1865 / 251 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

3430

_- Jhre Majestät die Königin besuchte, wie uns mitgetheilt wird, in Paderborn die Blindenanstalt, den Dom, das Evangelische Siechenhaus und die katholischen Wohlthä- tigkeits - Anstalten. Die Bevölkerung der Stadt gab ihre Freude über die Anwesenheit der Landesmutter lebhaft zu erken- nen, ebenso in Soest, wo Ihre Majestät den Dom. die evan- gelische Kirche und die verschiedenen Wohlthäiigkeitsanstalten in Augenschein nahm. Die Königin iibernachtete in Düsseldorf im Regierungsgebäude und traf Sonnabend früh in dem großartigen Gußstahlwerk des Geh. Kommerzienraths Krupp in Essen mit Ihren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronprinzessin zu- sammen. Dort wurden die Hauptgebäude bestchtigt, worauf Ihre Majeßät mit dem Kronprinzlichen Paar über Cöln nach Coblenz reiße. Im Gefolge der Königin befanden fich die Palastdame Gräfin Hacke, die Hofdamcn Gräfin Lynar und Gräfin Seckendorf, so wie die Kammerherrcn Freiherr von Kettler und Jreiizerr von Brenken.

- Der Direktor im KultuSmiUisterium, Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-Rath Aulifc, ist, wie die »Voff. Ztgx berichtet, am 22. d. Mis. um 12 Uhr Mittags in München verstorben.

- Eine Verfiigung des Finanzministers vom 0, d.M.1veist darauf, daß die der Rübenzuckerfteuer entsprechende Vergütung, welche nach der Bekanntmachung vom 2. Juli 1861 für ausgeführten Rübenzucker gewährt wird, diirch eine Verabredung unter den Re- giernngen dcr ZoÜvereinssiaaten, welche die Zustimmung beider Häuser des Landtages erhalten hat, in ihrem Betrage dergestalt er- höht worden, daß vom 1. September 1866 ab bis aaneitcres fiir Rohzucker und Farin 2 Thlr. 26 Sgr.; für Brot-, Hut- Und Kandis- Zucker, sowie für gesioßenen (gemahlenen) Brot- und Hut-Zucker 3 Thlr. 15 Sgr. fiir den Centner zu gewähren ist, daß es dagegen bei den iibrigen Bestimmungen, welche in Bezug auf die Gewährung der Vergütung ergangen find, auch ferner sein Bewenden behält.

Magdeburg, 23. Oktober. (M. Ztg.) Der Kriegsminister „Herr von Noon ist mit seiner Familie Vorgestern hierselbst bei sei- nem Sohne, dcm Hauptmann von Room, eingetroffen.

Seehausen i. d. Akim, 22. Oktober. Am18.0ktober Wurde hier das neu erbaute Gymnafialgebände in Anwesenheit des Ober-Präsidenten Herrn von Wißleben und Unter Theilnahme dcs General-Superintendenten 1)1-. Lehnert feierlich eingeiveiht.

Münster, 20. Oktober. Eine schöne Episode in der Reihen- folge von Festlichkeiten in unserer Provinzial-Hauptstadt. sthrcibt man der *Köln. Ztg.«, bildete das Fefimaßl, welches vom Vor- ßande des Regierungs - Bezirks - Kommissariats des National-Danks fiir Veteranen in Verbindung mit dem Vorstande des Stadt-Kommissariats gegeben Wurde, Mehr als 260 Veteranen aus den Kreisen Ahaus, Beckum, Coesfeld, Lüdiiig- hausen, Landkreis Münster, Recklinghausen, Steiufurt, Tecklenburg und Warendorf hatten fich in Folge der vom Regierungs-Bezirks- Kommissar ergangenen Einladung den Veteranen in Münster ange- schlossen, um an dem Festznge zum Königlichen Schlosse Theil zu nehmen. Die Schaar der würdigen Männer, sämmt- lich im Alter von 70 bis 80 Jahren, machte im Festzugc einen rührenden Eindruck. Das Festmahl fand Unmittel- bar nach dcr „Huldigungsfeier im großen Saale des Wirth- schafters Hölscher zu St. Mauriz Statt. Ueber 300 Personen, Ve- teranen, unter Anführung ihrer Bürgermeister und letmänner, waren im Lokale Vereinigt, und die Zahl der hinzugekommenen Ehrengäste machte die Benußung eines Nebenlokals nothwendig. An fünf langen Tischen saßen hier die Reihen der Festgenoffen- nach Kreisen und Städten geordnet,“ an deren Spiße dcr Vorsiand, die Herren KreisgerichtSrath Dierickx und Postrath Richter, die .Herren Major a. D. Mittwede und v. Falken-Placbecki , so wie mehrere Mitglieder der Kommiffariate. Das Mah[ verlief in der heitersten Weise. Begeisterte Toafte wurden ausgebracht, und die alten Lieder aus der KriegSzeit, untermischt mit neu gcdichteten Fest- liedern, wurden mit lautem Jubel aufgenommen und gesungen.

Bielefeld, 20. Oktober. In der Stadtverordneten-Siyung ist der Neubau eines Gymnasiums beschloffcn worden. Als Maximal-Bausumme, aussthließlich der Kosten des Bauplahes, ist der Betrag von 50,000 Thlrn. angenommen. Fiir die Prämiirung des besten Bauplanes find 500 Thlr. bewilligt.

Oldenburg , 22. Oktober, (Wes. Z.) In dem oldenburgi- schen Jürßenthum Birkenfeld besteht schon aus älterer Zeit eine Synode der evangelischen Kirche, jedoch mit weit bcschränkteren Befugnissen, als wie solche der Synode des Herzogtlwms eingeräumt sind. Die Birkenfelder Synode hat mm in ihrer diesjährigen Ver- sammlung eine ähnliche Stellung zu erlangen gesucht und den An- trag angenommen: vSe. Königliche Hoheit dcr Großherzog sei zu biiten, sofort für die evangelische Kirche des Fiirstentlmms einen Kirchenverfaffungs -Entwurf, analog der Kirchenverfaffung des Her- zogthums Oldenburg ausarbeiten und einer möglichst bald einzu- berufenden außerordentlichen Synode zur Berathung Und Beschluß- fassung vorlegen zu lassen.-

Sachfen. Dresden, 23. Oktober. (DresdJ) Der König von Portugal ist gestern früh nach Basel Und die Königin der Niederlande heute Nachmittag nach Loo abgereist.

Frankfurt a. Mi., 23, Oktober. (W, TV.) In der von dem Senat am 21. Oktober auf die Interpellation des gesetzgeben- den Körpers ertheilten Antwort bedauert derselbe, daß er bei dem augenblicklichen Stande der Verhandlungen 111ch1 iii der Lage sei, die gewünschte NuSkimft Vollständig ertheilen zu können. Der Senat müsse fick) fiir hente auf die Mittheilung beschränken, daß er von zwei Noten Kenntnis; erhalten habe, welche nicht an ihn, sondern an die hiesigen Vertreter der Absender gerichtet seien, das; der Inhalt der Noten allerdings zu ernsten Betrachtungen Anlaß gebe, daß der Senat aber für die ).lnabhc'ingigfeit bissiger Stadt mit allen Kräften einzntreten nicht Anstand nehmen werde SoilLe es

der Weitere Verlauf der Sache gestatten, so werde der Senat weitere

Mittheilungen machen.

Oesterrciä). Wien, 22. Oktober. Die bemige »W, Z,- meldet, daß der Kaiser mit Cnischließung *.*-om 17. Oktober “d, I. dem Statine fiir die K. K. Akademie der bildendex: Künste in Wien die allerhöchste Gcnehmignng ertheilte. Kant dem Stature hat die Akademie den Zweck, fiir die Aufgaben der bilde!» :*: Knust einerseits als Kunsxsckiiile "dnrch die Lehre Und andererseits als“ allge- meines Kunst-Jnftitni durch Fördermig derselben (Uißé'klMlÖ der Schule wirksam zu sein. Die Leitung der Akademie sieht dem Dom Kaiser auf je 3 Jahre ernannten Präsidenten und dem vom Kaiser. ernannten Direktor Unter Mitwirkung des akadeniisclxen Rotlics und des Lehrkörpers zu. Die Akademie der bildenden Künste ist 'der obersten Utiterrichtsbchörde untergeordnet.

-- 23. Oktober. (W. T B.) Bezüglich der von einigenBliit- tern geäußerten BcsclUtldigung, Gouverneur v. (Hublenx [eiiie die Zahlungen ganz anders, als es unter der friiheren IaiideN'egiekiiiig geschehen, erheben und Oesterreich suche. den Zwiseizeiiznßand Schles- wig-Holsteins möglichst zu verwerthexi, bemerkt Die »GeneraL-Correspow denz aus Oesterreich-:

Beide Mitbefißer waren schon vor der Gaüeiner Convention iiberein- gekommen, daß die Ueberschiiffe der scblcswig-hoisieinscben S aafseimmlxmen in erster Linie zur Deckung, [imfender Occiipaiionskostcn vom Zcitpnnkte de:; Friedensschluffes an und alsdcmn weiter zu Criibkigcndes zur ail- miiiigen Abtragung der Kriegskostenforderimgm Seitens Oesterxeicbs und Preußens dienen sollten. Diesem Prinzip, gemäß [eisien mm auch die holstei11schen Finanzen seit Einfiihrung der geticnnten Verwaltimg einen bestimmt normirten, nicbt zii überschreitenden Briimg „3:1 den Ghal- tungskosicn der österreichischen Besatzungétruppen in Holstein, irc'ilé-retxd der Uebersclyuß der Mehreinnahmen zn Abschlagszahlungcn auf die Kriegskosxen- forderung Oesterreicbs Verwendet werden soll. Dies ist offenbar, sagt die »General-Correspondcnza, für Holstein selbst die VOktbeilb-Üstcftk Mod.1lit.it- die durch den Wiener Vertrag begründete SchulG gleicissam unoci'meiki zn tilgen, um so mehr, als eine Stenerbclasiung iiber den an Däncmiirk (W- gefiihrten Betrag nicht eintritt. Anderweitige Gelder werden fiir (isteri'ei- chische Rechnung den [)elsteinschen Kassen nicht entnommen und sind der- artige gehäsfige Anschuldigungen Oesterreichs in prensziscléen Blättern ciocn so grundlos, wie fie den zwischen Oesterreich und Preußen Oesieiyenken buxidcs- freundlichen Beziehungen wenig entsprechen.

Betreffend die Nachricht des Pariser Korrespomi-cexten dcs »Journal de Briixeüesa, Oesterreich habe der Regicrmig des .Mi-sei's Maximilian die SteUimg cines Jahreskoxxtiiigenw vox“, 2000 Mann zugesagt, meldet die »Gcncral-Corrrspoxichza: EI ieien Verhandlungen wegen einer Nachtragskochntion [»eziileies) Ergän- zungswerbimgen zum österreichischanexifanischen JrciwilligencorpF im anc. Die Zahl der nen Anzuwerbenden bcirage Höchstens 2000 Mann. Die Verpflichtung znr Bewillignng Ziikiiiiftiger Axxiwer- bungen Werde choc!) durch die zu treffciide Vereinbarniig 21111)! übernommen. Mexiko trage die Kosten fiir diese Werbiiiigen.

Schweiz. Bern, 23. Oktober. Die BUndesveUe-ixini: lung wm'de heute eröffnet. Der Präsident des Natisimlreitlds, Planta, besprach in seiiier Eröffnungsrede die Revision Fee Vim- desverfassung in demokratischem Sinne, er äußerte feinei' “die Ueber- zeugung, die Alpenbabnfrage werde nach gutem, alten Seixweizer- recht entschieden werden, der Grimdsay, daß die Alpen (mf Jabr- hunderte nur an einem Punkte iiberschient werden köxiiiezi, werde nicht aufgestellt werden.

Großbritannien und Irland. Lomdon, ZZZ. Oktowcr. Wie man versichert, hat Earl Russell die Bildung des neuen Kabinets fast vollendet,“ Clarendon übernimmt das AUNVÜÜW die anderen Hauptportefeuiljes verbleiben den bisherigen, Miniftcxii.

Frankreich. PariS, 22. Oktober. Der fi'anzösisci)e Mdi- schafter in London“, Fürst dc Lat o ur d'Auvcrgne, ist hciite Mis scinexx Posten abgereist.

General Montebello kehrt am Dienstag mies) Rom zuriiei. Seine Anfimst fällt mit dem Abzuge der ersten französischen Dc- tachements zusammen, deren Einschiffung in Civita-Vccchia in der ersten Novemberwoche erfolgt. So meldet heute die »Jrancea.

- 23. Oktober, Die Kaiserin machte heute in denHoZpiiälcrn Beaujon und Lariboifiere einen Besuch und wird morgen das Hospi- tal Saint Antoine befichtigen.

3431

Der *Abend-Moniteura sagt, indem er die Mittiieiiung bringt,

!

Haß, die Minister Lamarmora und Jacini zn Deputirten des italienischen Parlament?- gewählt find: »OWWhl alle Ergebnisse der ? Wahlen noch nicht bekamii find, kann man doch schon konstaiircn, !

daß die meißen Depiiiirteii der [iwcral-k0tistiti:ti011e[1e1i Partei an- gehsrenc.

Jialisn. FkaLNZ, 23. Oktober, :

lameixt sind in W

ligiiiig irak eiiie selir stéU'kk. kx

?_zie Rurnenxmec Kircheziir Erscheinung Christi, welche 1450 von dem Für“ 11?" WM. Jed- O1TTO1HSL1, einem Nachkommen des DanielRomanowitsch Wälkzkl LWUT *VOL'TJLU war, Dieses Denkmal der byzantinischen Bau- kiinsi, 1velches diirch die-Leickziigkeit und Originalität seiner architektonischen Linien bemerkenswertl) ist, tmgt den Stempel der ehemaligen Größe Ostrogs M W) UUÖ WU Wßaurirt werden. Das Ministerium des Innern hat, dem

* »Russ. Jm).« zufolge, es für möglich befunden, zu diesem Zweck 50,257 R.

kam es zwischen “LU Kandidaten der verschiedenen Parteien zur. in Urga zurückgelegt, findet sieh im 0. Heft der »Nachrick)ten der Kaisers.

Bakxotaqe. Der Priiiz UND die Prinzessin Napoleon iind gestern in Mai-

land eingetroffen Und Wohiiten dcr VorsicUUiig im Thsatcr bei. ; Ü ,. -

= * JMFH von den;! Punkte, wo er .das russische Gebiet betritt, bis zu seiner & (1? „San terei ni ; * [10,8 zu ersor] )en, imd, wenn irgend moglici)„ eine bequeme Verbindun- D x e P I ß 9 zwrychcn _Urgii, dem .Yiiuptcenirum der Mongolei, mit dem Onon und 2er » gun und 10m1t auch init dem Amur aufzufinden. Das Resultat der qanzen Expe-

ti'xien ÖTU'ÜJT 443, die der Wähler 304,365, wozu aber 11011) die- 5 dition war „, d„- Hauptsache folgendes-

Das POTMgiLÜftÖL Königspaae wird zum 26. D. in TUriii erwartet. Mciiina, 18. Oktober. (Köln. Zig.) des “Tages fiiid die Wahlen. Die Zahl der zu erwählenden Depu-

jeiiigen Wimnen, welchc diirch die Zablrmg der Eiiikommensteiier das Wablreeiit erworben haben. Am meisten Wähler haben die Pro- vinzen Neapel und Tarixi (18,448 “11110 18,301), am wenigsten Sondrio Und Grosseto “(1180 und 2147). Turin entsendet 10 De- putirte, Benevent ]. Auf 40- bis 50,000 Einwohner kommt im Allgemeinen 1*)i[*-ge01'dnetcr, in Forli aiif 56,115, in Noto aiif

37,087. Zn AIcoli kommt anf 103, in Ca,;iiari auf 27 Eitiivohner .

1 Wähler.

D ieren, BabniF-Of, 24. Okt. (Tel. Dep. d. Staats-Aiizeigcrs.) Ihre Köiiiglies)en Hoheiten der Kronprinz mid die Kronprinzessin find [iciite friih won Coblenz aanebrockyen und in Cöln mit Höchst- Ihren Kindern znsammengetroffen und [haben um 11 Uhr 50 Mi- nuten die Reise nach Brüssel fortgeseßt, um dort 2 Tage zu ver- weilen imd sies) dann von Antwerpen nach Eiigland TiUZUschiffM.

“.... „"...-m_... „._...- „...,-...

DeieguaphiscHe “Depesiben (IUZ dem 2"Lolff'schen Telegraphen-Bürean.

Kassel, Dienstag, 24. Okwber, „Tachniittags, Die Stände warden [)cute Unter Versicherung des [ande-Zherrlicbcn Wohlwollens anf ULLÖcstiMlUfe Zeit vertagt.

Brüssel, Dienstag, 24. Oktober, Morgens. Das offiziöse »Eckw dir pai'lementa demeiitirt entschieden die diirch Verschiedene Jonrnake “verbreiteten Gerüchte von der Organifirung eines aus Beigiei'n bestehenden Kavallerie-Corps fiir Mexiko.

.*.“ondou, Dienstag 24. Oktober, Morgens. Die Leiche Pal- merston's wird am Freitag Mittag in der Wesiminsier-Abtcj neben Pitt beigescyt Werden. Die feierliche Bestattung geschieht nach Dem besonderen Wunsche der Königin auf Staatswsten.

Florciiz, Dienstag, 24. Oktober, Morgens, Der König hat sich imc!) Tmin begeben, um daselbst die portugiesischen Majestäten, sowie den Prinzen und die Prinzessin Napoleon zu empfangen- welche am 25. d. eiiitreffen wcrden.

Kunst- und wiffenschaftliche Nachrichten.

- Zn Greifswald ist am 18. d., der »N. Steif. Zig“ zufolge, der Geschichtsforscher und Sammler pommerscher Alterthümer, 1)1*. Friedrich v. H agexio w, gestorben. Seine Karte von Rügen ist eine seiner wichtig- sten Arbeiten.

-- Dcr Geieimraih, Herr Professor 01". Göppert- berichiei die »Schles. Ztg.“, beschäftigt sich seit Jahren mit consequent rastlosec Sorgfalt und Unter zum Theil sehr namhaften Opfern mit dem Diamanten. Der- selbe [)ai neuerdings wieder unter dem eben so einfachen als erschöpfenden Titel: »Ueber die organische Natur des Diamantena eine höchst beachtenSwerihe Schrift über diesen interesanten Gegenstand veröffentlicht. - Es wird in ihr des Weitem dargelegt, daß der Diamant kein Erzeugnis; plutonischec Thätigkeit sein könne, denn er werde sahwarz, sobald man ihn einem Hohen Grade vox! Hitze ausseßc. - Göppert eniwiékelt Hierauf seine Gründe für die Hypothese eines neptunisclxn Ursprungs des Diamanten," daß derselbe sich sogar in einer- gewissen Zeit in einem weichen Zustande befunden haben müsse, indem nicht nur einzelne dieser Edelsteine auf ihrer Oberfläche Eindkükke von Sandkörnern und anderen Krystallen zeigen, son- dern daß fie auch gleich anderen Krystallen, gewiss fremde Körper in sich einschließen, Keime von Pilzen, selbst oegetabilische Fasern einer ausgebilde- ieren Organisation. -- Wenn die Schlußfolgerungen Göpperts eis gültig angenommen werden, wie fie die YliisichtenNewton's Brewsters und Liebigs bestätigen und ergänzen, so scheinen die Diamanten das Erdcrzeugniß einer chronischen Zersetzung vegetabilischer Stoffe zu sein. ,

-- In der Stadt Ostrog (Gouv. Wolhynien) stehen in dermNähe des alten Schw sses der Fürsten Ostroshski in erhöhter und malerixcher Lage

. raff. geogr. Gesellschafise nähere Auskunft.

. 5 im lllUle'N. Die Wahlen ziim Par- * 3 '"

er Ordtiiiirif, von Ratten gegangeii, dic Bethei- ; In der Mehrzahl der Wahlkollegien ,

_ __ „Der Plan ist bereits von dem Kaiser bestätigt worden. Onyibtrien. Ueber den Weg von Urga nach dem Onon, wel- chen eme auf Anoidriung des Gcneral-Gonverncurs von Ostfibicien unter Mriwii'kuxig der fibiri1chen Abtheilung der Kaiserl, russischen qeoqraphischen (He1e07cl)ast unternommene Cixpedition unter Leitung des russischen Konsuls

. „„ Die Expedition hatte die Au - gabe, den Weg zwijchen Urga und dem Onon, deb Lauf diesefs

* - * Die Eniernun von r 1 i'“ 311111'WLL'COULUCHULUTWCHM Wachtposten beträgt 368f WeriZi. DerUTqu bij? fiir eme Telege- bequem fabrbar. Nur anf dem ersten Driiiel deffelbeéi ist die Gegend gebirgig; dann kommt ebene Steppe und sodann die ziemlich h_ohe Kette des Jren-daba, die jedoch nicht besonders schwieriq zu passiren ist. " An Futtergreis ist besonders in der Nähe des Onon Ueberßuß. Waffer ist uberaii vorhanden, obgleich es keine großen Flüsse giebt. Von Uma bis zum Onon, wo dieier die Churcha aufnimmt, und von1velchemPunkte aus die, _FWÜ)79U_JLF Waser Hefördert werden können, find 250 Werft. Von Urga bis zum Aichinginskisehen Pikei find 300 Werft, dieser Weg ist jedoch

nicnigee beqiiein als Der zum "Werckxrieuchulskischen Posten,“ er ist* theils ge- birgtg, theils iuinpfig, man smdei auf ihm aber eine dichtere Bevölkerung,

als auf dem erstem.

Statistische Nachrichten. London, 21.0ktober. DicHandels- und Schifffahrtsberiäzie

, der ersten acht Monate dieses Jahres weisen, was den Export auslän- . dijcher und koloniexler Produkte betrifft, eine bedeutende Zunahme im Ver- gleiei) zu der enijpreehen'den Periode des vergangenen Jahres nach, und

? legen Zeugnis; fiir den steten Aufschwung Englands als des Emporiums

? de's Welthandels ab.

Kaffee, Baumwoae, Jute, Palmöl, Pfeffer, Roh-

zucher, Thee, Wolle. stehen obenan als Artikel, deren Llusfuhr zunimmt,

Kokosnußöl, Quecksilber, Reis, Seide und verarbeiteter Tabak smd dagegen

* in geringeree Quantität außgefiihrt worden, wie folgende Tabelle zeigt:

' Palmöl ............... »

* Reis ................. Str.

: Zucker, roh ............ Ctr.

im Vergleiche zu 1. Jan. bis 31. August 1864. Zunahme 400,824 0,064,287

50,078 45,074 112-708 7,470 10,173 23,416 3,350 1,475,805 40,660 108,308 2,118 38,658 027,074 103-765 152,331 288-571 10,114 2,757,264 72,441 1,500,805

1. Januar bis 31. August 1865. 1,050-546 57,175,272 1,585,004 06,758 275,751 50,686 112,170 150-831 _, Cocosnußöl ........... .*; 137,825 Abnahme Quecksilber ........... . Pfd. 743,680 » 4,441,835 )) 2,4127243 ') 102,430 Znnahme 664,844 » 8,701x149 )) 1,344-347 Abnechme 388,351 » 370,004 Zunahme » 39,689 )) Pfd. 22-106,811 » 0,427,384 »

Cacao Pfd. Kaffee ................ » Baumwolle, WH ....... Cie. .HÜUf .......... . ...... )) Jute ................. ck.) Indigo ............... » Klipfer ................ »

Seide,- roh ............ Pfd. » gezwirnt ...... » Zimmt ................ » Pfeffer ................ » Rum ................ . Gail. Franzbranntwein ...... »

») raffiniri ....... Thee ................. . Tabak, unwerarbciiet . . . »

» verarbeitet . . » 041,834 Abnahme Wein ................ . Gall. 1,466,504 Zunahme 45,673 Schaaf- und Lammwolle Pfd. 53,265,200 17,655,384

Vergleicht man diese ZUsammcnsteUnng mit der fiir die gleiche Periode vor zehn Jahren geltenden Tabelle, so stellt sich bei vielen Artikeln ein staunenswerthes Resultat heraus. Der Export von Kaffee hat in dem De- zennium für die ersten acht Monate um 3017 Mill. Pfd. oder 222 pCt. zu- genommen, von Thee um 477 pCt., von Pfeffer um 331 pCt., von Rol)- scide um 80 pCt., von Tabak um 35 pCt., von Wolle um 184 pCt., von roher Baumone um 80 pCt. Abgenommen hat nur die Verschiffung von Reis, Spirituosen, Zucker und Wein.

*- Leopold Galeoiti giebt in seinem Werke: »Die erste Legislatur des Königreich Jtaliena, eine Uebersicht über die Geistlichen und die Kirchen- giiter. Italien Hat 84 Orden, 80 besiyende in 1724 Klöstern und4 Bettel- orden in 658 Klöstern. Die Zahl der Mönche und Nonnen beträgt 45,820. Die Einkünfte der befißendcn Orden würden nach den Ergebnissen der Taxe der iodten Hand 16,216532 Lire betragen," von dieser Einnahme würde mehr als die Hälfte, 8,553438 Lire, anf Sicilien fallen. Die 220 Bischofssiße repräseniiren eine jÜÖL'MYQ Einnahme von 7,737,214 Lire. Die sonstigen Besißthüiiier der (éöeisiliedkeii geben eine jährliche Rente von 36,012,722 Lire mis Kapitalien, Kollegien, Kirchen-Präbend_en 2c.,' dazu kommen noch aus einzelnen Verivaiiurxgen mid Stiftungen 15,400,148 Lire, so daß also im

. Ganzen die KÜCHE in Italien, ohne Seminacien und Brüderschasten, eine

Rente von 76,267,010 Lire befißt, von welchen 46,026,124 Lire aus dem Grundbesiye sich ergewem. Troßdem haben die niederen Geistlichen kaum das