1865 / 250 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

3416

höfe und umliegende H'äuser mit Flaggen geschmückt waren, und nahm Ihr Absteigcquartter im Regierungsgehäude.

Am folgenden Tag, den 21., begab fich Ihre Majestät nach .

Essen, wo schon am Abend vorher Ihre Königlichen Hoheiten der

Kronprinz und die Frau Kronprinzessin eingetroffen waren. Ihrc :

Majrsiät die Kö'nigin [angie gegen 11 Uhr Vormittags mii Ertra- zug tm Krupp schen Etablissement an, wurde von Hrrrnound Frau Krrrpp empfangen, befichtigte mit großem Interesse einen Theil des Etablissements und wohnte eincm Gußstahlgrrsse bci. Gegen 1 'Uhr scßte. Qlllerhöchstdicselhe mit dem Kronprinzen und der Kron- prmzesfin die Neue per Extrazug nach Diisseldorf und weiter fort, pasfirte urn LY Uhr Nachmittags Köln und traf um 5 Uhr in Cohlenz wreder ein. '

- Ihre Kh'niglichcn Hoheiten der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin begaben Sich, cmpiangrner Mittheilung

Essen zum Geheimen Kommerzienrath Krupp, vdnwo Höchstdirsclbcn am 21. Mittags Ihre ngcstät die Königin nach Chhlenz beglei- FZLR, um zwei Tage her Liller'hiichstderse1bcn Zzum Besuch zu ver-

n.

Nacbmittags mit Ihren Königlichen Hoheiten dem Prinzen und der

und der Herzogin von Ratibor in Corvey ein. gleitrrng Sr. Majestät befanden fich der Staats- thster Frh. von Bodelschwingh, dcr Ohcrpräfidcnt der Provinz Westfalen Staatsminister von Duesberg, der kommandirende (Henc- ral des 7. Armee-Corps General der Infanterie Vogel von Falken- .

1 1

und Finanz- [' 1

1 1 1

sem, dcr Regierungs- Präsident zu Minden 1)r. von Bardeleben, -* der Geticral-Adjiriant General-Lieuienant von Alvensleben 11. und i der Flugel = Adjutant Major Gras Finck von Jinckenßcin Auf deni Bahnhofs hci Höxter von Sr. Durchlaucht dem Herzog:: vdn Ratibor empfangen, begaben des Königs Majestät Aller- [9,55Ébftfick) nach deni Schloß Corvey, wo eine Compagnie de'?- 6. West, fairschen Infanterie -Regimcnts Nr. 55 als Chrcnwache aufqesteÜt war. Um 2 Uhr Nachmittags fand auf dem Schlosse Empfmiq der Stande rind Vertreter des Fürstenthums Corvey mit Einschluß der Stadt Höxter, der katholischen und evangelischen Geistlichkeit, dcr Errichts- und Vrrwaltungs-Behörden, einer Deputation der Stadt Nieheim nnd emer Deputation drs konservativen Vereins «u Höxter statt. 0 " Se. Durchlaucht der Herzog, an der Spihe der Vertreter des Jurftenthunrs Corvey, überreichte Sr. Majestät eine Adresse nebst Album hrzuglich der am 21. Juli d. I. stattgehabtcn fiiirfzigjähri- gen Vereinigung des Fürstcnthums mit der Krone Prcnßcn, ; worauf A(lerhöchstderselhe in den gnädigften AuZdrückcn zu aniwdr- 1 ten gcruhte, _.Nach der Besichtigung der berühmten in Corrie!) ,5 aufbewahrten Bibliothek war Diner im Schloß, und nach Auf? hebung der Tafel nahmen Seine Majestät, begleiter von 1 dem Herzog von Ratibor, mit den iibrigen hohen Gästen die „1 Iliumirratwn der Stadt Höxter in Augenschcin. Am 21. d, M. 1 Mtt'tags 12 Uhr verließen A(lerhöchstderselhe Corvey, trafen, Über 1 Krerenseir, Woifenhüttel kommend, mit Ihren Königlichen Hoheiten ;] den PYMJÉU Karl und Friedrich Karl Abends 9 Uhr im besten ] Wohlsetn in Potsdam ein und begaben lelerhöchsrfich nach Schloß 1 Babelsberg, nachdem noch der Polizei-Präsidcnt v, Wermuth auf dem Bahnhofe uber das am 20. d. M. in Berlin durch Einsturz ; cines HausestorgekommcnrUnglück Bericht erstattet hatte. ? SchleSth-Holstem. Sonderburg, 19. Oktober. (Nordd. ;

Ztg.) Se. Excellenz der Gouverneur traf an einer Tour na : heute Morgen hier'ein und reiste am Nachmittagfwicder nach ST))[Zlersiix ah, ,- Zufolgr einer Bekanntmachung des hiefigcn Magistrats hat die F Regierung hesitmmt, daß während der Dauer der Befestigungsarhciten . m Sundewrtt und auf Alsen die Einquartierung der zu diesen Z Arbeiten kommandirien Truppenthcile nach den Grundsähen der ; Verordziung vom 9. Mai 1806, betreffend das Verfahren bei außer- ] ordentlichen Truppenzusammenziehungen, bewirkt werde. - Der Bau ] dcr Chaussee von hier nach Bro (Trennungspunkt der Straßen nach Norhurg und nach chnshaff) wird laut amtlicher Bekannt- Iachung in der allernachsten Zeit begonnen werden; das zu diesem Zweck rrqurrirteLand rst bereits von derWegebehörde in Besch genowmen “,k . Kiel, 21. Oktober. (Kiel. Ztg.) Unterm 12. d. M. ist der brshrrtge außerordentliche Prof. 1.11". Colberg von dem K. K. öster- reichischen Statthqltrr fiir das Herzogthum Holstein im Einverständ- .1Yß mit. dem Krimglich preußischen Gouverneur des Herzogihums Schleswig zum ordentlichen Professor der pathologischen Ariatomie an Mr sfielerh lUniyerfität ernannt worden. ' * u _S cswig, 20. Oktober, wird der »Nordd. i.« ' *

ZYZenn eme angeblich hiefige Original-Korrespondenz inZer UIYYILTÉ Zeitchi i_ommenderi Nr. 245 der »Sch[esir».-.§Yolftein. qu.« iiber den Inhalt 011?“ Zischrxde berichtet, Weiche, der Gouverneur General - Lieutenant von ".lthYe cenljl1fets1elsthctrtGelegenheit.eines nach dem jüngst heendrtcn theologischen Zenomxiien häitßnxgeZthcxlettanhlcheY 121111" dihn kxxxrxzugskase GEMÜ“ theil- * , " . * ' , '

glaubwurdtger. Quelle versichern, 1) daß ein Dinx;1 [Zhin daclilris FHoolTrkZItxijellex?

1

zufolge, am 20. Oktober Nachmittags von Münster ziir Nacht nach 1 d t „ck kh t - or zurn gcc r.

- Se. Majestät der König trafen am 20. d. M. gegen 1 Uhr . ., .. .. , 11. Die Bedurfmffe der allgemeinen Landcs-Rczeptur-Kassc. 111. Theil-

Frau Prinzessin Karl und dem Prinzen Friedrich Karl, von weise Abänderung und Ergänzung der Vcrordnunq vom 6. Februar

Münster kommend, zum Besuch Ihrer Durchlauchten des Herzogs " In der Be: ? Gittern.

! gestellte Abrechnung des dcntschcn Schiiyenfestes hat 1 18,805 Thlr. ergehen.

_-' doch, daß dieser der Ansicht war,

* Weltausstellung iir; Iahrc 1867 stattgefunden.

nach dem jüngst becndcieniheokoqischrn Amiäexamcn nicht statt e' _ _ . , _ rund n' :| kheitB'sxnderTZ, nur em lÖscrlchcs In ersten Tage des Examens, 133111) 2) deaß ; ci ieem mer gar eine «i 'ede Z' [ worden isis - schr von dem (_)ouverneur gchalten .* - Denyelben Platte wird aus Eckernförde, 20. Oktober, , gemeldet: „„Heute ruckten 2_ Compagnicn des in Friedrichsort und ] Umgegend ltcg/eiideii 2. _Batatüons vom 6. ostpreußischen Infanterie- 1 chunentNrUZ. hier em'und wurden in der Stadt - nicht in der 1 Kascrne - ciiiquartirt. DirscUEinquartierung wurde gestern ganz ? unerwartet arigcsagt, und heißt es, daß noch mehrere Truppen iiach- ; folgen und hier Quartier nehmen werden, ** . errinover, 21. Oktober. Die neu ernannten Minister Bacmentdrcr, Leonhardt, r*.Hodenhcrg und Dieterich?! find „1 heute fruh,syon den drei bleibenden Ministern, Graf v. Platen. ; v. Braiidis rrnd v. Majlortie begleitet, zur Ahleisiung des EidrÉ nach dcr I)iartcnhirrg her Nordstemmen gefahren und sochen von Nkeckleuburg.

Schwerin, 21. Oktober. Durch Groß-

1 herzogliches Dekret vom 21. Oktober i der dies'érhri * [1 ' Landtag nach Sternhrrg zum 22.ftNdvemher1 , ge (1 gemeine

einberufen. Die

(WM“ ;)1'0xwrisnc1a sind: 1. Die ordinaire Landcs-Contrihutidn.

1-52?“ wegen Errichtnng von Erhzinsstechi auf den rittcrschaftlichcn

Bremen, 20. Oktober. (Wes. Ztg.) Die nunmehr fest- , ein cinßcr dem zu deckendes Drficit von

Centralcomité glaubte, daß der

cingeschloffcncn Acticuhetrag noch Das

1 Staat den fehlenden Betrag aus der Staatdkasse zuschießen könnte.

Eine in diesem Sinne an den Senat gerichtete Anfrage ergab je-

, cs könnten für deir fra lichen

Zweck die (Schr ,deRs dStacrtsézcj?nicht in Anspruch geiwmmer? wer.

er. ©0111] wrrr ic Dc un an riva * *

müssen. g f p tem Wege erfolgen Salbsen Dresden, 21 Oktober D '"

_ . . . . ' . » as hrcjnc -Idurtiala mxldet. Wie vdtr'Leipztger Blattern berichtet worden 3ist (“herxilciche ?SLYULH.“ Nr.246), hahcn in den Tagen des 161en his 1§.d.M. zm ...UPUJ BerPhungcn von Bevollmächtigten dentschrr Staats- .)iegicrungen bezuglich eines gemeinsamen Auftretens bei der Pariser

(_. , . ,' _ , . , Indem Wir die grdachtrrr Berichte insoweit imd hinsichtlich des namentlichrn Ier- zctchmmcs drr Versanruieltrn Bevollmächtigten zu heftätigeit haben- bcmcrkan wir, daß yirh in'der mit AuSmahme Oesterreichs nnd Preußens von fast sämmtlichen deutschen Bundesstaaten heschickten

; Konferenz allseitig die entschiedene Absicht aussprach, eine möglichst

einhritiichc Vertretmrg der Industrie der dcutcicn ., ' “'

5J..)arrser Ausßlclirrng ' herbeizuführen, und daß stTianFiiratÉlrrckiThukiiY 5dicsré Zjvrckcs dre Emsehung einer mit Leitung der ganzen deutichen 21UL§11OUU11J zu hrauftragcndcn Central-Koumiission, histchend aus ]? eiiiem„Veddilmachtigtcn fiir Süd“, Mittel- und Norddeutschland eiiistimrntg hcsrhioß und ebenso einstimmig zu dercn Mitgliedern der; Kdritglich schchjrjchcii Bevollmächtigten Ministerial-Dircktdr Geheimer Rath 1)1'. Wetirlig jiir die Staaten V.)"Tittel-Dentschlands, als Vor- sihcnSden, drm Direktor der Königlich wiirttrmhergiséhcn Centralftclle fm- Industric1.)1'.v. Steinbeis fiir die Staaten Siid-Dcntschiands

; und den Professor 1)r. Karmarsch, Direktor der Königlich poly-

tcchnisrhen Schule zu Hannover, für die Staaten Nord-Drutschiands ZZVYZTZliedcrn der Central-Kommijiron, zu deren Six) aher Drchcn (Dresd. Journ.) Se. Majestät der Köni W

(der durchlauchtigste ander unserer Frau Priizizeisin11 (chsrrgt)ll§tzrßx gcstern Abend gegrni) Uhr Von Braunschweig kommrnd hier rin und wurde im Leipziger Bahnhof: von Sr. Majestät dem Könige cmpfangerr und nach" dem Königlichen Schlosse geleitet, wvselhst gegen 7 Uhr hx) Ihren-Kdiriglichcn Majestäten cin Galadincr stattfand an'dem Ihre-Majeßaten die seit vorgestern am Königlichen deé wetlrnde Königin .der Niederlande und der König von Portugal sowie der, Kronprinz Und die Frau Kronprinzessin und Prinz unh Frau Prinzessin Georg Theil nahmen. Nach dem Diner hrgab Sc. portugiesische Majesiät sich in das Palais des Prinzen Gcorq, ZZ tdaselbst filr dre Darier Ihres etwa dreitägigen Aufenthalt? ? arter „ZU nehmen. - Die Königin der Niederlande hat im &Raufe des gestrigen Tages in Begleitung des Königs die hiesqen KunftanxrlrmgciiKin éirigenschcin genommen. / *

,. a en. ar sruhe, 22. Oktober. Der hisscri e - SÖUÜZaths-Dtrekwr [)x'. Knies ist zum ordentlichen UZrofTffoébdcxr ZiZaYirtlslseen'xéFsxjkt an Fer Universität „Heidelberg ernannt und an

“„Nun - i' ' "

MOkthl VIOL Sdehfriedg befoeZher Schulraths der Ministerial-Rath . „U, a rn, 20. Oktober, meldet die »Karlsr. t.«* I

Z“.“éptgllche Hoheit die Prinzessin Friedrich von HFLsascri, “ZFS Prznzesfin vdn Prenßen, traf, von Rumpenhcim kommend, hier ein U", wurdc_m Oos Von dem Prinzen, Ihrem Gemahl, empfangen. Dic h0[)k11 sherrschirftcn werden, dem Vernehmen nach, wie in früheren. Jahren, ihren Wmtcraufcnthalt dahier nehmen. * '

3417

Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin überraschte Höchst- Ihre Durchlauchtigste Verwandte knrz nach der AnkUnft mit einem Besuch in deren Absteigequartier (Villa Stadelhofer). *

Bayern. Münchcn, 20. Oktober. (R. C.) Die gestrige Sißrixig des Geseßgehungs:Arrsschusses der Kammer der Abgeordneten, in welcher die Berathungen über den Civil- prozeß wieder aufgenommen wurden, eröffnete der Vorstand, Ah- geordncier Dr. M. Barth, mit einer Anrede, in wclcher er nach Erwähnung der Personalvcrändcrungen im Aussthnffe hervorhdh, daß dieser noch ein großes Stück erheit zu erledigen hahe, dessen Vollendung das Volk sehnlichst erwarte, daß man aber dennoch nichr eilen könne, da es im vorliegenden Falle ganz besonders heiße: Eile mit Weile, und daß fich cine aklenfailffge Uehcrcilung gerade hier doppelt srrafen wiirde. Dcr Anssthnß ging zu Abschnitt 1. des 11. Hauptstückcs iibcr, der vom ordentlichen Vcrfahrcn vor den Be- zirksgerichten handelt.

Ocsterrciéii. Wien, 21. Oktober. (Ostd. P.) Sc. Majestät der Kaiser ist gestern Vormittags von Schh'nhrmm nach Wien gekdmmexr Und hat um 11 Uhr Freiherrn von Bencdck, dcffcn Ernennung zum Marschall von Oesterreich das »Armce-Ver- ordnungshlattn vom gestrigen Tage piihlizirte, in besonderer Audienz empfangen. Die Wiener Zcitungö-Korrespdiidcnz meldet als sicher, daß der Kaiser zwischen dem 1. Und 4. Dezember sammt Suite iiach Ofen fich begehen wird, um den Landtag in Person zu eröffnen. Nach den getroffenenReiseanstalfcn ist es crsirhtlirh, daß S9.Majestät eine längere Zeit im Ofen verweilen wird. Von einer Reise Ihrer Majestät nach Ofen ist bis jehr nichts bekannt, jedoch wird vielfach geglaubt, daß der Kronpriiiz den Kaiser hrglciicn wird. Unter dcm Präsidium des Herrn Staats-Ministcrs Grafen Belcredi fand gestern Nachmittags ein Ministerrath statt. Jeldmarschail Freiherr V 011 B enedek machte im Laufe des gestrigen Tages die cercnwnielien Abschiedshesuche. Derselbe reist heute früh nach Graz.

- Uchcr unsere Anleihe-Angelegenheit schreibt man dem *Dresd. Journ.“ find eine Menge von (Herrichten in Umlauf, deren Werth sich danach hemißt, daß fie dnrchgängig unsern finanzieilen Unterhändler, Herrn von Beke, aus London zuriickZekehrt skin (affen. Die Wahrheit aber ist, daß Herr von Beke fich noch in London he- findci. Als verbürgt find in Betreff dieser Angelegenheit die folgen- den Daten zu gehen. Die Anleihe in der Höhe von 120 Millionen Gulden ist gesichert,“ in Betreff der Modalitäten der Emission wird aber mit den Unternehmern, dem Londoner Häusern Rothschild, Baring und Hope, noch Verhandelt. Eianrschuß von ZOMiili0nen ist bereits an die öftcrrcichischc Staatskasse geleistet. - Cin Han- dels- und Zollvertrag mit Frankreich wird vorbereitet und an einen Vertrag mit England erst in zweiter Reihe gedacht. -

Der Botschafter Fürst Vierternich wird erst Anfangs 5Troyeminr

auf sciricn Pariser Posten znrückkehren. Ein hicfigcs Blatt, schreibt die »Gcnerai- Corresp.a, brachte in

einer seiner lchtcn Nummern einc Correspdndcnz aus Lemberg, der zufolge die dortige. Polizei drn Lemberger Bürgern verwehrt habe, den Nationalsähel (Karahrla) zu tragen, und daß erst über Einschreiten des Gemeinderathes Stüler die Statthalterci sämmtli- chen imnmtrikulirtcn Bürgern der Studi Lemberg das Tragen der Es kommt uns zur Aufklärung und thcilwciscn Berichtigung der obigen Correipdndcnz Nachstehendcs zu: Im Iahre 1661 wurde die Berechtigung zum Tragcn drr Karahcla mir den Adeligen, den Bürgern der Stadt Krakau und jenen Personen zitgestandcn, welche an einer inländischen Hochschnle einen akademi- Erst in nenester Zeit haben die Bürger Lembergs den urknndenmäßigen Nachweis geliefert, daß fie seit alter Zeit hinsichtlich der Vorrechte und adligen Auszeichnungen den

Hierüber erfolgte, und zwar auf eine hcfiirwortende Einheglcitung der Lemberger Pd- lizeidircktidn, von Seite der Staithalterei fiir die Bürger der Stadt

Karahrla gestattete.

schen Grad erlangt hatten. Bürgern der Stadt Krakau gleichgestellt seien. Lemberg die Bestätigung der in Rede stehenden Berechtigung.

- 22. Oktober. (W. T. B.)

betreffend die Artflösung dcs

Verona.

Großbritasmicu nnd leand. London, 20. Oktober. Es ist Lord Palmerstons Wunsch gewesen, das; sein Begrähniß Anf dem Kirchhofe von Rdmsch, in der Nähe seines Landgntcs Broudlands in Hampshire, hat er fich ein neues Grahgcwölhe konstruiren lassen, wclchcs nun seine Gebeine aufnehmen wird. Im Anfange der folgenden Woche, am Dienstag oder am Mittwoch, soll die Leiche hcigeseßt werden, so Dock) wcrden fich voraussichtlich eine große Anzahl yon Freunden und politischen Anhängern des verstor-

ohirc alles Gepränge stattfinden möge.

ßill und einfach wie möglich.

Sicherem Vernehmen nach ist die von mehreren Zeitungen gemeldete Ernennung des Bischofs Siroßmayer znm de-Kanzler vonKroaticn unbegründet. Ehen- sowenig bestätigt fich die mit der Ernennnng des Freiherrn v. Bene-

deck zum Feldmarschall in Verbindung gebrachte Zeitungsnachricht, Armee - Kommandos in

- 21. Oktober. Anf nächsten Donnerstag isi ein Ministerrath anberaumt. Man hält es fiir wahrscbrinlich, daß, wenn EarlRussell Premier wird, die jehigen Minister ihre Portefeuilles behalten und der Earl von Clarendon das Ministerium des AuSwärtigen übernimmt. Aus allen Theilen dcs Lauch treffen Berichte ein über die Theilnahmc und die Trauerbezeigungcn, welche die Nachricht Von dem Tode des Prcmicr-Ministers hervorgerufen hat. Wie gewöhn- lich, war der Gemeinderath dcr Citi) die erste Körperschaft, welche ihren Gefühlen («ci dcm Verlustc, rrrlckch die Nation erlitten, for- mellen Auddruck in ciner Rcsoiutidii gab und zugleich der Wittwe des Verstorbenen ihr Beileid arrsznsprechcn beschloß. Dem gegebenen Beispiele folgten mehrere hauptftädtische Bezirke, und in manchen größeren Städten, Liherpddl, Manchester u. 1". w., find dieGemcinde- räthc einherrrfcn worden, um ähnliche Beschlüffc zu fassen. Der Premier war zur Zeit seines Ablebens das älteste Mitglied des Hauses der Gemeinen, dcr *Vatcr des Hauses“ genannt,“ seit 1807 hatte er in dem Palaste VOU St. Stephens seinen Sih gehabt, mit einziger Unterbrechung dreier Wintermonate von 1834 auf 1835. Als Minister des Auswärtich entwickelte Lord Paimerswn eine rmgemeine Thätigkeit; neben den Anstrengungen der Debatte und den immer wiederkehrenden Nächtwachen im Hause der Gemeinen hatte er ungeheure Amtsgeschäfte auf seinen Schultern zu tragen. Seine Denkschriften iiber Angelegenheiten akler Art in den leyten fünfzig Jahren wiirden viele Bände füllen,“ cine Auhwahl derselben wird ohne Zweifel zum Drucke gelangen.

Frankreich. Paris, 22. Oktober. Wie der vMoniteur- meldet, hat der Kaiser am leYten Freitag unangemeldet das .Hotel Dieu besticht, während einer Stunde alle Säle besichtigt, zu allen Cholerakranfcn gesprochen und seine Freude dariiber zu erkennen ge- geben, daß schon so viele Kranke in der Genesung begriffen, viele Betten unbescht wären und die Senche aufgehört habe, Fortschritte zu machen. Den Acrzten, den barmherzigen Schwestern und den Wärtcrn drückte dcr Kaiser feine Zufriedenheit aus.

Spanien. Aus Madrid vom 21. Oktober wird telegraphiri: »Wir das -Pensamicni0a versichert“, wird nächstens Pinzon der Nach- folger Zavala's als Marine-Minister werden.-

Der Pariser Abend - »Moniteura enthält unter der Aufschrift: »Die Wahlen in Spanien- Folgendes: »Unseren Madrider Korre- spondenzen nach zeichnet sich die Wahlbewegung, Welche der auf den 1. Dezember bevorstehenden Erneuerung der Cortes vorangeht, von heute an dcutlich ah. Die verschiedenen Meinungen werden sich be- mühen, die Wohlthat des neuen Gesehcs auszuheuteii, welches eine größere Anzahl von Wählern zum Wahlakte zuläßt. Oh die Pro- gresfisten am Wahlkampfs Theil nehmen werdrn, weiß man noch nicht. Die iiberwiegende Majorität des Landes bereitet fich indessen zur Wahl der Dcputirtcn vor, denen die wichtigen Gesetze vorgelegt werden sollen, welche die Regierung hat ausarbeiten lassen, besonders die angeblich von Herrn Alonzo Merrtincz ausgearbeiteten Finanz- planr. Die Finanzlage Spaniens isi ficherlich weit davon entfernt, komprdmirtirt zu sein, aber es find doch einige Reformen nöthig, U(UULUtlii'k) wenn man gewisse besondere Auflagen vermeiden wil]. Martinez hat die schwierige Aufgabe ernsthaft in Angriff genom- men; er hält auf die Ehre, QluSgahen und Einnahmen in?» Gleich- chicht zu bringen und von den wichtigen Hülquucllen zu profiti- ren, die ihm die Emisfion dcr Anleihe-Titel von 1864 eröffnet und deren DeSamortiffcmcnt ihm gestattet, Verfügungen zu treffen, die eine danerhaste Situation hersteklcn sollen.-

Italicu. Rom, 21. Oktober. Monfignor Pisa, der bis- herige Minister des Innern, ist zum Qluditeur der apostolischen Kam- mer ernannt. Monstgnor Randi ist an Monfignor Matteucci's Steile zum Gcncral-Direktdr der Polizei ernannt.; _

Zufolge Briefen aus Rom vom 18. d, wird versichert, daß die Königliche Familie von Neapel entschlossen sei, das ihr vom Kaixer Maximilian von Mexiko auf der Insel Lacroma angebotene Asyl anzunehmetr.

Griechenland. Athen,14.0ktohcr, (Tchegr.Wien.Blätt.) In ganz Griechenland herrscht eine große Geschäftsftockung und findet eine starke Artsivanderung nach der Türkei und England statt. Die nördlichen Provinzen werden wieder durch Rauber- handen beunruhigt.

- Dic neuernannten Minister, wird der *T1'ieft.Ztg.- grryel- det, leisteten Sonnabend Abends ihren Eid in Gegenwart. des Khmg-s. Die Wahl des Generals Lazaretos als Kriegsminister hat in ganz Griechenland einen besonders guten Eindruck grmach't, Seitvorigcm Montag find die Sihungen dcr Deputirtcnfammer Wieder tm'vollenGang. Noch immer hat das Ministerium dic Stimmenmehrheit. Es wer- den nächstens mehrere sehr wichtige Gcsrhcntwiirfe der Kammer vor- gelegt werden, die der fleißige Premier mit seinen Kollegcnausge- arbeitet hat. Auch kommen nächste Wdchhdic zu machenden Er- sparnisse zur Sprache. Nach drci oder vier Tagen geht der, der

benen Staatsmamies sowie alle in England anwesenden Mitglieder

des Kahincts zu der Trauerfeierlichkcit einfinden.

sraxizöfischcn Eisenbahngesellschaft gegebene Termin zu Ende. Die