einrichiungen, betreffend die Ergebnisse der Abrechnung für das Jahr 1906, vpm _16. August 1907 , ferner eme Nevifionsentscheidung, in der folgendes MSIE “ro "(_-n wird: Wenn einem Nentenbewerber Zunächst eine“ an 'n- rente gemäß 16 des Invalt enversrcherun sgescßes bewilii t und die e später in eine Dauerrenie gemäß_ 15 des Jnvali enversicherungsgese es_umg_ewandelt worden it, so ist bei Prüfung der Frage, o eme die Ent iehung der ente auf Grund des 47 des Jnvalidenverft erungSgeseßes recht- fertigende we entliche Bcsserung eingetreten sei, der gegen- wärtige Zustand des Rentenbewerbers ,mit dem Znsiande zur Peit der Fcsiseßung dcr Dauerrente, mcht abxr mit dem zur eit der Bewilitgung der Krankenrente zu vergleichen (1327); es olgt eine Enischeidungnus § 155 des Jnvalidenver icherungs- gese es, wonach die als Einzelbeamte tätigen Fleischbeschauer in &reußen ais „sonsiige AngesteUte“ im Sinne des 1 Ziffcr 2 des Invaiidenverficherungsgeseizes anerkannt wer en (1328), und endlich _ * die übliche Uebersicht über Rentenszahlungen und Beitrags: erstattungen der 31 Versicherung§an1alten im Monat Sep- tember 1907 und den Erlös aus Beitragsmarken im Monat Oktober 1907.
Gabenliste Nr. 45.
Bei der Hauptsammeistelle der freiwilliqe'n Krankenpflege zu Hamburg für das Südwestafri- kanische Expeditionskorps sind bis 15. November 1). I.einschließlich die nachstebend aufgeführtenGeld- spenden und sonstigen Gaben eingegangen:
Deutsches Reich.
Königreich Preußen. Provinz Brandenburg. 2760) „Die Woche“, Berlin, 1 Balien Zeitschriften. 2767) „Die Woche“, Berlin, 1 Ballen eitschriften. 2775) .Die Woche“, Berlin, 1 Baiien Zeitschriften. 2778) „Die Woche“, Berlin, 1 Ballen Zeiisihriften. 2772) Depoivrrwaltunn des Zentralkomitrzs der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz, Neubabelsberg, 2 Kijien Liebesgaben. " 2763) Aligemeiner Deutscher Verein, Berlin, 7 Kisten Gemuse-
konseiven. 2782) Reichs-Kolonialamt, Kommando der Scbußtruppen, Berlin,
1 Paket Bücher. _ 2783) Liebelsche Buchhandlung, Militar-Veriag, Berlin, 4 Pakete
Bucher. Provinz Schleswig-Holstein. 2765) H. u. D. Koch, Ißeboe, 1 Kiste Liebesgaben. Vom LandratSamt des Kreises Pinneberg 33,80 „ji Provinz Schlesien. 2776) „H. Langner, Liegnitz, 3 Kisten Materialwaren, Bücher.
Provinz Posen. 2779) Joseph Fink, Bromberg, 1 Kiste Spirituosen.
Rheinprovinz. 2777) Crefelder Sängerbund, Ersfeld, 2 Kisten Liebesgaben.
Königreich Sachsen. , 2774 „(9 'Zdner Chemisibes Laboratorium Lingner, Dresden, ““JA“" St.:iörswafier- vesk-Joiefstbal Großb erzogium Olde nburg. ZYLIYÜY-mburgischer Landesverein vom Roten Kreuz, Olden-
loß'; 1 “,a-m? *Himbeersaft.
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotba.
Landesverein vom Roten Kreuz, 175 .“ Landesverein dom Roten Kreuz im Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs Karl (Eduard von SachsenCoburg-Goiba, 50 .“
Fürstentum Reuß ä. L. Von der Redaktion der Greizer Zeitung, Greiz, 79 .
Freie und Hansai'iadt Hamburg. 2764) Griffow, Hamburg, 1 Paket LiebeSgaben.
Es laufen regelmäßig Spenden ein:
2784) „Deutscher Soldatenbori", Berlin. 2785) „Universum“, Leipzig.
2786) ,Gartenlaube', Leipzig.
2787) „Deutsches Volksblatt“, Stuttgart. 2788) „Hamburger Nachrichten", Hamburg.
Max Stbinckel, Territorialdelcgirrter drr freiwiliigrn Krankenpflege.
Indem ich für diese Gaben meinen wärmsten Dank aus- spreche, bemerke ich, daß auch nach Proklamation des Friedens: uftandes für die Schutztruppe in Südwestafrika ein wcitcrcs Bedürfnis nach freiwiuigen (Haben vorliegt und daß das
Kaiserliche Gouvernement in Windhuk durch den Herrn Staats-
sekretär des Reichskoloninlamts angewiesen ist, ür Tru pen- an„ek)örige bestimmte frriwiÜige (Haben biszum Ablau des abres 1907 zollfrei und frei von ]eder anmtlichen Be- nndlung in das Schußgcbiet eingrhen zu laßsen. Berlin, den 22. November 1907.
Der Kaiserliche Kommissar und Militärinfpekteur der freiwilligen Krankenpflege. Friedrich Fürst zu Solms-Baruth.
Drr Regierungsassessor Dr. Stenzel in Gumbinnen ist der Königlichen Regierung in Danzig zur weiteren dienstlichen Verwendung übrrwiescn, der chiernngeZnffcffor DnGüntbcr aus Hannover dem Landrat des Kreises Ruppin, der Re- gierungMffessor von Weyhe aus Hannover dem Landrat des Kreisrs Kusel und drr RonierungSaffeffor Dr. Graf zu Nanßau ans Cassel dem Landrat „des Landkreises Solingen zurd Hilfeleistung in den lnndrätlichen Geschäficn zugeteilt wor en.
In der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs: und Staatßanzeigers“ wird die vom Reichs- eisenbahnamt ausfqestellte tabellarische Uebersicht der Be- triebsergebni se deutscher Eisenbahnen für den Monat Oktober 1907 veröffentlicht, auf die am Dienstag an dieser Stelle nuSzÜglich hingewiesen worden ist.
Potsdam, 22. November. . Am gestri en, Gebnrtstage Ihrer Majestät der verewrgten Kat erm Frzedrich begab (ck, „W. T. B.“ zufolgx, Ihre Majes'tglt' die „Kaiser 'n und Königin mit Ihrer KomJltchen Hoheit der Prinzessin Viktoria „Lurse 11 das
an oleum und legte an dem blumengeschmuckten Snrkophage der aiserin einen Kranz aus Rosen und Veilchen nieder,
Oesterreich-ngaru.
Der AuMleichSau-Zschuß des osterreichrschen Abgeord- netenhauses Hat gestern in der Spezmldebatie die Artikel, be: treffend Eisenbahnangelegenheiten, Kgnsularwesen und Handelsstatistik, angenommen und ubrr die Gruppe von Artikeln, die Maße, (Hewrcbte Comte Patent-, Marken- nnd Musterschuß betreffen, ver andelt.
Im Laufe der Debatte wies der Abg. Kuranda, wie das „W. T. V.“ berichtet, auf Zeitungsnachriibten bin, denen zufolge der Minisierpräsident Dr. Wekerle für ein Ermächtigunqsgeseß vorherige Sanktion erhalten habe, durch das drr Ausgleich im Verordnungsw-ge provisorisch bis 111 seiner endgültigen Erledigung dureh den ungarijcben Reichstag in Wirksamkeit treten soll. Der Redner befra te den Ministerpräsidenten über den Inhalt und die staatsrecbili e Be- deutung dieses Geseßes. Die Beantwortung dieser Anfrage wird durch den Ministerptäsidenten in der nächsten Sißung erfolgen.
Großbritannien und Irland.
Jm Ministerium des Auswärtigen ist nach einer Meldung des „W. TB.“ vorgestern von dem Minister des Auswärtigen Sir Edward Grey und dem amerikanischen Botschafter ein HandelSUbkommen unterzeichnet worden, in dem der Zol] anf englische, in die Vereinigten Staaten eingeführte Kunstge enstände um ein Viertel ermäßigt wird; andererseits dürfen ie Muster amerikanischer Handlungswisender zollfrei in die britischen Häfen eingeführt werden.
Frankreicb.
Im Senat gelangte gestern der Bericht zunBesprechung, den Monis im Namen der Untersuchungskommiision für die Katastrophe auf der Zéna erstattet hat.
Der Senator Cabartdameviile feste, nach dem Bericht des „W. T. B.“, die VorzüLFe und Nachteile des PulVers 13 auSeinander, besprach die Ursachen der atastrophe und trat dafür ein, die Disziplin zu heben und unruhige Elemente aus der Mannschaft zu entfernen. Der Marineminister Thomson erwidrrte, daß bezüglich der Disziplin sirenge Maßregeln ergriffen worden seien und noch writer ergriffen Werden würden. Meric, der Präsident der Kommiision, erklärte unter allgemeinem Beifall, daß die Schiffsbesaßungen mit wenig Ausnahmen aus braven und zuberlässinen L-uten bestehen. Der General Langlois suchte die Notwendinkeit darzutun, die Pulverfabrikation zu verbesfjern, obwohl das französische Pulver keineswws schlechter sei als das remder Staaten. Der Senator Cbautcmps wies auf die verschiedenen Ergebnisse der Untersuchungskommisfionen des Senats und der Kammer bin.
Die Fortsesung der Beratung wurde sodann auf heute verschoben.
_ Die Depuliertenkammer hat in ihrer gestrigen
Vormittagssißungsst Budget der Kolonien angenommen. *" F"" 7*“"“*2-77ußland.
Die Reichsdümc, nahm in ihrer gestrigen Si ung Wahlprüfungen vor und bestätigte alSdann Über 300 an: date. Zierauf fand die Wahl der SekretärSgrhilfen statt. nter den Gewählten brfinden sich, „W.T. B.“ zufolge, drei Oppofitionelle, darunter der K.:drtt Tschclnokow, der Sekretär der zweiten Duma.
Der Abg. Schingarew erklärte im Namen der Kadetten, daß die Versammlung dadurch, das; sie drei Oppositionelle gewählt babe, Kelepowskys Vorschlag, die Opposition in dem P-äsidium nicht zuzu- lassen, nicht gebilligt habe. Doch näbmrn dir Kadetten die Wahl Tschelnokows nur unter der Bedingung an, daß er erster Sekretärs- gebilfe werde.
Darauf wurde der Antrag von 254 Abgeordneten, dem Kaiser eine ErgebenheiiSadressc zu Übrrreichen, einstimmig angenommen und zur Abfassung dcr dei'ssk eine Kommission von 18 Mitgliedern erwählt. Nunmehr wurde zur Wahl des ersten SekretärSgehilfen geschriitcn und Sumis- lowskt) (Rechte) gewählt.
In einer ge'gen Schingarew gerichteten Widerlegnnn rief der Abg. Kelepowsky den Kadetten zu: „Ihr sitzt auf den Bänken, wo im ießten Frühlina die Kaisermörder saßen.“ Der Präsident drohte, dem Redner das Wort in entziehen. Tscheinokow erklärte, auf das Amt des Sekretärsgebiifen verzichten zu woi'len.
Zum Schluß der Sißung legten die Oktobristen einen Antrag zur Bildung einer Reihe von Kommissionen vor. Drr Präsident trilte mit, daß ihm ein Protrst nenen sein Vcrfahrrn zugegangen sei, doch werde er ihn der (HrscbäftSOrdnnng cmäß nicht vcröffentiichcn. Darauf wurde die Sißung geschichn.
Niederlande.
Die Zweite Kammer Hat gestern den am 27. August 5. J. in erlin abgeschiosjenen dcrttsch:niederländischen Vertrag, betreffend die Unfallversichernng, ge: nehmrgt.
In der Debatte betonte der Abg. van Bvlandt (Rechte), dem Bericht des „W. T. B.“ znfolge, daß der niederländische Text des Vertrages dermaßen undeutlich sei, daß er anbkimsielie, in den Nieder- landen dcn deutichen Text als (dieseiz zu bettachten. Der Minister des Aeußern erwidrrte, die Behörden würden sie!) wohl dort, wo d-“r Text undeutlich sei, an den deutschen Text halten, und daher wären Schwierigkeiten nicht zu befürchten.
Türkei.
Die Akiion dcr türkischkn Truppen gegen die Banden, die in leizier Zeit wegen des Ramazan teilweise
*unterbrochen war, hat nach Konfularmeidungen wieder be-
gonnen. So wurde am 17. November in Ovlovo, Bezirk Kratovo (Wila'et Uesküb), eine bulgarische Bande zersprengt, wobei stehen 5 kann getötet wurden und einer gefangen ge- nommen wurde,
Montenegro.
Gestern ist die Skupschtina zusammengetreten. Die Dc'putiertcn bereiteten dem Fürsten lebhafte Kundgebungen. Die feierliche Eröffnnn findet, „W. T. B.“ zufolge, erst in der nächsten Woche na der Prufung der Mandate statt.
Asien.
Nack) ciner Konsularmsldung aus Kermanschah hat, wie das „K. K. Telcgraphcn-Korrespondenzbureau“ berichtet, der von den Türken in dem türktscherseits okkupierten Orte Serdesck) cingeseßte Kaimakam Kara Aga durch Intrigen
rnit dem'Khan von Bane die persischen Behörden ver- agt, die fich nach Sakis zurückgezogen haben. Die Ent- iendung von türkischen Truppen nach Baue ist versprochen
worden“.
Afrika.
Nack) einertMeldung des „W. T. B.“ schickt der Sultan Abdul Asis eme Mahalla nach Mazagan, um die Stadt dre noch in der Gewalt Mular) Hafids ist, zu beseßen odeé nntigenfalls zu belagern. Dadurch soll Mulan H fi Yilng _außer Verbindung mit der Außenwelt geseßt werdsn
te Häfen haben sich alle wieder für den Sultan erklärt. '
_ Die ersten Wahlrn in der Orange River Colony _seii Gewährung einer verantwortlichen RegierUng haben, wre das „W. T. B.“ meldet, die Wahl von 23 Mit: cszlredern der holländischen Vereinigung des Geeinten Oranje- iaats, von vier der englischen Vereinigung der Verfassungs- mäßtgen Union und von vier unabhängigen Mitgliedern er-
geben. Unter den Gewählten befinden fick) Fischer und die
Generale Burger und Demet.
Parlamentarische Nachrichten.
Die heutige (55) Sißung des Reichstags, die erste nach der Vertagung, welcher der Staatssskrctär des Reichs: schaßamts Freiherr von Stengel und der Staatssekretär des
Innern Dr. von Bethmann Hollweg beiwobnien, eröffnete
der Präsident Udo Graf zu Stolberg-Wernigerode mit
folgenden“ Worten:
Der Reichstag hat seit seiner Vertagung mehrere schmerzliche
Verluste erlitten. Seine Königliche Hoheit der Groß- berzog von Badrn (die Mitglieder des Hauses erheben (ich) ist aus diéser Zeiilichkeit abbernsen worden. Im Namen des Reichstags habs ich mit drn beiden Herren Vixevräsidenten an der Bahre rinenKranz nirdergrlegt. Darauf haben mich Seine König- liche Hoheit der renierrnde Herr Großherzog beauftragt, dem Re-irbsiage den herzlichsten Dank auszusprechen.
Seit der Ta ring versiorbrn smd die Abgg. Nißler
(5 Mittelfranken, ons.) am 2. Juni und Dasback) (1 Trier, ,
Zenit“) am 11. Oktober. (Das Haus ehrt das Andenkrn der *“ erstorbencn in der Üblichrn Wciyc.)
Der Präsident teil! ferner mit, daß er zur Geburt des Sobncs *
Seinrr Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen Seincr
Ykaiestät dem Kaiser und SeinerKaiierlickyen und König: 35. lichen Hoheit dem Kronprinzen die (Glückwünsche des Reichs. tags ausgesprochen habe und ihm bon dsn Genannten herzlicher Dank
aus:;eiprorhen sei.
Die Abgg. Burlage (Zentr) (Pole) haben il)r Mandat niedergelegt, seiner Ernennung zum RLichSgerichtsrab
franken und Graf von (Galen (Zentr) fiir 3 Oldenburg.
Dem Reichstage sind dcr Entwurf eines Gesrßes, be- '
treffend die Erleichterung des Wechselprotefies, die Uebersicht über die Ergebnisse des HeereSergänzungs- Yschäfis sowie eine Nachmeisun über die Herkunft und
eichäftigung der Militärp lichtigen ür das Jahr 1906 zugegangen.
Statistik und Volkswirtschaft. Deutschlands Außenhandel im Oktober1907.
Nack) dem Oktoberbeft der Vom Kaiserlichen Statistischen Arni
bernusgegebrnen .Monatlichen Nackweise über den auSwärtiqen Handel des deutschen ZollgebietS' beträgt die Einfu [) r im Oktobyr 1907
5964 562 Tonnen verschiedene Waren, 1601790 Stück Viebwnn «"r“ [ ,k'Iii, .'. 110 Stock Bienen
andere Tiere, 293207 Hüte, 139 Fahrzeuge, 182638 226571 Faß Salzberinge fremden angs,
36 940 11] Bier und 125127 gdnze Fla chen Schaumwein.
Die Ausfuhr bekränt 3735 549 Tonnkn Verschiedene Wann, 8355 Stück Vieh usw., 384 318 Hüte, [22 Fahrzeug», 22 255 iibxcn, 42655711 Birr nni („(“
752 Faß Salzberinge, 295 Stock Bienen, 127 526 ganze Flaschen Schaumwein.
Gegen den Oktober 1906 zelnen sich bei der Einfuhr größne Rücknängr, besonders bei der drm Erzen, Schlacken, Asche; _sir marin" „Z,.c.“ fast 70 _) 000 Tonnen aus. Dageaen zeigen aiie übrigen Untrrabichnitie iki 2. Abschnitts, namentlich fossile Brknnswffe, böbere Einfubrmengen-
Erzeugnisse der Land- und Forsiwirtschaft usw. haben in der (Einfuhr
rtwns zugenommen, Erzeugniffe des Acker-, Garten- und Wiesenbanei, Tiere und tierifch:Erzcngniffe haben indcsscn dem Gewichte nach Ruck“ _ Ausfälle Von Bedeutung sind ferner za“ Verzeicbncn in der Einfuhr von ch€mischen und Pharmazeutischen 61- T) zeugniffen, Farben und Farbrvaren, Leder und Lederwaren usw., Pawel, Stein-, Tow, Glaswaren, Edelmetallen. unedlen Metallen und Waren
gänge der Einfuhr Erfahren.
daraus, mit Ausnahme von Eisen und Aluminium.
In der Ausfuhr erfuhren ge In den Oktober 2). I. größercCin- Z.“;
iltwirtscbaft usw. (_ 112141_Tonnen), mineralische und foi le Rohstoffe, Mineralöle (_ 128 943), an welchck FF,: Einbuße hauptsäcbl cb Brennstoffe beteiligt sind, ferner cbemiscbr unk pharmazeutisäoe Erzeugniffe usw. (37 302), unedle Metalle und Waren ;( daraus (_ 34 603), besonders Eisen (_ 35 769). Tonwarrn, Pavi'k ;,
bußr: Erzeugnis: der Lnnd- und For
usw. fanden vermehrten Absatz,
Auch gegen den September d. I. haben Cin- und Ausfuhr nach- gelassen, in der Einfuhr namentiinb Erze, in der Ausfuhr besondrri Brennstoffe, ch€mischs Erzeugnisse usw. Cine Steigerung der Ausf“?! gegen den Vormonaizxigen Erzeugnisse der Land- und Forstwirtscha'i
Zur Arbeiterbewegung.
Zu den Beschlüssen der Deputation für die städtisch“ Krankenhäuser über die neue Forderung der Pfleger U"k Pflegerinnen zum neurn Etat der Stadt Berlin drri Versammlungen der Bediensteten Stellung. Es wurde, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, in allen ausgeführt, daß die Angestellten mit der bewilli-zten Fkst“ legung bestimmter Lohnsteigerungen und mit der vorgenommene" Navision des Arbeiteraussckpußreglements sich einverstanden 6xrkliiré11 iönnten; es sei immerhin ein gewisser Fortschriit. Dagkkn habe man die wichtigsten Punkte unberücksichtigt gelassen. ik gewünschte Beseitigung des Kost- und Logiszwannes sowie die VW kürznng der Arbeitszeit des Pflegepersonals von 15 auf 12 Stunde"- die der Arbeiter und Handwerker yon 10 auf 9 Stunden sei abse- lrbnt worden usw. In aUen drei Versammlungen wurde ?" nleich1autender Beschluß gefaßt, worin die Versammelten die Be“ schlüsse der Krankenhausdeputation über die Lohnberbältniffe als einen Fortschritt anerkennen. ibrer anderen Wünsche und etklären, in Anbetracht der Bedeutunii dieser Forderungen unverbrücbiich deren Durchführung mit Energie anzustreben.
In Bochum iagie, wie die „Rh. Westf. Zig.“ mitteilt, edi": .
Versammlung der Vorstände und Vertrauensmänner christlichen Gewerkschaften im Rubrrevier, an der . rund 400 Personen beteiligten. Es wurde beschlossen, im Winterm11
adenin .*
und Mieczknmski der erstere infolge “g;, „ Ncugewähii sind inzwischen die Abgg. Niederlöbner (kons) für 5 Mittel: _.;
nahme"
Vet sammlungen ' *
Sie bedauern aber die Nichtbeachtung '
er saumäßigen Agitaiion ür die chrisilichen Gewerkschaften im Yubrrxbier einzuseAn. Die Richtlinien dieser wurden festgeseßt.
In Leipzig nd, der „Lvi- Zts“ zufol'ße, die Portefeuille- in eine Tarifbewegung eingetreten. Wie in einer Versammlung berichtet Wurde, lauft der _Lobntarif in Offen- back) und Berlin, den hauptsächlich fur die Branche in Frage kommenden Orten Deutschlands, Ende Juni 1908 ab. Die dortigen Gehilfen und Arbeitfxebxr wollen einen neuen Tarif ver- einbaren und eine Tarifgemein (haft errichten, die auch die sonst noch für die Industrie wichtigen Orte umfassen soll. Da die Gehilfen fast ämtlicb (rund 4000) dem Verband angehören, glaubt: die Ver- ammlung annehmen zu _können, daß die Verständigung von Organi- ation zu Organisation aber diese Tarthmeinscbaft ohne besondere Schwierigkeit zu erzielen sein werde. ie Forderungen der Offen. bucher und Berliner Gehilfen [ollen auch in Leipzig durchgeführt werden, insbesondere der neun'stu-diqe Arbeitstag, die prozentuale Vergütung der Ueberzeitarbeit, die Beseitigung der Heimarbeit und die Errichtung von Betriebswerksiätten. Die *Leivziger Portefeuiiier woiien überdies mit den berufsverwandten Sattlern gemeinsam or eben.
v gIn Rotterdam hat, wie „W. T, B.“ meldet, der Verband der Hafenarbeiter unter Annahme der Bedingungen der Vereini- gung der Reeder die Beendigung des Ausstands beschlossen. _
In Zürich ist, wie die '.Köin. Zig “ erfährt, der Ausstand der Seidxenfärber, nachdem seine einheitliche Durchführung mißlungen war, endet.
Der Ausstand der AnÖestellten der Osiindischen Eisen. habn (vgl. Nr. 277 d. [) zeigt, wie „W. T. B,“ meldet, ein ernsiercs (Gesicht als vorher. ' In der Befürchtung, daß die Haltung der aussiändigen Europaer die Anwendung von Gewalt erforderlich macht, ist die Polizei vrrstärkt und Militär nacb Asansol ent- sandt worden, _ Der Betriebsleiter der Ostindischen Eisenbahn erklärt, daß die (GLseU'chaft sicb Von den Ausständigen, Weichs die
olgen ibres Vorgehens tragen müßten, nicht vergewaltigen Jffen werde. Howrab und andere Eisenbahnstationen Werden von bewaffneter Polizei bewacht. Es berkebrcn nur Wenige Lokalzüge und diese unter poliieilicher BedeckUng; die Post wird auf den Landstraßen befördert. Mehr und mehr werden Stimmen laut, die ein Einschreiten der Regierung fordern. _ Ein inzwischen in Kalkutta eingelaufenes Telegramm aus Asansol meldet, daß einige Lokomotivführer die Arbeit wieder aufgenommen haben. Der erste Zug nach Kalkutta ist abgelassen, weitere folgen. Die Lage ge- winne jeßt ein hoffnungsvolieres Aussehen. In Kalkutta empfindet man große Erleichterung. da während fast einer Woche beinahe der ganze Geschäftsberkehr lahmgelegt wa“.
arbeiter
Literatur.
Dis Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart hat ihre trefflichen Klassiker der Kunst in GesamtauSgaben durcb Einen neuen (11.) Band vermehrt, der in 277 Abbildungsn die Werke? Donn- iellos bieiet (8 34). Damit wird in dieser Sammlung zum ersten Male ein Meister des itaiienischen Qnattwcento borgeiübrt, und diel- leicht der größte unter ihnen, dessen Größe und geschichtliche Bedeutung crit seit wcnigen Iahrzrhnten wieder erkannt wurde. Und doch ist die éerbbeit dieses Küniilers so groß, daß ihm in weiteren Krtissn der nnsiiiebenden Gebildeien wobl rnehr mit scheuer Achtung als mit ver- ständnisvoller Liebe begegnet wird. Darum ist die VorliegSnde Ausgabe, die alle seine Werke in guten Wiedergaben enthält, vieÜeicht bestimmt, das Verständnis für die eigenartige Größe dieses Künstlers weiteren Kceijen völlig zu erschließen. Paul Schubring, der den Band herausgegeben hat, hat ihm eine so VerständniSVoUe und eingehende Einleitung Vorausgeichickt, das; man von der Wucht, mit der die Ab- bildungen reden, und dem feinsinnig-erkiärcnden Wort des Herausgebers wobl jenen wüchbenswäten Erfolg hoffen darf.
_ .Der 5 aumeister.“ Monatshefte für Architektur und Bau- praxis. Herausgeber: die Architekten I ansen und Müller, Berlin. 71. Jahrgang. Iäbrlick) 12 Hefte. Preis vierteljährlich 6 «FC erlag bon Georg D. W Cxliivzy, München. _ Mit dem ersten Hefte des neuen Jahrgangs trägt .Der Baumeister“ dem Intereffe Rechnung, das gegenwärtig, ivo sich eine gemi e Abneigung gegen das Wohnen im Mietshaus: der Großstadt emerkbar macht, dem Landbausbau entgegengebracht wird. Wer die mit un- moiidiericn Formrn überladknen Architekturrn dsr Häusrr, wie sie noch immer in unseren Vororten nnd kleinen Städten gebaut wrrden, kennen gelernt hat, wird die künstleriiche Hide und Reife der hier abgebildeten Bauten zu würdigen wissen. Gsheimrai Mnibesias, der an auf dem Gebiete des Landbansbaues reforma- torrscb vorgegangen it, spricht über die Lage des Hauses zur Sonne und zum Garten; seine Ideen sind bzi dem von ihm erbanten Zause in D.]hlem in dir Praxis überscxzt. Troß der bescheidenen , niage recht wirksame Landhäuser find die der Architekten Becker und Meßendorf. Besondsrs der Lsßtgenanntx zeigt sick) sebr geichickt in der Beherrschung seiner architektoniichrn Formen; die don ibm erbauten Häuser vxtdanken ibr charakterdol1es, freund- liches Aussehen nicht nur den bei manchen Architekten vielleicht etwas berpönten, aber troß aliedem recht anmutig wirkenden „rauben PUB] flächen" und grünen Fensterläden. Eine hrrvorragende Schöpfung ist ein von den Architekten Hart und Leser am Bahnhof Grunewald er- bantes Landbaus, das in recht malerischer Weise der Landschaft ein- seiugt wurde. Die Wieder abe der Baumerke in photographischen Aufnahmen und maßstäblicßen geometrischen Zeichnungen ermöglicht ein«5_ Kontrolle der Wirkung der einztlnen Bauteile in ihren Perspek- tiviichen Verkürzungen, des ganzen Bauwerks im Rahmen seiner Um- gebung. Was der .Bxumeister' seinen Lysern bietet, ist eine ständige Schulung für die Praxis.
_ In knappen Lebensbildern Friedrich Wilhelms des Großen Kurfürsten (geb. 1,75 :36), Friedrichs des (Großen VW ck) und Friedrich Wilhrlms 111. (1,75 „M) haben _k- Graf Stillfried - Aicéxntara nnd Professor Dr. B. Kogler die wichtigsten Epochen der preußischen Geschichte bis zu den Befreiungskrieaen darzustelien versucht (Verlag von F A. Berger in Leipzig). Man kann den drei Büchlein einen warmen PatriotiSmus nnchkübmen, der sich Von jeder Schönfärberei ixkkzubaiten weiß. Die Darstellung, ist in gutem Sinne Volks- iumiich, auch wo es sich um die Schilderung politischer Wirrnisse und ihrer Lösungen handelt. Gelcgentlicb würde man ein tieferes Einsehen in die Charakterentwickelung der geschilderten Fürsten gern iSben, aucb wäre wohl eine breitere Schilderung der wirtschaftlichen Entwickelung auf Kosten der Schilderung dsr kriegerischen und all- semein politischen Ereignisse möglich gewesen. Im aligemeinen sind die Büchlein für S:!)üler- und Volkswbliotbckcn aber durchaus zu empfehlen. Die äußere Ausstattung, namentlich die guten Textbilder, Verdienen es, besonders anerkennend hervorgehoben zu werden.
_ Von der im Verlage von Stephan Geibel in Altenburg von Fkofiffor Dr. Otto Richter herausneßebenen „Deutschen See- Zcherei', Erzählun en aus dem Le en des deutschen Volkes zur ?ck“- liegen visr neue ändchen vor, die sicb zu Weihnachtsqeschenken fur bckanwachsende Knaben sowie für Schüler- und Volksbibliotbeken Wohl eignen. Band 13 (1,05 .“, geb. 2 95) betitelt sicb „Unsere Marine im deutsch-französiscben Kriege 1870_71“; Band 14 (1 ns, seb- 1,50 „zu) schildert „die brandenburgische Kolonie Groß- riedrichs- burg und ihre Begründun durcb Otto Friedrich Von der weben“; in Band 15 (1,50 „ji, ge . 2 .,“) schildert der Heraus eber „Unsere Marine in der Südsee zum Schutze deutscher Pionierar eit Und zur Wahrung deutscher Interessen", während sich der Band 16 (1 „M, geb. 1,50 ckck) mit der Gewinnung Samoas beschaftigt.
Im selben Verlage bat Johannes Erber unter dem Titel .Heideiauber' Erzählungen, Gedichte, Marchen, Schilderungen und Wanderbilder aus Heide und Moor herausgegeben (3,30 .“ geb. 4 „“). Die Sammlung enthält recht wertvvlle Proben der Erzähler- kunst eines Dietrich Speckmann, Ad. Stifter, Max Geißler, Hans Eickyelbach, Timm Kröger, sowie Heidenedicbte von Annette von Droste- HulSHof, Martin Greif, Theodor Storm, Friedrich Hebbel u. a.
Hüb che, stimmungsvolle llusirationen verleihen der eschmackvoil aus- gew blten Heide- und oorantbologie einen noch er öbten Reiz.
- Eine neue illustrierte koloniale Haibmonatsscbrift „Kolonie und Heimat“ ist im Verlage kolonial olitischer eitschriften Eduard Buchmann, Berlin 97. 66, Wilbelmstra e 45, ers ienen. Die Schrift verfol t keinerlei Erwerbs-, sondern ausschließlixh vaterländische Zwecke und it dazu bestimmt, in allen Kreisen „die fur die nationale Sache Interesse haben, dieses Intereffe zu iliarken und neu zu beleben. Die erste Nummer der neuen Schrift entbält U- a. [LsSUSwerte Artikel vom Kriegsschauplaß in Südwestafrika, uber die Reise des Staats- sekretärs Dernburg in Afrika nebst guten Bildern aus unseren und fremden Kolonien. Die Zeitschrift die aiie vierzehn Tage erscheint, ist durch alle Buch- und Zeitsckpriétenhandlungen und durch die Post, jährlich 26 Nummern zum Preise von 2,60 „s, halbjährlich 1,30 „M, die Einzelnummer für 10 43, zu beziehen und stellt nach der unter- haltenden, wie nach der belebrenden Seite bin ein brauchbares Hilfs- nxtittißl zux näheren Veranschaulicbung des kolonialen Lebens und
re ens ar.
Laud- mid Forstwirtséhaft. Saatenstand und Ernte in Oesterreiä).
Nach dem amtlichen Saatenstands- und Ernteberickzt zu Mitte Nobember stand die leßverflossene, Von selten schönen Svätberbsitagen begleitete Berichtsperiode nördlich der Zentralaipen im Zeichen außer- gewöhnlicber Trockenheit. während die sudlich gelegenen Länder, als Krain, Kärnten, Süd-Tirol, dann zum Teil auch Nord-Tirol und die Küstenländer, in diesem Zeitabschnitte von starken ngengüffen nnd scbadenbringenden Uebersckpwemmungen heimgesucht worden sind. Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien, Bukowina, Ober- und Niederösterreich und Dalmatien haben an starker Dürre und infolge- dessen auch an Wassermangel gelitten. In Oberösterreiä; und stellen- iveise auch in Niederösterreich hat es zebn Wochen lang nicht geregnet, Bäche fingen an zu versiegen, Brunnerqueiien auszutrocknen, und einzelne Ortschaften mußten aus weiten Entfernungen Wasser zu- führen. In Miitelmäbren fiel seit halben September kein auSgiebiger Niederschlag, in Galijien kam erst nach siebenwöchentlichem Regen- mangel Ende Oktober der län siersebnte, aber unzureichende Regen. Alierorts wird über große Wa ernot geklagt. Das im allgemeinen zu Mitte Oktober eingetretene und bis Ende der zweiten Novemberwoche andauernde trockene und warmeWetter Wurde zwischen dem 3. und 6. November durcb kurz borubergebende Reife und bis zu _ 6 Grad RSaumur steigende Fröste unterbrochsn, die jedoä: wegen ihrer kurzen Dauer und der nachfolgenden abermals milden Witterung ebensowenig Schäden hervorriefen als die am 4. und 5. Nobember in der Bukowina und Galizien niedergeganqenen schwaszn Schneefälle. Die in den leisten Tagen der ersten Nobzxmberbälfte bei erhöhter Temperatur eingetretenen sowie auch die Niederschläge am Schlusse dcherichtsperiode wurden von den Landwirten freudigst begrüßt, und sie sind den Wintersaaten, Wiesen und Kleefcldrrn recht wohltuend zustaiten gekommen.
Die sonach ungerröbnlicko schöne Herbstwiiterunn war für die Landwirtschaft einerseits von großem Vorteil, indem fie die restlichen Erntearbeiien und die ungestörte Fruchteinbrinqung sowie endlich auch eine tunlichst lange AuSnüßung der Viebweide ermöglichte, anderer- seits batte sie dort, wo der Boden mangels notwendiger Niederschläge allzu hart und trocken war, die Winlersaat- bestellung und die Herbstackerung außerordentlich erschwert und verzögert und außerdem die stark emviundene Mäuseplage Hervor- gerufen. Die in Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien, dann Ober- und Niederösterreich massenhaft auftretenden Feldmäuse haben den Kleebeständen und Winterungm wie nicht minder den Wiesen und zum Teile auch den Kartoffeln, Rüben und Fruchiiristcn ganz enorme Schäden zugefügt. In manchen Gegenden ist der Bestand der Winterungen durch die Feldmäuseplaae geradezu in Frage gestellt und mußte aus gleicher Ursache ein beträchtlicher Teil der unterwüblten Herbitsaaten umgeacksrt werden.
Die eingangs erwähnte, lan andauernde Regenzeit bat nament- lich Südtirol empfindlich in Mtleidenschaft gewgen. In Condino fielen in der zweiten Oktoberbälfte 252,8 mm Regen, und in Peraine sowie in Livinallongo (Buchstein) haben die aufgetretenen Ueber- schwemmnngen die Backpuier und Dämme stark beschädigt und Erdrutschungen auf Wiesen und Acksrfeldern zur Folge gehabt. Aehnlich: große, durcb Hochwässer hervorgerufene Schäden sind in Krain und in den Küstenländern zu Nr- zeichnen, Felder und Wiesen Wurden durcb Urberflutung mit Schotter und Abschwemmung der Humnserde arg beschädZt. In Kärnten, wo- selbst der Oktober als der niederschlagreickpste § ionat dieses Jahres gilt, haben in der zweiten Oktoberhälfte gleichfalls heftige Wolken- briicbe und anhaltende Regen den Wiesen und Aeckern sehr großen Shadcn zugefügt. An manchen Orten haben die Regenstürme mit kurzen Unterbrechungen sechs Wochen, an anderen sogar noch länger angehalten, wodurch die restliche Einbringung der Feldgcwäcbse, die Vornahme des Winteranbaurs und der Herbsiackernng sebr Verzögert worden sind. '
Ungeachtet des so verschiedenaittgen und wechselreichen Witterungs- verlaufs ist die dieéjäbrige Gssamternte nach den eingelangten Be- richien im großen und ganzen als ein? gute Mittelernte zu be- zeichnen. In Siciermark, wo weder ausgebreitete Trockenheit noch allzu große Nässe, Reif und Frost herrschten, und namentlich in Miitel-Steiermark wird das Heurige Jahr _ abgesehen don der erst in der letzten Zeit ein etretenen Not an Waffer _ sogar ein gesegnetes nenannt. (Gleichfalls ehr gute Ernten brachtchn Krain und an vielen Orten auch Kärnten.
Die Maisernte ist bereits überakl beendet und hat im allge- meinen einen ganz befriedigenden Ertrag eliefert. Die Kolben sind groß und gut auskscheift, die Körner s ön ausgebildet. Nur in Dalmatien ist die ' aisfechsunq einerseits infolge der abnormen und langanhalienden Dürre, andererseits des stellenweise nacbfolgendensiarken Regens an manchen Orten als eine mittelmäßige, mitunter auch nur fchwachr zu brzeicbnen.
Den ausführlichen Angaben des leßten Berichts zu Mitte Ok- tober über die Ergebnisse der Kartoffelfechsung ist nicht viel hinzuzufügen. Die Ernte dieser Frucht ist gleichfalls allerorts_ab- geschloffen und bat zum'größten Teile _ auch hinsichtlich des Starke- gebaltes _ ein zuKriedensteÜendes Resultat ergeben. In_ Böhmen und Mähren litt d : Kaitoffel ziemlich stark unter der Faule, des- Zleichen, aber in geringerem Ma c, auch in _Schlesikn. In
ber- und Nirderösierrcich, wo elbsi die Faule hie und da auftrat, wird befürchtet, daß sich die Kartoffel bis zum Frühjahr schwer halten wird. Der Ertrag ist [ehr schwankend. Er beträgt in Galizien, wo die Knollen infolge der Dura: sehr klein geblieben sind, 80 bis 160 Meterzentner und bei den Klein- arundwirtcn nur 60 bis 70 Meterzentncr für den Jitar, in Mabren hinge en 150 bis 160 Meterzrntner und in öbmxn 150 bis 260“ eterzentner fiir den Hektar. In den übrigen Landern, ins- besondere in Niederösterreich, gedieh die Kartoffel vortrefflich. Aus Oberösterreich (Gerichtsbezirk Aigen) wird berichtet, das; der Ertrag der Kartoffeln im heurigen Jahre der grö te seit einer längeren inbe bon Jahren war. In Dalmatien gedie die Kartoffel der Durre wegen recht spärlich und wird kaum den Winterbedari decken.
Die Zuckerrübenornte fand auch allerorts ihren Abschluß und ergab, dank der außeroidentlich günstigen Hetbsiwittxrung, im allgemeinen einen sehr guten Ertrag. Die Qualität wird uberall als vorzüglich brzeicbnet, auch hinsichtlich der_Polarisation. Das quanii- tative Ergebnis hat, durch die enorme Durre ungünstig beeinflußx, nicht befriedigt, es schwanktzwischen 120 und 380 Meterzentner für den Hrktar. Der harte Boden hat das Herausnehmen der Rüben sebr erschwert, die längereanrzeln brachen recht oft ab, wodurch das Q rantum nicbt unbedeu- tend geschmälertworden ist; der Verlust wird auf 10 bis 15 0/9 und siegen- weise noch höher angeschäßt. Die besten Fechsunnn an Zuckerruben dürften Mähren, Schlesien und Bbbmen nachzuweisen haben.
Die Futterrüben sowic Stopkelrüben, deren Fechsung beendet ist, haben überall einen recht efriedigenden (Ertrag abge-
worfen, insbesondere in West-Scblesien, Steiermark, Kärnten und Mittel-Vöbmen.
Die Ernte des Kopfkrautes lieferte fast ausnahmslos sowohl hinsichtlich der Quantität als auch und insbesondere binsichtlich der Qualität vorzügliche Ergebnisse. Das Kraut ist eine der bestaediebencn Früchte des heurigen Jahres. Die ewonnene Menge überstei t bei weitem die gehegten Erwartungen. n Wesigalizien wurden Zellen- weise 180 Meterzentner für den Hektar geerntet. Eine fast gleichgroße Menge wurde auch in Ostgalizien erreicht. In dem schon früher e- nannten oberösterreiäoisckjen Gerichtsbezirke Aigen wird _ so wie ei den Kartoffeln _ die heurige Krautfecbsung als die größte seitIabrcn bezeichnet. Infolge der durch die e reichen Erträge eingetretenen Ueberproduktion ist eine starke Hera drückung der Preise bemerkbar.
Buchweizen bat zumeist ein-n guten, an manchen Orten auch tbr guten Ertrag geliefert, mit AuSnabme von Kärnten, wo dicses
rodukt infolge der starken Negengüffe auf dem Felde keimte und zum größeren Teile nicht gut geraten ist. Am besten gedieh der Bach- weizen, was Menge und (Güte anbelan t, in Steiermark, obwohl aus dem Gerichtsbezirk (Gonobiß der berrßbenden Trockenheit wegen ein schlechtes Endresultat berichtet worden ist.
,Die in' Westgalisien (Gerichtsbxzirk .Milowka) versuchsweise kultivierte Ztchorie bat tro der äußerst schwierigen Herausnahme aus'dem harten Boden glei falls ein sehr befriédigendes Ergebnis erreicht; es entfielen auf einen Hethr 275 Meierzentner.
Die Rösle des Spätleins, dessen Breche nun schon überall beendet sein _dürfte, läßt voraussichtlich auf das Ergebnis einer sehr giuHetn QbuFltttat schließen. Die Preise sowie die Kauflust Haben sich n ge 6 er.
Die Herbstweide, von der außergewöhnlich schönen Herbst- wiiterung sebr begünstigt, konnte beinahe bis zu Mitte Nobember ausgedehnt und Von den Viehsiücken gut ausgenüßt werden, wodurch sehr viel an Winterfuttrr erspart und die in manchen Ländern auf- gestiegene (Gefahr einer ernsten Futternot wesentlich verringert worden i . In Vorarlberg konnte z. 23. das Vieh bis zum 12. November auf die Weide getiieben werden. Die günstigen Witterunngerhältniffe ermöglichten auch, daß der Viebabtrieb von den Alpen an vielen Qrten erst Anfang November begonnen hat, sowie daß die Stall- futterung erst vor kurzem in Angriff genommen werden um te. Immerhin bleibt aber in mehreren Ländern und manchen Landstri en die Besorgnis eines unzureichenden Vorrats an Futtermitteln unsre- andert aufreckvt, so namentlich in Dalmatien, den Küstenländern, Tirol, dann Mäbrqn und Galizien.
Das sehr güniiige Herbstmetter bat eine sorgfältige Bearbeitung der Wies en sowie auch die Mahd des schön herangewachsenen Stobbelklees, dsr einen ganz guten Ertrag abgeworfen hat, Er- mögitcht. Sehr großen Schaden auf den Wiesen und in den Klee- besianden haben, wie schon eingangs erwähnt, die massenhaft anf- tretenden Feldmäuse angerichtet. Alle mehrseits unternommenen Ver- suche, selbe zn bertilgen oder sonstwie unschädlich zu machen, blieben
obne ErfoUlF.
Die einlese Wurde nunmehr überall beendet. Die ausführ- licxpen Angaben des leßten Berichts über die Ergebniss der Weinernte waren nur noch dahin zu ergänzen, daß die Weinlese auch in Nieder- österreich abgeschlossen ist. Die Qualität der wei en Lese ist außerordentlich brfriedigend, quantitativ ergab si aber Ein 11th unbedeutender Ausfall. Dieser beträgt beinahe 50 0/9 ge en die Vorjahre und wurde nur dadurch ausgeglichen, da gewisse Rebengaitungen wie der grüne Veltliner und der Rotgipflcr sebr reichlichen Ertrag geliefert haben. Der Qualitäbentsprechend, stiegen auch die Preise; für weiße Maische wurden in Soos yon 70 Kronen aufwärts per Hektoliter gezahlt. In Südtirol bat die Weinlese unter sehr ungünstiger regnerischer Witterung stattgefunden, Weshalb auch die Trauben stark gelitten haben. In Unt-rsteiermark ergab dec Isabella-Weinstock seit seinem Bestande, d. i. seit dem Jahre 1850, die böcbstm Erträge. Ebenso vorzüglich gedieh auch der Luitenberger Wein. Der Zuckergehalt des Mosies variirrt zwischen 19 und 23 (Grad na der Kloster- neuburger Wage. In den Küstenländern hat der Weinstock beuer eine so reichliche und qualitativ so gute Ernte geliefert, wie dies schon seit dem Jahre 1875 nicht der Fall gewesen sein soll, infolgedeffen die Anlage neuer Weingärten mit amerikanischen Neben Vorbereitet wird. Im (Gerichtsbezirk Pisino (Mitterburg) wird die diesjährige Weinproduktion auf 25 000 111 weißen und auf 45000 111 roten Weines Ésckpäßt. In Dalmatien fiel, wie schon berichtet worden ist, die einlese über alles Erwarten, sowohl was Menge als auch Qualität anbetrifft, ganz vorzüglich ans. BeispielSweife wsrden im Gerichtsbezirke Makarska zirka 90 000 11] Wein mit einem Alkoholgehalte von 11 bis 14 Grad zum Preise von 28 bis 30 Kronen per Hektoliter und in Vrgorac 20 500 111 mit einem Alkoholgehalte von 10 bis 12 Grad zum Preise von 20 bis 22 Kronen per Hekto- liter Produziert. Auf der Insrl Curzola beträgt die Weinernte 130 000 bis 150000 111. Hinsichtlich der Preise sei noch erwähnt, daß Opolo-Wein einen Preis Von 28 bis 34 Kronen, die Weißweine bing? en einen solchen bon 36 bis 40 Kronen per ktoliter erreichten.
Hie Ernte der Oliven ist sowohl in den Kü ienländern als auch in Dalmatien nicht zufriedenstellend ausgefallen. Als Ursache der ge- ringen Fecbsung werden einesteils die Dürre und die heftigen Wind- stürme, andererseits der Eintritt heftigen Regens und der Kalte angegeben. _
Der Anbau der Wintersaaten ist nunmehr abgeschloiien und gssialteie sich, wie schon in dern leßten Berichte geschildert, in- folge der außerordentlichen Bodenbarte äußerst schwierig. In 5;)si- schlesien, Ostgalizien und Dalmatien konnte der Herbstanbau an eimzcn Orten wegen des allzu barten Bodens überhaupt nicht borgenorximen werden; desgleichen mußte der Anbau des Winterweizens in den Kustrn- ländern wegen zu starker Näffe an vielen Orten unterlassen werdcn. Dessenungrackptet berechtigt der gegenwärti 8 Stand der Winist- saaten im großen und ganzen zu den esten Hoffnungen. Die Saaten batten sich fast durchgehends sehr gut bestockt nnd sinrk entwickelt, haben ein kräftiges, gesundes Ausseben und iind durch den rechtzeitigen Ciniriit der leßtcn Niederschlage vor der Ein- winterung des Bodens wesentlich begünstigt und bei einem normalen Verlaufe der Wintermonate in ihrem weiteren Bestande gesicbsrt wvrden. Vielerorts stehen die Wintersaaten derart uvvig, daß sie geschröpfi odcr überweidet werden müssen. Skbk große Schaden haben den Wintersaaten die Feldmäuse zugefügt, sodaß an manchen Orten die gänzlich unterwüblten Saaten umqeackert werden mußten und die betreffenden Ackergrundsiücke im Frühjahr mit Sommersrucht wieder- besielit werden müssen.
Mit dem vorstehenden Bericht finden die osßziellen Saatenstands- und Ernteberichte des Jahres 1907 ihren Abschlu . (Wiener Zeitung.)
Theater und Musik.
N|eues Königliichestperntbeater.
Die französische Geseliscbaft der Madame Iane Having brachte estern „[46 Undi“, ein Schauspiel in drei AuZügen von Henry avedan. Es ist ein Stück, das auf soziale robleme aufgebaut ist. Religion und Liebe führen in dem Her en einer schönen Frau
einen harten Kampf mit einander; sie stehen ck auch feindli gegen- über in einem ungleiche'n Brüderpaar, einem frommen i?)rie ter und einem freidenkenden Arzt; eine friedliche Lösung glätte_ schließlich die erregten Wonen in den bart aneinandersioßendcn Gemutern. Der entsagungsvolle Priester führt in dem Herzen der zwcifelnden Frau die rein weibliche Empfindung zum Siege und gibt dadurch dem Bruder die Geliebte für das Leben zurück. In sehr wortreicben, aber doch wirksam gesteigerten Szenen wird die Landlun aufgebaut und gelöst; den Darsteliern der gegensanii en Le nIanscbauungen wird reichlich Gelegenheit gegeben zu weiter Entfaltung ihres Könnens. Die Herren Hauteriv: und Nebel in den Rollen der sireitenden Brüder entwickelten Tempxrament und tiefgehende Leidsn- schoii. Weniger innere Bewegung ließ sich im Spiel von Madame Iane Hading e*kennen; ste brachte den Kampf zwischxn Liebe, Stola und frommer Schwärmerei, der ihr Herz w:!b bewegt, zumeist in