1865 / 248 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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sprochenen Entschädigungssunnne von 000,000 Frcs. an die franzö- ;" Große Haiifcn . zogen vor den Palast der Königin und forderten unter anhaltendem Z Tumult die Vertreibung des französischen Konsuls und der katholi- ? Die Edlen intervenirteii und versprachen, daß dem ' Der franzöfisciic Konsul : erklärte jedoch, daß er ohne ausdrücklichen Befehl seiner Regierung *

fische Station daselbst, eine heftige Erneute aus.

schen Mission. Volke Genugihuung gewährt werden solle.

Madagascar nicht vcrlaffcn werde.

Telcgraphische Depeschn aus dem Wolff'schen Telsgraphen-Büreau. Flensburg, Freitag, 20. Oktober, Vormittags. »Der »Nord- dcs Erbprinzen von verschiedener dabei bc-

Und in Borbyc wegen des Empfangcs Augustenburg polizeiliche Vernehmungen Dcpmirten-Kd[legium-Z, ftattgefandeii [mi,“eii. Der Biirgcrmcistcr worden. Nach demseidcii Vlatie wäre der Empfang des Erbpriiizcn dnrch einen Herrn cms dissen Umgebung voxhcrxiikt gcwcscii. Hannowxr, Frcitag, 20, Oktodcr, Vormittags.

behalt folgende Mittheilungcn: Neben Bacmcistcr, Portefeuilie des Jnnsrn erhalten soll, wiii'dkn in das neue Kadi-

minister Obcrjustizrath Leonhardt, _Juftizministerimn. Die ULUCU Minister wiirdcn nack) derselben Quelle bereits morgen beeidigt WLWM.

Paris, Freitag, 20. Oktober, Vormittags. Wie der "Moni.

“Obwohl das im Z. 8 des“ Grundsteuergescycs vom 21. Mai 1861 in AuIficht gestellte besondere (Hefti) über die Gewährung von Grundsteuer- Remisfionen bei Unglücksfällen noch nicht erschienen ist, so hat doch der Herr

Finanzminister, da die älteren Remissions-Reglements ihre Gültigkeit vero ? toren haben, aus BiÜigkeit§rückfichten die Königl. Bezirks-Regicrungcn auto- -; ' Brücke kein Werk“ fiir einer- vorübergehenden (Hedrauck) gewesen iii, sondern

rifirt, bei etwaigen Unglücksfällen den betreffenden Grundsicucrpfiichtigcn schon )'th die beabsichtigte Erleichterung zuzuwenden, riicksiciits deren nur der Vor- behalt gemacht wird, daß die zu bcwilligcndcn Remissionen nur vorschuß- weise auf die Staatskasse übernommen werden, und daß dercn dereinstigé

'Wiedereriiattung aus den durch das zu erlaffende Gesel; demnächst zu Oc- ' ' St. Martin,

stimmenden Fonds vorbehalten bleibt. Die (Hrundsiißc, nach denen bei .Be- willigung von (Hrnndsteuer-Remisfioncn einstweilen verfahren werden soli, smd folgende:

1) Die Remission dais jedenfalls nur in dem gänzlichen oder theilweiscn

Nachlaß der zu entrichtenden jährlichen Gruridsteucr bestehen und muß F

von weiter gehenden Unterstiißungcn zur Erhaltung der Prästations- fähigkeit der Steuerpflichtigcn, wic fie nach den älteren Grundsteuer- Verfassungen in einzelnen Laiidesiheilen seither stattgefunden [„mben, ganz abgesehen werden.

Als Remissionsgründe können nur solche Unglücksfälle anerkannt wer- den, welche den steuerbaren Ertrag der Liegenschaften (ckr. Z. 3 der Allgcmeinen Grundsätze bki Abschäßung dcs Rcinertrags der Liegen- schaften Ges.-S. pro 1861 Seite 312) unmittclvar betreffen, Da bei Ermittelung dieses Reinertrages die Kosten dsr Erbauung und Unter-

haliung der Gebäude, so wie der Anschaffung, Unterhaltung und Er- =

gänzung der sämmtlichen Jnoentaricnftücke in Abrechnung gekommen sind, so bleibt der steuerbare Ertrag durch den Verlust der Gebäude oder Inwentarienstücke unberührt. Unglücköfäile an den Gebäuden oder JnVentaricnstücken begründen daher keinen Anspruch auf Re- misfion.

Solche Unglücksfälle, welche schon innerhalb des Bereichs der gewöhn- lichen Wechselfälle der Bewirthschaftung -- sei es im Allgemeinen oder in gewissen Bezirken - liegen und aus diesem Grunde bei Er- mittelung des Reinertrages bereits in Anschlag gebracht worden sind, dürfen überhaupt nicht in Betracht kommen.

Der Anspruch auf Remission wird hiernach nur als begründet aner- kannt werden dürfen, wenn einem Grundsteuerpflichtigcn durci) Ueber- schwemmung, Wafferschaden, Hagelschlag oder andere Naturereignisse (Sturm, Mäuscfraß u. a.) die Feldfrüchte ganz oder theilweise und zwar mindestens mit einem Drititheil desjenigen Ertrages. welcher erfahrungSmäßig im mittleren Durchschnitt erwartet werden durfte, verloren gegangen find. Bei der desst'illigen Feststellung des Schadens find die sämmtlichen, den betreffenden Grundsteuerpflichiigen innerhalb eines und desselben Gemeinde- oder selbstständigen (Huts- beziehungs- weise Grundsteuer- Erhebungsbezirks gehörigen Grundstücke mit ihren Erträgen zur Berechnung zu ziehen. Da hierbei nur der Rohertrag, wie er in dem betreffenden Jahre durschnittlicl) von Grundstücken derselben Kulturart und Klasse zu erwarten gewesen ist, in Betracht gezogeii werden darf, so folgt hieraus zugleich, daß auf die höheren

-? cinrciäit.

Ueber die - .. 2 .. . . . . demnachst dcm Landratbe und von dictem dura?- den Fortycixrcidungsßcamicn

?))?inisterkrifis bringt die »Zcituiig fiir Norddcutsciiland- untcr Vdr- der das; _ - dcrf (?'OÜZU igiécisi dcn Caiaiiiiwscn nicht zur Last, vi-xlmchr werdcn sclbiqc _ , ; au, xtc aats ais: amcwwcn, ' 11et treten: als Finanzminister Fmanzrath Dieterichs, ]th nn , 3 s “Generalpostdirektorium; als KultuSminisiek LegationSratb FreiherrH 'von Hodenberg, biÉher NÖÜUÄstLU'LfiÖNU im Haus„“ als Justiz- bisher Gincraiscci'ctair im , - _ , _ fdigc'bm Coblknz aui dei" [mim Seite des Moieibettcs- ctwa himdsri ; SWTM'L unter, déi“ von Bcildiiin erbauten Briickc vorgcfmidcn nwidcn. Als man einzelne Madlc, welclie: friiher beim Baggern gehindert hatten und die ' min diirch den kleinen WaUcrstand trocken gelegt waren, entfernen wollte, , „, , x ? “ei ic es “ich da" dic'e iiiclit dereiii'clt inden * * ' Teur- meldet, ist nunmehr auch die britische Regierung dem VW ! I 1 ““ ß ' 9 sk WWU" '" IMM" “"O schlage Frankreichs, in Konstantinopel eine Konferenz zur Ucbcr- d&)? Flußbettdoin Wasser frei ist, 7 sogenannte Rosie von starken Eichen- wachung der Gesundheitspflege im Orient einzuberufen, beigetreten. Z Mahle" WUstand'g Oder WWW!“ aufgedeckt" die Enden von mächtigen Eichbäumen waren, welcbe hoch iiber den Fluß J ragten und die Brücke trugen.

Erträge, welche der gegenwärtige Bcfißer oder Nuynießer nach im Art und Weise seiner persönlichen Bcwirtdschaftung erzielt (ckck“, wiirde, keine Rücksicht genommen werden darf.

*- Bci Ungliickßfällcn, ivclcbe die bereits eingescbeiicric Erndtc betreffen find mit Rücksicht auf die Möglichkeit der Versicherung der lexztcrch sowie auf die Schwierigkeiten, welche die Fsstcllung dcs Timtbestandes," in solchen Fällen findet, Remissionen einstweilen nicht zu bewilligen, Beträgt der erlittsnc Verlust Z, '5- 2/3 oder mehr als 2/3 der Erndte [oben 5." 4.), so is: beziehungsweise Z, Z, 2/3 oder der ganze Betraq der Z(ibrcsiteucr der nach Nr. 4. lesay 2. in Betracht zu ziehénden Grundsiücke zu erlaffen.

Die Erlaßgesuchc find spätestens binnen 3 Tagen nach dem stattgcfxm.

Z denen Llnglücköfalle bcim Kreis-Landrathe einzureichen, welcher sodann die _ ? Priifnng des Sclmdknö cincr, aus dcm Fortschreihungsbeamtcn Und- Wei deutschen Zeituiig- wird aus Eckernförde gemeldet, daß daselbst . _

“? miifidn iiiierträgt und steilt die lexztern nach den oben zu 1 bis ("3 cridcilten . Voriiiiristcn durch örtlich? Bcfichtigung fest, ob ein solcher Erlaß iiberhaupt ; Jiiläniig ist und in Welchem Umfange derselbe bcwilligt Werden kann. Auf theiligtcr Personen, nameiiilick) mehrerer Mitglieder des Eckernförder WWW „der ökklisk)?" UUkcksUWUUI- VM wclche? dic bksCVÜÖÖIkc" Grund- ? LYLXLL'T21ch119(L"UchVOLÖLZ in Kenntnis; geseßt werden, und nachEinficht der , )run cucriu ci“ U11 Fx? : r v' * - 7 "" ' 's « Spethman ii sei in dikscr AUZCUZLUHLÜ 11011? Schleswig berufen : 1 a im 1 M WU W Kommq'wn erm NWWMUW schäizung einc chl/mndlrmg aufgciwmmcn. ) die letztere nebst der vollzogenen Naciiwcisung dcm KreiI-Landratb iwrznlegcnf

von ihm zu erncnncndcn Sackverständigen bcßchenden Abscl1ä§1111gs-Kl)1n.

nach einem gcgcbknen Schcma angefertigt und Übcir das Resultat der Ad. T*ei' Fortsciii“cidnngsbiaiiitc hat

wclcber dicsiißc 1111in Eintragung scims Gutachtens andie Bézirks-chierunq * dect' [ich bei Pxixiung derselben Nichts zu erinnern, so wird dcr Erlaß von dieter iingcwicjcn. Dic Erlaßmiweisiingen dagegen weiden dcm Steuer-Erbebcr zugesiciii, wclcbcr mit den Bethciligtm am nächsten Heliotags adrccixnct und dieicibcn quittiren läßt. Kosten fiir Besichtigung

Kunst- und wissenschaftliche Nachrichtew

_- Uederrcsie eincr römischn Pfahlbrückc sind rheinischen Vlätthn zii-

klcinercn Gruppen Unter dem Kies vcxbdrgcn seien. Vis cht sind, soweit , , . , . _ Der Ausdruck »Rostea paßt eigentlich iiicht zur Bezeichming dreier Anlagen, da dicse Pfähle sicher nur

_ Die Länge der aiisgchobenen Pfähle beträqi 8-9 Fuß, der Durchmesser am oberen Ende 14-18 Zoll,“ dieselben chr- ]ungin sickd _unten in eine Spiße, die durch einen dicken, gcmz oder theilweise dxydiricn eisernen Schily (1 Fixx"; lang) gksch11§t ist; der größte Theil dcs inneren Holzes ist noch kerngesund. Die ganze Anlage beweist, daß die

fiir die dauerzide Verbindung der beiden Moseliifcr bestimmt war. Auf den k01111schM Uriprung denten mich die großen Quadern aus Kalkstein, welche sich bci den Rostcn finden. ,

_ xis Herstellung des Haupithurms der Pfarrkirche von Gros;- .- , ciner der oornedmsien Bauzierdcn dcr Rdeinfronte von Cöln, 111 10 weit gediehen, dais; di? Gerüste an der westlichi'n imd nördlichen Sciic; der obersten Etage abgebrochen und eine Etage tiefer gestellt werden konnten. Reichdcm dann auch, gicixiizciiig mit dieser Arbeit, ein Tbcii dsr Mittei- sch1fssiiiiiucr nördlich vom Thurmc war hergestellt worden, konnte der Restau- ratwnsbau an den iibrigen Thurm-Etagcn in “Angriff genommen werden. Außer vorsicixcnd bcmei'ktcr Bautbätigkeit wurdi' aiich das Dach des Haupt- thurmes zm" Hiilfte erneuert. So gehen nun, siigt dic »Köln. th.«, vier iinscrer scdötisten und merkwürdigsten alten Kirchen, St. Maria ini Kapitol,- (Yroß-St. Martin, St. Cunibcrt und St. (öcrcon, in erfreulicher Weise ihrer langst ais dringend nothwendig erkannten Herstcilung entgegen.

_ _"Voii dem im vorigen Jahre verstorbenen, als pädagogischen Scixrift- steller ruhmlichsi bekannten Seminar-Direkior Wilßelni Harnisch, ist eine nachgilaffcne Schrift »Mein Lebensmorgcné- durch H. E Schmieder zm" Veröffentlichung gekommen. Dieselbe bildet einen Beitrag zur (Zieschichtk. der Jahre 1787-4822.

- Dcr »H. Ca meldet, daß bei dem zum Kirciiipicl Ottensen gehörio gen Dorfe Neumühlcn, ganz in der Nähe von Liliona, der durch seine Cdmpositioncn und durch sein Violonceüspiel riiHmlicl) bekannte Tonkünstler: Cipratno Romberg, früher Mitglied der Kaiserlich rusfischen Kapslle, beim Baden in der Elbe verunglückte. Derselbe hatte die Gewohnheit, aus GesundheitSrückfichten bis spät in den Herbst zu baden, und muß, da er ZM ssehr guter Schwimmer war, wahrscheinlich vom Schlage gerührt wor- en ein.

_- Nach einer Bekanntmachung im »Leipziger Tageblatta hat der dortige Magistrat beschlossen, zum Andenken daran, daß Goethe am 191en Oktodcr vor hundert Jahren als Student bei der Leipziger Universität ein- geschrieben wurde, die Straße am obern Park fortan mit dem Namen »Eoethestraßea zu bezeichnen. Die Universität hat ein Programm mit dem Titel ausgegeben: »Der hundertjährigen Wiederkehr des Tages, an welchem Johann Wolfgang Goethe am 19. Oktober 1765 in die Zahl ihrer Studi- renden aufgenommm ward, widmet die Universität Leipzig die nachfolgende Abhandlung ihres Mitgliedes 01“. Friedrich Zarncke, ord. Prof. der deutschen Sprache und Literatur.- Den Inhalt bildet die 93 Seiten in Quart eni- hciltende erste Abtheilung der Abhandlung: „Ueber den fünffüßigen Jambus niit besonderer Rücksicht auf seine Behandlung durch Lesfing, Schiller und Goethe von Friedr. Zarncke.« In der Aula wird eine Büste Goethe's auf- gexteclkitt werden. Die Kosten der Herstellung Werden durch freiwillige Beiträge ge e ,

" men, welchc Ernie, bis der Boden festgefriert, fortdauert.

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„. Ueber das Prinz Eugen-Monumeni in Wien, dessen Ent- ? büUung für din 18. Oktober festgeseßt is_i, briiigi die „'I-Lien. Ztg.« folgcndc _ nähere Mittheilmigcn: »Dex Auftrag, ein Reitci'standbild des Prinzen Eugen „7 jahrlich fen, erging Un Ritter von Feinkorn Unter dcm 13. Novembcr ; Das erste lebensgroße Hiilfsmodeil wurde in dex Zeit von einem bekanntlich ein ziemlich [*sdcntendcr Handelsartikel, dcr Absaß ist nicht ; schwierig, nicht scdwierig ist der Anima, uur die Ernte macht Arbeit, da jedes

; Rübchen einzeln aus der Erde aenommcn werden muß. Manche, namentlich

u cntwcr

18150. _, . Jahkk/ das“ fur den Gui; bciiimmic zwei und L!" halb Mal lebensgroße

THOU- und Gipsmoch in zwci Jahren vollendet. DasFormin, der (Hits:,

dj: Cisclirung wurden so rasch gkfiirdci't,_ daß dianfßeliiiiig ungeachtet der 'H ? quelle eröffnen.

ech Krankheit imd Ai»wcscnhcii des von Jernkom noch vor der kon-

läng . erfolgen konnte.

traktlich bedungencn Zeit wendeten Metali-Z beträgt 508 Cintneix 415 Pfund, die Eisknconfiruction 101 Ccnincr.

mn UnierIdcrgcr Mainwr dcsteiii; durch Säzwarz, unter Leitung dcs Steinnwtxxncisieis Jojepié; Budowiß, iii.;chiiiiiri.

Mediiillc sii'i) wiedcriwimden Inschriften, m:.d zwai“ 11111 Yigqß-zrthgne; »Von Kaissk FWU JUN“) 1- MWM WPI“ ** (1111 der xscdicn Seife: Wem yubmrcicixcn Sikgii' kibri Oistcriciciiz (Fcii'idcxc ans »; linken: vÉOcmwxi- licnwappin des (Wcicicitci;

am VVTÖU'WLUL: »Priiiz Eugcxi, dir edle Riticra, berühmten VolkJircdcs,

.- ,»B-xlqmd 1717.«

-- Am 1)". Oktobcix ist in Friiécati 17V!)LÜUÖftbÜftiZiUÜZCk J. Frei) uus ;

Die besten siiner Arbeiten, Y)“?„oti'oc aus Aegiwtcu, Msmdcn Zaéiiscdristin, Prämiirung, Musicranlagen :c. diesen Zweik zu erreichen sucht.

Bassi gcstorbsn. fick) in dcr Königl. Privatgalcrie zi". Stuttgait.

- An des Liviändiscbcn GcncraT-(«ZUp-criiitcndiriicn l)1*. Cdriiiiani Stelle ist zum PWfCffOk der praktischen Tycoiogie in Dorpai, deni „Rig. Siadtb.« zufolge, aufs Neue der friihere Inhaber dicics Amiis imd UNi-

Vcrsitäis-Prkdigck, später Proscffor der Dogiimtik und theologischen Moral, .

seit 1853 Professor in Erlangen, 01“. Theodofins .Forum? (gcii. zu S1. Pc- tcrsburg am 22. Dezembcr 1816) gewählt," an des verstorbenen Proieijors 01: Adolph Wachßmuiick Stille zum Profeffor der Therapie unc- Klinik der Llfistenz-Arxt dcr UniszrfitäiS-Klinik Und Direktor beim aligciiicincn Krmiken- Kasse zu München [)x-. Axfrcd Vogel (geb. cbcndascibsi 1828).

Wcjvcrbs: imd HaudelS:Naébriciitcu. -- In dem Zcitraumc vom 10. bis 31. August 1805 wurdcn

] & ' 1 «temkohlcu, Braunkohlcn

]

; Torf und Coaks. !

[

Traanori- Brennholz weise. Tonnen. 00087 107331 203418 “7560

1 0137 Z

Kiaft'crn. 121583 ' 7448 _ | 231; 121583

zu Wasscr aus;“ den Eiscnbahncn

in Berlin ein- gcfiil)rt:

Summa

„; zu Waiscr auf den

Eiicnbahncn

aus Berlin angcfiihrt:

isl

18233 ] -- |

Summa

Landwirthschastlich? Nackyrichtcn.

-- Der »K. H. Ztg.“ gcht eine Notiz zu, derzufolge es ziemlich sicher ist, daß sich durch die Provinz Preußen cin Kreidelager von großer Mächtigkeit von Westen nach Osten zieht.

“- Der, Anbau der kleinen Rüben in Teltow, der sogenannten Teltower Rüben, ist lVthbIkÜUUt. Weniger bekannt diirfte es sein, schreibt J. J. Flafaii in den »Annalcn dir Landwirthschafta, das; in dem Dorfe Hodpcgaxten bei Müncheberg seit undenklichcn Zeiten dieser Riibenbau in

großkm Umfange betrieben wird, und zwar unicc Bodenoerhälfniffcn, ganz verschieden von denen Teltows. Während der Anbau dieser Riibe in Tel-

iow auf Sandboden geschieht, gcschiehi derselbe in Hoppegarten auf Moor,

Torf und anderen mehr oder weniger naffcn Bodenarten, und zwar (Ulf folgende Weise. Sobald die Kartoffel geerntet ist, werden im August auf

ck : dem Felde, wo die Kartoffel gestanden, dic Rüben gesäet. Bereits gegen

Ende Septcmbek smd die Rübchen reif und werden aus der Erde genom- Den Rübchen,

Welche in der Erde cinen kleinen Frost erhalten, wird der Vorzug gegcbcn,

7 “j da sV[che durch Süßigkeit und Aroma sich auszeichnen," auf weitere Eni- : fernungen können diese aber nicht versandt werden. der Erde nicht entnommen find, schlagen im Frühjahr wieder aus," solche ;

Die Rübchen, wclche

werden tyeils zur Samengcwinnung stehen gelassen, tHeils griin Vcr- futtert. Von dergleichen Rübchen werden durchschnittlich jährlich an funfzig Wispel in Hoppegarten produzirt, welche einen ausgebreiteten Haindeisartikel bilden und nach Schlesien, dem Rhein 2c. versandt werden. Die Mexze wird durchschnitilich mit 2x. Sgr. bezahlt,“ 1864 9011 die Meize 4 Sgr.; der niedrigste Preis war in dem chien Jahrzehnt 2 Sgr. pro MUZ?- Viele kleine Leute des 400 Seelen zählenden Dorfes zahlen nur dUW) den Ertrag der Rüben ihre Pacht ab. Vielfach sind bereits Versuche

gemacht worden, die Teltower Rübe außerhalb Teltow “USUWM Jm

A[lgemeinen find die Resultate nicht günstig ausgefallen, da die Rüben zu

„_ Das Gewicht des für die; Rciterstaiue und die WM ornamentale Verzierung dcs Postaiiicnics ver- :

Dic Zeichnung Zi.! den Ornamenten ist vom Ober-Vanrath van der Rüllx dic Stcznimßarbextin wnrden anfänglich. durch den “Sicin- Z chmcistcr Krk'llillkkl spiiter Wi) “015 ziir Voiieiidrmg dds Postamcnies, ; MWM wi: b?! dcm Crziwrzog-Kari-Mommicui, 1,1115 geicdlifscnem und poiir- *

? was der dicxjäHrigc Herbst nchen der allgemein zugestandcnen und bereits Die in das Postament , am initiieren T'iiciic eingefügte" Stiiiiiiixiciéildsr 211111211»; dis aufder Eugcn-

? dcn rcichcn chcn ihrer Berge kaiim unterbringen können. , Jahr an der Mosel so viel Wein, daß nach der Schäyung cines zuverlässi- sen Ratiigcber deiii Kaiisr. » Teri 1..'i"1ck“wc'ii'iigcn Ziizziid bildet das Fami- Z ger: (Ziswährsmannes an 2000 Skin? Fudcrfäffcr fehlen und daß ein solches Alißck dicse" iiti.1,i?-Zii1?ricxi Inschiiften sind UM) , in dem odcxen Tiicile dcr ornamcniaicn Y_Lcizicrungcn folgende angebriicizt: . "(*-ie AnfaiiZsirorie dos ! mid ringi“? [)U'MUT »chta 11397.« «- »Höcdsiädt * 1704.“ » »Turin 1700.4- - I)ialplaquit170115; „„ ck7PL1L1Z1VÜTÖL111171.116“ ; ? i;:ng dcr Diingerstäitcn zn nöthigen, sci es, daß man durch Belehrung in

' rici)1en * bchörde

groß, obne Aroma, oline Ziiikcrgehgit U. i,“. 11». waren. Ist hier und da die Rübe gut geraiben, so mnich, um cinim AuZaricn der Rübe vorzubeugen, neiier Samen von Teltow bezogen werden. Selbstgewonnener Samen brachte sets cin Ungünstigcz Resiiltat. Dic Teltower Rüben find

kleine Landwirthe könnten din Ankum versuchen und sich eine neue Einnahme- Daß die Riibs nixiét eine bestimmte Bodcngattung be- ciniprucht, beweisen die sehr cntgcgengcscßteu Bodengattungen von Teltow und Hoppegarten.

*- Nach der „Magdeb. Zig «- sind in diesem Jahre (Ulf der Feldflur des Herrn Borghard in dcr Sudcnbuig Vier Zuckerrüben gewachsen, welche, bereits aßgeblattct und beschnitten, zusammen nicht weniger als 54 Piund WOZM," die größte darunter wog 10 Pfund.

Coblenz, 18. Oktober. (CobiZig) Ueber das reiche Quantam Wein,

«probten vorzüglichen Qualität liefern würde, hegte man keine geringen Er- wariungkn. Das Resultat der Lese. an der Mosel hat aber dicse, wie man 1.an aus Zeltinger: schreibt, in solchem Grade», iibirfliigcit, daß die Wismer Es giebt dieses

Fiidsrfas; gcgcnwäkiig mit 18 bis 20 lern. bezahlt wird.

-- Zur Verbesserung der Düngcistätten bringt das „Trierer Timisiilatta eine Aufforderung an die Landrätdc, Bürgermeister, Gemeinde- riithc, strebsamcn Landwirtde 2c., soviel in ihren Kräften steht, beizutragen, sei es, daß man zii polizeilichen Maßregeln greift, um zu bcfferer Einrich-

lmndix*irtbschaftlichcn Kasino's, durch Gemeindckonii'ollen, durch, Bücher und

»- Es gehen uns noch fortwährend Mittheilnngen sowohl aus Köln

' 1611511, als auch aus deffcn näherer und weiterer Umgebung und aus der

Fertio. zn, schreibi die »Köln. Ztg,« vom 19. Oktober, über die durch die un- giwötiiiliciieii Wiitiriingsvcrhältnisse Hervorgerufcnen Vegetations-Ab- normiic'iicn ch Heurigen Illhkés. So wird 11115 aus Grevenbroich von befxcundi-icr Hand mitgetßcilt, dciß in mehreren dortigen Gärten der Schnee- daiicndaum (x'jdurnnm 51), 7050111111, im vorigen Monate geblüht, auch die Fiicdcrsiaude ilire schöne, duftige, nwiße Dolde zum zweiten Male entwik- kelt habe. Pfianmcn-, Aepfel- und Biinbäume haben in der dortigen (He- gsiid nich1 nur wiederholt geblüht, sondem auch neue Früchte, angeseyt, von denen Friihäpfcl zu Ende des vorigen Monats zur Vollstc'itidigen Reife gelangt find, andkre in der (Liröße von Waiiniiffin bei der müden Witte- rung *noä) munter foriwachscn, Ein Wcinstock (Fiülyiranbcn von der Lahn), wclciyer Ende Juli reife Trauben trug und aufs Neue blühte, hai dix edle Frucht zam zweiten Male gespendet und die Besucher der landwirihichast-

» lichen Audstcilung in chelingiyov-en in voriger Woche durch Einsendum

cincr Völiig reifen Traubs von scimr ungewöhnlichenFruchtbarkeit-über- zcugt. Zn dem Orte Gindorf bci Grevcnbroici) sieht ein großer Roßkasta- nienbaum in voÜer Pracht seiner weißen, fußlangen Bliithenbüscbcl, welche, von dem zarten Griin der Blätter und Schoffen mngcben, wohl der lieb- lichen Täuschung Raum zu geben im Stande smd, als ginge man nicht dem rauhen, kalten Winter, sondern aufs Neue der schöneren Jühkkszkit

entgegen. . -- In Bezug auf einige in Mecklenburg bevorstehende Domamal-

* Verpachtungcn macht das »Röbcl - Malchower Wochenblatta niichfolgcnde

Bemerkungen: Es ist eine altbekannte Thaisachc, daß in den (ciztcn Jahren

' " die Pachtgebote anf Landgüter cine stauncnerrcgcndc Höhe erreicht haben, 7 und die ungliicklicdcn Folgen solcher Mißvcrhiilinissc werden nur zu bald zu.

Tagc treten, ja fie find theilweise schon zu Tage getreten, und wir verwei-

sen beispielsweise nur auf die Kammergiiicr Nienhagen, D. - A. Doberan ? und Tense, D. MU. (Zbiistrow, wo die Pächter das Gewehr bereits gestreckt

? d-xßcn.

Möchten wir uns dagegeii die neuesten Verpachtungen in Vdrpom- iiiern ziim Muster nchmcn, wo die Paciitgcbote nur eben die» Anschlage der Regierung erreicht haben. Der hohen Kammer kann mich in der That nicht daran liegen, daß die ihrer Verwaltung unterstehendßn Guier *zu mwer'hali- uißmäßigcn Bi'cisen verpachtet werden, denn schließlich hatsstc .stckö ihren Antheil an dem entstehenden Schaden zu tragen. Vcrmogensverfail des

** Pälbtcks und schlechte Bcwixihscvaftung des Pachiftüiks gehen stets Hand

in Hand. In Preußen kommt das Prinzip wieder mehr zur Gel__tiing, alte bewährte Pächter zu erhalten, wodurch eine Verschleißterung der_Gutec vermieden und dir Wohlstand der Pächter geförderiwird. Dini 181 nnun wie ihm wolle, bei uns haben diese Verhältnisse eine un11aturl1chxHohe erreicht und es hüte fick) darum Jeder, die Rechnung ohne den Wirts) zu machen, er wird sich Und die Seinigcn voc Unglück und Elend bewahren.

Eisenbahn - Angelegenheiten.

Köln, 19. Oktober. Den Fufions-Vcrtrag zwischen der Diisseldorf- Elberfclder und Bcrgiscd-Märkischn Eisenbahn-Gcscllschiist, meldet die »Köln. Lig“, hatte man mit einem Thaler besicmpelt, Weil nian antiahmkdaß dieser Vertrag ein Societäts-Verirag YVifÜZLU dcn Actioiiairen beider Eisen- bahnen sci. Nachdem später von dem hicjigiti Appellatwnß-Gemchchoi er- kannt worden war, d(iß die Fusion der RkZemxichcn und der Cölti-Crefelder Eisenbahn - Gesellschaft nicht einen Societqis-Verirag, sondern emen Kauf- vertrag bilde, und daß die Rhcinischc qunbezhn- Gesellschaft 1 pCt. als Kaufwcrti) - Stempel fiir die Erwcibiing der Coln-„Crxfeldcr Bahn zu ent- habe, wurde dieses Prinzip auch,nachtraglich V9," der Stcuex- auf den Jufions - Vertrag zwischen der Duffeldorf- Elbe?- felder und Bcrgisch-Märkischen Gcsciiscizaft angiwendet.__ Gegezi 'die Fcstscßung dcs Kaufwerth - Stempels 11310111. die Bergij'ch-Markiichc Eiscnbahn-Verwaltung ihren Rekurs voin Komglichen Landgerichte zu Coiti, welches exkannte, daß der Vertrag niit einem Thaler zu. bestxinpdln ict. Der Appellations-Gerichishof hat diem Tage dicses Uriheil reformirt und