1865 / 208 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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zurück, wo die Königin von England am künftigen Mittwoch zum Besuche erwartet wird. -

Großbritannien und Irland. London , 1. Septem- ber. Ein größeres Banket, als das an Bord des »Duke of Welling- tone- gegebene hat zu Ehren der Franzosen in Portsmouth am Mittwoch, den 30., Abends im großen Saal des »Royal Naval Collegea stattgefunden. Die Zahl der Gäste war 150. Um halb

8 trat der Herzog v. Somerset in den Saal, begleitet zur Rechten 1

vom französischen Marine-Ministcr und Admiral Sir M. Seymour,

zur Linken von dem französischen Vice - Admiral, Grafen Vouct- ?

1

Lieutenant Sir J. Butler. Um &.

Wanumez, und dem General- um den ersten Toast

auf zehn erhob fich der Herzog v. Somerset, auszubringen. Er sagte im Wesentlichen:

Ich wünsche dem Marine-Miniftcr, den Behörden von Cherbourg mid Brest, und den Offizieren der franzöfischen Flotte fiir die Güte und Gast- lichkeit, mit der wir dort empfangen wurden," im Namen der britischen Qld- miralität und des britischen Geschwaders meinen Dank zu sagen. Ich frcue mich über diese Besuche, weil ich fühle, daß eine innige Freundschaft zwischen den beiden Flotten so viel (Gutes stiften wird. Wenn die englischen und franzöfischen Offiziere einander in fernen Weltgegenden, an den Küstm Chinas oder Japans begegnen, Werden fie hoffentlich an ihre Begrüßungrn in Brest und Portsmouth denken, und fich als alte Freunde begegnen. Sie werden damit, glaube ich, ihre Pflicht gegen ihre resp. Regierungen und Länder am besten erfüllen. Im Laufe dcr Zeit, glaube mehr Freunde werden. Dies ist das Resultat, zu wclchem dic Weltcrcig- niffe führen, und thöricht und unwcise wäre es, wenn wir nicht daraus Nußen zögen. Aber ich will nur noch bei Einem anderen Punkt verweilen. Ich wünsche, dem französischen Geschwader auf dem La Plata dcn beson- deren Dank der Admiralität abzustatten. Sie Alle werden sich erinnern, daß, als der »Bombaya verbrannte, die Offiziere und Matrosen dicses

Schiffes von allen Mitteln entblößt, ohne Kleidung und in Roth blieben, ,

aber die Offiziere der französischen Flotte kamen ihnen in jeder Weise zu 1 Wenn solche Dinge ;

Hülfe und gaben ihncn ihre eigenen Kleidungsstücke. Vorkommen, dann ist es unmöglich, daß die beiden Nationen nicbt Jrcunde werden sollten. Ich bringe nun, dem artigen Cherbourger Beispiel folgend,

den ersten Toast aus auf die Gesundheit des Kaisers, der Kaiserin und :

des Kaiserlichen Prinzen.

Der Marquis de Chasscloup -Laubat erwiderte darauf in ?

französischer Sprache: Ich bin gewiß, daß diese

rühmten Seeleuten, die mich hier anhören, den Wunsch erwecken, fick)

wiederzusehen und wo und unter welchen Umständen es immer sci, einander ' Ohne Hintergedanken zeigen Wir eincn ? einander - w ; ÖU' :

in Freundschaft die Hand zu drücken. einander die Fortschritte, woche unsere und anderen Seite gemxcht haben,“ wir verheimlichen nichts von dem, was zu neuem Fortschritt dienen kann. sammen haben wir jene furchtbaren Zerstörungswcrkzeuge besichtigen können, vor denen der Geist beinahe erschrickt und für die er sich ver- sucht fühlt, das Genie, Aber, meine Herren, der Geist beruhigt fich mit dem Gedanken, daß die Menschheit von der Gewalt desto weniger zu fürchten hat, je gewaltiger ihre Mittel smd," je unheilvoller ihre Anwendung, desto seltener wird fie von Tag zu Tage," der Geist beruhigt fich zumal, weil er weiß, daß bei gefittctcn Nationen die Macht in der Mäßigung besteht -- in der Achtung vor dem Recht. _Nachdem er hierauf die den französischen Offizieren für ihre Freund-

Scemännrr auf der

lichkeit gegen die Mannschaft des Bombay gespendeten Lobsprüche als zu , die Gesundheit der Königin Victoria aus. ?

Toast auf die Königin Victoria begann , wozu die Kanonen und Raketen 'der '

schmeichelbaft bezeichnet, bringt er

Gleichzeitig mit dem die Beleuchtung der Flotten, alten »Victory- das Signal gaben. Die Flotten feuerten erst eine Salve von 21 Kanonen, und wie der Wiederhall des lehten Schmffcs crftor-ben war, war jedes Schiff der beiden Geschwader mit rothen, weißen und blauen Lichtern illuminirt. Zum Schluß feuerte jedes der Lichtschiffe ein Bouquet von 24 Signal-Raketcn in die Höhe.

- 2. September. Am dritten Tage der Festlichkeiten in Portsmouth, Donnerstag den 31. August, gab der Mayor (Mr. Ford) den französischen Gästen ein Frühstück, das von 3 Uhr Nachmittags bis 6 Uhr dauerte, darauf ein Concert und einen Ball, der um Mitternachi mit einem Souper schloß.

Gestern fand auf der Soutbsea Common die Militairparade einiger Bataillone Infanterie und einiger Compagniecn Artillerie statt. Gestern Abend sollte ein großer Bail die Festlichkeiten schließen und heute wird die franzöfische Flotte wieder nach Cherbourg zuriick-

segeln.

Frankreich. Paris, 1. September. Die Kaiserin ist mit den in Neufchatcl verwundeten Damen in Fontainebleau *ein- getroffen, am Sonntage tritt der Hof die Reise nach Viarriß an.

Die vielbesprochene Zusammenkunft der Königin von Spanien mit dem Kaiser Napoleon findet am 9. September in San Seba- stian Statt, in dessen Nähe Zarauz liegt, am 12, wird hierauf die Königin mit ihrem Hofgefolge in Biarriv dem Kaiser ihren Gegen- besuch machen.

Graf Walewski, Welcher fich im Departement der Landes zum Mitgliede des geseßgebcnden Körpers, in Llusficht auf die Ernennung zu dessen Präfidenten, wählen ließ, hat, wie der »Moniteura mci- det, seine Entlassung als Senator gegeben und der Kaiser dieselbe angenommen.

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ich, müffen wir immer ;

Besuche ein Unterpfand fiir die lange Dauer x unserer Freundschaft smd, denn sie werden unter so vielen tapferen und bc-

welches sie geschaffen hat, zur Rechenschaft zu ziehcii.

Die Japaner, welche hierher gekommen smd, haben keine diplo, matische Misfion. Sie gehören sehr vornehmen Familien an, haben aber weiter keinen Auftrag, als über curopäischeGewerbs- und Han: delsverhältniffe zum Frommen ihres Landes Beobachtungeri zu wacher) und Erfahrungen zu sammeln. Sie reisen in Begleitung emed jungen Marine-Jngenieurs, „Herrn de Verny, und haben fick, zunächst nach Toulon begeben, gehen dann nach Lyon, Paris, Bel- gien, Deutschland und England.

-„2. September. Das Dekret, wodurch Graf Walewsfi zum §Yrafidenten dcs gesetzgebenden Körpers ernannt worden, ist aus Fontainebleau vom gestrigen Tage datirt. Diese Ernennung War seit der Wahl in den Landes eine beschlossene Sache.

__ Am 31. August warde das Standbild Franz Arago's in denen “Geburisortc Efiagcl feierlich eingeweiht. Der große Gelehrte ward m_ dem Städtchen geboren, das 22 Kilometres von Perpignan iir den Wrstpyrenäeu gelegen, das Standbild ward unter dem Rufe: MW, ]'l*.t71[)(21'0111*! enthüllt und Isaak Percirc, als Dcputirter der Weftpyrcnäen, und Michel Chevalier hielten die Jcstrcdcn.

Portugal. Aus Lissabon, 2. September, wird tclc. graphirt: Das neue Kadinct ist zu Stande gekommen und f9[. gendcrmaßcn zusammcngcseßt: Vicomte Castro Ministrr-Präsidcnt und Minister des Airswärtigen, Rodrigm'z Sampaio Rnnerrs; chinta Tcixas Justiz,“ Fontes Finanzen," Torres NovaZ Krieg,“ Tavares Almeida Marine, Scpd Pimentel öffentliche Bauten» '

“Italieri. Florenz, 2. September. (W. T. B.) Ein Komgliche-Z Dekret susprndirt auf Antrag des Kricgdministcrs dcn Oberst Tamajo Von seinem Grade, weil er als Dchtirter fick) dcm Protcst “gegen das ministericllc Rundschreiben angeschlossen hatte, Briefe mis Rom vom 30.August melden, das; der Papst am ! 10. Scptcxiider wieder von Caftcl-Ganddlfd zurückkommen wird. Das zidyiiytori11111 ist auf den 25, Oktober festgesetzt. Der hciliqs Vatcrwxrd in seiner Anrcdc iiber die lciztcn Unterhandlungm niit , dcm Kabmct von Florenz sprechen. Msgr. Hohenlohe wird im ( Dezeniber dcn Kardinalshut erhalten. Der spanische Gesandte hat dem Papst?. sein Abberufungsschrciben Überreicht. Sein Nackzsolgcr, Herr Jsmriy, wird im Laufe des Monats erwartet. '

; Griechenland. Nach der neuesten Uebcrlandpoft war der , Deputtrtenkammcr in Athen der Vertrag mit einer französischen (He- sellschaft iri'Brtreff _der AuItrocknung des Sce's Kopais vorgelegt worden. Die GeseMchast verpflichtet sich, der Regierung eine An- ieibe von 170,000 Drachmen zu machen. - Dic Korinihcnernte ist der Qualität nach vorzüglich, der Quantität nach spärlich aus- : gefallen,“ die Getreideernte aber schlecht,

; Turkei. Nach der in Triest am 2. d. Mts. eingetroffenen , Ueberlandpost find in Konstantinopel am 22. 110, am 23. 81, ? Jm 24. 78 Personen an der Cholera gestorben. Jn Smyrna Pelen inder Zeit vom 16. bis 25. August 64 Personen der Seuche , zum Opfer. 2111 drr syrischen Küste herrscht die Krankheit fortwäh- ? rend, eben so in Nirosta,“ auf Cypern und Larnarca hat dieselbe aus- ? gehort. Der „Metropolit von Cypern ist an der Cholera «]cstdr- den. Nachrichten aus Bagdad zufolge ist die Seuche von V11schir gegen Schiras und JSpahan vorgedrungen.

Buch'areft, 26. August. Fürst Kufa ist gestern auf seinem (Hufe Rugmoso in der Moldau angekommen, wosclbst er, wie man hört, ctmcheit verweilen wird, bevor er fich nach der Hauptstadt der Walcichet drgirdt. Dic Minister und andere hochgestellte Beamte erhalten ]th häufig Droh- und Braridbricfe, worin ihre bevorstehende Ermordung und die Ermordung des Fürsten Kufa angezeigt wird.

ZSileungcn hält, kampirt noch immer “ein Bataiilon Soldaten untcr c en.

Rußland und Polen. Kronstadt. Die neue Fregatte »Petropawlowsk- ist in Gegenwart der Großfürsten Alexei Alexandrowitsch und Nikolai Konftantinowitsch vom Stapel gc- lÜUikU- Dkk BTU der Fregatte, von dem verstorbenen Jngenicrir- Capiigin Jwascht1chenf0 begonnen, ist von dem Oberst-Lientenanf Sswnsiowski zu EUR geführt. Das neue Schiff kostet annähernd 1,609,816 R. S.

Nishni-Norvgorod. Wie der :M, Ztg,- geschrieben wird, hat der Civil-Gouverneur von Nishni-Nowgorod verschiedene Unord-

ratnren, Mangel an Pferden bei den Löschanstalten u. s. w., ent- deckt, in einer Behörde faud man 5000 unexpedirte Papiere und 700 unerlcdigtc Sachen. Wegen Abhülsc diescr Mängel find dic erforderlichen Anordmmgen getroffen jvorden. '

Von der polnischen Grenze, 1. September, wird der »Osts. Ztg» geschrieben: Die in Paris von dem ehemaligen I"“ surgentenfiibrer Alexander ZabielSki schon im vorigen Jahre ge- gründete Militairschule, die fich ihrem Programm zufolge die wissen“ schaftliche und technische Ausbildung von Offizieren für den »künfiigc" polnischen Aufstands zur Aufgabe gestellt, hat in [eßter Zeit in Folk)“

Jm Hofe des Ministeriums, in welchem das Ministcr-Conieil seine

nungen der Landpolizei, als mangelhafte Wege- und Brücken-chQ

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der ihr re,ichlich?k zirfließenden Unterßiißungen den Kreis i rer Wirk am- keit erweitert. Ste zahlt gegenwartig 116 Zöglinge , hwelche ins der

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Anßalt freie Wohnung, Beföstigung und Unterricht erhalten. Die

Zöglinge werden in den militairischen Wissenschaften und

der Handhabung der Waffen unterrichtet und treten nach Ab-

solvirung - diensi. -- Auf Antrag des Kurators dcs Kiewer Lehrbezirfs hat der

Minister der Aufklärung in Petersburg bestimmt da von '

des „ächftcn Schuljahrs „Z" allen Schulen Podoiicns? VollYTZTi? und der Ukraine der rönmch-katiwlische Religionéunterricht nicht mehr wie bisher in" polnischer, sondern in ruthenischcr Sprache, der Mutter- sprach? der riixcrwtegcnden Mehrzahl der Schüler, crthcilc werde. Die p,)[nistbe “Sprache ist durch diesen Erlaß aus den höheren und niederen Schulen der genannten Gouvernements qc'inzlich “verbannt. „. Bei der ani M'oniag anf dem Mofotowcr Jildc stattgebabtcn Parade iibcr drr ber Warsthaii konzcntrirtcn Trnppen ritt der Groß-

fi'n'si NÜWWUÖ ZUkkft dic [TMM Front entlang, stellte sich dann in

ch Mitte, imd MFM?!" sätUMtlichc Truppcn (mf sein Konnnando das Gewehr prasenttrt hatten, Wandtc cr fiel) an dieselben mit einem

Gruß vom Kaiser und dankte ihnen im Namen des Kaisers fiir die *

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im Kampxe vour. _ mit lauten Hurrahs.

gegen die Jnsurgentexi b'kwicscnc Tapferkeit Und Bra-

Am Dienstag hielt der Großfürst auf dem

Mdkotowcr FEM Vormittags iiber die Garde-Kaiiallcric und die ;

Dragoner-Brigadc, Nachmittags iiber die Ulcmcn- und Hiisarcn-Bri- gade .der dritten DWLfiOU **„Mc Revile, Verbunden mit militairische'n Exercittchrrb. G;"k-sprack) iwer dteLctjtungen sämmtlichcr Kaviillcric- Brigaden 1emc volltge Bcfrtcdtgiing aus,

Däuenrgrk. Kopendagcn, 28. Qlitgilst. Der Wortlaut der an dr1iöRcichsrack zur Eröffnung desselben gcsandtcn Köniqliclxen Botschaft in nach der »Wiener Ztg.- folgender: *

Wir Christian der Neunte u. s. w. Indem wir, in Ucbereinfiinnnung mit Y. 30 deSiHrundgejeßcs vom 18. November 1863, den Reichsratk) zu einer neuen außerordentlichcn Versammlung zusammenbcrufcn haben, ist es unser Hauytzwcck gewesen, gleichwie es unser lcdcndiqer Wunsch ist, zu be- wirken, da]; der Reichsrath auch an seinem Theile die höchst wichtige Amic- legenheit fördern wolle, wechc unserer Regierung in der [cßtachhaltciirn außerordentlichcn ,Versammlung nicht geglückt ist, zum Abichluß zu bringen. Wir haben es unserer Regierung auferlegt, zu diesem Ve- huf dein Retrhörutbe den Entwurf zu dem revidirten Grundgesetze vom 0. Juni 1840, welcher, nach einem großen Entgegenkommen von unserer Seite, den Beifall der Mehrzahl des einen Things dcs Reichsratßes gewann während hingegen eine hinreichende Anzahl von Stimmen dcmkekdcn im anderm Thinge dcs Reichsrathcs nicht zu Theil ward, vorzulegen„ _- Wir Übersehen dabei keineswegs, daß dieser Entwurf nicht ganz den Vorsteuunqcn Zion dcr besimöglicden Verfaffung, welcbe irgend ein einzelner Tdeil im Volke pci) angerignet haben kann, entsprechen wird, wie wir denn “auch 1elbst einzelne zur Befestigung des Königreiches und zur .andhabung der allgcmeinen Freihcit nach unserer Anfieht 11171)r§3c1icl)ertc Bestimmungen gewünscht habrn. (Gleichwohl abcr nähren wir mchtsdcstowcniger die feste. Ueberzeugung, das; durch solche Verfaffimq “keinem Stande und keiner Klaffc Unrecht geschehen werde und ,daß die Frei“- hext und das Wohl des Vaterlandes durch dieselbe gesichert sei, während die OrdnunJ der VcrfaffungSvcrbälfnisse, angestrebt auf einem anderen Wege oder aus eine andere Weise, zum großen Schaden für das Gemeinwohl, noki) lang? den endlichen Abschluß der Sache in die Länge ziehen könnte. Da wir es TM 10lche Weist nicht für verantwortlich ansehen und dcÖhalb nicbt gesonnen Und, weiter 111 Zugeständniffen zu gehen als bereits geschehen ist, so iwffeii und er- irartcn wir 13071 der Vaterlanddlicbe unseres getreuen Reichsrathes, daß dcr- 1elbc, wohl erwägend, daß die feste Ordnung der Gesellschaftsocrdältniffe der Grnndwal für Entwicklung der reichen Hiilfsqucllcn unseres geliebten Vater- lanch "sti, zu wclchcr dasselbe nach, den Uns zugefügten Utiqiiicksfkillcn so sehr drcingt und welche nur durch inniges Zusammenwirken der Regierung und des. Volkcs unter Gottes Beistand möglich ist, gewissenhaft das Scinigi' dazu beitragen werde, daß die VcrfaffungSsache in Uebereinstimmung niit unserem Wunjchc gefördert werden möge. Wir haben zugleich Ynssrer Rrgterung aufgegeben, nachdem die weitläufigen dahin qchörendeti YUfklaryngen nun zuwege gebracht sind, dem Rcichdmihe den Entwurf zu Jinem (Msoße vorzulegen, durch welches die Bürde und der Vcrkust, der be- ionderß cmrnz einzelycn Landesthcile durch den Krieg zuqcsügt worden ist, aus eme „billige Weije und so weit es die Kräfte drskLandcs zulaffcn, dcn Zchadcnlctdendcn erstattet werden können. Auch diese Angelegenheit, dercn

tönung kunscr'em Herzen so nahe liegt, empfehlen wir warm dem, Wohl- Wyllen des JrrchratlB. -- Wir Verbleiben unserem getreuen Reichsrathe YU a'ller Kdntgltchen Huld und Gnade gewogen und befehlen Euch Gott! 182s§ckrteben m uynscrer Haupt- und Refidcnzstadi Kopenhagen, 22. August ;)- Untcr umerer Königlichen Hand und Siegel! Clxristian Rex. (W. T. B.) Niehl" als 2001) SchlesWiger

2. September.

_ Taxideten auf 6 Datnpsschiffen heute Nachmittag 117 Uhr in Korsöcr, _ wurden von der Bürgerschaft begrüßt und festlich empfangen. Heute

Abend _8 Uhk werden sie in Kopenhagen eintreffen. R' Die Mlßtkauensadreffe der Opposition wurde im Jolfetbing dcs elOhskathes durch eine motivirte Tagesordnung mit 51 Stimmen

WM 48 beseitigt.

Amerika. Mélxkhcit von 66 Mmsrssippi das

New-York, 23. August, Morgens. Mit einer gegen 11 Stimmen hat die Convention von Amendcmcnt zu der Conßitution des Staates,

1 . . Belches dic SklaVeret oder, abgesehen von der Bestrafung von Ver- _

der vorschriftsmäßigcn Kurse in den französischen Militair- '

Die Truppen crwidcrtcn dcn Kaiserlichen Gruß und Dank ,

in ,

brechen, die Zwangßarbeir verbietet, latur m ihrer nächßen Sesfion thuße der Person und des lanen,

angenommen und es der Legis- EigeYZUAiszabebwacht, (Heseße zum K m er erciten Nc er n er- - Der Mayor oon Fayetteville in Nordcaroßiiißi be-

Z hauptet, daß die Angaben von Mißiwndlrmgm der Neger seitens

dcr Civilbchörden oder Bürger ni t e riinde ' *

miter dlcri m Richmond statioéiirteéi g TruptpetisejeLroßc ).:lOné ziifriedcndett herrscht, weil fie Über das Ende des Krie es hinaus mi Diejiste zurückgehalten zu sein glauben so Fat (Federal. Urry ste in einem Tagesbefeble bedeutet„ daß der Irrtrg mehr als bccndigt angesehen werden könne, so lange die bür- gerliche *Berw'alt'ung nicht vollständig wiederhergesteklt sei. Noch gelte das:) I.?nlttgtrgesex; in voller Strenge,“ und auf Znsubordination odcr DeZFcrtquche noch dieselbe Strafe, als wenn die Armee im ds_xencn (Teide ytundr. Jn Charleston hat General Gilmore, von icinrr Reise durch, Süd- Carolina zurückgekehrt, in ähnlicher Weise dcriundrgt, „daß die Leitung der Staats- Angelegenheiten dem Mi- litatr ,vcrblctdcn miiffe, vis eine regelrechte Staats - Regierung emger1chtct sem, werde. - Die Militair-Kommisfion in Washing- tdn, Welche die Uniersuchung gegen den weiland südstaatlichen Ca- pital:) Wrry zu, [kltM hat, ist am 21. August zusammengetrcten, har 11ch xedori) wieder vertagt. DieAnflage » Wiry war bekanntlich WLHL'LUÖ drsxKrti-gcs Kommandant des stüdftaatlichen ,Militairgesäng- 1111165,AUÖM'OUPLUL in Georgien _ lautet auf Ermordung nord- 1taa„t_lichchKricgsgcfangcncr durci) Erschießung, Aushangerung und bar- barijchr ' Bchcrndiung, ferner auf Verschwörmrg mit General Lee und dem zxricgdunmner Scddoxi zur Erreichung jener Zwecke. Wirß ,teilt die Qompetcnz des" Gerichtshofes in Abrede, erklärt seine Vcr-

_...-

- WWW iUk U11rkchtmäßig, rvcil er in die Tragiveite der Sherman-

(Fobnstonschcn Capitulationsacte falle d ' ' - , um leugnet ulc t die ihm zur Last gelegten Verbrechen. Aus der Vertagung dzes (Zerichtshofks

7 WM Terminbcstinmmng schließt man, daß die Anklage auf Verschwö-

rung aufgegeben werde. _ In einer urückwci un der von citun s- beklchk8ritattcrn iind andern Persone? gegen desu KgriegsministZer Stcén- ?OildJéNkhtékM L_)eicixuldigung, daß derselbe fiir die Verzögerunqen T)", U AUUWHIUMI Von Kriegsgefangenen und folglich fiir 'die „rich der lehteren verantwortlich sei, erklärt General Hitchcock, daß dre S_chnld einzig 911 „den Konföderirten gelegen habe." (Das Hin- dcrmß, auf- welrhes dle AUSwechslung stieß, bestand, wic mansfick) ernrnrrir wrrd, m drr Weigerung der südstaatlichen Regierung, auch die farbigen Unionswldaten in den Austausch einzuschließen. Präfi- dcnt Lincoln „durfte naiiirlick) auf eine solche Unterscheidung zwischcn den umrr glxchen Bedtiigungcn in die Armee eingetretenen farbigen IZZYFHQYUDÉ-TFYU Ulcht Eingeben, und war gezwungen, die Aus- e an enen ' ' ' ' eines Besseren bediickytgen,) emzusieUcn, bis die Konfo-derirtcn sich * " Quebeck, 22. August. Dem canadi en arlament md die Plane undeostcnqnschläge der iiitcrkoionisccificn (Ysenbabn vjdrgcleqt rvdrden,“ dte empfohlene Route iiber den Wolssfluß "(ijjisx'c- (ia 1-0») ,_ dtermlmr-Bucht, Frederickton und Picton nach Halifax wrrdOLY Nelli. Ddilars kosten, d. i. 40,000 Dollars per Meise. ' ,.[UI Bu cnoI-Ayres, 27. Juli, Rio de Janeiro, 9. Augnst Bahia, 12., und Pernambuco, 14. August, bringt der K. Post-i dampfer »Douro-_ Berichte von dem Kriegssckiauplatze rrm Urugiiay und Yarana. In der Stellung der feindlichen Armee hqtte iich nach dcn1elben Wenig geändert, es sei denn, daß fich dic mei,)töuiiwahrschcinliche Angabe, die paraguitischen Truppen hätten * dci] Jbicny uberschritten, bestätige. Jtaquy hatten fie am 11.“ Juli dcich mid wach am 14. in der Richtung nach Urnguayana (noch 1:1 Viw Grande do Sul) Und Salto (in der Republik Uruguay) ab? marschrrt, um die Partei der Blancos gegen die Usnrpirte ch'tcrnng . des Flores in_ ihre Reihen zu ziehen. ©ihre Starke wrrd aiif d' - 10,000 Mann gegebrn. Die bräfili- WW GZiquie Caldwell und Canabarro hatten sich mit einer gleichen Ztrcrtmacht an dem linken Ufer des Rbicm) aufgestellt, um dem Feinde dc_n_Uebergang und den Weg “nach “Uruguayana zu wehren,auch hieß es, Flores sei mit 6000 Mann am rechten Ufer des Urugimy hcraufgcriickt, um gegen die Paraguiten auf dem an'dcrrn Ufer zu dperircn und ihnen den Rückzug ans der Provinz Vito Grande adzu1chnciden.- Unterdessen beschäftigt sich das argen- trxxo-brasilt1ck)c Kontingent, welches 20,000 Mann stark bci Concordia steht, mrt Paraden,“ besonders sollen die brafilischen Truppen eincn glgnzcndrn und virlversprechcndcn Eindruck machen. Urquiza, [thßt es, habe fich von jedem Vorwurf wegen seiner nach Hause oder gar zum Feindc gegangenen Armee rcingcwascbcn, am 23. Juli war er bei einer Reduc in Concordia zuchen Und zwar auf freundschaftlichstcm Fuße mit dem Präsidenten Mitre, Urquiza soll schon eine neue Armee von 4- 5000 Mann in Conception zusammengebracht und dem Präsidenten ver- sprociirn haben, am 16. August zu ihm zu stoßen. Die Flotte des Admrrals Tamandaré liegt noch bei Salto, Hochwasser abwartcnd, um den Uruguay binaufzuscgeln, Das andere brasilianische Ge- schwader, auf dem quanxi, kann nicht iiber den Chimboral dinans- kommen, ww es heißt, gleichfalls wegen niedrigen Wafferfiandcs.