1865 / 250 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Gesellschaft verliert demnach ihre Caution von 25,000 Drachmen, und der Bau der Eisenbahn soll, sagt man, wieder versteigert wer- den , wobei die Kaution 200,000 Drachmen betragen wird.

Türkei. Konstantinopel, 14. Oktober. (Telcgr. Wiener Blätter) Kozandagh und Ghiaurdagh sind pazifizirt und die Kom- miffaire der Pforte zurückgekehrt. Ferit Effendi, Minister des Evkaf (Intendant der Stiftungsgiiter), wurde durch Mehcmed Ruschdi Pascha, Gouverneur von DamaSkus, erseyt.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Oktober. Die Getränkeaccise hat, dem »Russ. Jnval.- zufolge, in den 40 Gondernemcnts des europäischen Rußlands und im Lande der Donischen Kosaken fiir die ersten 6 Monate d. J. 55,683,335 R. ergeben, d. l). 5,925,715 R. weniger, als der Anschlag im Reichs- budget beträgt.

Libau, 10. Oktober. Unser neuer Hasen, meldet man der 'Dtsch. Petersb. Ztg.-, ist der Schifffahrt eröffnet! Gestern find die ersten Seeschiffe und zwar namentlich die Norwegische Brigg »Maric Margaretha-, “5 Fuß tief gehend, und der HdUäiidische Schooner »Reinnierc, 107-4- Fuß tief gehend, bei einem niedrigen Wascrstandc Von 1 Fuß unter 0, durch die neue Hafenmünduug resp. aus- und eingelaufen. - Die Bagger-Arbcitcn wcrden fortgeseyt, so daß wir noch diesen Herbst 13 Fuß durchweg zu erlangen Lliissicht haben. Die Tiefe soll bekanntlich auf 18-20 Fuß gebracht werden. Im nächsten Jahre steht die Vollendung dieses monumentalen Baus bevor, denn bereits erheben fich die Steinschüttungen fiir die menen, bis auf 20 Fuß Wassertiefe vorgeschobencn Hafendänmie an ihren Außenenden bis zum Wafferspiegel, während ihre inneren Strecken schon in ihrer ganzen Höhe ausgefiihrt find. Zu diesen mächtigen Steindämmen find bisher ctwa 24,000 Kubikfaden Steine von großem Kaliber verwandt worden, erratische Blöcke, welche der Libausche See geliefert hat. Die a[te Hafenmiindung soil, sobald Überall eine Tiefe von 14 Fuß erreicht worden, geschlossen werden, um die Ausströmung ausschließlicthem neuen Bette zuzuführen.

Warschau, 20. Oktober. (Schl. Ztg.) In der Bauern- Regulirungsfrage ist eine Anzahl neuer Verordnungen des konstituircnden Comitéz's erschienen. In denselben sind u. 21. auch Bestimmungen über die im Besiß der Bauern befindlichen Gebäude für den Fail der Ueberfiedelimg der Bauern nach aridern Grund- stücken getroffen, ein Punkt, dessen ungenügeiide Berücksichtigung in dem Uias vom 2. März 13. J. unzählige Streitigkeiten hervorgeru- fen hattr. Eine ziveite Verordnung regelt die bänerliche Grund- steuerpflicht, und zwei allerhöchste Befehle bestimmen die Modalitäten

der Enischädignngszah1ungen auf Grund der Liquidatioxis-Operation und mit Bezug auf die verschiedenen Beträge der auszugebenden Pfandbriefe. Demnach würde bei einem Betrag bis zu 1000 Rb. die Entschädigung in 10 Briefen :'i 100 Rb. gewährt, währcnd z. B. bei einer Gesmnmtsmnme von 16,432 Rb. die Zahlung fich folgendermaßen gestaltet: 44 Briefe xi 100 = 4400 VW., 16 Briefe Zi 250 Rb. : 4000 Rd., 8 Briefe Zi 500 = 4000 Rd., 4 Briefe :*i 1000 Rb. : 4000 Rb. und 32 R1). baar. Die erste Aiiszah- lung erfolgte an den Befißer des Gutes Mafow im Kreise Miechow.

Von der polnischen Grenze, 20. Oktober, wird der »Osts.- Ztg.- geschrieben: »In einer Korrespovdcnz des *Czasa aus Iittlxauen wird die Stimmung der dortigen ländlichen Bevölkerimg gcgen "den polnischen Adel als eine überaus feindselige geschildert. vDaI Land- volk - schreibt der KorrespOUdent, ein Gutsbesiycr - ist größten- theils gegen den Adel aufgebracht , Und wenn es nicht so religiös wäre, wer weiß, ob fich nicht die Meßeleien von Humaina und Galizien wiederholen wiirden. Sehr häufig kommt es wor, daß das Hofgefinde Wegen der geringsten Zurechtweisung oder der Dienst- entlassung eine Denunciation gegen den Brodherrn einbringt, und derartige Demmciationen find jedem Beamten erwünscht. Sie haben die unmittelbare Folge, daß der betreffendeGutsbcsiyer in den Thurm gesteckt und seine (Hüter scqueftrirt und, so bald die Denunciation sich als begriindet erweist, konßszirt werden. Wir find daher ab- hängig von jedem Dienftboten und Tagelöhner uud müssen von Seiten dieser Leute viel Unbilden dulden , um nicht nach Sibirien zu kommen, denn wer von uns ist unschuldig?-

Vom Amur. Das östliche Küstenland. Unter diesem Titel ist, berichtet die »D. Pet. Ztg.-, am ]7. Juni d, Z. die erste Nummer einer neuen Zeitung in Nikolajewsk am 321 mur er- schienxn. Außer meteorologischen Beobachtungen-und den Nachweisen iiber die Bewegung der russischen Fahrzeuge im japanischen Meere enthält diese Zeitschrift noch einige Artikel, die uns intéresiante Auf- schlüsse iiber die Zustände in jenen entfernten Landestheilen geben. Aus dem Artikel »Unglückliche Folgen des Aufganges der Flüsse- erfährt man, daß der Amur seit der Gründung von Nifolajewsk ßets zwischen dem 18. und 25. Mai aufgegangen ist. In dem Ar- tikel v'Gegenwärtiger Zustand Nikolajewsf's und des leur'sa wird auf die Nachtheile hingewiesen, Welche sich aus der Rauhheit des

Klimas für die Stadt ergeben. Die leßte Sommerpoß geht am 17. September aus Nikolajewsk ab und dann besteht bis zur Mitte

dcs Dezember, wo sich der Winterwcg ctablirt, feine Postverbindung. Im Frühling geht die lcßte Winterpoft am17. Märzab, und dann ist bis zur Eröffnung der Schifffahrt, d. 1). bis Ende Mai, aber- mals die Communication gehemmt. Interessant find auch die Nach- richtrn iiber die Tiger in den südlicheren Strichen des Landes. Fast jedes Jahr kommen Unglücksfälle vor, Welche durch Tiger veranlaßt worden find. Die Felle diescr Thiere bildcn sogar einen Handels- artikcl. In den Läden von Nikolajewsk kostet ein solches Fc1130bis 60 Rubel, in den südlichen Häfen kann man es jedoch für 10 bis 30 Rubel kaufen.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 16. Oktober. Unter den Fragen, wclchewal)rsci)cinlich die jexzt versammelten Reichs- stände beschäftigen werden, ist die Zollgesengcbung als eine der wichtigsten hervorznbeben. “Ferner wird die Eisenbahnfraqe natiirlicherWeise eineRoUe spielen, wenn aucbnicht eine so bedeutende wie auf den Reichstagcn der verflossenen zehn Jahre. Vor Allem miissexi Gelder bewiliigt werden zur Fortführung der auch alis poli- tischem GefichtIpunftc äußerstwichtigcn »iwrdwcftlichcn Stammdabm, Welche Uns in eine schnelle Verbindung mit Norivcgcn dringen soil. Dnrci) die Vom vorigen Rcichstage bewilligten Gelder war man in Stand gcseizt, die Arbeiten dieser Bahn bereits in Angriff JU nel)- men, sowohl zwischen der »westlichen Stanmibahna und Christin?- hamn, als zwischen Arvika Und der norwegischen Grenze. Dahin- gegen haben die Arbeiten auf dem mittleren Theile der Bälm (Chrißinehamn-Arvika), weil iiber die zweckmäßigstc Richtung dieser Linie die Meinungen bisher getheilt waren, noch nicht begonnen. Neben dem Land- und Sce-Vertheidigungswesen diirfte wohl auch Schwedens Verhalten zum [chien deutsch=dänischcn Kriege die Auf- merksamkeit der Repräsentation auf sich ziehen. Zit danroschiiren zu Gunsten der Verfassungsrcform ist in diesen Tagen eine neue Arbeit hinzugekommen von Herrn 33. L. Rydin, Professor des Staatsrechts an der Universität zu Upsala, u. A. Verfasser eines Werkes Über die Union der Königreiche Schwedcn-Norwcgcii.

Dänemark. Kopenhagen, 19. Oktober. (33. N.) Ans dcr heutigen Tagesordnung drs Rcichsraths-Folkctixivgs" staiid cine Juterpcllation des Abg. Graf Holstein-Holstcinbdrg an den Kriegsminister, ob man auch ferner sog. Futterpfcrdc (den Land- lcittcn zur Bcnnhung iibergcbeiic Pferde) bcdältcn wolle. Der Miter- pcilant meinte, daß man am besten thus, die 1728 Jitttcrpfech der Armee, wofiir keine imbkdeutcnde Summe aiisgcgcben wnrde, zu iixrkauseii. Dic ökonomische Lage des Staates mache es nothwen- dig, daß man allen überflüssigen kostbaren leparat realistic. Ver- wuthlich habe man die Einrichtung der Juttcrpfcrdc vorlänfiq in C„rivartimg dcs nsncn Armeeplans bcibshaltcn, ailcin die Konjmiiinrcn „0,91th ji'ch sehr verschlechtert und wenn die Unterhaltungsfosten frülicr ]qhi'iich ,ich auf 20 Thlr. fürs Pferd belaufen hätten, so würde nach dim dicdjahrigkn Mißwachs und den hier zu Lande unerhörten Futter- Preisen.]cdes Pferd Wenigstens 50 Thlr. kosten. Sie würden da[)er ihi'ch iigciicii Werth auffresscn. Er WVÜL gerne wiffcn, ob speziéllc nnixtatrischc Gründe die Beibehaltung dch'uttcrpfcrdc gcbötcit. Dcr Kriegsininistcr bemerkte, die Haltung der Futterpferdc bcrUhc auf einem Gcscße (Welches ci" vorlas) und der Zweck sei, stets bei AUSbrnck) eines Krieges eine größere Anzahl Pferde in Bereitschaft zu hadin. Man beabsichtige aiich, fie in VMÖMÖUUN mit dim neuen Armeeplan, deffcn Vorlegung nahe bcvorstchc, bcizubedaltcn, Und könne nian diese Sache dann in' reiftiche Erwägunq ziehen,“ auch stehe es 1a dann in dcr Gewalt des Reichsraths, die Abschaffung der Futterpferdc zn beschließen. Ueber den gemeinsamen Verfas- synnguIschuß erfährt man, daß in der heutigen Abendfißimq d'te zichBchandlung beginnen sollte. DieNachrichten lauten iibcr: cmsttmmend dahin, daß man mit großer Majorität den Regicrimiis- Entwurf, der bekanntlich mit dem im gemeinsamen Verfassunäs- Aysschuß der vorigen Session, die mit der Auflösung des Jolie- thm'gsjcifidets, angenommenen zusammenficl, verlassen hat. Eine quoritat theils aus den Gutdbcfißcrn, theils aus den Bauern und einigen Nationalen soll dagegen einen Vorschlag zur Zasammcn- schimg des Landsthings aufstellen, der der Monradschen Idee ent- spricht, zur „Hälfte nämlich das Landsthing der Juni-Vcrfassung mit indirekten Wahlen und Wählbarkeitscensus, zur Hälfte das Reichs- rathS-Landsthing (der November-Verfaffung) mit hohem Wahlrechts- Ccnsusx Einen solchen Dualismus bekämpften Madvig und Leh- mann in diner öffentlichen Sißung des LandSthings vor Kurzem aufs Entschiedenfte als verderblicb. Riicksichtlich der Königswaichn soll noch keine Einigung erzielt sein. *

" Dre Einnahmen und AuSgaben des Königreichs DaULJUakk balanciren in der soeben erschienenen Rechnungs-Ab- lagje fur, das Finanzjahr 1864-65 mit je 10,012,151 Thaler 147. Schill. ReichSm. Die Einnahmen betrugen: 1) Direkte Steuern 4,056,711 Thlr., 2) Kriegssteuer 1,839,593 Thlr., 3) indirekte Ab- gaben 1,099,112 Thlr., 4) isländische und färöische Jntraden 65,453 Thlr., 5) verschiedene Einnahmen 1,231,107 Thlr. und 6) Kaffen'behalt „aus dem Finanzjahre 1863-64 1,720,164 Thlr. An- dererseits ergiebt die Ausgabenseite: 1) der Reichstag 85,000 Thlr.,

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2) das Ministerium des Innern 1,857,546 Thlr., 3) das Justiz: Ministerium 914,695 Thlr., 4) das Kultus-Ministeriuni 363,286 Thlr., 5) die besondere Staatsschuid des Königreiches 342,808 22,1),qu 6) das PcnfionSWesen 160,034 Thlr., 7) andcrc anßcrordentbchc Staats-Ausgaben 998,577 Thlr. und 8) Kassenbchalt zu Auégang , dcs Jinanzjahres 5,290,205 Thlr. Reichsmiinze.

Amcrik'a. Ncw-York, 10. «Oktober, In einer Unterredung mit General Rousseau vai Präsident Johnson versprochxn, die Kriegsgescße in Kentucky aiifzuh'eben, dic Ncgertruppen zurückzuzie- ? [)en und die angeblichen AnNchrcitungen dez? Bureanx zum Schuße dcr freigelaffcncn Ncgcr zn rcftifiziren, - Die Convention von 'Nord- carolina [)at einstimmig beschlossen, dax; die Sklcwcrci auf cwnz ab- , geschafft sein solle. Die Wahlen sind auf den 9. Hiddcmbcr _qnge- seßt. - Zn Can ada soll cin fenischcr Agent beriimrciycn, uni Logen zu gründen, ferncr soil schon eine Anzahl Jrlandcr von Toronto nach ihrer „Heimat abgereist sein. . ., '

Ans El Paso vom 3th d. brmgcnchiingen du? Angabs, daß Riiarcz und alle Mitglieder seines Kavincts 111 Franklin,- gigen- ÜbcrÉl Paso, auf dem tcxanisckyeii Ufer des Rio Grande „mei„ dock) ftcUt der mexikanische Konsul tn New-York, Navarro, dxcs m Abredé. 12. Oktober, Abends. Die Freilassung dcs weiland Vice. Präsidenten der Conföderation, Sti'phend, aus Georgien, dcs Finanzininifters Treuholm aus Sildcarolma, dcs (HenerahPost. meisters Reagan aus Texas, des Richters T_aiyphell aus„ Ala- bama und des Gouverneurs Clark cms Mtifisßppidat Prasident Johnson unter der Bedingimg „angedrdncst, daß fie ihr Eyrcnwort geben, bis auf weiteren Befehl jeder in seinem Staate zu Verbicibcn und sich auf etwa gegen fie zu erhebende Anilage sofort" der ihiien bezeichneten Behörde zu stellen. Die Deputation aus Siidcarolma, welche von der Convention dieses Staates abgesandt worden,. um gleichfaüs die Amnestirung und Freilassimg Jefferson Dadxs zu erwirken, ist in Washington angekommen. - Em Gesuck), die Ge- nerale Lee und Johnston, sowie _inehrere andere hervorrggende-Sud- länder zu dem Wirßscbcn Proche als Zeugen heraiizuzwhen, :| von dem Kronanwalt abschläglich beschieden, worden, weil die (Henaimtczi als Mitverschwd'rcr in dem verrätbertschen Beginnezi, welches die Leiden der nordstaatlichcn Kriegsgefangeneii herbeigcfuhri habe, im- zusehen seien. Der Prozeß wird der RegierunZ wdhl nicht w'emgcx |alI100,000 Dollars kosten. - De'r Konimrffarms des Vuicaus Jilm Schußc der befreiten Neger in Mtsfisfippi hat dem promsorticßen (Hochrneur Sharkey die Eröffnung gemacht„ daß er alle unter ,)emc Cognition fallendeRechtsstreitigkeiten den burgcrlicbcn Girichten uber- weisen wolle, wenn den Negern dort das Recht, Zeugnrß abzulegen, gewährleistet werde. Diesen Vorschlag hat der Gouverneur_ an- genommen und die richterlichen Beamten des Staates angewwsen, nach der gcfteUten Bedingung zu handiln, .sz die S_xseßgcbeiidc Yer!- sammlung iiber die Zulassung oder Ausschlteszimg des Nexzerzeizgiiiffcs die cndgiltigc Entscheidung gegeben habeon werde. - Eine ahnliche. vorläufige Anordmmg hat die Convcntton vdn Alabama „getroffen, eine frühere Angabe, daß fie deri Negern bis zur E111schctdung der chiSlatur das Zcugeurecht verweigert hade, war unrichtig. - A)) ein nach Washington zuriickgekehrtes Regmient vdn NLJUZUUHLK Pra; ficht Johnson eine Anrede gerichtet,)vorm er 'thixii', ciklgite, Za!) fie untcr Freiheit die Freiheit zu arbeiten und die (Fruchte icht 5;112- beit zu genießen verstehen müßxen und dqß fie,"n.un'fie zu Océ] „Ie.- schäftigungen des Friedens ziiruckiehrteii, ihreFahtgkeit, dicse Ykklhclf zu scheißen und zu benußen, erweisen solltewv Er fiigte hinzu, daß jeßt das Problem zu lösen sei, ob 4 L.)“UÜWULU ihrer Race, im Kampf mit all den Vorurtheilcn der Weißen gegen fie, fich harmo-

nisch und gleichartig in das soziale System des Landes hineinlebcn

" . es not wcndi Werden soÜte, fie als ein verschiede- wurden, oder Ob [) g „Hoffentlich wiirden fie durch

MZ und e ondertes Volk auszuscheiden. , " Bcherrsihi|1|n|g ihrer Leidenschaften und durch Hebung und verstan-

' 52 vendun ihrer ei igen und ihrer körperliche); Jdrgfte fich der ?LZTreiinIZiöglichJii |wiir1|ck|igfterweisem Bor iiirzein drucktisich Broww low, dcr GouverneUr von Tennessee, m ahnlicher Weise aus und Wrack; von einer eventuellen Verweisuiig dcr Ncgeronail) Ceriytr'al- amerika, worauf Horace Greeley 7318231116 an ihn'rtckxite, gutigft das Verbrechen anzugeben, welches die Schwarzen m Tennessee bc- gangcn hätten, daß fie in die Verbannung geschickt iverixn sollten.[ Die Republikaner haben bei den Staatswahlen m Pennsy- Vanien, Ohio, Indiana und Iowa den Steg davon getragen. 1) Drei Unionsdampfer find nach der Havannah" bcordcxt wor “en, um dort von den spanischen Behörden das fruhexe sudftaatliche

. e ' »Stonewall- in Empfang zu nehinen. a . W|dd21rriih|1ff0 September hat *die Barke »Edwnia untser 52 Breiti, 340 8“ westl. Länge (Greenwich) eine rothe Boxe erblickt, welche mri *Telegraph Nr, 3; oder -Nr. bezeichnet warz Vmi der iothen Flagge auf der Stange war kaum. noch em Heizen „iibrig. Tl)öer Capitain der Barke glaubt, die Boxe sei von dem'Kabel alkigei | gewesen. (Was sich jedenfalls so verhielt, wenn die Orts est m-

| nen Befestigungen, eingeschlossen.

.- , . ., ., . d mun richti lt. Die Boxe ware ungefahr um emen halbcnsjGra nachgNordegn 1und um fast vier Grad nach Westen getiteben.)

Buenos-Ayres, 12. September. (Köln. Z.) Vom Kriegs- schanplaße sind keine weiteren Vorgänge zu melden. Die Niederlage

, des 3000 Mann starken Corps der Paraquiien am Yatay bestätigt

fich in allen Einzelheiten. Die andere, 7000 Mann starke Kolonne derselben auf dem linken Ufer des Urwguay ist von den Verbündeten

. in Uruguayaua, einem kleinen Landstädtcsyen mit ciligft aufgeworfe-

(Hencral Flores hatte an den Befehlshaber der feindlichen Division, Antonio Estigarribia, die Aus." forderung gerichtct- sick) zu ergeßcn, da er auf keinen Ersay zu hoffen habe. Dieser hat aber unter dem 20. August brieflich geantwortet, daß cr und seine Soldaten entschiosscxi wären, lieber im Kampfe zu sterben, als die Waffen zu strecken.

Der »Jrurac Bata hat Nachrichten bis zum 20. September über den Stand der Dinge vor der Stadt Cap Hayii. Die Be- lagerer hatten in dem Gefechtevoancella die Oberhandeehalten, aber dabei drei ihrer besten Führer, Puristen, Chanche und Bambou, ver- loren. General Saluave entwickelt an der Spiße der belagerten Aufständischen eine große Energie, allein er hat nur noch ungefähr 1200 Mann Unter fich, und wie es scheint, geht der Plan der Be- lagerer darauf hin, die Stadt auszuhungern. Die Dampf-CorVette rL-S K'ÄUZD-(Wllx l)é0€mdx*ch3- blokirt den Plah von der Seeseite, so daß ihm von da aus keine Hiilfe zugeführt werden kann. Die Truppen des Präsidenten Geffrard liegen in den benachbarten Städten Lembe nnd Placencia. Die Umgegend ist ganz ruhig und der Aufstand einzig auf Cap Hayti bescbränkt.

Nach den neuesien Nachrichten, die demselben Blatte zugehen, hält Lisardo Montero immer noch die Chinchas-Jnseln beseßt, ohne einen Angriff gegen Callao zu unternehmen, was ihm dcr Haltung der Regierungstruppen und der im Hafen liegenden fremden Kriegßschiffc wegen keineswegs rathsam zu sein scheint.

Telegraphische Depeschen aus dem Wolf f 'schen Telegraphen-Büreau.

London, Montag, 23. Oktober, Vormittags. Die Königin wird am nächsten Sonnabend aus Balmoral nach Buckingham- Palacc zurückfeßren. Der Prinzvon Wales ist gestern hier wieder ein- getroffen. Die Leiche des Lord Palmerston wird wahrschein- lich in der Westminstcr-Abtei unter feierlichem Trauergepränge bei- geseht werden. Die hentige Nummer der :Times- polemifirt eine

etwaige Ernennung des Grafen Rus sel [ zum Premier-Mitiisier. Madrid , Sonntag 22. Oktober. Die Cholera hat Wiederum zugenommen. Zu den südlichen Stadttheilen kamen gestern 136 Er-

krankungen und 93 Todesstille vor. Florenz, Sonntag 22. Oktober. Der König empfing heute

den mexikanischen Gesandten. Leßtercr bezeugte die großeZuneigiing seines Souveräns gegen den König und fügte hinzu, daß der Kaiser den Wunsch hege, daß die Bande guter Freundschaft zwischen den beiden jungen Monarchiecn fich mehr und mehr befestigen möch.ten. Der König antwortete: Ich wünsche lebhaft das Glück dcs.Kaisers und seiner Familie. Sie werden mich stets bereit fiiidin , die „guten Beziehungen zwischen Mexiko und Italien so eng nne moglich zu

knüpfen. . ' , Später empfing der König den neuen badischen Minister-Refi-

denten.

-- (““is am 21. d. M. herausgegebene offizielle Wochenblatt (Nr. 25) für das Zxrzogthum Lauenburg veröffentlicht: '1) Kurrende, des Kondsisto- riums, datirt Raßcburg, den 16. Oktober, an die [)errschafi-11chxn Pre iger. und Juraten des Herzogihumö Lauenbuigk betreffend bcr1chtltche 2ande Von der Abhaltung der Vorgeschriebenen geistlichen Baubcsichttgungcibi,t ). ek; kan11imachunq der Regierung, daiirt" Raßcburg, den 19._Oftober,zl- e WWU"- die Wahl voii Distriktßdeputirten fur das Wegewcsen m den a igen u

tern dcs Herzogthums Lauenburg.

Kunst- und wissenschaftliche Nachrichten.

" . s bericltet die »Köln. Zig.«, Koln. Der Umbau des Rathhause , N|achdcm die Westfront

' ' enden ahre planmäßig fortgeschritten. " ' ldsxs|||§|ckalii|s|cli|iaa|lcs Zhou vor einigen Wochen ihre volle Hohe derretchrtneZTtiF, wurde mit dem Aufschlagen des Dachstuhles begonnen, un nun

- ' ' " ' nter Dach gebracht. Die der m Rede stehende Bauiheil bereits vollstandig u Rittersaal-Baues haben

d O - und Westfront des sogßnaniiicn YMMD |ck“ H.,. “"... ?ck“? Mi? 33.32 7912162661221? dritten Balkenlage beschäftigt. Au ie erS- , 1? über dem Haupt-Trcp- des Winters unter Dach kommen. Das xachnjer selbst ist ' ' " begriffen und im Treppenraizme penhause ||| m der Ausfuhruzig " Die bereits fertigen Gewolbe die Einwölbung der Kreuzgewolde 1111 Gange. _ d icht minder ' ' e ungemein zierliche Construction m) n FYZUsLFZrFuerébeilthrcms. le Ra'ithhalxsthxilkkdézeskllßurde YFÜHÉWÜW? YT ' au . Steinwerkes regsam fortgefahren unde 11 tee e [b . Birieb Es * " ' d s T armes an der obersten Ciagx deffe en im 2 . FxxxwkdeIincoraeusfithlich vor Eintritt der wmierlahen Ruhe das Dachgefims

erreicht werden.