fielli. (Zuruf des Abg.Vebe1.) Sind Sie, Herr Bebel, denn wirklicbso naiv, zu Flauben, das: aÜes, was Sie tun, vernünftig isi? (Glauben Sie denn wir lich, daß Sie auch auf diesem Gebiet _ Sie sind ja sonst ein hervorragender Diplomat, ein besserer wie der Fürst von Bülow _, auch noch auf dem Handwerkergebiete allein die Grenzen zwi'cben Vernunft und Unbernunft ziehen können? Ich schäße Jbre Fähig- keiken außerordentlich, aber ('s ist zu lange her, daß Sie fick) mit dem Hanrwxnk beschäftigt haben, als daß Sie wüßten, tvas ibm not tut. Die Vorwürfe des Abg. Schmidt gegen die bürgerliche Geseilscbaft treffen doch nicht zu. Von keiner Seite ist mehr für die Ver- besserung der Arbeitcrwobnungen getan, als von den Industriellen, von den Gemeinden, bon Staat und Reich. Es wird Ihnen doch bekannt sein, daß diese viele Millionen zum Bau bon Arbeiter- wobnnngen und Von Wohnungkn für kleine Beamte aus- werfen. Daraus ersehen Sie, daß die bürgerliche Geseiischaft mehr vielleicht wie Ihre politischen Freunde bestrebt isi . .. (Zuruf bei den Sozialdemokraten.) Sie erkennen das av. Das reut mich. Die bürgerliche Geseüscbaft hat also in bezug auf deb Bau Von Arbeiterbäusern vollständig und voll ibre Schuldigkeit getan. Sie würde auf diesem Gebiste noch mehr geleistet haben, wenn sie nicht immer wieder Ihrer Bekämpfung und Jbre_m Widerspruch begegnet wäre. Bauen die Unternehmer Arbeiterbausex, dann sagen Sie sie täten es aus 0 oistischen Rücksichien, um die Arbxiter an sich zu fesieln, tun Cie es ni t, dann sagen Sie, sie benachteiligen die Interessen der Ar eiter. Einer Bemerkung des Abg. Schm1dt möchte ich eine gewisse Berechtigung zuschreiben, aber nur in bezug auf die großen Stadte, daß nämlich die Handwerker unter den'iietig steigenden Bodenpreisen zu leiden haben. Ich 'sxzracb bier in Berlin mit einem Handwerker, der für eine kleine Werk- tatte von wenigen Quadratmetern 1200 «;ck zu zahlen hatte, der sagte mir: aUe vier Jahre wird das aus verkauft, und dann wird der Mietspreis um 5_10 0/0 berau geseßt. Das sind aber nur Berliner Zustande,„in den kleineren Siädten gebt der Wert des Grund und Bodens, der Hauser dauernd zurück. Wir werden ja beim Etat des Reichsamts des Innern Gelegenheit haben, zu böten, welcbe Stellung der Staatssekretar zur Handwerkerfrage nimmt; und ich gebe mich der Zoffnung bin, daß er mit warmem Herzen und mit Wohlwollen die ntercffen des Handwerkersiandes im Auge behält. Schließlich möchteicb x_wch ein Wort saakn über die große Not, in die unser Hand- werk durch dennhoben Bankdiskont gekommen ist. Die usiände sind g(kradezu unertraglicb. Die Handwerker müssen auf dem ande 10 bis 12 0/0 geben, und Weshalb? Weil die internationale Goldkalamiiät uns nötigt, das Gold ins Ausland zu s(bickan. Es gibt keine so dringende Frage, die gelöst werden müßts, wie diese. Es ist absolut nixbt ricbiig, was d(r Staatssekretär sagte, daß die Krtfis voruber waxe.' Diese Frage sollte die Reickpsregieruna viel lebhafter beichaftrgsn, als es der Fal] isi, denn es gibt keine Frage, die für das Handwerk so wichtig ist, wie die Geld- bescha ung, darin sind wir wvbl alle einig.
Abg. Dr. Dobrmann (frf- Volksp.): Es scheint mir doch nicht zweckmaßtg, bei xedem Antra, der die Sozialpolitik berührt, die ganze soziale Frage außzurollen. Der Antrag Hompesxh befaßt sick) nur mit dem kleinen Handwerker und dem kleinen Kaufmann. Wir haben bereits gehört, daß der Schwerpunkt der Mittelstandspolitik in den Einzelstaaten liegt. Der Meinung bin ich auch. Jmmxrbin- kann dort noch viel, mehr für diese Politik der Hebung des Handw-xrfer- und Mittelstandes geschehen, in dem Fach: und Foribildunqsscbulwesen usw., als bisher geschebnt (si. Das ' Genoffenschaftswesen soÜ und muß ebknfglis wetter aussebtldet werden. Aber auch dem gesetz- geberischen Vorgehen des Reiches bleiben noch erhebliche Auf- g*b(n. Die Frage der Trennung der Begriffe Handwerk und Fabrik bedarf der Regelung, abex die entgegenstehenden Schwieriakeiten sind ungebeuerfgroß. Diese Schwierigkeiten haben ihre Ursache darin, daß die Frage der Beitragspflicht eines Betrikbes zur Handels- oder zur Handwerkskammer im Verivaltun s- streitverfabren entschieden wird; Hunderte von solchen Streitg- keiten schw0ben gleichzeitig und verursachen eine Unsummc von Kosten, Zeitverlust und Vcrdruß. Wenn die Meisterprüfungen einen Zweck haben sollen, muß die Trennung der einzelnen Handwerke gegerz einander vorgsnommen werden; die sich hieraus er- gebenden'Scbwwrigkeiten sieben kaum hinter jknen der Scheidung der Begriffe Handwerk rind abrik zurück. Ein besonderes Hand- werkerblatt möchte doch viellei t wünschenswert erscheinen, wenn es das M'aterial aus den Handwerkskammern zusammengefaßt und konzentriert entbielte. Die Schwierigk€it lieat hier in dem Umstande, daß das betreffende wertlwlle Material den Einzelstaaten gehört; des- halb auch der Vorsxblag des Graien Posadowsiy, die Anregung eines s01chen Orgxns zunachst in den Einzelstaaten zu verwirklichen. Gegen die (Erweiterung der Mößlichkeit der freiwilligen InvalidenVLrsicherung der Handwerer und Klemgewerbetreibenden haben wir selbstVerständ- lich nichts _emzuwenderx. Beim Ausverkaufswesen liegen auch nacb ynsexer Meinung Schaden vor, gegen die die Gessßgebung ein- 1chretten „muß. FUr"d16 Vornahme gründlicher Erhebungen über die Lage des kaufmannischen Mittelstandes find wir auch, aber was dxr _Antrag Hornpesch fordert, geht denn doch viel zu weit. Der Einfuhrung bon Handeisinspektoren ist ein Teil meim?! Freunde geneigt, ein anderer Teil ist da egen; ich meine, wir soliten doch nicht aiizy viel Polizeiorgane_ sgcbaffen, und fiir die Funktion der Aufsicht tm Handkls- und Kun mannsstande sind amtliche Organe bereits Vorhanden. Wir Werden alTen diesen Fragen stets unser Inter- esse zuwendep, denn auch wir iind der Ueberzeugung, daß der Mittel- stand tn seiner Bedeutung für die Allgemeinheit nicht überschäßt werden kanxi.
Abg. Kulerski (Pole) erklärt die FesisirUung einer einwand- freien Definition der, Begriffe Handiverk und Fabrik auch für wunsckpenswert und spricht fich zustimmend zu den meisten weiteren Forderungen des Zentrumsantragcs aus. Besondere Sympathie ringt er dein Anfrage bezüglich der Submissionen entgegen; bei der ergebung offentlicher Arbeiten dürften aber aueh nationalpolitische Ruckficbten keine Rolle spielen,
Hierauf wird Vertagung beschlossen.
Präsidxnt Graf zu Stoiberg teilt mit, das; es seine Absicht gewesen ware, die Interpeüaiwn Graf Kaniß und (Gen., betreffend den hohen Bankdiskont, morgen auf die Tagesordnung zu setzen, daß er aber von dem Steklbsrtrcter dcs R-iiixsfanzleis die Mitteilung erhalten babs, er werde in einigsr Zeit Nachricht g(ben , Wann er in der Lage sein werde, diese Interpellation zu beantworten. Jnfol e- deffen schlage er Vor, obgleich es sonst Sitte des Hauses ei, die Fortieizung der Besprechung eines Jnitiatibantrages am nächsten Scwarinstage folgen zu lassen, in diesem Faiie mit Rückficht auf die (Geschaftslage dre Fortseßung der heutigen Beratung schon morgen vorzunehmen.
Em Widerspruch hiergegen erhebt sich nicht.
Schluß gegen 6U1)r. Nächste Si un Sonnabend 11 Uhr. (Fortseßung der heutigen Beratung.) I g
„Nr. 53 des ., entralblatts für das Deutsche Reich“, Herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 6. Dezember, bat olgenden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ernennungen; Exequatur- erteilungen. _ 2) Zoll- und Steuerwesen: Veränderungen in dem Stanke und den Befugnissen der 3011- und Steuerstellen; Ver- änderungen in den AbfertigurYsbefugnissen von 3011- und Steuer- YYY bit 3) Polizeiwefen: uSweisung von Ausländern aus dem
e ge 0.
Gesundheitölvesen, Tierkrankheiten uud Absperrungs- maßregeln.
Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.
(Aus den .Veröffentlichungen des Kaiserlichen GefundbeitSamts', Nr. 49 vom 4. Dezember 1907.)
P e 11. Aegypten. Vom 16. bis 23. Nobember Wurden 23 neue Er- krankungen (und 8 TodesfäUe) an der P(si gemeldet, davon 15 (5) in Aga der Prov. Dakalieb, 3 (_) in Alexandrien, 2 Zi) in Sim- bellawin der Prov. Dakalieb, je 1 (1) in Tania der PWV- Garbieb und Deirut der Prov. Asfiut, 1 (_) in Sammalut der Prov. Minieb. Bis zum 18. November waren nach einer Zusammensteuung im „1311116118 (1118.1“6111361181'1-6“ während des laufendes Jahres in Aegypten 1162 Pesifälle festgesteüt, d- 1- 633 mehr als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Tunis. Zufolge einer Mitteilung vom 30.N0vemb€r ist in der Stadt Tunis ein weiterer Pestfall vorgekommen. Auch in Biserta ist 1 Person an der Pest erkrankt, ebenso von der in Kairuan stehenden Garnison 3 Mannschaften, davon sind 2 alsbald gestorben. Briiisch-Ostindien. Vom 13 bis 19. Oktober sind in ganz Indien 9338 Todesfälie und 12 987 neue Erkrankungen an der Pest gemeldet. Von den Todesfäüen betrafen 7323 die Präsidentschaft Bombay _ darunter 21 die Stadt B ombay, 2914 den Bezirk Satara, 1994 die Landschaft Kolbapur mit dem südlichen Mabratta. 834 den Bezirk Belgaum _, feiner 498 den StaatxMysore, 316 das Punjab - 295 die Zentralprovinzen, 234 Rajputana, 226 Zentral- 1ndien, 117 Hyderabad, 141 die Präsidentschaft Madras, 104 die Vereinigten Provinzen, 43 Bengalen, 39 Burma, 2 die Nordwestprovinz.“ Straits Settlements. In Singapore sind am 23. Ok- tober wiederum 2 Pesifälie vorgekommen. Sansibar. ufo1ge einer weiteren, genaueren Mitteilung wurden Mitte Okto er in Sansibar 2 iödlich Verlaufene Krank- beitsfäüe beobachtet, von denen nacb dem Ergebnis der bakteriologi- schen Unterfuckouna der eine mit großer Wabcscheinlichkeii, der andere mit Sicherheit ais esifall erkannt worden ist. Brasilien. n Rio de Janeiro wurden vom 19. August bis 217) tOktober 45 Erkrankungen und 14 Todesfälle an der Pest gerne e. Queensland. In Cairns wurden nach den bis zum 5. Ok- tober reichenden amtlichen Meldungen seit dem 21.Sepiemb(r 6Pest- erkrankungen mit 4 Todesfällen festgestellt. In Brisbane ist am 21. September eine mit einem Frachtdamvfer aus Sydney gekommene Person im Seuchenhause an der Pest gestorben.
Pest und Cholera.
Britisch-Ostindien. In Kalkutta starben Vom 20. bis 26. Oktober 4 Personen an der Pest und 75 an der Cholera.
Cholera.
Rußland. Vom 6. bis 12. November sind nach den amtlichen Angaben im Reaierungsanzeiger an der Cholera in ganz Rußland 403 Personen erkrankt (und 225 gestorben), davon 11. a. im Gouv. Kiew 68 (24), in den Gouv.ZT0msk und Tobolsk 112 (79), in den mittleren Wolga-G ouv. 47 (22), im Gouv. Samara 41 (23), in dem Gouv. Jekaterinoslaw und dem Donaebiet nebst der Stadt Rostow 32 (15). in den Gouv. Kursk und Woronesch 32 (12), in den Sony. Tschernigow und Poltawa 25 (14), in den Städten Baku und Tiflis 18 (13), im Steppen- Zebiet Akmolinsk 19 (24), in den Moskauer Industrie- ezirken 718) und im Gouvernement MinSk 2 (1).
In der Stadt Kiew sind zufolae anderweitiger Nachricht während der am 23. November abgelaufenen Woche nur noch 3 Personen an der Cholera (fiestorben und 14 neu erkrankt; in den Krankenhäusern Fer kStadt be anden sich am 25. Nobember angeblich noch 33 Cholera- ran e.
Türkei. Zufolge einer Mitteiluna vom 29. November sind in der Quarantänefiaiion Sinope am Schwarzen Meere 30 russische Pilger an der Cholera erkrankt und mehrere Von ihnen g(storben.
Gelbfieber.
Nach den Veröffentlichungen des Gesundbe-iisamts zu Rio de Janeiro sind dort vom 19. August bis 22. September an Geib- fieber nur 2 Personen erkrankt und 1 gestorben; seitdem war bis zum 27. Oktober kein Gelbfieberfall mehr bekannt geworden.
Pockem
Brasilien. V0m19. August bis 27. Oktober in Rio de Janeiro 103 neue Erkrankungen und 40 Todesfälie an den Pocken.
Fleckfieber.
Oesterreich. Vom 17. bis 23. November in Galizien 13 neue Erkrankungen. Genicksiarre.
Preußen. In der Woche vom 17. bis 23. Jiovcmber sind 21 Erkrankungen (und 12 Todesfälle) angezeigt wvrdcn in folgenden Regierungsbezirken [und Kreisen]: RJ-Bez. Arns- b 10 (8) [Bochum Stadt 2 (2), ortmund Stadt 1 (1), Dortmund Land 2 (2), Ha en Stadt 1 (1), Hattingen 2 (1), Herne 2 (1), Cöln 1 [ iülbeim a. Rb. Land], Düsseldorf 2 [Mörs], Königsberg 1 (1) (Königsberg Stadt], Ma gdeburg] [Quedlinburg], Oppeln 4 (2) [Kattowitz Stadt 1(1), thtowiß Land 2 (1), vanik 1), Posen 1 [Meseriv], Schleswig 1 (1) [Eckernförde 1, Tondern _ (1)].
Verschiedene Krankheiten.
Pocken: Kopsiantinopel (11. bis 17. NovemberZ 2, Wars au 8 Todesfälle; Odeffa 1, Paris 6, Warschau (Kranken äuser) 12 r- krankunaen; Varizelien: Nürpberg 37, Buda est 50, NewYork 91, Wien 73 Erkrankungen; Fleckxieber: Watkchau (Krankenhäuser) 3 Erkrankungen; Rückfallfie er: St. etersburg 2 Todesfälle; St. Petersburg 22, Warschau (Krankenh user) 7 Erkrankungen; Genickstarre: Belfast (17. bis 23. November) 2, Dublin (desgl.) 1, Glascxow 3, London ], New York 3 Todesfälle; Edinburg ], New York 3, Wien 1 Erkrankun en; Bißverleßungen durch tollwutverdäcbtige Tiere: s(29.-Bezirke Breslau 9 éStadt Breslau 6), Liegniß 1, Oppeln 2, Posen 4 Er- rankungen; Milzbrand: Reg Bez." Breslau 1 Todesfall; Reg.-Bezirke Cöln 2, Königsberg, Lunebur , Oppeln, Stade je 1 Erkrankungen; Jnfl ue nja: * erlin 9, Chat- lottenburg 1, Braunschweig, Budapest je 2, London 9, Moskau, New York je 6, “Yaris 2. St. Petersburg 3, Rom 1 Todes- fälle; Nürnberg 41, Kopen agen 67 Erkrankungen; Körnerkrank- beit: Reg.-Bezirke Bromberg 57, Köni sber 62 Posen 58 Er- krankungen; Ankylostomiasis: Reg.-5 ez. rns erg 10 Erkran- kungen. - Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Scharlach (Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte 1895/1904: 1,04 0/0): in Beuthen _ Erkrankungen kamen zur Anzeige in Berlin 44, in den Reg.-Be1i1ken Arnsberg 160, Düssel- dorf 227, Oppeln 278, in Nürnberg 33, Hamburg 28, Budapest 75, Kopenhagen 25, London (Krankenhäuser) 597, New York 231, Odessa 25, Yaris 161, St. Yetersburg 84, Stock- bolm 28, Wien 86; desgl.an ipbtberie un Krupp (1895/1904: 1,62 0/9): in Linden _ Erkrankungen wurden an ezeigt im Landes- olizeibezirk Berlin 152 (Stadt Berlin 118), in Bres au 41, in den Re .- ezitken Düsseldorf 145, Merseburg 171, in Nürnberg 30. Hamburg Ig , Budapest 23, Christiania 30, Kopenhagen 32, London (Krankenhäuser) 156, New York 283, Odeffa 25, Paris 56, St. Petersburg 130, Stockholm 33 Wien 105, ferner wurden Erkrankungen angezei t an Masern unb Röteln in den Reg.-Bezirken Frankfurt 8 (im Kreise Luckau), Wiesbaden 39 (im Untertaunuskreis), in Hamburg 120,
Stockholm 53, Wien 80; desgl. an Keuchhusten in Kopenhagen 47- desgl, an Typhus im-Reg.-Bez. Trier 36, in Amsterdam (20. biz 26. November) 38, Budapest 31, New York 107, Odessa 35 Paris 37, St. Petersburg 102. “ Im „Monat Oktober (für die deutschen Orte) sind nach. siebende Todesfälie _ außer den in den fortlaufenden wöchentlichen Mtttcilungen verzeichneten Fälien von Cholera, est und Gelb- fieber _ emeldet worden: Pocken: Alexandrien 2, uenos Aires10- Kaito 2. 5 to de Janeiro 6; Fleckfieber: Alexandrien 1, Kairo 45; Genicksiarre: Mailand 2, Washington 3; Tollwut: Bukarest ], Milzbrand: Bukarest, Buenos Aires je 2, Havanna 1; In- fluenza: Berlin 8, Magd-xburg 2, Braunschweig ], Rotterdam ], Buenos Aires 4, Havanna 8, New Orleans 1, Rio de Janeiro 34; Aussajz: Havanna 3, Rio de Janeiro 2; Beriberi: Rio de Janeiro 2; Ankylostomiasis: Rio de Janeiro 5. Jin übrigen war in nachstehenden Orten die Sterb- lichkeit an einzelnen Krankheiten im Vergleich mit der Gesamtsierblichkeit eine besonders große, nämlich höher als ein Zehntel: an Scharlach (1895/1904 erlagen diesem 1,04 von je 100 in sämtlichen deutschen Berichtsorten (Gestorbenen): in Bogutschüv, Insterburg, Laurabütie, Roßberg, Staßfurt, Zaborze; an Masern und Röteln (1895/1904: 1,10% in allen deutschen Orten): in (Goslar; an Diphtherie und Krupp (1895/1904: 1,62 0/0 in allen deutschen Orten): in Mer eburg, Zerbst; an Keuch- busien: in Altenessen, Bismarckbütte, ogutscbüß, Helmstedt; an Typhus (18951/19114: 0,46 0/0 in allen deutschen Orten): in Washington. _ Mehr als ein Fünftel aller Gestorbenen ist fernrr nachstehenden Krankheiten erlegen: der Tuberkulose (1895/1904 starben an Lungenschwindsucht 10,84 0/0 in allen deutschen Orterx): in Reinickendorf, Glogau, Höchst a. M., Minden, Neustadt O.- S., Kempien, Rosenheim, (Gmünd, Weimar, Baut, Gens“; den Krankheiten der Atmungsorgane (1895/1904 starben an akuten Exkrankungen der Atmungsorgane 12,73 0/0 in alien deniscben Orten): in Anklam, Boxba en-Rummelsburg, Tegel, Peine, Quedlinburg, Rotthausen, Weißenfc s, Weitmar, Ansbach, Freiberg, Buenos Aires; dem Magen- und Darmkatarrb, Brech- durcbfall (1895/1904 starben an akuten Darmkrankheiten 13,19 0/0 in alien deutschen Orten): in 156 deutschen Orten, darunter sogar mehr als die Hälfte in Altwaffer, Bocholi Hamborn, Herten, Leck). hausen; ferner im Landkreise Veutben1), in Öllexandrien, Kairo.
Von den 336 deutschen Orten batten Lipine und Roßberg mit je 33,9 (auf je 1000 Einwohner und aufs Jabr berechnet) im Berichtsmongt die höchste Sterblichkeit. Jm Vormonat betrug das Sierbitckykeitsmaximum 40,4 0/00. _ Die Säuglings- sterblichkeit war in 50 Orten eine beträchtliche, d. 1). höher als ein Dritxel aller Lebendgeborenen" mehr als die Hälfte betrug sie: in Aschersieben 526 0/00 (Gesamtstetblicbkeit 27,9), Annaberg 533 (20,6), Neuß 554 (31,1), Düren 561 (20,8), Odenkirchen 761 (33,0.
,Die (Gesamtsterblicbkeit war während des Beri tsmonats aertnaer als 15,0 (auf ie1000Cinwobner und aufs Jahr berechnet) in 97 Orten. Unter 9,00/00 betrua sie: in Bant 8,7, Tt.-Wilmers- dorf 8,0 (1898/1902: 11,7), Schweinfurt 7,9 (1903/05: 19,4), Wermelskirchen 7,5 (1902/04: 13,0), WilbelmeaVen 6,1 (1895/1904: 116). _ Dic Säuglingssierblickykeit betrug in 20 Orten Weniger als ein Zehntel ((r Lebendgeborenen. Unter einem Siebentel derselben blieb sie außerdem in 35, unter einem Fünftel in 62 Orten.
Im ganzen scheint sich der Gesundheitszustand in der Ge- samtbeböikcrung nur wenig, unter den Säuglingen jedock) erheblich verschlechtert zu haben Eine höhere S181b11chk€1t als 35,0 ","...) hatte im Oktober keine Ortschaft g(gen 3 im Srpiember, eine geringere als 15,0 0/00 batten 97 Oitscbaiten gegen 122. Mebr Sauglinse ais 333,3 auf je 1000 Lebendgeborene starben in 50 Orten gegen 33, weniger als 200,0 in 117 gegen 150 im Vormonat.
1) September.
Rußland.
Die russische Kommission zur Bekämpfung der Pestaefabr bat die bisher für (boleraVerseucbt erklä1ten Städte Nisbni-Rowgorod, Kasan, Kostroma und Baku sowie die Kreise Ssemi- palatinsk und Pgwlodar im Gebiete Ssemipalatinsk als cholerabedrobt erklart. (Vergl. .R-Anz." Vom 25. 0. M., Nr. 280.)
„ Tanger, 6. Dezember. (W. T. B.) Die spanische Regierung hat jetzt für alie spanischen Hafen die Quarantäne für die aus Marokko kommenden Schiffe aufgehoben, sofern sich auf ihnen kein Paésagier befindet, der an der am Riff angeblich herrschenden, für Vu onenpest angesehenen Krankheit leidet.
Jagd.
Der Vorstand jährlicher deutscher Geweibausstellungen wird in der Zeit vom 27. Januar bis Milte Februar 1908 in Berlin W., in der AusiieUungsbaÜe am oologischen Garten die vierzehnte Ausstellung veranstaltkn. Ausgeste t werden Hirschgeweibe, Elch- und Damschauieln, Rcbkronen, Gemskrickel u. a., welche im Laufe des Jahres 1907 Von deutschen Jägern im Im und Auslande oder von Yusländern auf deutschen Jagdrevieren erbeuiet sind. Sie müffkn schadelecbt und ungxfärbt sein. Im Bast geschoffene Geweibe, Gehörne werden nicht pkamiert, ebensoweni solche, an denen ab- gewo1fene oder abgebrochene Stangen künsili wieder befestigt sind. Aus häuslicher Pfie 0 dürfen sie nicht stammen.
Nur der betre ende Erleger des Wildes oder der Jagdbesiver selbst ist berechtigt, solche Trophäen auszusteUen.
In jeder KateZorie erhalten die nach Maaßgabe der örtlichen, klimatischen u. a. Yerbälinisse besten Einzelstü e Ehrenpreise, und zwar 2 silberne Becher für die beiden besten deutschen Hirschgenxeibe, welche aus freier Wildbahn oder ei-*em zum mindesten 2000116. großen Wildgatter stammen, eine Anzahl lberner Schilde für die nächst besten deutschen Hirsch eweibe und esten Elch- und Damschaufeln, Rebkronen, Gemskricke 2c., sowie eine den Verhältnissen entsprechende Anzahl silberner und bronxener Medailien für weitere Einzelstücke und Sammlungen. Beide Becher und mebr als 2 silberne Schilde der gleichen Kategorie dürfen ein und demselben Aussteller ni t zuerkannt werden. Die Zuerkennung der Preise erfolgt du1ch ein rengericbt, das vom Vorstand berufen wird, und gegen deffen Aus prüche eine Berufung nicht stattfindet.
Der Aussteuer hat die einzusendenden Ausstellungsaegensiände bis spätestens zum 5. Januar bei dem Königlichen Hofiagdamt _ Berlin 117. 9, Schellingstraße 6 _ anzumelden.
Die Anmeldung“) am enthalten: 8. die genaue Bezeichnung der AussieUungsgegenstände na Art und Anzahl; 5. den Namen des Er- legers; 0. den Namen des agdbe vers; (1. den Schußort **) und den Tag, an welchem das betreffende ild erlegt ist.
Bis um 10. Januar müssen die Ausstellungsgegenfiände unter der Abt 0: Spediteur der Deutschen Geweihausstellung Walter Taeschner-Berlin 117. 15, Kur“'ürsiendamm 61 eingesandt sein. Die Kosten des Hin- und Rücktransportes triigt Aussteller. Play- miete wird nicht erhoben.
Um Verwechselungen und Vertauschun en vorzubeugen, ist jeder Ausstellungsgegenstand mit einer sicher be esti en Hols- oder Leder- tafel zu versehen, die ebenso wie Kiste und eckcl den Namen und Wohnort des Ausstellers recht deutlich tragen soll.
Jeder Aussteller erklärt durch Unterseicbnung des eingesandten Anmeldeformular“) sein Einverständnis mit vorstehendem Programm. Besondere Wünsche, auch insofern sie auf eine gruppenweise Ausstellung eingesandter Ge enstände bez eben, werden gern entgegen- genommen und möglichst: erücksichtigung finden.
' Anmeldeformulare nd unen eltli dur das Königli e o - jagdaZtt _ Berlin 117. 9 I- zu bekäbenkb ck ck H f
Budapest 204, Kopenhagen 189, New York 203 Odesffa 46, Paris 151, St. Petersburg 36, Prag 28, Rotterdam (20. bis 2 .November) 23,
") mit dem Map „freie Wild bn“ bezw. .eingefriedigtes Revier . . . . ha groß", brge ec. :e.
“ Quellenmatexia
' ieder bekannt machen sollte?Ö
„;.: 291.
Literatur.
denili e rofeffor der Staatswiffenichaften an der UnivYäiätokKiel cc-1)ckr.?épudwig Bernhard hat bei Duncker und Humblot in Berlin unter dem Titel ,Das polnische Gemein- wesen im preußischen Staat“ (6 „"-) eine umfangreiche Schrift rscheinen lassen die wegen des reichen, in ibx sysiematiscb verarbeiteten e 19, namentlich was die qusieliung der Organisation olen in Preußen undbdied des oltnijchciitFiFanfzwesestanlaYtl; von blei en em ere ge en ar, m em tandardWerk der sicbb esrxstfbxxft mitmder ZirtsYZaftfliFen a e der imaxk e ätgen w . er era er, und politischen L “ Akadxmie in Posen tätig War, hat einen Teil seines Materials bei polnischen und deutschen Privat- 1euten gesammelt, während anderes ihm aus amtlichen Dokumenten und Akten zugänglich wurde. Indem er so einander feindliche Quelien benußie, polnische und, deutsche Nachrichten, Pridayt- meldungen und offizielle Dokumente, Mttieilungen, die sich gegenseittg kontrollieren und ergänzen, konnte er boffen, ein möglichst objektives Bild der Geiamtlage zu gewinnen. Nach etnerkurzen biiwrischen Uebersicht über die Zeit vom Jahre 1831 bis zum Schluß der sogenannten 5Ver- söhnungsara im Jahre 1894, gibt Bernhard ein ansc'baulicbes Bild von der Organisation der Polen in Posen und Wesipxeußen. (Er bezeichnet sie nach ihrem Grundwesen als Bauernrßpubltx, denn die Bauernschaft babe dort unbestritten das volkswirtxckpaftltche Ueber- gewicht und förd"re auch die meisten nationalen Leistungen zutage. Der Verfasser zeigt dann, wie durch die trefflich organisierten und ge- leiteten Bauernvereine die polnische Bauernschaft zur gerioffenschaftliäoen Organisation herangezogen wurde, die beyte aile anderen polnischen “Organisationen an Bedeutung und Macht ubettreffe, schildert die Lage der polnischen Arbeiter, die sich obne scharfe Scheidung an die UntersYcht der Bauernschaft angiiedetn, sowie die des (Gewerbes und des Adels. in: ebend ist des weiteren die Organisation des polnischen Vereinswesens be- Landelt, die polnische Wablorganisation beschrieben und in einem Ab- schnitt al1es zusammengefaßt, was sich auf d6r Grundlage bon Kredit- genoffensckpaften, Vereinen und Verbänden als Zentralgewalt und als Regierung“ der Polen bezeichnen lasse. _ Die Mitglieder dieser 'Regierung' die, obne ein berfaffungsmaßiges Recht zu besißen, iatsächliche GeWait ausübt, sodaß keine, erhebliche national-polnijche Unternehmung entstehen kann, die von tbr nicbt angerbgt oder beein- fiußt würde, sind die obersten Leiter der Kceditorgam1ationen: der Patron der Genoffenscha1ten, die Direktoren, der V'erbandsbank und der Gewerbebank, der Patron der Bausrnvereine,feintge besonders ver- diente Vtzepatrone, der Präsident des Zentralverems der Grundbesitzer, der eästdent bezw. Generalsekretär des ArbeiteMrbandes ;111111 die Prä denten der Sokols und der Straß; Diese 15 bis 20 Manner, die, gesiüßt auf Organisationen, auf geistliche Macht und weltliche Reichtümer, beworragende Stellungen einnehmen, sind dkix In- baber der Zentralgewalt innerhalb der polnischen Organisation. Sodann wendet sich der. Verfasser im zweiten Buche dem_Polmschen irxanz- wesen zu, dessen Organisation Kern und Gerust des 110 niichen Gemeinwesens bildet. Für diesen Teil des Werkes muß man dem Verfasser besonderen Dank wissen, denn er ist _der erste," der auf Grund eines reichen, auf seine Zuverlassigkeit sorgfaltig gepruften Materials eine erichöpfende und systematische Darstellung der Materie geboten hat. In besonderen Abschnitten werden die Zentral- leitung des polnischen GenoFensibaftsverbandes, die Verbandsbank, das Ney der polniichen (Geno enschasten und im Schlußkapitel die Kreditpoliiik der Polen (Geldbeschaffung, Kreditgewäbryng, innere Organisation der Kreditgenoffenschafien) behandelt. Im dritten Buch ist dann der Kampf um den Boden dar„esieilt (die Aus- bildun der Kampfmetboden, die polnisiben Kampfinstitute,. der Kampf9 selbst). In ihm tritt naturgemäß, direkt und indirekt, auch die Kritik der bisher zum Schuß: des Teutichtums in der Ost- mark angewandten Mittel mehr bewor. Es br0ucht nicht betont zu werden, daß diese Kritik stets sachlich bleibt;, sie aber, - wr? die ganze Datsieliung des 188th Buches dürfte, vteileicbt gegen die Absicht des Verfassers, iu manchem Leser, der stch mit_diesem Buch, zugleich zum ersten Male näher mit der Polenfrage beschaftigt, leicht eme resigniert- veöfimisnsche Stimmung bervvrrufcn; eine Stimmurg, die durch die Tatsawen nicht geboten ist und die die Stgatsraison nicht aufkommen lafsen darf. Auf die praktischen Votschlage, die der Verfasser aui Schluß seines Werkes macht, näher einzugeben, ist_1)ier nicht der_Oxt, sie verdienen es aber jedenfalls, auf ihre Durchfuorbarkeit gcpruft zu werden. _ om immel und von der Erde. Cin Weltgemäide in EinzeldaYieUunZen. Von Dr. M. Wilhelm Meyer. Detztscbe Verla sansialt in Stuttgart und Berlin (:;sb. 7 34). Der vcxdienst- volle eiter der Berliner .Urania' bewährt fich auch it) dieser Schrift als escbmackvoller und geschickter populär-wissenschaftlicher Interpret. Er at 18 Aufkäße in dem Buch zusammengssieilt, in denen 11. a. die Stcuung der Erde im Kosmos und die dcs Menschen zum Weltail und seinem Heimatspianeten mannigfach "beleuchtet; wird. Andere Aufsätze behandeln .Die Riesen der Vorwelt , „Das .)ziatsel der Eiszeit", „Capri und der großx Vesubausbzuch Vom Iipril 1906" ,Das ei werk und die Glashalte in Jena 11. a. m. „Nit gro ew Geschi at es der Verfasser Verstanden, diese so verschieden- art gen Tbemata unter einen leitenden Gesichtspunkt zu bringen. Denn“, so klingt seine Schlnßbetrachtung aus, „alles geht Hand in Hand, und die ganze Menschbeitscntwickelung ist nur ein Verschwindend kleiner Teil der großen Naturentfaltung, ein Teil, den wir mit unseren kurzsichtigen Augen fat allein überblicken können und der uns nur wegen dieser Kurzfich11 keit 1o groß erscheint.“ Die zahlreichen, quien Ab- bildungen gerei en dcm lesenSwerten Buche zu besonderer Zierde und machen es zu einem Festgeschenk doppelt geeignet.
der als
der früher an der
Kurze Anzeigen
S i ien, deren Besprechung vorbehalten bleibt. FYnsexsJMxern sttékkxur an die Redaktion, Wilhelmstraße 32, zu richten. Rücksendung findet in keinem Falie statt.
. Ei Erzählung aus dem Lipperlqnde von Emma 211113113."er Box;; 80, geb. 2,40 .“, gebdn. 3,40 „16 (Gotha,
Friedrich Emil Pertbes. " i b b. Eine (Geschichte fur Kinder von 9 -1Z)§JrabreEn.de1)Yoxenu8 0, gebdn. 2,40 «14 Gotha, Friedrich Emil
ertbes. ' P Unter dem (Giebel. Schlichte Geschichten aus derSVHakreilsZridvf
von K. A. Burgherr. 3 „si, in Leinwand gebdn. 4 „si W. Schafckem Roman von A. Sommer. 3 .“, gebdn. 4 .“.
Klärcb _ Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt. Ein römisébcr Roman von Stuttgart, Deutsche Verlags-
Die Liebe Daria Lautes. Richard Voß. 5 «, gcbdn. 6 .“
anstalt. _ " . s 5111er kleinen Stadt von Jeremias Vraiig HMFFUJUA. Steins Vt'rlagsbuchb.
" . bdn- M' YxixtxkrabnrtlT)?u1éeRom. Roman von Ricarda Huch. 5.36;
" t, Deut : Ver10gsanstait. gebdk§111e6111/-ell TSblbllrtßiaerns SYdubr. Roman yon Ottomar
sind Mcsirs. Kilburn u. Co., Kai Hoare,
unteFJec-Zmeieox'raja von Gwalior bat die Erlaubnis zum Bau einer
t nba 11, zur elektristhen "Beleuchtung der Straßen MtrxxéenLieFrZTZe vor? elektrischer Kraft fur die drei die Hauptstadt des Staates Gwaiior bildend'LYiMZniZFkYkitZteFoZ-ZHLLM,dYorZrkixxtd
. - u . ' , - Old Gwaiior erteilt 51111?!)Heizcjxxfsfalle biilige elektrische Kraft er- halten. Konzessionär ist die Ajmer Import u. Export Company, ' i t . AxmeTrz,n.)iKaYt§uch;1a steht die Einrichtung elektrißber Anlagen bevor, die 20 000 Pferdekräfte produzieren und die großten in Indien sein Sie sonen den folgenden Zwecken dienen: Beleuchtung der Srinagar, Heizung der Seibenfabrik, "Betreibung der Baggex- arbeiten im Jbelumfluß, ferner sollen sie fur die Eisenbahnen, fur die Wou- und Oelfabrikcn und andere Unternehmungen Verwendung Außerdem könnten von dvrt 8000 bis 10000 Pierdekxäfte ur Beleuchtung thiinFtitsabad anzYwBZleYiYe' d er e 0 an Fabriken un (11 gzBis zur Verwirklichung dieses . (Bericht des
uniernebmungen dort
sollen. Stadt
finden. nach dem Punjab 3 zum Betriebe von
Zweite Beisagé zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen SinaiSanzeiger.
Berlin, Sonnabend, den 7. Dezember
Handel und Gelverbe.
Miller u. Co., Kalkutta,
von Ei enbabnen abgegeben werden. Planessdürftx jedock) noch eine gewiffe Zeit Vergeben
Kaiserlichen Generalkonsulats in Kalkutta.)
Australischer Bund. die nach dem neuen Zolltarife bei
1" d in ufeisenform, " (Léchfxs T111xzeeschlagén Werden; Schildchen fur Möbel; Sattlerwaren; Boden- und Der Zoll f?ritZuckerwerk usw. der it mit Wirksam 0 vom bsritisckns Erzeugnis) für das Pfund berabgeseßt. erner hat das “( ... w o : Fisecb, iZ Büchsen eingemacht PfundV
e aller Art, Von einem in Australien registrierten, Fischdort völlig auSgerüsieten und aus einem Haien des Australischen Bundes ausgelaufenen Schiffe gefangen oder an Bord desselben einqefaizen, ge- trocknet oder konserviert, bei der Einfuhr auf
solchen Schiffen . . . .
In einer weiteren Si un? des R Nummern 54 bis 105 des ari entwurfs Nummer 89, 94 bis
unwerändert angenommsn worden: Generaltarif 1 n . v. 31. 140.1)07 ab (bisher 2 Pee.) 64 Kartoffelmebl (die Nummer ist gestrichen). 68 Heu und Häcksel .
541) Datteln, Pfund
. frki v. 31. 10. 07 ab
(MWF): Zentner 1 Schil1.)
70 Kräuter, getrocknete (ni i
. .v.We te 20 v. H. beilkräfttg) r v. 31. 10. 07 ab
(bisher: Pfund 4 Pee.)
w. 71 Honig, MarmeladenPifxlix d 2 Pee.
mäßxung für
brit.1x §(Feugnis)
. d nv. Man 1). 1. 11. 07 ab
(bisher 1 Puy.) 80 “ b ölzer usw: JLU 111 Schachteln mit 100 oder weniger Stück (Gros Schachteln
aus 77 Arrowroot
1 Schill.
b. in Schachteln mit mehr als 100, aber nicht mehr als 200 Stück
Gros Schachteln
(bisher: 3 Schill. 6Pce. 0. für jede weiteren 100 Stück oder einen Teil davon Zuschlag Gros Schachteln
2 SÖil].
1Schill. v. 1. 11.07 ab
83 Wurstbuaen ' (bjsbeki Pfund 2 PU"
84 Milck) (einschl. Rahm): &. haltbar gemacht usw.: 1) Veriüßt Pfund
(bisher: 21 Pee.
oder in Pfund 2 Pee.
(bisher: 2) Pck.
2 Per.
1). aetrocknet Pulverform .
aufgenommen: Hufräugner
beinerne Schiffckse-n
)olzsiiel und Yictallkopf, mii
" ni miede: beinernc fur Hf11rch Frivolitäicnarbcit;
(1(11W6r8).
Enking. 4 „16, gebdn. 5 «16 Berlin 8117. 11, Hallesches liier 21. Alfred Schall.
der Post.
werden, sind folgende weiteren Gegenstände hinzugefügt w
Stieeldrabt; Absaßrinae, d. Messingner oder eiserner diefan Steile bon Nägeln in den Kinnketten für
Seiteneinla en aus Kork für Hüte. 9 Nr. 459. des Tarifentwurfs
30. Oktober 1). I. auf 3 und 215 Pee. (für
96, 100 und 103 bis 104 vorläufig und die 3611: der übrigen Nummern, mit Ausnahme der folgenden,
britischer Vorzugstarif
' i s mt des Innern zusammengestellten (Aus deéIinckyIrkiechéei? für Handel und Industrie“.)
Errichtung von elektrischen Anlagenlin éritFsÖd-JBndiex. t ubbulpore (Zentra prov men un arra - poreIskbixieen ZÜYÄÉU Zn Burdwan und Manbbum (Bengalen)
. . i “ & (“ri Let werdIU. Die Konzes onäre werden el.ktr sche Anlag n ( ng tha, für die zwei zuerst, 5 ieffrs. für die beiden juießt genannten
. V i nisse der geringweriigen Artikel, Zum Zolltarif Dem erzedér Einfuhr zollfrei dzugelassen or en:
Repräsentantenhaus die Nummexn 46 bis 531) niwurfs unwerändett angenommen und die Nr. 530 abgeändert,
1 an- . 1. 10. 07 ab
. frei 1). 30. 10. 07 ab.
räsentantenbauses sind die urchberaten, dabei sind die xu1ückgestelit
11 K P (bisher ohne Er- v. 1. 11.
6 Pee. v. 1. 11. 07 ab 1). 1. 11.07 ab (bisher: 1 Schill. 9 Pcs. 1 Schill. 6 Pce.)
1 Schill. v. 1. 11.07 ab 1). 1. 11.07 ab 3 Schill.)
6 Pee.
v. 1.
(bisher: 1 Sch§Ü.i9 Pee. [Schill, 6Pce.) kk
1) Pee. v. 2. 11. 07 ab 0.211,07 ab 2 Per.)
11 02.11.07 ab 02.11.
u)
“
Werkzeugmasckoinen: Poli((d1(bbänkc für Juweliere.
it ür dic Ciniubrbonzkatalo Vorschr§1)fa(1111ücfke, die Kataloge (111111111011 und ar
s . kleine
ce. 07 ab
11 07 ab
Pee. 07 ab cc.)
1907.
direktoren adre ert sind, sollen mit der Aufschrift „1.701" (1181115111601), 0081301118 äabxstpkspaiä“ (Zur Verteilung, Zoll vorausbezahlt) ver- sehen sein. (M16 808.1"(1 0f *1'111116 Journal.)
Ge [ante Vorschriften für die Einfubr und dezi Ver- kauf vxn Patentmedizinen. Die frühere Mitteilung uber den eplanten Gefcßeniwurf, betreffend die Einfuhr und den Verkauf bon &atentmedi-inen, isi dahin zu berichtigen, daß in dem Entwurf ein obli aiocischer Aufschluß über die Zusammenseyung und die Handels- beze (hnungen von Patentmedizinen, mit Ausnahme besonderer Fälle, gefordert wird. . * - (Ebenda.)
Ausschreibungen.
Lieferung künstlicher Düngemittel nacb Frankrei . 1) An das 871161081“. (168 8Jr10u112811k8 (16 111. 111837611116. 8 handelt sich um den Bedarf für das erste Halbjahr 1908. Angebote sind bei dem Vorsißenden des Syndikats, Herrn LÉizour in Laval, bis zum 21. Dezember 1907 einiureichen; Anträge auf Uebersendung des 08.1116!" (168 011ukg68 sind gxeich- falls an den Vorsißenden zu richten. 2) An das 8371131081“. YZUQGW (16 "171116861176-18-(3111761-(1 (YOUNG). Dieses wxrd die Lieferung seines Bedarfs an Düngemitteln für die Frubiabrssaison 1908 am 16. Dezember 1907 auf der Mairie dieserßStadt im Submissions. wege vergeben. Die Lieferung für die Frubjabcssaison 1907 betrug ins esamt 203603 kJ; darunter waren 75100 kg Cbiltsalpeter, 79 90 kg Mineraipbospbat und 23 500 kg Knochenpbospbat. (11'1811Zraj8, Paris.)
Ein Kon e ionsgesuch für neue elektrische Straßen_- bahnen in szisxxo und Lavadores (Spanien) ist der _1)1- (6001611 g6116ra1 (16 ()bl'QZ [)Üb11888 Von der 800116841 anomma (16 108 ,1111111171118 1311601110118 (16 (1811019. Vorgelegt worden. Frist für Anträge bon Konkurrenten: 29. Dezember 1907. (SUCSOQ (16 1111161111.)
ie erun ver (biedener Materialien nachul arien. Am 514/27. DrFembers1907 findet bei der Kreisfinanzkomm ssion in Sofia eine Submissionsverbandlung statt, betreffend die Lieferung von: 395 910 kx,- Druckvapier nach 22 Mustetn, 1000000 Kuverts nach 7 Mustern, 10 (00 xxx Kartonagspapier, 300 m Kauevas, 100 Stück Buchbinderleinwand, 500 kJ Zinn, 5000 kg Blei. 1000 kg Antimon, 100 kJ Kleister, YRfYZ LeiÖn1 1000 FZZFLZHFZT, troleum, 2080 11 * n a 011. € am we: : ' 0 .
1000 RS Pe Z (Bulgarische Handelszeitung.)
W“ teilung für Kohle, Koks und Briketts «genges am 6Dezember1907:
Rubrrevier Oberschlesiscbes Revier Anzahl der Wagen 23 312 8 942
G 1 lit Cs 0 747
Nicht gesteal
wi en dem Halleschen Bankverein von Kulisch, Kaemébffsé. Cie. zu Halle a.S und der_Gewerbebank zu Gera ist nach einer durch „W. T. B." ubermitteiten Meldung der „Halleschen Zeitung" eine Vereinbarung getroffen_worden, wonach der Hallesche Bankverein die Gewerbebau! Gera ubernimmi, um sie als Filiale fortzuführen. Das levtere Institut tritt zu diesem Zweck in Liquidation. Der Gkgenwert wird in Aktien des Hanescben Bankvereins bezahlt, der zu diesem Zweck sein Aktienkapital erbö wird. Die Gewerbebank zu Gera besteht seit 1859 und ist eine nossenscksaft mit einem Gesellschafxskapital von mehr als 2000060.“ Der Vertrag ist von den Vorstanden beider Gefellscbaiten im Ein- Verständnis der Attfficbwräte geschlossen worden und wird seiner Zeit den (Generalversammlungen beider Gesellschaften zur Genehmigung vor- gelegt werden. ' .
_ Nach einer Meldung Cölniscber Blatter beicbloß, wie „W. T. B. berichtei, am 5. d. M. die Hagener Vereinigung der Feinblech- walUverke, den Grundpreis für Feinblecb wieder um 10 «14.311 er- böben, weil der Preis für Halbzeug nicht, wie erwartet, um 20 .“, sondern nur um 10 «16 ermaßigi wurde. _
_ Die „Kölnische Volkszeitung“ bemerkt zu_ der Erma igung des Preises für Walzdrabt, daß dieselbe fur das erste albja.br 1908 gilt (f. 2. Weil. der gestrigen Nummer des „R.- u. St.-A. ).
_ Aus Geichästsbericbten von Brauereien. Bei der Aktien-Brauerci Friedrichshain, Berlin betxug der Absas im Jahre 1906/07 103 250,3 111 gegen 1905.06 1112312 111. Die Dividende beträgt 41% Ueber die Aussicbien des 01111.Oktobxr begonnenen neuen Geschäftsjahres sagt der B(rtcht, daß dte PreifeHur Gerstr, Futtcr und Kohlen weiter wesentlich gxinegen nnd; ihren e- darf an Hopfcn babe die Grieüscbast zwar btüiger als ,in! vorigen Jahre eindecken können, jedoch [affe sicb ein Ausgleich der er- wähnten Mebxkosien bierdvrÖ nicht entfernt betbktfubren. Die Spanoauerberg-Brauerci vomials C. Bechmann Aktien; Geselischaft, Spandauetbera, ve1kauf10 im Beiriebsmbr 19060- 126266 111 (gcgen 131048 111 im Vorjahre). Die Dividende betrug 6%. _ Bei der Aktienbrauereigeseilicbait Friedrichsböb'e vormals Pa enbofer. Berlin, blieb der kaay, obwobi sich die Anzahl der unden nicbt vcrr'trgette, gegenubck deux 210110121211!!! 14 686 111 zurück. Er benug 565 394 _111 geßeti 58( 080 111 im Vor- jabre. Weit mehr als kiefer, bas Gejamtxrtrogms ntcht maßgcbend beeinträcbtknde Fakior witkie die außeroxiemlnjxe Yxoduktiontverieueturig auf das Etaebnis des Geicbäitsiabres em. ' D1e_ (_vtdende betrug 14 9/9. _ Die? Brauerei Kunjersiein _Akxiengeieüicbait, _Grffaudenx, verkaufte im Geschäftsjahre 1906/190- 31 911 111 gegen 38 661,18 111 im Vorjahre, mithin 750 78 111 weniger. Cin anbaliend strenger Winter sowohl wie ein regnerischer iübler :Sowmu beetnßußten den Bicrkon/um nachteiiig. Die Dividende betragt 3010. '
Der Aufsichtsrat der Brauerei Gebr. Die_iertch, Actiengesellscbaft, Düsseldorf, beschloß, den AkxiOnaren in der am 20. d. M. statxfindcndrn Eenemircrsawmiung „fur das ab- gelauikne Geschäftsjahr 1106307 die Verteilung einer Dividende von
0 w. i V, bor ufcblagen. , , 11 /0_( Lavi U))ieldxng des „W. T. B.“ betrugen die Betriebsm- nabmen der Schautu11g-Eisenbabngese111cha t im Yonat November 1907: 186 000,_ mexikanische Doliars en 200611,58 Mexikanische Donars im gleichen-Monai des Vorjab_rs._ Die Geywit- einnabmen der ersten 11 Monaie im laufenden Geithaitsi'abx be keien ('ich auf 2082 998,20 mexikanisckoe Dgüats gegen 1903 8,„.,61 mexika- nische Dollar - im Vorjahr, wxs cincr Hiciaeruna 'von 9.41 9.1) entspricht.
London, 6. Le 'mbsr. (W. T. B.) Einem Telegramm aus
Glasgow zufolge 111 in Paris vor zwei Tag-n cm inter-
In die Freilisie der Handwerkzeuge sind folgende Gegen jände neu
Stäbchen zum Neßsirickcn; ; Plombierbämmer _mit ? Lederbezug 111311111111“ 11100); runde Scß- .. ämmer oder Meißel iür Groiscbmiede; Kurdclziebcr (11107016 01111111 .
gen mw. mit 1 Vixeposi- *
ttonaix's Abkommen der Röbxeniabtikanten ab eichlrffe- ' L*Trdc'n. “31110100 dcffen babs" die 1ch01111chcn Erzeuga cute die Preise um 30 Shiliiug füxffdiefiTabxne bxtaufge'ießt. Das Abkommen 1' d in (ini kn Taxn 0:1 ent ( ivcr (n. “ _ nir WasbiTxgtoÉ, 6. Tczember. (W. T. B.) Der Wa iekntar
(C 01111th bat i*('sch1offe-*, dic Ausmde dcr Payamakana bonds . auf die Höiite der ntsp1ü11.;1*chen Iökc su bcichränkm Die Zu- “ teilung"! bciaufe'n 11ch auf 25 MYiionxn “&an zum DakMÖaittk ' kurs- von etwas Üb?! 103 99. E*Quidderiivk.2tk folien m Höhe von 12 bis 15 Millionen Doliars au-deuebeu werden.