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werke Vi tri ten und Waren.) Bereits im Jahre 1835 * wirkte, die eéste fholßeinische SLändediät auf Entfernung diesex , als für- unsere Zeit unpassender Verkehrsschranke - damals vergeblich -.- hin und wie läßig dieselbe dem Publikum gewoxdcn , bezeugen die bei.der.lehten holsteinischen Ständeversammlung mi Jahre 1563 m dieserBeziehung eingereichten Petitionen. Als endlich gar eme neu errjxhtete, zwischen Haide und Itzehoe durch Hanerau fahrendevPost fich diesem Zolle zu unterwerfen gezwungen war iind voii heikoni- meuder Seite Beschwerde geführt warde , scheint die Regierung die Angelegenheit ernsthaft in die Hand genoxnmen uiid au_f Enifernuxig der- Schranke hingewirkt zu hqben. Wtc-Kes heißt, 1011 uber die Gxöße der Ablösungssmmne nut dem Gutsher'rn unterhandelt wer- den, die Zolihebung aber schon nachstens aufhören. d s Hannover, Augystx (H. „ R.) Der „H'Bun c - au-sschuß für die deutsche Civilprozeßordiiugg wnd nach kurzen Ferien seine Arbeit bald wreder aufnehmexi, mdeß abcriznals mit verringerten Kräften. Schon xiach der erndn grdßerenchr- tagung sandten nicht alle theimcbmendcn Staaten ihre Ycaufnggicti wieder, und cht werden, wie wir hören, nochmals zwei entbleiben, der eine, der eben an Herrn W errens_ Steile zum. “Re- gierungs - Direktor für Nassau berufene, xxosgcrrchtsx _DtrekM Wintex, würde, wenn diese Veränderiing in seiner Dieiinficlluiig nieht cingetréten wäre, wohl bis zum Schluß an den Lirbcttxn ckFil- genommen haben, ihm aber eincxi Nachfolger zu geben, wurde 11ch, nun die Aufgabe des Ausschusses ihrer Erledigung zugeht, famii empfehlen. Nach der Ansicht einzelner Mitglieder wurde man bis zum Februar 11. J. jedenfalls mit der Ausarbeitung des Entwurfs 5 ommen. JU QZJiekder »Z. f. N.- aus Celle mitgetheilt'wird, hatdorg'esiern Mgierungsrath Schowe eine Konferenz unt bxxoxidcrs thatigcn Mitgliedern einiger Vorschußvercinc geha'dt, iim d1e__ Ansichten dieser Herren über einen Geseßentwurf fur (yenosienschaftcn zit vernehmen, welcher der nächsten Ständeversammlung vorgelegt wer- den soll. Hoffen.
Darmstadt, 9. August. (Darmst. Ztg.) Jui
Laufe des gestrigen Tages ist die weitere Nachricht eingegangen, dax; ;
' * ' " "" ' ' ** 1. d insofern die Reise hrer Majeftat dcr Kdtiigtn vpn" Qi «[an eine Abäanerung erlitten hat, als Ihre Majcstai nicht heute, sondern
" ' ' 1 (» ., ' © “_ . . _" “„ ., (»" Ust morgen fruh hier eintreffen, D“" "Wg uber 1111 Qagdschlone Km 1 Zitiscnauszahlung im" Darlehnsbctragc an den genannten (Furstcn
nichstcin verweilen und Abends Ihre Reise nach Coburg fortsetzen, al 0 am "11. d. anlangen. _ daselY-raßkfurt a. Yk. Dcr »Vercin der deutschen Standes-
hcrrena hat sich, schreibt die 'Wiencr Ztg.-, bereits constimirt. Die-
z*ekein- der aus allen ihm beitretcnden Hänptern derxfcmgcn ?erßixchcn imd gräflichen Häuser Deutschlgnds _bcsieht, Mlchc.l(" den Bundesbeschlüffen Vom 15“. August 182“), 15. Fcbrnai 15231111?) 12. ©iuni 1845 aufgeführt find, hat ais semenchck *die Belebung des Standesbewußtseins, die Wahrung der geinetnsauii'ii Rechte uiid Jntcreffen der deutschen Standesherrcn und dthntcrjtuyung der em- zelnen in der Verthcidigung ihrer standeEherrlrchen Rechten anfgestcütund er soil namentlich dahinwirkcn: 3) daß der„auf Bundesgrundgeseßen und Bundesbeschlüffcn oder auf Spezialvertragen ruhende RcchtSzustand aufrechterhalten, !)) daß die Verheißung des Art. 6 der Bundcsqkte (Curiatstimmen im Plenum der Bundesvcrsanniilmig) verxvrriliclyt und 0) daß dem zu errichtenden Bundesgerichi dieUlzundesgeseYlichcn Rechte der deuischen Standcshcrrcn ohne Emschrankung'unterstellt werden. Die Organe des Vereins find dic.Gcncrakveriammlung, welche regelmäßig alle drei Jahre zusammentnritt, und de:“ Aussihuß, welcher aus dem Präsidenten und Vißeprandenten des Vereines, aus sechs Mitgliedern und zwei Ersahmannerii besixht und „sowohl den- Verein nach außen vertritt , als m . minder wichtigen Angelegenheiten endgültig, in dringenden Wichtigen Angelegen- heiten vorbehaltlich der Genehmigung der" Getiexaliveisanimliing beschließt und endlich die Berathungsgcgensiandx „fur die" General: Versammlung vorzubereiten hat. Der gege'nwarttge Praside'nt des Vereins ist der Fürst Karl Egon zu Jürstexiberg". Die erste Generalversammlung - und in ihr erfolgte die Grundung des Vereins - wurde am 18“. März V. I. in Frankfurt "abgehalteti, seitdem ist der Aussthuß zwei Mal, zulxxt am 39. Marz d. J. in Heidelberg, zusammengetreten. Die Griindung des Vereins wurde sowohl der Bundesversammlung, als' sammtltchen M1tgltedern_ des Bundes angezeigt und von keiner Seite beatistandet. Die deut1chen Standesherren bestehen zur Zeit aus 49 Jursteii und ,45'Grafen. Nur acht Fürsten und sechs Grafen find noch nicht Mitglieder des
*Vereins der deutschen StandeSherrena. " Bayern. München, 9. August. _(W. T B.) Der sachfische Minister Freiherr von Beust ist von Wien hier eingetroffen, der- selbe wird morgen mit Freiherrn von der Pfordten fdiifertren und sich sodann zu seinem in dem nahen Possenhofen Wetlenden
onar en be eben. ' '
M OÉfterZeich. Wien, 9. August. Wie der Staatsminister Graf von Belcredi und der Justizminister, bat ]eßt auch der Finanz- minister Graf Larisch-Mönich ein Rundschreiben erlassen. Dasselbe
ist an die Leiter der Jinanz-Directionen gerichtet und (autei: pSe. K. K. apofi. Majestät haben mit aUerhöchsiem Handschreiben vom
27. Juli [. J. mich zum Jinanzminisi'er allergnädigß zu „ernennen geruhx Ich sehe Ew. ..... von diesem allerhochfieti Beschlunc mit dein Beifügm in die Kenntniß, daß ich die Leitung der Jumpzvxrwgltuxg mat dem heu- tigen Tage übernommen habe. Von höchster Wichtigketi fur das “Ugemeine Wohl erscheint die vollkommene Herstellung des Glitchgewtchtes zwischen Einnahmen und Ausgaben, somit die Beseitigungxmes ?lbgangcs. Auf die Erreichung dieses hochwichtigen Zweckes ist nut aller Kraft hinzuwirken. Die Verwirklichung dieses Zweckes _kann' aber, nur dann erreicht werden, wenn jeder in seiner Dienstesfphare nut Hingebun und energischer Thätigkeit hierzu mitwirkt, „Ich hoffe daher, daß nnch Ew.". im Zusammenwirken mit allen Organen m mxmen dienstlicheii Aufgaben mit Ihren Kenntnissen und Erfahrungezr „und ]enew regenßifer kräftigft untcrsiüizen werdcn, Mladen dic gchnwa'rtigen Umsiande crbc11chen.«
Ihre Majestät die Kaiserin ist gcsierzi m Ischl eingetroffen, Die in lcßier Zeit wiederholt geänderten DisPofittdnen betreffs der Ankunft Ihrer Majestät und der erneuerten Abictse Sr, Majestät find, wie die -Ostd. Post- mcldct, endgültig d_a[)m'fc,tg.este[lt, daß Sc. Majestät heute friih Ihrer Majestät dex Kkgiscrm" bis Lambach cnigcgenreist, wvsclbsi dinirt wird. Ihre Majcstatcn durften morgen Abends in Wien eintreffen. -- Aus Salzbui'g, „8. Augitst, tclegraphirt man der »Const. Ocsterr. Ztg.«: »Sc. Maxestat der Kaiser hat die
* Einladnng zu dem Vom 16. vis 19. August hicr stattfindenden Fest.
schießen angenommen und wird am 19. August hier cinircffen, König Ludwig yon Qayern und der Großherzog won Hessen-Darmstadt haben ihr Erscheinen zu dem Fefte gleichsaUs zugesagt.- „ |_ ,
Wie der »Pcsther Lloyda erfähri', hat der Kaiicr, indem in Pesth keine znr Abhaltung des Reichstages geeignete Lokalität Vorhanden ist, mit Entschließung vom 5. d. M. angxordnct,» daß U11. Verzüglicb die dctaiilirten Pläne und Kostenvoranschlägc zur Erbauung eines neuen Oder Adoptirung irgend eines bereits vorhandenen Lo- kales fiir den Reichsrag ausgearbeitet und zur Bestätigung Sr. Majestät unterbreitet werden. Zur Vcratbuiig diescr dringlichen Angelegenheit hat der Tavcrnifus cin Comito eingeladen, Welches am 9. d. M. in Ofen sich zu versammeln hat. Gegen Börsenschluß iditrdc gestern, wie dem »Hamb. Korresp.a telegraphirtwifrd, cine offizicklc Bckaxmimachung angeschlagen, dahin gehend, daß die Wie- dci'aufnahmc dcr Linszahliing dcr Fürstlich Patil" Ester- hazy'schexi Txrcffcrlddsc spätestens bis zum 15. Marzj1i466 stattbadcn wcrde, auch soll vom betreffenden Tage ab nut der
vorgegangen werden.
Gastein, 9. August. (W. T V.) Abend 8 Uhr von Wien hier angekommen. "
Triest, 7. August. (*Tr. Ztg.“) Da Von den österrcichtiche'n Rdcdcrn wiederholt dcr Wimsch angcspwcden wurde, die österrei- chische Flagge im Jnierkssc des österreichischen iibcrsceischcii Han- dels wieder in den [evantinischen Gewässern erscheinen zu lassen, hat der Kaiser, auf “Antrag des Marineministerimns,„ mittels Entschließung vom 18. Juli d. Z. die Entsendung cincr Kaiserlichen EÖfadrc dorthin genehmigt. Dieselbe ist, wie der »C. A.a meldet, Unter das Kommando des Contre-Admirals Wilhclm v. Téegctiphof gestclit, welcher die Ermächtigung erhielt, alle Häfen dcs_türkiici)cii und griechiichcn Archipels sammt dem dortigen Lttorqlc, io wxe die Küsten Syriens und Egyptens bis nach Alexandrien hm zu besuchet]. Die K. K. Missionen in Konstaiitinopcl und Athen wurden beauf- tragt, der Pforte nnd der griechischen Iicgierung von- de11iErschcinchn dicses Kaiserlichen Geschwadcrs Kenntniß zu gebcn, 19 Wie auch die betreffenden K. K. Konsulate hiervon zu verständigen.
„Schweiz. Bern, ;. Angnst. Hinsichtlich der in Brxegcdz getroffenen Uebereinfunfi iiber die Ri,)ein - Correction ift nachtxagltch zu melden, das; die Abgeordneten fick) außer über den Durchstrxh det Jusach, auch 110ch über einen solchen bci Diepoldsau derstqndtgi haben. Die Kosten des ersteren find auf 2,675,999 und die des lcßieren auf 2,7Z9„999 Fr. veranschlagt.
Belgien. Brüssel, 8. August. (F?.Ztg.) Der Senat wird vermuthlick) mtrEine Siizung halten, um die dringlichsten Kredite uiid das Gesetz der Zoürcform zu genehmigen. Man steht für dre nachsten Tage der Entscheidnng eines wichtigen Prozesses entgegen, welcch das Jinanz-Departement gegen einen der ersten Landbauer giid 'Ja- brikanien Belgiens, Herrn Claes in Lembecq, wegen langxahrigen und kolossalen Betrugs dcr Accisc angestrengt hat. Das öffentliche Minißerium hat auf die Vcrurtheilung des Angeklagten und auf ziveijähriges Gefängniß und 699,999 (schreibesechshunderttausend)Jr. Geldstrafe gegen denselben angetragen.
Frankreich. Paris, 8. August. Der »Moniteur- vir- öffentlicht einen 13 Spalten füllenden Bericht, welchen Hr. Mathieu im Namen der sogenannten La-Roqueite-Kommisfioii a'bgefaßt' hat. Die Arbeit des Hrn. Mathieu läßt fich auf eine ausfuhxliche Prüfiing des in La Roquette eingeführten Zellensystems cm und sprrxht fich entschieden gegen Anwendung desselben auf jugendliche Straf- linge aus. Dagegen empfiehlt er angelegentlich, das System der landwirthschastlichen Kolonieen an die Stelle des Zellensystems 'zu sehen, und weist auf die wohlthätigcn Resultate hin, welche b.ereits
“ ' Beilage
Graf Blome ist heute
Pfcrung gaben. Der (Hencral-Gdchrncur Raschid Pascha selbst
"angencnPrivatnachrichtcn aus Bukarest 1701118th in Jassy nnd
AUE Beilage zum Königlich Preußischen StaatZ-Anzcigcr.
M 187.
durch verschiedene solcher Kolonieen, namentlich durch die Muster- anstalt von Mcttray, erzielt worden find. Aus einer Stelle des Berichts geht hervor, das; die frühere Angabe, die Kommission sei „,ethcilter Ansicht gewesen und einzig die Stimme der Kaiserin habe ch Aussthlag gegen Beibehaltung des Zcilensystenis gegeben, Voll- kommen begründet war.
Es haben cht sämmtliche Bürgermeisicr der größeren Städte, welche nicht durch die jiiugstcn Wahlen in den Gemeindewald Ueu «wählt worden find, mit alleinigcr Llusjmdmc bis cht des Herrn Compaignd, Bürgermeisters von Toulouse, ihre Entlassung gc-
geben.
“'in Laon, im Lliöxic-Dcpartcmcnt, wurden bei der Wahl cines
“ Dcprstirtcn 29,622 Stimmen gczädlt, wovon Marsaux'12,819, Til-
iancOUrc 55597, Montcsquiou 4739, die anderen Kandidaten den Rest der Stimmen erhielten, so daß kein kinzigcr dic genügende Stimmenzahl Vereinigte und eine Ballotirung stattfinden muß. Das von Toulon am 7. Augixst nacb Brest abgegangene Panzer-(Heschwader besteht aus den fünf Schiffen; »Solserino-,
vCourdxiiiea, »Ndrmandiea, »Gwirca und »Jiivinciblca.
Türkei. Der »Tricftethg.a wird aus Sm yrna, 29. Juli,
» gemeldet, daß die Cholera dort seit einigen Tagen begonnen habe, ' abzunehmen. ' Die 19tc'igigc Contnmaz für Prodcniciizcn aus Constantinopel wird * aufgehoben, die für Proyenienzen aus Egyptcn und Syrien besteht fort. Der Generalgduverncur don Smyrna, Raschid “7 batte eine Konferenz der Konsuln und Chefärzte dcr Spitäler und der , Quarantaine zusammengcrufen, und man widmete dem erbärmlichen _ Zustande des Judcndicrtels seine Aufmerksamkeit ernstlich. Die in die- “ icin Quartier herrschende große Unreinlichkeii, das enge Zusammen- f wohnen und der dadurch herddrgerufcnc schlechte Zastand dcr Gesund- ' beit Verschaffen der Krankheit die grdßcAUIbrcinmg Und fordern wie „ dicListc answeist, die meisten Opfer. Dem Comité wurden vom Pascha sogleich 39,999 P. znr Verfügung gestellt, um sie zum allgemeinen Besten ;,;n verwondcn, und die Konsuln machten fick) anhcischig, unter ihren Nationalen Sammlumgen zur UnterstüiZ-ung dcr Notblcidcndcn zu * vcransiciltcn. versprechen ein befriedigendes Resultat,“ die österreichische Kolonie hat )ichon 7999 P. beigesteuert. Mam hofft, daß in Folge der ergriffe- ;iicn Maßregeln die Krankheit ihren gemäßigten 5Überschrciten .daß der Bazar als vcrödct aiigeschn werden kann. Erzbischof Und der israelitische Großrabdiiicr [)attkn sich gleich bei “Beginn der Krankheit aufs iehl des Gouverneurs" 'an ihn ergangenen Ordre zu gchorcHen, umd- der Gouverneur hai ,mm in Konstantinopel einen Stellvertreter fiir (UWUJK
Es starben im Ganzen vom 22-282: 188 Personen.
Pascha-
Dicse Sammlnngcn, welche bereits im Gange find,
Charakter nicht aber doch derart, Der griechische
werde. Die Geschäfte stocken
Land geflüchtet. Ersterer war auf Be- zuriickgekchrt, chtercr abcr weigerte sich, der
den Pflichtdergeffeneti Das Benshmcn dcs lcxzteren erscheint um so sträflicher,
„als andere Israeliten das lobenswerthestc Beispiel persönlicher Anf-
eweift bei diesem traurigen Anlass große Thätigkeit und Umsicht. Das »Wolff'sche BÜrcau-a meldet, daß nach in Wien einge-
!) Krajowa Emcuten stattgefunden haben. Das Militair ist mgeschritten und es giebt sowohl beimMilitair als bei den (Zivilisten «»die Und Verwundete.
Rußland und Polen. Si. PckcrÖburg, S' August. Ukkly Allerhöchstes Rcskripr VOM 1. d. M- ist der Thronfolger Wßiürft Alexander in Steile seines vcrßorbcnen Bruders zum anzlcr dcr Alcxandcr-Unidcrfität in Finnland ernannt.
„Von der polnischen Grenze, 8 August. (Ofts. Ztg.) lc Fälscherbande, aus deren Fabrik die in Zürich und M früher an andern Orten eingehaltenen falschen russischen anknoten hervorgegangen snd, ist Ende U. M. in Paris tdeckt und zahlreiche Mitglieder Und Helfershelfcr derselben smd khaftct worden. In der aufgehobenen Werkstätte Wurde außer den odeilen, Pressen und andern znr Fälschung nöthigcn Werk- „JM cin fertiger Vorrath von nahe an 8 MiÜioncn falscher Mscher Banknoten vorgefunden und in Beschlag genom- "Z- Die verhafteten Fälscher sind größtentheils polnische '!granien und ihre Verhaftung hat in dcr Emigration große Bc- szng hervorgerufen. Wie ein Warschauer Blatt wissen will, be- "d die aufgehobene Fälscher-Bande schon seit dem Jahre 1862 hatte früher ihren Six) in London, von wo aus sie während „Polnischen Aufstandes Massen von falschen russischen Werth- Wn über ganz Europa verbreitete. Der Mittelpunkt fiir
Umsay der Falfifikate war Brüssel, später Paris, wohin Bande erst nach Unterdrückung des Aufsiandes übersiedelt
109. Die massenhafte Fälschung rusfischcr Werthpapiere aUßcr dem materiellen Gewinn zugleich den polnisch-patrio-
Freitag 1]. August
1865. Rußland finanziell zu ruiniren. - , versichert wird, soll die Reorganisa- tion des Königreichs Polen noch in diesem Jahr zur Ausfüh- rung gebracht werden. Das Königreich Polen wird in eilf Gou- vernements und in 89 Kreise gcthcilt werden. Die hierarchische Abstufung der Vcrjvaltunngchörden bleibt mit geringen Modifi- cationen dieselbe wie bisher. Dcr Landes-Regierung in War- schau, an deren Spiße der Statthalter steht, find die Gouverne- 1Z1ents - Regierungen, diesen die Landräthc und diesen die Woyt- amter untergeordnet. Von der friiher beabfichtigten Einfüh- rung des Instituts der Diftrikts-Kouunissarien ist abgesehen. Statt dcffclben wird in jedem Kreise als Excfutiv-Organ des Landratbs cmdon einem OsslZicr befehligtes Kommando von 6-8Gensdarmen siatwnirt. Die Gemeinden werden nach russischer Art organifirt, so daß die Gemeinde die eigentliche Vestßerin des bäuerlichen Areals ist und Über die Erhaltung desselben zu wachen hat. Die Gutsbefiher smd Mitglicdcr der Gemeinde. Die Pfarrländereien werden einge- zogen und die Pfarrgcistlichen auf fixirte Gehälter geseßt. Das fixtrte. Gehalt des Propstes ist auf 159, des Dekans auf 259 SRO. noruurt. Außerdem bleiben der Pfarrgeistlichfeit die Stolgcbühren
und die Mcßstipendicn. Dic Missalien und andere Naturalabgaben an die Geistlicßkeit wcrden aufgehoben. , Dänemark, Kopenhagen,7.Augusi. Die»Departemcnts- Ttdendc- enthält im dänischen und im deutschen Text den unterm 21. Juni d. J, zwischen Dänemark und Preußen abgeschlossenen Postvextrag. Der Vertrag besteht aus 34 Artikeln und soll so lange in Giiltigkeit bleiben, bis einer der beiden vertragschließenden Theile deni andern ein Jahr im Voraus seine Absicht ankündigt, den Vertrgg aufzuheben. Die Aufkündigung soll nur zum 1. April jeden Jahres statthaft sein. Die Ratificaiionen des Vertrages sind am 29. Juli in Kopenhagen ausgewechselt worden und find die Bestimmungen deffelben bereits am 1. August in Kraft getreten- Amerika. “„New-York, 29. Jnli. Von der mexikanischen Gienze treffen mannigfache Gerüchte cin, über deren relative Be- grimdung sich schwer eine klare Anschauung gewinnen läßt. Es heißt, die kaiserliche Regierung habe in Matamoros Vorbereitungen
tischen Zweck gehabt baden, Wie aus zuderlässiger OueUe
ihm angezeigt worden ist _ nicht abhalten, in fortznfahren. Wallfischjäger, in dcm nördlichen Theile des ftiÜen Meeres von ihm zerstört worden.
anbcfohlen zur Aufnahme von 35,999 Mann, weil in Brownsvikle und andeccn Grenzpunkten eine ähnliche Zahl von Unionstruppen konzentrirt sei. Man schenkte der Nachricht sehr wenig Glauben, rind trochm hatte sie einen bedenkenden Einfluß auf den Stand des (Holdagios. Ferner soll zwischen den Truppen der beiden Grenz- nachbarn am Rio Grande eine sehr feindselige Stimmung herrschen, wclche fich zuweilen in Schlägereien auf der einen oder der anderen Seite des Flusses Luft mache. Ja sogar behauptet man, General Brown habe dem Präsidenten Juarez seinen Beistand zugesagt und schon einem chimentbefohlen, den Fluß zu überschreiten,“ doch habe General Steele, dessen Hauptquartier cht Clarkeville in Texas ist, Gegenbeschl eriheilt. Herr Seward hat an den amerikanischen (Hesandten in Paris eine Depesche gerichtet, in welcher er darauf hiinveist, daß die Regierung der Vereinigten Staaten fich volle Frei- heit gelassen Habe, die mexikanische Frage bei geeigneter Gelegenheit in Betracht zu ziehen. Der Gouverneur Brownsow hat den Gene- ralThomas ersucht, zur Aufrccythaltung der Ordnung bei den Wah- lcn Truppen nach Tennessee zu schicken. Südstaatlichc Blätter treten sehr heftig gegen die Regierung auf, zcihen fie dcs Verrathes und behaupten, das revolutionaire Element gewinne an Stärke. Leßieres
wird in besonderen Bezug auf Nordcarolina gesagt. *- Das Kaper-
schiff »Shenandoaha läßt sich durch dcn'AbsMnß des Krieges * der
seinen Seeräubereien
Jm [exzten Monat find acht Fahrzeuge, hauptsächlich
Tclegraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Büreau.
München, Donnerstag, 19, August, Vormittags. Die
beiden Minister Freiherren von der Pfdrdten und von Beust hatten diesen Morgen eine Konferenz und begaben sich hieraus mit dem hiesigen sächstschen Gesandten von Könneriy zum Könige von Sachsen nach Possenhofcn.
London , Donnerstag, 19, August, Morgens. Die 'Times-
veröffentlicht ein Telegramm aus Wien vom 9. d. Danach find die vom Grafen Blome nach Gastein überbrachten Depeschen sehr friedlich gehalten, und hat Oesterreich beschloffen, nicht Wegen des Erbprinzen von Augustenburg mit Preußen zu brechen.