1865 / 186 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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vor keinen Hindernissen zurück und werde mit Entschiedenheit den Willen ,

des Katsers und den Wunsch ganz Rußlands zu erfüllen suchen, schen Gebiet, die rusfische Nationalität be e i t » . Träume, die Euch bisher beschäftigten, und befdeftn?t, nerde fuß! und Gesinnung nicht Ruffen werdet, als Jxemdlt'nge fühlen und gezjvnngen sein werdet, es zu verlassen.«

In Lttthauen ist vor Kurzem in dem Städtchen Molodeczno das erste Schullebrcr- Seminar errichtet worden. Es umfaßt ctäts-

mäßig 60 Zöglinge, von denen jeder jährlich ein Regierungs-Stipen- ,

. . Die . . - - m Ltttdauen außer freier Wohnung mit 150 bis 1 Schweden [| gestern Abend Wilder auf dem Dampfschiff "WINS“

dium von 80 SRO. erhält. ZererfieUen find SRO. dotirt. - Der an die im Köni reich 5 olen e Garde-Begimenter erlassene kachl zum Rückmgarscb nch PZeFZJZTÜ 1st zuruckgenommen worden, weil fiel) in Folge der schon jetzt vor“- §0n1n1e11de11 * ,ich der bevdrftehenden Audiycbung entzielzcn wollen, die Notdwcndig- fett emcr starkeren militairischen Beschung der polnischen Glen,» dcr- aukzgeftellt hat. Diese Grenzbeschung soll schon in diescm Mojmt g"lerch nach Aufhebung des UebungSlagers bei Warschau ,nr Aus- fuhrung gebracht werden, und bis nach Beendigung dcrUMilitair- Llyshebung danern. Der Rückmarsch. der Garden nac!) Petersbnrg xmrd daher wohl nicht eher als zum künftigen Frühjahr erfolgen.

Der Lehr-CUrsus ist zwcijährig.

. Schmeden und Norwegen. Dte m Nr. 184 erwahnte Schrift des H,)carinc-Ministers wegen

Umbildung der schwedischen Marine gcdt, wie der -Wiencr '

Abendpostn gemeldet wird, von dem Gesichtspnnktc ans, daß die

Wehr-Anstalten eines jeden Landes sich nach den politische'n und :

géograYlÜscden Verhältnissen desselben und nach den Erfadrunqcn semer Geschichte zu rrchten haben. Hieraus ergebe sich für Schweden

- dem die Mittel fehlen, um eine den Anforderangcn der Gegen- *

wart entsprechende, cinem 111ächtigen Nachbar anf offencr Sec qe- wachscne Flotte aufzusteklen, während bei der Vertbeidignng des Landes eine »schwinnncnde Artilleric- in den SÖerc11-11nd Bimncn- gcwäffcrn die wichtigsten Dienste leisten / einer von der Flotte ganz getrennten Flottille. Von schwedischem Sec-Ofsixicr Verlangen, daß er fük beide Fächer tauglich

sei, hieße ihn Überbürdcn und ihm eine Vielwifferci auferlegen, die *

andere Marinen nicht kennen, Das Manöorircn mik einem großen Schiffe auf hoher See sei eben etwas ganz Anderes, als der Ver- tberdigungdkricg in den cngcn Schercn- und Binnengewässern, (c„- terer richte fich vielmehr nach den Regeln des Landkri'eges.

folge soll der Flotte sowohl die nd'tdigc Anzahl Offiziere, als nach

das Materiale für cine“Scl)erenflottille entnommen werden. Je mehr .-

die Zahl des Personals vermindert werde, VoJendung in seemännischcr Tüchtigkeit erreicht werden, allkcm zu crstßen vermöge, was der Königlichen Flotte im Vergleich unt anderen an Stärke des Materials und des'Personals qedricht“. Andererxeits dürfe man feindlichen Landungstruppen nicht Seeleute gegenüberstellen. Dic Flottille soll vielmehr »Königlichc Scheren-

Artiklcrie- genannt und wie ("111AktiUU'ié-ngiMMt mit schwitmncn-

dcz1 Laffetten aufgefaßt werden, soll Justen-, als Binnengewässer führen, geeigneten Falls dcm Heere als Flankcndeckung dienen, zur Vertbcidiqung der See- fxstungen mitwirken xc. 2e. Bei der Flottille “findet der Verfasser eme Reduction des Offiziersstandes durch die Koftspielfgkcit der neuen Kriegsschiffe derart bedingt, daß '

_ nur ,0 viele O fi*ierc behalten werden ,oklcn, als man im Stande ist, vollständig afuZzu-

dic Vertheidigung dcr

- Vergeßt die , daß, wenn Ihr in Ge- , Ihr Euch bald in diesem Lande 1

Fluchtversuche von njilitairpflichtigen jtmgen Leuten, die *

Stockholm, Ende Juli. *

würde --- die Errichtung ' dem ,

Dcmzu-

desto leichter könne jene : wclche :

Christiania, 4. August. (H. N.)

Am Dienstag reiste de,-

_ da d's ' ' ' * ' Land an Rußland zuruckgebracbt und in ihm, als in einem uraltenßruxél- ? Munster des Innern, Staatsrath Brettevckle, von hier nach Ver-

; gxn ab, um dort am 7. d. M. im Au tra der norwe i“ g„erung die internationale AusstellUtxg Iyon Fischge'rckZeitZCYTee: rqthcy und Produkten zu eröffnen. Während seiner Abwesen. , hett, dte wohl bis zum 14.21ugust andauern wird, hat der Staats- , scxretgtr Aal! als beigeordncter Staatsrath die Verwaltung des Mj. ; msiermms des Innern übernommen,

Dänemark. Kopenhagen, 4. Augnsi. Der König won

, nach FchdYMYadgercist, nachdem er einen Besuck) bei der vcrwittwc- tcn Kdntgm Karoline Amalie auf Sorgenfrei abgestattet hatte. : ,_-* 7.2.111'gust. »Berlingsfe Tidendea enthält einen offenen » Brie, xdes Kömgs won Dänemark, durcb wekchen cine außerordent- , lrchc Dersammlung dcs ReichIratch zum 28. Augnst einbernch wird , Amextka. Vor dem BczirkSgcrichte der Vereinigten Staaten :11,N01'fo(k_ Werden, wie man aus Washington berich'tct, im Okto- , „extcrunn die au, HochvermthMlantcndcn Anklagcn gegen Gencra[ „ee und andere herdorragendcé-Jnsurgenten auf die Liste qebracht , wc'rdcxx; Dtc Prozc-ffe. solch jcdocl) auf Anstehen des Präsidenten , Zenn “„Je-“Z!m,:xnxeedergesthlagcn werden, und die Ycrklagten, wie an- xerc t„»ahge »hctlnehmer an dem Kriege, [mier bcßimmtcn Rechts- beschran'kungen und Strafen, nach einer acwiffen Probezeit vae Zlnxncstte erhaltM. - Dic uuter dcm New-YNfcr K::avcn-Regiment ] m Charleston gxtsgebrochenc Pkeute r ei ist niclj't von Öcwalttbätigkeiten Zeglcxtethchß-n.“ Das chtznent schien fiel) schon seit längerer Zeit aller » Qq1_ne 1er Olsztpltn entledtgcn zu wollen, nach Unterdrückung der z1m,chcn"wc'tßcn und farbigen Soldaten vor.,efallcnen Streitigkeiten - wach 1agl:chDußcndc dcr ZUÜVLU, 1velchc stä) obncUrlaub inCivil-

, 1

kleidung auf den Straßen mnhertrieben arrckirt worden “0 strenge General Gilmore Ordre gab, dc,m Regimente sci11c1JcéZtß1edze1? ; nehmry. Der Obersdecigcrte sich, dieselbe ausznliefcrn, der zunächst , Yacr [[)m stehende O„tzter ließ sich erst durch Drohur1gen - nachdem der ; Zderst Verhaftct worden - zm.“ Ausstihrung dcs Befehles bestimmen. , 116 Leute aber hatten unterdeß die Fahne selbst bei Seite geschafft , xmd brachten nur die Stange derbei. “DicSchuldigenwarcnnichtzu mr_dechn. “General Gilmore ließ daher das game Reqiment m(uf * das Fort "Symtcr und dieOsfiziere in das Stadtgefc'ingnéß abführen, , ;- xer Bcnßxx dcs »heatcrs, welches der Schanplay der Erwor- * mm„ dcs anstdcnien Lincoln war, hat gegen den Krieqs-Minister , auf'Entschadtngg geklagt, weil derselbe Weitere Voxstell'ungcn vcr- : boten hatte., Dte Sqckpe ist mm in der Weise geschlichtet worden, 3 daß dcr thegs thmstcr die gemachten Ansprüche anerkannte und , das Gc'baude bis 311111 1. Februar k. Z. für 1500 Doll. gemietbet ; [,)-gt, unt ds_m Vorrecht, es sodann, wenn der Kongreß darein williqc , „,)x'eü1l0Z0011É, Q?90. anzukaufen. Jn dissem FaUé würde es waÖr: * 11a r1""*' “"'““ , verwandt wcrch.V fm dre öfstntlxchen Dokmncnte dcr Confodemtton

, , ?ißixn." Aus Kalkutta (vom 24. Juni) wird der »Timest , eme wcmg gunstige Schilderung Von den Zuständen an der Grenze Bhu'tans («Macht. Die britischen Truppen sollen schlecht gewählte „Pdfitwnew. etygcndmmen baden und ftatk von nmlariscbanicbern ? hetmgesxzcht sem, ohne daß stef) noch eine Spur von besondeker Neiaung , zum FrwdencZschluffe bei den Bhutanesen zeige.

bilden, für den Kricgsfall die Ergänzung aus der Kriegsschule und

der HandelSmarinc Vorbxbalcen. so mehr das bei dcr Armee werden, als Transstrirungcn innerhalb dieser beiden Wa “en att beabfichtth werden. ff g MIM derhand .

im voll ähligen Stande aber 182 gegen den jexzigcn Flotten atus yon 228. (O_aS Erfordernis, wird nach der nenen Organisatioxt auf 396,31?) Rtksdaler und fur dcn anfänglichen Status nur auf

Bei der Schercn-Arti[1crie soll um

353,890 veranschlagt, so daß fich eine Ersparnng von 79,610 gegen *

d'as 1eßigeErforderniß ergebe, dock) legt der Verfasser darauf viel ae- rmgercn-Werth, als auf die bessere Llusbildung der Offiziere. * DFS ist mit Uebergehung aller Details und der Aüsführungs- vorschlag: der Wesentliche Inhalt der 'SWNUU" 1'0r 0111611661131; 010.“ Wie. Graf Platen eine Verminderung der Flolte, so schlägt der Köntg m den -"1*3r11(31' WZZJMÉS ZK'TNKKÜ 57777]!an 0r*§äni§ätj0na (Gedanken über die Organisation der schwedischen Armee) vor:

1) Die Judelta (eingetheilien Trupven) um 1232 Mann für die 5 Bewäring (Landwehr) in ein ?

Scheren- Artillerie zu vermehren, die erstes und zweites Aufgebot zu theilen, von "Lij'bis 21 Jahren eine Uebungszeit den ubrtgen YlterSklassen, 22 bis 25, aber nur 20,000 Mann durch das Loos bestmxmt werden für vierzigtägige Uebungen in den zwei erßen, vierzehntagige in den zwei leßten Jahren. Diese 20,000 ge- ; sthultenSolbaten im kräftigsten Mannesaltcr würden das erste Auf- J geYot „balden. _Durch diese zweite Maßregel hofft man ebenfalls be- trachtltä) zu erwaren.

derart, daß die Qlltersklaffe : von vierzehn Tagen, von

: 1 : 1 1

bestehende Beförderungssystcm befolgt ,

Dje 21113th der Offiziere der Flotte soll vor- . 6 betragen, dre der Scheren-Artillerie 77, zusammen 163, ?

Telegraphische Depsschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Büreau.

, Hamburg, Mittwoch, 9. August, MochUs. Die »Ya111b111'ger , Nachrichtena melden aus Flensburg, daß der dortige Magistrat es abgelehnt hat, den Antrag des Aussthuffes dcr schleswig-holsteinsthen Vereine in Sachen des Rcdacteurs May und des Abgeordneten Frese in den Stadtkollegien zur Verhandlung zu stellen. , Flensburg, Dienstag, 8.August, Abends. Heute Nachmittag irc„ die Korvette »Vincta- im hiefigen Hafen ein, um den Kron- , prmzen, der vom Lockftedter Lager, und die Kronprinzessin, die von der Insel Föhr kommend hier zusammentreffen, nach Sonderburg zu bringen. ' JlenSburg, Mittwoch, 9. August, Morgens. Wie die »Norddeutsche Zeitung: meldet, hat die Landesregierung ein Rund-

schreiben an die Polizeibeamten erlassen, des Inhalts, die Presse auf

das. Sorgfältigfte zu beobachten, bei Anwendung der qescylichen Mittel mit Strenge zu verfahren und besonders Angriffe auf die Bcfißrechte der Mitbefißer unter keinen Umständen zu dulden. Die Polizei in Jlenöburg konfiszirte gestern die »Fßehöcr Leitung: und die Altonaer -Schleswig-H0lfieinsche Zeitung:. ck .

* „„ Kronprinz

; Zie110ch vorhandenen Exemplare auf BEW des OW" ' PTÜÜÖÜUUI polizeilich

: ,:„xjftensen einen offiziellen Verweis erhalten, weil dasselbe dcn Geburistag dcs

; Oesterlen den Minister von ? gische Regierung geneigt . im Verein mit Bayern und den anderen Mittelstaatcn, ,0 wie mit , * Ocßcrreich in nationalem Sinne

,eine Motion über

? vermuthet, daß dasselbe

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Rendsburg , Dienstag, 8. Augufi, Abends. Heute Abend ist von Preußen, vom Ofstzier-Corps und den Spiycn der Behörden begrüßt, hier durchgereift, um fich nach dem Lock'ftcdter Lager zu begeben. , ,

Altona, Mittwoch, 9. August. Die »Schleswig -Holsteinsche A„nmg. meldet, daß nach der Tlusgabe ihrer gestrigen Nummer

mit Beschlag belegt worden find. Mittwoch, 9. August. Das akademische KOUsistorium

Kiel, von der Landesregierung durch den Departements-Cbcf

dierselbst hat

Herzogs von Augustenburg gefeiert. Sxxtttgart, Mittwoch, 9. August, Vormittags. In der „,ßxjgcn Siyung der Zweiten Karmncr interpellirte der Abgeordnete Varnbüler, ob die wür'xtember- , sei, die schleSwig-holsteinfthe Angelegenheit ,

ZU einer Lösumg zu ,üdrsn. Der , Der Abgeordnete Hop,“ hat den ihm erihcilten Ordnungsruf eingebracht. , London, Mi1t1voch, 9. August, Morgens Die Königin Victoria verließ gestcrUAbend Woolwich, um sich nach Antwerpen JU begeben. Weitere Berichte

Minister verweigerte die Antwort.

vom tranSatlantischcm Kabel ,clylcn, man gerissen oder absichtlich durchgcschniticn ist. Madrid, Dienstag, 8.August, Abends. Dic »Cpocau glaubt,

, schen Stöjungen

daß in Folge der Konferenz zwischen O'Donnell, Madoz und

rim die Progrcsfistenpartei an dcn Wahlen Theil nehmen wird. Der heutige Ministerconseil beschäftigte fick) mit der dominikanischen Angelegenheit. - In dem Befinden des Vaters des Königs ist eine Bcfferung eingetreten.

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Kunst- und wiffeusthastliche Nachrichten.

7. März 1850 ist mit den

-- Das Jagdpolizci-Gescß vom und Ministerial - Erlaffen,

,eik der Publication ergangenen Entscheidungen __ . untcr Benuyung amtlicher Quellen durch den Geh. Oder-RegiexunZs-Rath Hrn. Oppermann im Verlage der Königl. Gch. Ober-Hofbuch- druckerei (R. v. Decker) (79 S.) herausgegeben. Den Standpunkt, welchen diese Schrift einnimmt, kennzeichnet der Vesaffer dahin, das; e_r nicht die Adstcht gehabt gehabt habe, Über das betreffende Gejey, dessen Entstehung, Zweck“ und Zusammenhang, ein, zugleich nach allen Richtungen „in interpretirendcs Werk zu schreiben._ Ex habe es nur als zweckmäßig, ja als ein Bedürfniß erkannt, die von den (Hertchtshöfen ergangenen Entscheidungen und die von den Verwaltungsbcdördcn zur Geltung ge- brachten Grundsäße überfichtltcy zusammenzusteUen. Die Möglichkeit dazu haben ihm amtliche Beziehungem und die Ermächtigung zur VenuHung amt- licher Quellen geboten. Die Druckschrift wird darum feine amtliche Kund- gebung, auf welche zu berufen wäre, fie wird dennoch (1681 allen denen, welche mit Verwaltung und Behandlung von Jagdpolizcisachen betraut find, oder daran ein Interesse haben, einen nüßbaren Anhalt gewähren. Wird darin nach Lösung oder Besprechung eines noxh auftauchenden Zweifels ver- geblich gesucht - wie sehr wahrscheinlich ist: 10 trägt daran die Sch§ld dcr Vielgeftaltigkeik der von dem Gesetze berührten Interessen und Verdaltniffe, die eme allerdings schon 14iäbrige Praxis dock) noch nicht nacl) allen Rich- tungen hin mit amtlichen Entscyeädungen und Verfügungen hat umfaffen können

Quedlinburg, 7. August. Am heufigen Tage wurde in unserer alten Reichsftadt das erzene Standbild des berühmten Ge ographen Rit- ter enthüllt. Dasselbe steht ziemlich in der Mitte zwischen dem Standbildc: des großen Sängers des Mesfias und des Kaisers Heinrich des Vogler, un- mittelbar vor dem lieblichen Wäldchen Brühl. Das schönste Wetter be- günstigte die Feier bis Schluß.

Wernigerode, 7. August. Wie der »Magd. Korre1p.a Hört, ist an Stelle des ])r. Förftemann, der als Hofdibliothekar nach Sachsen geht, der Archivsecretair am Provinzial-Archw zu Magdeburg, br. Jacobs, an die gräftiche Bibliothek berufen, und dürfte derselbe zu Neujahr seine neue Stellung übernehmen.

London, 7. August. Am vorigen seinem Jagdhause

Freitag starb in

Blaxkills bei Elgin in Schottland im Alter von 50 Jahren der Professor .

der Rhetorik und Literatur an der Universität Edinburgh, William Edm o 11- stoune Aytoun. Er gehört zu den bekanntesten literarischen Größen, die Schottland in der leyten Zeit deseffen hat. Etwa 30 Jahre lang hat er für Zeitschriften gearbeitet, erblickten zuerst in den Spalten der monatlich erscheinenden Magazine das Licht der Welt. Seine Haup1schriften find: »I'be 14378 01' 1116 80011131) OÜUÜUU'I“, welche gesammelt zuerst im Jahre 1848 erschienen und 17 Auf- lagen erlebt haben,“ sodann die Vurlcske: »]?"irmilian. “kraZeciyu (1854), 4301111747011, 11 koem“, Episode aus dem Leben der Königin Maria Stuart (1856), eine Ausgabe. der _ (1857), »Vorlesungcn über Dichtkunst und dramatische Literatura, gehalten zu London im Jahre 1853,"

beit, die er in Gemeinschaft mit Martin unternahm,"

Theodore

WT man Sinclair: (1861); endlich die humoristischen Schriften “l'ho Eleumutcbkin Railwya und »Uow [ 8t00ch for the Vreepäaüzx Rurxxbsa. London, 7. August. Obwohl der Königliche Asronom Professor Airy am Sonnabend Nachmittag noch ein zweites Schreiben an die Com- pagnie des atlantischen Telegraphen gerichtet hat, worin er von dem nach kurzer Pause am Freitag Morgen erfolgten Wiederaustreten der magneti- und der entsprechenden elektrischen Erdströ'mungen berichtet und aus diesen Erscheinungen folgert, “daß während ihrer Dauer die Lei- tungsfähigkcit ch atlantischen Kabels gleich null gewesen sein müsse -- so bleibt doch jest, da schon der sechste Tag uns kein Lebenszeichen vom »Grcat Casterna bréngt, keine annehmbare Wahrscheinlichkeit für das einstweilige Gelingen des großen Unternehmens Mehr übrig. Ein VLÜUÜLT der Gesellschaft, James Graves, welcher die in Valentin ange- stellten Experimente überwacht und *;"tch über deren Resultate mit anderen Sachverständigen benommen dat, kündigt als das fast ohne Widerrede ge- fällte Urtheil an, daß die Leitung eine Si1ecke von 1230 Meilen lang zwar in bester Jsolixung ift, dann aber, vieÜeicht einige Meilen über diese Streche [,in-aus, abgebrochen ist, und daß dort das Kabel auf dem Meeresboden ruht. Nur schr wenige glauben jeßt noch, daß der »Great Eafierna sich noch in Befiy des etwa durch Bojen auf der Oberfläche erhaltenen Taues scßcn und es zur Wegräumung des Schadens aufwinden könne. Was die Veran- laffung zu der Vcrunglückung des Kabels betrifft, so hat die Hypothese, auf welche wir wor Kurzem bereits hingedeutet haben, die allge- meinste Annahme gefunden: daß eine schadhafte Stelle, ohne be- merkt zu werden, durch die Abwicklungswalzen geglittcn sei, fich allmälig in Folge der starken Spannung erweitert und dann ent- weder direkt den Bruch des Kabels herbeigeführt odcr bei dem unverkennbar werdenden Mangel an Jsclirung fich dem »Gcht Eafierna bemerklick) gemacht habe, weich leßteror in diesem Falle die Rückwindung des Kabels versucht, «der nicht habe vollenden könuen obne cd“ zu zerreißen. Weiter als fünfzehn bis zwanzig Meilen wäre der Schade nicht von dem Schiffe enifemt ge- wesen. Wir dürfen nun bald von der Ankunft eines der Begleitungöschiffe oder vielleicht des »Greak Easterna selbst eine Aufklärung erwarten. Da,"; gleich am Mittwoch entweder der »Terriblea oder die »Sphinxa die Rüch- fahrt nach Valentia angetreten habe, ist nicht wahrscdcinliöy, da sonst die Ankunft schon erfolgt wäre. Das Riesenschiff würde nicht vor Va- lcntia ankern könncn, sondern vcrnmiblici), nachdem es Signale aus- getauscht, den Hafen von Portland aufsuchen. - Von den Beobacdtungen, welche der Untcrbrechnng der Leitung vorhergingen, [affen fich jeyt einige Details mittheilcn. Die 111a1gnetischen Ströme, welche am Mittwoch Mor- en eintraten und fich auch bei den Landtelegraphen bemerkbar machten, verfehlten ihren Einfluß auf das unterseeische Kabel nicht und ließen in Valentia bedeutende Störungen erkennen. Die Signale vom »Great Eafierna nmrden unklar und verwirrt, welche Erscheinung freilich dieser abnormalen Ursache zugeschrieben wurde. Bald aber ficllten fich Symptome anderer Art ein, die sehr beunruhigend waren, eine schnelle Abnahme der Zsolirung und das Llusbleiben der Signale. Um 11 Uhr konnte man ersehen, daß agf

"

dem »(Hreat Easterna eine stärkere Batterie ftatt der ursprunglichen zwanztg Zellen angewandt wurde, um den Strom durchzutrcibcn," die Signale aber wurden im Laufe einer Stunde gänzlich unkenntlich und Verschwanden dann. Vor 1Uhr hatten die magnetischen Strömungen wied-cr die volle Oberhand, und als an den folgenden Tagen eine eintretende Pause die Probe möglich machte, fand man jcnc Anzeichen, welche für den Bruch des Kabels sprechen. Bei der Theilnahme, mit welcher die Geschicke transatlantischer Telegraphie allenthalben verfolgt, werden, mag es gerade am heutigen Tage, als dem achten Jahrestage des ersten Versuches, am Orte sein, einen

und beinahe alle seine literarischen Erzeugniffe .

11 §p35moäic , schoiiischcn Balladen

Ueberseßungcn Goethe'scher Gedichte, eine Ar- . die Novelle .

kurzen Rückblick auf die beiden früheren Unternehmungen zu Werfen. Zwei Kriegssck)iffe, dcr »Niagaraa und der »Agamemnona, das - eine der Vereinigten Staaten, das andere Großbritannjens, fuhren am 7. August 1857 von dem kleinen seitdem berühmt gewordenen irischen Hafen ' Valentin 0115, jedes mit der Hälfte des Kabels beladen. Der „Niagaraec allein wickelte das Kabel ab und akles nahm guten Fortgang, bis an111ien August, über einer Tiefe von 12,000 Fuß und 380 Meilen von der Küste entfernt, das Kabel brach und die Schiffe unverrichteter Sache nach England zurückkehren mußten. Die Schuld lag in dem Versehen eines Ar- beiters, welcher den Abwichelungsapparat zu beaufsichtigen hatte. Während des Winters wurde das Kabel wieder vervollständigt, um 10 Juni 1858 liefen die beiden Schiffe von Neuem aus und zwar von Plymouth. Dieses Mal begann die Operation in der Mitte des Oceans, wo das Rendezvous auf dem 52. Grad n. Br., und den 16. Grad w. L. (von Ferro) bestimmt war. Spleißung und Verfiechtung wurden am 26. Juni vorgenommen, und nun trat der »Niagaraa seine Fahrt nach Westen, der »Agamemnonsc seine Fahrt nach Ost ' der mit 1500 Meilen Kabel an Bord. Nach- dem 6Meilen versenkt wordeu, verwirrte das Kabel fick) und brach. Wieder , kamen die Schiffe zusammen und brachten eine neueVerbindung zu Stande. * Gleicher Unfall und gleiche Abhülfc erneuerten fich zum zweiten und zum dritten Male, in 42 und in 140 Meilen Entfernung," es wurde jedoch der 29. Juli, als zum vierten Male der Versuch vorgenommen wurde, indem die Schiffe, ihr Rendezvous verfeblcnd, stel) nach Queenstown (im Süden Irlands) begeben mußten, um sich zu finden. Am 5. Auguft 1858, um 1 Uhr 45 Min. Morgens, ankerte der »Niagaraa in der Dreifaltigkeiisbucdt vor Neufundland und der »Agamemnona um 6Uhr Morgens vor Valentia," ersterer hatte 1016, lehterer 1020 Meilen Kabel ins Meer binabgcrout. Das Werk war voklendet," die zwischen den Schéffen gewechselten Signale hatten bisweilen Unterbrechungen erlitten, doch nur vorübergehende, und das Kabel war unverlcyt geblieben. Es ist bekannt , wie nach kurzer LebenswaUung

auch ,ein elektrischer Pulsschlag stockte.

Statistische Nachrichten.

-- Die Ergebnisse der Rübenzuckcrproduction Ocsterrcickxs * in der eben vollendeten Can1pag11c1864--»65weisen, amtlichen Veriéotcn ! zufolge, nach, daß in dieser Campagne eine Grundfläche von 69-869 Joch (1342 Jock) mehr als im Jahre 1863) mit Runkclrübcn bebaut war. Die geernteten, zur Verarbeitung gelangten Rüben betrugen 20,7 Mill. Ctr.