherzog und die Großherzogtt) 1hncn heute WZ," gc- ; folgt, ersterer, um sich von dort zum Gebrauch emer „Kur nach Kxsjmgen | zu begeben. Ueber die Zeit der Rückkehr „Yer allerhockZsten chr1chaftcn verlaütet noch nichts Bestimmtes, denn wahrend cs fruher hteß, thsclbc Werde zum 12. August zur Enthüllyng des'Dcpkmqls, wxlches das Land dem bochscligen Großherzog Georg htxr m Neustreltxz zu ck_- 1ichten bcabfichtigt, stattfinden, ergiebt _fich xeyt' dte1c 5Unnahme als ungegründet, da die Nachricht aus Verity emtx'tfft, daß, wenn auch der Bildhauer, Professor Albert Wolsf, das Denkmal selbst bis dahin vollenden würde, doch der Steinmey - huxch deL y,erfloffexxen langen Winter an der Herbcischaffung der ndxhtgcn 'Htxemeöbehm- dert - mit dem Postament schwerlich vor Frükaahr nachxten Jahres, in keinem Fall aber vor dem diesjährigen Spatherbst fertig werden würde.

Baden. Karlsruhe, 7. Znii. (Karlézr. Ztg.) Der Prinz Was a ist gestern Nachmittag 2 Uhr, der Prinz Kar] gestern'Avcnd um 7 Uhr in dcr Refidcnz angekommen. Auch dt,? Herzogm Von Sachsen-Koburg-Gotha, geborne Prinzesfin Alcxandrmc von Bden, ist heute Morgen 1 Uhr dahicr eingetroffen, wurde von Sr. Komg- lichen Hoheit dem Großherzog auf dem Bahnhof cmpfqngen, un'd von Höchstdemftlben in das großherzoglich Schloß gclettct, wo dte hohe Frau Absteigequarticr genommen hat, , *

Württemberg. S tuttgart, 8. Juli. (W. T. B.) In der heutigen Sißung dcr Abgeordnetcnkatymxr wurkzc Jer Geseßentwurf, betreffend die Aufhebung aller “sexthertgen Be1chran- kungen der Eheschließung, mit 55 gegen 27 Sttmmcn angscnommez), Der Minister Freiherr von Varnbüler sprach und stm1mtesur Annahme des Geseßes. . . '

Oesterreich. Wien, L, Juli. Dre gestrige Sryungch

Finanzgeseße zu bringenden Wünscbezx de_s Herrenhames , m Betreff deren vom Fürsten Collerodo beretts em Antrag vorlag, der da- ' in : . .

hm ?DZZ hohe Haus wolle beschließm, die Regierung set dr.megend zu cx- suchen, eine gründliche Vereinfachung des Systems der pollttxchen Admr- nistration baldmöglichst zu bcratbcn „un? anzubabnena."

Dieser Antrag fand zwar hmrerchendeUnterstuhung, wurde aber von seinem Urheber später in Folgeedes Antrags, des Grafen Leo Thun zurückgezogen, der, wie bereits telt'grapwsck) gemeldet worden ist, eine Resolution folgcn'dcn Wortlgutsuvorschlu'g: ' _

»Das Herrenhaus, ancrkenucnd- daß es Um Ruckßcht,ae1ncrsctts aux die den Skaatsgläubigern gegenüber eingegangeycn Verpfllchtungcn' und andererseits auf den für alle Zweige der Staatsve'rwatgng “durch- die be- sichenden Einrichtungen bedingten Aufwand unvermeidlich :|,“ L dem Staatsvoransckylage für das bexeits zur Hälfte abgelaufcnchhr, dre Ytaats- ausgaben abermals mit einem Betrage einzustchn, chZchcr M;. Fm 'Cmth- men seine volle Bcdcchung nicht findet, fieht fick) bcmujxgt, gxctcßzexttg Tcme Uebcrzeugungen bezüglich der kzrerdurch begrundcten zinanzlage m Imeld- stehendem auszusprechen: .* «. " _ ' *

1) Eine Steigerung dxr Staats-Cmpawnexn uber den gcgcnwartzgm veranschlagten Betrag dcx1elben kann xm_Wege der St_xgcrgcxey- gebung nicht mehr bcwwkt werdcp, dre .Zerstcllttng des (»)letchgewzcyts zwischen Einnahmen und ?lusgaben [| dcmyach vor AUem dxadurcb ['degt, daß die jährlich wiederkehrenden Qlusgaben nnndestens M zu oem erwahnten Betrage der Einnahmen berabgcmindert Yverdon; . 5

2) Dieses Ziel kunn nicht dUrch bloße lestrxch mxdgn Kosicn der be- ffchenden Einrichtungen dcr Verwaltung und des„Hexrw-Ucns errercht _xxerdcn, sondern die Erreichung desselben ist von der Mog'wclcht und Durchxnhrung wesentlicher Llenderxmgcn dieser Einrichtungen abhangig. ," ' ,

3) Eine fernere Benüßung des Kredxts zUr Bedecktgxg ]«15rl1ch„ Wixxer- kchrcnder Lluslagen läßt fiel) um" rccdtf_ert_ige11,_n*cnu fie "ch als da? MUM darstcÜt, um es Mögliä) zu UchM, ON; ck10 Dcm Ftichcxxtcth Wch das Gleichgewicht zwischen Einnahmen Und, Yluögabct) L_" naher Ouftxnst yoch bcrgcstcllt werde, und das Herrcnhmxx 1pr1chidahcx dxe ijartung QUO, Daßxdtc Regicrmng dem Rcichrafhc dice Zunmthng- czncm de_n' anLcdcxxtctcr1 Vor- ausscichngcn nicht entsprechenden StaatsvormUcOnge 1cme ;»nstnnznnng zu ertbeilcn, nicht mehr machen werde,- okyne nacbztchxjen, ob LMO Wie der er- wälmten Anforderung entspwclxcn wexdcn könnm , - .-

/ Graf Leo Thun motivirte seinen antrava xxolJe'n-dc-r Wms:

Bei Berathung dcs StaQIvoranscquch Wr 1505 ZU m Br- ziehung cms die Eimstellung dcr erscheinlichen Cmnaéyzncn UUÖ Atxsgabcn das Möalichste geleistet, dennoch crgcch das Zz'tUßtxchsty ro 1865 emen Abgang won 8,400,000 Jl. YU 2353151"th werde er aber bechtcxtd höher sein. Denn stelle er den Etat 'Nachxdcn zu hoffeUden Einnahmen und den ilym in“ diesem JSON ]cdexjxalls zur Last fallenden Auögabrn znsmmmn, 10 'crgsbe 11ch gn „regel- mäßig wiederkehrenden EiUUahmcn an direkten und. mdzreften Steuern, aus StaatIgütcrn, Forsten und Bergwcxken, [0 nxte Jus dem Post- und Tklcgraphenbeiricb cine Suammc von 420 Mill. Yb, an regelmäßig wiederkehrenden A u s g a b c n cmBetrW[*01YZ0(_),2 Mill. und unter Hinzurechnung von 117 Mill. Fl. tm" Zinsen und

' 20,2 Mill. fiir Til gung dcr Staatskchuld ein solcher von 435 Mill".

Fl., d. [). ein Defizit von 12)- Mill. Fl Dieses Defizit Werde fich aber noch dadurch steigern, 'das; Von den durch das ngcordnctenbaz» aus den Auögaben abgestrichcncn L5,400,(20() Fl. 3111::dcst_e112 710 M10. nothwendigerwcise würden gemacht. werden müncn, daß [UI zu dem

, Zeitpunkte DU" Herstellung des Glcickygewichts dnrch KrcHitopcrationxcn ! noch mindestens weitere Z0 Mill. Fl. Gebahrungöanslach zu be-

decken seien, endlich zur Bezahlung der “Bank nach dZm Vertrage dcs Jinanzmißistcrs 75,500,000 Fl, beschc1fft werden mußten. Dar- aus ergebe sich ein durch Krediwpcratwncn ztlxbedeckendcr Betrag von 128,Z00,000 Fl., durch welchen die Zinscnlajt dcr Staatsschled um weitere 10 Millionen vermehrt würde Und das Dcftzit dcnmack) anf ZL Mi0ione11 sick) [)chlÖfiÜle Darnach wüxde, wcnn Überhaupt dnrch Herabminderung dcr Mtsxahcxxßdas Glctcb- gewicht erzielt werden folie, dic bishcügc A,:«Fgabsztncr noch-Wxtm einen Betrag zwischen Z0-40Mil1. hcrabge;111r1„'dcrt_ werdcn munxn. Die Frage der Herstellung des Gleichgxwichts set 9119 davon „alzhan- gig, ob die österreichische Gesmnn1trcherung um 00-740 Mtljwnen Wohlfeilcr hergestellt werden könnc. Ob “daes mdgltck) „sem wcrdx, bezweifle er. Es sei leider eine schr. lx1chte Sache, §111e1v_0hlfetlc Regierung umzuwandeln in eine fosUpteltge, w:o dléI sert 1848 unter dem Veifalle der herrschenden Richtung durch Vermehrung des Beamtcnhccres, durch eine überßürzte Umwandlung ßer Ngtxxrgl- wirthschast in eine Geldwirthschast geschehen ft], gbcr dte kost1ptc_ltgé Negiernng in eine wohlfeilc umzuwandeln, 1ei em schr schwtemges Unternehmen, ein kaum löSbares Problem. Das zu unternehmen könne er demHerrenbausc nicht rathen. Das Herrenhaus könne fich nicht darauf einlassen, dicWege aufzusuchen, auf welchen die Regierung gehen solle, sondern es müsse sich darauf beschränkM, sich dagegen zu verwahren, daß ihm wieder die Bewilligung cines Budgets zugemuthet werde, aus dem hcrvorgehe, daß WeitereKrediwpcrationen nöthxg seien, ohne das; die Beruhigung vorliege, Was endlich das Ergebniß sein Werdx. Zu diesem Sinne empfehle cr scincRcsolution zur Annahme, dmmt das Herrenhaus klar ausspreche, was es von der Regierung erwarte. Auf “den Vorschlag des Kardinals von Rauscher Wurde der An- trag _des Grafen von Thun ciner Kommisfion zur Vorberatlwng

Herrenhauses beschäftigte fich mit den in Verbindung mit" dem

. Überwicftn, zu dercn Wahl man sofort schritt und welche das Er-

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gebnis; hatte, daß als Mitglieder dieser Kommission Graf Leo "Thun,

Kardinal von Rauscher, Ritter von Pipiß, Fürst Colloredo, Graf

Larischx Freiherr von Lichtenfels und Graf Rechberg proklamirt wurden. Die heutige *Abendposta bringt folgende Erklärung:

Nachdcm in Bezug auf die Zusammenscxxung eines neuen Minifte- *

MMS und die einzelnen MLtgliedcr dcffclbcn cine Anzahl von Gerüchten durch die Tagcspchc Vérbrcttet worden war, tritt seit einigen (“Tagen in

“W-

dcn Blättern regelmäßig die Angabe auf, das; schon am nächsten Tage 7

die amtlichc Kandmacbung de_c betreffenden Ernennungen erfolgkn werde. Gegenüber der leßtcren Mttthcxlung max; (mr Die Thäksache hingewiesen

wcrdM- daß das bisherige Minisxerimn nock) in Anitswérksmnkcit steht , ;:nö die D*emisfionsgesuche der Herren Minister mit Ansnabme dcs Mi- nisters und Leitars der K. ficbcnbürgisckzcn Hofkanzlei Grafen indasdy, ; dann des K. ungarischen Hofkanzlcrö“ Gras'en Hcrnmnn Zicby cine for- ; mclls Erledigung Hishcr nicht erhalten („davon. Wir glauben uncl) mit Z Sicherheit anncix-men za DÜlfM, daß das MinZsrcrimn in seinem gegen- *

1:*ärtigct1_Vcst§t1dc je_dcnf»1U§ W TULU'SÖWZ dex Vexbanöltmg Über das Fétwnzgcch fo das JaHr 1005 die Amtögsxäxäste fortfÜOrcn wird. Uckerkmxtpt durfte ÖM crwahntcn GLTUCHUU eme Über bloßcMutßnmßun-

42:1 Oinansrciäécnde Bedeutum kaum U uaetcbcn "ein. 3 (., (, /

Karlowiéz, 0.J11(i. (Pr.) (941113 im StiUen hat sich ein bedeUteUdes Faktum W[lzogcn: das 1erbische Patriarchat ist *

aufgehoben. Nack) läxxgern Verhandlungen, die in Wien mit dem Patriakckécn Ma§chtercv1ch gepsloxzen wnrden, hat dieser darin gewil-

ligt Und wird das Patriarchat von Karlowiß fortan nicht mchr cin scrbiWeÉ, sondern das PkttkiaMmt dcr griecHisch-orientalischen Kirche ?

Ocstcérch Überßmxpt sein. Sännntlicße Behörden des Landes sind

durch eine (Untliche NotifiMtéon [xicrvon in Kenntnis; gescyt WOMEN, ? mit dcm ansdri'xcklichn cherkcm, daß Patriarch Maschicrcvick) auch * schon für seine Person freiwiklig (mf seinen biShcrigen Titel eines J Taufe des Prinzen Georg Friedrich Ernst Albert, des jüngsten , Söhnchens “dcs Prinzen von Wales, statt. Die heilige Handlung ; ward durch den Erzdischof von Canterbury vollzogen, Unter den ? Anwesenden befanden fick) außer der Königin dic Übrigen in Eng-

scrbisckycn PatriMchcn Vcrzicht gclkistct, Und ?Wlmlb VSU mm an «(I Patriarch der griechisch-oricntalischcn Kix» Ocficrxcichs za titU- liren sei.

*Bkliécn. Brüssel, L. JUN, (Köln, Z) Das Abgeord- netenhaus hat in hcntigcr Sixang dic (Hensral-Disfusfion des Ge- 1'eß-E11t1x*1t;fcs ['Wer die Wahl-MisMäache beendet. Man hofft, die Session gegen EUR künftiger Woche schlicßxu zn können, Und ist

in disse? Vorm:-Z"1cht das VaUkctt bey Ma'orität wel es lier „u : k *

Lande die Session krönt, wie Das ministericlie Fischeffcn in England,

x Ausgaben zu bestreiten und die Wehrkraft zu Wasser und zu Lande, welche ; für jedes Land zu den besten Friedensbürgschasten gehört, in gutem Stande Ö zu erhalten. Unsere Zeit zeichnet fich durch die zunehmende Anwendung der Ergebnisse der Wissenschaft auf die Kriegsopecationen sowohl zu Wasser als ; zu Lande aus, und England ist in diesen Dingen nicht hinter den andern Großmächten der Welt zurückgeblieben. Mit nicht geringerem Erfolge ist unsere Kolonial-Vcrwaltung gekrönt gewesen. Die Bevölkerung unserer : nordamerikanischcn Pwoinzcn zcichnet fich durch !oyaleErgcbenheit und durch * Llnhänglicbkeit an die Verbindung mit dem Mutterlande aus, und Indien, - welches nicht mehr der Schauplaß des Aufstandes und der Rebellion ist, macbt rasche Fortschritte in dcr Civilisation und im allgemeinen ; Wohlstande. ;lecr der in diesen Beziehungen so glückliche Zeit- raum dk]: leßtcn sechs Jahre war leider Zeuge eines Unglücks, welches die ganze Nation in Trauer versenkte, und während man des „Verlustes dcs Prinz-Gcmahls stets als eines der großen hei- ' mi1chcn Mißgeschicke des Landes gedenken wird, wird die durch diesen Ver- lust verursachte allgemeine TraUcr zum mindesten Zeugniß davon ablegen, ! daß die Nation die [hohen und bewunderungswürdigen Eigenschaften des * Prinzen, Dessen Tod sic beklagt, in gebührender Weise zu würdigen wußte. - Andererseits hat ein heller Hoffnungßschimmer für die Zukunft das Land durch die glückliche Vermählung des Prinzen von Wales und die Geburt ; zweier Königlichen Prinzen erfreut. Wie lange das Ministerium, dessen 5 Mitglied zu seén ich dic Ehre habe, die Angelegenheiten des Landes noch , leiten wird, lxängt nothwendiger Weise von dem Willen des nun zu wäh- lenden Parlaments ab,“ allein ich darf wohl in meinem und meiner Kol- ; lcgsn Namen sagen, daß eine gerechte Beurtheilung unserer bisherigen Ver- waltung Uns zu demselbsn Maße des Wohlwollcns berechtigt, welches uns von dem jeYt aufgelöstcn Parlamente gewährt worden ist. Mittlerjvcilc ; bitte ich Sie achtungWoll und ernstlich um die Fortdauer jenes Vertrauens, * welches so vielc Jahre hindurch eine stolze und ehrenvvÜe Lluszeichnung für mickx WMF Ick) habc die Ehre 2c. Palmerston. -- 8. Juli. Gestern fand in der Schloßkapelle zu Windsor die

land weilcnden Mitglieder des Königlichen Hauses; von den Ministern

J Lord Palmerston, der Carl von Granville und Sir (H. Grey, und

vom diplomatischen Corps der sächfischc und dänische Gesandte und der hamwvchckx Geschäftsrxägcr. Heute hatte der neue Lord-Kanzler, Lord Cranwortb, cine

Audienz bei der Königin und empfing aus den Händen Ihrer Ma-

auf Yi'mftigen Donncrstag angescßt wordcn. Man hat bei Gelegcn- Z jestät das große Staatsfiegcl. [)“] dcr [chte [»cmdigt-en allgemeinen Yerhalermg das ganze Wahl- * Ans Nen - Seeland ist die Trauerkunde eingetroffen, daß der thcm 11ach Mon Settcn bm dUrchgejpwchen und eine Unzahl von z Mixfionar [)1'. Volkner von den Maoris ermordet worden ist.

?)chornworschläch in Gcsxalt von Amcndcments zn dcm Regis: , rnngsproxcktc cmgcvracht. Jndcßcn ist das Kaßinct gesonnen, unter ck diesem AUträch Mittels dcr Vorfragc gehörig anfzurämncn und mn“ ;

die an den speziellen Zweck “DeI Geseßcs sich eng anschlicßMch. zu

Dies geschah von seiner früheren Gemeinde, Angcfichtsscincs eigenen Hanses, das er lange in ihrer Mitte bewohnt hatte.

Ur, Pritchard, welcher angeklagt war, seine Frau und Schwieger- mutter Vergiftct zu haben, ist gestern durch das Geschwornengcricht in

UUtCkstÜYLU. - Der Senat wird voranIfichtlich auf den 15. d. E*inburgh schuldig befunden und vom Richter zum Tode Verurtheilc

LiUÖLL'UfCU Mrkcn Und im FaUe dcr Vcrnrtbcilung dcs anf künfti- *

;

gen Mittwoch vor die Schranken des Cassationshoch gclaöenen Kricgémiwistcrs eiU GnadeansUck) zn dc|scn Gunsten (m den Kömig k richtcn. '

Großbritaunicsu UUT? erand. London, 7. Juli.“

] Z Die amtliche "London Gazettca vcröffcntlichk die Königliche Procla- * [

mation, dnrch wcchc das im Jahre j§59 gewählte Parlament ansgeéöst wird und die Wahlen für das UML Parlmnent ansge- sCÖL'iWTU wcrden. Léa thnvahlcn müssen am 15. Augnst (wendigx stin. Cine mxdcrc Proclanmxion befiexylt sämmtlichen Pech von Zckwttland, sick) am LTZ. Jnli im Palafte von Holyrood zu Cdin- ? bnrgb zu versammeln, um zur Wahl der sechschn schottischen Peers zu scHrciTem, die für dic Dauer des nächsten Parlamcmts Sitz und Stimme im Oberhamse habsn.

Lord Palmerston hat cm Die Wähler VOU Tivcrton fol- gende Adresse gerichtet:

94, Piccadilly, 6. Juli 1805.

Meine .Herrcnk Da das Parlamant aufgelöst worden ist, so werden mwcrzi'tglics) Neuwahlen stattfinden, Und ich erlanc mir, Sie um eine Er- ncncrung jenes Vektrauens zu bitten, mit welchem Sie mich während der Dauer von sieben auf cénandcr folgcndcn Parlmncnten bcchrt haben. Wenn 1ch jeYt zum ersten Male zu Zhnen spräciyc, so würde es für mich vielleicht nothweudig sein, mich in Vemcxkungcn Über die Zukunft zu ergehen,“ abcr ick) glembc, meine Bitte um die Fortdauer Jhrcr Gunst wohl füglich auf die Vergangenheit und auf die Ergebniss des von der Regierung, deren Mit- glied zu sein ich während der leYten sechs Jahre die EOrc hatte, beoßachte-

nwrdcn, Die Hinrichtung dnrcl) dcn Strang wird am LZ? d. M. zu Glasgow ftattsindcn.

Frynkreickx. Paris, ?“. Juli. Die Arbeitseinstellung der Seidenfärber von Lyon scheint zu Ende zu gehcn. Sehr viele dieser Arbeitkr sind wieder in die Fabriken zurückgekehrt, ohne daß ihnen

: ein weiteres Zugeständnis; gemacht worden wäre, als daß ste künftig ! aklc vierzehn Tage und nicht mehr monatlich ausbezahlt werden

ftUM. 'In einigen Fabriken ist außerdem die Einrichtung getroffen

worden, daß die Arbeit nicht mehr Nach dem Tage, sondern nach -* dcr Stnnde und zwar zu 37, 38, 39 und 40 Centimes bezahlt wird.

Die Arbeit außerhalb der regelmäßigen zehnstündigcn Zeit wird zu

00 C. berechnet.

Ancl) in Frankreich werdcn cht Beiträge zur Unterstüymtg des in der Wissenschaft hochberühmten Lieutenants Maury gesammelt, der in Folge des amerikanischen Bürgerkrieges seine sämmtliche Habe eingebüßt hat und nun als Greis mittellos in England jvcilt. Bai'ral, der bekannte landwirthschaftlichc Schriftsteller, Veröffentlicßt einen Aufruf an Alle, Welche, ohne Rückstcht auf politische Motive, in Maury das Verdienst und die Wissenschaft ehren wollen. 'Die Licbe zur Wissenschaft«, sagte er, »muß stärker sein, als der Kampf der Parteien, und das Genie, welches die der Menschheit nüßlichen Geseye entdeckt, soll heilig gehaltcn werdcn. Was liegt an der Ursache der Bedrängnisse, in “denen fich ein Mann, wie Komman- dant Maury, befindet? Hier kommt es darauf am, ihm entgegen- zukounncn und ihm zu sagen, daß überall da sein Vaterland ist,

ten Verfahrens ftü en zu dürfen. Während dieser sechs (1 re hat 1 tro . . , des schweren Druckßs, den drei schlechte Jahre auf J1clmI1dhcmßkxthFZck 1an "“O dw WlsxensWfte" m Ehren ftehcp'“ , troxz dcs schlimmen Nothstandes, der in “Folge der mangelnden Baunnvoll- Der vPatUF" “geht durch Prwakdepesche uber Panamg „dw Zufuhr aus Amerika in einigen Fabrik-Bczirkcn obwaltcte, das Vereinigte Nachklchx 3"- daß dlc BUVOÖUU' WU Loreto am 12- Mak eme Königreich im Ganzen cines bemerkenswcrihen Grades fortschreitenden Woyl- Deputation nach Guaymas abgesandt habeU, wclche Stadt die Fran- Üandxs exfrcut. Der Friede mit fremden Nationcn ist erhalten und Englcmd zosen bcscht halten, um ihren Beitritt zum mexikanischen Kaiserreichc nnd M dicser Zeit die AUÜWUIUUIM Und Opfer Lkspakk WOM"- Mlck)? cm- anzukündigcn. Loreto ist die Hauptstadt von Nicder-Californien.

Here Länder macbcn mußten. Die Verwendung des Kapitals und der Aus- an reibt dev r e, aus 2 oku ama unte ubung dcs produktiven Gcwcrbfleißes ist noch größcchreiheit verliehen und M sch F Mc *) h rm 25" APM,

R *; , . , . * . MINCHL Hemmniffe des Handels mit fremden Ländern sind beseitigt worden, FZZ, JILL, ;vcxiLsYLcTYYFYFUZÜUWYH?cninéeFxxéchhYtß mchßékan wahrend neue unk) wichtige Handelswege in fernen Weltgegcnden erschlossen “lz [)* Fd“ ,t . , V [[ t „g S v worden find. Dte Folqe davon war, daß der Re1chthum des Vereinigten waren, wel man fie cschu tg, ck18 0 mach uberschrttten zu " ' ' ' " ' - c, *- ' ben indem sie den Vertrag von Paris (20. (Kuli 1864) unter- ??omgretches ra1ch gestiegen tft, und obgle1ch „große Stcucrnachlasse stattge- [)J , & „und_en haben und auch etwas von der Nationalschuld abgetragen worden zctchneten, auf Ausuchen dcs franzofischell Gesandten m jxrethett gc- lst- 19 haben doch die Staats-chenuen stets ausgereicht, um die öffentlichen : seyt worden find.

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